Nr. 217. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 18. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Kaiser Wilhelm hat der Bitte des Botschafters Fürsten Gulenburg um seine Enthebung in einem die hervorragenden Verdienste des Botschafters würdigenden Schreiben nicht willfahrt und den Fürsten gebeten, noch mehrere Monate auszuharren, während welcher sich dessen Gesundheitszustand hoffentlich zum bessern wenden werde. - Staatssekretär Freiherr von Thielmann erschien vorgestern im Reichstage und hatte eine Unterredung mit dem Abgeordneten Dr. Spahn. - nach Holland begeben, um die Angelegenheit endgiltig zu regeln. Aus dem Haag wird noch berichtet, daß der Plan der Buren- Generale, im Auslande öffentliche Vorlesungen zu halten, in keinem Falle zur Ausführung tommen wird. - Große Manöver für das nächste Jahr sollen schon jeßt wieder geplant sein. Die Chemnitzer Allg.- 3tg." erfährt darüber von unterrichteter Seite aus Dresden: Nachdem König Georg seine ZuPariser Blätter melden, der deutsche Kronstimmung gegeben hat, werden die nächstjährigen großen prinz werde sich demnächst mit der Prinzessin Alice, herbst- lebungen im Königreich Sachsen stattTochter der Herzogin von Albany, verloben. finden. Die dazu erforderlichen Vorbereitungen werden bereits getroffen. Falls nicht noch andere Bestimmungen getroffen werden, sollen die Manöver in der großen Ebene zwischen Leipzig und Magdeburg abgehalten werden. Voraussichtlich wird das 4. preußische ArmeeKorps hinzugezogen und das 19.( 2. sächsische) so geteilt werden, das eine Division dem 12.( 1. sächsischen) und eine andere dem 4. preußischen zugewiesen wird. Die weiteren Vorgänge werden sich dann zwischen den beiden lettgenannten Armee- Korps abspielen. sollen aber doch die nächsten Kaisermanöver ganz in unserer Nähe an der Hessen- Darmstädtischen und HessenNassauischen Grenze, in Oberhessen und dem Kreise Marburg haben? D. Red.) Die Centrums- Frattion des Reichstages hat gestern Vormittag 9.30 Uhr die Beratungen der Stommissionsbeschlüsse erster Lesung zum Zolltarif fort: gesetzt. Es entspann sich eine lebhafte Auseinandersetzung, da sich zwei Strömungen geltend machten. Bei Beginn der zweiten Lesung der ZolltarifCommission des Reichstages am 22. Sept. wird der Mitgliederbestand ungefähr derselbe sein, wie am Anfange der ersten Lesung. Die einzelnen Fraktionen ge= denken wegen der Wichtigkeit der Beratungen ihre ersten Kräfte dazu zu entsenden. Wie verlautet, soll die Sub Kommission am Donnerstag mittag 1/22 Uhr zusammentreten, um der zweiten Lesung der Zolltarif- Kommission des Reichstages die Wege zu ebnen. Die Beratungen dürften aber insofern feinen großen Wert haben, als die entscheidenden Fraktionssitzungen der Konservativen und deutschen Reichspartei erst am Samstag stattfinden werden. Berlin, 17. Sept. Wie der„ Nat.- 8tg." mitgeteilt wird, ist die deutsche Regierung entschlossen, etwaige antienglische Kundgebungen auf deutschem Boden anläßlich der bevorstehenden Anwesenheit der Buren- Generale nicht zu dulden. Dem Berl. Tagebl." zufolge lief bei dem hiesigen Buren- Hilfe- Komitee" die Nachricht ein, daß die Reise der Buren- Generale nach Berlin mit Rücksicht auf die Empfänge in Holland verschoben werden müsse. Nunmehr hat sich ein Vorstands- Mitglied des hiesigen Buren Komitees 3] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachdruck verboten.) " Da erfuhr er eines Tages auf der Redaktion seines Blattes, daß einer seiner Kollegen nach Australien auszuwandern gedenke, und nur zu gern ließ er sich bestimmen, ihn auf der großen Reise über das Weltmeer zu begleiten. Der junge Herr verfaufte noch das legte, was er aus den Trümmern seines früheren Wohlstandes gerettet hatte, und fort ging die Reise. Nach einer ziemlich glücklichen Ueberfahrt landeten die Reisenden in Sidney. Bei seinem Freunde und Auswanderungsgenossen, welcher bald nach seiner Ankunft eine Schafzüchterei erworben hatte, sammelte der junge Herr Graf, welcher sich längst den Namen Reinhard beigelegt hatte, die nötigen Erfahrungen, um selbständig ein gleichartiges Unternehmen ins Leben rufen zu können; die kleine Sunime, welche er erübrigt hatte, reichte dazu völlig aus." Und die Frau- wurde sie wieder gesund?" unterbrach der Schloßherr hastig den Erzähler. ,, Sie wurde es- wenigstens vorläufig", meinte der Gefragte Aber hören Sie weiter, Herr Graf, ich bin gleich zu Ende. Die australische Luft bekam der Gattin des Einwanderers vortrefflich, fie erholte sich und konnte ihren Mann bei seinen Arbeiten unterstügen. Aber Herr Reinhard war der ungewohnten, schweren Arbeit nicht gewachten; nach Ablauf eines Jahres begann er zu tränkeln, das gelbe Fieber trat hinzu, und nach wenigen Tagen war er eine Leiche. Und als der junge Farmer die Augen geschlossen hatte, da legte auch seine junge Gattin fich hin, und wenige Stunden darauf war sie ihrem Gatten in die Ewigkeit gefolgt." Aber das Kind- was ist aus dem Mädchen geworden?" fragte der Franzose mit einer Erregtheit, welche hätte auffallen müssen, wenn die beiden alten Herren nicht zu sehr mit dem Gegenstande der Erzählung beschäftigt gewesen wären. Hartwig zuckte die Achseln. " Ob das Kind lebt, weiß ich nicht", erklärte er.„ Wenn dies aber der Fall ist, dann müßte das Mädchen jest etwa achtzehn Jahre alt sein. Zweifellos aber würde die komtesse Emmy von Roded als Ihre Enfelin die einzige berechtigte Erbin Ihres gesamten Besizes fein." Der Graf nickte zustimmend, dann reichte er dem Advokaten bte Hand. - - ( Wir Das neue Militärpensionsgesetz soll den " Dresdener Nachrichten" zufolge dem Reichstage sofort nach dessen Wiederzusammentritt vorgelegt werden. Da die in jenem Gesez vorgesehenen Wohlthaten den bereits verabfchiedeten Offizieren nicht oder nur in sehr begrenztem Maße zu Teil werden sollen, so hat sich, wie das„ Dresdner Blatt" mitteilt, ein Ausschuß älterer verabschiedeter Offiziere gebildet, der sämtliche pensionierte Offiziere und Sanitätsoffiziere zu einer Versammlung einberuft. Es soll beraten werden, welche Mittel und Wege geeignet und einzuschlagen sind, um der immer schwerer werdenden Notlage zu steuern, setzt werden. in die viele Offiziere durch ihre frühe Verabschiedung verginnen auch in Wien die Preise aller Fleischwaren er Infolge der Fleischnot in Deutschland beheblich zu steigen. Die mährischen, galizischen und böhmischen Viehzüchter und Schlächter die Preis- Erhöhung mit dem steigenden Export nach motiviren Deutschland. ,, Sie haben sich viel Mühe gegeben, ich danfe Ihnen dafür," sagte er gerührt. Es gehörte große Umsicht und außerordentlicher Scharfsinn dazu, die Spuren der Verschollenen aufzufinden." Einen großen Teil der Nachrichten verdanke ich Herrn Markhofer, dem ehemaligen Freunde und Reisegefährten des jungen Herrn Grafen. Zufällig erfuhr ich, daß vor kurzem ein Herr aus Australien zurückgekehrt sei; bei meiner nächsten Anwesenheit in Wien suchte ich den Wann auf, um mich zu er fundigen, ob er irgend etwas von dem Vermißten wisse, und fand nun zu meiner Freude, daß es der ehemalige Kollege des Gesuchten sei." Dann haben Sie gewiß auch erfahren, was aus dem Kinde geworden ist", forschte Ancelot, seinen stechenden, durchdringenden Blick auf den Rechtsanwalt heftend. " Darüber konnte mir der Herr leider nur sehr spärliche Ausfunft geben", versezte der Gefragte.„ Er wußte nur, daß Herr Reinhard einen mit der Schafzucht vertrauten Mann in seine Farm als Gehilfen aufgenommen hatte. Der Auswanderungsgenosse des Herrn Reinhard hatte inzwischen seine Farm verkauft und war nach Weſtauſtralien gegangen, und als er zurückkehrte, fand er seinen Freund tot und dessen Besigtum in fremden hards Gehilfe- mit seiner Frau und der kleinen Emmy, die Händen. Wie man ihm mitteilte, war Raday- so hieß Reinsie zu sich genommen hatten, wieder nach Sidney zurückgekehrt; als er sie aber dort aufsuchen wollte, da er fest entschlossen war, für das Kind seines Freundes zu sorgen, erzählte man ihm, daß zwei kleinen Mädchen nach Europa zurückgekehrt, während der die Ehegatten sich in Unfrieden getrennt hätten, die Frau sei mit Mann sich irgendwo in Australien aufhalte." Herr. dazu" find sie in gleichem Alter geweſen. Wer das zweite Stind " Seltsamerweise- ja!" versezte der Anwalt, und noch der Frau anvertraut hatte, wußte mein Gewährsmann nicht." Mit zwei kleinen Mädchen, sagen Sie?" fragte der alte „ Es wird jezt unsere Aufgabe sein, diese Frau Raday ausfindig zu machen", nahm der Graf das Wort, nachdem er eine Weile sinnend vor sich hingeschaut hatte. Versäumen Sie nicht, dieses Ziel zu erreichen, lieber Hartwig, schonen Sie das Geld nicht, ich stelle Ihnen jede beliebige Summe zur Verfügung." haben", sagte der Advokat;„ denn die Raday weilt ohne Zweifel " Und ich hoffe, wir werden auch in dieser Beziehung Erfolg in Wien." " Wie?" riefen der Graf und Ancelot wie aus einem Munde. in freut sich nicht, daß diese Entdeckung gelungen ist? Und Die Ursache der Fleischnot entdeckt! Wer wo ist sie gemacht worden? Nicht am grünen Tisch, nicht von einem alten Praktikus, nein einer Briefkastennotiz der Oberhessischen ist nicht an der Fleischteuerung schuld, sehr zu Unrecht Beitung." Und jetzt weiß mans also: Die Regierung haben böse Leute ihr einen Vorwurf daraus gemacht, daß sie die Grenzen nicht aufmacht, auch die Metzger sind nicht daran schuld, und die Viehzüchter erst recht nicht. Ja, aber wer ist es denn? Sehr einfach: Die schlechten Zeiten! Die betr. Stelle lautet: Wenn der Herr Meggermeister meine Artikel in der Oberhessischen Zeitung" gelesen hätte, so würde er wissen, daß ich voll anerkenne, daß die Preise für Schweine im letzten Halbjahr in die Höhe gegangen find! Was ich allein bestreite, ist, daß dies die Folge eines thatsächlichen Viehmangels sei, der in Deutschland herrsche. Ich behaupte vielmehr, daß der Fleischkonsum deshalb gesunken ist, weil der Verdienst infolge der schlechten Zeiten überall stark zurüdgegangen ist und daß deshalb die teuere Fleischnahrung bei der großen Masse des Volkes einJetzt kann der Streit nun losgehen! geschränkt worden ist. Sozialdemokratischer Parteitag. München, 17. Sept. Auf der heutigen Tagesordnung steht der Bericht über die parlamentarische Thätigkeit, welchen Rosenow- Berlin erstattet. Derselbe betont, daß er den 3oltarif für eine Mißachtung des deutschen Volkes halte. An der Verschleppung der Verhandlungen über den Zolltarif seien nicht die sozialdemokratischen Abgeordneten schuld, sondern die Regierung und die Mehrheits- Parteien. Die Fraktion sei bemüht, mit aller Macht gegen den Zolltarif zu arbeiten. Müller- Hamburg meint, die Fraktion habe recht daran gethan, daß sie gegen die Seemanns- Ordnung gestimmt habe, da diese nicht den Schutz gewähre, der verlangt werden könne und müsse. Hoffmann- Hamburg befürwortet einen Antrag, daß die Fraktion dafür eintreten solle, daß alle Personen, welche gegen Gehalt oder Lohn beihr Verdienst nicht 2000 Mt. übersteigt. Welf- Berlin schäftigt sind, der versicherungspflicht unterliegen, wenn Reichstage auf Einführung des Achtstundentages aus. spricht sich gegen die Einbringung eines Antrages im Weinschild- Offenbach tritt dafür ein, daß alle in der Heim- Industrie beschäftigten Portefeuille- Arbeiter dem Der ehemalige australische Schafzüchter Markhofer hat mir versichert, die Raday in Wien gesehen zu haben. Er hat sie trog der langen Reihe von Jahren, die er sie nicht mehr zu Gesicht bekommen, auf das Bestimmteste wiedererkannt, da sie sich nur wenig verändert hat. An einem der legten Abende, als Markhofer durch die Straßen der inneren Stadt ging, eilte eine Frau schnellen Schrittes an ihm vorüber. Sofort glaubte er die Raday zu erkennen und folgte ihr. Vor einem Schaufenster mit Delikatessen blieb sie stehen, und der Australier hatte nunmehr Gelegenheit, fie genauer anzusehen. Kein Zweifel, es war die Raday. Er redete sie an und nannte ihren Namen; die Frau aber wurde freidebleich, schaute ihm eine Sekunde lang mit stierem Blick ins Gesicht, und einen heiseren Schrei ausstoßend, rannte sie dann in vollem Laufe davon und war bald seinen Augen entschwunden. Selbstverständlich zog ich, nachdem mir Markhofer das erzählt hatte, sofort auf dem Polizeiamte Erfundigungen ein, aber ich konnte die Wohnung der Frau nicht erfahren." Der Graf holte tief Atem. „ Die Frau muß gefunden werden, Herr Advokat, ruhen und raften Sie nicht eher, als bis wir sie ausgefundschaftet haben", sagte der alte Herr. Sie haben die Spur der Vermißten bis in ferne Weltteile verfolgt und gefunden, und hier, unseren Augen so nahe, sollten unsere Bemühungen vergebliche sein? Stein Zweifel, meine Entelin lebt und befindet sich in den Händen der Frau, ihr ganzes seltsames Benehmen bei der Begegnung mit Markhofer deutet darauf hin!" Eine freudige Zuversicht leuchtete aus den Augen des alten Mannes, als er so sprach; die Hoffnung, seine Entelin seben und aufnehmen zu können, schien ihn zu verjüngen. unter den Lebenden weilt", beteuerte der Rechtsanwalt,„ ber= „ Wir werden sie finden, Herr Graf, wenn sie überhaupt noch laffen Sie sich auf mich!" finden!" rief mit einer Art von Begeisterung der junge Franzose „ Auch ich will Leib und Leben daran segen, die Vermißte zu aus, und wenn es mir gelänge, die geliebte Enfelin dem teuren Großvater zuzuführen- es wäre das höchste Glück, daß mir widerfahren tönnte! Der Edelfinn des Grafen dachte nicht an Falschheit; Ber trauend legte er feine Hand auf Pauls Schulter und sagte leise mit inniger Betonung: Ich danke Dir, Paul, der Himmel gebe seinen Segen!" affein. eine Dröhnend fiel die Thür ins Schloß und Freda war Das junge Mädchen that wohlthätige Ihre ganze Erscheinung einen tiefen themzug, und worden. Etwas Hartes, aung auf sie auszuüben. die feucht- frische, vom Salzsee herüberwehende Luft schien Ablehnendes, das Freda eine veränderte geAusdruck schmerzlicher Train im Verkehr mit den Menschen zein hatte einem meich wesen, stand sanften, zärtlich Mutter, alles gefelbe zugeführt. vornehm gekleideten Frau ergriffu Augen einer Fremden war sie zurückgebebt, aber Herzensangst, von welcher base bei dem Anblick der Schon ttwerschaft ihr Ersatz für die bei der Musterung der falten der ihr Kind nach faum einjährige or ihrer Seele, als der Vater die ien mar, hatte in einer Vielleicht dem thörichsten aller Mittel zu feinen D unter anthümlich genug Dich beengten! Gerade jezt! In wenigen Du eine erwachsene Tochter haben. Freda verspricht sollte ein solcher Dich fin leidlich hübsches Mädchen zu der Welt die Vermuthung aufzudrängen, daß geschäftliche Sahren en teinen Umgemein unbefriedigenden Geseranlassen, zu wirst nicht erwehren tönnen, daß sie Synnove verlassen. Auch milie. zweifellos gelitten und Liebe schmerzlich entbehrt. Herr Halgren wurde nicht mehr gesund. und ihr Versprechen, Synnove night a perlassen, so lange aber auch nicht beruhigt über das Schicksal seiner a fältigste Pflege seines Kindes hatte ihn nicht retten tönnen. Vor drei Monaten war er gestorben. Nicht unvorbereitet, bas leibliche Kind hatte unter der Herzlofigkeit der Mutter Fredas mütterliches Erbtheil war zwar erhalten, Die sorg Invaliditäts- und Unfall- Gesetz unterworfen sein sollen und daß alle Heimarbeiter, die nur gegen Lohn beschäftigt sind, dieselben Vorteile der Gewerbenovelle wie die Fabrikarbeiter genießen. Fischer- Priesnig meint, ein Initiativ- Antrag könne in diesem Jahre im Reichstage nicht mehr eingebracht werden. Man solle es der Fraktion überlassen, im günstigen Augenblick einen Antrag auf Einführung des Achtstundentages einzubringen. Nachdem sich noch einige Redner für die Einbringung des Antrages auf Einführung des Achtstundentages ausgesprochen haben, wird die Sigung auf morgen bertagt. urteilt. | Bennrich( Centr.), die bisherigen Vertreter; Dieburg- Groß-| Belegen von Tischen und Stühlen, das in öffentlichen Umstadt: Verwalter Uebel( Dieburg)( Centr.), bisheriger Lokalen häufig vorkommt, entstehen nicht selten Differenzen. Vertreter Ohl( Antis.). In Waldmichelbach kandidiert für Es ist deshalb gewiß nicht unangebracht, die rechtliche das Centrum Pfarrer Blum aus Ober- Fürth( bish. Ver- Seite dieser Unsitte zu betrachten. Dabei ergiebt sich treter der natlib. Heidenreich). In Friedberg und zunächst, so schreibt die„ Rhein.- Westf. 3tg.", daß das Buzbach kandidieren wieder die bisherigen Vertreter Belegen oder Umlegen von Stühlen in Konzertsälen, Justizrat Dr. Jöckel und Jouz. öffentlichen Bierlokalen 2c. feine rechtlichen Verbindlichfeiten für Dritte hat. Jeder Gast hat das Recht, einen ihm zusagenden Plaz zu benutzen, gleichviel, oh der betreffende Stuhl umliegt oder ihm als besetzt bezeichnet wird. Nur in zwei Fällen ist ein Reservatrecht vom Gaste anzuerkennen, wenn erstens nummerierte Plätze zweitens wenn vom Wirt ſelbſt Pläße oder ganze vorhanden und diese höher bezahlt sind als andere, und zeichnet sind. Tische durch aufgestellte Schilder als„ reserviert" be** Der Sezerkobold hat in unserer gestrigen Notiz über die Neubesetzung der Pfarrstelle in der Markusgemeinde den Namen des neuen Geistlichen etwas unrichtig gegeben. Der neue Pfarrer heißt nicht Scheuermann sondern Scheunemann. findet zu Kastel a. Nh. in der Turnhalle des Turn** Sonntag den 12. Oktober vormittags 10 Uhr laufende Jahr statt. Die Uebungen sind wie folgt festvereins die 2. Kreisvorturnerstunde für das gesetzt: Ordnungsübungen, Stabübungen. Freiübungen ( S. Pucit, Seitensprünge, X Grätsche.) Turnen am ohne Handgeräte, Vereinswettturnen, Turnen am Pferd Reck( S. Puriz, XIV Wellüberschwung.) Freihochsprung ohne Sprungbrett, Kürturnen und Spielen im Saal Landrat und Kreisblattredakteur. Der überaus erbitterte letzte Kampf bei der letzten Ergänzungswahl für den Reichstag im Wahlkreis Greifswald- Grimmen hat zu mehreren Prozessen geführt, von denen namentlich der gegen den Redakteur des amtlichen Grimmer Kreisblattes politisch und journalistisch interessant ist. Der Redakteur war wegen Beleidigung des Vorsitzenden des liberalen Vereins in Grimmen Dr. Wenddorff angeklagt und wurde am 12. September vom Greifswalder Landgericht deswegen in zwei Fällen m. Am 18. und 19. d. M. hält in München der zu je 50 Mr. Geldstrafe und den üblichen Kosten ver- samm'ung ab. In der allgemeinen Sigung im Hotel„ Bay Verband deutscher Bahnärzte" seine 5. VerDas Pikante an diesem sonst nicht bemerkens- rischer Hof" wird u. a. Universitätsprofessor Dr. Everbusch werten Prozeß war nun aber, daß der als Zeuge vernommene Vorsitzende des konservativen Vereins LandMünchen über" Praktische Prüfung des Farbensinns mit rat Freiherr von Maltzahn aussagte, daß er den einen den beim Eisenbahnbetrieb gebräuchlichen Signallichtern" Artikel persönlich veranlaßt und größtenteils selbst ges Interesse entgegengebracht. sprechen. Diesem Vortrag wird in beteiligten Kreisen großes schrieben habe, und zwar galt letzteres charakteristischer Weise gerade von dem Stück des Artikels, in dem das Gericht eine grobe Verdächtigung wider besseres Wissen erblickte! Der Kreisblattredakteur muß also für die Preßsünden seines hohen Vorgesetzten, des Herrn Landrats, dessen journalistische Stilübungen er nicht gut ablehnen kann, wenn er nicht seine Stelle verlieren will büßen; der Herr Landrat aber, der das aus Geldmitteln des Kreises unterstützte Blatt benugt, um als fonservativer Parteimann seiner Gehässig feit gegen einen liberalen Gegner die Zügel schießen zu lassen geht leer aus! Für die politischen und journalistischen Verhältnisse in Preußen aber bleibt jedenfalls interessant dieses hier offenbar gewordene politische Hörigkeitsverhältnis des Kreisblattredakteurs zum Landrat. Die Blätter, welche die Thronfolgefrage in Luxemburg anläßlich der Erkrankung des Erbprinzen besprechen, machen den Vorschlag, dus Großherzogtum, den Zankapfel der Großmächte, wieder an Belgien abzutreten. Brüffel, 17. Septbr. General Botha wird am Freitag Nachmittag in Antwerpen erwartet und vom Buren- Komitee empfangen werden. Für den Abend ist eine große Festlichkeit geplant. Es steht noch nicht fest, ob sich ein Besuch in Brüssel anschließen wird. New- York, 17. Sept. In der internationalen Ronvention sind sämtliche Artikel des Programms Roosevelt, darunter auch die Artikel betreffend die Trusts angenommen worden. Die republikanischen Blätter, welche bisher Opposition gegen eine Wiederwahl Roosevelts machten, haben sich nunmehr zugunsten einer solchen ausgesprochen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog begab sich gestern vormittag 8 Uhr 30 Min. von Friedberg mit Sonderzug nach Zell- Romrod und von da zum Besuche des Schlosses Nomrod und kehrte um 4 Uhr nachmittags nach Friedberg zurück. Aus Heffen und Nachbargebieten. die kürzer werdenden Tage und längeren Nächte mahnen ** Vom Lande. Der Herbst naht mächtig; nicht nur uns, die Winterquartiere in Ordnung zu bringen, nein, nahe! Schon färben sich die Bäume und werfen ihr auch die Wälder und Felder sagen uns: Der Herbst ist gelbes Laub ab, der Vögelchor ist verstummt und die meisten Zugvögel haben ihre Reise nach wärmeren Gegenden angetreten. Die Kälte der letzten Tage läßt uns auf einen frühen Winter schließen. Aber noch ist gar vieles zu verrichten, ehe Mensch und Tiere sich der reichen Segens draußen im Feld und harret einiger Ruhe hingeben dürfen; es steht noch gar viel des Tage guten Wetters. Hafer und Bohnen wollten nicht reifen; nu", endlich reif geworden, stehen zahllose Hügel draußen; von dem vielen Regen vollständig durchnäßt, fangen beide Fruchtarten an, auszuwachsen, woSchaden zugefügt ist. Grummet ist ja wohl größtenteils durch der Güte des Strohes und der Körner bedeutender unter Dach. gehen Untergebener gegen Vorgesetzte sind im Interesse der ** Die Bestimmungen des Militärstrafgesetzbuchs bei VerDisziplin äußerst streng. Seht doch der§ 97 z. B. für thätliches Vergreifen an einem Vorgesezten als Mindeststrafe 1 Jahr Gefängnis fest, die je nach Bedürfnis auf 10 Jahre erhöht werden kann. Dabei ist es nicht einmal notwendig, daß die körperliche Einwirkung des Untergebenen auf den Vorgesezten diesem irgendwelche Schmerzen verursacht. In manchem Einzelfalle ist die Strafandrohung des§ 97 wahrhaft drakonisch, wie die gestrige Verhandlung vor dem Oberfriegsgericht Frankfurt a. M. gegen den Musketier Schmidt I ist mit dem Gefreiten Hisgen zusammen eingetreten. Die von der 5. Komp., 116 Inf.- Regts.( Bießen) bewies. Schmidt beiden Jahre über haben sie gelebt wie Brüder. Als vor einiger Zeit der Schmidt Abends kurz vor Zapfenstreich hörte, daß Hisgen total betrunken in einer ihn in die Kaserne, um den Freund vor Strafe zu beWirtschaft in der Stadt size, lief er hin und schleppte wahren. Täglich balgten sie sich im Scherz auf der Stube, auch dann, wenn der Gefreite Hisgen in Abwesenheit des Unteroffiziers als Stubenältester fungierte. Am 22. Juli war dies auch der Fall. Am Vormittag Stube in Ordnung zu bringen. Dabei warf er sofort dieses Tages forderte Hisgen die Mannschaften auf, die 2 frischgewaschene Röcke des Schmidt, die dieser aufs Bett gelegt hatte, auf die Erde. Schmidt kam darauf mit einer leichten Gerte hinter einem Verschlage hervor und sagte:„ Was machst Du denn da?" Dabei schlug er den Gefreiten zwei Mal mit der Gerte seiner eignen Aussage davon nichts gespürt hat. Damit gegen das Bein, aber so leise, daß der Geschlagene nach war die thätliche Vergreifung an einem Vorgesetzten fertig. Beim Paroleappell stieß dann Schmidt den Gefreiten an und sagte:" Meld's doch!" Darin hat die Anklagebehörde eine Achtungsverletzung erblickt Abends fand dann noch einmal eine Stumperei auf der Stube statt, bei der aber kein Zeuge zugegen war. ** Das Regierungsblatt Nr. 63, ausgegeben am 16. d. M., enthält: 1. Verordnung, die allgemeinen Staatsprüfungen für das Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbaufach betreffend. 2. Bekanntmachung, die allgemeinen Staatsprüfungen in dem Hochbau-, Ingenieurbauund Maschinenbaufach betreffend. Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 29 vom 5. September enthält ein Ausschreiben an die Justizbehörden, insbesondere die Staatsanwaltschaften, betreffend Mitteilungen der Staatsanwaltschaften an andere Behörden in Straf-, Disziplinarund Ehesachen. **( Privattelegramm.) Bei der heute erfolgten ersten Ziehung der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: à 20 000 Mt. auf 4411( nach Offenbach); je 5000 Mk. auf 3971( Darmstadt) und 20 176 ( Bensheim); je 3000 Mt. auf 14 760( Mainz) und 8701 ( Mainz); je 2000 mt. auf 20 187, 8226, 20 566, 21 234, 10 553 und 10 472; je 1000 Mt. auf 1486, 3290, 4230, 6142, 7061, 10 806, 13 900, 18129, 21 792 und 24 097. ** ( Ohne Gewähr.) ** Darm leicht fehr fo zum Glück n baran, beim Fenftern der Lage flog e eine aus e Weinflasche Mann ohn feine Famil nach einiger fein Bauernde eine ernfte Ma ligen Dienft di im lebermut a exfperen. Wa geflogen, fo bat und vielleicht be * Sanan, 林 folge eines Sch Raufmann Mof lange Reihe vo fchaften und gen und feine auf d ftrebungen die ** Bon de da die Trauben ein ganz anneb Neuen der Ehren Wilhel bereits mit eine ** Ein Ke richtet der Sonntag allein dadurch auszeich zu trinten giebt liegt und nicht wird. Der Wei bei den Leuten, man das edle@ Aus einer folder einige Schoppen fo mollig, daß er Weib und eine er hätte die ganze Arme aber dazu ec borläufig nur Beamter borstellte war. Er wurde dem Eintritt in d Grinnerung. Sog Empfang dafelbft ihm bor, daß er d dehnt haben müffe halb bergeffen, als nach Hause eile fräche mit einen ** Nidda. Verflossene Woche war die Gegend von Nidda bis Friedberg hin der Schauplatz der militärischen forps wurden hier abgehalten, woran auch die Bevölkerung Uebungen. Die Brigade und Divisionsmanöver des 18. Armeeihren entsprechenden Anteil nahm. Große Zuschauermengen begleiteten das militärische Schauspiel. Sehr stark sind auch die verschiedenen Gemeinden mit Einquartierungen bedroht worden; bisweilen famen auf ein Dorf ebensoviel oder noch sene freundliche Aufnahme. Einige Dörfer bei Nidda hatten gar mehr Soldaten als Einwohner. Aber überall fanden seit der„ Franzosen- und Russenzeit" kein Militär beherbergt. Daß dort unsere Baterlandsverteidiger keinen Mangel litten, tann man sich denken. ** hält am Sonntag, 21. Sept. Bürgermeister Schmalbach von Ulrichstein, 17. Sept. Im Groh'schen Saale dahier Crainfeld vor Interessenten einen Vortrag über das Eisenbahnprojekt Mücke- Ulrichstein- Rixfeld. ** Ulrichstein. Seit vorigem Jahre wurden an unserer Schloßruine Restaurierungsarbeiten nnter Leitung des Hochbauamtes Alsfeld vorgenommen. Dieselben sind jetzt beMauern sind nunmehr etwa 2 Meter aufgebaut. Deutlich endigt. Die alt n, seither von Schutt und Moos bedeckten erkennbar sind die Keller, der Brunnen, der Turm im Innern Aufräumungsarbeiten entdeckt, konnte aber leider nicht freider Burg. Ein unterirdischer Gang wurde ebenfalls bei den gelegt werden. ** Frankfurt a. M., 17. Sept. Die hiesigen Bäcker und Biodfabriken haben beschlossen, den Brodpreis um 1 Pfg. pro Pfund herabzusetzen. ** Bürgel, 16. Sept. Wegen Sittlichkeitsvergehen mit kleinen Kindern wurde gestern der Maurergeselle 2. Kämmerer von Dudenhofen verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert." Darauf brachte Hesgen die Sache zur Meldung. Ein hier in Gießen zusammengetretenes Kriegsgericht der 25. Division hat am 19. August in der Sache verhandelt und den Schmidt zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem der Vertreter der Anklage 2/2 Jahre beantragt hatte. Dagegen hat Schmidt Berufung eingelegt. Er wurde von Rechtsanwalt Römheld verteidigt. Der Angeklagte behauptet, er habe Scherz gemacht wie in vielen früheren Fällen. Auch der Verteidiger ist der Ansicht, daß es sich nur um scherzhafte Balgereien gehandelt hat. Außerdem stellt er sich auf den Standpunkt, daß einmal Hisgen objektiv gar kein Vorgesetzter gewesen sei und daß, wenn dies doch der Fall sei, wenigstens der Angeklagte subjektiv nicht das Bewußtsein hatte, daß er sich einem Vorgesezten gegenüber befinde. Das Oberfriegsgericht spricht den Angeklagten von der Anklage der Achtungsverlegung beim Proveappell frei, da in diesem Falle Hisgen kein Vorgesetzter war. Ebenso erfolgt Freisprechung wegen der Stumperei am Abend, da dieser Vorfall durch das Zeugnis des Gefreiten allein nicht hinlänglich geklärt sei. Dagegen erfolgt Verurteilung wegen der zwei Klapse mit dem Stöckchen und zwar wird dafür die Mindeststrafe von 1 Jahr Gefängnis eingesetzt, die Strafe jedoch auf Antrag des Verteidigers und des Vertreters der Anklage auf Grund des§ 98 des Militärstrafgesetzbuches, nach welchem die zu erkennende Strafe auf die Hälfte herabzusehen ist, wenn der Vorgesetzte den Untergebenen durch vorschriftswidrige Behandlung gereizt hat, auf 6 Monate ermäßigt. Dazu kommt noch 1 Tag wegen Achtungsberlegung, der in den Worten liegt:„ Was machst Du da?" 5 Wochen Untersuchungshaft wurden angerechnet. Zeitungsbestellung durch die Briefträger. wiederum der Beginn eines neuen Quartals bevorsteht, machen wir unsere Postabonnenten darauf aufmerksam, daß die Bestellung der Zeitungen am bequemsten durch Vermittelung des Bestellpersonals erfolgt. Es wäre zu wünschen, daß von dieser Einrichtung ein möglichst ausgedehnter Gebrauch gemacht wird, weil damit für das Publikum sowohl wie für den Postbetrieb erhebliche Erleichterungen verbunden sind. Die von den Briefträgern über die Bestellung der Zeitung ausgestellten Quittungen find rechtsgiltig. ( Militärnachrichten.) Selzam, Oberlt. der Landw.Kavallerie 1. Aufgebots( I Darmstadt) wurde zum Rittmeister und Vizefeldwebel Niedesel Fehr, zu Eisenbach( Gießen) zum Leutnant der Reserve des Garde Jäger- Bats. befördert. Zimmer, 2t. der Res. des 1. Großh. Heff. Feldart.- Regts. Nr. 25( Großh. Art.- Corps)( Gießen) wurde der Abschied bewilligt. ** Die Landtagswahlen rücken immer näher heran; in einzelnen Bezirken, in welchen Neuwahlen stattfinden müssen, hat man die Kandidatur- Frage schon näher in Erwägung gezogen, nur hier in Gießen scheint der Anlauf dazu in aller Stille vor sich zu gehen. Heute sind uns von auswärtsfolgende Kandidaten genannt worden: Ober- Ingelheim- Finthen: Dr. Frenay( Centr.), Bingen: Redakteur ** Da ** Das Belegen von Tischen und Stühlen. Durch das ** Darmstadt. Das Ministerium des Innern( Abt. für Landw., Handel und Industrie) hat neuerdings an die großh. Kreisämter ein Ausschreiben gerichtet und um eingehende Berichte über die derzeitige Lage des Arbeitsmarktes sowie über die Produktions- und Arbeitsverhältnisse und die Lebenshaltung der Industriearbeiter ersucht. Dabei soll hauptsächlich ermittelt werden, ob und in welchen Industriezweigen Arbeiterentlassungen eingetreten, ob Feiertage oder Kürzungen der täglichen Arbeitszeit eingeführt sind und ob eine Zu- oder Abnahme der Arbeitslosigkeit für den kommenden Winter im Vergleich zum Vorjahre zu gewärtigen ist. Ferner wünscht das Ministerium Bericht darüber, wie weit in günstiger Lage befindliche Industrien im Stande sein werden, den aus anderen Betrieben wegen Arbeitsmangel ausscheidenden Arbeitern Beschäftigung zu ge= währen, und welche Maßnahmen jetzt schon in Vorschlag gebracht werden können, um einer etwaigen Arbeitsnot zu begegnen. ** Schlußklasse der Schloßfreiheits- Lotterie finden heute Darmstadt, 16. Sept. Die Ziehungen der 2. Donnerstag den 18., Freitag den 19. und Montag den 22. d. Mts. statt und werden am ersten Tage 1500, am zweiten Tage 1000 und am Montag 400 Treffer gezogen. dem Kirchturm.) Vergangene Woche zechte ein Be** Darmstadt, 16 Sept.( Das Fahrrad auf Rade mit seinen Freunden in fröhlicher Weise, mußte amter in Groß- Gerau nach einem Ausflug mit dem aber, als er nach Hause wollte, die unangenehme Entdeckung machen, daß sein Rad verschwunden war. Einen Scherz vermutend, begab er sich in seine Wohnhören, daß sich sein Rad auf dem Kirchturm befand. ung, mußte aber am andern Tage zu seinem Erstaunen Zwei Spaßvögel hatten sich von der Frau des Kirchendieners unter irgend einer Ausrede die Kirchenschlüssel verschafft, das Nad auf den Turm geschleppt und mit brennender Laterne über der Uhr aufgehängt, wo es am andern Morgen entdeckt wurde. ines Baitgebers war; aus der Stellen: Alfo be mir!-Und an bewahr, Schreiner Lendhen eine schön tomme, dem berlo grund, die Schwie Weiter wollte Fri machte blau und da die Verlobung Frig wohl am be Schluffe der seh Die Worte: Du Du mittie!" g Daß der Gastgeber Geschäften anwesen feinem„ noblen G ** Marburg, Herbst- Pferden Bur Verlofung ange Schluß des Marktes eführt. ** Kirchhain, abre hier abgeb entsprechend bew Intereffenten ent Benehmigung eine Griudhen it stattge findet am 1. Ofto ** 3meten. S Jahren eine Umia Der einen in der befitz- Gebäud vicbt, 1 Prozen abzuführen hat. Der hiesigen G ahme von 18 mfagtapital bon abmenswert! 林 Niederbeifen durch Raffel, 17 Freund Lampe fom au stehen. * Brennendes Brjuchen 1 Difizier, brmänner nad be fohlenlager im Berliner Feuerwehr Die Berliner Mann enommen, da ihre tehen wird, den do Das in öffentlichen ht felten Differenzen. bracht, die rechtliche Dabei ergiebt sich fff. 3tg", daß das n in Stonzertjälen, tlichen Verbindlich t das Recht, einen gleichbiel, ob der besetzt bezeichnet teservatrecht bom mmerierte Bläge als andere, und ige oder ganze reserviert" be argebieten. mächtig; nicht nur en Nächte mahnen zu bringen, nein, 18: Der Herbst ist zum ** Darmstadt, 16. Sept. Ein Vorkommnis, b leicht sehr schwere Folgen hätte nach sich ziehen könne Glück noch ohne erheblichen Schaden verlief, mah daran, beim Hinauswerfen von Gegenständen aus Fenstern der Eisenbahn sehr vorsichtig zu ſein; Tage flog einem bei Erzhausen stationirten Bahnw eine aus einem Fenster eines Schnellzuges gewor Weinflasche mit solcher Wucht vor die Brust, daß Mann ohnmächtig zusammenstürzte. Er wurde di seine Familie in die Wohnung gebracht, wo er nach einiger Zeit wieder erholte; es ist anscheiner fein dauernder Nachteil entstanden, doch ist der Fa eine ernste Mahnung, den ohnehin schwer verantwort lichen Dienst dieser Eisenbahnbeamten durch solches meist im Uebermut ausgeführte Streiche nicht noch mehr zu erschweren. Wäre die Flasche übrigens einen Fuß höher geflogen, so hätte sie den Kopf des Mannes getroffen und vielleicht den Tod herbeigeführt. e und werfen ihr rftummt und die nadh wärmeren legten Lage läßt en. Aber noch ist and Tiere sich der och gar viel des Sharret einiger nen wollten night en zahllofe hügel ollständig durch uszuwachsen, wo örner bedeutender wohl größtenteils die Gegend von der militärischen er des 18. Armeedie Bevölkerung Buschauermengen r start sind auch erungen bedroht nsoviel oder noch r überall fanden bei Nidda hatten Rilitär beherbergt. nen Mangel litten, ' schen Saale dahier r Schmalbach von ** Hanau, 17. Sept. In Gelnhausen starb gestern infolge eines Schlaganfalls der in weiten Kreisen bekannte Kaufmann Moses Silberschmidt. Der Verstorbene war eine lange Reihe von Jahren Mitglied der städtischen Körperschaften und genoß durch sein schlichtes, charakterfestes Wesen und seine auf das Wohl seiner Vaterstadt gerichteten Bestrebungen die Uchtung seiner Mitbürger. ** Von der Nahe. Des Winzers Miene hellt sich auf, ba die Trauben sich so überaus schön entwickeln. Da man ein ganz annehmbares Tröpfchen erwartet, so will man den Neuen der beliebten Königin Wilhelmina von Holland zu Ehren" Wilhelminchen" taufen. Im August rechnete man bereits mit einem„ Chamberlain". ** Ein Kerwegeschichte. Unter dieser Spiẞmarke berichtet der„ N. Mzr. Anz.": Der Frig war am borigen Sonntag allein auf einer Kerb, die sich immer noch dadurch auszeichnet, daß es etwas Gutes zu essen und zu trinfen giebt, etwas weiter von Mainz entfernt liegt und nicht übermäßig stark von Mainz aus besucht wird. Der Wein wirkt bekanntlich Wunder, besonders bei den Leuten, die aus einer Gegend stamnien, wo man das edle Getränk nur dem Namen nach kennt. b P trete Post. E fonstruiren, die Drucksachen von Stuv. Schnelligkeit sei auf 400 km die die Post von Rom nach Mailand in zwe Ort und Stelle gelangen könnte. Die Behälter Briefe, aus Aluminium hergestellt, sollen 35 kg wiegen. Die Baukosten sind pro stilometer auf 3000 Lire beranschlagt. Der Postminister versprach, das Projekt durch eine technische Kommission prüfen zu lassen.(?) Verhaftung des Theater- Direktors Robert Overweg, * Bonn a. Rh., 17. Sept. Aufsehen erregt hier die der im verflossenen Winter unter der Bezeichnung: „ Neues Theater- Unternehmen in Bonn" ins Leben gerufen hat. Oberweg soll sich des vollendeten Betruges Außerdem liegt der Verdacht der widernatürlichen Unund des Betrugs- Versuches schuldig gemacht haben. zucht gegen ihn vor. Blatte befindet sich folgendes Inserat:„ Offernsänger, * Er will sich verändern. In einem rheinischen Ia. Straft, mit ff. Ref. und Beziehung, repräsentabel, wünscht sich per sofort zu verändern und sucht dauernden redegewand, sprachlich perfekt, deutsch, franz., englisch, Reiseposten, gr. Hauses in Wein, Cigarren. Angebote unter X. X. 2c." # Aus einer solchen Gegend stammt„ Friz", und als er einige Schoppen hinter der Binde hatte, fühlte er sich so mollig, daß er vergaß, daß er zu Hause ein braves Weib und eine energische Schwiegermutter hatte. Er hätte die ganze Welt umarmen fönnen, da ſeine Arme aber dazu nicht lang genug waren, umärmelte er borläufig nur eine holde Maid, der er sich als Beamter vorstellte und der gegenüber er natürlich ledig war. Er wurde zum Nachtessen eingeladen, und von dem Eintritt in das gastliche Haus an fehlt ihm die Erinnerung. Sogar seine Nachhausekunft und den Schwärme fliegender Ameisen. Vom Hohen Empfang daselbst hatte er vergessen; nur das schwebte ihm vor, daß er den„ Kohl" ein bischen weit ausge auf der Burg Hohenzollern war dieser Tage von zollern, 12. Septbr. Ein seltenes Naturschauspiel dehnt haben müsse.-Frizz hatte den Scherz schon ree das Eisen halb vergessen, als er vorgestern zur Mittagszeit, als Hechingen aus zu beobachten. Ueber den Türmen er nach Hause eilen wollte, seine Frau in lautem Ge- schwebten förmliche schwarze Rauchwolken, die den Bespräche mit einem Manne traf, dessen Stimme derobachter einen Kaminbrand oder eine gründliche Kaminseines Gastgebers auf der Kerb merkwürdig ähnlich reinigung vermuten ließen. Nähere Erkundigungen erwar; aus der Verhandlung entnahm er folgende gaben, daß riesige Schwärme fliegender Ameisen den Stellen: Also verheirat is er? No natürlich mit trügerischen Schein der Rauchwolken hervorriefen. Die mir! Und an der Bahn is er aach nich? Tierchen lagern im heurigen Jahre in ungewöhnlicher Menge auf den Türmen der Burg und unternehmen ab und zu kleinere Ausflüge. irfeld. Durden an unserer Leitung des Hoch den sind jezt bend Moos bedeckten ufgebaut. Deutlich -r Turm im Innern e ebenfalls bei den = leider nicht freiie hiesigen Bäcker odpreis um 1 Big. tlichkeitsvergehen er Maurergeselle et und in das es Innern( Abt. neuerdings an n gerichtet und zeitige Lage des ons- und ArbeitsIndustriearbeiter ittelt werden, ob rbeiterentlaffungen eine Zu- oder Ab ommenden Winter ngen der täglichen rtigen iſt. Ferner rüber, wie weit in im Stande fein n wegen Arbeitseschäftigung zu ge ezt schon in Vor: m einer etwaigen Gott bewahr, Schreiner is er! Na, das ist aber vor mein Lenchen eine schöne Geschichte!- Losse se'n nor häm fomme, dem verlob ich sich!( Stimme aus dem Hintergrund, die Schwiegermutter): Der frieht verlobt! Weiter wollte Fritz nichts mehr hören. Er riß aus, machte blau und fam erst am Abend nach Hause. Wie da die Verlobung wieder aufgehoben wurde, das wird Friz wohl am besten wissen. Ein Lauscher' hörte zum Schluſſe der sehr heftigen Auseinandersetzungen nur die Worte: Du gehst Dein' Lewe nit mehr alläns fort, Du Schwittje!" zur Verständigung sei erwähnt, daß der Gastgeber Fritzchens in Mainz zufällig in Geschäften anwesend war und nicht versäumen wollte, jeinem„ noblen" Gast einen Besuch abzustatten. Marburg, 17. Sept. Der gestern abgehaltene Herbst- Pferdemarkt zeigte das übliche Gepräge. Die zur Berlosung angekauften Pferde und Wagen wurden nach Schluß des Marktes mit Musit im Zuge durch die Stadt geführt. ** ** Kirchhain, 16. September. Da die in diesem Jahre hier abgehaltenen Fohlenmärkte sich als zweck: entsprechend bewährt haben und dem Bedürfnisse der Intereffenten entgegenkamen, suchte der Magistrat um Genehmigung eines dritten Pferdemarktes nach. Diesem brsuchen ist stattgegeben worden. Der 3. Fohlenmactt findet am 7. Oftober d. J. hier statt. ** Zwesten. Die hiesige Gemeinde hat vor zwei Jahren eine Umsatzsteuer eingeführt, der zufolge jeder, der einen in der hiesigen Gemarfung gelegenen Grundbefitz Gebäude und Ländereien- durch Kauf erwirbt, 1 Prozent der Kaufsumme an die Gemeindekasse meldet, hat in Ludwigshafen heute früh der 20* Neustadt, 17. September. Wie der Pfälz. Kur." jährige Fabrickarbeiter Wacker den 17jährigen Arbeiter Philipp Schuster nach vorausgegangenem Schigerstadt und waren mit dem Frühzug in LudwigsStreit erstochen. Beide Arbeider stammen aus hafen eingetroffen, wo sie bisher in Arbeit standen. Schuster war sofort eine Leiche. Der Thäter Wacker ging nach der That flüchtig. * München, 17. Sept. Der Professor der Rechtskunde an der hiesigen Üniverſität, Konrad von Maurer, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. " * Manöverwitz. In einem Dorfe in Oberfranken hatte ein Anwesenbefizer es für nötig befunden, an seinem Gartenzaun neben dem Thore eine„ Warnung vor dem Hunde" anzubringen. Zufällig wurde nun in diesem Hause die ob ihrer Strenge nicht übermäßig beliebte Mutter" einer Feldartilleriebatterie einquartiert. Die Tafel, welche diese welterschütternde Thatsache kund thun sollte, wurde einigen Soldaten mit dem Auftrage übergeben, dieselbe am Thor zu befestigen. Diese entledigten sich ihrer Aufgabe in geradezu glänzender Weise, denn alsbald prangte am Thore das Schild: Wachtmeister der 5. Batterie" und unmittelbar Der Hund beißt!" darunter die Warnung des Hausbesizers:„ Obacht! " heute unter den Sträflingen eine Meuteret aus, an* Wien, 17. Sept. Im Lemberger Gefängnis brach geblich wegen schlechter Kost. Die Einrichtungen der Ziehungen der 2. abzuführen hat. Bis jetzt hat diese neue Steuer Bellen und Werkstätten wurden zertrümmert. Militär terie finden heute der hiesigen Gemeindekasse die beträchtliche Ein- wurde geholt, um die Ordnung wieder herzustellen. . und Montag den nahme von 1800 Mark eingebracht, was einem ontag 400 Treffer ahmenswert! Rom eine neue * Delarey P Morgens saß der Burengen nach England brachte, g Damenbrett, ein unüberlegter Bu Hände seines Gegners geliefert. Ein Aus nicht mehr vorhanden. Da sprang der General ply erhob sich gleichfalls und sämtliche Steine des Damenlich auf und rief:" Da ist ein Walfisch"; sein Gegner brettes fielen durcheinander. Während man die Steine Mit Worten der Entschuldigung versuchte Delarey die aufsuchte, war der Walfisch natürlich verschwunden. unmögliche Arbeit, die Steine in ihre frühere Stellung äußerte nachher, Delarey könne Manchem bei seinen zu bringen. Botha, der die Sache beobachtet hatte, Zügen etwas vormachen. Wenn Delarey nicht spielte, war er meistens der Mittelpunkt einer bewundernden Truppe von englischen Offizieren, denen er liebensfang, ihn bei dieser oder jener Fontain" zu fangen. würdig auseinandersetzte, warum es ihnen so oft miß* Paris, 17. Sept. Einer Privatmeldung aus New- York zufolge soll Leutnant Peary nicht näher als bis zum 83. Grade 50 Minuten gelangt sein. Dagegen sollen seine Forschungs- Resultate von großer Bedeutung für die arktische Wissenschaft sein. Murri wurde die Dolchscheide gefunden, deren sich der * Rom, 17. Sept, Bei der Durchsuchung der Villa Mörder bedient hatte. Die Häuser verschiedener Freunde jenige des Direktors des Sozialistenblattes: des Mörders werden polizeilich bewacht, so auch das„ Die daß Advokat Murri auf der Volksbank von Bologna Schelle" und zweier Redakteure. Es wird bestätigt, ein Guthaben von 60 000 Fr. befigt. Auch scheint sich zu bestätigen, daß die Ursache des Mordes in serueller Richtung zu suchen ist. Neueste Nachrichten. Berlin, 18. Sept. In Groß- Baniow bei Rattowig wurde eine Arbeiterin und deren Geliebter berhaftet unter dem Verdacht, ihre vier unehelichen Kinder vergiftet zu haben. Berlin, 18. Sept. Römischen Blättern zufolge soll der Advokat Murri die Gattin des Hauptmanns Imerico vom nicht statt. Graf Bonmartini ahnte bereits im Mai, wie 12. Bersaglieri- Regiment mißbraucht haben. Ein Duell fand ermordet würde, sein Schwager der Thäter sei. er sich einem Freunde gegenüber ausdrückte, daß wenn er Berlin, 18. Septbr. Aus Prag wird von angeblich unterrichteter Seite gemeldet, daß der dortige Professor der pathologischen Anatomie, Hofrat Hans Chiari dem Leipziger pathologischen Geheimen Medizinalrat Prof. Felix Marchand ersetzen soll ersehen sei. und das letzterer als Nachfolger Virchows auserften Tage 1500, Umsagkapital von 180 000 Mark entspricht. Sehr nach- Nähe von Pyoska wurde, als sich das 18. Honved- zweitägiger Verhandlung über den Zolltarif gestern be. Niederhessen durchweg ungünstige Reſultate. So ein Derheffler, 176 Sept. Die Hafenjagd ergiebt in Freund Lampe fommt daher auf 350 Mt. bis 4 Mark Fahrrad auf oche zechte ein Be Ausflug mit dem zu stehen. her Weise, mußte unangenehme Ent erschwunden war ch in seine Wohn feinem Erstaunen Mirchturm befand Frau des Kirchen die Kirchen/ chlüffel gefchleppt und mit ufgehängt, wo es Vermischtes. * Brennendes Kohlenlager in der Lausiz. Berliner Feuerwehr sind vorgestern früh auf telegraphisches Von der Grsuchen 1 Offizier, 5 Oberfeuerwehrmänner und 40 Feuerbehrmänner nach der Grube Rausche abgegangen, da dort ein Breßfohlenlager im Werte von 200 000 in Flammen steht. Die Berliner Mannschaften haben keinerlei Löschgerät mitgenommen, da ihre Thätigkeit in der Hauptsache darin befehen wird, den dortigen Rettungsmannschaften mit sachge. * Budapest, 16.Sept. Bei den Manövern in der Regiment und das 69. Infanterie- Regiment gegenüberRegiments erhielt einen tötlichen Schuß, ein Infanterist ſtanden, ſcharf geſchoſſen. Ein Zugführer des legteren Die bom 44. Regiment einen Schuß in den Hals. sofort eingeleitete Untersuchung hat bisher fein Ergebnis gezeitigt. * Agram, 17. Sept. In Semovke wütet ein furchtbarer Brand. 150 Gebäude, darunter Schulen und Kirchen sind eingeäschert, drei Personen verbrannt. sind mehrere tausend Fabrikarbeiter in den Aus* Warschau, 17. September. In Czenstoch au wird Militär nach dort entsandt werden. st and getreten. Da Ruhestörungen befürchtet werden, * Warschau, 16. Sept. Der Bankier Krolopp in Nuwalta ist nach Unterschlagung von Depotgeldern in Höhe von 12 Millionen Rubel flüchtig geworden. Berlin, 18. September. Die Centrumsfraktion des Reichstages hat dem„ Lokal- Anzeiger" zufolge nach schlossen, ihre Vertreter in der Zoll- Kommission zu inBoll- Stompromis erſter Lesung fest zu halten. Als ſtruieren, in der zweiten Leſung unbedingt an dem Vertreter der Fraktion in der Sub- Kommission wurde der Abgeordnete Dr. Spahn gewählt. Leipzig, 18. Sept. Die Pariser Theaterfahrt deutscher Künstler ist nach einem gestern veröffentlichten Beschluß des Komitees auf den Herbst des Jahres 1903 verschoben worden. München, 18. Sept. Die" Münchener 8tg." will wissen, daß die bayrische Regierung, nachdem über drei Viertel der bayrischen Gemeinden Fleischteuerungen ge meldet haben, in den nächsten Tagen unter gewissen Modalitäten die Grenze für die Vieh- Einfuhr aus Desterreich- Ungarn teilweise öffnen wird. engemeinden. saler, J. V.: Vogt. scokes. ( Preise seit 30. April 1902.) Für den Centner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mr. Stück- Cokes Buß- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes Nußcokes Dr. 1 Nukcokes Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Aukcokes Dr. 2 1,25 Mr. 1,30 Mr. 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,25 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr. 1,20 Mr. Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Gentner. berechnet. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Gentner NB. Sofern das Verbringen der Cokes bis zu 6 Centnern auf die betr. Lagerpläge( Keller, Stall 2c.) mit feinem Daußergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cofes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gascokes von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Jischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34( Hohenzollern), Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, gio Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascofes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Gentnern. Die Preise unserer Gascofes für die Abnehmer auß rhalb de Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückver gütung von 4 Pfennig für den Centner. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Markt 7 Fritz Eccarius Markt 7 500 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Stehlampen Hängelampen Beste absolute Chaisenlaternen, Petroleumempfiehlt: PATENT von Mr. 0.50 big mt. 3,50 von bon 200 bis Mr. 40.2.00 bis Mt. 80.fichere Sturmlaternen. echte Motardferzen. reter Schöne 3 Zimmer- Wohnung 1. Oktober zu vermieten. Näb. Hammstraße 11. vart. freundl. Familienlogis wie eine Stube mit Küche ubehör zu vermieten. höne Meigasse 11. 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