Nr. 164. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an ollen Werktagen nachmittags. Freitag, den 18. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsvreis: Die einspaltige Petitieile für Gießen wie, ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferus rechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdrucker i, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gieße Bestand der deutschen Turnerschaft am 1. Januar 1902. Vom Ausschuß der deutschen Turnerschaft wird uns darüber geschrieben: Auch die diesjährige Erhebung des Bestandes innerhalb der deutschen Turnerschaft( gegründet 1868) zeigt wieder ein Bild freudiger Entwickelung. Das Jahr 1901 hat einen Buwachs von 162 Vereinen gebracht, sodaß die deutsche Turnerschaft am 1. Januar 1902 6915 Vereine gegen 6753 im Vorjahre, darunter 44 freie Vereine in Desterreich und 21 im Auslande, zählt. Sie verteilen sich auf 5807 Drte. In 760 Orten find mehr als 1 Verein. Die Gesamtsumme der über 14 Jahre alten Vereinsangehörigen beträgt, ohne die turnenden Frauen und Kinder, 692,765. Es bedeutet das gegen 670,484 im Vorjahre eine Zunahme von 22281 gleich 3,3 pCt. An den Turnübungen nahmen im Berichtsjahre 337,432 Mitglieder oder 16,705 gleich 5,2 pCt. mehr als das Jahr vorher teil. Böglinge im Alter von 14-18 Jahren sind davon 105,814 gegen 98,841 im Vorjahre d. i. 6973 gleich 6 pCt. mehr Frauenabteilungen bestehen 1005 mit 27913 Mitgliedern, gegen 958 mit 26983 Mitgliedern im Jahre 1901. Geturnt wurde im Laufe des verflossenen Jahres in den Männerabteilungen, einschl. der Böglinge, an 637,162 Abenden von 14,681,690 Turnern gegen 616,386 Abende und 13,896,631 Turnern im Jahre 1900. Es bedeutet das ein Mehr von 21,776 Abenden. und 785,059 Turnern. In den Frauenabteilungen sind 845,400 Besuche gegen 785,945 im Vorjahre also 59,455 gleich 7,5 pCt. mehr aufgezeichnet worden. Das Turnen der schulpflichtigen Jugend pflegen insgesamt 591 Vereine mit einer Teilnahme von 33,299 Knaben und 9947 Mädchen. Die Leitung der Uebungen in den Männerabteilungen lag in den Händen von 35,088 Borturnern. Ihre Aus- und Weiterbildung erhielten sie in 54,943 Vorturnerſtunden. Die Zahl der steuernden Mitglieder ist um 16,857 von 564,338 auf 581,195 gestiegen. Zum Heer einberufen wurden im Berichtsjahre 27,639 Mitglieder, ein Beweis für die hervorragende Bedeutung der deutschen Turnerschaft für die Wehrkraft des Landes. 626 Vereine turnen im Winter nicht. Vereinseigene Turnhallen waren 596, Turnpläße 940 vorhanden. Schulturnhallen wurden 1584 von 1405 Vereinen benutzt. Die Zahl der Gaue ist um 1 auf 282 gestiegen. Gaulose Vereine giebt es abgesehen von den freien Vereinen in Desterreich und den Auslandsvereinen 59. Gauturnwartsversammlungen fanden 19, Gau vorturnerftunden 933 mit 11691, Bezirksvorturnerstunden 923 mit 3147 Teilnehmern, Gauturntage 313 statt. Gauturnfeste wurden 194 mit 102,403 und Gauturnfahrten 126 mit 23,423 Teilnehmern veranstaltet. Alle Befürchtungen, es werde einmal eine Zeit des Stillstandes und dann auch des Rückgangs für die deutsche Turnerschaft kommen, sind bisher noch immer zu Schanden geworden. Immer mehr wird das Turnen zur Volkssache, immer ernster wird die Auffassung von der Turnsache als des besten aller Voltserziehungsmittel, und mit dem Zunehmen der Bildung im deutschen Volfe, mit der Verbesser ung des Volksschulwesens und seiner Mittel wächst auch die Erkenntnis von der Bedeutung der deutschen Turnerschaft und damit wird auch diese weiter wachsen und blühen, wenn sie nur ihren altbewährten Grundsägen treu bleibt. Politische Nachrichten. Berlin, 17. Juli. Das Berliner Tageblatt dementirt die in mehrere Blätter lanzirte Meldung eines Krakauer Bolenblattes, wonach Graf Bülow und Graf Goluchowsky ein Abkommen getroffen haben sollen, in welchem die deutsche Regierung mit allen Mitteln der von Alldeutschen in Oesterreich begonnenen Agitation in Deutschland entgegentritt, während andererseits die österreichische Regierung sich verpflichtet, die unruhigen Elemente unter der polnischen Bevölkerung Desterreichs zu verhindern, die preußischen Polen zum Widerstande gegen die Maßnahmen der preußischen Behörden zu ermutigen. lauf seines Vertrages vollständig von der politischen Thätigkeit zurückzuziehen beabsichtige. Der deutsche Fleischer Verband nahm in seiner gestrigen Schluß- Sigung noch Stellung zu verschiedenen das Fleischergewerbe betreffenden Fragen. Unter anderem sprach er sich dafür aus, daß mit dem Meister- Titel größere Rechte, insbesondere das Recht der ausschließlichen Lebrlings- Ausbildung verbunden werden sollten. Ein Antrag der pfälzischen Innung auf Loslösung von dem badisch- pfälzischen Verbande und Bildung eines eigenen Bezirks- Vereins wurde abgelehnt. Des weiteren nahm der Verbandstag Stellung gegen eine staatliche Schlachtviehversicherung sowic gegen den Viehhandel nach Lebend- Gewicht. Der nächste Verbandstag wird in Potsdam abgehalten. - - König Victor Emanuel soll beabsichtigen, auf der Heimreise von Rußland nach dem in der Nähe der Eisenbahn- Station Toblach gelegenen Misurina zu fommen und in dem dortigen Grand Hotel Aufenthalt zu nehmen. Dort sei eine Zusammenkunft des Königs zu nehmen. Dort sei eine Zusammenkunft des Königs bon Italien mit dem Kaiser Franz Josef zwischen dem 25. und 27. d3. M. geplant. Bestimmtes darüber ist aber noch nicht bekannt. " Präsident Steijn ist ertranft, diese trau rige Meldung wird auch bei dessen Gegner unerwartet fommen. Steijn ist bekanntlich nach Europa abgereist und über seine Einschiffung in Kapstadt liegt folgende Meldung vor: Steijn wurde auf einer Tragbahre an Bord des Dampfers Carisbrook Castle" getragen. Er hat eine Kabine auf dem Promenadendeck. Seine Frau und fünf Kinder, Dr. van Rienau und Kommandant Kampff begleiten ihm nach England. Steijn trägt noch eine Schußbrille und fann nicht gehen, sonst sieht er aber so start aus wie vorher. Er iſt in einem bedauernswertem Zustande. Seine Arme und Beine sind zum Teil gelähmt und er kann seine Augenlider nicht öffnen. München, 17. Juli. Kultusminister v. Landmann ist als Regierungspräsident von Niederbayern in Aussicht genommen. Der derzeitige Regierungspräsident von Niederbayern ist schwer leidend. München, 17. Juli. Es wurde heute offiziös bestätigt, daß Justizminister von Leonrod, der an einem Augenübel leidet, nicht auf seinen Posten zurückkehren wird. An seine Stelle dürfte Baron Podewils treten, während Staatssecretär von Schraut wahrscheinlich definitiv das Kultusministerium übernehmen dürfte. London, 17. Juli. Große Aufregung herrsch unter der Bevölkerung des Landes. Dieselbe protestiert gegen den geplanten Dynamitzoll, welcher den Wettbewerb des Handels ausschließt und den ganzen Handel in die Grubenbesitzer erklären, das Dynamit- Monopol der Hände der Debeers- Gesellschaft legen würde. Die Buren habe ihnen geringeren Schaden zugefügt, als das geplante Monopol der Debeers- Company. Auch die weiße Arbeiterbevölkerung ist mit der englischen Verfügung sehr unzufrieden. Königs Eduards Befinden. und Medical Journal veröffentlichen inhaltlich überDie beiden leitenden ärztlichen Fachblätter Lancet einstimmende Notizen, wonach die Wunde des Königs gut heilt und sein Allgemeinbefinden sich durch die Ruhe des Kranfenzimmers erfreulich gehoben hat. Russisch- Italienische Handelsbeziehungen. Eine Petersburger Depesche an die offiziöse Turiner Stampa bestätigt, daß in den Besprechungen zwischen dem Grafen Lambsdorff und Prinetti die Grundlage zu einer Handelsverständigung gelegt sei, die eine zu einer Handelsverständigung gelegt sei, die eine concrete Form nach dem Abschluß des Handelsvertrages zwischen Deutschland und Rußland nehmen wird. Sikung der Stadtverordneten. Gießen, 17. Juli. Um 4 Uhr wird die Sigung vom Bürgermeister Mecum eröffnet. Außer ihm sind anwesend die Beigeordneten Georgi und Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Guler, Emmelius, Gaffky, Gutfleisch, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Stirch, Strumm, Löber, Loos, Petri, Pirr, Orbig, Schaffstädt, Wallenfels. Entschuldigt sind die Herren Fuhr, Schäfer, Schiele. Berlin, 17. Juli. Nach einer Petersburger Depesche teilt der italienische Minister des Auswärtigen Brinetti einem Mitarbeiter der Nowoje Wremja mit, daß er die Frage der Handels- Verträge mit dem russischen Finanzminister Witte in einer Unterredung berührt habe. Indessen könne an den Abschluß eines Handelsvertrages mit andern Ländern schwerlich gedacht werden, solange nicht Deutschland das lezte Wort gesprochen habe. Der Bürgermeister erwähnt zuerst den Tod des - Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte Stadtverordneten Flett. In warmen Worten lobt er Abgeordneter Freiherr von Wangenheim des Verstorbenen Verdienste in den städtischen Komhat auf eine Anfrage bestätigt, daß er sich nach Ab- missionen und weist auf die große Beliebtheit Fletts Mitteilungen. - auch bei der Bürgerschaft hin. Flett halte noch furz vor seinem Ende den städtischen Behörden gegenüber den Wunsch ausgesprochen, neben seinem Vater beerdigt zu werden. Die Versammlung hat hiergegen nichts einzuwenden. Alsdann verlas der Bürgermeister ein Schreiben des Ministeriums, worin dieses seinen Dank für das Geschenk der Stadt Gießen an Grünberg im Betrage von 7500 Mark ausdrückt. Der Direktor der höheren Mädchenschule wendet sich schriftlich gegen die Angriffe der Stadtverordnetenversammlung auf die Lehrerschaft dieser Schule. Zugleich teilt er mit, daß er die Gießener Neuesten Nachrichten" wegen ihrer AnDer evangelische Arbeitergriffe verklagen werde. berein lädt die Stadtverordneten zu seinem 11. mittelrheinischen Verbandsfest, das am 27. Juli hier stattfindet, ein. Theater und Konzerte. Schon vor längerer Zeit war in Anregung gebracht worden, ein Städtebundtheater für Marburg, Gießen, Friedberg, Nauheim zu gründen. Die Verhandlungen sind noch nicht zum Abschluß gekommen. Der Bürgermeister verspricht jedoch, für eine stetige Verbesserung der Theater- und Konzertverhältnisse sorgen zu wollen. Töff Töff. Stadtv. Hanau beschwert sich über die rasenden Automobilisten, die Menschen und Vieh gefährten. Der Bürgermeister will die Polizei darauf hinweisen. Baugesuche. - Der Firma Kaufmann u. Co. wird aus mancherlet Gründen nun doch noch eine Frist zur Aufführung eines Vorderhauses am Schiffenbergerweg, gewährt. Doch muß der Bau spätestens am 1. April 1904 begonnen und am 1. Oktober desselben Jahres fertiggestellt sein. August Scheppelmann erhält auf Vorschlag der Baudeputation die Erlaubnis zur Anlage eines Borgartens am großen Steinweg. Auch das Gesuch des Fabrikanten Oskar Gutmann um Dispenz bei Vergrößerung seiner Fabrikanlage findet Befürwortung und Annahme. Dagegen stößt das Gesuch des Apothekers Schwieder, der bekanntlich nur unter der Bedingung, daß ihm Ausnahmen zugestanden werden, auf Widerspruch und wird auch ohne weitere Debatte verworfen. Allein der Wittwe Keil soll, falls Schwieder einen Neubau nicht errichtet, erlaubt sein, in der jetzigen Baufluchtlinie einen Neubau aufzuführen. - Auch das Gesuch der Johann Georg Weber Erben zur Anlegung eines Vorgartens in ihrem Hause Neuenbäue 20 wird ohne Widerspruch abgelehnt. Die übrigen Bauangelegenheiten werden bis zum nächsten Male zurückgestellt. Die verlängerte Bismarckstraße befindet sich in einem feineswegs schönen Zustande. Herr Schmidt, Weißbindermeister, hat deshalb eine Eingabe an die Stadtverordneten gerichtet, worin er um Anlegung eines ordentlichen, trockenen Trottoirs mit Rinnstein bittet Damit soll jedoch nach dem Beschluß der Versammlung bis zur Fertigstellung der neuen Universitätsbibliothek gewartet werden. Immer hin will der Bürgermeister darauf sehen, daß der Fußweg fortan in besserem Zustand gehalten wird. Vergebung von städtischen Arbeiten. Der Firma Gail wird die Lieferung von Pflasterflinkern zum Ausbau der Bürgersteige in der Plockstraße übertragen. Sie liefert 1000 Stück für 25 Mr. dem Schlossermeister Wiegand wird die Herstellung eines Kandelabers, einer Laterne und eines Wandarms auf dem neuen Friedhof zu 140, 60 und 120 Mark zugesprochen. Da das Angebot zweier hicfiger - Gärtner, Georg und Moser Wittwe, bedeutend höher ist, als das schon neulich erwähnte von Beckerdieser forderte zur Herstellung der Blumenbeete auf dem neuen Friedhof eine einmalige Zahlung von 375 Mt. und eine jährliche von 310 Mt., jene aber eine einmalige von 386 Mt. und eine jährliche von 375 Mt.- so erhält Becker den Zuschlag auf 3 Jahre. Die Unterhaltungsbauten an der Mädchenschule wurden dem Weißbindermeister Eugen Groos übergeben, ebenso die Den äußeren Anstrich der der Stadtknabenschule. Realschule soll Louis Petri II. ausführen, die Dachdeckerarbeiten an demselben Gebäude Kröd und Müller. - - Bemerkenswert ist, daß diese sämtlichen Arbeiten nicht dem Mindestbietenden, sondern dem Zweitmeistbietenden überlassen wurden. Für die Kanalisation ist ein Drehkrahn erforderlich. Die Versammlung beNr. 163. Oberheffische Familienzeitung. Baurence Binkney war ein boffnungslofer Jäger. 3wefundzwanzigstes Kapitel. • fich felbft nica Fro legte er seine Flinte AIS Sette 2. zu thun! Wartet gefälligſt, bis wir vorüber find!" " Haben Euch für nichts an danken und nichts mit Euch Wenn Pinkney noch GewiŔ gewünscht hätte, Nr. 163. Kleines Feuilleton. Oberhessische Eine Wunderkur. liner Gerichtsszene.) harf verboten.) Familienzeitung. Seite 3. Bilen nich Arm hebt!" Nu brinreit er mir wieder an. de Ohren: Rechten Arm hebt!", et jing aber beim besten rechten Arm fann ich doch nich heben!"-" Rechten Dann tonn i Shnen freilich in Dojenblick ter mir fimf bis siebzehn Mal janz laut in Rann id nich!" schließt, ihn von einer Frankfurter Firma zu 1400 Mr. zu beziehen. Es soll ferner ein photographischer Apparat für 400 Mt. angeschafft werden, denn bei der Ausführung der Kanalisation fönnen Sprünge in den Häusern entstehen, die dann zu schlimmen Prozessen führen. Die Häuser sollen deshalb erst potographirt werden. Wird sicherlich sehr beifällig aufgenommen. Die Bohrversuche, die neulich ausgeführt wurden, haben pro Quadratmeter 6 Mark gekostet. Man beschließt, den Betrag zu genehmigen. Vom alten Schloß. Die Schlosserarbeiten am und im alten Schloß werden dem Schlossermeister Wilhelm Nagel über geben. In der Alicestraße soll gepflastert werden. Die Arbeit erhält Pflastermeister Joh. Hoffmann für 742,10 Mt. Derselbe Derselbe hatte sich auch zur Ausführung von Erdarbeiten zum Preise von 3297 Mt. angeboten, doch erscheint ihm dies jetzt zu gering. Der Erdarbeiter Schepp in Saasen bekommt also den Zuspruch der Versammlung. Das Gelände an der Margaretenhütte wird teilweise an die Firma Friedberger, obwohl dieser der Preis zu hoch erscheint, zu 2 Mt. pro Am. und Jahr verpachtet. Ein elektrisches Kabel möchte die Firma Stern u. Co, nach ihrer Fabrik gelegt haben. Allein das ist heute noch nicht möglich, da das Gelände hierzu 8,50-22,50 Mt. pro Om. kosten soll. Die Versammlung beschließt, erst dann die Genehmigung zu erteilen, wenn dieses Gelände durch Enteignungsverfahren in die Hände der Stadt ge= tommen ist. ** Der Stadtverordnete Flett starb gestern im Alter von 57 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Er wurde zweimal zum Stadtverordneten gewählt. Der Verstorbene erfreute sich einer großen Beliebtheit unserer Gießener Bürger. Die Kosten des Realgymnasiums und der Realschule betragen diesmal 6825 Mf. mehr. Davon trägt die eine Hälfte der Staat und die andere Hälfte die Stadt. Die Schuldeputation ist für den Zuschuß, die Versammlung auch. Viehzüchtung. | ** Zu Anfang August werden die Kanalbauten zum Stelbau in Angriff genommen. Die Hauseigentümer werden sich darum jetzt schon darüber schlüssig werden müssen, wie und wohin ihre Hausanschlüsse am praktischsten zu legen sind. Eine große Erleichterung dürfte es für den kommenden Winter mit sein, jetzt schon den Kohlenbedarf zu decken, denn später, wenn die Straßen aufgerissen sind, sind Schwierigkeiten beim Transport gar nicht zu vermeiden. Es werden zuerst die Kanäle folgender Straßin Angriff genommen: Bahnhofstraße, Auf der Bach, Weßsteinstraße, Wallthorstraße Marburgerstraße, Nordanlage, Grünbergerstraße, Licherstraße, Landmannstraße, anlage, Grünbergerstraße, Licherstraße, Landmannstraße, Wolfstraße, Schiffenbergerweg bis Bergstraße und Dammstraße. Nach dem neuen Gesetz für Faselvieh darf in einer Gemeinde nur eine Sorte Rindvich gehalten werden. Die landwirtschaftliche Kommission schlägt die Simmenthaler Rasse vor und die Versammlung beschließt demnach. Der Wiesenborstand erhält als Mitglieder von städtischer Seite aus Georg Simon, Wilhelm Löber IV. und als Stellvertreter Karl Egler. Die anderen Drei hat das Kreisamt zu ernennen. ** In der hiesigen Gewerbeschule wurde in der Nacht vom 16. zum 17. Juli ein Einbruch verübt. Geld ist dem Thäter nicht in die Hände gefallen, aber ein wichtiges Hauptbuch. ** * Das sechste und lebte Abonnementskonzert wurde gestern Abend in Steins Garten gegeben. Es war wieder sehr gut besucht. Arthur Repl Befit, an 2 Sen Angaben Kleidern des Sadt eines * VII belsberg wird in B tetten Berger- Berlin und Wilde- Charlottenburg( 3000 Mt.) 3. II. Preis Architekt Kröger- Wilmersdorf Berlin( 5000 Mt.); 4. III. Preis Börnstein und Kopf- Berlin( 3000 Mt.); 5. III Preis Architekt Thiriot- Köln( 3000 mt.); 6. IV. Preis Architekten Karst und Fanghänel- Rassel( 1000 Mt); 7. IV. Breis Architekt Frißsche- Bielefeld, Im Ganzen sind 118 Entwürfe eingesandt worden, von diesen kommen 37 in engere Wahl und von diesen wiederum 17 in die engste Konkurrenz. Die Entwürfe werden vom Freitag ab im Meßhause ausgestellt. F. Kassel, 17. Juli. Der Verein der Zahnkünstler im Deutschen Reiche hält hier vom 24.- 27. Juli seine General Versammlung ab. der VII. Babelsber Stenograp Jahre abg phentag in lichen Sten einzuberufen Flugfaffung Der Bundesfa Wezlar, 18. Juli. 8wei Knaben eines hiesigen Chausseewärters waren im Klosterwald mit Beerensuchen beschäftigt gewesen und hatten auch schon einige Liter zusammengebracht. Da tamen mehrere anscheinend landwirtschaftliche Arbeiter daher, entrissen den Jungen die mühsam zusammengefuchten Beeren und verzehrten sie. Als darauf hin einer der Knaben flagte, er würde es seinem Vater sagen, ergriff einer der Arbeiter den Jungen und schleuderte ihn mit solcher Gewalt auf die Erde, daß das Kind jezt frank darniederliegt. ** Unser Turnverein entsendet eine Musterriege, bestehend aus 6 Mann und 1 Vorturner, auf das am 7.- 9. August in Worms stattfindende Kreisturnfest. Hoffen wir, daß sie recht gut abschneiden. m. Cirkus Walles. Den vorausgegangenen Empfehlungen des benannten Cirkus von Bad Nauheim aus schließen wir uns ganz und voll an. Alle aufgeführten Produktionen auch am gestrigen Abend waren tadellos. Besonders hervorragend sind die von der Frau Direktor Wilfe vorgeführten drei gut dressierten Hengste, sowie die Proben echten Kunstreitens der Frl. Else und des jungen Jokeys Mr. William. Staunenerregend waren die Kraftproben der beiden Gebr. Terra. Der eine derselben z. B. hob zuerst ein leeres Faß mit mehreren daraufstehenden Stühlen und zuletzt sogar noch mit zwei darauf sißenden Personen mit den Zähnen emporhob und trug das Ganze mehrmals im Kreise herum. Das Pferdematerial, sonst bei kleineren Etablissements gerade nicht hervorragend, ist im Cirkus des Herrn Walles von vorzüglicher Güte. Alle Aufführungen am gestrigen Abend erfreuten sich des größten Beifalls. Die Halle war gut besetzt, trotz des Umstands daß gerade am gestrigen Abend mehrere Concerte stattfanden. Jeder Besucher des Cirkus Walles verläßt jedenfalls sehr befriedigt denselben. Die Reichs deutschen in Budapest ** Hygiene auf der Eisenbahn. In sämtersuchen auch Gießen um eine Unterstützung. Allein sie lichen inneren und äußeren Räumen des Hauptbahnhofs wird nicht gewährt. Frankfurt a. M wurde durch den Anschlag von Plakaten Die Standard Oil Company folgende Bekanntmachung erlassen:" Zur Fördernng will einen Platz an der Margaretenhütte pachten. Wird der öffentlichen Gesundheitspflege wird dringend ersucht, abgelehnt Wirtschaftsfonzessionen. Für den Hess. Hof" erhält Witwe Kaltwasser, für die Schlesingersche Wirtschaft, Wilhelm Schmall III die Erlaubnis zum Betrieb. Das Fest im Philosophenwald hat für Schleifen 1671 Mf. eingebracht. Mit den von der Stadt spendierten 4000 Mt. stehen im Ganzen zur Deckung der Kosten 5676 Mt. zur Verfügung, was gerade ausreichen wird. Es sollen aber allen denen, die als Kellner, Arbeiter 2c. dabei thätig waren, im Ganzen 250 Mt. als Gratifikation zugestanden werden. Nach furzer Debatte, in der u. a. Stadtv. Krumm sich gegen den Vorschlag verwahrte, weil Soldaten den arbeitslosen Kellnern die Arbeit weggenommen hätten, und nachdem diese Ansicht von den Stadtv. Schmall und Kirch bekämpft war, wurde der Posten genehmigt. Schluß der öffentlichen Sigung 6 Uhr. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Veränderungen im Gerichtsdienst. Durch Entschließung des Justizministeriums wurde der Gerichtsafsessor Ellenberger in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Reinheim, der Gerichtsassessor Kirstein in Worms mit Wahrnehmung solcher bei dem Amtsgericht Oppenheim, der Gerichtsassessor Schuhmann in Friedberg mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Staatsanwalts am Landgericht der Provinz Oberhessen, der Gerichtsassessor Lutz in Friedberg mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Friedberg beauftragt. **( Geheime Sizung.) Unsere Stadtverordneten haben nach der gestern stattgefundenen öffentlichen Sigung in geheimer Sigung u. a. zum Friedhofsaufseher den Steueraufsichtsvikar Friz Sier aus Lich gewählt. Die Stelle des durch den Weggang unseres Stadtbaurats Schmandt soll zur weiteren Besetzung an einen Hochbauarchitekten ausgeschrieben werden. - Nach den 3ur Borber efondere, au heftebende G Dindhen, D bas gefamm und ihre Vo hat. Die N durch das be Diefe zählt Mitgliedern 80 000 Per Jag bisher Bufunft fo Men und * E% fitorbenen † Weilburg. Es wird uns geschrieben: Die Ergebnisse des Weilburger Wetterdienst es während des Monats Juni sind noch besser als die des Mai. Berichten von 18 Vertrauensmännern der Landwirtschaftsfammer zu Wiesbaden und des landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen hatten die Wettervoraussagen im mittleren Lahngebiet 93%, im oberen und unteren Lahngebiet 88%, in den übrigen Teilen des Regierungsbezirks Wiesbaden und des Kreises Weßlar 86%, in der Provinz Oberhessen 86% Treffer. Auch diesmal waren fast alle Voraussagungen ganz oder rorwiegend richtig, nur 1-4% ( je nach der Gegend halb richtig; vorwiegend unrichtige oder ganz falsche sind überhaupt nicht vorgekommen.) in den Bahnhofsräumen, auf den Bahnsteigen, Treppen und in den Wagen das„ Ausspeien" zu unterlassen." ( Die Bestrebungen der modernen Hygiene sind ja recht schön und anerkennenswert. Aber wenn wir so weiter in der Kultur fortschreiter, dann werden wir in fünfzig Jahren mit großer Aengstlichkeit nur noch in unserm eigenen Zimmer unter zwei Augen in einem eigens dazu hergerichteten und mit einem radikalen Desinfektionsmittel versehenen Napf expektorieren dürfen.) Frankfurt a. M., 17. Juli. In der Emserstraße ereignete sich heute Vormittag ein schwerer Bau- Unfall. Dem auf einem Neubau beschäftigten 36 Jahre alten Arbeiter Revio aus Walldorf stürzte aus beträchtlicher Höhe ein schwerer Stein auf den Kopf, welcher ihm den Schädel spaltete. Der Verunglückt wur e noch lebend ins Elisabeth- Krankenhaus gebracht, woselbst er nach kurzer Zeit verstarb: ** Von oberhessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Otto Kroll aus Blankenfelde wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; Heinrich Lamp aus Lauter wegen Entweichens vom Polizeiamt Gießen; ein angeblicher Vermittelungsagent Georg Ewald aus Weißenfels a. d. S. wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Gießen, Bäcker Konrad Hartmann aus Rödgen und Russensteinmacher Hugo Walter Precht aus Kraftsdorf, beide wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Bad Nauheim; Gemeinde- Einnehmer Heinrich Herget aus Naimod wegen Vergehens im Amte vom Amtsgericht Nach der Sizung fand dann noch ein gemeinsames Beisamensein im Hotel Viktoria statt, zu welchem unser neuer Provinzialdirektor, Herr Miniterialrat Dr. Breidert mit erschienen war. Der Provinzialdirektor hatte sich mit Freuden eingestellt, um das kollegium und die oberen städtischen Beamten fennen zu lernen und sich ihnen auch gleichzeitig vorzustellen. Herr Bürgermeister Mecum dankte ihm für sein Erscheinen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die städtische Verwaltung in der bisherigen angenehmen Weise mit den in Gießen domizilierten Provinzialund Kreisbehörden weiter zusammen arbeiten fönnen. Die Anregung, das Stadtverordnetenkollegium möge auch in Zufnnft nach den Sizungen noch kurze Zeit in geselliger Weise beisammenbleiben, wurde ebenfalls zuftimmend aufgenommen. Alsfeld. * Offenbach, 17. Juli. Aus Furcht vor geistiger Umnachtung machte hier eine 26 Jahre alte Beamtentochter ihrem Leben durch Erhängen ein Ende. C. Darmstadt, 17. Juli. Der Großherzog übernahm das Protektorat über das im Jahre 1904 in Bingen stattVerbandsschießen des Mittelrheinischen findende Schüßenbundes. c. Hanau, 17. Juli. Auf dem hiesigen Landgericht wurde heute das in Bierstein einer Zigeunergesellschaft abgenommene Kind der Frau Cassel aus Hannover, der vor Jahresfrist ein Kind von Zigeunern geraubt worden ist, vorgestellt. Frau C. erkannte das ihr vorgestellte 6-7 jährige Mädchen nicht als das ihrige an. Das Kind gibt an, seine frühere Mutter, die in Frankreich sei, habe es Elsa genannt. Die„ böse Mutter", die es immer schlage und zu der es nicht mehr wolle, nenne es Marie. ** Gegen Reklame- Redensarten wendet sich ein Stollege wie folgt:„ Sieht es nicht einer " Vorspiegelung falscher Thatsachen" ähnlich, wie ein Ei dem andern, wenn faufmännische Firmen annonzieren:" Täglich frisch geröstete Ware ( Kaffee) in allen Preislagen".-- Wir wollen annehmen, daß der Inhaber eines derartigen Geschäftes vielleicht 15 Sorten gerösteten Kaffee führt, und wirklich jeden Tag solchen rösten läßt, so wird er doch Niemand glauben machen wollen, daß er jahrein, jahraus jeden Tag, den Gott werden läßt, Kaffee röstet. So schreibt die„ Kolonialwaren- Zeitung". " Aus Hessen und Nachbargebieten. § Mainz, 17. Juli. Die Brauereiberufsgenossenschaft legte gegen das Urteil des Schiedsgerichts, welches der Wittwe des in der Rheinischen Brauerei zu Weisenau ermordeten Arbeiters König eine Rente zuspricht, Berufung an das Reichsversicherungsamt ein. * Mainz, 17. Juli. Nach neueren Beimmungen hält der Kaiser schon am 16. August dahier eine Truppenschau ab. In Brigner, Btg." Ra Fiel er bei gab einen A uf. A Kind das fünftlich Man brachte Steglig. Er neues Bein u denn es war Lemberg Streifenden blutigen Sta in den Str Schm Der legten wurden fle FrauensBurschen. überantwo Brü eine große während an bereits total Folge Bujam Der in Mainz zum Militärdienst beim117. Jnf.- Regt. eingestellte ehemalige Buren fämpfer Henning ist während des Krieges durch seine Tapferkeit zum Kornet aufgerückt. Als solcher leistete er den Buren, namentlich als Kundschafter. erhebliche Dienste. englischer Uniform schlich er sich bei Ladysmith mit anderen zusammen in das feindliche Lager. Dort plünderten sie die Patronentaschen und schleppten die so gesammelte Munition, d.e ein Gewicht von 112 3tr. hatte, in einen Kessel, den sie zur Explosion brachten. Lange Zeit vermochte man sich bei den Engländern diesen Vorgang nicht zu erklären. Weiter weiß Henning die hochinteressante Mitteilung zu machen, daß der rote Adlerorden des General Buller- geflickt ist. Ein Granatsplitter soll ihn gerade auf die Ordensauszeichnung getroffen haben, die hierdurch vernichtet wurde, Buller aber gleichzeitig vor weiterem Mißge schick bewahrte. Selbstverständlich ließ Buller die einzelnen Teile sorgsam sammeln und zusammenlöten. Man geht wohl in der Annnahme nicht fehl, daß der geflickte Orden dem General jetzt noch viel lieber ist, wie früher der ungeflickte. Henning wurde später bei einem Gefecht mehrfach verwundet und da ihn ein Schuß in die Ferse am Entkommen hinderte, fiel er den Engländern in die Hände, die ihn als Gefangenen nach St. Helena schickten. Dort traf er auch den Obersten Schiel, dessen Haare durch die ausgestandenen Leiden völlig gebleicht seien. Durch Vermittlung der deutschen Botschaft in London, an welche sich Henning mit anderen zusammen gewandt hatte, erfolgte nach einiger Zeit seine Freilassung, und nachdem er den Neutralitätseid geleistet hatte, die Rückbeförderung nach Deutschland. Von Hamburg aus wandte sich Henning nach Mainz, wo ihn seine Freunde veranlassen wollten, seine Erlebnisse in einem öffentlichen Vortrag zu schildern; zu diesem Zwecke mußte er seine Papiere bei der Polizei einreichen, welche jedoch aus ihnen ersah daß der Gesuchsteller seiner Militärpflicht im deutschen Heere noch nicht genügt hatte. Marburg, 17. Juii. In der Redaktion der Neuen Bienenzeitung" in Marburg bewarb sich, so schreibt die Hess Landeszeitung" um die Stelle eines Buchhalters ein junger Mann Namens Meiſter aus Kaſſel. Derselbe war von einem Pfarrer geschickt und machte, abgesehen von der etwas derangierten Kleidung, einen guten Eindruck. Er war früher als Regiſtrator bei der Trebertrocknungsgesellschaft in Kassel angestellt. Um 15. Juli wurde er beauftragt, 400 Mt. bei der Post zu erheben. Statt wiederzukommen, borgte er sich in Marburg ein Rad und suchte damit das Weite. Am folgenden Morgen leistete er sich den Scherz von Wahlershausen zu telegraphieren:" Stomme heute Mittwoch abend zurück. Meister." Auf die Ergreifung des Meister sind 20 Mart Belohnung gefeßt. Kassel, 16. Juli. Heute Mittag 4 Uhr veröffentlichte di Kommission die preisgekrönten Entwürfe für den hiesigen Rathausbau. Es erhielt den I. Preis Diplom Ingenieur Roth- Darmstadt( 9000 Mt.); 2. II. Preis die Archif. Von der Nahe, 17. Juli. In der Gemarkung Lauben heim wurde bereits der Reblausheerd entdeckt. Auch in der Gemarkung Heddesheim wurde die Reblaus gefunden. Vermischtes. erlitten Schm * Pari furchtba burch Bliz Der Blig in jedoch dere Unwetter b Neberfamem * * Berlin, 18. Juli. Am Havelufer bei Gatow wurde gestern die Leiche des 24 Jahre alten Schlosser Pari fidh ein B Folgen bab einen eng Dampfers plünderten englischen * De Trier unre Dampfer Blünderun bewohner Mila ist vollstän brotlos. * Bur große Gemein ff. Big gelucht word Wer M deutsch spa danische Eine Fran Italienis Deutsch tugiesisc engere dacht eines Verbrechens vor. burg( 3000 t.) Berlin( 5000 t.), rlin( 3000 M.); Mt.); 6. IV. Breis I( 1000 mt); 7. Ganzen find 118 ommen 37 in e engite Ronkurrenz im Meghause aus er Bahnfünftler im Juli seine General hiefigen Chauffee suchen beschäftigt aufammengebracht. chaftliche Arbeiter zusammengefuchten In einer der Knaben , der mit solcher Gewalt Barniederliegt. Arthur Regloff aus Berlin mit schweren Wunden im Geficht, an Armen und Beinen aufgefunden. Da nach Den Angaben des Bruders des Gefundenen aus den Bleibern des Legteren 300 Mk. fehlen, so liegt der Ver* VII Deutscher Stenographentag Gabelsberger. In den Tagen vom 2. bis 6. Auguſt wird in Berlin in den Räumen der„ Philharmonie" der VII. außerordentliche Deutsche Stenographentag Während sonst derartige Babelsberger stattfinden. Stenographentage der Schule Babelsberg nur alle fünf Jahre abgehalten wurden, beschloß der letzte Stenogra phentag in Dresden im Juli 1900 einen anßerordent lichen Stenographentag nach Berlin im Jahre 1902 einzuberufen und diesem folgende zwei Punkte zur Beschlußfassung zu überweisen: System- Revision, Festlegung der Bundessazungen und Neuorganisation des Bundes. Zur Vorberatung der Systemrevision wurde eine besondere, aus 12 hervorragenden Stennern des Systems ergriff einer bet belezece Commiffon eingelegt, die in mehreren, in bestehende München, Dresden und Berlin abgehaltenen Sigungen das gesammte System einer Durchficht unterzogen hat und ihre Vorschläge der Schule vor Sturzem unterbreitet hat. Die Neuorganisation des Bundes ist nothwendig er Landwirtschafts. Diese zählt 3. 3t. rund 1850 Vereine mit über 85 000 irtigaftlichen Mitgliedern und unterrichtete im legten Zähljahre etwa 80 000 Personen. Die gesammte Organisationsarbeit und unteren Lahn- lag bisher in den Händen eines Bundesvorsitzenden; in o, in der Proving len und liegen hierfür die verschiedenen Anträge vor. chtig, nur 1-4% ftorbenen Bibliothekar des Ministeriums des Innern Max end unrichtige oder Grißner, dem bekannten Heraldiker, erzählt die„ Voss. 8tg." Nach einer Sigung des Berliner Geschichtsvereins fiel er bei dem Verlassen des Rathauses bei Glatteis. Es gab einen Krach, und seine Begleiter hoben ihn erschrocken auf.„ Kinder," sagte Grigner,„ beruhigt Euch, es ist nur das künstliche; ich schicke dem Magistrat eine Rechnung. Man brachte ihn in einer Droschte nach seiner Villa in Steglitz. Er schickte dem Magistrat eine Rechnung über ein neues Bein und die Droschte, und dieser bezahlte prompt, denn es war nicht gestreut worden. Den: Die Ergebnisse hrend des Monats Wettervorausfagen I waren fast alle men.) Emferstraße ereignete Unfall. Dem auf ten Arbeiter Revio Höhe ein schwerer bel spaltete. Der beth- Krankenhaus arb: vor geistiger Um te Beamtentochter Bherzog übernahm 4 in Bingen statt Mittelrheinischen hiesigen Landgericht eunergesellschaft abHannover, der vor ubt worden ist, vor estellte 6-7 jährige Rind gibt an, seine abe es Elsa genannt. age und zu der es berufsgenossenschaft ichts, welches der zu Weisenau er richt, Berufung an Beimmungen hält er eine Truppen im117. Jnf.- Regt. me Tapferkeit zum ete er den Buren, * Es ist nur das künstliche!" Vom kürzlich ver" Lemberg, 17. Juli. In Gaje kam es zwischen Streifenden und Arbeitswilligen Feldarbeitern zu einem blutigen Stampf. In Jaworzni sind tausend Bergleute in den Streif eingetreten. Schwere Sittlichkeitsverbrechen sind in der letzten Zeit in Budapest verübt worden. Mehrfach wurden kleine Mädchen im Alter von 6-8 Jahren von Frauens- Personen in Häuser gelockt und dort rohen Burschen. die angeblich der guten Gesellschaft angehören, überantwortet. * Brüssel, 17. Juli. In der Vorstadt St. Gilles ist eine große Feuersbrunft ausgebrochen, welche noch fortwährend an Ausdehnung zunimmt. Vier Fabrikgebäude sind bereits total ausgebrannt. Fünf Feuerwehrleute stürzten infolge Zusammenbruchs einer hohen Leiter in die Tiefe. Drei erlitten schwere Verlegungen. * Paris, 17. Jui. In St. Etienne ging gestern ein furchtbares Unweter nieder, wobei mehrere Häuser durch Blitzschlag schwer beschädigt wurden. Ebenso schlug der Blizz in drei Wagen der elektrischen Straßenbahn ohne jedoch deren Insassen zu verlegen. Infolge des mit dem Unwetter verbundenen starken Regengusses entstand eine lleberschwemmung, wobei 4 Personen ums Leben famen. * Paris, 17. Juli. Im Hafen von Rochefort ereignete fer Henning ſich ein Zwischenfall, welcher wahrscheinlich diplomatische Folgen haben wird. Eine Anzahl Hafenarbeiter erstürmten einen englischen Dampfer und warfen einen Arbeiter des Dampfers über Bord während sie die übrige Besatzung ausplünderten. Der Kapitän des Dampfers beabsichtigt bei dem englischen General- Konsul hiergegen Protest einzulegen. iche Dienste. In Ladysmith mit Je Lager. Dort 5 schleppten die fo ht von 1½ 3tr. * „ Der Vorwurf, den ich gegen die Angeklagten erhebe, ist der, daß sie den Geist der Buchungen total in Verwirrung gebracht haben. Man konnte den Vermögenszustand der Bank nicht erkennen. Eintragungen in die Bücher waren sehr häufig wohl formell korrekt, aber nicht materiell gerechtfertigt. Inkorrektheiten haben sich die Angeklagten nicht zu schulden kommen lassen, dazu waren sie viel zu flug. Meine Herren, Sie werden auf den Geiſt der Buchungen eingehen, darauf, aus welchen Gründen sie vorgenommen worden sind. Die Angeklagten haben sich gegen den§ 239 der Konkursordnung vergangen. Wenn auch die Buchungen forrekt waren, die Geschäfte aber, die ihnen zu Grunde lagen, waren inkorrekt und straffällig." Zum Schluß läßt der Staatsanwalt den Ge schworenen noch eine kleine Rechtsbelehrung zu Teil werden. Die Merkmale des betrügerischen Bankerottes seien in der Handlungsweise der Angeklagten Erner und Gentzsch gegeben. Nach 6 stündigem Plaidoyers schloß die Ver ihres bekanntesten und beliebtesten Arztes. Er war seit mehr als 30 Jahren ihr freundlicher und stets wohlwollender Helfer, immer das Modell eines deutschen praktischen Arztes. Ordenstein hatte seine medizinischen Studien in der hessischen Heimat begonnen und dann Mitte der sechziger Jahre in Paris vollendet, wohin ihn besonders der Ruhm Charcots zog. Die Franzosen, die ihm nahe traten, gewann er durch liebenswürdige Aufklärung und es iſt nicht zuletzt ein Erfolg seiner stillen Wirksamkeit, wenn der Zug des französischen Publikums nach den deutschen Bädern schließlich wieder leb= hafter geworden ist, als man nach dem Abbruch alles Verfehrs infolge des Krieges hoffen fonnte; so hat der Todte auch eine geräuschloſe politische Miſſion erfüllt. Das tragische Ende Ordenſteins ist noch nicht ganz aufgeklärt. Der Mörder ist ein 25jähriger, schmächtiger, dunkler Mann, Namen Chabaneig. Derselbe gestand seine Tgat vor dem Untersuchungsrichter unumwunden zu, lehnt aber jede Ausfunft über seinen Beweggrund ab. Er behauptet, nach der That selbst die Notleine des Eisenbahncoupees gezogen zu haben, da ihm die Absicht, Ordenſtein zu berauben, fernge- handlung für den 1. Tag und wurde auf den folgenden legen habe; er erklärte:„ Ich werde nie sagen, warum ich die That beging, selbst wenn ich das Schaffot besteigen muß." Wahrscheinlich handelt es sich um die That eines Neurasthenifers, der unzufrieden mit sich und der Welt, einer Einden ersten besten, wohlhabend aussehenden Menschen zu ermorden. Ordenstein, der die meiste Zeit bei vollem Bewußtsein war, stellte entschieden in Abrede, seinen Mörder jemals gekannt oder vorher geſehen zu haben. Die Untersuchung hat er ergeben, daß der Mörder im Eisenbahncoupee einen Briefumschlag hatte fallen laſſen mit einer fingirten Gan Briefumschlag hatte fallen lassen mit einer fingirten San Franziscoer Adresse. Er wollte, falls seine Flucht gelungen wäre, die Meinung hinterlassen, daß der Mörder ein Amerikaner sei. In der Wohnung des Mörders wurde eine ganze Sammlung von neuen Küchenmessern gefunden. Die von der Untersuchung zu Tage geförderten Eigenheiten bestätigen immer mehr, daß die Annahme eines Racheattes unrichtig ist und daß ein ungeschickt ausgeführter RaubmordDr. Ordenstein hat in Gießen studirt. versuch vorliegt. - Der Bankprozeß zu Leipzig. ( Fortsetzung aus dem 2. Blatt.) Hierauf bespricht der Staatsanwalt die einzelnen Transaktionen, wie sie in den Verhandlungen dargestellt worden sind. Die Geschäfte sind alle auf jene Unterredung zurückzuführen, die Grner 1899 bei einem biertägigen Aufenthalt in Kassel mit Schmidt hatte. Da wurde die Parole gegeben: Herunter mit der Schuld Kassels bei der Bank! Und nun wurden die entsprechenden Buchungen vorgenommen, gegen die als solche nichts einzuwenden ist, deren Tendenz aber ungesetzlich war. Im Januar 1900 schreibt Schmidt, daß man suchen müsse, seinen Zweck zu erreichen, ohne sich dem Meine Vorwurf der Verschleierung auszusetzen. Herren! Wenn zwei Leute, wie Erner und Schmidt, sich so ausdrücken, dann sind sie sich sehr wohl bewußt, daß ihre Pläne ohne Verlegung des Gesetzes nicht realisiert werden konnten. Es war nur unvorsichtig von Schmidt, das alles in Briefen zu sagen. Erner war in dieser Beziehung viel mehr auf seiner Hut. Neueste Nachrichten. Christiania, 18. Juli. König Oskar empfing gestern Waldeck- Rousseau und verlieh ihm das Großkreuz das Olaf- Ordens. Waldeck- Rousseau war alsdann zum Frühstück beim Könige geladen. London, 18. Juli. In dem gestrigen Ministerrat, welcher über eine Stunde dauerte, waren alle Miniſter außer Cadohan, Vizekönig von Irland anwesend. Der letztere hat seinen Abschied nachgesucht, welchen der Stönig bewilligt hat. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 8. Sonntag nach Trinitatis, den 20. Juli. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Vogt. Nächsten Sonntag, den 27. Juli, Bormittags 10.15 Uhr findet aus Anlaß des Verbandsfestes des Mittelrheinischen Verbandes ev. Arbeitervereine Festgottesdienst in der Stadtkirche statt. Sonntag, den 20. Juli: Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav Adolfstiftung zu Allendorf a. d. Lumba. Vormittags 10.30 Uhr hält die Festpredigt Herr Dekan Wagner aus Grünberg, den Bericht erstattet Herr Professor D. Stamm aus Gießen. Jm Nachmittagsgottesdienst um 3 Uhr predigt Herr Pfarrer Glück aus Heuchelheim. Alle Freunde der Gustav- Adolfsache werden zu dieser Feier herzlich eingeladen. Ju der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Repedant Beder. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, 19. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 20. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. ,, 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " " " vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. , 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Mit den Wechseln arbeitete man 1901 genau so, wie im Vorjahre. Der einzige Unterschied war, daß der Gesamtbetrag ein höherer war; er betrug 16 Mill. Durch alle Schiebungen hatte man für 1900 den Erfolg gesichert, daß Kassel 5 Millionen Kreditoren in den Büchern hatte, während es in Wirklichkeit 25 Mill. waren. Wäre dieses Obligo bekannt geworden, dann wäre damals schon der gefürchtete Ruin auf die Kaſſe Schrifterklärung. Sabbathausgang 9,25 Uhr. der Bank eingetreten, dann wäre die Katastrophe schon damals unvermeidlich gewesen. Das Separatvorschußfonto und das Solidarvorschußkonto sezten den Tanz fort. Der Erfinder dieser schönen Konten war Schmidt. Nachmittags 2.30 Uhr: Sakramentalische Bruderschafs- Andacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 12. Juli. Vorabend 7,45 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Depeschen aus Coruna melden, daß die Das 22 Millionengeschäft erklärt der Staatsanwalt Trier unrettbar verloren ist. Ein letzter Versuch, den für den raffinirtesten Schwindel, den die Angeklagten plosion brachten. Dampfer meereinwärts zu bugsiren, mißiang. Die in Szene gesetzt haben. Die Bank hatte von den Geden Engländern Plünderung der wertvollen Ladung durch die StrandLiter weiß Henning bewohner dauert fort. Milano, 17. Juli. Eine seidenspinnende Bergamo ist vollständig niedergebrannt. Hundert Arbeiter sind machen, daß der -geflidt ift. Gin uf die Ordensaus brotlos. hierdurch vernichtet Zur Ermordung Dr. Ordensteins. Die Forderungen gegen solche aus, die erst 1916 zu begleichen Man hatte es hier mit einem glatten Schein geschäft, zu dem ein wirtschaftlicher Beweggrund nicht borlag, zu thun. Darüber waren sich Erner und Schmidt flar. Der Kasseler Aufsichtsrath ist getäuscht worden. Eingesandt. Jeden Morgen, wenn ich von der Bahnhofstraße durch die Löwengasse nach dem Seltersweg gehe, wundere ich mich über das Häuschen, das beim Eingang zu Teufels Lustgärtchen in die Löwengasse hineinragt. Es sah mir schon immer aus wie der richtige Sturmbock gegen Fuhrwerke usw. Als ich mich jüngst einmal erkundigte, ob denn an dieser Stelle noch nichts passiert set, wurde mir gesagt, der Verpuz des Hauses würde alle Augenblicke einmal abgefahren. Der Befiger sei auch bereits zweimal bei dem Stadtoberhaupte borstellig geworden und habe um Abhülfe gebeten. Bis jetzt sei aber noch nichts erfolgt. Es wäre doch weiterem Migge große Gemeinde der Deutschen in Paris ist, so schreibt die Daher sträubten sich die Herren zuerst gegen die leber- eigentlich ganz in der Ordnung, daß man sich städtnd zusammenlöten gesucht worden durch die Ermordung des Dr. Ordenstein, gewußt. ließ nicht fehl, daß da t noch viel lieber if ng wurde später b t und da ihn ei en hinderte, fiel ihn als Gefangen rt traf er auch de ch die ausgeftandene rch Vermittlung der welde fid Henning na Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. 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