Nr. 215. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 16. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Berlin, 15. September. Die" Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der„ Daily Expreß" hat fürzlich über eine Aeußerung berichtet, die der Kaiser unlängst zur britischen Heeresreform in einer Unterredung mit einem Wir Special- Korrespondenten gemacht haben soll. stellen fest, daß der Kaiser einen derartigen Herren niemals empfangen hat. Die gegenteiligen Angaben des Daily Expreß sind erfunden. -Auf der Provinzialtierschau zu Düsseldorf hat Frhr. v. Wangenheim über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft gesprochen. Er sagte: Der jetzige Kampf sei vielleicht der lezte, den die Landwirtschaft mit Aussicht auf Erfolg führen könne. Rechne man die von der Landwirtschaft abhängigen In dustrien dazu, so mache noch heute die Landwirt schaft die Hälfte des Volkes aus. Die Landwirtschaft hätte die meisten Selbstständigen. Die Landwirtschaft set noch im Stande, genügend Getreide und Fleisch zu produzieren. Wenn jetzt die Fleischpreise besonders hoch wären, so ginge eben die Konjunktur auf und ab. Die Fleischwucherer seien nicht die Landwirte. Heute sei die Spannung zwischen Vieh und Fleisch viel größer als früher. Für die Brodpreise bezieht er sich darauf, daß Oberamtmann Ring das Pfund Brod für 8 Pfg. geliefert habe, während es in Berlin zur selben Zeit 12 bis 14 Pfg. gekostet habe. Wir könnten in Zukunft noch viel Haide- und Moorflächen urbar machen, wenn unsere Bevölkerung wüchse. Hunderte von Quadratmeilen lägen noch öde. Wenn man die Landwirtschaft malträtire, so müsse diese selbst die Verwertung ihrer Produkte in die Hand nehmen. Aber die Landwirtschaft bedürfe, um ihre Pflicht zu erfüllen, der Staatshilfe. Man verlange keine Bevorzugung vor der Industrie, sondern Parität. Aber der Staat hänge von Hamburg und Bremen ab. Wir müssen uns im Reichstag eine starke Majorität verschaffen. Die einzig zuverlässige Partei sei die konservative in ihrer übergroßen Mehrheit. Bei den Nationalliberalen gäbe es leider kaum ein halb Duzend Agrarier. Das Centrum gar habe die Landwirte untereinander verhetzt. Die Führer des Bundes würden von der Centrumspresse fortwährend beschimpft. Die katholischen Bauern müssen andere Männer wählen. Die lezte Entscheidung fiele erst im nächsten Reichstag. Das Centrum hinge zu 85 Proz. von ländlichen Wahlkreisen ab. Im Centrum läge die Entscheidung. Der nächste Redner Dr. Dertel referterte über die Welta'n schauung des Bundes der Landwirte. Berlin, 15. Sept. Eine stark besuchte Versamm lung des Bundes der Landwirte in Düsseldorf beschloß nach Referaten der Abgeordneten von Wangenheim und Dr. Dertel unter Zustimmung von Abgesandten aus Hessen und Naſſau die entschiedene Ablehnung des ZollKompromisses der Zolltaris- Kommission. Es wurde eine Verschmelzung des Bundes und der christlichen Bauern vereine befürwortet. Der Gefretär des rheinischen Bauernvereins sprach sich dagegen aus, wurde aber niedergeschrien. dieser Kosten Indemnität zu bewilligen. der Augenheilkunde in Persien zu errichten und zwar in Teheran, Tauris und Ispahan. " Zur Polenbewegung. Die Lemberger Gazetta Norodowa" warnt ausdrücklich vor der beabsichtigten Protestkundgebung gegen den Führer der Polenpartei im deutschen Reichstage, Fürsten Radziwill, wegen dessen Beteiligung an den Posener Kaisertagen. Das Polenblatt fügt hinzu, der Fürst habe das Bolenbanner stets hoch gehalten und werde sein Verhalten sicherlich vor der Partei rechtfertigen. Petersburg, 15. Sept. Der Bar ist gestern in Be= gleitung des Großfürsten- Thronfolger in offenem Wagen auf der Station Ryschtowo eingetroffen. Er begab sich nach feierlicher Begrüßung durch die Stadtbehörden in die dortige Adels- Versammlung, wo in seiner Gegenwart eine Bronzestatue Alexander III. enthüllt wurde. Nach der Enthüllung fuhr der Bar nach Ryschtowo zurück. Eisenstadt( Ungarn), 13. Sept. Der hier zur Inspektion eingetroffene Raaber Bischof, Graf Szögyény wurde auch von einer Deputation der jüdischen Kultusgemeinde begrüßt. Auf eine Ansprache des Führers der Deputation erwiderte der Bischof, daß es ihn freue, daß auch Israeliten zu seiner Begrüßung erschienen seien. Er werde an seinem Teil darüber wachen, daß in seiner Diözöse der Geist der religiösen Toleranz und friedlichen Busammenwirkens jeder Zeit gewahrt werde. Schließlich erteilte der Bischof der Deputation seinen Segen. Die Pforte hat, wie verlautet, die Frage der Durchlassung preußischer Torpedoboote durch die Dardanellen mittelst Handschreibens bei den Mächten zur Sprache ge= bracht, um einen Meinungsaustausch über diese Frage herbeizuführen. - Brüssel, 15. Sept. Die belgische Postverwaltung hatte, wie von uns bereits berichtet, am Donnerstag und deren Abonnenten Freitag eine Anzahl deutscher Blätter nicht zugestellt, weil sie deutsche Lotterie- Inserate enthielten. Ein belgisches Gesez sagt nämlich, jede Lotterie, die nicht von den belgischen Behörden genehmigt ist und darauf offenbar stützte die Postverwaltung ihr Vorgehen. darauf offenbar stüßte die Postverwaltung ihr Vorgehen. Doch machten die belgischen Blätter selbst darauf aufmerksam, wie wenig dieses das Lotteriespiel zu verhindern imstande sei und welche Unbequemlichkeiten es den Deutschen, die in Belgien wohnen und deutsche Blätter halten, verursachen müsse. Durch ein Telegramm erfährt die„ Frff. Btg.", daß der Generaldirektor der belgischen Posten die lästige Maßregel bereits wieder aufgehoben hat und den Postämtern diese Weisung erteilte, die fremden Zeitungen ungehindert passieren zu lassen. Paris, 14. Sept. In Brest fanden gestern Abend antifleritale Kundgebungen statt. Birta 2000 Arbeiter durchzogen die Hauptstraßen der Stadt, revolutionäre Lieder singend. Die Polizei hatte umfassende Maßregeln getroffen, so daß es nicht zu besonderen Zwischenfällen fam. In Marseille fand eine große Kundgebung statt, woran mehrere 100 Personen sich beteiligten. Gie zogen vor die Präfektur und ließen dort eine Glückwunschadresse für die Regierung zurück, worin diese aufgefordert wird, in ihrer Ausweisungspolitik gegen die Ordensschwestern fortzufahren. Sozialdemokratischer Parteitag. München, 14. Sept. Der sozialdemokratische Parteitag wurde heute Abend eröffnet. Bu Vorfizenden wurden Kollmar und Singer gewählt. Singer teilt mit, der Parteivorstand ist der Ansicht, daß eine Konferenz der preußischen Delegirten über die Stellungnahme zur Landtagswahl notwendig sei. Von Ausländern sind da eine Gruppe Desterreicher, darunter Dr. Adler und Pernesdorfer, Frau Popp und Frau Schlesinger, ein Engländer Atcew, Vandervelde aus Belgien, Lerda aus Italien und Müller aus Zürich. Die Begrüßung Singer betont der Desterreicher Seeliger in folgender Weise: seine Freunde erhoffen von dem Sieg der deutschen Genossen über den deutschen 3olltarifentwurf das Scheitern des österreichischungarischen, der dem deutschen an Härte gleichkommt. Auch andere ausländische Vertreter sprechen Gruß und Danfreden, unter denen die französische Vanderbeldes durch Schwung hervorragte. Er berührte die fürzlich erfolgte Niederlage der belgischen Sozialisten, die aber die Partei nur einiger gemacht habe und fester in dem Entschlusse, den Kampf um das Wahlrecht bis ans Ende zu führen. Meinungsverschiedenheiten gebe es auch unter den belgischen Genossen, wie unter den Lerda spricht über deutschen, aber keine Spaltung. die Differenzen in der italienischen Sozialdemokratie, die von der bürgerlichen Presse sehr aufgebauscht worden feten. Danach tritt man in die Tagesordnung ein, deren erster Punkt der Geschäftsbericht des Vorstandes ist. Der Berichterstatter Auer betont, daß die Frage ob eine Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen stattzufinden habe, durch die Beschlüsse früherer Parteitage endgiltig bejaht worden set, aber über die Frage wie man sich beteiligen soll, gehe die Meinung auseinander und deshalb set, wie schon bemerkt, der Parteivorstand der Meinung, daß ein preußischer Parteitag nötig sein werde. Dies ist jedoch lediglich Sache der preußischen Genossen, weshalb es nicht angezeigt wäre, über die Einberufung des preußischen Parteitags hier einen Beschluß zu fassen. Das Verlangen der einzelnen Parteigenoffen nach Sammlung von Material zur Bekämpfung des Centrums haben ihn in Erstaunen versetzt. Keine Partei biete so viel Angriffsmaterial wie gerade das Centrum. Es fehle vielleicht nur an Leuten die es richtig verwerten. Der Redner erörtert dann ausführlich die bekannten Differenzen, die zwischen der Partei und den nationalpolnischen Genossen bestehen und spricht die Hoffnung aus, daß es erneuten Ausgleichsversuchen gelinge, den Zwist zu beseitigen. Wollen die Polen mit uns arbeiten, sind sie willkommen, wollen sie es allein versuchen, wünschen wir ihnen besten Erfolg. Aber daß die deutschen Genossen in den polnischen Landesteilen ihnen blindlings zu folgen haben, das können wir nicht zugeben. Ferner über die Konsumvereinsbewegung giebt es verschiedene Meinungen, aber die bisweilen ausgesprochene Ansicht, man dürfe nicht in den Wirtschaftsgenossenschaften arbeiten, um der Partei die ganze Kraft zu widmen, ist durchaus reaktionär. Schließlich bespricht Auer den Ausschluß einiger Nürnberger Genossen aus der Sozialdemokratie, der auf dem Landesparteitag vorgenommen wurde. Hier ist ein Fehler gemacht worden. Man hätte beim Parteivorstand den Ausschluß aus der Gesamtpartei beantragen sollen. Heute liegt die Sache ſo, daß jene Nürnberger nicht aus der Partei ausgeschlossen sind, sondern nur in Bayern sich nicht bethätigen fönnen. Auf diesem Wege fommen wir aber zu einer bayerischen Sozialdemokratie, einer badischen, sächsischen usw. Was ist das für ein Zustand! Für ganz Bayern taucht der ( Große Sterl nichts mehr, aber für die Preußen Der Empfang des Königs von Italien hat der Stadt Berlin 26,000 Mt. getoftet. Der Magistrat erParis, 15. Sept. Aus Martinique eingetroffene ſucht, die Stadtverordnetenversammlung, diese Kosten nach Reisende erzählen, daß auf der Insel jeder Verkehr und träglich aus dem Extraordinarum und gleichzeitig wegen, jebe Arbeit stødt, Mian befürchtet, daß, wenn im Herbst der Eintritt des Nordwindes erfolgt und falls zu dieser Zeit ein neuer Vulkanausbruch stattfindet, die glühende Berlin, 15. Sept. Die Ankunft der Buren- ſche sich über die Südseite der Insel verbreiten und Generäle Botha, Dewet und Delarey soll in dort eine Katastrophe herbeiführen werde. der nächsten Woche erfolgen. In dem Hotel dürfte Berangt, in dem die Anfömmlinge absteigen werden, die Summie Räumung der Insel Marquen. Die veranstalten der alldeutsche Verband und der Buren- Kolonisten würden nach Guadeloupe, Guyana und Neu- Heiterkeit.) Jezt ist es an Ihnen, Kritik zu üben, husbund ein Benenhilfs bund beabsichtigt außerdem, den drei Buren- zurückgekehrter beförderer Fapitan, welcher bereits Generälen aus den ihm noch zur Verfügung stehenden 60 mal die Fahrt nach Martinique gemacht hat, beMitteln eine Ehrengabe von 200000 Mark zu überreichen. - Der Schah von Persien hat am Freitag kurz bor seiner Abreise den Professor Dr. Galezewski und dessen Schüler Dr. Philip in Audienz empfangen. Beide Aerzte wurden vom Schah beauftragt, drei Lehrstühle trachtet die dortige Lage für weniger Besorgnis erregend. Die pessimistischen Nachrichten würden von Amerikanern in Umlauf gesezt, weil diese Interesse daran hätten, den Handel mit Martinique zu mono, polisieren. Fort de France sei nicht bedroht, ebenso auch nicht die südlichen Teile der Insel, wo die Zuckerplantagen fich in guter Verfassung befänden. gut, aber' s Fleiſch halt manchmal ſchwach.( Bravo!) Auers Rede war recht wirkungsvoll, obzwar er, wie es ein Geschäftsbericht mit sich bringt, von gar Vielem spricht. So äußerte er sich auch über den Verein Arbeiterpresse, einen Unterstüßungsverein sozialdemokratischer Redakteure und Zeitungsbe amten, der von Parteiunternehmungen finanzielle Beihilfe genießt. Gerisch erstattete nun den Kassenbericht. Bruno," fagte er sehr edler Würde wandte er sich zu seinem Hageres Gesicht den Ausdrud tiefen Seelenschmerzes. Mit effen: Summer bereitet, ich hatte Refferes von Dir erwartet." Du scheinst macht zu halten, dañ ich Du hast mir schweren er, zu Herrn Clifford gewendet, bei, und dieser Er blieb Bruno langsam das Zimmer. verließ und würdevoll wie mnichts übrig, als so ruhig abzuwarten. Aber große das kommende Verhängniß auf drücktem Schluchzen. dürfe seiner." Er wählte nur noch nach Stunden. Der Doktor nickte und setzte eilig seinen Weg fort. daß er feine Zeit verlieren dürfe, denn Metas ,, Sagen Sie ihm, seine Mutter beSehen Rorbeigehen ein paar Als er die beiden Alwine?" murmelte er vor sich hin ,,, Alwine! nach all dieſen Jahren! in ihre Augen. Er hob ihr Kinu sanft mit der Hand empor, und blickte 63ft es ,, Du bist dieser langen Zeit befommen," sagte er bebend. Du zu mir zurückgekommen, „ Nach meine chen Die Parteikasse hat neuestens mit einem erheblichen Defizit zu rechnen, weshalb Gerisch einige Ratschläge zur Besserung dieses Zustandes gibt. Er warnt eindringlich vor unvorsichtigen Geschäftsgründungen( 3eit ungen, Verlagsunternehmungen 2c.) und betont, daß man alle Ursache habe, zurückhaltender zu sein, wenn nicht einmal ein wirtschaftlicher Krach in der Partei entstehen soll. Nun folgt die Diskussion über den Geschäftsbericht und die damit zusammenhängenden Anträge. Ueber die Polenfrage wird besonders diskutiert. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernennung. Der Großherzog hat die Geometer 1. Klasse Hermann Lanz zu Ober- Ramstadt, Adam Kredel zu Reichelsheim und Wilhelm Hofmann zu Bad- Nauheim zu Katastergeometern ernannt. -o- Unsere 116er fehren am nächsten Samstag aus dem Manöver zurück. stabe der Großh. Heff.( 25.) Division, als Komp. Chef in das 1. Großh. Hess. Inf.-( Leibgarde-) Regt. Nr. 115 bersetzt. Bracklow, Lt. im 4. Großh. Hess. Inf- Regt. ( Prinz Carl) Nr. 118, zum Res.- Offizier des Regiments übergeführt. ** Ueber die Entlassung der Reservisten hat der Kriegsminister verfügt, daß alle zur Entlassung fommenden Mannschaften spätestens bis zum 30. September verabschiedet sein müssen. Diejenigen Reservisten, die noch Arreststrafen zu verbüßen haben, können nicht zurückgehalten werden, sondern werden den Bezirkskommandos ihres Entlassungsortes zur Verbüßung der Strafe überwiesen. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Darmstadt, 15. Sept. Staatsminister Rothe ist am Samstag von seinem Urlaub zurückgekehrt und hat die Leitung der Geschäfte wieder übernommen. Der Minister hatte sich in Bad Wildungen einer Operation unterzogen, die zufriedenstellend verlaufen ist. Die Gerüchte von einer beabsichtigten Demission stammen aus der Zeit vor der Operation; nun die Besserung im Befinden anhält, steht ein baldiger Rücktritt des Ministers nicht mehr in Frage. ** Am Sonntag fand in der hiesigen Turnhalle die diesjährige 1. Gauvorturnerstunde unter Leitung des stellvertretenden Gauturnwarts Herrn Wilh. Will statt. Anwesend waren alle Gau- und Turnausschußmitglieder, sowie die 2. Bezirksturnwarte. Nach dem Turnen fand eine Besprechung, sowie eine Bericht erstattung statt. Der durchgeturnte Uebungsstoff wird den jetzt folgenden Bezirksvorturnerstunden zu Grunde gelegt. Geturnt wurde von 10.15-1.30 Uhr. der Versammlung; dieselbe besteht zunächst darin, daß der Verein von jetzt ab nur den Titel Heilstättenverein in Hessen führen soll. Nach ca. zweijährigen mit außerordentlicher Umsicht und Mühe gepflogenen Verhandlungen hat der Vorstand in seiner Majorität sich entschieden, einen Platz von ca. 8 Hektarn für ca. Mt. 33 000 bei Ober- Hambach bei Heppenheim zu erwerben, da derselbe durch seine Lage, Wasserverhältnisse, Windschutz 2c. zu dem gedachten Zwecke am geeignetsten sei. Geh. Med. Rat Gaffky- Gießen befürwortet in warmer Weise den Ober- Hambacher Plaz. Der Antrag wird mit 14 gegen 13 Stimmen zur Erledigung auf später vertagt. Der diesjährige Fortbildungskursus für Organisten und Kantore des Großherzogtums Hessen, der vom 15. September bis 4. Oftober dauern soll, wurde gestern Vormittag im Gemeindehause der Johannesgemeinde zu Darmstadt durch Herrn Oberkonsistorialrat D. Flö ring mit einer Ansprache eröffnet. Es beteiligen sich an dem Kursus, der wieder unter der bewährten Leitung des Herrn Kirchenmusifmeisters Professors Mendelssohn statt findet, 8 hessische Lehrer und Schulverwalter. Darmstadt. Am Samstag fand die Maturitätsprüfung im Ludwig Georgs- Gymnasium statt, wobei die 24 zur schriftlichen Prüfung Zugelassenen sämtlich bestanden; 16 waren von der mündlichen Prüfung befreit worden. ** Darmstadt, 14. Sept. Auf dein am Samstag stattgefundenen Spengler- und Installateurtag wurde die Gründung eines hessischen Landesverbandes mit dem Anschluß an den süddeutschen Verband beschlossen. ** Obstbericht. Nach dem Wochenbericht der Zentralstelle für Obstverwertung in Frantfurt a. M. entwickelte sich vom 8. bis 13. September 1902 bei genügendem Angebot nnd lebhafter Nachfrage das Geschäft zu einem redt zufriedenstellenden. Die erfolgten Abschlüsse erstrecken sich meistens auf Birnen und Zwetschen, weniger auf Aepfel. Die Durchschnittspreise betrugen: Pfirsiche Mt. 30-35, Mirabellen Mt. 18 bis Mt. 20, Reineclauden Mt. 18-20, Birnen je nach Sorte Mt. 7 bis Mt. 15, Frühäpfel Mt. 8-15, Fallöpfel Mt. 3,25, Himbeeren Mt. 22, Preiselbeeren Mt. 18, Zwetschen Mt. 8 per Zentner. ** Turnerisches. Am Sonntag fand in der Turnhalle des Männerturnvereins Wiesbaden das 10. Turnen der Vorturner der vereinigten Kreisvereine statt. Vormittags 93/4 Uhr traten etwa 100 Turner zu den Freiübungen an. Hierauf folgte das Turnen der ein zelnen Vorturnerschaften. Der turnerische Teil war 1/23 Uhr beendet. Bei der sich anschließenden Besprechung wurde unter anderm bestimmt, daß für die Folge das VorturnerAls Ort für die nächste turnen im März stattfinden soll. Zusammenkunft wurde Hanau bestimmt. n. Die Freiwillige Gail'sche Feuerwehr hielt gestern Abend ihre 7. ordentliche Hauptübung ab. Derselben boraus ging auf Oswaldsgarten ein wohlgelungenes Fuß- und Geräte- Ererzieren. Als Brandobjekt war das im Tiefenweg gelegene Haus des 1. Hauptmanns vom Corps, Herrn Schmiedemeister Lindenstruth zur Verfügung gestellt. ** ** Frankfurt a. M., 15. Sept. Im Grand- Hotel National fand gestern eine Versammlung der Gesellschaft für Sozial- Reform statt. Es wurde die Gründung eines Zweig Vereins für das Großherzogtum Hessen mit dem Vorort Mainz beschlossen. ** Groß- Umstadt, 15. September. In Richen starb das drei Jahre alte Töchterchen eines Heilgehilfen. Aus Gram über den Verlust ihres Kindes vergiftete sich die Mutter, eine noch junge Frau, neben der Leiche desselben. ** Offenbach a. M., 15. Sept. Der mit einem Kosten aufwand von etwa 2 Millionen Mt. erbaute Mainhafen wurde heute dem Verkehr übergeben. ** beren Familier eine Kleinkind Gaalbau auf de in der Pfenberg der am heuti Lokomotive Fo folgende Zuwen Beamten- Benfi 100 000 für bi beiterschaft. ** Aus Rheinhessen. Seitens des Gauausschusses des Turngaues Rheinhessen wurden sämtliche Gauvereine aufgefordert, am 15. Oktober, bezw. dem vorhergehenden und nachfolgenden Sonntag aus Anlaß des 50jährigen Todestages des Turnvaters Jahn eine einIn Frei- Weinheim, fache Jahnfeier zu veranstalten. Hahnheim und Weinolsheim wurden Turnvereine neu gegründet. Damit ist die Zahl der Gauvereine auf 129 geDer Herbst- Gauturntag für Rheinhessen stiegen. wird im November in Alzey abgehalten. Hanau, 16. Sept. In der gestrigen Stadtverordneten- Versammlung wurde nach Ablehnung eines Antrages auf sofortige respektive baldige Aufhebung der städtischen Fleischsteuer folgender Antrag angenommen: die Stadtverordneten- Versammlung und der Magistrat zu Hanau werden bei dem Bundesrat und den zuständigen preußischen Ministern dahin vorstellig, daß die Grenzsperre für Schlachtvich mit Rücksicht auf die bestehende Fleischnot baldmöglichst aufgehoben werde. ** Mainz, 15. Sept. Gestern Morgen gerict der Maschinist Stephan Dieß beim Abspringen von einer Rangiermaschine unter die Räder und wurde so schwer verletzt, daß ihm im Spital beide Beine abgenommen werden mußten. Diez ist ein sehr zuverlässiger Beamter und führte, obwohl er erst 28 Jahre alt ist, bei der letzten Anwesenheit des Kaisers dessen Zug. ** Hanau, 15. Sept. Bei der Station Main kur rannte gestern Nachmittag das scheu gewordene Pferd eines Wagens, in dem ein junger Landwirt mit seiner Braut saß, gegen die geschlossene Barriere, durchbrach sie und wurde von dem von Frankfurt kommenden Schnellzug getötet. Der Zug mußte halten, damit der Kadaver von den Rädern entfernt werden konnte. Die beiden Insassen des Wagens wurden herausgeschleudert, kamen aber mit dem Schrecken davon. ** Gernsheim, 15. Sept. Die Rheinische Malzfabrik in Liquidation dahier weist in einer neuerdings veröffentlichten Bilanz einen Verlust von 386 738 Mf. auf 500 000 Mt. Aftienkapital auf. In Laubenheim geriet ein Arbeiter an der Dreschmaschine durch seine eigene Unvorsichtigkeit in das Näderwerk der Maschine; er wurde an den Haaren er= faßt und ihm die ganze Kopfhaut in Feßen abge= rissen. Als der Arbeiter mit der Hand sich an der Maschine losmachen wollte, wurde ihm auch noch ein Glied des einen Fingers abgerissen. Trotz der furchtbaren Verletzung hat der Mann, währenddem ein Heilgehilfe beschäftigt war, ihm die Wunden auf dem Kopfe zu verbinden, ruhig ein Glas Wein getrunken; er ging, als er verbunden war, nach seinem Wohnorte Weisenau. ** Zur Fleischnot Wir lesen im„ Hanauer Anzeiger": 20 fette Schweine habe ich schon seit 14 Tagen in Frankfurt a. M. wie in Hanau vergeblich offeriert, es wurde mir allgemein der Bescheid, man wäre reichlich versehen und könne feine Schweine gebrauchen. Domänenpächter Dröge vom Gronauerhof."- Aus Worms schreibt der dortige„ Generalanzeiger":„ Bei der Vergebung der Fleischlieferung für das städtische Krankenhaus wur e die Lieferung des nötigen Schweinefleisches inklusive Koteletts zu 66 Pfg. pro Pfund übernommen. Wie bekannt, lassen sich die Metzger vom Publifum für die gleiche Ware 90 Pfg., für Koteletts sogar 1 Mt. bezahlen. Hierbei ist noch zu berück sichtigen, daß das Hospital die allerbeste Qualität verlangt und bekommt." Was ist Wahrheit? ** Wetzlar. Unsere Vogelsberger Tiere haben auf der Düsseldorfer Ausstellung einen größeren Erfolg erzielt. Der vom Präsidenten der rheinischen Landwirtschaftskammer, dem Kgl. Kammerherrn Freiherrn von Schorlemer- Lieser, gestiftete Ehrenpreis von 250 Mt. der für den Wettbewerb der kleineren Höhenzuschläge der Rheinprovinz bestimmt war, ist ihnen zugefallen. ** Vom Main, 15. September. Beim Schießen auf Spatzen mit einem Gewehre, das mit Vogeldunst geladen war, schoß in Kigingen der 12jähr. Knabe Kehrer seinem 12jährigen Freund Gutwald beide Augen aus. * Ein Jubi Berlin einführe der dann schrei den Freunden man anderwä fie fallen, zu Berlin. Von daß man do nad 121/ ja Groningen Gäfte bringe als: Raffeeta Sierrat zum Augenweide Hausfrauenm man aber no Stappen auf de Jahresfet die b als drittes die fiebentes die woll 3wölftes die feider 3wangiftes die po Jubeleeft endlich Den Jahresfeften bringen, fodaß die in den Befig eines über diefem prakt der wigige Vorschl filberne Hochze Erfolg, wenn mit d. die Geschenk fei bemerkt, daß ei als Jubiläum zu Ehepaare, als jen Wie dem„ Wetzl. Anz." von bestunterrichteter Seite mitgeteilt wird. hat bei Gelegenheit einer Vorführung der preisgekrönten Tiere auf der Rheinischen Provinzial- Tierschau zu Düsseldorf der Sektionsdirektor für die Rindvichzucht der Rheinprovinz, Herr von Wülfing, wörtlich geäußert:„ Die Vogelsberger Ausstellung des Kreises Wezlar ist die bestausgesuchte und bestbeschaffene der ganzen Ausstellung." Bei dieser Sachlage bedauern wir es umsomehr, daß wir troß wiederholter Bemühung noch nicht in der Lage sind, die Einzelergebnisse der Prämiirung mitteilen zu können. Der 1. Preis in der älteren Bullenklasse soll dem Stier des Herrn Land- und Gastwirts Friedrich Schmidt in Groß- Rechtenbach zugefallen sein, während den ersten Preis in der jüngeren Bullenflasse das von Herrn WeberAzbach ausgestellte Tier errungen hat. Einen 1. Preis für Kühe erhielt Herr Spediteur Ferd. Völk von Bezlar, welchem auch der von Sr. Durchlaucht dem Prinzen Friedrich zu Solms- Braunfels gestiftete Ehrenpreis zufiel. Ferner erhielt Herr Scheepers- Burgsolms einen 1. Preis für eine ausgestellte Kuh. ( Militärdienstnachrichten.) Die Haupleute und Komp.- Chefs Frhr. v. Langermann und Erlencamp im Inf. Regt Herzog von Holstein( Holstein) Nr. 85, unter Versetzung zum 1. Großh. Hess. Inf.-( Leibgarde-) Regt. Nr. 115, Graf v. Bredow im 1. Großh. Hess. Inf. ( Leibgarde-) Regt. Nr. 115, unter Versetzung zum 1. Unter- Elsäff. Inf.- Regt. Nr. 132 zu überzähligen Majoren befördert und den betreffenden Truppenteilen aggregiert. Becker, Oberlt. im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter Versehung in das Inf.- Leib- Regt. Großherzogin( 3. Großh. Hess.) Nr. 117, zu überzähligen Hauptmann befördert. Die Lts. Trupp im Inf.- Leib- Regt. Großherzogin( 3. Großh. Hess.) Nr. 117 und fommandiert als Insp.- Offizier an der Kriegsschule in Hannover, Fett im 5. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 168 zu Oberlts. befördert. Blecken v. Schmeling, Hauptm. z. D. und Bezirksoffizier beim Landw.- Bezirk Siegen, unter der Erteilung der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 2. Großh. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 61, als Bezirtsoffizier und PferdeVormusterungs- Kommissar zum Landw- Bezirk I Dort mund versetzt. Leßner, Oberlt. in der Schutztruppe für Kamerun, scheidet aus derselben am 28. Sept. d. Js. aus und wird mit dem 29. Sept. d. Js. im 4. Großh. Hess. Inf.- Regt.( Prinz Carl) Nr. 118 angestellt. v. Becker, Lt. im 1. Großh. Hess. Drag.- Regt.( Garde- Drag.- Regt.) Nr. 23 zum Oberlt. befördert. Graf v. Büdingen, Oberlt. im 1. Großh. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 25 ( Großh. Art.- Corps), ein Patent seines Dienstgrades berliehen. b. Colas, Unteroffizier im 1. Großh. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 25( Großh. Art.- Corps), zuni Fähnrich befördert. v. Brandenstein, Hauptmann im großen Generalstabe, in den Generalstab der Großh. Hess.( 25.) Division versetzt. Meier, Oberlt. an der HauptKadettenanstalt, in das 4. Großh Hess. Inf.- Negt. ( Prinz Carl) Nr. 118, Orth, Lt. im 4. Großh Heſſ Inf.- Regt.( Prinz Carl) Nr. 118, zum Kadettenhause in Karlsruhe bersezt. v. Kruska, Lt. im 2. Großh. ** Darmstadt, 15 Sept. Der Vittoria- Melita Hess. Drag. Regt.( Leib- Drag.- Regt.) Nr. 24, der Abschied mit der gesetzlichen Pension aus dem aktiven Verein, Heilstättenv.rein für das Großherzogtum Hessen Heere bewilligt und zugleich bei den Reserve- Offizieren hielt Freitag Vorm ttag 11 Uhr im städtischen Rathaussaale des Regiments angestellt. Dr. Wagner, Unterarzt beim seine diesjährige Sgung ab, welche von Vertretern aller Den Vorsiz führte Oberbürger2. Großh. Hess. Drag.- Regt.( Leib- Drag.- Regt.) Nr. 24, Provinzen besucht war. zum Assistenzarzt, Dr. Ferrari( Erbach), Oberarzt der meister Morneweg- Darmstadt. Den Rechnungsbericht pro Reserve, zum Stabsarzt ernannt. Die Assistenz- 1901/2 erstattete der Schatzmeister Geh. Med.- Rat Dr. Neid= Aerzte der Reserve Dr. Brüning( Gießen), Dr. hard und geht daraus ein Kassenbestand von Mt. 302.81 Heichelheim( Gießen) hervor, die provisorische Uebersicht pro 1901/2 ergiebt einen zu Oberärzten ernannt. Dr. Weber, Oberstabs- und Regts.- Arzt beim 4. Lothring. Bestand von Mt. 14 109, bierz fommen die von den LandInf.- Regt. Nr. 136, zum 2. Großh. Hess. Drag.- Regt. ständen zur Verfügung gestellten Mt. 50 000; dem Schat( Leib- Drag.- Regt.) Nr. 24 versetzt. Dem Oberstaasarzt meister wird Dant und Decharge zuteil. Durch ein von Dr. Hellwig, Regts.- Arzt des 2. Großh. Hess. Drag.- der Großherzogin Vittoria Melita dem Vorsitzenden zugeRegts.( Leib- Drag.- Regts.) Nr. 24, unter Verleihung gangenes Schreiben hat dieselbe den Austritt aus dem Verdes Charakters als General- Oberarzt mit der Erlaubnis eine resp. Nederlegung des Mandates erklärt und allen zum Tragen seiner bisherigen Uniform, der Abschied Mitwirkenden Dank sagen lassen. Die durch den Vorsißenden mit der gesetzlichen Pension, Professor Dr. Heidenhain, erfolgte Beantwortung dieses Schreibens wird gutgeheißen, Stabsarzt der Landw. 1. Aufgebots( Worms), der Abdie mit der Niederlegung dieses Protektorats notwendig geschied bewilligt. v. Kessel, Hauptmann im General- wordene Sagungsänderung findet ebenfalls die Zustimmung - - - ** Griesheim a. M., 14. Sept. Heute fand dahier die Vertreter- Versammlung des Rhein- Main- Verbandes der Gabelsberger Stenographenvereine statt, welche sowohl von Aus der um Hessen, wie von Nassau gut besucht war. fassenden Tagesordnung ist zu erwähnen, daß man nach eingehender Debatte beschloß, sich bezüglich der Systemänderung oen Berliner voll und ganz anzuschließen. Als nächster Vertreter- Versammlungsort wurde Erbach i. Odenwald gewählt. ** die in dem luftiger Feldzug bisher m jahre zählen aller * Die ersten mals für Rudolf Tagen gethan we zufolge soll der tages Virchows, don neuem zusa Kirchhain. Die Preise für Schweinefleisch haben auch in unserer Stadt eine Erhöhung gefunden. Jezt kostet das Pfund Kochfleisch 75 Pfg. und das Pfund Bratfleisch 80 Pfg. Ebenso sind die Preise für Schmalz und Speck gegen die früheren Jahre bedeutend höher. ** Vom Obstdiebstahl geht folgende Geschichte durch die Blätter Hessen- Nassaus: Ein Gensunger Obstgartenbesitzer war oft von Obstdieben heimgesucht worden. Um sich nun diesmal vor ihnen zu schüßen, wandte er ein etwas seltsames Mittel an. Er befestigte nämlich an einem Apfel aume, um gerade dessen sehr schöne Früchte vor Dieben zu sichern, ein Schild folgenden Inhalts: " Warnung! Auf diesem Baume sind etliche Aepfel töt= lich vergiftet. Der Unterzeichnete warnt hiermit. M. R., Station Gensungen." Dieses veranlaßte nun, laut der Hersfelder Zeitung" einige gute Freunde" des betreffenden R., den Baum beinahe vollständig zu plündern, die noch hängenden, nicht ganz reifen Früchte indeß mit Farbe schwarz zu färben! lomitee fonftituier Frankfurt, * Gromann bon LD., Mitglied des Staatsrates, bon 1888Sident des De er durch Un Batrauen aller ** Cassel, 15. Sept. In der Lokomotivfabrik von Henschel u. Sohn wurde heute die Ablieferung der 6000. Lokomotive und das gleichzeitige Jubiläum der 50jährigen Thätigkeit des Direktors Schäffer festlich begangen. Der Chef der Firma verkündete dabei Folgendes: Zum ehrenden Andenken an die 50jährige Thätigkeit unseres Direktors August Schäffer haben wir beschlossen, zum Wohle unserer Angestellten und orfartige Stürn In Sachsen Birkehr bedeute Was halle a Unaan in Sachf 3 Millen Mart wurden verlegt. auf Brad gefu Millio * Culfalden renzen der betrug für d renz Mt. 38 69 105 662 zur Berlängerung gebot 36 000 R * Eichwege, wurden 4 Arbeit * Bligichlag Ipurden am 11 Felde während durch Blitzschla Eine Bayerns wird junge Förster fammeln. 28 I muß Di au geben zur Buß „ Na, aber Mund hin zur fagte fie leise, at Tagen hab Judenfrawa meldet, find gefte die fich gegen Jud arteten am Abend aus, fodaß Militä * Grafen Bonmarlin Bologna, 12 Brofessors Murri, gefunden. Man n mord bor. Befter Berner Bund" to martinis, Prof. Schweiz aufgeha Sucid gefehet war in, daß der in in Heffen Cordentlicher at der Vor Blak von Sambach Seine Lage, dien Baede Bieber be Play. Der Erledigung Sitsprüfung den; 16 ie 24 zur tag ftatt bie Brün Anschluß an Richen ilgehilfen. vergiftete der Leiche usschusses che Gau m vorher 850jäh eine einWeinheim, e neu ge uf 129 ge Rheinheffen gerict der von einer so schwer genommen verläffiger e alt ist, Bug. Malzfabrit dings ber 38 Mt. auf Der Dresch t in das Haaren e Ben abge: sich an der ich noch ein der furchtm ein Heildem Kopfe n; er ging, Weisenau. ben auf der erzielt. Der ammer, dem Ciefer, geftif ttbewerb der nmt war, ist nterrichteter einer Vor Rheinischen tionsdirektor Herr von elsberger ist die best Ausstellung." somehr, daß in der Lage ilen zu können. oll dem Stier Schmidt in hrend den erften Herrn Weber Einen 1. Prei olf von Beglar Prinzen Fried 8 zufiel. Ferne Preis für ein cinefleisch habe gefunden. Je und das Pfun weise für Schmal bedeutend höh Gefchichte du Tiger Obftgarten gesucht worden Ben, wandte e igte nämlich an fchöne Früchte nden Inhalts: che Aepfel töt hiermit. M. aßte nun, laut Freunde" des bollständig ng reifen Früchte motibfabril te die Ablieferung zeitige Jubiläum CS Schäffer feftli berkündete dabe an die 50jährige t Schaffer haben Angestellten und deren Familienangehörigen eine Haushaltungsschule, eine Kleinkinderschule, eine Badeanstalt und einen Saalbau auf dem Grundstück unserer Arbeiterwohnungen in der Ysenbergstraße zn errichten. Bei der Gelegenheit der am heutigen Tage erfolgten Fertigstellung der Lokomotive Fabriknummer 6000 haben wir ferner folgende Zuwendung beschlossen: Mt. 100 000 für die Beamten- Pensions-, Witwen- und Waisenkasse, Mr. 100 000 für die Invaliden- und Witwenkasse der Arbeiterschaft. Vermischtes. * Ein Jubiläum der 12/ 2jährigen Ehe will man in Berlin einführen. Dem widersprach der" 2of. Anz.", der dann schreibt: Nun regt es sich allenthalben unter den Freunden unseres Blattes, die eifrig beweisen, daß demselben mit Thränen in den Augen, Bonmartini sei| schlag mehrmals bedroht. Er erhält, da er vorbestraft von seinem Sohn, dem 29 jährigen Advokaten Tullio ift, 14 Tage Gefängnis und wegen Bedrohung 10 Mr. Murri getötet worden, der damit seine Schwester, Geldstrafe. Der ,, Humorist" Andreas Euler von die Gattin Bonmartinis, rächen wollte für den schweren hier ist seit einiger Zeit auf Reisen. In Frankfurt erKummer, den ihr Bonmartini mit seinem frivolen hielt er eines Tages von seiner Mutter die Nachricht, Lebenswandel bereitet hatte. Tullio Murri, einer der daß er zu einer llebung der Pflichtfeuerwehr zu er Führer der Sozialisten von Bologna, weilt zur Zeit im scheinen habe. Der Humorist sezte sich hin und schrieb Balkan. Die Erklärung des Prof. Murri erregt ge- an den Branddirektor Herrn Traber in Gießen einen waltige Sensation. richts jedoch recht beleidigenden Brief. nach seiner Ansicht Humoristischen nach Ansicht des Ge Mit Rücksicht auf die schwierige Stellung des Branddirektors, die durch derartige Vorkommnisse nur noch mehr erschwert werden könnte, andererseits mit Rücksicht auf seine seitherige Unbestraftheit erhält Guler 35 Mr. Geldstrafe. Der Heinrich Jahn, 6 mal wegen verschiedener Delikte vorbestraft, hat dem Dekonomen Euler auf dem Hamm 1 Mt. abgeschwindet unter dem Eulerschen Vor* Berlin, 15. Sept. Die Untersuchung in Sachen der Ermordung des Grafen Bonmartini gestaltet sich immer dramatischer. Gestern wurde nach einem Telegramm des„ Berliner Tageblatt" die Gattin des Ermordeten in der Villa ihres Vaters, des Professors Murri verhaftet und trotz angeblicher Krankheit in das Gefängnis abgeführt. Die Anklage lautet dahin, daß sie der Geliebten ihres Bruders die Schlüssel ihrer man anderwärts in der Welt fröhlicher die Feste, wie Wohnung übergeben und Mitwisserin, wenn nicht An- geben, er wolle am nächsten Tage in Dienst treten. fie fallen, zu feiern beslissen sei, als in dem ernsthaften stifterin der Ermordung ihres Gatten sei. Berlin. Vom lebenslustigen Rhein schreibt man uns, daß man dort sehr wohl eine fupferne Hochzeit nach 121/ 2jähriger Che fennt, was gleichzeitig aus Groningen in Neueste Nachrichten. Lübeck, 16. Sept. Ein Schuhmachergeselle feuerte auf das Mädchen tötlich verlegt wurde. Dann feuerte der Geselle noch auf eine andere Tochter des Bruders, die eben falls tötlich verlegt wurde. Hierauf tötete er sich durch einen Schuß in den Kopf. Elsterwerda und Königsbrück wurden sechs Ausflügler Wittenberg, 16. Sept. Auf der Feldmark zwischen vom Blizze getroffen. Zwei sind tot, drei schwer verletzt. Das that er aber nicht sondern verschwand. Er erhält trotz Leugnens 3 Wochen Gefängnis. Die Ehefrau des Heinrich Schmidt II. aus Allendorf ist des Schimpfen in ein Nachbarhaus, machte dort Lärm und Hausfriedensbruches angeklagt. Ste drang unter beleidigten Hauseigentümerin einen Schlag auf die Wange gegeben. Sie erhält 15 Mr. Geldstrafe ev. drei - Tage Gefängnis. Die Firma J. B. Noll und Möhl in Gießen hat Privatklage wegen Beleidigung hat, wegen seines Sohnes, der bei der oben genannten gegen den Gerichtsvollzieher Ortenberg in Ullm Auch dieser Angeklagte Firma als Reisender bedienstet war, einen beleidigenden Brief geschrieben. Der Angeklagte erhält 30 Mr. Geldstrafe ev. 6 Tage Gefängnis. als: Staffeekannen, Waffereimer und sonstigen blanken Gäste bringen dann allerlei zierliche, fupferne Geschenke, da diese seinen Liebesantrag zurückgewiesen hatte, wodurch zu verlassen. Auch hat sie nach der Zeugenaussage der Zierrat zum Angebinde für die Küche mit, was eine Augenweide abgibt, da alles blitzblank nach holländischer Hausfrauenmanier geputzt wird. In Amerika geht man aber noch weiter im Feiern der verschiedenen Etappen auf dem Ehewege. Man kennt dort als erstes Sabresfest bie baumwollene, als zweites die papierne, als drittes die lederne, als viertes die hölzerne, als siebentes die wollene, als zehntes die blecherne, als zwölftes die seidene, als fünfzehntes die krystallene, als zwanzigstes die porzellanene und als fünfundzwanzigstes Jubelfelfest endlich die silberne Hochzeit. Entsprechend den Jahresfesten haben die Gäste Geschenke mitzubringen, sodaß die glücklichen Eheleute nach und nach in den Besitz eines förmlichen Bazars gelangen. Gegen über diesem praktischen Vorgehen der Amerikaner hat der wißige Vorschlag, die 12/ 2jährige Ehe als neu silberne Hochzeit zu feiern, nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn mit dem Titel auch wirklich die Mittel, d. h. die Geschenke verbunden werden. Im Uebrigen sei bemerkt, daß ein Recht darauf, die 121/ 2jährige Che als Jubiläum zu begehen, weniger die ganz glücklichen Ehepaare, als jene erprobten Stämpfer haben mögen, die in dem lustigen, aber auch zuweilen schwierigen Feldzug bisher mit wechselndem Erfolge fochten. Kriegsjahre zählen allerwärts doppelt! * Die ersten Schritte zur Errichtung eines Denkmals für Rudolf Virchow werden bereits in den nächsten Tagen gethan werden. Der ,, Berliner flin. Wochenschr." zufolge soll der Ausschuß zur Feier des 80. Geburtstages Virchows, der erst vor kurzem sich aufgelöst hat, von neuem zusammentreten und sich als Denkmalsfomitee fonstituieren. * Frankfurt, 12. Sept. Heute vollendet Herr Albert Ecdmann von Levehow, Landesdirektor und Major a. D., Mitglied des Reichstages, des Herrenhauses und des Staatsrates, sein 75. Lebensjahr. Von 1881-1884 und von 1888-1895 war Herr v. Levezow Erster Präsident des Deutschen Reichstages und hat sich als solcher durch Unparteilichkeit und Freundlichkeit das Vertrauen aller Parteien in reichem Maße erworben. In Sachsen und Thüringen wüteten am Samstag orfanartige Stürme. Der Schaden ist in einzelnen Bezirken sehr bedeutend. Aus Halle a. d. S. wird telegraphiert, daß die letzten Unwetter in Sachsen und Thüringen einen Schaden von 3 Millionen Mark angerichtet haben. Bahlreiche Personen wurden verleßt. Auf den Höhen ist das Thermometer bis auf Null Grad gesunken. Der Schaden beziffert sich auf Millionen. * Schmalkalden, 12. Sept.( Submissionsdifferenzen). Bei der Submission für das neue Krankenhaus betrug für die Erd- und Mauerarbeiten die Höchstforderung 105 662 mt, die niedrigste Forderung 66 970 Mf. Differenz Mt. 38 691.( Rürzlich betrug bei einer Submission zur Berlängerung einer Brücke bei Wernhausen das Höchst gebot 36 000 Mt. das niedrigste 16 000 Mr.) * * Eschwege, 12. Sept. In der Nähe von Wanfried wurden 4 Arbeiter auf dem Felde vom Bliz erschlagen. Blitzschlag. Zwischen Leinefelde und Wanfried wurden am 11. September vier Arbeiter auf freiem Felde während eines rasch ausbrechenden Gewitters durch Blitzschlag getötet. * Eine reuige Sünderin. Aus einer Ortschaft Bayerns wird folgendes Anekdötchen mitgeteilt: Der junge Förster ertappt die bildsaubere Zenz beim Holzsammeln." Weißt nit Mädel, daß das verboten ist? I muß Di aufschreiben." Ach, Herr Förster - bor " Na, aber Straf muß sein! Mußt mir a Busserl geben zur Buß!" Sie wird rot, aber hält ihm den Mund hin zur Strafe. Dann, nach dem langen Kuß, sagte fie leise, ganz schamhaft:„ Herr Förster acht Tagen hab' i a scho mal Holz sammelt..." Judenfrawalle. Wie ein Telegramm aus Breslau meldet, sind gestern Vormittag in Czenstochau Krawalle, die sich gegen Juden richteten, ausgebrochen. Dieselben arteten am Abend in Plünderungen und Brandstiftungen aus, sodaß Militär einschreiten mußte. * Bologna, 12. Sept. Am 2. d. M. hat man den Grafen Bonmarlini, Schwiegersohn des berühmten Professors Murri, in seinem Palaste erdolcht auf gefunden. Man nahm damals an, es liege ein Raubmord vor. Gestern nun begab sich, wie man dem Berner„ Bund" telegraphiert, der Schwiegervater Bonmartinis, Prof. Murri, der sich einige Zeit in der Schweiz aufgehalten hatte und eben nach Bologna zurückgekehrt war, zum Untersuchungsrichter und erklärte Berlin, 16. Sept. Wie das„ Tageblatt" aus Rom meldet, beabsichtigt der Senator Murris infolge der Ermordung seines Schwiegersohnes die Praxis niederzulegen und Italien zu verlassen. Es wird versichert, der Advokat Murris sei aus Serbien zurückgekehrt und auf dem Bahnhofe von Bologna von seiner Mutter empfangen worden. Oeffentlicher Sprechsaal. Erwiderung. Der Gießener Anzeiger" veröffentlicht in seiner gestrigen Nummer eine längere Briefkastennotiz, in der er sich mit meinen Auffäßen über die Kompetenzen der Zwangsinnungen und mit meiner Person beschäftigt. Zur Sache stellt er fest, daß die hiesige Megger- Innung einen nach dem Gesez unzulässigen Innungsbeschluß nicht gefaßt hat. Diese Thatsache bedurfte keiner Feststellung, weil sie von feiner Seite bestritten worden ist. Ich selbst habe in meinen Artikeln die Gießener Metzgerinnung mit feiner Silbe erwähnt und bei meinen Rechtsausführungen gar nicht an sie gedacht. Der„ Gießener Anzeiger" schließt des weiteren aus der Thatsache, daß sich die hiesigen Innungsmeister sowohl früher wie jetzt im Rahmen des Innungsgesetzes bewegt haben, auf die Wahrscheinlich feit, daß auch die Mezgerinnungen anderer Städte sich Dieser Schluß ist ein recht gewagter und widerspricht frei von Kompetenzüberschreitungen gehalten haben. durchaus den Vorgängen der letzten Zeit.- rerfolgen, die, nie rastend, mit Beginn eines jeden neuen Es ist interessant, die Entwickelung mancher Blätter zu Jahrgangs ihren Leserinnen auch etwas Neues, Ueberraschendes bringen. Seit Jahren haben wir Gelegenheit, einen Blick in die Sonntags- Zeitung für Deutschlands Frauen" zu thun, und wir müssen gestehen, daß dieses Blatt von Jahr zu Jahr schöner und reichhaltiger geworden ist. Für den neuen Jahrgang fündigt die Sonntags- Zeitung für Deutschlands Frauen" nun" Farbige Moden" an, und jede Dame wird ermessen können, welch gewaltigen Fortschritt dies auf dem Gebiete der Mode bedeutet. 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Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.20-1.30 Mr. Hühnereler 1 St. 6-8 Pfg., Enteneier St. 0-0 Pfg., Gänseeter 1 St. 0-0 Bfg., Käse per St. 5-9 Pfg. mr. 0.65-0.80, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1 40, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Bfd. 0.60 0.75 m., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg, Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 68-70 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3tr. 500-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Milch per Liter 18 Pfg. Die Redaktion des„ Gießener Anzeigers" spricht ferner von persönlichen Mißhelligkeiten zwischen mir und ihr. Diese Auffassung unseres Verhältnisses ist mehr als schief und recht wenig glücklich formulirt. Ich hätte allerdings guten Grund, mich über den ,, Gießener Anzeiger" beschwert zu fühlen, denn er hat wiederholt verlezende Urteile über mich zum Abdruck Erbsen ver Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar, gebracht. Er entschuldigt das damit, daß er eine unparteiische Haltung einnehmen müsse. Diese Art der Entschuldigung ist ebenso durchsichtig, wie bequem. Teil der Presse nicht selten Unfug getrieben. GewöhnMit dem Wort„ unparteiisch" wird in einem gewissen lich steckt dahinter nichts anderes als der reine Geschäftsjournalismus, den ich nicht allzu hoch einzuschäßen vermag. Ich vermag nicht einzusehen, weswegen der bringt, die mich in verlegender Weise angreifen. Es Gießener Anzeiger" gerade solche Aufsätze zum Abdruck ist mein gutes Recht, daß ich auf solche Angriffe sofort und energisch reagiere. Anfänglich habe ich mir Schweigen auferlegt; das hört jetzt auf. Sobald der fcitiftett, fritifiere ich den„ Gießener Anzeiger". Dienstag, 16. Sept.:„ Der Erbförster". „ Gießener Anzeiger" mich in persönlicher Weise Das habe ich dem Redakteur des„ Gießener Anzeigers", als er am 29. Auguſt mich aufsuchte und um einen Artikel aus meiner Feder bat, den er natürlich nicht erhielt, klipp und klar auseinandergesetzt, und nichts berechtigt diesen Herrn zu behaupten, dieser Differenzpunkt hätte für seine Redaktion als längst beseitigt gegolten. In der damaligen Unterredung habe ich vielmehr nachdrücklichst den Wunsch ausgesprochen, der„ Gießener Das hat, wie Anzeiger" möge mich in Ruhe lassen. es scheint, leider nichts geholfen. Gießen, 16. Septbr. 1902. Prof. Dr. Biermer. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengericht. Gießen, 16. September. Der Vorsitzende, Amtsgerichtsrat Dr. Gebhardt eröffnet um 8% Uhr die Sigung. Schöffen find Chr. Petri V., Rentner in Gießen und Ludw. Wagner II. aus Großen- Linden. Zuerst erscheint der bei Albert Rübsamen bedienstete Knecht Heinrich Böger auf der Anklagebank. Er ist beschuldigt, einen anderen Knecht Rübsamens, den Kaspar Schmidt mehrmals ganz erheblich mißhandelt zu haben und zwar mit einer Schippe und mit der Faust. Auch hat er ihn mit TotDie Marktzeit dauert von morgens 8 bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während den ersten drei Stunden der Marktzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplägen, also auch nicht im Umherziehen, feilgeboten werden. Frankfurter Schauspielhaus. Mittwoch, 17. Donnerstag, 18. Freitag, 19. Samstag, 20. Sonntag, 21. „ Graf Effer". " Die Räuber". " 1 " " " Die zärtlichen Verwandten". " Deborah". :" Alt- Heidelberg". Am Abend:„ Deborah". Montag, 22. Dienstag, 23. Beginn 31 Uhr. " " ,, Die versunkene Glocke". : ,, Rosenmontag". Margarine. Wir suchen für Gießen und Umgegend einen fleißigen, soliden, gut eingeführten Vertreter gegen Provision und Spesen- Vergütung. Rheinisch- Westfälische Margarinefabrik. 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September 1902. dists Städtisches Gas- und Wasserwerk. milled J. V.: Frahm.. XXXXX Paul Cudolf Mulert Ingenieur Technisches Bureau Giessen empfiehlt sich zur Ausführung elektrischer Beleuchtungsanlagen, Kraftübertragungsanlagen, Haustelegrafen, Telefon- und Sicherheitsanlagen, Elektromedizinische Apparate und Anlagen Elektromotoren u. s. w. Bevisionen elektrischer Anlagen bei billigster Berechnung. X/ XXX Atelier für Portraitmalerei von Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Goethestrasse 46, Atelierhaus. Farbiges Panorama von Giessen 45 X 65 zu 5 Mk. Kleine Plakate für Kolonialwarenhändler: Cigarren, 37 Häringe, fus Frische Eier 2c. Irs] Möblirte Zimmer zu veren 10 mieten Laden zu vermieten Wohnung zu vermieten 2C. 2C. das Stück 10 Pig. zu haben in der Druckerei der Gießener Neueste Nachrichten. olishd -973010 Or- 88 Prima Aepfelwein J. Arnold. 750 bi sisild dão Derichsweiler Patentbureau. Filt. Frankfurt a. M. Konstablerwache Eing. Fahrgffe. Fernspr. A. 1a 7473. Centrale Dresden. 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Giessen, 16. September 1902. Namens der trauernden Hinterbliebenen: 26 min sid" Holdin Familie Schäfer. aaaaaaaaaaaaa: Geschäfts- Eröffnung. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend zur geft. Nachricht, daß ich eröffnet habe. mit heutigem Tage Asterweg 6 eine Metzgerei Es wird mein Bestreben sein, meiner Kundschaft nur das Beste in Fleischund Wurstwaren u liefern. Indem ich um gütigen Zuspruch und Unterstützung zu meinem neuen Unternehmen bitte, zeichne Hochachtungsvoll Samstags u. Feier age bleibt Bernhard Meyer, Asterweg 6. mein Geschäft geschlossen. Als sehr vorteilhaft für jede Haushaltung empfehle MAGGI'S KREUZ STERN GEMUSE- u.KRAFTSuppen MAGCI ERBS 10 inWürfeln 10 Pfe Die verschiedensten Suppensorten, wie: Gerste, Kartoffel-, Tapioca-, Gemüse- Suppen etc. bieten reiche Abwechslung. Andreas& Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Möblirtes Zimmer zu vermieten. Kirchenplatz 6. öbl. Zimmer, 1 Treppe hoch, Geräumiges Logis im Hinterhaus sofort oder später zu vermieten. 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Weißel( LangGöns) Heinrich Weber Heuchelheim u. L. Steinmüller ( Gr. Linden) Karl Post Wieseck und W. Lein Klein Linden Schwarzbrod bei L. Schmidt 1. L. Steinmüller ( Groß. Linden) W. Steinmüller W. Weißel( Langgöns) u. Heinrich Weber Heuchelheim 48 50 52 22 W. Lein KleinLinden 24 " J.Kd. Velte, KirchGöns 42 2 bei L. Schmidt u. " 2 " " L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller u. W. Weigel( Langgöns) Gustav Jakoby ( Altenbuseck) Karl Post[ Wieseck] 44 J. Appel, Krofdorf น. Ernst Christ Wieseck 46 W. Lein KleinLinden 48 Ernst Eh ist Wieseck66 1 Kornbrod bei Jakob Appel Krofdorf W. Lein Klein: Linden u. Wilh. Schimmel Kinzenb. Mühle. 42 Der Brodverkäufer. Diese.ben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 13. Sept. 1902. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V Roth. Städtisches 44 Schlachthaus. Schweinefleisch 50Pfg. heute und morgen. Während des Marktes findet der Verkauf des Fleisches in der großen Schlachtviehballe statt. 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