Nr. 292. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1 50. Gratisbeilagen: Oberheifische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfd eint an allen Berktagen nachmittags. Montag, den 15. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei& Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 fg. font 15 Pfg.; Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 Pfg. Poffzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Zur dritten Lefung. Nachdem die zweite Lesung der Zollreformvorlage erledigt ist, kann kaum mehr ein Zweifel darüber bestehen, daß der Entwurf noch vor Weihnachten zur Verabschiedung gelangt. Etivas starke Mittel sind allerdings notwendig gewesen, um diesen Gang der Dinge zu ermöglichen, und lange noch werden die Aufregungen der letzten Reichstagsverhandlungen im Volfe nachzittern. Allein auch der schärfste Sturm braust dahin, und wie sehr er auch die Weiden und Föhren gebogen hat, ist er entschwunden, dann steht alles wieder in alter Ordnung da. So werden sich auch die aufgewühlten Gegensätze im politischen Leben ausgleichen und das Hauptinteresse wird sich der Frage zuwenden, ob wir gute und stetige Handelsverträge erhalten. Hierüber besteht zunächst, wie auch der Reichskanzler am Sonnabend betonie, natürlich feine Gewißheit, denn Die bei allen Verträgen kommen zwei Parteien in Betracht. Auch die anderen Staaten treten nicht wunschlos in die Verhandlungen ein; auch sie haben ein Interesse baran, möglichst wenig zu gewähren und möglichst viel zu fordern. Und die Notwendigkeit, viel zu gewähren, vermindert sich für einen Staat in dem gleichen Maße, als der autonome Zolltarif der anderen Partei seine Tienste als Pressionsmittel versagt. Niedrige autonome Zölle, die bekanntlich nur gegen vertragliche Staaten angewendet werden, sind auf keinen Fall geeignet, um auf die fremden Staaten einen Eindruck zu machen und deren Entgegenkommen zu befördern. Der autonome Zoil terührt zunächst die bestehenden Verträge nicht im geringsten, wenn er nicht zu einem bestimmten Termin in Straft tritt. Ist dies der Fall, dann wird die Kündigung der Handelsverträge erzwungen, unabhängig von bem Gange und dem Erfolge der Vertragsverhandlungen. Denn der autonome und der Veriragstarif müssen in ihrer Anlage einander entsprechen und das wesentlichste Merkmal der Umänderung unserer autonomen Zölle ist die Tatsache, daß bei den Industriewaren ganz neue, unseren Betriebsverhältnissen entsprechende Gruppierun= gen vorgenommen worden sind. Denn die Gruppeneinteilung des seitherigen Tarifs stammt aus dem Jahre 1829. Damals bedurften manche Waren einen hohen Schutz, die ihn heute infolge ein r anderen Herstellungsweise nicht mehr notwendig haben, also unnötig verteuert sind, während andere Artikel wieder, die ein Monopol Deutschlands waren, nachdem uns die fremden Staaten mit ihrem Wettbewerb auf den Hais gerückt sind, den Interessenten ungenügend geschüßt erscheinen. Unter diesen Umständen war eine Neuordnung der Dinge notivendig. Würde die Regierung nun zu einem bestimmten Termine den Einzeltarif in Kraft sezen, dann hieße das nichts anderes, als daß sie sich selbst zwingen würde, zu diesem Zeitpunkt auch neue Verträge zu machen. Inbem sie aber dem Drängen der Mehrheitsparteien aegenüber Widerstand leistete und das Inkrafttreten des neuen Zolltarifs einer kaiserlichen Verordnung mit Einverständnis des Bundesrats vorbehielt, hat sie vor aller Welt offenbart, daß sie den neuen Zolltarif nicht eher in Vollzug setzen wird, als bis sie auf seiner Grundlage neue Verträge zu stande gebracht hat. Diese Gewißheit, verstärkt durch die Erklärung des Reichskanzlers vom Sonnabend, dürfte die durch die Verhandlungen des Reichstags erhitzten Gemüter mehr beruhigen, als lange Ausführungen über die Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der Zölle. Die Politik. Präsident Castros Rückzug. Jezzt, wo ihm selbst die Geschichte nicht mehr recht geheuer vorkommt, möchte der wadere Castro intenten: Er hat sich an den amerikanischen Gesandten in Caracas mit der Bitte gewandt, er möchte doch Deutschland und England vorschlagen, daß die Streitfragen einer schiedsgerichtlichen Entscheidung unterbreitet werden sollen. Das Washingtoner Kabinet hat den britischen und den deutschen Botschafter in Washington von der Sache unterrichtet, und Castros Gesuch wird den Regierungen der beiden Mächte unterbreitet werden. Weder in London noch in Berlin werden die leitenden Kreise Neigung haben, auf dieses sehr post festum kommende Anerbieten einzugehen, um so weniger, als man wenigstens in London dahinter die Absicht Castros vermutet, die Sache zu verschleppen und so zu weiteren Rüstungen Zeit zu gewinnen. Und auch in Berlin sieht man in der Tatsache, daß Präsident Castro noch eben erst auf das deutsch englische Ultimatum eine in allen Punkten ablehnende Antwort gegeben hat, ein Anzeichen dafür, daß es ihm mit dem Schiedsgerichtsvorschlage nicht ernst ist. Außerdem hat weder England noch Deutschland bei der völligen Klarheit der Rechtslage Veranlassung, sich auf ein Schiedsgericht einzulassen. Nichtsdestoweniger dürften die britischen Meldungen, daß ein Bombartement venezolanischer Hä en unm tte bar bevorstehe, einstweilen noch ver rüht sein, und erst wenn sie Venezolaner größere G.walttaten big hen, worden ti: Kanonen ein Wort mit drein reden. Daß die Schiffe für ein Bombardement sich bereit halten, ist selbstverständlich: das war für die Kommandanten die nächstliegende Aufgabe. nachdem mit der nachträglich noch erfolgten Beschlagnahme des venezolanischen Kanonenboots Zumbador" die ganze venezolanische Kriegsmarine jetzt in den Händen der Mächte ist. Uebrigens haben sich an Bord der deutschen Schiffe, zu denen nun auch noch die Schulschiffe Scosch" und ,, Charlotte" stoßen, die in Puerto Cabello wohnhaften Deutschen begeben, denen von den auf diese Stadt anrüdenden renezolanischen Truppen Gefahr drohte. Die Blokade der venezolanischen Häfen wird aufrecht erhalten. Vierte Vorstellung des Theater- ihn ohne weiteres weglaſſen könnte. Vereins. Ab. L'Arronge: Doktor Klaus. Man weiß, daß Lessing in seiner Hamburgischen Dramaturgie es bald aufgegeben hat, das Spiel der Darsteller zu beurteilen. Sie vermochten selbst von dem größten Kritiker der Zeit auch nicht den feinsten Tadel zu ertragen. Neuerdings fangen nun auch die Autoren an, empfindlich zu werden. Die Kritif fährt darum am best- n, wenn sie möglichst viel lobt. Vielleicht sind dann wenigstens die zufriedenDer Hauptwizz besteht bei ihm darin, daß er Fremdwörter mishandelt und ein bestimmtes Schlagwort unzähligemal wiederholt. Ihn spielte der Gast des Abends, Herr E. Schmasow vom Hoftheater in Rassel. Was er uns bot, war eine Meisterleistung auf dem Gebiet niederer Komik. Sein Auftreten allein verbreitete ein gewisses frohes Behagen, das auch durch die Albernheiten, die er zu sagen hatte, nicht vollständig aufgehoben heiten, die er zu sagen hatte, nicht vollständig aufgehoben werden konnte. Leider stattete er seine Rolle damit noch reichlicher aus, als es von dem Verfasser vorgesehen ist. An den furchtbaren Kalauern der Szene, in der Lubowati die Bauern behandelt, wie an den Trauerhandschuhen ist L'Arronge Der vierte Abend des Theatervereins brachte uns den unschuldig. Den Dr. Klaus ſpielte Herr, perlach, einer " Doktor Klaus", der bald ein Vierteljahrhundert alt ist. unsrer tüchtigsten Schauspieler,- im Grunde zu vornehm; Bon dem Stück ist nicht viel zu sagen. Sein Kunstwert ist hier wäre etwas gröberes Korn mehr am Blaze gewesen. gleich Null. Das sind keine Menschen von Fleisch und Blut, Herr v. Stahl gab sich als Baron von Boden anfangs alle sondern leere Larven. Vor jener wahren, inneren Komit, Mühe, natürlicher zu sprechen; wir wollen wünschen, daß es die in den Grundverhältnissen des Lebens selbst gegeben ist, ihm gelingen wird, nach und nach Herr seines Organs zu ist nichts zu verspüren. Der Verfasser bemüht sich höchstens werden, wie denn überhaupt die Technit des Sprechens auf gelegentlich wißig zu sein; aber diese Scherze stehen in feinem unserer Bühne sorgfältiger ausgebildet werden muß. Herr organischen Busammenhang mit der Handlung. Sie könnten 8oder, der eine gute Begabung für die Darstellung des ebenso gut wegbleiben, wie beliebig vermehrt werden. Das Läppisch- Täppischen mitbringt, wußte etwas aus dem ReThema des Stückes ist ganz äußerlich und ungeschickt beferendar Gerstel zu machen. Herr Töpfert zeigte sich Sandelt. Es ist die durch G. Freytags Vorgang in Aufdagegen seiner Aufgabe( Griesinger) noch nicht gewachsen. nahme gekommene Heilung des verlotterten Adels durch geDie Damen( Frau L. Schmidt, Frl. Feige und Frl. jundes und selbstbewußtes Bürgertum. Die ganze Unfähig Egard, Frau Kruse und nicht zuletzt auch Frl. Sie g) feit L'Arranges zeigt sich dann gerade da, wo sich der Baron spielten durchweg gut. Spielleitung und Ausstattung verin der Behandlung des Dr. Klaus bezeichnender Weise bezeichnender Weise dienen ebenfalls Anerkennung. Zu wünschen wäre noch, Durch eine Lüge in kürzester Frist in einen tüchtigen wenn auf dem Bettel das voraussichtliche Ende der VorMenschen verwandelt. Dazu die völlig unlebendige, stro- stellung so angegeben würde, daß es mit dem wirklichen herne Sprache des Stücks, das sich gar ein Lustspiel nennt. etwas mehr übereinstimmte. Das Stück spielte trop starter Prof. Dr. J. Collin. 8 hat seiner Zeit, wie alles, was ohne Kenntnis der Kunst, Abstriche im 3. und 4 Aufzuge bis gegen 11 Uhr. aber mit Renntnis des großen Publikums geschrieben wird, einen großen Erfolg gehabt. Das Albernste darin ist die Gestalt des Kutschers Lu( 0) Konzertverein. Die rühmlichst bekannte Quartett Bowski, der so wenig mit dem Stück verwachsen ist, daß man vereinigung der Herren Heermann( 1 Bioline), Nebner | Viehzollpolitisches. * Von einer Seite, die sich in Sachen des Zolltarifs bisher zuverlässig unterrichtet gezeigt hat, verlautet: Die deutschen Viehzölle werden in den auf Grund des Zolltariss abzuschließenden Handelsverträgen unter Umständen auf einen Saz ermäßigt werden, der sich zwischen 9 und 10 Mark für den Doppelzentner bewegt. Eine Aufhebung der holländischen Grenzsperre jür Vieh wird angekündigt: Wie es heißt, soll auf Grund des zwischen Deutschland und Holland bestehenden Handelsvertrages die Aufhebung der seit 1895 angeordneten Sperre gegen holländisches Vieh bevorstehen, nachdem, wie der niederländische Staatsanzeiger( Staatsfourant) meldet, in den legten drei Monaten in ganz Holland die Maul und Klauenseuche nirgends mehr vorhanden gewesen ist. Holland wird, so heißt es weiter, auf Grund des Vertrages die Oeffnung der deutschen Grenze für holländisches Vich verlangen. Ob die deutsche Regierung diesem Verlangen stattgeben wird, ist allerdings noch sehr fraglich; der Umstand zum Beispiel, daß über die holländische Grenze frantes oder verdächtiges russisches oder österreichisches Vieh mit eingeführt werben tönnte wogegen Holland taum Garantien bieten tann wird für die Entschließung Deutschlands sehr ins Gewicht fallen. Bekanntlich ist ein ähnlicher Schmuggel, wie der hier angedeutete, an der holländischen Grenze schon mit russischem Fleisch eine Zeit lang erfolgreich getrieben worden. Krijen in der Donaumonarchie. Ju Desterreich- Ungarn läßt sich die innere Lage start tritisch an. Alle Welt hat den Eindruck, daß eine fritische Wendung bevorsteht, da in den nächsten vierzehn Tagen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Szell und jeinem österreichischen Kollegen Körber bezüglich der Ausgleichsfrage reiner Tisch gemacht werden müsse. Der Ausgleich wird beiden Ministern noch viel Stopfzerbrechen machen. Dabei haben sie doch sonst schon Sotgen genug: Herr v. Szell muß sich mit der Obstruktion der Kossuthianer herumärgern und Herr v. Körber ist in ähnlicher Lage. Er soll schon mit dem Gedanken umgehen, den österreichischen Reichsrat, der ihm den Etat nicht bewilligen will, zu schließen und wieder auf Grund des famosen..§ 14" Die Geschäfte des Landes zu führen. Zu beneiden sind die leitenden Männer in Cis- und Transleithanien dermalen wahrlich nicht. Der„ tolle Mullah" ist zu früh totgesagt worden. Er ist, wie sein Verhalten beweist, recht lebendig und munter: Er hat an die Engländer ein zweites herausforderndes Schreiben gesandt, in welchem er zwar auch die Notwendigkeit des Friedens schlusses betont, aber die Abtretung eines Hafens an der nördlichen Küste, die Anerkennung seiner Einflußsphäre und die Beseitigung der Erschwerung der Waffen- Einfuhr verlangt, und sich der Leichtigkeit rühmit, mit welcher er sich Feuerwaffen zu verschaffen vermöge. Den Eng ( 2 Violine), Bassermann( Viola) und Becker( Cello) aus Frankfurt gab gestern im großen Saal des Gesellschaftsvereins das dritte Konzert des Konzertbereins, mit dem sie den Musikfreunden unserer Stadt einen ganz besonderen Kunstgenuß verschafften. Das Programm enthielt Streichquartette von Mozart, Schumann und Beethoven, deren Vortrag in jeder Be ziehung vollendet genannt werden muß und im Bublifum allgemeine Anerkennung fand. Große Birtuosität in der Behandlung ihrer Inftrumente, welche die oft sehr großen Schwierigkeiten in den einzelnen Sägen mit Leichtigkeit überwand, ein ficheres, präcises Zusammenspiel und eine auf höchfter Stufe fünstlerischer Bollendung stehende Auffassung des muſikalischen Inhalts der drei Quartette, gaben den Vorträgen der vier Herren den Charakter von Muſterleiftungen. Das Publikum zeigte fich für die gebotenen Genüsse sehr dankbar und spendete reichlichen Beifall. Vereinigte Theater von Gießen, Marburg und Bad Nauheim. Nachdem am Freitag die Be ftimmung des Großh. Ministeriums zur Angliederung des Bad- Nauheimer Kurtheaters an das Stadttheater Gießen- Marburg eingetroffen war, hat die städtische Theaterkommission am Samstag die erfolgte Ausschreibung der Direktorstelle in der Zeitung" Deutsche Die Bewerbungen Bühnengenossenschaft" beschlossen. find unter Beifügung der erforderlichen Ausweise über die bisherige Thätigkeit und über die nötigen finanziellen Mittel bis zum 5. Januar 1903 an den Vorsitzenden des Gießener Theatervereins zu richten. Die BadNauheimer Thätigkeit des Direktors wird durch einen besonderen Vertrag mit der Großh. Sturdirektion ge regelt werden, welcher der Direktor während der dortigen Spielzeit auch allein unterftellt ist. versprach morgen im Laufe und zur Beruhigung der Geschwister einen Pro, essor aus gewiß wiederfinden. Er empfahl Tages wiederzuimen feinem Fache, mitzubringen. erhalten. Auch die Sprache Hoffnung, nachdem er ihn unter sich im Laufe der Zeit tand des Kranken zwar besorgniserregend, gab jedoch Ruhe und Vorsicht und ihn am Leben zu gleich darauf trat er selbst ins Zimmer. Er fand den Bu ging Berühmt rechnen, nicht anders möglich." Elendet sein!" rief sie.„ Esser ist ein Betrüger, es ist gartorwur svoll. D, Hennig, wie fann man doch so verwenn wir sie mit Verlust ver.aufen müssen!" fra te Regina ,, Und wenn sie niemand mehr fauft, oder vielmehr. Finblick in faufen," feßte er nach einer Pause hinzu Späterhin fönnen wir die Papiere vielleicht wieder ver die Aktien sind gekauft, wir müssen sie nehmen bie langgezogener schriller Flocken auf gaben stellen würde.' Pfiff, drüben hinter und die Geschwister fühlten, daß es auch ihnen neue AufSm a'ten Geich naß flutete das Leben traußen mei' er, die Fabrik begann ihre Tätigkeit. Hohen Schornsteinen der Rauch in grauen, tanggezogenen Da brang aus der Bäumen des Parfes ging aus Verne ein ( Fortsepung folgt.) rote bie haften Bonn ber acer Flügel gelieblost, berauscht, var. on neuem in jubite lie fich von demselben begeistert. Rauschen großer, Mit leben, zu atmen, ihr Wesen auszugeben, auf von Männerstimmen. Augenblicklich trieb sie ein lebhafter sich auf und vernahm einen dumpfen, noch fernen Lärm schen den Spalten der Vorhänge hindurch. Louise richtete ber ungeheuren Landschaft. Ein rosiges Licht zitterte awiFlößlich brach in der Morgenröte ein Kühner, siegreicher Trompetenstoß los und zerriß den Schlummce Harer, ländern wird dieses Lebenszeichen des Mullah nicht gerade erfreulich dünken. Kurze politische Nachrichten. * Das Linienschiffsgeschwader unter dem Befehl des Prinzen Heinrich ist Sonnabend Morgen von der Winterreise nach Norwegen in den Kieler Hafen zurká gefehrt. * Außer dem Zolltarif und dem Reichsetat wird der gegenwärtige Reichstag feine weiteren Børlagen zu erledigen haben. * Nach einer Bersicherung aus fonservativ- agrarischen Kreisen denkt die Regierung nicht daran, den gegenwär tigen Landtag nochmals mit der Kanalvorlage zu befassen. * Deutschland plant die Legung eines Kabels zwischen den Azoren und Holländisch- Guyana, um in Kriegszelten nicht von den englischen Drähten abhängig zm sein. * Dem oldenburgischen Landtage ist eine Vorlage betr. Bewilligung von 390 000 f. zum Ausbau des Sunte- Emskanals zugegangen. * Die Buren- Generale Botha und Delarey sind von London nach Südafrika abgereist. * Ein falter Wasserstrahl gegen die serbischen und bulgarischen Umtriebe zur Schürung der mazedoni fchen Unruhen kommt aus Petersburg. Der dortige ., Regierungsbote" gibt der serbischen und der bulgarischen Regierung den wohlgemeinten Rat, die in ihrem eigenen Interesse gefährliche Agitation zu verhindern und zur Wiederherstellung der Ruhe auf dem Balkan ihrerseits beizusteuern. Das Ergebnis der Reichstagserjazwahl im Wahlkreise Liegniß- Goldberg-Haynau ist nach den bisherigen Ermittelungen das amtliche Wahlergebnis steht noch aus eine Stichwahl zwischen dem freisinnigen Boltsparteiler Bohl und dem Sozialdemokraten Bruhn Den Ausschlag geben die Konservativen. * Der ,, Reichsanzeiger" veröffentlicht die Versegung des Fürsten Eulenburg, bisherigen Botschafters in Wien, in den einstweiligen Ruhestand und die Verlethung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub an ihn. * Wegen des Abdruckes des Kruppartikels aus dem ,, Borwärts" wird die Staatsanwaltschaft, wie jetzt bekannt wird, nur gegen diejenigen Blätter vorgehen, becen Strafverfolgung Krupp selbst gewünscht hat. H Nab und fern. größte in der Welt) verfertigte im Jahre 1898 febé Minute eine Maschine, Kurzes Allerlei. Das erste beutsche Kolleg an der Bariser Universität hat jest Dr. Benignus aus Berlin, der sich an der Sorbonne als Brivatbozent babilitiert hat, eröffnet. Er liest über beutsche Bitteratur in deutscher Sprache. Bunte Chronit. Die Firma Gebr. Körting in Hannover wird unter Mitwirtung der Berliner Handels- Ge sellschaft und der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. - Infolge des anhaltenden Froftes herrscht in Schlesien großer Wassermangel. - - Die Leichen der in den Allgäuer Alpen verunglüc ten Touristen, des Tierarztes Gebhard und des Postadjunkten Knöfel, sind aufgefunden worden. Das französische Torpedoboot Nr. 108 sollte Donnerstag nach Brest geschleppt werden, als plöglich das Schlepptau riß und des unbemannte Boot in der reißenden Stromung fortgetrieben wurde. Jezt ist das Kriegsfahrzeug an der Küste von Cornwallis wieder aufgefunden worden. Das tapfere Schneiderlein. Zu Finstingen in ElsaßBothringen wurde eine Treibjagd auf Wildschweine abge halten. Zwei eingefreiste Dickhäuter gingen jedoch während der Jagd durch die Treiber zurück und wollten über den Finstinger Gemeindeweiher, auf dem etwa 30 Perjanen Schlittschuh liefen, fliehen. Auf dem glatten Eise famen die Tiere jedoch nicht schnell vorwärts, und bald hatten die Schlittschuhläufer sie umfreift. Kurz entschlossen eilte nun einer von diesen, ein Schneider, in den Wald und holte sich einen fräftigen Knüttel, ging dann mutvoll auf das größte der Tiere, einen Steiler von 170 Pfund Gewicht, los, und hieb ihm aus Leibeskräften auf den Kopf. Sobald das wütende Tier nach seinem Angreifer mit den Gewehren schlagen wollte, trat dieser mit schlittschuhbewaffnetem Fuß gegen dasselbe und machte das starfe Tier durch die harten Schläge schließlich so matt, daß es nicht mehr weiter tam. Ein Jäger, der inzwischen herbeigekommen war, gab dann dem Tier den Gnadenschuß. Das andere Wildschwein entkam in der Verwirrung. Alter schützt vor Torheit nicht. Ein gewiß einzig dastehender Selbstmord wird aus Groß- Kikinda in Ungarn gemeldet. Daselbst hat sich ein 83 jähriger Mann, namens Alexander Faber erschossen. In einem hinterlassenen Schreiben gibt er unglückliche Liebe zu einer 52 jährigen Frau als Motiv der Tat an. Deutscher Reichstag. 26. Sigung. CB. Berlin, 13. Dezember, - - Dritte Lesung des Zolltarifs. Ein großer" Tag. Der Reichskanzler hat, wenn aud nur zu furzer Rede, zweimal das Wort genommen und di Obstruktion hat, wenn auch nur in gutartiger" Weise, wieder kräftig eingesetzt. 1 Zu der dritten Lesung liegt ein Antrag Herold- Bassermann vor auf Wiederherstellung des Absages 2 im§ 1 des Zolltarifgefeßes in der Regierungsfassung, mit alleini ger Ausnahme des Zolles für Braugerste, der auf 4 Mari erhöht werden soll. Die Stimme des Redners ermattet; sie ist dem Ersterben nahe. Wird er jetzt schließen? Von„ liebender" Hand wird ihm Giergrog borgesetzt er trinft langsam, bedächtig und spricht weiter. Bis halb 1 Uhr, also im ganzen 8 Stunden! Erschöpft verläßt er die Tribüne, umbrauft von den Beifallsrufen seiner Genossen. Jezt geht es in beschleunigterem Tempo meiter. Ein Antrag auf Schluß der Diskussion wich angenommen, ebenso der Antrag Herold- Bassermann und alsdann der grundlegende§ 1 des Gesetzes. Reichskanzler Graf Bülow gibt die Erklärung ab, daß die verbündeten Regierungen dem jezt vorliegenden Boll tarif, einschließlich des Antrags Herold- Bassermann, ihre Zustimmung geben würden. Insbesondere würde die Re gierung die Bedenken gegen§ 10 a des Bolltarifgesetzes über die Einschränkung des Gemeindebesteuerungsrechtes fallen lassen, weil das Inkrafttreten erst für das Jahr 1919 in Aussicht genommen ist; ebenso werde die Regierung den§ 11 a betr. Schaffung einer Witwen- und Waisenversicherung zustimmen. Graf Bülow schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß eine Einigung zwischen dem Reichstag und der Regierung zustande kommen und daß das Zolltarifgesez dem Vaterlande zum Segen gereichen werde. Na fleinen Zwischenfällen, wie namentl che Abstimmungen ze., gelangt die Zolltarif- Vorlage in dritter Lesung zur Annahme, und zwar mit 202 gegen 100 Stimmen, bei einer Stimment. haltung. Mittlerweile ist es halb 5 Uhr morgens geworden. Das Resultat wird von den Mehrheitsparteien mit Graf Bülow brausenden Hochrufen aufgenommen. drückt dem Grafen Pofabowsky die Hand. Präsident wünscht den Abgeordneten ein frohes Weih nachts und Neujahrsfeft. Das Haus vertagt sich bis gum 13. Januar. Echluß gegen 5 Uhr morgens. Die Sigung hat etwa 20 Stunden ununterbrochen gedauert. Seit Bestehen des neuen Deutschen Reiches ist dies der höchste Rekord. Der sozialdemokratische Abg. Ulrich war anderer Ansicht; er gab ihr Ausdruck in Form des echoartigen Rufes: Zum Fluch des Vaterlandes", während die Mehrheitsparteien die Rede des Reichskonzlers mit lautem ,, Bravo" begleiteten. Und nun begann die Debatte. Die Freunde des Antrags Herold sprachen kurz ihre Zustimmung aus; die Gegner sprachen länger und leidenschaftlicher. Den Standpunkt der Mehrheit vertraten die Abgg. v. Wangenheim, Gamp, Graf Hompesch, Dr. Paasche, Fürst Radziwill und Graf Limburg- Stirum. Die Opposition schickte zum teil ihre besten Redner vor. Zunächst den Abg. Richter, der mit fast jugendlichem Feuer und einem Anflug von Sarfasmus unter großer Unruhe des Hauses sprach. Er wies auf die kommenden Wahlen hin, deren Ausfall er nicht vorhersagen wolle. Soviel wisse er, daß sobald die Agrarier siegen, die Regierung den Sozialdemokraten bald zurufen werde: Samiel hilf!" Es sei jüngst das Wort gefallen, die Arbeiter sollten Arbeitervertreter hierher senden, nur feine sozialdemokratischen. Was helfe den Arbeitern ein freudiges Willkommen, wenn sie nichts zu essen hätten! ( Sehr gut! links.) Dieser Tarif sei an sich eine Jronie dieses Wortes. Der nächste Redner war der sozialdemo fratische Abg. Molkenbuhr. In zweistündiger Rede suchte er den Nachweis zu erbringen, daß auf grund des neuen Zolltariss feine Handelsverträge zustande kommen würden. Der gleichen Ansicht war auch der Abg. Dr. Barth. Der Führer der Freisinnigen Bereinigung sprach mit großer Leidenschaft und erhob gegen den Reichskanzler den Borwurf, er sei an dem Antrag ardorff mitschuldig. :| Streitunruhen in Marseille. Eine Schar der seit mehreren Tagen ausständigen Hafenarbeiter hielt einen Kohlenwagen an und versuchte, ihn umzuwerfen. As die Polizei eingriff, entstand ein Zusammenstoß, bei dem ein Bolizeikommissar einen Schlag ins Gesicht erhielt. Die Genbarmen gingen nunmehr gegen die Ausständigen vor und räumten den Plas. Etwa fünfzehn Ausständige, die sämtlich mit Messern bewaffnet waren, wurden verhaftet, ebenso der Sekretär des Hafenarbeiter- Syndikates Manot. Seitens der Polizei und des Militärs sind deshalb sehe scharfe Maßregeln getroffen worden, insbesondere an den Bugängen zu den Werften, den Dods and ben Molen, wo mehrere hundert Quaiarbeiter beschäftigt sind. Ein KüPassier- Regiment aus Shon wird zur Verstärkung erwartet. ::[ Die Maschine in der Landwirtschaft.] Bon der gigantischen Entwickelung des landwirtscha, tlichen Maschinenwesens in den Ver. Staaten geben folgende Angaben, welche aus einer der großen Chicagoer Erntemaschinenfabriken stammen, einen Begriff: 5500 Angestellte, 2500 Geschäftsreisende, 16 000 lokale Berkäufer, also im ganzen 24 000 Personen, sind bei dem Bau und Berkauf ihrer Maschinen beschäftigt. Die Zahl ihrer in allen Ländern der Welt im Gebrauch befindlichen Ma schinen übersteigt 2 000 000. Die Fabrik hat einen Flächenund Fußbodenraum von über 143 Ader. Eiwa fünfzig Binnenseeschiffe sind während der Saison damit beschäftigt, das Holz und Eisen, welches zur Herstellung der Erntemaschinerie gebraucht wird, nach der Fabrif zu bringen. Während der geschäftlichen Saison schickt sie täglich 100 mit Maschinen und Bindfaden beladene Eisenbahn- Frachtwagen, die im Durchschnitt 24 000 Pfund tragen, in die Welt hinaus. Bont enormen Hochöfen fließen alle 24 Stunden 300 oder mehr Tonnen geschmolzenes Eisen. Automatische Maschinen stellen jeden Tag 400 000 Bolzen und Schraubenmuttern mit Gewinden her. Eine automatische Maschine zur Herstellung der Schürzen" nimmt den Canevas von der Rolle, säumt die Ränder und nietet Leisten, Riemen und Schnallen daran, im Verhältnis von drei Meilen Schürzen in einem Tage von zehn Stunden. Triebfetten werden von Maschinen so rasch hergestellt, wie die Kettenglieder in einen Trichter geschaufelt werden fönnen. Zwei Millionen Rechenzinken, 80 millionen Messerteile, 400 millionen Nieten, 50 Millionen Bolzen, 900 000 Jards Canevas, 2 Millionen stählerne Federn und 1600 Millionen Nägel und Stifte bilden einen Teil der Kleinen Dinge, welche zur Herstellung ihrer Maschinen in einem Jahre verbraucht werden. Diese Fabrik( tatsächlich die Neue Ernte Maracaibo!!! Feine, milde Cigarre mit nur geringem Nicotingehalt. Giessener Cagesnenigkeiten. Бег Aus Fe A Großwird ftramm legenheit fudhi Gegenwärtig Beweis, daß auf den Kopf Obereine Frau au heiratete Tod etwas erfälte Lage nach barauf an S Befudy war in * Siegen, lex feinse ift Donnerstag erfd daft ein Boliz im Schaufenster große Figürchen bas„ fittliche **( Gewerbebant) In der für nächsten Donnerstag abend halb 9 Uhr von der Gewerbebank anberaumten Generalversammlung nach dem Saale des Café Leib, stehen zwei wichtige Punkte zur Beratung Bensionierung von Beamten resp. Witwen und Bor standswahl. Die Genossen mögen fich sehr zahlreic einsinden. * Gastspiel von Jrene Triesch. Am 8. d. W. teleg phierte die Künstlerin an den Theaterverein, daß sie das besprochene Gastspiel am Freitag den 12. d. M. ausführen könne. Leider war dieser Tag wegen des auf den selben Tag bereits angesten Gastspiels von Herrn Schmason unmöglich, und so mußte eine Hinausschiebung bis in den Januar oder Februar erfolgen. Die nächste Vorstellung nach Weihnachten wird wahrscheinlich das schon fest ver einbarte Gastspiel von Rudolf Christians, des be rühmten jugendlichen Liebhabers am Königl. Sahauspielhause in Berlin, bringen. Graf Bülow ließ dies nicht unerwidert: Er sei nicht ber Vater des Antrages; aber wenn er es wäre, würde er sich dieser Vaterschaft nicht schämen. Er sei aber verfassungsmäßig gar nicht in der Lage gewesen, dieses kind in die Welt zu jeßen fügte er unter stürmischer Heiterkeit des Hauses hinzu. Er habe nur mitgewirkt zur Ginigung zwischen den verbündeten Regierungen und der Mehrheit. Der Abg. Dr. Barth prophezeie, daß mit diesem Tarif keine Handelsverträge abzuschließen seien. Tem gegenüber stellte er fest, daß die Regierung das Bestreben habe, auf einer ihr annehmbaren Basis wieder zu langfristigen Handelsverträgen zu kommen, obwohl Teutschland fein größeres Interesse am Zustandekommen der Handelsverträge habe, als andere Länder. Er müsse das Ausland warnen, auf andere Aeußerungen zu großes Gewicht zu legen. Deutschland sei der beste käufer der Welt. ** SubmiffionsResultate der Offerten zur Erbauung einer Vetrinär Medizinischen Klinik: wurde nicht ge bis jest wohl entsprochen. A In der B Beter Müller I Laubach verhan die Parteien g gericht Sprach d Bieberflage gege von Gobi ber ди Urteil bahis ab ben Berufungsflag belaftet- Goba von Dhmed, weld Edhaffengerichts Al horn von dorten i Brivatllage der S Georg Müller bon bes Urteil zu Brun Beweis aufnahme ve Urteil des Schöffer Bierdehändlers Do Winter von Bilb Marie Slipp von Start bon dorten Nachrede in eine nommen. Starf ver welche heute foftenp 1. Erdarbeiten, 3600 Rubikmeter. Alb. Rüb. samen- Gießen 2052 E., H. Rosenthal- stlein- Linden 4320 Mt., Wilhelm Müller- Villingen 3420 Wt, Th. Schlörp 2592 Mt., Gebr. Sabi 3528 Mit, Johannes Hofmann 2088 Mt., August Scheppelmann 2880 Mit, H. Weimer 2268 Mt., Georg Pfaff 4320 Mt., Heinr. Winn 4140 Mt., Birkenstock u. Schneider 2880 Mt., Georg Becker 2448 Mt., Wilh. Düren- Frankfurt a. M. 2340 Mt., Jäger u. Rumpf Hanau 2160 Mt., Enders Dieburg 2240 Mt., H. Fuchs- Staffel 3600 Mt., Wörner Hanau 2780 Mt. Diese zweite Rede des Reichskanzlers, die wohl mehr für die Außenstehenden bestimmt war, machte gleichwohl auch auf die Anwesenden großen Eindruck. Ein Antrag auf Schluß der General- Diskussion wurde von der Rechten eingebracht und mit großer Mehrheit angenommen. Nun sollte die Spezial- Beratung beginnen. Im Hause schwirrten Gerüchte, wonach die Mehrheitsparteien die Absicht haBen sollten, bis etwa 6 Uhr die dritte Lesung zu beenden, damit die im Westen des Reiches wohnenden Bolksboten die für sie passenden 7 Uhr- Züge noch benutzen könnten. Diese Absicht wurde nun vonseiten der Opposition durchkreuzt. Zunächst waren von den Abgg. Albrecht und Gen. noch zur dritten Lesung eine große Anzahl von Anträgen zu einzelnen Artikeln und Positionen gestellt worden, ebenso ein Antrag zur Geschäftsordnung auf getrennte Abstimmung der einzelnen Positionen. Nach kurzer Begründung II. Maurerarbeiten: Aug. Scheppelmann 60 950,75 Mark, Heinrich Winn 62 617,35 Mt., Birkenstod und Schneider 66 458,10 Mt.( mit Erdarbeiten), Georg Beder 67 693,30 Mt., Wilh. Düren- Frankfurt a. M. 75 09 Mt., Martin Abermann 66 171,50 Mt., Jäger und Rumpf- Hanau 80 162,75 Mt., Enders- Dieburg 74 345,46 Mr., Georg Pfaff 63 546,95 Mt., H. Fuchs Staffel 91 361,03 Mt., 2. Wörner- Hanau 79 070,60 mit Erdarbeiten. fünf Minuten! durch den Abg. Stadthagen fielen die Anträge unter den Tisch. Sodann hielt Abg. RösickeDessau einen einstündigen Vortrag über Brauereien im allgemeinen und Braugerste im besonderen, die Hoffnung, die heutige Verhandlung bis 6 Uhr zu beenden, fing an zu entschwinden. Und als nach diesem Redner der sozialdemokratische Abg. Antrick die Tribüne bestieg und im Tone des Bedauerns erklärte, er werde sür seine Ausführungen mehr als zwei Stunden brauchen, wurde jene Hoffnung endgiltig aufgegeben. Und Abg. Antrick sprach sodann nicht zwei, nein, sechs Stunden ununterbrochen. * 4* 4 III. Steinmezarbeiten: Hessische Steinbrüde 2008 III 4543,30 Mt. Loo8 IV 5210 Mt., 2008 V 5817 Mt., Loeb.Mayen 4832,60 t., 5257 22 Mt., Loos V feine Offerte, Preuß- H. Steinbrüche( D. Graf) 2326,55 Nt., 2951,60 r., 2483 Mt., Mens- Gülshausen nur für Loos III 2466 Mt. Martin hermann 2095 Rt., 2945,50 Rt., 2913 f., Jäger und Rumpf, Hanau, 2603 M., 3293 Mt., 2702 Mt. Die Firmen, hinter denen tein D angegeben, find in Gießen ansässig. Bei den Erb- und Maurerarbeiten ist es wohl nad bem Ergebnis der eingegangenen Offerten zweifellos, daß nur ein Gießener Unternehm den Zuschlag erhält. Bei der Bergebung der Eteinarbeiten wird wohl neben der Billig feit für die Lieferung auch die Qualität des Gesteins, and denen diese zur Lieferung angeboten worden sind, sehr in Frage lommen. Ueber jozi Schreibt man dem bruderverbandes ler nende Thatsache, d ein hervorragende unternehmen, in Li sondern auch die zu beseitigen, nicht rüdfällig in fozialdemokratischen Berloge von J. H herrliche Lied von meine in geradez mgedichtet worden Flamme in ein Se Freiheit erjeszt Aber reinften Empfindens Der ganze Sinn zu Stelle heißt es Luft, aber diejer L. Ja 40 Minuten rund um die Erde. Vor kurzem machte ein Artikel die Runde durch die Bress, welcher die Ueberschrift trug: Die Reise um die Erde in 40 Tagen". Da vernahm der staunende Leser, daß es dem Menschen möglich ist, mit Hilfe der Kraft des Dampfes an den Eisenbahnen, welche die Kontinente durchqueren, und auf den modernen Schnelldampfern, welche die Dzeane durch furchen, in 40 Tagen den Erdball zu umkreisen. schneller als die Dampfkraft ist der Flug des elektrischer Funfens, welchen der Mensch sich zum Diener gemacht hat Shakespeare sagt in seinem Lustspiel„ Der Sommernach traum" das fühne Wort: I'll qut a girdl round about the earth in forty minutes!( I will einen Gürtel legen rund um die Erde in 40 Minuten!") Dieses phantastische Wor des englischen Dichters ist heutzutage in Erfüllung gegangen Das brittische Stille Meer- Kabel" hat nun endlich der Reifengürtel um die Erde geschlossen. Es ist dadurch dit Möglichkeit geschaffen, in fürzester Frist ein Telegrams rund um die Erde zu jagen. Bestes Ges Das Grosse der 1. Wohlth Geldd. Strassburg- Neud. Ziehung bereits 2490 Geldgew. M Hauptgewinn 1 à 13000 1 à 6000 8 à 1000 اور 25 zus. 4500 400 zus. 5000 2060 zusamme Baar ohne Abz Loos( M. 11 L. 10 Nachnahme the 1. Stürmer, S General- Agent Hier: R. Buchacke Ph. We Be au t; fic ist dem Bon„ liebender er trinft lang Bis halb 1 Uhr, Erichöpft bec fallsrufen feine nigterem Temp Distuifion wi cold- Bafferman • Gesetzes. ie namentl d tarif Borlag nd zwar m mer Stimmen orgens geworde jeitsparteien m Graf Büle ie Hand. ein frohes Weit bertagt sich b r morgens. D unterbroche Deutschen Reiche bo!!! ngem Nicotinkeiten. diten Donnersta Sant anberaumte dem Saale de te zur Beratung Bitmen und Bo fich sehr zahlreis esch. Am 8. d. M eaterverein, daß f en 12. d. M. au wegen des auf den on Herrn Schmajon hiebung bis in de nachite Borstellung das schon fest ver istians, des be nigl. Sauspielhau ten zur Erbauung Stlinit: neter. Alb. Rib Enthal- stlein- Linder gen 3420 M, T 28 Mt, Jobanne pelmann 2880 Mt 4320 M, Heint hneider 2880 M n- Frankfurt a. M 2160 Mt., Ender 3600 Mt., Wörner ppelmann 60 950,76 f., Birkenstod un rdarbeiten), Geor en- Frankfurt a. V 171,50 Mt., Jäge Enders- Diebur 95 Mt., H. Fud anau 79 070,60 Beffische Steinbrid O ME., 2008 V 5817 257 22 M., Loos he( D. Graf) 2326,55 -Gülshausen rur fil In 2095 R., 2945,50 Hanau, 2603 M inter denen tein D ten ist es wohl no en zweifellos, daß n Bei lag erhält wohl neben der Bill ität des Gesteins, al 7 worden find, febri die Erde Bor furzem die Breff, welcher die m bie Erbe in 40 ende Lefer, daß es dem Kraft des Dampfes af nte durchqueren, und welche die Dzeone bur zu umtreifen. A Flug bes elettrifda um Diener gemacht h Der Sommernach girdl round about the einen Bütel legen ru Diefes phantaftijde ge in Erfüllung gegang " hat nun endlich te en. Es ist dadurch di Frift ein Telegrama Aus Hessen und nachbargebieten. A Groß- Felda. Im hiesigen Gewerbeberei wird stramm gearbeitet, zu jeder Stunde, bei jeder Gelegenheit sucht man neue Mitglieder zu gewinnen. Begenwärtig zählt der Verein 116 Mitglieder, also ein Beweis, daß die Agitation und Werbung den Nagel auf den Kopf trifft. Ober- Breidenbach. Vor einigen Tagen besuchte eine Frau aus Liederbach bei Alsfeld ihre hier verheiratete Tochter. Wohl infolge des sehr falten Wetters etwas erfältet auf der Reise, wurde sie am zweiten Tage nach ihrer Ankunft frant und verstarb bald Sarauf an Lungenentzündung. Die Freude über den Besuch war in diesem Falle nur von furzer Dauer. ** Siegen, 12. Dez. Eine merkwürdige Auslegung der lex Heinze ift von hier zu berichten. Am vergangenen Donnerstag erschien in einem großen hiesigen Spielwarenge schäft ein Bolizeisergeant und forderte den Inhaber auf, die im Schaufenster ausgeftellten Badepüppchen( etwa 10 Erm. große Figürchen) sofort zu entfernen, da die nackten Figürchen das sittliche Gefühl eines Siegener Herrn"- dessen Name wurde nicht genannt beleidigt hätten. Leider wurde dem bis jetzt wohl einzig in seiner Art dastehenden Anfinnen entsprochen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fignng. Gießen, 13. Dezember. In der Berufungsinstanz wurde die Privatflage des Peter Müller IV. von Saasen gegen Franz Göbisch von Laubach verhandelt. Die Beweisaufnahme ergiebt, daß sich die Parteien gegenseitig beleidigt haben. Das Schöffen gericht sprach den Angeklagten Göbisch frei, während die Bieberflage gegen Müller unberücksichtigt blieb. Auf die von Göbisch verfolgte Berufung ändert die Kammer das Urteil bahin ab, daß sie beide Teile für straffrei erklärt, ben Berufungskläger aber mit dem größten Teil der Kosten belastet. Sodann wird die Berufung des Karl Münsch von Dhmes, welche gegen ein freisprechendes Urteil des Echäffengerichts Alsfeld erfolgte, um die Elisabethe BottenDie horn von dorten in Strafe zu bringen, verworfen. Bribattlage der Ratharina Mattes von Beßenrod gegen Georg Müller von dorten, welcher ebenfalls ein freisprechendes Urteil zu Grunde liegt, wird wiederholt behufs weiterer Beweis aufnahme vertagt. Die gegen das freisprechende Urteil des Schöffengerichts Vilbel verfolgte Berufung des Bferdehändlers Dornberg von Frankfurt a. M. gegen Rarl Winter von Vilbel wird verworfen. Auf Antrag der Marie Slipp von Ettingshausen wurde der Maurer Heinrich Start von dorten vom Schöffengericht Laubach wegen übler Nachrede in eine Gefängnisstrafe von einem Monat ge= nommen. Stark verfolgte wegen Höhe der Strafe Berufung, welche heute fostenpflichtig zurückgewiesen wird. - Kleines Feuilleton. " Ueber sozialdemokratische Umdichtungen schreibt man dem„ Frff. Journ." Das Organ des Buchbruckerverbandes leuft die Aufmerksamkeit auf die bezeich nende Thatsache, daß ein sozialdemokratischer Dichter und ein hervorragender sozialdemokratischer Parteiverlag es unternehmen, in Liederbüchern nicht nur den Namen„ Gott", sondern auch die Worte wie deutsch“ und„ gläubig" zu beseitigen, damit die zielbewußte Seele der Genossen" nicht rückfällig in die alten Sünden werde. So ist in dem Sozialdemokratischen Liederbuch von May Kegel, das im Berlage von J. H. W. Diez in Stuttgart erschienen, das herrliche Lied von May von Schenkendorff:" Freiheit, die ich meine" in geradezu haarsträubender Weise zukunftstaatlich umgedichtet worden. In der Strophe Wo sich Gottes Flamme in ein Herz gesenkt" ist das Wort„ Gottes" durch " Freiheit" ersetzt und damit nicht nur eine Endsumme reinsten Empfindens des Dichters beschnüffelt, sondern auch ber ganze Sinn zur Phrase gemacht. An einer anderen Stelle heißt es Wollest auf uns lenken Gottes Lieb' und Lust", aber dieser so rein menschlich geschilderte Gott muß " der Freiheit" weichen, so daß auch hier Gedanken und Empfindungen des Dichters mit Füßen getreten werden. o der Dichter singt:„ Wolleft gern dich senken in die deutsche Bruft", muß natürlich statt der deutschen die Die herrliche Stelle Freiheit, freie" Brust herhalten. holdes Wesen, gläubig, fühn und zart" muß im Intereffe der modernen Arbeiterbewegung ebenfalls geschändet werden, indem man das Wort„ gläubig" in" treu" umfälscht. Ein solches Liederbuch ist in den Händen von Tausenden von Arbeitern! Begreiflich genug daher, wenn das Buchbruckerorgan den Vorwärts" auffordert, hier einmal mit seiner Kritik einzusetzen. Die Sprache der sozialdemokratischen Presse wird immer herausfordernder. An das Inserat eines Blattes, laut welchem eine arme Frau ein 6 Jahre altes Mädchen gegen einmalige Vergütung als eigen abzu geben wünscht" A7 ein gewiß recht trauriger Vorgang fnüpft die" Mainzer Bolfsztg." folgende Bemerkung: " Derartiges geschieht in der besten aller Welten in einer Beit, in welcher im Reichstag eine Versicherungs- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit eifrig dabei ist, der Masse des Boltes die Taschen zu leeren. Das Volf, dem dieser Plünderungszug gilt, bereitet die Abrechnung vor." und an anderer Stelle derselben Nummer heißt es, aufnüp fend an die Rede des Kaisers in Breslau:„ Die kommenden Reichstagswahlen, dessen sind wir gewiß, werden beweisen, we die deutsche Arbeiterschaft über die Sozialdemokratie denkt. Trotz aller Reden macht der Sozialismus seinen Siegeslanf und er überdauert alle Reden und schönen Ver heißungen, alles Elend und alle Mängel unserer Zeit; er wird aber auch hinwegschreiten über Macht, Gewalt und die Mächtigen unserer Tage." Das wollen wir ruhig abwarten. Litterarisches. < Vor dem Weihnachtsfeste möchten wir ein in Gießen geschriebenes und verlegtes Buch noch zu unseren Lesern sprechen lassen, damit es durch sich selbst für sich selbst werbe. Es heißt da u. A. in der Einführung": Was glaubt ihr aber, daß aus der Menschheit würde, wenn sie ihr uraltes Wert der Selbstzerstörung einmal auf gäbe; wenn sie die Mittel und Wege der alles verjüngenden Natur erkennte und ihnen mit Treue folgte; wenn sie den Mut hätte, gesund zu werden und gesund zu bleiben, wenn sie den Willen fände, ebenso alle Einflüsterungen von ihrer unverbesserlichen Jämmerlichfeit wie die Hoffart ihrer siegreichen Entwicklung zu einer zufünftigen Gottgleichh it als betrügerisch abzuweisen und ihr Heil einzig in entschloffenem Gehorsam gegen die deutlichen Vorschriften der Natur suchte? Was glaubt ihr, daß dann aus der Menschheit würde? Zwei Geschlechter einfichtiger willensstarfer, frei der Natur gehorchender Menschen: und die Menschheit ist " gerettet aus dem wüften Traum von Elend und Schwäche, Dummheit und Bosheit, in welchem sie ohne Aussicht auf Erlösung herumirrt." Was ist das für ein Buch, das so kräftig zu uns redet? Manch einem unter uns sind diese Borte vielleicht von dem ersten Gange des Buches in die Welt, den es vor zwei Jahren antrat, wohlbekannt; er weiß, daß unser hochgelehrter Mitbürger, der Professor der inneren Medizin an der Landesuniversität Georg Sticker in seinem Buche Gesundheit und Erziehung" sie gebraucht hat, als er uns auseinanderzusehen versuchte, daß es in uns selbst beschlossen liege, ob ,, unsere Kinder gesund und weise und schön und gut, ob sie Blüten der Menschheit oder ihr Abschaum sein werden." Doch warum wir unseren Lesern heute wieder davon sprechen? Weil die Rider'sche Verlagsbuchhandlung hier soeben bie zweite vermehrte Auflage des trefflichen Buches ausgehen läßt. Sie ist im Umfange beträchtlich gewachsen und, wie der Vergleich zeigt, ist auch am früheren Text in zahlreichen Fällen die sorgsam bessernde Hand angelegt worden. So ift ein Buch entstanden, das wie nur wenige das Zeug dazu hat, so recht ein Schaßfäftlein für Eltern und Erzieher zu werden, aus dem sie immer wieder reiche Belehrung und neuen Mut zur Erfüllung ihrer hehren Aufgabe schöpfen fönnen. Wir empfehlen es unseren Besern als wirklich gediegene Festgabe um so lieber, als auch der Verleger durch eine würdige, geschmackvolle Ausstattung für's Aeußere des Buches sein Bestes gethan hat. Schön gebunden loftet es 5 Mark Oeffentlicher Sprechsaal. Die vom Großh. Bolizeiamt gegebenen Vorschriften betr. Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen scheinen noch nicht genug zur Kenntnis unserer Einwohner gelangt zu sein. Passiert man z. B. das Erlen gäßchen,( Verbindung zwischen Sonnenstraße und Neuenweg) so fällt auch dem unaufmerksamsten Be obachter die etwa in der Witte liegende Senfgrube auf. Dieselbe ist seit eingetretener Frostwitterung mit einer ziemlich fußdicken Gisschicht umgeben, in deren Mittelpunkt die gefahrbringende Bertiefung liegt. Könnte da nicht seitens unserer Polizeiorgane Abhilfe geschaffen werden? in bei gegenwärtigem Froft nur zu leicht gethaner Fehltritt namentlich zur Nachtzeit kann schwere Folgen nad) sich ziehen und wer wird dann regreßpflichtig gemacht? 0. J. Ein recht schönes Sortiment praktischer Weihuachtsgeschenke finden die gesch. Leser in der heute beiliegenden Extra Beilage der Firma Ernst Balser, Gießen. Wic verweisen noch besonders darauf. Drud und Verlag der Gießener Berlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Ibin Klein, Gießen. Todes- Anzeige. Heute Nacht verschied sanft und unerwartet nach nur 2 tägiger, schwerer Krankheit unser innigstgeliebter, guter Sohn. Bruder und Enkel im Alter von 13 Jahren. Carl Bieler Angesichts des grossen Schmerzes bitten wir um stille Teilnahme. Carl Bieler und Frau Minna, geb. Wallenfels. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Südanlage 10, aus statt. mit allerbestem Fleischextrakt und Gemüsen herà sofort eine Portion verzüggestellt, geben durch einfaches Uebergiessen mit heissem Wasser A.& G. Wallenfels, Marktplatz 21. Das Grosse Loos! icher Fleischbrühe für 6 oder extra starker Kraftbrühe für 8 Pfg. Bestens empfohlen von der 1. WohlthätigkeitsBestes Geschenk! MAGGI'S BOUILLON- KAPSELN 12 und 16 Pfg., jede 2 Portionen enthaltend Geld- Lotterie d. Strassburg- Neud. Arbeiterheims Ziehung bereits 17. Januar. 2490 Geldgew. M. 41000 Cognac Einkauf von Hasen, Reb, Stegen, Fuchs, Marder, Otter-, Jltis-, Daches: undKaninchenfellen zu jeweiligen höchsten Tagespreisen. Hauptgewinn, 15000 denticher per Ft. von M. 1.40 an Georg Schultheis, 1 à 15000 15000 גי 1 à 6000 6000 21 3 à 1000 3000 39 25 zus. 4500 4500 400 zus. 5000 - 2060 zusammen 5000 7500 Baar ohne Abzug auszahlbar. Loos M. 11 L. 10 M. P. u. L. 25 Pf. 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Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. Hellische Vereinigung für Volkskunde. Dienstag, den 16. Dez. 1902, abends 8 Uhr 3weiter Mitgliederabend im oberen Saale des Cafè Cbet Vortrag des Herrn Lehrer Weyl( Wieseck): Sitten, Gebräuche und Aberglaube bei Geburt und Caufe auf dem Lande. Gäfte sind willkommer. Winter- Schube und Stiefel find in großer Answahl eingetroffen und empfehle Damen- Filz Pantoffet m Ledersohlen von MK.0.65 an. " " a gesteppt mit Absatz "" " 1.00 125 " EP Leder- Pantoffe! mit warm. Futter schwarz, braun, rot, von MF. 2.75 an. 2.75" 0.80 375 ,, Filz- Stiefel m. Besatz u. Absay.. " Herren- Pantoffel " " " P " Halbschuhe " " " " Schnürstiefel 4.50 " " " Schnürstiefel Box Calf 8.00 " " " " Arbeitsschuhe 4.50" Große Auswahl in allen Sorten Tanz- u. Gesellschaftsschuhen. Marktstr. 9. L. SÜSS Wettergasse. Süss 9, Alleinverkauf der berühmten Herz"-Subwaren. Frachtschlitten, noch neu, für Einspänner passend, zu verkaufen. 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