Nr. 240. Avonnement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheifische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 15. Oktober 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jufectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdrucker i, vorm. Wilh. Keller'ſche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 3554 KIB Friedrich Ludwig Jahu. Ein deutscher Mann. Ein Lorbeerblatt für den Turnvater Jahn.= Am 15. Oktober 1852, vor genau fünfzig Jahren also, perstarb in Freiburg an der Unstrut der Schöpfer der deutschen Turnkunst, der Turnvater Jahn. Schon die historische Bezeichnung, unter der sein Name fortlebt im Anbenten des Volkes, kennzeichnet sein inniges persönliches Verhältnis zu den Jüngern der Turnerei. Man würde wirklich dem Wesen seiner Persönlichkeit nicht gerecht werben, wenn man ihn bloß als den Förderer rein förperlicher Uebungen würdigen und nicht auch der Veredelung seiner Kunst durch die Pflege echter Vaterlandsliebe gedenken wollte. Niemand anders als Jahn war es, der mit seinen Büngern Eiselen und Friesen den Geist opferwilligen Waterlandssinnes in Deutschlands schwerster Zeit in alle Schichten der Bevölkerung trug. Als junger Student hatte er bei dem Kriegsausbruch im Jahre 1806 den Studien den Rücken gefehrt und war zu den Waffen geeilt, aber er fonnte seinem Vaterlande nicht mehr seine Dienste weihen, weil der Krieg bereits durch die Schlachten bei Jena und Auerstädt entschieden war, als er sich bei den MilitärLommandos meldete. Da er sich unter der Franzosenherrschaft durch seine Agitationen mißliebig gemacht hatte, so mußte er sich der Aufmerksamkeit der neuen Behörden entziehen. Er floh nach Lübeck, und erst, als über seine Tätigkeit Gras gewachsen war, tam er im Jahre 1809 nach Berlin, wo er eine Lehrerstelle in dem bekannten Plamannschen Erziehungsinstitut erhielt, dem bekanntlich auch der heimgegangene Fürst Bismarck als Schüler angehört hat. Als Predigerssohn am 11. August 1778 in Lanz in der Prigniß geboren, war Friedrich Ludwig Jahn ursprünglich zum Studium der Theologie bestimmt; er widmete sich aber doch alsbald sprachlichen Studien. Frühzeitig lenkte ihn sein Interesse dann auf das Gebiet der Politik, an der ihn vor allem die Volkserziehung interessierte. Auf zwei Gesichtspunkten baute er in jenen schlimmen Tagen seinen Plan der Volksverjüngung auf: der Stählung des Körpers durch Leibesübungen und der Erweckung des Nationalbewußtseins. In der jungen, heranreifenden Generation erblickte er die Träger von Deutschlands Befreiung, und so begann er seine Turnerei nicht in den Kreisen der Erwachsenen einzuführen, sondern bei den Knaben, mit denen er in der Hasenheide, dem ersten Turnplay in Deutschland, seine Leibesübungen vornahm. Sein patriarchalisches Verhältnis zu seinen Böglingen machte ihn zum Propheten der neuen Zeit. In den Kinderherzen pflegte er unter den Augen des französischen Gouvernements zu Berlin den Haß gegen die Fremdherrschaft, und als die Zeit reif war zur Volkserhebung, da waren die Knaben zu Jünglingen herangewachsen: Ein großer Teil seiner 3öglinge folgte jetzt seinem Ruf zu den Waffen; er selbst diente als Leutnant im Lüßowschen Freikorps. Nach Beendigung des Krieges erhielt er eine Staatsanstellung, und nun erst begann er, mit aller Energie die Liebe zur Turnerei im ganzen Volke zu verbreiten. Selbst der Name stammt von ihm; er entlehnte ihn dem alten Worte ,, Turnier", das er für eine deutsche Sprachform hielt. Sein Einfluß auf seine Zeit war durch die Turnerei so mächtig, daß es ihm im Jahre 1848 gelang, gerade die turnerischen Kreise für das Hohe Ziel der deutschen Einigkeit zu gewinnen. Es ist darum auch wohlverdient, wenn man ihn als einen Typus des deutschen Nationalbewußtseins ansieht. Als solcher gilt er den Deutschen in Desterreich, die ihm dieser Tage in Graz ein Denkmal gesetzt haben, auf daß es ihnen ein Wahrzeichen der Zugehörigkeit zu den Brüdern im Meiche sei. Deutscher Reichstag. Wiederaufnahme der Verhandlungen. Berlin, 14. Oktober. Der Reichstag trat heute zu seiner ersten Sizung nach der Sommervertagung zusammen. Obgleich neue Petitionen auf der Tagesordnung standen, zeigte das Haus von vornherein eine leidlich gute Besetzung. Die Rechte wies mehr Lücken auf, als die Linke, doch waren die Koryphäen aller Parteien ziemlich gleich stark vertreten. Im Vordergrund des Interesses stand, bevor noch die Sizung eröffnet worden war, die Art, wie der Seniorenkonvent- der Rat der Alten sich über die Geschäftsverteilung für die nächste Zeit schlüssig gemacht hatte. Vor der Fleischteuerungs- Interpellation soll die Arbeitslosen- Interpellation der Sozialdemokraten aus dem vorigen Arbeits- Abschnitt der Session zu Ende beraten werden. Zum Zolltarif machte sich der Seniorenkonvent dahin schlüssig, zunächst den Paragr. 1 des Zolltarifgesezes, dann den Zolltarif selbst und demnächst den Schluß des Zolltarifgesezes selbst zur Beratung gelangen zu lassen. Der Präsident des Hauses Graf Ballestrem erschien pünktlich an seinem Plaze. Inzwischen waren auch auf der Bundesratsestrade zahlreiche Vertreter der verbündeten Regierungen sichtbar geworden, es gab ein Begrüßen und Händeschütteln ohne Unterlaẞ. Graf Ballestrem richtete auch seinerseits den üblichen herzlichen Gruß an die Erschienenen. Er gab dann Anlaß, dem inzwischen verstorbenen Mitglied зи des Hauses, Kauffmann, die üblichen Ehren teil werden zu lassen. Er machte Mitteilung von der durch das Präsidium des Reichstags bewirkten Ehrung der Manen des verstorbenen Königs von Sachsen, den er mit Recht einen Heldenkönig nannte; der französische Botschafter hat für die Anteilnahme an dem Unglück von Martinique seine Erkenntlichkeit zum Ausdruck gebracht, an dem Sarge des verstorbenen Oberpräsidenten von Westpreußen v. Goßler, des einstmaligen Präsidenten des Reichstags, ist ein Kranz niedergelegt worden. Die Erledigung der geschäftlichen Mitteilungen nahm eine Auf der Tagesordganze Viertelstunde in Anspruch nung stand zunächst ein alter Bekannter, eine Petition wegen Erlasses eines einheitlichen Vereins- und Versammlungsrechts. Referent war das Mitglied der freisinnigen Volkspartei Müller- Meiningen. Er ist einer der bekanntesten und beredtesten Vertreter moderner Auffassung auf diesem Gebiete. Von Seiten der Nationalliberalen trat ihm im wesentlichen bei Abg. Bassermann, der es für nötig hält, daß Deutschland in der Regelung dieser Angelegenheit dem Auslande folge. Es sei beispielsweise keineswegs zeitgemäß, wenn die Frauen nicht in Versammlungen über ihre Berufsinteressen mitsprechen dürften. Vom Centrum sprach Abg. Trimborn, welcher hervorhob, daß be= sonders das Königreich Sachsen auf diesem Gebiete außer- Der Abg. Rickert trat für ordentlich rückständig sei. eine vollständige Gleichberechtigung der Frauen ein und gab dadurch für den Abg. Bebel das Stichwort zu einer langen Wahlrede aus. Besonderes Interesse erweckten seine Betrachtungen über die Folgen, welche die Verleihung des Stimmrechts an die Frauen haben würden. Wie weit eine Gleichstellung der Frauen und Männer eintreten möchte, darüber gingen die Meinungen überhaupt auseinander. Im Namen der verbündeten Regierungen gab zunächst der Vertreter der sächsischen Regierung, Ministerialdirektor Fischer, dem der weimarische Gesandte Paulssen sekundierte, eine Erklärung ab, aus der hervorgeht, daß sich in der Frauenfrage der Standpunkt der verbündeten Regierungen nicht geändert hat. Die tühle Diplomatensprache stach scharf ab von der heißblütigen Redemeise des Verfassers der Frau", des Abg. Bebel. Um 534 Uhr vertagte sich das Haus. Auf der Tagesordnung der morgigen Sigung steht die Fortsetzung der Arbeitslosen- Interpellation, die noch ein Rest aas dem letzten Sessionsabschnitte ist. Vor Schluß der Sigung teilte der Präsident noch mit, daß die Fleischteuerungs- Interpellation der Freisinnigen eingegangen ist. Die Politik. Ein Stimmungsumschwung. Bei dem Kaiser, der augenblicklich auf seinem Tuskulum zu Cadinen weilt, ist der deutsche Botschafter in London, Graf Wolff- Metternich erschienen: zunächst um die Instruktionen des Monarchen für die nächste Englandreise zu empfangen, sodann dürfte er ihn aber auch über den Eindruck der durch die Burengenerale so stark verfahrenen Audienzfrage unterrichtet haben. Die Stimmung in England ist außerordentlich erbittert, namentlich weil General Botha in Paris politische Anspielungen nicht ganz vermieden hat. Wäre ähnliches bei uns geschehen, so würde jedenfalls, weil ohnehin troß der auten höfifchen und hinin. matischen Beziehungen unsere englischen Vettern nicht gut auf uns zu sprechen sind, ein sehr unerquickliches Verhältnis auch in unserem diplomatischen Verkehr mit England geschaffen werden. Das hat doch den Burenfreunden die Augen darüber geöffnet, wie gut und wie notwendig es war, daß in dieser Frage streng auf Innehaltung der Formalien geachtet wurde. Die Sprachenverordunny in Oesterreich. Der österreichische Ministerpräsident v. Körber hat dent Parlamente eine Vorlage über die Sprachenfrage in Böhmen und Mähren zugehen lassen, wonach angeordnet wird, daß die deutsche Sprache Militärdienstsprache ist, ferner ist nur die deutsche Sprache anzuwenden im Berkehr mit den Behörden außerhalb dieser Kronländer und mit den oberen Instanzen. Im übrigen werden die beiden Länder in deutsch- oder böhmisch- und in gemischtsprachige Gebiete eingeteilt. Gemischtsprachig ist das Gebiet, wenn mehr als 20 Prozent der Bevölkerung anderer Nationalität sind, als die Volksmehrheit. Die Burengenerale in Paris. Der Empfang der Burengenerale in Paris war ge radezu stürmisch. Im Laufe des Montag hatten die Gäste eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Combes, die aber nur wenige Minuten dauerte, und mit dem Minister des Auswärtigen Delcassé, der jeßt in der amtlichen Presse mit großer Geflissentlichkeit den privaten Charakter dieser Besprechung betonen läßt. Abends fand ein Bankett im Restaurant Marguery statt, das überaus stark besucht war. Auf der Fahrt dorthin wurden die Generale lebhaft begrüßt. Dewet hielt eine Ansprache, in der er die Versicherung abgab, daß er nicht mehr zur Büchse greifen werde, nachdem er den Friedensvertrag unterzeichnet habe; er gedachte auch der Verdienste des französischen Mitstreiters Grafen Villebois- Mareuil. Delarey dankte dem französischen Volke, insbesondere dem Damen- Hilfskomitee für ihre große Opferwilligkeit und betonte, daß die Buren ihre Blutsberwandtschaft mit Frankreich nicht vergessen werden. Den Buren wurde am Schluß der Festlichkeit eine silberne Plakette überreicht, welche auf der einen Seite das Bild Krügers, auf der anderen eine allegorische Darstellung der beiden Republiken zeigt. Der französische Ausstand. Nach den neuesten Nachrichten, die aus Frankreich fommen, scheint die Ausstandsbewegung wieder im Wach sen zu sein, weil es den Agitationen der Ausständischen gelungen ist, die Arbeitswilligkeit des gelben Syndikats" zu erschüttern. Wenigstens wird zu dem Ausstand der Bergleute in Valenciennes berichtet, daß die sogenannten roten und gelben Syndikate neuerdings in völligem Einverständnis miteinander sind und daß der Ausstand in den Departements Nord und Pas de Calais ein vollständiger ist. In der Umgebung von Denain tam es zwischen etwa tausend Ausständigen, die zu einem Schacht, in welchem angeblich noch arbeitet wurde, marschieren wollten und berittenen Gendarmen zu einem Zusammenstoß. Mehrere Arbeiter wurden leicht verlegt. geAn manchen Plätzen haben sich, wie z. B. in St. Etienne, die Sezer mit den Grubenarbeitern solidarisch erklärt und den allgemeinen Ausstand beschlossen. Inzwischen ist in Rouanne auch noch ein Weberausstand ausgebrochen, allerdings durch Verschulden der Arbeitgeber. Diese verlangten nämlich, daß die Arbeiter auch am Sonnabend nachmittag für sie arbeiten. Die Arbeiter weigerten sich jedoch, worauf die Arbeitgeber beschlossen, zwei Prozent ihrer Arbeiter zu entlassen. Die Arbeiter, an Zahl 12 000 Mann, erklärten sich mit den Entlassenen solidarisch und verlangten Wiedereinstellung, andernfalls wollen sie in den Ausstand treten. Die nationalistischen Abgeordneten haben im Hinblick auf die Gefährlichkeit der Lage die Einbringung eines Initiativantrags über den Gebrauch der Waffen in Aussicht genommen. Von der Raketenkifte im Orient. Noch immer liegen keine bestimmten Nachrichten über die Zustände im Orient vor. Während das macedonische Komitee in Bulgarien betont, daß die Aufständischen sich eine feste Stellung auf dem linken Struma- Ufer geschaffen haben, äußerte der Vorsitzende der Aufstandsbe wegung, Sarafow, es handle sich nur um unorganisierte Vorstöße einzelner Banden. Der zum zweiten Male entflohene bulgarische General Zontschew, ebenfalls macedonischer Revolutionär, betont in einem Briefe, den die Wiener Zeit" veröffentlicht, die bulgarische Regierung möge die Tatsachen verdrehen; Tatsache sei, daß der macedonische Sklave mit den Waffen in der Hand sein Dasein bekundet. Das Ende des Dramas werde die vollständige Vernichtung der Christen in Macedonien sein; aus den Gebeinen dieser Opfer werde einst ein Rächer entstehen. Ein erster Erfolg der amerikanischen Kohlenarbeiter. Das Ziel des Präsidenten Roosevelt, der den amecikanischen Bergarbeiterstreit durch eine Art Schiedsgericht aus der Welt schaffen wollte, ist, soweit die Arbeiteines Briefes, in welchem Gustav Marholm ihr von einem mährend der Zeit, in welcher die Doktor Christianson gekauft hatte? Sie erinnerte sich Nationalmuseum Aufstellung nicht gleich erfaffen konnte. Was war das mit einer Büſte, Werte geschrieben, das im finden und Zeugnis für die große Liebe ablegen werde, pie er für sie empfin er ihr min fie auf und reizte sie. Augenblick Zeit für mich? Ich ein Anliegen hatte, und die sichtliche Scheu derselben regte ,, Freda, ich möchte dich fragen mit dir über etwas lich leicht zusammen. Sie erkannte sofort, daß die Schweſter hast du nicht einen sprechen." un ca nicht hi ufgeschoben werden?" stän= den, die gern beeiden würden, daß es Oberst zu kommen pflegte, auch fönnte ich mich auf niele Bürger Spaziergang zu machen, auf dem er an der Bant vorbei ständige Gewohnheit jei, allabendlich nach dem Essen einen würde, obschon mir viele Personen zur VerSoventrys tringen, daß ich nur einen einzigen Zeugen porbringen erhob ich mich, um zur Kenntnis des Gerichtshofes zu men, die mi Rasch sprang Herr Brand auf: Denn vor ihm stand, den Revolver in der hatte. ich doch! Im sächlich den Revolver in der linken Hand." tehrt, und der Mann erscheinen ja die Gestalten ber mill es nicht versuchen die Scene zu schildern, die den ich in der Bank sah, hielt thathaltend, Oberst Coventry, der seine Maste abgeen and ,, Jezt sehe ich endlich klar," rief er. Wie dumm war geber in Betracht kommen, nunmehr erreicht. Nach mehceren, zum Teil vergeblichen Verhandlungen, die im Auftrage des Präsidenten der Kriegsminister Root mit dem Führer der Truste, Herrn Morgan, gepflogen hat, sind Die Kohlengrubenbesizer darauf eingegangen, daß ein Ausschuß eingesetzt wird, der die Sachlage prüft und dessen Entscheidung für mindestens 3 Jahre beide Teile binden soll. Die Kommission soll aus einem Inaenieuroffizier des Landesheeres oder der Marine bestehen, ferner einem sachverständigen Bergingenieur, einem Richter, einem hervorragenden Soziologen und einem Manne, welcher hinreichend vertraut ist mit der Kohlengewinnung und dem Kohlenabsaz. Roosevelts Sekretär Cortelyou gibt eine Erflärung des Präsidenten der Kohlenbahnen bekannt, welche zuerst dem Präsidenten Roosevelt unterbreitet wurde. Präsident Roosevelt ist bereits um Einsetzung eines solchen Ausschusses angegangen worden. Indes machen die Grubenbefizer die Bedingung, daß die Arbeiter sofort nach Einsetzung des Ausschusses die Arbeit wieder aufnehmen und diejenigen Arbeiter, die nicht Gewerkschaftsmitglieder sind, nicht weiter behelligen. Das ist ein erster Erfolg der amerikanischen Arbeiter. Kurze politische Nachrichten. * Kaiser Wilhelm hat dem österreichischen Landesverteidigungsminister Grafen Welsersheimb Glückwünsche zu dessen fünfzigjährigem Militärdienstjubiläum ausgesprochen. * Der Bundesrat hat, ohne einen Beschluß zu fassen, sich in seinen Besprechungen dahin entschieden, daß bei der Zolltarifberatung an der Regierungsvorlage festzuhalten sei. * Zum Nachfolger des zum Oberpräsidenten von Hannover ernannten Dr. Wenzel wurde der Breslauer OberPräsidialrat Hengstenberg als Regierungspräsident nach Wiesbaden berufen. * Fürst Herbert Bismarck wird in seinem Wahlfreise Jerichow I und II auch für die kommende Reichstagsperiode kandidieren. * Die erkrankten Reichstagsabgg. v. Levezow und Rintelen befinden sich auf dem Wege der Besserung. * Geheimrat Köpfe, vortragender Rat im Kultusministerium ist zur Prüfung der Kais. Prinzen in Plön eingetroffen. * Der norwegische Admiral Boerresen machte in Christiania mit einem neuen lenkbaren Torpedo Versuche, die sehr glücklich verliefen. Der deutsche und der britische Marine- Attaché wohnten ihnen bei. * Die englische Regierung wird demnächst einen Gesetzentwurf betreffend Aufnahme einer Transvaalanleihe in Höhe von 600 Millionen Mark vorlegen. * Die rumänischen Manöver, an denen der Erbprinz von Meiningen, Schwager des Deutschen Kaisers, teilnahm, sind beendet. * Die serbische Politik schwenkt wegen der Absage, die das russische Kaiserpaar dem König Alexander auf seine Besuchsankündigung zu teil werden ließ, nach der russenfeindlichen Seite um; aus diesem Anlaß steht ein Kabinetswechsel bevor. * In Venezuela finden augenblicklich sehr lebhafte Gefechte zwischen den Regierungstruppen und den Aufständischen statt. Giessener Cagesneuigkeiten. aus der seitherigen Bürgerschule hervorgegangen, sie war bicht befept ** Lauterbach. Am Montag ist unser neues Neal Garnison, bie D schulgebäude eingeweiht worden. Unsere Realschule ist Schüler und Leb Synode Eberstadt für den Rest der laufenden Wahlperiode besitzt zwar noch nicht alle Klassen, wird sich jedoch mit Bersammlung in vollzogene Wahl des evangelischen Pfarrers Theodor den Jahren zu einer Vollanstalt ergänzen. Auch eine besichtigen. Stamm zu Stockstadt zum Defan des Dekanats höhere Töchterschule haben wir nunmehr. Unser Städtchen Eberstadt bestätigt. * Petroleum-, Kohlen- und Eisenkonzessionen, die sich über 16 Bezirke von Szetschwan erstrecken, sind von der chinesischen Regierung einzelnen französischen und englischen Gesellschaften erteilt worden. obrisogollo. Vermischtes. PA Schwere Zusammenstöße ereigneten sich auf der Straßenbahnlinie von Paris nach Bagnolet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Einmal stießen zwei Wagen in denen sich zumeist Straßenbahnangestellte befanden, zusammen. 35 Personen wurden verletzt. Sodann kamen bei einem zweiten Zusammenstoß ebenfalls eine größere Anzahl Personen zu Schaden. Bei der russischen Station Karatschew stieß nachts ein Güterzug mit einer Lokomotive zusammen. Mehrere Wagen wurden zertrümmert und fünf Personen getödtet. 113) 1951) 3] Dr. Rumseys Patient. Noman von Dr. Halifax und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. We ßner. ( Nachbrne verboten.) Gun Ja, Hetty. Ich versprach zu kommen, und da bin ich. Der Abend ist herrlich, wollen wir ein Stüd am Wasser entlang gehen?" d ** ** Bad Na meifter Wörn hat sich überhaupt in den letzten Jahren sehr empor- meiften Vereine R. Am legten Samstag unternahm eine geschwungen und befigt unter anderem eine Badeanstalt, Bad Nauheims große Anzahl hiesiger Richter, Assessoren und Accessisten 26- einen Ausflug nach Marburg, um mit den erwidert werden. ein Schlachthaus und elektrische Beleuchtung. die Kanarien dortigen Kollegen einige frohe Stunden zu verleben. trat dieser Tage in den wohlverdienten Ruhestand. Er gerichtet werde In nächster Zeit wird dieser Besuch von den Marburgern ist einer der ältesten Geistlichen Hessens und steht nahe danach legten der 80er. Es war ihm vergönnt, vor einiger Zeit sein Grabe nieder 50jähriges Dienstjubiläum zu feiern. Auch ist er Ehrendoktor der evang. theologischen Fakultät der Universität Gießen. Lange Jahre war er Dekan des Dekanats Lauterbach und Mitglied der Kreisschulfommission. Er zieht nach Gießen. Hetty war im Begriff, nein zu sagen, als sie plößlich die Augen erhob und bemerkte, daß der junge Baron in einiger Entfernung im Schatten einer mächtigen Ulme stehen geblieben war. Wie ein Bliz durchzuckte eine Idee ihre eitle Seele. Sie wollte an dem Schloßherrn vorübergehen und so thun, als fähe sie ihn nicht. Franzius würde dicht an ihrer Seite sein und in des Barons Gegenwart von seiner Liebe sprechen. Das schöne Gesicht ihrem Verehrer zugewendet, warf sie ihm einen strahlenden, ermunternden Blick zu. Ja, tommen Sie, es ist wunderschön am Waffer." Darf ich um die Blumen bitten, die Sie heute nachmittag für mich pflückten?" fragte Franzins. O, damit hat es noch Zeit." ** Bei der am letzten Freitag stattgefundenen Versammlung der Spar- und Leihkasse Gießen wurde definitiv beschlossen, daß vom 1. Januar 1903 ab der Binsfuß für Einlagen von 3/4% auf 32% herabgesett wird, nachdem auf eine diesbezügliche Bekanntmachung feinerlei Kündigung von Kapitalien erfolgt war. Für entliehene Ropitalien war 44% Binsen beantragt, sie wurden auf 48% festges Bt. Der junge Mann legte seine Hand auf des Mädchens Arm. Hören Sie mich an, Hetty", sprach er mit vor Leidenschaft bebender Stimme. Mir ist noch nie im Leben so ernst zu Mute gewesen, wie in dieser Stunde. Ich liebe Sie mit der ganzen Kraft meiner Seele und begehre Sie zu meinem Weibe. Ich liebe Sie wahnsinnig, Setty! Ich bin sehr reich. Sie sagten mir heute früh, daß Sie mich lieben. Sagen Sie es noch einmal, Hetty, daß Sie mich mehr als irgend einen anderen Menschen auf der Welt lieben." ** ** Mit dem heutigen Tage endigt die Hegezeit für weibliches Rehwild; zugleich beginnt die Winterschonzeit für Fische. Der Landwirtschaftliche Verein für Oberhessen hält am 25. Oftober seine diesjährige Hauptversammlung hier in Gießen ab. Herr Dr. Albert, Professor an der Landesuniversität wird auf derselben über: ,, Welche Gesichtspunkte sind bei Auswahl des Saatgutes in Oberheffen zu befolgen?" sprechen. Hetty zögerte und schlug die dunklen Augen zu ihm auf, die gleichzeitig unter den Wimpern hervor nach der Seite lugten: Der Baron befand sich in Hörweite. Telfe. „ Ich glaube, ich liebe Sie ein wenig", flüsterte ste ganz So geben Sie mir einen Kuß einen einzigen". bat er flehentlich. Sie ging weiter, Franzius folgte ihr. „ Geben Sie mir einen Kuß, Hetty", wiederholte er. Bicht heute", gab sie taum hörbar zurüd, ** Auf der evangelischen Landessynode, die am Dienstag, den 28. Oftbr. in Darmstadt zusammentritt, stehen zur Beratung u. a.: Das neue Kirchenbuch, wie es von Professor Dr. KöstlinGießen entworfen und von der Kommission beraten wurde; ferner liegt die vielfach erwähnte Gehaltsfrage der Organisten zur Beschlußfassung vor. ** Die selbständige Ausübung des Hufbeschlags ist nach erfolgter Prüfung folgenden Schmiedemeistern zugestanden worden: Johannes Braun in Butzbach, Wilhelm Fuchs in Langgöns, Adam Heger in Azbach und Konrad Klaus in Unter- Schmitten. ** Stellung der Obstbaumtechniker. Im Laufe der nächsten Tage findet in Mainz eine Konferenz der Vertreter der Kreisämter von Mainz, Worms und Bingen statt, welcher auch eine große Anzahl Mitglieder des landwirtschaftlichen Provinzialvereins bei wohnen. Wie der ,, M. A.“ vernimmt, handelt es sich bei dieser Konferenz um die Stellung der Obstbautechniker, die in einer anderen Weise geregelt werden soll. Außerdem soll auch noch eine Beratung über die zu bildende Landwirtschaftskammer stattfinden. ** Kaufmann oder Hausierer? Die höchsten Gerichtshöfe hatten übereinstimmend anerkannt, daß auf Handlungsagenten, die außerhalb ihres Wohnortes im Auftrage anderer Kaufleute Warenbestellungen aufsuchen, die§§ 44 und 44a der Gewerbeordnung feine Anwendung finden und daß solche Personen den Vorschriften über den Gewerbebetrieb im Umberziehen unterliegen. Nachdem diese Entscheidungen ergangen sind, hat der preußische Handelsminister auf Beschwerden hiergegen eine ablehnende Antwort erteilen müssen, jedoch zugesagt, bei der ersten Gelegenheit auf eine Abänderung des§ 44 der Gewerbeordnung hinzuwirken. Aus Hessen und Nachbargebieten. * ** Lollar. Heute Morgen zwischen 6 und 7 Uhr entsprang auf der Strecke Gießen- Marburg ein 42jähriger Zuchthaussträfling, welcher von einem preußischen Gendarmen nach Marburg transportiert wurde, bei der Station Friedelhausen aus dem Zug. Durch den von anderer Seite kommenden Zuge wurde der Flüchtling überfahren. Und doch, Sie müssen - ich bestehe darauf!" Nein, Herr Franzius!" rief fie abwehrend mit lauter Stimme, daß es faft wie ein Hilferuf Klang. Er achtete nicht darauf. Singeriffen von seiner leidenschaftlichen Liebe für das schöne Mädchen unschlang er sie plößlich mit den Armen und preßte seine Lippen in heißen Küssen auf ihren Mund. „ Halt, Herr! Was unterstehen Sie sich?" tönte es plötzlich in scharfem Tone vom anderen Üfer zu ihm herüber. Was geht das Sie an?" gab Franzius schroff zurück, indem er Hetty losließ und erstaunt einen Schritt zur Seite trat, während fein ehrliches Gesicht sich dunkelrot färbte. Der junge Baron war inzwischen an Hettys Seite geeilt. Fräulein Armitage steht unter meinem Schuß, bedenken Sie das!" sagte er scharf. Welches Recht haben Sie, in dieser Weise gegen ein wehrlofes Mädchen vorzugehen? Kommen Sie, Hetty, ich bringe Sie nach Hause." Hettys Augen tanzten förmlich vor Entzücken. Franzius fühlte sich int ersten Augenblick wie betäubt, sodaß er nicht gleich ein Wort der Erwiderung fand. ** In der Wohl find fie b Stimmen berfon m.hr: die Kana Schule gehen, die Menschentind wenn ein har schön schlug, hi furt, in die St ** Schlitz. Für die bevorstehende Landtags= wahl ist von Wählern verschiedener Parteirichtungen aus Schlitz und den Landgemeinden der seitherige Ab- richtigen Triller geordnete für den Wahlkreis Lauterbach- Schlitz, Herr Bürgermeister 3inßer in Schlitz, wieder in Vorschlag gebracht worden. Herr Zinßer, welcher den Wahlkreis ſeit 1887 vertreten hat, erklärte sich bereit, eine Wieder wahl anzunehmen. Von einer Gegenkandidatur ist hier nichts bekannt. " Kommen Sie, Hetty", wiederholte Audrey mit mühsam beherrschter Ruhe.„ Sie sollten um diese Zeit eigentlich zu Hause sein." " Sie werden mir für Ihr Benehmen Genugthuung geben, wer Sie" auch sein mögen", sagte Franzius ießt, dessen Antlig mit einer fahlen Blässe bedeckt war. züchter des Ma Befangstu Frankfurt- Hang A. König in 2 ** Echzell. Baron v. Harnier hier hat sein in Unterricht ist i Ulfa bei Nidda liegendes Gut, das etwa 150 Morgen hält, an den Händler Leopold Weinberg von Treysa bei Kassel verkauft. Letzterer hat es in der Absicht erworben, das Gut zu parzelliren und in kleinen Abteilungen an die Einwohner Ulfas zu verkaufen. " Mein Name ist Robert von Audrey. Ich werde Ihnen Genugthuung geben, und zwar in einer Welse, die Ihnen nicht gerade angenehm sein dürfte sofern Sie das Fräulein nicht sofort in Ruhe lassen!" ** Griedel. Einen Beweis, daß die Pferdezucht bei rationellem Betrieb und dem Verständnis für diese Zucht immer noch eine rentable ist, bietet uns der Verfauf eines Belgier- Pferdes( Fuchs), seitens des Herrn Kunstmühlenbesizers Christ dahier, als Gestütshengst an das Landesgestüt in Darmstadt. Trotzdem das prachtvolle Tier erst 3 Jahre ist, erhielt Herr Christ den Betrag von 3000 Mt. dafür. " Bum Kudud mit Ihrer Einmischung!" rief Franzius heftig. " Ich brauche mich meiner Handlungen nicht zu schämen! Was ich thue, verantworte ich auch! Ich werde Fräulein Armitage Heiraten!" " Ist das wahr, Hetty?" wandte sich der Baron erstaunten Blickes an das junge Mädchen. Nein fein Wort ist wahr!" antwortete diefes, die großen Augen voll auf den heimlich Geliebten heftend. Ich will mit fenem Herrn nichts zu thun haben- er fall mich nicht füssen! Er hat durchaus fein Recht auf mich!" Hier brach sie in lautes Schluchzen ans. Ich werde Sie nach Sause bringen!" sagte ber Baren. ** Butzbach, 13. Oftober. Dieser Tage bereisten Bahningenieure die Strecke Weglar- Albshausen, Solmsbachthal- Brandoberndorf Griedelbach Oberkleen Butzbach. lettet, die als fenner befannt der Unterricht a 3 Uhr im Hote wiinfchen aus bo Eidhershe teufel ein Opfer L Buzzbach, 14. Oft. Die Einweihung des neuen Realschulgebäudes fand heute von Vormittag 10 Uhr ab statt. Nach einer kurzen Ansprache seitens des Realschuldirektors Jäger nahm man vom alten Gebäude Abschied und der Festzug setzte sich nach dem Neubau in Bewegung. Hier angekommen, überreichte der Bauführer, Baurat Schnißel aus Friedberg mit kurzen Worten dem Bürgermeister Küchel den Schlüssel, dieser Geh. Oberschulrat Notnagel aus Darmstadt und letzterer an den Direktor Jäger, welcher den Wetheaft vollzog und das Gebäude seiner Bestimmung übergab. Das mit Kränzen und Guirlanden schön geschmückte Hauptthor trägt über dem Eingang das Wappen der Stadt Buzzbach. Von hier begab sich der Festzug in die danebenstehende 1898 erbaute städtische Turnhalle, woselbst die Schulfeier abgehalten wurde. Nach dem Gesang des Schülerchors:„ Mit dem Herrn fang alles an" und den von Oberlehrer Dr. R. Strecker gedichteten Festprolog begrüßte Direktor Jäger die Festgäste und leitete die Feier ein. Hieran schlossen sich Schülervorträge und Gesänge des Schülerchors. In der nun folgenden Festrede warf Direktor Jäger einen geschichtlichen Ruckblick auf die Gründung der Lateinschule ihre Entwicklung und spätere Umwandlung in die jeßige Realschule. Auch gab er der Hoffnung Ausdruck, daß die Anstalt sich nach Jahren in eine Ober- Realschule umwandeln möge. Es folgten noch einige Ansprachen und zum Schluß der gemeinsame Gesang des von Dr. R. Strecker gedichteten Weiheliedes:" Es schalle laut ein frohes Lied." Als Festgäste nahmen an der Feier teil: Geh. Oberschulrat NotnagelDarmstadt als Vertreter der obersten Schulbehörde, Kreisrat Fey- Friedberg, Major Buchholz als Vertreter der hiesigen 8 weites Kapitel. Das Geschlecht derer von Audrey war ein uraltes und reichte bis in die Zeit der Kreuzzüge zurücd. Es war eine stolze Sippe, deren hervorragende Charaktereigenschaften sich von Generation auf Generation vererbten, wie dies bei alten Adelsgeschlechtern oft der Fall zu sein pflegt. Auch ein düsteres Verhängnis schwebte über dem Hause der Audreys, das sich von Geschlecht zu Geschlecht wie ein unheilvoller Fluch forterbte. Wann dieser Fluch sein schreckliches Gorgonenhaupt zuerst erhob, niemand wußte es. Ju Volke hieß es, es sei eine Strafe des Himmels für die Geldgier eines der Ahnen, der vor mehr als hundertfünfzig Jahren gelebt und um des Geldes willen eine indische Millionärin in das Haus seiner Väter geführt hatte. Es floß kein gesundes Blut in ihren Adern, ihr Körper war obendrein mißgestaltet, und in ihrem Kopfe sollte es auch nicht richtig gewesen sein. Aber ihr Geldfad war unerschöpflich, und auf ihm lastete der unheimliche Fluch. Sie hinterließ jedem ihrer Kinder ein schreckliches Erbteil: das eine war bucklig, das andere stotterte, das dritte schielte, das vierte war blödsinnig. In ieder der folgenden Generationen hatte faft immer ein Glied des Andreyschen Hauses, männlich oder weiblich, bitter zu bereuen, daß dieser Fluch des Goldes auf dem alten Geschlecht lastete. Wie dem auch sein mochte: Thatsache aber war, daß das fürchterliche Verhängnis nur die männlichen Glieder des Hauses heimgesucht hatte, und zwar von jener Zeit an, als der indische Reichtum in die Familie gekommen war. Man fürchtete den Fluch mehr, als eine schreckliche Krankheit, mehr als Wahnsinn. Das Verhängnis bestand darin, daß das von ihm auserforene Opfer für gewisse Ereignisse in seinem Leben vollständig das Gedächtnis verlor und sich an keine einzige Begeben heit erinnern konnte, die mit ihnen im Zusammenhang stand. ** fing mit seiner Streit an. D Specht wollte herunter. Er alsbald den Geif ihren Grnährer ** Darmstad Spid( Rhein mobils des Fahrt von Kie Bring mußte dem Befizer de Automobil rep über Königswi ** Darmit Nationalliberalen Diese außerordentlich merkwürdige Phase zog nach und nach andere Empfindungseigenheiten nach sich. Das moralische Gefühl des Opfers nahm ebenso ab, wie die physische Kraft, eine allgemeine Erschlaffung von Körper und Geist stellte sich ein. Das arme Opfer dieses Berhängnisses hatte keine Ahnung von seinem bebauernswerten Zustand; in der Regel verfiel der Betroffene in unheilbaren Wahnsinn oder er starb vor dem dreißigsten Lebens fahre. Die berühmtesten Aerzte waren von den Andreys konsultiert worden, um dem unheimlichen Erbteil auf die Spur zu fommen, aber umsonst. Man begriff das lebel nicht, noch weniger war man im stande, es zu heilen. Dr. Buff wurd Langenbach und I Darmstad Prinzeffin Heir mit ihren bo zum Besuch Ankunft des im Laufe des Shoß fich in fe Bernhard. ** Darmi ** Großiheinen in eine Der einzige Sc Amt als Leiche Gräber. Vor daß durch den timmt wurde, des Schreiners fertigen folle. bejah die Leiche he Berstorbene wurde, weigerte et gab fogar d 20 Bt. herzuste beton, Leidtrag Schienen, und Es war jet tragt wurde, d Arbeit in Ange ftattfinden ton picl haben un Dienstmädde Stiefichweite reichen Me den Hals a Die Thater haftet. Orp kkkkkk 5 Bar TH Gr. Yor 5 möbl. 3 mieten. Freundl. mi fofort aber fpate Rothermel ** König. Um den für den Odenwald wichtigsten infer neues Steal Garnison, die Ortsgeistlichkeit, ferner waren viele ehemalige ere Realschule it Schüler und Lehrer der Anstalt erschienen. Die Turnhalle Zweig der Landwirtschaft, die Viehzucht, zu heben, wurde ird sich jedoch mit Versammlung in den Neubau, um denselben eingehend zu burg am Samstag eine Prämiierung von Rindvieh, borgegangen, fie war dicht besetzt. Nach beendigter Feier begab sich die Fest- von dem landwirtschaftlichen Provinzialverein für Starkenänzen. Auch eine . Unser Städtchen besichtigen. ** Bad Nauheim, 13. Of. Unter Beteiligung der Biegen und Schweinen hierselbst vorgenommen. König erschien dazu im Festschmuck, dazu herrschte ein Wetter, wie es schöner nicht zu wünschen war. Da man seit Jahren noch vorhandenen Material zu beschaffen, so war die eine Badeanstalt, Bad- Nauheims wurde heute Nachmittag 4 Uhr Bürger- bemüht ist, den früheren Odenwälder Viehschlag aus dem chtung. meister Wörner beerdigt. Herr Pfarrer Bogel hatte, ging er auch hier ans Werk. Geraden Weges, immer nur auf das Wohl des Ganzen bedacht, schritt er vorwärts. ** Weylar, 12. Oft. Was von einem Lehrer alles verlangt wird, zeigt ein Zettel, den heute Morgen ein Lehrer der hiesigen Volksschule erhielt. Derselbe lautet wörtlich: geörder herrlörer X. Ich bitt sie wören sie nicht mahl so Freindlich und Töte sie mir nicht helfen mit einer Marke ich wer ihn fül takbar dafür. Bitte D. Thomas Stod hielt nach dem Terte:" Richtet nicht, auf daß Ihr nicht Brämiierung auf Braunvieh beschränkt und auch nur solches wollen fie so gut sein sie tonen es auch dem Kinde = und steht nahe danach legten die Vorstände der Vereine Kränze am getrieben. Eigentlich geringwertiges Vieh, wie man dasselbe Ruhestand. Er gerichtet werdet", eine ergreifende Leichenrede und vorgeführt. An Rindvieh waren im ganzen 135 Stück aufiniger Zeit sein Grabe nieder. ach ist er Ehren** In der„ Kl. Pr." ist zu lesen: Nun werden gar = der Universität die Kanarienvögel akademisch gebildet!" n des Defanats Wohl sind sie von der Mutter Natur mit hellen, frischen dem hessischen Landespferdezucht- Vereine ge tommission. Gr De Landtags: Stimmen versorgt, aber dem Menschen genügt das nicht m.hr: die Kanarienvögel müssen noch einmal in die Schule gehen, ins" Vogel- Konservatorium", um, wie ab und zu noch auf Ausstellungen sieht, war nicht vorhanden. ** Dieburg. Auf der in hiesiger Gemarkung gelegenen, hörigen Fohlen weide fand am 11. d. Mts. der Abtrieb der Fohlen statt und wurde damit die diesjährige Sommerweide geschlossen. Es wurden im ganzen zirka 40 Fohlen waren die Herren Landstallmeister v. Willich und Rittmeister v. Nägele aus Darmstadt anwesend. Der Auftrieb 1. November stattfinden, da infolge Auftretens der Viehseuche, der leider mehrere Tiere zum Opfer fielen, zuvor eine gründder feitherige Ab: richtigen Triller und Läufer herauszubekommen. Und Barteirichtungen die Menschenkinder, die technisch- musikalisch- kontrapunktisch abgetrieben. Vom Vorstand des Landespferdezucht- Vereins wenn ein„ Harzer Roller" in seiner Heimat noch so Ceder in Borschlag schön schlug, hilft ihm alles nicht, er muß nach Frank- zur Winterweide kann heuer nicht sofort, sondern erst am er den Wahlkreis furt, in die Stadt der neuen Hochschulen. Die Kanarienereit, eine Wieder züchter des Main- Rheingau- Verbandes veranstalten nämandidatur ist hier lich, wie sie mitteilen, auch in diesem Winter einen liche Desinfektion der Stallungen unter behördlicher Leitung Sier hat sein in berg 150 Morgen von Trebja in der Absicht er in fleinen Ab berkaufen. Der Gesangskursus für Kanarienvögel. Unterricht ist in die Abteilungen Mainz- Wiesbaden und Frankfurt- Hanau eingeteilt und wird durch die Lehrer vorgenommen werden muß. ** Worms, 13. Oft. An einem Neubau in der sie mir antwort auf diesen Bettel redur wie oder wan also bitte. Hochschulnachrichten. Die 400jähr. Jubelfeier der Universität HalleWittenberg mit der Einweihung des neuen Auditoriumgebäudes ist auf den ersten November festgesetzt worden. Stultusminister Studt und Ministerialdirektor Dr. Althoff werden an dem Festzuge von der Aula nach dem neuen Auditoriumsgebäude teilnehmen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeits nachweis hat die Aufgabe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. gegen Nähe der Nibelungenſchule stürzte heute mittag gegen 3 Uhr eine Fundamentsmauer ein und begrub bier Erdarbeiter. Es gelang, fie alsbald herauszuschaffen, zwei derselben sind schwer, zwei leicht verletzt. Nach zwiſchen seinen Berlegungen erlegen. der" Worms. 3tg." ist einer der Verunglückten in 3 bis 6 geöffnet. Wir A. König in Mainz und J. Zehrung in Frankfurt geleitet, die als tüchtige Preisrichter und gute Gesangsfenner befannt find. Für Frankfurt und Hanau begann Die Pferdezucht bei 3 Uhr, im Hotel„ Bum stönig von England". der Unterricht am Sonntag, 5. Oktober, Nachmittags indnis für diese ietet uns der Ver itens des Herrn als Gestütshengst Troßdem das hielt Herr Christ Tage bereisten hausen, Solms erkleen- Butzbach weihung des heute von Vor Ansprache feiten hm man vom alten ich nach dem Neu berreichte der Bau edberg mit furzen el den Schlüffel el aus Darmstadt elcher den Betheat ung übergab. Dal chmückte Hauptthor Der Stadt Buzbad nebenstehende 1898 die Schulfeier ab Schülerchors: Mit on Oberlehrer Dr. Ste Direktor Jäger ieran schlossen sich Ors. In der nun nen geschichtlichen ihre Entwicklung Realschule. Auch Anstalt sich nach ndeln möge. E Schluß der gemein gedichteten Weihe Als Feftgäfte hulrat Notnagel ( behörde, Kreisrat reter der hiesigen uraltes und reichte eine ftolae Sippe, von Generation Adelsgeschlechtern rhängnis schwebte lecht zu Geschlecht dieser Fluch sein and wußte es. Ju für die Geldgier nfzig Jahren gelebt onärin in das Haus undes Blut in ihre altet, und in ihra n. Aber ihr Geldfal wünschen aus voller Brust: Gut Piep! ** Eschersheim, 14. Oftbr. Hier hat der Schnaps: teufel ein Opfer gefordet. Der Fabrikarbeiter Specht fam in der Sonntag Nacht betrunken nach Hause und sing mit seiner Frau und einer erwachsenen Tochter Streit an. Die beiden flüchteten aus dem Hause, Specht wollte ihnen nach und fiel dabei die Treppe herunter. Er brach den Halswirbelknochen und gab alsbald den Geist auf. Eine Frau und 4 Kinder haben ihren Ernährer berloren. ** Darmstadt, 14. Oktober. Gestern wurden bei Spich( Rheinland) der Dampfcylinder des Auto mobils des Prinzen Heinrich, der sich auf der Fahrt von Kiel nach Darmstadt befindet, defekt. Der Prinz mußte die Reise unterbrechen und übernachtete bei dem Besizer der Maschinenfabrik Gebr. Krämer, wo das Automobil reparirt wird. Heute Vormittag erfolgte über Königswinter die Weiterfahrt nach Darmstadt. ** Darmstadt, 14. Oft. Gegenüber der von den Nationalliberalen aufgestellten Beamtenfandidatur Morneweg, Dr. Buff wurden heute als Landtagskandidaten Fabrikant Langenbach und Buchhärdler Säng nominiert. I Darmstadt, 15. Oft.( Privattelegramm.) Brinzessin Heinrich von Preußen ist heute Vormittag mit ihren beiden Söhnen Siegismund und Heinrich zum Besuch des Großherzogs hier angekommen. Die Ankunft des Prinzen Heinrich mittels Automobils wird im Laufe des Tages erwartet. ** Darmstadt, 13. Oftober. In Reichenbach erschoß sich in seiner Wohnung der Steinarbeiter Ludwig Bernhard. ** Groß- Gerau. Sonderbare Zustände scheinen in einem tleinem Dörfchen im Ried zu bestehen. Der einzige Schreiner des Dörfchens hatte bis jetzt das Amt als Leichenbeschauer und fertigte zugleich auch die Gräber. Vor Kurzem nun kam daselbst der Fall vor, daß durch den legten Willen eines Verstorbenen bestimmt wurde, daß ein guter Freund und Bekannter des Schreiners in der nahen Streisstadt seinen Sarg fertigen solle. Der ortsansässige Schreiner kam und besah die Leiche; als ihm jedoch von den Angehörigen des Verstorbenen die Bestimmung desselben mitgeteilt wurde, weigerte er sich entschieden, daß Grab zu fertigen ( er gab sogar die Versicherung, dasselbe noch nicht für 20 Mt. herzustellen). Der Tag der Beerdigung fam heran, Leidtragende von auswärts waren schon erschienen, und noch war das Grab nicht hergestellt. Es war jetzt die höchste Zeit, daß ein Mann b.auf tragt wurde, der denn auch sofort einwilligte und die Arbeit in Angriff nahm, so daß die Beerdigung noch stattfinden konnte. Dieselbe wird ein gerichtliches Nachspiel haben und zur Regelung der Verhältnisse führen. ** Aus dem Odenwald, 14. Oft. Ein 19jähriges Dienstmädchen aus Mosbach lockte ihre 17 Jahre alte Stiefschwester auf das freie Feld und versuchte, ihr dort den Hals abzuschneiden. Schwer verletzt und mit zahlreichen Messerstichen wurde das Mädchen aufgefunden. Die Thäterin, deren Motiv unbekannt ist, wurde verhaftet. r unheimliche Flud eckliches Erbteil: das itte schielte, bas vierte enerationen hatte faft nännlich oder weiblich Boldes auf dem alten ochte: Thatsache aber bie männlichen Blieder von fener Zeit an, als gelommen war. Man he Krankheit, mehr als rin, daß das von ihm in feinem Leben voll feine einzige Begebens ammenhang ftand. afe 30g nach und nad bfifche Straft, eine all t ftellte sich ein. Dab ne Ahnung von feinem em breißigsten Lebens Den Andreys tonfultiert Das moralische Gefühl erfiel der Betroffene in f bie Spur zu fommen nicht, noch weniger war 5 Orpheum Varietè. Täglich Gr. Vorstellung. möbl. Zimmer zu ver Brandgasse 8. mieten. Freundl. möbl. Zimmer fofort oder später zu vermieten bei Rothermel, Bahnhofstr. 38. Städusches Schlachthaus ** Ober- Ingelheim. Im Landtagswahlkreis Ingelheim- Finthen ist nach rheinhessischen Blättern vom Centrum der seitherige Mandatsinhaber Abg. Dr. Frenay wieder als Kandidat aufgestellt. Seitens der Freisinnigen kandidiert Rechtsanwalt Börckel- Mainz, während von einer Anzahl Wählern die Aufstellung des Rechtsanwalts Claß in Mainz als parteiloser Kandis dat in Aussicht genommen ist. ** Mainz, 14. Oft. In der gestern Abend aus Anlaß der bevorstehenden Landtagswahlen einberufenen außerordentlichen Generalversammlung der Mitglieder der demokratischen Partei wurde der Beschluß des Ausschusses bei der Landtagswahl für die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei einzutreten, einstimmig gutgeheißen. Bessere Kandidaten als die Herren Dr. David und Haas könne man doch nicht aufstellen. Im Laufe der Diskussion wurde hervorgehoben, daß bei der im Reiche überhand nehmenden reaktionären Strömung nur noch Anschluß an die links ſtehenden Parteien gesucht werden könne. Zum Schlusse gedachte der Vorsitzende Stadtv. M. M. Mayer in anerkennenden Worten der verstorbenen Mitglieder der Partei, der Herren Bömper, Koch, Heerdt und Bargon. ** Aus dem Taunus, 14. Oktbr. Die Dekonomiegebäude des bekannten Luftfurortes Hof Hensel wurde heute morgen durch Feuer zerstört, daß durch Funken aus der Lokomobile einer Dreschmaschine verursacht wurde. Die Dreschmaschine und große Vorräte berbrannten. Das Kleinvieh kam in den Flammen um. ** Idstein, 14. Ofcbr. Der Verein für die Idiotenanstalt beabsichtigt noch ein Gebäude zu einem Altersheim für solche Schwachsinnige, die dauernd erwerbs. unfähig sind, zu errichten. 60 Morgen Land sind bereits erworben. ** Wiesbaden, 14. Okt. Zum Nachfolger des als Oberpräsident nach Hannover versetzten Regierungspräsidenten Dr. Wenzel ist, wie der„ Rhein. Kurier" meldet, Oberpräsidialrat Hengstenberg aus Breslau ernannt worden. Hengstenberg ist 49 Jahre alt, unverheiratet und ein Sohn des Konsistorialrats bekannten Angedenkens. Als Referendar war er, nach einer Mitteilung des Rhein. Stur.", am Appellationsgericht in Wiesbaden thätig, kam von hier an das Kammergericht, später zu der Regierung in Frankfurt a. O., wurde 1887 Landrat von Laubau i. Schl. und 1899 Oberpräsidialrat in Breslau. ** Braunfels, 15. Oft. Heute, 15. Oftober, sind es 25 Jahre her, daß Herr Bürgermeister Weber in sein hiesiges Amit eingeführt wurde. Als der Herr Jubilar am 15. Oftober 1877 an die Stelle seines Vorgängers, des alten Herrn Niedermaier, trat, da war er, obgleich noch recht jung( er ist 1853 in Rheinböllen( Hunsrück), geboren), im Verwaltungsfache bereits wohl erfahren; denn er hatte damals schon einige Jahre an der Spige der Bürgermeisterei Greifenstein gestanden. Allein unser Jubilar fürchtete sich nicht; mit derselben Unverzagtheit, mit welcher er, noch nicht 18jährig, anno 70 in den Ne hen des alten Weglarer Stammregiments, der 29er, in den groß en Krieg gezogen war und tapfer mitgefochten Brennholz. Von heute ab offeriere Heute und morgen: Prim. 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Mr. 66-68, Bullen 1. Qual. Mt. 62-64, 2. Qual. Mr. 58-60, Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. Mr. 66-68, 2. Qual. Mr. 62-64. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 80-82 Pfg., 2. Qual. 73-76 Pfg, Hammel 1 Qual. 63-65, 2. Qual. 59-61 Pfa, Schweine 1. Qual. 69-00 Bfg., 2. Qual. 67-68 Pfg. Alles per a Kilo Schlachtgewicht. Geschäft in Hornvieh und Kleinvieh Aus Desterreich standen 149 Ochsen und gut, Markt geräumt. 1 Bulle zum Verkauf. Wichtig für alle Besucher der Düsseldorfer Ausstellung! Wenn Sie im Kaffeehaus„ Zur schönen Aussicht" waren, so werden Sie sich erinnern, daß dort der Kaffee ausgezeichnet schmedte; es wurden oft bis 7000 Po tionen an einem Tage abgegeben! Der Kaffee bestand aus einer Mischung von halb Boh enkaffee und halb Kathreiner's Malzkaffee! Verwenden Sie auch zu Hause die gleiche Mischung, sie ist vorzüglich und sehr bekömmlich! Dessert- u.Stärkungsweine Malaga, Sherry Portwein untersucht und begutachtet in 3 Flaschengrössen bei: Peter Berg, Brandplatz 14. 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Ende 10% Uhr Es entstand eine furze Bause, welche beide Herren dazu benutten, ihre Augen angelegentlich irgend etwas auf dem Boden fuchen zu laffen. Es kann nicht behauptet werden, daß Marthoff weniger befangen ber fich bemühte, das erlösende Berner, AUS DEM REICHE DES Nr. 239. Mittwoch. den 15. Oftober. 1902.