Nr. 214. abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 15. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) 196 adm für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kaisermanöver. ( Von unserm Spezialberichterstatter.) IV. deren Uniform, einen schilffarbenen, vorn einen roten Todtenkopf tragenden Ueberzug über der Pelzmüßze. Das 49. Regiment war Korps- Reserve und hatte sich in der Mitte der 21. Division derart bereitgestellt, daß es sich dem heranbrausenden Sturme der 12 KavallerieRegimenter gegenüber entwickeln und zur Abwehr rüsten fonnte. Der Kaiser traf gerade auf die Mitte des 3. Bataillons, ritt zwischen die 9. und 10. Kompagnie durch und setzte den Angriff bis zur letzten Artillerielinie der Division fort. Frankfurt a. O, 11. Septbr. Nach dem ungünstigen Gefecht des gestrigen Tages war das 3. Korps in eine Stellung zurückge gangen, die sich von Zielenzig bis Weißensee in großem Bogen um das bei Tempel- Schermeisel stehende 5. Korps herumzog. Das 3. Korps hatte nach der Annahme eine Kavallerie- Division aus Frankfurt als Die blaue Artillerie hatte bei Annäherung des AnBerstärkung erhalten, beide Divisionen mit den beiden griffs die Geschütze herumgedreht und mit Kartätschen die reitenden Artillerieabteilungen und den Maschinen- Wucht des Ansturms, allerdings vergeblich, zu brechen gewehren der Gardeschützen und 5. Jäger waren zu gesucht. Auf der Höhe, ungefähr 2 Kilometer südlich einem Kavallerieforps unter Führung des Kaisers vereinigt und bezogen Biwak bei Weißensee in unmittel- Neudorf, kam es zum Halt, die Reihen ordneten sich, und in furzer Zeit stand das Korps ordnungsmäßig barer Nähe des faiserlichen Lagers." versammelt. Der Kaiser hielt eine kurze Besprechung ab und dirigirte das Korps wieder zurück, zunächst hinter eine Höhe dicht westlich Tempel, sodann in das Biwak des vorhergehenden Tages bei Weißensee, woselbst auch das kaiserliche Heerlager für die Nacht wiederum bezogen werden wird. Das 3. Korps sezte die Verfolgung nicht fort, sondern beschränkte sich darauf, die eroberte Stellung zu halten. Das heranrückende 6. Korps wird bei diesem Entschlusse mitgewirkt haben. So wird das Korps voraussichtlich in einer Linie etwas borwärts der die Nacht vorher innegehabten Vorposten Unterkunft beziehen, das 5. Korps in einer Stellung weiter südlich das Herankommen des 6. Korps vor weiterer Entschließung abwarten. Das 5. Korps fonnte mit dem Erfolge des vorigen Tages voll zufrieden sein und verlangte vorläufig nach weiteren Lorbeeren nicht; in konzentrierter, durch das Gelände in hohem Grade begünstigter Stellung konnte es die Maßnahmen des Gegners ruhig abwarten; winkte ihm doch, je länger es die Entscheidung hinhielt, um so eher die Unterstützung des von Crossen im Anmarsch begriffenen 6. Korps. Für das dritte Korps war es zwingende Not wendigkeit, die erhaltene Verstärkung so rasch wie mög= lich auszunutzen und die Scharte von gestern wieder auszuwegen, ehe das 6. Korps heran und somit die eigene Verstärkung bei weitem ausgeglichen war. Beim 5. Korps waren beide Flanken stark bedroht, am rechten Flügel war das Gelände für Sicherung der Flanke sehr ungünstig; circa 500 Meter vom Rande bon Tempel in der Luft hängend, konnte es einem von dort ausgehenden Angriff nicht lange Widerſtand leiſten; eine Unterstützung des Flügels durch Artillerie war nach der Geländebildung ausgeschlossen. Der linke Flügel, der durch das fupirte Gelände nördlich Schermeisel- Grabow erwünschte Unterstützung fand, war einem Flankenangriff von Seiten der in Zielenzig stehenden 5. Division von vornherein ausgesetzt. Die Hauptstätte der Stellung lag im Centrum; lange Artillerielinien boten den erforderlichen Rückhalt, begünstigt durch vortreffliches Schußfeld. Gegen 7.15 Uhr wurde der Angriff des 3. Korps bemerkbar; die Gardedivision stieg in langen, dünnen Linien die Hänge von Neudorf herab und schob sich, allmählich verstärkend, mit der Infanterie an die Stellung der 41. Division heran. Noch war es fraglich, ob das der blauen Infanterie angesichts des formidablen Artilleriefeuers und der gut besetzten Stellung gelingen würde, als es plötzlich von den höhen nordöstlich Tempel aufblitzte, die reitenden Batterien faßten, sekundirt von den 12 Maschinengewehren, die Stellung bedenklich in der Flanke. Dichte Reitermassen zeigten sich in Bewegung auf dem genannten Höhenzuge entlang nach Pieste zu. Die Umgebung des roten rechten Flügels durch das Kavallerieforps war eingeleitet, die Lage des Flügels wurde unhaltbar und in dieser Erwägung auch der Rückzug beschlossen und angetreten. Das Kavallerieforps war südlich Tempel nach Westen eingeschwenkt, galoppirte auf und selbst zum Angriff gegen die zurückflutenden Der Kaiser wird voraussichtlich auch morgen wieder die Führung des Kavalleriekorps übernehmen. Burückgreifend möchten wir von einer Episode des 1. Manövertages, über die wir andeutungsweise berichtet, eine nähere Beschreibung geben, um zu zeigen, wie ein frischer fröhlicher Reitergeist auch heute noch Division mit dem 49. Regiment an der Spize marunseren Schwadronen innewohnt. Die 41. Infanterieschierte von Meserit auf Pieske; 3 Kilometer westlich Meseritz kam es zum Zusammenstoß mit der blauen Kavallerie- Division, welche eine außerordentlich in teressante Lage, ein selten lebhaftes und farbenprächtiges, heutigen Tages nicht oft zu schauendes Manöverbild bot. In hohem Maße begünstigt durch dichten Nebel und sehr bedecktes Gelände war es der von Neudorf bormarschierenden Kavallerie gelungen, anscheinend unbemerkt von der Avantgarde, an das Gros der Division heranzukommen. Dem unerwarteten Ansturm der aus dem Nebel auftauchenden, durch eine Maschinengewehr Abteilung unterſtützten Kavallerie- Regimenter fonnte das vorderste Bataillon zunächst nicht Stand halten. Binnen wenigen Minuten jedoch rollte auf breiter Linie ein lebhaftes Schnellfeuer der fir entwickelten folgenden Bataillone und Batterien, in welches sich das eigen tümliche Gefnatter der Maschinengewehre und das Hurrahrufen der heranstürmenden Reiter mischte. An dem rasenden Feuer der mit großer Rücksichtslosigkeit über ein breites, mooriges Fließ vorgegangenen Bataillone II/ 49 und III/ 49 muß sich der Ansturm brechen und nur mit erheblichen Verlusten, wenn auch stolz auf ihren Erfolg, konnte die Kavallerie- Division in nordwestlicher Richtung auf Kurzig ausweichen. * * v. W. und von der Garde- Infanterie verfolgten Schützenlinien des 140. Regiments. Widerstand war solchen Massen gegenüber ausgeschlossen, wohl würden die Schwiebus, 12. September 1902. vordersten Linien der Reiter durch das Schnellfeuer Das rote Korps hatte gestern dem überlegenen blauen zum Stürzen gebracht worden sein, aber über ihre weichen müssen, allerdings mit dem genugthuenden Bewußt Leiber hinweg hätten neue Schwadronen die Lücke aus sein, den obersten Kriegsherrn selbst als Gegner gehabt zu gefüllt und so den Gegner erstickt und erdrückt. Die haben; es war eine ehrenvolle Niederlage. Gardefüsiliere waren inzwischen so nahe herangekommen, daß sie von dem rechts überragenden Flügel der Leibhusarenbrigade für den Feind gehalten und energisch attackirt wurden, jedoch nicht ohne sich durch rasendes Schnellfeuer ihrer Haut zu wehren. Derartige Irrtümer sind im Ernstfalle ausgeschlossen, da sie nur auf Rechnung der gleichen Uniform zu ſehen sind. Immerhin gehörte das Beschießen der eigenen Truppen im letzten Kriege nicht zu den Seltenheiten, es handelte sich aber borwiegend um das Beschießen durch weit entfernt stehende Artillerie. Die Aufregung des Ernstkampfes fann Blüten zeitigen, für die wir bei ruhiger Ueberlegung kein Motiv finden. Dem Angriff des Korps schloß sich die Kaiserin an; an der Spitze seiner Leibhusaren ritt der Kaiser in gefolgt. Das Kavallerietorps ging in das alte Biwat bei Weißensee, das kaiserliche Lager im weiten Ring umfassend. Für den heutigen Tag handelte es sich zunächst wiederum um einen geplanten Angriff des 3. Korps. Der fomman dierende General des 5. Korps hatte beschlossen, in einer befestigten Stellung westlich Kalau den Gegner zu erwarten. Vor Tagesanbruch wurden die Lager abgebrochen, und die beiden Divisionen des linken Flügels( 9. und 10.) nach dieser Stellung herangezogen. Die 41. Division stand dicht nordwestlich Kalau, mit dem rechten Flügel an der Chauffee Kalau- Nipten, die 10. Division wurde links neben die 9. disponiert und reichte mit dem linken Flügel bis halbwegs Burschen. Die Artillerie grub sich rückwärts der Infanteriestellung ein, die Infanterie sucht weites Schußfeld bringende Linien; um 8 Uhr war Alles zum Empfang des Gegners bereit. Die 9. Division wurde zur Sicherung des rechten Flügels bis Forsthaus Kalau durch die Forst vorgezogen und erreichte diesen Punkt ebenfalls 8 Uhr, zu welcher Reit das Erscheinen des Signalballons den Beginn der Thätigfeit der Manöverleitung, die auch heute in den Händen des Prinzen Albrecht ruhte, anzeigt. Das 3. Korps war zum Angriff entschlossen! Die Gardedivision trat zeitig den Vormarsch über Kainscht auf Nipten an und erreichte von hier aus mit seinen ersten Marschkolonnen unbehelligt den Kalauer Wald; erst spät wurde das Erscheinen des, Gegners von dem bei Kalau bereit stehenden 140. Regiment bemerkt und da die voraussichtliche Angriffsrichtung der vermuteten in feiner Weise entsprach, blieb es nicht aus, daß nach stundenlangem Bereitstehen die Maßregeln zur Abwehr in aller Hast getroffen werden mußten. Die vom genannten Regiment östlich Kalau besetzte Stellung war keine günstige; das Schußfeld war gering, einzelne Teile der Schüßenlinien mußten weit über die eigentliche Stellung vorgeschoben werden, um überhaupt feuern zu fönnen, und daher blieb auch das nicht aus, was einer schlecht zusammenhängenden Schüßenlinie stets droht: die vorgeschobenen Abteilungen werden flankiert und leicht geworfen. Die Unterstüßung der Verteidigung durch die Artillerie war eine sehr geringe und dieser Umstand kam dem Angreifer, dessen Artillerie aus einer überragenden Stellung Russenberg Nipten die rote Artillerie westlich Kalau bollauf beschäftigte, einschnitte waren zur Abwehr des öftlich Kalau sich entsehr zu gute; die vom Verteidiger geschaffenen Geschüßwickelnden Angriffs nicht zu verwenden. Die Garde, mit dem rechten Flügel von der Chaussee Nipten- Kalau, mit dem linken im Kalauer Walde, ging bald auf der ganzen Linie zum Angriff vor, und dem 2. Garde- Regiment zu Fuß im Verein mit dem Lehr- Bataillon gelang es bald, dem linken Flügel der 41. Division zu verdrängen. Nachdem auch die 9. Division im Kalauer Walde auf überlegene Kräfte gestoßen und zum Rückzuge gezwungen war, mußte die 8. Brigade die Stellung räumen und auf Kalau zurückgehen. Die inzwischen am Nordrande von Kalau zu beiden Seiten der Chauffee aufgegebene rote Artillerie brachte das Gefecht zirka 800 Meter nördlich des Drtes zum Stehen; auch die 9. Division konnte in der Linie Kalau- Schindelmühl nochmals Front machen und somit dem Weitervordringen der Blauen vorläufig Halt gebieten. Die Artillerie der 10. Division hatte inzwischen ein lebhaftes Duell mit den Batterien der Garde und 6. Division, die den Kamm der von Nipter über Russenberg nach Hochwalde sich hinziehenden Höhen krönten und dem tiefer stehenden Feinde empfindlich zusetzten. Die 6. Division hatte sich von Stockwalde, die 4. von Starpel aus gegen die Infanterie der 10. Division entwickelt, der letztgenannten Division war es gelungen, sich des" Drei Herrscherberges" zu bemächtigen; auf der ganzen Linie hatte sich so das Gefecht zu Ungunsten von Roth entwickelt, als das Eingreifen des Stavalleriekorps die völlige Katastrophe herbeiführte. Eine gegen 10.15 Uhr von Kalan her gegen die Der Rückzug des Korps wurde mit einer Linksrückwärtsschwenkung verbunden, sodaß die ursprüngliche Front Batterieen der 9. Division und ihre Bedeckung mit nach Westen wieder gewonnen und das zu einem hartnäckigen großem Schneid ausgeführte Attacke der LeibgardeWiderstande bei stalau sich darbietende Gelände erreicht husaren, dem Divisions- Kavallerie- Regiment der Garde= wurde; vor weiteren Entschlüſſen mußte das Eintreffen des division, wurde zwar als mißlungen bezeichnet, dieser von Crossen zu erwartenden Korps abgewartet werden; dazu Vorteil konnte aber zur Wiederherstellung des Gebot die Hügelkette westlich Kalau die wünschenswerte Gefechtes nicht ins Gewicht fallen, nachdem ein heftiges Artillerie- und Maschinengewehrfeuer von der Annaslegenheit. Die 41. Division bezog bei diesem Orte, die 10. Division bei Paradies, die 9. Division bei Rinnersdorf Höhe, nördlich Paradies her, für die roten wenig anBiwak; die Marschleistungen der letztgenannten Diviſion, die genehme Ueberraschungen brachte. von Schermeisel aufgebrochen war, waren ganz außergewöhnliche, wurden aber ohne jeden Zwischenfall zurückgelegt. Das blaue( 3.) Korps war mit dem linken Flügel( 5. Division) bis Schönow, mit der 6. Division und dem Hauptquartier bis Langenpfuhl, mit der Garde bis Kurzig- Pieste Das Kavallerieforps war im Morgengrauen unter Führung des Kaisers aus seinem Lager bei Weißensee aufgebrochen, hatte das Waldgelände östlich Kalau unbehindert durchschritten und war auf Paradies rechts abſchwenkend über den Uhusberg nach der Annas- Höhe stammelte Renate, von ihrer Erregung überwältigt, an allen Gliedern zitternd. bemerkte Herr Esmond Stimme, daß Renate gänzlich finster. Aber als er Ihnen sprach solcher Zorn, und so plump, daß es ein Kind hätte errathen sollen." Auch ich dachte es nies fagte, log er schändlich that, was sie thun fonnte; sie Schmerz aus seiner senkte ihren ter dicionettert, das Beste und eilte in die Halle hinaus. Diener, der los bor innerer Erregung. log Der Gutsherr ist ausgefahren?" fragte sie, athemfa, glätteten sich aber sofort, als er Renate herantommen der Thür, auch seine Züge drückten eine gewisse Bestürzung Sen beim Einsteigen behilflich gewesen, stand noch an Der seinem voller awohl, Fräulein," entgegnete der Mann in r.spektBeiio Hastig und mit vor, aber Frau Talbot war etwas bewegt, um ein Wort der Dame des Hauses stumm ihr schönes Haupt. Anwesenden lastete ein peinlicher Druck, der Begrüßung zu sprechen ten teigte nefes SchweiClifford die beiden Herren Miene stellte Herr gen; auf allen herrschte Sturm vorherzugehen pflegt. es war, wie die seltsame, unheimliche Ruhe, die einem ppf auf deren Schulter hatte sich an ihre Stizze von Alexander Pförtner. Vom Bauchreden. ( Nachdruck verboten.) Menschen- und Thierstimmen, das Rauschen und Wehen des Windes, dieser Kunst vernehmen, so muß er drei Bedingungen erfüllen: er Benn einer richtig Bauchreden will," so ließ sich ein alter Meister Euter Wein so sehr diese Fähigkeit einige vergnügte G zu verleben, bis ba bebauerlichen Vorf Als die Kinder mi wurden fie ohne Bengels durch ein burch einige Kind Wir sind überzeu sonderer Schärfe hervortrete, so tragen der Futterreichtum| warmen Empfang, der dem Kaiserpaare seitens der im Laufe des Sommers, andererseits auch die Klagen Behörden und der Bevölkerung der Provinz Posen eines Teiles der Presse über Fleischmangel, während der Manöver zu Teil geworden sei. Es set die manche Landwirte zur Zurückhaltung veranlaßte, ihm ferner eine große Freude gewesen, die nach vielen mit Schuld daran. Von einer erweiterten Tausenden zählenden Abordnungen der Kriegervereine Oeffnung der Grenze für die Einfuhr von der Provinz begrüßen zu können. Der Kaiser erwähnt Schweinen könne aus diesen Gründer, andererseits ferner, daß die Aufnahme der Truppen trotz der ge= wegen der Seuchengefahr keine Rede sein.( Man waltigen Einquartierungslasten überall eine vortreffliche vergleiche im Gegensatz hierzu den nachfolgenden Artikel: und herzliche gewesen sei. Also, jetzt hat man nun Rückgang der Schweineschlachtungen. D. R.) das Resultat aller vorher gehabten Befürchtungen, auch Rückgang der Schweineschlachtungen. die Polen lassen sich noch regieren. gelangt. Hier marschierten die Schwadronen auf und ordneten sich um 10.30 Uhr zum Angriff gegen die auf der ganzen Linie zurückflutende 41. Division. Zunächst fuhren die reitenden Batterien und Maschinengewehre in gedeckter Stellung auf und faßten den Gegner im Rücken, an und für sich schon ein Moment, der das Schicksal des 5. Korps entschied. Wohl wendete die gesamte Artillerie der 9. und 41. Division ihre Geschütze dem neuen gefährlichen Gegner zu und versuchten mit Aufbietung aller Kräfte nochmals Herr der Situation zu werden, vergeblich! Das Kavalleriekorps war inzwischen mit dem einen Treffen unter Führung des Kaisers um den Uhuberg, mit dem anderen um die Westnase der Annahöhe herumgeschwenkt und zum Angriff angeritten. Einer wilden Flut gleich rissen die anstürmenden Reitergeschwader die letzten Trümmer des erschütterten Korps nieder, erstürmten die Batterien und hielten in ihrem Siegesritt erst inne, als sie unbestritten Herren des Schlachtfeldes sich nennen konnten. Der kaiserliche Korpsführer hatte sich, in der Uniform der Leibhusaren, mit gezogenem Säbel an die Spitze der Garde du Corps gesezt, und gewährte gerade diese stattliche Reitergruppe einen imposanten unvergeßlichen Anblick; das weithintönende Trompetersignal" Halt!"" war zugleich das Zeichen für das diesjährige Ende des großen Scheinkampfes zwischen zwei tapferen, ruhmgekrönten Korps. Die Allg. Fleisch.- 3tg." stellt aus verschiedenen Teilen des Reiches die Zahl der Schweineschlachtungen in den ersten 6 Monaten der Jahre 1901 und 1902 an 51 Schlachthöfen großer und kleinerer Städte gegenüber. An diesen Schlachthöfen ist die Zahl der Schweineschlachtungen um 197214 Stück, das ist um etwa 111½ Pro3., zurückgegangen. Königsberg Danzig Graudenz Thorn Bromberg Berlin Brandenburg Zwei weithin sichtbare Bälle am Signalballon gaben den Truppen das erwünschte Zeichen zum„ Abrücken!", dem beliebtesten wohl unter allen Signalen. Stolzen Mutes fonnten alle Truppengattungen den Heimweg antreten; lag doch eine ehrenvolle, wenn auch anstrengende Zeit hinter ihnen und konnte mit Recht überall das Bewußtsein, die Pflicht unter den Augen des obersten Kriegsherrn bis zum letzten Augenblicke gethan zu haben, den Heimweg verschönen. Huldvolle Worte der Anerkennung seitens des allerhöchsten KriegsHerrn fielen bet der letzten Besprechung, die nach allen Seiten hin bekannt werdenden Beförderungen und Auszeichnungen erhöhten die sowieso schon vorhandene zufriedene Stimmung. Rasch bedeckten sich Weg und Steg mit heimziehenden Marschkolonnen; die Fußtruppen eilten den Einschiffungsorten Schwiebus und Wutschdorf zu, die Schwadronen und Batterien suchten in scharfem Tempo die teilweise noch entfernt liegenden Quartiere oder gar Garnisonen zu erreichen. Inzwischen rüstete sich Schwiebus zum Empfang des Landesherrn! Das langgebaute Städtchen bot im bunten Schmuck der Fahnen und Guirlanden einen anmutenden Anblick; Vereine, Gilden und Schulen bildeten Spalier, geduldig der Ankunft des kaiserlichen Herrn harrend und in freudiger Stimmung auch den durchpassierenden fremdländischen Offizieren freundlichen Willkomm nicht versagend. einen Kurz vor 2 Uhr entstieg der Kaiser am Bahnhofe der vierspännigen Schimmelequipage und begab sich sofort in den bereitstehenden kaiserlichen Zug, dessen Abfahrt alsbald erfolgt. Die Honneurs bei der Ankunft der Fürstlichkeiten, sowie bei der Abfahrt des Kaisers machte der Landrat des Kreises von der Beck in Ulanenuniform. 126 969 29 341 20570 6 955 6743 10512 382 654 8759 30 000 12511 114328 33 850 23 723 7805 7995 11473 417 146 9787 Frankfurt a. D. 9 297 Breslau 59 523 Oppeln 6 207 7996 54985 5502 jod Beuthen D.-S. 16 983 12 629 Stettin 34 013 Lübeck 14 024 Hamburg Hannover Osnabrück 36084 30 517 4627 4 009 Braunschweig 33 120 30 305 Halle a. S. Magdeburg 19816 17 982 38 581 Mühlhausen 14 550 34 123 12898 Cassel 15 626 13 867 Essen( Ruhr) 22 314 16 382 Köln 57 852 52 510 Düsseldorf Aachen 30 219 28 923 11 543 10 658 Remscheid 6225 Saarbrücken 3582 5 204 2986 Elberfeld 25 232 Barmen Bochum Solingen Dortmund 16 728 12717 6 912 21 542 21 010 14 788 Bielefeld 5965 5278 Dresden 69 418 61 014 Chemnitz 28 084 24 564 Leipzig 78012 72 921 Wiesbaden 20572 18 735 Worms 7 839 Karlsruhe 17 058 14395 3 349 22 362 2 782 19 362 29 493 Kaiserslautern 117 063 6 333 25 012 102 320 5143 Nürnberg 65 180 52 198 Augsburg 19 692 16 771 Würzburg 20575 17 324 Bamberg 13 017 11 880 Ulm 8361 7250 Straßburg i. E. Mezz 21 815 19 177 16 215 13 786 Ein zweiter Sonderzug brachte die Fürstlichkeiten und Gäste des Kaisers, ein dritter die hohen Stäbe nach Berlin zurück; Inzwischen hatten die zur Einschiffung gelangenden Truppen noch rasch in improvisierten Biwaks die Mittagskost zubereitet, bald schlug auch ihnen die Stunde der Abfahrt; mit einbrechender Dunkelheit lag stiller Friede auf dem weiten Lande, in dem vier Tage lang der blutlose Scheinkampf „ getobt" hatte. v. W. Herr von Podbielski über Landwirtschaft und Fleischnot. Rastatt Mainz Mannheim München 9926 5 168 17 754 6547 1727 468 1529254 Diefen Vorfall felbf eine gehörige Porti F. Der Theate am Freitag, den 2 Mme. Charlott erfter Parifer Stür Deutschland und Wiehe, welche al einen Weltruf g in dem Mimod bei der legten in dem Mimodr Luftfpiel Das Stüden als G Ginafter Noe Wiehe hat auf Wiesbaden und in Köln besucht, Berlin, 13. Sept. Im kommenden Sommer wird dem Staatssekretär des Reichs- Marineamts zum ersten Male ein Flagg- Offizier beigegeben werden, der keinen besonderen Depatement zugeteilt wird. Es ist dies der Kontre- Admiral von Ahlefeld, der als bisheriger zweiter Admiral des ostasiatischen Kreuzer- Geschwaders dem Kreuzermangel im Auslande durch eigene Anschauungen kennen gelernt hat und wichtiges Material für den Ausbau der Auslandflotte beibringen wird. Berlin, 13. Sept. Der bisherige Oberbürgermeister von Posen, Vitting, hat heute Vormittag den Vertrag unterzeichnet, durch den er vom 1. Januar nächsten Jahres ab in die Direktion der Nationalbant eintritt. Bromberg, 13. September. Der nächste preußische Etat fordert einen Fonds von zwölf Millionen, aus dem Beamte der Ostmarken Darlehen und Prämien für den Bau eigener Wohnhäuser erhalten sollen. Bosen, 13. September. Die Meldung, daß beim Abbruch der Empfangstribüne im Boden ein Loch entdeckt worden sei, welches Dynamit, Bleikugeln und auch eine Zündschnur enthalten habe, entpuppt sich als eine harmlose Sache. Das Loch rührt von einer Flaggenmaste her und ist nichts weiter in ihm gefunden worden als ein kleines Quantum Schrotkörner, die einem Monteur entfallen waren und die dann in die Höhlung hineingerollt sind. in Berlin und größten deutsch bereits im Lad Als zweite Abon 15. November fol Gorma, der Künftlerinnen, dere famtlig begriffen es ermöglicht, un fichern, den große noch nicht gehabt wird Agnes Sorn felbft für ihre bef König Georg von Sachsen ist am Samstag zum ersten male nach seinem Regierungsantritt in Potsdam als Gast des Kaisers eingetroffen und herzlich empfangen worden. Der„ Reichsanzeiger" schreibt dazu: " In dem Bruder des verewigten Königs Albert begrüßen wir eine ritterliche Gestalt aus dem durch große geschichtliche Erinnerungen geweihten Kreise der Bundesfürsten, die für die Begründung des Reiches ruhmvoll mitgestritten haben und deren nationale Verdienste von dem Erben der ersten Kaiser wie von unserem Volke treu in Ehren gehalten werden. Es sind also im ersten Halbjahr 1902 197 214 Schweine 11,42 Proz. weniger geschlachtet worden trotz Zunahme der Bevölkerung, trotz des Einfuhrverbotes für Würste und Büchsenfleich. Im zweiten Halbjahr wird sich das Verhältnis noch viel ungünstiger stellen. Und da leugnen Regierung und Agrarier noch den Notstand! Politische Nachrichten. Die belgische Post liefert seit zwei Tagen deutsche Zeitungen nicht mehr aus mit der Begründung, daß dieselben Anzeigen von in Belgien verbotenen Lotterien enthielten. Wien, 14. Sept. Der hier anwesende Leibarzt des Zaren Geheimrat Dr. Perthensohn erklärte in einer Unterredung, daß die Zarin in den letzten Monaten jede ärztliche Untersuchung verweigert habe, sodaß die Nachricht, sie sehe einem freudigen Ereignis entgegen auf ihre eigene Aeußerung zurückzuführen sei. Kaiser Wilheim hat bei dem am Samstage stattgefundenen Diner im Neuen Palais, an dem u. a. seine amerikanischen Manövergäste teilnahmen, Gelegenheit genommen, mit diesen über den Zwischen fall in Haiti zu sprechen. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß das Eingreifen des„ Panther" den Rebellen eine ernste Lehre sein dürfte und daß sie künftig sich hüten würden, seeräuberische Handlungen gegen auswärtige Handelsschiffe auszuüben. Die Provinzialtierschau wurde am Freitag Mittag in Gegenwart des Landwirtschaftsministers v. Podbielski eröffnet. In Grwiderung auf eine Ansprache des Vorsitzenden der rheinischen Landwirtschaftskammer, Freiherr von Schorlemer- Lieser, betonte Minister von Podbielskt, die Ausstellung werde einen Beweis erbringen von der rastlosen Arbeit und dem unermüdlichen Fleiß, durch die es möglich geworden, die Fortschritte zu zeitigen, die gemacht seien. Gerade an den Rheinufern werden wir uns jederzeit klar sein, daß wir alle, ob Landwirtschaft, ob Industrie, zusammenarbeiten für die Wohlfahrt des Vaterlandes. Wir wollen uns nie trennen, sondern die Ueberzeugung haben, daß jeder an seiner Stelle seine Pflicht thut, wenn er in treuer, unentwegter Arbeit danach strebt, die Wohlfahrt des Landes zu fördern. Und daß, meine Herren, ist Ihr Wunsch, vorwärts zu kommen auf der Scholle, die wir von den Vätern ererbt haben, sie zu erhalten, und in gutem Zustande unsern Kindern und Kindeskindern zu übergeben. Dieses Streben wollen wir allezeit hochhalten. Seien Sie überzeugt, der Kaiser und König sowie die fgl. Staatsregierung sind unermüdlich darauf bedacht, diese Bestrebungen zu fördern, um Ihnen die Mittel zur Verfügung zu stellen, damit gerade auf züchterischem Gebiete wesentliche Fortschritte gemacht werden können. Aber ob schlechte, ob gute Beiten, die preußische Landwirtschaft hält stets in Liebe und Treue zu Kaiser und König. Darum soll auch der erste Ruf bei Eröffnung dieser Ausstellung sein:„ Der Kaiser und König Wilhelm II. Hoch!" Bei dem Frühstück hielt der Landwirtschaftsminister v. Podbielski eine Ansprache, in der er ausführte, daß von einer Viehnot in Deutschland, soweit Rinder und Schafe in Frage kommen, überhaupt teine Rede sei könne. Das Anziehen der Schweinepreise sei eine vorübergehende, alljährlich im Sommer eintretende Erscheinung. Wenn diese diesmal mit be- Giessener Cagesneuigkeiten. - höhung der Kaffe ift zur Dedung Des Wiehe- Gaftfpi piel von Frene T lerin verabredet. fangs Oftober erfo ** Wer seine A freiheitslotter Führt haben sollte, die Hauptziehung d Hauptgewinn von Mart der bei weite Lofung gelangt, fi $ 22. 68. Mts. stat gespielte fleine er die ihr Los nicht Nachfrage bei den Bentel für 6 Ma Schaffen können. * Die Geri September und beiten wieder in ** Bon aust ** Der gestrige Sonntag war wieder wie seine letzten Vorgänger der reine Kerbe- Sonntag". Kerb hie Kerb da!- In Bieber war es erfreulicherweise sehr voll; das Bieberlieschen sorgte für angenehmen und schnellen Transport von Gießen aus. Wen's mehr nach dem Wasser zog, der hatte in Ruttershausen das gleiche Vergnügen. Eine beliebte Kirchweih für die Gießener ist und bleibt aber die in Annerod. Nach einem frischen Spaziergang wird man dort an solchen Festtagen recht willkommen geheißen und die Bewirtung ist nicht schlecht. Weit bequemer erreicht und ebenfalls gern besucht wird das zeigte der gestrige Tag wieder- Burkhardsfelden. Schon der Name elektrisiert so manchen förmlich; die Jugend ist fidel und die Alten machen ihrem Ortsnamen alle Ehre.- Wenn auch der Himmel nicht freundlich drein schaute Kerb wurde an all den Plätzen flott und genügend gefeiert. Die Kritik von der englischen Manöver: Korrespondenz über den gestrigen Manövertag sind voller Bewunderung für die Ausdauer der Infanterie nnd den Elans der Kavallerie. Sie stimmen auch darin überein, daß die Kavallerie- Attacke des Kaisers ein herrlicher Anblick war, der einen berühmten Militär zu der Aeußerung veranlaßte: seinetwegen würde er tausend Meilen reisen, aber gleichzeitig erklären sie, daß dieser Angriff im Ernstfalle unmöglich gewesen wäre. Die Kritiken sind streng sachlich gehalten, atmen aber ernstliche Waffen- Freundschaft namentlich die des Standard.- Der amerikanische General Corbin hat in einer Unterredung erklärt, daß die deutsche Armee in jeder Beziehung, vor allem in der Organisation, Instruktion, Disziplin und Ausrüstung zu den ersten gehöre, wenn nicht die erste sei. Sie habe die Bewunderung aller amerikanischen Offiziere erweckt. Köln angehaltene nunmehr neuerdin falsche Reichsba geben worden. gleiches Datum u 1898" und Nr. und zwar in dunkle Lichtdruck übermalt, Stempe fämtliche verwen zarte Guilloche de feite ganz, die ift Beichenpapier etwas starter als ** Das Hot Mart an einen Her Ruhr verkauft. am Mittwoch. ** Stiftungsfest der Bäckerinnung. Gestern Nachmittag feierte die hiesige Bäckerinnung in Steins Garten ihr diesjähriges Sommerfest. Zuerst labte man sich an Kaffee und Kuchen, alsdann hielt der Innungsobermeister, Herr Hennings, die offizielle Ansprache. Hierauf folgten Kinderspiele mit Preisverteilung. Am Abend ergözte man sich an komischen Vorträgen und lebenden Bildern, die Vorgänge aus dem Bäckergewerbe darstellten. Ein Tanz bildete den Schluß der recht gelungenen Feier. Der Besuch war gut. - In einem Erlaß an den Oberpräsidenten der Provinz Posen spricht der Kaiser in seinem und der Kaiserin Namen seinen Dunk aus für die Kundgebungen treuer Ergebenheit und den ** Gefundener hausbursche auf funden, in welde Acceptant, ein St ** M.-K. Der Montagskranz der Typographia beging, wie wir schon am Samstag anfündigten, gestern sein 3. Stiftungsfest. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Herrenkommers am Samstag im Restaurant„ Gambrinus". Der Vorsigende begrüßte die Versammelten und hieß sie alle herzlich willkommen. Er schilderte dann noch Zweck und Ziel des„ Kranzes", der darauf fuße, wahre Kollegialität" zu pflegen und zu fördern; sein Hoch galt dem ferneren Blühen und Gedeihen des Kranzes Am gestrigen Tage versammelten sich die Kränzler mit ihren Familien an der Lahnbrücke und wanderten trotz des unfreundlichen Wetters nach Heuchelheim, um dort mit von Wetzlar herübergekommenen Kollegen die Hauptfeier des Tages würdig zu begehen. Die Stunden vergingen bei bester Animosität. Um 9 Uhr gings mit Lampions zurück nach Gießen um noch Orte, hatte feine nehm wäre es ge eines Stonturrent n. Herabge Staufenberg, t beschäftigt ist, Steinberg bein erlitt einen Be berbracht. ** Ein un nach 12 Uhr ha harf geladenen Der Schuß entlud ** reifte Handwerksbu Schläger Dem Seltersweg i führte. Einer der Baffanten dortfelb Schuhleuten teine ** Absperrun an diefer Stelle a en Gas- und in der Nordanlage Die Wafferleitunge are feitens der Provinz Bosen einige vergnügte Stunden im Vereinslokale Stadt Kassel" zu verleben, bis daß die Pflicht zur Ruhe rief. - Einen den sei. Es set bedauerlichen Vorfall fönnen wir hier nicht unerwähnt lassen. , die nach vielen Als die Kinder mit ihren Lampions das Lokal verließen, Der Kriegerbereine Aus Hessen und nachbargebieten. n Klein- Linden, 15. Sept. Ein Fest für unsere Kleinen fonnte man gestern in aller Einfachheit und dabei aller die Kleinkinderschule feierte ihr Schönheit hier bewundern - er Staiser erwähnt Bengels durch einen Steinhagel begrüßt, und wurden da- Stiftungsfest, wie es die Gemeinde seit Jahren jetzt gewöhnt en trog der ge eine bortreffliche hat man nun Fürchtungen, auch Sommer wird zum ersten Male teinen besonderen Kontre- Admiral Admiral des oft ermangel im Aus gelernt hat und Auslandflotte bei Oberbürgermeister den Vertrag unter ten Jahres ab in nächste preußische f Millionen, n Darlehen und häuser erhalten Sung, daß beim ein Loch entfugeln und aud ppt sich als eine einer Flaggen ihm gefunden chrotförner, die Die dann in die tam Samstag Santritt in Potsen und herzlich " schreibt dazu: nigs Albert be dem durch große reise der Bundes: Reiches ruhmvoll le Verdienste von unserem Volfe ei Tagen deutsche Begründung, daß Ootenen Lotterien Defende Leibarzt des te in einer Unternaten jede ärztliche Nachricht, sie sehe hre eigene Aeuße igkeiten. - ieder wie feine Serb nntag". erfreulicherweise für angenehmen Wen's aus. in Rutters cine beliebte Kirch bt aber die in iergang wird man fommen geheißen Weit bequemer - das zeigte der Telden. Schon der h; die Jugend ift n Ortsnamen alle icht freundlich drein Blägen flott und ge g. Gestern Nad innung in Stein Buerft labte man hielt der Innung Offizielle Anfprade eisberteilung. Am n Vorträgen und Dem Bäckergewerbe hluß der recht ges t. z der Typographia Digten, gestern sein 3. Feier durch einen rant, Gambrinus". elten und hieß fie dann noch Swed fuße, wahre Rolle fein Hoch galt dem anzes Am geftrigen it ihren Familien an unfreundlichen Wet von Weglar herüber Des Tages würdig bester Unimofität. Un nach Gießen um no wurden sie ohne Grund von einer Schar halbwüchsiger burch einige Rimber sum Glücke nicht gefährlich verlegt. Wir sind überzeugt, daß die Bewohner von Heuchelheim diesen Vorfall selbst bedauern, aber für diese Raufbolde wäre eine gehörige Bortion ungebrannter Aſche ganz am Plaze. F. Der Theaterverein beginnt seine Vorstellungen am Freitag, den 24. Oktober mit einem Gastspiel von Mme. Charlotte Wiehe, die mit einem Ensemble erster Pariser Künstler auf einer Gastspielreise durch Deutschland und Destereich- Ungarn begriffen ist. Mme. - Wiehe, welche als Darstellerin einer dramatischen Rolle einen Weltruf genießt, wird hier als Tänzerin Vivette welche Rolle sie in dem Mimodrama„ Die Hand" bei der letzten Pariser Weltausstellung creirte- und in dem Mimodrama" Seine Puppe", sowie in Schnitzlers Lustspiel Das Abschiedssouper" auftreten, welchen drei Stücken als Einleitung des Abends der französische Ginafter„ Noeud de Gravate" vorhergehen wird. Mme. Wiehe hat auf ihrer Reiſe bis jetzt die Hoftheater von Wiesbaden und Baden- Baden und das Residenztheater in stöln besucht, gasſtirt diese Woche im Leſſingtheater in Berlin und berührt weiterhin eine Anzahl der größten deutschen Bühnen. Bilder der Künstlerin find bereits im Laden des Herrn Ernst Challier ausgestellt. Als zweite Abonnements- Vorstellung am Samstag, den 15. November folgt sodann ein Gastspiel von Agnes orma, der ersten unter den lebenden deutschen Künstlerinnen, deren Spielabende schon ein Jahr vorher sämtlich vergriffen sind. Nur durch einen Zufall wurde es ermöglicht, uns in Gießen einen Kunstgenuß zu fichern, den große Städte z. B. auch Darmstadt noch nicht gehabt haben. Auf ihren besonderen Wunsch wird Agnes Sorma uns ihre Nora vorspielen, die sie selbst für ihre beste Rolle hält. Eine beträchtliche Erhöhung der Kassenpreise für Nichtmitglieder des Vereins ist zur Deckung der enormen Kosten des Sorma- wie des Wiehe- Gastspiels unumgänglich nötig. Ein Gastspiel von Irene Triesch ist für Januar mit der Künstlerin verabredet. Die Festsetzung des Tages wird Anfangs Oftober erfolgen. ** Wer seine Absicht, an der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie sich zu beteiligen, noch nicht ausgeführt haben sollte, möchte dies nun schleunigst thun, denn die Hauptziehung dieser Lotterie, in welcher außer dem Hauptgewinn von im günstigsten Falle einer Viertel Million Mart der bei weitem größte Teil des Spielfapitals zur Verlosung gelangt, findet von Donnerstag, den 18. bis am 22. 68. Mts. statt. Diejenigen, die nicht schon die ausgespielte kleine erste Klasse bezahlt baben, sowie diejenigen, die ihr Los nicht rechtzeitig erneuert haben, dürften sich durch Nachfrage bei den bekannten Losverkaufsstellen Lose das Behntel für 6 Mark, das Fünftel für 12 Mark noch verschaffen können. - ** Die Gerichtsferien endigen heute Montag, 15. September und nehmen alsdann die Gerichte ihre Arbeiten wieder in ganzem Umfange auf. ** Von auswärts wird mitgeteilt: Außer den in Köln angehaltenen falschen Zwanzigmarkscheinen sind nunmehr neuerdings in verschiedenen Städten auch falsche Reichsbanknoten zu 100 Mart ausgegeben worden. Die verausgabten Scheine tragen gleiches Datum und gleiche Nummer, nämlich„ 1. Juli 1898" und Nr. 0536791 D", fie sind in Lichtdrnck, und zwar in grauschwarzer Farbe hergestellt. Der dunkle Lichtdruck ist mit verschiedenen blauen Farben übermalt, Stempel und Nummern sind rot überzeichnet; sämtliche verwendete Farben sind abwaschbar. Die zarte Guilloche der echten Noten fehlt auf der Vorderseite ganz, die Risselung fehlt ebenfalls. Zum Druck ist Zeichenpapier verwendet worden; die Falsifikate sind etwas stärker als die echten Banknoteu. ** Das Hotel Einhorn ist am Samstag für 135 000 Mark an einen Herrn Montag und dessen Braut aus Essen a. Ruhr verkauft. Die Übernahme erfolgt übermorgen, am Mittwoch. ** Gefundener Wechsel. Am Samstag hat ein Hausbursche auf der Bahnhofstraße einen Brief gefunden, in welchem ein Wechsel enthalten war. Der Acceptant, ein Spezereiwarenhändler auf einem nahen Orte, hatte seine Röllmöpse damit beglichen. Wie unangenehm wäre es gewesen, wenn der Fund in die Hände eines Konkurrenten geraten wäre. n. Herabgestürzt. Ein junger Dachdeckergeselle aus Staufenberg, welcher bei Dachdeckermeister Schmall hier beschäftigt ist, stürzte heute vormittag halb 9 Uhr in Steinberg beim Decken eines Hauses vom Dache und erlitt einen Beinbruch. Er wurde in die hiesige Klinik verbracht. ** Ein unglücklicher Schuß. In der Nacht auf Sonntag nach 12 Uhr hantierte ein hiesiger junger Mann mit einem scharf geladenen Revolver in der Sonnenstraße, wobei sich der Schuß entlub und den Mann an der Hand verlegte. iſt. Unter den längen einer munteren Musikkapelle ging's im geordneten Zug von dem Schulraum nach dem Migno'schen Garten, wo Herr Pfarrer Weber von Lang- Göns zu den Kleinen predigte. Der Kirchengesangverein und der gemischte Chor des evangeliſchen Arbeiter- Vereins von Gießen wechselten nach dem im Gesang ab und wußten mit ihren Liedern der Feier einen besonderen Reiz zu verleihen. Das Ende war eine kleine Beſcheerung; jedes Stind erhielt eine Brezel. Helle Freude strahlte bei Entgegennahme derselben aus den dankbaren Kinderaugen. ** Die Preiselbeerernte im sogenannten" Uplande" ist heuer befriedigend ausgefallen. Der Zentner foftet 23 bis 25 Mark Auch im Fichtelgebirge wird die Preiselbeerernte in diesem Jahre als eine gute Mittelernte bezeichnet. ** Mainz, 12. September. Eine Dame aus Wies baden wurde gestern hier auf der Straße ohnmächtig. Ein vorübergehender Militärarzt stellte fest, daß infolge übermäßigen Schnürens ein innerer Teil verletzt wurde. ** Alle Liebhaber des Moselweins wird nachstehende, aus Koblenz kommende Mitteilung erfreuen: Infolge der günstig en feuchtwarmen Witterung erfolgt bereits Ende dieser Woche der Schluß der Moselweinlese. Ein nach Güte und Menge gleich guter Herbst steht in Aussicht. ** Ein Urteil über das Schächten der Tiere. Vor dem Bezirksausschuß Wiesbaden gelangte folgende Streitsache zur Verhandlung: Der Megger David Stern zu Frankfurt a. M. flagt gegen das Ge werbe- und Verkehrsamt des Magistrats daselbst wegen ** Marburg, 13. Sept. Der Privatdozent in der Aufhebung einer Verfügung, die ihm die Ausübung theologischen Fakultät Profeſſor Lic. theol. Bauer iſt, des Schächtergewerbes verbietet. Der Kläger, dem wie amtlich mitgeteilt wird, zum a. o. Prof. in dieser f. 3t. zwei Rabbiner in Gießen bescheinigten, daß er Fakultät ernannt worden. m Rödgen, 13. September.( Baugewerbliche Sub- zuerst im Bockenheimer, und nach Einführung des die Fähigkeit zum Schächten besitze, übte dieses Gewerbe missionsblüte.) Unser Ort soll eine Wasserleitung erSchlachtzwanges im Frankfurter Schlachthaus aus. Der halten, bei deren heutiger Offerteneröffnung vom Koſten- Rabbiner zu Hanau hat ihm jedoch das Schächten verAls Stern dieses Verbot unbeachtet ließ, anschlag( circa 30 000 Mr.) 23 Prozent abgeboten boten. wurde. Ja, einer offerierte die Arbeit unter allen Umwandte sich der Rabbiner an den Regierungspräsidenten, ſtänden noch ein Prozent billiger machen zu wollen, der aber keine Veranlassung fand, ſeinerseits gegen als der sich ergebenden Wenigstnehmende. Diese meister- Stern einzuschreiten, den Rabbiner dagegen ermächtigte, liche Submissionsblüte erhält aber erft thre richtige öffentlich bekannt zu machen, daß Stern unfähig set, Ginfassung, wenn man den amtlichen Kostenanschla zur rituell zu schächten. Der Rabbiner veröffentlichte Seite nimmt und findet, daß der allgemeine Boden- daraufhin eine Erklärung, daß das von Stern ge= aushub mit 1,20 Mr. pro cbm. und für etwa auf schächtete Vieh rituell ungenießbar sei. Stern strengte tretende Felsmassen nur 0,30 Mk. pro cbm Mehr- darob gegen den Rabbiner eine Verleumdungklage an, vergütung angesetzt waren. die jedoch nicht entschieden werden konnte, weil der Letztere starb. Von der dann gegen ihn erhobenen Anklage der Uebertretung der Regierungspolizeiverordnung vom Oktober 1889, die berbietet, daß Jemand nach jüdischem Ritus schlachtet, der dazu nicht fähig und nicht von einem Rabbiner autorisirt ist, wurde Stern vom Schöffengericht freigesprochen. Das Schöffenge richt stellte sich dabei auf den Standpunkt, daß die fragliche Verordnung nicht dazu erlassen sei, jüdische Dogmen zu schützen, sondern unnötige Thierquälereien beim Schächten zu verhüten. Gegen die Verfügung des Magistrats macht der Kläger Stern geltend, daß sich die Verwaltungsbehörden über das Urteil eines ordent lichen Gerichts nicht hinwegsehen könnten. Der Regierungspräsident vertritt die Ansicht, die Verordnung sei erlassen, um dafür zu sorgen, daß nicht Leute, die nichts vom Schächten verständen, das Handwerk eines Schächters ausübten. Die israelitische Kultusgemeinde, die mit dem Magistrat der Ansicht ist, daß dem Stern das Schächten zu berbieten sei, bertritt diesen Standpunkt auch vor dem Wiesbadener Bezirksausschuß. Das Schächten ist ihrer Ansicht nach kein Gewerbe, sondern eine rituelle Funktion, bei der es nicht darauf ankomme, daß der Schächter die technischen Fertigkeiten besize, sondern daß er einen religiösen Lebenswandel führe. Der Bezirksausschuß erkannte dem Klageantrag gemäß auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung des Magistrats. Der Bezirksausschuß hat angenominen, daß der Kläger Stern auf Grund der§§ 1 und 3 der Polizeiverordnung von 1889 zur Ausübung des Schlächter. gewerbes berechtigt set. ** Vom Main, 14. Sept. In Fuerbach wurde der 14 jährige Dienstknecht Jakob Ent infolge, Scheuwerden der Stiere aus dem Pflugwägelchen herausgeschleudert und tot geschleift. ** Der Aussichtsturm auf dem Feldberg wird am 12.Oktober eingeweiht. Die Kosten desselben stellen sich auf 70000 Mt., bis zur endgiltigen Tilgung der Kosten wird von Nichtmitgliedern des Taunusklubs bet Besteigung des Turmes ein Eintrittsgeld erhoben. ** Frankfurt a. M., 14. Sept. Auf der Station Hellerhof wurde gestern Nachmittag der Eisenbahnvor arbeiter Jakob Astemer aus Kirdorf( bei Homburg v. d. H.) von einem Materialzuge überfahren, indem er vom Wagen stürzte. Die Räder durchschnitten den Unterleib. Der Tod trat sofort ein. ** Frankfurt a. M., 13. Sept. Für den diesjährigen Herbstpferdemarkt, der in den Tagen vom 21. bis 24 September stattfindet, hat infolge der reichen Zufuhr von Pferden das Markt- Comitee beschlossen, den seitherigen Jurplag" in Mitbenutzung zu nehmen. Auf diesem neu angeschlossenen Terrain findet dieses Mal der Arbeitspferdemarkt statt. Dadurch ist dieses Mal der Arbeitspferdemarkt statt. Dadurch ist ein großer Platz in der Nähe der Halle frei geworden, ein großer Plaz in der Nähe der Halle frei geworden, welcher für die Vorführung und Musterung der Luxuspferde bestimmt ist. Die Händler bringen auch dieses Mal wieder prächtiges Material, sodaß für die Ehrenpreise am Sonntag den 21. Sept. eine scharfe Nonfurrenz entstehen wird. Die Ehrenpreise werden in der Woche vom 14. bis zum 20. Sept. in dem Laden des englischen Hofes neben der Firma Dalton ausgestellt. Am Sonntag wird die Kapelle des Husaren- Regiments König Humbert von Italien" Nr. 13 eine Stunde vor Beginn im Freien und während der Vorführung in der Halle konzetieren. Bei günstiger Witterung finden auch am Montag und Dienstag Militär- Konzerte statt. ** Frankfurt a. M., 12. Sept.( Eine Ueberraschung.) Die Frff. Btg." meldet: Die städtische Straßenbahn hat gestern eine für die Fahrenden gerade nicht angenehme Ueberraschung gebracht; auf einer ganzen Anzahl Strecken, die in den äußeren Stadteilen endigen, sind die Fahrpreise von 10 auf 15 Pfennige erhöht worden. Man hätte von der Straßenbahnverwaltung wenigstens eine vorherige öffentliche Ankündigung der Tariferhöhung erwarten dürfen, wenn sie, wie es plößlich scheint, nicht zu umgehen Die Erhöhung ist um so auffallender, als bis jetzt noch sich nirgends ein Wort darüber verlautet hatte; sie fam völlig unerwartet. war. ** Darmstadt, 13. Sept. Der Oberbürgermeister gab heute der Bürgerschaft folgende Depesche zur ** Kassel, 12. Sept. Die chemische Fabrit des Dr. Wiederhold in Bettenhausen wurde heute durch Feuer zerstört. Große Vorräte von Calciumcarbid wurden mit großer Mühe gerettet und dadurch war Explosion vorgebeugt, dagegen wurden größere Bestände an Del, Farbe und Säure ein Raub der Flammen. Man berechnet den Schaden auf mindestens 190,000 Mart. Vermischtes. Heidelberg, 11. Sept. Dieser Tage verkaufte das hiesige Mineralienkomptoir von Blag einen foffilen Schädel' an Kommerzienrat Krupp in Essen um den Preis von 1900 Mark. Der Schädel stammt vom einem Titanotherium, einem tertiären Säugetier aus dem Bade Lands von Nordamerika; er wiegt, obgleich der Unterkiefer sehlt 12 Beutner. Neueste Nachrichten. Friedberg, 15. Sept. Der Großherzog traf gestern nachmittag 4 Uhr 40 Min. mit der Prinzessin Elisabeth und zahlreichem Gefolge auf dem hiesigen Bahnhofe ein. Der Prinzessin wurde auf dem BahnKenntnis:" Peterhof, 12. September 1902. Unsere hof ein Blumen- Arrangement überreicht. Die Herrtreuesten Gedanken weilten heute in der geliebten schaften fuhren alsbald nach dem Schloffe. Abends Heimat, und wir bitten Sie daher, der Stadt Darm- fand ein Fackelzug statt, an dem die Gesangvereine, ſtadt unser tiefstes Bedauern auszusprechen, daß wir der Kriegervereine, die Feuerwehr und die Schüler des Enthüllung des Denkmals, errichtet von Frauen und Lehrerseminars 2c. teilnahmen. Heute morgen 7 Uhr Jungfrauen Hessens, zur Erinnerung an unsere theuere begab sich der Großherzog in das Manövergelände in Mutter nicht haben beiwohnen können. Elisabeth der Nähe von Butzbach. und Alexandra." ** Ober- Ingelheim, 12. Sept. Einem invalide ge= wordenen Arbeiter dahier wurde die gesetzliche InvalidenSchlägerei. Gestern Nachmittag gerieten 2 zuge- rente abgesprochen, weil der Arbeitgeber nicht genügend Betreiste Handwerksburschen mit einem hiesigen Dienstknecht auf tragsmarten eingeklebt hatte. Dagegen wurde von den zudem Seltersweg in Wortwechsel, welcher zu Thätlichkeiten ständigen Gerichten der Arbeitgeber auf Grund des§ 823 führte. Einer derselben, welcher angetrunken war und die des Bürg. Gesetzbuches verurteilt, dem Arbeiter die Rente Bassanten dortselbst belästigte, leistete den hinzukommenden in Höhe von 224 Mt. jährlich auszuzahlen. Schutzleuten teine Folgen und mußte verhaftet werden. ** Mainz, 14. Sept. Gegenwärtig tagt hier die Absperrung der Wasserleitung. Wir verweisen auch Generalversammlung der Präsides der tathoan dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des städti- lischen Gesellenvereine. Es sind Delegierte aus shen Gas- und Wasserwerks, nach welcher morgen vormittag Deutschland, Desterreich, der Schweiz und Holland anwesend. in der Nordanlage und in der Wallthorstraße vorübergehend Heute sprach Schweikert- Stuttgart über die Beziehungen der die Wasserleitungen abgesperrt werden. christlichen Gewerkschaften zu den katholischen Gesellenvereinen. ** ** Mainz, 12. September. Die hiesigen Mezger behaupten eine Beschränkung des Fleischgenusses sowohl in den niederen wie höheren Bevölkerungskreisen infolge der hohen Fleischpreise zu bemerken. New- York, 15. Septbr. Hier herrscht eine außerordentlich starke Kälte. In verschiedenen Orten wurden mehrere Grad Kälte verzeichnet, in anderen fiel Schnee. Die Kälte erstreckt sich bis nach dem nördlichen Texas und macht eine baldige Beendigung des Bergarbeiter- Ausstandes notwendig, da die Kohlenpreise fortwährend steigen. In vielen Ortschaften ist es unmöglich, Kohle zu erhalten. In welchem Haushalt ist wohl Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz nicht zu finden? Ist es doch der beste, spar samste und reinste Kaffee- Busat? Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Ferdinand Nennstiel Laubhüffenball 8 Plockstrasse 8 In der Zeit vom 6. bis 13. September 1902 Lager in sämtlichen Kastenmöbeln gefunden: 1 Uhr; entlaufen: 1 brauner Jagdhund und 1 Truthuhn. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben thre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, 13. September 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarbeiten erfolgt am Dienstag, den 16. d. M., vorm. von 5 bis 10 Uhr, die Absperrung der Wasserleitungen in der Nordanlage vom Wallthor bis zur Wetsteinstraße und die Wallthorfiraße vom Wallthor bis zum Afterweg, was wir den betr. Anwohnern genannter Straßen hierdurch zur Kenntnis bringen. Gießen, den 14. September 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk. by aidin J. V.: Frah m. Versteigerung. Dienstag den 16. September d. J. nachm. 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier im Auftrag der Kontursverwaltung über den Nachlaß des Hotelbesitzers( Zum Einhorn) Heinrich Kühne dahier gegen Barzahlung folgende bessere Weine und Spirituosen in Flaschen: poliert und lackiert wie: Vertikows, Kleiderschränke etc. Tische Stühle Spiegel Küchenmöbel. Luxusmöbel - - - Spezialität: Betten u. Polstermöbel in eigener Anfertigung. Uebernahme vollständiger Ausstattungen. Kleine Plakate für Kolonialwarenhändler: Cigarren, Häringe, Frische Eier 2c. Möblirte Zimmer zu vermieten Laden zu vermieten Wohnung zu vermieten 2C. 2C. und Theater unter Mitwirkung der Marburger Jägermnsik an in den nenen Lokalitäten, Bur Burg Nordeck" in findet am 23. Oktober a. c. von nachmittags 4 Uhr Nordeck statt, wozu freundlichst einladet Das Comité. 20 tüchtige Arbeiter wegen Betriebsvergrößerung für dauernde Beschäftigung ab 1. Oktober gesucht. Lahnkalk- Induarie Großenlinden- Gießen. Carl Haas jr. 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