Nr. 186. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfs, in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1 50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 13. August 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Der Kaiser traf gestern 10 Uhr Vorm. mit dem Gefolge und in Begleitung des Staatssekretärs des Reichsmarineamts, Staatsministers von Tirpit, auf dem Torpedoboot ,, Sleipner" bei fühlem Wetter in Stettin auf der Werft ,, Vulfan" bei Bredow zu dem Stapellauf des für den Norddeutschen Lloyd" gebauten Schnelldampfers ,, Kaiser Wilhelm II." ein. Der Kaiser, der Admiralsuniform trug, wurde empfangen von den Ministern von Goßler, Krätke, Möller und Budde, den Spigen der Militär- und Zivilbehörden, der Direktion und dem Aufsichtsrat des ,, Vulkan" und den Direktoren des ,, Norddeutschen Lloyd". Nach der Taufe schiffte sich der Kaiser wieder auf dem ,, Sleipner" ein und fuhr zum Personenbahnhof Stettin, von wo er sich nach Neugattersleben begab. Die Kaiserin konnte wegen einer leichten Unpäßlichkeit nicht ihrer Zusage gemäß der Fahnenweihe eines Striegervereins aus der Umgebung von Kadinen persönlich beiwohnen. Nach der Elbinger Zeitung" ist diese Unpäßlichkeit auf einen Unfall zurückzuführen, indem die Kaiserin gelegentlich eines Ausfluges nach dem Seebade Kahlberg beim Aussteigen aus der Dampf pinasse sich den Fuß verstaucht haben soll. Die Abreise der Kaiserin mit den beiden jüngsten Kindern ist nunmehr endgiltig auf Donnerstag, den 14. ds. festgesetzt worden. Sollte bis dahin die Unpäßlichkeit nicht behoben sein, dann wird die Kaiserin die Düsseldorfer Ausstellung nicht besuchen, sich vielmehr von Kadinen aus direkt nach Homburg v. d. H. begeben. Berlin, 12. Aug. Die Zolltarif Kommission hat sich gestern nach der Erledigung der ersten Lesung bis zum 22. September vertagt. Am 18. September tritt eine Subtommission von 7 Mitgliedern zusammen, um zu bestimmen, was die Kommission in der zweiten Lesung beraten soll. Es wurden alle Abänderungen abgelehnt. Berlin, 12. Aug. Die" Posener Beitung" meldet: Oberregierungsrat Paul Gesch werde spätestens am 1. Jannar Posen wieder verlassen. - Zu der Blättermeldung, daß die Stellung des Oberpräsidenten von Bosen, Dr. von Bitter, erschüttert sei, erfährt die„ Elbinger Zeitung": Herr von Bitter habe vom Finanzminister Freiherrn bon Rheinbaben lediglich den Auftrag erhalten, dem Provinzialsteuer- Direktor Löhning nahe zu legen, wegen seiner Stellungnahme zur Polenpolitik von der Regierung seine Pensionierung zu erbitten. Herr von Bitter habe jedoch Herrn Löhning gegenüber die Aufforderung zum Rücktritt ganz eigenmächtig damit motiviert, daß dieser wegen seiner Heirat mit der Tochter eines ehemaligen Feldwebels als Provinzialsteuer- Direktor in Preußen unmöglich geworden sei. Die Elbinger Zeitung" fügt noch hinzu, daß fie diese Nachricht aus bester Quelle erhalten habe. " Landung deutscher Truppen in Venezuela. Der amerikanische Vertreter in Caracas hat an seine Regierung berichtet, daß ein deutsches Kriegsschiff in Puerto Cabello Truppen zu landen beabsichtige und die amerikanische Regierung ersucht habe, einen ähnlichen Befehl zu erteilen. Ein amerikanischer Kreuzer wird infolgedessen nach Puerto Cabello abgehen, um dort eine Anzahl nordamerikanischer Truppen an's Land zu setzen. Eine antideutsche Straßen- Kundgebung wurde von ungarischen Studenten in GroßKifinda insceniert. Sie machten vor dem Hause des deutsch- nationalen Führers von Süd- Ungarn Hans Korn eine Kazenmusik und überstrichen die Schilder deutscher Geschäftsleute mit Kalf. Saag, 12. August. Wie verlautet, beabsichtigen die am Dienstag hier eintreffenden Generäle Botha, Dewet, und Delarey die von Krüger verwahrten transvalischen Staatsgelder zu verlangen, um dieselben unter die Notleidenden in Süd afrika zu verteilen. Der Streik der Klerikalen in Frankreich gegen die Regierung. Paris, 12. August. Der Präfekt des Departements Finistére hatte eine Unterredung mit dem Admiral de Tuberville. Wie es heißt, wurde beschlossen, den Stabinetschef telegraphisch zu ersuchen, die zur Ausführung ec Bestimmungen des Vereinsgesetzes getroffenen Maßregeln aufzuschieben, damit das Defret betr. die Congregationen vor dem Staatsrat unterbreitet werden fönnte, wogegen sich die Ordensschwestern zum Verlassen der Schulen verpflichten würden. Dieser Vorschlag dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach von Combes abgelehnt werden. In mehreren Ortschaften des Departements sind die Ordensschulen ohne größere Zwischenfälle geschlossen worden. In Morlay war der Widerstand jedoch ein sehr heftiger. Während Arbeiter die Thüren des Schulgebäudes einschlugen, steckten die Bewohner Holzscheite, welche sie hinter die Thür gelegt hatten, in Brand, sodaß die Feuerwehr alarmiert werden mußte, um das Feuer zu löschen. Die Menge war besonders gegen die die Thüren öffnenden Schlosser aufgebracht, sodaß die Gendarmen sie des öfteren vor der Volkswut schützen mußten. In St. Jean la Poterie mußten die Gendarmen die Menge mit Gewalt auseinandertreiben. Ein Attentat auf einen russischen Fürsten. Charlow, 12. August. Gestern Abend wurden auf der Hauptallee im Tivoli Garten während eines Zwischen aktes auf den Gouverneur, Fürsten Obolenski, vier Schüsse abgegeben. Der Gouverneur trug eine Quetschwunde am Halse davon; eine andere Kugel ging durch den Fuß des Polizeimeisters Bessanow. Der Thäter wurde verhaftet. Ein Protest gegen die Krönung Eduards. Bei der in Dublin abgehaltenen Protest versammlung gegen die Krönung König Eduards, die speziell als für Irland nicht bindend erklärt wurde, verhaftete die Polizei den irischen Erdeputierten Cilbride wegen Aufruhrs auf Grund eines seit einer Woche bestehenden Haftbefehls. Die Burenführer Botha, Dewet und Delarey werden am Sonnabend an Bord der Königlichen Yacht im Hafen von Portsmouth vom König empfangen werden. Die Generäle kommen Samstag Die Generäle kommen Samstag in Southampton aus Südafrika an und werden der großen Flotten- Revue zwischen Portsmouth und der Insel Wight auf einem vom Kolonialamt zur Verfügung gestellten Dampfer beiwohnen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Des Jugendfestes wegen erscheinen die „ Neuesten Nachrichten", infolge frühzeitigen Redaktionsschlusses nur in einem Blatt. Zugordnung zum Jugendfest. Der Zug stellt sich auf an der Bürgermeisterei, geht dann 2 Uhr durch die Gartenstraße und Grünbergerstraße zum Festplay. Der Heimweg erfolgt 71/2 Uhr abends durch dieselben Straßen zur Bürgermeisterei, wo sich der Zug auflöſt. ** Der Himmel zeigt heute am Tage unseres Jugendfestes ein recht unfreundliches Gesicht. In letter Stunde möchten wir den Eltern darum empfehlen, den kleinen warme Unterkleider anzuziehen, damit die Ferien nicht mit Schnupfen und Husten angetreten werden. ** Die silberne Hochzeit feierte gestern der Weißbindermeister Schmall mit seiner Gattin. Gesangsabteilung der Konkordia" brachte dem Jubelpaar am Abend ein Ständchen, dem auch von vielen anderen Seiten noch so manche sichtbare Anerkennungen und Geschenke zu Teil wurden. ** Nachdem vorgestern die Vorschleusen zu den Kanalbauten beendet, wurden gestern die eigentlichen Stanalarbeiten an der Wieseck und in der Moltkestraße begonnen. Anerfennenswert ist es, daß an den ganzen Kanalisationsarbeiten möglichst nur deutsche Arbeiter beschäftigt werden sollen; also Bolen und Italier, wie solche bei gleichen Arbeiten sonst eingestellt werden, kommen nicht nach hier.- Das L008 1 ist geteilt und wird ebenfalls diese Woche in Angriff genommen. Loos ** Die Staatsprüfungen im Justiz- und Verwaltungsfache haben in den letzten Jahren recht schlecht Resultate aufgewiesen, sie haben, so schreibt die„ Frtf. Btg.", gegen früher gezeigt, daß die Prüflinge sehr mangel hafte Kenntnisse haben, was zum guten Teil auf ungenügende Leistungen im sog. Vorbereitungsdienst zurückzuführen ist. Diesen Erwägungen scheint sich auch das Justizminifterium nicht zu verschließen, denn es hat, wie man zuber lässig erfährt, die Prüfungskommission gutachtlich gehört. Es ist aber notwendig, daß für das in Gießen abzulegende I. juristische Examen durchgreifende Aenderungen herbeigeführt werden. Es muß für das Universitätsstudium immer wieder gefordert werden, daß die praktischen Uebungen für die Studirenden obligatorisch gemacht werden, wie andererseits gewünscht werden muß, daß dem akademischen Prüfungstörper praktische Juristen zugeteilt werden. Beim Vorbereitungsdienst der Gerichtsaccessisten endlich muß eine richtige Unterweisung in der Anwaltspraxis ge= fordert und eine entsprechende Verteilung unter die einzelnen Anwälte angestrebt werden. Nur so fann wirksame Abhilfe geschaffen werden. ** Unsere Staatsschulden. Laut der im Beiblatt 20 zum Regierungsblatt enthaltenen Nachweisung über die Ergebnisse der Staatsschuldenverwaltung vom Jahre 1898/99 beliefen sich die Passiva der Hessischen Staatsschuld zu Ende des gen. Jahres auf 259,482,711 Mr. 83 Pf., denen an Aktiva 17,501,626 Mt. 61 Pf. gegenüberstehen, so daß eine reine Staatsschuld von 241,981,145 mt 22 Pf. verbleibt. Da das vorherge gangene Jahr mit einem Passivbestand von 228,017,886 Mark 22 Pf. abschloß, so liegt eine Vermehrung der Staatsschuld um 13,963,259 Mt. in dem betreffenden Jahre vor, hauptsächlich entstanden durch Begebung einiger Anleihen zur Erbauung von Nebenbahnen und Deckung sonstiger außerordentlicher Staatsbedürfnisse. Von der Hess. Staatsschuld ist der weitaus größte Teil, nämlich 183,848,032 mit. zu 3 Prozent, 70,522,032 Mr. find zu 3/2 Prozent und nur 5,035,643 Mt. zu 4 Prozent verzinslich. ** Die Kreis konferenz der sozialdemofratischen Partei nominirte inderSigungamSonntag für die zukünftige Reichstagswahl den Stadtver ordneten Kaufmann Krumm zum Kandidaten im oberhessischen Wahlkreis Gießen Grünberg- Nidda. In der Diskussion wurde u. A. auch ein Zusammengehen der Sozialdemokratie mit den links stehenden bürgerlichen Parteien bei den nächsten Reichstagswahlen besprochen. Es wurde dabei erklärt, daß für die Hauptwahlen an ein derartiges Kartell nicht zu denken sei. ** Schuß der Photographie. Der Entwurf eines neuen Gefeßes, betreffend das Urheberrecht an Berten der Photographie, ist vor furzem den Regierungen der Bundesstaaten zugegangen und gleichzeitig auch im„ Reichsanzeiger" veröffentlicht, um auch weiteren Kreisen zur Meinungsäußerung Gelegenheit zu geben. Aus Hessen und Nachbargebieten. ** Großen- Bused. Am letzten Sonntag veranstaltete der hiesige Turnverein ein Vereinswettturnen. Die Beteiligung an demselben war eine rege; das Resultat ist folgendes: in der Oberstufe: 1. Preis Karl Rühl 55,75 Bunfte, 2 Pr. Chr. Rohrbach 54 P., 3. Pr. H. Scheld 52. Unterstufe: 1. Pr. Wilh. Schneider 71,75 P., 2. Pr. Heinrich Hahn 61,75 P., 3. Pr. Chr. Schäfer 57,75 P., 4. Pr. L. Mattern 54,75 B., 5. Br. Ph. Schäfer 52,75 P., 6. Pr. H. Scheld 1. 51,75 ** Nidda, 11. August. Seinen diesjährigen Ausflug unternahm der Gewerbeverein gestern nach Braunfels. Trotz des zweifelhaften Wetters nahmen ca. 80 Mitglieder und Gäste daran teil. ** Laubach, 11. August. In voriger Woche wurde der Tunnel durch das Kaff fertiggestellt; die solide Ausführung desselben macht seinem Erbauer alle Ehre. Die beim Tunnelbau beschäftigten Arbeiter schmückten den Eingang mit Tannenbäumchen und die Bauleitung spendierte denselben in einer Wirtschaft in Freienseen einen kräftigen Trunk. ** Alsfeld, 11. Aug. Gestern feierte unser Turnverein sein 40jähriges Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe. Im Schauturnen erreichte ein Turner an den drei voltstümlichen Geräten die volle Punktzahl. Bei der Preisver teilung erhielten den 1. Preis mit 72 Punkten G. Didhut. 2. Pr. mit 70 Punkten K. Bender. 3. Pr. mit 64 Bft. G. Büding. Frankfurt a. M., 12. Aug.( Heu- und Strohmarkt.) Angefahren 24 Wagen neues Heu, 8 Wagen Heu Mt. 3. bis Mt. 3.40 Stroh Stroh, altes Heu( Roggenstroh) Mt. 2. bis 2.30. Geschäft flott. ** Frankfurt a. M., 11. Aug. Die aus dem gestrigen Achterrennen um den städtischen Hafenpreis als Siegerin hervorgegangene Frankfurter Rudergesellschaft Germania" hat sich bereit erklärt, in dem für den 31. dg. Mts. in Frankfurt a. M. stattfindenden Achterrennen zwischen " Nr. 185. Oberhessische Familienzeitung. als es nötig gewesen wäre. Tisches und feste fich einige Stüble weiter von Alice entfernt, Er ftellte feinen Gut auf die rote Wollendecke des großen " Welch eine wundervolle Beit, hinüberzugeben", sagte Alice, in England alles anfängt, fürchterlich zu fortzugeben. ich hin ..gerade Min wenn arten auch darauf Freunde" Nun frage ich nicht fie nickte Seite 2. niemand anders anvertraut bätte. Es war eine Menge Gold mutet, daß er Dir ein Bekenntnis gemacht hat, welches er aus Neugierde, aber wir sind alte ,, und ich habe immer feitdent vers da-" Nr. 185. Kleines Feuilleton. Oberhessische Familienzeitung. bon Josef Buchhorn. Eine Humoreske aus dem Studentenleben Hanns Heinz, Hanns Jochen, Hanns Hermann. Rochdruck perboten.) Heinz wurde genz bon der Schönheit Seite 3. dieses sentimental. Morgens ( F im Speziellen, von der Pracht des Sommers im allgefchwärmte herzen über. Hanns fleres dieser Halichkeiten auf empfängliche Menschen meinen und lenkte dann zu einer Schilderung des Res " Sichst Du, Benno, so war es auch damals quf und periant in Sanfen 200 puke Bekanntmachung. Pferdemarkt.. Gießen. Am Mittwoch, den 10. September findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Huhu dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1565 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schlenke Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplaß und zurück Am 11. September, nachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, Juli 1902. Die Pferdemarktkommission zu Gießen. Jean Kirch, Stadtverordneter. Meine wöchentlich frisch gebrannten Kaffee's von vorzüglicher Qualität und Ausgiebigkeit empfehle ich ,, ohne Porzellan- Zugabe" Schöner Laden mit oder ohne Wohnung zu ver Schulstraße 10. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß mieten. der Verwaltungsrat den Zinsfuß für neue Darlehen aus unserer Kasse vom 1. Otober 1. 3. ab auf 4% Söne 5- Zimmerwohn. ermäßigt hat, und daß auch eine solche Ermäßigung vom mit Zubehör wegen Weg ug per 1. Januar 1903 für alle diejenigen Schuldner eintritt, welche 1. Oft. zu vermieten. feither 42% Binsen gezahlt haben. Gießen, am 8. August 1902. Schulstraße 10. 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Loh, Bahnhofft. 22. Gießen. Kirchstraße. Gießen. Heinrich Tichy, Coiffeur, Emil Koch, Friseur, Georg Loh, Schönes Instrument zum Verkauf ist in meiner Werkstätte aufg estellt. Friseur, A. Welz, Parfümerie. Nr. 186. Mittwoch, den 13. August 1902. Edgar Borrmann, Eisenhandlung, Gießen. Zu beziehen durch jede Buchhandlung ein 37. Aufl. erschienene Schrift des Med.- Rat Dr. Müller über das gestörte Nerven und Sexual- Syston m Frelzusendung für 1 Mk. in Briefmarken 52] Curt Röber Braunschweig. 3) Ende Oberbessische Familienzeitung. Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. With Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein 381 ( Nachdruck verboten.) Obgleich seine wilden Blicke mich erschreckten, antwortete ich ihn, daß ich schon einen unbestimmten Verdacht gehabt hätte, aber ich sagte ihm nicht, daß Du ihn mir eingegeben hättest. Was ich dann noch sagte, war dies:„ Was Sie auch gethan haben mögen, was Sie auch beginnen mögen, Sie thaten etwas, was nie und nimmer in meinen Augen geringer werden kann." Ich meinte, daß er meines Vaters Leben gerettet hatte, und damit stürzte ich fort von ihm, ohne mich noch einmal umzusehen. Was nachher passierte, weißt Du besser als ich." Alices Stimme bebte, sie war zum Schluß kaum verständlich gewesen. Dick stand am Fenster und sah schweigend auf das Spiel der welken Blätter draußen, bis ibm unwillkürlich ein leiser Ausruf entschlüpfte: Seine Stimme brach. „ Armer Miles." Der Australier. Roman von E. W. Hornung. Des Mädchens Antwort war ein leises Schluchzen. Dies war also endlich die Wahrheit. Die Unschuld und die Reinheit dieses lieblichen Mädchens batten diesen fühnen, verzweifelten, ungläubigen Mann im letzten Augenblick mit Ehrfurcht und Schrecken erfüllt. An der Grenze des schlimmsten aller seiner Verbrechen hatte sein Mut ihn verlassen, oder um ihm volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen sein Herz war erwacht! Ja, das mußte es gewesen sein, denn der arme Kerl hatte sie nur zu sehr geliebt. Sein letzter Gedanke gehörte ihr; seine letzte Anstrengung im Sterben war für sie, sein Lebensblut floß in ihrem Dienst dabin! Aber Alice? Hatte sie ihn nicht geliebt? Hatte sie ihm nicht von Anfang her ihr Herz geschenft? Hatte sie es in diesem Zimmer damals nicht schweigend zugegeben? Dann gehörte ihr Herz auch noch ihm, es mußte ihm stets zu eigen bleiben- ob er tot oder lebendig, falsch oder treu, Schurke oder Held gewesen war. Arme Alice! Wie schrecklich für ein Mädchen, ihre Liebe einem Unwürdigen geschenkt zu haben! Dicks Herz blutete für sie, aber was konnte er für sie thun? Er konnte nur foctgehen und für sie beten, daß fie es eines Tages überwinden und sich fassen möge. Nun fiel ihm wieder ein, daß er ihr noch nichts von Australien gesagt hatte. ,, llebrigens"- fing er an nach langem Schweigen, das Zimmer büllte sich in Dunkelheit, und das Feuer brannte langsam nieder-„ habe ich Dir noch immer nicht gesagt, Nicht, um Campton und seine Schwester fortgehen warum ich morgen um diese Zeit an Bord des Rome" sein zu sehen; bis Du es mir erzähltest, wußte ich nichts von deren Abreise. Kannst Du den Grund nicht erraten?" werde. „ Nein." „ Ich will es Dir sagen. Weil ich morgen nach Australien zurückgehe. Ich fehre in den Busch zurück." Das Korbsopha bebte; dann war alles still, und Dick beobachtete, wie die Dunkelheit auf die flachen Felder jenseits des Flusses herabsank. Die nächsten Worte Alices hatten einen harten Klang. Wieder Schweigen. Did trommelte auf das Fensterbrett. In Alices Stimme hatte Bedauern gelegen, genug, um ein Gefühl der Dankbarkeit gegen sie in ihm zu erwecken. " Ich glaubte, Du fämeſt in England so gut weiter?" " Das that ich." " Weil ich England unerträglich fand." Warum gehst Du zurück?" „ Ist es für Deine Familie nicht eine schreckliche Enttäuschung?" nur weibliches Sie sprach so ernstlich, als ob sie selbst zu dieser Zahl gehöre,„ aber", dachte Dick,„ das ist Mitleid." „ Und wird es Dir so leicht, die, welche Dich lieb haben, „ Ich setzte es voraus", sagte Dick unbehaglich. zu betrüben?" Und sie, Alice, war so schwach,' so Sie fühlte, daß sie ihren verdienten Lohn Alices Herz dagegen pochte in wilden, beängstigenden empfing. Jetzt war Dick genau so falt zu ihr, wie sie früher traurig, 10 sterbensfrant, so voller Gewissensbisse, so liebearm und so bereit, zu lieben! Und dies war die allerlegte Ge,, Giebt es nichts, das Dich vom Fortgehen zurückhalten zu ihm gewesen war. Schlägen. legenheit! „ Nichts!" fönnte?" ,, Ach, Du hast Deine Ueberfahrt bezahlt?" Deshalb nicht." „ Warumi denn? Weil Du Dein Herz darauf gesetzt hast und nicht davon abstehen willst, gleichviel, wer Dich darumi bittet?" Dick lehnte sich an das Fensterfreuz, um sich zu halten. Alles drehte sich im Kreise um ihn; er traute seinen Ohren nicht. Es lag eine weiche Zärtlichkeit in ihrer Stimme, welche er nicht zu verstehen wagte. Die Worte endeten in einem unverständlichen Schluchzen. „ Meinst Du, daß Du mich bittest, in England zu „ Ich meine, daß daß Du- daß ich-" ,, Was meinst Du?" fragte er heiser. bleiben?" Dick stellte diese Frage mit ernster Stimme, die aber vor unterdrückter Erregung bebte. Nur Schluchzen war die Antwort. Er kam unsicher durch das Zimmer, fiel auf die Dann wiederholte er dieselbe Frage mit denselben Kniee an ihrer Seite und nahm ihre beiden Hände in die Die Antwort fam zitternd und flüsternd, mit einem neuen Worten, in demselben Ton. Thränenstrom. jeinen. ,, Bittest Du mich wirklich, daß ich bleiben soll? Ich gehe oder bleibe nach Deinem Wunsch. Liebling, Du weißt, was das für uns beide bedeutet?" Dann würde der„ Nome" ohne mich absegeln." Alice lächelte ungläubig durch ihre Thränen. " Und wenn ich es thäte?" Keine Antwort. „ Sprich, Alice, sprich, dies ertrage ich nicht. Soll der Dampfer ohne mich fortgehen?" Alice sprach endlich. Der„ Rome" segelte ohne ihn hinaus. der Pariser und der Frankfurter Mannschaft zu| Mezgerinnung fand vorgestern ihren Abschluß. Er| starten. schienen waren 10 Lehrlinge und deren Eltern und Lehrmeister, sowie eine große Anzahl Meister und Gesellen. Die hessische Handwerkskammer war vertreten durch den stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Stadtrat Rockel aus Darmstadt, die städtische Behörde durch Schlachthofdirektor Schüler. Von den 10 Lehrlingen hatten 3 sehr gut bestanden", 4 " gut bestanden". ** Obstbericht. Nach dem letzten Wochenbericht der Centralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. hatte vom 4. bis 9. August auch das Geschäft in Obst unter der ungünstigen Witterung zu leiden. Die Geschäftslage war durchweg still. die Abschlüsse ließen zu wünschen übrig. Verlangt werden noch, obgleich die Ernte in allen Teilen Deutschlands fast ganz borüber ist, bedeutende Posten SauerIn Reineflauden und Mirakirschen und Erdbeeren. ** Mainz, 12. Aug. Das Kaiserpaar trifft nach amtlichen Mitteilungen am Freitag den 15. Aug., abends 10 Uhr, von Koblenz kommend, mittels Extradampfers hier der Kaiser sich sofort ins Großherzogl. Palais Frankfurt a M. nach Homburg v. d. H. Die am Rhein gelegenen Städte, Ortschaften und Billen werden eine prächtige Illumination veranstalten. Auch in Mainz werden die Straßen, durch welche der Kaiser zum Schlosse fährt, illuminirt werden. Der Vorstand der hiesigen MezgerInnung fordert die Mitglieder der Innung auf, dem Mainzer Viehmarkt unter allen Umständen treu zu bleiben und nur von solchen Händlern zu kaufen, welche die den hiesigen Markt besuchen. Bekanntlich haben die Viehhändler infolge der hohen Schlacht- und Viehhofspesen in Mainz den Mainzer Biehmarkt boyfottirt und sich nach Wiesbaden gewendet. ziemlich erreicht worden, während der Wasserverbrauch in größerer war. Nr. 187 Mov.nement prei ** Breßenheim, 12. August. Die diesjährige Ge ins Haus gebracht treide- Ernte, deren Erträgnisse bedeutend unter der Mäuseplage gelitten haben, geht ihrem Ende entgegen. Einzelne Aecker wurden von den Mäusen derartig heim gesucht, daß es sich fast nicht lohnte, den leberrest zu mähen. Mit Weizengift, das man den verderblichen Nagetieren streute, hat man feine bemerkenswerten He ** Brezzenheim, 12. Aug. Die Bürgermeisterei zabli fultate erzielt. dies zu Nußen und wurden am Samstag über 1200 unb am gestrigen Tag über 5000 Mäuse abgeliefert. ebenso in Moft- und Tafeläpfeln, die in bedeutenden begibt, reist die Raiserin gleich nach ihrer Ankunft über Unsere Schuljugend, welche eben Ernteferien hat, macht fi Posten gewünscht werden. Die Angebote im Lauf der Woche waren zahlreich, aber in allen Obstarten nicht sehr bedeutend. Die Durchschnittspreise betrugen: Johannisbeeren 13,50 Mr., schwarze 14,50 Mk., Kirschen 24-30 Mr. Stachelbeeren 10,50 Mt., Aprikosen 30 bis 40 Mr., Pfirsiche 35-40 Mt., Heidelbeeren 13 bis 14 Mt., Himbeeren 25,50 Mt., Frühbirnen 9-16, Frühäpfel 12-15 Mt. per Centner. Der Finanzminister ** Darmstadt, 12. August. Gnauth hat einen mehrwöchentlichen Urlaub angetreten. ** Darmstadt, 12. Aug. Auch in diesem Ersaziahre fonnten bei der hessischen Division sämtliche( 3894) eingestellten Refruten schreiben und lesen, es gab also wie im vorigen Jahre feinen einzigen Analphabeten. Darmstadt. Man teilt der„ Frkf. 3tg." mit, daß am letzten Donnerstag Abend auf dem hiesigen Bahnhofe die Herren Rechtsanwalt Dr. Geßner, Amtsrichter Dr. Mahr, Oberrechnungsrevisor Reißel und Hofbuchhändler Reizel, sämmtlich von hier, von der Bahnpolizeibehörde auf telegraphisches Ersuchen von GroßGerau aus sistirt werden mußten, um sie zu zwingen, fich zu legitimiren. Sie sollen auf der Fahrt von Mainz bis Groß- Gerau einem Mitreisenden gegenüber ihre antisemitische Gesinnung derart bethätigt haben, daß dieser, ein junger Kaufmann aus Groß- Gerau, halb ohnmächtig in Groß- Gerau anfam. Die Herren, die der Bahnpolizeibehörde Groß- Gerau die Angabe ihrer Namen verweigerten, mußten in Darmstadt dazu gezwungen werden. Da Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet ist und jedenfalls daraufhin eine Untersuchung eingeleitet werden wird, wollen wir von einer Wiedergabe der uns übermittelten Einzelheiten zunächst absehen. ** Homburg v. d. H., 12. Aug. Anläßlich der Dentmals- Enthüllung in Homburg und Cronberg wird der Kaiser, wie nun feststeht, im hiesigen Schlosse absteigen. ** Cronberg, 12. August. Prinzessiu Friedrich Karl von Hessen hat das Protektorat über den „ Ober- Taunus" Kreis- Krieger- Berband nommen. ** Mainz, 12. Aug. Die Gesellenprüfung überder Die Franff. 3tg." berichtet noch: Durch die Weigerung des hessischen Viehhändlervereins, den hiesigen Viehmarkt zu besuchen, beginnt die Fleischbersorgung der Stadt empfindlich berührt zu werden. Während beispielsweise die Dienstagsviehmärkte in Mainz stets mit 320-350 Stück Großvieh beschickt waren, waren auf dem Biehmarkte am 12. August nur 8 Stück zugetrieben. Die Megger mußten deshalb ihren Bedarf auf auswärtigen Viehhöfen decken. Wie wir vernehmen, wird diese Angelegenheit zu einer Interpellation in nehmen, wird diese Angelegenheit zu einer Interpellation in der Stadtverordnetenversammlung Veranlassung geben. - Das Programm der Kaiserparade in Mainz ist folgendes: Samstag, den 16. August, bormittags 8 Uhr, begiebt sich der Kaiser auf den großen Sand zur Truppenschau, welche mit Ererzieren des Dragoner- Regiments Nr. 13 eröffnet wird. Es folgt dann das Gefecht der 50. Brigade unter General Hierauf findet Parademarfch folgender Biebahn. Regimenter statt: 80, 87, 88, 116, 117, 118, des Regimenter statt: 80, 87, 88, 116, 117, 118, des Pionier- Bataillons Nr. 21, der 25. Kavallerie- Brigade und der Feldartillerie- Regimenter No. 27 und 68. Die Fahnen werden von einer Kompagnie des Infanterie- Regiments No. 116 nach dem Schlosse gebracht, wo nach der Truppenschau Mittagstafel stattfindet. Die Abreise des Kaisers ist auf 4 Uhr nachmittags angesetzt. ** Worms, 11. Aug. Der Durst beim Turnfest. Der Voranschlag, der 8000 Flaschen Wein, 7000 Liter offenen Wein, 300 Heftoliter Bier und 6000 Krüge Wasser vorgesehen hatte, ist mit Ausnahme des Schoppenweines ** Koblenz, 11. Aug. Die Frau des Telegraphen beamten Brendgens aus Köln spazierte Vormittags 11 Uhr mit 2 kleinen Kindern am Moselufer. Hierbei wurde fie von einem Manne überfallen, der ihr mit einem Stilet eine 6 Millimeter breite Wunde in den Unterleib beibrachte. Die schwangere Frau wurde zu ihren hier wohnenden Eltern ge bracht. Der Thäter ist noch nicht gefaßt. Er ist 25 biz 30 Jahre alt, hat ein fahles Gesicht und trug einen grauen Anzug und schmutzigen Strohhut. ** Der Wildstand im preußischen Spessart hat in den lebten Jagren sehr erheblich abgenommen. Während bor 25 Jahren die Wildschweinsjagd zu den beliebtesten und lohnendsten Jagdarten gehörte, ist das Schwarz wild jetzt schon seit Jahren vollständig verschwunden. Auch der Rotwildstand ist erheblich im Rückgang be griffen, so daß jagdbare Hirsche bereits zu den Selten heiten gehören. Es ist dies eine Folge der imme größere Flächen einnehmenden eingegatterten Forstful turen und der häufigen Wiederverpachtungen der Kom munalforsten, womit gewöhnlich ein Radikalabschluß der Vorpächter verbunden ist. Vermischtes. * Die Cholera hat, wie jest verlautet, auch unter den deutschen Truppen ist Ostasien Opfer gefordert. Offiziös wird mitgeteilt: Am 27. Juni ist ein Mann in Janglfun, am 28. Juni je ein Mann in Schanha kwan, und Tientsin Dorf, am 14. Juli ein Mann in Schanghai, am 23. Juli 3 Man in Schanghai und am 4. August ein Mann in Schanhaitwan an Cholera verstorben. Seit dem 4. August 1902 sind neue Fälle unter den Truppen nicht vorgekommen, auch ist sonst deren Gesundheitszustand durchaus befriedigend. * Bukarest, 11. August. In der Central- Werkstätte des hiesigen Hauptbahnhofs wurde eine Falschmünzer Werkstätte entdeckt, deren Mitglieder sich aus der Zahl der hiesigen Schlosser rekrutirt. Diese haben seit Jahren falsches Geld in Höhe von ca. 700,000 Lei in Verkeh gesetzt. Gratisbeilagen: Oberheffische Ze Gartenbau, sowie Das Blatt erfa 2 für S Ministe In der fon Reife des Land nach Weft und in der es heißt: Herr bon mationsreife, preußen gefül überhaupt die Vorteil sein m lich aus A darüber laut was eigentli habe. Trob fich der Land Verhältniffe i mit Genft hat Winter wird fahrungen im Den landwirt Er jah mit und fand fanntlich nic Mund zu n schaftlichen Erstaunen bieten, die fich nicht nu auch praktisch und Vereinfa bon Arbeits Insbesonder burger To Höchster dem Minist Der Minift Verfahren, und beripia zweig nach S Da Her liche Ratgeb Monarchen nehmen die thatsächlichen und damit richtiges Ma und so Lofer Seiterfeit die freife an, lajien fich und Frohberg, ha graubleich und ga Stuhl und brudte Augen, Burtard Froh ihm die Geschichte meife Entschuldigu Lame, die Braute Juhig, eine der Abelsberg batte au gelodt- man t haben, was aber war die Art und und gleichgültig Ehrenmann." So hatten fah mit geheime grämteres Ausje jo nahe? Die er lich!-Oder wa Ach, er war Ebern ausstand feines Lebens, die Mir bleibt Innerung wacht in brennt wie agend Herzen. febe ein Jest raffte e Frohberg- Wa fagen Sie gehen n Hichtiger Golbat Breußen gebühren boffentlich und id Jest baben Sie Nr. 186. Oberhessische Familienzeitung. liebenswürdig Was-?" Hanns Jochen?" Jochen. Sehr richtig!" Vater viele wertvolle Unifa ( Schluß.) Hanns Jochen gegenüber wäre Notburg ähnlich Wort für mich einzulegen. Darauf schrieb er mir, ich unverbindlich( dent' Dir unverbindmein Herz ausgeschüttet und ihn gebeten, bei ihr ein ebenso zweifelhaft wie die Kandidatur Hanns Familie Notburgs, der alte Direktor ist ein großer " So-? Ja, aber woher weiß der denn das von Hanns Heins, Hanns Jochen, Hanns Hermann. Verkehrsgrund: Interund ob ich da in Frage käme, das essengemeinschaft- Da hab' ich ihm lezthin' mal Münzensammler und Hanns Hermann hat von seinem Woher-? Hanns Hermann verkehrt viel in der solle mir keine vergeblichen Hoffnungen machen. Denn lich!) gewesen wäre " "-in Frage fäme-" -und ob ich da-" Seite 2. antrage kontrahieren, Herr Better scheinbar den gleichen Text zurückerhalten." gerufen-?" fing Hanns Heinz wieder an. Gesichtsausdruck. Aber sie verstanden sich. Sie waren nach Empfang des Briefes entschieden "-das wäre--" und schüttelten sich die Hände weniger friegerisch gestimmt als ich." " Ich werde vom nächsten Semester an Hanns Jochen nahm einen langen Schluck. Die beiden Gegner tranfen ihre Schoppen aus daß ich Ihnen statt dessen meine Brüderschaft " Von rechtswegen müßte ich Sie jetzt ebenfalls ,, Darum also die Fechterei?" meinte Hanns Heinz. „ Also auch Sie haben seine Intervention anDie beiden sahen sich an, nicht mit dem flügſten und ich habe den Namen ausgenommen aber- gestatten Sie, um= Eine Droschke überholte ihren Wagen. Ein paar Benno erwiderten mit der bei den beiden Korporationen mir nicht." weiße Baltenstürmer grüßten herüber. Hanns Heinz und satteln", erklärte Hanns Jochen, die Juristerei gefällt reits begossen. herauf, Hauns Heinz." füchse, die den Ehrentag ihres F. M. in der Frühe beVon oben grüßten die grünen Mützen der Teutonen" Gott sei Dank, da wären wir ja! Schau' mal „ Ausgeschlossen." zur Zeit üblichen Förmlichkeit. zwischen Hans Jochen und Dir?"" ,, und menn er Dir die Pastete voll haut?" " O du heilige Einfalt! Ich will ihn so zu zeichnen versuchen, daß Notburg ihn für alle Zeiten satt hat." " Ja, nu sag' mir nur, was soll denn die Fechterei weg nicht, den die beiden Vettern zusammen zurücklegten. Von Notburg fiel fein Wort, auch auf dem Heimstark vor, zu meiner Jugendliebe, der Philologie zurückzukehren... „ Mir auch nicht", erwiederte der andere, ich habe nehmen. einen, der an der anderen Ecke. Um fünf Uhr wollten Um halb 4 Uhr kam die Nachmittagspost. nach seinem Stock und hastete die Treppen hinunter. fie einen gemeinsamen Dämmerversöhnungsschoppen Sogleich nach Erhalt der Briefe, griff Hanns Heinz Sie wohnten in derselben Straße, der an der Am Fuße begegnete ihm Hanns Die Mensur war geschlagen worden. hatten sich beide nichts nachgegeben und ob auch jeder ob sie in eine Fleischmaschine geraten wären. Sie Jochen. Der lachte. Hanns Heinz und Hanns Jochen sahen aus, als„ Nein, so' was!" „ Skandalös was?" " Ich erhalte die Post einige Minuten früher- Minuten verkündete: ,, Silentium, Mensur ex!" waren stehen geblieben, bis der„ Unparteiische" nach 25 mindestens fünf Abfuhren" auf dem Schädel hatte, sie daher bin ich schon bei Dir!" „ Warum, wer's Glück hat, führt die Braut heim. Wir schicken vom hub Hanns Jochen an. berbänden um den Kopf wieder auf der Bildfläche... halb Sie mir die Schlägerforderung aufbrummen ließen," Gegenpaufanten der„ Silberburg" zu..... Sie hatten sich die Hand gegeben und waren dann Jezt nur nicht beleidigt sein. Beendigung erschienen sie beide mit dicken Wickel- Es lebe Hanns Hermann, es lebe Notburga!" des Genähtwerdens unterworfen worden. Nach deren cieren den Verlobten unsere gemeinsame Mensurtype. Darf ich jezt vielleicht fragen, Herr Vetter, wes- philosophierte Hanns Heins und schritt mit seinem der ebenso umständlichen wie schmerzhaften Prozedur Dämmerschoppen eine Bierkarte, gratulieren und annon,, Wie können sich die Menschen nur so verstellen?" geahnt." haben, so viel ich bemerken konnte, nichts davon sagte Ihnen denn von meinen Absichten? Ste selber zwar etwas unbehagen- aber er trank mit. " Noch eins- ohne unbescheiden zu erscheinen, wer Hanns Heinz verspürte bei diesem Gefühlsausbruch Vetter!" dagen noch sichtbar waren. Ihrem Wohle, Herr erhellten sich, so weit sie unter den Binden und BanAch, Notburg," fiel der andere ein und seine Züge schaffen gedachte." furrenz bei Notburg ein für allemal vom Halse zu " Weshalb? Weil ich mir die unbequeme Kon,, Hanns Hermann." der?" Der andere machte ein langes Gesicht. So ,, Ja, er schrieb mir: ich solle mir keine Hoffuung machen- ,,- liebenswürdig gegenüber wäre Notburg ähnlich-" denn", ergänzte der andere,„ Hanns Heinz der verblüffte Hanns Heinz den Faden wieder auf. unverbindlich gewesen", nahm Wer der Vorderste ist, führt die Herde. Magisches Kreuz. OSV Auflösung der Rätsel in Nr. 185: Rebus. Q" fte Often d 962 140 Steue 140 1631 e r n Venedig eng dri Initialen- Rätsel. Neis Arad Agram Neger Jessen ubier Ewald Zinn Aranjuez.