Nr. 263. Mov.nement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- nnd Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 11. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsvreis: Die einfpaltige Petitieile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Big. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferus rechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Auf Kredit. Ein Beitrag zur Handwerkerfrage. Die Abende werden kürzer, und beim traulichen Lampenscheine beginnt wieder jenes intime Familienleben, das die Zeit vor Weihnachten tenn- und auszeichnet. Die brave Tochter und die sorgsame Hausfrau bereiten für Haupt und Glieder der Familie die Weihnachtsüberraschungen vor, und im Geschäftsleben zieht der Verkehr, wie der unstausdrud lautet, wieder an. So könnte der Bürjersmann eigentlich jetzt seine innere Befriedigung finen, wenn nicht ein schwerer Schatten über dem Geschäftseben schwebte, das unselige Borgsystem. Ein Handwerksneister, der uns darüber sein Herz ausgeschüttet hat, tennt das Kreditgeben den Krebsschaden unserer Zeit. Jeder Handwerksmeister, schreibt er, st genötigt, Kreit zu geben. Die meisten Kunden, die gegen Bargeld aufen wollen, gehen in solchen Fällen zu den großen Beschäften in der eigenen Stadt oder an größeren Pläßen; tscheinen sie aber mit Aufträgen bei dem kleinen Gechäftsmann, dann ist das gleichbedeutend mit einem Bumpgeschäft. Auch diese schlimme zwangslage, in der ich der Handwerker befindet, ließe sich ertragen, wenn venigstens Ordnung herrschte ein Pump auf ein Viereljahr, auch auf ein halbes Jahr hinaus, ist wenigstens ine Fristbestimmung, die sich berechnen und in der Kalulation genau verwerten ließe. Aber manche Handwerer müssen Jahre und Jahre lang Kredit gewähren und ürfen dann noch nicht einmal energisch ihr Geld for= ern. Denn sonst schaffen sie sich in ihrer nächsten Nacharschaft Feinde, die durch ihre gelegentliche Agitation m Stammtische um so gefährlicher sind, je größer ihr ersönliches oder gesellschaftliches Ansehen ist. en. Das bürgerliche Gesetzbuch hat ja allerdings eine ristverkürzung für die Zahlungspflicht eintreten lassen, ber das alles reicht noch nicht aus, um bessere Verältnisse herbeizuführen, denn der säumige Schuldner hat mmer noch reichlich Gelegenheit, die Langmut des Meiers auf eine harte Probe zu stellen und ihm Kummer nd Sorge zu bereiten. Die Kundschaft ist vielfach, auch benn die Gewerbetreibenden sie nicht aussuchen, sehr rompt in der Bestellung, aber sehr schüchtern im ZahGenau besehen, ist der gesamte Verbrauch einer janzen Anzahl von Familien ,, vorgegessenes Brot". Das, vas in der Gegenwart verzehrt wird, soll in Zukunft rst bezahlt werden. Das sind ganz ungesunde Zustände. Die neugegründeten Handwerkskammern haben sich ielfach bemüht, einen Ausweg zu finden, aber alle Vorhläge, die gemacht worden sind, haben bis jetzt ablut keine Wirkung gehabt. Man hat empfohlen, verhiedene Preise für Kassabestellungen und Kreditbestelungen einzuführen. Dieser Weg ist von den Handwerern nur sehr zaghaft beschritten worden, denn der Kunde ennt dem anderen nur den Preis ohne Angabe der irmäßigungsgründe. Es wird also durch Vorzugspreise ir Barzahlungen der Schein verschiedenartiger und pariischer Berechnung erweckt. Der Abzug eines Skontos ei Barzahlungen jetzt schon eine Vertrautheit mit der ufmännischen Technik voraus, die vielen unserer jețien Meister noch fehlt. Möglich, daß die nach uns komende Handwerkergeneration darin gewandter ist, zual ja in den Fortbildungs- und Fachschulen die eleentaren faufmännischen Kenntnisse gelehrt werden. Aber ie augenblicklich die Verhältnisse liegen, schreien sie jrmlich nach Abhilfe nicht bloß im Interesse des Gehäftsmannes, sondern auch des barzahlenden Kunden, er begreiflicherweise dem Handwerker am liebsten ist. enn, wie eben bereits angedeutet, werden die Preise teist einheitlich auf die Kreditgewährung zugeschnitten, daß also der zahlende Käufer durch die Schuld r schlechten Zahler einen höheren Preis zahlt, als er gentlich, wenn im Regulieren Ordnung gehalten würde, hlen sollte. Zur Abhilfe giebt es zwei Wege: Die Selbsthilfe und 13 Eingreifen des Staates. Als Mittel der Selbsthilfe it man u. a. auch vorgeschlagen, daß die Lieferungen gegen Wechselaccepte ausgeführt werden sollten. enn es wirklich gelingen würde, hierüber eine Einigung ' mtlicher augenblicklich bestehenden Geschäfte herbeizufüh n, so würde die verschärfte Konkurrenz neu entstehenr Gewerbebetriebe schon dafür sorgen, daß diese Meode bald wieder verlassen würde. In der Zunstzeit, 3 das Handwerk ein geschlossener Beruf war, wäre eine rartige Organisation des Zahlungsverkehrs möglich geesen. Heute nicht mehr. Dem Staate aber fehlt jede gitimation, in das Kaufgeschäft zwischen dem Meister id Kunden durch eine dahin zielende Vorschrift eingreifen. Andererseits aber ist auch die Staatshilfe cht zu entbehren. Aber wie soll sie beschaffen sein? Einen Ausweg gäbe es, und es wäre sehr erwünscht, nn auch andere Handwerksmeister diesen einmal erigen und bei den kommenden Reichstagswahlen für ssen Aufnahme in das Programm der Kandidaten forn wollten. Es müßte im bürgerlichen Gesetzbuch eine Stimmung aufgenommen werden, wonach sich der Preis r die auf Kredit entnommenen Waren von selbst mit Ir jedem Monat um je 1, nach Ablauf des ersten Viertel jahres um 2 und nach Ablauf des ersten Jahres um je 3 Prozent pro Monat erhöht, und zwar nicht bloß für die gesamte Summe, sondern auch für die Restraten. Das würde die Käufer zur Regulierung nötigen und unser ganzes Geschäftsleben gesund machen. Wir glauben, unser Meister hat so unrecht nicht. - Deutscher Reichstag. - Das Haus wieder beschlußunfähig. 212. Sigung CB. Berlin, 10. November. Der Reichstag, der am vergangenen Freitag wegen Beschlußunfähigkeit seine Sigung hatte abbrechen müssen, war heute zu Beginn mit knapper Not beschlußfähig. An der namentlichen Abstimmung über den ersten sozialdemokratischen Antrag zu§ 5 des 30lltarifgesezes, der die zollfrei bleibenden Gegenstände aufführt, nahmen 219 Abgeordnete teil, von denen nur 54 für den Antrag der Sozialdemokraten stimmten. Einige weitere Aenderungsanträge wurden in einfacher Abstimmung verworfen, darunter auch ein Antrag Gothein, die in fremdländischen Küstengewässern gefangenen Schalen- und Krustentiere zollfrei zu lassen. Bis zum nächsten sozialdemokratischen Antrag, der ebenfalls verworfen wurde, hatte sich die Zahl der Anwesenden um fünf erhöht. Der Antrag wurde mit 160 gegen 64 Stimmen abgelehnt, ein späterer Antrag mit 160 gegen 56 Stimmen. Verschiedene Anträge Albrecht und Gothein wurden in einfacher Abstimmung abgelehnt. Ein sozialdemokratischer Antrag zu Ziffer 11 wurde bei 214 Abstimmenden mit 157 gegen 57, Stimmen abgelehnt. Bei der folgenden namentlichen Abstimmung über einen sozialdemokratischen Antrag zu Ziffer 12 ergab sich, daß nur 191 Abgeordnete abgestimmt hatten, das Haus also beschlußunfähig war. Präsident Graf Ballestrem beraumte die nächste Sigung auf Dienstag, 12 Uhr, an. Die Politik. Der Kaiser in England. Aus Anlaß des Geburtstages von König Eduard fand in der Kirche zu Sandringham ein Festgottesdienst statt, den Bischof Ripon zelebrierte. Der König begab sich mit seinem faiserlichen Gaste zu Fuß nach dem Gotteshause, vor dessen Portal die Notabilitäten Englands die Monarchen erwarteten, u. a. auch Chamberlain. Der Kaiser verweilte, nachdem er ihn höflich begrüßt hatte, etwa eine Viertelstunde mit Chamberlain in einem sehr angeregten Gespräch. Bischof Ripon hielt während des Gottesdienstes eine Predigt, in der er die Hoffnung aussprach, daß die Klassenunterschiede unter den Völkern zurücktreten werden, und daß die Welt sich im Geiste der Brüderlichkeit verjünge, wie denn Deutschland und England sich in ernsten Stunden stets nahe gestanden hätten. Die Auslassungen der englischen Presse anläßlich des Kaiserbesuchs sind immer noch vorwiegend deutschfeindlich. Nach einer Mitteilung der ,, Daily News" handelt es sich bei dem Kaiserbesuch um die Abfindung Deutschlands für dessen Zustimmung zur Erwerbung der Delagoabai durch England. Ein Phantasie gebilde! Deutschland und England. In dem gleichen Augenblicke, da durch die Reise unseres Kaisers an den Hof von König Eduard die Beziehungen zwischen Deutschland und England bessere zu werden versprechen, taucht am Horizont eine neue Gefahr auf. In Deutschafrika sind, wie der deutsche Attaché in Rom, Graf Gößen, mitgeteilt hat, Goldfelder entdeckt worden. Da diese, wie behauptet wird, eine bedeutendere Stärke haben sollen, als das Goldgebiet von Transvaal, so wird in England bereits die Befürchtung laut, daß dem mit Blut und Eisen erworbenen Minengebiet eine konkurrenz drohe. Sollte sich die Nachricht bestätigen, so dürfen wir bei dem notorischen Hunger der Engländer nach Gold auf eine neue Deutschenhetze und Intriguen gegen unsere Kolonialbesigungen rechnen. Auf dem Präsentierteller. ▷ Der australische Verteidigungsminister, Mr. Forrest, bringt dem englischen Kabinett den Plan einer Durch führung der zentralistischen Reichsorganisation auf dem Präsentierteller entgegen. Er schlägt nämlich vor, daß die australische Flotte verstärkt werde, sie soll aber zugleich in einer von dem Mutterlande und sämtlichen Kolonien zu unterhaltenden Reichsflotte aufgehen. Die Beiträge dazu sollen nach dem statistischen Ausweis des Handelsverkehrs festgesezt werden. Dringt dieser Vorschlag durch, dann ist der erste Schritt zur Krystallisation des eng lischen Reichsgedankens, d. h. zur Vereinheitlichung des Mutterlandes und der Kolonien geschehen. Der italienisch- türkische Konflikt. $ Der türkische Gesandte in Rom ist beauftragt, die Angelegenheit wegen der Seeräuber auf friedlichem Wege zu ordnen, offenbar, weil die Pforte weiteren Verwicklungen mit anderen Staaten vorbeugen will. In Italien zweifelt man aber daran, daß die Türkei die Verbind lichkeiten, die sie übernehmen will, erfüllt. Mit die sem Zweifel soll bis auf weiteres das Verbleiben eines Geschwaders vor dem Hafen von Midi gerechtfertigt wer den. Inzwischen sind dem italienischen Geschwaderkom mandanten Arnone 7 Seeräuber ausgeliefert worden. Kurze politische Nachrichten. * Das Abschiedsgesuch des deutschen Botschafters in Wien, Fürsten Eulenburg, ist genehmigt worden. * Die oberschlesischen Polen haben am Sonntag in einer Versammlung zu Kattowiß die Gründung einer national polnischen Partei für Oberschlesien beschlossen. * In Hessen haben bei den Landtagswahlen die Freisinnigen 3 und die Antisemiten zwei Siße gewonnen, Zentrum und Sozialdemokratie haben die alte Ziffer behauptet, und die Nationalliberalen haben 5 Mandate berloren. * Der Präsident des Hl. Synod Pobjedonoszewo, der eigentliche Träger der russischen Reaktion, hat sein Abschiedsgesuch eingereicht. * In Spanien steht eine Minister krisis unmittelbar bevor. * In einem Teile von China ist ein Aufstand ausgebrochen, weil man dort mit der Zahlung einer Entschä bigung an die fremden Mächte nicht einverstanden ist. Ebenso wird ein Aufstand angedroht, falls der hohe chinesische Beamte, der zum Tode verurteilt wurde, weil er die Ermordung der englischen Missionare nicht zu verhüten wußte, tatsächlich hingerichtet würde. * Die venezolanischen Aufständischen sind nahe vor dem Sieg uneinig geworden. General Matos, im gewöhnlichen Leben Bankier, läßt die Mittel nicht mehr -fließen, und infolgedessen hat ein Teil der Truppen den General Hernandez zum Führer der Revolution ausgerufen. Nab und fern. † Wilddiebsgeschichten aus Berlins Umgebung. Gine Art Großreinemachen veranstaltete in den letzten Tagen die Kriminalpolizei in der Tegeler Forst und den angrenzenden Gemarkungen. Vogelsteller und Wilderer trieben es gar zu arg. Die Leitung der Razzia übernahm ein Kriminalkommissar, der früher dem Forstfach angehörte. Die Expeditionen hatten den Erfolg, einige zwanzig Wilderer und Vogelsteller zu erwischen. Daneben wurden auch noch andere interessante Entdeckungen gemacht. Früh morgens noch vor dem Eintreffen der gegnerischen Partei waren die Posten ausgestellt. Durch den ganzen Wald zerstreut, aber die Verbindung unter einander aufrecht erhaltend, gaben sie sich den Anschein von harmlosen Frühspaziergängern und griffen aus dem Versteck die Vogelsteller auf, sobald sie sich daran machten, die Fallen, Leimruten und Netze zu leeren. Es zeigte sich, daß man es nicht mit Anfängern zu tun hatte. Alles Material, das beschlagnahmt wurde, war geradezu vorzüglich, und der Fang mit den besten Lockvögeln ebenso trefflich eingerichtet. Eines Morgens stieß man auch auf einen Wilderer, der gerade ein Reh aufbrach. Der Bursche entkam durch Sumpf und Schiff, da er die Wege zu genau kannte, während einer seiner Verfolger so tief hineingeriet, daß es Mühe kostete, ihn wieder herauszuholen. Mehr als einmal mußten Beamte ihren Gegnern mit dem Revolver in der Hand entgegentreten. Ein Wilderer Drinzikowski wurde auf der Pürsche ertappt. Statt klein beizugeben, trat er dem Kommissar mit geladenem Drilling und gespannten Hähnen entgegen und setzte ihn erst ab, als ihm ein anderer Beamter mit dem Revolver in die Flanke fiel. Nun spielte er den Unschuldigen und erzählte, er habe nur im Auftrag eines Bauern Krähen schießen wollen. £ Ein weiblicher Seemann. Die Bristoler Polizei verhaftete an Bord eines Kohlendampfers, der eben aus dem Mittelmeer zurückkehrte, einen Schiffsjungen mit Namen Allan Gordon. Dieser ,, Junge", der bereits seine dritte Fahrt als Schiffsjunge und Hilfs- Steward gemacht hatte, wurde in Alexandria bei einer ärztlichen Untersuchung der ganzen Schiffsbesagung zur größten Ueberraschung seines Kapitäns und der übrigen Offiziere und Matrosen, die ihn alle wegen seines Fleißes und seiner Willigkeit gern hatten, von dem Doktor als Mädchen ,, entdeckt", und machte dann die Heimreise nach England auf demselben Kohlendampfer, ohne aber als Schiffsjunge zu funktionieren. In Bristol hatte das Mädchen sich wieder Männerfleider verschafft und wollte sich auf einem andern Schiffe anwerben lassen, wobei ihre Verhaftung erfolgte. Die mutige Kleine Person war vor zwei Jahren ihrer verheirateten Schwester, die sie fortwährend mißhandelte, entlaufen, hatte dann ihre erste Fahrt als Schiffsjunge in einem Küstendampfer, ihre zweite in einem Frachtschiffe nach Südamerika und ihre dritte nach dem Mittelmeer gemacht. Jezt soll sie einem Heim für verhrloste Mädchen übergeben werden. Des des faffer ein anderer ten ward, mich Sch verspray in ihre Hand, welche & da für möglich halfehen e mich an, ob aus dem fe in die Höhe z ich erwerben, mun war fie es, ging mit in Mister Shonen G gemäß einen geordneten eine feste wir waren nach London reflohen anbel einzuschlagen, ich die Seirche, zur Beichte, und dann, id ließ mich von ihr ren; ich, der Atheist, meinem Versprechen mam ich + mich als Pommia ene und wissen Sie, m? Stellung an, etn 118 einfältiger Narr, hätte. was er wollte. in Masken aufzutreten, es jest wäre, wenn er Bommen zu lassen, als Sydney- Howart erkannt zu wer jest erwähnen, daß es mir nicht mehr Spaß machte, meine Schwäche, welche! Bierbei will ich gleich er Gelb hatte, fier es ihm plößlich ein, wie schön ber nicht wußte, es reizte mich, es darauf an Pfai, welche ge ben, nicht etwa, шп einen Standal zu machen, etwa ben Richtern ins Gesicht zu schlendern nicht b dicken irgend eine schlimme Nachricht. Befuche mehr, und wenn jemand fam, brachte er gewis zessin hörten ganz auf, es famen überhaupt fast gar tein mung immer trüber; die Plauderstündchen mit der Brinihre Unschuld beteuert. Von diesem Tage wurde die Stim band die Rede gewesen, und die Mönigin hatte gemeint unt durcheinandersprechen gehört, es war viel von einem Hals morgens einen heftigen Damastvorhänge hatte man verschiedene Stimmer Das kleine bergoldet woriwechsel gegeben, durch die aber Serſchauen. Sie beiden Megären man ihr zurief, waren fie doch nicht reiner als der Stra Blickes aetano gewiß, nicht etc Borte, bie en mit dem man ste auf dieser ihrer better Fahrt auf den Hausen zu ihren Füßen nieAls der lich in den Händen eines Mannes aus den Tuilerien stammt," sagten, mish phne wei Barbleu, ich will nicht Bierre heißen, wenn der nicht sich, und ich fand mich plötz Zug vorüber war, sprangen in blauer Blouse. bas übrige Boleer, um ihm nachzulaufen, auch a in 5 fo re bu b g น to g e น hrung h te I [ Zur Kaiserreise nach England] sei auf eine interessante Tatsache aufmerksam gemacht. Kaiser Wilhelm II. ist seit Jahrhunderten wieder der erste deutsche Kaiser, der Englands Boden betreten hat. Der legte, der dem englischen Hofe einen Besuch abstattete, war Kaiser Karl V., und zwar geschah dies im Jahre 1520, ein Jahr nach seiner Wahl. Er landete in Dover, hielt einen glänzenden Einzug in London und verweilte am englischen Hofe mehrere Tage. Kaiser Wilhelm hat jetzt die alte Tradition wieder erneuert. F[ Die Wurst seines Klienten.] Gelegentlich der vielen Schwindeleien mit Pferdefleischwurst, die, wie gemeldet, in Berlin aufgedeckt worden sind, bringt ein dortiges Blatt folgende amüsante Geschichte in Erinnerung. Bor geraumer Zeit waren in Rixdorf Pferdewurstsabrikanten abgefaßt worden. Dem Rechtsanwalt und Notar A. in Rixdorf war nun die Aufgabe zugefallen, einen dieser Herren ,, Roßtäuscher" namens Gräbeweit vor dem dortigen Gericht zu verteidigen. Eines Abends kaufte er sich in einem großen Delikatessengeschäft in der Friedrichstraße eine Cervelatwurst, um damit in seinem Junggesellenheim sein Abendbrot zu machen. Nachdem er seine Mahlzeit eingenommen hatte, ging er an das Studium seiner Akten, und zu seiner schmerzlichen Ueberraschung las er da, daß das Delikatessengeschäft, in dem er seine Wurst gekauft hatte, zu den besten Kunden seines Klienten Gräbemeit gehörte! Noch heute erinnert sich Rechtsanwalt A. des schweren Mißbehagens, das ihm sein Aktenstudium an jenem Abend bereitet. *[ Der verkannte Glühstrumpf.] Ein heiteres Geschichtchen, das sich fürzlich in einer vorpommerschen Stadt abspielte, erzählt die dortige Zeitung. Eine Landfrau betritt den Laden mit dem Ersuchen, ihr einige von den in der Beitung empfohlenen Strümpfen zur Auswahl vorzulegen. Erstaunt blickt der Geschäftsinhaber die Frau an, da er keine Strümpfe führt und sich ihrer Anpreisung nicht bewußt ist. Die Frau belehrte ihn jedoch eines besseren, denn in der Zeitung stehe es groß und breit: ,, Glühstrümpfe empfiehlt usw.," und da sie immer an kalten Füßen leide, wolle sie es einmal mit dieser Art FußbeKleidung versuchen. Der Verkäufer versuchte, der Frau ihren Irrtum flar zu machen and an einer Lampe den Zweck des Glühstrumpfes zu erklären, aber da kam er schön an, denn in höchster Entrüstung machte sie ihrem Herzen Luft über die Zumutung, daß man so'n Ding ,, Strumpf" nennen solle, und verließ stolz den Laden. V[ Wie es der russischen Presse geht.] Vor einigen Tagen ereignete es sich, daß die Nowoje Wremja", das große nationalistische und antisemitische russische Blatt, plößlich ihr Erscheinen einstellte- allerdings nur für einen Tag. Als Entschuldigung gab man tags darauf einen Unfall in der Druckerei an, aber der wahre Grund ist der erbitterte Kampf zwischen dem Herausgeber Sumorin und seinem Sohne Aleris. Suworin spricht, obwohl er ein glühender Nationalist ist, manchmal von Frieden und von Nächstenliebe, während sein Sohn Aleris gegen alles, was nicht russisch ist, einen geradezu fanatischen Haß hegt. Seitdem der Vater den Sohn zum Mitdirektor ernannt hat, tommt es fast täglich zu scharfen Konflikten zwischen den beiden, und eines abends warf Sumorzin Vater, nachdem der Satz der Zeitung dreimal hatte geändert werden müssen, den Sohn zur Tür hinaus. Er waltete darauf einige Tage allein seines Amtes, und in dieser Zeit erschienen die sympathischen Artikel über Zola, die in Rußland allgemeines Aufsehen erregten, weil man sie am allerwenigsten in der Nowoje Wremja" erwartet hätte. Herr Nesvoy, der diese Tatsachen erzählt, fügt im Européen" noch folgendes hinzu: Der russischen Presse geht es jetzt im allgemeinen sehr schlecht, denn die neuen Herren, Herr von Plehwe, und der Leiter der Preßabteilung, Herr Zwerew, lassen nicht mit sich spaßen. Es wurden nicht nur alle Rundschreiben früherer Minister bestätigt, in denen den Blättern verboten wurde, über genau aufgezählte Sujets zu sprechen, sondern die Zahl dieser verbotenen Stoffe wurde sogar noch bedeutend vermehrt. Ja, es kommt noch besser oder schlimmer: die Blätter erhalten von Zeit zu Zeit von Herrn von Plehwe den bestimmten Befehl, über gewisse Gegenstände zu schreiben, über die sie sonst nicht geschrieben hätten." |::|[ Studierte Frauen in Amerika.] Jm leßten Jahre erhielten an den amerikanischen Hochschulen insgesamt zwischen 4000 und 5000 Frauen den Doktortitel. Nach offiziellen Mitteilungen der Zentralregierung in Washington hat sich im letzten Jahrzehnt( 1890 bis 1900) die Zahl der männlichen Studierenden um 60 Prozent, die der weiblichen um 148 Prozent vermehrt. In Buffalo praktizieren derzeit ungefähr 50 Aerztinnen. Drei von ihnen haben sich der Lehrtätigkeit gewidmet. Frau Med. Dr. Troud ist an der höheren Knabenschule angestellt, Fräulein Doktor Bender ist Inspektorin der Volksschulen und hat sich in ihrer Tätigkeit die Achtung aller Kreise der Bevölkerung in hohem Grade zu erringen gewußt. Sie läßt es sich auch besonders angelegen sein, für die Interessen der Frauen in Buffalo einzutreten. Die größere Mehrheit dieser Medizinerinnen hat ihre Studien an der Universität in Buffalo selbst vollendet. :||:[ Eine selbstzündende Zigarre.] Die sich selbst ansteckende Zigarre ist die letzte Schöpfung des amerikanischen Genies. Der Erfinder, ein Newyorker Chemiker, dachte, so wird berichtet, schon lange über die Schwierigkeit nach, die Raucher haben, wenn sie eine Zigarre im Winde anstecken wollen. Da verfiel er auf den Gedanken, der Zigarre ein leicht entzündbares Ende, wie den Phosphor an einem Ende der Streichhölzer, anzufügen, damit die Entzündung Teicht vor sich gehen konnte. Die Komposition, deren der Erfinder sich bedient, ist ein Gemisch aus Salpeter, gestoBenem Glas, Pottasche und Gummiarabikum; damit belegt er die Spitze der Zigarre und kann sie nun durch eine einfache Reibung auf einer rauhen Fläche entzünden. Das Glas schmilzt während der Verbrennung und bildet eine Art kleiner Schußkappe, so daß bei dem Verbrennen des chemischen Gemisches nichts in den Mund des Rauchers gelangen kann. L Einen Zentralbahnhof in Berlin soll, wie viele Burfreise, nach der Mitteilung einer dortigen Lokalforre spondenz, jetzt auch der Kaiser wünschen. Ihm ist ein Projekt vorgelegt worden, das ein Gelände in der Straße Alt- Moabit dazu in Aussicht nimmt. Dem Kaiser sei, wie von gut unterrichteter Seite versichert wurde, der Plan auch darum sympathisch, weil er ihm die Möglichfeit eines großartigeren Empfanges fremder Fürstlichlichkeiten durch Aufstellung einer Ehrenkompagnie auf dem Bahnhofe usw. bieten würde. Auch die Nähe des Schlosses Bellevue kommt dabei in Betracht. Statt burch die enge Friedrichstraße könnten dann die Gäste des Kaisers durch den Tiergarten und die vornehmen Straßen um den Königsplay in Berlin einziehen. Die Phantasien eines eter- Kapellmeisters, von denen wir berichteten, werden von ihrem Erzähler, dem Komponisten Oskar Straus zu Berlin, noch immer für volle Wirklichkeit ausgegeben. Straus behauptet fest und steif, das Opfer eines Revolverattentats geworden zu sein, trotzdem ihm die Kriminalpolizei bei einem neuen Lofaltermin vorhielt, daß seine Darstellung doch recht viel unwahrscheinliches an sich habe. Kapellmeister Stra: is ist übrigens aus dem Verbande des Bunten Theaters wegen Kontraktbruchs entlassen worden, weil er zur Abendvorstellung nicht erschienen war, ohne eine genügende Entschuldigung zu haben. Teranisches Fleisch für Europa. Wie ein hervor ragender Banfier in Teras und einer der bedeutendsten Viehhändler dem New York Herald berichten, beabsichtigen die Inhaber von Fleischversandhäusern in Texas, welche sich zu einem großen Rindfleischtrust vereinigt haben, die Einrichtung einer Dampferlinie zwischen den Golf von Meriko und Europa für den transatlantischen Handel der südwestlichen Staaten mit zubereitetem Fleisch. Bunte Chronik. In der Oberförsterei Neu- Glienicke bei Rheinsberg wurde der Forstlehrling Greinert von Wilddieben erschossen. Die Täter sind bereits verhaftet worden. Der Kassierer des Schlesischen Bankvereins, Leopold Heinke, der, wie wir berichtet haben, 230 000 Mark unterschlagen hatte, wurde in Breslau erschossen aufgefunden. Wegen Gattenmordes ist der Arbeiter Albert Becker in Kerstenbruch( Neumark) verhaftet worden; er hatte seine Ehefrau mit einer Kartoffelhacke erschlagen. In Brühl wurde der Tagelöhner Peter Charles verhaftet, der das Grabdenkmal des Professors Brassin zerstört und die Leiche beraubt und verstümmelt hatte. Die Veruntreuungen in der St. Wenzels- Vorschußkasse zu Prag dürften nahezu fünf Millionen Kronen betragen, doch ist dieser Betrag noch keineswegs feſtgestellt, da erst am 15. d. die Revision vollständig beenendigt sein wird. In Kopenhagen ermordete der Dekorationsmaler Jörgensen seine Mutter und schleppte die Leiche in eine einsame Gegend am Hafen. Der Mörder ist der Tat geständig. -In Paris erschoß auf offener Straße ein Weinreisender Julien Germain in Gegenwart seiner Kinder seine Frau, die ihm sein Vermögen verschwendet und ihn dann verlassen hatte. - Zu East London im Kaplande wütet ein Brand, der schon 30 Gebäude zerstört hat. - Der italienische Komponist Mascagni wurde in Boston auf Grund einer von seinen Impresarios gegen ihn angestrengten Klage wegen Kontraktbruchs verhaftet und erst gegen Hinterlegung von 10 000 Dollars freigelassen. Lokales. Gedenktafel für den 12. November. 1756. Scharnhorst, der Regenerator der preußischen Armee,*. 1870. Der deutsche Kreuzer ,, Meteor" siegt über den französischen ,, Bouvet". ** Die Abhärtung der Kinder. Die jetzt besonders in gebildeten Kreisen sehr verbreitete Art, Kinder mittels verschiedener Kaltwasserprozeduren systematisch" abzuhärten, ist, wie soeben in einer Wiener ärztlichen Versammlung der Kinderarzt Dr. Hecker darlegte, nicht nur unzweckmäßig, sondern vielfach direkt gesundheitsschädlich. Um ein Urteil über Wert und Unwert derartiger Abhärtungen zu gewinnen, stellte Hecker Nachforschungen an fünfzig Kindern an. Von diesen waren fünfundzwanzig im ersten Lebensjahre, sieben nach dem ersten Lebensjahre, sieben nach dem ersten Lebensjahre und achtzehn gar nicht systematisch abgehärtet. Man kann unterscheiden mild abgehärtete( tägliche Waschung, fühles Bad oder Abreibung) und streng abgehärtete( falte Uebergießung oder Kaltwasserprozedur mehr als einmal täglich). Was nun die Wirkung der Abhärtung auf die Disposition zu Erkältungskrankheiten betrifft, so waren von sechzehn nicht Abgehärteten fünf, von dreizehn mild Abgehärteten fünf und von einundzwanzig streng Abgehärteten dreizehn ausgesprochen empfänglich für Erkältungen. Noch auffallender ist das Verhältnis bei Säuglingen. Von fünfzehn streng abgehärteten Säuglingen waren elf( 73 Proz.) empfänglich. Weder die Wirkung der Abhärtung auf das Nervensystem noch die auf die seelischen Eigenschaften sind günstig. Von fünfzehn streng abgehärteten Kindern über zwei Jahren waren sieben abnorm reizbar, direkt nervös; unter den nicht abgehärteten war feines übertrieben lebhaft oder abnorm reizbar. Von fünfzehn nicht Abgehärteten blieben acht in Sem ersten Lebensjahre ganz gesund, von einundzwanzig streng Abgehärteten nur vier. Vierzehn dieser Abgehärteten machten die ganze Serie der Kinderkrankheiten durch und blieben richtige Sorgenkinder. Die übertriebene Abhärtung kann zu schweren Schädigungen führen, und zwar findet man schwere Blutarmut, Erkrankungen des Nervensystems, Veränderungen des Charafters usw. Diese Abhärtung gewährt nicht nur keinen Schutz vor Erkältungen, sondern erhöht sogar die Disposition dazu. Deshalb aber darf man die Abhärtung nicht verwerfen. Körperliche Abhärtung ist notwendig, mur müssen dazu Mittel angewendet werden, welche geeignet sind, die Widerstandskraft gegenüber den Unbilden des Klimas zu erhöhen. Solche Mittel sind nicht die sportartig betriebenen falten Waschungen und Güsse, sondern in erster Linie Luft( viel Aufenthalt im Freien, Luftbäder im Sommer usw.), richtig angepaßte Kleidung und laue Waschungen. Abhärten darf man kein Kind ohne ärztliche Aufsicht. Eine Kaltwasserkur darf bei Kindern wie bei Erwachsenen nur als wirkliche ärztliche Kur, nicht aber als dauernde Einrichtung vorgenommen werden. Säuglinge sind überhaupt nicht abzuhärten, sondern warm zu halten. Blutarme und nervöse Kinder dürfen nicht im gewöhnlichen Sinne ,, abgehärtet" werden. ** Die nächste Sigung der Stadtverord neten Versammlung findet am Donnerstag, den = Sausflur bes S erbrad eine bort er entwendete b 13. November 1902, Nachmittags 4 Uhr mit folgender auf erftattete Un Tagesordnung ſtatt: 1. Ableben des Großh. Beige ordneten Grüneberg und des Stadtverordneten Dr. Fuhr. 2. Mitteilungen. 3. Baugesuch des Ph. Kröch für die Rodheimerstraße. hier: Dispens. und dem Gericht An der berges unweit d zu einer neuen 4. Gelände meinde, hat ma verkauf von Julius Nattmann in der Diezstraße. 5. währten Rirden Gesuch des Friz Tigler um Erlaubnis zur Benuzung einem Entwurf des Karl Weber, z. 3. in Straßburg i. E., um Anlage baut werden foll städt. Geländes und eines städt. Brunnens. 6. Gejuah eines Geleisanschlusses auf Bahnhof Gießen. 7. Vec mietung eines Teils der Waldparzelle nördlich der Liebigshöhe als Schliefplatz. 8. Die Räume des Leje hallenvereins. 9. Festsetzung von Straßenfluchtlinien für die Grundstücke Seltersweg 63-77. 10. Die Ab gabe von Erbbegräbnispläßen auf dem Friedhof am Gießen. Longiffinde m aber das nötige A mirbigen Bou mi poterit die Hälfte Safriftei gebaut, zu fchaffen. Die ** Berichtig Nahrungsberg. 11. Die Kehrichtabfuhr in der Stadt Türme find spät fulturlöhne in den Waldungen der Stadt Gießen für mehr- Stiftungsfe 12. Vergebung der Holzhauer- und Walb 1903 4. 13 Unterhaltung der städt. Wiesen und Be schaffung von Klee- und Grassamen. 14. Kulturplan des Stadtwaldes. 15. Gesuch des Georg Ruthfaz um Erlaubn& zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schiller straße 14. 16. desgl. des Friedrich Schäfer für Neut stadt 1. 17. desgl. des Heinrich Graßfeld für die Steinstraße. 18. Genchmigung von Rechnungen zeit Ausgezeichne ** Martini blidte der große leben das Licht b und ein anderer bach geboren, Frie bentourdigen Tag ** Hessisch Handwerkskammer. 3wangsinnung fädte dieler gro oder freie Innung. Der Geschäftsbericht des legten Handwerkskammertages in Leipzig giebt einen 11 November, interessanten Ueberblick über die Organisation de Magen faftige Handwerks und läßt einen erfreulichen Fort schrittim Innungsleben erkennen. Berftorbenen nicht de Heidfeuer die Wa Ma Aus Hellen ** ** Es haben einen Gaumengenu sich 63 von 71 Handwerks- und Gewerbekammern zu liebsten Empfindung sammengeschlossen. Diese bilden den Deutschen Hand gefeßt, daß der fchm werkskammertag, welcher alljährlich einmal zusammen jungfräuldn'te tritt. Die entsprechende Umfrage des Vorortes hat fibiefen Tieren fann die Bezirke der angeschlossenen Kammern ergeben, da Bezug auf einen Te bei einem Gesamtbestand von 8800 Jnnungen sich 17 mus: Alte Gäufe lieb Zwangsinnungen und 74 freie Innungen auflöſteer heute fein Ma ( von letzteren aber 28 zur Umbildung in Zwang meden laffen. innungen) dagegen haben sich insgesamt 77 Innungen neugebildet, also mehr als dreim soviel. Auch die von verschiedenen Seiten(?) behaupte Morgen, M Thatsache, daß das Handwerk sein Dasein lediglich vo der Lehrlingszüchterei" friste, hat sich nach den ange markt statt und stellten Erhebungen als falsch erwiesen. Auf 48 Miüb.r den Ruhweg Zum Enjeub Einwohner( in den Bezirken der 63 Kammern) entfalle 1 100 000 selbstständige Handwerksbetriebe, in dener daß am Samstag 900 000 Gesellen und 350 000 Lehrlinge beschäftig fanten K. Grünen a werden. Bei einem Verhältnis von 11: 9: 31½ fan des gen. Bahnbaues also von einer Lehrlingszüchterei" im allgemeine Mittwoch, den 12 keine Rede sein. In denselben Bezirken bestehen fern stabt ab, to fid 2561 Zwangsinnungen mit 171 000 Mitgliedern, 62 fommenden Landtage freie Innungen mit 201 000 Mitgliedern und 1642 Se. Grzellenz für da werbliche Vereine mit 100 000 Mitgliedern. Ferranteressiert, dürfte die Die warts rid n. find 257 Genossenschaften neugebildet worden. Fortschritte der handwerklichen Organisation finden ih Alefeld, 9. Erklärung in der intensiven Arbeit der Handwerk Gewerbeschul: fammern. Diese wird auch treffend illustriert durch dir wiederum eine zeit Angabe, daß 14 161 Gesellen und 3603 Meisterprif Bormittag 11% l ungsausschüsse ihres Amtes walten. Diese Zahle herzogl. Regierung fennzeichnen am besten den Stand der Dinge, welche Dr. Wagner aus D allerdings den Handwerkerfeindlichen Elementen set herzlichsten Glückwü unbequem ist. Kreisamtmann Lar ** Die Gewerkschaft Gießener Braun ſtein feierte sodann in sch bergwerke vorm. Fernie, deren weitausgedehntes deutschen Staijer und Grubenfeld an das Gelände stößt, welches zur Erbar in einem dreimalige ung einer Provinzial- Jrren- Anstalt ins Aug vorzüglichen patrio gefaßt ist, hat auf dem Terrain durch Bohrungen ſent herr Regierungs- Nat gestellt, daß dort in nicht sehr großer Tiefe überam entraistelle für die wertvolle und leicht abbaufähige Erze lagern Ob mare Stadt Asfeld begli den Anspruch erheben will an dieser Stelle den Berg Weiße die Familie baubetrieb zu eröffnen, konnten wir nicht in Erfahrum bas deutsche Gemüt bringen. zeugten von dem Die Steinkohlen- Bezugsgesellscha fauch thatjad, lich orig Gießen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr berein" fish in Fräu Mitglieder gegen 811 Mitglieder im Vorjahre zähluch den Vermittler hat im Ganzen 62 488 Ctr. Brennmaterial umgeie als deren praftisa und zwar im Winter 14 952 Ctr., im Sommer 423 gewerbevereine des Gentner Nußkohlen, 4183 Ctr. Anthracit, 802 Stigende des Alsfelder Briketts und 200 Ctr. melierte Kohlen. Die Ausgabe berr Hauptlehrer S hierfür stellten sich wie folgt: Für Kohlen 45 158, Stadt lefelo in g Mark, Frachten 19 655,50 E., Octro: 2468,32 Unterfügung. Sof Wiegegeld 620,91 Mt., Einbringerlohn 1415,10 olb, bie Stadt Als Fuhrlöhne 3168,50 Mt., Verwaltungskosten 1875,2 beigegetragen; der Mark. Sonstige Ausgaben 252,81 Mt. Zinsen 341, tehen, denn St Mark. Mit den zurückgezahlten 1052,85 Mt. b Fortschritt" sei der tragenden Mitgliederbeiträgen wurden im Ganzen be Lauterbacher Der Reservefonds beträberein Gießen, 704,55 Mt. gegen 615,58 Mt. des Vorjahres. Rommerzienrat e Preise der einzelnen Kohlenhaltungen für die Mitglied Glückwünsche. In der Gesellschaft stellten sich 1901/1902 wie folgt gewerbeverein ausgabt 75 984,94 Mr. Centner: Nußkohlen, Winter 1,15 Mt., Sommer 1,4 Mark, Anthracit, Winter 1,70 Mt., Sommer 1,68 Briketts, Winter 78 Pfg., Sommer 72 Pfg., melie Kohlen 1,06 Mt. ୬୦୦୦୦୯ ** Feindliche Brüder. Am vergangenen Sonntag Aber gert ten drei Brüder von hier an der Krofdorferstraße Streit, wobei zwei von denselben sich im Chauſſeegra wälzten; auf das Hilferufen des einen fam ein vierter hin und brachte dieselben aus inander. Gegen diesen erhoben b Brüder Anzeige wegen Körperverlegung Sie friegten" sich! Eine Frau und ein jun Für Unter aller Welssweine, pe Botwein( echter In versendet in Geb Bursche tamen gestern in der Steinstraße in Wortwe 12 Flaschen an wobei sie sich gegenseitig beleidigten und auf offener Stra mit Steinen bewarfen. Es wurde Anzeige erstattet. Gestern nachmittag fand ein frecher Einbrud diebstahl im Vorplatz des Schwesternhauses in der Jobann straße statt. Ein seit einigen Tagen hier zugereifter Monte G P.Chr.Sa Niede welcher Postkarten zum Verkaufe anbot, hatte sich in 1900000 der Stadtverori et am Donnerstag, gs 4 Uhr mit folgen ben des Großh. Bei Stadtberordneten& Hausflur des Schwesternhauses einzuschleichen gewußt und erbrach eine dort aufgehängte Sammelbüchs für die„ Krippe"; er entwendete daraus etwa 17 Mt. Der Thäter wurde auf erstattete Anzeige alsbald in hiesiger Stadt ergriffen und dem Gericht abgeliefert. An der Liebigstraße, am Nordabhang des Selterberges unweit des alten Gotteshauses der katholischen Gemeinde, hat man seit 14 Tagen begonnen die Fundamente zu einer neuen fatholischen Kirche aufzumauern, welche nach einem Entwurf des Architekten L. Becker- Mainz eines bewährten Kirchenbaumeisters in rein gothischen Formen erbaut werden soll. Der Bau ist als eine 70 Meter lange Langschifffirche mit 2 hochragenden Türmen gedacht. Da aber das nötige Kapital fehlt, um dem geplanten edlen und würdigen Bou mit einem Male fertig zu stellen, so wird borerit die Hälfte des Kirchenschiffes mit dem Chor und der Baugesuch des Ph. Dispens. 4. Belin in der Dietra rlaubnis zur Benu Brunnens. 6. Be burg i. G., um Anl hof Gießen. 7.2 parzelle nördlich Die Räume des La Don Straßenflucht linie fißender Herr Johs. Hch. Völzing auf die Alsfelder gewerblichen Schulen und den Ortsgewerbeb rein toastete- auch daß sie weiter wachsen, blühen und ged ihen" möchten zum Wohle der Familien, Gemeinden und des Staates. Begeistert erklang das deutsche Hoch" im neuen Haus wieder, möge es berufen sein, unter der g'g nwärtigen Leitung die Begeisterung fortzupflanzen und weiter zu heben zum Besten der kommenden Generationen. ** Ueber die Landtagswahl im Kreise Buzz= bach schreibt man von auswärts: Zur Wiederwahl stand der bisherige Abgeordnete Jouß, der sich weigert, der antisemitischen Partei für die Folge anzugehören und seine Kandidatur als eine parteilose aufgestellt hatte. Infolgedessen hatten die Antisemiten ihm eine Gegenkandidatur in der Person des Bürgermeisters Fenchel in Griedel entgegengestellt. Denn 63-77. 10. Die Safristei gebaut, um so für 5-600 Kirchenbesucher Raum Ausschlag hatten bei dieser Wahl die 8 Centrumswahl: auf dem Friedhof am htabfuhr in der Stad Holzhauer- und Bal n der Stadt Gießen städt. Wiesen und amen. 14. Stulturpla des Georg Ruthjag zu schaffen. Die Erbauung des Restes der Kirche und der Türme sind später in Aussicht genommen. ** Berichtigung. In dem gestrigen Bericht des Feuerwehr- Stiftungsfestes muß es bei den durch 10jährige Dienst zeit ausgezeichneten heißen I Gimbel, nicht J. Hnßel. ** Martini. Im Jahre 1483 am 10. November erblickte große Reformator Martin in männer der im Wahlkreise gelegenen 4 fatholischen Gemeinden zu geben. Kurz vor dem Wahlakt wurde das Wahlresultat von Groß- Umstadt bekannt. Die Centrumswahlmänner entschlossen sich, den Ausschlag zu Gunsten von Jouzz zu geben, der infolgedessen mit 19 gegen 12 Stimmen gewählt wurde. ** Altenstadt 10. Nov. Am Vorhier zu wählen. Die Wahlmänner des Kreises Gelnhausen haben sich über ihre Stellungnahme noch nicht geeinigt. ** Hanau, 9. Novbr. Am 3. Febr. 1903 soll hier die 600jährige Wiederkehr des Gründungstages der Altstadt Hanau festlich begangen werden. Die flüchtige Brit. Ach, wie flüchtig, ach wie nichtig, Sind der Menschen Tage. Es geht dahin dem Sturmwind gleich Eh' Du's bedenkst, Dein Lebensmorgen. Mit ihm beginnen Kummer, Not und Sorgen. Nun dentst Du wohl, der Mittag sei jetzt da, Ach nein Du hast geirrt- es war. Du stehest schon am Ende Deiner Tage, Flüchtig ist die Zeit von der Wiege bis zur Bahre. Lebensreg. l. - Nie sei gleich aufgebracht, Sei fein und sacht, Damit des Satans Macht Nicht triumphiert und lacht. Wite. inheid hate Beitin bébéte ber arabe or form tone am jalben Zage 1759 wurde mittag jagten fich in bem raben Stenbruch bei Rozanbars Menighet nie, das graustigers and die beuliche Duthor Schäfer für Ne von Rechnungen r Geschäftsbericht de rich Grazfeld für die bach geboren, Friedrich Schiller. So mancher wird diesen r. 3wangsinnungstädte diefer großen Männer ließen sich eine Huldigung der beeipzig giebt ein Berstorbenen nichter Martinitas, in Bieler, Munde, reip. Organisation& rfreulichen For Magen saftige Gedanken hervorrufen. Da schmort auf dem erkennen. Ez hab en Gaumengenuß in Aussicht ſtellt, der gewiß zu den Verbfeuer die Martingans, die für die Höhe des Tages Liebsten Empfindungen des 11. November gehört voraus uns ein anderer Geistesheld in dem kleinen Städtchen Marbentwurdigen Tag stil ü'ergangen haben, nur die GeburtsDagegen heutige Gewerbekammern en den Deutschen Hand rlich einmal zufammen gefeßt, daß der schmackhafte Vogel möglichst noch in einem jungfräul ch n Alter in die Bratpfanne gerät, denn von e des Vorortes hat fü diesen Tieren fann man wohl dasselbe sagen, was man in Jammern ergeben, da Bezug auf einen Teil des Menscheng schlechts häufig hören 800 Jnnungen fich 17: Innungen auflöfte muß: Alte Gänse liebt man nicht! Möge es sich also Jeder, bildung in Zwangschmecken lassen. der heute sein Martins jänschen im Topfe hat, wohl chinsgesamt 77 fo mehr als dreim Aus Helfen und nachbargebieten. ** Weorgen, Mit woch, findet in Alsfeld Vieh 1 Seiten(?) behaupte Dasein lediglich vo ** t fich nach den ang marft statt und beginnt der Auftrieb Vormittag 8 Uhr vi.fen. Auf 48 Mil üb.r den Kuhweg 3 Kammern) entfalle Zum Eisenbahnbau Alsfeld- Hersfeld erfahren wir, erfsbetriebe, in dener daß am Samstag Ab nd unter Vorsitz des Herrn FabriLehrlinge beschäftig fanten K. Grünen a'd II. eine Szung stattfand in Sachen bon 11: 9: 3 fan des gen. Bahnbaues. Eine zweite Sigung hält morgen, terei" im allgemeine Mittwoch, den 12 ds. Herr Finanzminister Gnauth- DarmBezirken bestehen fern stadt ab, wo sich at lieicke sensenten und die in Frage 1000 Mitgliedern, 62 tommenden Landtagsabgeordneten einfinden werden. La sich itgliedern und 1642 Se. Exzellenz für das Zustandekommen der Strecke lebhaft Mitgliedern. Feri ateressiert, dürfte die Angelegenheit einen guten Schritt vorbildet worden. Diewärts rüd n. Organisation finden ih - a Alsfeld, 9. Nov. Zur Einweihung unseres neuen Arbeit der Handwerk: Gewerbeschul- Gebäudes, in dem unsere Stadt ffend illustriert durch di wiederum eine zeitgemäße Anpassung erstrebt, war heute und 3603 Meiſterprüf Vormittag 11 Uhr der offizielle Festakt. Die Groß Iten. Diese Zable herzogl. Regierung war durch Herrn Regierungsrat and der Dinge, welch Dr. Wagner aus Darmstadt vertreten, und brachte die dlichen Elementen sel herzlichsten Glückwünsche zum weiteren Gelingen. Herr Kreisamtmann Langermann vom Kreisamt Alsfeld Bener Braunstein feierte sodann in schwungvoller Weise Se. Majestät den deren weitausgedehnte deutschen Kaiser und Se. Königl. Hoheit den Großherzog Bt, welches zur Erbau in einem dreimaligen" Hoch", dessen Begeisterung einen en- Anstalt ins Aug vorzüglichen patriotischen Grad verriet. Wie dann durch Bohrungen jet Herr Regierungs- Rat Noad im Namen der Großherzogl. Ir großer Tiefe überau Bentral ſtelle für die Gewerbe dem Ortsgewerbeverein der Erze lagern Ob mo Stadt Aisfeld beglückwünschte und in humor- geistvoller dieser Stelle den Be Weise die Familie„ Gewerbeverein" schilderte,- da- fam wir nicht in Erfahrun das deutsche Gemüt zu ſeiner Geltung, und jubelnde Stimmen zeugten von dem Erfassen des Gedankens. Es war aber 17 - die Gesteinmassen in Bewegung und verschütteten 2 Arbeiter graphie. darunter den Sohn des Eigentümers vom Bruch, der sofort seinen Tod fand, während sein verheirateter Genosse zum Glück mit leichten Verlegungen davon kam. hierſelbſt hat die Boij- tretär priiſung b- ſtanden. ** Lich, 9. Nov. Herr Postverwalter Schirmann ** Wetzlar, 9. November. Bei der letzten in Bonn abgehaltenen Generalversammlung des landwirtschaft: lichen Vereins für Rheinpreußen wurden gewählt: zum Vorsitzenden des Viehzuchtverbandes 19. zur feld in Weylar; zu seinem Stellvertreter: Herr Winterschuldirektor Courtin. Spediteur Ferdinand Völk. Zum Schriftführer: Herr Zum Preisrichter: Herr Heinr. Beppler in Niederkleen; zu dessen Stellvertreter: Herr Gemeindevorsteher Diehl in Oberndorf. Darmstadt, 9. Nov. Die Großherzogin Vittoria Melitta von Hessen, die nach ihrer Scheidung zunächst bei ihrer Mutter in Koburg lebte, ist dadurch, daß sie sich unlängst eine eigene Hofhaltung einrichtete, der Steuerfreiheit, welche die Mitglieder des herzoglichen Hauses genießen, verlustig geaangen und alsbald von der Steuerbehörde in Koburg zur Veranlagung herangezogen worden. Wie man sagt, ist hr steuerpflichtiges Einkommen auf 120 000 Mt. festgesetzt, und die Großherzogin ist damit eine der Höchstbesteuerten des Herzogtums geworden. ** Aus Franken, 10. Novbr. In einer der letzten Nächte der vorigen Woche blieb der Bauernsohn Joh. Feulner von Ober- Grünberg in angetrunkenem Zustande im Walde liegen und erfror. 2. W. Ehringshausen Litterarisches. Das Post buch, Ratgeber für den Postund Telegraphenberkehr" ist anläßlich der vielen Aenderungen in der Postordnung, den Tarifen ſtimmungen neu herausgegeben worden. u. s. 1. soeben unter Berücksichtigung der neuesten Bechen, welches in manchen Bunften eine Erweiterung erDas Werkfahren hat, enthält u. A.: Versendungs- und Zollvorschriften, Auszüge aus der Postordnung, dem Postgesetz und dem Weltpostvertrag, Tarife aller Art für den In- und Auslandsverkehr, Umrechnungstabellen für den ausländischen Vostanweisungsverkehr, Verzeichnis aller der wichtigeren Poſtorte in Bayern, Württemberg und Reichspostanstalten, der deutschen Postorte im Auslande, Desterreich- Ungarn( 15 000 Postorte) nebst einer Zonentabelle zur Berechnung des Packet- und Geldbriefportos nach jedem beliebigen Postorte; Straßenverzeichnis von Berlin, Verzeichnis der Nachbarpostorte, Telegraphenund Fernsprechverkehr. Das Weifchen, welches sich als zuverlässiger Ratgeber in den einschlägigen Fragen bestens bewährt hat und dessen sorgsame Bearbeitun an den Postschaltern erhältlich. anerkannt wird, ist zu dem geringen Preise von 90 Pfg. Kerlchen wird vernünftig", betitelt sich der dritte, soeben zur Ausgabe gelangte Band( Preis 1 Mark) der in dem bekannten Verlag von Richard Bong, Berlin W. 57 erscheinenden und mit so lautem Beifall von Presse und Publikum begrüßten neuen humoristischen Bibliothek Provinzmädel. Und in der That, der interessante, gemüt- und humorvolle Inhalt entspricht dem in dem Titel uns Versprochenen. ** Mainz, 10. Nov. Wie das Mainzer Tageblatt" mitteilt, wurden die Angehörigen des städtischen Arbeiters, der sich auf dem Friedhofe selbst entleibte, zur Agnoszierung desselben an die vollständig nackt auf dem Seziertische liegende Leiche geführt. Ein entfernterer Verwandter konnte noch rechtzeitig den Sohn des Toten von dem Anblick fern- Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten halten.( Rücksichtslos! D. R.) ** Mainz, 10 Nov. Ein hiesiger Restaurateur wandert mit seiner Familie nach Kiautschau aus, um dort ein deutsches Hotel zu gründen.( Viel Glück! D. N.) ** Jügesheim, 10. Nov. Hier wurde das 3, ährige Söhnchen des Landwirts Glaab von einem Pferde, das ohne Führer zur Tränke ging, umgeworfen und derait getreten, daß es nach einer Viertelstunde starb. ** Königstein, 10. Nov. Gestern Nacht verlor ein an Atemnot leidender bejahrter Mann, der im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern dahier untergebracht war, das Gleichgewicht, als er am geöffneten Fenster Erleichterung suchte, und stürzte aus dem 2. Steck auf die Straße. Er starb gleich darauf. ** Von der Rhön Die Aussichten für den projektierten Eisenbahnbau Fulda- Meiningen über die hohe Rhön sind im Steigen begriffen. Die Regierung von Sachsen- Weimar stelt gegenwärtig mittels Fragebogen Erhebungen über die wirtſchaftlichen und Verkehrsverhältnisse der an der eine intereſſierten weimarischen Gemeinden an. Die Linie wird 105,5 Bezugsgeselliha auch thatsac lich originell, wie der Jüngling Landesgewerbeſenen Geſchäftsjahr& berein" fi in Fräulein„ Centralſtelle" verliebte und erst Der im Vorjahre zählidurch den Vermittler" Regierung" zur Ehe schreiten konnten, Brennmaterial umgefe als deren praktisches Ergebnis man heute die Ortstr., im Sommer 423 gewerbevereine des Großherzogtums bezeichne. Der VorKohlen. Die Ausgabherr Hauptlehrer Schindel dankte der Zentrale wie der Für Kohlen 451 Unterfügung. in gediegener Form für erteilte pekuniäre stilometer lang werden und steigt bon Bulba bes Detto: ringerlohn 1415,10 Mnold, die Stadt Alsfeld hab: gerne zu diesem edlen Zwecke 475 Meter zu fallen. Die Steigung ist nirgends erwaltungsfoften 18752beigegetragen; der Gewerbestand dürfe feinesfalls still größer wie 1:80 und cin fleinerer Radius als 300 2,81 Mt. Zinsen 341, stehen, denn„ Stillstand sei- ahlten 1052,85 Mt. b. Fortschritt" sei der gegenwärtigen Zeitrichtung Losung. Die Werrabrücke wenig erforderlich. Der Referbefonds beträberein Gießen, letterer durch seinen Vorsitzenden Herrn des Kreises Schlüchtern beschlossen, in der Ersazwahl wurden im Ganzen beauterbacher Webschule und der Ortsgewerbef. des Vorjahres. Mommerzienrat Heyligenstaedt, überbrachten herzliche im Wahlkreise Gelnhausen- Schlüchtern an Stelle des ltungen für die MitgliedSlückwünsche. In gleich aufrichtiger Weise war der Orts- verstorbenen Landtagsabgeordn ten Amtsgerichtsrats 1901/1902 wie folgt pewerbeverein Groß- Felda erschienen, dessen Vor- 3immermann den Bürgermeister Salomon von 1,15 M., Sommer 1 OME., Sommer 1,68 Sommer 72 Pfg., melie bergangenen Sonntag be an der Krofdorferstraße ben sich im Chauffeegro einen fam ein vierter hi r. Gegen diesen erhoben Bung Eine Frau und ein jun Steinstraße in Wortwed gten und auf offener Str Coe Anzeige erstattet. nd ein frecher Einbru Sternhauses in der Johann gen hier zugereifter Monte afe anbot, hatte fich in Rückschritt"- und 500000000/0000000000 Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. ,, versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an وو 100 دو " P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Meter nicht anzuwenden. Kunstbauten sind außer ciner ** Schlüchtern, 10. November. Die Wahlmänner Schöne Wohnung eräumige 4 3immerwohnung event. mit Gartenanteil, Bleich2 3imm Kabinet nebst Küche u allem Zubehör per 1. Dezember lab, 311 vermieten, beziehbar soLiebigstraße 58. zu bermieten. Brandplag 12. fort. leine Familienwohnung soöblites Zimmer zu verfort zu vermieten. Näb. Tiefenweg Nr. 1°. später zu vermieten. Näh. Marktstraße Nr. 11. mieten. Kirder vl. Nr. 6. chön möbl. Zimmer sofort e Kleine Plakate Möblirte Zimmer zu vermieten Wohnung zu vermieten. Möbl. Bimmer auf sofort zu berm. Löbershof 8 II. chön möbl. Zimmer zu verm. Bismarfftr. 17. part. Möblirtes Zimmer 2C. 2C. das Stück 10Pfg. mit oder ohne Pension sofort oder zu haben in der Druckerei der Moltkestraße 24, III. Gichener Neueste Nachrichten. später zu vermieten. sollten dadurch mit unserer Zeitung in engere Verbindung treten, daß sie interessante Vorfälle, Mißstände aller Art, kurz alles für einen größeren Keis Wissenswerte der Redaktion mitteilen. Wahr: heitsgemäße Korrespondenzen über interessante Vorfälle werden honoriert. Mißstände werden durch öffentliche Besprechung zur Kenntnis der berufenen Stellen gebracht und so deren Abstellung eingeleitet. Vereinsnachrichten, Berichte über General= bersammlungen Festlich feiten wollen uns, wenn fein Berichterstatter der„ Neueste Nachrichten" anwesend ist, die Herren Schriftführer einsenden, wir werden sie alsdann gern zum Abdruck bringen. Ein jeder zieht aus solchem Verfahren Vorteil: erweckt das Interesse für den Verein, trägt zur Abstellung eines Uebelstandes bei, ein Verein wird in weiteren Kreisen bekannt, was der Gewinnung neuer Mitglieder förderlich ist usw. Also bei jeder passenden Gelegenheit muß die Parole sein: das schreibe ich dem „ Gießener Neueste Nachrichten." Marktbericht. Gieken, 11. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bib. 1.00-1.00 Mr. Hübnereier 1 St. 7-9 Pfg., Enteneier St. -00 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar m. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt 0.90-1 40, Hahnen, pr Stüd Mt. 0,75-1.60, Enten per Stüd 2.20-2.80, Gänse p. Bld. 54-64 Pfg., Dchienfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bf. 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfa., albfleish ver Pfd. 68-72 Bfa., Hammelfleisch ver Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.00-5.00 mt., Zwiebeln per 3t. mf. 3.00-4.00, Milch per Liter 18 Rfa. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Ein lohnender Spaziergang ist in der jetzigen Jahreszeit nach der altbekannten Schönen- Aussicht und seiner Umgebung. Auf vielseitiges Verlangen ist für Unterhaltung reichlich gesorgt, indem daselbst ein neues elektrisches Piano mit Kunstspiel- Apparat aufgestellt ist. Für gutes Bier und Speisen ist bestens gesorgt. Zu zahlreichem Zuspruch ladet ergebenst ein A. Kuhne. e น r FREER h fo a b ir h fo b g น to g fo Bekanntmachung. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Ludwig Theodor Felsing Aus den Zinsen der Friedrich Heyer von RosenEheleute zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen und zwar: 171 Mt. 43 Pf. an zehn in Gießen geborene würdige Arme und 34 Mt. 29 Pfg. an fünf würdige Wittwen, zu gleichen Teilen zu vergeben. Anmeldungen hierzu haben bis zum 10. f. Mts. auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 4, zu erfolgen. Gießen, am 6. November 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus der Minna Keil- Boat Stiftung sind für das Jahr 1902 drei Gaben von je 70 Mt. an drei in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerker oder deren Wittwen, evang. Ronfession, zu vergeben. Bewerbungen haben bis länge stens 30 November d. I bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 4 zu geschehen. Gießen, 6. November. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Christbescherung der Kleinkinder Bewahranſtalt. der Kleinkinder- Bewahranstalt. Bekanntmachung. 136 Mt. Zinsen aus der Stiftung der dahier verstor Feldschen Stiftung sollen am Todestage des Stifters, benen Elisabete Schmidt sind zu gleichen Teilen an vier be21. Dezember, 67,20 Mt. an solche evangelische, würdige türftige unbescholtene ledige in Gießen lebende Dienstmädchen Stadtarme verteilt werden, welche selbst in Gießen geboren im Alter über 50 Jahre und vier arme Wittwen aus Gießen sind, und deren Eltern und Großeltern ebenfalls dorten zur nach der Auswahl des Stadtvorstandes zu vergeben. AnWelt famen und daselbst das Bürgerrecht innehaben oder meldungen zum Bezuge derselben haben bis zum 10. Dezember batten. Anmeldungen zum Bezug dieser Zinsen sind auf dem 1902 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen. Armenamt bis zum 1. Dezember d. I. zu erstatten. Gießen, den 6. November 1902. Gießen, 6. Dezember 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die Herren Karl Guler, Wilhelm Löber VI., Heinrich Noll VII. und Sarl Steinberger als Mitglieder des Wiesenvorstandes ernannt und verpflichtet worden sind. Gießen, am 29. Oftober 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Gießen, Steins Gaiten. Am 4. Advents Sonntag, den 21. Dezember Dienstag, den 11. u. Mittwoch, den 12. Nov. d. J., soll die Christ bescherung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben in diesem Jahre über 200 Kindern nur 2 bumoristische Abende und Konzert- Sänger. die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben Wilh. Eyle's altrenommierter Leipziger Quartettzu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Dftanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Oftanlage 36; Frau Bürgermeister Mecum, Löberstraße 23; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lira Schmall, Ostanlage 36; Fräulein Luise Wortmann, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Kleintinderschulschwestern sind, Diezstraße 15. Gießen, den 10. November 1902. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Bestauration Bur Stadt Lich." Bubereitung feinster Diners und Soupès in und außer dem Hause. Besonders aufmerksam mache ich auf die verschiedenen Sorten Eis, sowie auf feinere Backwerke. Herren: Eyle, Schmidt, Römer, Delitzsch, Steiner, Ebert u. Minkwik. Direktion: Eyle- Schmidt. Gesellschaft gegründet 1863. Vollständig neue, hochisteressante Familien- Programme. Feinste und leistungsfähigste Gesellschaft Deutschlands. Billette im Vorverkauf à 60 Pf. in der Musikalien Handlung von Erust Challier, Neuenweg. Kaffenpreis: 75 Pf. Anfang präcis 8 Uhr Seit 21 Jahren nicht mehr hier. Vorläufige Anzeige. Den hochgeschätzten Bewohnern von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung. daß in nächster Zeit das Mechanische Theater von H. Pottharst Frau Lippold. hier eintreffen wird, um einen Cyclus von Vorstellungen zu geben. Friedrich Magnus Weidengasse 10. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Weidengasse 10, Schuhwaren für Kinder, Damen und Herren. 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