Nr. 262. Avonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblaser wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 10. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferust rechauschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Der Kaifer in England. Als Gast seines Oheims, des Königs Eduard, weilt Kaiser Wilhelm in England. Der Besuch trägt einen rein familiären Charakter; der Kaiser fühlt das Bedürf nis, dem von schwerer Krankheit genesenen König zu dessen bevorstehendem Geburtstage persönlich zu gratuTieren. Daran ändert nichts die Haltung eines Teils der englischen, namentlich der Londoner Presse, die bemüht ist, den Besuch unseres Kaisers auf das politische Gebiet zu verweisen und dabei eine Haltung zur Schau trägt, bic man als deutschfeindlich bezeichnen könnte. Die warme Teilnahme des deutschen Volkes für die unglücklichen Buren kann diese Presse uns nicht vergessen, daher der kühle Empfang des deutschen Kaisers! Ueber die Landung und den Empfang des Kaisers liegt uns folgender Bericht vor: Unter dem Donner der Salutschüsse ist Kaiser Wilhelm Sonnabend früh in Port Victoria an der Themsemündung gelandet und wurde von dem Oberstkommandierenden des Norddistrikts, Admiral Markham, vom Botschafter Grafen Metternich und den Spizen der Behörden empfangen. Der Hofzug des Kaisers mit Gefolge ging sechs Minuten später aus Port Victoria nach Shorncliffe ab, wo er gegen Mittag eintraf. Der Hofzug bestand aus zehn Wagen. Den Salonwagen des Raisers schmückte ein prächtiger Strauß von Rosen, Lilien und Nelken. In Shorncliffe nahm der Kaiser eine Adresse der Gemeinde Folkestone entgegen, welche von dem Bürgermeister überreicht wurde. Der Kaiser dankte dem Bürgermeister für die ihm überreichte Adresse und schüttelte ihm die Hand; auch sprach er den übrigen Vertretern lokaler Behörden seinen Dank aus. Hierauf begab sich der Monarch begleitet vom Feldmarschall Roberts, zu Pferde in das Lager von Shorncliffe. Das Wetter war stürmisch. Es regnete in Strömen. Nachdem der Kaiser die Reihen des Regiments abgeritten war, machte er Halt und ließ, mit dem Säbel grüßend, die Truppen im Schritt und im Trabe an sich vorüberziehen. Als hierauf das ganze Regiment von neuem Aufstellung genommen hatte, ritt der Kaiser an dasselbe heran und hielt eine Ansprache, in welcher er dem Regiment zu seinem Aussehen und zu dem Verhalten, welches es in Südafrika an den Tag gelegt hat, gratulierte. Die kurze, fernige Ansprache schloß mit einem dreimaligen Hurrah auf König Eduard. Nach Beendigung der Truppenschau begab sich der Kaiser im geschlossenen Wagen zum Bahnhof und fuhr über London nach Sandringham. Der Zug passierte die Liverpool Street Station in London gegen 312 Uhr. Da der Wunsch ausgesprochen war, die Anwesenheit des Kaisers in London als rein privat zu betrachten, so waren alle Maßnahmen getroffen, Passagiere und Schaulustige von dem Bahnsteig fernzuhalten. Da man indessen den Zug von verschiedenen anderen Stellen her ankommen sah, brach das vor dem Bahnhof versammelte Publikum in stürmische Hochrufe aus. Sin zweifchneidiges Schwert. ( Von unserem parlamentarischen Berichterstatter vird uns geschrieben: Die Presse der Linken nimmt den Antrag Aichbichler und Genossen auf Einführung der namentlichen Abstimmung mittels Stimmzettel im Reichstage sehr unfreundlich auf- offenbar, weil sie noch weitere Pläne auf eine Umänderung der Geschäftsordnung germutet. Andernfalls wäre auch der erbitterte Ton der Brörterungen nicht begreiflich, denn es ist doch von Haus us nur eine Zweckmäßigkeitsfrage, ob in der einen der in der anderen Form abgestimmt werden soll. Wird in Verfahren gefunden, das bei Sicherstellung der leberprüfung des Abstimmungsergebnisses das Abstim= nungsgeschäft wesentlich abkürzt, so verdient es gewiß en Vorzug. Die Antragsteller erwarten diese Wirkung on dem beantragten Verfahren aus dem einfachen Brunde, weil in Zukunft nicht mehr 397 Namen aufJerufen, die Abstimmung erwartet und notiert und die Stimmen gezählt werden müssen, während die ganze Verhandlung ruht, sondern es werden lediglich die Zettel eingesammelt; das übrige Geschäft vollzieht das Bureau, während die Verhandlung wieder fortgeführt werden ann. Die Entscheidung über den Antrag ist, wie die Dinge iegen, eine Machtfrage, die zwischen den Anhängern und en Gegnern der Zolltarifreform ausgetragen wird; ls erste Frucht des Antrags wird nach den positiven Srklärungen der Oppositionspresse eine verschärfte Obtruktion der Linken zu erwarten sein. Diese hält sich ierzu für berechtigt, weil sie in der Obstruktion die einige Waffe der Minderheit erblickt. och das Wesen des Parlamentarismus ist, daß Wenn es je= die von der Mehrheit angenommenen hlüsse Giltigkeit haben, dann hat eben die MinderBe= eit überhaupt keine Baffe mehr; sie ist dann lediglich as notwendige Produkt des ordnungsgemäßen Ganges ur Ser Parlamentsmaschinerie. Macht aber die Minderheit durch Obstruktion das Zustandekommen von Mehrheitsbe schlüssen unmöglich, so zielt dieses Vorgehen zwar gegen die Mehrheit, trifft aber den Parlamentarismus geradezu ins Herz, weil es einfach die ganze Maschinerie stillstellt. Die Mehrheitspartei von heute kann die Minderheitspartei von morgen sein, und wenn auch sie dann das Verfahren nachahmt, so wird einfach der Kampf der Minderheiten gegen die Mehrheit und mittelbar dadurch gegen das eigentliche Wesen des Parlamentarismus zur Regel; dem Parlament wird dadurch, daß es zur Unfruchtbarkeit verurteilt wird, das Grab geschaufelt. Es gibt nur einen Fall, in dem die Obstruktion der Minderheit berechtigt ist; er ist dann gegeben, wenn die Mehrheit ihre Macht zur Unterdrückung der Minderheit bei der Beratung durch unberechtigte Einschränkung oder die Abschneidung der Redefreiheit benutzt, wenn sie sich also gegen die Geschäftsordnung oder auch nur gegen die gute Sitte vergeht. Wenn die Linke sonach aus dem Antrag Aichbichier die Berechtigung zur Obstruktion herleiten will, so ist es ihre unerläßliche Pflicht, nachzuweisen, daß dieser Umänderungsplan eine gegen den Geist des Parlamentarismus verstoßende Gewalttat der Mehrheit gegen die Minderheit ist. Auf alle Fälle ist die Obstruktion, weil sie in jedem Augenblicke und von jeder Parlamentsgruppe nachgeahmt werden kann, ein zweischneidiges Schwert. ter - Die Politik. Hinter den Kulissen des Reichstags. CB. Aus parlamentarischen Kreisen werden uns über die Vorgänge, die sich im deutschen Reichstage während der Sigung vom letzten Freitag hinter den Kulissen abspielten, Mitteilungen gemacht, die eines gewissen heiteren Charak ters nicht entbehren. Die Rechte und das Zentrum wurden, so schreibt unser Gewährsmann, schon unruhig, als der sozialdemokratische Abgeordnete Stadthagen mit einer geradezu grotest- tomischen Würde die Treppe zur Rednerbühne emporstieg. Stadthagen ist bei diesen Parteien in Verruf, weil er seinen Dauerreden eine starke Gabe Spott und Satire gegen die Rechte beimischt. Er läßt es seine Hörer merken, daß er sie peinigen will, und aus diesem Grunde sind die Demonstrationen gegen ihn so lebhaft. Als am Freitag die ,, Flucht aus der Deffentlichkeit" begann, rief Stadthagen den Enteilenden nach, ihr Fernbleiben verstoße gegen§ 28 der Verfassung, denn nur ein beschlußfähiges Haus könne eine Verhandlung führen. Dabei redete er aber immer weistunden- und stundenlang. Er verstand es zudem noch, streng sachlich zu bleiben. Die Abgeordneten der Mehrheitsparteien, die mit Mühe eine beschlußfähige Ziffer zu stande gebracht hatten, sind deshalb durch diese Dauerreden besonders geplagt, weil sie immer bei der Fahne bleiben müssen. Selbst im Restaurant und in der Wandelhalle ist ihnen keine Ruhe gegönnt, denn jeden Augenblick kann die Anzweiflung der Beschlußfähigkeit erfolgen und, wehe, wenn dann die Herde nicht beisammen ist. Daß unter diesen Umständen die Benuzung der im Reichstag vorhandenen Schlafkabinen unmöglich ist, bedarf wohl keiner Erwähnung. Da stehen nun die Ruhesessel und werden nicht benutzt! Wer ein besonderer Sicherheitskommissarius ist... schläft lieber im Saale; er ist dann wenigstens da und wird mitgezählt, wenn die Beschlußfähigkeit angezweifelt wird. Dabei herrscht eine stete Bewegung im Hause. Jede Partei hat ihre Wachtposten im Saale, und diese werden von Zeit zu Zeit abgelöst, damit Ueberrumpelungen vermieden werden. Nur ein Zentrumsmann, der als einziger von seiner Partei zurückgeblieben war, verlangte nach feiner Ablösung: Der Wackere war eingeschlafen.- Gegen 42 Uhr drangen einige besonders ungeduldige Konservative in den Saal und riefen zu Stadthagen stürmisch hinauf:„ Schluß, Schluß!"- ,, Was?" rief dieser zurück: ,, Sie verlangen Schluß und haben den Anfang nicht gehört, weil Sie im Restaurant waren. Ich werde ihn nochmals vortragen." Und wirklich sprang er auf den Anfang zurück, so daß die Eindringlinge unter dem Hohngelächter der Linken wieder in wilder Flucht enteilten. Rechtzeitig hatten die Posten dafür gesorgt, daß bei der Abstimmung über den Antrag Bassermann das Haus beschlußfähig war. Als aber die Abstimmung über die sozialdemokratischen Anträge beginnen sollte, schlich ein Sozialdemokrat nach dem anderen davon. Nun war das Haus tatsächlich beschlußunfähig. Der ganze Wachtdienst bei der Fahne war umsonst. Tableau! Kriegslärm. Während halbamtlich die Meldung verbreitet wird, daß die Mächte sich geeinigt haben, Shanghai gleichzei tig zu räumen, wird von anderer Seite gemeldet, daß in Shanghai zwei britische Kriegsschiffe liegen, weil ein russisches Geschwader erwartet werde. England, so heißt es, wolle dadurch zeigen, daß es eine Umstoßung des heutigen Zustandes in Shanghai nicht dulden werde. Gleich zeitig wird berichtet, daß Japan sich zum Kriege gegen Rußland rüste, weil es dessen Vordringen in Nordchina zum Stehen bringen wolle. Derartige Nachrichten tauchen stets in der Adventszeit auf; aber ernst braucht niemand den Kriegslärm zu nehmen. Italienisch- französische Annäherung. Präsident Loubet will den König von Italien besuchen, aber nach seiner Hauptstadt Rom kann er nicht kommen, weil der Papst von den katholischen Staatsoberhäuptern verlangt, daß sie zunächst ihm seine Aufwartung machen und in der Gesandtschaft des eigenen Landes Wohnung nehmen. Da Loubet von einer Mißachtung dieses päpstlichen Standpunktes und von der Unterlassung eines Besuchs im Vatikan eine üble politische Wirkung befürch tet, so hat er auf Vorschlag des Königs von Italien einen Besuch in Turin, Mailand, Florenz oder Neapel in Aussicht genommen. Der Gegenbesuch des Königs wird dan in einer Stadt Südfrankreichs stattfinden.-Präsident Loubet beauftragte den französischen Botschafter in Rom Barrière, dem Minnisterpräsidenten Zanardelli und dem Minister des Auswärtigen Prinetti das Großfreuz der Ehrenlegion zu überreichen. Dem ehemaligen Minister des Auswärtigen Visconti Venosta sowie dene früheren Schaßsekretär Luzzatti übersandte Loubet sein Bild mit einer herzlichen Widmung. Kurze politische Nachrichten. * Der frühere Reichskommissar Dr. Peters hatte mit dem Abgeordneten Bebel im Reichstag eine Unterredung, um von ihm zu erfahren, wer den sog. Tuckerbrief, durch den Peters bekanntlich aus dem Amte ge bracht wurde, verfaßt habe. Bebel verweigerte die Auskunst, da er nur vor Gericht als Zeuge seine Aussage machen will. * Minister Bud de hat seinen in Dresden angemel deten Besuch bis nach der bald zu erwartenden Genesung des Staatsministers Rüger verschoben. * Bei der Eröffnung der geseßgebenden Versammlung von Rhodesia in Salisbury teilte der Administrator mit, daß Professor Robert Koch nach Südafrika kommen werde zu Untersuchungen über die Rinderpest. Zur Unterstützung der durch die Viehseuche Geschädigten sind 7 Millionen Mark bewilligt worden. * Wie ein Telegramm aus La Victoria meldet, hat den Präsident von Benezuela, Castro, nachdem er nach allen Richtungen feine Truppen ausgesandt hatte, dem Feinde den Rückzug abgeschnitten und sich nach Caracas begeben. Nab und fern. V Phantasieu eines ,, Ucber"-Kapellmeisters. Der betannte Brettlkomponiß Oskar Straus, Mitglied des Wolzogenschen Bunten Theaters zu Berlin, sollte seiner Darstellung nach das Opfer eines Revolverattentats geworden sein. In einem dunkeln Gange, der an der Bühne nach den Hof führt, seien plöglich auf ihn zwei Revolverschüsse abgefeuert worden. Die Kugeln seien ihm dicht am Kopfe vorbeigepfiffen. Der Attentäter habe ihn dann zu Boden geworfen, sei aber glücklicherweise noch gestört worden, sonst wäre sicher etwas ganz Grausiges geschehen. Die Nachricht erregte natürlich Aussehen. Ist doch Straus der Komponist des ,, Lustigen Ehemannes", der auf allen Leierfästen gedudelt wird, und als solcher eine moderne Kunstgröße. Die Reporter stürzten zur Polizei und erfuhren Sort, daß die angeblichen Revolverschüsse von zwei ge platten Glühbirnen herrührten und das einzige Wahre an der Sache sei, daß Herr Straus, der beim Personal sehr verhaßt ist, von einigen Arbeitern in der Dunkelheit mehrere wohlgezielte Büffe erhalten hat. Hoffentlich stellt ihm der Arzt nicht ein Attest aus, wie es in ,, ut mine Stromtid der Advokat Slusuhr bekommt: Prügel hat er gefriegt, sie haben ihm aber nicht geschadet. 600 Menschenleben vernichtet. Aus dem Vulkandistrikt Guatemalas kommt eine traurige Bestätigung der schrecklichen Befürchtungen, die man über das Schicksal der von den gemeldeten Eruptionen betroffenen Plantagenbewohner hegte: die schweizerische Plantage ,, Helvetia" ist völlig vernichtet worden und dabei 600 Personen ums Leben gekommen. Vor Wochen hatten sich wilde Tiere gegen ihre Gewohnheit dort gezeigt. Man vermutet, daß die Bestien schon damals durch vulkanische Erscheinungen zur Flucht aus ihren Urwaldrevieren nach bebauten Gegenden getrieben worden sind. Der 26. und der 27. Oktober brachten die schreckliche Katastrophe, 48 Stunden lang herrschte infolge dichten Ascheregens totale Finsternis. Als diese endlich wich, lag die ganze blühende Pflanzung unter einer mehr als zwei Meter tiefen Schicht vulkanischer Asche begraben. FBom Kaminkehrer zum Opernsänger. An der Münchener königlichen Akademie der Tonkunst ist ein Kaminnahmslos wir alle im höchsten Grade erstaunt neswegs überzeugt - wenn ich aut war, aren von mir behaupten darf, daß ich keiqu Theorie veziehung zum Verbrechen, zu erhsbesondere vorbrachte, der hypnotischen Suggestion, Die Fälle, die er erzählte, um feine über die Gründe, die er in ihrer ich ungläubig, daß ein in der Hypnose Befindlicher, " Du willst doch nicht etwa behaupten," entgegnete eriert hat, dasselbe dann bem man ein Verbreche schütteten Fragen. mir Ich konnte ihnen mich mit einer Flut von so, als wenn ich allen möglichen hatte durchaus feine ich summert hätte. uhr zeigte, hatte das Experiment auch nur wenige Mi weiter nichts erzählen. Ich Empfindung, es war Wie die nuten gedauert. ,, Wie ist es dir Bir geglückt ingersfeld. so ist ähnlich ein so etwas vorhabe, wickelt sich vor alles kommen muß, es fommt auch so, und ganzes Schauspiel ab, ich doch selbst vorher inszeniert hatte. Dies ist es, was ich selbst gespannt und erstaunt über die Wendungen, die entsteht dazu, es ist schon fix und fertig; ich weiß, wie nicht das richtige. Bei solch einer Gelegenheit, wenn ich dies nicht nur der Plan meinen ugen bliẞwohl etwas zutreffend, aber bei weitem noch doch bin Howart heit, gelassen. Dies sage ich nicht etwa aus Bescheidensagt biffen begleitet usw. ärgerte es, daß er so viehisch war und nicht sprechen fornie; ich nichts. Ich fühle für den Jdioten fein Bedauern, mich sie durch fich selbst, sprecht von der Zufriedenheit, die ein ab. 3hren dafür geht mir tatsächlich das Verständnis Bon alledem empiinde ruhiges Gemi das muß anders werden sagte ich mir, und der sich ihn nicht umschöpfen fam un je unfäglich to g fc a in al re bu be g นา a1 0 1236T0 12336ROT BUTADITURURTRETU e น r CHEER te lehrer aus Borarlberg als Operneleve aufgenommen. Der Mann ist 28 Jahre alt, wurde von Kapazitäten der Münchener Hofoper geprüft und auf Grund des Ergebnisses dieser Prüfung so qualifiziert, daß die Atademie der Tonkunst ihm, obwohl er Ausländer ist, die Schulgeldbefreiung bewilligte. Der so aussichtsvoll qualifizierte junge Mann kann aber seine Studien noch nicht beginnen, weil er nicht in der Lage ist, die Instription von 15 Mart aufzubringen. Petuniäre Hilfe von seinen Eltern hat er nicht zu erwarten, da sein Bater, ein einfacher Maurer in Gözis( Vorarlberg), selbst nichts besitzt. Man hofft, daß sich in München, das ia zahlreiche, gut bemittelte Desterreicher beherbergt, ein Mäcen finden wird, der es unternimmt, Hilfe zu leisten Vermischtes. V[ Die Sterblichkeit in den deutschen Großstädten.] In der Woche vom 19. bis 25. Oktober sind nach den Veröffentlichungen des kaiserlichen Gesundheitsamtes von je 1000 Einwohnern, auf das Jahr berechnet, als ge storben gemeldet in: Aachen 21,5, Altona 15,4, Barmen 8,9, Berlin 13,7, Braunschweig 14,1, Bremen 16,9, Breslau 23,5, Charlottenburg 12,3, Chemniz 21,7, Danzig 22,2, Dortmund 12,6, Dresden 16,5, Düsseldorf 16,4, Elberfeld 17,6, Essen 11,4, Frankfurt a. M. 12,9, Halle 17,3, Hamburg 17,2, Hannover 14,5, Kassel 11,2, Kiel 14,4, Köln 19,4, Königsberg 23,0, Krefeld 10,0, Leipzig 13,1 Magdeburg 14,0, München 17,6, Nürnberg 16,6, Posen 18,2, Stettin 18,0, Straßburg 15,6, Stuttgart 14,4, Wiesbaden 18,5, London 16,0, Paris 16,9, Wien 16,3. )([ Die gebildeten Kühe.] Ein kleines Mädchen aus der Großstadt, so berichtet ein süddeutsches Blatt, kommt zum erstenmale aufs Land zu Verwandten. Sie wird überall umhergeführt, vor allem auch in den Stall, in dem der Stolz des Besizers, 8 stattliche Schweizerkühe, stehen. Neben einem Haufen Klee liegt dort auch Dunggabel und Schaufel bereit. Voll Erstaunen sagt das kleine Stadtfräulein: ,, Nein, haben die Kühe aber ein großes Eßbesteck." £[ Einen neuen Sang an Aegir] teilt die Münchener Jugend mit. Der Burenbezwinger Chamberlain rüstet sich zur Reise nach Südafrika, um die neuen Gebiete Englands zu besichtigen. Da weiht ihm das Münchener Wizblatt in einer Bitte an ,, Aegir, den Herrn der Fluten" einen recht boshaften Abschiedswunsch: Wenn Chamberlain, den Guten, Du trägst auf schwanker Bahn Aegir, Herr der Fluten, So nimm dich seiner an! Ich will damit nicht sagen, Daß er ersaufen soll Dies wär' für deinen Magen, Aegir, schaudervoll! t Nein, mag er hier auf Erden Noch weilen manches Jahr, Doch seekrant lap' ihn werden, Wie's feiner vor ihm war! - [ Der saubere Hannes.] Aus einem rheinischen Gebirgsdörfchen wird folgende drollige Geschichte erzählt: Der Landrat beehrte das Dörschen mit seinem Besuche und wurde vom Bürgermeister zum Mittagessen eingeladen. Als man sich zum Male niedergesezt hatte, holte die geschäftige Frau Bürgermeister aus dem wohlgefüllten Linnenschranke für den Gast eine Serviette. ,, Geben Sie doch Ihrem Manne auch eine Serviette," meinte der Gast. Dös is net netig, Herr Landrat," erwiderte da aber stolz die Frau Bürgermeisterin ,,, us Hannes schlabbert net!" )[ Eine Volksabstimmung per Postkarte.] In der vorigen Woche verteilte man in Paris auf den Boulevards und auch in den Außenvierteln Postkarten, die eine Art Stimmzettel darstellten. Die Initiative dazu ging von dem Verband der Handelsangestellten aus. Der Verband führt seit zwei Jahren einen energischen Feldzug, um den 7 Uhr- Ladenschluß durchzusehen. Um sich nun in diesem Kampfe die Unterstützung des Publikums zu sichern, bat er alle Pariser, eine eigens zu diesem Zwecke verfertigte Postkarte an die Besitzer der Läden, in welchen sie kaufen, zu richten und den von den Angestellten verlangten 7 Uhr- Geschäftsschluß zu fordern. Die gutmütigen Pariser haben die Portokosten nicht geschont und in den letzten Tagen tatsächlich eine große Anzahl dieser Propaganda- Karten verschickt. Das sinnreiche und originelle System ist vielleicht besser als eine Arbeitseinstellung. [ Ein fleiner Irrtum] passierte dieser Tage dem betannten amerikanischen ,, Stahlkönig" Schwab, als er von Venedig nach Mailand reisen wollte. Wie es sich für Milliardäre ziemt, ließ Schwab zu diesem Zwecke einen Extrazug ,, anspannen", den ihm die italienische Bahnverwaltung mit 2000 Lire( 1600 Mark) in Anrechnung brachte. Schwab, der gewöhnt ist, mit Pfunden Sterling zu rechnen, hatte statt ,, Lire"- ,, Livre" verstanden und legte, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, 2000 Pfund ( 40 000 Mark) auf den Tisch des Hauses. Er war ganz erstaunt, als ihm der Verwaltungsdirektor sagte: ,, Sie bekommen noch eine ,, Kleinigkeit"( nämlich 38 400 ME.) heraus" und wunderte sich über die Ehrlichkeit und die Dummheit der italienischen Bahngesellschaften. In Amerika ist man in solchen Fällen viel raffinierter. ()[ 2200 Heiratsanträge] will der Afrikareisende Chaillu während seines Aufenthaltes im schwarzen Erdteil schon erhalten haben. Eines Tages, so erzählte er kürzlich in einem Vortrag zu Petersburg, bot ihm ein Negerherrscher 753 Frauen zur gefälligen Auswahl an. Chaillu, um sich aus seiner Verlegenheit zu ziehen, machte dem König begreiflich, daß, wenn er eine einzige von ihnen heirate, die andern alle eifersüchtig würden. Der König gab ihm Recht und schlug ihm daher vor, die siebenhunbertdreiundfünfzig auf einmal zu nehmen. [ Immer konsequent.] Frau Carrie Nation, die befannte amerikanische Temperenzfanatikerin, die mit Art und Feuer die Kneipen ausrotten will, hat sich wieder einmal in voller Glorie gezeigt. Der Black- Diamond- Expreßzug auf der Leigh- Valley- Eisenbahn stieß mit einer Lotomotive zusammen. Fünfzehn Personen wurden verletzt, darunter zwei schwer. Fruu Nation, die Mitpassagierin war, gehörte zu den Leichtverleßten. Nachdem sie sich vom Schrecken erholt hatte, verhinderte sie, daß den Verwundeten von den Aerzten Branntwein gegeben wurde, und zertrümmerte verschiedene Flaschen Branntwein. :: Der ,, Generaldirektor" eines Verschwenders. Auf Antrag des Vertreters des Fürsten Anton Radziwill ist der Generaldirektor Arnold Noettger zu Berlin verhaftet und in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Der Inhaftierte war Bevollmächtigter des Prinzen Radziwill, des Sohnes des Fürsten; es wird ihm zur Last gelegt, seinen Mandatar bewuchert und betrogen zu haben. Durch seine Transaktionen hat sich der Beschuldigte nicht unerhebliche Vorteile in unerlaubter Weise zu verschaffen gewußt. Prinz Radziwill junior stand früher als aktiver Offizier beim 10. Ulanenregiment in Hannover. Er führte ein sehr flottes Leben, welches schließlich zu seiner Entmündigung führte. Der bewucherte Prinz hat auch bekanntlich seinerzeit viel durch seine Verlobung mit der Gräfin Chottef in Wien, die wieder aufgehoben wurde, von sich reden gemacht. Zur Zeit lebt der Prinz in Rußland. Eine Doppelhinrichtung fand in Kottbus im Hofe des Zentral- Gefängnisses statt. Der Breslauer Scharfrichter Schwieg enthauptete den 22 ährigen Bergmann Krystkowiak aus Poley und den 23jährigen Bergmann Johann Andrzejewski von Grube Henriette. Die beiden Verbrecher hatten in der Nähe von Klingenthal den Arbeiter Friedrich Kunisch ermordet und beraubt. * Die angebliche Gumbinner Soldatenmißhandlung. Ueber den Tod des Kanoniers Baltrusch in Gumbinnen berichten ostpreußische Blätter: Am 8. August kam Baltrusch abends stark betrunken nach der Kaserne. Er suchte nicht seine Stube auf, sondern ging in eine benachbarte Mannschaftsstube, woselbst er Kameraden würgte und sich auf deren Lagerstellen legte. Die so mißhandelten und in ihrer Ruhe gestörten Kanoniere prügelten den Baltrusch durch und warfen ihn zur Türe hinaus auf den Korridor. Etwa vier bis fünf Meter von dieser Stelle ist ein Fenster, durch das Baltrusch nachts auf das Hofpflaster stürzte. Ueber diesen Vorgang ist in öffentlicher Sigung des Kriegsgerichts der zweiten Division verhandelt und die wegen Mißhandlung eines Kameraden angeklagten Kanoniere sind mit der Begründung freigesprochen, daß sie sich in der Notwehr befunden hätten. Troßdem hat die Militärbehörde nicht gesäumt, die beklagenswerten Vorgänge nochmals zu untersuchen, und sind demgemäß schon die Witwe Baltrusch und der Redakteur der Ostd. Volksztg. von einem Kriegsgerichtsrat vernommen worden. Kurzes Allerlei. Eine gesunde Gegend ist dem Anschein nach Ostpreußen. In Roggenhausen bei Graudenz gibt es einen 107 Jahre alten Arbeiter Jesionowski, der noch vollkommen rüstig ist, und in gen feierte das Süßsche Ehepaar soeben seine diamantene Hochzeit. Beide Eheleute legten den 4 Kilometer langen Weg zur Kirche zu Fuß zurück. Aus dem Gerichtssaal. § Landesverratsprozeß Bed. Das Reichsgericht verurteilte den Schachtmeister Leo Beck wegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 5 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, den Kontrolleur Anton Bai zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, den Erdarbeiter Josef Proserpion zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust und Maria Bai wegen Beihilfe zum Verrat militärischer Geheimnisse zu 9 Monaten Gefängnis. § 30 000 Mark Gerichtskosten sollen nach fachkundiger Schäßung in dem Prozeß des Rechtsanwalts Rosenstock gegen den Bankier Arendt und Genossen entstanden sein, in dem soeben in Prenzlau nach zehntägiger Verhandlung das Urteil gesprochen wurde. Dem Rechtsanwalt war in einem im Berliner Kleinen Journal erschienenen Artikel vorgeworfen worden, daß er dabei behilflich gewesen sei, durch eine Rechercheuse, die er einer ManSantin empfohlen hatte, den Ehemann dieser Mandantin zu verführen. Der Bankier Arendt hatte diese Nachricht dem Kleinen Journal übermittelt. Das Gericht nahm den Beweis der Wahrheit als nicht erbracht an und verurteilte Arendt zu 1200 Mark, den Eigentümer des Kleinen Journals Dr. Leon Leipziger zu 500 und die Redakteure Neisser und Schivelkamp zu je 200 Mark Geldstrafe. Gegen das Urteil wird wieder Revision seitens der Beklagten eingelegt werden. Dann käme die Sache zum dritten Male vor das Reichsgericht. § Die Haftpflicht der Telephonverwaltung. Bei dem Landgericht in Frankfurt a. M. schwebt zur Zeit ein Telephonprozeß von grundsäßlicher Bedeutung, der vielleicht sämtliche Instanzen beschäftigen wird, da der Wert des Streitgegenstandes die Berufung an das Reichsgericht erlaubt. Ein Redakteur in Frankfurt a. M. ließ sich mit der Fernsprechstelle in Karlsruhe verbinden. Während des Gesprächs erhielt er einen starken elektrischen Schlag und sank bewußtlos zu Boden, wobei ihm Blut aus Mund und Nase drang. Nach einiger Zeit erholte er sich wieder, leidet jedoch von da ab an einer schweren Lähmung der rechten Körperhälfte. Auf dem Prozeßwege verlangt er jezt eine lebenslängliche Rente von 1800 Mark, da nach den ärztlichen Gutachten eine Wiederherstellung ausgeschlossen ist. Die Postverwaltung lehnt indessen die Haftpflicht für diesen Unfall ab, indem sie ihn als eine unglückselige Folge höherer Gewalt hinstellt und behauptet, daß sie alle Vorkehrungen getroffen habe, um Gefahren für die Menschen beim Gebrauche des Telephons nach Möglichkeit auszuschließen. Der Entscheidung in diesem für alle mit dem Telephon umgehenden Personen wichtigen Prozesse sieht man mit Interesse entgegen. Kleine Gerichts- Chronik. Der wegen Doppelmordes angeklagte Gutspächter Clouth vom Gutshofe Mühl bei Duisburg wurde von den Geschworenen zu Bonn freigesprochen. Clouth hatte am 20. September seine Ehefrau und seinen Verwalter erschossen, weil beide einen unerlaub ten Verkehr unterhalten hatten. Der Gerichtshof nahm an, daß Clouth im Affekt gehandelt habe und nicht Herr über sich selbst gewesen sei. In dem Prozeß wegen der großen Unterschlagungen bei der Fabrik feuerfester Produkte in Vallendar wurde der Angeklagte L. D. Boeing zu 4 Jahren Gefängnis und 19 800 Mark Geldstrafe verurteilt. - Die Staatsanwaltschaft hat gegen das freisprechende Urteil im Berliner Heliosprozeß das Rechtsmittel der Revision eingelegt. Vermutlich wird dieselbe mit prozessualen Verstößen bei den Zeugenladungen der Richter begründet werden. ** Giessener Cagesneuigkeiten. Bunberwerthen effefte zuftande Wechsel der Büh fann, auch wenn Der Großherzog hat dem Pfandmeite wird gang bejen Johannes Schmidt in Mainz aus Anlaß seiner Vet. Teil fogar recht setzung in den Ruhestand die Krone zum filbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen berliehen. willigen Feuerwehr. Am Samstag Abend ber wohnt. Seine liche Nahrung, es z. B. Konfta jo fann es fid Stadt nur in toter ( J) 47. Stiftungsfest der Gießener Fre tektonischen Figen sammelten sich die Mitglieder der Gießener Frein.. ftadt des türliche Feuerwehr in der biesigen Turnhalle zwecks Bege innerung baran w Regierung und der Stadt waren erschienen, um einige Leben. Ja, noch der Einladung freudia Folge geleistet, Vertreter der bed hier, in dem heitere Stunden im Kreise ihrer Freunde resp. Mimit erhält es eine glieder zu verleben und ihr Interesse einer Konstitution Erwachsene mit ung ihres 47. Stiftungsfestes. Zahlreiche Gäste hatten zu beweisen, die nur zum Wohle der Menschheit oft in schweren Gefahren das eigene Leben einsetzt. fich beispielsweife die uns vorgefüh Hauptmann Wiegand eröffnete die offizielle Feier fich düftere Wette mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen, endend mit einem dreimaligen Gut Wehr" auf den Landesfürsten In liebenswürdiger Weise hatte die Gesange- Abteilung del Fiedr Schneider, H. Stiehler, Ps. Wild. C. Zimmer, Fron ziehen, wenn die ung mit bläuid artige U bergang A Hageteilten hiesigen Turnvereins zur Verschönerung des Festes bei Figuren felbft bet getragen, luftige und ernste Weisen stiegen unter Leitung zeitig auf der Bü des Dirigenten Herrn Karsten. Rurz nach 10 Uhr über fachsten Berrichtu reichte Herr Branddirektor Traber im Namen der Stadt endlich bewegliche in feierlicher Arsprache den Mitgliedern Herren Heinrich gleichen. Für ha Schwan und Karl Gutbub das Diplom für 15jährige und namentlich bi treue Mitgliedschaft, dabei wünschend, die Jubilare noch recht unbegreiflicher Wei Yonge im Kameradenkreise zu sehen. Hierauf teilte Her fommen freischwebe Hauptmann Wiegand den Mitaliedern der Wehr: Herrenhaften Zwischenfälle Huchberger, Abolf Deutscher. I. Hinkel, Gg. Reiß, W. Zierlein Roftprobe im Geſch und L. Ockel mit, daß ihnen das Abzeichen für geb. 5. Erle verabreid jährige Bugehörigkeit zur Wehr verlieben worden er kraftfuppen. Durd Herr Branddirektor Traber feierte die anwesender resenden Bertreters Regierungsvertreter, Herr Regierungs- Nat Wagner mie zweckmäßig dieja dankte für die herzlichen Worte, betonend, sein Kommer fontern auch für all zum heutigen Feit als Beweis anzusehen, daß es ihm Biriel für 10 Bige. immer gut bei der Wehr gefalle. Daran anschließend lediglich durch Auffo gab Herr Wiegand einen Rückblick auf die 47 Jahre vollständig fertiger Su des Beſtehens der Wehr, wies darauf hin, welche wie Reis, Grünkern, Kämpfe die Braven haben durchmachen müssen, um, genehme Abwechslung unterstützt von der Stadt, endlich oben zu bleiben. Dieses vorzügliche Pro Den anwesenden Stadtvertretern dankte er besonders in der Küche sichern für ihre Anwesenheit und brachte ihnen ein kräftiges die beiden noch statt Gut Wehr" aus. Herr Stadtrat Petri drückte binzuweisen, nämlich der Festversammlung aus, daß die Stadtvertretung der Christian Wallenfel Prinzipien der Wehr immer sympatisch gefinnt sei und 13. d. bei Herrn& bleiben werde und leerte sein Glas auf das fernere Fort besteben der Vereiniaung. Herr Beigeordneter Georgi überbrachte die Glückwünsche der Stadtvertretung, au Aus Heffer deren Hilfe und Unterstützung immer gerechnet werden könne ** In Buzbach Nachdem die Begrüßungsdebatte zu Ende war, gin, das zweiaftige Theaterstück„ Eine gefährliche Feuerwehr fundenen Landtagsw Anzeige" von Stapel und wurden die Rollen gut gespielt und der von der Me Stimmen. Einige fomische Sachen, vorgetragen von Mitgliedern der Wehr, gab genügend Zeit, Vorbereitungen zu lebender Groß- Felda, Bildern mit der nötigen Sorgfalt zu treffen. So wurden fölzenhain wohnha dem Publikum Gruppen vorgeführt, durch einen bunten erhielt von der Str Scheinwerfer wechselnd herrlich effeftuiert. Herr Wiegand liche Strafe wegen darf auf sein Arrangement stolz sein, ungeteilte Anerkennung Körperberlegung. war im entferntesten Winkel zu hören. Doch nun machte fid mit Dachdeckerarbeit bei Jung- Deutschland die Tanzluft in gefährlicher Weise be Hartmann zu S merkbar, der Saal wurde geräumt und Jung und Alt ſezt og oft herunterfall das Tanzbein in Bewegung. Bis zum frühen Morgen aus. Der mit noch blieben so die Kameraden in Sturm und Not beisammen Nähe ſtehenden Wad Ein Frühschoppen und nachmittags ein Ausflug nach den bon einem Stein a Windhof", woselbst Tanz und sonstige Beluftigung ftatt berlegt. Das Geri fand, machte dem in schönster Eintracht begangenen Fest fängnis. ein Ende. Mögen die froh verlebten Stunden recht on A Im Wohrath lang erlehnte ob " " ** genehm nachwirken bei Jedermann. Noch erwähnen wollen wir, daß die Freiwillige Gail'sche Feuerwehr auch ein doch durchzudrücken. Deputation entsandt hatte, die sich anscheinend recht gu amusterte. Ohmthalbahn. Nur Ausführung fommt. ** Ober- Gleen, ▲ Auf der am 7.- 9. d. M. abgehaltenen Geflügel Ausstellung zu Biebrich a. Rhn. erhielten Gießene befung standen Aussteller nachfolgende Preise: Herr A. Rübsame Schriftführer des für gelbe Orpingtons einen Ehrenpreis, für Toulouse Sommer und Je Gänse einen Ehren- und einen 3. Preis, für Bouen fammer Gießen. A Enten einen 1., für Peking- Enten einen 3. und eine Berein ein Fest, 2. Preis. Herr Ludwig Hanau für weiße Italien einen 3. und zwei 4. Preise. Herr August Felsing für rebhühnerf. Italiener zwei 2. Preise. Herr Juli Stohr für rebh. Italiener einen 2. Preis. Herr Joh Schäfer für Hamburger Silberspenfen einen 4. Preis Herr L. Adam für Cochin, Brahma und rebh. Italiene je einen 4. und auf einen Langshahn einen 3. Preis. Fi Pfau und Perückentauben erhielt Herr Apotheke Schwieder zwei 3. und vier 4. Preise. Für Brie tauben erhielt Herr Ag. Forbach zwei 3. und eine 4. Preis. Pacetauflieferung. Die von der Postrerwaltu getroffene Einrichtung, daß den Pocket bestellern auf ihn Fahrten auch abzusendende Packete behufs Auflieferung dem Hauptpostamt mitgegeben werden können, scheint im noch nicht genügend bekannt zu sein, trotz der Bequemlich die sie namentlich solchen Personen bietet, welche weit en fernt vom Bostamt wohnen oder Dienstpersonal nicht Verfügung haben. Die Abholung der Packete aus der Wo nung fann auch schriftlich und gebührenfrei beim Boftamt bestellt werden, am hesten mittelst ungestempelter Boftfart die in den nächsten Briefkasten geworfen wird. Die Gebü für die Abholung eines Packets beträgt ohne Rücksicht d das Gewicht 10 Pfg. ** Ueber das mechanische Theater von H. Botthar das in den nächsten Tagen auf Dewaldsgarten hierfel AMER FAMILY D VE amerik seine Vorstellungen eröffnet, schreibt die Köln. 3 Deutsch- An Folgendes: Der Besizer ist selbst Mechaniker und Maler u hat mit seiner Kunstfertigkeit so verblüffende mechanis a neuigkeiten. Wunderwerkchen und so reizende Dekorations- und Lichteffefte zustande gebracht, daß man an dem fortwährenden Wechsel der Bühnenerscheinungen seine helle Freude haben fann, auch wenn man fein Kind mehr ist. Das Kind aber 3 aus Anlaß feinere Teil sogar recht dramatischen Vorgängen auf der Bühne beihat dem Brandmelt wird ganz besonders in Entzücken geraten, wenn es den zum Krone zum filben wohnt. Seine immer thätige Phantasie empfängt da reich- und bei etwaiger Zahlungsweigerung der Staatsanwalt- und der 34jährige Fabrikarbeiter J. H. Klamm aus ipps des Großmüte liche Nahrung, und auch an Belehrung fehlt es nicht. Wenn schaft angezeigt werden sollten. es z. B. Konstantinopel in guter Nachahmung seiner archiso fann es sich schon ein ungefähres Bild von der Hauptgegen 30 Pfg, Eintrittsgeld berechtigt waren. 3 Land-| Stück. Herrn Kappes gelang in dieser Woche auch der wirte von Maulbach besuchten den Festplatz, unterließen Fang eines prächtigen Itis mittels einer im Wasser aber eine Zahlung. Der hiervon verſtändigte Präsident aufgestellten Tellerfalle. ließ durch den Schriftführer eine schriftliche Zahlungsaufforderung ergehen, worin die Betreffenden auch noch mit einer je 2 Mr. betragenden Strafe belegt wurden Die Aufgeforderten zahlten, doch bewirkten sie eine gerichtliche Entscheidung, da die subjektiven Voraussetzungen des§ 253 des da die subjektiven Voraussetzungen des§253 des Str.-G.-B. nach der gegenwärtigen Beweisaufnahme ** Schlik, 7. November. Vorgestern abend traf die Schliz gen. von Goerb hier an, begleitet vom trauernden Gemahle. Die höchsten gräflichen Beamten er Gießener tektonischen Eigenart und in seinem Leben und Treiben sieht, die für Sommer und Jene mit Freisprechung endete, Kuhschweizer Probst, mit dem sie zusammen von ** Hanau, 9. November. Vom hiesigen Schwurgericht wurden der 23 Jahre alte Megger Gustav oll aus Miltenberg, genannt der lange Schlenker", Busenborn( Sr. Schotten) wegen Straßenraubes zu je 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Sie hatten den Wachenbuchen nach Frankfurt a. M. walzten, unterwegs im Walde bei Hochstadt überfallen und seiner Baarschaft im Betrage von ca. 70 Mt. beraubt. ** Wiesbaden, 9. Novbr. Unser neuer Regierungsdurch den Herrn Oberpräsidenten Grafen von ZedligTrüßschler in sein Amt eingeführt werden. Der nhalle zwecks Bee innerung daran weit lebhafter bewahren, als wenn ihm die nicht gegeben sind. der Gießener stadt des türkischen Reiches machen, und es wird die ErBahlreiche Gäste hatt Stadt nur in toten Bildern vorgeführt worden wäre; ist geleiftet, Bertreter& boch hier, in dem mechanischen Theater, alles Bewegung und sterbliche Hülle J. Erl. der Gräfin Sophie von präsident Herr Hengstenberg wird am 14. Novbr. en erschienen, um ein Leben. Ja, noch mehr: es liegt Stimmung darin. und daCer Freunde reip. Tmit erhält es eine tiefere, feinere Wirkung, der sich auch der Cereffe einer Stonftitui Erwachsene mit wirklichem Vergnügen hingeben kann. Wenn hoben den Sarg auf einen mit schwarzen Tüchern aus- Magistrat schlägt vor, auf dem Adler- Terrain auf le der Menschheit off sich beispielsweise während des Verlaufs der kleinen Szenen, geschlagenen Wagen, wobei die zahlreich erschienene städtische Kosten ein Hotel zu errichten. Menge in lautloser, feierlicher Stille verharrte. Die Fnete die offizielle e sich düstere Wetterwolfen über dem erregten Meere zusammen- gräflichen Kinder, sowie das Forstpersonal begleiteten Leben einfeßt. bie uns vorgeführt werden, die Witterung verändert, wenn der Erichienenen, enten ziehen, wenn die Sonne tiefrot untergeht und sanfte Dämmer: " auf den Landesfürte ung mit bläulichen Schatten das Thal erfüllt, so sind der= Die Gesangs- Abteilung bartige U- bergänge stets von recht fesselndem Reiz. Die onerung des Festes be Figuren selbst bewegen sich zuweilen in großer Zahl gleich- Geistliche im Ornat. en stiegen unter Leitung zeitig auf der Bühne; sie stellen Menschen in den mannig- feierlichen Chorälen vom Turme. Kurz nach 10 Uhr Erfachsten Verrichtungen dar, ebenso allerhand Tiere und im 18 Diplom für 15jährig und namentlich die Afrobaten am Geil, die sich in nahezu , die Jubilare noch red unbegreiflicher Weise wie wirkliche Turner bewegen - vollspaß n. Hierauf teilte 5 tommen freischwebend ern der Wehr: Herr haften Zwischenfällen vorgeführt. Wilh. C. Rimmer, Fra A Ungeteilten Beifall fanden die bei der vorgeftrigen el, Gg. Reiß, Biele Roſtprobe im Geschäfte des Herrn L. Kalkhof Nachfolger, Abzeichen für 5. Erle verabreichten Prohen von Maggi's Gemüse- und berlieben worden set straftsuppen. Durch praktische Vorführung seitens des anerte die anwesen deresenden Vertreters der Firma fonnte man sich überzeugen, ungs- Mat Wage wie zweckmäßig diese Suppen nicht nur für die Hausfrau, tonend, sein Kommer jontern auch für alleinstehende Personen sind. Aus einem usehen, daß es ihr würfel für 10 Pfge. erhält man auf die einfachste Weise, Daran anschließent lediglich durch Aufkochen in Wasser, 2 Teller vorzüglicher auf die 47 Jahre vollständig fertiger Suppe. Durch mehr als 30 Sorten, darauf hin, welche wie Reis, Grünfern, Erbs, Tapioca Julienne 2c. ist für anachen müssen, um genehme Abwechslung gesorgt. Wir zweifeln nicht, daß sich hoben zu bleiken. dieses vorzügliche Produkt bald den ihm gebührenden Blaz dankte er besonders in der Küche sichern wird und möchten nicht verfehlen, auf ihnen ein kräftiges die beiden noch stattfindenden gleichen Veranstaltungen noch rat Petri drifte hinzuweisen, nämlich am Dienstag 11. November bei Herrn Le Stadtbertretung der Christian Wallenfels Marktplatz 17 und am Donnerstag, patisch gefinnt sei und 13. ds. bei Herrn Adolf Lenhard Frankfurterstraße. sauf das fernere Fort Beigeordneter Georg Stadtvertretung, au gerechnet werden könne Aus Heffen und Nachbargebieten. zu Ende war, gin** In Butzbach erhielt bei der am Samstag stattefährliche Feuerwehr fundenen Landtagswahl der bisherige Abg. Jouzz 19 Die Rollen gut gespiel und der von der Reformpartei aufgestellte Fengel 12 von Mitgliedern be Stimmen. ung an. den Totenwagen; die Feuerwehr bildete mit Fackeln teils Spalier, teils schloß sie sich ebenfalls der BegleitVor dem Sarge schritten sieben fatholische Glockengeläute wechselte mit Der Sarg wurde im Schloß Hallenburg zunächst aufgebahrt, und hier für die Angehörigen und Beamten des Gräflichen wird der Sarg auf Wunsch der Verstorbenen nochmals in der evangelischen Kirche aufaebahrt werden. Nach dem Gottesdienste wollte 3. Dchl. die Gräfin Mutter die so jung verstorbene Schwiegertochter noch einmal sehen, wobei sie zusammenbrach; sie hat den Verlust der Schwiegertochter nicht lange überlebt. Die nunmehr auch verschiedene verwitwete Gräfin war durch ihre weitgehende Mildthätigkeit und große Herzensgüte außerordentlich beliebt. Namentlich bei den ärmeren Klassen wird ihr Scheiden als unerseßlicher Verlust betrauert. ** Frankfurt a. M., 9. Novbr. Im neuen Schauspielhause geriet ein Arbeiter der Firma Browin Broveri u. Co. mit dem Trauring an die elektrische Leitung. Dadurch entstand sofort Kurzschluß. Der Arbeiter erlitt im Gesicht und an den Händen schwere Brandwunden. ** Frankfurt a. M., 9. Novbr. Auf dem Weißfrautmarkt am Fahrthor waren gestern 6 Wagen, meist Büttelborner und Groß- Gerauer Kraut angefahren. Große Häupter fosteten bei fester Tendenz 12 Mf. pro Hundert 1. Qualität, 7--9 Mt. 2. Qualität. Kartoffeln, in dem ebenfalls feste Tendenz herrschte, kosteten Magnom bonum 4,40 Mt. bis 4,50 Mt.; Spätrosa 4,20 bis 4,30 Mt.; Gelbe Stockstadter 4,30 bis 4,50 per Malter. ** Frankfurt a. M, 9. Novbr. Im kleinen Nizza wurde ein 63 Jahre alter Schreiner in dem Moment festgenommen, als er mit einem 12jährigen Mädchen unzüchtige Handlungen vornehmen wollte. ** Frankfurt a. M., 9. November. Auf der Bornheimer Landstraße schenfte gestern Morgen halb 5 Uhr eine junge Frau, die sich eilends in die Entbindungsanstalt begeben wollte, einen jungen Erdenpilger das Leben. Bäckerburschen sahen, was Prinz Adelar da angerichtet hatte, und holten einen Rettungswagen. Weylar. Am nächsten Mittwoch, den 12. November findet hier Bieh markt statt. Auch aus den seuchenfreien Orten des Regierungsbezirks Wiesbaden ist der Auftrieb von Bieh gestattet. Sereitungen zu leberben** Groß- Felda, 7. Novbr. Der hier geborene, in au treffen. So wuwer Stolzenhain wohnhafte Maurergeselle Joh. Schneider rt, burch einen buste erhielt von der Strafkammer Gießen eine recht empfindeltuiert. Herr Biegu liche Strafe wegen durch seine Fahrlässigkeit verschuldete , ungeteilte Anerkennun törperverletzung. Am 9. Juli d. J. war Schneider n. Doch nun madte fi mit Dachdeckerarbeiten auf dem Hauſe des Landwirts in gefährlicher Weise be. Hartmann zu Kölzenbain beschäftigt, stellte aber und Jung und Allt ſet trotz oft herunterfallender Steine keine Warnungssignale zum früben Morze aus. Der mit noch anderen Jungen auf einem in der am und Not beiſammen Nähe ſtehenden Wagen sitzende Otto Hartmann wurde 8 ein Ausflug nach" her bon einem Stein auf den Kopf getroffen und erheblich Das Gericht erkannte auf einen Monat Ge- fulation der neu zugegangenen Studierenden an hiesiger Marburg, 8. Nov. Die endgiltige Immatri nftige Beluftigung fat berlegt. tracht begangenen fängnis. Im Wohrathal regt man sich jetzt wieder, um die Universität fand heute Vormittag um 11 Uhr in der Aula bten Stunden recht on Noch erwähnen wele lang ersehnte Wohrathalbahn trotz aller Hindernisse des Universitätsgebäudes mit dem üblichen Ceremoniell durch aller den Rektor Prof. Birt statt. e Feuerwehr auch in doch durchzudrücken. Man beruft sich dabei mit auf die hanscheinend recht gu hmthalbahn. Nun, wollen sehen, ob das Projekt zur abgehaltenen Geffiel Ausführung fommt. ** Ober- Gleen, 7. Novbr. Wegen versuchter Ern. erhielten Gießene pressung standen dieser Tage der Präsident, sowie der Herr A. Rübfame Schriftführer des hiesigen Kriegervereins, Kaspar uf Sommer 3. Preis, für Bouer fammer Gießen. Am 20. Juli d. Js. veranstaltete gen. ** Mainz, 9. Novbr. In der Nähe des Centralbahnhofes wurde ein den besseren Ständen angehörender Herr festgenommen, nachdem er an einem 14jähr. Kinde ein Sittlichkeitsverbrechen vorgenommen hatte. ** Von der oberen Gersprenz. An unserem kleinen Gebirgswaffer werden heuer ungewöhnlich viele& if ch So fing Herr Aufseher Kappes ottern beobachtet. en einen 3. und eine Berein ein Fest, an dessen Teilnahme Nichtmitglieder von Nieder- Kainsbach in wenigen Wochen deren 20 au für weiße Italien Herr Auguft Felfi 2. Preise. Herr Ju en 2. Preis. Herr S erfpenfen einen 4. Peris hma und rebh. Itali ahn einen 3. Preis. erhielt Gerr pothete 4. Preife. Für Brie ach zwei 3. und eine von der Poftrerwaltu Badet beftellern auf ib te bebufe Aufl'eferung AMERICAN FAMILY OIL rben können, scheint in n, trop der Bequemlic n bietet, welche weit Dienstpersonal night der Packete aus der Sührenfrei beim Boffar ungestempelter Boffat vorfen wird. Die Gebü beträgt ohne Rüdicht Theater von 5. Botth uf Oswaldsgarten hier f 3 Hier nur garantirt rein Nebenstehendes Plakat kennzeichnet diejenigen Markt 7 Fritz Eccarius " * Minister und Bauer. Aus Kopenhagen schreibt man: Der Minister für Landwirtschaft Ole Hansen hat, seit tungen als einfacher Bauer nicht aufgegeben. Dieser Tage er Exzellenz" geworden, seine Gewohnheiten und Verrichsah man ihn, die Pfeife im Mund, auf einer Fuhre Steinfohlen von der fleinen Stadt Ringstett nach seinem Besitztum fahren. Der Minister futschierte selber, und wer ihn nicht kannte, mukte in ihm einen gewöhnlichen Landmann vermuten Brietkasten der Redaktion. rr. Die betr. Kritik haben mir zwar nicht gelesen, wohl aber ist von sehr zuverläſſiger Seite mitgeteilt worden, daß dem betr. Herrn ein ganz folossaler Wischer zu Teil geworden sei. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeits nachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet. 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Die trauernd Hinterbliebenen: Lehrer Schneider und Familie. C. Ad. Koch und Familie. Die Ueberführung der Leiche an den Bahnhof erfolgt am 11. c., 10 Uhr vormittags vom Trauerhause Nordanlage 12 aus, die Beerdigung nachmittags 3 Uhr in Elpenrod. Mr. 261 Montag, 10. Robember. sische Familier 1902. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Das Gäßchen„ Auf der Bach" wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Montag, den 10. I. Mts. ab bis auf Weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Gießen, den 8. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung In der Zeit vom 1. bis 8. November 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Fünfmarkschein, 1 gold. Brosche, 1 gold. Kinderring, 1 3wider und 1 Sturmlatern; Theaterverein. 2. Vorstellung: Samstag, den 15. November Gastspiel von Agnes Sormaals, Nora." Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 10Uhr. Tageskarten: bei Ernst Challier und an der Kasse im Breise von f. 6 bis Mt. 2. Turnverein. Samstag, den 15. Nov., abends 8 Uhr: Winterfest verloren: 4 Portemonnaies mit Inhalt, 1 filberne in unserer Turnhalle, bestehend in Konzert, turnerCylinderuhr, 1 goldene Brosche, 1 schwarzes ifchen Hufführungen, Gesangsvorträge vom Sängerchor des Armband und 1 Cigarren- Etui. C. U., Cheater, lebende Bilder und Tanz. Hierzu ladet freundlichst ein Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 8. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Für einen 18 Jahre alten wirb Stellung gesucht. Schmiedegeselle Näh auf dem Armenamt Gießen. Deutscher Burgunder garantiert rein vorzüglicher wohlbekömmlicher Rotwein, per Flasche 1 Mr., mit Glas. Ludwigsplak. J. Seibel. Ludwigsplak. eld- Schränke Geld tanzerkassen, Aktenschränke für Gemeinden und Behörden 708 Kassetten und Kopierpressen preismässig. Fr. Krogmann. Kassenschrankfabrik. Schönheitspflege. 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Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen. heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstift. Man sollte also nicht fäumen, eine Anwer dung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Hebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolik schmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, wil und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhi alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folce schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Hofpannung und Ge ütsverNimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke lang am dabin. Kräuter- We n giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernähring, regt den Stoffw chsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Bräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mr. 1.75 in Sen Apotheken von Gießen, Großen- finden, W klar Fro hausen, raunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach Bad- Yauheim, Marburg u. f. w., fowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuter= wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum im Engrosversand also brei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. 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