Nr. 209. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Grati beilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 9. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Organisation und Standesbewußtsein im Handwerk. ( Nachdruck verboten.) Man flagt häufig über den Mangel an Gemeingefühl bei den selbständigen Handwerkern und verweist Dabei auf die übrigen Stände, die im allgemeinen in der Oeffentlichkeit ein entschiedeneres Auftreten zeigen. Fehlt es dem Handwerk etwa an Formen, in denen fich die Handwerksmeister zusammenschließen können? Steineswegs, wenn man sieht, wie vielerlei Vereinigungen gegenwärtig bestehen. Die älteste Organisationsform, die Innung, ist noch die häufigste und wird hie und da, von früher her, Zunft, auch Amt oder Gilde genannt. Das Handwerfsgesetz von 1897 schuf den Unterschied zwischen Zwangs und freien Innungen. Beruflich hat es von jeher reine Fachinnungen, Innungen verroandter Gewerbe und gemischte Innungen gegeben. Die Innungen tönnen sich nach mehr örtlichen Bedürfnissen zu Innungsausschüssen vereinigter Innungen, nach zumeist fachlichen zu Innungsverbänden zusammenschließen, und aus solchen hat sich der Centralausschuß vereinigter Innungsverbände in Deutschland gebildet. Viele Handwerker, die dem Innungswesen abgeneigt sind, haben sich freien Gewerbevereinen oder Handwerkervereinen angeschlossen. Außerdem haben wir freie Handwerkerbünde, meist provinzieller Natur, die Genossenschaften in verschiedenen Arten, dann Arbeitgeberverbände, Gesellschaften( z. B. die Gesellschaft für Mechanik. und Optif) und die alle organisierten wie nichtorganisierten Handwerker umfassenden Handwerksfammern, in Sachsen und den Hansastädten dafür Gewerbekammern. Formen für die Organisation sind also reichlich, viel leicht zu reichlich vorhanden, sodaß mitunter daraus Reibungen entstehen, die dem Zusammenhalt des Ganzen nichts weniger als förderlich sind. Auch die Beteiligung an diesen Organisationen ist nicht so schwach, daß sich im Vergleich zu den übrigen breiteren Erwerbsständen ein starkes Mißverhältnis ergibt. Gewiß steht ein großer Teil der Handwerker noch abseits jeder Organisation, gleichgiltig oder gar feindselig gesinnt, aber bei den Landwirten, Kaufleuten, Arbeitern ist die Zahl der organisirten im Verhältnis zu den nichtorganificten Standesmitgliedern schwerlich viel größer als m Handwerkerſtande. Wenn troßdem der Handwerkerstand heuzutage mehr als jeder andere Stand zurückgedrängt erIn eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Der Schweiß stand ihm auf der Stirn-. Gott sei Danker war irgendwo ins Freie geraten. Da fonnte er seine Verzweiflung austoben. Muß es denn sein? Keine Rettung? Reine? Stann ein Graf Ebern leben nach einem solchen Geständnis wie er es machen mußte? Burkard würde leben würde glücklich fein mit Maria fie hatten Kinder Dann gingen ihm diese Gedanken aber schon wieder unter in der eigenen Qual und Not.- Erst im Morgengrauen fam er zum Tode ermüdet um zehn Jahr gealtert aussehend, zu Haus. Wo er sich in diesen Stunden der Verzweiflung umhergetrieben, wußte er nicht; einen Moment stand er in seiner Stube vor dem Seitentische still auf dem in einem eleganten Kasten seine Pistolen standen. Seine Hand zuckte darnach, seine Augen brannten sich förmlich darauf, heiße, rotgeweinte Augen. " Noch nicht!" murmelte er. Beichte unerläßlich, das war gewiß und dann ,, Erst beichten" Daß diese der Tod. Es war spät fast schon Mittag am anderen Tage als er erwachte; nicht langsam, sondern mit einem Schlage sich vollbewußt seiner Lage und seiner Vorsäge.- Hoffnungslos erwachen o, gräßlich! Der Tag war grau; unfreundlich und zänkisch fuhr der Wind gegen die Fenster und schlug prasselnde Regenschauer baran nieder. Wie öde und unwirtlich sah die Welt heute aus. Gott sei Dank! Sonnenschein hätte ihm seine Aufgabe fchwerer gemacht. Wär' der Tag nur erst hin! Bis zum Abend wollte er noch leben. - Es war hart gerade jetzt zu sterben, wo ihm sein Leben zum ersten Mal sonnig und heiter geworden! Fort mit dem Nachdenken. Nur nicht schwach werden! In der Furcht, daß sein Charakter seinem Willen nicht gewachsen sein eine gräßliche Empfindung! werde erhob er sich rasch, preßte Die Zähne aufeinander und ging an seine Toilette. ,, Recht schön will ich mich machen! Ich will wie ein Cavalier fterben, nicht wie ein armer Sünder. Der wird gerichtet- ich richte mich selbst und als ein freier Mann", sagte er sich einmal zu schwächen, sondern vielmehr zu stärken suchen und dabei stets das Wohl des Ganzen im Auge behalten. Der ,, Markomannia"-Fall. scheint, so liegt dies weniger an dem Umfang seiner Organi-| übrigen Organisationsformen, aber indem sie diese nicht sation, so dringend notwendig dieselbe auch weiter auszubauen ist, als an dem geringen Standesgefühl Trog der zahlreichen Vereinigungen macht sich das Standesbewußtsein im öffentlichen Leben, und zwar sowohl im Verkehr mit dem Standesgenossen, wie mit den Angehörigen der anderen Stände, viel zu wenig geltend. Es tommt eben nicht blos darauf an, Vereinigungen zu begründen, sondern noch viel mehr, diese mit regem Geiste zu erfüllen und in den MitBieber rechtes Standesbewußtsein zu erwecken. Daraus ergibt sich dann ein lebhaftes Gemeingefühl, und daß es aran jezt nur zu oft gebricht, wer möchte es bezweifeln? Soll man deshalb aber nur flagen oder verzweifeln? Ist es nicht im Gegenteil immerhin anzuerkennen, daß noch ein beträchtlicher Teil der Handwerker sich so viel Interesse für den gemeinsamen Stand erhalten hat, daß man darauf für die Zukunft weiter bauen fann? Man bedenke nur, aus wie vielen Berufsarten sich dieser Stand zusammensetzt, deren Thätigkeit unter einander vielfach so verschieden ist, daß man beinahe zweifeln fönnte, ob sie überhaupt einem gemeinsamen Stande angehören, wenn nicht zwischen den weit abstehenden andere die Verbindung herstellten und außerdem eine vielhundertjährige Vergangenheit bis auf den heutigen Tag fortwirfte, troßdem die Gewerbefreiheit seit einem Menschenalter die früheren Bedingungen für den Zutritt zum Stand aufgehoben hat und auch im übrigen eine mehr oder minder starke Veränderung seiner Grundlage eingetreten ist. Das gesunkene Standesbewußtsein im Handwerk zu heben, dazu sind alle seine Organisationen berufen, jede nach ihrer Art und nach ihrem Wirkungskreis. Sie fönnen sich vielfältig ergänzen und oftmals gegenseitig fördern, getrennt marschieren und vereint schlagen. Wenn die älteren Organisationen sich beschweren, daß sie an äußerem Ansehen nicht wenig eingebüßt haben namentlich durch die neue Einrichtung der Handwerksfammern, so mögen ihre Mitglieder doch das Ganze ins Auge fassen und bedenken, daß vordem nur ein Teil der Standesgenossen verbunden war, während die Kammern in ihrer Gesamtheit eine Standesvertretung sämtlicher Handwerker darstellen. In weiterem Sinne als der Begriff der Zünftigkeit" in früheren Jahrhunderten bedeutet jetzt die Zugehörigkeit zur Handwerkskammer auch die Zugehörigkeit zum Handwerkerstande. Damit ist besonders den Kammern die Hebung des Standesbewußtseins im Handwerk von selbst als eine der vornehmlichsten Aufgaben zugeteilt; sie fönnen und werden sie umfangreicher durchführen als die ganz laut, oder vielmehr ein unbezwingliches Etipas zwang ihn, es sich so zu sagen, während er sich doch unausgesetzt Mühe gab, nicht daran zu denken. Frei sterben! Das war ein Trost! Die Hauswirtin klopfte und brachte ihm den Kaffee- die Beitungen. Nach den letteren griff er mit haſtiger Hand. Zuerst fand er lange nicht was er suchte- dann eine ganz furze Notiz:„ Die Verdachtsmomente gegen den Baron von Frohberg häufen und verdichten sich. Der Cavalierklub, dem er seit einiger Zeit angehört, wird Stellung zu der Angelegenheit nehmen müssen." Nichts weiter. Man fonnte es von diesem Blatt, dem Organ der vornehmsten Streise, auch füglich nicht anders erwarten. Eine grau- grünliche Blässe 30g über sein Gesicht. Sr sprang auf stürzte nach dem Seitentische-. Nein! Nein! Erst-! Mit der Schande durfte er Burkard nicht zurücklassen! Erst das Bekenntnis. - O, Gott! und so so gehen zu müssen zu müssen ohne Widerspruch jegt gerade, wo das Leben ihm so schön erschien so ganz all' seinem Sehnen früherer Jahre entsprach. Gehen zu müssen ganz unbeweint-! - Er preßte das Gesicht in die Hände- Sterben! Sterben müssen! Sterben zur Sühne-! Aber leben? So weiter leben? Das gab ihm seine Entschlossenheit wieder. Er hatte sich gestern einen festen Blan gemacht;- der war gut, den wollte er einhalten. Aus seinem Schreibtisch nahm er das wenige Geld, was er noch von Ungarn zurüdgebracht. Es genügte- Burkard würde ihm zum ersten seine Vierteliahrsrate schicken lassen- die kam dann zu spät. Obenauf in der Schublade lagen ein paar Briefchen von Frauenhander zerriß sie mechanisch und warf sie gedankenlos auf die Erde. Nun wollte er schreiben-. Da flopfte es. Brucheisen war es, den er auf diese Stunde bestellt und an den er noch nicht gedacht hatte. Nicht für jegt. Später erst gegen Abend- Abec nun war er da und das gute, alte Gesicht lachte ihm so herzlich und treu entgegen. Wie ein Netter erschien er ihm-. Nun, mein Junge, was-? Willst Du ausziehen?" rief der alte Herr vergnügt. " Ja, Onkel Brucheisen- Wohnungswechsel!" Aber warum?" Es scheint mir ein hübsches- ein recht hübsches Quartier?" Ueber die schnelle Erledigung, welche der Marko. mannia- Zwischenfall durch mannia- Zwischenfall durch das Eingreifen des Kanonenbootes Panther" gefunden hat, liegt folgende amtliche Nachricht vor: Der Kommandant des„ Panther", Korbettenfapitän Eckermann, hatte den Befehl erhalten, das seeräuberische Kanonenboot„ Crête- à- Pierrot" aufzubringen. Der Dampfer begab sich deshalb von Port au Prince nach Gonaives, wo er den„ Crête- à- Pierrot" vollkommen überraschte. Es wurde nunmehr von dem deutschen Kommandanten folgendes Ultimatum gestellt:„ Flagge innerhalb einer Viertel- Stunde streichen, das Schiff räumen und feinerlei Gefechtsvorbereitungen treffen, sonst erfolgt sofortiger Angriff." Der Panther" hatte schon vorger klar zum Gefecht ge= macht. Die Flagge wurde hierauf innerhalb der ge gebenen Frist gestrichen und„ Crête- à- Pierrot" von der Mannschaft verlassen.„ Panther" hatte die Absicht, den ,, Crête- à- Pierrot" hierauf ins Schlepp zu nehmen, bald jedoch erfolgte, offenbar durch die Mannschaft des Crête- à- Pierrot" absichtlich hervorgerufen, eine Explofion in der hinteren Pulverkammer, welcher das Achter schiff zerstörte und in Brand setzte. Hierauf wurde das Insschleppnehmen durch den ,, Banther" unmöglich, da eine weitere Explosion nicht ausgeschlossen war. Da aber außerdem hierin ein feindlicher Aft erblickt werden mußte und die vorderen Geschütze noch gebrauchsfähig waren, ließ der Kommandant des Panther" auch die vordere Pulverkammer und die Kessel durch Granatfeuer zur Explosion bringen. Als dies geschehen war, brach der„ Crête- à- Pierrot" auseinander und sank. Der Admiral befand sich bei den Rebellen an Bord. Gonaives ist in den Händen der Rebellen. Aus dem amtlichen Berichte über das Rencontre geht weiter deutlich hervor, daß es sich dabei nicht um eine politische Aktion, sondern lediglich um die Bestraf ung einer That gehandelt hat, die sich nach der Auffassung der diplomatischen Vertreter in Port au Prince als Seera ub qualifiziert. Das deutsche Kanonenboot wäre sonst nicht nach vollzogener Strafe nach Port au Prince zurückgekehrt. Kriegerische Lorbeeren zu ernten, hat sich dabei keine Gelegenheit gefunden, aber es fehlt nicht an Blättern, die die Exekution im Lichte " Liegt mir nicht gelegen! Haben Sie Kaffee getrunken, Onkel Brucheisen?" of ichin Der Alte lachte, daß ihm der Bauch schüttelte. So ein Mensch! Ich, Kaffee? Um 7 Uhr pünktlich und dann hinaus ins Freie! Ganz wie sonst!" " Und heute frühstücken wir zusammen bei Gebrüder Mouillard! Kommen Sie, wir gehen gleich " Es tam Jemand.„ Ah? Das das wird Herr Sordegni sein? Er hatte mich zum Diner bestellt- Sie auch! Jegt tommt er wegen der Zeitung!" unterbrach sich Graf Joseph erbleichend. " Ja so, freilich! Darnach wollt ich Dich-?" Graf Josephs Ahnung war richtig gewesen, ganz richtig, wie es Menschen in großer Aufregung begegnet. In der Brufttasche von Sordegnis Ueberzieher steckten die Beitungen er sah erhitzt und zornig aus. Sein erster Blick fiel auf die offen am Boden liegenbe Zeitung Josephs. " Haben Sie es auch gelesen- dies Schandblatt?" rief er sofort, nahm es pon der Erde, sah den Titel und warf es wieber hin. Hier hierdies lesen Sie!" Jofeph Ebern nahm es mechanisch und suchte zu lesen;- aber die fahle, erschreckende Blässe auf seinem Gesicht fiel jept beiden alten Herren auf. Ihre Blicke begegneten fich. Das begreift fich," fagte Sordegni, während Brucheisen nichts begriff und nur voll Schreden auf Joseph starrte. Ob der gelesen?- Den Sinn der Worte verstanden? Es blieb unklar. „ Dies wird sich alles aufflären", sagte er dumpf. " Aber hohe Zeit ist es!" rief Sordegni. Sie kommen doch gleich mit? Und Sie, mein Herr? Ich sah gestern ihre Be grüßung und ersuchte den Herrn Grafen gleich - „ Gewiß! Gewiß ich sagte Ihnen schon-." Wie geistesabwesend ging Graf Joseph durch das Bimmer, nach der anderen Thür, zu seiner Kammer. Er hatte sich Alles so gut zurechtgelegt. einen Tag wollte abends diesen beiden alten Männern bekennen er noch leben - und nun kam das alles anders so ganz anders bies emige Sprechen darüber hielt er nicht aus und was da in ber Zeitung stand Schnell nicht schnell genug tonnte er hanbeln! Und jezt hielt Sordegni ihn im Gehen auf. adrid Fortfeßung folg - Mit einem rafchen, forschenden Blick schaute Frau Talbot sie an. 1 leiſem Tone. ähnlich," entgegnete Renate. aber," fuhr sie mit besprater me fort ,,, Sie " Sie sehen unserm Gutsherri Mehnlichkeit ist so Wie meinen Sie das?" fragte sie perrn Esmond, so Die sind nicht mond an der Seite ihres Onfels unter der Thür stehen jay. Aus ihrer mir daß ich reichte sie mit fühlem Gruße die Hand. Du meiner bedurft?" Herrn Esmond, der sie scharf fixirte, Beide auf sie ge, Saltung war leicht zu ente, daß inrechen," es wagen? Hilfe zu rufen." ihm rasch. sie in seine Sie vergessen sich!" rief sie empört ,,, wie können Sie herrschung Dr. Er trat näher auf sie zu und versuchte Sie werden mich zwingen, meinen Onkel zu zu schließen. Aber Renate entwand sich Thren Onkel! nter" perächtig wantte ein paar Schritte vorwärts und sank in den Lehnstuhl, der tiefem, trostlosema Nachdenken. Augen mit der Hand und verharrte einige Minuten in Arm auf die beftaubten Papiere geſtüßt, bedeckte sie ihre Dauptmann Esmonb beobachtete sie schweigene Sache Sie vor dem geöffneten Schreibpult stand. Den tonnte er geduldig warten, Sas Fenster, um die fühlere gewonnen sei. Er eindringen zu lassen denn er wußte, daß fr sprach kein Wort. ** Ma einer großen Waffenthat erscheinen lassen möchten. Es nimmt sich etwas komisch aus, wenn die" Post" unter dem Eindruck der in fettestem Druck übermittelten Meldung schreibt: Weiteren Nachrichten über den Verlauf des Kampfes fieht man in Deutschland mit Interesse entgegen. Ginstweilen spenden wir jedenfalls unseren wackeren Blaujacken volle Anerkennung für ihre prompte Beschützung des deutschen Handels. Politisch drohend bemerkt das„ Tageblatt": Den central- und mittelamerikanischen Kleinstaaten möge diese prompte deutsche Justiz aber eine derbe Lektion sein, daß ihnen die Monroedoktrin gegen Verlegungen des Völkerrechts europäischen Großmächten gegenüber feinen Schuß gewährt. Der kürzlich begnadigte ehemalige österreichische| fönne!- Da gewisse Leute bekanntlich nicht alle werden Oberleutnant Mattachich Keglevich wird dem so dürfte es wohl noch mehrere geben, die auf diese Anzeige nächst seine Erlebnisse, die zu seiner Verhaftung geführt ,, reingefallen" sind. haben, in Buchform erscheinen lassen. Eine Leipziger Verlagsfirma hat bereits Unterhandlungen mit Mattachich in dieser Richtung eingeleitet. Budapest, 8. Sept. Es ist nahezu sicher, daß der Ministerpräsident Szell auch im Oktober beim Zusammentritt des Reichsrates noch nicht in der Lage sein wird, die Ausgleichs- Vorlage einzubringen. Eine kritische Wendung ist noch keineswegs ganz ausgeschlossen. Brüssel, 8. Sept. Betit bleu" bestätigt, daß die Verhandlungen der Buren- Generale mit Chamberlain völlig resultatlos verlaufen sind. Dieselben verlassen Dienstag London, um einer Demonstration in Amsterdam beizuwohnen und treffen Freitag in Brüssel ein, vielleicht zunächst ohne Delarey, der leidend ist. Aus London wird berichtet: Bei der Unterredung Chamberlains mit den Buren- Generalen zeigte dieser ein entschieden weniger freundliches Verhalten gegen Dewet als gegen die anderen Generale namentlich Botha. Von allen Seiten wird gemeldet, daß die Generale nichts erreichten. Ein Telegramm vom 9. September berichtet noch zu dem Haitianischen Zwischenfall aus NewYork: Die hiesige Presse ist einstimmig in der Anerkennung des deutschen Standpunktes in der HaitiAffäre. Die Sun sagt, der Rebellen- Commandant Killid hätte wie ein Pirat gehandelt und sei als solcher gerichtet. Commercial Advertiser erklärt, die deutsche Handlungsweise sei völlig gerechtfertigt und wünscht, daß die Lektion einen heilsamen Einfluß ausübe. Evening Post drückt ihre Freude aus über die Haltung der amerikanischen Presse, die vor Jahresfrist auf ein solches Vorgehen die Monroe- Doctrin citiert haben würde. Kapitän Maccrao von der BundesMarine, der kürzlich vor Haiti auch die deutschen Interessen vertreten hat, hofft, daß nun das Ende der Affäre eintreten werde, da durch den Verlust des Crête à Pierrot den Rebellen die Möglichkeit des TruppenTransports abgeschnitten sei. Politische Nachrichten. Aus Hessen und Nachbargebieten. k Klein- Linden, 6. Sept. Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen hat hier eine ganze Anzahl Altertümer, besonders Geräte und Schmuckzeuge, zu teilweise Gestern Abend schlug ein sehr hohen Preisen aufgekauft. alleinstehender hiesiger Einwohner sein Nachtlager unter dem Leiterhaus auf. - a. Großen- Linden, 7. Sept. Der Eisenbahneinschnitt zwischen hier und Klein- Linden hat die Bahnverwaltung bereits viel Mühe und Geld gekostet, da die Böschungen trob aller Versuche, den Sand- und Letteboden zu festigen, fortwährend rutschen und dadurch den Bahnkörper ernstlich gefährten. Deshalb wird gegenwärtig der Einschnitt erweitert. Der harte Lehmboden muß mittels Dynamit ge= sprengt werden. Paris, 8. Sept. Wie Expreß meldet, sprang gestern ein Armenier auf den Wagen des Schah von Persien, als dieser sich zum Hotel begab. Bei seiner Verhaftung erklärte der Armenier, er habe den Schah um eine GeldUnterstützung bitten wollen. Der Kaiser hörte gestern Morgen von 9 Uhr ab im Neuen Palais die Vorträge des Chefs des Zivil- Kabinets von Lukanus, des Chefs des Militär Kabinets Grafen Hülsen- Häseler und des stellvertretenden Chefs des MarineKabinets. Heute Abend 7 Uhr findet bei dem Kaiserpaar ein Diner statt, zu welchem die an den Manövern teilnehmenden Fürstlichkeiten und die fremden Offiziere geladen sind. eben ein R Mauerblock heinbüch liegen und ** Wor hof bei R Nacht der Messers in das hie den Herrn der Nähe ** traf er zwa Damen und Schrot in gingen, mit Treffficherh Der zweite Anaben Die ganz nehmen. ** Al junger Gr fämtlicher für ihre biffen ha ** 9 ert can Johan Witwe. ** Tiefe h. Dorf Gill, 8. Septbr.( In Schafskleidern.) In der vergangenen Woche kam im Hause des Schreinermeisters A. ein frommer etwa 22-25jähriger Schreinergeselle an, der Arbeit suchte. Meister A. war nun gerade geschäftlich nach Gießen verreist. So wandte sich denn der fromme Schreiner mit seiner Bitte um Arbeit an Frau A. Er machte einen sehr guten Eindruck. Besonders stieg er dadurch in Frau A.'s Achtung, daß er das Neue Testament und verschiedene christliche Schriften bei sich führte. Frömmigkeit merkte man aus allen seinen Reden. Da die gute Frau A. ziemlich viel zu thun hatte, mußte sie den Gast auch einmal im Wohnzimmer allein lassen. Als sie nach einer Weile wiederkehrte, erklärte der Als er schon ge= fromme Mann, er wolle dem Meister, der ja jetzt bald zurückkehren müsse, entgegenfahren. raume Weile fort war- der Meister hat seine werte Bekanntschaft natürlich auch nicht gemacht- merkte Frau A., daß in der Geldschublade 42-44 Mt. fehlten, von denen der fromme Schreinergeselle offenbar fälschlicherweise geglaubt hatte, daß sie ihm gehörten. Infolge der Verweltlichung der französischen Ordensschulen haben die Gemeinderats- Mitglieder von Guiclan dem Präfekten ihre Demission eingereicht. Aus verschiedenen umliegenden Ortschaften sind gestern Kommisstonen in Guiclan eingetroffen. Die Stadt ist festlich geschmückt. Auch in Folgoet traf eine Kommission ein, woran sich 37 Gemeinden beteiligten. Ein feierlicher Gottesdienst wurde unter freiem Himmel abgehalten. Der Bischof von Quimper trifft heute in Folgoet ein. Die allgemeine Kriegslage der diesjährigen Kaisermanöver lautet: Ein rotes Armeekorps ist über die Weichsel in der Richtung auf Rogasen, ein anderes von Süden durch Schlesien in der Richtung auf Sagan vorgegangen. Ein blanes Armeekorps wird bei Frankfurt a. d. D. versammelt. Paris, 9. Sept. Der Kommandant der französischen atlantischen Marine- Division läßt bekannt machen, daß die Insel Bermya, welche im Süden des Golfes von Mexiko liegt, völlig verschwunden ist. Der Kommandant rät den Schiffen große Vorsicht an, da immer noch bulkanische Ausbrüche stattfinden. Das Kriegsministerium läßt in einer halbamtlichen Note bekaunt machen, daß Oberst St. Remy in den Ruhe stand versetzt werden soll. Der diesbezügliche Beschluß wird erst nach der Rückkehr des Kriegsministers aus dem Manövergelände veröffentlicht werden. Der Großherzog Friedrich von Baden feiert heute am 9. September seinen 76. Geburtstag. Dies ist, so schreibt die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ein Tag, an dem nicht nur in Baden, sondern auch im ganzen übrigen Deutschland des greisen Fürsten als eines der Helden aus der Zeit der Wiederaufrichtung des deutschen Reiches mit herzlicher Verehrung und Liebe gedacht wird. - Bei der bedrohlichen Lage in Zentral- Amerika hat der Kreuzer Balke den Schutz der Deutschen im Often, die Gazelle in Westen des venezolanischen Aufstandsgebietes übernommen. London, 8. September. Ein Telegramm aus Shanghai bestätigt, daß der anglo- chinesische Vertrag nunmehr abgeschlossen set. ** Dutenhofen, 8. Sept. Im ,, Jagdschiößchen" hatte gestern die Ortsgruppe Wetzlar des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes anläßlich ihres 3. Stiftungsfestes ein Kränzchen veranstaltet, das außer zahlreichen Gästen auch Witglieder der Brudervereine Gießen und Bußbach mit den Weglarern vereinte und recht gemütlich verlief. London, 8. September. Der Manchester Quardian berichtet, daß Hamilton, der Gouverneur von Indien seine Demission in Aussicht gestellt habe. Die Beibehaltung seines Postens macht er von einer Veränderung im Ministerium abhängig. Der englische General Hamilton äußerte dem Berliner Korrespondenten des„ Daily Mail" gegenüber, nach dem, was er bei der Parade von Frankfurt gesehen habe, erinnere die heutige deutsche Infanterie nur wenig an die von 1871. Was vollkommenen Drill anbetreffe, so habe die deutsche Infanterie nicht ihresgleichen in der Welt. Beim französischen Kriege hätten die deutschen Regimenter gewiß nicht der Disziplin entbehrt, aber mehr individuelle Freiheit in ihren Bewegungen erhalten. Die deutsche Kavallerie bestehe aus vorzüglichen Leuten, obwohl der Pferdebestand nicht so gut sei, wie der englische. dm pilling Giessener Cagesneuigkeiten. ** Braunfels, 8. Sept. Der Direktor des Konservatoriums zu Köln a. Rh., Herr Prof. Dr. Franz Willner, der sich hier zur Kur aufhielt, ist gestern Abend gestorben. Stallung flügelpeft unter A gefchlacht ** B bon Lu in Amö fatholischen * Wies ** Stockhausen, 7. Sept. Heute gegen Abend ereignete sich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Die Pferde des Herrn Gastwirt Rühl von Tiefenbach wurden scheu und gingen durch, der Knecht wurde vom Wagen geschleudert, geriet unter densel en und wurde schwer ver.etzt aufgefunden. Er wurde noch Abends in die Klinik nach Gießen transportiert. Ein Junge, welcher ebenfalls auf dem Wagen war, fam unverletzt herunter. Die Pferde fonnten erst in Leun zum Stehen gebracht werden. Herr Heilgehülfe Lehrmund von Leun war gleich zur Stelle und legte den ersten Notverband an. § Es ist vielleicht von Interesse zu erfahren, wie die Bahnhöfe, die der Kaiser bei seinen Reisen passiert, es mit der Beflaggung halten müssen. Wenn die Reise offiziell ist, so haben sämtliche Stationen, auch diejenigen, wo der kaiserliche Zug nicht anhält, zu flaggen. Bei Reisen, die privaten Charakter tragen, flaggen nur die Anfangs- und Endstationen und die, an denen der Zug hält. Soll die Reise geheim bleiben, so gehen den einzelnen Stationen vorher besondere Verhaltungsmaßregeln zu. Darmstadt, 8. Sept. Wie einem Frankfurter Blatt gemeldet wird, beabsichtigt Staatsminister Rothe zurückzutreten, und zwar aus Gesundheitsrücksichten. Nun hat man zwar von ernſteren gefundheitlich nicht gehört, auch gibt die polititsche Situation zu einem Miniſterwechsel feinen Anlaß. Unmöglich aber ist ja nichts in dieser Welt, und so wollen wir denn das Gerücht, mit allem Vorbehalt allerdings wenigstens verzeichnen. Staatsministers ** Frantfurt a. M., 8. Sept. Der Sergeant Rigel von der 9. Kompagnie 118. Inf. Regts. ließ sich gestern Abend zwischen Höchst und Frankfurt von dem AmsterdamFrankfurter D- Zuge Nr. 50 überfahren. Der Kopf wurde vom Rumpfe getrennt. Das Motiv der That ist unbekannt. - bfterreid legten Woc Stärke nach dem hielt der längere Deutschen land schlo * Ca hat wiede gauer An Pferd ein und dem Rhein. Hilfe. Der zwar auch jeinen Ver Zur Seite au Feldm getreten. beschlosser Mäuseba Hermann per Zentr Mäuse li Feldern. an die meinde b die Gem S. W., M züglich. bei weni so sollen 9,50 ME. der Gemer entgeltlich damit pro waren fran acht Lager ** Darmstadt, 8. Sept. Unter starkem Andrang der Darmstädter Bevölkerung fanden gejern bei günWettspiele des Mittel= stiger Witterung rheinischen Spielverbandes auf dem Ererzierplatz statt. Im Faustball wurde in zwei Gruppen ** Am 20. September tritt die preußische Uni- zu je acht Mannschaften gespielt. Endsieger der 1. Gruppe war der Turnverein Homburg mit formirung der Beamten der Main- Neckar- Bahn in Kraft, die seitherigen Uniformen dürfen noch aufge- 42 Punkten, der 2. Gruppe der Turn- Verein Kesselstadt tragen werden, müſſen aber am 1. Oftober die appene mit 70. Bunften gegen den zweiten Sieger Afad. Turnverein Alemannia Darmstadt, der 66 Punkte errang: mehr anzu knöpfe erhalten. Je nach ihrer Nationalität tragen die Im Tamburinball wurde Endsieger von acht Beamten die preußische, hessische oder badische Kokarde an der Dienstmüße. Ein großer Teil der Beamten Mannschaften der Turnverein Bodenheim mit 427 Im Schleuderball hat bereits zum 1. Oktober die Verſetzung in Händen. Bunkten gegen den zweiten Sieger, die Turngemeinde ** Obst auf den Bahnhöfen. Nach einem Erlaß des Darmstadt 321 Punkten. Eisenbahnministers an die Eisenbahndirektionen sind die Bahn- kämpfte der Turnverein Pfungstadt gegen den Turnund Fechtklub Diez; der Kampf blieb unentschieden hofswirte zu veranlassen, zur Erfrischung von Reisenden und Im Fußball siegte die Turngesellschaft Wies Bahnbediensteten, welche den Genuß von Trinkwasser und baden gegen die zusammengesetzte Mannschaft des alkoholischen Getränken, namentlich Bier, vermeiden möchten, während der wärmeren Jahreszeit auf den Buffets wie an Frankfurter Turnvereins und des Turnvereins Kessel den Bügen der Jahreszeit entsprechendes frisches Obst in stadt. Für den nächsten Spieltag wurde ha n'au ausreichender Menge und zu angemessenen Preisen feilzu bestimmt. dapp Der Großherzog von Mecklenburg hat zur Anlage eines Gewächshauses bei der Kolonialschule zu Wigenhausen Mt. 25,000 gestiftet. Der Landesdirektor Freiherr von Mantenfel dementiert die Nachricht, daß er beabsichtige, im nächsten Jahre für den Reichstag in seinem alten Wahlkreise Kalau- Luckau wieder zu kandidieren. Die Beschäftigung von Frauen im Eisenbahndienst beabsichtigt neuerdings ein Erlaß des Eisenbahnministers an die Eisenbahndirektionen enger zu umgrenzen. Durch einen früheren Erlaß war bereits die Heranziehung von Frauen zum Nachtdienste untersagt. Nunmehr soll auch der Früh- und Spätdienst, wo eben angängig, Einschränkungen erfahren, da stellenweise der Frühdienst schon um 3 oder 4 Uhr morgens beginne, der Spätdienst andererseits sich zuweilen bis 1 und 2 Uhr Nachts ausdehne, was halten. ** Auch die Medizin soll teurer werden! Durch die am 1. Oftober in Kraft tretende Branntweinsteuernovelle wird die Steuerfreiheit des zu Heilzwecken Verwendung findenden Spiritus aufgehoben. Infolgedessen wird der deutsche Apotheker- Verein bei sämtlichen Bundesregierungen, die eigene Arzneitare beſißen, dahin vorstellig werden, daß eine entsprechende Torerhöhung aller spirituosen Präparate vorgenommen werde. Daran hat's noch gefehlt! ** 20 Mart Tagesverdienst bet nur 7 stündiger Arbeitszeit hatte eine Firma in Plauen einem jeden Einsender seiner Adresse in Aussicht gestellt. Ein Reflettant auf diese verlockende Offerte sandte auch seine Adresse ein. Darauf erhielt er ein Schreiben, in welchem er zur Einsendung von 15 Mart aufgefordert wurde. Auch dazu verstand er sich Packets, welches ** Königstädten bei Groß- Gerau. Herr G. Mary sohn hat vor einigen Tagen eine Million Dollars von Amerika als Erbschaft erhalten. mit beweglicher nahme zu ** Dieburg, 6. September. Der Fall, daß jemand seine eigene Todesanzeige verschickt, dürfte wohl selten sein. Eine hiesige Frau schrieb ihren aus wärts bediensteten erwachsenen Töchtern einen fingierten Brief des Inhalts, daß Frau N., die Mutter der Adressaten, plöglich gestorben sei und an einem nähe bezeichneten Tage begraben werden solle. Die Töchte machten sich infolgedessen alsbald auf den Weg zur Vaterstadt und kamen dort in Trauerkleidung in sie hier die totgeglaubte Mutter ganz wohl und munter sich entgegentreten sahen! Des Rätsels Lösung war Teiten Ma in benen bi ungefahr 1 feine toten es ihnen fommen meistens sich sehr fraufen u werden. Tieren nid Der betr. Buffarde in einer der F Sin den and nud mehr t bereinzelt to jebody aud Mutterhause an. Wer aber beschreibt ihr Staunen, als Beit an dem gegangen megr. Der empfehlen, 100 Stück Mottentafeln, sowie eine so, daß die Mutter selbst den Brief unter anderem berlange b Namen geschrieben hatte, um die Töchter zu einem Be suche zu bewegen, den sie wohl schon oft vergebens er wartet hatte.(!) benden, de aber auch im wesentlichen auf den Nachtdienst herauskomme. Den merkwürdigerweise. Bald darauf sah er sich im Besige eines bald gefunden; wenigstens verstanden es die Töchter richtigen Direktionen wird zu untersuchen gegeben, ob durch einen Späterbeginn des Frühdienstes von 6 Uhr Morgens und eine Kürzung des Spätdienstes bis 9 höchstens 10 Uhr Abends wesentliche Aenderungen und Mehrkosten entstehen. Gebrauchsanweisung enthielt. Dieselbe enthielt den Vermert, daß, wenn der Empfänger die Tafeln mit 20 Pfg. pro Stück verkaufe, er in sieben Stunden 20 Mt. und mehr verdienen cht alle werden auf diese Anzeige rgebieten. Mannheim, 7. Sept. Beim Amtsgerichtsneubau, wo eben ein Keller abgegraben werden soll, gab ein großer Mauerblock nach. Der untenstehende Arbeiter Heinrich, heinbücher aus Neustadt i. D. fam unter denselben zu liegen und wurde totgedrückt. ** Worms, 8. Sept. Auf dem Mückenhäuser= hof bei Rhein dürkheim wurde in der verflossenen Nacht der Knecht Sarl Klein aus Heimbach durch Messerstiche derart verlegt, daß er auf dem Wege in das hiesige Krankenhaus starb. ** Worms, 8. Sept. Ein gewaltiger Jäger vor den Herrn jagte gestern Mittag jenseits des Rheins in der Nähe des Rosengartens auf Rebhühner. Hühner traf er zwar feine, dagegen schoß er 3 Personen, 2 Damen und einen Knaben aus Mainz, die da spazieren gingen, mit einem Schusse unter Entwickelung größter Treffsicherheit an. Die eine der Damen erhielt ein Schrot in die linke Stopfseite und 2 in die rechte Wange, der zweiten wurde die Oberlippe durchschoffen und dem Stnaben ging ein Schrot in den rechten Oberarm. Die ganze Stette" mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. ** Alzey, 8. Sept. In dieser Woche kam hier ein junger Erdenpilger zur Welt, der schon im Besitze sämtlicher Zähne war und der hilfreichen Amme für ihre Bemühungen zum Danfe in den Finger gebissen hatte.(?) hejjiigee ne ganze Anzahl zeuge, zu teilweise Abend schlug ein tlager unter dem nbahneinschnitt nverwaltung be Böschungen trob ufeftigen, fortper ernstlich ge Einschnitt er els Dynamit ge afstleidern.) se des Schreiner -25jähriger suchte. Meister Gießen berreist. reiner mit seiner adhte einen sehr dadurch in Frau tament und ber ■ führte. Tiefe nen Reden. Da hatte, mußte fie ner allein lassen. rte, erklärte der der ja jezt bald Als er schon ge -r hat seine werte nacht -44 Mt. fehlten, = offenbar fälsch gehörten. chlößchen" hatte Deutschnationalen anläglich ihres taltet, das außer er Brudervereine tern bereinte und merfte Ceftor des Konfer Prof. Dr. Franz ufhielt, ist geitern gegen Abend er Inglücksfall. Die von Tiefenbad necht wurde bom fel.en und wurde urde noch Abends cansportiert. Ein Wagen war, fam Onnten erst in Leun r Heilgehülfe Lehr telle und legte den r Sergeant Ribel 6. ließ sich gestern on dem AmsterdamDer Kopf wurde That ift unbekannt. startem Andrang gejern bei gün des Mittel auf dem Ererzier ein zwei Gruppen ** Mainz, 8. September. Beim Baden im Rhein ertrank gestern morgen der 22jährige weggerbursch Johannes Sondergeld, Sohn einer hiesigen Witwe. ** Zahlbach b. Mainz, 8. September. In den Stallungen eines hiesigen Geflügelhändlers ist die Geflügelpest wieder ausgebrochen. Am Samstag wurden unter Aufsicht der Polizei 1200 Stück Geflügel ab** Biebrich, 8. Septbr. Der Großherzog Adolf von Luxemburg überließ der katholischen Gemeinde in Amöneburg einen Platz zur Erbauung einer fatholischen Kirche. geschlachtet. * Wiesbaden, 8. Sept. Der deutsche und österreichische Alpenverein, der hier in der legten Woche getagt hat, unternahm gestern in einer Stärke von etwa 1200 Personen eine Rheinfahrt nach dem Niederwald. Vor dem Nationaldenkmal hielt der Vorsitzende der Sektion Wiesbaden eine längere Ansprache, die mit einem Hoch auf das den Deutschen und Desterreichern gemeinsame deutsche Vaterland schloß. * Caub, 8. Sept. Die geländerlose Rheinuferstraße hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Laut Rheingauer Anzeiger" scheute vor einem Eisenbahnzug das Pferd eines Bauern und stürzte samt dem Wagen und dem Landmann nebst dessen Sohn in den Rhein. Ein vorübergehender Handwerksbursche leistete Hilfe. Der Knabe wurde gerettet. Der Mann war zwar auch ans Land gebracht worden, doch starb er an seinen Verlegungen. Die Zur Mäuseplage. Wir erhalten von geschätzter Seite aus Bechtheim( Rheinh.) folgende Zuschrift: Die Feldmäuse sind dieses Jahr hier ziemlich stark aufgetreten. Der Ortsvorstand hat zu Beginn der Ernte beschlossen, sie mittels Gifthafer und dem Löffler'schen Mäusebazillus zu vertilgen. Der Gifthafer würde von Hermann Wolff in Worms zum Preise von 35 Mark per Zentner bezogen und wirkte ausgezeichnet. Mäuse liegen schaarenweise auf den damit belegten Feldern. Von dem Hafer wird das Pfund zu 20 Pfg. an die Landwirte ausgegeben. Somit trägt die Gemeinde beinahe die Häfte. Den Mäusebazilus bezog die Gemeinde von J. F. Schwarzlose Söhne, Berlin S. W., Markgrafenstraße 29, auch er bewährte sich vorzüglich. 100 Gläschen Mäusebazillus kosten dort 60 Mk., bei weniger Abnahme stellt er sich bedeutend teuerer, von hiermit noch lohnen. Hamster, von denen sonst die ganze Gemarkung voll war, haben wir hier nur sehr wenige und zwar deshalb, weil schon seit ein einhalb Jahren Schwefelfohlenstoff zur Vertilgung derselben angewendet wird. Der Schwefelfohlenstoff wird Seiten der Gemeinde zu 50 Pfg. der Krug an die Interessenten abgegeben. Seither wurde der Schwefelfohlenstoff auf einen Lappen geschüttet, in den Hamſterbau geworfen und dieser dann fest zugeschlagen. Mit einem Krug voll konnte man auf diese Weise 15-17 solcher Baue entvölkern. Jetzt hat die Gemeinde einen Apparat, eine sogenannte Hamstersprize angeschafft, durch welchen es ermöglicht wird, mit einem Krug Schwefelfohlenstoff die Insassen von 40-50 Hamsterbäuen zu vertilgen. Dieser Apparat, von Hermann Wolff in Worms bezogen, kostet 35 Mk. Es wurde durch die Ortsschelle bekannt gemacht, daß die Landwirte die Stellen auf ihren Aeckern, an welchen sich Hamsterbaue befinden, durch Stäbchen mit einem Stück Papier kenntlich machen sollen. Diese Bäue werden unter Aufsicht des Feldschußpersonals mit der Hamsterspriße und Schwefelfohlenstoff dem sogenannten Hainsterlith, von Seiten der Gemeinde unentgeltlich zerstört. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß der Schwefelfohlenstoff feuergefährlich ist und mit der größten Vorsicht behandelt sein will. Die damit umgehen, dürfen noch nicht mit brennender Zigarre oder Pfeife hantieren, sonst explodiert er.- Die Vertilgung der Hamster und Mäuse stellt sich auf diese Weise sehr billig und können wir diese Vertilgungsmaßregeln nur empfehlen. Vermischtes. * Eine Entschädigung von 260 000 Mt. hat der bayerische Eisenbahnfiskus dem bei dem Eisenbahnunglück auf Station Hergaz bei Lindau a. B. im Juli 1899 zu Schaden gekommenen Fabrikanten Blank aus Heidelberg zu zahlen. Dieser hatte derart schwere Verlegungen erlitten, daß er zeitlebens erwerbsunfähig bleibt. Blank, welcher damals mit gutem Erfolge die Fabrikation von Bade- und Bierkühlapparaten betrieb, und nebenbei Familienvater von 11 unversorgten Kindern ist, verlangte seiner Zeit eine Entschädigung in Höhe von 300 000 Mt. Es waren ihm auch bereits 100 000 mt. angewiesen und seinerseits unter Vorbehalt angenommen worden. Den Rest machte der Fiskus streitig, worauf Blank den Klageweg bestritt. Das Gericht verurteilte nunmehr den Fistus zur Zahlung von weiteren 160 000 Mt., sowie zu vier Fünfteln der Kosten, indem es annahm, daß die Ertragsfähigkeit des flägerischen Geschäfts durch die Arbeitsunfähigkeit des Klägers infolge des Unfalles vernichtet und der Kläger selbst nach ärztlichem Gutachten ein geistig und körperlich gebrochener Mann sei, bei dem eine Besserung zwar möglich, eine völlige Wiederherstellung jedoch ausgeschlossen sei. * Aus den Manövern. Vom Grafen Waldersee, der in der Gegend von Heiligenstadt Truppenübungen besichtigt, wird der" sf. 8tg." folgende Anekdote erzählt: Der Feldmarschall und die anderen Generale hatten eben ihre Wagen verlassen und ihre Reitpferde bestiegen, um ins Manövergelände zu reiten. Da kommt plößlich eine Bäuerin aufgeregt und schreit in unverfäischtem Eichsfelderisch:" Macht, daß de us den Kartuffeln fummt. Da derf tenner durchgerite, de sinn nit met abgeschäßet." Der Marschall und die anderen Generale tamen der Aufforderung der resoluten Bauerfrau, die offenbar nicht wußte, daß sie den berühmten Heerführer vor sich habe, auf der Stelle nach. * Gieboldehausen( Eichsfeld), 6. Sept. Ein schweres Brandunglück hat sich hier ereignet. Viele Familien sind in Not geraten, da nur wenig versichert und die ungedroschenen Getreidevorräte eben erst in die Scheunen eingebracht waren, die dem Feuer Nahrung boten. Im Wohnhause des Bäckermeisters Wüstefeld am Markt, wo Post, Rathaus, Amisfrankte an Vergiftungserscheinungen, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. * Dortmund, 8. Sept. Auf Zeche„ Dorstfeld" kamen drei Bergarbeiter durch Sturz in den Schacht ums Leben. Die Leichen wurden heute geborgen. heute Nacht ein Busammenstoß zweier Laftzüge. * Prag, 8. Sept. Bei der Station Schlau erfolgte Ein Bremser wurde getötet, ein Lokomotivführer und ein Heizer leicht verletzt. Der Verkehr wurde aufrecht erhalten. * Breslau, 8. Sept. Die„ Schles. 3tg." meldet ans Schmiedeberg: In Quirl bei Schmiedeberg wurde gestern ein Fuhrwerk durch einen Eisenbahnzug überfahren, wobei ein Mann und ein Pferd getötet und wei Männer schwer verletzt wurden. Der Wagen wurde zertrümmert. " - - * Einen ganz ungewöhnlichen Selbstmordversuch weiß der Bester Lloyd" seinen Lesern zu melden. Die zahl reichen Passanten des Donauufers beim rechten Brückenkopfe der Kettenbrücke waren fürzlich so schreibt das genannte Blatt Zeugen einer erschütternden Szene. Um diese Zeit geschah es, daß eine ältere Dame die Brücke betrat und einen feisten Mops an einer Leine mühsam hinter sich herzog. War es möpsischer Starr- und Trußsinn, der den Köter dazu bewog, auf den Gebrauch der eigenen Beine zu verzichten, oder unterlag er eben damals einem Asthmaanfall, der ihn am Gehen verhinderte: aus seinem feisten, nichtssagenden Mopsgesicht ließ sich dies nicht herauslesen. Die Herrin, die des Biehens endlich müde wurde, schien bloß ersteren vorauszusetzen, denn sie erhob ihren Schirm und ver sette dem Hunde einen mehr mütterlich zurechtweisenden als wirklich Schmerz verursachenden Schlag. In diesem Augenblick ereignete sich das Unerwartete. Raum war der Schlag Blick zuwarf und mit einem großen Satz durch eine Lücke gefallen, als der Mops seiner Herrin einen vorwurfsvollen des Brückengeländers in den Strom sprang. Der Selbst mordversuch Biffis- so lautet der Name, den die Dame herzzerreißend in die Wellen rief - hatte im Nu den Unmut über sein Benehmen verscheucht, und steinerweichend flehte sie, tief über das Geländer gelehnt, um Himmelswillen das Tier zu retten. Der Mops that, was alle Selbstmordfandidaten thun, welche die Donau zum Schauplatz ihrer Unthat erküren: faum war die falte Flut über ihm zusammen. geschlagen und hatte ihn wieder auf einen Wellenkamm gedann wau... und immer schwächer, denn das Tier, dessen hoben, da schrie er um Hilfe: Wau, wau, wau! ertönte es; dicker Körper zwar viel Wasser verdrängte, tauchte infolge seiner Unbeholfenheit immer wieder unter, begann viel Wasser zu schlucken und wurde immer schwächer. In diesem Augenblick wurde ihm ein Rettungsnetz zugeworfen, mit welchem er aber, da der Hund den Sommerlehrkursus für Rettungswesen nicht besucht hatte, nichts anzufangen wußte. Ein rasch vom Ufer gelöster Kahn, mit einigen Ruberstößen herangetrieben, nahm den Selbstmordkandidaten endlich auf und brachte ihn unter den brausenden Jubelrufen des Publikums an den Strand. Das Wiedersehen zwischen der Herrin und Biffi, den sie, trotzdem er vom Wasser triefte, überglücklich herzte und an die Brust schloß, war wirklich rührend. Und in dem dankbar zärtlichen Blicke, dem Piffi nun auf seine Herrin richtete, lag das stumme Gelübde, nimmermehr einen Selbstmord zu begehen und ein Leben zu vernichten, das nicht nur ihm allein gehörte. Neueste Nachrichten. in der haitianischen Angelegenheit wird von den Abend- Das Vorgehen des Kanonenbootes Panther blättern gebilligt. Der" Tägl. Rundschau" wird hierzu noch von amtlicher Seite mitgeteilt, daß das Vorgehen des Kanonenbootes jeder weiteren politischen Bedeutung entbehrt, weil es sich dabei lediglich um die Bestrafung eines Seeräubers gehandelt habe. Kaiser Franz Josef wird dem Könige von Italien, wie Daily Expreß aus Rom erfährt, keinen Besuch abgehendes Versprechen gemacht habe. so sollen beispielsweise 60 Gläschen 45 und 12 Gläschen gericht und katholische Kirche in der Nähe sind und sich vier ſtatten, weil er dem Papst vor 10 Jahren ein dahin9,50 Mt. fosten. Der Mäusebazillus wird von Seiten der Gemeinde präpariert und an die Interessenten unentgeltlich ausgegeben. Nach 14 Tagen waren in den Endsieger de Homburg mi n- Verein Reffelstad Sieger Afad. Turn 66 Punkte errang Endfieger von ad fenheim mit 42 die Turngemeind Schleuderbal ot gegen den Turn unentschieder ngesellschaft Wies 3te Mannschaft de Turnvereins effe Itag wurde Hand au. Herr G. Mar Million Dollars bo Der Fall, daß jeman Te versgidt, dür Frau farieb ihren ödfern einen fingite N., die Mutter d ei und an einem nab en folle. Die Lö bald auf den Weg in Trauerkleidung chreibt ihr Staunen ganz wohl und mu es Hätfels Lösung standen es die Tod en Brief unter ande te Töchter zu einem fchon oft bergebens damit probeweise belegten Feldern fast keine Mäuse mehr anzutreffen und die, welche noch vorhanden waren, waren fränklich und ihrem Ende nahe. In den ersten acht Tagen ist von einer Wirkung des Mittels gar nichts zu spüren, im Gegenteil, die Mäuse scheinen noch beweglicher zu sein. Nach 10 Tagen erst war eine Abnahme zu konstatieren. Nach 14 Tagen waren die meisten Mäusebaue entbölfert. Bon 30 Mäusebauen, ungefähr 15 gar keine Mäuse mehr anzutreffen, auch in denen vielleicht 2 bis 300 Stück lebten, waren in Straßen freuzen, gelangte das Feuer zum Ausbruch, verbreitete sich mit unheimlicher Schnelligkeit bei Südostwind mittags 3 Uhr nicht weniger als 11 stattliche Wohnnach allen Richtungen und legte binnen 3 Stunden bis nach häuser, 8 gefüllte Scheunen und 25 Stallge= bäude in Asche. Troß angestrengtester Thätigkeit der aus erst am Abend, des Feuers Herr zu werden. allen Nachbardörfern herbeigeeilten Feuerwehren gelang es einigermaßen starkem Winde wäre der Flecken Giebolde= Getreidevorräten ist auch viel Vieh mit verbrannt. Bei hausen halb abgebrannt, Das Pfarrhaus ist nicht mit abgroß. Es liegt zweifellos Brandstiftung durch ſpiegebrannt, sondern nur beschädigt. Der Schaden ist sehr lende Kinder vor. * Außer den Hannover, 8. Sept. Ein Kandidat der Philosophie versuchte in Eilenriede seine Geliebte, eine Kapitänsfrau aus Kiel zu erschießen, verfehlte aber sein Ziel und brachte sich verlegt in ein Krankenhaus gebracht. dann selbst einen Schuß in den Kopf bei. Er wurde schwer feine toten. Dies rührt daher, daß die Mäuse, wenn es ihnen an den Kragen geht, an die Oberfläche kommen und hier von dem Raubzeug, von Wiesel, sich sehr bald an den Stellen ansammeln, welche von diesen meistens aber von dem Turmfalken und Mäusebussard, die fraufen und somit trägen Mäusen wimmeln, weggefangen werden. Der Bazillus schadet bekanntlich Menschen und Tieren nicht, blos den Mäusen. Es wurde beim Aushacken * Erfurt, 8. Sept. Nach einem Wortwechsel feuerte der betr. Mäusebaue beobachtet, daß einige Turmfalken und am Samstag Abend der Schneidermeister Franz Rappmann Bussarde in der Nähe des belegten Feldes waren und daß einen Revolverschuß auf seine Stieftochter, Anna Schulze, oner der Falten eine Maus von dem betr. Acker wegholte. ab, die sofort getötet wurde. Darauf' erschoß sich der Mörder selbst. * Brüssel, 8. Sept. Das Hauptinteresse auf dem England war bekanntlich an Appendicitis erkrankt) heutigen Appendicitis- Kongreß( der König von bildete der Bericht von Prof. Sonnenburg- Berlin, der länger als eine Stunde in fließendem Französisch unter Vorzeigung von 3 Diagrammen seine Thätigkeit im Krankenhaus zu Moabit in der Behandlung von Appendicitis erläuterte. Nach diesem Berichte genasen 459 von 500 Patienten, die er an Appendicitis behandelte. In 415 Fällen schritt Prof. Sonnenburg Ganzen nur 8 p3t. zur Operation. Von den 500 Patienten starben im Paris. 9. Sept. Das Blatt Provoca berichtet aus Buenos Ayres vom 7. ds.: Die Stadt Bolivar ist durch einen Cyklon völlig zerstört worden. 14 Personen wurden dabei getötet, 50 verwundet. Brietkasten. Herrn A. S. VIII. D. G. Besten Dank für die freundliche Nachricht. Weitere erwünscht. Marktbericht. Gießen, 9. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt toteten Butter, per Bfb. 1.10-1.20 mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. 0-0 Bfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Bfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen ver Liter 19 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg. Lauben per Paar In den andern 15 Bäuen waren manchmal 4-5, manchmal noch mehr tote Mäuse in den Nestern anzutreffen und nur* Chemnitz, 8. Sept. In dem benachbarten Grafenbereinzelt waren noch ganz alte Mäuse zu sehen, welche steiner Walde ist gestern ein Gutsbesizerssohn von einem jedoch auch nicht mehr viel Leben zeigten und nach einiger unbekannten Manne überfallen und mit einem Beile bedroht Zeit an dem durch die Bazillen erzeugten Typhus zu Grund worden. Der Ueberfallene entriß dem Angreifer das Beil gegangen sind. Junge Mäuse sah man überhaupt nicht und versezte ihm damit einen Hieb über den Kopf, worauf mehr. Der Erfolg des ganzen Verfahrens hängt von der er den Vorfall der Polizei meldete. Dieselbe fand heute richtigen Anwendung und Zubereitung des Mittels ab. Man Morgen in der Nähe des Thatortes den Mann todt auf. berlange bei Bezug Gebrauchsanweisung. Es dürfte sich* Krebed, 7. Sept. Eine gefährliche Verwechselung empfehlen, den Däuſebazillus gleich im Frühjahr anzu- kann für ein Kind des Landwirts Heine verhängnisvoll fleiſch geſalzen per Bfund 0.84 Big., Kalbfleisch per Bfb. 68-70 wenden, der Erfolg wird dann noch durchschlagender sein, werden. Das Kind tranf ein Glas Medizin, die für Pfg., Sammelfleisch per Pfd. 50-70 fg., Kartoffeln per 3tr. aber auch jetzt bis zur Herbstsaat dürfte sich eine Probe ein Pferd zum Einreiben bestimmt war, leer und er= Mr. 0.65-0.80, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.40, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänje p. Bfd. 0.60 0.75 t., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Schwine5 00-7.50 mt., Zwiebeln Liter 18 Pfg. per 3t. Mt. 6.00-7.00, Milch per dondem Gascokes. ( Preise seit 30. April 1902.) Amtlicher Teil. September die neuen Schößlinge wiederholt zu beKleinverkauf unserer Gascokeseiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anvon 1 bis 5 Centner Für den Centner ab Verkaufsstelle: bestehen, nämlich bei den Herren: 1,10 Mr. Stück- Cokes Buß- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für Jadweite und enge Ofenschächte passend 2011 zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit Stückcokes 1,25 Mr. 1,30 Mr. In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: 1,05 Mr. Bußcokes Nr. 1 1,20 Mr. 1,25 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr. 1,20 Mr. Dußcokes Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Nußcokes Br. 2 Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Joh. Jischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34( Hohenzollern), Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascotes für die Abnehmer außerhalb de Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Detroirückver gütung von 4 Pfennig für den Centner. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Bekanntmachung. fügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldftrafgeseges mit Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft werden. Gießen, 4. September 1902. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner Die Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wo berechnet. bis zu 6 Gentnern nach die Garten- und Feldbesitzer an ihren Grundbesitz NB. Sofern das Verbringen der Cokes - auf die betr. Lagerpläge( Keller, Stall 2c.) mit feinem an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen ein= and der außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht friedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis Alonen dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cotes zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden und im Laufe des Monats statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Uebermorgen Zichung der Gießener Pferdemarktdi golobe Lotterie. Ein eleganter Einspänner, 9 Hauptgewinne: Pferde und Fohlen sowie für Jedermann nützliche Gebrauchsgegen ände. Loose à Mt. 1 sind in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften zu haben. Richard Buchacker, General- Vertrieb Nenen Bäue 11. Gießener Acpfelmost! pferdemarkt Lole Nur ges. erl. Serienloose! Nächste Ziehung 1. Sept. 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