Nr. 130. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 9. Juni 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kleine politische Nachrichten. Die Nachricht, daß Kaiser Wilhelm mit der Königin Wilhelmina in Wesel zusammentreffen wird, ist unbegründet. Sachsen. Der Kaiser soll beabsichtigen, dem Prinzen Friedrich August von Sachsen ein Armeekorps- Kommando zu übertragen. wurde der sächsische Bandtag geschlossen. Der Befehl Dresden, 7. Juni. Heute Nachmittag 3 Uhr trug die Unterschrift: Albert, Sybillenort 7. Juni 1902. Zum Befinden des sächsischen Königs wird aus Sibyllenort am Samstag gemeldet: Der König hat den Tag über gut geschlafen, doch war die Ruhe durch Atemnot öfter unterbrochen. Gine Besserung im Befinden des Kranken ist nach feiner Richtung hin eingetreten. Das sächsische Staatsministerium hat sich infolge der Krisis im Befinden des Königs Samstag früh in Permanenz erklärt. Der Straßenbahnstreik in Stuttgart ist am Samstag beigelegt worden. Die Streifenden haben in einer vorher stattgefundenen Versammlung folgende Resolution einstimmig angenommen: Nachdem alle seitens der Streifenden versuchten Mittel, eine Beilegung des Ausstandes herbeizuführen ergebnislos geblieben sind, desgleichen auch die vom Ministerium des Innern mehrfach versuchten Vermittelungsvorschläge bon der Direktion abgelehnt worden sind, sieht die Versammlung keine Möglichkeit, mit Aussicht auf Erfolg den Kampf fortseßen zu können, umsoweniger als auch der Antrag des Gemeinderats auf Uebertragung des Betriebes an die Stadt heute vom Amtsgericht abgelehnt worden ist. Die Versammlung beschloß sodann noch sofort eine Deputation an die Direktion zu entsenden, um von derselben eine Liste derjenigen Angestellten zu erlangen, die die Direktion wieder einstellen fann oder will. * Das deutsche Volk am Rande des Grabes. Graf Pückler- Klein- Tschirne hat über dieses Thema am Freitag in Berlin gesprochen. Im Laufe seiner Rede erzählte er, in der Schweiz sei ein Giftmord- Versuch gegen ihn verübt worden, indem man ihm in einer Dorfwirtschaft einen Teller mit vergifteter Suppe vorgesetzt habe. Er sei in der Schweiz beständig in Todesgefahr gewesen und von gedungenen Mördern verfolgt worden. Im llebrigen war die Rede sehr ruhig, weshalb auch die Versammlung der Auflösung entging. Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdrud yerboten.) Sie zupft wieder an dem Hafer und läßt dann den Sand durch die Finger laufen. Wer hierher kommt, thut gut, sich nach dem zu richten, was unsere Art ist. Wir rufen keinen Fremden. Aber man schickt uns, sagt der Leuchtturmwächter mit einem leisen Seufzer, und da giebt's teine Widerrede. Bin nun schon drei Monate hier es ist hier einsamer, wie auf einem Feuerschiff. Das Mädchen giebt keine Antwort, aber der Fremde muß auch schon ihre Art kennen und fährt fort: Heute habe ich einen freien Tag. Ist nun freilich auch nicht viel damit anzufangen. Die Kurgäste sind fort unter denen gab's noch ab und an einen barmherzigen Menschen, der ein Wort redete und von dem ich meinen Namen hörte. Hatte es schier vergessen, daß der Frizz West ist. Sie fommen ja auch hinauf nach der Laterne, sagt Geerteerd. Das ist noch das Beste. Da bleibt hie und da Einer ein Stündchen bei mir sitzen und guckt durch den Kiefer auf's Meer. Das macht ihnen Spaß, weil es neu ist für sie. Alle fremden Menschen sind neugierig, bemerkt das Mädchen. Der Wächter fühlt sich nicht davon betroffen. Er wirft seine Müße auf den Boden und glättet sein dunkles Haar. Er liebt es, zu gefallen, und meint, er kann den Kampf mit den Schiffern aufnehmen. Bist Du nie von der Insel gekommen, Geerteerd? fragt er. Was sollt' ich wo anders? Ei nun, die Welt ist weit, meint er gutmüthig. Sie wirft den Kopf zurück. So weit, wie unsere Mannsleute tommen, kann ich nicht gehn Desterreich. Ein früherer österreichischer Gendarm, dessen Namen von den Behörden streng geheim gehalten wird, wurde wegen Spionage, die er für Rußland betrieben, berhaftet. Frankreich. Paris. Bei dem gestrigen Empfang der Mitglieder unterbreitete der Ministerpräsident dem Präsidenten des neuen Kabinets durch den Präsidenten Loubet Loubet das neue Programm. Dienstag Morgen findet der erste Ministerrat unter dem Vorsize Loubrts statt. Nußland. Der Zar begiebt sich Anfang August nach Reval um am 4. August dort mit dem deutschen Kaiser_zusammenzutreffen. Die Zarin sieht im Herbst ihrer Niederkunft entgegen. Deutscher Reichstag. Berlin, 7. Juni. Am Bundesratstische Reichskanzler Graf Bülow, Staatssekretär Graf Posadowsky, Staatssekretär Köller. deshalb des Diftatur- Paragraphen bedurft. Von der großen Machtvollkommenheit, welche derselbe in die Hände der Zivilbehörden legte, hätten die Behörden nur sehr selten und nur in sehr bestimmten Richtungen Gebrauch gemacht, seit 17 Jahren überhaupt nur noch zwei oder dreimal. Möchten die Elsaß- Lothringer die Aufhebung des Diktaturfie gewährt werde, nämlich mit deutscher Treue. Paragraphen mit derselben Gesinnung aufnehmen, mit der der Elsaß- Lothringer nach wie vor eine forrefte und loyale Abg. Röllinger( Elsäßer) versichert, daß die Haltung sie gewährt werde, nämlich mit deutscher Treue.( Beifall). sein werde. Abg. Höffel( Reichsp.) begrüßt die Vorlage ebenfalls mit Freuden. Abg. Preiß( Elfäßer) meint, die Elsaß- Lothringer hätten hier nur bekommen, was ihnen schon vor 30 Jahren hätte gegeben werden müssen und was man ihnen zu Unrecht vorenthalten habe. Abg. Bebel( Soz.) führt aus, die Sozialdemokraten hätten ja stets die Aufhebung der Diftatur- Paragraphen verlangt, aber die verbündeten Regierungen hätten dies bisher stets verweigert. Die beiden Fälle, in denen seit 17 Jahren von dem Diktatur- Paragraphen Gebrauch gemacht worden sei, seien geradezu standalös gewesen.( Präs. Tagesordnung: Dritte Lesung der internationalen Graf Ballestrem bemerkt: Handlungen einer Regierung Vogelschuß- Convention. dürften nicht als standalös bezeichnet werden.) Bebel fortAbg. von Malzan( tons.) bemängelt, daß in das Verfahrend geht auf den Erlaß des Kaisers von der Hohkönigszeichnis der Convention der Storch als nüßlicher Vogel burg näher ein. In dem Erlaß werde von dem Wohlaufgenommen sei. Grade der Storch sei eines der schäd- wollen des Kaisers gesprochen. Die Bevölkerung verlange lichsten Tiere. aber kein Wohlwollen, sie verlange ihr Recht. Man solle nun aber nicht glauben, daß die Elsaß- Lothringer jeßt sehr glücklich seien. Dazu bedürfe es noch ganz anderer Dinge, ein anderes Wahlrecht zum Landes- Ausschuß und dann müßten auch die Vereins- und versammlungsrechtlichen Verhältnisse ganz anders werden. Das Haus stimmt sodann der Convention definitiv zu. Alsdann werden einige Rechnungssachen erledigt und hierauf folgt die erste Lesung der Vorlage wegen Aufhebung des Diktatur- Paragraphen in Elsaß Lothringen. Abg. Riff( freis. Ver.) heißt die Vorlage willkommen. Sämtliche elfaß- lothringischen Abgeordneten empfänden die lebhafteste Genugthuung darüber, daß auch die Regierung sich jetzt endlich die Gründe, welche für die Aufhebung der Dittatur gesprochen, angeeignet habe. Reichskanzler Graf Bülow dankt dem Vorredner, dem Vertreter der Stadt Straßburg, für die entgegenkommende Art, wie er sich über die Vorlage ausgesprochen hat. Hoffentlich werde dieselbe vom Hause ebenso wohlwollend beurteilt, wie vom Bundesrat. Als Deutschland vor 30 Jahren das verlorene Gut wieder gewann, fonnte sich die Bevölkerung noch nicht gleich darein finden. Erst nach und nach sei dort das Vertrauen in die Neuordnung der Dinge und die Zuneigung zu Kaiser und Reich gewachsen. Um aber die Neuordnung der Dinge zu sichern, hätte es Ja, Eure Theerjacken! lacht er, die sehen freilich die halbe Erde. Aber auf dem Festlande giebt's schöne Städte. Ich mag nur sein, wo ich das Meer hören und sehen kann. Ist ja freilich auch schön, giebt er zu, um ihren Zorn nicht zu erregen, denn es flimmert eigen in ihren Augen. Wenn sie heftig ist, geht ein Schein davon aus, der Friz West an's Meerleuchten gemahnt. Er hat es einmal gesehen- und gerade ihre spröde Art ist's, die ihn reizt. Verlangt Dich's nie, was anderes zu sehen. - Unsere Mannsleute erzählen genug. Er guckt sie erstaunt an ihm sind nie solch schweigsame Gesellen und so unlustige Mädchen begegnet, wie hier auf der gelben Scholle. Sie müssen das Stummisein den Fischen abge= guckt haben, meint er. Und in Geerteerd's Augen sind das noch redselige Erzähler. - So so! sagt er. Auf seiner Leuchtthurmhöhe ist er au's Denken gewöhnt worden es kommt ihm wie ein sonderbarer Contrast vor, die Menschen hier abgeschlossen von Allem und ihre Phantasie doch belebt mit den Bildern ferner, bunter Länder, welche die Schiffer sehen und von denen sie bunte Dinge, das seltsam geformte Porzellan mit den wunderlichen Drachengestalten und grellschimmernde Seidenstoffe und Kasten mit bezopsten japanischen Gestalten bemalt, mitbringen. Dein Vater ist weit herum gewesen, Geerteerd? Ist kein Ort, wohin ein Schiff kann, den er nicht gesehen hat. Da weiß er freilich mehr von der Welt als ich. Sie blickt träumerisch vor sich hin. Er hat in Spanien dabei gestanden, wie ein Mädchen den Burschen, der ihm untreu geworden ist, mitten in's Herz gestochen hat. Hu! macht er und schüttelt sich leicht. So wild geht's bei uns nicht zu- - Das rothe Blut, sagt Geerteerd, ist meinem Vater über die Hand gesprißt. Reichskanzler Graf Bülow wendet sich gegen den Abgeordneten Bebel, der mehr Protestler sei, als die Herren Protestler.( Heiterkeit). Elsässischer Staatssekretär Köller bestreitet, daß in Elsaß- Lothringen eine unerhörte Bedrückung der Bevölkerung stattfinde. Daß Herr Bebel heute der einzige Störenfried in der Debatte sei, liege wohl in dessen Aerger, daß er in Straßburg und ein sozialdemokratischer Vertreter in Mühlhausen durch die Anstrengungen aller vereinten bürgerlichen Parteien beseitigt worden sei.( Gelächter links). Was das elsaß- lothringische Vereinsrecht anlange, so gehe dies Herrn Bebel garnichts an, das sei doch Landessache.( Beifall rechts.) Abg. Schlummberger( natl.) giebt seiner Freue Ausdruck über die zur Beratung stehende Vorlage. Die reichs. ländische Bevölkerung werde diesen Beweis des WohlNein, so wild sind unsere Mädchen nicht, wiederholt Friz West, und hier auf der Insel giebt's erst recht solche nicht. was? Und das ist gut, Geerteerd Ihre Augen leuchten, es fliegt ein Lächeln um ihren Mund, und wie für sich allein spricht sie: @ Weil er untreu gewesen ist und eine Andere genommen hat. Frizz West schaut nach einer Möve und mißt, durch die hohle Hand blickend, ob sie schußgerecht kommt. Er giebt es auf, das Thema länger zu verfolgen, weiß er doch, daß der Insulaner nichts so sehr liebt, als den schmalen, gelben Sandstreifen, daß er's oft ein, armes Eiland" nennt, nur in der Absicht, damit ihm widersprochen wird. Wie die Männer, sind die Weiber. Die letzteren bilden die Mehrzahl, dasselbe Meer, ohne dessen Anblick sie nicht leben zu können vermeinen, macht sie früh zu Wittwen und Waisen das mit großer Gelassenheit, als unabänderlich. - sie nehmen An einem Tage, wie heute, fährt der stattliche junge Mann fort, weißt Du, was ich da thue? Sie schüttelt den Kopf mit einer Miene, aus der er lesen kann, daß ihr Alles, was er beginnt, gleichgültig ist. Aber seine Selbstgefälligkeit täuscht ihn und läßt ihm auch das Nein, welches sie hinzu setzt, nicht so hart in die Ohren flingen. Er beugt sich ein wenig herüber. Da suche ich so lange, bis ich die Geerteerd finde. Ist oft nicht leicht, und so muß ich den Maniel mit einer Frage behelligen. Gut, daß der immer bei seiner hölzernen Liebsten zu finden ist komme eben auch daher. Heut hat der Alte seine gute Laune gehabt und mich gleich zurecht gewiesen sonst knurrt er: Such sie! Er läßt sich dabei an des Mädchens Seite nieder und guckt vergnügt in ihr Gesicht. Sie spricht, auf's Meer blickend: Da droben sigen mit dem Kiefer( Fernrohr) und immer Acht geben, ob ein Schiff geht oder tommt, und Frag' und Antwort geben es muß sonderbar sein. Wenn Sturm ist, schwankt der Thurm.( Fortsetzung folgt.) Falfuer umflammerte den Arm " Leider, Herr Faltuer es ist tot." Der Arzt ergriff teilnehmend feine Hand. Liesmal. Und nach einigen Wochen erklärte der Arzt ihre Ge sundheit für wiederhergestellt. Von jenem Tage an, wo fie den und auch noch Liebe. vielleicht fich stärker wie er. bift, wirst Du bereuen, meid geworden zu fein." Fallner sentte schweigend das Haupt. Sie sprach die Wahrheit. Denu er wußte jg jent Aber jobalb Du wieder rubig Rudes bedurfte, um fie auseinanderzureißen. Und dennoch tam Faltuer mechanisch war all sein Thun, all fein Arbeiten. er noch nicht voll zum Bewußtsein seiner Lage A13 Bebantenlos. das Haus verlassen batte. ftand Helma wollens dem ganzen Reichstage gut schreiben. Der Kaiser und der Bundesrat, die mit dieser Vorlage ihren politischen Sinn bekundet haben, würden dafür den Dank der Bevölkerung ernten. Die Abg. Hausmann( südd. Volksp.), Gamp( Reichsp.), und Baron de Schmid( tons. Els.), von Levezo( tons.) und Glebock( Bole) find Namens ihrer Partei für die Vorlage. Die Vorlage wird gleich in zweiter Lesung angenommen. Das Haus wählt sodann 7 seiner Mitglieder in den Beirat für Arbeits- Statistik. Zum Schluß folgen noch Betitionen. sich bei dieser Vorlage nicht um ein neues Gesetz, sondern um die Revision eines bestehenden. Abg. Dr. Frenay( Centr.) giebt namens seiner politischen Freunde die Erklärung ab, daß seine Partei im Großen und Ganzen der Vorlage sympathisch gegenüber stehe. Ihre endgiltige Stellung würde sich erst nach der zweiten Lesung ergeben. Abg. Heydenreich( nl.) verteidigt ausführlich das indirekte Wahlrecht; denn so allgemein sei der Wunsch der Bevölkerung nach direttem Wahlrecht doch nicht, wie der Staatsminister erklärt habe. Bei Einführung des direkten Montag 1 Uhr dritte Lesung der Vorlage betr. den Wahlrechtes würde der Einfluß des Mittelstandes, der BildDiktatur- Paragraph, zweite Beratung der Zucker- ung und des Besizes geschädigt. Die Macht würden nur steuer Vorlage nebst Süßstoffgesetz, endlich Diejenigen erlangen, die die große Masse durch Agitation Petitionen. Schluß 6 Uhr. und Presse beherrschen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 7. Juni. Die Sigung wird abgebrochen. Nächste Sigung: Dienstag 10 Uhr. Preusischer Landtag. Das Haus nahm am Samstag die Polen Vorlage an. Hierauf wurde die Berggesegnovelle angenommen und der Bericht der Budget- Kommission über den Nachweis betr. die Errichtung von Getreidelagern für erledigt erklärt. Am Montag wird die Berggesegnovelle beraten, ferner der Antrag Arnim betr. Zusammensetzung der General- Kommission, der Antrag betr. innere Kolonisation. -* In der Unterhaltungsbeilage beginnt heute ein neuer Roman, betitelt „ Der Australier" Jahns dann bei heiterem Himmel auf dem Hainig ihr Stelldichein geben können. Die hiesige Spar- und Leihkasse Gießen, ist vom 1. bis 15. Juni wegen des in dieser Zeit vorzunehmenden Umzuges in das neue Johannesstraße 5- geschlossen. bon E. W. Hornung, den wir allen geschäßten Leserinnen und Lesern als Lektüre nur empfehlen können. Tagesordnung: Wahlrechtsvorlage. Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung bereit sei, an eine Revision heranzutreten. Das Ergebnis aller Prüfungen in dieser Sache sei die vorliegende Vorlage. Be sonders betont werden solle, daß sie sich charakterisiere als der Entwurf eines revidierten Wahlgesetzes. Die Regierung habe sich bemüht, dem Lande einen Kampf über das Wahlrecht zu ersparen, was ihrer Meinung nach im Interesse der großen und schwierigen Aufgaben liege, die zur Zeit vorlägen. Der Schwerpunkt des Gesetzentwurfes liege in dem Ersatz des indirekten durch das direkte Wahlrecht, wofür sich ja schon 1846 in der Kammer eine Majorität gefunden habe, während die erste Kammer sich stets dieser Forderung gegenüber ablehnend verhalten habe und noch verhaite. Trotzdem habe sich die Regierung für das direkte Wahlrecht entschlossen. Persönlich spreche er sich nach seinen Erfahrungen bei Wahlen aller Art dahin aus, daß man das direkte Wahlrecht nicht a priori zurückweisen solle bei Landtagswahlen. Ein volltommenes Wahlsystem sei das direkte Wahlrecht auch nicht, aber ein unbeschränktes direktes Wahlrecht zu geben, sei die Regierung nicht gewillt. Der Staatsminister verteidigt dann die allgemeinen Rautelen, die der Entwurf enthalte. Was die Wahlpflicht anlange, so sei sie von namhafter Seite ungünstig beurteilt. Bei der Mehrzahl der Nichtwählenden sei Gleichgiltigkeit der Grund ihrer Passivität. Daran aber müsse man festhalten, daß Gleichgiltige sich in allen Schichten der Bevölkerung fänden und daß die extre= meren Parteien rühriger seien als die anderen und deshalb mehr Erfolg hätten. Das Wahlrecht set bisher nur als ein Recht gefannt worden, wohl auch verbunden mit einer moralischen Pflicht, aber unbekannt sei in Deutschland eine gesegliche Wahlpflicht. Daß von Staatswegen mit Zwangsmitteln vorgegangen werden solle gegen Säumige, dagegen sprechen sehr gewichtige Gründe. Uebrigens fämen die staatserhaltenden Parteien auch ohne solchen Zwang aus und wer seine Pflicht bei den Wahlen versäume, höre damit eben auf, staatserhaltend zu sein. Er sei der Meinung, die direkte Wahl an sich würde das Interesse an den Wahlen schon so erhöhen, daß das fünstliche Mittel des Wahlzwanges nicht nötig sein dürfe. nun die Proportionalwahlen anlange, so beruhen die Aussichten über ihren Wert mehr auf doktrinären Erwägungen, die geteilt seien, als auf praktischen Erfahrungen. Gegen dieses System spreche seine Unverständlichkeit bei der großen Masse und es stelle Anforderungen an die Wahlleiter, denen nicht viele gewachsen wären. Auch werde die Selbstständigkeit des einzelnen Wählers geschädigt, da er sich unter allen Umständ n seiner Partei anschließen müsse. Durchgreifendes Hervortreten der Parteien sei bei diesem System das charakteristische und machte sozusagen das direkte Wahlrecht illusorisch. Ein Vorzug sei freilich die Berücksichtigung der Minorität, aber uut auf diesem Gebiet zu experimentieren, dazu könne sich die Regierung nicht entschließen und müsse deshalb dieses System ablehnen. Der Staatsminister wiederholte noch einmal, es handelte 司 Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachorud verboten.) Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 9. Juni. Gebäude - * Heute Montag Abend üben unsere beiden Feuerwehren gemeinschaftlich. * Langfinger. Vergangene Nacht wurde in einem hiesigen Geschäftshaus eingebrochen und der Ladenkasse der Betrag von ca. 100 Mt. entnommen. Der Dieb war durch ein Kellerfenster in das Innere des Hauses gelangt und hatte dann die Ladenthüre und Kasse mittels Werkzeugs geöffnet. Vermutlich ist man dem Thäter auf der Spur. Ein hiesiger junger Mensch, der kaum der Schule entlassen ist, entwendete geitern in einem hiesigen GartenRestaurant einen wertvollen Stock. Anzeige ist erhoben. erreicht, und Lahnbadean befte Belege nur bald i Birger Bie zuwenden. geworden Hinder dar Imp θα δ laffen, tragen wi öffentlichen allen pra werden. fefretär de fchaftlide ung, Witter Die Namen amt zu mac Audi foll da cine laufend des Vorftan regiffer find gelbloffen. 5. Bade wenig befar Spediteur, Man braud oder einen bolen bei den nächsten träger mitzug nächsten Beit Hauje abgeh bequem. gabe für ein es deshalb b und Herren, nicht zur Ber * In Jugendgrund ungsfeft. D m. Der wird nächsten Stiftungsfeft Gutes Wetter Seiten seiner m. Falide D. In dem Bestreben, das Schwimmen in seiner richtigen und seit langen Jahren erprobten Ausführung auch in unserer Stadt einzuführen und zu diesem Zwecke einen Schwimmverein ins Leben zu rufen, hat der Deutsche Schwimm- Verband( Kreis Süddeutschland, Gau 1) beschlossen im hiesigen Volksbade ein Schauund Wettschwimmen und Springen zu veranstalten, und zwar am Sonntag, den 22. Juni, Nachmittags 3,50 Uhr. Ueber das angekündigte Schauund Wettschwimmen und Springen schreibt uns der Verband folgendes: Der Kreis Süddeutschland des Deutschen Schwimm- Verbandes beabsichtigt, entsprechend seinem Zweck, das dem Körper wohlthätige und dienliche Schwimmen überallhin zu verbreiten, in Gießen einen Schwimmverein ins Leben zu rufen. Um nun einen Beweis zu erbringen, in welcher außerordentlich vielseitigen Weise das Schwimmen und Springen betrieben werden kann, werden eine Anzahl Mitglieder des seit 11 Jahren bestehenden Ersten Frankfurter Schwimm- Clubs an dem genannten Tage im Volksbad ein Schwimmfest veranstalten. Da der Kreis natürlich teinerlei materiellen Vorteil von dieser Feier haben, sondern nur die ideale Seite des Schwimmwesens vorführen will, so werden Freunde und Anhänger des Swimmens, besonders auch Damen, gebeten, die interessante Veranstaltung recht zahlreich zu besuchen und zu unterstüßen. Was das Schwimmen selbst betrifft, so ist es ja ein bekannte Thatsache, daß wohl keine förperliche Uebung mehr geeignet ist, bei dem Menschen Kräftigung, Gesundheit und geistige Frische zu erhalten und zu fördern, als wie das Schwimmen. Leider wurde früher dieses Faktum zu wenig eingesehen, und erst seit ca. 15 Jahren macht sich eine bedeutende Bewegung bemerkbar, das Schwimmen in richtiger und den Körper wirklich kräftigender Weise durch das Wirken der Schwimmbereine gleich dem Turnen zu einem Gemeingut des deutschen Volkes zu machen. Diese Absicht ist auch im besten Aufschwung begriffen, denn die bis jetzt bestehenden Schwimmvereine ca. 150 an der Zahl, haben sich die Aufgabe gestellt, nicht allein ihre Mitglieder zu tüchtigen unerschrockenen Schwimmern heranzubilden, sondern auch die Jugend im Schwimmen zu unterrichten, zu welchem Zweck Zöglingsabteilungen errichtet wurden. Wer aus eigener Anschauung beobachten kann, wie biele der Kinder durch fortgesetztes Schwimmeu mit der Zeit zu fräftigen Gestalten mit breiter Brust und vollem pulsierenden Leben heranwachsen, wie sie abgehärtet werden, Wind und Wetter zu ertragen, der wird zugeben, daß das wirken der Schwimmbereine ein segensreiches ist. Schwimmen, wozu auch Springen und Tauchen gehört, ist Turnen im Wasser. Es ist die vollendetste aller Turnübungen, da sie alle Muskeln des Körpers in Anspruch nimmt, und in staubfreier Luft ausgeführt wird. Alles das wird aber nur bei einem regelmäßigen, Sommer und Winter ausgeübten Schwimmen Ernennung. Am 7. Juni wurde der GerichtsAssessor Frizz Hoos aus Lauterbach zunt Staatsanwalt am Landgericht der Proinz Oberhessen ernannt Der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel Dr. Karl Langsdorf ist zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Langen, der Gerichts- Assessor Hermann Müller aus Schaafheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel, beide mit Wirkung vom 12. Juni ernannt Aber es ist sichrer dort, wie auf einem Schiffe, antwortet er. Sie zuckt die runden Achseln. Wenn ich ein Mann wäre, mir gefiele das Schiff besser! Er widerlegt den leisen Vorwurf, indem er sagt: Wach' ich nicht für die Sicherheit der Leute, die draußen sind? Und ist eine schwere Verantwortung glaub mir's, Geerteerd. und worden. * * Audienzen. Der Großherzog empfing am 7. Juni u. A. den Pfarrer und Superintendenten Petersen und den Professor Dr. Heimburger, ordentlichen Professor der Rechte an der Landes- Universität zu Gießen. Zu dem vom 19.- 21. Juli in Kassel stattfindenden größeren Verbandsradfahrfeste tommen auch viele Brudervereine aus Süddeutschland, denen sich die Gießener anschließen. Dieselben treffen hier zusammen und fahren dann gemeinsam nach dem Endziel. * Die für gestern angesezt gewesene Gauturn fahrt nach Lauterbach wurde am Samstag Abend des schlechten Wetters wegen telegraphisch abgesagt. Die Turnfahrt findet nun kommenden Sonntag, den 15. Juni statt. Hoffentlich werden unsere Jünger fucht ihre Hand zu fassen, sie schüttelt langsam den Kopf und zieht sie zurück. Einen Mann haben die Großmutter und die Mutter freilich auch gekriegt, obwohl man sie die Schwarze geheißen hat wie mich. Und Du könntest jeden Tag freien, brauchst nur ja zu fagen, kommt es bedeutungsvoll von den Lippen des Mannes. Warum bist Du so spröde? Willst Du Deinen Vater nicht verlassen? Ich will abwarten, entgegnet sie. An diese Antwort ist Frig West bereits gewöhnt, sie ficht ihn Sie hat ein spöttisches Lächeln. Schiffe und Schiffer hat's nicht an. immer gegeben all das künstliche Feuer ist neu wenn es sein soll, daß ein Schiff zu Grunde geht, mit der Kunst hält's Keiner. Und sind schon Leuchtthürme eingestürzt, aber die Schiffer haben doch ihren Weg gefunden. Du mußt einmal zu mir herauf steigen, meint Fritz West und zeigt beim Lächeln weiße, wohlgeformte Zähne, da erkläre ich's dir besser. Geerteerd giebt keine Antwort und er fährt fort: Du sprichst, wie Dein Vater denkt. Er ist nicht für's Neue. Und auch nicht für's Fremde. Der Thurmwächter streicht über seinen sauberen Tuchrock. Du vermagst viel, Geerteerd, Du kannst ihn auch noch bekehren. Sieh', als ich von meiner Heimath im Binnenland fort bin, habe ich immer gedacht, nur die Mädchen dort tönnten mir gefallen. Lange habe ich sie nicht an den Küsten leiden mögen. Das falte, stille Wesen nicht. Du hast mich befehrt. Das Mädchen reibt die Handflächen aneinander und sagt: Daß ich nicht hell bin, das habe ich von meiner Mutter und die von ihrer ich habe mich oft darum geschämt. - Friz West lacht fröhlich auf. Das ist ja gerade das Befondere an Dir, Deern, laß Dich's nicht betrüben. Und solch' Fischblut, wie die Anderen haft Du hoffentlich auch nicht! Er Ich auch, sagt er und steht auf, weil er sieht, daß Edo Finnink auf sie Veide zukommt. Der würdigt ihn keines Blickes, sondern hebt ein ansehnliches Stück Bernstein hoch und hält's Geerteerd hin: Das ist mir eben vor die Füße geschwommen willſt's? Nein! - Meinte, könntest's eintauschen, wenn das Frauenzimmer mit dem Kasten, wo's Bernsteinkorallen drin hat, wieder kommt. Ueber's Jahr ist das! sagt Geerteerd. Ist lang hin. Edo dreht seinen Fund hin und her. Was soll ich damit? Weiß nicht! ruft Geerteerd und läßt beide Männer stehen und geht langsam dem Strande zu. Ja, sie ist stolz! sagt Frizz West und lacht schadenfroh, daß der Matrose unfreundlicher empfangen ist, als er. - Wenn Du mich meinst, gab der geärgert zurück, hast's falsch angebracht. Wenn Du auf Deinem Thurm sizest, steh ich bei dem alten Maniel und der kann keine Fremden sehen. Von dem Maniel will ich nichts Ohne sein Wort ist auch die Geerteerd nicht da. Friz West pfeift leise, er sieht mit einer Art Verachtung auf den fischäugigen Blonden. Er meint, vor dessen Nebenbuhlerschaft ist er sicher. Frag' in Neuwerk nach, murmelte Edo. Was ist damit? forscht der Wächter. Ist immer einer herüber gekommen - Das Der Geerteerd wegen? ergänzt der Andere. Die thut's den Männern freilich an. Und was sagte sie zu dem„ von Neuwerk"? Ließ es sich gefallen - Das soll heißen? ist nun West's eifrigere Frage. Hat es sich gefallen lassen bis es ihr leid war. Und? Der alte Maniel seinen Spruch gegeben hat. Edo Finnink wird die ausführliche Unterhaltung, welche er begonnen hat be= reits unbequem. Was hat Maniel gesagt? Sein Haus, in dem er sich abgetakelt habe, stünde hier auf der Insel, giebt der Matrose spöttisch zur Antwort. Dann schreitet er, nach des Mädchens Fußstapfen, die aber schon halb verweht sind, spähend, dem Strande zu. Frizz West sagt Ah und dreht an seinem braunen Schnurrbart er glaubt auch an ihre Erfüllung und traut Geerteerd genug Geschmack zu, als daß ein Vergleich mit Edo Finnink zu seinen Ungunsten ausfallen könnte. - Geerteerd ist zu den Mädchen getreten, sie sehen einander an und gehen dann Seite an Seite der westlichen Richtung zu. Noch sind sie nicht weit, da kommt eine Gestalt zwischen den Dünen hervor, während die Schwarze, als sie dieselbe erkannt hat, meerwärts blickt, als lasse sie diese Annäherung falt, wird Meerie Möllers blutroth und stammelt beinahe den Namen: Jo Toben! Da bin ich wieder, sagte der junge Matrose, als er dicht vor ihnen steht. Jo Toben Ja- und da bist Du! ist die Antwort. ist zwei Jahre in fremden Meeren gewesen. Denke, daß es hier noch just so aussieht, als früher, fährt er fort. ( Fortsetzung folgt.) und der Jahr befehen und magige Prägu Umlauf.- S bilmes wol schüren. Dab fingen Feuer Mädchen zulie dodh lebens ** Das Vereins in E halbjahr in graphisme dem die bish Städten bei e außerordentlich berzogtum He Die Städte D Musfit genom Aufgaben der auf das Land eines Ainem werden, daß für dreitägigen Bor werden. Aus Hell Lollar. durch seine Leist beften befannte theater in Darm Nauheim im Auditorium fong Mal dem erichie abgewonnen; fe causchendem Bei Sonntag tonzert Gefangbereins Li Freitag in Bad Mufiter" ift zur Spielreife durd Lorbeeren zu de Verdin Die Maurer- und aur Ausführung e Follen Bürgersteigs in der Samstag, 14. Jum 11.30 öffentlich berbunge Arbeitsbeichreibung ungen liegen währe Stunden auf unserem mer Nr. 2 Schr Einsicht offen. Borbrud, der base ind spätestens bie nannten Termin an reiden.- Zuidblag Das Stab be Saman Gießen, 7. Juni empfiehlt fich im Wa Mädch Felbarbeit Große M m hainig ihr Leibtasse Degen des in in das neue offen. infere beiden rde in einem chen und der ntnommen. das Innere ie Ladenthüre Bermutlich ist Gin hiesiger entlassen ist, gen Garten Anzeige ist en in seiner Ausführung diesem Zwecke zu rufen, hat üddeutschland, ein Schau gen zu ber 2. Juni, Nach ndigte Schaureibt uns der eutschland des gt, entsprechend ge und dien: 1, in Gießen n. Um nun ußerordentlich and Springen hl Mitglieder Frankfurter e im Volksbad Preis natürlich Feier haben, mwesens bor nhänger des Seten, die inBesuchen und zu etrifft, so ist es ne förperliche en Kräftigung, alten und zu Leider wurde 1, und erst seit de Bewegung Jer und den Das Wirken en zu einem en. Diese Abffen, denn die 150 an der ht allein ihre Schwimmern m Schwimmen ngsabteilungen schauung beob Ed fortgelegtes Gestalten mit Leben herand und Wetter Wirken der ift. Das Tauchen gehört, llendetfte aller Körpers in aft ausgeführt einem regel en Schwimmen ere. Die thut's ie zu dem„ von Frage eid war. Edo Finnink gonnen hat, hestünde hier auf twort. Bitapfen, die aber de zu. braunen Schnurr traut Geerteerd mit Edo Finnint sehen einander ftlichen Richtung Geftalt zwischen als sie diefelbe Diefe Annäherung melt beinahe den , als er bicht vor t- Jo Zoben als früher, fährt Tepung folgt) erreicht, und dazu bietet Gießen bermöge seiner schönen Lahnbadeanstalten und des herrlichen Volksbades die beste Gelegenheit. - nur bald ihre Verwirklichung finden möge und die Bürger Gießens dem Unternehmen ihre volle Sympatie zuwenden. * Impfung. Da die Witterung jetzt etwas fühler geworden ist, machen wir die Eltern imppflichtiger Kinder darauf aufmerksam, lettere jetzt impfen zu lassen, da die Impfung bei fühlerem Wetter besser verAußer den tragen wird, als in der heißen Zeit. öffentlichen Impfungen können Privatimpfungen von allen praktischen Aerzten in der Stadt vorgenommen werden. ** Führung eines Registers. Von dem Staatssekretär des Innern in Berlin ging an sämtliche wirt schaftliche Vereinigungen in Deutschlaud die Aufforderung, Mitteilung über die Tendenz der Vereinigungen, Die Namen der Vorstandsmitglieder zc. an das Reichsamt zu machen, um hierüber ein Register anzulegen. Auch soll das Reichsamt über alle Vorgänge der Vereine laufend unterrichtet werden, auch beim Wechsel Des Vorstandes. Von dem Eintrag in das Reichsregister find Trusts und Syndikate ausdrücklich ausgeschlossen. s. Badeteinsammlung. Im Publifum ist noch immer wenig bekannt, daß die Post auf Bestellung, wie jeder Spediteur, Packete aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten:" Bitte Packet abholen bei( Name und Wohnung) un frankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten Bestellfahrt gegen eine geringe Gebühr vom Hause abgeholt. Das Verfahren ist also einfach und bequem. Man kann dabei die sehr viel größere Ausgabe für einen Gepäckträger ersparen. Wir empfehlen es deshalb besonders solchen allein stehenden Damen und Herren, Studenten usw., denen ein Dienstbote nicht zur Verfügung steht. In Wiesed feiert der dortige Gesangverein Jugendgrund nächsten Sonntag sein 20jähriges Stiftungsfest. Das Fest ist in würdiger Weise vorbereitet. m. Der Gesangverein Harmonie" zu Klein- Linden wird nächsten Sonntag in der Burg" sein 15jähriges Stiftungsfest mit einem Sängerfest festlich begehen. Gutes Wetter und ein volles Haus wird ihnen von Seiten seiner Gönner nur gewünscht. m. Falsche Zweimarkstüde mit dem Münzzeichen A. und der Jahreszahl 1900, die hauptsächlich aus Blei bestehen und durch eine scharffantige, etwas unregelmäßige Prägung auffallen, befinden sich wieder im Umlauf. Das Dienstmädchen Elise Ries aus Hilmes wollte gestern das Herdfeuer mit Petroleum schüren. Dabei explodierte die Kanne und die Kleider fingen Feuer. Obwohl Hausbewohner, denen das Mädchen zulief, die Flammen erstickten, liegt dasselbe boch lebensgefährlich darnieder. ** Das Präsidium des Deutschen Flotten Vereins in Berlin beabsichtigt, im kommenden Winterhalbjahr in allen größeren Städten des Reichs bio= graphische Vorführungen zu veranstalten, nachdem die bisherigen Versuche damit in 19 deutschen Städten bei einer Besucherzahl von 225 000 Personen außerordentlichen Beifall gefunden haben. Im GroßHerzogtum Hessen sind für diese Vorführung zunächst die Städte Darmstadt, Mainz und Gießen in Aussicht genommen. Um aber das Verständnis für die Aufgaben der Flotte auch in die kleineren Städte und auf das Land zu tragen, sollen außerdem Rundreisen eines Kinematographen derartig veranstaltet werden, daß für bestimmte Touren mit ein-, zwei- oder dreitägigen Vorführungen in einer Ortschaft festgesezt werden. Aus Hessen und nachbargebieten. Lollar. Ein sehr geschätzter Sohn Lollar's, der durch seine Leistungsfähigkeit weit über Hessens Grenze bestens bekannte Sammervirtuose Kümmel vom Hoftheater in Darmstadt hat gestern Sonntag in BadNauheim im Kurgarten vor einem sehr zahlreichen Auditorium fonzertirt. Herr Kümmel hat auch dieses Mal dem erschienenen Publikum die volle Sympathie abgewonnen; seine einzelnen Piecen wurden mit rauschendem Beifall aufgenommen. Am vorletzten Sonntag fonzertirte Herr K. beim Sommerfest des Gesangvereins Liederkranz in Marburg und am letzten Freitag in Bad Salzschlief. Wir sehen also, unser Mufiter" ist zur Zeit viel beschäftigt und seine Gastspielreise durch Mitteldeutschland wird ihm Lorbeeren zu den alten bringen. sollen Verdingung. 1079 Die Maurer- und Pflasterarbeiten zur Ausführung eines erhöhten Bürgersteigs in der Hofmannstraße Samstag, 14. Juni, vormittags 11.30 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zim- Bekanntmachung. arbeiten wird die Löwengasse am 10. 1. Mts. für den FuhrwerksWegen Vornahme von Erdverkehr gesperrt. Gießen. 9. Juni 1902. Großherzogl. Polizeiamt Gießen Hechler. Wegen Taubheit meiner Frau sofort mein mer Nr. 2 Schreibstube zur verpachte ich Einsicht offen. Angebote auf gutgehendes Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengeRestaurant ** - * Frohnhausen, 9. Juni. Gestern war in unserem Ort viel Leben, der Gesangverein hatte Sommerfeſt. lange an; besonders wurde das Tanzbein bis zu später Nachtstunde geschwungen. Der Regen am Samstag segte unsere Fluren teilweise unter Wasser. Lich, 9. Juni. Gestern Sonntag fand hier aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr ein Feuerwehrfest statt. Am Vormittag war Uebung, die gut verlief. Der Festzug am Nachmittag hatte unter dem schlechten Wetter sehr zu leiden, destomehr waren die Teilnehmer bei der Sache. Herr Glasermeister Scherf gab einen Rückblick seitdem Entstehen der Wehr. Die Herren Reg.- Rat WagnerGießen und Pfarrer Klingelhöfer beleuchteten jeder nach ſeiner Weiſe die Verdienste und den Zweck der Wehr und des Feuerlöschwesens. Bad Nauheim, 6. Juni. Die Gesamtfrequenz des hiesigen Bades hat sich infolge der günstigen Witterung durch einen Zugang von 1406 Personen in der letzten Woche auf 5978 erhöht. letzten Woche auf 5978 erhöht. Anwesend sind gegenwärtig 4347 Personen. Das Kurleben Nauheims ist bereits sehr lebhaft geworden. Bäder wurden ab 1. April bis zum 5. Juni 52 007 gegeben. Unter den anwesenden Kurgästen befindet sich Heinrich XIV. regierender Fürst i. L., Regent des Fürstentums Reuß ält. 2. Darmstadt. Der zweiten Kammer ging eine Anfrage des Abg. Köhler- Langsdorf über die Führung der Geschäfte im Hoftheater zu, die Bezug nimmt auf die Behandlungen der Oper„ Meister Martin und seine Gesellen" von Weißheimer, die, wie die" Frff. 3tg." schreibt, wenn das eingegangene Material richtig ist, ein sonderbares Licht auf den Generaldirektor des Hoftheater wirft. Angeblich ließ der Generaldirektor es nicht bis zur fünften Aufführung dieser Oper kommen, obgleich sie hier große Erfolge hatte, anscheinend deshalb, weil dann das Werk nach dem Kontraft hätte erworben werden müssen. Die Anfrage meint dann, ob sich diese Handlungsweise, wenn sie auch ſtreng rechtlich sein möge, mit den Grundsägen vornehmer Leitung eines so reich subventionierten Kunſtinſtituts vereinbaren läßt, sei eine andere Frage. * Darmstadt. Nachdem die Bank für Süddeutschland in Darmstadt auf das Recht, Banknoten auszugeben verzichtet hat, hat der Bundesrat den Aufruf und die Einziehung der von der Bank für Süddeutschland ausgegebenen Einhundertmarknoten angeordnet. Nach dem 31. Dezember 1902 hören diese auf, Zahlungs mittel zu sein; sie werden jedoch bei der Kasse der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale der Bank für Handel und Industrie in Frank furt a. M. noch bis zum Ablauf des Jahres 1905 eingelöst. * Mainz, 8. Juni. Das Schwurgericht verurteilte die beiden Kroaten Papic und Strila zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe, den Radeka zu 14 Jahren Zucht: haus. Alle drei hatten im verg. Herbst in Kempten einen Kantinenwirt überfallen und dabei einen zu Hülfe eilenden Maurer tötlich verlegt. Nachdem hatten sie bei Coblenz und in Bingerbrück mehrere Räubereien verübt. Vermischtes. Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf. Das Kanonenboot" Panther" und und das Depeschenboot ,, Sleipner" trafen am Samstag den 7. Junt, abends gegen 8 Uhr in der Düsseldorfer Ausstellung an und sind von da ab täglich außer Montags zur Besichtigung Jedermann zugänglich. Die Besayung setzt sich zusammen aus 4 Offizieren, 3 Deckoffizieren, und 50 Mann. Stommandant ist Kapitänleutnant Krüger. suchern der Ausstellung wird der Zutritt zum Schiff zur Besichtigung mit Ausnahme der Montage täglich von 2 bis 7 Uhr unter Führung von Besagungsteilen freigegeben werden, soweit der vorhandene Plaz ausreicht. Den BeIn Pensylvanien ist seit einigen Tagen ein Gruben= Ausstand ausgebrochen, welcher jezt eine ungeheuere Ausdehnung annimmt. Augenblicklich streifen 150 000 Arbeiter, die Hälfte der ganzen Arbeiterschaft. Handel und Industrie sind lahm gelegt. Die Eisenbahnangestellten sind ohne Arbeit. * Wiesbaden, 7. Juni. Gestern Abend kurz vor Schluß des Betriebes in der Möbelfabrik von A. Dams in Dogheim bei Wiesbaden entstand zwischen den Arbeitern Schreiner Stauber und dem Drechsler Förstel aus ganz geringfügiger Ursache ein Streit, in dessen Verlauf Förstel den Stauber tödtlich verletzte und dann sich selbst tötete. Förstel hatte in seiner Wut ein Drechsler- Messer ergriffen und es mit den Worten: Ich stech Dich tot", dem Stauber in die Brust gestoßen. Alsdann tötete er sich selbst mit einem daliegenden kleineren Werkzeug. Stauber wurde sofort in das Bu verkaufen: Eine Teckelhündin billig zu verkaufen. Lindengasse 1, II. Zu vermieten: Stübchen mit Bett 1078 zu vermieten. Offene Stellen: Lehrmädchen nannten Termin an uns einzu- mit Materialwaren- Geschäft aus achtbarer Familie zum baldigen reichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 7. Juni 1902. Das Stad bauamt. Schmand t. Mädchen empfiehlt sich im Waschen, Buzzen, Feldarbeit 1062 Große Mühlgasse 4. Far 650 mt. pro Jahr, für Warenbestand und sonstiger Einrichtung, als Billard, Pianino 2c. gehören 1800 Mr Auch wird jede Woche noch ein Schwein geschlachtet. Bei 1052 Anfragen 20 Pfg. Porto. Eintritt gesucht 1072 Krankenhaus gebracht, doch ist die Verletzung, die er erlitten, eine ſo ſchwere, daß er wohl kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. * Petersburg, 7. Juni. Unter den russischen Ansidlern in Turkestan hat die Not und die Erwerbs. losigkeit eine derartige Höhe erreicht, daß sie ihre Frauen und Kinder verkaufen. Der Preis variiert zwischen 10 Hochschulnachrichten. * Man schreibt aus Erlangen: Für das Sommers ſemeſter 1902 find an unserer Üniversität wie im verflossenen Wintersemester 1004 Studierende immatrikulirt und zwar 175 Theologen, 319 Juristen, 240 Mediziner und 270 Philosophen. Dazu kommen 8 Hörerinnen und 29 Hörer, die nicht immatrikuliert sind. Berlin, 9. Juni. Der Universitäts- Rektor lud Vertreter von Storps- Turnerschaften, Landmannsschaften, Burschenschaften und freien Verbindungen vor, um sich darüber zu unterrichten, wenn die Sorporationen an Sonn- und Feiertagen sich zum Frühschoppen ber sammeln. Auch nach dem Renommier Bummel erkundigte er sich. Dies soll aus Synodalkreisen angeregt worden sein. M Zum südafrikanischen Frieden. Präsident Krüger wird aller Voraussicht nach in Holland bleiben. Wolmarans und die anderen Buren- Delegierten begeben sich sobald als möglich nach Südafrika zurück. Die Kinder derselben werden bereits in 14 Tagen dorthin abreisen. Neueste Nachrichten. * Dresden, 9. Juni. Troß der beschwichtigenden Meldungen vom Krankenlager des Königs Albert von Sachsen scheint man sich in der nächsten Umgebung des Monarchen den ernstesten Befürchtungen hinzugeben. Aus dem Umstande, daß der Kaiser gestern der Ruder- Regatta in Berlin nicht beiwohnte, sondern telegraphisch absagen ließ, wurde allgemein der Schluß gezogen, es sei im Befinden des befreundeten Monarchen eine Wendung zum Schlimmeren eingetreten. Berlin, 9. Juni. Das Berliner Tageblatt meldet aus Budapest: Der Berg Tabor im Ofener Be zirk von Budapest ist im Sinfen begriffen. Bisher wurden bereits mehrere Häuser und Villen vollständig zerstört. Die Bewohner mußten fluchtartig die Behausungen verlassen. * Rom, 9. Juni. Gestern Nachmittag fand ein Säbelduell zwischen dem Minister des Aeußern Prinetti und dem Abgeordneten Baron Franchetti statt. Im zweiten Gange brachte der Minister seinem Gegner einen starken Säbelhieb an der rechten Schläfe bet. Die Gegner versöhnten sich darauf. Berlin, 9. Juni. Der Bankbuchhalter Franz Bolda, welcher in einem größeren Bankhaus angestellt war, ist nach Verübung erheblicher Defraudationen flüchtig geworden. Er hat Wechsel im vorläufig festgestellten Betrage von 20000 Mt. gefälscht. Nach einer Version soll er spekuliert, nach einer anderen eine kostspielige Liebschaft gehabt haber. Gestorbene. Am 6. Juni: Hermann Wilhelm Rohmann, 52 Jahre alt, Eisenbahn- Betriebssekretär. Am 7. Juni: Margarethe Geisel, geb. Lerch, 36 Jahre alt, Ehefrau des Flaschenbierhändlers Friedrich Geisel; Johanna Petri, geb. Schmitt, 64 Jahre alt, Wittwe des Eisenbahn- Betriebssekretärs Petri; Elisabethe Körber, geb. Brück, 71 Jahre alt, Witwe des Dieners Philipp Körber. Am 8. Juni: Elisabethe Schmitt, geb. Wehrum, 81 Jahre alt, Witwe des Bauaufsehers Konrad Schmitt; Johanna Pahlke geb. Fiedler, 73 Jahre alt, Ehefrau des Werkmeisters Johann Pahlke. Sämtlich dahier. Wer kennt nicht Pfeiffer& Dillers Kaffee- Essenz 1077 in Dosen als den besten Zusatz zum Kaffee? In den meisten Geschäften zu haben. In meinem Neubau Land- In der früher Lindenftruth'= grafenstr. 6, grenzt an die Ost- fchen Hofratte, Tiefenweg 13, anlage, eine 6-5 und 4-3immer- ist das im hinteren Hof gelegene, wohnung mit schönem Erker, vom mehrstöckige Lagerhaus alsbald zu 1. Juli ab zu vermieten. 1071 bermieten. Näheres bet Großh. Philipp Kröck, Dachdeckermeister, Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15. Rodheimerstraße 23. Maigasse 11. In meinem Neubau, Liebigschön möbl. Zimmer Straße 28, sind 3 Wohnungen mit ev. auch ohne Pension zu ver- vom 1. Juli zu vermieten. 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Jeder Pferdebesizer ist verpflichtet, seine Pferde zur Musterung zu geftellen mit Ausnahme: a. der Fohlen warm blütiger Schläge unter 4 Jahren, b. der Fohlen faltblütiger oder faltblütig gemischter Schläge unter 3 Jahren, c. der Hengste, d. der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben( als hochtragend find Stuten zu betrachten, deren Abfohlen innerhalb der nächsten 4 Wochen zu erwarten ift), e. der Vollblutstuten, die im Allgemeinen deutschen Gestütbuch oder den hierzu gehörigen offiziellen bom Unionklub geführten Listen eingetragen und von einem Vollbluthengst laut Deckschein belegt find, auf Antrag des Besizers, f. der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, 8. der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten, h. der Pferde, welche bei einer früheren Pferdemusterung als dauernd friegsunbrauchbar bezeichnet worden sind, i. der Pferde unter 1,50 Meter Bandmaaß. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: a. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde, b. Beamte im Reichs- oder Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes notwendigen Pferde, c. die Pofthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraftmäßig gehalten werden muß. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen fann Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung eintreten laffen. Wir fordern hiernach sämtliche Pferdebefizer hiesiger Stadt auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen, bezw. vorführen zu lassen und zu diesem Zweck eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu sein. Die Pferde find gezäunt, im übrigen aber blank( ohne Geschirr) vorzuführen Pferdebefizer, welche ihre geftellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder vollzählich vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre Koften eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. Das Vorführen der Pferde durch Kinder oder durch alte, ge= brechliche Leute ist verboten. Insoweit bis zum Musterungstermin Veränderungen im Pferdebestand durch Zu- oder Abgang eintreten, hat der betreffende Pferdebefizer hiervon sofort auf dem Bürgermeisterei- Bureau( Zimmer Nr. 14) Anzeige zu erstatten. Gießen, 6. Juni 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Lony's Bierkeller Restaurant. O Täglich Concerte 1019 des Kärntner Quartetts. Eintritt frei. Eintritt frei. 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Polizeiamt Gießen. Hechler Student erteilt Privatunterricht in Latein und Französisch. Erfolg ficher zuerst au werden. und des Entgegento der Bauder des Betrol Angelegenbe Bribatgelän das thun w durch Tran Offert. unter 00251 an di lichteiten ihr Erped. dieser Zeitung. Gasherd 10 billig zu verkaufen. Sonnenstraße 30. fremde Gefe fann.- Un fönnen uns ftehen. Ma man bem auf artikel e- Fabrik l decorirten ech nzen hocheleg atis- Zuga 000 Nr. 130. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhesfische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 9. Juni 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. " " " mes Vertreters, Eft weitgehendster eitungs-, Klingel, altungsOefen chtungen, Lekt, Licht, Verfügung und triellen Anlagen. eine verehrten Kundzu beehren. ersen. Heuchelheim J.Kd. Velte, Kird Göns und Jafo Appel Krofdorf bei L. Schmidt L. Steinmüller ( Gr.- Linden) Steinmüller u. Weigel( Langgön Gustav Jatob ( Altenbused) Rar Poft[ Wiesed] un Heinrich Webe Heuchelheim J. Appel, Krofbor u. Ernst Chrif Wiefed 2. Fabel und Karl Post( Wiefed ( Alten- Bused) u. Guftab Jakob Ernst Ebrist Wiefe Der Brodverkäufer. elben Preise wie bei ben biefigen Bädern. Ben, den 6. Juni 1902 Großh. Polizeiamt Gieße Sedler Student Brivatunterricht in Lat Franzöfifch. Erfolg fid ert unter 00251 an biefer Zeitung. Gasherd 10 ju verlaufen. Bounenstraße 30, Was bieten die ,, Giessener Deueste Nachrichten" ibren Cefern? Die„ Gießener Neueste Nachrichten" wollen zur politischen Aufklärung Jedermann beitragen und die Interessen aller Stände, vornehmlich die Interessen des gesamten Bürgerstandes und der wirtschaftlich Schwachen vertreten. Die„ Neuesten Nachrichten" dienen keiner ausgesprochen politischen Partei, aber weniger dem Interesse eines Einzelnen. " Die Gießener Neueste Nachrichten besprechen in zahlreichen Original- Leitartikeln und einer sorgfältig ausgearbeiteten politischen Rundschau die politischen und wirtschaftlichen Tages- und Zeitfragen in unabhängigem Sinne und Geiste. Täglich werden der Redaktion die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt durch eins der größten Depeschen- Bureaus auf dem sichersten und schnellsten Wege übermittelt. Bahlreiche Korrespondenten aus dem gesamten Verbreitungsgebiete unferes Blattes teilen alles Wissenswerte in volkstümlicher und ferniger Form mit, decken vorhandene Mißstände auf und geben so ein interessantes und treues Spiegelbild des ländlichen Lebens.- Im lokalen Teil werden die Tagesneuigkeiten zur Kenntnis gebracht, kommunale Fragen und Wünsche besprochen, die Erscheinungen des Vereins. lebens registrirt, über die Stadtverordnetensitzungen unterrichtet. Das künstlerische Leben unserer Stadt: Theater, Konzert 2c. wird in eingehenden Besprechungen verfolgt. - Vorzügliche Romane, Feuilletons aus allen Gebieten, praktische Mitteilungen verschiedenster Art, juristischer Fragekasten, allgemeiner Briefkasten bieten des Unterhaltenden und Belehrenden eine Fülle. In den Beilagen: Oberbeffifche Familienzeitung( täglich) kommen vorzügliche Romane zum Abdruck, dabei ist für unsere Kleinen eine Rätselecke mit eingefügt. Die Giessener Seifenblasen( wöchentlich) sorgen für den nötigen Wik und Humor und in Backende Gedichte werden die Leser ebenfalls darin finden. der Oberbeffischen Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau( wöchentlich) finden unsere Landwirte und Gartenbesiger reiche Anleitungen und Be. lehrungen für die Bewirtschaftung ihrer Ländereien und für die Haltung aller nü zlichen Haustiere; den schädlichen Tieren wird zur passenden Zeit ein Wort für deren Vernichtung und Bekämpfung geschrieben. " Unablässig ist die Redaktion der Gießener Neueste Nachrichten" bemüht, den Kreis des Gebotenen zu erweitern, ausgehend von dem Gedanken, daß für das Bolt das Beste gut genug ist. Man abonnirt für 60 Pfg. pro Monat bei freier Zustellung( incl. der drei Beilagen) bei unsern Trägern, in der Expedition, Gießen, Neuenweg 28, oder bei der Post. Die Redaktion der ,, Giessener neueste Nachrichten". Der deutsch- amerikanische Petroleumring und die Behörden Gießens. Bekanntlich sind die Gemüter der Gießener Stolonialwarenhändler durch das Vorgehen des deutsch- amerikanischen Petroleumringes nicht wenig erregt und ohne Zweifel mit Recht. Als es in Gießen bekannt wurde, daß die das Petroleummonopol erstrebende Gesellschaft sich auch hier niederlassen wolle und von der Stadt einen an der Margarethenhütte gelegenen Lagerplatz zu pachten beabsichtige, begab sich Herr Now ad ir. zum Bürgermeister, um ihn zu er suchen, den Platz ihm, dem Gießener, nicht aber den fremden Unternehmern zu überlassen. Der Bürgermeister berhielt sich anfangs ablehnend. Das Ergebnis seines Gesuchs teilte Herr Nowac in einer vom hiesigen Detaillistenverein einberufenen, die ganze Petroleum angelegenheit diskutierenden Versammlung mit. Die Versammlung nahm damals ein stimmig, es waren etwa 80 Interessenten der Kolonialwarenbranche anwesend, eine Resolution an, worin u. a. die Hoffnung ausgesprochen war, daß die Behörden Gießens ihr Vorgehen thatkräftig unterstüßten solle. Die Resolution ging zugleich mit der Abschrift eines Berichts der Gießener Handelskammer an das Ministerium, worin ein energisches Vorgehen der Regierung gegen den Standard- Dil- Trust empfohlen war, an die Bürgermeisterei ab. Eine in derselben Versammlung gewählte Deputation, bestehend aus den Herren Nassauer, Noll, Nowad, Tribus begab sich Ende Mai zuerst auf das Kreisamt, um auch hier vorstellig zu werden. Sie fand von Seiten des Provinzialdirektors und des Herrn Regierungsrats Wagner das beste Entgegenkommen. Auch der Herr Bürgermeister hat der Baudeputation dann später empfohlen, das Gesuch des Petroleumtrusts abzulehnen. Damit ist die Angelegenheit erledigt. Natürlich kann der Trust nun Privatgelände mieten. Es ist aber zweifelhaft, ob er das thun wird, denn die hiesigen Grossisten kommen durch Trankwagen und alle sonstigen weiteren Bequemlichkeiten ihren Arbeitern soweit entgegen, daß eine fremde Gesellschaft nur sehr schwer Boden gewinnen fann. Und wir Detaillisten und Konsumenten Gießens fönnen uns nur solidarisch mit diesem Vorgehen verstehen. Mag hoffentlich einmal die Zeit kommen, wo man dem fleinen Beamten, Handwerker und armen - GO G Manne mit solchen die soziale Lebensunterstellung des Einzelnen schwer schädigenden ausländischen Machinationen verschonen muß. Das Geld gerade, welches wir für Petroleum, eines unserer täglichen Bedürfnisse ausgeben, würde in die Taschen der reichen Amerifaner wenden, wenn das Volt sich nicht zur Selbsthilfe aufrafft. Dies zur Aufklärung. Aus Hessen und nachbargebieten. Staufenberg. Kommenden 22. und 23. Juni, feiert der hiesige Kriegerverein sein 25. Stiftungsfest. Die dem Verein vom Kaiser verliehene Fahnenschleife und eine Ehrentafel von der Kriegerfameradschaft Hassia" werden damit dem Verein feierlichst überreicht werden. ** Grüningen, 7. Juni. Gestern war hier Bürger meister wahl. Neben unserem alten seit nunmehr achtzehn Jahren im Amte befindlichen Bürgermeister Wilhelm Gilbert hatten dessen Gegner einen besonderen Kandidaten und zwar den Landwirt Adam Marsteller, aufgestellt. Das Ergebnis war für G. 92 und für M. 62 Stimmen. Die Wahl verlief in etwas animierter Weise. * Wetzlar, 9. Juni. Für das neue Seminar ist bereits Seminarlehrer Padderas hier eingetroffen. Die Seminaristen, zunächst etwa 18-20 an der Bahl, dürften heute ankommen. § Wetzlar. Die einzelnen Klassen der vereinigten Realschule und des Realgymnasiums unternahmen am gestrigen Tage unter Leitung ihrer Herrn Lehrer den gewohnten Jahresausflug. Nach allen Richtungen, an die Lahn, die Wetterau, Taunus und Vogelsberg brachten die Eisenbahnzüge die jungen Ausflügler. Ueberall wurden die bekannten Höhepunkte erklommen und die schönen Städte besucht. Die Witterung war äußerst günstig, nur auf dem Heimweg wurden manche noch vom Regen überrascht. aus diesem Anlaß die Erweiterung der Kreisobstbaumschule genehmigt und 2 Grundstücke von 1 ha 31 ar 76 qm zu einer Jahrespacht von 200 Mt. auf die Dauer von 18 Jahren genehmigt. v. Butzbach, 7. Juni. Am 15. März hatte der hiesige Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande einen Deutschen Abend veranstaltet, bei dem sich ein Ueberschuß von etwa 650 Mt. ergab. 200 Mt. davon wurden der deutschen Schule in Konstanza in Rumänien überwiesen, wo der aus hiesiger Gegend stammende Pfarrer Theodor Graf thätig ist. Für die Spende lief bereits ein warmes Dankschreiben ein. Für die übrigen 450 Mt. wurde im Einvernehmen mit der Hauptleitung in Berlin der Ort Poppersch in der Steiermart borgeschlagen, wo die unter der Leitung eines echt deutsch gesinnten Lehrers stehende Schule ein Bollwerk gegen die das Deutschtum aufs heftigste befehdenden Slovenen bildet. V. Bad- Nauheim, 6. Juni. Die Vorbereitungen zu der Feier des 19. hessischen Feuerwehrtages am 19. Juli sind im vollsten Gange. Als Festplatz dient ein nahe am Hochwald gelegener Plaz, der von der Stadt in drei Minuten zu erreichen ist. Die Kapelle des GardeDragoner- Regiments Nr. 23- Darmstadt ist für die drei Festtage gewonnen, auch bringen mehrere Wehren ihre eigenen Musikkapellen mit. Das Festprogramm ist sehr reichhaltig. Feuerwehrleute in Uniform haben zu allen Veranstaltungen, auch Samstag, den 19. Juli zum Konzert auf der Kurhausterrasse freien Zutritt. ** Gedern. Lehrer Roth, der schon eine Reihe von Jahren an der hiesigen Schule wirkt, feiert am 19. Juni sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Bezirkslehrerverein Gedern wird den Jubilar besonders ehren. Der n. Braunfels, 8. Juni. Dem fürstlich SolmsBraunfels's hen Oberkammerrat Stephan zu Braunfels wurde vom Kaiser die Erlaubnis zur Anlegung des ihm verliehenen Ritterkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erteilt. o. Aus dem Kreise Wetzlar. Es erwies sich als m. Büdingen. Am Donnerstag ist hier Herr Kreisnotwendig, die Kreisobstbaumschule zu Wetzlar zu vergrößern und mit der Anzucht von Obstbäumen schneller größern und mit der Anzucht von Obstbäumen schneller cat Heinrich Irle verstorben. Der Verstorbene stand Durch die seit dem 1. November 1898 an der Spike der Verund in größerem Umfange vorzugehen. Durch die Zusammenlegung der Gründstücke vieler Gemeinden waltung des Kreises Büdingen. In dieser Zeit hat er wird sich der Bedarf an Obstbäumen für die nächsten sich um die Wohlfahrt des Streises und seiner Bewohner Jahre erheblich steigern. Die Spezialkommission hat große Verdienste erworben. Seinen Untergebenen war er ein liebevoller Vorgesetzter, seiner Familie ein unerfestgestellt, daß sie innerhalb der nächsten 5 Jahre allein 19000 Obstbäume gebrauchen werde. Der Kreistag hat seglicher Fürsorger. * Gelsenkirchen. In dem benachbarten Rotthausen wütet seit einigen Tagen wiederum der Typhus. Rotthausen gehört zu denjenigen Gemeinden, die bei der letzten Typhus- Epidemie die meisten Todes: fälle aufzuweisen hatte. Diesmal ist ebenfalls schon eine Anzahl Personen der Epidemie erlegen. * Das neue Volksschullehrerinnen- Seminar in Darmstadt ist am letzten Donnerstag feierlich eröffnet worden. Es ist dies die erste Anstalt dieser Art in Hessen. Ministerialrat Dr. Eisenhuth sagte in seiner Eröffnungs rede: Auch die Frau sei in den Dienst der Schule zu stellen, um der individuellen Ausbildung und Erziehung des weiblichen Geschlechts noch mehr als seither gerecht werden zu können, denn die Lehrerinnen sollten nicht nur als Aushilfskräfte gelten. Wie jedes große Werk nur durch den harmonischen Zusammenschluß aller mitwirkenden Kräfte zum Ausbau gebracht werden könne, so hänge auch der gute Erfolg von dem gemeinsamen, ersprießlichen Zusammenschluß Aller zusammen. Der Geist der dienenden Liebe sei es, der in dem neuen Institut wirksam sein solle. Freitag früh halb 8 Uhr, wurde der Unterricht mit ca. 50 Schülerinnen eröffnet. Der vollständige Lehrgang umfaßt 5 Jahre, 2 Vorbereitungsjahre und 3 Jahre Seminarklassen. Die fünfte resp. unterste Klasse wird jegt von 27 Schülerinnen besucht, die vierte von ca. 15 und die dritte von 8 bis 10. Die obersten Klassen find natürlich noch nicht eröffnet, da hierzu erst der borbereitende Unterricht nötig ist. Mainz, 7 Juni. Ein Schuhmacher mißhandelte| Kapitän Georg Wolfgang Pfeifer das Ritterkreuz gestern in angetrunkenem Zustande seine 72 jährige 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Mutter derart, daß die alte Frau sehr frank darnieder verliehen. liegt. Nachbarn kamen gerade rechtzeitig genug, um einen Selbstmordversuch des Betrunkenen zu verhindern. Alzey. In der Göß'schen Schuhfabrik geriet der Arbeiter Michel mit der einen Hand in die Maschine. Die Hand muß amputiert werden. Von einem schweren Unglück wurde der Sohn hiesiger Familie Damian, der bei der Marine in Kiel dient, beim Schießen durch ein zurückgeschleudertes Geschoß fast völlig des Augenlichts beraubt. Das eine Auge ist gänzlich verloren. Eisenach, 3. Juni. In der Kirchenkonferenz, die in diesen Tagen hier statt fand, wurde u. A. verhandelt über die Vorbereitung der Konfirmation und die Bemühungen zur religiös- sittlichen Bewahrung der konfirmirten Jugend, Ferner hielt Oberkonfisterialrat D. Braun- Berlin einen hochinteressanten Vortrag überdie Frage: Welche Handhaben bietet das B.-G.-B. den deutschen evangelischen Kirchen zum Schuße der evangelischen Interessen in den gemischten Ehen? Zur Beratung einer engeren Verbindung der deutchen evangelischen Landeskirchen konstituirte sich eine Kommission. Bremen, 6. Junt. Der Großherzog von Hessen hat am 17. April dem Oberinspektor der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. leglicher Art, Dienstboten und LehrAn den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet. Angebot der Arbeitnehmer: 2 Installateure, 1 Krankenpfleger, 1 Glaser, 1 Schlosser, 3 Heizer, 1 Schuhmacher, 2 Hausdiener, 3 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 1 Schweizer, 2 Lauffrauen 1 Dienstmädchen, 1 Flickerin, 1 Büreaugehülfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Spengler, 2 Vergolder oder Lackierer, 1 Küfer, 1 Heizer, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher, 2 Schreinergesellen, 3 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Taglöhnerin. 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