Nr. 286. Abonnementspreis: in Gießen, abgebelt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Grattabellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Cbft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 8. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertion pret 8: Die einfaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weplar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzet tungelifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Rr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und solche der Großh. Previnzialdirektion ren Cterhessen Der Appell des Kaifers. erCB. Der Kaiser hat seine Ansprache an die Breslauer Arbeiter in seiner Eigenschaft als König und als Lanbesvater gehalten. Als König hat er sie zum Gehorsam gegen die staatliche und gesellschaftliche Ordnung mahnt, nicht weil er als Herrscher Gehorsam zu fordern hat, sondern weil er als Sproß eines Herrscherhauses die Notwendigkeit des Gehorsams und seine Bedeutung als Träger der Ordnung und Staatswohlfahrt kennen gelernt hat. Denn fein Herrscher ist so hoch, daß er nicht eine Zeit der Dienstbarkeit verlebt hätte, und nirgends tritt die Pflicht in einer schrofferen Form an einen Menschen heran, als in einem Herrscherhause, wo einer nur König ist, seine Brüder aber dienstbar sein müssen. Ein König darf Gehorsam fordern, weil er ihn, ehe ihm die Krone zufiel, üben mußte. In der Eigenschaft als Landesvater betonte der Kaiser, ohne daß dies ausgesprochen werden mußte, die Gleichheit der Stände. Denn ein Vater umfaßt alle seine Kinder mit gleicher Liebe und nichts ist für ihn schmerzlicher, als wenn ein Kind mit dem andern nicht in Frieden leben will. So hat er denn die Breslauer und in diesen alle Arbeiter ermahnt, daß sie ihr Heil und ihr Interesse nicht in einer zukünftigen Welt- und Staatsordnung erblicken, sondern daß sie im Gegenwartstaate die Erfüllung ihrer berechtigten Interessen anstreben sollen. Indem die Sozialdemokraten ihr Heil von einer zukünftigen Entwicklung erwarten, seßen sie sich in Gegensat mit allen Ständen und Volksschichten. Was der moderne Staat an geseẞgeberischen Aufgaben auch hervorbringen mag, zu allem hat die auf die Schaffung eines neuen Etaates bedachte Sozialdemokratie ein Nein; was sie aber an tatsächlichen Forderungen geltend macht, wird notwendigerweise von den übrigen Parteien abgelehnt, weil die Erfüllung der Forderungen, wie die sozialde mokratischen Wortführer in der Presse und auf der Tribüne selber betonen, nicht auf der Grundlage unserer heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung möglich ist. So werden die Arbeiter auf Generationen hinaus vertröstet und ihre Unzufriedenheit mit den herrschenden Verhältnissen wird um so schrosser auftreten, je glühender die Sehnsucht nach der Erfüllung der erweckten Hoffnungen und Wünsche ist. Der Kaiser hat die Arbeiter in seiner Breslauer Rede aus dem Traumreiche zurück auf den Boden der Wirklichkeit führen wollen, indem er sie ermahnte, ein auf der Gegenwart aufgebautes Brogramm aufzustellen. Wenn sie dies tun, würde freilich die Arbeiterschaft eine einseitige Interessenpartei sein, genip. Aber wie sich im Reichstag immer mehr die materiellen Interessen der modernen Stände und Berufsschichten zu Worte melden, so darf auch die Arbeiterschaft ihre besonderen Wünsche betonen und auf dem Wege der Vereinbarung mit den anderen Ständen durchzusetzen suchen. Wenn sie aber eine andere Ordnung des Staatsund Gesellschaftslebens anstrebt, weckt sie den Widerstand der übrigen Stände und der Staatsgewalt, und nur solange, als sie sich nicht zu den herrschenden Verhältnissen in Etaat und Gesellschaft bekennt, ist die Tätigkeit ihrer Vertreter zur Unfruchtbarkeit verurteilt. Es war ganz gewiß eine landesväterlich, mehr noch eine väterlich gemeinte Rede, die der Kaiser in Breslau hielt, und wenn die Arbeiter sie richtig verstehen, dann werden sie ihm dereinst für die herzlich gemeinten Winke dankbar sein. * Die Breslauer Freisinnigen beabsichtigen, den Führer der Arbeiterdeputation beim Kaiser, den Federschmied Karl Klammt, entsprechend dem ausdrücklichen Vorschlag des Kaisers, nichtsozialistische Arbeitervertreter zu wählen, bei den nächsten Reichstags- und Landtagswahlen als Kandidaten aufzustellen, in der Erwartung, daß auch die Konservativen auf Grund der Kaiserrede diese Kanbidatur unterstützen müssen. Die Politik. Zur Frage der Eisenbahnreform. Bas amtliche ,, Dresdener Journal" schreibt: Die angeblich von zuverlässiger Seite stammende Meldung eines Brovinzialblattes, die Eisenbahnverwaltungen von Preu pen und Bayern hätten es abgelehnt, sich der sächsischerfeits geplanten Eisenbahn- Tarifreform anzuschließen, ist schon deshalb unrichtig, weil diese Verwaltungen zur Zeit von den speziellen Vorschlägen der sächsischen Regierung offiziell noch gar nicht in Kenntnis gejeßt wor ben sind. Auch sind die Erwägungen über die Reform im Echoße der Regierung noch nicht abgeschlossen. Eine neue preußische Anleihe in Sicht. * Halbamtlich wird bekannt gegeben, daß der Rüdgang der preußischen Staatseinnahmen und die trotzdem underminderten Aufwendungen namentlich für EisenbahnAmede eine Betriebsanleihe zur Balanzierung des Etats rayah nötig machen. Das ist als eine Aufzehrung fünftiger besserer Einnah: nen zu betrachten. Der Plan der Mehrheit. FE3 verlautet, daß die geplante Umänderung der Geschäftsordnung des Reichstags, wonach das Wort zur Geschäftsordnung nur nach dem freien Ermessen des Präsidenten und nicht länger als auf die Dauer von fünf Minuten erteilt werden soll, nur als ein vorübergehendes Mittel zur Niederwerfung der Obstruktion gedacht ist. Wenn der Zolltarif unter Dach und Fach ist, werden die Mehrheitsparteien selbst wieder den Antrag auf Wiederherstellung der alten Geschäftsordnung stellen, da die Diktatur des Präsidenten denn doch ein zu zweischneidiges Schwert sei, um bestehen zu bleiben. Dagegen wird das Aichbichler'sche Abstimmungsverfahren auch später beibehalten werden. Der deutsch- österreichische Ha delsvertrag. DJm ungarischen Abgeordnetenhause hat der Ministerpräsident Szell mitgeteilt, daß die ungarische Regierung darauf bedacht sein werde, den neuen autonomen Zolltarif in Gemeinschaft mit Oesterreich aufzustellen, um für eine etwaige Kündigung des deutsch- österreichischen Handelsvertrages gerüstet zu sein. Diese Rede war noch mit einem Trum und Dran über den Schutz der ungarischen Interessen versehen. Für uns aber ist die Fassung von Wichtigkeit, weil sie die frühere Nachricht, daß eine Kündigung von österreichisch- ungarischer Seite nicht zu erwarten sei, bestätigt. Mormonen als Eroberer. * In Westkanada hat sich ein Enkel des bekannten Mormonenpropheten Young gleichen Namens, der auch mit einer Mormonin verheiratet ist, angesiedelt und da durch wurden die Behörden der britischen Kolonie auf die lang, ame aber stetige Einwanderung roi amerika ischen Mormonen aufmerksam. In politischen Kreisen Englands ist man darüber sehr beunruhigt, weil man annimmt, daß hinter den Mormonen, die bekanntlich fleißige Leute sind, die Regierung der Vereinigten Staaten steht, um allmählich Kanada für Amerika zu erobern. Die Bewegung gegen den Zweikampf. ‣ In den letzten Tagen haben wieder einige unglücklich verlaufene Zweikämpfe die öffentliche Meinung derart beschäftigt, daß die zweikampfgegnerische Versammlung, die am letzten Donnerstag in Wien stattfand und von der Auslese geistig und gesel'schaftlich hochstehender Männer beschickt war, einem großen Interesse begegnen dürfte. Auch in Deutschland besteht bekanntlich unter dem Titel ., Antiduelliga" eine Vereinigung gegen den Zweikampf, an deren Spitze der Fürst Löwenstein steht. Deren Bestrebungen zielen darauf ab, durch schärfere Bestrafung der Beleidigungen die Neigung zum Zweikampf einzuschränken und den Zweikampf sclbst durch Gleichstellung mit gemeinen Verbrechen gegen das Leben zu ächten und dadurch aus der Welt zu schaffen. Diese Bestrebungen rurzeln in einer völlig falschen Würdigung der seelischen Vorgänge bei den Duellanten, denen die österreichische Bewegung entschieden gerechter wird. Einer der Redner Professor Klein- führte aus, daß der Zweikampf in den weitaus meisten Fällen nicht als Mittel zur Bestrafung des Beleidigers gedacht sei, sondern nur deshalb von dem Beleidigten gesucht werde, um sich in der Gesellschaft zu behaupten. Die Art des öffentlichen Gerichtsverfahrens, die dem Beleidiger großen Spielraum zu Angriffen auf den Kläger läßt, erfüllt diesen Zweck nicht. Professor Klein schlug deshalb vor, es solle ein Ehrenrat aus angesehenen Männern eines abzugrenzenden Bezirks von einwandsfreiem Lebenswandel eingesezt werden, der durch spruchgerichtliches, aber geheimes Verfahren entscheidet, wer Recht und wer Unrecht hat und der dann auch dem schuldigen Teile eine Sühne auferlegen kann. Solange dieses Verfahren schwebt, wird die Verjährungsfrist gehemmt und die Strafjustiz aufgehalten. Das Erscheinen vor dem Ehrenrat ist für den Beleidiger Pflicht. Das Ganze läuft also auf ein Schiedsgericht mit erweiterten Befugnissen und ohne Zuziehung von Berufsrichtern hinaus. Ueber die Duelle und ihre Notwendigkeit sind die Meinungen so verschieden, daß ich wohl in der Praris niemals ein einheitlicher Standpunkt herausbilden wird. Kurze politische Nachrichten. * Der Vizepräsident des Deutschen Reichstages Büsing, ist wegen seines Zusammenstoßes mit dem Abg. Singer, der bekanntlich Borsigender der Geschäftsordnungtommission ist, aus diesem Ausschuß ausgetreten. * Ueber eine polnische Demonstration im Reichstage teilt in seinem Parlamentsbericht der Kuryer" mit, daß während der großen Standalszenen vier polnische Abgeordnete, die abseits gestanden, das Lieb Noch ift Polen nicht verloren gesungen hätten, daß aber bie länge dieses Liedes in dem allgemeinen Tumult unbeachtet verschallt seien. * Das Terminhanbelsgeseh muß im österreichischen Abgeordnetenhause nochmals zur Beratung Tommen, weil das Herrenhaus Veränderungen vorgenommen hat. * Der russische Großfürst Paul Alexandrowitsch, der infolge einer mißlicbigen Ehe mit seiner ehemaligen Geliebten, aus dem russischen Heere ausgeschlossen wurde, hat inzwischen laut Verfügung des deutschen Kaisers seine Würde als Chef des 6. Brandenburgischen Kürassierregiments an den Zaren abgeben müssen. * Die französische Stammer hat die einstweilige Steuererhebung bis zur Bewilligung des Staatshausha.ts genehmigt. * Die italienische Deputiertenkammer genehmigte ohne Debatte das am 4. Juni 1902 zwischen Deutschland und Italien abgeschlossene Abkommen, durch welches das Abkommen vom 18. Januar 1902 betreffend den Schuh des gewerblichen Eigentums abgeändert wird. * Das neue griechische Ministerium ist gebildet und wie folgt zusammengesetzt: Delyannis Vorsiz und Finanzen, Mavromichalis Inneres, Oberst Lymbritis Krieg, Ekuzes Auswärtiges, Romas öffentlicher Un terricht, Zygomalas Marine, Karapanos Justiz. Es ist ein aus Delhanisten und Theotokisten gemischtes Kabinett. * Wie versichert wird, wurden die Verhandlungen mit dem geflüchteten Echwager des Sultans, Mahmud Bascha, bezüglich dessen Rückkehr beendet. Mahmud- Pascha hat telegraphisch gedankt und angezeigt, daß er demnächst mit seinen beiden Söhnen in Konstantinopel eintressen werde. Die amtliche Liste der neuernannten Reform- Kommission unter Borsiz Ferid- Baschas enthält unbekannte Namen. Es befindet sich kein Chrift unter ihnen Vermischtes. V[ Erinnerungen an die Gründerzeit] ruft der soeben erfolgte Tod Henry Quistorps wach, des Gründers der verrufenen Charlottenburger Vereinsbank Quistorp u. To. und zugleich des modernen Charlottenburgs, dessen Grundstein er in dem fashionablen Westend legte. Quistorp ist 70 Jahre alt geworden und in den ärmlichsten Verhält nissen gestorben, er, der früher in Westend wie ein Fürst auftrat und geehrt wurde. Quistorp war ein ,, Gründer" Genie, was schon daraus hervorgeht, daß die von ihm geschaffene Kolonie Westend auch nach dem Fall ihres Schöpfers so fräftig emporgeblüht ist. Nur hatte sich in seine Berechnungen ein verhängnisvoller Fehler eingeschlichen, er hatte die Entwickelung Berlins nach den großen, von ihm erworbenen Terrains hin um Jahrzehnte zu früh vorausgesetzt. Darum ging, als der große Krach" fam, auch das Quistorpsche Unternehmen tläglich zu Grunde und mit ihm Tausende von Existenzen, die an Quistorps Stern geglaubt hatten. Quistorp ging, nachdem er alles verloren sah, nach Paraguay, wo er eine Einwanderungsgesellschaft gründete. Als auch diese Gründung fehlschlug, ging er nach London, wo er eine Aktiengesell schaft gründete, die auch nicht florierte. Jezt kam er bettelarm nach Deutschland zurück, und war oft obdachlos, seine Frau, die jetzt in Schottland lebt, hatte sich von ihm scheiden lassen. Zwei seiner Söhne leben in Amerifa und einer ist im Jahre 1886 als Seekadett bei einer Bootsfahrt ertrunken. Eine Frau Welke auf Westend nahm sich schließlich seiner an und pflegte ihn bis ans Ende. Er versuchte immer wieder Gründungen ins Leben zu rufen, man hatte aber das Vertrauen zu ihm verloren. Zuletzt lebte er nur noch von den Unterstüßungen seiner Verwandten. Sein im vorigen Jahre verstorbener Bruder, der Kommerzienrat Quistorp, hatte zur Zeit das Westend zu Stettin gegründet und damit mehr Glück gehabt. [ Das verhängnisvolle Ni.sen.] Zu den am häufigsten vorkommenden Schauspielermiseren, so erzählt der bekannte Ernst Blum in seinen soeben erschienenen Erinne rungen, gehört die Lust zu niesen, die manchmal den Schauspieler auf der Bühne mitten in den pathetischsten Situationen befällt. Mein guter Freund, der Schauspieler Lassagne, ein ehemaliger Stern der Variétés und ein vortrefflicher Komifer, sagte mir einmal, daß dieses Mißgeschick ihm, besonders im Winter, dreimal wöchentlich passierte. Es schien gerade System darin zu liegen: im Laufe des Tages nieste er niemals, aber am Abend, im Theater, wenn er es am wenigsten erwartete, inmitten einer Tirade oder eines Kouplets, begann seine Nase ihn zu fizeln, und er mußte laut und flangvoll niesen, da er zu allem Unglück noch über ein recht sonores Niesen verfügte. Hinter den Koulissen schrie er dann gewöhnlich die Maschinisten an, die, wie er sagte, absichtlich die Türen und die Fenster offen ließen. Eines Abends, bei der ersten Aufführung eines Stückes, bas in einem tiefen Keller spielte, ließ er gerade in dem ernstesten Augenjam blicke eines Monologs, in welchem er darüber merte, baß er 20 Fuß unter der Erde eingesperrt sei, sein übliches Riesen fos: Schließen Sie doch bas Fenster!" rief er den Leuten hinter der Koulisse zu. Das war dann ein tolles Lachen im Saale, und dieses Lachen rettete das Stück. " zu meiner wenn irgend Sie die Sache in die Hand nehmen? Wissen Sie übrigens ber Arbeiter noch der Beamten fümmern können. 28ollen feit fein, und ich habe mich weder um die Engagements möglich im Juli ober August, soll bie Fabrik in Thätig Angelegenheit. Im Sommer, Sie find ein unprattifcher Mensch," rief Effer, bas Neueíte?" fuch ertonte: feln! Soll ich Licht bringen?" , Gewiß, mein heißt nur, wenn du sie wünschst. ich war mit meinen Gebanken beschäftigt." ,, Guten Abend, water- so allein und im Dun Junge, laß die Lampe bringen, das Ich brauche kein Licht, .m -" Beherecht feat find? Handelt nicht jeder danach? Blicke dich auf deinem den, Vater." trieb im Menschen steckt und eine gewisse crochtigung Lebenswege um, du wirst die gleichen Erscheinungen fin,, Du übertreibst, Leberecht. Daß der Selbsterhaltungses Jch reichte ihm das Stüdchen Karton. und jab es sich sehr genau an. Je länger er es betrachtete, einen um Er nahm fo berwun berteren und schließlich entfuhr ihm ein leiser Schrei. und befriedigteren Ausdruck nahm sein Gesicht an, • Marienburg wieder von Fenerdbrunft heimgesucht. Die altehrwürdige Hochburg des Deutschtums in der Ostmart, die sagenumwobene Veste des deutschen Ritterordens an der Nogat, Marienburg, ist zum zweiten Mal innerhalb zweier Jahre von Feuersglut verheert worden. Der Brand hat wieder an derselben Stelle, wie im Juli 1899, gewütet: in den sogenannten ,, Hohen Lauben", einer Straße, die an beiden Seiten mit Wandelhallen überdeckt ist, wie man sie z. B. in Bozen und in verschiedenen italienischen Städten, wie z. B. Bo'ogna findet. Die ,, Hohen Lauben" wurden 1899 fast völlig zerstört, doch die Opferwilligkeit der städtischen Behörden und der Marienburger Bürger hat diese Zeugen einer großen Vergangenheit wieder fast in derselben Gestalt hergestellt, in der sie seit Jahrhunderten romantischen Zauber über die Stadt verbreiteten. Jezt Taste das entfesselte Element wieder durch sie hin, und zivar in dem Teil, der 1899 verschont blieb, und richtete schweren Schaden an. Nur den äußersten Anstrengungen gelang es, die Gefahr des völligen Unterganges des stolzen Wahrzeichens Marienburgs zu beschwören. Ueber den Brand selbst verlautet: Das Feuer entstand in der Morgenfrühe in der Zuckerwarenfabrik von Dewit, verbreitete sich dann schnell auf die benachbarten Geschäfts. häuser und um 9 Uhr waren bereits 6 Häuser völlig zerstört und drei weitere standen in hellen Flammen. Die fofort angestellten Löschversuche, die von einem Hülfszuge ber Danziger Feuerwehr tatkräftig unterstützt wurden, blieben leider anfangs erfolglos, da infolge der herrschenben starken Kälte das Wasser in den Schläuchen gefror. Als es endlich gelang, das Feuer auf seinen Heerd zu beschränken, waren schon 11 Häuser dem feindlichen Element zum Opfer gefallen. Der Oberpräsident von Westpreußen, Delbrück, traf an der Brandstätte um 3/4 1 Uhr ein und überwachte in Gemeinschaft mit dem Bürgermeister von Marienburg und dem Landrat des Kreises die Rettungs. arbeiten. Y Mutter und Kind in Zwangserziehung! Man schreibt uns aus Berlin: Vor dem hiesigen Schöffengericht hatte sich ein 14jähriges Mädchen wegen wiederholter Diebstähle zu verantworten. Als der Richter das Kind fragte, was es mit den gestohlenen Sachen hätte beginnen wollen, antwortete die kleine zu allgemeinem entsegten Staunen: Ich wollte sie verkaufen, um mir für mein Kind Nahrungsmittel zu verschaffen. Es stellte fich dann heraus, daß das 14jährige Mädchen tatsächlich schon Mutter sei. Sie war von einem bekannten verheirateten Manne verführt und, als ihr Zustand entdeckt wurde, vom Vater verstoßen worden. Der Gerichtshof kam zu der Ansicht, daß der Kleinen die nötige Einsicht zur Erkenntnis der Strafbarkeit ihrer Handlungen gefehlt habe, sprach sie frei, überwies aber die kindliche Mutter mitsamt ihrem Kinde der Polizei zur Unterbringung in eine Erziehungsanstalt. Man fragt sich unwillkürlich. bei diesem traurigen Falle: Ist denn Elternliebe unnachsichtiger als die Strenge des Gesezes? Konnte der Vater der Unglücklichen nicht zu derselben Ueberzeugung gelangen, wie der Gerichtshof, daß seiner Tochter die Erkenntnis des Bösen, was sie getan, fehlte, um so mehr, als sie einem niederträchtigen Verführer in die Hände gefallen war? Konnte er die Aermste nicht verzeihend an sein Herz nehmen und ihr die Erziehung angedeihen lassen, die ihr jeßt der Staat gewähren muß, um sie zu kräftigen für den schweren Kampf des Lebens? Statt bessen wurde das schwache Geschöpf aus der schüßenden Etätte des Elternhauses erbarmungslos hinausgetrieben auf die Gasse, in den Sumpf der Großstadtgefahren, der fte unrettbar verschlungen hätte, wenn nicht preußische Richter ein warmes Herz in der Brust trügen. )[ Das Urbild der ,, Bagliacci.] Der italienische Komponist Leoncavallo erzählt in einer amerikanischen Monatsschrift seinen Werdegang. U. a. schildert er, wie die Fabel seiner bekannten Oper ,, Die Pagliacci" sich auf einem wahren Erlebnis aufbaue. In den ,, Pagliacci" ersticht bekanntlich der Held, der Direktor einer herumziehenden Schauspielertruppe, während er scheinbar nur feine Rolle in einer Burleske spielt, allen Ernstes seine ungetreue Frau und deren im Zuschauerraum befindlichen Geliebten. Leoncavallo hat der gleichen Szene selbst beigewohnt, als er fünf Jahre alt war. Man feierte damals in Montalto das Fest der ,, Madonna de la Sera". Ez fand ein großer Jahrmarkt statt, und der kleine Leoncavallo wohnte mit seinem älteren Bruder und einem Diener des Hauses einer Aufführung in einer Kunstreiterbude bei. Bulegt gab es eine Pantomime. Plötzlich sprang der Hauptschauspieler mitten in den Orchesterraum. Was war geschehen? Ich habe soeben meine Frau getötet," sagte er, indem er sein blutiges Messer abwischte. Ich habe in ihrer Tasche einen Liebesbrief gefunden." Dann stürzte er sich auf den Diener der Familie Leoncavallo und stach ihn mit den Worten: ,, Du hast den Brief geschrieben! Du warst der Liebhaber meiner Frau!" gleichfalls nieder. Der Mörder wurde verhaftet und einige Wochen später zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Leoncavallo's Vater nahm in seiner Eigenschaft als Richter an der Prozeßverhandlung teil. Das war vor 36 Jahren. Heute ist der ,, Pagliaccio" 80 Jahre alt. Als er das Zuchthaus verlassen hatte, wurde er Hegereiter bei einer reichen italienischen Baronin. [ Das Küssen gesetzlich verbieten] will ein Herr Dr. Ware in Virginia. Er hat allen Ernstes einen Gesetzesvorschlag eingereicht, der auf jeden Kuß eine Strafe von fünf Dollars seßt, wenn sich die beiden ,, Kontrahenten" nicht im Besitz eines von einem Arzt ausgestellten Gesundheitsscheines befinden. Der Kuß sei eins der fürchterlichsten Mittel zur Verbreitung der Infektionskrankheiten, namentlich der Atmungsorgane. Herr Dr. Ware hat ja so Unrecht nicht, aber ganz entschieden noch nie geliebt, sonst würde er wohl wissen, daß verliebte Leutchen durch alle nur erdenklichen Gesetzesvorschriften sich nicht von der süßen Uebertretung abhalten lassen werden. Schlimmstenfalls werden sie es machen, wie ein deutsch- amerikanischer Journalist, der sich folgendermaßen über Wareschen Vorschlag tröstet: 974 Fünf Dollar Strafe für Küsse Ach arme prosaische Welt! Nun ist auch vor diese Genüsse Der Gerichtsvollzieher gestellt. Doch mir macht das Bahlen nicht Dualen Mein Liebchen, ich kenn' meine Pflicht: Ich füß dich zu tausenden Malen, Denn Dollars hab ich nicht! Giessener Cagesnenigkeiten. ** Der Großherzog empfing am 6. Dezember u. U. den Landesgerichtspräsidenten Kulmann von Gißen, den Lehrer Rückert von Großen- Bus& und den Vorst her der Präporandenanstalt in Lich Wainer. ** Das Großh. Regierungeblatt Nr. 77, vom 5. Dez. enthält: Allerhöchster Erlas, betreffend die Bevoll mächtigung des Staatsministeriums mit der Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. 2c. " Persönlichkeiten aus der Provinz Heffen- Nassau, be Großherzogtum Hessen und den angrenzenden bayrischen, württembergischen, badischen und preußischen bat bet bem fich Menge berfamme bethäter, der au Gebieten statt, in der es sich um die Gründung und erben Rafenftieb Staiserpartei" handelt. Die neue Partet foll fell Organisation einer neuen politischen Partei, einer ständig durch Aufstellung von Kandidaten in die Wahlen Gin Unglüde f lag in der medi te fich, wohl in ung, bon der Ve borübergehenden Vertretung Sr. Königl. zum Reichstag und zu den Landtagen eingreifen und und erlitt bet fei des Großherzogs. Ernst Ludwig von Gottes Gnaden alle diejenigen Bevölkerungsfreise in sich aufnehmen, die en schwere äußere gesonnen sind, einerseits sowohl der Ueber- Agrarier, algte wurde fofort Da wir durch eine überseeische Reise für einige Beit auch andererseits den Sozialdemokraten entschloffen diet, wo er dann fd an der werden, so erteilen wir hierdurch auf Grund des Artikels 10 ** Befangenent des Ges zes, die Regentschaft betreffend, vom 26. März 1902 in Zoll, Kanals, Heeres- und Marinefragen zu unter den gewöhnlichen Unserem Staatsministerium Vollmacht, Uns für die Dauer übung Unserer Regierungsrechte zu vertreten. Wir ermäch stüßen. Unserer Abwesenheit aus dem Großherzogtum in der Aus- besonders geeignet zur Gründung dieser vielersehnten hat dies doch zu ma tigen zugleich Unser Staatsminist rium, wegen dieser Ver Mittelpartei, da nach Ansicht Derjenigen, welche fi on nun an findet nu tretung nähere Anordnungen zu treffen, insbesondere auch zu gründen wollen, überall Mißmut über die alten Montag und Donnersta bestimmen, daß die Vertretung in Angelegenheiten, die nach Parteien herrscht. Herr von Eckardtstein wird sich in Wagen zwischen K den Verordningen, die Organisation der obersten Staatsbetörde betreffend, vom 15. März 1879 und vom 1. August 1896 ausschließlich zu dem Gstä tekreis eines Uſerer Ministerien gehören, von diesem Ministerium wahrgenommen werden kann. Urf.ndl ch Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrücktem Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 3. Dezember 1902. Ernst Ludwig. ( L. S.) - Rothe. Dittmar. Gnauth. ** An die Zweite Rammer ist gelangt ein Antrag des Abg. Haas( Tarmstadt) und 44 Genossen, in dem gefordert wird, die stammer wolle eine Revision der landständischen Geschäftsordnung vom 17. Juni 1874 beschließen und zu diesem Zwecke einen Sonderausschuß wählen. Ein weiterer Antrag der Abgg. Molthan u. Gen. geht dahin, daß die Kammer die Regierung erfuche, angesichts der fortwährenden Zunahme trügerischer Ausverkäufe die Beamten der Staatsanwaltschaft und die Volize behörden dahin zu verstä digen, daß die Veranstaltungen solchertrügerischer Ausverkäufe nicht nur den einzelnen Mitbewerber, sondern große Gruppen bon Gewerbtreibenden und vielfach auch das Publikum schädigen und deshalb im öffentlichen Interesse von Amtswegen zu verfolgen und zur Anzeige zu bringen sind. Die Abgg. Ül ich u. Gen. haben beantragt: Die Kammer wolle beschließen, die Gr. Regierung zu ersuchen, den Ständen umgehend einen Gefeßentwurf vorzulegen, wonach die Wahlen zum Landtag auf Grund des allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahlrechts mit Proportionalsystem stattzufinden habe, und zwar unter Berücksichtigung folg nder besonderer Bestimmungen: 1) Wahlberecht gt ist jeder rechtsmündige, in Hessen an. sässige Reichsangehörige. 2) Die Gesamtzahl der Abge: ordneten ist dem Bevölkerungszuwachs derart anzupassen, daß auf je 20000 Seclen ein Abgeordneter zu rechnen ist. ** Disziplinarkammer Personalien. Die Notare Gch Justizrat Dr. Karl Braden in Mainz, Gch. Justizrat Hermann Jödel in Friedberg und Otto Hallwachs in Darmstadt tourden zu Mitgliedern, die Notare Justizrat Ferdinand Gallus in Darmstadt, Dr. Julius Reen in Wörrstadt und Ernst Metz in Nidda zu st Übertretenden Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare; die Notare Justizrat Dr. Karl Schüler und Justizrat Ernst Schmeel in Darm stadt zu Mitgliedern, die Notare Dr. Karl Klein ichmidt in Darmstadt und Otto von Brentano di Tremezzo in Offenbach zu stellvertretenden Mit gliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg, die Notare Justizrat August Metz und Hermann ag in Gießen zu Mitgliedern, die Notare Arthur Stahl in Bad- Nauheim und Ludwig Röm held in Gießen zu stellvertretenden Mitgliedern der Disziplinarkammer für die Notare der ProvinzOberhessen, die Notare Justizrat Heinrich Köhler in Osthofen und Justizrat Stail Wolf in Mainz zu Mitgliedern, die Notare Justizrat Peter Hubert in Oppenheim und Otto Schwarz in Worms zu stellvertretenden Mitgliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Rheinh ssen- sämtlich für de Zeit vom 1. Januar 1903 bis Ende Dezember 1905- ernannt. A Die Großb. Centralstelle für die Gewerbe in Darmstadt beabsichtigt, wie man uns mitteilt, in den Monaten Januar bs März fommenden Jahres erstmals Meisterkurse für Sattler von zwölf tägiger Dauer zu veranstalten, und zwar für Teilnehmer aus den Provinzen Stark nburg und Rheinhessen unter Leitung des Herrn Georg Küng in Zwingenberg und für die Teilnehmer aus der Provinz Oberhessen unter Leitung des Herrn Louis Völzing in Großfelda( Post Ehringshausen). Zu diesen Kursen werden nur im Großherzogtum ansässige Sattlermeister, aber keine unselbständigen Gehilfen zugelassen; eine Ausnahme kann nur bei einem älteren Meistersohn ge= macht werden, der dem Vater voraussichtlich bald im Geschäft folgt oder dasselbe bereits mitleitete. Das Unterrichtsgelo von 5 Mt ist zu Beginn des Kursus von jedem Teilnehmer zu entrichten 2c. Der erste Kurs wird vom 5. bis 17. Januar fommenden Jahres abgehalten. ** Eine neue politische Partei.( Die mittlere Linie.) Auf Veranlaffung des Legationsrats Frhen. v. Eckhardts stein, ehemaliger 1. Sekretärs bei der deutschen Bot. schaft in London, findet am 16. Dez. zu Frankfurt a. M. im Hotel Imperial eine Zusammenkunft einflußreicher Kandidat für den Reichstag aufstellen lassen. einem hessischen oder hessen- nassauischen Wahlkreise als ach den früh ren Erfo Angeb ht gut befegt fein. lich wird die neue Partei in allen Wahlkreisen de deutschen Reiches bei den nächsten Reichstagswahlen Hus hellen u Kandidaten aufstellen. ** Lich. Der Gro ** Am Samstag wurden in öffentlicher Sitzung ait ber krone des Berd des Großh. Amtsgerichts Gießen folgende Personen it gen: dem Hofgärtner welche im Geschäftsjahre 1903 als Schöffen zulben Didens: den Kam fungieren haben, ausgelost: Johann Menges 11. ner das allgemeine Ehre Großen- Linden, Bankier Konrad Diez- Gießen, Ober Ruscher Rabergfy, fäm förster Gustab Schneider- Trais a. d. L., Landwirt Fürften zu SolmsA Heintich Schrt- Steinbach, Schuhmacher Georg Schäfer ** Lang- Göns, 7. Steinbach, Landwirt Bernhard Schäfer- Annerod, Bau Beit und breit wird ma unternehmer Wilhelm Jung 1.- Klein- Linden, Prokurist ht Kenntnis nehmen. Großen- Linden, Kohlenhändler Adolf Fischer- Gießen, Bitte des Johannes Albert Heichelheim- Gießen, Landwirt Philipp Lug 6. meres Oberbeff n hind Landwirt Wilhelm Becker 10. Alten- Bused, Landwirt on Au Thurn und Top Christian Freitag 2.- Hausen, Landwirt Hermann Becker verwaltete sie mit ftarfer Burkhardsfelden, Landwirt Joh. vern 3.- Leibgestern, ihr den Namen„ Boilath Landwirt Johannes Teibel 3 Lollar, Landwirt Wilh. fie dies[ be? Daß sich die Belloff 2- Beuern, Kaufmann Louis Benner- Gießen, an Worten gung Müller Heinrich Christ Heuchelheim, Gastwirt Eduard Beamten alle fo wären!" Cordes Lollar, Landwirt Reinhard Wagner 1.- Großen teit betrieb fie eine gutgebe Bused, Landwirt Ludwig Hörr- Heuchelheim, Müller Gäfte zu bewirt n Geleg Joh. Philipp 12.- Steinberg, Landwirt Johann Georg Kaiser Wilhelm L., Bismar Philipp 5.- Wagenborn, Maurer Philipp Morg- Gr.- Bused, Georg Koch 1.- Gießen, Landwirt Kaspar Rau, Alten Käschändler Johannes Frey 2. Lang- Göns, Ingenieur Buseck, Gemeinde Einnehmer Christoph Vornals- Allen Gemeinde- Einnehmer dorf a. d. Lda., Landwirt Johannes Jung 2.- Saiben teich, Kaufmann Ludwig Kirchner- Wieseck, Schmied Johannes Kraushaar 1- Taubringen, Landwirt Philpp Rodenhausen 4.- Wieseed, Ocfonom Wilhelm Stig- Gießen Fabrikant Guido Günther- Gießen und Wagner Wilhel Lindenstruth 8.- Beuern. ** Der Bauer'sche Gesangverein hat mit seinem gestern Nachmittag in Stein's Garten abgehaltenen Lieder abend etwas Gediegenes geboten. Schäfer's Sonntagslied" war eine gut ge välte Einleitung des Abend und die folgende Nummer Die Mühle versyneit" erinnerte die Eisbienenen an die bestehende E 8- und Schneewitterung. Das Mest r stück des Abend war aber unstreitig das Lied: Den Toten vom Iltis". Hier waren der Dirigent Hrr Bolster und die Sängerschar voll und ganz bei der Sache. Die eine zelnen Nuancen wurden mit dem erforderlichen Accent ge geben und sichtlich stimmungsvolle Begeisterung in den Saal hineingetragen. Der Inhat dies& Liebes ist einfach er bebend. Nach einigen fleineren Nummern wurden - die In einem s eine seit langen Jah Preise von Mk, 300 Das Anwesen ist in 2 Wirtsc 1. Stock mehre 3. Stock Zum Hause ge Garten, Eiskeller, gr Pferde. Verbrauch Refl., nur Selbs Neuesten Nachrichter mieten. Kirchenpl. N Bogen des Beifalls nochmals gehörig in Ballung gebracht; Als Leichen fr „ Nachtzauber" von Storch war es, das solchen Applaus balt fich beftens empfohlen hervorrief, daß der Verein sich zu einer Extranummer ver- Frau Schuchard, Miter to stehen mußte. Die Animosität im ganzen Festsaal war die beste, Ep is'n und Getränke gut, furz wir fönnen sagen, Möbilites Zimmer zu es war ein genußreicher Abend in allen Beziehungen. nunmehr 13 Jahren gegründet wurde und jest in ihr ** Die Allgemeine Sterbekasse Gießen, welche bor 14. Geschäftsjahr tritt, besteht zur Beit aus 1106 Mit gliedern Dieselbe hatte im verfl ffenen Jahre einen Zuwachs von 131, einen Abgang von 14 Mitgliedern( 12 durch 13jährigen B.st h ne hat die Roffe 126 Sterbefälle unter To und 2 durch freiwilligen Austritt). Während ihres gliedern à 75 Ma t, an 15 à 100, an 24 à 120, an 23 ihren Mitgliedern gehabt und wurden hierfür an 15 Mt 12 à 210 Dtart, in Summa 18 365 Mart ausgezahlt. à 180, an 10 à 170, an 14 à 185, an 13 à 200 und an und ist mithin imstande, selbst in außergewöhnlichen Fällen Die Rass befigt einen Reservefond von 5007 Marf 42 fg. ihren Bert fl chtungen nachzufommen. fasse weder in der angenehmen Lage, vom 1. Januar 1903 - Auch ist die Sterbe Das Eintritte geld beträgt für eine Person: ab das Sterbegeld von 210 anf 230 Wart zu - im Alter von 16-25 Jahren Mart 1." " 25-30 1.50 A " 30-35 250 " A " M " " " " " 35-40 40-45 4.M 17 7." - erhögen. Bei der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefall beitrag bon 25 Pfennige zu zahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist der Kasse ein Beitrag von 25 Pfennige zu entrichten, welcher durch den Kassenboten gegen Du ttung erhoben wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist der Hrc Schneidermeister Georg Pfaff. Wauthorstraße 25, Herr Schuhmachermeister Seidewand, Teufelsluftgärtchen 20, sowie Herr Bureau Vorsteher Bruchhäuser, Bolfstraße 8, gerne bereit. M. Ein fleines Intermezzo hatte Samstag Abend mehreren Arbeitern, von denen wohl einer seinen der Kastanienverkäufer auf dem Seltersweg mit warmen Früchten zu nahe gekommen sein mochte. Gleich Giessen. Neuen Bäue 11, Richard Buchacker, staatlich tonzessionierte Koffefteur der Großherzogl. Hessischen Landes- Lotterie und Cigarren- Geschäft. en- Maffau, be en angrenzend batte sich bei dem sich entspinnenden Zwift eine schau von Hessen, Brinz Alexander von deffen und bei Rhein, preisen den Markt zu befahren, sondern in erster Linie bie und preußifde Gründung Partei, ein luftige Menge versammelt, und man sab schließlich, wie ber Miffethäter, der auch noch angetrunken schien, mit einem derben Nasenstieber sich heimwärts troute. Bartei foll Samstag in der medizinischen Klinit. en in die Wahle 1 eingreifen un aufnehmen, bi □ Ein Unglücksfall ereignete sich in der Nacht auf Ein Patient fürzte fich, wohl in einem Moment geistiger Umnachtung, von der Veranda des zweiten Stockwerkes berab und erlitt bet seinem Fall auf den gepflasterten Boden schwere äußere und innere Verlegungen. Der r- Agrarier, a Berlegte wurde sofort in die Chirurgische Klinik ber entschloffen di bracht, wo er dann schon furze Zeit nachher verstarb. Titit, namentlid Fragen zu unter ** Gefangenentransportwagen. Seither purden auf der Strede Frankfurt- Kassel die Gefangenen in den gewöhnlichen Wagen dritter Klasse befördert. Prinz Wilhem von Baden u. s. w. Sie war eine sehr wißige und schlagfertige Berson. Das mußte zu seinem Leidwesen im Jahre 1866 ein badischer Difizier, Adjutant des Prinzen Wilhelm von Baden, erfahren. Der Difizier, der von der Wutter Natur in puncto förperliche Vorzüge ziemlich sti fmütterlich behandelt worden war, betrachtete fich die dialle und stramme Frau in ihrer altüberkommenen Tracht( furze Röcke 2c.) mit Wohlgefallen und meinte schmunzelnd: Wie Sie, schöne Frou, denke ich mir eigentlich die Eva!"" Ich aber nicht wie Sie den Adam!" fam es schneidend zurück. Der Tod hat sie gestern Morgen nach nur kurzem Leiden ereilt, die tapfere„ Postka hrin". 1. Niederbreitenbach, 6. Dez. Am Icgten Donnerstag hielt Herr Obstbautechniker och Friedberg Frucht bei der Fütterung des Viches und der Schweine zu verwenden, denn hier wird sie ihm weit besser bezahlt. ** Köddingen, 6. Dez. Unser Kriegerverein hat von einer Bonner Fahnenfabrit eine Fahne für 310 Mart, lieferbar am 15. Januar 1903, fäuflich erworben. Bon auberen Firmen hätte er eine solche viel billiger beziehen fönnen, jedoch enisprachen diese nicht in ihrer Güte. An Staisers Geburtstag soll sie eingeweiht und sollen zu diesem Afte auch die Nachbarvereine eingeladen werden. fönnen den jungen Verein zu diesem Schritte nur beglückwünschen, denn eine Fahne giebt dem Verein erst den rechten Halt und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit. ** Dieburg, 5. Dez. In Münster bei Dieburg starb fürzlich in der Rochusanstalt eine ledige weibliche Person, Wir thält man fir Wenn wohl auch cig ne Abteile für sie reserviert waren, in der Wirtschaft des Herrn Karl Schach einen Vortrag die ihr Leben lang redlich gedient, dann ihre Sparer bielerjebne so hat dies doch zu manchen Unzuträglichkeiten geführt. über Obstbau 2c., mit daran anschließender Ver lofung pfennige aufgezehrt hatte und schließlich in die genannte en, welche fi Bon nun an findet nun die Beförderung in besonders ber die alte gebauten Gefangenentransportwagen statt. An jedem ein wird fidh i Montag und Donnerstag, den Hauptschubtagen", laufen die Wagen zwischen Kassel- Wehlheiden und Frankfurt. von Obstbäumen. In leichtfaßlicher Weise verbreitete sich Redner eingehend über diejenigen Apfelforten, die fich namentlich für unserere Gegend am besten eignen. Herr Bürgermeister Kaspar dankte dem Vortragenden Wahlkreise a Nach den früh ren Erfahrungen werden sie faßt immer für den interessanten Vortrag. affen. Angel recht gut befeßt sein. Babltreisen de Georg Schäfer ** Lich. Der Großherzog hat das Silberne Kreuz ** Helpershain, 6. Dez. Donnerstag Nachmittag 1 Uhr bewegte sich durch unser Torf ein Trauerzug. wie man ihn hier noch selten gesehen hat. Unser Ortsbürger Herr Karl Sharmann wurde nach seiner letzten Ruhestätte geleitet. bei dr tieftrauernden Gattin und den überlebenden Eltern. Die ganze Gemeinde nahm innigft n Anteil an deren Schmerz, ein Bichen, daß der Heimgegangene sehr beliebt war. Der Strieg verein feuerte drei Ehrensalven ab. Möge ihm nach largem qualvollen Leiden eine sanste Ruhe beschieden sein! hstagswahle Aus Helfen und Nachbargebieten. tlicher Sigung mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Groß- Der Kriegerverein schritt unter gedämpften Trommelschlägen ende hoffen& felben Dibens: Rammerbiener Mulch und Lippold; hinterläßt eine Witt ve mit zwei noch unerwachsenen Kindern. Menges 11 ferner das allgemeine Ehrenzeichen: dem Lakai Ludwig und Er war das zweite und legte Rimb, bas Die trauenben Bießen, Ober bem Stuſcher Stabebly, ſamt ich in Dienſten or. Durchlaucht Eltern in's Grab finlen s hen. Darob' auch großer Schmerz L., Landwir bes Fürften zu Solms- Hohensolms- Lich verliehen. ** Lang- Göns, 7. Dez. Tie„ Posttothrin" ist tot! Unnerod, Bau Weit und breit wird man mit Betrübnis von dieser Nach: ben, Profurift richt Kenntnis nehmen. War sie doch weit über die Grenzen Shilipp Lug 6. unſereg Oberbeff n hinaus refannt, die resolute Frau, Fischer- Gießen Wittwe d- 3 Johannes Rompf XII.' Ueber 40 Jahre, also ed, Landwir schon zu Thurn und Toris's her Brit, bis zu ihrem Tode rmann Bede verwaltete sie mit starker Hand die hiesige Poststele, wis 3.Leibgeſten ihr den Namen„ Boſtfatbrin" eintrug. Und wie verwaltete ndwirt Will sie dies be? Daß sich die Oberbeamten zu den anerkennenenner- Gießen bin Worten gezwungen saben:„ Ja, wenn nur unsere stwirt Eduat Beamten alle so wären!" Neben ihrer poralischen Thätiger 1.- Broßen feit betrieb sie eine gutgehende Restauration in der sie hohe heim, Mülle Gäste zu bewirt n Gelegenheit hatte, u. A. den späteren Johann Geor Raiser Wilhelm I., Bismarck, Moltfe, den leg en Kurfursten org- Gr.- Bused ns, Ingenieu Rau, Alten Vornals- Allen ng 2.- Barben fed, Schmiel birt Shilph Riz Bießen ner Wilhelr at mit feiner altenen Lieder Sonntagslied und die folgend Die bienene Das Mestr D:, Den Toten rr Bolster und ache. Die ein hen Accent ge ng in den Saal ift einfach er wurden di ** Helpershain, 6. Dez. Erst in diefer Woche ist unsere Dampfore schmaschine mit dem Ausdreschen der Ernte feit g geworden; fie bat auch längere Zeit auf den Nachbarorten gedroschen. Trezdem ist dieses späte Dreshen ein deutlicher Beweis für den diesjährigen reichen Ernt segen. Ganz besonders ift man überall des Lobes voll über den reichen Körners gen. Für den rechnenden Landwirt muk nun die richtige Verwertung seiner Frucht eine Haupt. Dufgabe sein; nicht um etwa damit bei den billigen GetreideIn einem schönen Orte in nächster Nähe zweier Industriestädte ist eine seit langen Jahren bestehende, sehr gut gehende Wirtschaft zum billigen Preise von Mk. 30000 zu verkaufen bei einer Anzahlung von 6-7000 Mk. Das Anwesen ist in gutem Zustande, besteht aus Parterre: 2 Wirtschafts- und 2 Privaträumeu nebst Küche; 1. Stock ein grosser und ein kleiner Saal, sowie mehreren Zimmern: 3. Stock 3 grossen schönen Wohnräumen. Zum Hause gehörend sind ein anstossender 2000 Quadratmeter haltender Garten, Eiskeller, grosser Hof, Kegelbahn, Scheuer und Stallung für mehrere Pferde. Verbrauch 250 Hekto Bier, sehr viel Branntwein und Cigarren. Refl., nur Selbstkäufer wollen sich gefl. wenden an die Exp. der ,, Giessener Neuesten Nachrichten" unter S. S. 77. ung gebracht Als Leichen frau chen Applaud hält sich beftens empfohlen la. Nusskohlen, ranummer ver Frau Schuchard. Afterwea. 7. fret ans Haus, billigst en Feftfaal wat fönnen fagen, ebungen. en, welche vor b jest in ihr 81106 Mit einen Buwach ern( 12 burd Während ihres terbefälle unte r an 15 M à 120, an 23 à 200 und an ausgrzablt. Marf 42 Big hnlichen Fälle gift bie Sterbe Januar 1905 f zu erbögen 1.1.50 250 4.7.Sterbefallbeitrag öbitites Zimmer zu ber mieten. Kirchenpl. Nr. 6. Sterbefall eine 25 Binnige Argen Du ttung Fragen ft be thorftraße 25 uftgärten 20 Wolfftraße 8 metag Abend tersweg mit einer feiner Codhte. Gleid Neuen Bäue 11, Richard Buchacker, Giessen. staatlich konzessionierte Kollekteur der Großherzogl. Hessischen Landes- Lotterie und Cigarren- Geschäft. Emil Piñtor Nachfolger, Marktstraße 10. Wer Weiss Was sparsame Hausfrau. Anstalt gekommen war. Da sie nichts hinterließ, womit die Beerdigungskosten bestritten werden konnten, wurde die Leiche furzer Hand in einen Bretterkaften ge packt und nach Gießen in die Anatomie geschickt. Ist das recht? Homburg v. b. H, 7. Dez. Unser Reichetagsab. geordneter Dr. Müller- Fulda( Centrum) teilte in einem Briefe an den Oberbürgermeister Dr. v. Marg mit, daß er zum nächsten Reichstage eine Kandidatur nicht wieder annebmen werde. Gestorbene. Am 6. Dezember. Raspar Bott, 69 Jahre 8 Monate alt, Taglöhner dahier. Beerdigung: Dienstag den 9. d. Mis., nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstr. 26, au3. Warttbericht. * Buzbach, 6. Dezbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt foftete Butter per Pfd. 1.10-0.00 Mt., Käfe per Pfd. 42-45 Pfg. Gier 1 Stück 9 Pfg. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchbruderei( gegr. 1783); Mir die Redaktion verantwortlich: Albin Klein.( ieken. Vergeßt die hungernden Vögel nicht! Wunderbare Heilkraft besitzt die Electricitär. Bei förperlichen Leiden und männ lichen Schwäche us änden schreibe man an die Firma Guftev v Mayenburg is Heidenau Dresden, welche umsonst und franko das 48s it. Puch über die elektrische Selbstbehandluna mit d. preisge'rönten. herrlich bewährten elektrischen Jaduction maschine( Breis 24% und 282 Mr.) zuschict. Tausende glänzender Anerkennungen. Hajen stets frisch geschossen, empfiehlt Wildprethändl. Ebel, Rittergasse 11. Gutes Pianino , WUK" für die' Küche bedeutet? Jede Intelligente und WUK verleiht jeder einfachen Suppe jed. Sauce j. Gemüse reinsten, kräftigsten zu verkaufen. Näh. Wiener Hof. Tüchtige Einlegerin Fleischbrühe- Geschmack und ist dabei so wohlfeil, dass selbst dem bescheiden- ten Haushalt seine ständige Anwendung möglich ist.( Grosse Ersparniss bei den jetzigen theuren Fleischpreisen.) Der Würz- Und Kraft- Extract ist schon in Probebüchsen fofort gesucht. für 25 Pfennig überall zu haben. Verlenigte Nährextract- Werke Dresden. Gießener Neueste Nachrichten bermittelt Vertretung und Engross- Lager Reiche Seirat Chr. Ludwig Thomas, Giessen, Bahnhofstrasse 37. I. Mitteldeutsche Staatslotterie( helf. Thüring. Staalslotterie) Biehung II. laffe( 2. Tag) 6. Dezember 1902. Alle Nummern, neben weichen nichts bemerkt ist, sind mit 100 Marf gezogen. ( Ohne Gewähr.) 86 147 404 818 34 96 722 919 70 1011 46 111 230 65 356 477 616 738 63 779 857 974 2181 257 300 51 60 90 559 714 55 900 34 39 3001 50 59 73 163 234 392 510 64 700 834 63 912 72 4064 256 316 86 441 553 657 874 5127 95 295 316 25 561 86 730 54 80 926 6029 142 81 96 233 306 66 497 555 759 805 43[ 200] 45[ 150] 7108 85 95 400 u. e. Pr. v. 50 000 261 306 57 403 548 85 665 822 33 63 95 922 38 60 8000 58 60 153 63 208 9 13 64 1200] 337 57 560 70 743 86) 903 5 23 57 69 80 90[ 200] 9089 308 465 558 59 94[ 150] 713 63 85 811 65 74 908 54 10000 48 82 100 30 39 225 63 324 466 90 95 96 662 77 765 990 11008 117 236 89[ 300] 356 467 72 519 48 89 644 709 96 839 901 10 26 60-91 12064 70 260 365 475 534 64 67 642 89 707 868 993 94 13002 75 135 263 326 79 425 546 617 60 805 935 46 14060 79 115 28 47 77 266 90 559 656 746 51 62 72 909 40[ 150] 74.82 15022 80 100[ 300] 313 71 469 88 544 56 84 88 636 51 77 89 749 806 983 16050 55 68 334 429 528 718 20 63 65 66 806 81 995 99 17015 27 78 134 216 19 301 79 512 49 79 651 798 996 18006 79 87 88 340 46 83 472 516 28 79 93 653 89 849 89 917 19010 93 254 445 622 40 722 67 838 47[ 150] 87 977 20043 77 93 290 405 84 580 614 730 928 61 66 21038 56 68 111 43 353 435 44 509 654 22022 48 52 64 67 181 89 385 95 443 639 735 48 77 98 841 23008 105 47 56 94 242 52 343 45 70 77 539 55 769 804 24155 220 303 47 418 21 27 41 51 506 639 96 99 750 97 806 36 48 99 1000] 935 84 25205 342 462 589 643 56 706 83 89 839 909 67 26093 224 25 33 57[ 150] 450 801 13 27117 37 334 476 519 56 74 87 93 635 715 97 986 28002 191 309 34 83 97 491 606[ 200] 721 73 839 49 74 902 39 42 56 29019 28 61 72 133 80 85[ 150] 92 272 330 424 42 562 667 78 94 708 84 959 64 71 30036 39 262 379 83 491 556 724[ 200] 901 34 35[ 200] 54 31122 62 68 79 88 209 39 313 68 408 81 520 40 659 790 801 24 70 965 32047 81 170 207 47 57 58 91 335 432 536 56 67 643 732 817 36 74 89[ 150] 902 22 50 58 93 33014 128 247 95 526 74 649 715 91 881 93 920 85 34014 29 81 101 265 340 88 482 524 625 738 60 876 916 52 35033 85 241 303 53 68 91 450 516 71 665 67 98 804 6.927 36007 40 48 71 186 73 285 396 404 522 87 680 758 826 909 92 37099 166 200 38 507 35 67 90 657 71 738 93 974[ 150] 38039[ 150] 80 83 291 93 391 558 606 49 767 71 76 887 89049 52 184[ 150] 230 56 82 84 302 401 56 76 89 531 68 924 63 40009 90 99 104 38 51 231 307 99 432 644 754 69 89 883 41166 96 237 96 331 58 454 79 560 600 722[ 200] 49 834 901 8 42040 102 57 212 341 448 551 70 725 52 850 906 87 43048 113 229 317 64 554 603 81 725 847 91 941 54 44001 92 100 15 61 236 318 53 528 690 763 851 55 997 45021 156 220 322 31 405 80 561 615 19 700 22 809 46187 71 80 221 372 98 96 416 17 573 622 98 714 857 997 47030[ 150] 61 162 414 47 664 718 96 829 Bureau Krämer, feipzig Brüderft.6.Auskunft gegen 30 Vfa. Salatkartoffeln prima gelbe Mäuschen Peter Berg, Brandplag 14. XXXX XXXX Stadttheater Gießen. Dienstag, den 9. Dezember 1902 4. Yolksvorstellung. Die Großstadtluft. XXXXX 81 95 97 48058 111 262 72 314 54 59 445 503 10 15 49 82 602 50 730[ 200] 54 808 49001 11 75 85 104 13 46 201 354 433 39 505 26 740 42 50 820 84 976 77 50092 93 198 330 81 571 656[ 200] 90 783 813 44 903[ 200] 39 50 64 80 51110 99 204 7 58 343 70 401 62 653 98 715 33 34 63 844 99 947 52077 121 242 66 347 53 458 544 668 771 72 829 998 53130 31 43 231 672[ 150] 90 814 26 97 54209 69 814 64 408 53 82 533 44 84 707 828 34 42 905 31 55163 249 331 95 494[ 150 568 89 696 746 90 855 59 76 925 56136 39 293 429 518 629 96 726 803 9 22[ 150] 64 66 73 98 57071 211 24 65 322 46 477 518 44 613 63 85 92 725 78 885 957 58023 299 379 417 531 45 612 32 47[ 400] 91 707 22 801 46 936[ 300] 37 68 59317 69 426 50 53 595 647 742 88 833 901 25 27 79 60078 122 237 311 68 571 603 25 85 98[ 300] 702 876 980 98 61278 457 75 592 631 83 717[ 200] 53 62012 199 245 95 610 13 773 88 834 87 49 63004 92 118 51 66 250 313 419 27 31 514 616 33 54 890[ 150] 934 90 64007 28 49 177 241 74 96 336 57 467 80 593 959 71 84 98 65017 46 51 247 547 92 93 630 59 62 77 840 90 991 66003[ 3000] 54 84 309 19 697 798 890 988[ 150] 67058 231 84 326 476 515 32 91 753 804 53 91 [ 150] 932 68041 129 209 64 312 83 96 408 55 514 70 750 912 58 69266 98 330 32 82 606 23 69 784 848 70037 71 177 239 83 310 405 75 82 693 819 34 38 61 981[ 5000] 71024 83 139 259 334 83 406 82 517 631 708 32 50 811 45 921 72046 67 72 95 174 99 224 93 351 413 610[ 400] 746 862 65 95 906 44 63 73089[ 150] 105[ 150] 57 217 25 363 487 543 76[ 300] 768 831 918 74169 80 243 77 78 308 65 400 25 51 519 648 59 762 925 37 75059 77 107 255 343 45 52 89 457 82 503 11 90 820 65 911 89 76143 63 351 88 547 59 613 27 708 90 91 803 17 60 900 17 46[ 150] 98 77049 54 189 319 496 509 16 693 723 78 84 88 98 894 99 78031[ 150] 35 180 252 339 70 434 37 598 618 71[ 200] 729 802 6 22 71 77 915 79108 82 259 396 426[ 200] 58 62 71 527 47 659 763 96 802 25 39 936 80032[ 200] 62 282[ 150] 331[ 150] 42 466 94 558 698 851 946 81010 186 355 86 427 69 93 95 611 95 96 701 22 23 81 821 82 948 57 82016 294 300 96 439 63 69 658 722 74 93 808 41 83010 15 27 104 52 70 263 70 92 537 44[ 150] 658[ 200] 77 703 25 39 49 72 842 85 900 48 84071 139 228 339 84 405 520 617 723 28 835 913 33 85071 105 228 348 82 447 48 94 566 601 58 88 722 801 80 944 69 71 91 95 86064 154 255 312 440 523 54 628 52 786 98 806 909 87031 58 101 76 219 28 58 472 506 718 848 949 88111 76 93 95 201 64 72 84 507 57 691 907 75 79[ 300] 89056 93 132 67 356 417 37 68-519 32 624 42 85 800 41 61 943 76 90027 151 451 96 515 668 825 43 91098[ 2000] 104 200 56 67 504 14 789 44 66 89 92000 22 23 50 78 94 108 14[ 400] 15 30 88 98 297 308 64 451 72 88 534 63 668 717 20 48 56 810 910 93100 1000 2 6 234 52[ 300] 464 521 59 793 99 81 94007 16 48[ 200] 113 70 78 222 74 816 78[ 150] 87 452 519 733 51 909 95 95152 284 807 87 63 410 99 568 75 610 45 757 64 92 871 927 96061 62 120 94 298 803 7 51 75 411 45[ 150] 506 18 80 86 619[ 300] 54 762 815 26 88 902 86 96 97107 218 416 548 677 708 39 41[ 150] 85 87 807 20 27 58 67 97€ 98115[ 150] 21 46 77 98 232 844 547 706 14 80 836 82 967 70 99012 24 183 64 66 96 203[ 150] 87 884[ 150] 404 40 598 604 15 18 44 757 68 86 818 29 931 Bekanntmachung. Nachstehendes Drtsstatut wird hiermit öffentlich bekannt gemacht. Gießen, am 5. Dezember 1902. Der Oberbürgermeister: Mecum. Ortsstatut. Auf Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung vom 23. Oftober 1902 wird mit Genehmigung Großh. Ministe riums des Innern vom 22. November 1902 zu M. d. J. III 7753 für die Provinzialhauptstadt Gießen auf Grund des § 33 der Reichsgewerbeordnung und des§ 47 der Großh. Berordnung vom 22. September 1900, betreffend den Vollzug der Gewerbeordnung bestimmt: § 1. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Diejenigen hiesigen Einn ohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember 1. I. entweder schriftlich oder mündlich in Selbstperson bei der unterzeichneten Stelle anzeigen. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert sonst auch im folgenden Jahre und zwar so lange fort, als diese Anzeige versäumt wird. Gießen, 6. Dezember 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Nachdem die Stadtverordneten- Versammlung in ihrer Sigung vom 13. v. Mts. die Fests Bung der StraßenfluchtIn der Gemarkung Gießen soll die Erlaubnis zum Beinie auf der Süd- Ostseite des Slterswegs zwischen den triebe einer Gastwirtschaft sowie zum nicht nur vorübergehenden Häusern 57 und 77 beschlossen hat, bringen wir dies in Ausschänken von Wein, Bier oder anderen geistigen Getränken Gemäßheit des Art. 5 der allgemeinen Bauordnung mit dem rur dann erteilt werden, wenn ein Bedürfnis hierfür vor- Stadtbauamt offen liegt, und daß Einwendungen gegen den vor- Bemerken zur Kenntnis, daß der Plan 14 Tage auf dem handen und nachgewiesen ist. selben bei Vermeidung des Ausschlusses innerhalb der Offen Das Drtsstatut tritt am 11. Dezember 1902 in Rraft. legungsfrist bei der unterzeichneten Behörde anzubringen sind. Gießen, am 5. Dezember 1902. Gießen, 2. Dezember 1902. § 2. Der Oberbürgermeister: Mecum. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 29. November bis 6 Dezember 1901 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 gold. Zwide und i wollenes Tuch; verloren 1 gold. Damenuhr, 1 Portemonnaie mit J balt, 1 Manschettenknopf mit Monogramm G. H. und 1 Bier- und Weinzipfel. Zugelaufen ist: 1 junger Hahn. Entlaufen ist: 1 schwarzer Dachshund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen Gießen, 6. Dezember 1902. Großherzogliches Polize amt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Wolfftraße, Landmannstraße und der Licherstraße wird hier m Die unterm 23. Oftober 1. Js. angeordnete Sperre be aufgehoben. Gießen, den 5. Dezember 1902. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Junger Wagnergefelle welcher seine Lehrzeit erst fürglid beendet, sucht Stellung. Off a Konrad Wedemann, Eberstadt( Oberb.) Brodpreise bom 7. bis 9. Dezember. Der biefigen Bäcker. 986 Montan, 8. Dessische Dezember Familienzeitur Tägliche Unterhaltungs- Beilage Theater- Verein. Kriegerverein 4. Vorstellung: Freitag, den 12. Dezember. Dr. Klaus, Luftspiel von L'Arronge. Lubowski: Herr Schmasow vom Königl. Hoftheater in Kassel. Ende gegen 10% Uhr. Monatsversammlung Mittwoch, den 10. Dez. 1902, abends 8 Uhr im Vereinslokal Restaurant Bavaria: Vortrag des Kameraden Selzer über Die Belagerung der Gesandschaften in Peking. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Die Tageskarten bei Ernst Challier und an der Kasse zu Mr. 5, 4, 3, 2.( Mitglieder 50 Mitglieder der hiesigen zur Kriegerfameradschaft Hassia gehörigen Vereine sind kameradschaftlichst eingeladen. Anfong 8 Uhr pünktlich. Bfg. Ermäßigung.) Studentenkarten bei E. Challier Mt. 1.50, an der Kasse Mt. 2. Außerordentl. Generalversammlung| der Gewerbebank zu Gießzen. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Die Mitglieder unserer Genossenschaft werden zu einer außerordentlichen Generalversammlung Donnerstag, den 18. Dezember 1902, abends 81, Ahr, im Saale des Café Leib mit der nachstehenden Tages- Ordnung ergebenft eingeladen: 1. Pensionierung von Beamten bezw. Witwe derselben. 2. Wahl und Anstellung der Vorstandsmitglieder. Gießen, den 6. Dezember 1902. Winter- Schube und Stiefel find in großer Answahl eingetroffen und empfehle Damen- Filz- Pantoffet m. Ledersohlen von Mt.0.65 an. " " " " " " abgesteppt mit Absag "" 1.00 125 " " " Leder- Pantoffel mit warm. Futter schwarz, braun, rot, von Mt. 2.75 an. ,, Filz- Stiefel m. Besatz u. Absah ,, Herren- Pantoffel " ,, Halbschuhe ,, Schnürstiefel " Schnürstiefel Box Calf " Arbeitsschuhe 19 " " 2.75 0.80 " " 375 " " " 4.50 " " " 8.00 " " " 4.50 " " Große Auswahl in allen Sorten Tanz- u. Gesellschaftsschuhen. Marktstr. 9, L. SÜSS, Wettergasse. Alleinverkauf der berühmten Herz"-Schuhwaren. = Soeben beginnt su erscheinen:= Meyers 1,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. 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Signor Francesco ponierte Der König fand an seinen Kompositione fo viel Gefallen, daß bie Guitarre bald das Lieblingsinstrument ber vornehmen englischen Gesellschaft wurde. Man fonnte ebenso ficher fein, im Boudoir der Schönen telchen Mouches zuarabande, welche alle Welt entzückte namens Francesco, welcher ein ausgezeichneter eine Guitarre, wie ein Tiegelchen Rouge und Spieler war. Am Hofe des galanten start gab es einen Italiener eine finden. namentlierzweiflung brachte, denn die ganze Schächuitamel= Die graft PAUS DEM REICHE DES WISSENS anlage der Welt wird demnächst Ein elektrisches Riefenwerk.