Nr. 129. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 7. Juni 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pf., fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 000000000000000000000000000000000000000000000 Was bieten die„ ,, Giessener Neueste Nachrichten" ibren Lesern? Die„ Gießener Neueste Nachrichten" wollen zur politischen Aufklärung Jedermann beitragen und die Interessen aller Stände, vornehmlich die Interessen des gesamten Bürgerstandes und der wirtschaftlich Schwachen vertreten. Die„ Neuesten Nachrichten" dienen keiner ausgesprochen politischen Partei, aber weniger dem Interesse eines Einzelnen. Die„ Gießener Neueste Nachrichten besprechen in zahlreichen Original- Leitartikeln und einer sorgfältig ausgearbeiteten politischen Rundschau die politischen und wirtschaftlichen Tages- und Zeitfragen in unabhängigem Sinne und Geiste. Täglich werden der Redaktion die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt durch eins der größten Depeschen- Bureaus auf dem sichersten und schnellsten Wege übermittelt. Bahlreiche Korrefpondenten aus dem gesamten Verbreitungsgebiete unferes Blattes teilen alles Wissenswerte in volkstümlicher und kerniger Form mit, decken vorhandene Mißstände auf und geben so ein interessantes und treues Spiegelbild des ländlichen Lebens.- Im lokalen Cell werden die Tagesneuigkeiten zur Kenntnis gebracht, kommunale Fragen und Wünsche besprochen, die Erscheinungen des Vereinslebens registrirt, über die Stadtverordnetenfitzungen unterrichtet. Das künstlerische Leben unserer Stadt: Theater, Konzert 2c. wird in eingehenden Besprechungen verfolgt. Vorzügliche Romane, Feuilletons aus allen Gebieten, praktische Mitteilungen verschiedenster Art, juristischer Fragekaften, allgemeiner Briefkasten bleten des Unterhaltenden und Belehrenden eine Fülle. In den Beilagen: - Oberbeffische Familienzeitung( täglich) kommen vorzügliche Romane zum Abdruck, dabei ist für unsere Kleinen eine Nätselecke mit eingefügt. Backende Gedichte werden die Leser ebenfalls darin finden. Die Giessener Seifenblasen( wöchentlich) sorgen für den nötigen Wiz und Humor und in Ser Oberbeffischen Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau( wöchentlich) finden unsere Landwirte und Gartenbefizer reiche Anleitungen und Belehrungen für die Bewirtschaftung ihrer Ländereien und für die Haltung aller nüzlichen Haustiere; den schädlichen Tieren wird zur passenden Zeit ein Wort für deren Vernichtung und Bekämpfung geschrieben. Unablässig ist die Redaktion der„ Gießener Neueste Nachrichten" bemüht, den Kreis des Gebotenen zu erweitern, ausgehend von dem Gedanken, daß für das Volt das Beste gut genug ist. Man abonnirt für 60 Pfg. pro Monat bei freier Zustellung( incl. der drei Beilagen) bei unsern Trägern, in der Expedition, Gießen, Neuens weg 28, oder bei der Post. Die Redaktion der ,, Giessener neueste Nachrichten". Er begann fich das Glück auszumalen, bas er nun ges nießen könnte, went. fobiefes verwünschte Wenn! Daß Er doch nur die Stirn blutig geschlagen. bätte mit dem Stopf bawider anrennen mögen, und hätte fich man daran nicht viitteln konnte, nicht tämpfen dagegen Falfner sprang aus dem Bett und drobte mit geballten Fäuften und fnirschenden Zähnen ha + war gegeben? bas? Hatte es Es überwältigte ihn. Seuchend entrang sich der tem feiner Bruft. Er form zurückgefahren, und seine Sände frampften sich um die Lehne. Wie ein scheues Tier war Falkner bei den Worten Helmas ein 3erwürfnis zwischen den Beides beberrichen. glücklich sein konnte. Er mußte sie entbehren lernen, da er Daß er sich doch mit der Achtung auch die Liebe bätte aus müssen, wenn sie aus Leidenschaft wieder schwach geworden wären. Aber er hätte ia fie und sich aus tiefſtem Herzensgrund verachten Und trotz allem verzehrte er fich vor Sehnsucht nach ihr. mit ihr nicht mehr 2ther das waren die Sin .Ganz gut". Er verſtand nur mütigem Blid auf sich gerichtet zu leben. Schmerzlich fragenden Augen, und er mußte sich abwenden, seine antwortete fie stets mit einem matten Nicken und einem leiſen nie ein Wort zu ihm. Auf seine Fragen nach ihrem Befinden nicht extragen. Ihre großen, offenen Augen mit fo unfäglich schwer zu wohl die Sprache dieser traurigen, Sie sprach von selbst D Trotz der arbeitsreichen Sommermonate gehen uns zahlreiche neue Abonnenten zu; ein Beweis, daß die Bevölkerung mit unserem Beginnen zufrieden ist. Für weitere treue Unterstüßung sind wir sehr dankbar. Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachbruc verboten.) Einige von den Kirchgängern kommen zurück, während sie am Brunnen beschäftigt ist. Der Schulmeister versieht den Gottesdienst auf der kleinen Insel und hält sich nicht zu lange damit auf. Vom vielen Grüßen sind die Heimkehrenden nicht Freund, üben und drüben in ihre Häuser, ohne seitwärts zu fie ge blicken. Die legten sind eine alte Frau und ein junger, stattlicher Seemann. Sie müssen hart an Geerteerd vorbei, welche auf dem Rückwege ist, denn ihr Haus ist dem von Maniel Hay benachbart. Hochachtend Redaktion der Gießener Neueste Nachrichten. Kommst Du zum Abend an den Strand? raunt er ihr noch| kecksten singt den Endreim eines Matrosenliedes in den Wind zu, eh er sich dem Hause zuwendet. Sie wirft den Kopf zurück. Mir verbietet es keiner- Du mußt erst fragen. hinein. Als die drei Dirnen auf's Neue dem Plaz gegenüber sind, wo Geerteerd sigt, sagt die Eine: Eie thut wieder beDann geht sie rasch vorwärts. Als Maniel das leise Ge- sonders! räusch ihrer Tritte hört, blickt er wieder auf. Weißt Du, warum Edo Finnink jeden Tag hier steht? fragt er, ohne seine Pfeife zwischen den Lippen hinweg zu nehmen. Kann mir's denken! giebt sie gleichgültig zurück und tritt in die Hausflur. 2. So lange die kleine Zahl von Badegästen, welche alljährlich nach der Insel kommen, die früher, eh' die Sturmfluth sie halb ins Meer riß, ein gesuchtes Nordseebad war, den Strand belebt, meiden ihn die Insulaner. Die nicht Weil sie die Reichste ist, wirft Anne hin, die Kleinste und Besitzloseste unter ihnen. Meerie, die hübscheste, hebt den blonden Kopf und schaut in der Richtung aus, von wo man gewöhnlich vom Dorfe her kommt, und seufzt leise. Sie wartet auf Jemand. Greit hat die rascheste Zunge und fällt wieder ein, Edo Finnink geht Geerteerd nach. Die Burschen sind, das Stehenbleiben der Mädchen für eine Absichtlichkeit haltend, näher gekommen. Clas Duwe, der mit einem englischen Schiff schon in Westund Ostindien gewesen ist, ruft ihnen zu: Wollt wohl zum Abend Die Frau sagt auch nichts, aber ihr Begleiter zögert ein wenig. nothgedrungen mit Fremden verkehren müssen, halten sich noch nach der blauen Balge! Habt's so eilig! Geerteerd! Jo! Da bin ich wieder! sezt der Matrose mit einem halben Lächeln hinzu. Das Mädchen schreitet mit seiner Last sicher aus. Reick wird eine Freude drüber haben! giebt sie zurück und hält dabei die Blicke gesenkt. Er stößt einen pfeifenden Ton aus. Sonst Keiner? Ich rechne, auch Meerie Möllers! fagt sie. Sonst Keiner? Sie verzieht die rothen Lippen. Mußt einmal ausgehen und Nachfrage halten. Das will ich! ruft Jo lastig, und wer sich am meisten freut. Jo! ruft die alte Frau, welche am Vorgärtchen stehen geblieben ist. Ueber Geerteerd's Geficht ist vorhin ein Aufleuchten gegangen, jezt wird es wieder düster. Eil Dich! sagt sie spöttish. fern. Zudem ist die männliche Bevölkerung Sommers über auf dem Meere, wer nicht zu langen Weltfahrten verdingt ist, kommt erst zum Herbst zurück. Jetzt hat der Dampfer, der das Eiland mit dem Festland verbindet, schon längst seine Fahrten eingestellt und mit dem Postschiff sind die legten Fremdlinge hinüber- nun ist der Strand den Heimischen frei. - Neben einander, selten redend, gehen einige Mädchen auf dem feuchten Sande hin und her, in ziemlicher Entfernung folgen ihnen ein paar Burschen. Es sind Alles kräftige Gestalten, deren Contouren sich scharf abheben von dem Himmel- und Meergrau, das den Hintergrund bildet. Sie haben flachsblonde Haare und hellblaue Augen und ähneln einander merkwürdig. In den Dünen sitzt die schwarze Geerteerd; das Haupt auf die Hand gestützt, schaut sie über das Wasser hin, oder beobachtet die Anderen. Ab und an bückt sich eines der Mädchen nach einer Muschel, glaubt auch wohl ein Stüd Bernstein zu finden. Die Burschen rauchen und einer der Nein! sagt Anne ehrlich und streicht über ihre Schürze. Greit guckt verstohlen Edo an, der eine gleichgültige Miene zu dem Spaß des Andern macht, und sagt: Geht sich besser in Gemeinschaft. Dann setzen sie den Weg fort. Geerteerd hat verwitterten Dünen- Hafer gepflückt, zerstreut ihn wieder und spricht vor sich hin: Reick hält ihn sie hat immer noch die Macht. - Da taucht hinter ihr die Gestalt eines Mannes auf, der schlank ist und eine Art von Uniform trägt. Es ist der Leuchtthurmwächter, einer der wenigen Tremden, die auf der Insel wohnen von Amtswegen. Geerteerd Hay sagt er, guten Abend! Sie muß seine Stimme fennen, macht nur eine halbe Wendung mit dem Kopf und entgegnet gleichgültig: Guten Abend auch. Er ist dunkelhaarig und schwarzäugig, wie sie, und hat ein munteres Lachen: und es ganz flott geht mit Siehst Du, daß ich gelehrig bin dem Dusagen. - Fortsepung folgt.) Politische Rundschau. Frankreich. eigene Regie zu übernehmen habe, nach dem die Straßenbahn-| bedingungen erlangt hätte, hätte man wahrscheinlich eierung hinfi mit nicht vorgebracht. inne gehalten hat. Der Vertragsbruch soll in der unberechtigten Einstellung beziehungsweise Einschränkung des Betriebes bestehen. Das Ministerium ist dagegen immer Direktion zu brechen. Das Amtsgericht erklärte sich in dieser Frage für nicht zuständig. Heute Abend kam es an Durch die Schleuder: auf garnicht Den Berfehr b preußisches Gebi er preußischen Finanzmini ewährung bon würfe aus der geschickten Hand des Abg. David würde der Goliath ebensowenig zerschmettert wie durch die Schwerthiebe des Abgeordneten Schmitt. Er selbst habe preußischen Liebenswürdigkeit Hessen gegenüber. Gr erinnere nur an die Darmstädter medizinischen Fakultät in Paris, Dr. Pupin seines noch bemüht, die hartnäckige Haltung der Straßenbahn aber auch sein Teil Erfahrungen gemacht mit der en verfuchen * Paris, 6. Juni. Der Unterrichtsminister hat den seit 27 Jahren im Amte befindlichen Sekretär der Amtes entsegt. Die Gründe sollen politischer Natur sein. Diese Amtsentsegung ruft allgemeine Sensation hervor. Spanien. * Madrid, 6. Juni. Infolge der heftigen Angriffe seitens der Presse gegen den Gouverneur von Valencia hat dieser drei Redakteure des republikanischen Blattes verschiedenen Punkten der Stadt wieder zu Unruhen, bei Bahnhofsfrage, aber er stimme doch für die Vorlage, ustellung fei denen eine Reihe von Verhaftungen vorgenommen wurden. Parlamentarisches. * Berlin, 6. Juni. Die Zucker- Commission des da ein Sperling in der Hand besser sei als eine Taube aus dem Grun auf dem Dach und bittet aus diesem rein praktischen nicht mehr zu Grund, die Vorlage anzunehmen. beit der Retour " El Pueblo" verhaften lassen. Infolge dessen hat der Reichstages beriet heute das Süßstoffgesetz. Hierzu lag hältnisse der Arbeiter, die man durch Annahme des oie zu zweibri Direktor des Blattes Abg. Blasco dem Gouverneur seine Zeugen gesandt. Der Gouverneur hat seine Demission genommen, um sich schlagen zu können. Kleine politische Nachrichten. Kaiser Wilhelm wird am 18. dss. in Wesel eine Begegnung mit der Königin Wilhelmine haben, um sie persönlich zu ihrer Wiederherstellung zu beglückwünschen. Der Reichstag soll am 11. d. Mts. vertagt werden. Der Zusammentritt erfolgt voraussichtlich Ende Oktober. Das preußische Herrenhaus tritt am Donnerstag den 12. Juni zusammen, um die Polenvorlage zu König Albert von Sachsen, beraten. der greise Feldherr, ist ernstlicher erkrankt, als man anfangs angenommen hatte. Das gestern Freitag ansgegebene Bulletin besagt, daß im Befinden des Königs insofern eine geringe Besserung eingetreten, als sich das Herz wieder etwas gekräftigt hat. Das allgemeine Schwäche- Gefühl ist sehr bedeutend. * Sibillenort, 6. Juni. Prinz Georg von Sachsen ist heute Vormittag hier eingetroffen. * Dresden, 6. Juni. Nach einer Depesche aus Sibyllenort von heute Mittag dauert die Schwäche des Konigs Albert an. Man ist auf das Schlimmste gefaßt. Sämtliche Prinzen des föniglichen Hauses und die Minister trafen im Laufe des heutigen Tages dort ein. Der für morgen vorgesehene Schluß des Landtages findet darum voraussichtlich nicht statt. Kaiser Wilhelm hat die preußische Gesandtschaft in Dresden zur fortgesetzten Meldung über das Befinden des Königs heute telegraphisch aufgefordert. Die Dresdener Bevölkerung ist von schmerzlicher Theilnahme erfüllt. Zum Stuttgarter Straßenbahnstreit, über welchen das Ministerium des Innern mit der Direktion der Straßenbahn in den letzten Tagen Unterhandlungen gepflogen hat, teilt das erstere mit, daß die Regierung der Direktion gegenüber den Standpunkt vertreten habe, daß die Aufrechterhaltung des Coalitions- Verbotes für die Angestellten, welches zur Zeit noch den einzigen strittigen Bunft zwischen den Ausständigen und der Straßenbahn- Gesellschaft bildet, nicht haltbar sei und daß die Direktion sich durch ein Festhalten an diesem Standpunkte ins Unrecht sezen würde. In einer amtlichen Mitteilung wird die Bevölkerung dringend ersucht, die Zusammenrottungen und Ausschreitungen, die sich seit vier Tagen jeden Abend wiederholen, zu unterlassen, da die Polizeibehörden etwaigen Versuchen des Pöbels, sich an dem Eigentum der Gesellschaft oder der Personen ihrer Angestellten zu bergreifen, mit unachtsichtlicher Strenge und Energie entgegen treten werden. 3um Streit in Stuttgart wird uns berichtet, daß der Gemeinderat beschlossen hat, beim Amtsgericht den Antrag zu stellen, daß die Stadt Stuttgart die Eisenbahn in Gießener Streifzüge. ,, Der Streit der Fakultäten". Der Bürger: - meister als Bodenreformer. Sie haben sich äußerlich vom Stampfplatz zurück gezogen, aber sie liegen einander innerlich sozusagen immer noch in den Haaren die Fakultäten unserer Hochschule. Auf der einen Seite stehen die Professoren der Medizin und ein erheblicher Prozentsaz ihrer Hörer, - Abg. Kramer( Soz.) berbreitet sich über die Ver- inie Alsfeld der bekannte Antrag Arenberg und Gen. auf Verbot Vertrags vollständig an Preußen ausliefern werde. hessischem Boden Man habe ihnen den Eintritt in die preußische Arbeiter- iederaula ein versicherung nahegelegt. Die Arbeiter verlangten von der Regierung Klarheit über ihren zukünftigen Zustand. werden Pleinba Lotalbertehr, die et feft dabon Abg. Wolf beda der Fabrikation von Süßstoffen vor. wurde mit 18 gegen 10 Stimmen angenommen und Der Antrag in das Gesetz eingefügt. Die Zucker Commission trat gestern Freitag Bei ihrem Uebertritt hätten sie bedeutende Nachzahl- iften. Der V zur zweiten Beratung des Zuckerſteuer- Gesetzes zu ungen( bis zu 190 Mt.) zu leisten und seien dann voll meg zur Able sommen. Der Abg. Prinz Arenberg nahm seinen bei Der Zuckerſteuer auf 5 Jahre bis 1. September 1908 nicht habe errichten fönnen. Als geeignetste Kasse hierder ersten Beratung gestellten Antrag auf Contingentirung 12-1300 Arbeiter, für die man eine besondere Anstalt ertrags bon Oberfinanzrat Rohde: Es handelt sich hier um reußens au wieder auf. Die Commiſſion hat diesen Antrag mit ich habe man die Pensionskasse der Breußisch- heſſiſchen abtimmung mit 16 gegen 12 Stimmen angenommen. Godann wurde Gisenbahngemeinschaft angesehen. Diese gewähre einen heifion des alte Lesung und die Zucker- Convention mit 19 gegen 9 die Berbrauchsabgabe in derselben Form wie in erster Rechtsanspruch bei Invalidität auf lebenslängliche Fingen müſſe on Stimmen angenommen. Damit ist die zweite Lesung daß den Arbeitern nach einer Wartezeit von 5 Jahren mainiter zum 31 Rente. Es habe sich nun als Mißstand herausgestellt, then im eigenen der Zuckersteuer- Novelle beendet. erst die Wohlthaten der Kasse zugute kämen; auf Er- habe, sei zu suchen sei hterin die preußische Regierung uns in der hoch laffen. weitgehendsten Weise entgegengekommen und habe sich damit einverstanden erklärt, daß die Arbeiter schon mit Wirk- 1896er Vertrag ſei ung vom 1. Januar 1899 als Mitglieder dieser Kasse Bundesstaat habe g angesehen werden, wobei natürlich die entsprechenden Berlin ſelbſt Beträge nachgezahlt werden müßten. Ueberdies stehe eenbahngesellscha es jedem frei, in dem seitherigen Verhältnis zu bleiben. eens vereitele Abg. Leun( fr. w. 2.) bespricht einen Fall, in die anderen dem ein invalid gewordener Bremser, der schon eine Etandpunt ergebe 14jährige Dienstzeit hinter sich gehabt habe, ohne Abg. Schmi Staatspension entlassen worden sei, weil er noch nicht angeordneter ledi lange genug im Dienst gewesen sei. Preusischer Landtag. Berlin, 6. Juni. Das Haus erledigte heute zunächst einige Vorlagen in dritter Lesung und beriet dann den Antrag Barth- Wiemer betr. anderweite Abgrenzung der Wahlbezirke. Der Antrag wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Es begann alsdann die Beratung des Antrages Bröse( freif.) betr. die fiskalischen Wegebau- Verpflichtungen in der Provinz Sachsen. Derselbe gelangte debattelos zur Annahme. Hierauf wurden noch Petitionen erledigt. Morgen dritte Lesung der Polen- Vorlage, Berggesetznovelle und Petitionen. Der Schluß des Landtags ist für Ende der nächsten Woche so gut wie sicher. Das Schicksal der Gesetze über die Vorbereitung zum Justiz- und Verwaltungsdienst ist für diese Session besiegelt, Die für beide Vorlagen eingesetzten Stommissionen haben heute getagt und nach einer Besprechung mit den Ministern die Beratung abgebrochen. Hessischer Landtag. ( Zweite Kammer.) ( Von unserem Spezialberichterstatter.) 108. Sigung. Darmstadt, 6. Juni. Präsident Ha as eröffnet die Situng um 9,15 Uhr. Am Regierungstisch: Staatsminister Rothe Erl., Finanzminister Gnauth Exl., Ministerialräte Ewald, Becker, Oberfinanzrat Rohde. Es wird mit der Debatte über den MainNeck a rbahnvertrag fortgefahren. Abg. Morneweg( nl.): Wenn auch der neue Vertrag gegenüber dem alten erhebliche Vorteile biete, so scheine dies ein Fehler desselben zu sein, indem die Gegner des alten die Regierung nun drängten, eine Revision in ihrem Sinne herbeizuführen. Selbst für den Fall, daß damals die Regierung bessere VertragsHaare versengt. Uebrigens hat Herr Professor Sommer ja ſelber betont, daß man auch in maßgebenden beterinäre medizinischen Streifen nachbuildlich darauf hiniret, eine Menderung der beutigen Brters lich herbeizuführen. 28er öfters Gelegenheit gehabt hat, zu beobachten, welche de periode wird, byla serb in den Hörsälen heutzutage verschluckt wird, ohne verdaut zu werden oder verschluckt werden soll aber leider in die unrechte Stehle gerät, wer weiß, daß derjenige, der ein paar lateinische Brocken apportieren gelernt hat, Leute, die eher nicht hören, als bis man ihnen die Ohren abgeschnitten hat. Abg. David Geuerzahler. Wa Ministerialrat& wald erwidert, daß von der Nerf den zurüdzufo gierung in einem solchen Fall fein Beamter, der sich so tönne er absolu im Dienst gut geführt habe, ohne Gnadenpension ent: cinde dafür ma lassen werde. ihm zustehende 34 Abg. Bähr( fr. w. V.) wird mit seinen politischen essen die dem let Freunden gegen die Vorlage und für den Vertagungsten unbegreif antrag stimmen, obwohl man ihnen die Vorlage von Preußen zu 98 nationalliberaler Seite dadurch mundgerecht zu machen beteiligt jet, übern bersucht habe, daß man ihnen versprochen habe, gegen amten der Ma die Museums- und Theatervorlage zu stimmen, falls eftimmungen treff seine Partei den Vertrag acceptiere. Er hoffe indes, dies für ihre Beam daß keiner umfallen werde. Auf diese Weise versuche torteilhafter für man die Vertreter des Bauernstandes zu fangen und Begierung beffer ge an diesem Beispiel könne man deutlich sehen, wie eigent effizienten der W lich Verträge zustande fämen. Wie man von Seiten dejen Berechnung der preußischen Eisenbahnverwaltung der Landwirtschaft reisen. Eine F entgegenkomme, das zeige sich so recht deutlich an der durchaus möglich. neuen Milchfahrordnung und der Nichtbewilligung einer allerseits das gr Fahrpreisermäßigung zur Mannheimer landwirtschaft bn dessen Ludh lichen Ausstellung.( Das letztem ist bereits nachträglich die Gelegenheit genehmigt. D. Red.) u ftellen, berühr am unangene uen oder Mistr De Ansehens der fir unangebra Abg. Reinhart( nl.); Die erfreulichste Thatsache sei für ihn, daß sich alle Parteien im Prinzip für eine Reichseisenbahngemeinschaft ausgesprochen hätten. Wer das Ziel wünsche, müsse für die Vorlage stimmen. Abg. Korell( fr. w. B.) erklärt, daß die preußische Finanzminister Gemeinidaftsve teten fönne, daß wenn man sie nicht ausdrücklich ändern will, sondern letsenbahnbefizes de ihnen nur unmerklich die Gelegenheit verschafft, 3 avigtigt fel ſehen und zu hören. Bei ſolchen umſtürzenden, die mit ft. 63 wie teuer, inmejens be, andernden de Bordige afgeen Broblemen, bie Bauplatzsteuer, Umfassteuer, Zuwachs be able steuern, etc. hilft alle noch fo gut gemeinte Auftlärunge b nichts, wenn die Leute dann absichtlich ihre Augen verschließen oder wenn sie von dem gefährdeten Gewinn derartig geblendet sind, daß sie nichts fönnen. Dagegen können nur ungewöhnlich zähe Naturen aufkommen. Mobilic Dienstag, den dem& 1 Plüsch- Go Prof. Biermer hat sich neulich zum Anwalt einer schon fann den Klagen Biermers sein Ohr so leicht nicht ver- feine Ahnung findet, um was es sich handelt! Aber after, nachberzeich gar lange währenden Bewegung, des Verlangens näm- schließen. Aber es giebt eben leider Gottes immer noch das rührt doch wohl daher, daß die Bodenreformer erst een Baarzahlung in den letzten Jahren Terrain gewonnen haben. Sie hatten eben vor Allem mit der Schwierigkeit zu kämpfen, Waschtoilette m Grade das haben wir bekanntermaßen in Gießen daß die Mehrzahl der politischen und sozial interessierten Zophas, 1 Ep dafür eingetreten, daß niemandem mehr das Recht zu- schon mehr als einmal, ganz besonders in der letzten Arbeiter sich ihnen ablehnend gegenüber verhielt und rere Stühle, 1 lich hergegeben, daß jeder Studierende im Besitz des Maturitätszeugnisses sein müsse. Schon vor Jahren war Professor Naumann in einer Broschüre lebhaft ſtehen solle, ein Gramen als Chemiker oder Pharmazeut zu machen, der nicht im Besize des Reifezeugnisses einer höheren Schule set. In Hinsicht auf die Chemiker ist sein Wunsch ja bekanntlich erreicht, und so befinden sich denn jetzt mit Ausnahme der Pharmazeuten in der philosophischen Fakultät feine Immaturen mehr. Nur noch die Veterinärmediziner und Zahnmediziner können ihr Studium vollenden ohne den Nachweis einer abgeschlossenen modernen Schulbildung. Es liegt auf der Hand, daß diese beiden Kategorien von Studierenden sächlich von den übrigen- vielleicht bedauerlicher Weise als eine Studentenflaffe geringerer Güte angesehen werden. Daran ändert fein noch so lauter Protest etwas und wenn Herr Professor Biermer gesagt hat, die Immaturen seien ein Schönheitsfehler der Hochschulen, denen nur bedingungsweise eine Gleichberechtigung zugestanden werden dürfe, so kann man allenfalls über das Geschmackvolle dieser Ausdrucksweise rechten unter allen Umständen aber hat er Zeit, erleben müssen. Und es waren manchmal Ohren bon respektabler Länge, wie man auch weiß. Auein jetzt nahen allmählig ernſtere Zeiten für Gießen heran. In einer nationalsozialen Versammlung, in der der bekannte Bodenreformer Herr Damaschke sprach, hat Bürgermeister Mecum seine Absicht zum ersten Male deutlich formuliert, daß er größere Gelände für die Stadt Gießen anfaufen wolle, um das Erbbaurecht einzuführen. Herr Mecum hätte dies ohne Zweifel nicht gethan, wenn er nicht überzeugter Bodenreformer Boden genau beurteilt und einen Teil wenigstens der Stadtverordneten bereits für seine Projekte gewonnen hätte. Er wird einen schweren, sehr schweren Kampf gegen das Spekulantentum auszufechten haben, auch wenn er von einem Teile der Arbeiterschaft und des Bürgertums aus praktischen oder idealen Gründen unterstügt wird. Ihm wird in dieser grimmigen Fehde ganz naturgemäß die Führerschaft zufallen, nicht Gefcha Meiner werten noch verhält. Nach und nach scheint sich hier doch erant Aenderung zu vollziehen. Zwar war die erste Ver sammlung, die einen für Gießen durch die Erklärung des Bürgermeisters so überaus wichtigen Verlauf nahm noch verhältnismäßig schlecht besucht; zweifellos wird man das zweite Mal auf mehr rechnen können. Gewiß giebt es nicht viele Leute, die ein fluges Gesicht machen, wenn sie in die Sonne blicken, aber allmählich gewöhnt sich oder muß sich vielmehr selbst der schlimmste Dunkelmann an das Licht gewöhnen, von dem das aller lang, daß ich mit& Wageng habe Bringe in empfe deshalb seit langem und auf allen Universitäten that- wäre, die Gießener Verhältnisse von Grund und kommunale Gedeihen der nächsten Zukunft nach Ansicht Frankfurter un - abhängt. nehmen auch ferne Allerdings heißt es grade in Fragen des Erbbaurechts sehr bedächtig vorgehn. Die schönsten Träume mancher Spekulanten werden durch dieses Projekt, wie ich beob achtet habe, schon heute getrübt und man soll den Leuten nicht für gar zu übel nehmen, daß sie ihre Gegner nicht mit besonders wohlwollenden Blicken betrachten. Ein Mensch findet gar oft nichts dabei, tis.+ Meine Eiswa aber irgend einem Nationalsozialen oder Antisemiten, ein über seinen Weg kriechendes Insekt zu zertreten, mäßig und bitt den Anschauungen vieler, ja der überwiegenden Mehr- und er wird dann erst zu zeigen haben, aus welchem aber das Insekt hält seine Handlungsweise für die mung, heifii Der Alte vom Nordplanon 83. zahl der Akademiker Ausdruck gegeben. Es ist natür lich unmöglich, mit der Fackel der Wahrheit durch die Menge zu marschieren, ohne daß man einigen die Holze er geschnigt ist. Denn glauben wir bei wirtschaft größte Abscheulichkeit. lichen Fragen nicht an den Ausspruch eines großen Mannes, wonach die Menschen sich von selbst ändern, H ceritraße 9 bei S rch die Schleuder Abg. Dabid würde man tabridheinliegierung hinsichtlich der Bahn Alsfeld- Hersfeld gestellte Antrag auf Vertagung der Abstimmung über| Aus dem reichhaltigen Programm heben wir Folgendes ert wie durch die itt. Er selbst habe ich auf garnichts einlasse; sie schneide auf diese Weise den Verkehr von Hessen ab und leite ihn ganz auf preußisches Gebiet. Die hessische Regierung solle bei der preußischen in dieser Beziehung entsprechend einzuFinanzminister Gnauth: Die Frage der Nichtgemacht mit der wirken versuchen. gfeit effen an die Darmstädterwährung von Vergünstigungen für die Mannheimer jei als eine Laubeus dem Grundsaße, derartige besondere Ausnahmen für die Vorlage, usstellung sei feine Ausnahmeregel, sondern resultiere m rein praktischen abhängig. nicht mehr zu gewähren, nachdem die 45tägige Gültigfeit der Retourbillets eingeführt worden sei. Bei der ei fest davon überzeugt, daß ein Eingehen erung uns in der doch lassen. und habe sich damit ältnis zu bleiben. die Vorlage auf den nächsten Landtag wider die Geschäftsordnung verstoße. Nach kurzer Debatte über diesen Punkt wird die Beratung abgebrochen nnd die Abstimmung auf nächsten Dienstag ber schoben. Schluß 14 Uhr. Nächste Sigung Samstag Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 7. Juni zu sind vor allem solche Herren eingeladen, die sich noch nicht im Wettstreit bethätigt haben. 2) Hauptfahren 8000 m. 3) Gauverbands- Wanderpreisfahren 2000 m. 4) Borga befahren 2000 m. 5) Mehr fizerfahren 2000 m. Weldungen mit den Einfäßen( pro Rennen und Fahrer 2 Mt.) und Angabe der Lizensnummer sind bis Montag den 9. Juni, abends 6 Uhr zu richten an den 1. Vors. der„ Wanderer" G. R.- G Herrn Gust. Mundt, Hôtel Vittoria, und zwar unter genauer Angabe der Adressen und Nennen. sich über die Ber: ginie Alsfeld Hersfeld handele es sich um eine Linie, ch Annahme des die zu zweidrittel auf preußischem und zu eindrittel auf ausliefern werde. hessischem Boden liege. Finde sich für die Linie Alsfeldeußische Arbeiter iederaula ein Unternehmer, so werde diese ausgeführt ünftigen Zustand. Lokalverkehr, die auf Durchgangsverkehr nicht rechnen utende Rachzahl irften. Der Vertagungsantrag wolle einen seien dann bol mweg zur Ablehnung machen. Die Regierung M. Rennveranstaltung für Amateure. Am Sonntag besondere Anstalt ertrags bon vornherein ausgeschlossensei. Rennen für Amateure statt. Zu dieser Veranstaltung werden belt sich hier um reußen 3 auf eine Revision des 1896 er den 15. Juni findet auf unserer schönen Rennbahn ein Abg. Wolf( Antis.) Durch eine Vertagung der nach Beschluß des Vorstandes vom Gau 9 sämtliche Vereine Breußisch- heſſiſchen Abstimmung müsse man den Versuch machen, eine des 9. Gaues hierher fahren. Bei Gelegenheit dieses Rennens eje gewähre einer Rebifion des alten Vertrags herbeizuführen. Vor allen soll auch der Gau- Wanderpreis unseres Gaues wieder if lebenslängliche Dingen müsse die Regierung bestrebt sein, sich das An- verteidigt werden. and herausgeſtell, jeben im eigenen Lande zu erhalten. Daß der Finanz- einen Delegierten in das Preisgericht entfenden. Das WettDie einzelnen Vereine sollen je eit bon 5 Jahren miniſter zum zweiten Male die Kabinettsfrage gestellt fahren selbst hat 5 Rennen. 1) Erst fahren 2000 m. Da= fämen; auf Er habe, sei zu bedauern. Eine solche Taktik solle man Abg. David( Soz.) betont, die Jussion über den chon mit Wirt. 1896er Vertrag ſei gründlich zerstört worden. Der größere eder dieser Kaſſe Bundesstaat habe größere Pflichten gegen den kleinen Staat. ie entsprechenden In Berlin selbst säßen die größten Feinde der Reichsleberdies stel eisenbahngesellschaft und nicht hier. Der Vertrag Hessens vereitele die Reichseisenbahngemeinschaft, da ht einen Fall, in er die anderen Staaten abschrecke. Ihr ablehnender der schon eine Standpunkt ergebe sich nur aus sachlichen Gründen. habt habe, ohne Abg. Schmitt( 3entr.) vertrete als hessischer veil er noch nicht abgeordneter lediglich die Interessen der hessischen Steuerzahler. Was den Unterstützungsfonds anlange, daß von der Re- auf den zurückzukommen er sich nicht versagen könne, eamter, der sich so fönne er absolut nicht begreifen, welche rechtlichen adenpension ent- Gründe dafür maßgebend seien, daß zwar Baden seine ihm zustehende 34 Prozent bekomme, nicht aber auch einen politischen bessen die dem letzteren zukommenden 42 Proz.; diese den Bertagungs- sollten unbegreiflicher Weise in die Gemeinschaft, an die Vorlage von der Preußen zu 98 Proz. und Hessen nur zu 2 Proz. ececht zu machen beteiligt sei, übernommen werden. Für die Hessischen hen habe, gegen Beamten der Main- Neckarbahn hätte man ähnliche stimmen, falls Bestimmungen treffen sollen, wie die badische Regierung Er hoffe indes, dies für ihre Beamten gethan habe; dies wäre viel se Weise versuche borteilhafter für sie gewesen." Ferner hätte die zu fangen und Regierung beffer gethan, einen durchschnittlichen Betriebsehen, wie eigent foeffizienten der Main- Neckarbahn anzugeben, statt bei man von Seiten dessen Berechnung das schlechteste Betriebsjahr heraus: er Landwirtschaft zugreifen. Eine Revision des früheren Vertrags sei t deutlich an der durchaus möglich. Daß der Finanzminister, den man bewilligung einer allerseits das größte Vertrauen entgegenbringe und bont dessen Tüchtigkeit man überall überzeugt sei, die Gelegenheit genommen habe, die Vertrauensfrage zu stellen, berühre ihn von den ganzen Verhandlungen am unangenehmsten, zumal es sich ja um VerBrinzip für eine rauen oder Mißtrauen gar nicht handle. Im Intereſſe Des Ansehens der Regierung und der Würde des Sauses halte er die Stellung der Kabinettsfrage für unangebracht. er landwirtschaftereits nachträglich ulichfte Thatsache t ausgesprochen. für die Vorlage Finanzminister Gnauth erwidert, daß eine Revision , daß die preußische es Gemeinschaftsvertrages 1896 nur für den Fall eintreten fönne, daß eine Erweiterung des gemeinsamen en will, sondern tjenbahnbefizes der zwei contrahterenden Staaten beeit verschafft, absichtigt sei. Es habe ihm durchaus fern gelegen, umstürzenden, Damit irgend einen Druck ausüben zu wollen. Werde ſens verändernde die Vorlage abgelehnt, so fehle ihm selbst das Vertrauen, agsteuer, Zuwachs um die Geschäfte des Landes weiterführen zu können. meinte Aufklärung Präsident Haas eröffnet, daß der von 20 Mitgliedern DIP ich ihre Augen ver gefährdeten Gewinn fönnen. Dagegen | Vor und nach der Arbeit ist reichlich für Vergnügen gesorgt. Vorm. 10 Uhr werden mit Musikfrühschoppen im Rest. Royal die Gäste empfangen. Nach dem um 3 Uhr beginnenden Rennen findet von 6 Uhr abends an großes Conzert mit Preisverteilung statt.( Kapelle der 116er unter Leitung des Herrn Musikdirekt. Krauße.) Das Fest verspricht bei zahlreicher Beteiligung von auswärts einen glänzenden Berlauf zu nehmen. Hoffentlich gelingt es auch diesmal den Gießenern so wie fürzlichden aus wärtigen Gastwirten, diesmal auch den Radlern von Nah und Fern vergnügte Stunden in unserer Stadt zu bereiten. ** Brieftaubenklub. Morgen Sonntag findet das erste diesjährige Preisfliegen von Brieftauben statt und zwar ist die Tour Regensburg- Gießen vorgesehen. Zur Richtigstellung der Ankunft werden die Meldungen im Vereinslokal( Franz Wiegand, Neuenweg) von morgens 9 bis abends 7 Uhr entgegen genommen. e. Kunstausstellung im Turmhaus auf dem Brand. Die Kollektion von Ludwig Dettmann- Königsberg( Professor Dettmann ist bekanntlich Direktor der Königsberger Akademie), welche seit 8 Tagen ausgestellt ist, hatte sich diese Woche eines regen Besuches zu erfreuen. Die Bilder bleiben, wie wir vernehmen, nur noch kurze Zeit ausgestellt. Neu ausgesteẞt ist ein " Portrait" von K. Stockmayer, Malsch. * Das Promenadenkonzert findet morgen 12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt. 1. Ouverture der Wildschütz( Lorking), 2. Melodie celébre( Rubinstein), 3. In der Venusgrotte, Walzer ( Richardy), 4. Finale a. Rienzi( Wagner). Der hessische Hauptverein des Evangelissen Bundes gedenkt am Sonntag, den 15. und Montag, den 16. Juni seine 7. Landesversammlung in Gießen abzuhalten. Wir wollen nicht verfehlen, unsere ebanLeser auf dieses Fest aufmerksam zu machen. Nach hervor. Sonntag nachm. 3 Uhr Festgottesdienst in der Stadtkirche, unter Mitwirkung des Kirche n- gesangvereins. Die Festpredigt wird der als Prediger hochgeschäßte Pfarrer Dingeldey von Darmstadt halten. Abends 8.30 Uhr in Steins Garten öffentliche Fest versammlung. Begrüßungen und Gesängen des Kirchengesangvereins wird Professor Dr. Krüger, der seine letzten Osterferien in Rom berlebte, von seinen dortigen Eindrücken erzählen. Pfarrer Lic. Dr. Die hl- Hirschhorn, durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Hessischen Kirchengeschichte rühmlichst bekannt, wird über die Frage sprechen: Warum haben wir evangelischen Hessen geschichtlich betrachtet allen Grund zu reger Anteilnahme an der evangelischen Bewegung in Oesterreich. Der zweite Festtag Montag, bringt um 8 Uhr eine Sigung des Hilfsausschusses zur Unterstüßung der evangelischen Bewe gung in Desterreich und um 10.30 Uhr die geschlossene Mitgliederversammlung des Bundes. Es sollen in dieſer die Gründe erörtert werden, aus denen die evangelischen Gemeinden Oberhessens gerade jetzt mehr als seitger an den Aufgaben und Arbeiten des evangelischen Bundes sich beteiligen. Pfarrer FritschRuppertsburg wird diese Best rechung einleiten. Den Mittagsessen. Wir wünschen dem Fest einen erfolgreichen Schluß des Festes bildet um 2.30 Uhr ein gemeinsames Berlauf. Vermischtes. * Die Eröffnung der landwirtschaftlichen Ausstellung in Mannheim fand am Donnerstag in Anwesenheit des Großherzogs, der Großherzogin, des erbgroßherzoglichen Paares, des Prinzen Max und Karl, sowie der Damen und Herren des Gefolges und zahlreicher geladener Gäste, darunter Mitglieder beider Kammern statt. Mit freudiger Genugthuung stellte der Großherzog fest, daß dem Gedeihen des Handels- und Industriemittelpunktes Mannheim feineswegs ein Rückgang der Landwirtschaft in den umliegenden Bezirke gegenüberstehe. Zum südafrikanischen Frieden. London, 7. Juni. Den Buren, welche sich ergeben haben, wird gestattet werden, mit ihren Familien direkt auf ihre Farmen zurückzukehren. Auch soll den Buren erlaubt werden, ihre Frauen und Kinder sofort aus den Flüchtlingslagern abzuholen.- Die britische Regierung garantirt für die Rückkehr Krüger's, Wessel's, Wolmaren's und Fischer's, sicheres Geleit in ihre Heimat und hat in Anbetracht von Krügers hohem Alter auf seine Anerkennung der britischen Souveränität über Transvaal verzichtet. Neueste Nachrichten. * Dresden. Das über das Befinden des Königs Albert heute früh 7 Uhr ausgegebene Bulletin besagt: Die vergangene Nacht war bei dem König durch asthmatische Beschwerden vielfach gestört. Die Herzthätigkeit ist verhältnismäßig fräftig Fieber ist nicht vorhanden. Allgemeinbefinden und Kräftezustand lassen trotz der genügenden Nahrungsaufnahme noch sehr viel zu wünschen übrig. * New- York, 7. Juni. Aus Fort de France wird über eine neue Thätigkeit des Mont Pelée von gestern, Freitag, berichtet. Man hat festgestellt, daß der vulkanische Ausbruch mit dem Mondwechsel in Zusammenhang steht * London, 7. Juni. Die Freilassung der Buren- Gefangenen hat bereits begonnen. Auf den Bermudas- Inseln sind sämtliche Buren- Offiziere auf Ehrenwort freigelassen worden. In Transvaal werden die landwirtschaftlichen Arbeiten nunmehr mit besonderem Nachdruck aufgenommen. - Der heutigen Nummer liegen neben der Unterhaltungsbeilage noch die Seifenblasen" und die„ Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau" mitbei, deren Beachtung wir besonders empfehlen. Außerdem verfehlen wir nicht noch einmal auf den laufenden Roman unterm Strich des Hauptblattes hinzu weisen. Die Redaktion. eventuell 4- Zimmer- Wohnung, Möbelfabrik Carl Stückrath, che und Zubehör zu vermieten. GIESSEN. Asterweg 47, Mobiliar- Versteigerung. aturen aufkommen. Dienstag, den 10. Jaai, nachmittags 22 Uhr ften Gießenern garerden in dem Biecker'schen Saale, Neustadt 55| fich handelt! 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Jeder Pferdebefizer ist verpflichtet, seine Pferde zur Musterung zu geftellen mit Ausnahme: a. ber Fohlen warmblütiger Schläge unter 4 Jahren, b. der Fohlen faltblütiger oder faltblütig gemischter Schläge unter 3 Jahren, c. der Hengste, d. der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben( als hochtragend find Stuten zu betrachten, deren Abfohlen innerhalb der nächsten 4 Wochen zu erwarten ist), e. der Vollblutstuten, die im Allgemeinen deutschen Gestütbuch oder den hierzu gehörigen offiziellen vom Unionklub geführ= ten Listen eingetragen und von einem Vollbluthengst laut Deckschein belegt sind, auf Antrag des Besizers, f. der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, 1. der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten, h. der Pferde, welche bei einer früheren Pferdemusterung als dauernd friegsunbrauchbar bezeichnet worden sind, i. der Pferde unter 1,50 Meter Bandmaaß. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: a. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde, b. Beamte im Reichs- oder Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes notwendigen Pferde, c. die Pofthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraftmäßig gehalten wer den muß. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen fann Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung eintreten lassen. Wir for dern hiernach sämtliche Pferdebefizer hiesiger Stadt auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen, bezt. vorführen zu lassen und zu diesem Zweck eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu sein. Die Pferde find gezäunt, im übrigen aber blank( ohne Geschirr) vorzuführen. Pferdebefizer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder vollzählich vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre Koften eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. Das Vorführen der Pferde durch Kinder oder durch alte, gebrechliche Leute ist verboten. Insoweit bis zum Musterungstermin Veränderungen im Pferdebestand durch Zu- oder Abgang eintreten, hat der betreffende Pferdebefizer hiervon sofort auf dem Bürgermeisterei- Bureau( Zimmer Nr. 14) Anzeige zu erstatten. Gießen, 6. Juni 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. S Restaurant z. Storch Ecke Damm- und Steinstrasse -WGO empfiehlt ein vorzügl. Glas Bier aus dem Brauh.( A. Denninghoff) ff. Roth- und Weißweine. Coulante Bedienung. 4076) Separate Zimmer. Hochachtungsvoll Ludwig Kratzer. Halte mich zur Lieferung von Rolladen, Jalousien 2252525 und Marquisen nach neuefter Konstruktion bestens empfohlen. Hrch. Schön, Liebigstraße. Wieseck. 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Begrüßungen. Abends 8.30 Uhr im großen Saal von„ Steins Garten": Oeffentliche Festversammlung, unter Mitteilung des Kirchen gefangvereins. Pfarrer lic. Dr. Diehl- Hirschhorn über: Vortrag von Professor Dr. Krüger- Gießen über„ Römische Eindrücke" und Personal- Berzeichnis Grund zu reger Anteilnahme an der 1902 39 ,, Warum haben wir evangelische Hessen, geschichtlich betrachtet allen for Profeffor Dr Montag, 16. Juni. Vormittags 8 Uhr in Steins Garten": Sigung des Vorstands und der Vertraue nsmänner des hessischen Hilfsausschusses zur Unterstützung der evangelischen Bewegung in Oesterreich. Vormittags 10.30 Uhr eben dort: Geſchloſſene Mitgliederversammlung des hessischen Hauptvereins des evangelischen Bundes. Dabei: Besprechung der Frage! Welche Grünbe liegen vor, daß die evangeliſchen Gemeinden Oberheffens ießt mehr als seither an den Aufgaben und Arbeiten des evangelischen Bundes sich beteiligen?", eingeleitet durch Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg. Nachmittags 2.30 Uhr: Gemein sames Mittagessen in Steins Garten"( Preis 2 Mark). 1064 Zu allen Veranstaltungen sind die Evangelischen Gießens und der Umgegend herzlich eingeladen; zu der Mitgliederversammlung haben nur Mitglieder Zutritt. Gesangverein ,, Liederkranz' Dutenhofen. Am Sonntag, den 22. und Montag, den 23. Juni feiert der Gesangverein Liederfranz sein 25jähriges Jubiläum mit Gesangs- Vorträgen, Konzeri, Tanz und Volksbeluftigungen, wozu freundlichst einladet Der Vorstand. Plätze für Karrouffels und sonstige Spiele sind zu vergeben. Zur Saison empfehle größte Auswahl in allen 1067 moderne Schuhwaaren Neuheiten für Herren, Damen n. Kinder: Touristenstiefel Sport- u. Reiseschuhe Ideal Schulstiefel in allen Preislagen. Wilh. Herbert, Marktplatz 2. 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Jun 1902 wurden in hiesiger St gefunden: 1 Trauring, einhändler h Kinderschuhe, 1 schwarzer or infeuergeset gürtel, 1 Sonnenschirm, de gerichtet, in beutel mit Stridzeug, blanten Borschrift, buch, 1 Zugkette und 33 in Briefmarken. Emtum der Steuer Entflogen ist: 1 Kanarienanommen werden Die Empfangsberechtigtertheint, den Hande gefundenen Gegenstände geltend zu machen. ihre Ansprüche alsbald be hädigen. Gine r beffische Minift Gießen. 7. Juni 1902. A Frankfurt a Großherzogl. Polizeiamt hehrere Lierse Hechler. ingetroffen. Aus E Bekanntmachungi zierliche Zeichnu Die Verteilung der Ziniet, wie die alten der Wolf von Todenwart- Saen zwei Zahn findet stiftungsgemäß die Stelle u Dienstag, 10 Juni Morgens um 5 to famen zwei gelangende Brehm find Undoner Garten f in der Stadtkirche statt. Gießen, 7. Juni 1902. 1052 Die Armen- Deputation der Gießen. Mecum. Nur ges. erl. Serienloose! Nächste Ziehung I. Juli. Jährl. 12 Zieh. m.abw.Haupttr 180000 Mark: 300 000, 120000 90000,45000,30000etc. Jedes Loos ein Treffer. Monatl. Beitrag Mk. 10( 5.-) Anmeld. umgeh. erb. an: H. Bürchler, Waldshut- Ba. 123. Stagen tame eier, aus Ausf lhübner, F ppidiolang Café Leller ben zahlreiche Inh.: Jakob Rollfwürdig durch al Wallthorstraße 38 ildkröten Kräftig. Mittagupiel gewähren von 12-2 h quarium, die in m Abonnement 70 und und nieder schw Reichhaltige Abendk Vorzügliche Wein Münchener Bürger Beim An- u. Verkauf sowie helle hiesige von Villen, Wohn- und Geschäftshäusern, Hotels, Restau- Billard( Fürstenweger rants, Bauplähen u. f. w., ſowie Wohnungs- Nachweis empfiehlt sich 529 Heinrich Wallach Saat- Ma Angabe unter Garantie für G Anfertigung nach maass u. Ausstattungs- Geschäft Wäsche- und G O tadellosen Sitz. M. Kann, Giessen, gegenüber der Stadtkirche. Wäsche- und Bettwaaren- Artikej, Towie Kleiderstoffe und Grosses Lager aller manufacturwaaren. 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Gewitter über unsere Stadt, welches sehr starke Angel mit sich führte. Die im Felde stehende Frucht bollständig zerschlagen. In verschiedenen Häusern rden die Fensterscheiben zerschlagen.- Aus einem Aus einem beren Hofe in Goßfelden fehlt seit Dienstag voriger the der erwachsene Sohn der ersten Ehe der Witwe. Nachforschungen über seinen Verbleib hatten noch in Ergebniß. e lung) Darmstadt, 6 Juni. Prinz und Prinzessin Fried Karl von Hessen wohnten heute vormittag fdem Truppen- llebungsplaße der Besichtigung des Bredigt: Pfarrer flier- Regiments von Gersdorff( Kurhess.) Nr. 80 bei. Darmstadt, 6. Juni. Nach dem soeben ausgegebenen erjonal- Verzeichnis der Technischen Hochschule ch betrachtet allen lettor Professor Dr. Schering) für das Sommerfänge. Schlußport. me it ex 1902 zählt die Anstalt jetzt 1733 Hörer 803 im legten Wintersemester), darunter 1394 Sturende und 281 Hospitanteu. Den einzelnen Abevangelischen Bundes. lungen gehören an Hörern an: für Architektur 185, en Oberbeffens jest nacrieurwesen 237, Maschinenbau 477, Elektrotechnik geleitet burch Pfarrer, Chemie 146, der allgemeinen Abteilung 53. Von Gesamtzahl waren nach der Staatsangehörigkeit: 82 Hessen, 557 Preußen 136 Bayern, 32 Elsaß- Lothlaben; zu berger, 30 Sachsen, 29 Hamburger, 18 Württemberger, 16 Badener usw., ferner aus dem Auslande: 188 Russen, aus Oesterreich- Ungarn, 25 Schweizer, 25 Norweger, Niederländer usw. An der Hochschule wirken im anzen 31 ordentliche Professoren, 8 Honorar- usw. Bekanntmadurofefforen, 31 Lehrer und Privatdozenten, 37 Affi1064 entert. der Zeit vom 1.- 7 Mainz, 5. Juni. Der Verband Rheinhessischer wurden in hiesiger ben: 1 Trauring, Beinhändler hat in Angelegenheiten des Schaum nderschuhe, 1 schwarzer ein steuergesetzes an den Bundesrat eine Einrtel, 1 Sonnenschirm, abe gerichtet, in welcher gebeten wird, daß von der tel mit Stridzeug, 1eplanten Vorschrift, wonach auf dem Steuerzeichen das ch, 1 Zugkette und Briefmarken. Datum der Steuerentrichtung anzugeben ist, Abstand Flogen ift: 1 Kanarigenommen werden möge, weil diese Maßregel geeignet ie Empfangsberechtig scheint, den Handel in Schaumwein zu erschweren und ndenen Gegenstände Ansprüche alsbald schädigen. Eine gleiche Eingabe wurde auch an das St. Hessische Ministerium des Innern gerichtet. nd machen. Gießen. Mecum. eßen. 7. Juni 1902 A Frankfurt a. M. In der laufenden Woche sind Bherzogl. Polizeiamt mehrere Tiersendungen im zoologischen Garten Sechler ingetroffen. Aus Brasilien ein junger Ozelot, der schon Bekanntmachungie zierliche Zeichnung des Fells, aber noch nicht die Bißig Die Verteilung der Zireit, wie die alten Ozeloten hat. Aus dem gleichen Lande Wolf von Lodenwart- amen zwei 3 ah nhühner, die in Südamerika ungeet ftiftungsgemäß ähr die Stelle unserer Feldhühner vertreten. Aus Enftag, 10 Juni erifo famen zwei Stazen frett, äußerst selten zu Norgens um 5 In gelangende Marder mit fazenartigen Köpfen; er Stadtkirche ftatt. ießen, 7. Juni 1902, a Brehm sind nur einmal, im Jahr 1853, im Armen Deputation de ondoner Garten solche gezeigt worden. Zwei große Fisch kazen tamen aus Indien, aus Afrika Geierlhühner, Flamingos und ein Angola *** ier aus Australien eine prachtvoll gezeichnete eppichschlange, augenblicklich die schönste Art Café Lente den zahlreichen ausgestellten Schlangen. Sehr Inb.: Jakob Reefwürdig durch abnorme Gestalt ist eine Gruppe von Wallthorstraße childkröten aus Amerika. Ein anziehendes Träftig. Mittagsbauspiel gewähren die neu eingetroffenen Quallen bon 12-2 m Aquarium, die in taktmäßigen Zuckungen im Becken Abonnement 70 und auf und nieder schwimmen. Geichhaltige Aben Vorzügliche W Münchener Bürg Aus dem Gerichtssaal. * Mainz, 4. Juni. Ein interessanter Fall wurde heute Die helle hießigt dem Schiedsgericht für Arbeiterversicherung entschieden. Billard( Fürftenw Saat- M eingetroffen J. M. Sch Studen erteilt Privatunterri und Franzöfifch. G Erped. diefer Zeitung Jüng. W Offert. unter 002 erh. Arbeit im Nähen Löberftrabe 8. Blutftod Hilfe Hamburg Zagli frische W im Jagbichlo Städtijd Schladit Dienfleif 50 beute 25 Der Bierbrauer Johann König wurde am 1. Mai v. Is., als er sich in einem abgelegenen Keller der Rheinischen Bierbrauerei in Weisenau allein bei der Arbeit befand, von seinem Kollegen Albert in ruchloser Weise ermordet. Das Schwurgericht hatte den Thäter, der nach dem Sachleidet, zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt; bald nachher kam er ins Frrenhaus. Die Wittwe König, die 5 kleine Kinder befißt, verlangte von der Brauerei- Berufsgenossenschaft Rente, wurde aber damit abgewiesen, weil fein Betriebs unfall vorliege, sondern der Mord auf eine Schlägerei zurückzuführen sei. Die Wittwe erhob Klage und behauptet deren Vertreter, Herr Rechtsanwalt Dr. Schmitt, daß eine Schlägerei nicht vorausgegangen sei, sondern der König während seiner Arbeit in einem Wutanfall von dem Albert getötet worden sei. Es läge somit ein Betriebsunfall vor. Das Schiedsgericht schloß sich diesem an und verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Zahlung einer Rente. Frankfurt, 4. Junt. Ein seit zehn Jahren bei den hiesigen Zivilgerichten anhängiger Hausschwamm prozeß ist nunmehr vom Oberlandesgericht entschieden worden. Am 18. November 1892 wurde das Hausgrundstück Gärtnerweg 43 für 60 500 Mt. verkauft. Da die Käufer die Vollziehung des notariellen Kaufafts verweigerten, weil in ihm nicht die von den Verkäufern gemachte Zusage, daß das Haus schwammfrei sei, enthalten war, fam es zwischen den Parteien zum Rechtsstreit. Landgericht und Oberlandesgericht wiesen den Klageantrag auf notarielle Vollziehung des Kaufafts ab; auf erhobene Widerklage wurden die Verkäufer zur Rückerstattung der geleisteten Anzahlungen verurteilt. Das Gericht hat angenommen, daß das Vorhandensein von Schwamm ein Mangel sei, der zum Rücktritt von dem Kaufvertrag berechtigte, weil dadurch die Benuzungsfähigkeit und der Wert eines Grundstücks wesentlich vermindert würden. Der Einwand der Verkäufer, daß der Schwamm sich mit geringem Zeitund Kostenaufwand hätte entfernen lassen, sei nicht stichhaltig, denn der Käufer fönne bei lebergabe des Staufobjekts verlangen, daß es frei von Mäugeln wäre. * Stettin. Schwere Mißhandlungen famen in einer Verhandlung vor dem Ober- Kriegs gericht in Stettin zur Sprache, die gegen den Hauptmann Leuthaus bis er beim Feldartillerie- Regiment Nr 17, wegen unterlassener Weitergabe dienstlicher Meldungen 2c. geführt wurde. Leuthaus war vom Kriegsgericht in Bromberg zu 8 Monaten Gefängniß und dem Verlust des Offiziertitels verurteilt worden, sein ehemaliger Wachtmeister Glasa zu 15 Tagen Arrest. Der Hauptmann hatte bei einer Besichtigung der ältere Leute als„ Ersaßmannschaften" unter falschem Namen eingestellt. Bezüglich der von ihm dienstlich nicht weiter gegebenen Meldungen über Mißhandlungen handelt es sich um Strafthaten des in seiner Batterie dienenden Sergeanten Frant. Dieser mißhandelte, so berichtet der„ Vorwärts", seine Leute in kaum glaublicher Weise. Kamen sie dann mit einer Beschwerde zum Hauptmann, so gab er ihnen zur Antwort, es werde wohl so schlimm nicht gewesen sein und ließ die Sache auf sich beruhen. Frank hat sich seiner Bestrafung durch Selbstmord entzogen. Das Oberkriegsgericht sah das Vergehen des Hauptmanns milder an, hob das erste Urteil gegen ihn auf und erkannte auf nur 2 Monate Festungshaft. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 31. Mai: Philipp Heinrich Schnell, Metzger hier mit Marie Antonie Thelen in Wetzlar. Am 2. Juni: Gustav Hugo Dittmar, Fabrikant in Liebenzell mit Elisabethe Stief hier; Johann Baptist Philipp Karl Fießer, Fabrikant hier mit Anna Maria Eva Balbach in Nierstein. Am 3. Juni: Karl August Heinrich Lony Großh. Regierungsassessor in Worms mit Mathilde Henriette Roth hier." Am 4. Juni: Hermann Schneider, Münchener Bürgerbräu, 11. Jahrgang. | Konditor hier mit Anna Marie Helene Hermsdorf in Halle a. S. Eheschließungen. Am 31. Mai: Friedrich Adam Pabst, Oberpostassistent mit Ernstine Hebstreit; Heinrich Martin Gerdes, Schneider mit Eleonore Susanne Busch; Heinrich Christian August Ludwig Dommes, LokomotivHeizer in Köln- Deug mit Regine Georgine Elisabeth Reinig hier; Philipp August Bauer Weißbinder und Lackirer mit Wilhelmine Krauskopf. Am 4. Juni: Friedrich Schäfer Spengler mit Anna Schmitt, geb. Hohl hier. Geborene. Am 25. Mai: Dem Eisenbahnschaffner Wilhelm Schneider eine T.; Friseur Chriſtian Noll ein S. Am 28. Juni: Dampfbaggereibefizer Konrad Nübsamen ein S.; Hülfsführer i. P. Hugo Strohbach ein S. Am 29. Juni; Universitätsprofessor Dr. Ernst Beling eine T., Irmgard Hedwig Marie. Am 30. Juni: Heizer Andreas Reinhard ein S., Wilhelm Karl Ludwig Emil Adolph; Fuhrknecht Jakob Göbel ein S.; Bierbrauer Heinrich Weber eine T., Elise Katharine Elisabeth; Schriftseter Heinrich Häuser ein S. Am 31. Mai: Taglöhner Bernhard Vaupel ein S. Wilhelm Ludwig; Am 1. Juni: Briefträger Ludwig Kreuder ein S., Heinrich Ludwig. Am 3. Juni: Kaufmann Hesetiel Rothschild eine T., Sitti. Gestorbene. Am 31. Juni: Karola Anna Auguste Felsing, 4 Monate alt, T. des Restaurateurs August Felsing. Am 1. Juni: Karl Heinrich Krug, 2 M. alt, S. des Taglöhners Andreas Krug. Am 3. Juni: Henny Katharine Karoline Köhler, 10 M. alt, T. des Kaufmanns Karl Köhler. Am 4. Juni: Johannes Becker, 60 J. alt, Taglöhner. Am 5. Juni: Elise Freund, geb. Hof, 87 J. alt, Hospitalitin. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 2. Sonntag nach Trinitatis, den 8. Juni. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Mathäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 2.30 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Vogt. Nächstfünftigen Sonntag, den 15. Juni, nachmittags 3 Uhr, Festgottesdienst aus Anlaß der Jahresversammlung des Heffischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes. Pfarrer Dingeldey aus Darmstadt. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, 7. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 8. Juni. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " " " " vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. und Ministration. ( Fest des heiligen Bonifatius, des Patrones unserer Pfarrkirche). Nachmittags 2.30 Uhr: Festandacht mit Segen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Production 1880: 30,000 Hectoliter. 1901: 255,000 99 " Münchener Loewenbräu, Production 1901: 642,000 Hectoliter, in den bekannten feineren Cafés und Restaurationen in Gießen und Umgebung im Ausschank: Beide Hochfeine Biere sind vielfach mit höchsten Auszeichnungen prämiirt. Durch allwöchentlich einlaufende Eiswagen ist fortwährend ein seiner Stoff bei coulanter Bedienung gewährleistet durch die Biergrosshandlung und Eiskellerei von Emil Schmall, Hessischer Hof. Gebinde von 20-100 Liter. ( 933) Telephon 83. Cossmann's Kaffee- Geschäft Lony's Bierkeller 1019 Restaurant. Täglich Concerte des Kärntner Quartetts. Eintritt frei. Eintritt frei. Restaurant zum Mainzer Hof. Besitzer Schmidts Erben. Grünbergerstraße. Ede Wolfstr. Jeden Sonntag von Nachmittags 3 Uhr: O O Freikonzert. oo Zum Ausschant tommt ein vorzügl. Glas Bier aus der Brauerei J. H. Jhring- Lich. 3/10 Liter 10 Pig. 3..: Harry Nau. 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Alle find vorzügliche RednerHausherr, Vater Brenneke. Als Abgeordnete lernen wir innen, wodurch der einzige, etwas unbeholfene Regierungsvertre fonservativ, wie wir sehen werden. Nr. 129. Samstag, den 7. Juni 1902.