Nr. 230 Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1 50. Gratisbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 3. Oftober 1902. Gießener but, fls& mod s all ind p 11. Jahrgang. dol Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruck erei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die neuen Kriegsartikel für das Heer, die vom Kaiser unterm 22. September vollzogen und fürzlich im„ Armee- Verordnungsblatt" veröffentlicht wurden, umfassen 28 Artikel und lauten in ihren wesentlichen Bestimmungen wie folgt: Art. 1. Gingedent ſeines hohen Berufs, Thron Art. 1. Gingedent ſeines hohen Berufs, Thron und Vaterland zu schüßen, muß der Soldat stets eifrig bemüht sein, seine Pflichten zu erfüllen. Der Dienst bei der Fahne ist die Schule für den Krieg; was der Soldat während seiner Dienstzeit gelernt hat, soll er auch im Beurlaubtenstande sich erhalten. strafen gegen den Soldaten zur Anwendung: Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes, Degradation und Entfernung aus dem Heere. Bei Zuchthaus wird stets auf Entfernung aus dem Heere erkannt. Gegen Mannschaften von besonders schlechter Führung fann Ist der Kriegszustand ertlärt, so werden die Strafen Ginstellung in eine Arbeiter- Abteilung verfügt werden. verschärft. Die Pflicht der Treue gebietet dem Soldaten, bei allen Vorfällen im Krieg und Frieden mit Aufbietung aller seiner Kräfte, selbst mit Aufopferung des Lebens, jede Gefahr von Seiner Majestät dem Kaiser, dem Landeshern und dem Vaterlande abzuwenden. Art. 2. Die unverbrüchliche Wahrung der im Fahneneide gelobten Treue ist die erste Pflicht des Soldaten. Nächstdem erfordert der Beruf des Soldaten: Art. 8. Die Erfüllung der Dienstpflicht ist eine Striegsfertigkeit, Mut bei allen Dienstobliegenheiten, Ehrenpflicht jedes deutschen Mannes; wer sich ihr durch Tapferfeit im Striege, Gehorsam gegen die Vorgesetzten, Selbstverstümmelung, durch Täuschung oder auf andere ehrenhafte Führung in und außer Dienst, gutes und Weise entzieht oder zu entziehen versucht, wird in die redliches Verhalten gegen die Kameraden. 2. Klasse des Soldatenstandes versetzt und mit FreiArt. 3. Jeder rechtschaffene, unverzagte und ehrheitsstrafe belegt. Gleiche Strafe trifft den Teilnehmer. liebende Soldat darf der Anerkennung und des Wohlwollens seiner Vorgesetzten versichert sein. Art. 4. Dem Soldaten steht nach seinen Fähig feiten und Kenntnissen der Weg selbst zu den höchsten Stellen im Heere offen. Wer sich durch Tapferkeit und Mut hervorthut, oder in langer Dienstzeit gut geführt, hat für seine treue Pflichterfüllung die verdiente Belohnung durch ehrenvolle Auszeichnungen zu erwarten. Wer nach längerer vorwurfsfreier Dienstzeit ie Beschwerden des Dienstes nicht mehr zu ertragen vermag, wer durch Verwundung vor dem Feinde dienstunfähig wird oder sonst im Dienste zu Schaden kommt, erwirbt den Anspruch auf Pension oder Anstellung im Bivildienste. Art. 5. Dagegen trifft denjenigen Soldaten, welcher seine Pflicht verlegt, die verdiente Strafe. Geringere Bergehen werden disziplinarisch geahndet, bei schweren tritt gerichtliche Bestrafung ein. Die Strafen, auf welche gerichtlich erkannt werden kann, sind Arrest, Festungshaft, Gefängnis, Zuchthaus und in den schwersten Fällen Todesstrafe. Der Arrest ist gelinder, mittlerer oder strenger. Der Höchstbetrag der beiden ersten Arten ist 6 Wochen, der des strenger Arrestes 4 Wochen. Festungsgaft, Gefängnis oder Zuchthaus sind entweder bon einziger Dauer bis zu 15 Jahren oder lebenslänglich. Freiheitsstrafen von mehr als 6 Wochen, werden auf die aktive Dienstzeit nicht angerechnet. Neben diesen Strafen kommen als besondere Ehren21] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachdruck verboten.) Gewiß; denn sie singt nicht nur, sondern versteht auch vortrefflich zu tanzen", entgegnete Ancelot mit ersichtlicher Schadenfreude in den bleichen Bügen. Das Antlig des ſtolzen Edelmannes verdüsterte sich, aber er ließ nichts von seinem inneren Verdrusse merfen. Bald standen die beiden Herren vor einem Hause still, vor welchem eine rote Laterne brannte. Dunipfes Stimmengewirr tönte aus dem Inneren bis auf die Straße heraus, und das Kommen und Gehen von Gästen deutete auf lebhaften Verkehr. Bitte, hier einzutreten, Herr Graf", sagte Ancelot.„ Es ist freilich nur eine gewöhnliche Singspielhalle, aber Emmy ist unter dem Namen Seraphine hier die gefeiertſte Größe." Entsezlich", murmelte der Edelmann. Und in dieser Umgebung muß das arme Kind lange Stunden bis Mitternacht zubringen!" O, bas ift für sie fein Opfer", fiel Ancelot ein, den Grafen 311 einem Seitentischchen führend, an dem noch einige Stühle unbejezt waren. Im Gegenteil, sie findet in dem Auftreten vor diesem Bublifum und in dessen Beifall hohe Befriedigung." Der Vorhang an der Bühne war herabgelassen; es war gerade Pause. " Wie gelang es Dir zu erfahren, daß die Lokalsängerin hier meine Enfelin it?" fragte der Graf. nije schiti " Der Zufall, vielleicht auch die Langeweile führten mich hierher", antwortete Ancelot, und ſeine raiche Kombinationsgabe ließ ihn ohne Schwierigkeit ein glaubhaft flingendes Lügengewebe erfinden. Die Primadonna interessierte mich, und ich suchte mich dem Mädchen zu nähern, um womöglich etwas über ihre Vergangenheit zu erfahren. Sie war aber in dieser Beziehung sehr wortfarg und zurückhaltend, obgleich ich die Singspielhalle von nun ab sehr oft besuchte. Eines Abends war der einzige noch freie Plaß in dem Lokale neben einer ältlichen Frau, und ich mußte notgedrungen denselben einnehmen. Das Weib war sehr gesprächig, und mit einem gewissen Stolze erzählte sie mir, daß fie die Mutter der Lokalsängerin sei, welcher das Publikum wie wahnsinnig zujubelte; daß sie Mende heiße und in einer Borstadtstraße wohne. Ich bezahlte ein paar Glas Punsch für fie und löste damit ihre Zunge noch mehr. Als mir die Frau Art. 9. Dem Soldaten soll seine Fahne heilig sein. Er darf sie niemals verlassen. Wer die Fahne verläßt oder von ihr fortbleibt, um sich seiner Verpflichtung zum Dienste dauernd zu entziehen, macht sich der Frynenflucht schuldig. Die Fahnenflucht wird mit den schwersten Freiheits- und Ehrenstrafen, im Felde selbst mit dem Tode bestraft. Schwere Strafe trifft Denjenigen, der einen anderen zur Fahnenflucht verleitet oder diese befördert, sowie auch Den, welcher von einem zu seiner Kenntnis gelangten Vorhaben der Fahnenflucht seinen Vorgesezten nicht alsbald Anzeige macht. Auch wenn der Soldat nicht beabsichtigt, dauernd fern zu bleiben, sind eigenmächtige Entfernung von der Truppe und Urlaubsüberschreitung strafbar. Art. 10. Die Feigheit ist für den Soldaten besonders schimpflich und entehrend; niemals darf er sich durch Furcht vor persönlicher Gefahr von der Erfüllung Der seiner Berufspflichten abwendig machen lassen. feige Soldat hat schwere Freiheits- und Ehrenstrafen, im Kriege Zuchthaus oder die Todesstrafe zu erwarten. Der Gemeine muß jedem Offizier und Unteroffizier und der Unteroffizier jedem Offizier des Heeres, der Marine oder Schutztruppe Achtung und Gehorsam beweisen und hat ihre Befehle pünktlich zu befolgen. In gleicher Weise ist den Anordnungen und Weisungen aller zum Wacht- oder militärischen Sicher heitsdienste befehligten Personen des Soldatenstandes, sowie den zeitweilig zum Vorgesetzten bestellten Mannes war ein Name, wie tausend andere. Ich wurde erst aufmerksam, als der Rechtsanwalt Hartwig berichtete, die Frau Raday habe als zweiten Mann einen gewissen Mende geheiratet, und beschloß nunmehr mit aller Vorsicht und in der Stille weitere Erfundigungen einzuziehen und die Frau auszuhorchen. Was ich auf die Weise erfuhr, bestätigte meine Vermutung vollkommen: Seraphine ist Ihre Enkelin." Der hämische, schadenfrohe Zug in dem Gesichte des Menschen zeigte sich wieder, als er sah, wie tief niedergeschlagen der alte Wann vor sich hinschaute. Da plößlich ertönte die Klingel, der Lärm im Saale verſtummte, der Klavierspieler begann eine lebhafte Melodie, und der Vorbang rollte empor. Aus der Coulisse trat eine Gestalt hervor, groß, fräftig, mit äußerst furzen Röckchen und Tricots von fragwürdiger Sauberkeit befleidet. Wie ein losgelassener Kreisel raste sie auf der Bühne umher und sprang nach wenigen Minuten mit einem mächtigen Sage in die Coulissen zurück. Ein Beifallssturm ertönte, die Tänzerin erschien noch einmal, trat bis an die Rampe, fnirte mit widerlichem Lächeln und warf Kußhändchen. Noch einmal wurde sie gerufen und die Scene wiederholte sich. " Nun, wie gefällt Ihnen Seraphine, oder richtiger gesagt, Emmy, Komtesse Rodeck?" fragte Ancelot hämisch. " Wer?" fragte der Alte entsegt. " Das war die so lange und schmerzlich Gesuchte, Herr Graf, Ihre Enkelin Enimy", erwiderte jener in eisigem Tone. " Unmöglich!" hauchte der alte Herr kaum vernehmbar.„ Du haft Dich gewiß getäuscht, Paul!" Ich werde Ihnen die Beweise bringen, Herr Graf; Frau Mende mag sie Ihnen selbst vorlegen", versezte der Betrüger mit unerschütterlicher Ruhe.„ Wenn es Ihnen recht ist, suchen wir sie noch heute auf." Gewiß, ich muß Gewißheit haben, Gewißheit um jeden Preis!" ſtöhnte der Graf verzweifelt." Welch eine schreckliche Enttäuschung!" Rasch erhob er sich und schritt dem Ausgange zu, gefolgt von dem innerlich triumphierenden Menschen, der seinen 3wed, seinen Wohlthäter tief zu demütigen, vollständig erreicht hatte. XVIII. Es wird heller. Es war, als atnie der Graf erleichert auf, als er draußen bren Namen nanute, konnte ich mir nichts bei demselben denken; auf der Treppe die frische Herbstluft sich umwehen ließ. schaften und den im Dienst befindlichen Feldgendarmen Gehorsam zu leiſten. Art. 15. Der ehrenvolle Beruf des Soldaten darf durch ehrenwidrige Behandlung desselben nicht herab= gewürdigt werden. Wer die Untergebenen vorschriftswer seine Dienstgewalt dazu mißbraucht, um auf Kosten widrig behandelt, beleidigt oder gar mißhandelt, oder seiner Untergebenen sich Vorteile zu verschaffen, wird nachdrücklich bestraft. Glaubt der Soldat, Veranlassung zur Beschwerde zu haben, so ist er dennoch verbunden, seine Dienstobliegenheiten unweigerlich zu erfüllen und erst demnächst seine Beschwerde auf dem berordneten Wege anzubringen. Wer eine Beschwerde auf unwahre Behauptungen stüßt oder unter Abweichung von dem vorgeschriebenen Dienstwege anbringt, wird mit Freiheitsstrafe belegl. Art. 21. Der Soldat darf niemals, sei es durch Aussicht auf äußere Vorteile, sei es durch irgend einen anderen Grund, bei Ausübung des Dienstes sich zu Pflichtwidrigkeiten berleiten lassen. Wer für eine Handlung, die eine Verlegung der Dienstpflicht enthält, Geschenke oder andere Vorteile annimmt, fordert oder sich versprechen läßt, hat Zuchthaus zu gewärtigen. Art. 27. Auch im Beurlaubtenstande muß der Soldat den ihm obliegenden besonderen Pflichten pünktlich nachkommen und macht sich bei Zuwiderhandlungen strafbar. Art. 28. Von dem Ehr- und Pflichtgefühl des Soldaten wird erwartet, daß er alle strafbaren Handlungen vermeidet und fort und fort seine Pflichten treu und gewissenhaft erfüllt, durch Gottesfurcht und ehrenhafte Führung in und außer Dienst ein Muster ordent lichen und rechtschaffenen Lebens giebt und nach Kräften dazu beiträgt, den guten Ruf des Heeres im In- und Auslande zu bewahren. Politische Nachrichten. Der Berliner Korrespondent des„ Figaro" weiß zu berichten, daß Kaiser Wilhelm troß der be leidigenden Artikel der englischen Blätter nun erst recht entschlossen sei, die Buren- Generale zu empfangen. Der Zentrums Abgeordnete Berlin, 2, Oktober. Rintelen erlitt heute Nachmittag dem ,, Lokal- Anz." zufolge auf einem Spaziergange im Tiergarten einen Schlaganfall und mußte in bewußtlosem Zustande in seine Wohnung gebracht werden. Rufe einen Wagen, Paul, ich fühle mich nicht wohl", bat er. Bald rollten sie durch die beleuchteten Straßen dahin, und nach einer Viertelstunde hielt der Fiater vor dem ihm von dem jungen Manne bezeichneten Hause, in deffen zweiten Stock Frau Mende wohnte. Sie hatte auf Betreiben Ancelots den Namen Müller angenommen, sodaß es schon deshalb dem Advokaten sehr schwer geworden sein würde, sie aufzufinden. Die Frau öffnete und führte die beiden Herren in ein freundlich ausgestattetes 3immer. " Was verschafft mir noch zu so später Stunde die Ehre Besuches? fragte sie die Eintretenden. Ancelot hatte die Frau bei der neulichen Unterredung ohne Zweifel sehr genau instruiert. Um den Grafen ganz sicher zu machen, bediente er sich einer ungewöhnlich schroffen Redeweise. " Sie fennen mich bereits aus der Singspielhalle, Madame", fagte er, und die gelegentlichen Mitteilungen, die Sie mir dort gemacht haben, sollen Sie jezt in Gegenwart dieses Herrn wiederholen." " Was tönnten Sie für ein Interesse an meinen Familienangelegenheiten haben?" warf die Mende ein. " Keine Ausflüchte!" verjezte Ancelot." Sonst würden wir die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen müſſen." Aber was wollen Sie von mir?" fragte jene, mit scheinbar vor Angst bebender Stimme. " Der Name Müller an Ihrer Thür ist nur ein angenommener; wie ist Ihr wirklicher?" Mende", sagte das Weib leise. " Und noch früher hießen Sie?" Mein erster Mann nannte sich Radah." Jalsam no bon list, s Der Graf nidte. Kein Zweifel, die Frau war die rechte. Lebten Sie früher im Auslande und wo?" examinierte Ancelot weiter. " In Australien, wo auch mein erster Mann gestorben ift", berichtete fie teinu Dort lernten Sie eine Familie Reinhard fennen?" nahm iekt der Graf das Verhör auf. " Ja. Er besaß eine Farm, und mein Mann war Schafs meister bei ihm." 13 " Und was geschah weiter?" " Reinhard und seine Frau starben furz nacheinander, die Farm wurde verkauft, und ich zog in die Hauptstadt." Allein?" " Ich nahm die kleine Emmy mit mir, und als ich die nötigen Geldmittel erworben hatte, reiste ich mit ihr nach Europa zurüc Ausführung zu Che fte ave und Beit gefunden dem gorsay zur An außer Acht lassen wollte. Dazu sah sie sich um so weniger diesem Augenblick nur möglich, wenn sie jede Rücksicht der leßte Sessel hinausgebracht Marholms Gestalt sichtbar. Ihm auszuweichen war in mittelbar hinter der anmeldenden Dienerin wurde Gustav weisung zu geben, wurde schon die Thus ons geöffnet, in welchem sich Freea no worden war, und unfand, nachdem gerade veranlaßt, la mich, ihr fern zu bleiben, Dant war alles, während ich, Du nicht Freda, fage mir aus wird, das schlummernde meiner unbegrenzten Liebe und Ausdauer noch gebene dieses aus ohne Soffnung zu verlassen zwängeſt, daß es einst zwischen uns war. Es wäre mein Tod, wenn Du mich zu erwecken." und brachte auch jetzt noch keinen Laut über ihre Lippen. Freda Halgren war schweigend seinen Worten gefolgt - Gefühl wieder in Dir laß mich nicht sagen erstorbene und zitterns tgegnung zu bon Eitelkeit hinderte ihn, nach dem träglich zu machen. rung auszugeben. gezogen, Marsein würde, ihm eine ihm widerfahrene Demüthigung erglauben, daß eine Verbindung mit Freda allein im Stande unbegrenz Brief jede Hoffnung auf eine wieder nähe bem einmal Gesagten festhalten und machte ihn Eine Feigheit hatte die andre nach sich Am frühen Morgen brachte ihm die Poſt die Verdes Grafen Syderström mit der Gräfin init pchen das EmDen Verlauf einer Hetze selbst läßt man am besten Friedrich bie Schweiz 1781 auch Wien besuchte. vorige Kämpfe abgemattet und furchtsam gemacht. dahin unter beständigem wüthenden Bellen von den Hehmeistern find beißt, an welchem sie es alsdann aus dem Loche auf den Platz hinaus so lange auf das Thier zu, bis es aus Schmerz in den Hebebaum dann bringen brei oder vier Kerle einen großen Hebebaum und stoßen sondern ziehen sich in den hintersten Theil ihres Loches zurüd. Alsthür aufgezogen wird, so pflegen sie nicht immer herauszufahren, Nicolai erzählen, der auf seiner berühmten Reise durch Deutschland und Sogleich werden nun zwei oder mehr große Hunde, welche bis ,, Die Thiere sind schon burch Benn die Fall ziehen. Preisamt zu Der zum zweiten Bürger schlag fördert. Die Angelegenheit wird hoffentlich im Land| Familienabend. Turner und Freunde der Sache möge auf der Stat Berlin, 2. Oftober. meister von Berlin gewählte Stadtrat Kaufmann ist heute Morgen halb 12 Uhr gestorben. Zum Ableben Kaufmanns meldet noch die„ Berliner Zeitung": Schon seit einer Reihe von Tagen hat Kaufmann nur noch wenig lichte Momente gehabt. In der vergangenen Nacht verlor er vollständig das Bewußtsein. Der Totenschein bezeichnet Lungenblutung und Herzklappenfehler als Todesursache. Oberpräsident Graf von Stolberg hat sein Abschiedsgesuch aus Gesundheitsrücksichten eingereicht. Als vermutlicher Nachfolger wird genannt: Herr von Rheden, Regierungspräsident von Brandenstein und Landrat von Cronau. - Die Zolltarif- Kommission des Reichstages hat gestern auch die zweite Lesung des Tarifges ßes zum Abschluß gebracht und die Beschlüsse erster Lesung durchweg beibehalten. Der Zentrums- Antrag betreffend Verwendung der Ueberschüsse bei den Lebensmittelzöllen zur Witwen- und Waisen- Versorgung wurde mit 14 gegen 13 Stimmen angenommen, obgleich der Reichsschazsekretär die Ablehnung desselben empfohlen hatte, da seine Folgen gar nicht zu übersehen seien. Ferner erklärte Freiherr von Thielmann das Defizit des nächsten Jahres werde sich auf mehr als 150 Millionen belaufen. Seine Schäßung sei ziemlich richtig. An diesem Defizit ſei nichts mehr zu ändern, da es aus Ursachen herrühre, die feftliegen, wie die Steigerung gefeßlich feststehender Ausgaben. Auch§ 12, der benimmt, daß der neue Tarif spätestens am 1. Januar 1905 in Kraft treten müsse, wird aufrecht erhalten, trotzdem Graf Posadowsky dringend um Beseitigung dieser Vorschrift bat. Am Montag tritt die Kommission noch einmal zur Entgegennahme des Berichtes zusammen. Schlüchtern, 2. Oft. Der freifonservative LandtagsAbgeordnete Amtsgerichtsrat Rimmermann, der seit 1893 den Wahlkreis Schlüchtern- Gelnhausen vertreten hat, ist hier in seiner Heimat gestorben. - Die neue preußische Prüfungsordnung für Abiturienten. Zu diesem Oktober- Termin wird zum legten Male das Abiturienteneramen nach der alten Prüfungsordnung abgehalten. Nach dieser werden die Schüler beim mündlichen Examen nur in den Fächern geprüft, in denen sie beim schriftlichen schwache Leistungen aufzuweisen haben. Infolgedessen ist auch bei den bis jetzt in diesem Monat stattgehabten Reifeprüfungen im allgemeinen über die Hälfte der zugelassenen Ober Primaner von der mündlichen Prüfung gänzlich befreit worden, da ihre schriftlichen Arbeiten durchweg den Anforderungen genügten. Bu Ostern nächsten Jahres tritt die neue Prüfungsordnung in Kraft, nach welcher, wie dies bereits in früheren Zeit n der Fall war, jeder Schüler Seim mündlichen Examen in allen Fächern geprüft wird, während eine Befreiung vom mündlichen zur Ausnahme ge= hört und nur dann eintrat, wenn ganz hervorragende schriftliche Leistungen vorhanden sind. Die Oberprimaner, die jetzt burchgefallen sind, müssen sich also auf die nächste Prüfung nach der neuen Ordnung vorbereiten, was mehr Fleiß und Mühe erfordert. - Gefängniskonkurrenz. Mehrere Berliner Bei tungen berichten, daß bei einer Submission für die Lieferung von Tischlerarbeiten beim Gymnasialbau zu Rawißsch die dortige Strafanstalt das niedrigste Angebot noch um 1000 Mt. unterboten und dadurch der Zuschlag erhalten habe. Ist schon ohnehin die Konkurrenz der Strafanstalten unseren Handwertern gegenüber höchst bedenklich, wenn sie Private veranlaßt bei den Strafanstalten anstatt bei den Handwerkern arbeiten zu lassen- so ist es noch stärker zu verurteilen, wenn der Staat in solchen Fäller selbst die Beteiligung der Strafanstalten bei Submissionen durch den ihnen erteilte Zu22] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachbruck verboten.) Und zwar mit noch einem Kinde. Wo hatten Sie dieses her?" " Das Kind war die Tochter eines Czechen, Namens Bozdech, der wegen eines Mordes in Australien gehenkt worden war." In diesem Augenblick wurden Schritte vor der Thür hörbar und gleich darauf die lettere ziemlich stürmisch geöffnet. Es war Seraphine, die aus der Singspielhalle zurückkehrte. Einen Augenblick blieb sie überrascht stehen, dann sagte sie furz guten Abend und begann Hut und Mantel abzulegen. Brüfend glitt der Blick des Grafen noch einmal über das Mädchen, dann wandte er sich schaudernd ab. Blöblich blieb Roded vor der Frau stehen und packte sie ziemlich unsanft an der Schulter. " Sie reisten mit zwei Mädchen, die beide ziemlich in gleichem Alter standen, nach Europa", sagte er in festem, befehlendem Tone. Hier ist das eine, was ist aber aus dem anderen geworden?" Die Last wurde mir zu groß; ich vermochte nicht, beide Kinder zu ernähren", erzählte die Mende in ängstlicher Hast. Ich gab daher Helene Bozdech aus dem Hause und behielt nur Emmy Reinhard, zu welcher ich eine besondere Vorliebe gefaßt hatte." un= „ Erinnerst Du Dich, daß Hartwig uns mitteilte, wie die erste Wärterin Emmys ihm erzählt, das Kind habe im zarten Alter von faum einigen Monaten infolge einer Quetschung eine Verkürzung des fleinen Fingers der linken Hand erlitten bedeutend zwar, doch immerhin bemerkbar?" wandte sich jetzt der Graf an Ancelot." Derartige fleine Fehler werden weder durch die Zeit noch durch das Wachstum ausgeglichen; sie bleiben zeitlebens erkennbar. Ist dieses Merkmal vorhanden, so sind meine 3weifel besiegt; anderenfalls waltet hier ein Schwindel ob." Ohne weiteres trat er zu Seraphine heran, faßte deren linke Hand und prüfte dieselbe genau. Aber nicht die allergeringste Unregelmäßigkeit war an derselben bemerkbar. Verächtlich schleuderte der Graf die Hand des Mädchens zurück. " Lug und Trug!" rief er zornig aus. Diese dort ist nimmermehr Emmy." Er schritt zur Thür, aber die Frau warf sich ihm entgegen. Machen Sie mich nicht unglücklich, gnädiger Herr, ich will Ihnen die Wahrheit sagen", schrie sie in höchster Erregung. tag behandelt werden. Paris, 2. Oktober. Die Aerzte find wegen des Rustandes der Frau Zola sehr beunruhigt, da sie durch die Mitteilung vom Tode ihres Gatten sehr nervös geworden ist. Die Aerzte untersagten ihr, der Leichenfeier beizuwohnen. Selbst den intimsten Freundinnen ist der Besuch bei Frau Zola nicht ge stattet. Sie darf weder Zeitungen lesen, noch erhält sie Kenntnis von den einlaufenden Kondolenz- Telegrammen. Die Subsfription für Errichtung eines 3ola- Denkmals, welche gestern eröffnet wurde, ergab bereits die Summe von 7884 Frcs.- Bis iezt haben bereits 30 sozialistische Organisationen beschlossen, an den Beiseßungsfeierlichkeiten teilzunehmen. in diesbezüglicher Aufruf ist an alle Arbeiter- Verbände ergangen. Man glaubt, daß der Leichenzug der großartigste werden wird, der im letzten Jahrzehnt stattgefunden hat.- Alfred Dreyfus, der vom Siècle aufgefordert worden war, einen Nefrolog über seinen Retter zu schreiben, teilte dem genannten Blatte mit, und der tiefen Trauer nicht von seinem großen und er könne augenblickiich wegen seines großen Schmerzes treuen Freunde öffentlich sprechen. Paris, 2. Oftober. Von zwei Aerzten begleitet verließ Frau Zola die Heilanstalt in Neuilly und begab sich in die Rue Bruxelles, um den Leichnam ihres Gatten noch vor Schließung des Sarges zu sehen und das Testament hervorzuholen. Belgrad, 2. Oktober. Beim Dorfe Tscharli im Vilajet Monastier fand ein blutiger Zusammenstoß zwischen türkischen Soldaten und der Bevölkerung statt. Es gab 12 Tote und zahlreiche Verwundete. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog von Hess n traf gestern mittag 2 Uhr zum Besuch des Frhr. v. Stumm in Rauisch- Holzhausen bei Marburg ein. ** Das Amtsblatt Großherzoglichen Ministeriums der Justiz Nr. 30 vom 15. September d. I. enthält ein Ausschreiben an sämtliche Justizbehörden, betreffend die Tagegelder und Reisekosten der Großherzoglichen Ämtsrichter und Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten, sowie der Amtsanwälte. Weiter haben zum Inhalt: Nr. 31 vom 16. September ein Ausschreiben an die Großherzoglichen Justizbehörden, betreffend die Stempelfreiheit der Geländeerwerbungen zum Bau von Staatseisenbahnen; Nr. 32 vom 17. Spiember ein Ausschreiben an die Großherzoglichen Justizbehörden, betreffend Gegenseitigkeitserklärung zwischen Hessen und Preußen wegen Stempelbefreiung; Nr. 33 vom 18 September ein Ausschreiben an die Großherzoglichen Justizbehörden, insbesondere die Gerichtsvollzieher, betreffend die Zustellung von Willenserklärungen, bei denen eine Urfunde vorzulegen ist. ** Militärdienstnachrichten. Scheibel, Garn.- Verwalt.- Insp. in Butzbach, nach Glaz, Böttger, Garn.- Verwalt.- Kontrolleur in Frankfurt a. M., als Verw.Insp. nach Butzbach versetzt. ** Die Staatsanwaltschaft zu Gießen giebt Folgendes bekannt: Die Aften der Strafgerichtsbarkeit und die In haft erung und Verpflegung der Gefangenen im Provinzialarresthaus Gießen, sowie allgemeine Gegenstände betreffenden Aften sind, soweit zulässig, zur Vernichtung ausgeschieden worden. - Diejenigen, welche an deren längerer Auf bewahrung ein Interesse haben, werden aufgefordert, solches binnen 4 Wochen dahier anzumelden und zu bescheinigen. Männerturnverein. Der Männerturnverein hält morgen Samstag im Hotel Schüß seine Hauptverfammlung ab. Sonntag nachmittag ist das Abturnen in der Turnhalle des Realgymnasium, abends in Steins Garten " Das Mädchen dort ist nicht Emmy Reinhard, sondern Helene Bozdech, die Tochter des Gehenften." Ein marferschütternder Schrei ertönte; Seraphine sank ohnmächtig vom Stuhle. Hätte man Ancelot sein Todesurteil verkündet, die Wirkung hätte nicht furchtbarer sein fönnen. Wie vom Starrframpf befallen, stand er da, unfähig, sich zu rühren. Zu gräßlich war die Enthüllung, welche er, der betrogene und überlistete Betrüger soeben vernommen. " Ich wußte es ja", flüsterte der Graf vor sich hin.„ Soweit fonnte eine Nodeck nicht entarten." Dann sich zu der Frau wendend, fuhr er laut fort: " Ich will vorläufig von gerichtlichen Schritten gegen Sie absehen, da Sie sich endlich bequemten, die Wahrheit zu gestehen. Jezt aber heraus mit der Sprache: was ist aus Emmy geworden?" Auf einem Spaziergange im Prater, während ich das Kind einige Augenblicke außer Acht gelassen hatte, geriet es unter die Näder einer Equipage, in welcher eine Dame saß", berichtete die Mende. Glücklicher Weise fam es unverlegt davon, aber die Dame war so erschrocken, daß sie ausstieg, das Kind liebfoſte, beschenkte und mich nach Namen und Wohnung fragte. Am anderen Tage erschien sie mit ihrem Gatten und machte mir das Anerbieten, das Mädchen adoptieren zu wollen, da sie kinderlos fei. Dabei legte sie eine bedeutende Summe in Hundertguldennoten als Entschädigung auf den Tisch.. Der Notar, den sie mitgebracht hatten, jeste ein Schreiben auf, in welchem ich auf alle Ansprüche verzichten zu wollen erklärte, und das ich unterzeichnen mußte, und dann gingen sie und nahmen das Kind mit sich, es that mir sehr weh!" fügte das Weib hinzu, und heuchlerische Thränen rollten ihr über die Wangen. Aber ich sah, daß es zu des Kindes Besten sei, denn es waren vornehme Leute." " Und ihr Name?" forschte der Graf weiter. " Die Frau schwieg einen Augenblick, als überlege fie, was sie antworten sollte. Den Namen ia, den weiß ich nicht, gnädiger Herr", versezte sie dann. Die Schrift wurde mir vorgelesen, und ich habe den Namen dabei nur ein einziges Mal gehört. Ich weiß nur soviel, daß es eine adelige Herrschaft war. finden. Komm, Paul, laß uns gehen." „ Es ist gut", sagte der Graf." Das Weitere wird sich „ Ich wette, das Weib verheimlicht mir den Namen, den ste ganz genau fennt, um Vorteil daraus zu schöpfen", wandte sich müssen. Morgen mag sie mein Rechtsanwalt besuchen; dem der alte Herr an seinen Begleiter. Ich werde ihr Geld bieten sich recht zahlreich einfinden. gebeten. Der im für Gifener be biefiger Minottegry fälischen ben Schw wie bei d die Lahn ** Im hiesigen Theatersaal( Café Leib) begin gestern Abend der kaufmännische Verein un der Ortsgewerbeverein Gießen die Eröffnun seines Vortrag- Giclus für die kommende Wintersaison Der Redner, Herr Alfred Nietzsche- Leipzig, führte uns in seinem fesselnden Vortrag auf einer Reise durch den südlichen Teil Norwegens vom Mardanges- Fjord aus gehend über die Eisgefilde der Folgefond nach Olde durch das herrliche Jordal in das Gebiet der Riesen wasserfälle Vöringfors und Skyfjefos; von der Korn kammer Bergens nach Stahlheim in das malerische Närödal, über Gutvangen nach den Sognefjord. höchste Berg Norwegens wurde bestiegen und von da ging es nach Merak über die Paßhöhe am Djupvasfee nach dem Geirangerfjord mit seinen mächtigen Wasser fällen und Naturschönheiten zur Endstation Molde Die Ausführungen waren durch herrliche z. T. bunte Lichtbilder ergänzt und folgte das Publikum mit unge teiltem Interesse den Worten des Vortragenden. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt und hatten wir eine, sondern auch viele den Vereinen fernſtehenden ZuGelegenheit nicht nur Mitglieder der genannten Ver | hörer zu sehen. Die Vorträge behandeln stets ein all gemein verständliches Thema und sind daher nicht genug jedem denkenden Menschen zu empfehlen. Für geringes Geld kann man sich dort einen belehrenden und wirklich genußreichen Abend verschaffen. ** Das Orpheum war auch gestern abend wieder gut besucht; Freunde einer ungezwungenen Mimit und heiterer Sachen finden dort am Abend reiche Gelegenheit sich zu amüsieren. Dabei aber daß muß man sagen werden etwa teine abgedroschenen Sachen geboten, sondern Neues und Gutes. Besonders wieder hatte der MundharmonikaKünstler bei dem Publikum Anklang gefunden. Das Programm wechselt jeden Abend; also eine Langeweile für öftere Besuche ist ganz ausgeschlossen. Schritte an Wettbewerb zu ermöglich In einer zu Bießen f Deutich- Nati tragte Mend die Dauer Berfe Graudenz in neuerer teil des Har daher vorge ein Prodi tände ein treides en durch eine Festlegung übrigen Ha Handelstamm effenten des fammer in Verkeh fammer in 2 mehrfach aus haltes an schn hin Anklagen mittelgefes eing verständigen mi in Düffeldorf Beanstandungen feien. 6. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll- Auszug. Gießen, 30. September 1902. Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Dürbeck, Grünewald, Hoos, Ihring, Kaz, Nowack, Röhr, Schirmer, Steinecke, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Snipper. Entschuldigt fehlen die Herren: Moul, Ramspeck, Rinn, Schmall, Wallach. Dem Großh erstattet über di Deutich Amerit 2. Die Gr sprechend einen fammern des bezirks für di 3. Von ei als ein Migit herzogtum ef beffifiche Lieferan Lieferungen dur venigen Ausna Betracht fou tonnte fich de Helen wie jene geäußerten Be Schließen und mehreren Mitgliedern der Kammer war die Einrichtung 1. Geschäftsbericht: Postwesen: Von einer täglich zweimal verkehrenden Personen poft zwischen Alsfeld und Groß- Feldn neben derin Felda angeregt worden. Die Großh. Handelskammer schon bestehenden Personenpost Ehringshausen- Großwird eine entsprechende Eingabe an die Kaiserl. OberPostdirektion in Darmstadt richten. Eisenbahn wesen: Da der Entwurf des Winterfahrplanes der Biberthalbahn nur in geringem Maße den von der Kammer schon oft geäußerten Wünschen nach besseren Anschlüssen auf der Station Abendstern in der Nichtung Weglar entgegen kam und da es nach den gemachten Erfahrungen aussichtslos erschien, durch direkte Anträge bei der Verwaltung der Biberthalbahn eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zu erreichen, so hat sich die Kammer an das Großh. Ministerium der Finanzen um Unterstützung ihrer Wünsche gewandt. hat die Kammer bei der Königl. Eisenbahndirektion in Auf Ersuchen des Ortsvorstandes zu Daubringen Frankfurt a. M. die Einrichtung des Stückgutverkehrs schneidigen Juristen wird es sicher gelingen, durch Drohungen und mit Hilfe barer Münze die Frau zum Geständnis zu bringen." " Ich bin ganz Ihrer Ansicht, Herr Graf", pflichtete Ancelot bei, und es gelang ihm, sich soweit zu beherrschen, daß seine Stimme ziemlich unbefangen flang. Als sie an der Wohnung des Grafen angelangt waren, reichte dieser Ancelot die Hand. " Wir sind unserem Biele heute ein gutes Stück näher gerüdt", sagte er freundlich, und das ist hauptsächlich Dir zu danken, Paul. Ich werde Dich reich belohnen, wenn Du mir auch ferner behilflich sein willst, meinen legten Lebenszweck zu erreichen." Gewiß will ich das thun, Herr Graf", versicherte der Angeredete. Ein Abschiedswort noch, und die beiden trennten sich. Am anderen Morgen stellte sich Ancelot wieder in der Wohnung der Witwe und seiner Frau ein. Seraphine saß auf dem Sopha und fah bleich und angegriffen aus; die unerwartete Nachricht hatte das sonst sehr leichtlebige Frauenzimmer doch tief erschüttert. Auch die Mende verfärbte sich, als sie Ancelot erblickte. Aber jener winfte mit der Hand zu schweigen. " Ich habe Ihnen nicht die Wahrheit gesagt", jammerte fie. Beit, darüber zu reden", unterbrach er sie in hartem Tone. Es " Sie sind eine durchtriebene Gaunerin, aber jetzt ist nicht die gilt zu handeln. Wissen Sie den Namen des Ehepaares, welches das Kind zu sich nahm, wirklich nicht?" " Ich weiß ihn", sagte die Mende leise, aber ich glaubte, es sei besser, ihn vorläufig noch zu verschweigen." " Das war das Klügfte, was Sie thun konnten", rief Ancelot freundlicher. Und wie lautet der Name?" Frau Mende schloß ein Schreibpult auf und entnahm einem Kästchen ein ziemlich vergilbtes Papier. Hier ist eine Abschrift des Dokumentes, welches damals der Notar anfertigte", sagte sie und überreichte Ancelot die Urkunde. Haftig entfaltete Ancelot das Schriftstück und seine Augen flogen darüber hin. " Eva von Raday, Horst von Falkenhof, Else von Falkenhof", las er die Unterschriften, und seine Stimme zitterte vor Er regung. Ganz recht, Elsa nannte der Herr seine Frau", bestätigte die Mende. Den Namen des Kindes, Emmy, hatte ich beibehalten." leise,"" die ehemalige Gattin meines Bruders und iezige Frau Wunderbar!" Hier ist kein Zweifel möglich", sagte Ancelot des Herrn von Fries ist Emmy, Gräfin Roded. Er ließ die Hand mit dem Papier finten. In einer fommenen Be während bei berwaltungen f heimijden Steue -bevorzugt gleicher Weise b 4. Die Har geichlagen, daß welcher die Be Bulag erhalten Sonntagsrube wesenden Hund eine Bestimmu Ladenschluß an Großh. Handel Bocichlag der 5. Die Kar des Hejjisch Rhei der Braunkohlen nadh den Indus ujw. zu unterstü 6. Die Kam Handelstammer Bang für zuri 7.2uf 2 Alsfeld wurde Direktion in dem dortigen prechverbind Unter Regul Prof Senge Außer m Freunde der Sache auf der Station Daubringen beantragt und das Großh. ( Café Leib) beg Kreisamt zu Gießen um Unterstüßung dieses Antrages gebeten. Der im August d. Js. in Kraft getretene neue Tarif für Eisenerze und Koaks ermöglicht den Eisenerzgruben des hiesigen Bezirks noch nicht die Konkurrenz mit den Minottegruben Luxemburgs nach dem rheinisch- westfälischen Industriebezirk. Die Kammer hat daher bei ben Schwesterfammern in Dillenburg und Siegen, sonische Verein ießen die Gröffn ommende Winterfai Leipzig, führte uns iner Reise durch i ardanges- Fjord au Folgefond nad O os; von der Nor Aus Hessen und Nachbargebieten. Kopf. Der Mann war sofort fot. Er hinterläßt eine Frau und 5 kleine Kinder. ** Diez, 2. Oft. Die Enthüllung des Kaiser- FriedrichDenkmals findet bestimmt am 18. Oftober statt. für die kommende Reichstagswahl im Dilltreise wieder ** Dillenburg, 2. Oft. Die Christlich- Sozialen stellen Herrn Dietrich v. Derzen als Kandidaten auf. ** Marburg. Herr Professor Oldenberg, Lehrer des Staatsrechts und der Staatswissenschaften an der hie figen Universität, hat den an ihn ergangenen Ruf als Greifswald angenommen. Gebiet der die Lahn-, Dill- und benachbarten Reviere in Weglar seinen Obstreichtum bekannt. Sowohl die Gemeinde als auch ordentlicher Professor seines Lehrfaches an die Universität in das malerisc Sognefjord. D tiegen und von öhe am Djupvass Endstation Mold herrliche 3. L. bun Schritte angeregt, um den hiesigen Gruben wieder den Wettbewerb gegenüber den Luxemburger Minottegruben zu ermöglichen. mächtigen Baffe Deutsch- Nationalen Handlungsgehilfen- Verband beanIn einem Gutachten an die Großh. Bürgermeisterei zu Gießen sprach sich die Kammer gegen die vom unge ** Turnerisches. Der Turnverein Wieseck versendet gegenwärtig an die Vereine des Gaues Hessen ein Schreiben, welches die Gründe seines Austrittes aus dem Gau- Verband enthält. Man ist in Turnerfreisen sehr gespannt darauf, welcher Verein nun das Gauturnfest, das im nächsten Jahre in Wies.ck abgehalten werden sollte, übernehmen wird. r. Kinzenbach. Unser Dorf ist wohl hinlänglich durch die Privatleute nehmen alljährlich durch die Obsternte eine bedeutende Summe ein. Von dem diesjährigen reichen Apfelfegen bekommt man wohl einen kleinen Begriff, wenn man hört, daß es hier Bäume gab, die einen Ertrag bis zu 30 Körben lieferten. Ja ein Baum, der in früheren Jahren bereits 6 Malter à 8 Mt. geliefert, hat auch diesmal wieder seine Sache gut gemacht, indem er sogar 40 Körbe lieferte. Gewiß eine schöne Nebeneinnahme für den Landmann, weshalb man nicht oft genug die Mahnung geben kann:„ Im Dir's ein." Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Am 21. Sonntag nach Trinitatis, den 5. Oktober Gottesdienst. tragte Aenderung der bestehenden Bestimmungen über die Dauer der Sonntagsarbeit aus. Verkehr mit kleie: Die Handelskammer zu Graudenz hatte es als einen Mißstand bezeichnet, daß kleinsten Raum pflanz einen Baum und pflege sein, er bringt gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. in neuerer Zeit der Begriff„ Kleie" vielfach zum Nachteil des Handels und der Müllerei verschoben werde und Bublifum mit Bortragenden. Der Sejezt und hatten ti der genannten Be nen fernstehenden B handeln stets ein al id find daher nic zu empfehlen. Fi Derschaffen. ** Laubach, 1. Dkt. Zwei Obertertianer des hiesigen In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Beichte und Heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die MatthäusDie Vorbereitung zur Kinderkirche wird Samstag, den 4. Okt. daher vorgeschlagen, unter„ leie" allgemein Gymnasiums, Söhne des Oberlehrers W. und des Pfarrers nachmittags 3 Uhr, im oberen Konfirmandensaal gehalten. ein Produkt za verstehen, welches die Rückstände eines marftgängig gereinigten Getreides enthält". Der Deutsche Handelstag suchte übrigen Handelstammern das Bedürfnis nach dieser = V. hier, hielten sich in der Stube des ersteren auf, der dem letzteren verschiedene Neuheiten, darunter auch einen Revolver, zeigte. In der Meinung, derselbe sei nicht geladen, legte W. Kugel fuhr V. ins Gesicht, derart, daß die Oberlippe zerort einen belehrenda durch eine Rundfrage festzustellen, ob auch bei den auf seinen Mitschüler an und eine im Revolver enthaltene ern abend wieder g Festlegung des Begriffes Kleie bestehe. Die Großh. fleischt und ein Schneidezahn im Oberkiefer herausflog. In boten, sondern Neus Minif man sagen werden fammer in Craudenz zustimmend geäußert. Gelegenheit fió a Elſenten des Bezirtes zu dem Vorſchlag der HandelsVerkehr mit gedörrtem Obst: Die Handelsder Mundharmonik: kammer in Düsseldorf berichtete, daß in letzter Zeit eine Langeweile fi haltes an schweflicher Säure beanstandet und darauf hin Auflagen wegen Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz eingeleitet worden seien. Der Handelskammer in Düsseldorf wurde nach Erkundigung bei den SachHandelskammer verständigen mitgeteilt, daß im hiesigen Bezirk derartige en, Alsfeld und Beanstandungen und Anklagen nicht vorgekommen feien. Dem Großh. Ministerium des Innern wurde Bericht g. erstattet über die Thätigkeit der Kammer gegenüber der September 1902. Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft. 2. Die Großh. Handelskammer erklärte sich, entTommerzienrat Koh elheim, Balser, Dür sprechend einem Antrage der Vereinigung von HandelsNaß, Nowad, Röhr, fammern des niederrheinisch- westfälischen Industriee der Syndifus Dr. bezirks für die Beseitigung der Gerich sferien. ren: Moll, Ramsped, Bostwesen: Von 3. Von einer Firma des hiesigen Bezirkes war es als ein Mißstand bezeichnet worden, daß im Großherzogtum Hessen bei der freihändigen Vergebung von Lieferungen durch Großh. Staatsanstalten häufig außerwar die Einrichtung hessische Lieferanten bevorzugt würden, obwohl mit Personenpost wenigen Ausnahmen die Lieferanten in Hessen für die Feldn neben der in Betracht kommenden Artikel ebenso leistungsfähig ringshausen- Groß feien wie jene ausländischen Firmen. Die Klammer Bh. Handelskammer fonnte sich der Berechtigung dieser Klagen nicht vern die Kaiserl. Ober schließen und beschloß, der Großh. Regierung von den en. Eisenbahn geäußerten Beschwerden Kenntnis zu geben. Binterfahrplanes der In einer anderen zur Kenntnis der Kammer ge= Maße den von der formenen Beschwerde wurde darüber geklagt, daß, nschen nach besseren während bei größeren benachbarten Kommunalern in der Richtung verwaltungen selbst bei geringer Mehrforderung die einnach den gemachten heimischen Steuerzahler als Lieferanten wie zu billigen urch direkte Anträge fi- bevorzugt würden, diese Rücksichtnahme nicht in n eine Verbesserung gleicher Weise hier geübt würde. en, so hat sich die 4. Die Handelskammer in Oldenburg hatte vorm der Finanzen um geschlagen, daß der§ 41 a Abs. 1 der Gewerbeordnung, welcher die Verkaufszeit an Sonntagen betrifft, einen 3 zu Daubringen Zusaß erhalten möge, wonach die bei Eintritt der isenbahndirektion in Sonntagsruhe in den offenen Verkaufsstellen schon anDes Stückgutverkehrs wesenden Kunden noch fertig bedient werden dürfen, eine Bestimmung, die in den Vorschriften über den Ladenschluß an Werktagen bereits enthalten ist. Die Großh. Handelskammer sprach sich ebenfalls für den Borſchlag der Handelskammer zu Oldenburg aus. dt. n, durch Drohungen und eſtaubnis zu bringen." Braf", pflichtete Ancelot beherrschen, daß seine afen angelangt waren, 5. Die Kammer erklärte sich bereit, einem Antrag des Hessisch Rheinischen Bergbauwerks betr. Ermäßigung der Braunkohlenfrachten von den oberhessischen Stationen tes Stüd näher gerüdt", nach den Industriezentren Frankfurt a. M., Offenbach ujv. zu unterstützen. ächlich Dir zu danken, enn Du mir auch ferner Szwed zu erreichen." vom Arzte entfernt werden, jo baß 38. nur geringere Bete legungen erhielt; nur einen glücklichen Zufall ist es zu verdanken, daß der Angeschossene schwerere Verlegung nicht empfing. Es ist dieser Vorfall ein neuer Beweis, daß man Schießwaffen wegschließen und vorher entladen soll, will man ein größeres Unglück verhüten. Pfarrassistent Vogt wohnt Göthestraße 27, IV. Der Konfirmandenunterricht für die Kinder aus der Matthäusgemeinde wird Montag, den 13. Oktober seinen Anfang nehmen. Die Anmeldung dazu werden Donnerstag, den 9. und Freitag den 10. Oktober, jedesmal vormittags von 11-1 Uhr und nachmittags bon 4-7 Uhr im Pfarrhaus entgegengenommen. Die Mitteilungen über den Konfirmandenunterricht in der Markusa emeinde er folgen nächsten Montag. Die Einführung des Herrn Pfarrer Scheunemann findet Sonntag, den 12. Oktober statt. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesge meinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nächstkünftigen Sonntag, den 12. Okt. Ernte- Dankfeft. An diesem Tage nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Armen. Am Einte- Dankfest beginnen die Abendgottesdienste um 5 Uhr. Der Konfirmandenunterricht für die Kinder der Lukas- und der Johannesgemeinde, die zu Ostern 1903 konfirmirt werden sollen, beginnt am Montag, den 13. Oktober. Die Anmeldung der Konfirmanden der Lukasgemeinde findet Donnerstag, den 9. Oktober und Freitag den 10. Oktober. Wohnung des Pfarrers: Alicestr 13. statt. vormittags von 11-1 Uhr und nachmittags von 3-6 Uhr in der Die Anmeldung der Konfirmanden der Militärgemeinde ebendaselbst: Mittwoch den 19. Oktober von 11-1 Uhr vormittags Sonntag, den 12. Oktober im Anschluß an den Vormittagsgottesund von 3-4 Uhr nachmittags. Die feierliche Eröffnung des Konfirmanden- Unterrichts findet dienst statt. ** Friedberg, 1. Oftbr.( Uebergang der Stadt und Burg Friedberg an Heffen.) Nicht vielen unserer Leser dürfte es bekannt sein, wie und wann Stadt und Burg hessisch wurden und es ist daher dankbar anzuerkennen, daß Herr Bürgermeister Sandmann uns in die angenehme Lage versetzt hat, dies durch Mitteilung der folgenden Originalnotiz allgemein zur Kenntnis zu bringen: Am 2. September 1802 erfolgte die providurch den Major Beck mit einer Abteilung in der sorische militärische Besizergreifung der Stadt Friedberg Stärke von 8 Offizieren und 330 Mann vom Regiment Landgraf. Es gab dabei eine Differenz wegen der Judengasse mit der Burg Friedberg, deren Posten der ,, Gewalt" wichen. Am 11. Oktober 1802 fand alsdann auf Grund eines von dem Landgrafen Ludwig X. erlassenen Patentes vom 6. Oftbr. 1802 die provisorische Zivilbefizergreifung statt. Hessen bestellte am 13. Oftbr. 1802 einen Kommandanten, den Major von Wildermouth. Die Ratifikation des Reichsdeputation hauptschlusses durch den staiser, wodurch das Provisorium Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur zu einem Definitorium wurde, erfolgte erst am 27. April 1803. Am 10. Dezember 1803 ließ Hessen in der Burg provisorisch Besizergreifungsmaßregeln vornehmen, die wirkungslos blieben. Am 21. Januar 1804 wurde die Burg militärisch offupiert, am 3. März aber wieder geräumt. erfolgte erst am 12. September 1806 durch Uebergabe Die Einverleibung der Burg seitens eines franzöfifchen Kommissärs." ** Friedberg, 2. Oftbr. Ein einheitlicher Ladenschluß an Sonn- und Festtagen, der von vielen hiesigen Geschäftsleuten lang ersehnt wurde, ist von der hiesigen Handelskammer beim Kreisamt beantragt worden. Darnach sollen die Geschäfte im ganzen Kreise um 1 Uhr geschlossen werden. Dafür ist der größte Teil der Geschäftsleute, z. B. Spezerei-, Eisenhändler-, Uhren- und ähnliche Geschäfte, während die Mode- und Manufakturgeschäfte für den Verkauf von 1 bis 4 Uhr sind. An den 2 bis 4 Sonntagen vor den hohen kirchlichen Festen will man die Verkaufszeit statt seither von 12 bis 7 Uhr auf die Zeit von 11 bis 6 Uhr legen. ** Bad Nauheim, 2. Oft. Vom 13. bis 15. Oftober findet hier die Wander- Versammlung des deutschen Bäder= tages statt. Die hessische Regierung veranstaltet zu Egren der Teilnehmer ein Festessen im Kurhaus. ** Södel bei Friedberg. Der älteste aftive Lehrer Heffens dürfte Lehrer L00% in Södel bei Friedberg fin. 6. Die Kammer beschloß nach einem Antrage der Derselbe trat mit 18 Jahren seine Lehrerlaufbahn in ge= red, berſicherte der andelskammer zu Wiesbaden für den Franfatur- nanntem Drte an, wo er auch bis heute ununterbrochen Dang für zurückgesandte leere Emballagen einzutreten. wirkte, sodaß sämtliche einheimischen Bewohner des Ortes 7. Auf Ant ag des Kaufmännischen Vereins in seine Schüler gewesen sind. Fast 61 Jahre war er im Alsfeld wurde beschlossen, bei der Kaiserl. Ober- Post- Dienst und zählt gegenwärtig 80 Lebensjahre. Im Frühden trennten fich. Ancelot wieder in der ein. fah bleich und angegriffen dicktion in Darmstadt für die Genehmigung weiterer, jahr war es ihm vergönt, sein 60jähriges Diennjubuäum as sonst sehr leichtlebige dem dortigen Verkehisbedürfnis entsprechenden Fern- zu feiern. Gestern am 1. Oftober ist Herr Loos in den fie Ancelot erblickte. it gejagt", jammerte fie. weigen. rin, aber jekt ist nicht die fie in hartem Tone. E en des Ehepaares, welches eife,„ aber ich glaubte, es Deigen" un fonnten", rief Ancelot 2" auf und entnahm einem antes, welches damals der te Ancelot die Urkunde. prechverbindungen einzutreten. ( Schluß folgt.) woh berdienten Ruhestand getreten. ** Aus der Rhön, 2. Ott. In dem Basaltsteinbauche der Firma Leimbach u Co. auf dem Rothberge stürzte dem Arbeiter Leopold Seifert von Brüchs aus einer Höhe von 6 bis 8 Metern ein zirka 25 Pfund schwerer Stein auf den Die Anmeldungen der Konfirmanden aus der Johannes. gemeinde wolle man vornehmen am Montag, den 6., bis Frei tag den 10. Oktober ausgenommen Mittwoch im Pfarrhause, Südanlage 8. Die feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Johannesgemeinde findet statt am Sonntag, den 12. Oktober, im Anschluß an den Abendgottesdienst in der Johanneskirche. Katholische Gemeinde. Samstag, 4. Oft. heiligen Beich von 5-10 Uhr wird ein fremder Priester Beichte hören. Sonntag, den 5. Oft. Rosenkranzfeft. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " 8 Uhr: vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Gemeinschaftliche heilige Kommunion des fath. Gesellenvereins. Die zweite heil. Messe. 9.30 Uhr: Hobamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz- Andacht mit Segen. An den Werktagen ist Abends um 6.30 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Marktbericht. per Bid. 1.10-1.20 mt. Hühnereter 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. Gießen, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter -00 Pfg., Gänseeter 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbien der Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar mr. 0.60-080, Hühner per Stüd Mr. 100-1 30, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.85, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gäne p. Bid. 0 60-0.75 W., Dchienfleisch per Pfd. 66-76 Bfg, Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfs. 70-80 Big. Schminefleisch gefalzen per Bfund 0.84 Bfq, Kalbfleisch per fb. 68-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 380-5.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 3.30-3.50, Milch per Liter 18 Pfg. Vieh. nlrich ein, 30. September. Auf unserem Michaelimarkte" erlitten die seither so ungewöhnlich theueren Preise für Jungschw inen zum erstenmale eine beme fenswerte Schlappe. Allerdings übertraf das Angebot bei weitem die Nachfrage, deffenungeachtet herrscht aber verkaufen wollte und faufen mußte, fonnte nicht anders als mit d ch auch wenig Kauflust für die geforderten hohen Preise. Wer geringerem Breise vorlieb nehmen Deshalb blieben viele Stüde unverkauft, und die Verkäufer nahmen wieder ihre Wagenladungen mit. Die Ferfel erfte Sorte fosteten per Paar 50-55 M., zweiter Sorte 45-50 M. Das iä immerhin noch genug hohe Preisstufe Auch für die fetten Schweine ist der Preis um 2-3 ver Pfund Lebendgewicht abgeschlagen, mihin von 50 auf 48 und 47. Besser ging die Nachfrage nach Einlegeschweinen, die pro Baar mit 120-130 M. bezahlt wurden. Regerer Handel herrschte auf dem Rindviehmarkte bei gut n Preisen. Die überaus gute Futterernte, die eine in den letzten Tagen noch eingeheimste vortreff.iche Grummet ernte fronte, garantiert hier stabile Preise. Markt 16. Friedrich Teipel, Markt 16. Hochfeine Seiden ftüd und seine Augen of, Elie von Faltenhof", timme zitterte vor Er eine Frau", bestätigte die h, hatte ich beibehalten." I möglich", sagte Ancelot rubers und jezige Frau Noded. Tinten empfiehlt Unterzeuge in Wolle, Halbwolle, Merino u. Maco. Sehr empfehlenswert: Reguläre Unterhosen ohne Naht, worin stets großes Lager in allen Srößen und Preislagen unterhalte. Prof. Dr. Jaegers Normal- Trico wasche. Heyges zweifeitige Unterzenge, oben Wolle unt n Baumwolle. 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