Nr. 203. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhefftsche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Montag, den 31. August 1903. Gießener 12. Jahrgang Jasertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Vfg. fonist 15 Vfg.: Reklamen die Betitzeile 30 resp. fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung 190 o aliii rodo un lais ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Gießen, den 22. August 1903. Betr.: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschule. Die Gr. Kreisschulkommission Gießen on die Schulvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, die Verzeichnisse derjenigen Schüler, welche im kommenden Winter die Fortbildungsschule zu besuchen haben, alsbald in doppelten Gremplaren aufzustellen, ein Eremplar bei Ihren Akten zu behalten und das andere uns bis spätestens den 16. September zur Prüfung einzusenden. Wir werden dass Ibe nur zurückgeben, wenn sich Beansandungen finden. Erfolgt keine Rückgabe, so ist das Verzeichnis als genehmigt anzusehen In die Liste sind alle Schulpflichtigen einzutragen. Bet den von auswärts cintretenden Schülern ist die Gemeinde anzugeben, aus der sie kommen. Solche Schüler, die aus Ihrer Gemeinde in andere Gemeinden übertreten, sind gesondert anzugeben, und es ist bei ihnen zu bescheinigen, daß die Schulvo stände der Gemeinden, is welche sie übertreten, entsprechende Mitteilung erhalten haben. Gesuche um Befreiung vom Besuche der Fortbildungsschule können nur berücksichtigt werden, wenn sie bis zum 15. September d. J. bei uns eingegangen sind. In den Listen ist bei den außerhalb arbeitenden Schülern Arbeitsort und Arbeitgeber anzuführen Dies hat auch bei jeder Ueberweisung zu geschehen. Solche Schüler, die überwiesen sein wollen, haben dies schon jegt zu erklären, damit die Ueberweisung rechtzeitig erfolgen fann. In Gießen beginnt der Unterricht bereits am 15. Oktober. Schüler, die do thin überwiesen werden, sind von Ihnen darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich pünktlich dort zu melden haben, widrigenfalls sie voni Unterricht zurückgewiesen werden. Ueberweisungen vom Wohnort nach dem Beschäftigungsort erscheinen nur dann rätlich, wenn die zu leberweisenden die Fortbildungsschule in ihrem Beschäftigungsort voraussichtlich längere Zeit besuchen werden. Die Unterrichtszeit bleibt entsprechend der Verordnung vom 6. Oftober 1900 bestehen. Gesuche um Bewilligung später er Unterrichtszeit sind gleichzeitig mit den Schülerlisten einzureichen. In diesen Gesuchen ist anzugeben, welche Schüler größere Wegst ecken zurückzulegen haben, wie viel Kilometer die Wege lang sind, und ob die Schüler andauernd so weit von ihrem Wohnorte beschäftigt sein werden. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die Fe.dbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lohn betreffend. Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Feldbereinigungsfommissärs zu Friedberg bringe ich hiermit zur Kenntnis der beteiligten Grundbesitzer. Gießen, den 28. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. In der Zeit vom 1. September ds. Js. bis einschließlich 14 September ds. J. liegen auf dem Bureau Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen die Arbeiten des III. Abschnittes von den Fluren 32 und 33, sowie von Teilen der Fluren 28, 29 und 30 obiger Gemarfung, nämlich: 1. 1 Heft Zuteilungsverzeichnis, 2. 4 Žuteilungsfarten, 3. 1 Band Gütergeschoß, 4. 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschoße, 5. 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis. 6. 1 Heft Verzeichnis der Drainagekosten zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet ſtatt Die stag, 15. September 1. Is., vormittags von 10 hr bis 11½ Uhr, im Bureau Gro herzoglicher Bürgermeisterci Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen cinlade, daß die Richterscheinenden mit Ginwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aftengröße ( mindestens 1/2 Bogen) einzureichen. Friedberg, den 26. August 1903. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Die Lieferung von 100 Zentner Kornstroh( Maschinendrusch) für das städtisch Schlachthaus ist zu vergeben. Angebote sind bis zum 5. September verschlossen mit entsprechender Aufschrift auf Zimmer Nr. 15 der Bürgermeisterei einzureichen. Gießen, den 27. August 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Die Bestanlage, zwischen Bahnhofstraße und Unter führung der Main- Weser- Bahn nach der Hammstraße, wird wegen Vornahme von Sielbauarbeiten von Montag, den 30. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuh werfs- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 29. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Küfermeisters Dö: flein, Rodheimerstraße 36 ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Stallsperre ist angeordnet. Gießen, den 29. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Noth. Bekanntmachung. Die am 15. I. Mts. angeordnete Sperre der Braugasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 29. August 1903. Großh Polizeiamt Gießen. I V.: Roth. Die Kaffeler Kaiferrede. In vieler Hinsicht höchst bemerkenswert ist die Rede, die Kaiser Wilhelin bei dem Festmahl hielt, das er den Zivilbehörden der Provinz Hessen- Nassau in Kassel gab. Es war eine Art Seibstbekenntnis, das dem Kaiser da über die Lippen quoll, ein Selbstbekenntnis, stolz und demütig zugleich. An Erinnerungen aus der Jugendzeit, aus den Tagen, da er auf dem Kasseler Gymnasium seinen Schulstudien oblag, knüpfte der Herrscher an; jene Zeit seiner Erziehung brachte er mit der Gegenwart, der Zeit seiner Herrschertätigkeit, in inneren Zusammenhang. Auf Kassels Boden, so hob der kaiserliche Redner hervor, babe er,„ von kundiger Hand geleitet, gelernt, daß die Arbeit nicht um ihrer selbst willen da ist, sondern daß man in der Arbeit seine ganze Freude finden soll". Und an dieses Vekenntnis einer männlich- stolzen, echt deutschen Auffassung vom Wesen der Arbeit als des Inhalts eines Manneslebens, schloß der Kaiser eine ganz persönliche Bemerkung, die die hohe Auffassung des Fürsten von seinem Berufe flar widerspiegelt:„ Die ernsthaften, unablässigen Vorbereitungen"-- so sagte der Herrscher die ich in meinen Studien auf dem Gymnasium und unter der Leihung des Geheimrats Hinzpeter hier vornehmen konnte, haben mich befähigt, die Arbeitslast auf die Schultern zu nehmen, die von Tag zu Tag in wachsender Bürde zunimmt. Und wenn schon damals meine Lehrer, überzeugt von der hohen Aufgabe, die ihnen übergeben war, alles daran setzten, jede Stunde und jede Minute auszunußen, um mich für den kommenden Beruf vorzubereiten, so glaube ich doch, daß niemand von ihnen sich darüber hat klar sein können, welche ungeheure Arbeitslast und welche niederdrückende Verant wortung demjenigen aufgebürdet ist, der für 58 Millionen Deutsche verantwortlich ist. Jedenfalls bereue ich keinen Augenblick die mir damals schwer vorgefommenen Zeiten, und ich kann wohl jagen, daß die Arbeit und das Leben in der Arbeit mir zur zweiten Natur geworden sind." Es ist kein Geheimnis, das der Kaiser in diesen Worten musspricht. Alle Welt weiß, wie gewaltig die Arbeitslast ist, die jeder neue Tag dem Oberhaupte eines mächtigen Voltes aufbürdet, und alle Welt weiß auch, mit welchem unermüdlichen Pflichteifer der Monarch nach der Devise bes großen Friedrich, der sich der erste Diener des Staates nannte, und Wilhelms I., der keine Zeit hatte, müde zu sein diese Geschäftslast zu bewältigen weiß. Einige Erörterungen dürfte der Passus der kaiserlichen Rede herbeiführen, in dem von der Verantwortlichkeit des Herrschers für die unter ihm lebenden 58 Millionen Deutchen die Rede ist. Zweifelsohne darf das Wort nur in dem Sinne genouunen werden, daß der Kaiser sich bewußt ist, velchen Einfluß auch in fonstitutionellen Staaten die Politik des Staatsoberhauptes auf die Gestaltung der Geschicke des Bolkes übt. Mag auch in anderen Staaten mit parlamen tarischem Regierungssystem der König nur Herrscher, nicht Regent sein, in Preußen- Deutschland ist es anders: Bei uns ist das Oberhaupt des Reiches und Staates, mag es auch an die Mitwirkung der verfassungsmäßigen Faktoren bei der Führung der Politik gebunden sein, doch der eigentliche Reiter, der Tonangebende für die Politit. Und als solcher trägt er in der Lat eine ungeheure Verantwortung. Noch ein Wort ist in der kaiserlichen Rede von besonderer Bedeutung. Der Schluß des Trinkspruchs galt dem von Kassel scheidenden Oberpräsidenten v. Zedliß- Trützschler, der in gleicher Eigenschaft nach Schlesien geht. Der Herrscher erklärte die Versetzung des Oberpräsidenten, den er der heffischen Provinz gern noch länger gelassen hätte, damit, daß, wo die Not am höchsten ist, der Fürst zu dem Mann greifen muß, der ihm der rechte an Ort und Steile zu sein scheint". Daraus ergibt sich, daß der Kaiser die Lage in Schlesien als eine Notlage ansieht. Und zweifellos hat er damit nicht nur die äußere Not gemeint, wie sie aus den Hochwasserkatastrophen sich ergibt, um deren Herr zu werden, bedarf es feines neuen Oberpräsidenten, sondern lediglich der Staatshilfe sondern der Herrscher hat die andere Not gemeint, in der sich die Perle in der Krone Preußens befindet: die nationale Not. Der bisherige Oberpräsident Herzog zu Trachenberg wollte eine solche Not nicht wahr haben. Das bedingte, daß er sie nicht bekämpfte, und das gab den Anlaß zu seiner Verabschiedung. Von dem Grafen Zedlitz weiß der Kaiser noch aus des Oberpräsidenten Posener Amtszeit, daß er ein scharfes Auge und einen untrüglichen Instinkt für nationale Notstände und ihre Beseitigung hat. Und so ist denn zweifellos dieses Kaiserwort aufzufassen als ein Ausdruck des Vertrauens, daß Graf Zedlitz nicht nur den Wasserschäden, sondern auch den Wasserpolen feste Dämme entgegensegen wird. Daß Graf Zedlitz dieses Vertrauen in vollem Maße rechtfertigen wird, dafür birgt seine politische Vergangenheit. Der totgefagte Vizekonful. Vizekonsul Ma gelsen in Beirut ist nicht er. mordet! So lautet die neueſte überraschende Meldung aus Konstantinopel. Er erfreut sich vielmehr besten Wohlbefindens. Allerdings ist es Tatsache, daß auf ihn ein Mord. versuch gemacht worden ist; ein Unbekannter schoß auf ihn, die Kugel verfehlte aber ihr Ziel und flog direkt an Magelſens Kopf vorbei. Die erste falsche Alarmnachricht ist da rauf zurückzuführen, daß das Beiruter Chiffretelegramım, das den Vorfall meldete, und von einem erfolglosen Mordversuch sprach, auf der Konstantinopler amerikanischen Gesandtschaft falsch entziffert wurde! Es ist schlechterdings im höchsten Maße befremdlich, daß auf der Nankeegesandtschaft in Konstantinopel mit solcher Nachlässigkeit, um nicht zu sagen Leichtfertigkeit, gearbeitet wird, zumal in so kritischen Zeitläufen wie die jetzigen am Goldenen Horn. Bei der politischen Tragweite, die die Kunde von der Ermordung eines amerikanischen Konsuls haben mußte, war es unbedingt Pflicht des Gesandten, ehe er die Nachricht an Washington weiter gab, das Telegramm genau nachprüfen zu lassen. Die Frage ist nun, wie sich die Vereinigten Staaten zu der veränderten Sachlage stellen werden. Noch unter der Voraussetzung, daß der Konsul tatsächlich ermordet sei, hat das Washingtoner Kabinett den Admiral Cotton angewiesen, einen oder noch besser zwei türkische Häfen zu beseßen, bis die verlangte Genugtuung geleistet sei. Dieser Befehl dürfte jetzt wieder rückgängig gemacht werden, ebenso dürfte die in Washington bereits geäußerte Abficht aufgegeben werden, den amerikanischen Gesandten in Konstantinopel abzurufen, Immerhin wird die Union auf einer ausreichenden Genug tuung bestehen müssen; wenn der Mordanschlag auch glück licherweise erfolglos geblieben ist, so ist doch allein schon die Gefährdung des Lebens des amerikanischen Beamten Grund genug zu energischem Dazwischentreten. Das um so mehr, als die neuesten Nachrichten aus Charput( Kleinasien), wo sich eine amerikanische Missionsnieder. lassung befindet, höchst bedrohlich lauten. Der Fanatismus der türkischen Bevölkerung von Charput soll in einem Maße erregt sein, daß stündlich schwere Ausschreitungen zu er warten sind. Schon um diese hinanzuhalten, wird di Union mit aller Entschiedenheit auftreten müssen. Die Höllenmaschine, mit der der Anschlag auf den Kon bentionalzug der Orientbahn in Kulelü- Burgas bewirk wurde, war so gestellt, daß die Explosion auf der Brück oder bei dem Aufstieg jenseits der Brücke eintreten mußte, wodurch der ganze Zug vernichtet worden wäre Nur dem Umstande, daß der Zug durch die Verspätung des Inschluffes on Saloniki in der Station Kulelü feftaebalter bon Bergen gewünscht, auch den Baron Artenburg in seiner Nähe zu behalten." Ein Unwohlfein," fragte der Fürst, das meinen Sohn Mein Gott, es wird doch nichts Ernithaftes fein?" an das Zimmer feffelt? es nicht mit ihrem Gefühl vereinigen fönne, ſeinen Wünschen hat bereits ihrem gnädigsten Herrn Vater erklärt, daß sie allein das Schicksal hat es anders gewollt die Prinzessin Tat glauben, daß alles sich nach unseren Wünschen füge entgegenzukommen es ist, so viel ich härt ein Befonnta wer der Herr war, den Sie eben begrüßten?" mit der gleichgiltigsten Miene, die er anzunehmen vermochte; Der Graf von Eichenfels," erwiderte Herr von Stolten Mein Gott, Herr von Stolten, wissen Sie denn auch, on schon in den ersten Jahren große Dimenfionen einnehmen. von einem Meter ab, bindet sie in nicht allzu starte Bündel Blätter vollendet ist, schneidet man die Triebe in einer Länge Beim Beginn des Winters, wenn das Abfallen der ft fin in burde, ist die verhältnismäßig geringe Zahl der Opfer zu uschreiben. Die Verlegungen der Opfer des Anschlags varen meist entsetzlicher Natur. Fünf oder sechs Frauen jaben bis zur Unkenntlichkeit entstellte Gesichter, denen die Augen oder die Nase fehlten, anderen waren die Hände abge. : issen oder die Veine zerschmettert. Die Politik. + zu den geplanten preußischen Eisenbahn- Tarifreformen schreibt uns unser-Mitarbeiter: Es ist richtig, daß der Reformplan manchen alten und nicht unberechtigten Wunsch der öffentlichen Meinung einstweilen unberücksichtigt läßt. Aber zweifellos ist es nicht eigensinnige Halsstarrigkeit der Regierung, wenn sie diesen Wünschen nicht nachkommt. Eine gründliche Reform des preußischen Personentarifs wird nur illmählich und schrittweise vollzogen werden können. Wir önnen in Preußen nun einmal auf die Ueberschüsse aus der Eisenbahnverwaltung bei dem gegenwärtigen Stande der preuzischen Finanzen nicht verzichten, und wenn es auch richtig ist, daß eine Verbilligung des Verkehrs auch eine Vermehrung der Verkehrseinnahmen mit sich bringt, so darf man doch nicht vergessen, daß die Entwicklung Zeit beansprucht. In der ersten Zeit nach einer bedeutenden Fahrpreisermäßigung würden die Einnahmen zweifellos zurückgehen, und desto mehr, je größer die Fahrpreisermäßigung wäre. Ein solcher Rückgang der Verkehrseinnahmen müßte aber augenscheinlich eine sobald nicht wieder wett zu machende Zerrüttung des Staatsetats herbeiführen. Deshalb wird man vorerst mit der bedächtigen Reform, die die Preußische Regierung vorschlägt, sich einverstanden erklären müssen. Ist diese Reform erst ein paar Jahre in Kraft, so wird man auf eine weitere Ermäßigung der Fahrpreise Bedacht nehmen können. Von solchen Reformen gilt auch der Satz, daß, wer langsam fährt, gut fährt. Die Veröffentlichung des Reformplanes scheint übrigens den zuständigen Stellen ungelegen gekommen zu sein, und der Dementierapparat ist bereits in Tätigkeit. Indessen wird es diesen Dementis ergehen, wie so manchen anderen: Sie werden von den Tatsachen ihrerseits dementiert werden. Warten wirs ab, wer Recht behält. Im Reiche wird bekanntlich eine Erhöhung der Offizierspensionen geplant; eine darauf bezügliche Vorlage soll dem Reichstage bald nach seinem Zusammentritt zugehen. Wie unser Berliner CB. Mitarbeiter hört, soll diese Erhöhung der Offizierspensionen von der preußischen Regierung zum Muster für eine Erhöhung der Beamtenpensionen genommen werden. Die Landtagsvorlage, die diese Forderung enthalten wird, soll mit rückwirkender Kraft ausgestattet werden, so daß die höheren Pensionsbezüge auch den bereits früher pensionierten Beamten und deren Hinterbliebenen Jezahlt würden. Das Programm für die Begegnungen Kaiser Franz Josefs mit anderen gekrönten Häuptern steht jetzt fest: Anfangs September empfängt der Kaiser in Wien den Besuch König Eduards, am 18. September den Kaiser Wilhelm und Ende September den Besuch des Zarenpaares. Auch über eine Begegnung mit König Viktor Emanuel wird zur Zeit verhandelt. Dagegen hat der Kaiser es abgelehnt, den Belgierkönig Leopold, der in Gastein weilt, zu empfangen. König Leopold hat bekanntlich seiner Tochter, der Witwe des österreichischen Kronprinzen Rudolf, seit ihrer Heirat mit dem Grafen Lonyay den ihr bis dahin von ihm gewährten Zuschuß von 40 000 Mark jährlich entzogen. Außerdem hat er seiner anderen Tochter, der Prinzessin Luise von Koburg, den von ihr erbetenen Aufenthalt in Belgien nur dann gewähren wollen, wenn sie ihm von dem ihr von ihrem Gatten, dem Prinzen Philipp von Koburg, gezahlten Jahrgelde 16 000 Mark ab= gebe! Wegen dieses Verhaltens weigert Kaiser Franz Josef sich, mit dem Belgierkönig zu verkehren. Der in Basel tagende Zionisten- Kongreß hat beschlossen, einen jüdischen Nationalfonds zu errichten. Zweck des Fonds soll sein: in Palästina und den Nachbarlanden Bau-, Ackerund Gartenland, auch Waldungen und Grundstücke jeder Art anzukaufen, das gekaufte Land zu bebauen oder bearbeiten zu lassen, oder auch an Juden mit Ausschluß der Afterpacht zu verpachten; alle möglichen oder denkbaren Unternehmungen, welche diesem Zwecke dienen, zu begründen oder zu fördern. Von dem Nationalfonds sollen/ zum Landankauf dienen, ¼ unantastbar bleiben und fruchtbringend angelegt werden. Hof und Gesellschaft. Das Kaiserpaar, die Prinzen Eitel Friedrich und Joachim, Prinzessin Viktoria Luise und der Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha sind en Wilhelmshöhe aus in Berlin eingetroffen, wo sie im Stoß Wohnung genommen haben. Vor dem Kaiser fand heute auf dem Tempelhofer Felde die große Herbstparade über das Gardekorps und später Fahnennagelung und Weihe im Zeughaus statt. Wie berichtet wird, nahm an beiden militärischen Veranstaltungen auch Graf Waldersee teil. Die Ankunft des Kaisers in Dresden erfolgt, wie nunmehr definitiv feststeht, am 1. September nachmittags halb 3 Uhr auf dem dortigen Hauptbahnhof. In der Begleitung des Monarchen werden sich der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich von Preußen befinden. Der Kaiser wird die in der ersten Etage des föniglichen Schlosses gelegenen sogenannten Genueser Zimmer beziehen, während die beiden kaiserlichen Prinzen im königlichen Balais am Taschenberge absteigen werden. * Der König von Sachsen ist nicht unbedenklich erkrankt. Er mußte infolge dessen den Manövern des 12. Armeekorps und der Parade der Kavalleriedivision B. bei Beithain fern bleiben. Auch ließ er im letzten Augenblick feine Teilnahme an der Enthüllungsfeier des Dresdener Bismarck- Denkmals am Sonntag absagen. * Prinz Adalbert von Preußen, der Ende September die theoretische Ausbildung zum Seeoffizier beendet hat und für das letzte Jahr seiner Fähnrichszeit zur Erlernung des praktischen Dienstes an Bord von„ Hertha" kommandiert worden ist, wird mit dem am 15." Oktober von Homburg abgehenden Fähnrichstransport die Ausreise nach Ostasien antreten, sich aber erst nach dem Geburtstage der Kaiserin am 28. oder 29. Oktober in Genua oder Neapel dem Transport anschließen. König Liftor manuel von Italien nahm bei Belluno die Parade über die Truppen, welche zur roten Bartei in den bevorstehenden großen Manövern gehören, ab. Die Königin wohnte dem militärischen Schauspiel bei. Beide Majestäten wurden von der überaus zahlreichen Menge türmisch begrüßt. Lokales. Gießen, 30. August 1903. ** Sedan. Als König Friedrich Wilhelm III. nach der Schlacht bei Leipzig eineu alten Offizier fragte wie es seinen vier Söhen gehe, sagte dieser:„ Es geht gut!" und mit erstickter Stimme:„ Sie sind alle im Kampf für Eure Majestät gefallen!" Der König aber wandte sich erschüttert ab:" Nicht für mich," sagte er, nicht für mich! Wer fönnte das ertragen? Sie starben fürs Vaterland." Fürs Vaterland starben auch die tausende und abertausende von Helden, deren Gedächtnis sich sonderlich am 1. September, dem großen Tage von Sedan, erneut. Wohl dem Lande, für dessen Ehre und Herrlichkeit der Fürst wie der schlichteste Bürgersmann Gut und Blut einzusetzen bereit sind, wie das im letzten Kriege, dem deutsch- französischen, so opferfreudig geschah! Im Mittelpunkt jener großen, unvergeßlichen Zeit steht der Tag von Sedan, diese Wendung durch Gottes Führung," wie es der greise Kaiser Wilhelm voll schlichter Christendemut bekannt hat. Wenn auch unser Volk houte noch den 2. September mit solchem Bekenntnis feiert, wird ihm dieser Gedenktag zu immer erneutem Segen gereichen. Um Abend des 1. September hatte ein Batatuon Thüringer vom 96. Inf. Reg. sein erstes Quartier in der Kirche von Angecourt. Die Herzen waren ergriffen von den gewaltigen Vorgängen des Tages, und es entsprach der Stimmung wohl all der tapferen Krieger, als in die Stille der Dämmerung auf der Orgel die Melodie des Liedes erklang: ,, Nun dantet alle Gott." Machtvoll stimmten Offiziere und Mannschaften in den heiligen Gesang ein. Gehts auch durch Tiefen hindurch, zwir brauchen nicht an der Zukunft unseres Volkes zu verweifeln, solange es zu singen weiß:„ Nun danket alle Gott!" XDer Großherzog wohnte am Samstag vor= mittag auf dem Truppenübungsplatz der Besichtigung des Ja fanterie- Regiments Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess) Nr. 116 durch den kommandierenden General bei. * ** Ernennungen und Auszeichnungen. Aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers in der Provinz Hessen- Nassau wurden eine große Anzahl Personen der Provinz mit Titeln, Würden und Orden ausgezeichnet. Es wurde u. A. verliehen der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Brädikat Excellenz dem Geh. Med.- Rat Prof. Dr. von Behring, der Charakter als Geh. Med.- Rat dem ord. Professor Dr. Meyer alle zu Marburg.- Ordens- Auszeichnungen erhielten: Den Noten Adler- Orden 2. Klasse mit Eichenlaub UniversitätsKurator Oberregierungs- Rat Dr. Steinmez, den Roten Adler- Orden 4. Klasse: Professor Dr. Birt, außerordentlicher Professor v. Drach, Prof. Tuczet, Baurat Hermann, Landgerichtsdirektor Jeß, Eisenbahnstationsvorsteher Preusse, sämtlich in Marburg, Pfarrer Fett zu Kirchhain, Pfarrer und Dechant Krah zu Amöneburg, Postmeister Fuhr hans zu Franken berg, Pfarrer oder hose und Forstmeister Wolf zu Wetter, den Königlichen Kronenorden 3. Klasse: Geh. Med.- Nat Prof. Ahlfeld, Staatsanwaltschaftsrat Ganslandt, ord. Professor Dr. Herrmann, Sattlermeister Döring und Garnisonsverwaltungs- Inspektor Forfel alle in Marburg. + Das hessische Schulministerium hat durch Verfügung vom 12. d. Mts. die Schulgel fäße an den höheren Lehranstalten in Hessen einheitlich geregelt. * Militärdienstnachrichten. Völker, Garn.Verw. Kontrolleur in Gießen, als Verwalt. Insp. nach Lager Hagenau, Müller, Garn.- Verw.- Kontrolleur in Lager Senne, nach Gießen- bersetzt. * * Das 3. hessische Inf. Reg. Nr. 116 ist am Freitag mittag per Extrazug auf Bahnhof- Gießen eingetroffen, um in der Umgebung des Brigade- Uebungsplaßes bei Rechtenbach Quartier zu beziehen. Das Regimentskommando liegt in Hörnsheim, die Kompagnien sind in die Orte Hörnsheim, Hochelheim, Rechtenbach, Lüzellinden, Münchholzhausen und Dutenhofen verteilt. Das Brigadeegerzieren beginnt am 3. Sept., vorher ist Gefechtsschießen. * * fehlten nicht. Die Kapelle ließ ihre Weisen erklingen und unter dem Schatten der mit Früchten beladenen Obstbäume wurden bei einem fühlen Trunk die alten Erinnerungen an den glorreichen 70er Feldzug ausgetauscht. Der Gesangverein ließ es sich nicht nehmen, auch auf dem Festplaß mit einigen Gesangvorträgen zu erfreuen. Abends gegen 7 Uhr erfolgte der Rückmarsch in die Stadt auf den Marktplay, wo Herr Lehrer Roth noch eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog schloß. Die Musit spielte Heil Dir im Siegerkranz" und damit war die offizielle Feier beendet, Jung und Alt strebte dem Heimischen Herde zu, während die Kapelle noch eine kleine ,, Nachsizung" mit Konzert im Wilden Mann" hielt. ** * Herbstpferde markt – landwirtschaftliche Ausstellung. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich beabsichtigt die Pferdemarkt kommission Gießen im Anschluß an den am 14. Sept d. I. auf dem Trieb stattfindenden Pferdemarkt eine Pferdeschau der im Privatbesitz befindlichen Reit, Wagen- und Arbeitsp'erde abzuhalten. Dieselben können unter dem Reiter, sowie im Geschirr vorgeführt bezw. vorgefahren werden. Die Prämiierung findet vormittags 11 Uhr statt und sind Auszeichnungen und Ehrenpreise vorgesehen. Die Vorführung sämtlicher prämiierten Pferde und Gespanne( auch diejenigen der Händler und Züchter) wird nochmittags 3 Uhr verbunden mit Konzert der Gießener Regimentskapelle stattfinden. Die Erinnerungsfeiern an die vor 50 Jahren erfolgte Einweihung der Grünberger Stadtkirche und den Sedantag standen am Sonntag im Mittelpunkte des Interesses der Einwohner Grünbergs. Während der Morgen dem lokalen, firchlichen Erinnerungstage gewidmet war, galt der Nachmittag der vaterländischen Gedächtnisfeier. Morgens war die Stadtkirche das Ziel der Einwohnerschaft, beinahe bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus gefüllt, der Kriegerverein, Gesang- und Turnverein sowie die Feuerwehr, nahmen mit ihren Fahnen geschlossen am Gottesdienste teil, der Kirchenchor, unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Lehrer Roth, nahm den Mittelraum der Empore in der Kirche ein, während an beiden Seiten die Vereine Blag genommen. Der Festpredigt, die Herr Defan Wagner hielt, war der Psalm 118, V. 19-29, zu Grunde gelegt. Der Kirchenchor wie der Gesang- Verein, Dirigent Here Lehrer Laube, wirkten durch Gesang- Vorträge zur Berherrlichung des Gedenktages mit. Nach der Festpredigt sprach der bereits im hohen Alter st hende, jetzt in Mainz wohnende ehemalige Grünberger Pfarrer Dr. Steinmetz. Die Grünberger Frauen und Jungfrauen hatten aus Anlaß der Gedenkfeier für den Altar der Kirche eine neue prächtige Altarbekleidung gestiftet. Herr Defan Wagner sprach den Damen hierfür nach der Predigt den Dank der Kirche aus. Mittags 1 Uhr wurden Choräle von der Lauterbacher Kapelle von der Zinne der Kirche geblasen. Um 2 Uhr sammelten sich die Vereine und die Jugend zum Festz g unter Vorantritt der Musikkapelle der sich die Geistlichen, die Stadtvertreter sowie der Kirchenvorstand anschloß, durch die Stadt nach dem Festplatz an der Gießener Straße, wo Herr Pfarrer Schmidt eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland ausklang. Reges Leben entwickelte sich auf dem im Sonnenglanz prangenden Festplay. Mit Jugendspielen unter der Leitung der Lehrer erfreute sich die Jugend, die Kleinen und selbst die Kleinsten 11. Preis C. M Bier 12.., Sch. M.Ph. 13. Aug 13. " Jean 14." Aug. 15. Laun L.De 16. Lud 17. Schu Heu 18. Sch Lol 19. Su 20. Ca " 21." Car bid 22." Chr. Carl Ame Gro 23. Carl Gief Kro Han 24.11 Hch Lei 25. Dit " 1 lind Will 26. Lubr 27. With göns 28. ,, Sch. Rod 29., A. A. Cirl Rod L.P.V. Auch in diesem Jahre hat der landw. Verein für die Provinz Oberhessen einen Import von Zuchtvieh der Simmentaler Rasse aus dem Heimatsgebiete dieses Viehes durchgeführt. Es waren von Gemeinden und Brivatzüchtern bestellt: 14 Bullen und 13 Ninder, bezw. Kühe. Die Versteigerung der am Dienstag hier eingetroffenen Tiere fand im Nebe'schen Gutshofe in Gießen statt und zeigte, welch hohes Interesse die Züchter an diesen Importen nehmen. Die Qualität des eingeführten Vieh's war eine hervorragend gute, und wurde dies auch dadurch vor die Augen geführt, daß z. B. bei zwei Kindern der Steigpreis 1710 und 1700 Mart, bei einem Bullen 1600 Mark betrug. Im Ganzen wurden für 13 Rinder 12 894 Mark oder pro Stück 990 Mark gelöst. Da der Einkaufspreis 9584 Mark betrug, so überstieg der Verkaufspreis um 3310 Mark oder 26% den ersteren. Bei Bullen betrug der Einkaufspreis 13 622 Mart, der Verkaufspreis 15 036 Mart. Es wurden also 1414 Mark oder rund 10% gegen den Einkaufspreis mehr erzielt. Der Durchschnittspreis der Gemeindebullen beträgt 982 Mart. Der Mehrerlös kommt den Steigerern zu gute. Da der Provinzialverein sämtliche Ankrufsunfosten und Transportkosten trägt und außerdem bei Bullen 15% des endgültig festgesetzten Preises auf seine Kosten übernimmt, so erhalten auch diesmal die Besteller von Zuchtvieh zu vers hältnismäßig billigen Preisen vorzügliches Zuchtmaterial. ** Ueberfall. In vergangener Nacht wurde einem oberen Gießener Bahnhofstraße von einem bis jetzt unbein Gießen in Stellung befindlichen jungen Mann in der fannten mittelst eines Hirschhornfrückenstockes derart auf den Kopf geschlagen, daß er eine stark blutende klaffende Wunde davontrug. Trotzdem der Täter sofort die Flucht ergriff, ist man demselben doch auf der Spur. ** Für die durch Hochwasser Geschädigten bis zum 15. August eingegangen: 105 379, 20 Mt. Beisind nach der ersten Quittung des Reichskomitees insgesamt träge werden auch von unserer Erpedition weiter befördert. *** Das seit drei Jahren von der Gießener Turnerschaft eingeführte Dünsbergwetturnen fand gestern bei schönstem Wetter statt. Dem Aufruf in der„ auzeitung" waren die Turner aus allen Bezirken in weit zahlreicherem Maße ais früher gefolgt und hatten sich zu früher Morgenstunde in Gießen am Nuädter Tor gesammelt, harrend des Extrazuges, der sie nun gemeinsam der Turner weiß sich zu amüsieren und Scherz hüben, bis En station Bieber brachte. Fröhlich war die Fahrt, Scherz drüben, es wird nichts trumm genommen. Bieber dem Bähnchen bis für den Abend Valet gesagt, ging es nun mit strammem Schritt im Tal entlang dem König der Hinterländer Berge entgegen und dabet eischoll aus mehreren hundert Turnerfehlen das bekannte Turnerlied: „ Was zieht dort unten durch's Tal entlang, Eine Schar im weißen Gewand!" 30." Ernf finte Art 31. Gg. find 32. Lud Gie M Ro * Der 1 noffens statt. Die e si des Geno Darmstadt, a Der Landwi Jeder L zu arb iten, nicht immer Muzeffeft be Gewinn ein fähigkeit nu Der Ertrag sondern hau oder billige In cine Sub, u einen Futtere Nach etwa halbstündigem Marsch war der Fuß des Berges erreicht, nun hieß es hinauf auf des Berges Höb', von wo der Aussichtsturm( erbaut im August Oftober 1899) weit in das Land hinein schaut und dem Wanderer, der zu ihm will, ein guter Wegweiser ist.- Nochmals eine halbe Stunde und zwar bei etwas schnellerem Athem- auch dieses Hindernis" war überwunden. Mit laut über die Berge hinschallendem Gut Heil" begrüßten die Turner die befannte Stätte, da sie sich nun in friedlichem W tikampfe messen wollten. Ein weites Bierzelt lud zur Rast ein, welche dank der vorzüglichen Vorarbeit des Turngenossen Deucker Rodheim hinsichtlich der Bewirtu g auch voll und ganz Erfrischung brachte. Nach einigen gemeinsamen Freiübungen unter Leitung des 2. Gauturnwarts Häuser= Bad Nauheim begann das Wetturnen( Dreifampf, bestehend aus Freihochsprung, Stemmen und Steinstoß n). zu demselben waren 204 Marn angetreten und davon erhielten 150 Mann, d. i. also drei Viertel der Teilnehmer, Preise.( Begen Mangel an Raum seien hier nur die Sieger angeführt, welche in Orten unseres Verbreitungsbezirk. wohnen. D. Red.) Es errangen einen mit 40 P. 39 1. Preis Alb. Münch- W. tz'ar 361/2" W. Wiedeisten, MT.-V. Gißen und Bütten= 2. " 3. Carl Schwarz, W.-T.B. Gießen Ludwig Pippler, T.-V. 6. berger, T.-V. Giß n init j. 33 B. 7. Carl Schneider- Loil ir Ff 8. " H. Schüttler, T. V. Gießen mit 32½" und Ludo. Adam, T. V. Gießen mit je 32. 10. Jak. Frey- Kleinlinden, Max Günther- Collar und mit je 31 B. Ernst Wagner- Krofdorf un 12 Liter dient lettere 843 ftatt zu Leistungen i Individual t in beträchtli mittel bedin da auf Gen Man verlange ausdrücklich: 24 Preis- Medaillen! Anerkannt bester Bitterlikör! Underberg- Boonekamp. rflingen und Dbitbäume nnerungen an Der Gefang Feftplab mit gegen 7 Uhr Marktplay, ielt, die mit Schloß. Die damit war strebte dem eine fleine 11. Preis C. Wenzel u. L. Schmalz T.-V. Gießen, und Hch.| Bierau- Lollar mit je 30%. Sch. Geizz T.-V. Gießen und Curt Kaufmann, M.-T.-V. Gießen mit je 30 P. 2912 mit 292. 29 12. " 1 13. " Ph. Hörr- Launsbach " f Aug. Eger, T. V. Gießen 14. " Jean Hof, 15. " Aug. A olf, Heuchelheim 16. " 17. " 331 OF hielt. pirtschaft eratenteil er 18. " 19. 20. " 21. Gießen im Trieb stattr im Privatpferde abzu, sowie im erden. Die nd find Aus Vorführung uch diejenigen 3 Uhr ver De ftattfinden. dw. Ver Import von Deimatsgebiete emeinden und tinder, bezw. eingetroffenen n statt und fen Importen & war eine burch vor die Er Steigpreis Mark betrug. tark oder pro 9584 Mart O Mart oder Einkaufspreis Es wurden Finfaufspreis emeindebullen en Steigerern frufsuntoften Bullen 15% n übernimmt, bibleh zu ver htmaterial. wurde einem Mann in der jegt Unberart auf den fende Wunde Flucht ergriff, schädigten es insgesamt 20 Mt. Bei er befördert. ener Turnerfand gestern der„ Gauirfen in weit atten sich zu er Tor ge= gemeinsam die Fahrt, Scherz hüb- n, ommen. In gefagt, ging g dem König erscholl aus rnerlieb: ang, des Berges oh', von wo 399) weit in der zu ihm eine halbe em- auch t über die Turner die W tikampfe Raft ein, Turngenoffen g auch voll gemen famen Häuser ( Dreitampf, Steinftoß n). davon erTeilnehmer, die Sieger ungebejiif. it 40 P. 39" 36%" ab püttenj33. it 32% p. Adam, je 32 P Lollar und je 31 B 22. " " 23." 24. 25. " 11 26. 27. " " 1 28." 29. 30. 31. " 32. " Launsbach , Hch. Pieper, T.-V. Gießen, und Lollar " Weylar, 29. August. Der langjährige frühere Bürgermeister Moritz ist gestern Abend gestorben. Beinahe ein Vierteljahrhundert lang von 1876 bis Ende 1900- hat der Verblichene an der Spige unseres Gemeinwesens gestanden, nachdem er bereits vorher eine Reihe von Jahren hindurch Bürgermeister der Bürgermeisterei Schöffengrund gewesen war. Verstorbene ist nur 64 Jahre alt geworden. Der X Sprendlingen, 28. Aug. Der Bürgerverein Sprendlingen hat 100 Mt. Belohnung zur Ermittelung der Täter ausgesetzt, die, wie schon kurz berichtet, in der Nacht auf Mittwoch das Haus des Herrn Reichstagsabg. Dr. Becker in gemeinster Art und Weise beschmiert haben. □ Herchenhain, 29. Aug. Die hiesige Lehrerstelle soll jetzt, da sie eine lange Reihe von Jahren verwaltet wurde, definitiv besetzt werden; es hat sich ein Lehrer aus dem Kreise Lauterbach gemeldet. Seit 1893 wirften an hiesiger Stelle 8 Schulverwalter, außerdem fand noch während dieser Zeit eine dreimalige Vertretung dur auswärtige Lehrer statt. gästen nahmen an derselben teil u. a. Geheimerat Hofmann| bereits in Verwesung übergegangen. R. ist unberals Vertreter des preußischen Landwirtschaftsministeriums, heiratet und 26 Jahre alt. der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Nasse, die Regierungspräsidenten von Köln, Koblenz und Aachen, der Präsident der preußischen Zentralgenossenschaftstasse Heiligenstadt und der Präsident der Laudwirtschaftskammer der Rheinproving v. Schorlemer. Der Bund der Landwirte ist durch den früheren Reichstagsabgeordneten Lucke vertreten. Präsident v. Schorlemer begrüßte die Delegirten namens der rhein schen Landwirtschaftskammer und Geheimerat Hofmann namens des preußischen Landwirtschaftsministers. Der Vorsitzende Geh. Regierungsrat Haas erstattete den Geschäftsbericht für 1902/03. Der Anwalt empfiehlt dte Errichtung einer Genossenschaftsschule für die theoretische Ausbildung von technischen, faufmännischen und zur Organisations-, Instruktions- und Revisionstätigkeit berufenen Genossenschaftsbeamten. Die Errichtung einer solchen sei bereits gesichert. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt. In der zweiten Sigung, am 28. August, die von dem Vorsitzenden des Rheinischen Bauernbundes Frhr. v. Loë geleitet wurde, dankte zunächst Graf v. Oppersdorf Oberglogau namens der schlesischen Bauern für die tatkräftige Hilfsaktion, die die Genossenschaften durch ihren Aufruf zur Gunsten der durch das Hochwasser geschädigten schlesischen Landwirte eingeleitet haben. Ueber die Milchverwertung und die Betriebsunkosten bei den Molkereigenossenschaften berichtete Verbandsdirektor Dekonomierat Plehn- Berlin. Dann wendet sich der Genossenschaftstag der Frage zu, in welcher Weise Genossenschaften die Deckung etwaiger Verluste unter Berücksichtigung der gesetzlichen Be.stimmungen bewirken fönnen. Der Berichterstatter FeldmannBonn bezeichnet es als einen Mangel des Genossenschaftsgesezes, daß es nicht die Möglichkeit läßt, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Geschäftsguthaben verbleibende Unterbilanz im Wege des Umlageverfahrens zu decken. Bei einer Aenderung des Genossenschaftsgesetzes werde man hierin Abhilfe schaffen müssen. Nach längerer Aussprache nimmt der Genossenschaftstag folgende Resolution an:„ Da es nach dem z. 8t. geltenden Genossenschaftsgesetz nicht möglich ist, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Geschäftsguthaben verbleibende Unter bilanz im Wege des Umlageverfahrens bei bestehender Genossenschaft zu decken, muß für die Stärkung ihres Vermögens durch Festschung angeden Genossenschaften noch mehr als sonst empfohlen werden messen hoher Geschäftsanteile und reichliche Dotierung der Reserven Sorge zu tragen." und Wilh. Schmidt, mit je 282. L.Dechert u. H. Unverzagt T.-V. Gießen mit je 28 Ludw. Noll, Ant. Berghoff, Gg. Zörle und R. Schubecker vom T.-V. Gießen, D. Schlenbecker, Heuchelheim, und Hch. Wagner I, Großenlinden, mit je 272 P. Fr. Schwarz, mit je 27 B. Hugo Hellwig, M.-T.-V. Gießen mit 262. Carl Wagner, Krofdorf, W. Weiß, Großen linden, und W. Frank, Lollar mit je 262. Carl Euler T.-V. Gießen, Hch. Pfeiffer, Launsbich, Fr. Wenzel, M.-T.-V. Gießen mit je 2512 B. Chr. Schmidt T.-V. u. W. Weiß, M.-T.-V. Gießen, Carl Germer, Heuchelheim, R. Zimmer, Lich, C Amend, Großenlinden, L. Faber, Großenlinden, C. Bauer, M.-L.-V. Gießen, und Hch. Scheld, Großen- Buseck mit je 25. Carl Geiß, T.-V. Gießen, Alb. Bäz, M.- T- V. Gießen, H. Schnepp, Krofdorf, C. Bender, Krofdorf, Frdr. Sock, Heuchelheim, und Hch. Hamel, T.-V. Gießen mit je 242 Hch. Weber, Kleinlinden und Gg. Althaus, Leihgeftern mit je 24 P Otto tttopp Kleinlinden, Jr. Steeger- Kleinlinden, 2nd v. Kohlermann M.-T.-V. Gießen und Wilh. Pfaff- Launsbach mit je 2312. Ludw. Mohr- Daubringen 23 With. Weller Kleinlinden, Ludw. Nürnberger- Langgöns und L. Gerlach T.-V. Rodheim mit je 22. Sch. Menges, Großenlinden und E. Bender T.-V. Rodheim mit je 22 " A. Schmidt T.-V. Gießen, L. Größ- Daubringen, A. Debus- Launsbach, Hch. Weiß Großenlinden, Carl Pfeffer Leihgestern, Carl Reeh, M.-T.V. Rodheim und 2. Schimmel mit je 212 P. Ernst Jung T.-V. Gießen, J. Heckeroth- Kleinlinden, Hch. Wagner II., Großenlinden und Aug. Artus- Langgöns mit je 21 P. G3. Heller- Leihgestern und H. Steinn üller- Kleinlinden mit je 20% P. Ludw. Hellberger- Daubringen, H. Wagner T.-V. Gießen, Hch. Mooz- Großenbuseck, L ValentinM.-T.-V. Rodheim und Fr. Reeh M.-T.-V. Rodheim mit je 20 P. * Der 19. Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag fand am 27. und 28. August in Bonn statt. Die erste Hauptversamm ung wurde unter dem Vorsiz des Genossenschaftsanwalts, Geh. R gierungsrat Haus Darmstadt, abgehalten und war start besucht. An EhrenBillige Produktion. + Wieseck, 28. August. Weichenſteller Reinhard Hofmann, der am 19. d. Mts. auf dem Rangierbahnhof zu Gießen überfahren wurde und beide Beine verlor, ist heute gestorben. H. ist 63 Jahre alt. *** Klein Linden, 31. Aug. Gestern Mittag 12 Uhr wurde das 4, ährige Töchterchen des Fabritarbeiters Peppler, hier von einen Bierfuhrwert überfahren; es mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden. = Rodheim a. d. Bieber, 27. August. Vor etwa sechs Wochen verschwand von dem Hof Haina der Knecht Rickert Nachdem man lange vergeblich nach ihm geforscht hatte, fand ihn heute morgen ein Arbeiter in einem verlassenen Bergwerksschacht. Die Leiche ist Markt. * Marburg, 29. August. Auf dem letzten Wochenmarkt fofteten: Butter, Bfd. 120-130, Hühnereier, 2 St. 14, Käse, per St. 11, Käschen, pr. St. 4, Kochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematten per St. 5, Kartoffeln, neue Pfd. 4 Bfg. 100 Pfund 3.00 Mt., Blumenfobl, 1 St. 30-60, Sellerie St. 8-10, Oberkohlrabi 20-25, Borre Salat pr. Kopf 5 Pfg., Möhren, pr. Pfd. 10, Gurfen 100 St. 180-200 Hahnen, pr. St. 60-70, Hühner pr. Std. 1.50-1.80, Gänse 5-6.00, Enten St 2-2.50, Tauben, pr. St. 40, Neh pr, Pfd. 70 Pfg, Ra= diese, pr. Pack. 6-8, Merrettich, pr. Pack 10-25, Zwiebeln, Pfd. 10 Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. R. 10-12, Rotkraut pr. Kopf 10-12 Pfa., Wirshing, pr. f. 25-30 Pfg. * Markt in Marburg. Donnerstag, den 3. September findet hier auf dem Jurplatz ein Rindvich-, Schweine- und Schaf- Markt statt. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 28. Aug. Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.00 bis 3.50, Stroh per Zentner Mf. 1.80-240. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Alein. für das Sokale, den„ Gerichts." und Deffentlichen Sprechscal": Fr. Cppermann Dend und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilb. Neller), ieken. Kennt Ihr mich nicht? Ich bin das Zeichen der echten Pfeiffer& Diller's' Kaffee- Essenz in Dosen. In allen Geschäften zu haben. Daß eine Spefulation auf den möglichen Höchstgewinn der Gothaer Geldlotterie im Betrage von 125 000 Mt. feine zu fühne ist, ergiebt sich aus der Tatsache, daß sogleich bei der ersten Ausspielung der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie der mögliche Höchstgewinn von 250000 Mt. von einem Spieler wirklich erzielt worden ist. Die Ziehung findet unwiederruflich vom 2. September ab statt. Lose schon für 3 Mark bei allen Loseverkaufsstellen. Grenze des Erreichbaren gesteigerte Ausnutzung der Nähr- durch die Verabreichung des rühmlichst bekannten Milchstoffe des Futters stattfindet. Dies kann naturgemäß und Mastpulvers Bauernfreude" aus der Chemischen Der Landwirtschaftliche Zeitgeist"( Straßburg i. Elf) schreibt: nur dann zutreffen, wenn der Verdauungsorganismus Fabrik Th. Lauser in Regensburg erreicht wird. Dieses Jeder Landwirt, der darauf bedacht ist, rationell vollständig auf der Höhe steht. Sind die Funktionen Präparat, welches seit mehr als 10 Jahren in Tausenden zu arb iten, wird die E fahrung gemacht haben, daß sich des Verdauungsapparates mangelhaft, so wird die Milch- von Betrieben Verwendung findet, ist von wohltätigstem nicht immer mit der höchsten Milchleistung der höchfte leistung verteuert und nebenher noch unter das sonst er- Einfluß auf die Funktionen des Verdauungsapparates; es Nuzeffekt verbirden läßt; vielmehr wird sehr oft der reichbare Maß gedrückt; von Rentabilität kann dann nicht, steigert die Ausnutung der Futterstoffe, beschleunigt die Gewinn ein relativ höherer sein, wenn die Leistungs- oder kaum mehr die Rede sein. Wie anders stellt sich Verarbeitung derselben, regelt die Entleerungen und regt fähigkeit nur in mäßige em Umfange ausgenutzt wird. dagegen die Sache da, wo eine rege Berdauungskraft die Freßluft an. Es ist demnach wohl zu verstehen, daß Der Ertrag hängt also nicht von den Leistungen allein, tätig ist! Da braucht nicht eine minutiöse Auswahl der die Verbreitung des Mittels immer mehr zunimmt, und sondern hauptsächlich auch davon ab, ob diese auf teure einzelnen Futtermittel getroffen zu werden, die Zubereitung daß, wer einmal einen praktischen Versuch mit„ Bauernoder billige Weise erlangt werden Beansprucht demnach läßt sich oft vereinfachen, die Nährstoffe werden befriedigend freude" unternommen hat, das wertvolle Pulver im Vieheine Ku, um 15 Liter Milch produzieren zu können, extrahirt, und die Produktion läßt sich billig auf das stalle nicht mehr entbehren mag. Theoretische Kritteleten einen Futteraufwand von 1.50 Mt., eine andere dagegen, höchste Maß bringen. Ziehen wir hieraus die Schlüsse, müssen gegenüber der selbst gewonnenen Ueberzeugung um 12 Liter zu geben, einen solchen von 1 Mt., so ver so ergiebt sich, daß eine billige Fütterung nur dann statt- des Praftifers verblassen, sie verschwinden gegenüber den dient letztere den Vorzug, weil sie die Milch billiger( zu findet, wenn die Werkzeuge der Verdauung tadellos mehr als 6000 glänzenden Anerkennungen, welche von 8/3 statt zu 10 Pfg.) liefert. Die Möglichkeit billiger funktioniren, daß eine gewinnbringende Produktion von intelligenten und hervorragenden Praktikern über die Leistungen ist nun aber in gewissem Umfange an die der billigen Fütterung abhängig ist, und die höchste Ent-„ Bauernfreude" abgegeben worden sind; diese mehr als Individual tät des Tieres gebunden; doch kann sie auch faltung der Leistungsfähigkeit nur dann wirklichen Wert 6000 Zeugnisse beweisen, daß eine rationelle, reichlichen in beträchtlichem Maße durch die Auswahl der Futter- besitzt, wenn sie mit geringem Aufwande sich erlangen Ertrag liefernde Viehzucht nur mit Hilfe von„ Bauernmittel bedingt werden. Unter allen Umständen wird nur läßt. Das Mittel zum Zweck ist hier wie dort eine freude" möglich ist. da auf Gewinn zu rechnen sein, wo eine bis an die energische Tätigkeit der Verdauungsorgane, wie sie allein Semper 10m Boonekamp Maag- Bitten Underberg H.Under Alurecht Semp H.UNDERBERG- ALBRECHT emper idem, Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: Boonekamp Man verlange Underberg- Boonekamp. 24 Preis- Medaillen! Anerkannt bester Bitterlikör! Gegr. 1846. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. ausdrücklich: Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jezt auch Mainzer Aktienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil dasselbe die es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle 1/1 Flasche zu 18 Pfennig 1/2"" 9 [ 2042] Markt Fritz Eccarius Markt 7 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke Stehlampen ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, nur mir allein die Vertretung der Mainzer daß worden Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen Hängelampen ist. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgeriraße 7. Telephon 344. Gießen. Für einen Bäckergesellen suchen wir möglichst, umgehend Stellung auf dem Lande. Städt. Armenamt, Gießen. Zwei tüchtige Schreiner- und Glasergesellen sofort gesucht. H. Keßler, Lollar. Wer Stelle sucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost'& ßlingen. Befte absolute Chaisenlaternen, Petroleumempfiehlt: ATENT unter Garantie. von Mr. 0.50 bis mr. 3.50 bon 2.00 bis M Mr. 40.bon 2.00 bis id . 80.fichere Sturmlaternen. echte Motardterzen. Öfenu.-Kocher Elektrische Lampen. Gaslampen. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen., Brotpreise Am Montag, den 14. September ds. Js. findet im vom 30. August bis 14. Septbr. Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung auf dem Der hiesigen Bäcker Trieb Pferdemarkt statt. Außer der Prämiierung von Kg. Pferden von Händlern und Züchtern findet auch eine 1 Weißbrot Prämiierung von im Privatbesitz befindlichen Pferde 2 und Wagen statt, wofür Auszeichnungen bezw. Ehren- Schwarzbrot preise vorgesehen sind. Es können vorgeführt werden: 1. Reitpferde unter dem Reiter, 2. Wagenpferde einzeln oder paarweise( auch im Geschirr), 3. Arbeitspferde einzeln, paarweise und vierspännig ( auch im Geschtrr), Die Vorführung findet vormittags 11 Uhr statt. Die Preisverteilung und Vorführung der sämtlichen prämiierten Pferde und Geschir: nachmittags 3 Uhr bei Konzert. Indem wir Pferdebesitzer zur Beteiligung hiermit einladen, bitten wir Anmeldungen bis zum 12. Septbr. d. Js. bei Herrn Weinhändler August Schwan, dahier einzureichen. Gießen, den 30. August 1903. Die städtische Pferdemarkt- Kommission. Jean Kirch. Befauntmamung. Am 1., 2. u. 3. September 1. Js.. von nachmittags 2 Uhr an, werden im hiesigen städtischen Hospital das dort befindliche Mobiliar( Betten, Schränke, Tische, Stühle u. s. w.) Haus- und Küchengeräte, Kleidungsstücke, Weißzeug, Kinderzeug, Bettwert, Reinigungsmittel! u. s. w. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 18. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschm mann. Bekanntmachung. In der Zeit vom 22. bis 29. August 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Broche und 1 Scheere. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 29. August 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. 2 3 1 Kornbrot 2 Der auswärtigen Bäcker: 2 " bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weigel, Lang Gö 8, arl Post, Karl TrautGaskoks. Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: Stück- Boks Auk- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Wieseck u. Gustav 1,10 Mr. Pfg. 26 52 24 mann u. E. Christ 48 72 Jakoby Alt. Buseck44 22 Jakob Appel, Krof44 dorf 46 Größe Nr. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte. 1,25 Mr. W. Lein, KleinLinden 48 212 " bei Louis Süßmuth Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mt. Steinberg 52 In Wagenladungen von mindestens 36 Bentnern: 23 3 " W. Fabel und Stückkoks 1,05 mf. Karl Post, Karl Trautmann Wieseck 66 Mußkoks Nr. 1 1,20 Mr. Aukkoks Nr. 2 1,20 Mr. 24 1 Kornbrot bei Ferd. Weiß, Grüningen Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: 22 Stückkoks 1,00 Mr. Nußkoks Nr. 1 1,15 Mk dorf 42 Bußkoks r. 2 1,15 Mr. W. Lein, KleinLinden, Wilh. 1 Weißbrot bei Geora Dern II. 2 Gr. Linden W. Steinmüller Witwe( Lang= göns.) Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wiesed W. Weißel Langgöns u. 2 Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck W. Leir: KleinLinden Dern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg 26 46 W. Steinmüller Ww e. Langaöns) 48 W. Fabel( Wiesec W. Weißel, Lang= Göns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim Steinmüller L. ( Gr. Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 50 52 1 Schwarzbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 21 " " W Steinmüller We W. Weigel, Lang Gönd, Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim 2 Kornbrot Jakob Appel, KrofEchimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen 44 Der Brodverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 14. August 1903. Großb. Bolizeiomt Gießen, J. V.: Roth. Brima Kartoffel Speise n. Salatfartoffel zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt Gießen. J. Hankel Schloßgaße Maurer fönnen noch eintreten. H. W. Ninn, Baugeschäft Gießen. W. Lein Klein Goldn. Zwicker verloren 22 Linden 24 2 " J. Kd. Velte, Kirch Göns Abzugeben gegen Beloh. in d. Erp. d. Bl. 40 Dern II. Gr. Lind u. Louis Süzmuth, Steinberg Zu vermieten: 42 Friedrich Teipel Markt 16. empfiehlt Corlets in cirka 50 perſchiedenen Sorten von den billigſten bis zu den feinsten Facons. Sygienise Reform- Corsetts, Grabehalter für Damen u. Kinder, Grad- Corictio a la Colombe. Cetra niertienna nach Maß brompt. chöne Mansardenwohnung zu vermieten. Gießen. - Schüßenstraße 15, 1. Neuen- Bäue 11 Hinterh., 3 Zimmer m. Küche u. Zubeh. ver 15. Spbr. eb. f. zu ve m Daden mit anstoßendem Zimme event Wohnung Kirchenpl. 15 zu vermieten. Näheres Gießen, Bleichstraße 11 oder Neuente 28. Parterre Wohnung, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Gartenanteil sowie Trockenboden, zu vermieten. Näh Gieken, Neuenweg 28. Schlafstelle zu vermirten Näheres Wetsteingasse 7, Gieß n. 00000000080003000000 Zur Landwirtschaftlichen Ausstellung OQ zu Giessen ( 10.- 13. September 1. J.) Etiketts, empfiehlt Geschäftskarten Plakate ( in jeder beliebigen Grösse) Prospekte, etc. Kataloge etc. in bester und geschmackvoller Ausführung bei billigster Berechnung die Giessener Verlagsdruckerei Neuenweg 28 vorm. Wilh. Keller, gegr. 1783. Giessen Im Löwenhof. 00000000: 000000000 Für Kofsabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis uni weitere 5 Pfg. vro Centner. berechnet. 204 Abonnementspre 68 Haus gebracht Gratisbeilagen: Cherbeffifche Bet Gartenbau, fowle b Das Blatt erf Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner NB. Sofern das Verbringen der Koks bis zu 6 Zentnern - auf die betr. Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschteht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Koke statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Altcestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, d. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplay 9, Emit Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg luverzagt, Grünbergerstraße 13. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gas koks iamt Anfuhr wie das Gaswerf und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gascoks für die Abnehmer auß rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirückver= gütung von 4 Pfennig für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Spezial- Geschäft für Taschen- und Weckeruhren, Uhr- Ketten. Carl Geismar, Uhrmacher. Seltersweg 46. für En Deut Der 2. Septe ir jeden Deutid die große Waffe hidhte ein ge m der Spike b Baffen streden im Herzen je fänglich wachblei mjer Blick zu jer gungswertes zuri mit ihrem teuren lidh fitten halfen. Beteranen aus jen Andenken der Kan nnerungen auszu erdient die folgen tretung einen he Der kommandi Beneralleutnant rag erhalten, die Derselbe brach de lendanten und fü führende Tor die überall adhtungsb ordnung bemühte Spalier zu bilder heit wenig zu er bemerkbar. Nur hier und da Offi und gejenttem man den Schmer Böllig ungef auf den Präfett hier aber ände Seltersweg 45. Curfos erhob f buftes Tigergel Borde du Korps Degen als e XXXXXXXXXXXXXXX Bandeisen eine größere Menze, hat sehr billig abzugeben die Expedition. Das KosmodontZabnpflege- System. Nach Vorschrift des Herrn Prof. Dr. med. Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weitgebenden Schutz. Wer also auf die Erhaltung seiner Zähne Wert legt, wer sein körperliches Wohlbefinden dauernd sichern und das Wohl seiner Pilegebefohlenen wirklich fördern will, der benutze Kosmodont- Zahnpflege- Mittel, hergestellt nach den Vorschriften und unter ständiger Kontrolle des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel. pro Flasche Mk. 1.50, Kosmodont- Mundwasser, Doppel- Flasche mk. 3.verbindet die Vorteile eines antiseptischen Zahnputzmittels mit denen eines erfrischenden, aromatischen Mundwassers. Jeder Flasche Kosmodont- lundwasser liegt die Broschüre des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Kosmodont- Zahnbürste, Dr. I für Erwachsene, mk. 1,25 Nr. 2 für Kinder, mk. 1.Die Kosmodont- Zahnbürste ist dem anatomischen Bau der Kiefer und den natürlichen mundverhältnissen genau angepasst. Die Bürste trifft die Kauseite, sowie die innere und äussere Fläche eines jeden Zahnes. Kosmodont- Zahncrême, pro Cube-.75 mk. Bei Anwendung der Kosmodont- Zahncrême wird der Ansats von Zahnstein ve hütet und die Zähne werden in frischer, natürlicher Farbe erhalten. Alle Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in Kartons verpackt, die das Faksimile des Herrn Professor Dr. med. Julius Witzel tragen. Die Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in allen einschlägigen Geschäften, sowie direkt durch die unterzeichnete Firma erhältlich. Kosmodont- Gesellschaft Wilh. Anhalt G. m. b. H. Ostseebad Solberg. auf die Gruppe - wieder finten li Ruhe! Ode dem neben ihm( gnügt Geficht m ritische Anekdote Direkt nach ihm- Wimper und tat Der Side gemütl die fauchenden Die anweje Fommen diese h Das Werf wen französischen S Silfe herbeigeft das unvermeidl wire- fidh mo dafür hätte büß nutzt, da sie dod blieb! Denn bo Mann doch noch efekten. So Stahlnervigteit atte. ch ma rief denn auch bei hielt, das tgegen. Die Sprecher einen fagen:„ Das dh ganz von f Auf der Fre den unheilvo aziofe Armich hrt werden f Sochitkommandi Präfefturfaal. verbindlichsten fightern fab man Nacht durchwach liches Wort übe Armee fallen fi Jung. Nur ein getört, als me Geftigem Bitter lei auf die Ka Betragen fucht trodenen Hinn fith Wimpffen igeinen ihre L on Schriftstid Leonischen Land Ebr Unter große liner Reugbauie