Nr. 76. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Boft bezogen vierteljährlich M. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitus,( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Teifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Dienstag, den 31. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei ds Die einsvaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfo fenft 15 Pfg.; Reklamen die Petitjeile 30 resp. 40 is Boftzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Ferusprechanschluk Ar, 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der amerikanische Wrangel. RK. Der deutsche Gesandte in Washington, Baron Spec bon Sternburg hat in seiner amtlichen Meldung über die Aeußerung, die der amerikanische Admiral Dewey über bie beutsche Flotte getan hat, an seine vorgesezte Behörde ber Heimat berichtet, daß dem Urteil dieses amerikanischen Brangel nicht viel Wert beizumessen sei. Dewey hatte nämlich die Ueberlegenheit des amerikanischen Seemannes infolge einer höheren, von der deutschen Disziplin unterbrüdten Intelligenz betont und daraus herleiten wollen, baß in einem etwaigen Kriegsfalle der Yankee uns Kinbern der alten Welt Nüsse zu Inaden geben werde. Ist es [ hon eine geschmaclose Sache einer offiziell befreundeten ation derartige Schmeicheleien an den Kopf zu werfen, so nimmt sich im vorliegenden Falle diese Aeußerung besonders merkwürdig aus, weil ein höherer Offizier den Geist der Disziplin verachtet und als eine verstandtötende Arbeit ansieht. Darin unterscheidet sich Dewey, dem sein billiger Erfolg vor Manila und die Küsse der Damen gehaltig zu Stopfe gestiegen sind, wesentlich von dem preußiJhen Feldmarschall Grafen Wrangel, der bei aller Jovialität seines Wesens niemals die moralische Bedeutung einer ftraffen Disziplin außer acht ließ. Diese Disziplin hat uns unter Wrangels Oberbefehl im Jahre 1864 die Siege in der Nordmart, sie hat außerdem die Siege von 1866 und 1870 gebracht, und diese Disziplin ist das Geheimnis unserer Stärke auf dem Gebiete des Heeres- und Marinewesens. Es ist als durchaus nicht innerlich begründet, ben Admiral Dewey mit unserem verdienten Heerführer zu vergleichen. Auch darin unterschied Wrangel sich höchst borteilhaft von Dewey, daß er zwar ein sehr gemütlicher Herr und für Volkswiße sehr empfänglich war, gelegentlich auch einen in patristischer Verehrung dargebrachten Kuß einer Dame mit dem Behagen eines Gourmands entgegennahm, aber ein Schwäßer und ein Maulheld ist er nie gewesen, sondern ein Haudegen und Stratege, der auch im Falle der Notwendigkeit tapfer sein Leben in die Schanze fying's Es ist darum durchaus unverdient und sachlich nicht zu begreifen, wie Baron Speck in dieseni ursächlichen Busammenhange, daß ein geäußertes Wort bedeutungslas set, den Namen Wrangels mit Dewey in Verbinbung bringen kann. Wrangel ist übrigens erst in den leßten Lebensjahren eine ins Gebiet der Komik streifende Persönlichkeit geworden, als er infolge zunehmender Greisenhaftigkeit im äußeren Auftreten und in seinen Formen etwas zu salopp wurde und dem Berliner Volkswit allzu sehr entgegenkam. Wir dächten aber, ein deutscher Gesandter hätte andere Aufgaben, als Perfönlichkeiten, die eine so hohe Würde bekleidet haben, pie Generalfeldmarschall Graf Wrangel, vor dem Auslande in einer despektierlich flingenden Aeußerung herunterzusetzen. Echon die Aeußerung über den Fürsten Bismard hat böses Blut gemacht. Mit dem neuen Beitrag zur Zeitgeschichte aber dürfte der Gesandte auch bei sonst zurückhaltend urteilenden Kreisen die Sympathie aufs Spiel gesezt haben. Papa Wrangel war eine im wahrsten Sinne des Wortes volkstümliche Persönlichteit, der ein Maultrompeter wie Dewey nicht die Schuhciemen hätte auflösen dürfen. Inzwischen hat der amerikanische Mautheld sich in einer Unterredung mit dem Präsidenten Roosevelt zu rechtfertigen gesucht. Er habe, sagte er, nicht gedacht, daß seine Bemerkungen veröffentlicht werden würden. Jedenfalls aber habe er nicht beabsichtigt, etwas zu jagen, was der deutsche Kaiser oder die deutsche Regiecung als Beleidigung auffassen könnten. Er betrachte Deutschland nicht als einen Feind Amerikas und habe ben Vergleich zwischen der amerikanischen und der deutichen Flotte nur beispielsweise angestellt. Präsident Roojevelt bedauerte den Fall, bemerkte aber dem Admiral gegenüber, er sehe keinen Grund, warum das Vortommnis eine Sache von internationaler Wichtigkeit werben solle. Eehr richtig. Bei der recht zweifelhaften Bedeutung Deweys als Militär braucht man auf seine Reden an sich kein Gewicht zu legen. Da er aber zugleich auch eine offizielle Persönlichkeit in Amerika it, wird die amerikanische Regierung gut tun, ihm etwas Zurückhaltung in seinen Faselcien zu verschreiben. Der Wuchererkönig vor Gericht. CB., Berlin, 30. März. Kaum ist das Blumenmedium abgetan, so steht schon wieder ein Sensationsprozeß- vor der Türe:„ Der König der Berliner Wucherer", Heinrich Pariser, wird sich vor den Schranken des Moabiter Gerichtshofes wegen seiner dunkelen Machenschaften zu verantworten haben. Er hat wenigstens versprochen zu erscheinen. Ob er aber schließlich Wort hält? Nur zu lange schon weiß er unter allerhand Vorwänden sich der strafenden Hand der Gerechtigfeit zu entziehen. Die Voruntersuchung hat nämlich bisber nicht weniger als acht Jahre gedauert. Seinen Ursprung hat der Fall Pariser" in dem befannten hannoverschen Spieler- und Wucherprozeß, in dem der ,, olle ehrliche Seemann" die fragwürdige Hauptrolle spielte. Dabei wurde auch gegen dessen Hinterleute, Berliner Geldverleiher, vorgegangen. Mehrere erhielten empfindliche Gefängnisstrafen, nur der Held des jetzigen Prozesses, Heinrich Pariser, verstand es, troß mehrfacher Verhaftungen, im letzten Augenblick immer wieder der drohenden Kerkerzelle zu entrinnen. Bei seinem großen Vermögen war es ihm ein leichtes, eine Raution von 50 000 Mark zu stellen, und sowie diese angenommen war, wurde ihm die deutsche Luft zu scharf. Er ging ,, aus Gesundheitsrücksichten" ins Ausland, brauchte aber stets die zarte Rücksicht, die deutschen Behörden über seinen Aufenthalt auf dem Lausenden zu erhalten. Er werde seinerzeit zur Verhandlung erscheinen. Und das Wunder geschah wirklich. Jm Januar 1896 stellte er sich zur Hauptverhandlung ein, wahrscheinlich aber nur, weil er im voraus wußte, daß sie vertagt werden würde. Dabei soll der Angeklagte eigenartige Drohungen gegen hochgestellte Persönlichkeiten hervorge bracht haben. Er soll u. a. die Aeußerung getan haben: ., Herr Präsident, soll ich etwa an den hohen Herrn die Frage richten: Befinden sich Kgl. Hoheit in einer Notlage?" Beziehen soll sich diese Frage auf die unglaubliche Behauptung, daß ein hoher Herr" bei ihm den Schwarzen Adlerorden verpfändet habe. Nach Vertagung des Termins ,, auf unbestimmte Zeit" hieß es auf einmal, das Verfahren gegen Pariser sei überhaupt eingestellt. Dieser betrieb ruhig seine Geschäfte in Berlin weiter, besuchte aber mit Vorliebe die fashionablen Spielpläte, vor allem Monaco, wo er gelobedürftigen Spielern, die durch Fortunas ungnädige Laune auss Trockene geraten waren, Geldaus purer Freundschaft" zu riesigen Prozenten verlieh. Doch endlich setzte ein auf Grund neuer Tatsachen, die gegen ihn vorlagen, erlassener Haftbefehl diesem idyllischen Zustande ein Ende. Aber dem Vielgewandten gelang es in letzter Stunde, kurz vor der Verhandlung, wieder ,, aus Gesundheitsrücksichten" seine Entlassung aus der Haft zu erwirken. Und nun verduftete er schleunigst wieder ins Ausland, von wo er die Behörden abermals mit genauen Berichten über seinen Aufenthalt und sein Befinden erfreute. Termine wurden angesetzt und wieder vertagt. Jetzt aber scheint es am 3. April endlich Ernst werden zu sollen. Pariser weilt- wie es heißt schon in den Berliner Mauern Wenn er nur nicht bei dem locker den Frühlingssonnenschein droußen plötzlich von neuen Reisegelüsten nach Monacos goldenen Gefilden gepackt wird. Die Politik. Der fünftige Reichstag und sein Arbeitsprogramm. )-( Nun ist auch die kaiserliche Verordnung ergangen, die die Neuwahlen zum Reichstage auf den 16. Juni festsetzt. Mit der Verkündung des Termins für die Neuwahlen verbindet die Nordd. Allg. Ztg. auch einige Mitteilungen über das Arbeitsprogramm des neuen Reichstages. Daß dabei die Erneuerung der Handelsverträge an erster Stelle steht, ist selbstverständlich. Weiter aber wird eine neue Militärvorlage, ein neues Flottengesß, die ostafrikanische Zentralbahnvorlage und die Reichsfinanzreform als Kardinalfragen des Reichspensums angeführt. Bei der Mi1. April 1904 endenden Quinquennais, zugleich wird wahr. Icheinlich eine Erhöhung der Friedenspräsenzstärke um die 1899 abgelehnten 7006 Mann gefordert werden. Wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter aus guter Quelle hört, dürf te eine weitere Präsenzerhöhung, die sich namentlich auf eine Vermehrung der Kavallerie und Artillerie erstrecken würde, von der Regierung gefordert werden. Bei der Marinevorlage handelt es sich um die Vermehrung der Auslandsschiffe, also der großen und kleinen Kreuzer. Die Regierung will, wie unser Mitarbeiter weiter hört, die Auslandsflotte, die z. 3t. 3 große und 10 kleine Kreuzer zählt, auf 11 große, 11 kleine und 7 Kanonenboote bringen. Was die Reichsfinanzreform angeht, so dürften die Miquelschen Reformpläne von 1894 und 1895, die bamals abgelehnt wurden, der neuen Reform zugrunde eine gelegt werden, d. h. es dürften neue Steuern Tabatssteuer und eine Erhöhung der Brausteuer eingeführt und die Matrikularbeiträge der Einzelstaaten, über deren Höhe in lezter Zeit so viel geflagt wurde, ein für allemal festgesetzt werden. Ueber die Aussichten all dieser Vorlagen läßt sich natürlich einstweilen nichts bestimmtes sagen. Handelsinspektoren. )-( Auf der Generalversammlung des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen, dem jezt 407 Kreisvereine mit 57 109 Mitgliedern 7000 mehr als im Vorjahr angehören, wurde u. a. eine Entschließung angenommen, die die Einführung von Handelsinspektoren nach dem Vorbilde der Gewerbeinspektoren fordert. Aufgabe dieser Handelsinspektoren, die aus dem Kaufmannsstande genommen werden sollen, soll sein die notwendige Fürsorge für gleichmäßige Durchführung der zugunsten der Angestellten und Prinzipale getroffenen Schußbestim Uno Lat, mungen, Unterstützung beider Teile mit at Bertretung der Interessen der Angestellten im Sinne der kaiserlichen Erlasse und Vermittelung zwischen Prinzi palen und Handlungsgehilfen. Diese Forderung entspricht einer vom Reichstage 1895 angenommenen Resolution des Frhrn. v. Hertling. Bulgarien ohne Kabinett. Fürst Ferdinand von Bulgarien hatte keinen sonder lich glücklichen Tag, als er das Ministerium Danew ent ließ. Der Mann, dem er die Bildung des neuen Kabinetts aufgetragen hatte, Geschow, hat den Versuch, ein neues Ministerium zusammenzubringen, aufgeben müssen, und dem Fürsten ist angesichts dieser Lage nichts übrig geblieben, als sich neuerdings an den eben erst ungnädig verabschiedeten Danew zu wenden. Danew wird das Ka binett mit leichter Mühe zustande bringen. Fürst Ferdinand aber hat mit seinem Versuch, der Regierung seines Landes eine andere Richtung zu geben, sich nach verschie denen Seiten hin blosgestellt. Der Sturz des Kabinetts Danew erfolgte, weil Fürst Ferdinand, dessen Königsund Unabhängigkeitsträume vom Zaren fühl abgelehnt worden sind, nicht länger mit einem Ministerium regieren wollte, das von Petersburg her seine Direktive em pfing. Die Entlassung des Kabinetts bedeutete also einen unfreundlichen, ja seindlichen Akt gegen Rußland. Da durch, daß Fürst Ferdinand Danew jezt wieder zum Ministerpräsidenten machen muß, beweist er wider seinen Willen, daß in Bulgarien nicht gegen Rußland regiert werden kann, und er hat zu dem Bewußtsein, den Russen eine Unfreundlichkeit erwiesen zu haben, noch das Gefühl einer ziemlich starken Demütigung vor Rußland und vor seinem eigenen Lande. Neue Arbeiterunruhen in Südrußland. Es stellt sich immer deutlicher heraus, daß es sich bei den Arbeiterunruhen im südlichen Rußland nicht nur um lokale Vorgänge, sondern um Aeußerungen einer tiefgehenden und weitverbreiteten Bewegung handelt, deren geistige Urheber sozialistische Agitatoren sind. Kaum ist an einem Ort ein Arbeiterfrawall mit russischer Kosatengrausamkeit unterdrückt, so slackert das Feuer an einem oder mehreren anderen Orten wieder auf. So werden jetzt wieder aus Batum und Baku große Arbeiterunruhen gemeldet: Die Ruhestörer schossen auf Polizei und se saken, bewarfen sie mit Steinen u. s. w. und machten sich als die Truppen ernstlich gegen sie einschritten, schleunigst aus dem Staube. Das Ende vom Liede wird, wie immer bei diesen törichten Kundgebungen, sein, daß ein paar Dußend der Ruhestörer, die verhaftet wurden, die Knute zu kosten bekommen und nach Sibirien verschickt werden. Die Wirren in Marocco. !!! Der Prätendent Bu Hamara gibt sich schon voll ständig, als wäre er der eigentliche Herr im Lande. So richtete er an die Behörden von Mogador ein Schreiben, in dem er sie auffordert, seine Souveränität anzuer kennen und sie ernstlich davor warnte, etwas ge en in zu unternehmen. Die Behörden hielten darauf schleunigst noch mitten in der Nacht eine Versammlung ab, in der sie nach langer Beratung beschlossen, den Sultan Abdul Aziz doch treu zu bleiben. Infolge der im ganzen Lande herrschenden großen Unsicherheit hat die Regierung den Europäern verboten, Reisen zu unternehmen. Die Hem mung des Verkehrs mit dem Innern durch die Benider- Kabylen hat die Vertreter der Mächte in Tanger veran laßt, bei dem Gouverneur energische Vorstellungen zu erheben. Der Gouverneur ersuchte den Sultan um Ent. sendung von Truppen zur Züchtigung der Benider- Kabylen. Zu allem Ueberfluß gibt es neuerdings neben Bu Ha mara noch einen zweiten Prätendenten. Ein Teil der Truppen des Sultans hat sich ihm angeschlossen. Das ganze Gebiet zwischen Fez und der algerischen Grenze ist im Aufstand gegen den Sultan. Kurze pontiae amriten. * In Berlin ist der zweite Bauarbeiterschußtongreß zusammengetreten. Er beschäftigte sich mit der Frage des Erlasses eines Reichsbauarbeiterschutzgesezes, für das er die Grundzüge feststellte. Weiter erörterte der Kongreß den gegenwärtigen Stand des Bauarbeiterschuzes und die Lohnklausel in Bauverträgen. In Iserlohn herrscht z. Zt. ein großer Arbeiterausstand, der noch immer an Ausdehnung zunimmt. Neuerdings wurde, da die Arbeitervertreter die Anerbietungen der Unternehmer ablehnten, über 4000 Arbeitern gefündigt. Auch in Berlin steht eine große Arbeiteraussperrung bevor, von der etwa 12 000 Holzarbeiter betroffen werden sollen. * Der deutsche Flottenverein hielt seine Hauptversammlung in München ab. Es wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt; u. a. wurden für eine Wandermarineausstellung in mittleren und kleinen Städten 5000 Mark bewilligt. Als Ort der nächſtjährigen Hauptversammlung wurde Dresden gewählt. * In Nicaragua ist wieder einmal eine Revolution ausgebrochen. Die Lage ist ernst, da die Revolution von auswärts unterstüßt wird. Die Regierung hebt starke Truppenmassen aus und hat eine Zwangsanleihe von einer Million Mark verfügt. Müller, das Vaterland-" ,, Baß mich mit deinen leeren Phrasen in Ruhe! Was und Menschen. heißt Baterland"? Das ist ein Sammelbegriff für so Jebe, nach denen te fent unsere Geſellſchaft und die Ge So viel tausend Familien, für einige Millionen lebt. Erinnere dich an die Menschen, Betrachte bie du selber fennen gelernt haft, und urteile dann! nicht ohne Fähigkeiten und man Portaff ein Menfch eines fchweren Fluß Ohne zu Postwagens ahnen, daß mit der Fähre über ben und der stille bas öde Feld und nach widerhallen sollten, Die Fähre und ritten Sunmehr begann das machte das Kofafenhäuflein einen Augenblick alt; 0.1 Die wald in wenigen Minuten vom Getümmel des stampfes verließen die Kosaken im Schritte der Reputation zu. Tirailleurfeuer. Erstaunt da diz Ein Männlein ftebt im Walde Skizze von Fritz Skowronnet. ( Nachdruck verboten.) Boden, übermächt von schüßendem Mosdach, dort steht bilde hervor hier hebt es sich kugelförmig aus dem im feuchten Moos des Waldes schießen merkwürdige GeAuf den Schollen des Feldes, im Gras der Wiese, die bei Märkten bedeutendecht. iſt in der mangelhafter Senntnis und der daraus entstanland, schlecht gerechnet, vierzig Acten eßbarer Pilze von an manchen Orten auch Reizter. Es giebt aber in DeutschSchäßt sind, werden eingesammelt und an den Marti ga bracht, daneben noch einige Sorten, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen, wie Pfefferlinge und Steinpilze und Die einzige Ursache diefer betrübenden Erscheinung Wohlgeschmaa, die man vergeblich auf den den Reichen als würzige Zutat ihrer Spetsen ge * Französische Blätter wollen wissen, daß französische Franziskaner sich in Deutschland ansiedeln wollen, sie hätten ihre Bibliothek bereits dorthin gesandt. Die Dominikaner würden dieselbe Taktik befolgen. Die Meldung flingt nicht sehr wahrscheinlich. * Aus Valencia( Spanien) kommt die Nachricht, daß sich dort ernste Ereignisse abgespielt haben. Die Bevöl ferung verlangt vom Könige die Abseßung des Präfekten. Einzelheiten sind noch nicht bekannt geworden. * Die Unruhen in China dauern fort. Die Provinz Awangsi und Teile der Provinz Kwangtung werden bon etwa 100 000 Aufständischen unsicher gemacht. Diese bestehen größtenteils aus entlassenen Soldaten und Räubern, die gut bewaffnet sind. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser stattete dem Neubau des Herrenhauses einen Besuch rib, um das Modell des von ihm geschenkten Bildwerkes ,, Die Krone ein Hort des Friedens" in Augenschein zu nehmen. Er empfing u. a. den Reichstommissar für die deutsche Ausstellung in St. Louis Geh. Regierungsrut Lewald und Prof. Bruno Echmiß zur Vorlage von Plänen für das deutsche Haus auf der Ausstellung. *** Das Befinden der Kaiserin ist weiter zufriedenstellend. Die Heilung der Bruchstelle vollzieht sich ohne örtliche Schwellungen und Schmerzen. Von allen Seiten des Auslandes tommen sympathische Kundgebungen der Teilnahme an dem Unfalle. Der St. Petersburger Herold" schreibt:„ Wir wissen uns eins mit allen unseren Lesern in dem Wunsche, daß die Genesung der hohen Frau, die durch ihr selbstaufopferndes, edles Wesen das leuchtende Vorbild des deutschen Weibes ist, bald eintreten möge, sowie daß ihr, deren erhabene Lebensaufgabe das Stillen fremden Schmerzes ist, die Schmerzen eines längeren Krantenlagers erspart bleiben." *** Prinz Waldemar von Preußen, der älteste Sohn des Prinzen Heinrich, hat sich zur Kur nach der Lahmannschen Anstalt in Dresden begeben. Nab und fern. Der Fall O'Brian. Zu der sonderbaren Angelegen heit des bekanntlich in die Affaire der Prinzessin Luise von Toskana verwickelten und aus Dresden ausgewiesenen Zahnarztes O'Brian, der ,, auf Grund eines Zeugnisses des amerikanischen Generalkonsuls in Dresden" in Newyork verbreitet hat, er wäre ein Opfer sächsischer Willkür geworden, hat sich jetzt der Generalkonsul Cole selbst geäußert. Er hat in einer Unterredung mit dem Staatsminister v. Meßsch- Reichenbach zugestanden, daß er allerdings dem Zahnarzt O'Brian auf dessen Ansuchen, um ihm sein Fortkommen in Amerika zu erleichtern, ein Zeugnis ausgestellt habe. Es habe ihm aber hierbei durchaus ferngelegen, der sächsischen Regierung den Vorwurf der Willkür zu machen. Er beflage es tief, in diese Angelegenheit hineingezogen worden zu sein, zumal er hinterher erfahren habe, daß die sächsische Regierung reichlich Grund für ihr Vorgehen gegen O'Brian hatte, und bitte davon überzeugt zu sein, daß ihm jede beleidigende Absicht ferngelegen habe. Eine abscheuliche Leichenschändung haben unbekannte Täter in Spandau vollführt. Sie nahmen aus einem Erbbegräbnis die einbalsamierte Leiche einer vor etwa einem Jahrhundert verstorbenen Frau, schleppten sie dann nach der Friedhofskapelle und lehnten sie dort aufrecht an einen Baum. Was die Täter zu ihrer frevelhafter Tat bewogen hat, ist bisher ebenso wenig aufgeflärt, wie ihre Persönlichkeiten. (:) Eine Skandalszene im Bukarester Jockeyklub. In der fashionablesten Vereinigung der rumänischen Hauptstadt, dem Jockeyklub, kam es zwischen dem früheren Kriegsminister Lahovary und seinem Schwager, dem früheren Senator Balaccanu, infolge von Erbschaftsstreitigfeiten zu einer solennen Keilerei. General Lahovary wars seinen Schwager unter den Tisch und bearbeitete ihn mit den Fäusten. Nur mit Mühe gelang es, ihn von seinem Gegner fortzureißen. Ein Tuell unter den schwersten Bedingungen wird die Folge sein. Ein großer Waldbrand wütet seit mehreren Tagen in der Nähe des Kurorts Unken bei Lofer im Salzburgischen. Der Brand, dem schon acht Hektar Waldbestand zum Opfer gefallen sind, scheint infolge einer Unvorsichtigkeit entstanden zu sein. Die Feuerwehren von Lofer, Reichenhall und anderen Nachbarorten bemühten sich bisher vergebens, den Brand einzudämmen. Der heftige Wind brachte die Orte Reit und Meierberg in große Gefahr, die jedoch infolge einer Veränderung der Windrichtung vorüberging. Eine Herde Schafe und viele Hirsche kamen in den Flammen um. Der Schaden ist sehr groß und trifft die Besitzer der Sägewerke und Triften in Reichenhall sowie zwei Bauern in Unken. Der Brand dehnt sich noch weiter aus. Auch aus anderen Orten werden große Feuersbrünste gemeldet. In Jablunke in Mähren wurden etwa 60 Gebäude eingeäschert, darunter die reformierte Kirche. Viele Personen sind obdachlos. Bei einem Brande im Dorfe Mortinau( Tirol) wurden von den 17 Häusern des Dorfes 16 zerstört. Die Einwohner kampieren im Freien. -In Trier wurden bei den Reparaturarbeiten an einem Gaskessel drei Arbeiter in einem Schacht durch Gas betäubt. Während der Rettungsversuche wurden weitere sechs Leute, darunter der Gaswerksdirektor, betäubt. Fünf Personen liegen im Schacht und sind nach Ansicht der Aerzte tot. Um zu der Umfallstelle zu gelangen, mußte man 6200 kubikmeter Gas ausströmen lassen. - Bei Baggerungen in der Nähe von Moorfleth( Ober. elbe) wurden 21 Dynamitpatronen mit einer 60 Meter langen Zündschnur zu Tage gefördert. Das ganze Gebiet ist polizeilich abgesperrt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, wie und zu welchem Zwecke der gefährliche Sprengstoff dorthin ge tommen ist. - Ein abscheuliches Sittlichkeitsverbrechen hat der Tisch. lergeselle Baudowski in Heilsberg an der 10 jährigen Schü lerin Langhanti verübt. Infolge des Verbrechens ist das Kind gestorben. Der Täter, ein schon orbestrafter Mensch, ist verhaftet, ein der Beihülfe verdächtiger Komplize hai die Flucht ergriffen. Der Obstkan und die Obstuuhung in Oberheffen vom bergangenen Jahre stellt fich nah den amtl. Darmstädter Statist. Mitteilungen wie folgt: 1 432 Prov. Rheinhess. Großh. Hessen. Schotten Lauterbach Friedberg Büdingen Alsfeld Gießen Kreise. 3 400 1129 1 831 359 16 62 3 . 421 8 182 Aprikosen und Pfirsiche. Kastanien, edle. Alsfeld Gießen Kreise. der Zahl Aepfel. Birnen. Zwetschen und Pflaumen. Kirschen. Ertrag Wert Zahl Ertrag Wert der Bäume. Bäume. Bäume der Zahl Ertrag Wert Zahl Ertrag Wert der Bäume. b( 100 kg) 111 729 18 467 Mo 199 055 bz( 100 kg) 41 996 1 305 42 677 5 000 Schotten Lauterbach Friedberg Büdingen Prov.Oberheffen. 123 709 246 842 28 511 9 499 100 520 42 910 22 842 1 273 31 934 2 294 Ma 20 758 7 469 12 934 bz( 100 kg) 106 522 79 702 202 862 244 M. 2102 b( 100 kg Ma. 13 107 112 1.934 3 049 23 555 5 341 16 233 56 400 306 027 42 866 2 860 29 635 35 842 3 744 2 772 590 434 67 993 714 974 37 361 29 101 162 746 14 463 8 645 545 634 4.938 29 010 164 762 71 848 22 971 14 689 398 6 653 1 473 28 412 29 822 772 7 372 8 911 79 192 4.083 68 479 785 6.828 15 573 4 884 54 695 71 762 652 149 4.977 41 105 76 565 2 124 38 689 Prov. Starkenb. 730 529 56 542 643 181 248 585 17 264 173 202 651 242 6 053 68 489 47526 1 930 43 108 322 130 26 977 351 138 110 903 15858 190 007 514 020 9 664 158 060 63 006 11 177 266 441 1 643 093 151 512 1 709 293 522 234 42 033 442 401 1 817 411 20 694 267 654 187 097 15 231 348 238 Walnüsse. 1 593 20 352 335 209 150 918 372 507 96 279 794 12 259 9 346 20 156 216 559 74 376 1 1 803 482 470 33 043 367 584 128 567 3 129 19 3 1 230 55 1 811 257 1 20 8 911 4.505 2 026 135 593 73 180 1 494 462 84 250 5 212 4 234 51 060 42 150 880 296 24 643 597 15 844 1 012 401 53 451 1 574 32 753 1 756 988 83 977 976 978 Prov. Rheinhess. 71 829 2 846 122012 163 1 192 12 049 1 186 31 978 1 094 100 67 781 1 120 828 99 872 3 498 139667 91 1 613 74 411 2 949 69 236 4 345 550 236 008 2 978 102 Wir machen darauf aufmerksam, 20 20 3 124 2 500 daß Zusammen. vom 1. April Verschiedene Tagesblätter enthalten unter der Ueber ab die Postschalter wieder um 7 Uhr morgens geöffnet schrift: An die Gewehre!" einen der deutschen Kriege werden. *** Amtliche Marktnotierung. Bei dem am 24 und 25. März stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1264 Rindvieh, 979 Schweine, 293 Pferde und 27 Fohlen. Der nächste Markt findet am 21. und 22. April statt; am legteren Tage auch Krämermarkt. ** Eine fast unbekannte Sterbefasse. Viele Arbeiter gehören einer Sterbefasse an, ohne es zu wissen. Eine solche ist nämlich die Invalidenversicherung, sofern der Versicherte aus dieser Versicherung keine Renten bezogen hat. Das letztere wird bei den vielen Millionen der Versicherten meistens der Fall sein, und gerade in diesem Falle haben die Hinterbliebenen das Recht, sich die Beiträge, die der Versicherte selbst gezahlt hat, zurückerstatten zu lassen. Auf eins muß aber aufmerksam gemacht werden, denn das ist die Hauptsache: Die Beiträge werden nicht freiwillig, sondern nur auf Antrag zurückerstattet, und zwar muß der Antrag innerhalb eines Jahres nach dem Ableben des Versicherten gestellt sein. Berechtigt zur Antragstellung sind die Witwe und unter 15 Jahre alte Kinder. *** Zum Fleischbeschaugesez. Morgen am 1. April tritt für das ganze Deutsche Reich ein einheitliches neues Fleischbeschaugesetz in Kraft. Nach den Bestimmungen dieses Gesezes muß das Fleisch eines jeden geschlachteten Stückes Vieh von einem Fleischbeschauer besichtigt und mit einem Stempel versehen werden. Auf dem Stempel muß der Name des Schlachthofes, in dem das Tier geschlachtet worden ist, ersichtlich sein. Fünf Stempel find zum Zwecke der Begutachtung des Fleisches usw. eingeführt. Die Bedeutung der fünf Stempel ist folgende:„ Taugliches Fleisch" erheblich herabgefeßes" d. h. im Nahrungs- und Genußwerte herabgesetztes Fleisch untaugliches Fleisch" ☐ ,, bedingt taugliches Fleisch" und Pferdefleisch" ☐ Herr Bauunternehmer Winn erwarb bei der gestrigen Versteigerung in der Nähe des Bergwerks ein Brundstück für 5500 Mart. Der Windeck'sche und der Scheida'sche Garten ging gestern durch Kauf in Besitz des Herrn Kommerzienrat Gail über. " Rirtorf tag findet& in Riebe ber Freiber Aus Allend tag Nachmi herzoglichen berzogliche Kreisbea 25 jährigen fterium aug Sierauf ber Birtschaft fangberein Anteil nah meifter der der nahelie prachen li Jubilar zu eine pradhit Ehrentafel zeitung Parole" entnommenen Appell an die alter Soldaten". Es wird den nationalen Parteien di Pflicht vor Augen gehalten, wenigstens für die Beit bis zu Beendigung der Reichstagswahlen die Streitart der poli tischen Meinungsfämpfe zu begraben und bei der bevor stehenden Reichstagswahl in einmütiger Rraftentfaltung ba grundsäßlichen Widersachern vaterländischer Größe entgegen zutreten". Der Mainzer Husar Karl Heinrich Martin vo der 4. Estadron befand sich am Abend vor Fastnacht au Urlaub in Gießen, wo sein Vater Studentenwichsier if Martin hatte gehörig gezecht, und im Uebermut zog er au der Straße den Säbel und suchtelte damit in der Luft herum Als ein des Wegs kommender Gerichtsacceffist eine Be merkung darüber machte, gab ihm Martin zwei schallend Ohrfeigen und einen Schlag mit dem Säbel auf den Rücken Der Accesfist gab Fersengeld, bis ihn ein Infanterist i Schuh nahm. Der Husar hat jezt vom Kriegsgericht fi sein brutales Verhalten 3 Monate Gefängnis erhalten. = - ** Eine Holzversteigerung im Freiherrlich von Schen schen Revier Rülfenrod findet Montag den 6. und Diens tag den 7. April jedesmal 10 Uhr vormittags beginnen statt. Es werden aus den Distrikten Buchwald, Ranzben und Hahnbach versteigert: Stämme: Eichen 44 Stüd va 24-57 Ctm. Durchmesser und 3-15 mtr. Länge 31,39 Fitm., Eschen 11 Stüd von 18-43 Ctm. Durd messer und 3-10 Mtr. Länge 5,97 stm., Buche 38 Stüd von 35-62 Ctm. Durchmesser und 6-13 Mtr. Läng 51,05 Fstm.. Fichten 49 Stüd= 15,79 Fftm., Birke 2 Stüd= 1,33 Fitm.; Derbstangen: Fichten 87 Stüd 5,93 Fftm.; Scheiter Rm.: Buchen 191, Eichen 6, Birle Esche 2, Erle 2, Nadelholz 2; Rnüppel Rm.Buchen 170 Eichen 41, Birte 7, Erle 16( teils 2 Mtr. lang), Eiche Nadelholz 19; Reifig Rm.: Buchen 789, Eichen 75, Birle 12, Esche 6, Nadelholz 18; Stöde: Buchen 248, Eichen 27 Birken und Erlen 4, Nadelholz 8. Das Bau und Nut holz sowie das Scheitholz fommt Montag, das übrige Brenn holz Dienstag zum Ausgebot. Zusammenfunft am Montag auf dem Vizinalwege von Nieder- Gemünden nad einem redit trennten fich Bürgermeift führen könne ben Eisen ** Ge bon Kirch berg ger Gemeinde lichen Gel Bahn die lich berbe Münzenber badhtig if borgekomme De mit Wirkun leben, infon handelt, st fuchende w mertfam g Ueber diese bor zahlre Dr. Cheliu Heimatbezir und wie di Der Bas berg" i über diefem Lungfteinarti bei Altenbur ber drei Ar ftein- Bafalt burger Ste ment- und genügend e gegen biete Schotter- B ging der geologischen gefamten B einft ein üb als. 8.8 jeitlich weit gehabt hat. innern beru Beränderun ungen der ganze Wett Innern en Solen; die Betr.: Die ände Wir b daß bom 5 driften üb Gehülfen, Gefeßes) t Läden, for bis 10 116 Stef Das oc Stur Es ist Feinke P Größte M Deu I f abre ftellt fid Kreise. Zahl der Ertrag Aepfel. Birnen. Wert Zahl Ertrag Wert der Zahl Ertrag Zwetschen und Pflaumen. Wert Zahl Kirschen. Ertrag Rirtorf am Balb ingang an der Lehmgrube. Am Diens tag findet die Versteigerung im Saale bei Gastwirt Becker in Nieder Gemünden statt. Nähere Auskunft erteilt ber Freiherrliche Forstwart Westrupp zu Rüffenrob. Aus Hessen und Nachbargebieten. [ Allendorf a. d Labu.] Jubiläumsfeier. Sonntag Nachmittag erschienen in der Amtsstube des Großh. herzoglichen Bürgermeisters Ludwig Bolt dahier der Großherzogliche Provinzialdirektor Herr Dr. Breidert nebst zwei Kreisbeamten und übergaben Herrn Volk aus Anlaß seines 25 jährigen Amtsjubiläums ein von Großherzoglichem Minifterium ausgestelltes Diplom unter bezüglicher Ansprache. Hierauf versammelten sich die Teilnehmer des Festes in der Birtschaft zum„ Grünen Grund" wobei der Gesangberein Eintracht durch Vortrag mehrerer Chöre regen Anteil nahm. An diesem Feste beteiligten sich die Bürgermeister der benachbarten hessischen, und einige Ortsvorsteher der naheliegenden preußischen Gemeinden. Nach einigen Ansprachen ließen die Bürgermeister der Nachbargemeinden dem Jubilar zur Ehrung eine Pfeife, der Gemeinderat von hier cine prachtvolle Hängelampe, der Gesangverein Eintracht eine Ehrentafel unter entsprechender Ansprache überreichen. Nach einem recht gemütlichen Verlaufe von mehreren Stunden trennten sich die Anwesenden mit dem Wunsche, daß Herr Bürgermeister Volt noch lange die Bügel der Gemeinde führen könne. ** Gemünden. Von hier aus soll eine Petition an den Eisenbahnminister betreffend Bau einer Eisenbahn von Kirchhain über Gemünden nach Franken berg gerichtet werden. Schon früher haben einige Gemeinden die freie Hergabe des zum Bahnbau erforder. Ichen Geländes beschlossen, da durch die Erbauung der Bahn die Verkehrs- und Erwerbsverhältnisse außerordentlich berbessert werden. Friedberg, 30. März. Auf der Kettenmühle bei Münzenberg wurde ein Mann verhaftet, der dringend verdächtig ist, die vielen in der legten Zeit in der Wetterau borgekommenen Waldbrände vorsätzlich gestiftet zu haben. Der Spar- und Vorschuß- Verein Groß- Felda wird mit Wirkung vom 1. Januar 1903 von sämtlichen Darlehen, insoweit es sich um pünktlich eingehende Jahreszinsen handelt, statt 42% nur noch 4% erheben. Kreditsuchende werden auf diese Zinsermäßigung besonders aufmertfam gemacht. * Die geologischen Verhältnisse des Vogelsbergs. Ueber dieses Thema sprach gestern im Ortsverein Alsfeld bor zahlreich besuchter Versammlurg Herr Oberbergrat Prof. Dr. Chelius aus Darmstadt. Die Hauptmineralien unseres Heimatbezirts find nach den Ausführungen des Referenten und wie die„ Alsf. D. 8tg." berichtet, Tonerde und Basalt. Der Basalt lagert in der Regel wie z. B. in„ Hom berg" in drei Schichten, unten der sog. schwarze Basalt, über diesem eine tuffiteinartige Basaltschicht und darüber der lungsteinartige Basalt, wie wir ihn z. B. im Steinbruch - bei Altenburg finden. Aus dem Dichtigkeits- und Härtegrad ber drei Arten ergiebt sich ihre Verwendungsart. An Baustein- Basalt ist die Alsfelder Gegend leider arm, die Altenburger Steine eignen sich, wie befannt, nur als Funda ment- und allenfalls Sockelsteine. Der Homberg würde, genügend erschlossen, diesem Mangel vielleicht abhelfer. Da gegen bietet der Münchberg" schönen Säulen sowie Schotter- Basalt. Aus dem Bereich der engeren Heimat ging der Referent zu einer anschaulichen Darstellung der grologischen Entwickelung und derzeitigen Beschaffenheit des gesamten Vogelsbergs über. Danach ist der Vogelsberg einst ein überaus mächtiger Vulkan gewesen( weit mächtiger als z. B. der jeßt viefgenannte Mont Belee), der 2-3, zeitlich weit von einander getrennte gewaltige Eruptionen gi habt hat. Die voraufgehenden, durch Vorgänge im Erdhalten unter der Uch innern verursachten Erdbeben haben neben einschneidenden der deutschen Krieg Veränderungen der Erdoberfläche Verschiebungen und Staupell an die alt ungen der Erdschichten im Innern zur Folge gehabt. Das malen Parteien ganze Wetterau- Gebiet z. B. ist eingesunken. In seinem 18 für die Zeit bis Innern enthält der Vogelsberg reiche Steinsalzlager der ie„ Streitart der Solen; die Quellen von Nauheim, Salzschlirf, Selters u. a. Wert und bei der ber er Kraftentfaltung Bekanntmachung. bischer Größe entgeg Betr.: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die AbHeinrich Martin 1 änderung der Gewerb ordnung vom 30. Juni 1900. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, vor Fastnacht daß vom 5. bis 9. und am 11. April 1. Js. die Vor Studentenwichsier schriften über die Mindeſtruhezeit und Mittagspause der Sehülfen, Lehrlingen und Arbeiter(§ 139c rubricirten mit in der Luft her Geſetzes) keine Anwendung zu finden haben und die Tagen Martin zwei fchaller bis 10 1hr abends offen gehalten werden können. Uebermut zog er Säbel auf den Rüd hn ein Infanterift vom Kriegsgericht efängnis erhalten. Freiherrlich von She tag den 6. und Die bormittags beginner Buchwald, Kanz Eichen 44 Stüd -15 Mtr. Länge 18-43 Ctm. Dur 5,97 Fftm., Buche Gießen, den 30. März 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Das Ei des Columbus ift erstatters Erb prinzen zu Leiningen wird die erstere Regierungsvorlage, die 2 Artikel enthält dem Fiskus anderer Staaten sowie den öffentlichen Anstalten und Kassen, die für Rechnung eines anderen Staates verwaltet werden und diesen gleichgestellt sind im Falle der Gegenseitigkeit Gebührenfreiheit gewähren will, ohne weitere Debatte an= genommen. Oberlandesgerichtspräsident i. P. Dr. Knorr erstattet zu dem Reichsgesez betr. Schlachtvieh u. Fleisch schau Be richt und bemerkt dazu, sein Abs. 3 habe folgende Fassung erhalten: Von Privaten eingeführtes frisches Fleisch fann dieser Nachuntersuchung nicht unterworfen werden, sofern es zum Verbrauch im eigenen Haushalte bestimmt ist. Die Regierung habe ihr Einverständnis mit dieser abgeänderten Faffung erklärt und beantrage der Ausschuß Beitritt zu dem Beschlusse der Zweiten Kammer. entfließen dem Ablauf der Bechstein- Bone des Vogelsbergs.| Fleischbeschau. Auf Bericht und Antrag des BerichtSogar äußerlich wahrnehmbar wird das Lagern gewiffer Erdschichten an Bodenformation und Vegetation. Der Vogelsberg, der etwa zu ½ aus verwertbaren Erzen besteht, bietet neben seinem Reichtum an Basaltarten Brauneisenstein ( bei Gießen), Baurit( bei Grünberg), Rieselgur( bei Nieder Ofleiden und Altenschlirs), Braunkohle( an den Rändern des Vogelsbergs) und Salz( Wimpfen, Bad Nau heim; 75 000 bezw. 33000 Ctr. alljährlich). Die Fruchtbarkeit des Vogelsberges resultiert nidt allein aus dessen verwitterndem Basaltboden, sondern aus einer Erdschicht, richtiger Staubschicht, die die vulkanischen Eruptionen s. 8. über das Land geschleudert-" Löß" genannt, von der auch die hiesige Gegend ein gut Teil abbekommen. Der Löß hat sich durch Beimengen von Sand und Entziehung seines Eisengehaltes in den heutigen Lehm verwandelt. Bu bedauern sei, daß die Erzbergbau- Industrie des Vogelsbergs in Vernachlässigung geraten. Diejenige der Nachbargebiete haben sich bedeutend schneller entwickelt. Es gelte, durch intensivere Arbeit das Versäumte nachzuholen. Mit welchen Einnahmeziffern insbesondere auch für die Arbeiter bevö ferung hier zu rechnen sei, erhelle daraus, daß z. B. in Mücke allein während der Arbeits- Saison monatlich 35 000 Mart an Löhnen ausbezahlt würden. Mit der in letzter Zeit stärker einsetzenden Verkehrs- Erschließung des Vogelsbergs werde hoffentlich auch die Bergbau- Industrie Oberhessens lebhaften Aufschwung nehmen und mit eine Quelle des Wohlstandes für die Bevölkerung bilden. Aus Nassau, 30. März. Auf der Kleinbahn der Gewerkschaft Konstanze in Langenaubach entgleiste am Samstag Vormittag ein Bug. Dem Betriebsführer Dörr aus Haiger wurden dabei beide Beine abgefahren. Er starb in der chirurgischen Klinik zu Gießen. = Höchst a. M, 30. März. In dem Dorfe Nied sind in der vergangenen Woche nicht weniger als 5 Ehefrauen ihren schlechteren Hälften davongelaufen. Der Grund soll in der üblen Behandlung durch die Männer liegen. [ Ein renitenter Schüler.] In der Oberklasse der Dorfschule zu Klein Stein heim fam es dieser Tage zu einer aufregenden Scene. Der Lehrer applizierte dem 14jährigen Schüler Heinrich Dörr wegen verschiedenen Unge30genheiten eine Ohrfeige. Das versette den Burschen, der Ostern die Schule verläßt, in große Wut. Er gab seinem hrer mehrere Faustschläge ins Gesicht und einige wuchtige Fußtritte vor den Unterleib, so daß der Mißhandelte ohn mächtig zu Boden fiel und anderen Tags das Bett hüten mußte. + Hochheim, 30. März. Eine Anzahl halbwüchsiger Buischen vergnügte sich gestern am Main mit Revolverschießen. Dabei wurde der 16 jährige Philipp Noll so unglücklich in den Kopf getroffen, daß er alsbald starb. Der unvorsichtige Schüße wurde verhaftet. Hessischer Landtag. I. Rammer. Darmstadt, 28. März. Präsident Graf v. Schliz gen. v. Gör eröffnet nach 10 Uhr die Sigung. Die II. Rammer hat bekanntlich beschlossen, den aufgeforderten Betrag von 32000 Mt. für bauliche Arbeiten im Residenzschloß und den ebenfalls angeforderten Betrag von 14 700 Mt. für den Neub u der Forstwart wohnung der Forstwartei Offenbach nicht bewilligt. Die Erste Kammer tritt nunmehr den Beschlüssen der Zweiten Rammer bei. Nach Erledigung des Hauptvoranschlags wird die Negierung vorlage, den Entwurf des Finanzgesezes für das Etatsjahr 1903/04 betreffend, ohne Debatte verabschiedet Bum Schlusse teilt der Präsident noch mit, daß ein Ersuchen der Zweiten Kammer an die Großh. Regierung wegen Vorlegung eines Gefeßentwurfes, betreffend die Landesschlachtviehversicherung, eingegangen sei. Die Erste Kammer tritt dem Ersuchen der Zweiten Rammer bei. Hierauf vertagt sich das Hohe Haus. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer fügung. Gießen, den 27. März 1903. Glasmacher Karl G. zu Büdingen geriet in der Wirts schaft Reuter dorten, in eine Rouferei. Als Nachtwächter Harf einschritt, widersetzte er sich diesem und wurde tätlich. Das dortige Schöffeng richt verurteilte ihn deshalb zu 14 Tagen Gefängnis. Das Berufungsgericht fast heute die Sache milder auf und setzt die Strafe auf 5 Tage herab.- Der mehrfach verbestrafte Knecht Ferdinand R. von Wölfersheim hatte sich zu dem Müller Gilbert Eller in Muschenheim vermietet, ist aber nicht eingetreten. Er gibt zu von vornherein die Absicht gehabt zu haben, den Dienst nicht anzutreten, sondern es galt ihm nur um das Mietgeld, er erhielt auch solches in der Höhe von 3 Mt. nebst 80 Pfg. für eine Eisenbahnfahrkarte. Das Gericht nimmt ihn wegen - Betrugs in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten.- Kaspar G. von Frischborn hat am 18. Februar d. Js., abends den Bürgermeister Funt von dorten hinterliftig überfallen und mittels einer Latte förperlich mißhandelt. G., welcher sich auf Trunkenheit bei Begehung der That beruft, ist dem Bürgermeister feindlich gesinnt, da ihn dieser von dem Nachtwächter- und Schweinehirtendienst gebracht hat. Das Urteil lautet auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis- Jafob G. von Gießen, welcher sich an einem 4 jährigen Mädchen vergangen hat, wird zu 2 Jahren Zuchthaus unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt.- Wegen des nämlichen Verbrechens begangen an einem 6 jährigen Kinde, wird der jugendliche Heinrich M. dahier in eine e- fängnisstrafe von 1 Jahr genommen. Zum Schlusse hat sich Maurermeister Louis W. von Ober- Lais wegen fahrlässiger Körperverlegung zu verantworten. W., welcher den Schulhausneubau zu Burkhardsfelden aufführt, hat die nötige Vorsicht außer Acht gelassen, denn eines Tages fiel ein großes Stüd einer neu aufgeführten Mauer auf ein Gerüst, auf welchem sich eine Anzahl Arbeiter befanden. Das Gerüst mit den Arbeitern wurde in die Tiefe geschlagen, wobei 5 Arbeiter zum Teil recht erheblich verletzt wurden. Angeflagter bestreitet jegliche Schuld nnd will sich nach dem ihm vorgeschriebenen Blan gerichtet haben. Das Gericht ist der Meinung, daß Angeklagter deu Plan mißverstanden, aber doch fahrlässig gehandelt habe. Strafe 40 Mt. Gießen, 31. März. Aus dem geutigen Wochenmartt toneten Butter per Pfb. 0.85-1.10 mt. Hühnereier 6 Pfg, 2 St.11 Bfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., täſe per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big. Tauben per Paar MY. 1.00-1.20, Hühner per Stud Mt 1.00-1 70, Hahnen, per Stüd Mr. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Big. SchweineBfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-7.00, Milch per Liter 18 Pfa. Es werden nunmehr noch auf die Tagesordnung gesezt die Regierungsvorlage betreffend den Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesezes vom 30. August 1879, die Ausführung des deutschen Gerichtstosten geseges und der deutschen Gebührenordnungen für Gerichtsvollzieher und für Beugen und Sachverständige betreffend, sowie die Regierungs- fleisch gefalzen per Bfund 0.80 Bfg., Stalbfleisch per Pfd. 66-72 vorlage betreffend Entwurf eines Gefeßes, die Ausführung des Reichsgesezes über die Schlachtvieh- und Herren, welche einen eleganten Anzug u. Paletot wünschen, und nebenbei Wert auf ein gutfihendes Beinkleid legen, wenden sich an das Tuch- und Massgeschäft bon Karl Lenz, Schneidermeister, Sämtliche Torten Kleesamen garantiert seidefrei, sowie diverse Sorten Ein in der Nähe von Gießen gelegenes Wohnhaus Preis- Aufgabe. Zur Verteilung kommen: 10 Stück gold. Uhren, 10 zu Cigarrenfabrik, Wirtschaft und dergl. besonders ge: 15 eignet, da ſeither eine kleine 15 Fabrit darin betrieben Grassamen urbe, ist zu verkaufen ob. 70 feimfähigen Qualitäten empfiehlt in borzüglichen Christian Wallenfels 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal. 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Der Verlag des Volksprediger in Konstanz stellt, um seine sehr fenfationellen, bon Gelehrten 1. Ranges zum Wohl des Volkes geschriebenen Predigten allgemein zu verbreiten, an seine Abnehmer nachftebende Breißaufaabe: 21 5 8 2 5 8 21 5 8 Wer die 9Ziffern in den Feldern des Quadrates so umstellen fann, daß die Summe in jeder Reihe 15 beträgt, und mit der Lösung zugleich 30 Pfennig in Briefmarken einsendet, erhält den Volks. prediger und eine der obenstehenden Prämien, wofür wir garantieren, franko zefandt Die Breisverteilung geschieht nach dem im Volfsprediger genau erklärten Programm Adresse: Verlag des Volksprediger in Konstanz( Baden). 2061 Bekanntmachung. Bei den am 4. 6. 7. und 8. April im Hofe der alten Kaserne am Brandplat stattfindenden Frühjahrs- Kontrolversammlungen haben aus der Stadt Gießen zu erscheinen: am 4. April 1903. vorm. 8 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, und Landwehr 1. Aufgebots, Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895 und 1896 eingetreten sind. am 4. April 1903, Vormittags 10 Uhr Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1897 und 1898 eingetreten sind. am 4. April, Nochmittags 3 Uhr: Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1899, 1900 1901 und 1902 eingetreten sind, sowie sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden entlassene Mannschaften der Infanterie. am 6. April, 1903, Vormittage 8 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie, welche in den Jahren 1890 und 1891 eingetreten sind. am 6. April 1903, Bormittags 10 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie, welche in den Jahren 1892 1893 und 1894 eingetreten sind. am 6. April 1903, Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feldund Fußartillerie, Pioniere und Verkehrstruppen, EisenbahnTelegraphen und Luftschiffertruppen. am 7. April 1908, vorm. 8 Uhr Sämtliche Reservisten des Trains( einschließlich Kranfenträger) Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmachergehülfen, Detonomiehandwerker, Marine- Mannschaften, sowie zur Disposition der Truppenteile entlassenen Mannschaften der Spezialwaffen. am 7. April 1903, vormittags 10 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots aller übrigen Waffen. am 7. April 1903, nachmittags 2 Uhr: Ersatz- Reservisten der Jahrgänge 1890, 1891, 1892 und 1893. Brodpreise bom 29. März bis 12. April. Der hiesigen Bäcker Kg. Pfg. 1 Weißbrod 26 2 52 " 24 48 72 1 Schwarzbrod 2 3 " 1 Kornbrod 2 Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrod bei Georg Dern II. Gr. Linden 22 Geschäfts- Eröffnung. Einer verehrl. Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung hierdurch zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich mit dem 1. April Marktplatz 6 44 ein Papier- und Schreibwarengeschäft verbunden mit Galanterie 23 L. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller( Langgön8) 24 W. Fabel( Wiesec) Heinrich Weber ( Heuchelheim.) W. Weigel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck Leir: KleinLinden 26 2 " Dern II, Gr. Lind. u. Louis Süßmnth Steinberg 46 Steinmüller[ Lang Göns) 48 W. Fabel Wieseck W. Weißel ( Lang- Göns) Heinrich Weber Heuchelheim u. L. Steinmüller( Gr. Lind.) 50 Karl Post, Wieseck W. Lein KleinLinden 1 Schwarzbrod bei Georg Dern Gr. Lind " am 8. April 1903, vorm. 8 Uhr: Ersaz Reservisten der Jahrgänge 1894, 1895, 1896 und 1897. 2 am 8. April, vorm. 10 Uhr: Ersatz Reservisten der Jahrgänge 1898, 1899, 1900, 1901 und 1902. Befreiungsgesuche sind durch das Hauptmeldeamt 2 einzureichen und müssen behördlich beglaubigt sein, können aber nur im dringendsten Notfall genehmigt werden. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu er= scheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorhewegzulegen. Die Militärpapiere( Paß mit eingeklebter Kriegsbeorderung und Führungsattest) müssen zur Stelle sein. Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgeset. Gießen, den 30. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Die nachstehend genannten Spengler und Installateure sind zur Ausführung von Anlagen im Anschluß au das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden: 1. Adam, Johann, 2. Appel, Georg, 3. Christophersen, August Peter, 4. Dörr, Emil, 5. Faber, Karl August, 6. Graf, Karl, 7. Hamel, Konrad, 8. Hamel, Wilhelm, 9. Kretschmann, Otto, 10. Rödiger, Rudolf, 11. Rosenberg, Christian, 12. Schaffstädt, Heinrich, 13. Schneider, August, 14. Stohr, Julius, 15. Thörmer, Johannes, 16. Walter, Peter, 17. Zimmer, Christian, Ich bringe dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis " II. L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Lang= Göns und Heinrich Weber Heuchelheim W. Weigel, Lang Göng 52 21 22 W. Lein KleinLinden 24 J. Kd. Velte, Kirch: " Göng 40 Dern II. Gr.- Lind u. Louis Süßmuth, Steinberg 42 bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller u. W. Weißel( Langgöns) Heinrich Weber Heuchelheim, Marl Post, Karl Trautmann u. E. Christ Wieseck und Lederwaren eröffne und halte ich mich bei Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Ernst Jung. NB. Gleichzeitig gestatte ich mir Sie auf meine Ausstellung in Dfter- und Serien Karten ganz ergebenst aufmerksam zu machen. Hochelegante Neuheiten in Damenkonfektion empfiehlt zu bekannt billigen Preisen Bahnhofstrasse 8. vis- à- vis der Kaplansgasse. Schirme werden schnell und gut reparirt u. nerbezogen. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9. Täglich frische Eier 41 W. Lein KleinLinden 48 von eigenen Hühnern Schillerstraße 7. 212 Steinberg 52 3 W. Fabel Wieseck Karl Post, Wieseck, bei Louis Süßmuth Tüchtiger Hausbursche Karl Trautmann, E. Christ, Wieseck 66 1 Kornbrod bei Ferd. Weiß, Grüningen 22 2 Kornbrod W. Lein KleinLinden, Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen 44 Der Brodverkäufer. 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Die Rechnung der Stadt Gießen für 1902/3 nebit Verwaltungsbericht, sowie die Rechnung des Stadter weiterungsfonds und des Gas- und Wasserwerfs für 1902/3 liegen in Gemäßheit des Art. 87 der Städte ordnung während 8 Tagen, vom Erscheinen dieser Be fanntmachung ab gerechnet, auf dem Bürgermeisterei Bureau Zimmer Nr 15 zu Jedermanns Einsicht offen. In der angegebenen Frist können auch schriftliche Bemerkungen hierzu bei dem Unterzeichneten borgebracht werden. Gießen, den 26. März 1903. Der Oberbürgermeister. Markt 7 Mecu uit. Hessischer Hof Restaurant Kaltwasser langjähriger Direktor im Hotel Großherzog empfiehlt: Einzelne Diner von 12-2 Uhr. Warme Küche den ganzen Tag. Münchener und Frankfurter Biere. Weine erster Firmen.&&& Giessen. Frankfurter Straße, Ecke Alicestraße. Fritz Eccarius Mark 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolge) Vorberhaus, mit allem Zubehör, Küchenlampen per 1. April zu vermieten. Ed. Klinkel, Bahnhofftr. 10. 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