ung im mittl 11903 zu bet nitrake 25. ing i. mulleren t zu vermieten. Kirchitaße 2. mmer- Wohnung mit Heizgas und iten am 1. April mbofitrake 29. Bimmer Seltersweg 68. bl. Bimmer berftr. 13, III. Domänentat ittl. Stod pet berm. Jm 3. mmerwohnung fof. beziehbar. employ 21. Johnung, dier abinete nebst per 1. April ilh Müller. rasse 27 ock, best. aus ebft Zubehör, Die Parterres stehend aus 4 Nr. 26. Erstes Blatt. Samstag, den 31. Jannar 1903. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi gary Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Vfg. fonft 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Vfg. Fostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechanschlus Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutscher Reichstag. 247. Sizung. Nachdruck verboten. Die Polenfrage. Polenfrage, die eigentlich eine innerpreußische it Zubehör per Angelegenheit ift, wurde Freitag durch eine Auskunfts bermieten. mannstraße 14. rftr. 16, part. merwohnung Neustadt, neben tunftsforderung sich auf die Entziehung des Einjährig cmstr. Kreuder, Freiwilligen- Zeugnisses, die gegen die Verurteilten des Thorner Geheimbundprozesses beschlossen worden war, tüßte. Der Abg. Dr. v. Dziembowsti, der die Ausfunftsforderung begründete, suchte die Verdeutschungsbetrebuhgen ins Lächerliche zu ziehen mit der Behauptung, bemnächst werde sicher sich jemand finden, der selbst den altrömischen Berufsgenossen des Redners, den Advokaten Cicero, für einen Germanen ertläre. Die Polen seien in dieser ganzen Bewegung rein im Verteidigungszustande und fönnten sich auch auf die von den preußischen Königen gemachten Versprechungen berufen, daß ihnen ihre Sprache und Sitten geschützt werden sollten. forderung an den Reichstanzler, was er zur Abstellung der gegen die Polen verübten ungerechtigteiten zu tun gedente, auch an den Reichstag gebracht. Die Zuständigkeit des Reichstags wurde dadurch ermöglicht, daß die Aus stadt, Neubau, Meggermeister aden mit berm. ofmannstr. 14. erstraße 63 immern und Küche Stod nebit einer r Mansarde und uf 1. April 1903 ermieten. Näheres esterei. Zimmer 15. festraße und Gr. 18 per 1. April erwohnungen ubehör zu verm. verke fönnen zu er getrennt ab. erden. Näheres s, Grürberger em Neubau am z ist noch eine schöne hnung m. Erker ermieten, desgleichen Zimmerwohn15. Fankfurterſtr. 29. Staatssekretär Graf Posadowsty, der zunächst die Erwiderung übernahm, sprach sich unter dem Beifall der Rechten mit großer Entschiedenheit dahin aus, daß eine polnische Frage für das Reich nicht bestehe. Die ehemals poluischen Landesteile seien Teile der preußischen Mo archie und daran werde sich nichts änd. rn, solange noch ein Soldat im Felde stehe. Ueber die Frage der Entziehung des Einjährigenzeugnisses äußerte sich der Kriegsminister v. Goßler, der zunächst auf den von den jungen Leuten geleisteter Schwur, für die Wiederausrichtung des pol nischen Reiches kämpfen zu wollen, hinwies und im Au schluß daran die gegen einige Verurteilte verfügte Eutziehung des Einjährigenzeugnisses als eine milde Strafe erklärte. Hierauf begann die eigentliche Besprechung, an der sich zunächst der nat.- lib. Abg. Graßmann beteiligte. Dieser Redner war schwer verständlich. Man hörte nur joviel heraus, daß er mit den Maßnahmen der Regierung einverstanden war. Mit besonderer Leidenschaft und in dem stockenden Tone, den ein mit der inneren Glut täm pfender Mann zu bestehen hat, sprach sich der Abg. Für ſt Radziwill für eine andere Behandlung der Polen und namentlich für den Schuß der polnischen Sprache aus. Der Pole size seit 1000 Jahren auf jenem Boden und genieße nicht einmal die gleichen Rechte, wie die jüdische Be polterung. Mit erhobener, Stimme rief er dann aus: Bir glauben an eine Monarchie von Gottes Gnaden, aber auch an Volksrechte von Gottes Gnaden. Dieser Glaube sei das Band, das die Polen mit dem Zentrum verbinde. Der Widerschein dieser freundlichen Worte gab sich in der Sede des Zentrumsabg. Roeren zu erkennen, denn dieser trat vollständig auf den Boden des Interpellationsredners v. Dziembowski. Er fündigte zugleich eine ausführliche Besprechung des Falles Löhning an. Namentlich darüber müsse Klarheit geschaffen werden, wer die Unwahrheit in diesem Falle gesagt habe, denn es ständen sich die Aeußerungen des Finanzministers und des Geh. Rats Löhning gegenüber. Im übrigen aber rollte er die Ver Adolf Bieler, urteilung der Thorner Schüler wieder auf. Die Polenriecherei führe zu den absonderlichsten Vorkommnissen, die uns vor dem Auslande lächerlich machen. Die Cut nationalisierungsversuche hätten keine Erfolge zu erwarten, denn noch fein Staat der Welt sei mit Gewalt eutnationalisiert worden. Wenn die 200 000 Siebenbürger Sachsen diesen Versuchen widerstehen, um wie viel mehr werden die Polen dies vermögen. Alle diese Ausführungen des Abg. Roeren sind dem Vorfämpfer des Ostmarkenvereins Abg. v. Tiedemann ein Beweis dafür, das Roeren die Zustände im Osten nicht kennt. Vor allem müßte dem Polonisieren der Namen entgegengewirkt werden. 00000 Ter folgende Redner war der freisinnige Volksparlet Lenzmann. Er polemisierte scharf gegen das Urteil im Thorner Schülerprozeß und ergeht sich in breiten Ausführungen über den Fall Löhning. Neues über die Affaire" bringt er jedoch nicht vor. Die Politik. Die schwarze Fahne im Reichstage. Die Petitionsfommission des Reichstages hat der Geschäftsordnungskommission ein merkwürdiges Bittgesuch überwiesen. In dieser Petition fordert der Oberamtmann Spamer in Darmstadt vom Reichstag eine Verstärkung der Amtsgewalt des Reichstagspräsidenten. Bei stürmischen Sizungen soll der Reichstagspräsident durch Ausstecken einer schwarzen Fahne auf dem Präsidium den Ausnahme- Zustand proflamieren dürsen. Während dies s Ausnahmezustandes sollen ein Polizeikommis, ac und zv.i Schußleute zur Leitung der Verhandlungen hinzugezogen werden. Auch die Immunität der Abgeordneten soll während dieses Ausnahmezustandes als aufgehoben gelten. Es ist selbstverständlich ausgeschlossen, daß der Reichstag jemals einen derartigen Vorschlag gutheißen werde. Kaiserliche Geschenke für Offizierkorps. )-( Der Kaiser hat dem 1. Armeekorps aus Anlaß feines Geburtstages 50 000 mt. als Stiftung geschenkt. Die Summe soll Offizieren des 1. Korps für bestimmte Zwecke, über die Näheres einstweilen noch nichts verlautet, zu gute kommen. Auch dem Leib- Grenadierregiment Fr. 8. in Frankfurt a. D. hat der Kaiser an jeinem Geburtstage 25 000 Mart mit der Bestimmung überwiesen, daß diese Summe als ,, Kaiser Wilhelm II. Stiftung" zinstragend angelegt und dem Interesse des Offizierstorps gewidmet werde, Einschreiten der Mächte in Macedonien? V Italienische Blätter wissen zu melden, Desterreich bereite sich auf größere militärische Ereignisse in Macedonien vor. Schon neulich hieß es, Desterreich ziehe an der bosnischen und dalmatinischen Grenze Truppen zusammen, und jetzt kommt die Nachricht, die Wiener Regierung habe den österreichischen Lloyd beauftragt, für eine bevorstehende Einschiffung österreichischer Truppen in den dalmatinischen Häfen eine Anzahl Schiffe bereit zu halten, deren Ziel Saloniki sein soll. Auch würden bereits an den Hafenpläßen große Mengen Proviant für die Truppen aufgestapelt, und den Offizieren sei verboten worden, ihre Standorte zu verlassen. Der Zweck der Maßregel, die im Einverständnis mit Rußland erfolgen und bei dem Besuche des Grafen Lambsdorff in Wien vereinbart sein soll, soll sein, durch Verjammlung eines großen internationalen Geschwaders, zu dem auch die anderen Mächte Schiffe stoßen lassen würden, im Hafen von Saloniki einer Kollektivnote der Mächte Nachdruck zu geben, die in Konstantinopel überreicht werden soll. Diese Note solle erklären, daß die türkischen Reformen in Macedonien und Altserbien ungenügend jeien, und fordere die Einberufung einer internationalen Konferenz, in der die zwischen den Kabinetten von Wien und Petersburg vereinbarten Reformvorschläge, die den übrigen Mächten schon mitgeteilt seien, beraten werden sollen. Was an der Meldung ist, entzieht sich einstweilen noch der Beurteilung, in deutschen politischen Kreisen hält man, wie unser CB. Mitarbeiter uns aus Berlin mitteilt, die Nachricht von der Ueberreichung einer Kollektivnote in Stambul für nicht unwahrscheinlich, dagegen hält man die Meldung von einer internationalen Flottendemonstration im Golf von Saloniki für schwach begründet. Kurze volitische Nachrichten. * Kaiser Wilhelm ließ am Freitag, wie aus Wien gemeldet wird, als am Todestage des österreichischen Kronprinzen Rudolf, einen Kranz mit der Inschrift ,, Seinem teueren Freunde Kaiser Wilhelm II." auf weißer Atlasschleife am Sarge des Kronprinzen niederlegen. * In Kopenhagen glaubt man, der angekündigte Besuch des deutschen Kronprinzen in der dänischen Hauptstadt werde unterbleiben, dagegen werde Kaiser Wilhelm wahrscheinlich mit dem Zaren und König Eduard von England zusammen- am 8. April, am 85. Geburtstage des Königs Christian den dänischen Hof besuchen. * Die offiziöse ,, Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Blättermeldung für unbegründet, die Milderung des ehrengerichtlichen Urteils gegen den Major a. D. Endell sei vom Kaiser auf die Verwendung des Ministers v. Podbielski hin erfolgt. * Generalleutnant v. Liebert, Kommandeur der 6. Division in Brandenburg, früher Gouverneur von Deutsch; Ostafrika, gedenkt seinen Abschied einzureichen. * Der bisherige Kommandeur der Schußtruppe für Kamerun, Oberst Pavel, scheidet am 31. d. Mts. aus der Schußtruppe aus und wird bei den Offizieren von der Armee mit dem Wohnsiße in Berlin wieder im yeere angestellt. waltung wurde fortgeseßt. Das Kapitel„ Generalkommissionen“ wurde nach kurzer Debatte bewilligt. Beim Kapitel ,, Landwirtschaftliche Unterrichtsanstalten" sprach sich Abg. Dr. Lotichius für Veranstaltung von Obstbau- Ausstellungen aus. Beim stapitel„ Tierärztliche Hochschulen und Veterinärwesen" ersuchte Abg. v. Neumann( fons.) um Ausbesserung des Einkommens der ländlichen Tierärzte. Landwirtschaftsminister v. Pod bielsti erwiderie, er wolle den berechtigten Wünschen der Landlierärzte gern nachkommen, womöglich schon im nächsten Erat. Die Pensionsberechtigung fönne nur durch ein Gesetz erreicht werden. In der weiteren Deba.te erwiderte Abg. Dr. Müller( freis. Vp.), die Hauptsache sei, daß die Kreistierärzte ganz unabhängig von der Privatpraris gemacht wirden. Beim Titel Zur Bekämpfung von Tierkrankheiten 80 000 Rt." drückte Abg. Frhr. v. Wangenheim( tons.) den Wunsch nach einem siche ren Mittel gegen den Rotlauf und Sperrung der Gren zen gegen ausländische Viehseuchen aus. Landwirtschaftsminister v. Podbielski wies darauf hin, daß userdings verschiedene Senchen von ihrer Gefährlichkei. et was eingebüßt tten. Das beste Verfahren, eine Such zu bekämpfen, sei zweifellos das englische: jedes infizierte Stück Bieh zu töten. * Die in Washington verbreiteten Gerüchte, Deutschland suche die Unterzeichnung des Protokolls über die Präliminarverhandlungen zu verzögern, sind unbegründet. Ueber die französischen Ansprüche soll auf derselben Grundlage verhandelt werden, wie über diejenigen der Verbündeten. Andernfalls will Frankreich sofort mit Gewalt gegen Venezuela vorgehen. * In Yemen haben sich einige arabische Stämme gegen die türkische Herrschaft erhoben. Der Sultan hat angeordnet, den Aufstand zu unterdrücken. Dreufsilcher Landtag. Haus der Abgeordneten. 10. Situng. Nachdruck verboten. Zweite Beratung des Etats. Die Beratung des Etats der landwirtschaftlichen VerNur durch rigorose Maßregeln könne man erreichen, daß die Rinderseuchen im Inlande nach und nach erlöschen. Schwieriger liege es bei den Schweinesenchen, wo die Schweinezüchter selbst mit Hand anlegen müssen. Auf dem Gebiete der Tuberkulose seien wesentliche Fortschritte zu verzeichnen. Was die Maul- und Klauensenche betreffe, so habe Prof. Löffler ein Mittel gefunden, um Kinder dagegen auf einige Zeit zu immunisieren. Die Mantund silauenseuche sowohl wie die Schweinesenchen kosteten bis jetzt der deutschen Landwirtschaft jährlich ungezählte Millionen. Die Kap. 105, Förderung der Fischzucht" und För derung des Obstbaues" wurden nach unwesentlicher De batte bewilligt. Nächste Sizung Sonnabend, 11 Uhr. Fortsetzung der Etatsberatung. Nab und fern. - Der Tod des Jürst u Stolberg- Stolberg ist, wie die Gerichtstomision muumehr auf Grund des örtlichen Tatbestandes festgestellt hat, auf einen unglüc lichen Zufall zurückzusi hren. En egen den anfänglichen Gerüchten, wonach Fürst Stofberg in letter Zeit hoch gradig nervös gewesen sei ,,, so daß seine Gemahlin mehrfach geörpert hätte sie fürchte, daß noch einmal ein Un glück passieren würde", wird öffentlic) festgestellt, daß der fürstlichen Familie alle positiven Unterlagen, die event. auf einen Selbstmord schließen ließen, gänzlich fehlen. )-( Eisverge auf märtischen Seen. Turch den steisen Wind, der seit einigen Tagen über Berlin hinwegjegt, sind die Eisflächen der Seen in der Umgebung der Reichshauptstadt zertrümmert. Die Eisschollen werden durch den hohen Wellengang aufeinander getürmt, so daß sich förmliche Eisberge bilden, die der Schiffahrt nicht ungefährlich sind. Auf der Spree, wo eine große Anzahl Lastkähne die Fahrt wieder aufgenommen haben, müssen die Schiffer eine ganz besondere Sorgfalt entwickeln, da bei einem Zusammenstoß mit einem Eisblock die Seitenwände der Zillen leicht zerschnitten werden. )-( Das falsche Grafentiud. An der Schuld der Gräsin Isabella Wesiersta- kwileda zu Berlin, die wegen Kindesunterschiebung verhaftet wurde, soll nach dem vorliegenden Material nicht zu zweifeln sein. Ihr ingeblicher Sohn ist danach der Sohn einer österreichischen Bahnwärtertochter, die Frucht eines Liebesverhältnisses, das diese mit einem österreichischen Hauptmanni hatte. Die angestellten Ermittelungen brachten auf die Spur, daß zwei Frauen ihn von Posen nich Berlin gebracht hatten. Hier mußten ihn zwei vornehme Damen in Empfang genommen und mit einer Droschte nach der Geburtsstätte weiter gebracht haben. Ter Kutscher wurde ermittelt und nach seiner Beschreibung auch die beiden Tamen. Die eine ist inzwischen gestorben, die andere trat im Posener, Zivilprozeß als Zeugin auf. Der ):( Eine Reminiscenz an die Kruppaffaire. neapolitanische Untersuchungsrichter Collenza hat den Steckbrief gegen den Maler Alters annulliert, diesem aber den Aufenthalt auf Capri während der Untersuchung verboten. Befann ch wurden gegen Allers, der auf der Insel Capri eine prächtige Villa besigt, schwere Antlagen erhoben, gleichzeitig mit denen, die dem unglücklichen Krupp vorgeworfen wurden. Vielfach wurde seinerzeit auf die Möglichkeit, ja Wahrscheinlichkeit hingewiesen, daß die ganze Aruppaffaire" in der Angelegenheit Allers auf Brund von Personenverwechselungen ihren unseligen Ursprung gefunden hätte. Ein Triumph der Maffia. Der Kajsationshof in Kom hat das Urteil des Schwurgerichtes in Bologna n dem bekannten Mordprozesse gegen den italienischen Disgebraten Tafizyolo toegen etnes Formfehlers tastert und eine neue Verhandlung vor dem SchwurgeHchte in Florenz angeordnet. Damit hat die VerbrecherJesellschaft der Maffia, als deren anerkannter Führer Balizzolo gilt, wieder einen glänzenden Triumph zu jerzeichnen. As Palizzolo den Gerichtsspruch vernahm, ief er aus:„ Ich bin unschuldig, Gott weiß es, ich ütte zu ihm, er möge meine neuen Richter erleuchten" Der Bauernknecht am Klavier. In einem westpreußischen Dorfe hatte ein gewisser Martin Pieste monatelang einem Bauern treu und fleißig gedient. Als sich ber Bauernknecht jedoch eines Tages gelüften ließ, seine Kunstfertigkeit auf dem Klavier zum besten zu geben, osregte er Verdacht; bald darauf war er verschwunden. Jegt wurde dieser Mann in Elbing festgenommen, später jeboch wieder freigellassen. Es stellte sich hierbei heraus, daß man es mit einem seltsamen Mannweib namens Marta Pieske zu tun hat, das in Westpreußen schon sehr viel von sich reden gemacht hat. Sie war die Frau eines Offiziers und Großgrundbesizers, der früher im Kreise Br. Stargard ansässig war, aber durch die tollen Streiche seiner Frau von der Scholle vertrieben wurde. Frau Bieste hatte von jeher eine besondere Vorliebe für Hosenrollen. Ihre pinten Abenteuer haben in Danzig und in der Provinz viel Gesprächsstoff geliefert, aber sie auch mit dem Strafgeset wiederholt in Wiederspruch gebracht. A18 dann gar noch das Geld ausging, sant Frau Bieste niehr und mehr und kam ins Gefängnis und Zuchthaus. Ein in den ) Einbruchsdiebstahl im Gefängnis. Annalen der Verbrecherchronit einzig dastehender Fall hat sich in Budapest zugetragen. Zwei raffinierte Einbrecher hatten die Vermessenheit, in das Sammelgefängnis einaubringen, das von einem dichten Kordon von Wachtleuten umgeben ist. Durch diese hindurch schlichen sich nachts die mit den Lokalverhältnissen unbedingt vertrauten Einbrecher, und unerklärlicherweise gelang es ihnen auch, unbemerkt in das Wohngebäude der Beamten zu dringen. Die Täter statteten den Wohnungen zweier Gefängniswächter Besuche ab. Bei dem einen durchsuchten fie sämtliche Schränke und Tischladen, doch eigneten sie sich nichts an. Dagegen entwendeten die Diebe aus der Wohnung des anderen ein über 500 Kronen ausgestelltes Postsparkassenbuch, mehrere Gold- und Silberringe, Handreifen, Ketten, Kleidungsstücke und andere Wertsachen. Nach vollbrachter Tat gelang es den Einbrechern, wohlbepackt das Weite zu suchen. Man vermutet, daß entlaffene Sträflinge die Täter gewesen sind. V Das Ende eines Millionärs. Aus Petersburg meldet man: Großes Aufsehen erregt in der gesamten russischen Presse das tragische Geschick des Moskauer Millionärs Peter Plotyzin, welcher von seinem Vater Ländereien in den Gouvernements Woronesch, Tambɔu und Samara im Umfange von mehr als 80 000 Desjatinen mit zahlreichen Fabriken, Mühlen, Viehherden und dergleichen im Werte von ungefähr 20 Millionen Rubel erbte und nach kurzer Frist durch Mißernten und Wucher soweit gekommen ist, daß ihn seine Kreditoren in den Schuldturm sperrten. Während er im Schuldturm saß, wurde eine konkursverwaltung eingesetzt, welche den ganzen Bests um Spottpreise verschleuderte. Nun hat der einstige Millionär gegen die Konkursverwalter die Anzeige erstattet, daß sie ihn um 15 Millionen Rubel betrogen haben. ::: Ein neuer Ausbruch des Vesuvs. Der Vesuv, de in den lezten Wochen unter einer starten Schneebecke zu schlafen schien, entwickelt plößlich wieder eine unheim liche Tätigkeit. Mit gewaltigem Getöse und donnerähn lichem Krachen Kündigte sich vor einigen Tagen eine neue Eruption an. Bald darauf wurden vulkanische Basalt steine emporgeschleudert, die in der Nähe des alten Kra ters zu Boden fielen; untermischt waren sie mit Schlacken und Kieselsteinchen. Jeßt steigt aus der neuen Krater öffnung eine dichte Rauch- und Feuersäule zum Himme! empor. Zahlreiche Touristen bewundern aus respektvoller Entfernung das großartige Schauspiel. Vermischtes. Das Aethergramm".] Wie soll man die Bot schaften nennen, die durch die Telegraphte ohne Draht beförbert werben? Das ist die große Frage, mit der man sich gegenwärtig in London recht angelegentlich bechäftigt. Man hatte bekanntlich, nach dem Namen des Erfinders, zuerst das Wort ,, Marconigramm" vorgeschla. Erinne gen, dann das Wort ,, Herzogramm", zur Kulturarbeiten.*) Н ( Nachdruck verboten.) Wir stehen im Beichen einer geläuterten künstlerischen ( um das Wort aestehtischen zu verweiden) Anschauung. Ueberall machen fich, wenn auch vorerst nur fleine, Ansäße zum Uebergang bemerkbar. Die erfreulichsten Erscheinungen hierzu sind die Bestrebungen, wie sie sich in leßter Zeit unter dem Schlagwort Kunsterziehung, hervortaten. Er. ziehung zum fünstlerischen Schauen. Sinwegsehen aus dem Alltagsleben in jene Gebiete, da wahre Runft den Menschen eine Henderung unseres erhebt und damit verbunden ganzen tulturellen Lebens nach der Seite fünstlerischer und natürlicher Betrachtung hin. Das soll zunächst das Biel sein. Unser Leben sei selbst Kunst, insofern, als wir mit den uns von der Natur gegebenen Organen die wahrhaft künstlerischen Seiten des Lebens, der Natur der Welt zu erkennen vermögen. Sier muß man natürlich zunächst die„ Erzieh ung zum Sehen einfeßen. Denn wie viele oder wie wenige Menschen giebt es, die ihr wichtigstes Organ, das Auge richtig zu nutzen verstehen. Bolfmann hat in einer fleinen wirklich empfehlenswerten Schrift darauf hingewiesen. Mit Recht betont man, daß der ganze Bau, den man jetzt auf fünstlerischem Boden aufbauen will, einzig und allein von dieser Erziehung vom Sehen abhängig ist. helfen mich die schönsten Gemälde, die schönsten Landschaften, wenn ich nicht das Bermögen habe, sie so in mich aufzunehmen, daß sie ein Teil meines Innenlebens bilden, so etwa wie man den Eindruck von einem schönen Buche, einem Gedichte oft für immer behält. Man täusche sich über Denn was *) ,, Kulturarbeiten" von Paul Schulze Naumburg. Bd. 1 Hausbau. Bd. 2 Gärten( beide im Verlag der Kunstwart( G. D. Callwey, München.) an den Gelehrten, der die Herzschen Bellen" entdeckte. Diese beiden Bezeichnungen finden aber nicht den Beifall des Publikums. Jezt scheint man sich für das schöne Wort ,, Aethergramm" entscheiden zu wollen, d. h. etwas, das durch die Luft vermittelt wird, im Gegensatz zu dem Borte ,, Kablogramm", das die durch ein Kabel beförderten Botschaften bezeichnet! Man kann übrigens in aller Ruhe abwarten, welche Wahl die öffentliche Meinung treffen und welches Wort durch den täglichen Gebrauch geheiligt werden wird! £[ Celluloid als Verbandsmaterial.] Eine neue Art des Berbindens von erkrankten Körperteiler hat der französische Arzt Dr. Bersin ersonnen. Seine Methode besht darin, daß er Celluloid- Platten in warmen Alkohol legt, wo sie in zwei bis drei Minuten so weich werden, daß man sie ebenso gut wie eine feuchte Kompresse um ein trantes Glied legen kann. Nach 15 bis 20 Minuten haben die Celluloid- Platten ihre frühere Härte wieder angenommen und behalten nun die Form, die man ihnen gegeben hat. [ Die russischen Leibärzte.] Früher waren selbst die berühmtesten Aerzte in großer Verlegenheit, wenn die Zarin von ihnen behandelt werden sollte. In jener Zeit wäre die gegenwärtige russische Kaiserin wahrscheinlich nicht so glücklich der Gefahr entronnen, von der sie bor turzem bedroht war. Als vor einigen Jahren die Kaiserin an Asthma- und Bronchitis- Anfällen litt, beschloß der Kaiser, eine Anzahl neuer Aerzte zu bonsultieren. Der bekannte Petersb. Arzt Botkin erhielt den Befehl, die Kaiserin zu besuchen. Als er ausfultieren wollte, weigerte sich die Kaiserin, ihr kleid auszuzie hen. Bottin sagte hierauf dem Kaiser, daß es ihm unmöglich sei, die Kaiserin weiter zu behandeln, da er die Ursache ihres Leidens nicht ergründen könne. Der Kaiser gab ihm recht, und Botkin erfuhr zu seiner größten Ueberraschung, daß die Leibärzte, die die Kaiserin be handelt hatten, stets auskultierten, ohne daß sie die Kleider abzulegen brauchte. Botkin sette seinen Willen Durch und seit jener Zeit wurde ihm allein die Behandlung der Kaiserin und der ganzen kaiserlichen Familie anvertraut. ::[ Die hinderliche Schönheit.] Eine pikante Geschichte, die den Vorzug der Wahrheit haben soll, erzählt der Temps": Fräulein Brandes, eine sehr talentvolle Künstlerin, befindet sich seit einiger Zeit in offener Rebellion bekannten gegen die geheiligten Institutionen eines Theaters, dessen Mitglied sie nur noch nominell ist. Sie vollte Sozietärin mit vollem Gewinnanteil werden, aber Die lieben Kollegen wollen ihr höchstens sieben Zehntel des vollen Gewinnanteils gewähren, was Fräulein Brandes veranlaßte, in den Ausstand zu treten und der ,, Conédie" schmollend den Rücken zu zeigen. Unter denen, die diesen fürchterlichen Konflikt beizulegen trachteten, befand sich auch der alte Victorien Sardou; er ging sersönlich zu Herrn Chaumié, der in Frankreich die schö nen Künste dirigiert, um für Fräulein Brandes ein gues Wort einzulegen. ,, Sie könnten ihr wirklich den volen Gewinnanteil gewähren," begann der Altmeister der Stüdefabrikation. Lächelnd schüttelte der Minister den kopf und sagte:„ Es geht nicht, lieber Meister." , Warum denn nicht?" Weil ich nicht eigenmächtig und willkürlich handeln darf." Sardou nahm noch einmal alle Kraft zusammen, er sprach rührend, ergreijend, aber der Minister sagte, wehmütig abwehrend: , Das ist alles sehr schön, aber Sie haben etwas nicht überlegt!" ,, Und das wäre?"- ,, Fräulein Brandes ist eine schöne, sehr schöne Dame!" ,, Was tut das zur Sache?" ,, Was es zur Sache tut? Noch stehe ich in gutem Ruf und niemand wagt es, meine Tugend an zutasten. Ein Minister der schönen Künste muß aber sehr auf der Hut sein, und wenn ich einer sehr schönen Schauspielerin..."-Jetzt verstehe ich," sagte Sardon und ging trostlɔs von dannen. Kurzes Allerlei. Der schwerste Mann Europas ist der Hotelbesizer Hans Fromm in Willberg- Ostpr. Er wiegt fünf Zentner und zwei Pfund. - Der bekannte französische Luftschiffer Santos Dumont konstruierte einen lenkbaren Omnibusluftballon mit zwei Balken, deren unterer eine dreigeteilte Gondel für zwölf Bassagiere trägt. " -m Uhrenladen. ,, Vor einigen Tagen faufte ich bei Ihnen einen Regulator mit Schlagwerk, sagen Sie, die Uhr schlägt ja gar nicht?"- ,, Da sind Sie aber zu beneiden, lieber Herr!" ,, Was, auch noch zu beneiden, ja, wieso denn?" ,, Jawohl, wissen Sie denn nicht: ,, Die Uhr schlägt keinem Glüalichen"!" ( Mega HRT) Sthung der Stadtverordneten. W. Gießen, 29. Januar. Beigeordneter Georgi bittet, da die Einzelheiten bes Stadterweiterungsfonds allgemein interessieren, denselben hettographiert den einzelnen Stadtverordneten zugänglich zu machen. Der Oberbürgermeister erklärt, daß die Einzelheiten der Fonds im Verwaltungs- Rechenschaftsbericht 1901/1902 spezialisiert als besonderer Anhang enthalten sein werden. Die Rechnung der Fonds ist übrigens von der Bau- Depu tation geprüft. Auf Anfrage des Stadtv Heichelheim bemerkt der Oberbürgermeister noch, daß der Gruntstückswert des Fonds auf Taxation beruhe, die jedes Jahr vorgenommen werde. Die Bersammlung genehmigt die Anschaffung eines Schrantes für das Einwohner- Meldeamt zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Meldefarten. Für die Verlängerung der Gas- und Wasserleitung am Afterweg in der Goethestraße und in der Ederst aße werden die nötigen Summen bewilligt. Stadtv. Loeber regt die Neuaufstellung resp. Vermehrung der Laternen am Asterweg an. Der Oberbürgermeister sagte zu, die Sache zu prüfen und erforderlichen Falles der Sache näher zu treten. Die vom Stadtbauamt gefertigten Pläne( Grundrisse) für die neu zu erbauende Höhere Mädchenschule | - Bumenten halbrunber 2 geworfen, den Befuche ber ftattlicheren Erfe finnen. Die vorfichti Seranfhaulichung ber Silfe, daß fie die fri Draugemauerten Neb fines aus dem Belle feraushebt. Die burg legte Frage nach 3 wortet der Rebner Binerung des Chores Alofters an den deut Sahrhundert, alfo Ordens erfolgt f batgothischen Baufo Sierung angebrachte her wahrscheinlich mi ritter Edard v. Ried in Schlußftein des G Datierung führen w Alabann erläuterte b graphien die leider gemälden, Rathaufes fidh an Das Hauptbilb ftellt Etadt bar, vor dere ei bekrönte, einem Infchriftrefte- auf eftes Wort deutlich an der Nordanlage liegen vor, der Oberbürgermeister giebt die näheren Erläuterungen dazu, worauf die Versammlung die Genehmigung zur Ausführung derselben giebt, wobei es vorbehalten bleibt die Grundrißdispofitionen eventl. noch zu verbessern. Die Bedürfnisfrage für das bestehende Reftaurant Hohenzollern Bahnhofstraße 34, welches Karl Helder übernommen hat, wird anerkannt. die be Das neue Statut für Deutung, die sich v das Gewerbegericht hat seitens des Ministeriums, welches dasselbe zu genehmigen hat, mehrere Anstände gefunden, die bis auf einen Bunft mehr formaler Natur sind und den Wünschen des Ministeriums entsprechend ihre Erledigung finden. Die Frage, daß das Gewerbegericht als Ausschuß für abzugebende Gutachten in gewerblichen Angelegenheiten fungieren fann ist durch das Statut bestimmt. Das Ministerium vermißt aber in dem neuen Statut eine Bestimmung, wonach dieser Ausschuß auch Anträge entgegennehmen und barüber verhandeln fann. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß eine bahin gehende Ergänzung des Statuts vorzunehmen ist und wird nunmehr dasselbe erneut dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden. Damit ist die Tagesordnung für die öffentliche Sigung erschöpft. Giessener Cagesneuigkeiten. ANächsten Mittwoch, vormittags 9 Uhr findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes dahier eine öffentliche Sigung des Provinzial- Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1) Rekurs des Müllers Heinrich Schneider 4. von Ober- Mörlen gegen einen Bolizeibefehl Gr. Kretsamts Friedberg. 2) Gesuch des Heinrich Sad 2. zu Heuchelheim um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 3) Die Faselhaltung zu Breungeshain; hier: die Wahl der Zuchtrichtung. 4) Gesuch des Karl Gref Wwe. zu Schotten um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. Sch.( Privattelegramm) Die am 29. Januar von der Stadtverordneten- Versammlung Gießen vollzogenen Wahl des Kommerzienrats Heyligenstädt zum Bürger meisterei- Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen wurde bestätigt. hausbilder einmal e der erften Hälfte d Das von Herrn Le mb forgfam reftaur bon Arnsberg, Berein freundlichst i fffung an berühmt wird aus dem E on einem Nachzügl ter die alte Tempor Bertragende die fau anische Kirchthu weiten Geschoß und ist zugemauerten dieses Geschoß zugl kirche diente. Die dne gute, wenn aud darf sich Großen- 2 ihmen. Nach dem Reihe von Erinner ments vor, Bildni Die Debatte, bie fid für jene Greign Meineswegs erstorber genommen wurde, P. Für den Mula der Universi mann, Rebner un außer Rammermus Romponiftes Doord ein Tio von Mo Beatrica Rernic vo mmit den Gefangen, W. Oberhessischer Geschichtsverein. Die Sigung am veron Robinstein, No gangenen Donnerstag war ausführlicher Weise sehr gut gebliches Ständchen besucht. Herr Professor Sauer sprach über Kultur erntete. Ein glock geschichtliche Neuigkeiten ausGießen und Um Stimmungen muft tabellofe Aussprach gebung. gezeidneten Ge 1 Der Vortragende berichtete zunächst über eine fleine Ausgrabung, die er im vorigen Sommer gelegentlich ber bem Bortrag ber Herstellung der Schiffenbergkirche vornahm, um die haben die Herren ursprüngliche, durch Umbau verwischte Gestaltung des örtals ausgezeichneter lichen Chorabschlusses festzustellen. Wie zu erwarten, fanden Trio von Dvora sich an der leichtest zugänglichen Stelle, außerhalb der moRunft des Ensem dernen Umfassungsmauer des Klosters, Reste von den Fun lam. Einen groß können, das blickt aus jeder Zeile, als ein Künstler, der weiß was er will, zu une spricht. Ich kann hier dem Reichtum an Anregungen, den die beiden Bände enthalten, natürlich nicht im Einzelnen nachgehen. Nur weniges sei mir noch gestattet zu bemerken. - diesen Bunft nicht, man glaube nicht, wenigstens der Durch schnitte mensch nicht, daß man eine Landschaft z. B., die sich ja den meisten Menschen viel länger und plastischer vor Augen bleibt als ein Gemälde, ich sage, daß man eine solche Landschaft nun wirklich auch mit allen ihren EinzelWie wohlthuend ist es z. B., wenn Schulze- Naumburg heiten im Kopfe habe. Oder, wenn dieses zu viel verlangt erscheint,( in der That ist es wenig), man mache einmal sich gegen jene Unmanier auf allen Gebieten fünstlerischen den Versuch, Volkmann rät in seinem schon genannten Buche oder wenigstens fünstlerisch gedachten" Arbeitens gegen die dazu, ein Bild, das man täglich vielleicht viele Male ansieht ,,, Verzierungen" wendet. Mit Recht hebt er hervor und und bei dem man eigentlich jede Linte und jeden Punkt beweist das an mehr wie einem Beispiel und Gegenbeispiel, fennen müßte, genau zu beschreiben, ohne es natürlich anzu- daß die Denamente an sich nicht verschönern, wenn sie nicht sehen. Man wird sehen, wie viel da fehlt.- Ja, aber wie so dem Ganzen eingefügt sind, daß ihre Verwendung gerade Hierzu gehören auch das lernen! Durch die Erziehung der Augen, nicht durch an dem Blag notwendig erscheint. gedankenloses Betrachten, sondern durch Eindringen in den die Bemerkungen, die er über unsere modernen Wohnhäuser, Stoff. Eine reifere Geistesthätigkeit gehört freilich in den wie man sie mit einem Giebel gefrönt in jeder Stadt zu meisten Fällen dazu. Gerade dieses Betrachten führt uns Dußenden sieht, macht. Gibt es in der ganzen Welt aber dann zu den weiteren Fragen ,, was ist schön, was ist einen Menschen, dem diese Karikatur wirklich gefällt, häßlich." Hierfür giebt es feine Antwort, denn schön und nachdem er sie erst einmal berstanden" hat. Ich glaube häßlich sind ganz individuelle Begriffe. Und doch giebt es nicht. Die Menschen bilden sich alle nur ein, so was" sei eben schön, und nehmen es als gegeben an, weils der Nachbar auch hier gewisse Grundsäge, die freilich nur eben der zu erkennen vermag, der sehen fann. Sie sind nicht in Worten ja auch hinnimmt, und weils, wenns überall so gemacht auszudrücken, wie ja überhaupt das Tiefste unseres fünft wird, doch wohl so sein muß." Das sind Worte, die man lerischen Wirkens nicht gesagt werden kann, aber sie sind sich wirklich zu Herzen nehmen sollte. vorhanden und jeder, der schauen kann, findet sie. Und wo fann man da einen befferen Führer finden als Schulze Naumburg, den thätigen Mitredakteur der Kunstwart." Seine zwei Bücher, die wir hier vorliegen und die diesem Aufsatz den Titel geben, find Hohelieder einer echt fünft lerischen Kultur. Solche Bücher brauchen wir. Es sind Bücher so recht eigentlich für Jeden. Wenn man den ersten Band, der von dem Hausbau handelt durchsieht, wenn inan im zweiten die Versuche auch dem fleinsten Garten ein gewiffes individuelle, fünstlerische Gepräge zu geben, verfolgt, in den meisten Fällen wird man dem Verfasser beistimmen - " Der Hauptwert der zwei Bände, davon noch eine ganze Reihe Fortsegungen folgen sollen, liegt aber nicht nur im N. ist Praftifer. Er weiß wohl, Theoretischen. Sch. daß alle schöne Worte nichts helfen. Und so geht er zur Proris über. Er zeigt in Hunderten von Abbildungen, was er für schön, was er für häßlich hält. Daß man da manchmal anderer Ansicht, namentlich vom Standpunkt des Zweckmäßigen aus, fein fann, ist ja selbstverständlich. Aber im Großen und Ganzen tann man doch freudigen Herzens den AnA. B. regungen folgen. jjeber Beziehung v berzeichnen, und e geisterten Buhörer ** Stadttheat gelangt am So Luftspiel Doft Braut Selbenstoffe in u weiß, schwarz und robenweise an Foulards von 95 Adolf Gr 2 In der Bei in biefiger Stabt gefunden: 1 verloren: 1 g und 1 Elfenbeineinen Anspruch Der Empfa Gießen, den Januar. elheiten bes denselben ganglid 34 Einzelheiten 1901/1902 fein werden. Bau- Depu der Grunk e jedes Jahr enehmigt bie Ter- Meldeamt - ( befarten. erleitung am Straße werden „ Die | Turnhalle und zwar als volkstümliche Vor-| ftellung zur Aufführung.- Am Montag den 2. Februar wird der Charakterspieler, Herr Hermann Orlop, als" Franz" in Schillers Räuber" gastieren. In welch glänzender Weise Herr Orlop den Franz" in Aachen zur Darstellung gebracht, beweist, was die„ Aachener Post" darüber schreibt. Räuber". Als Franz" war Herrn Orlop Gelegenheit gegeben, sein können in umfassender Weise zu zeigen. Der begabte Künstler stellte ein Ganzes hin, welches von einem selbstschaffenden, ungemein charakter iftisch ausgeprägten Empfinden zeugte. Auf der Basis des Haders mit dem Schicksal und dem alles über täubenden Verlangen:„ Herr muß ich sein", entwickete Herr Orlop eine psychologische Studie der Verstellungsfunst, Intrigue und Gewaltthätigkeit, welche in den meisterlich gegebenen Aeußerungen der hirnverwirrenden Angst und Gewissenspein, die den Mächer in der Nähe weiß, ihren Höhepunkt erreichte. Die WeltgerichtsErzählung und der Schlußauftritt ließen den Stünstler vollends aus sich herausgehen, so daß er allgemeine Bewunderung erregte. Es wird uns demnach ein außergewöhnlicher Genuß bevorstehen. Diese Klassiker vorstellung findet bei ermäßigten Preisen statt. bamenten halbrunder Apfiden, die, vorläufig nicht wieder zugeworfen, den Besuchern des Schiffenbergs einen Begriff von ber stattlicheren Erscheinung der alten Augustinerkirche geben bonnen. Die vorsichtige Herstellung des Baues kommt dieser Beranschaulichung der ursprünglichen Anlage jetzt dadurch zu bilfe, baß fie die früher schwer erkennbaren Umrahmungen der zugemauerten Nebenapsiden in der Naturfarbe des Hau feines aus dem Zeller Verpuz der Ostwände der Querschiffe Heichel heraushebt. Die durch diese Feststellungen von neuem nahe gelegte Frage nach Zeit und Anlaß des Umbaues beantwortet der Redner dahin, daß die Erneuerung und VerHeinerung des Chores nicht gleich nach der Ueberweisung des Klosters an den deutschen Orden( 1323), sondern erst im 15. Jahrhundert, also zu einer Beit allgeminen Niedergangs bes Ordens erfolgt sei; Beweis dafür die ziemlich dürftigen spätgothischen Bauformen und das am Schlußstein der Bierung angebrachte Wappen eines Riedesel von Eisenbach, ber wahrscheinlich mit dem 1481 verstorbenen Deutschordensritter Edard v. Riedesel identisch ist. Das Comthurwappen im Schlußstein des Chores, das vielleicht zu einer genaueren Datierung führen würde, harrt erst der Bestimmung. Alsdann erläuterte der Redner an der Hand von Photographien die leider vorzeitig zerstörten Reste von Wandrmeister giebt gemälden, die bei der Wiederherstellung des Gießner Bersammlung Rathauses sich an der einen Wand des Hauptsaales fanden. ebt, wobei es Das Hauptbild stellt eine anscheinend von Fürsten bedrohte ventl. noch zu Stadt bar, vor deren Mauern feierliche Gestalten, darunter eftehende Res zwei bekrönte, einem Reiter gegenüber treten. Die vorigen es Karl Helber Inschriftreste auf dem Schriftband über der Stadt ist als e Statut für erftes Wort deutlich Dunes zu erkennen helfen nicht zur ciums, welches Deutung, die sich vielleicht durch Heranziehung anderer Rate gefunden, bie hausbilder einmal ermöglichen läßt. Die Bilder dürften in sind und den der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden sein. Das von Herrn Leib sen. in Rodenberg fürzlich entdeckte Boeber regt Laternen am die Sache za her zu treten. undriffe) für re Gerledigung sorgsam restaurierte Bildnis des abtes Helwig als Ausschuß Angelegenheiten . Das Minine Bestimmung. gennehmen und ist damit ein den. Damit ist erschöpft. bon Arnsberg, das Herr Leib für diesen Abend dem Verein freundlichst überlassen hatte, erscheint in seiner Auf fassung an berühmte Gelehrtenbildnisse der Renaissancezeit; es wird aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammen und von einem Nachzügler der großen Kunstbewegung herrühren, der die alte Temporatechnit beibehielt. Endlich stellte der 8 des Statuts Bortragende die kaum bekannte Thatsache fest, daß der roelbe erneut dem manische Stirchthurm von Großen Bused in seinem zweiten Geschoß und nach der Kirche zu einer reich deforierten, ibt zugemauerten Bogenaufrüst, woraus sich ergibt, daß dieses Geschoß zugleich als Empore für den Echußstern der reiten. Kirche diente. Die Pfalzkapellen romanischer Zeit bilden dazu eine gute, wenn auch nicht ganz genaue Azalogie; jedenfalls Uhr findet im darf sich Großen- Buseck einer baugeschichtlichen Seltenheit ier eine öffent. rühmen. Nach dem Vortrag, der mit großem Beifall auf: mit folgender genommen wurde, legte der Schriftführer des Vereins eine üllers Heinrich Reihe von Erinnerungen an die Zeit des Frankfurter Parlan Polizeibefehl ments vor, Bildnisse, Karrikaturen, Flugblätter u. dergl. einrich Sad 2. Die Debatte, die sich daran anschloß, zeigte, daß das InterBetrieb einer effe füte jene Ereignisse an die Heimatstadt Karl Vogts noch feineswegs erstorben ist. Breunges P. Für den zweiten Kammermusif- Abend in der großen ng. 4) Besuch Erlaubnis zum Aula der Universität hatten die ausführenden Herren Trautmann, Rebner und Hegar ein Programm aufgestellt, das am 29. Januar außer Kammermusikweiten einen Klaviertric des böhmischen ßen vollzogenen Komponiste Doorat ein Violinsolo- Ciacona von Bash und dt zum Bürger ein Trio von Mozart enthielt. Als Sängerin war Frau abt Gießen wurde Beatrica Kernic vom Opernhaus in Frankfurt engagiert, die mit den Gefängen, Ingeborge Klage, von Bruch, die Thräne Sigung am ver von Robinstein, Nacht und Träume von Schubert und BerWeise sehr gut gebliches Ständchen" von Brahms reichlichen lebhaften Beifall über Kultur- erntete. Ein glockenreiner Sopran, der die verschiedensten ehen und Um Stimmungen mustergiftig zum Ausdruck bringt und eine tabellose Aussprache sind die Hauptvorzüge, die wir dieser über eine fleine ausgezeichneten Gesangstünstlerin nachrühmen möchten. Mit er gelegentlich ber dem Vortrag der beiden Trios von Dvorak und Mozart ornahm, um die haben die Herren Trautmann, Rebner und Hegar ihrem Ruf staltung des ört als ausgezeichneter Kammermusiter aufs Neue gefestigt. Das erwarten, fanden Trio von Dvora! war es namentlich, in dem ihre große Kunst des Ensemblespiels in schönster Muse zur Geltung ußerhalb der mofte von den Fun. fam. Einen großen Erfolg hatte Herr Rebner mit der in jeber Beziehung vollendet gespielten Ciacconie von Bach zu Künstler, der berzeichnen, und es ist nicht zu verwundern, daß ihn die begeisterten Buhörer nicht ohne Zugabe losließen. ingen, den die Einzelnen nach hulze- Naumburg zu bemerken. ten fünftlerischen eitens gegen bie er hervor und Gegenbeispiel, wenn sie nicht wendung gerade u gehören auch en Wohnhäuser, jeder Stadt zu er ganzen Welt irtlich gefällt, gat. Sh glaube in," fo was" sei weils der Nachbar Jerall so gemacht Worte, die man on noch eine ganze ber nicht nur im Er weiß wohl, so geht er zur Abbildungen, was man da manchmal bes Bwedmäßigen Aber im Großen Herzens den AnA. B. " ** Stadttheater. Wie bereits darauf hingewiesen, gelangt am Sonntag den 1. Februar das 5aftige Bustspiel Doktor Klaus" von L'Arronge in der " Braut- und HochzeitSeidenstoffe in unerreichter Auswahl. Hochmoderne Genres in weiß, schwarz und farbig zu billigften Engros- Preisen meter- und robenweise an Private porto- und zollfrei. Wundervolle Foulards von 95 Pf. an. Proben franko. Briefporto 20 Vf. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie Zürich G. 22. Kgl. Hoflieferanten. Bekanntmachung. in hiesiger Stadt ( Schweiz) In der Zeit vom 24 bis 31. Januar 1903 wurden gefunden: 1 Kriegsdenkmünze 1870/71; verloren: 1 gold. Vorstecknadel, 1 Herren- Pelzkragen und 1 Elfenbein- Fächer. Der Empfangsberechtigte der Münze wird ersucht, seinen Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen. Cießen, den 31. Januar 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Sch.( Privattelegramm) Die durch die Blätter gegangene Nachricht, daß der Landtagsabgeordnete Reg. Rat Sa as- Darmstadt eine Wiederwahl in seinem Wahlkreis nicht wieder annehmen wolle, wird vom Abg. Haas selbst dementiert. ** Weltansstellung in St. Louis 1904. Nach einer uns erst heute zugegangenen Mitteilung beabsichtigt der aus Amerita zurückgekehrte Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis Herr Geh. Regierungsrat Lewald, Montag den 2. Febr. 1. J., nachmittags 31 Uhr im Gebäude der Centralstelle für die Gewerbe in Darmstadt seine persönlichen Eindrücke und Auffassungen von der Bedeutung der Weltausstellung in St. Louis und über den Wert einer Anmeldungsformulare Beschickung derselben darzulegen. zur Weltausstellung in St. Louis 1904, sowie Ausstellungsprogramme, allgemeine Bestimmungen über die Ausstellung usw. können vom Sekretariate der Handelskammer bezogen werden. Aus Heffen und Nachbargebieten. K. Großen- Linden, 27. Jan. Das Verbandsfest des preußischen Kriegerbundes Hüttenberg" wird dieses Jahr hier abgehalten werden. S. Dorfgill, 30. Jan. Ein schrecklicher Unglücksfall ruft in unserem Dorfe die größte Teilnahme hervor. Der seit 20 Jahren in Diensten des Gastwirts Jakob Wilh. Bender hierselbst stehende Senecht wurde vom Sohne des Bender in der Scheuer mit abgestürztem Genick tot aufgefunden. Man vermutet, daß der Bedauernswerte, cin solider treuer verheirateter Mann aus Garbenteich beim Herablangen von Futter auf die Tenne stürzte und so ein schnelles Ende sand. Eine Wittwe mit 6 Kindern stehen trauernd um ihren entrissenen Ernährer. ** Zu dem Verfahren zur Anlegung des BergGrundbuch für die Gemarkung Restrich beginnt die Anmeldefrist am Montag den 2. Februar d. J. und endigt am Freitag den 1. Wai d. J. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten während der Anmeldefrist zu geschehen hat, können auf den Amtsstuben der Großh. Orts. gerichtsvorsteher zu Kestcich, Groß- Felda, Windhausen, Stumpertenrod und aus dem Anschlag an den dortigen Ortstafeln ersehen werden. Homberg, 30. Jan. Durch Beschluß vom 13. Januar 1903 ist der Landwirt Ernst Müller von Appenrod weg'n Trunksucht entmündigt worden. ** Alsfeld, 30. Jan. Gelegentlich des Viehmarktes am 2. Februar 1. J. beginnt die Anfuhr resp. der Antrieb vormittags von 8 Uhr an. Krofdorf. Die diesjährigen Militär- Reklamationen werden vam 2.- 7. Februar auf dem hiesigen Bürgermeisteramt entgegengenommen und sind dabei Nachweise über etwa vorhandene Schulden vorzulegen. Die Kaiserregatte dahier findet in diesem Jahre am 28 Juni statt. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. ** Bad Ems, 30. Jan. Aufgebote. Am 24. Jan.: Reinhold Winter, Taglöhner in Launsbach mit Elisabethe Klement dahier. Am 26.: Achtung! Michael Dünfelder, Küfer dahier mit Margarete Hartmann in Reiskirchen; Adolf Weinand, Taglöhner! in Großen- Linden mit Chriftina Zörb daselbst. Am 27.: Otto Karl Jenzsch, Feldwebel dahier mit Anna Flauchaus in Ermenrod. Eheschließungen. Am 24. Jan.: Johann Heinrich Boß, Fuhrmann dahier mit Luise Deutsch hierselbst; Adam, gen. Andreas Erhardt, Schlosser dahier mit Lina Katharine Reuter hierselbst. Am 28.: Johann Heinrich Wilhelm Joh, Staufmann dahier mit Marie Schepp in Homberg a. Ohm. Am 30. Julius Paul, Gärtner dahier mit Elise Anna, gen. Marie Wisker hierselbst. Geborene. Am 23. Jan.: Dem Postboten Franz Joseph Münch eine Tochter, Minna. Am 24.: Dem Schreiner Heinrich Hillgärtner eine Tochter, Elisabethe Johanna; dem Oberpostassistenten Ludwig Dahmer eine Tochter; dem Rarousselbefizer Karl Förber ein Sohn, Karl Jakob; dem prakt. Arzt Dr. Theophil Reinewald eine Tochter, Dorothea Thekla Karoline Mathilde Anna. Am 26. Dem Weißbindermeister und Dekorationsmaler Karl Hollmann ein Sohn, Hans. Dem Taglöhner Ernst Schiffner ein Sohn, Friedrich Ernst. Gestorbene. Am 23. Jan.: Emilie Müller, 42 Jahre alt, Avbeiterin dahier. Am 25.: Karl Hofmann, 3 Monate alt, Sohn des Schneiders Karl Hofmann dahier. Am 26: Katharine Waldschmidt, geb. Schmidt, 80 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 28.: Karoline Will, geb. Balser, 78 Jahre alt, Witwe des Universitätsprofessors Dr. Heinrich Will dahier. Am 29.: Karl Leschhorn, 4 Monate alt, Sohn des Fuhrmanns Karl Leschhorn dahier. Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Oberförsterei Nieder- Ohmen versteigert am Donnerstag, din 5. Februar aus den Distrikten Mühlberg, Hofstrauch, Sandberg, Pfeifensack, Oberer Haagkopf, Haag, Junger 8willing, Mittelster Kopf, Vorderster Kopf und Hirzkopf der Forstwartei Nieder- Ohmen Nuz- und Bauholz. Busammenkunft voralittags 91 Uhr am Waldeingang in den Distrikt Mühlberg auf dem Burg- Gemündener Weg. Freitag, den 8. Februar, vormittags 9% Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Langohr( am Bahnhof) in Nieder Ohmen aus den Distrikten Mühlberg, Hofstrauch, Pfeifensack, Sandberg, Oberer und Unterer Haagtopf, Haag, Junger willing, Ströbges, Zwilling, Mittelster Kopf, BordersterKopf der Forstwartei Nieder- Ohmen Nutzund Brennholz Verkauf. Freitag den 6. Februar, morgens 10 Uhr werden zu Windhausen im Saale des Adolf Steuernagel, Br.nuhölzer versteigert. Das Nadelstammyolz ist größtenteils Windfallholz vom Jahre 1902 und Dürrholz, deshalb vorherige Besichtigung am Blaze. Oberförsteret Brandoderndorf. Samstag, den 7. Febr., von vermittags 10 Uhr ab, kommen in der Wirtschaft der Hosmann Wwe. zu Cleeberg aus dem Schußbezirk Cleeberg, Distr. 7a 8 Triebbachsheck, 9 Einhäuserfeld, 15a Aulbichswald, 19 und 20 Westerburgerheck und Totalität, diverse Hölzer zum Verkauf. Marktbericht. Gießen, 81. Jan. Aus dem beutigen Wochenmartt fofteten Butter per Bib. 0.80-1.00 Mt. Sühnereier 1 St. 7-9 Big., Enteneter St. -00 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar RY. 0.70-1.00, Hühner per Stid Mt. 1.00-14), Hahnen, ber Stüd Mt. 80,0-2.50, Enten per Stúd 2.00-2.50, änie D. Bid. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Bfb. 66-76 Pig, Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bf. 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Pfq., Kalbfleisch per Pfd. 66-72 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 5.00-6.00, Milch per Riter 18 fg. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bäckerverein Frühauf". Bin Dienstag, den 3. Februar, den ganzen Tag auf Bahnhof Gießen mit 2 Waggon folgender Waren anwesend wie: feine rote füße prima MessinaApfelfinen aus 300er Kisten, 10 Stück 30 Pfg., aus 200er Aisten, 10 Städ 45 Pfa., feinste Schweizer Tafeläpfel, pr. Bfd. 10-45 Pig, feinfte Sonntag, den 1. Februar, nachm. 4 Uhr. Haselnüsse, Pfd. 25 Pig., Zwiebel Pfo. 5 Big., rote Möhren, Bfd. 5 Pfg., Meerrettig, Stück 15 bis: 20 Pfg., Blumenkohl, Stück 20 bis 25. Bfg., Endisien, Stück 20 bis 25 Pfg. Berschiedene Sorten holl. Rotkohl, Weiskohl, Wirsing ans. nahmsweise billig. Bei größerer Abnahme und an Wiederverkäufer be deutend billiger. Christian Klein, aus Altenkirchen. Als sehr vorteilhaft für jede Haushaltung empfehle MAGGI'S Suppen- Würfel á 10 rg. für 2 Teller nahrhafter Suppe, Philipp Herrmann, Beltersweg 33. Ausflug nach dem Windhof. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ergebenst ein Der Vorstand. Ein ordl. Dienstmädchen findet gute und dauernde Stell: ung Damstraße Nr. 39, Harzer Kanarienvögel zu verfaufen. Steinstraße 61, hinterhaus I Mein Nebenhaus, 5 Zimmer: Riegelpfad 38, H., 1 Stod eine 2-3immerwohnung u. ebenso wohnung, an ruhige Leute ber Schiffenbergerweg 60, 3. St, eine 1. April oder später zu vermieten. Karl Eichmann, 3- Bimmerwohnung zu vermieten. Ederstraße 1, Ede Norbanlage. Näheres Bismardstraße 32, II. Theater- Verein. 6. Vorstellung: Mittwoch, den 4. Februar. Die Jüdin von Toledo. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. Gaft: Rudolf Christians vom Kgl. Schauspielhaus in Berlin. Anfang 8 Uhr pünktlich. Bekanntmachung. Kartoffeln Dienstag, den 3. Februar 1903, nachm. 2½ Uhr, größte Auswahl in nur prima werden bei dem früheren Regierungsgebäude am Kanz- Speise- und Salatkartoffeln, leiberg eine Anzahl alter Fenster und Thüren, empfielt darunter einige Flügelthüren, sowie zwei Treppen J. Hantel, Schloßgasse 6. meistbietend versteigert. Gießen, den 27. Januar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Holzversteigerung der Stadt Gießen. Montag, 2. Februar 1903, vormittags 9½ Uhr beginnend, werden auf dem Forsthaus Hochwart am Lumpenmannsbrunnen aus den städtischen WaldEnde gegen 10% Uhungen Förstersbrunnen, Lache, Lumpenmannsbrunnen, Aue, Faulerboden, Annaberg und Kohlschlag versteigert: Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) bei E. Challier und an der Kasse. Studentenkarten bei E. Challier Mk. 1.50, an der Kasse Mt. 2. Gießener Zither- Club. ( Wohlthätigkeitsverein). Sonntag, den 1. Februar 1903: Grosser Maskenball mit großartigen Gruppen- Aufführungen im Café Leib. Eintrittskarten im Vorverkauf für Herren 1 Mt., für Damen 40 Pfg. Geheimfarten giltig bis zur Demastirung 50 Pfg. An der Abendkasse Herrenkarten 1.20 Mt., Damenkarten 50 Pfg., Gallerie 20 Pfennig. für Herrenkarten befinden sich bei den Herrn: G. Schneider, Cigarrenbandl. Kuhl, Wallthorstraße; Wahl, Neustadt; Tischy. Seltersweg; Louis del, Neustadt; für Damenkarten bei den Herren: Fr. Teipel, Marktplaß; Alexander Salomon, Schulstr.; Geheimkarten in der Cigarrenhandl. Strauß, Mäusburg. Anfang Abends 8 Uhr und 11 Sekunden. Zu recht zahlreichem Pesuche ladet ergebenst ein Verkaufsstellen: artiplag: Daniel Heil, Lindenplay; bei ben Friseuren Aff, Neuenhäue Der Vorstand. Pferdemarkt zu Giessen. Am Mittwoch, den 25. März 1903 findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnfutscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiirung 1 Buchen- Schnitt- Stamm mit 1 23 Festm. 1 Kiefern13 Eschen- Stämme 222 Fichten- Stämme 5 Kiefern- Stämme 0.88 " " 1.97 " Н 119.23 " " 3.57 " IT 5.87 " " 5.94 " " T 0.09 " " 119 Eschen Derbstangen 55 Fichten- Derbstangen 6 Esch n- Reisstang an 129 Rmtr. Buchen- Scheitholz 178 Eichen- Scheitholz " 1 Birken- Scheitholz H 106 Buchen- Knüppelholz 11 153 Eichen- Knüppelholz " 1 Aspen- Knüppelholz Н 9 55.5 137.5m Buchen- Stockholz 11 Eichen- Stockhol Nadel- Stockholz " 48 Nadel- Knüppelholz 3840 Wellen Buchen- Reisig 3170 1580 950 Eichen- Reisig " Weichholz- Reisig 11 Nadel Reistg " Gießen, 22. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Abhaltung der Vichmärkte. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. die Kartoffel und Gemüsehandlung 4- Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten, II Stod. Weserstrake 9. 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März Rachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtfnabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschine und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker dahler übertragen. Gießen, 1. Februar 1903. Die Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverordneter. Telegramm! Im Café Leib Sonntag, den 8. Februar Großzer Maskenball. Gruppen Aufführungen. Neu! Grossartig Neu! Fr. Schäfer, Möbelfabrikation, Gross- Felda. Patentkummet und Geschirrversandthaus Inh. Louis Völzing, Groß- Felda( Hessen) offeriert seine weltberühmten Summete für Sport, Reklame- und Castfubrwerke, prämiirt auf der Welt- Ausstellung zu Paris 1900 mit der goldenen Medaille. Ferner offeriere ständiges Lager in Kutsch- und Ganageschirre bon 45 bis 850 Mf. per Stüd. Regen- und Wolldecken, Stall- und Reit- Utensilien, Cäschnerwaren u. Polstermöbel, worunter die berühmten Patentmatratzen Non plus ultra. Näh. 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