Nr. 305. bonnementspreis: in Siegen, abgebelt monatlich 50-$ fs., ats Sans gebracht 60 fg., durch die Poft bejogen stertels jährlich Mr. 1.50. Brati@ bellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Sbft- und beuban, fole Sie Biener Geffenblasen( wöchentlich). Das tatt scheint en alea Bartages nadmitage. Mittwoch, den 30. Dezember 1903. Gießener 2. Jahrgang. Infectionspreis Die einfaltige Bestelle far Gießen w gamy Oberbeffen, die Kreise Wegler und Nerburg 10 fofft 16 Pfg.: Rettomien die Bettgeile 30 refp. 40 994. Boftjeltungslie Sto. 3909. Mebation und Erbebition: Gießen Nenenweg 98. Servirefchluß Re, 388. Neueste Nachrichten ( Gicfoner Tageblatt) Anabhängige Bageszeitung ( Gießener Beitung für Oberheffen und die Streise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Sießen und Umgebung Estilt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Vorletzte Nummer im 4. Quartal 1903. Wer bis jetzt sein Abonnement noch nicht erneuert hat, muß dies • unverzüglich tun, wenn er darauf rechnen will, daß in der regelmäßigen Zustellung unseres Blattes keine Unterbrechung eintritt. Krieg oder Frieden? Höchst widerspruchsvoll lauten wieder einmal die Nach richten aus dem fernen Osten. Die einen erwecken den Anschein, als stehe eine Verständigung zwischen Japan und Rußland bevor, und zwar eine Verständigung, die auch den Beifall Chinas habe und von ihm gefördert wird. Nach anderen Meldungen rüsten sich beide Mächte in einer Weise, bie nur auf ein baldiges Losschlagen berechnet scheint, und auch China bereite sich vor, gegen Rußland zu marschieren. Wir selbst sind mit den amtlichen deutschen Stellen der Meinung, daß der Krieg vermieden werden wird. Wir lassen zunächst diejenigen Meldungen folgen, die auf eine friedliche Beilegung der Sache schließen lassen: Nach einer Meldung des„ Daily Telegraph" aus Tokio besteht Japan nicht mehr auf der Zurückziehung der russischen Truppen aus der Mandschurei, verlangt aber als Entschädigung dafür, daß Rußland die Verpflichtung, aus der Mandschurei sich zurückzuziehen, nicht einlöse, die Anerkennung der Oberhoheit Japans in Korea. Ueber diese Forderungen gehe Japan auch in seiner Antwort auf die russische Note nicht hinaus; übrigens habe es den Russen feine bestimmte Frist zur Beantwortung dieser Forderungen gestellt. Die zweite, eine friedliche Lösung wahrscheinlich machende Meldung kommt aus Peking. Sie besagt im wesentlichen: Der Vizepräsident des Wai wu pu", des chinesischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, Lienjang, besuchte den russischen Gesandten Lessar und bat um Mitteilungen über die Absichten Rußlands hinsichtlich der versprochenen Räumung der Mandschurei. Bessar erwiderte, daß gegenwärtig aus zwei Gründen nichts in dieser Sache geschehen könnte: Erstens mache es die Kälte unmöglich, die Truppen wegzunehmen, da keine Baulichkeiten vorhanden seien, um sie anderswo unterzubringen. Zweitens würde es die russischen Interessen gefährden, das Land zu einer Zeit zu räumen, wo die Unterhandlungen mit Japan noch im Gange sind, weil Japan die Gelegenheit ergreifen könnte, in die Mandschurei einzufallen. Die chinesische Regierung läßt jetzt durchblicken, daß sie es vorziehen würde, wenn Rußland die Kontrolle in der Mandschurei behält. Seitens des chinesischen Auswärtigen Amtes wurde den Pekinger fremden Gesandten die Erklärung abgegeben, die China befriedigende Regelung würde die sein, daß Rußland und Japan ihre gegenwärtigen Vertragsrechte in Korea und in der Mandschurei behalten und darin einwilligen, daß keines von beiden Ländern den Versuch macht, weite e Vorteile in jenen Gebieten zu erlangen. Wahrscheinlich wird denn auch ein japanisch- russisches Abkommen, wenn anders es zu stande fonimt, auf dieser Basis abgeschlossen werden. Selbstverständlich würde ein solches Abkommer weder die Japaner noch die Russen hindern, in Zukunft mehr oder minder heimlich ihre Machtsphäre in jenem Gebiete auszudehnen. aus Nun die Meldungen, die eine friegerische Verwickelung in Aussicht stellen. Sie stammen samt und sonders englischer Quelle. Zunächst berichtet das Reuterbureau: Eine vom japanischen Kabinett beschlossene und vom Geheimen Rat genehmigte Notverfügung räumt der japanischen Regierung einen tatsächlich unbeschränkten Kredit für die Zwecke der militärischen Verteidigung ein. Eine weitere Verfügung enthält eine Neuorganisation des Hauptquartiers und des Stabes für den Fall eines Krieges, durch eine dritte Verfügung wird ein Kriegsrat geschaffen. Auch soll, wie das Reuterbureau weiter versichert, Japan von Argentinien zwei Kriegsschiffe gekauft haben. Weiter berichten Londoner Blätter von kriegerischen Vorbereitungen Chinas wider Rußland: Der chinesische Vizekönig Juan schifai habe mit den japanischen Behörden dringende Verhandlungen wegen Ueberlassung von Waffen und Schießedarf im Werte von einer Million Taels gepflogen, Japan habe sich jedoch außer stande erklärt, diesen Bedarf zu decken, so daß der Vizekönig sich jetzt wahrscheinlich an europäische Fabriken wenden werde. Ein Blatt weiß auch zu melden, die Vizekönige der drei chinesischen Zentralprovinzen hätten an den Thron berichtet, daß sie 90 000 Mann von fremden Offizieren ausgebildete Truppen zur Verfügung hätten. Schließlich sei noch eine Meldung verzeichnet, wonach Japan entschlossen sein soll, nicht länger als bis zum 10. Januar mit der Entscheidung zu warten, da sonst die Gefahr vorliege, daß durch das dann zu erwartende Eintreffen der unterwegs befindlichen russischen Seestreitkräfte in den ostasiatischen Gewässern das gegenwärtige Uebergewicht Japans über die russische Flotte vor Wladiwostok beeinträchtigt werde. All' diese Krieg verkündenden Meldungen englischer Blätter, bei denen der Wunsch der Vater des Gedankens sein dürfte, sind, wie wir wiederholen, mit Vorsicht aufzunehmen: Wahrscheinlich wird der Krieg wenigstens für jetzt bermieden werden. Uebrigens läßt sich Rußland in keiner Weise in seinem energischen Auftreten gegen seine Widersacher beirren. So hat der russische Befehlshaber in Mukden den chinesischen Tatarengeneral gebieterisch aufgefordert, die Tatarenmiliz aufzulösen und zu entwaffnen. Der General erteilte dieser Aufforderung entsprechende Befehle. Und in Wladivostok sind die Kapitäne und Offiziere der japanischen Schooner, die Ende August in Kamschatka beim Aufkauf von Fischen wegen ungeseßlichen Handels beschlagnahmt worden waren, von der Appellationsinstanz schuldig erkannt und zu 50tägiger Gefängnishaft verurteilt. Japan hatte sich bekanntlich dagegen verwahrt, daß diese Japaner vor ein russisches Gericht gestellt würden. Die Russen kehrten sich an diesen Einspruch nicht, sie wissen, daß nur energisches Vorgehen den Asiaten allemal Respekt abnötigt. Die Politik. V Die Meldung, Kaiser Wilhelm habe bei seiner jüngsten Anwesenheit in Hannover davon gesprochen, er werde dem Minister des Innern v. Hammerstein für dessen nächsten Besuch einen ,, silbernen Maulkorb" mitgeben, ist, wie soeben aud halbamtlich erklärt wird, vom ersten bis zum letzten Wor erfunden. Unser Berliner CB Mitarbeiter hatte di Meldung, wie erinnerlich, schon bei ihrem Auftauchen ins Reich der Fabel verwiesen. Ein niedliches Histörchen macht in Abgeordnetenfreiſen die Runde. Der neue reichsländische Abgeordnete Herr Dr. aunez, genannt ,, le dauphin de Lorraine", war zur Zeit der Etatsberatung nicht in Berlin, verkündete jedoc telegraphisch dem Reichstagspräsidium seine„ arrivée" für den 16. und meldete sich zugleich telegraphisch zum Wort! Das Präsidium ignorierte das Telegramm. Die Diskussion wurde, weil niemand mehr zum Wort gemeldet war, geschlossen, und als am anderen Morgen„ Mr. le dauphin" in Berlin eintraf, war des Reichstages nächste Sigung auf den 12. Januar 1904 angesetzt. Herr Jaunez kann von sich sagen, daß, wenn er auch selbst nicht ge sprochen, man dafür doch um so mehr von ihm ge sprochen hat. Mehr als eine halbe Milliarde beträgt die Summe, die das preußische Volf im letzten Etatsjahre als Spargroschen zurückgelegt hat. Bei sämtlichen Sparkaſſen be trugen in der Zeit vom 1. April 1902 bis 31. März 190: die Neueinlagen 1777,61 Millionen Mark, die Zins zuschreibungen 189,47 Millionen Mart, die Rück zahlungen 1466,52 Millionen Mark. Bei diesen Spar geldern handelt es sich größtenteils um Beiträge gerade der am wenigsten bemittelten Klassen. Der Bestand der preu Bischen Sparkassen beläuft sich jetzt auf 6732,36 Millioner Mart. Im Jahre 1902 wurden bei den preußischen Spar tassen 1 278 844 Bücher ausgegeben und nur 927 433 zurüc genommen. Wahrscheinlich werden die preußischen Kassen ir zwei bis drei Jahren 10 Millionen Bücher oder mehr im Umlaufe haben, während es deren im Jahre 1874 ersi 2,06 Millionen, 1881: 3,10 Millionen, 1885: 4,21 Millionen, 1888: 5,03 Millionen, 1893: 6,26 Millionen, 1896: 7,26 Millionen, 1898: 8,05 und 1891: 9,03 Millionen gab. Schon vor etwa Jahresfrist mer davon die Rede, dak die Freunde des Dr. Karl Peters, darunter eine Anzahl Reichstagsabgeordneter, ein Gnadengesuch an den Staiser ve faßt hätten, in dem um die Rehabilitierung Peters' gebeten werde. Die Ueberreichung dieses Gesuches wurde dama auf Peters' Wunsch verschoben. Neuerdings wird geplan das Gesuch jetzt dem Kaiser zuzustellen. Indessen ist es ar gesichts der Tatsache, daß Peters nicht sowohl, wie das G such annimmt, auf belastende Zeugenaussagen, sondern vor nehmlich auf sein eigenes Geständnis hin zur Dienstentlassun berurteilt wurde, höchst zweifelhaft, ob das Gesuch irgen: welche Berücksichtigung zu hoffen hat. Auch die Haltung. die Peters Deutschland gegenüber einnahm, so lange er in englischen Diensten stand, läßt eine Berücksichtigung des G suches kaum erwarten. Andererseits steht fest, daß Peter troß seiner Verfehlungen sich große Verdienste um die deutsc Kolonialsache erworben hat, und daß sein Wiedereintritt den Kolonialdienst zweifelsohne für Deutschland nicht ohn Nußen wäre. Italien. Herr Giolitti kann sich frenen: die Romreise des Zarer, deren Absage den Sturz des Ministeriums Zanardelli zu Folge hatte, ist jetzt für den März oder April nächsten Jahre gesichert. Die Mißverständnisse" zwischen Rom und Peters burg sind, so wird von römischer Seite triumphierend ver fündet, beseitigt, und die ewige Stadt wird nun endlich di Freude erleben, Väterchen" Zar in ihren Mauern zu be grüßen. Wenn nur nicht doch noch wieder ein neue: „ Mißverständnis" dazwischen kommt. Türkei. Dem armen Sultan setzen die Entente Mächte gehörig zu: Sie haben der Pforte wieder eine Note über reicht, in der sie erklären, daß, wenn die Pforte nicht promp Schritte wegen Ernennung eines italienischen Generals zum Oberkommandanten der mazedonischen Gendarmerie tue, die Entente- Mächte selbst die Ernennung desselben mit Um gehung der Pforte in Rom ansuchen werden. Es steht nun mehr fest, daß der Oberkommandant drei Gehilfen, einen österreichisch- ungarischen, einen russischen und einen eng lischen, im Range eines Oberleutnants erhält. * Die von unserem Berliner CB.- Mitarbeiter fürzlich gebrachte Meldung, die preußische Regierung plane eine Reform des Vereinsgesehes, wird jetzt auch von anderer Seite, boll bestätigt. Auf Grund von Erfundigungen in Regierungsfreisen teilt eine Korrespondenz näheres über die Nobelle mit. Da wird zunächst bestätigt, daß die Hauptände rung des Vereinsgefeßes, wie unser Mitarbeiter das bereits gemeldet hatte, in der Aufhebung des Verbots der Teilnahme von Frauen an politischen Vereinen und Versammlungen besteht. Weiter soll die Vorschrift abgeändert werden, wonach die Statuten und Mitgliederlisten der Vereine der Polizei behörde mitgeteilt werden müssen; es soll dafür den Polizeibehörden nur das Recht beigelegt werden, die Mitgliederberzeichnisse und Statuten einzufordern. Die dritte Aenderung soll darin bestehen, daß den mit der Ueberwachung von politischen Versammlungen betrauten Becanten die Befugnis beigelegt werden soll, den Gebrauch der deutschen Sprache für die Verhandlungen zur Ver meidung der Auflösung verlangen zu können. Damit wird eine Forderung namentlich der Deutschen in der Ostmark erfüllt. Zweifelsohne stellen diese Reformen eine sehr wesentliche und zweckmäßige Aenderung des Vereinsgesetzes dar. A Wie jezt bekannt wird, plant die preußische Regierung eine Extrasteuer für die Universitätsstädte. Im Stultusministerium ist ein Gesezentwurf, durch den die Universitätsstädte zur Uebernahme von 10 Prozent der Kosten der Unterhaltung der Hochschulen herangezogen werden sollen, in Vorbereitung. Die Urheber des Planes sind der Berliner Volks wirtschaftslehrer Professor Adolf Wagner und der Ministerialdirektor Althoff. Amerika. Owen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Verblendung", sagt der altrömische Spruch. Er scheint sich an Kolumbien wieder bewahrheiten zu wollen: Kolumbien plant nichts geringeres als die Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten. Aus Washington wird gemeldet: Eilige Vorbereitungen, die hiesige folumbische Gesandtschaft zu schließen, deuten darauf hin, daß es zu einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereingten Staaten und Kolumbien kommen dürfte. Amerikas Antwort auf diese Maßregel ist bereits erfolgt: Ein Dutzend amerikanische Striegsschiffe sind bereits unterwegs oder in der Abfahrt begriffen, um die am Isthmus liegenden amerikanischen Geschwader zu verstärken. Dap Kolumbien von den Yankees elend und höchst ungerecht behandelt worden ist, steht außer Frage. Aber was will die fleine Republik gegen das nordamerikanische Stiesenreich ausrichten? Das Ende der Fehde wird sein, daß ganz Kolum bien unter die Botmäßigkeit Amerifas kommt. Und die europäischen Mächte werden in ihrem Unverstand dem ruhig zusehen. * Jetzt wird auch näheres über die jüngsten Vorgänge n Santo Domingo bekannt. Danach sind dort neue Un ruhen ausgebrochen, der Kandidat für die Vizepräsi Jentschaft, Mamon Caceres, ist in Santiago e mordet worden. Seelen, ganz ebenso" Simmelfchocfchwerenot, hätt' es äßt fich mun einmal nicht ungestraft beleidigen und verfolgen. ebenso gemacht, Generalin ein, handelt es sich schon wieder um die unfelige lieben Heilandes willen, Bieten," warf die wie der Umer Orffär I unferes in schlechteren Den Bericht werde ich, mein lieber Generalmajor, ich von Ihm persönlich entgegennehmen. Ruf bringt, als sie so schon dort stehen? pfohlen hat, der die Preußen da unten noch Sein wohlaffektionierter Im übrigen bleibe Daß General b auf Bieten den frosinilicher Kameraden orchlorid Diock Hatte da derselbe aber iiber das Mo und Wie ein undurch iches Schweigen achen hier non den iar die Neugierde um so mehr gereizt, und be-bewahrie, sonders die Tr Seling Freude jedes rling Jägerherzens frischem Reichhelm gudt neugierig von seiner hart an Birken Spurschnee. Cher feldes Hof vorüber. Beitung auf, und Anneliese tut dasselbe, bimmelt etwas Internationaler Kinderaustausch. CB. In Frankreich ist ein Verein entstanden, der sich den internationalen Austausch von Kindern zur Aufgabe macht, um diesen schon in der Jugendzeit eine bessere sprachliche Ausbildung zu geben und so ihr späteres Fortkommen zu fördern. Der Verein steht unter der Leitung eines Schriftstellers Toni Mathieu und hat bereits einen ersten Erfolg zu verzeichnen. Es haben sich auf einmaliges Ausschreiben 65 französische und 70 auswärtige Familien bereit erklärt, an diesem Umtauschverfahren teilzunehmen. Bezeichnendermeise aber haben sich die französischen Familien mit einer einzigen Ausnahme ausschließlich zu gunsten der Knaben für dieses Austauschverfahren entschlossen. Mag hierbei vielleicht auch in einem gewissen Grade die französische Sitte mitwirken, die Mädchen in klösterliche Obhut zu geben, wo für die sprachliche Ausbildung auf das Beste gesorgt ist, so spricht doch vielleicht auch ein berechtigtes instinktives Muttergefühl gegen dieses System. Die Jahre, in denen die Kinder dem Elternhause entzogen und unter dem Einfluß eines fremden Familienverkehrs gestellt werden, sind für die Charafterentwickelung und für die Lebensanschauungen des Heranwachsenden Kindes vielleicht die entscheidendsten. Die Schulinstitute, auf welcher Basis sie auch aufgebaut sein mögen, gewähren den Eltern schon deshalb eine größere Garantie, weil sie durch jahrzehntelangen Betrieb sich ein bestimmtes Ansehen erworben haben und unter der Kontrolle der Deffentlichkeit stehen. Außerdem kommen hier geringere räumliche Entfernungen in Betracht, so daß der Familie die Berührung mit dem Kinde und die Beaufsichtigung des Erziehungssystems möglich bleibt. Ein in das Ausland gehendes Kind aber ist in wörtlichem Sinne erpatriiert. Es ist sehr fraglich, ob der geringe Vorteil in der sprachlichen Ausbildung einen Ausgleich für die sonstigen Nachteile in der schulmäßigen Ausbildung und in der Entwickelung des Gemütslebens- von den sittlichen Gefahren ganz zu schweigen- darstellt. Speziell die deutschen Familien dürfen nicht außer Betracht lassen, daß unser Schulwesen in der Technik und in der wissenschaflichen Leiſtung eine der erſten, wenn nicht überhaupt die allererste, Stellung einnimmt Der Plan, so gut er gemeint sein mag, ist doch zu theoretisch gedacht und rechnet viel zu wenig mit dem Menschenherzen; ganz verfehlt aber ist die Hoffnung auf eine politische Ausnüßung, indem man die Kinder, wie Toni Mathieu sich ausdrückt, schon in ihrer frühesten Jugend zur Objektivität gegen fremde Nationen erzieht. Viel wahrscheinlicher ist es, daß einem Kinde die Liebe zur Heimat und zu seinem Volke genommen wird. Bei der geringen Zahl der zum Austausch kommenden Kinder kann ja von vornherein kaum auf einen politischen Effekt im Sinne einer größeren Vorurteilslosigkeit der Völker gegen einander gerechnet werden. Wenn aber das Heimat- und Stammesgefühl dadurch beeinträchtigt wird, so ist es ein tatsächlicher Verlust an idealen Lebensgütern. Die Liebe zur Heimat und zum Vaterlande ist weniger aus praktischen Gründen notwendig und soll darum auch nicht in einer chauvinistischen Form gepflegt werden; sie ist aber unentbehrlich, um schon in jugendlichen Herzen einen gewissen Idealismus, den Sinn für das Gemeinsame und das Verständnis für die Notwendigkeit einer persönlichen Unterordnung unter die allgemeinen Interessen zu erziehen. Ein Kind muß, wenn in ihm nicht ein wankelmütiger Nomadensinn erzogen werden soll, nach Möglichkeit dem Elternhause erhalten bleiben; dem Auslande aber darf man es erst anvertrauen, wenn sein Verstand erst soweit gereift iſt, daß es objektiv zu sehen und objektiv zu denken vermag. Eltern, die ihre Kinder lieb haben, werden sich ganz gewiß der Erkenntnis nicht entziehen, daß ein fremdes Haus dem Kinderaemüte die Elternliebe nicht zu ersetzen vermag. Der Stand des Streiks. † Crimmitschau, 29. Dezember. Die Hoffnung auf Beilegung des Streiks, der seit langen Wochen die Industrie unserer Stadt lahmlegt, ist erheblich gestiegen. In den Kreisen der Arbeitgeber verspricht man sich sehr viel von dem Einigungswerk des Geheimrats Ministerialdirektor Roscher, den die sächsische Regierung nunmehr amtlich hierher zu senden beschlossen hat. Die Arbeiter vermißten ein direktes vermittelndes Eingreifen der Regierung. Sie meinten, daß diese sich nicht damit begnügen dürfe, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung das Gendarmerieaufgebot zu verstärken, sondern daß sie verpflichtet sei, die zwischen ihnen und den Arbeitgebern schwebende Streitfrage zu schlichten. Die erst abweisende Haltung der Regierung, die der Minister v. Metsch im Landtage zum Ausdruck brachte, bat ießt einer anderen Auffassung Raum geBekanntmachung. Betr. Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. ( Fortseßung.) § 7. Beschäftigung im Betriebe von Gast- und von Schankwirtschaften. Im Betriebe von Caft und von Schankwirtschaften dürfen Kinder unter zwölf Jahren überhaupt nicht und Mädchen(§ 2) nicht bei der Bedienung der Gäste beschäftigt werden. Im übrigen finden auf die Beschäftigung von Kindern über zwölf Jahren die Bestimmungen des§ 5 Abs. 2 Anwendung. § 8. Beschäftigung beim Austragen von Waren und bei sonstigen Botengängen. Auf die Beschäftigung von Kindern beim Austragen von Baren und bet sonstigen Botengängen in den in §§ 4 bis 7 bezeichneten und in anderen gewerblichen Betrieben finden die Bestimmungen des§ 5 entsprechende Anwendung. Für die rsten zwei Jahre nach dem Inkrafttreten dieses Gesezes tann die untere Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Schulaufsichtsbehörde für ihren Bezirk oder Teile desselben allgemein oder für einzelne Gewerbszweige gestatten, daß die Beschäftigung von Kindern über zwölf Jahre bereits von sechseinhalb Uhr morgens an und vor dem Vormittagsunterrichte stattfindet; jedoch darf sie vor dem Vormittagsunterrichte nicht länger als eine Stunde dauern. § 9. Sonntagsruhe. macht. Ob allerding. Ministerialdirektor Roscher wirklich Erfolg haben wird, steht immer noch sehr in Frage. Troßdem ihm Professor Viktor Böhmert mit seiner privaten Vermittelungsaktion den Boden bereitet hat, ist nicht zu verkennen, daß einer für beide Teile befriedigenden Lösung doch noch mancherlei Hindernisse im Wege stehen. Der Punkt, von dem der Streik eigentlich ausging, die Verkürzung der Arbeitszeit, dürfte noch am leichtesten seine Erledigung finden. Wie man hört, hat sich in Verhandlungen zwischen den Führern der Arbeiterverbände und den Arbeitgebern die Geneigtheit gezeigt, sich auf mittlerer Linie entgegenzukommen: Statt der bisherigen 11stündigen Arbeitszeit, für die eine 10stündige gefordert wurde, ist eine 10% ½stündige in Vorschlag gebracht worden und soll Aussicht haben, akzeptiert zu werden. Damit wäre diese Schwierigkeit gehoben. Dagegen sieht es in einer anderen Hinsicht sehr böse aus. Die Streifenden verlangen von den Fabrikanten, daß alle Ausständigen bedingungslos wieder in ihre alten Arbeitsstellen eintreten sollen. Dagegen sträuben sich die Arbeitgeber aus dem einfachen Grunde, weil sie jetzt, nachdem sie durch den Stillstand ihrer Fabriken das Hauptgeschäft versäumt haben, nicht in der Lage sind, mit dem vollen Personal zu arbeiten. Der Knüppel liegt eben beim Hunde.... die Kassen sind leer, der Ausfall im Verdienst war zu groß. Ist es doch Tatsache, daß wenn der Streif nicht innerhalb 14 Tage beigelegt wird, die Fabrikanten nicht einmal mehr die Muster für den Winter 1904 herausbringen können, nachdem sie bereits außer stande gewesen sind, Aufträge für das Sommergeschäft 1904 überhaupt entgegenzunehmen. Sollte den Fabrikanten auch noch diese letzte Hoffnung genommen_werden, würde ihnen auch die Winterfundschaft ebenso verloren gehen wie die Sommerkonfektion, so würde die Crimmitschauer Industrie sich schwerlich wieder erholen können und ein großer Teil der Arbeiter überhaupt ständig brotlos bleiben. Die Fabrikanten sind es denn auch in erster Linie, die den Ernst der Lage in seinem vollen Umfang erkennen. Die Stimmung während der Feiertage war in ihren Kreisen recht gedrückt, es wollte keine Festfreude aufkommen. Anders sah es bei den Arbeitern aus, die im Bewußtsein der tatkräftigen Unterstützung, die ihnen in wahrhaft bewunderswerter Weise von der organisierten Arbeiterschaft ganz Deutschlands zuteil wird, sich die 7000 Weihnachtsstollen recht gut schmecken ließen. Im Deutschen Haus und im Gesellschaftshaus, wo biele ausständige Weber verkehren, ging es dank den reichlichen Streifgeldern recht flott und vergnügt her. Häßlich wirkt es auf den Unbeteiligten, daß jezt die infolge des Streits unbeschäftigten jugendlichen Arbeiter im Alter von 14-16 Jahren nichts besseres mit ihrer freien Zeit anzufangen wissen, als in den Kneipen umherzulungern. Von allen wahren Menschenfreunden wird es tief beklagt, daß auf diese Weise der Wurm der Genußsucht in dem jungen Nachwuchs unserer Arbeiter hineingetragen wird. Ueberhaupt wäre es besser, wenn von der Streifleitung ein moraliſcher Druck gegen das viele Kneipenlaufen ausgeübt würde. Eine bezeichnende Anekdote wird hier kolportiert. Muldentaler Arbeiter waren fürzlich hier, um das Geld, welches sie für die Streifenden gesammelt, zu überbringen. Die Muldentaler sollen sehr große Augen gemacht haben, als sie gesehen, wie alle Kneipen von Streifenden gefüllt waren. Sie sollen wiederholentlich erklärt haben: Die Leute leben ja viel besser wie wir." Das ist selbstverständlich nur ein zufälliges Bild, das sich den Muldentaler Gesandten geboten hat, aber es zeigt doch, daß es unter der Arbeiterschaft Elemente gibt, für die der Streit als Anlaß zu einem ständigen Freudenfefte dient. Diejenigen aber, die es ernst mit dem Leben und mit ihrer Arbeit nehmen, sind anderer Meinung. Sie ertennen das Traurige der Situation ebensogut wie die Arbeitgeber. Und ihrer Besonnenheit und ihrer Mäßigung wird es zu danken sein, wenn Geheimrat Roscher die sich widerstreitenden Interessen auf halbem Wege einigt. Nab und fern. A Die frühere Kronprinzessin von Sachsen hat, wie aus Dresden gemeldet wird, zum Weihnachtsfeste ein in den herzlichsten Worten gehaltenes Glückwunschschreiben an den sächsischen Hof und an den Kronprinzen Friedrich August ge= richtet, das seitens des letzteren sofort erwidert wurde. Der König von Sachsen soll durch das Schreiben der Prinzessin sehr angenehm berührt worden sein. Im übrigen soll König Georg dem Kaiser Franz Josef und dem Großherzog von Toskana mittels Handschreiben seine vollste Billigung über das bisherige Verhalten der früheren Kronprinzessin Luise, jezigen Gräfin v. Montignoso, ausgesprochen die weitwerbeordnung) dürfen Kinder, vorbehaltlich der Bestimmungen in Abs. 2, 3, nicht beschäftigt werden. 1-17 Für die öffentlichen theatralischen Vorstellungen und sonstigen öffentlichen Schaustellungen bewendet es auch an Sonn- und Festtagen bei den Bestimmungen des§ 6. Für das Austragen von Waren sowie für sonstige Botengänge bewendet es bei den Bestimmungen des§ 8. Jedoch darf an Sonn- und Festtagen die Beschäftigung die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten und sich nicht über 1 Uhr nachmittags erstrecken; auch darf sie nicht in der letzten Stunde vor Beginn des Hauptgottesdienstes und nicht während desselben stattfinden. § 10. Anzeige. Sollen Kinder beschäftigt werden, so hat der Arbeit geber vor dem Beginne der Beschäftigung der Ortspolizeibehörde eine schriftliche Anzeige zu machen. In der Anzeige sind die Betriebsstätte des Arbeitgebers sowie die Art des Betriebes anzugeben. Die Bestimmung des Abs. 1 findet feine Anwendung auf eine blos gelegentliche Beschäftigung mit einzelnen Dienstleistungen. § 11. Arbeitskarte. Die Beschäftigung eines Kindes ist nicht gestattet, wenn dem Arbeitgeber nicht zuvor für dasselbe eine Arbeitskarte eingehändigt ist. Diese Bestimmung findet feine Anwendung auf eine blos gelegentliche Beschäftigung mit einzelnen Dienstleistungen. Die Arbeitskarten werden auf Antrag oder mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters durch die Ortspolizeibehörde desjenigen Dites, an welchem das Kind zuletzt An Sonn- und Festtagen(§ 105 a Abs. 2 der Ge- seinen dauernden Aufenthaltsort gehabt hat, kosten- und | gehendsten Zugeständnisse in Aussicht gestellt haben. letzte Satz der Dresdener Meldung klingt start unwan lich. Das Urteil gegen Leutnant Bilse bestätigt. Di rüchte von einer Begnadigung des Leutnants Bilse jezt durch die Tatsachen widerlegt. Wie aus For meldet wird, hat der Kaiser das kriegsgerichtliche Ure 11. November dieses Jahres, das auf Dienstentlaſſi 6 Monate Gefängnis lautete, ungemildert beſtätit Affaire Bilse scheint aber immer noch nicht zur Ruh men zu wollen. Es gewinnt den Anschein, als ob nachträglich der Verleger des Romans„ Aus einer Garnison" in die Angelegenheit hineingezogen werden Wie man nämlich aus Braunschweig erfährt, ist de malige Vernehmung des dortigen Verlagsbuchha Richard Sattler auf Ersuchen des königlichen Ersten anwalts in Berlin verfügt worden. Gine seltsam dem Bilseprozeß indirekt in Beziehung stehende Mitt bringt die Forbacher Zeitung", der wir natürlich Verantwortlichkeit dafür überlassen müssen. Nach ihr b sich drei von den jetzt nach Forbach versetzten neuen zieren des Trainbataillons bereits auf ſechs bis sieben krank gemeldet. aud höher bas Groß Eifen Gieße worde und erhebl zählt Geld Gelde der in fe Jahr Men Janu Com spiel rechne Luftf id w ftellu erwie der 11 U ftatt. außer gut t Naffa Main sind, Regi Anm eines ( Krei zu ri mache den 2 Goldlager in Frankreich. Wie Pariser Blätter mel sind im Departement Mayenne in Bas Oudray reiche& lager gefunden worden. Untersuchungen des Ingenie Herrenschmidt sollen ergeben haben, daß in der Tiefe 15 Metern das Quarz bereits 22 Gramm Gold qui Tonne enthält; je tiefer man komme, desto reicher werde Goldausbeute, welche bis 140 Gramm auf die Tonne reicht. Der Quarz enthalte auch reich goldführenden Durch längere Zeit wurden bedeutende Mengen von haltigem Gestein um billigen Preis als Baustein veri oder auf die Straße, welche zum Bahnhof von Geneſt fi geworfen. In Proben, welche vom Straßenschutter gen men wurden, habe man 30 bis 40 Gramm Gold cu Tonne gefunden. Die Gemeinde Villafranca gegen König Lo Dem König der Belgier ist eine unangenehme Weihna überraschung zu teil geworden. Er hatte in vorigen dreißig Hektar Bauland von der Gemeinde Villafra zum Preise von 1½ Frants pro Quadratmeter getaut, rüber zwischen ihm und dem Bürgermeister ein Kontraft a gesezt wurde. Die Zahlung sollte in einer bestimmten 3 geleistet werden, doch hat der König nichts von sich hören la Jetzt hat ihm der Bürgermeister eine energische Aufforderun geschickt, endlich seinen Kontrakt zu erfüllen. Tief gesunken. In Brüssel wurde Prinz Karl t Looz- Corswarem unter der Beschuldigung, erhebliche Sch denleien man spricht von einem Gesamtbetrag v 750 000 Mark verübt zu haben, verhaftet und in d Gefängnis von Saint- Gilles gebracht. Der Prinz, der z Zeit im 43. Lebensjahre steht, ist der Erbe des herzogli Titels von Looz- Corswarem und gehört demnach dem älteste und vornehmsten Adelsgeschlecht Belgiens an. Das herzo liche Haus von Looz- Corswarem war bis zum Jahre 18 reichsunmittelbar und genoß das Recht der Ebenbürtige das aber bald darauf durch verschiedene Mesallianzen a loren ging. Trotzdem steht es noch heute dem Range no vor den beiden anderen belgischen Herzogsgeschlechtern de Arenberg und d'Ursel. Aber finanziell und moralisch ist s durch die Schuld des gegenwärtigen Herzogs und ein Neffen, des eben verhafteten Prinzen Karl, vollständig be untergekommen. Der Herzog hat nicht bloß das Stam vermögen des Hauses ein Majorat gibt es hier ni vergeudet, sondern auch die zehn Millionen Franken b tragende Mitgift seiner französischen Gemahlin, der Todt eines Industriellen, die vor einigen Jahren gestorben i Zur Zeit lebt er von den bescheidenen Einkünften des Ve mögens seiner beiden geisteskranken Töchter, die in ene Heilanstalt untergebracht sind. Sein Neffe und Erbe, Brin Karl, ahmte das Beispiel des Oheims nach und vergude sein Vermögen. Schließlich geriet er auf Abwege, die ih ießt ins Gefängnis führten. Mord- und Selbstmordversuch. In Berlin feuere 34jährige Hedwig Pohle auf ihren Bräutigam, den Ba beamten Gustav Blasche, mehrere Revolverschüsse ab berletzte ihn schwer. Darauf stürzte sie sich aus dem J ihrer vier Treppen hoch gelegenen Wohnung. Sie u in hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus überge Einen gefährlichen Kampf mit Einbrechern hatimi Dortmund Polizeibeamte zu bestehen. Als die Verbra sich entdeckt sahen, eröffneten sie ein wahres Schnelle auf die Beamten. Ein Kutscher, der die Polizisten gei hatte, wurde schwer getroffen. Es gelang, einen der Ein brecher festzunehmen. stempelfrei ausgestellt; ist die Erklärung des gefeßlich Vertreters nicht zu beschaffen, so kann die Gemeindebehö die Zustimmung ergänzen. Die Karten haben den Nam, Stand und letzten Wohnort des gesetzlichen Vertreter enthalten. Der Arbeitgeber hat die Arbeitskarte zu verwahra auf amtliches Verlangen vorzulegen und nach rechtmäßig Lösung des Arbeitsverhältnisses dem gesetzlichen Vertre wieder auszuhändigen. Ist die Wohnung des gesetzlich Vertreters nicht zu ermitteln, so erfolgt die Aushändigung der Arbeitskarte an die im Abs. 2 bezeichnete Ortspoliz behörde. Die Bestimmungen des§ 4 des Gewerbegerichtsgese vom 29. September 1901( Reichs- Gesetzbl. S. 353) die Zuständigkeit der Gewerbegerichte für Streitigkeiten hi sichtlich der Arbeitsbücher finden entsprechende Anwendung III. Beschäftigung eigener Kinder. § 12. Verbotene Beschäftigungsarten. In Betrieben, in denen gemäß den Bestimmungen e § 4 fremde Kinder nicht beschäftigt werden dürfen, sowie in Werkstätten, in welchen durch elementare Kraft( Dampf Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität usw.) bewegte Tri werke nicht blos vorübergehend zur Verwendung kommun, ist auch die Beschäftigung eigener Kinder untersagt. § 13. Beschäftigung im Betriebe von Werkstätten, im Handels gewerbe und in Verkehrsgewerben. Im Betriebe von Werkstätten, in denen die Beschäft tigung von Kindern nicht nach§ 12 verboten ist, im Handels gewerbe und in Verkehrsgewerben dürfen eigene Kinder unter zehn Jahren überhaupt nicht, eigene Kinder über zehn Jahre nicht in der Zeit zwischen acht Uhr abends und acht Lih Kin Jan für j hilfe berei pfleg - N der F der Janu Gewe für daß weiter Weite Kurse Lackie im& Mar wird Meif gebro Art die erta felb Arz mor wer stün Be begi 30 der nid im Im na der ele get be ge ein W de da 20 ra 918 Do mi bef 30 m usiicht geftelt habe ung flingt f ut Bilje betali des Leutnants legt. Wie aus friegsgeridith as auf Dienie ungemilder b er noch nicht en Anschein, als Romans Aus hineingezogen dweig erfährt, rtigen Verlage es föniglichen Gr rden. Eine eziehung stehende , der wir natür en müssen. Ne rbach berjeyten ts auf jedis bis fi Wie Parijer Bli in Bas Qudray erjuchungen des aben, daß in der 22 Gramm G mime, desto reider Gramm auf die chreich goldführe Deutende Mengen Breis als Baute Bahnhof von G bom Straßenidu 40 Gramm G ca gegen Kon e unangenehme Er hatte im b der Gemeinde Quadratmeter rgermeister ein Ite in einer bei g nichts von sight eine energijde zu erfüllen. ffel wurde Prin uldigung, erhebli einem Gejant aben, verhaftet bracht. Der Prin ist der Erbe des gehört demnach Belgiens an. n war bis zum s Recht der Ch richiedene Mesal noch heute dem! ben Herzogsgei nanziell und mo tigen Herzogs rinzen Karl, bo hat nicht bloß Majorat gibt zehn Millionen schen Gemahlin nigen Jahren g idenen Einfünfte nfen Töchter, d Sein Neffe und G heims nach und et er auf Abwe ch. In Berlin en Bräutigam e Revolverschiffe te sie sich aus dem n Wohnung. Krankenhaus mit Einbrecher ehen. Als die e ein wahres& der die Polizi gelang, einen lärung des g in die Gemein ten haben den feblichen Ber itstarte zu be und nach red gefegliden! hnung des g olgt die Aus bezeichnete D Bewerbegerid Jefebbl. S. 3 für Streitigt prechende An er Rinder. Barten. en Beftimmung den dürfen, tare Rraft( 4.) bewegte Berwendung r unterfagt itten, im S verben. benen die B ten if, im San eigene Rinder er über zehn J be und at Lokales. 30. Dezember 1903. ** Der Großherzog hat dem Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen Prof. Dr. Aug. Buchhold bas Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Broßmütigen verliehen. Ernennung. Zum Rechnungsrat wurde der Eisenbahnsekretär Wilker bei der Betriebsinspektion 1 zu Bießen ernannt. * * Postnotiz. ie in den Vorjahren beobachtet worden ist, wird der Freimarkenverkauf an den Postschaltern und damit die Abfertigung des Publikums dadurch ganz erheblich verzögert, daß die Käufer das Geld nicht abgezählt bereit halten, sonderu ihnen fast in jedem Falle noch Geld herausgegeben werden muß. Die Herausgabe des Beldes erfordert aber vielfach mehr Zeit als die Abgabe bber Bostwertzeichen. Wir möchten deshalb an das Publikum in seinem eigenen Interesse das Ersuchen richten, in diesem Jahre besonders beim Einkauf von Freimarken in kleineren Mengen möglichst das Geld abgezählt bereit zu halten. " ** Stadttheater Gießen. Am Freitag, den 1. Januar 1904 geht nachmittags als Fremdenvorstellung „ Comtesse Guckerl" in Szene. Das liebenswürdige Luftsspiel dürfte auch von auswärts auf starken Besuch zu rechnen haben. Am Abend des 1. Januar gehen die beiden Lustspiele„ Im weißen Rößl" und die Fortsetzung„ Als ich wiederkam" zusammen in Szene. Diese Zusammenfstellung hat sich an zahlreichen Bühnen als äußerst wirksam erwiesen. Durch einige Striche und möglichste Abkürzung iber Bausen ist die Beendigung der Vorstellung kurz nach 11 Uhr gesichert. Es finden nur drei eigentliche Pausen statt. Diese Vorstellung dürfte nach allen Anzeichen ganz außerordentlichen Zuspruch erfahren und Interessenten werden gut tun, bei Zeiten sich Pläge zu sichern. * Freiwillige vor. Die 3. Batterie des 1. Nassauischen Feld- Artillerie- Regiments Nr. 27 Dranien in Mainz nimmt bereits unbestrafte junge Leute, die gewillt sind, ihre Dienstzeit vom Oktober 1904 ab im genannten Regiment zu verbringen, als zweijährig Freiwillige an. Anmeldungen hierzu sind baldmöglichst unter Beifügung. eines Meldescheins, der von dem zuständigen Landratsamt ( Kreisamt) ausgestellt wird, an die oben bezeichnete Batterie zu richten. Persönliche Vorstellung ist erwünscht. Schuhmacher, Schneider, Sattler, Schmiede, Landwirte erhalten den Vorzug. *** Ausbildungskurse für Haushalt, Kinderpflege u. Sozial- Hilfsarbeit. Im Januar beginnen in Frankfurt, Hermesweg, Kurse für junge Mädchen, die auf Anregung und unter Mithilfe der Ortsgruppe des Allgem. Deutschen Frauenvereins und des Stadtbundes der Vereine für Armenpflege und Wohltätigkeit ins Leben gerufen wurden. Nähere Auskunft und Anmeldungen bei der Leiterin der Kurse, Hermesweg 13. Förderung der beruflichen Ausbildung der Handwerker. Die Anmeldungen zu den im Monat Januar 1904 im Dienstgebände Großh. Bentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt in Aussicht genommenen Meisterkurse für Schuhmacher und Schneider sind so zahlreich eingelaufen, daß die Veranstaltung dieser Kurse bereits sichergestellt ist; weitere Anmeldungen können noch berücksichtigt werden. Weiterhin sei nochmals auf die im Januar vorgesehenen Kurse für Sattler im Anfertigen von Kummeten, für Maler, Lackierer und Weißbinder, sowie für Schreiner und Glaser im Holzfärben und Beizen, für erstere auch im Holz- und Marmormalen aufmerksam gemacht. Erstmals veranstaltet wird in der zweiten Hälfte des Monats Januar auch ein Meisterkursus für Wagner, über welchen eine kurze Mitteilung gebracht wurde. ** Für Invalidenrentner. Auf eigentümliche Art hat ein Fabritarbeiter seine Invalidenrente eingebüßt, die ihm seinerzeit seines schweren Magenleidens wegen zuerkannt war. Ein ihn behandelnder Kurpfuscher tonnte selbstredend weniger ausrichten, als der ihn behandelnde Arzt. Da ihm die„ Kurkosten" von dem Wunderdoktor" morgens und nicht vor dem Vormittagsunterrichte beschäftigt werden. Um Mittag ist den Kindern mindestens zweistündige Pause zu gewähren. Am Vormittage darf die Beschäftigung erst eine Stunde nach beendetem Unterrichte beginnen. Eigene Kinder unter zwölf Jahren dürfen in der Wohnung oder Werkstätte einer Person, zu der sie in einem der im§ 3 Abs. 1 bezeichneten Verhältnisse stehen für Dritte nicht beschäftigt werden. An Sonn- und Festtagen dürfen auch eigene Kinder im Betriebe von Werkstätten und im Handelsgewerbe sowie im Verkehrsgewerbe nicht beschäftigt werden. § 14. Besondere Befugnisse des Bundesrates. Der Bundesrat ist ermächtigt, für die ersten zwei Jahre nach dem Inkraftreten dieses Gesetzes für einzelne Arten der im§ 12 bezeichneten Werkstätten, in denen durch elementare Kraft bewegte Triebwerke nicht blos vorübergehend zur Verwendung fommen, und der im§ 13 Abs. 1 bezeichneten Werkstätten Ausnahmen von den daselbst vor gesehenen Bestimmungen zuzulossen. Nach Ablanf dieser Zeit kann der Bundesrat für einzelne Arten der im§ 12 bezeichneten Werkstätten mit Motorbetrieb die Beschäftigung eigener Kinder nach Maßgabe der Bestimmungen im§ 13 Abs. 1 unter der Bedingung, daß die Kinder nicht an den durch die Triebkraft bewegten Maschinen beschäftigt werden dürfen. Auch kann der Bundesrat für einzelne Arten der im§ 13 Abs. 1 bezeichneten Werkstätten Ausnahmes von dem Verbote der Beschäftigung von Kindern unter zehn Jahren zulassen, sofern die Kinder mit besonders leichten und ihrem Alter angemessenen Arbeiten beschäftigt werden; die Beschäftigung darf nicht in der Zeit zwischen acht Uhr abends und acht Ühr morgens stattfinden; aber zum Teil erlassen wurden, so unterschrieb der Patient eine Danksagung, worin er zugab, daß nach achttägiger Behandlung er wieder völlig hergestellt sei. Da die Versicherungsanstalt von dieser Danksagung Kenntnis erhielt, so verfügte sie, daß die Invalidenrente in Wegfall tomme, da der Empfänger ja nach eigener öffentlicher Beurkundung jest wieder völlig gesund sei. Also Borsicht! ** Der Winter hat sein strenges Regiment angetreten, das Thermometer zeigte heute früh 7 Uhr 10° R. Die Eisbahnen dürften halten und den Sport- Freunden Gelegenheit zur Ausübung dieses gesunden Wintervergnügens geben. Doch es giebt noch mehr Leute die der grimmen Kälte sich freuen und vergnügt die Hände reiben, nämlich die Kohlenhändler, ihr Geschäft blüht bei dem Wetter und verspricht eine gute Einnahme. Deutschland bevorzugt: Eine große Lieferung Samen, Knollen und Pflanzen für Washington, die Vereinigten Staaten, wurde in Deutschland durch den Kaiserlichen Botschafter in Auftrag gegeben. Die Lieferung wurde M. Peterseim's Blumengärtnereien in Erfurt zur Erledigung übergeben. Ulrichstein, 28. Dez. Heute Morgen gegen 4 Uhr brach in der Hofraite des Landwirts W. Schmitt Feuer aus und äscherte Scheuer und Stall ein. Das Vieh konnte bis auf die Hühner, welche verbrannten, gerettet werden. Für die Feuerwehr war die Löscharbeit bei strenger Kälte und ohne Wasserleitung eine anerkennenswerte Leistung. § Langgöns, 29. Dez. Dieser Tage hat sich hier eine Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins gebildet, welche bereits 75 Mitglieder zählt. Aus der Wetterau. In Staden hat der Gemeinderat den Plan aufgegeben, das alte Schloß zu Schulzwecken einzurichten. Die Gemeinde hat das Schloß nebst Gut zu rund 50 000 Mt. erworben. In Ostheim bei Buzbach ist der Schulhausneubau im Rohbau vollendet. Das Gebäude steht in der Nähe der Haltestelle und enthält zwei Schulfäle und zwei Wohnungen. Mit seiner Vollendung im Herbst 1904 wird die Schule in eine zweiflassige verwandelt. || Romrod, 28. Dez. Unser Bahnhofsgebäude hat einen Anbau erhalten. Der im Frühjahr begonnene Bau besteht aus Fürstenzimmer, Garderobe und Toilettenräumen. Die Ausstattung des Fürstenzimmers ist im eleganten Jagdstil gehalten und wurde von der Firma Brück- Gießen ausgeführt. + Kirchhain, 28. Dez. Heute fand im Hotel Mose bach eine Zusammenkunft hiesiger Geflügelzüchter statt, in welcher beschlossen wurde, für Kirchhain und Umgebung einen Gestügelzuchtverein zu bilden. " Litterarisches. ** Das im Verlage von Hoffmann u. Ohnstein in Leipzig erscheinende Damen- Modejournal Revue des Modes Parisiennes, welches uns in seiner 25jährigen Jubiläums- Nummer vorliegt, bietet eine solche Fülle von geschmackvollen und schönen Pariser Modellen, wie es sich die Damenwelt nur wünschen kann. Namentlich in der Jeztzeit, wo leider so viele minderwertige, unter der stolzen Flagge Modenzeitung" segelnde Wochen- und Monats= schriften verbreitet werden, treten die praktischen Vorzüge der guten französischen Modejournale, an deren Spize die ,, Revue des Modes Parisennes" steht, umso schärfer hervor. Die Revue erscheint am 1. und 15. jeden Monats in deutscher Sprache und bringt im Laufe eines jeden Quartals neben den zahlreichen in den Text gedruckten Modenbildern 12 folorierte Kostüm- und Blusenbilder in künstlerischer Ausführung. Jeder Nummer iſt abwechselnd ein doppelseitiger Schnittmusterbogen oder ein in natürlicher Größe geschnittenes Schnittmuster beigegeben, mit deren Hi fe auch wenig in der Schneiderei geübte Damen ihre Garderobe chit und gut sigend anzufertigen im Stande sind. In Anbetracht der reichen und eleganten Ausstattung dieses Modejournals ist der Preis von Mt. 3.- pro Quartal ein sehr geringer und kann dasselbe nicht nur Schneiderinnen von Beruf, sondern allen Damen aufs angelegentlichste empfohlen werden. um Mittag ist den Kindern eine mindestens zweistündige Bause zu gewähren, am Nachmittage darf die Beschäftigung erst eine Stunde nach beendetem Unterrichte beginnen. Die Ausnahmebestimmungen können allgemein oder für einzelne Bezirke erlassen werden. § 15. Beschäftigung bei öffentlichen theatralischen Vorstellungen und anderen öffentlichen Schaustellungen. Auf die Beschäftigung eigener Kinder bei öffentlichen theatralischen Vorstellungen und anderen öffentlichen Schaustellungen finden die Bestimmungen des§ 6 Anwendung. § 16. Beschäftigung im Betriebe von Gast- und von Schankwirtschaften. Im Betriebe von Gast- und von Schankwirtschaften dürfen Kinder unter zwölf Jahren überhaupt nicht, und Mädchen(§ 2) nicht bei der Bedienung der Gäste beschäftigt werden. Die untere Verwaltungsbehörde ist befugt, nach Anhörung der Schulaufsichtsbehörde in Orten, welche nach der jeweilig lezten Volkszählung weniger als zwanzigtausend Einwohner haben, für Betriebe, in welchen in der Regel ausschließlich zur Familie des Arbeitgebers gehörige Personen beschäftigt werden, Ausnahmen zuzulassen. Im übrigen finden auf die Beschäftigung von eigenen Kindern die Bestimmungen des§ 13 Abs. 1 Anwendung. § 17. Beschäftigung beim Austragen von Waren und bei sonstigen Botergängen. Auf die Beschäftigung beim Austragen von Zeitungen, Milch und Backwaren finden die Bestimmungen im§ 8,§ 9 Abs. 3 dann Anwendung, wenn die Kinder für Dritte beschäftigt werden. ( Schluß folgt.) | Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sylvester, Donnerstag, den 31. Dezember. In der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Neujahr, den 1. Januar. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche. In der Johannesfirche. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Gaul. Sonntag nach Neujahr, den 3. Januar. In der Stadtkirche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäuzgemeinde. Pfr. D. Schlosser. Die Vorbereitung dazu findet Samstag, den 2. Jan, nachm. 3 Uhr statt. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Donnerstag, den 7. Jan., abends 8 Uhr, im oberen Konfirmandensaal, Kirchstr. 9, Bibelstunde. Psalm 91. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannes firche. Vormittags 9,30 Uhr: Pfarrer D. Naumann. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag, den 4. Jan., abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Galaterbrief Rap. 3, 1-14. Pfarrer D. Naumann. Am Sonntag, den 10. Jan., 1. nach Epiphanias, wird das Landesmissionsfest gefeiert werden. Dabei wird di alljährliche Kollekte für die Heidenmission erhoben werden. Dienstag, den 5. Januar, nachm. 4 Uhr, nimmt der Missionsverein im oberen Konfirmandensaal wieder seinen Anfang. Katholische Gemeinde. Donnerstag, den 31. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen heit zur heil. Beicht. Abends 6 Uhr ist Sylvesterandacht. Freitag, den 1. Januar. Neujahr. Fest der Besch netdung des Herrn. Vorinittags von 61/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte 7 Uhr: Die erste hl. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Bormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. um 92 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 5 Uhr: Andacht mit Segen. " " 1 Samstag, den 2. Januar. Nachmittags 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. " Sonntag, den 3. Januar. Sonntag nach Neujahr. Borm. von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Mess, vor und in derselben Austeilung der heil Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. " " um 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 5,30 Uhr: Andacht. Briefkasten. taften teine Antwort geben zu können. F. Sch., Gießen. Wir bedauern, Ihnen darauf im BriefKommen Sie auf unserer Redaktion vor. W., Ulrichstein. Besten Dank. Gruß! Marktberichte. Kühe Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 425 Ochsen, 22 Bullen, 475 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 197 Kälber, 251 Schafe und Hämmel, 1392 Schweine. Aus Desterreich 000 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 71-74, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mt. 66 bis 68, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 61-64, d) gering genährte jeden Altecs Mt.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwert( 8 Mr. 65-67, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 62-64, c) gering genährte Mt. undfärsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 62-64, b) boll fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren mt. 58-60, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 48-50, d. mäßig genährte Kühe und Färſen( Stiere und Rinder) Mt. 45-47, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und 48-49 Pfa, b) mittlere Waft- und gute Saugfälber( Schlachtge wich) 73-77 Big,( Lebendgewicht) 43-47 Bfg., c) geringe Gaug fälber 60-63 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg, Schafe: a) Mastlämmer und füngere Masthämmel 66-68 und Schafe( Märzschafe) 48-50 Bfg. Schweine: a) vollfleischige der Pfg., b) ältere Maſthämmel 52-56 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 54 Bfg.,( Lebendgewicht) 42 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 53 Pfg.,( Lebendgewicht) 41 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 44-46 Pfg Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Her Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der funft Maift geräumt. Frankfurter Hen- und Strohmarkt, 29. De ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zenter Mt. 3.20 bt 3.60, Stroh per Zentner Mt. 2.00-2.30. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lofale, den„ Gerichts," und„ Ceffentlichen Sprechsoal": Fr. Opperman ' m Passt auf! und vergesst nicht das Neujahrsgeschenk Empfehle billigst in grosser Auswahl: arderobe für Herren u. Knaben. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon, 21. 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Januar 1904 je vormittags * von den besten Besen, 10 Uhr beginnend, sämtliches lebende und tote Inventar öffentlich Bußkohlen, Anthracit, meistbietend versteigert werden und zwar: 6 Arbeitspferde, da runter 1 gute Zuchtstute und 1 flotter Einspänner( auch zugeritten), prima rheinische Briketts 20 Stück Rindvich dabei 7 Simmentaler Heerdbuchtiere und 2 von Herdbuchhaltern abstammende junge Bullen, 4 trächtige Mutterschweine, 1 schottischer Schäferhund. Euten und 1 Flua Tauben; und sks ben bigften Breifen. Prima Tannen- Brennholz pro Centner gefchatten Mt. 1.24 ferner von totem Inventar: 1 Woodscher Garbenbinder( tadel: los erhalten), 2 Grasmäher, Drillmaschinen, Düngerstreuer, Henwender, Heurechen, Walzen, Pflüge, Eggen, Häcksel maschine, Windfege 2c.; 4 Eratewagen, darunter 2 sehr gute Britschenwagen, 4 fleinere Wagen, 1 4fißiges modernes Break, 1 febes Quantum feet and Baus fast neuer Kartoffeldämpfer, ein großer für Müller geeigneter B : gebadt liefert 1.86 And. Euler. Mehlkaften, etwas Hausrat 2c. 2c. Das lebende Inventar kommt And. zuerst zum Ausgebot. Zum Schluß wird noch troh in einzelnen Partien versteigert. Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. Hof Corge, Station Burg- Nieder- Gemünden. Man verlange: Otto Spangenberg. GRELOONAC PATCHELL SE Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt. Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen and deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Scheller Söbne Homburg v. d. H.** Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5., 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Niederlagen durch Plakate kenntlich. Schön'sche ' eder Art stets am Lager. Metallsärge und Särge Schirme werden schnell und gut reparirt u. neube= zogen. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9. Einem verehrten Publikum zur geft. 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Die Vermieter haben eine Ein schreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mr. einschließlich 0.20 Mt., von mehr als 300 Mt. bis 500 Mt. einschließlich 0.50 Mt., und von mehr als 500 mt. 1.00 Mt.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1.00 Mt. zu hinterlegen. Städtisches Schlachthaus Ochsenfleisch gesalzen 40 Vfg. zu den billigsten Tages- frisches Rindfleisch 50 Bau- und Möbelschreinerei Möbelschreinereien empfiehlt Liebigstr. 65, GIESSEN. Telefon 410. J. Hankel Schloßgasse - Gießen. Heute und Morgen. zu billigen Preisen. Ohne Fleiss keinen AURORA Patentkummet der Deuze Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Na schöne unveränderliche Form und tadelloser Sik. Hilp sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder allen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch ein einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgeredte Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 190 Aus allen Teilen Deutschlands ist in den letzten Tagen bei uns angefragt worden, ob es tar sei, daß nach dem 1. Januar 1904 der echte Auter- Pain- Erpeller ( In 100 Teilen; Span. Pfeffer 3, Weingeist 44, Kampfer 1,5, Aeth. Dele A marin, Thymian, Lawendel usw.) 2,5, Pfeffermünzwasser 15, Melissenwasse Kamillenwasser 10, Med. Seife 1, Salmiatgeist 8, Gefärbt, nicht mehr verkauft werden dürfe. Diese Ausftreuung ist wahr und kann nur den Zweck haben, die Unterschiebung b Nachahmungen zu erleichtern. Es liegt deshalb im Inte aller, die das altbewährte Hausmittel auch ferner e mit der Marte Anker haben wollen, jedesmal ausdrücklich Richters Anter- Pain- Expeller zu verlangen und uns jeden Fall mitzuteilen, wo an Stelle d echten Präparats teine Nachahmung, kenntlich daran, daß Fabrikmarke„ Anker" fehlt, verabfolgt werden sollte. F. Ad. Richter& Cie. in Rudolstadt Kalk- und Marmor werke, Dampfziegelei, August Gabriel jr. Giesse Massenfabrikation. Bahnanschlüsse Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. 60 Pig. 100 29 " Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von Botwein( echter Ingelheimer) Lit. od. ,, versendet in Gebinden von 25 Liter and Kisten 18 Flaschen an P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer Nieder- Ingelheim a. Rh. arum denn aber?" lebte in ihm wieder auf. fragte er ernft; der alte Verdacht Weil Sie in Gefahr sind. Heut Abend habe ich Sie weil ich fürchtete, daß Ihr Leben gefährdet war. gewarnt DER VOLKS ANWALT Nr. 305 sche Famil