Nr. 176, Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Brattsbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- and Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Donnerstag, den 30. Juli 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pff fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten : ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Fleischbeschau; hier: Unterrichtskurse. Wir bringen hiermit den Beteiligten zur Kenntnis, daß die Unterrichtskurse in der Fleischbeschau in dem hiesigen Schlachthause voraussichtlich nicht vor dem 1. Oktober 1. J. beginnen werden. Gießen, den 27. Juli 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Heinrichs. Gießen, den 28. Juli 1903. Betr.: Urlaub der Lehrer und Ferien. Die Gr. Kreisschulkommission Gießen 125½ Mart. Und in Pankow ſtieg der Preis um das an die Schulvorstände des Kreises. Um Störungen in der Beaufsichtigung der Schulen zu verhüten, beauftragen wir Sie, Beurlaubungen der Lehrer so zeitig wie nur irgend angängig bei uns anzuIn besonders eiligen Fällen genügt Anzeige zeigen. durch eine seitens des Lehrers an den Groh. Kreisschulinspektor zu richtende Postkarte. Bei Berechnung der Ferien, deren Lage Sie bestimmen dürfen, wollen Sie festhalten, daß die in die betreffenden Ferienwochen fallenden Sonntage in die Zahl der Ferientage einzurechnen sind. Wird also z. B. der Unterricht an einem Samstage geschlossen, so ist der darauf folgende Sonntag der erste Ferientag; beginnt der Unterricht an einem Montage wieder, so ist der vorausgehende Samstag der letzte Ferientag. In diesem Falle ist als Tag des Ferienbeginns der Sonntag als Tag des Ferienschlusses der betr. Samstag anzugeben. Die Ferien sind mindestens 3 Tage vor Beginn bei uns anzuzeigen. J. V.: Dr. Wagner. Aufforderung. Die Besißer von Mietwohnungen, die aus drei oder weniger Räumen bestehen, oder aus nicht unterfellerten Räumen, deren Fußboden nicht mindestens 0,25 Meter über Erde gelegen ist, und solche, die unmittelbar unter dem Dache ohne Zwischendecke sich be= finden, werden aufgefordert, bei Meidung der im Gesetz angedrohten Strafe, innerhalb 14 Tage hiervon bei der unterzeichneten Stelle Meldung zu machen. Grünberg, 29. Juli 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Die Beleibungsgrenze der Grundstücke. - Eine Lehre aus dem Pommernbank- Prozeß. Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter wird uns geschrieben: In dem Pommernbank- Prozeß hat sich so recht wieder gezeigt, daß unsere gesamte Rechtsauffassung doch vorwiegend formaler Natur ist. Hätten die inzwischen freigelassenen Direktoren Schulz und Romeid nicht mit Hilfe eines sinnreich ausgedachten Schwindelmechanismus die fremden Gelder so lange hin- und hergeschoben, bis die Wegspur für sie verloren ging und der Weg in die eigene Tasche verschleiert wurde, dann würde sich kaum jemand ernstlich gegen sie gewendet haben, obgleich ihre Tätigkeit auch ohne die Zutat irgend welcher Betrügereien auf die Ausbeutung hinzielte. Šie konnten nur dann an die Aktionäre gute Dividenden zahlen, wenn sie die Grundstückspreise in die Höhe trieben, mit anderen Worten also gerade die weniger gut gestellten Volksklassen bei der Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses zu höheren Leistungen heranzogen. Aber darin allein liegt nicht die Versehlung, die wir als eine soziale bezeichnen wollen; verwerflich ist vielmehr die Verfehlung gegen die Tendenz der Hypothekenbanken. Diese sollen dem Grundbesitz den Kredit zur Ausführung von Meliorationen und zur Ueberwindung von Krisenjahren erleichtern. Die Landschaften, die zudem mehr auf das platte Land und den großen Grundbesitz zugeschnitten sind, ziehen vielfach die Beleihungsgrenzen zu eng, so daß tatsächlich Hypothekenbanken eine Notwendigkeit sind. Aber die Pommernbank hat nicht den Hausbesizern den Sredit verschafft, sondern den Spekulanten und sich dadurch in doppelter Hinsicht gegen ihre eigentliche Mission vergangen. Wenn die Wertsteigerung der Grundstücke tatsächlich durch ein Zusammentreffen natürlicher Verhältnisse entstanden ist, dann mußte sie den eigentlichen Inhabern das Festhalten erleichtern; in Wirklichkeit aber hat sie ihnen ihren Besitz entzogen, und nicht genug damit, hat sie die Preise selbst künstlich in die Höhe getrieben, um die Ueberbeleihungen zu rechtfertigen. Die Käufer der Obligationen aber glaubten ihr Geld nicht für Konjunkturwerte, sondern für stabile Werte hinzugeben. Die ganze Politif von Schulz und Romeick war unmöglich, wenn sich Taratoren fanden, die ihnen die hierfür erforderlichen Abschätzungen lieferten: diese Tayatoren waren da, aber es ist schwer, ihnen die betrügerische Absicht nachzuweisen, weil die Schätzung der mutmaßlichen Wertsteigerungen schließlich nichts anderes als persönliche Ansichtssache ist. Bei der Wertbemessung des Pankower Geländes, das innerhalb eines Jahres um das Siebenfache erhöht wurde, machte der Tarator während der Verhandlungen zu seiner Rechtfertigung geltend, daß in der Nähe die Bautätigkeit gestiegen sei und daß ein Güterbahnhof dort angelegt wurde. Darum eine Preissteige. rung um 700 Prozent. In Charlottenburg, das doch von Wohnungssuchenden viel mehr begünstigt wird als Pankow ist in dem Zeitraum von 1898 bis 1901, in der kritischen Zeit der Pankower Spekulation, dec Bodenwert um 100 Prozent jeines damaligen Preises gestiegen. Der Quadratmeter galt 1898 113½, im Jahre 1901 aber Siebenfache nach den Schäzungen der Tayatoren. Kann man da noch an die bona fides glauben? Da aber bei den weitgehenden Rechten der Hypothekenbanken und infolge des Bestchens der Staatskontrolle gerade solche Werte in den Augen des Publikums ein großes Anschen genießen, so muß der Staat der Omnipotenz der Schäßungen einen Riegel vorschieben. Seither hatte der staatliche Aufsichtsbeamte nur zu prüfen, ob die Beleihungsgrenze nicht überschritten war. In Zukunft sollte von Zeit zu Zeit eine Taxation vorgenommen, und übermäßige Schäßungen müßten beanstandet werden. In Baden finden, da man dort den Grundbesitz nach dem Verkehrswert besteuert, alle Jahre Neuabschätzungen von Grund und Voden statt und dort hat sich eine derartige Spefulationstätigkeit bei den Hypothekenbanken nicht entwickelt. Die Rheinische Hypothekenbank in Mannheim beispielsweise hat anscheinend liberale Bestimmungen bei der Festsetzung der Beleihungsgrenze, trotzdem aber gewährt sie geringere Hypothekengelder, weil im Anschluß an die staatlichen Grundstücksschäßungen die Wertbemessung geringer ist, als es bei der Pommernbank der Fall war. Hier muß die Art an die Wurzel gelegt werden. Die Politik. Deutsche Flottenmanöver 1903. A Ueber die diesjährigen großen Herbstmanöver der Flotte wird jetzt Näheres befannt. Die Manövrierflotte wird sick am 15. August vor Wilhelmshaven einsinden, sie wird 50 Schiffe und Fahrzeuge zählen, zu denen am 31. August noch 2 Kreuzer, ein Hafenschiff und ein Spezialschiff treten. Flottenchef ist Admiral v. Köster, der seine Flagge auf den Kaiser Wilhelm II." sett. Nach den üblichen Besichtigungen der Schiffe beginnen am 20. August die taktischen Úebungen in der deutschen Nordseebucht, die mit einer Ausrüstungsübung in Wilhelmshaven abschließen. Am 25. August treten die Schiffe die Jahrt durch die Nordsee, das Skagerrak und das Kattegat an und erreichen am 5. September Kiel. E werden unterwegs die üblichen taktischen Uebungen vorge nommen. Am 6. September ist Ruhetag in Kiel. An 7. September beginnt die kriegsmäßige Kohlenbunkerung, und in den nächsten Tagen treffen die Schiffe ihre Vorbereitungen zum Einnehmen der Positionen für die großen strategischen Schluß- und Hauptmanöver. Es sind Blockade übungen und eine Festungskriegsübung am 10., 11. und 12. September beziehungsweise 14. September vorgesehen. Die durch die Reservisteneinziehung auf Kriegsstärke gebrachte Marineinfanterie und erste Matrosenartillerieabteilung beseßen den Kieler Kriegshafen. Die Schlachtflotte sucht mit Unterstützung der Torpedobootsflottille die Einfahrt in den Hafen zu erzwingen. Am 15. September wird die Flotte in Kiel aufgelöst. Das Ende des Nationalsozialismus. * Auf dem Gebiet des deutschen Parteiwesens vollzieht sich gegenwärtig ein bemerkenswertes Ereignis: die Verschmelzung zweier Parteien. Die Nationalsozialen, durch den Ausgang ihres Reichstagswahlkampfes entmutigt, holen die eigene Parteifahne nieder und hissen die Flagge der Freisinnigen Vereinigung. Sie danken als selbständige Partei ab, um in der freisinnigen Vereinigung aufzugehen. Die Führer der Nationalsozialen haben kürzlich eine Anfrage an die Parteiorganisation der Vereinigung gerichtet, ob diese die Nationalsoziale Partei in sich aufnehmen wolle. Die Vereinigung hat bejahend geantwortet, und die nationalsozialen Führer haben jetzt beschlossen, bei dem in Göttingen Ende August stattfindenden nationalsozialen Parteitag die Auflösung ihrer Partei und die Verschmelzung mit der Freisinnigen Vereinigung zu beantragen. Es steht völlig außer Zweifel, daß dieser Antrag angenommen wird. Auch wenn er nicht Annahme fände, würde die Partei auffliegen, da die Führer entschlossen sind, sich der Vereinigung anzuschließen, und ohne die Führer ist die Partei nichts. Der Zuwachs, den die Freisinnige Vereinigung durch diese Angliederung ver Nationalsozialen erfährt, ist, nebenbei gesagt, nicht bedeutend. Herr Combes und die Papstgedenkfeier. Der Ministerpräsident der französischen Republik, der ..erstgeborenen Tochter der Kirche", ist bei der Trauerfeier für den Bapst in der Notre Dame- Kirche au Paris weder selbst zugegen gewesen, noch hat er sich vertreten lassen. An dere Minister dagegen waren erschienen oder hatten Ver treter entsandt. Die französische Presse geht jezt mit Mr. Combes wegen dieses seines Verhaltens scharf ins Gericht; allgemein tritt in den Blättern die Anschauung auf, daß in dem jetzigen Kabinett ein Zwiespalt bestehe, und zwar ein Zwiespalt über die Hauptfrage der Politik des Kabinetts, die bekanntlich vor allem sich gegen den katholischen Klerus richtet. Zweifellos wird Combes' Verfahren noch zu erregten Debatten in der Kammer führen, wenn diese im Herbst wieder zusammentritt. Ein Korruptionsskandal in Ungarn. Im ungarischen Abgeordnetenhause erklärte am Mittwoch der Abgeordnete Zoltan Papp, Mitglied der Unabhängigkeitspartei, ihm seien 10 000 kronen zur Fürsorge für seine Familie angeboten worden, wenn er an der Obstruktion nicht weiter teilnehme. Er legte die Summe auf den Tisch des Hauses nieder. Das Geld sei ihm von einem Vertrauensmann der Regierung überbracht worden sei. Ein ungeheurer Lärm folgte dieser Mitteilung. Eine Untersuchungskommission wurde eingefest. Die Sache dürfte noch 31 großen parlamentarischen Kämpfen führen. Fürst Ferdinand als Ankläger. Zu den Gerüchten über eine bevorstehende Revolution in Bulgarien hat nun auch der Nächstbeteiligte, Fürst Ferdinand, das Wort ergriffen. Ein thüringer Blatt ließ ihm während seines Aufenthalts in Koburg ein Privattelegramin vorlegen, in dem es hieß, die bulgarische Regierung verlange auf diplomatischem Wege die Ermittelung und Bestrafung der Persönlichkeiten, die die Gerüchte von einer angeblichen Flucht des Fürsten weiter verbreitet haben. Fürst Ferdinand erklärte, er halte das Telegramm für richtig, und äußerte, die Urheber der über ihn von Serbien aus ver. breiteten böswilligen Gerüchte seien unter Personen in un mittelbarer Umgebung des Königs Peter zu suchen. Man begreist nicht recht, was die Serben für einen Anlaß haben können, über den Fürsten unwahre Gerüchte auszusprengen. Fremdenfeindliches ans Marokko. Marokko ist noch immer im Aufstande, und um die Bevölkerung wieder für sich zu gewinnen, kommt der Sultan auf allerhand ausgefallene Wittelchen. Bekanntlich wurde als Veranlassung zu dem Aufstande Bu Hamaras der Um stand bezeichnet, daß der Sultan mehr, als dem fanatischen maroffanischen Sultan recht war, die Europäer begünstigte. Jekt sucht er die Marokkaner zu der Ansicht zu bekehren, daß er die Europäer ebensowenig leiden möge, wie sie selber. Er hat zur Zeit ein Feldlager 5 Kilometer vor Tanger be zogen. Von dort aus hat er seinem in Tanger befindlichen europäischen Berater, dem englischen Festungsinstrukteur Sir Harry Maclean und allen anderen fremden Beamten ber boten, die Stadt in der Richtung des Zeltlagers zu verlassen. Die Europäer beginnen abzureisen, um der befürchteten Ausweisung zuvorzukommen. Die Stellung der europäischen Hosbeamten gilt für erschüttert. Möglich, daß der Sultan mit diesen Maßnahmen bei seinen widerspenstigen Untertanen Anklang findet. Dafür hezt er sich aber auf der anderen Seite die Mächte auf den Hals, Krawalle in Fulda. ( 1) In Fulda gab es dieser Tage große Aufregung. In folge mehrerer Schlägereien fensignierte der Landrat Steffens abends das Militär. In der Stadt hieß es, der Belagerungszustand solle über Fulda verhängt werden. Dit betreffenden Plakate waren auch schon gedruckt, wurden aber nicht angeschlagen. Der Regierungspräsident traf am an deren Morgen ein. Wahrscheinlich wird der Landrat megen hochgradiger Nervosität beurlaubt werden. Kurze politische Nachrichten. * In einer Sigung des preußischen Staatsministeriums, an der auch Poſener Regierungsbeamte teilnahmen, wurd gestern( Mittwoch) beschlossen, zur Unterstützung der Po sener Ueberschwemmten zunächst 270 000 Mart von Staats. wegen sofort zur Verfügung zu stellen, während die Proving 30 000 Mart aufbringt. Wegen der Hochwasserschäden in Brandenburg findet am Donnerstag eine weitere Minister igung statt. * Zur Lage in Ostasien wird bekannt, Rußland habe Amerika und Japan gegenüber wichtige Zugeständnisse ge macht, ebenso England gegenüber, das alles erlangt habe, was es gewünscht habe. Der englisch- chinesische Handels. vertrag ist endgültig abgeschlossen worden. * Bei dem Todesmarsch in Bosnien betrug die Zahl der Toten weit über 20. Von 1200 Manu des Regiments sind nur 100 gesund. Viele Soldaten sind tobsüchtig. Hof und Gesellschaft. Die Kaiserin wird in Begleitung ihrer zur Zeit in Cadinen weilenden Kinder am 10. August mittels Sonder zuges in Kiel eingetroffen, um an Bord der Schoonerjacht Iduna" am Wettsegeln von Kiel nach Glücksburg teilzu nehmen. Im Anschluß hieran gedenkt die Kaiserin mehrägige Sceausflüge nach Alsen und der Küste von Nordchleswig zu unternehmen. Blitzschlages: seiner vollen Länge nach lag, der Unglückliche heraus und die Kassa war leer! Der Effekt war der etnes tändnis den Ueberzeugung hatte der Kassier mit des Diebstahl ausgeführt Marchese und ficherem Ort auf feinen war Einver. über die Matron hatte sich bemerkbar machen und unbefangen scheinen wollen, man sollte jehen, daß ein starker Charakter wie der ins Antlitz zu blirken verstand! feine auch den dern die Zigeuner gemeint, Etwa der fiebente Teil eines mükliche Unternehmungen solche Fabeleien als Richtschnur Menschenlebens würde verloren gehen, sollte man sich für Das Zarenpaar ist nach der Wüste Sharow zui Beiserung des hl. Seraphim abgereist. Vorher empfing dei Zar den Kommandanten des deutschen Schulschiffes„ Stein", Fregattenfapitän v. Dombrowski, mit dem er das Feldlager bei Krasnoje- Sielo besuchte. Nach der Besichtigung fand Tafel und Theatervorstellung statt. Das römische Blatt ,, Pa tria" will erfahren haben, daß der Kaiser und die Kaiserin von Rußland Ende Oktober nach Rom kommen, im Quirinal Wohnung nehmen und den neuen Papst besuchen würden; dieser Besuch würde aber von der russischen Gesandtschaft beim Päpstlichen Stuhle aus gemacht werden. Nach seinen Besuch in Rom würde der Zar sich nach Jerusalem begeber und auf der Rückreise dem Sultan einen Besuch abstatten. *** König Viktor Emanuel von Italien ist nac Rom zurückgekehrt und nahm an der Feier anläßlich des drei jährigen Todestages König Humberts im Pantheon teil. Deutschlands Zechrechnung. RK, Man braucht fein abgefagter Feind eines guten Trunks zu sein, um die Stellung, die der Alkohol im deutschen Volkshaushalt einnimmt, mit Besorgnis zu betrachten. Unser Volf gibt jährlich etwa drei Milliarden Mark für alkoholische Getränke aus, fast so viel wie für seine Ernährung: die Kosten des gesamten Lebensunterhaltes der 60 Millionen Deutschen belaufen sich auf vier Milliarden, also nur auf eine Milliarde mehr, als der Ilkoholgenuß alljährlich den Deutschen kostet. Im einzelnen besagt eine soeben veröffentlichte Statistik folgendes: An Bier und Trinkbranntwein werden im deutschen Reiche etwa 55 Millionen Hektoliter, und zwar etwa 52% Millionen Hektoliter Bier und ungefähr 23 Millionen Sektoliter Schnaps hergestellt. Hierzu werden jährlich einge maischt 12% Millionen Toppelcentner Gerste beinahe zwei Drittel der gesamten Ernte- etwa 3½ Millionen Doppel. centner Noggen, das heißt/. des Gesamtertrages und 21 Millionen Doppelcentner Kartoffeln, also 13 der Kartoffel. ernte. Auf die mit Bodenfrüchten bestellte Fläche dagegen bedeutet das so viel, wie der fünfzehnte Teil der gesamten deutschen Anbaufläche. Würden die Erträge dieser Ackerfläche lediglich der Volfsernährung zu gute kommen, dann könnte Teutschland die Einfuhr fremden Roggens und fremder Gerſte borläufig ganz gut entbehren. promittieren, so daß die unglücklichen Briefschreiber fern boy Paris, versteckt in irgend einem Winkel, in banger Sorge ihrer Briefe gedenken.„ Werden sie verlesen oder werden sie nicht verlesen? Ach, hätte ich sie doch nie geschrieben!..." Die Briefe jenes Politikers von allerglänzendster Zukunft", der mit seiner Sympathie lange zwischen Marie Daurignac und Eva Humbert schwankte, bis er sich für Eva entschied, werden noch zu den unschuldigen Korrespondenzen gehören. Zur Deckung des für die Alkoholerzeugung erforderlichen Rohmaterials sind nämlich etwa 13 Millionen Hektare Bodenfläche erforderlich und zwar etwa 1 082 000 Heftar für Gerste, beinahe 480 000 Hektar für Kartoffeln und der Rest von ungefähr 121 000 Hektar für Weinbau. Dieser große landwirtschaftliche und industrielle Betrieb verlangt die Arbeit von beinahe 1 400 000 Menschen. Also ungefähr 3 Prozent der deutschen Bevölkerung sind mittelbar oder unmittelbar an der Herstellung alkoholischer Getränke beteiligt: Fast ein Drittel kommit auf die Bebauung des mit Gerste für Biererzeugung bestellten Bodens, dann kommen über 340 000 bei der Weinerzeugung beschäftigte Arbeiter, es folgen 231 000 Kartoffel- und Roggenlandbearbeiter, beinahe ebenso viel im Schankgewerbe beschäftigte Personen, 141 000 mäl zer und Brauer, 33 000 Brenner und 8000 Bergarbeiter sind erforderlich, um den Kohlenbedarf der Brennereien zu decken. Nicht auf die Bevölkerung im allgemeinen, sondern auf die erwerbstätige im besonderen bezogen, ergibt sich, daß mehr als 7 Prozent am Alkoholgewerbe beteiligt sind. Nab und fern. Brieftaubendienst beim Kaisermanöver. Von den preußischen und sächsischen Kavallerie- Regimentern, die am diesjährigen Kaisermanöver teilnehmen werden, sind insgesamt 25 Unteroffiziere und Gemeine nach Hannover kommandiert worden, um im dortigen Militär- Reit- Institut im Brieftaubendienst unterrichtet zu werden. KavalleriePatrouillen, welche nach strategisch wichtigen Plätzen zur Aufklärung entsandt werden, werden nämlich je zwei oder drei Brieftauben mit auf den Ritt bekommen, um sie nach Erkundung einer wichtigen Tatsache, mit der bezüglichen Meldung versehen, aufzulassen. Auf den Kopf der Gesamtbevölkerung kommen jährlich 14 Liter Trinkbranntwein, 3½ Liter Wein und 111 Liter Bier, das macht, auf die erwachsene männliche Person bezogen, ungefähr 300 Liter Bier und 40 Liter Branntwein. Die erstgenannte Ziffer dürfte indessen eine erhebliche Herabminderung erfahren, weil doch wohl ein gut Prozentteil aus den weiblichen Teil der Bevölkerung gebracht werden müssen. Im Reichshaushalt- um auch diese Seite zu berühren figurieren Alkoholkonsumenten und Produzenten mit einem Jahresbeitrag von rund 160 Millionen Mark an Zöllen und Verbrauchsabgaben. Schlechtes Tabakjahr in der Odergegend. Die ,, berühmten" Tabafpflanzungen bei Schwedt a. D. sind durch die Fluten des Hochwassers der Oder nahezu vollständig vernichtet worden. Auf hunderten von niedrig belegenen Ar ist der auf die Pflanzung angewendete Fleiß umsonst gewesen. Was das Hochwasser nicht fortspülte, das haben Stau und Drängewasser zerstört. Auch vom Oderbruch, der Zehdener Gegend, Alt- Cüstrinchen und den anderen Tabafortschaften kommen gleiche Meldungen. Man darf ja nun freilich nicht vergessen, daß der größte Teil dieser für alkoholische Getränke verausgabten Summe wieder in die Taschen des deutschen Volkes zurückfließt und so dem Nationalvermögen erhalten bleibt. Andererseits sind wir noch nicht die größten„ Süpers". Unsere englischen Bettern sind noch trinkbarere Leute" wie wir. Obwohl das britische Volf nur etwa 36 Millionen Seelen zählt, hat es im Jahre 1902 für Vier, Spirituosen, Weine u. s. w. nicht weniger als 3 580 Millionen Mt. ausgegeben, etwa 100 Mr. auf den Kopf. England gibt mehr für den Trunk aus, als jegliche andere Nation der Welt. Diese Summe übersteigt bei weitem den Betrag, den das Land für alle Regierungszwecke, für sämtliche religiösen, erzieherischen, philantropischen Unternehmungen jährlich ausgibt. Vom Hutmacher zum Arzt. Unter den Herren, die dieser Tage in München das ärztliche Staatsexamen absolvierten, befindet sich auch ein junger Mann, der bisher ein kleines Hutgeschäft verwaltete. Er mußte, durch verschie dene Schicksalsschläge gezwungen, den Beruf eines Hutmachers ergreifen, um sein Leben zu fristen, setzte aber unverdrossen seine Studien fort. Wenn wir es danach auch nicht ganz so arg treiben, wie die Engländer, die überdies diese 3½ Milliarden an das Ausland zahlen müssen, so gibt doch unser übermäßiger Alkoholverbrauch ganz abgesehen von den Folgen für die Volksgesundheit und die Kriminalität- schon in volkswirt schaftlicher Hinsicht zu mannigfachen Bedenken Anlaß. Aus dem Gerichtsfaal. Revolte gegen einen norwegischen Polizeimeister. In Larvik fanden gewaltsame Ausschreitungen gegen den Polizeimeister Salicath wegen angeblich rücksichtsloser Behandlung von Arrestanten statt. Die Menge schlug Fenster und Türen der Wohnung des Polizeimeisters und des Polizeibureaus ein und verlezte mehrere Polizeibeamte. Sechs Arrestanten wurden gewaltsam befreit. Brandkatastrophe im Petroleumbezirk von Saku. In Belachany bei Baku stehen die Petroleumquellen in Flammen. 50 Bohrtürme und Naphthareservoirs sind verbrannt. Das Feuer wütet noch in verschiedenen Bezirken. Die Bohrtürme der Firma Nobel, der Kaspigesellschaft und anderer Firmen brennen. Wegen Wassermangels und Mangels an Löschvorrichtungen ist die Bekämpfung des Feuers unmöglich. Als ilrsache des Feuers nimmt man Brandstiftung an. § Die beleidigte Tänzerin. Wegen einer sonderbaren Beleidigung wurde der 17jährige Schlosser Ernst Blechschmidt aus Aue von der Straffammer zu Zwickau in der Berufungsinstanz zu zwanzig Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeflagte hatte ein junges Mädchen während des Tanzes plötzlich im Saale stehen lassen, wodurch die Tänzerin dem allgemeinen Gelächter preisgegeben war. B. wurde übrigens wegen Verleitung zum Meineid sofort verhaftet. In Tschifu hat ein schwerer Regensturm große BerStörung an Eigentum angerichtet, auch sollen in der Ein. geborenenstadt Menschen ums Leben gekommen sein, Kunft und Wissenschaft. Bebra- Frankfurt ben Bug 509 Anschluß b 540 nachmittag Sicherftellu Beg'ar in Aben Siderftellu Gießen in bend 2. Von der ein Entwurf von und den Be DF. Roseggers 60. Geburtstag. Am 31. Juli feiert der berühinte, vom Schneidergesellen zum Dichter avancierte Peter Rosegger seinen 60. Geburtstag oder vielmehr, er will ihn nicht feiern, sondern in aller Stille und Zurückgczogenheit verleben. Doch rechnet er dabei nicht mit der liebevollen Verehrung, die ihm, dem größten Dichter seiner Heimat, von allen Seiten dargebracht wird und sich in tausenden von Widmungen kundgibt, unter denen Ernst mit tollem Scherz wechselt. Versteigt sich doch ein hinter dem Rücken Roseggers redigierter„ Heimgarten, 60. Jahrgang", genau im Format ſeiner bekannten Monatsschrift herausgegeben, dazu, Roseggers bekanntestes Gedicht im steirischen Dialekt als ein Plagiat aus dem Griechischen hinzustellen. Mit meisterhafter Geschicklichkeit und, was noch mehr sagen will, poetischer Empfindung, iſt für die folgenden, in Norddeutschland oft arg verballhornisierten Verse, die wir zu Ehren des Meisters in authentischer Lesart wiedergeben, ein griechisches„ Original" nachgedichtet worden. Ich bin jüngst verwich'n Hin zan Pforra g'schlichen: " Därf ih' s Dirndl liab'n?" " Unt steh Dih nit, ba meina Seel, Wonst as Dirndl liabst, so kimst in d' Höll!" Bin ih vull Valonga Zu da Muada gonga: ,, Därf ih' s Dirndl liab'n?" " mei liaba Schoß, ed is noh z'frua, Noch funfzehn Jahrln erst, mei liaba Bua!" Woar in groß'n Nöt'n Hon ih' n Votan bet'n; " Därf ih' s Dirndl liab'n?" Duners Schlangl!" schreit er in sein Zurn, , Willst mein Steck'n fost', toust es tuan!" Wos is onzufonga? Bin zan Herrgott gonga: ,, Därf ih' s Dirndl liab'n?" „ Ei jo freili", sogt er und hot g'locht, Bigarren, 8 Snupftab weiterer Entwur in der Biga fandt worden. der Verordnung Schnupftabaffab Heimarbeit für Beftimmungen b durchführbar und industrie direkt a 3. Die D Sandlungsgehilfe Berfammlung in tagsarbeit i morgens 11 Uhr also das Offenba nur während die befchloß in einem meisterei Gießen Bestimmungen auszusprechen, und Beglar ein Der vorlieg Verkehr der Lan mindern und de fügen. " Weg'n an Büaberl hon ih' s Dirndl g'mocht! Rosegger, der den Musen, die an seiner Dorfwiege gestanden haben, in ernsten klassischen Studien auf die Höhen des griechischen Parnasses gefolgt ist, wird den Humor der eigenartigen Scherzgabe seiner Verehrer voll auskosten. 6. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll Auszug. Gießen, 28. Juli 1903. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Thring, Kaz, Moll, Nowad, Rinn, Röhr, Schirmer, Schmall, Burbusch, sowie der Syndifus Dr. Knipper. ** Die Sprachverderbnis im deutschen Handelsstande zu bekämpfen, ist der Zweck einer neuen Preisaufgabe, die von der neulichen Hauptversammlung des Allgemeinen deutschen Sprachvereins gestellt worden ist. Für die drei besten Lösungen dieser Aufgabe sind Preise in der Höhe von 600, 400 und 200 Mart ausgesetzt. In der Begründung der Preisaufgabe wird ausgeführt, daß die Sprache des deutschen Handelsstandes in vieler Beziehung nicht der achtunggebietenden Stellung entspricht, die er sich durch seine Tüchtigkeit erworben hat. Während in den meisten anderen Berufsarten ein scharfer Kampf für die Reinheit der Muttersprache entbrannt ist, wuchern in der Kaufmannssprache die überlieferten Fremdausdrücke üppig weiter. Ebenso wie gegen die Reinheit, wird außerdem auch gegen die Richtigkeit und Schönheit der Sprache häufig gefehlt. Man klagt mit Recht über weitschweifige, breitspurige Wendungen, über unrichtige Satbildungen, falsche Anwendung der Worte, über gespreizte, unnatürliche Schreibweise. Uebertriebene Höflichkeit und übel angebrachtes Streben nach Kürze und Abwchselung des Ausdrucks führen oft zu Verkehrtheiten und Seltsamkeiten, welche die kaufmännische Sprache verunzieren. Diese Mißstände sollen an Beispielen erörtert werden, es soll nachgewiesen werden, welche Einflüsse schädigend auf die Handelssprache eingewirkt haben, und wie eine Heilung dieser Schäden zu erzielen ist. Als abschreckendes Beispiel, wie der heutige gebildete" deutsche Kaufmann seine Muttersprache verhunzt, diene folgendes Elaborat aus einem Rundschreiben, das der Hamburger Kaufmannschaft vom dortigen Zweigverein des deutschen Sprachvereins zugegangen ist. Es lautet:„ Kaufmannsdeutsch! In deutschen Handelsbriefen begegnen wir einer Ausdrucksweise, wie der folgenden: ,, Per Abendpost remittieren wir Ihnen unter eingeschriebenem Couvert Conossement in triplo, Assecuranz- Certificat und officielles InspectionsAttest über per Steamer... verladene..., welche Documente Sie nur gegen promptes Accept der Ihnen attachierten, dagegen valedierenden Tratte La...., de M...., an die Trassaten:... ausliefern wollen." Nehmen wir an, die Engländer brächten in ihrer Wiedergabe des vorstehenden Sates an den entsprechenden Stellen so viele deutsche Wörter hinein, wie wir oben Fremdwörter im ,, Deutschen" haben. Dann würde sich der Sak wörtlich so ausnehmen:„ Mit der evening- post we senden you under registered Umschlag, Ladeschein, dreifach ausgestellt, Versicherung( s) schein and amtliches Befund( s) zeugniß of. shipped im Dampfer. which Papiere you will please only deliver to the Bezogenen against sofortige Annahme of the angeheftet Wechsel, there against gezogen, von Marks....., Aussteller Messrs. § Ein Schußmann wegen Kuppelei verurteilt. In Berlin wurde der Schuhmann Wehrstadt wegen Kuppelci zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte sich in einem Hause in der Friedrichstraße eine größere Wohnung gemietet, von der er mehrere immer an„ Lamen" abließ, die einem unzüchtigen Gewerbe nachgingen. Er hatte sich von diesen einen täglich zu entrichtenden Pensionspreis von sechs Mark zahlen lassen. Die Verurteilung zieht selbstverständlich für W. den Verlust seiner Stellung nach sich. Außer der Kuppelei ist W. der Verleitung zum Meineide beschuldigt. § Der Prozeß Humbert, der am 8. August in Paris beginnt, wirst schon jetzt seine Schatten voraus. Gerüchte über ungeheuerliche Enthüllungen, die im Verlaufe dieses Prozesses gemacht werden sollen, zirtulieren in der Pariser Presse; die zur Berlesung beantragten unzähligen Briefe find so heißt es aceianet, ihre Autoren aufs allerschiverfte au tom. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: Den Kommis, der ein solches Deutsch schreibt, müßte, so denkt der unbefangene Leser, jeder Prinzipal zum Teufel jagen. In Wirklichkeit ist aber die Unsitte eines solchen mit Fremdwörtern überladenen Briefſtils den Herren Prinzi palen selbst so ans Herz gewachsen, daß sie eine vernünftige, flare und gemeinverständliche Ausdrucksweise direkt für un kaufmännisch erklären. Deshalb wird der Allgemeine deutsche Sprachberein auch trotz aller Bemühungen wenig Erfolg haben. Tauben Ohren ist schlecht predigen. Buate Chronik. Die Kaiserin hat dem Vaterländischen Frauen- Verein der Provinz Posen als Beihilfe für die Ueberchwemmten 1000 Marf zugehen lassen. a) Der Sprechbereich von Gießen und Alsfeld nach den Rheinlanden und Westfalen genügt z. 8t. nicht den Bedürfnissen des Geschäftsverkehres. Die Kammer hat daher seine Ausdehnung auf einige weitere Industriepläge beantragt und mit Rücksicht auf die starke Belastung der Fernsprechlinien Gießen Frankfurt a. M. und Frankfurt a. M.Köln die Herstellung einer direkten Linie Gießen- Köln in Anregung gebracht, da sich dann eine wesentliche Erweiterung des hiesigen Sprechbereiches ermöglichen läßt. Gleichzeitig hat die Kammer u. a. die Ausdehnung des Alsfelder Sprechbereichs auf einige turhessische Orte, sowie die Einbeziehung der Orte Bermutshain und Lichenrot in Vorschlag gebracht. - Aus St. Goar wird gemeldet, daß ein Teil der Burg Rheinfels nach der Bebernheimerstraße zu zusammengestürzt ist. Menschen sind nicht verlegt, doch ist die Strecke für den Berkehr gesperrt. In Hamburg starben drei Lumpensammler, die aus einer auf dem städtischen Abladeplatz gefundenen, anscheinend Wein enthaltenden Flasche getrunken hatten, an Vergiftung. b) Auf eine Beschwerde, wegen Beschädigung von Gußwaaren beim Aus- und Umladen auf der Station Gießen wurde der Kammer mitgeteilt, daß diese Beschädigung in der Regel beim Rangieren der Wagen entständen und daher nicht immer zu vermeiden seien; bei eigenem Verschulden leiste die Eisenbahnverwaltung aber regelmäßig Ersatz c) Der Mangel einer Vertretung im Bezirks- Eisenbahnrat zu Köln hat sich in der letzten Zeit bei verschiedenen tarifarischen Maßnahmen, die die Interessen des Kammerbezirks berühren, unangenehm fühlbar gemacht. In Anbetracht der vielfachen geschäftlichen Beziehungen zu den Rheinlanden hat die Kammer die Entsendung eines Vertreters in den Bezirks- Eisenbahnrat zu Köln beantragt. d) In der Sigung des Bezirks- Eisenbahnrats zu Frankfurt a. M. vom 28. Mai d. I. wurde beschlossen, einen Antrag auf Einlegung eines zweiten Schnellzugpaares Köln- Gießen zu befürworten. Die Kammer hat im Einvernehmen mit der Handelskammer zu Siegen beantragt, den ersten Bug von Köln vormittags gegen 10 Uhr in Gießen eintreffen zu lassen, zum Anschluß an den Schnellzug nach Hamburg, und den Gegenzug im Anschluß an den von Halle, Raffel eintreffenden Schnellzug gegen 6 Uhr abends von Gießen abfahren zu lassen, sodaß er in Betzdorf die Fahrgäste des Schnellzuges Hagen- Betzdorf aufnehmen kann. e) Einem vielfach geäußerten Wunsche entsprechend, hat die Handelskammer die Ausgabe direkter Fahrkarten GießenKissingen und umgekehrt in Vorschlag gebracht. f) für den Winterfahrplan 1903/04 hat die Handelsfammer folgende Wenderungen beantragt: Anschluß des Zuges 794( Gießen ab 2.17 nachmittags) an den Schnellzug 171 Frankfurt a. M.- München. Anschluß des Zuges 531 Gießen- Fulda( Gießen ab 9.13 abends) an den D- Zug 74 Hamburg- Frankfurt a. M. an einen Zug von Frankfurt a. M. Ab Augus werden zum A6 Haus, von un entgegengenomm Das G hält: Verordnu siplinarverhältni 1902. Vom 22 im August statif den Reftor verti Die he MPC e daß es sehr Büdingen u sich nicht zur Schon im vori Es nimmt umfo Städtchen und D Regelung des L gefeßlich erlaub handen ist. Di nicht im Untla Lehrlingswesens titels nach§ 14 150 Mart un Wochen zu. G berfäumen zur rechtigungen dur um später vor Sicher wird es benen die even Meifterprüfung den richtigen bereine dürften Auftlärung, ins Vorschriften der Friedberg, 2 Groß- Felda, Beibehaltung der Frühzugverbindung Alsfeld- Lauterbach- Grebenhain( Grebenhain an 1.13 morgens). Sicherstellung des Anschlusses zwischen Bug 1341 BurgGemünden Kirchhain( ab Burg- Gemünden 6.55 morgens) an den Schnellzug 79 nach Rassel und Kirchhain. Anschluß des Zuges 504 Gießen- Gelnhausen( Gießen ab 5.50 morgens) an den Bug 213 Frankfurt a. M.- Elm. Herstellung eines Anschlusses zwischen den Bügen 204 wie folches in ift. Wir erfahr jährigen Meister Auf de 38 Randidaten und Zuchtt 2730 Mart fü in der Provin zeichnet, welche noch innerhalb Reite teilt wird, ift Texas- Tex mit Terraffe eingetro mittags 4 Uhr oße Ber der Ein feiert der avancierte Imehr, er d Zurückmit der ter feiner ch in tauErnst mit inter dem ahrgang", t heraus. Steirischen nzustellen. nehr sagen cht! H , in Nordie wir zu Federgeben, rfwiege ge die Höhen Humor der stoften. mmer feld und li 1903. Vorfiß nder, Rab, Moll, usch, sowie ndes mitzulefeld nach . nicht den er hat daher pläge beang der Fern furt a. M. Ben- Aöln in Erweiterung Gleichzeitig lder Sprech Einbeziehung ag gebracht. bon Guß ion Gießen ädigung in und daher Verschulden Erfaß -Eisenbahn verschiedenen es Rammer In Anbe den Rhein Sertreters in Dahnrats zu beschloffen, nellzugpaares t im Einver antragt, den r in Gießen nellzug nach Uhr abends un den von Beßdorf die ehmen fann. rechend, hat ten Gießen Die Handels nachmittags) inchen. a( Gießen ab Cantfurt a. M. felb- Lauter ns). 1341 Burg55 morgens) in. ufen( Gießen a. M.- Elm. Bügen 204 Bebra- Frankfurt a. M.( Gelnhausen an 8.35 abends) an den Zug 509 Gelnhausen- Gießen. Anschluß des Zuges 643 Gießen- Köln( Gießen ab 5 40 nachmittags) an den Schnellzug Köln- Paris. Sicherstellung des Anschlusses Gießen- AbendsternWezz'ar in Abendstern um 8.25 morgens. Sicherstellung des Anschlusses Lollar- Abendstern- Gießen in Abendstern um 6.30 nachmittags. 2. Von der Großherzoglichen Regierung ist der Kammer ein Entwurf von Bestimmungen, betr. die Einrichtung und den Betrieb der zur Herstellung von Bigarren, Bigarretten, von Rauch, Kau- und Schnupftabat bestimmten Anlagen, sowie ein weiterer Entwurf betr. die Regelung der Heimarbeit in der Zigarrenindustrie zur Begutachtung überfandt worden. Die Kammer hielt zwar die Ausdehnung der Verordnung auf die Zigarretten-, Rauch, Kau- und Schnupftabatfabritation und die Regelung der BigarrenHeimarbeit für berechtigt, erklärte sich aber gegen einige Bestimmungen der Entwürfe, die z. Tl. als überflüssig, undurchführbar und die Entwickekung der 8tgarren- und Tabatindustrie direkt gefährdend angesehen werden müssen. 3. Die Ortsgruppe Gießen des deutsch nationalen Handlungsgehilfen Verbandes hat an die StadtverordnetenVersammlung in Gießen das Ersuchen gerichtet, die Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe auf die Zeit von morgens 11 Uhr bis mittags 1 Uhr zu beschränken, somit also das Offenhalten der offenen Verkaufsstellen in Gießen nur während dieser zwei Stunden zuzulassen. Die Kammer beschloß in einem Gutachten an die Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen sich gegen eine Aenderung der jetzt geltenden Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe auszusprechen, zumal noch in den Nachbarstädten Marburg und Wezlar eine längere Verkaufszett besteht. Der vorliegende Antrag ist geeignet, den sonntäglichen Verkehr der Landbevölkerung bei uns noch mehr zu dermindern und den Detailhandel weitere Schädigungen zuzufügen. ( Schluß folgt.) Abonnements für die Monate August und September werden zum Abonnements Preis von Mt. 120, frei ins Haus, von unserer Expedition, sowie von unseren Trägern entgegengenommen. Die Expedition. besteht aus Vorführungen von Cowboy, Siux Indianer, um das Leben und Treiben aus den westlichen Teilen Nordam.rifas vorzustellen. Dieselben dauern ca. 1/ 2-2 Stunden, wonach das hochinteressante, spannende Rennen zwischen Herrn Gennies und dem Texas- Tex von einer Distanz von 5 Kilometer beginnen wird. Am Freitag und Sonnabend abends 8 Uhr wird Texas- Tex auf dem Sportplatz an der Hardt trainieren. * Straßenrennen in Londorf. In den zwei großen Rennen, 10 und 5 Kilometer, gingen bei 10 km Philipp Bauer- Gießen als erster, Aumüller- Marburg als zweiter und Lorenz Schmalz- Gießen als dritter durchs Ziel. Bei 5 km erster Ph. Bauer- Gießen, zweiter Willy HamelGießen. Sämtliche Preise bestehen aus wertvollen Gegenständen und Ehrenzeichen. * Von dem Allgemeinen Deutschen Versicherungs- Verein in Stuttgart ist die der Sterbekasse für Mitglieder des Landesgewerbevereins aus dem Vertrage betreffend Haftpflichtversicherung der Mitglieder des Landesgewerbevereins zustehende Provision für das Jahr 1902 im Betrage von 478,88 Mt. ausgezahlt worden. Nach der vorliegenden Aufstellung haben 23 Ortsgewerbevereine mit dem Versicherungs- Verein Separat- Verträge abgeschlossen. U. a. die Vereine in Bußbach, Gambach, Grünberg, Lich, Lollar, Londorf, Schotten, aus welchen Vereinen insgesamt 412 Mitglieder aus diesem Vertragsverhältnis Vorteil gezogen haben. ** Nidda. Bei der 28. Wander- Ausstellung des Vereins zur Förderung der Bienenzucht erhielt Herr Keck in der Gruppe III Bienenwohnungen 2c. eine silb. V.M. und 20 Mark. * Weßlar. Unsere Stadt wird in den Tagen des 18. und 19. September mit einer Einquartierung von 5-6000 Mann belegt werden. Es sollen laut W. Bt." hierherfommen: 38 Kompagnien Infanterie, 4 Batterien Artillerie und verschiedene Stäbe. = Bad Nauheim, 29. Juli. Heute morgen wurde die Leiche des Schneidermeisters Coll sen. geländet. Mutmaßlich liegt Selbstmord vor. * ** Fulda, 29. Juli. Regierungspräsident v. Trott zu Salz ist heute aus Kassel hier eingetroffen. Landrat Steffens wird wegen hochgradiger Nervosität“ beurlaubt werden. ** Frankfurt a. M., 29. Juli. Die hiesigen Sozialdemokraten haben, wie in der gestrigen Generalversammlung des sozialdemokratischen Vereins mitgeteit wurde, während der Reichstagswahlbewegung 47 Versammlungen abgehalten, und 1032 000 Flugblätter verteilt. * Mainz, 28. Juli. Die Revision des Mörders Detroit wurde heute vom Reichsgericht Leipzig verworfen. ** Mainz, 28. Juli. Wegen des Bootsunglückes bei der Regatta wurde von der Staatsanwaltschaft Untersuchung eingeleitet. Das zersplitterte Boot befindet sich im Justiz palast. Der Verunglückte hatte wohl eine trübe Ahnung, denn am Tage vorher sprach er mit einem seiner Freunde 9999999999999 über seine Beteiligung und äußerte dabei:„ Wenn nur bei * * Lokales. Gießen, 30. Juli 1903. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 40 enthält: Verordnung zur Ausführung des Gesetzes, die Disziplinarverhältnisse der Gendarmen betreffend, vom 27. August 1902. Vom 22. Juli 1903. ** Die hess. Landesuniversität wird bei der im August stattfindenden Heidelberger Universitätsfeier durch den Rektor vertreten sein. MPC Meisterprüfung. Es wird uns mitgeteilt, daß es sehr auffällig ist, warum aus Alsfeld und Büdingen und deren nächster Umgebung die Handwerker sich nicht zur Meisterprüfung aufschwingen fönnen. Schon im vorigen Jahre wurde diese Erscheinung vermerkt. Es nimmt umsom hr Wunder, als gerade in kleineren Landstädtchen und Ortschaften das Verständnis für die gesetzliche Regelung des Lehrlingswesens und ganz besonders für die gefeßlich erlaubte Führung des Meistertitels bereits vor handen ist. Die Gewerbeordnung läßt ja den Handwerker nicht im Untlaren, daß bei unberechtigter Ausübung des Lehrlingswesens, wie bei unberechtigter Führung des Meistertitel nach§ 148 3iffer 9, 9 a. b. c. eine Bestrafung bis zu 150 Mart und im Unvermögensfalle eine Haft bis zu 4 Wochen zu. Es sollte daher jeder junge Handwerker nicht versäumen zur rechten Zeit sich seine notwendigen Berechtigungen durch Ablegung der Meisterprüfung zu erwerben, um später vor bitteren Enttäuschungen bewahrt zu bleiben. Sicher wird es nur dieses Hinweises bedürfen, um diejenigen, denen die eventuellen Nachteile durch Unterlassung der Meisterprüfung bisher noch nicht bekannt waren, auf den richtigen Weg der Zukunft zu führen. Die Ortsgewerbevereine dürften den jungen Handwerker durch entsprechende Aufklärung, insbesondere durch Bekanntmachung mit der Vorschriften der G.-D., einen recht nützlichen Dienst erweisen, wie solches in rühmlicher Weise bereits in Gießen, Friedberg, Buzbach, Grünberg, Homberg a. D., Groß- Felda, Nidda, Lollar, Londorf geschehen ist. Wir erfahren noch, daß bereits Anmeldungen zur diesjährigen Meisterprüfung eingegangen sind, und daß schon 38 Kandidaten die praktische Prüfung abgelegt haben. - Auf dem diesjährigen Gießener Herbst- Pferdeund Zuchtviehmarkt werden für die besten Pferde 2730 Mart für Prämien aufgewendet. Diese Summe bleibt in der Provinz, d. h. es werden nur solche Tiere ausgezeichnet, welche aus Oberhessen stammen und ihre Besizer noch innerhalb unserer Provinz wohnen. Reiter gegen Radfahrer. Wie uns mitgeteilt wird, ist gestern der berühmte mexikanische Cowboy Texas- Tex mit seiner Wildwesttruppe in Gießen auf Hardt's Terrasse eingetroffen, um am Sonntag, den 2. August, nach mittags 4 Ühr mit seiner Vorstellung zu beginnen. Dieselbe der Regatta nichts passiert, ich fann nicht schwimmen! Auf dem Bootshaus des Mainzer Rudervereins sind die Flaggen Halbmast aufgezogen. Bei Bingen ist die Leiche des ertruntenen Freier geländet. - ** Worms, 28. Juli. In der hiesigen Presse wird wiederum die Errichtung eines Krematoriums angeregt. Es scheint aber, als wenn der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Der Verein für Feuerbestattung schweigt sich aus. ** Biblis, 29. Juli. Auf dem letzten Gurkenmarkte fostete das Hundert 1,20 Mt. Bis jetzt war die Gurtenernte gering. * Wetzlar, 29. Juli. Auf dem Viehmarkt wurden aufgetrieben: 180 Std. Rindvieh und 660 Schweine. Auf dem Wochenmarkt kostete das Pfd. Buter 1,30 Mt., Eier 2 Std. 13 Pf. Viele Landwirte, die auf den Vorsommer große Hoffnung bezüglich der Futterproduktion ihrer Wiesen gesetzt haben, müssen sich heute gestehen, daß die Berechnungen einen erheblichen Abstrich erfahren haben, und bringt der Rest des Jahres nicht einen ganz gehörigen Umschwung, so wird der kommende Winter manchen wunderlichen Futteretat zu sehen bekommen. Es ist ja nicht so sehr die Quantität wie die Qualität des gewonnenen Futters, die man heute vielerorts mit Red, t bemängelt. Es wäre aber sicher verfehlt, wenn man diese Erscheinung lediglich der teilweise unpassenden Witterung auf das Konto setzen wollte; viele unserer Landwirte haben redlich dazu mitgeholfen, die Beschaffenheit des Futters dadurch zu verringern, daß sie die größere Menge abwarteten. Weniger wäre in diesem Falle mehr ge wesen; aber das will mancher Mann vom alten Schlage nicht recht einsehen und sucht darum die Mängel, welche sich später bei der Verfütterung des holzigen Materials herausstellen, auf alle mögliche Weise zu beseitigen, während er für die Hauptursache blind ist und bleibt. Es muß zugegeben werden, daß die Minderwertigkeit des Futters nicht immer von dem Tun und Lassen des Landwirtes abhängig ist, sie kann selbst im rationell durchgeführten Betriebe vorkommen. Gleichviel nun, worauf die Schuld zurückzuführen sein mag, der Effekt für die Tiere ist jedenfalls der gleiche, und der Geldbeutel des Züchters hat hier wie dort den Schaden zu tragen, wenn nicht beizeiten helfend und mildernd eingegriffen wird. Wo wir mit der Hilfe zu beginnen haben, können wir leicht ermessen, indem wir uns Aufklärung verschaffen über die Zusammensetzung derartigen minderwertigen Futters und der daraus resultierenden Wirkungen. Je mehr eine Pflanze ver= holzt, desto weniger Proteine ze. finden sich in ihr vor, und desto mehr gehen die Verdauungsfoeffizienten der Nährstoffe zurück, weil einesteils die gesunden Verdauungsorgane die in den verholzten Zellen steckenden Nährstoffe schon ohnehin schwerer zu bewältigen bermögen, andernteils auch die Wirkungen der Futtermassen auf den Verdauungstraktus die denkbar ungünstigsten sind. Der Beweis dafür ist leicht erbracht, es sei nur hingewiesen auf die geringe Leistungsfähigfeit, die ewigen Verdauungsstörungen und die ständige Appetitlosigkeit der mit minderwertigen Futter traftierten Tiere. Alle diese Erscheinungen sind einzig und allein auf die Neizlosigkeit des Materials zurückzuführen; Aroma und Würze fehlen, und es muß darum die erste Aufgabe sein, diese mächtigen Faktoren herbeizuſchaffen. Haben wir sie erst zur Stelle, dann wird das ganze Bild bald ein anderes Aussehen gewinnen, das hat mancher Landwirt schon früher erfahren, und mancher wird sich noch die Ueberzeugung von der Richtigkeit dieses Sazes verschaffen dadurch, daß er sich zu einem Probeversuch mit dem rühmlichst bekannten aromatischen Futterwürzpulver Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg herbeiläßt. ,, Bauernfreude" ist dem Landwirte, der minderwertiges Futter zu verabreichen gezwungen ist, einfach unentbehrlich, denn mit ihrer Hilfe holt er aus dem Material alles heraus, was eben verwertbar ist; das Präparat ist weder Futter noch Arznei, sondern nichts mehr und nichts weniger als ein Würzmittel, welches die VerDie * Aus der Rhön, 29. Juli. In Wacha wird unter einem Kostenaufwand von 270 000 Mt. eine Porzellanfabrdauungstätigkeit der Tiere mächtig anregt und dadurch errichtet werden. Geschäftliches. Es wird auf den baldigen Schluß der Karlsruher Dtsch.- Kolonialen Jagdausstellung aufmerksam gemacht, die am 10. August geschlossen und deren außerordentliche Reichhaltigkeit allerseits anerkannt wird, so daß ein Besuch derselben sehr empfohlen werden kann. Auch mit dieser Ausstellung ist eine Lotterie verbunden, deren Ziehung am 11. August stattfindet. Bei dieser Lotterie tommen Mt. 70000 zur Verlosung, Hauptgewinn Mt. 1000, 3 á 1000 Mt. Baar ohne Abzug. Das Los kostet Mt. 1. 11 Lose Mt. 10 und sind hiervon Lose beim General- Agent J. Stürmer Straßburg i. E. und den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Näheres aus den Inseraten. Briefkasten. Wer liefert gegen angemessene Bezahlung hiftorische Streifzüge von Gießen und seiner Umgebung? Ein Abonnent. NB. Vorstehende uns eingesandte Anfrage geben wir hier gern wieder mit dem Wunsche, daß ein jeder, der zu Hause alte Aufzeichnungen, Urkunden 2c. besitzt, dieselben für D. Red. die Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Lokale, den„ Gerichts," und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. per Marktbericht. Gieken, 30. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter Enteneter Bfb. 1.00-1.20 mt, Hübnereier 6-7 Pfg., St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Vfg., Tauben per Paar m. 0.80-1.00, Sühner per Stüd Mt. 1.20-200, Hahnen, ver Stüd Mt. C.65-1.50, Enten per Stüd 1.60-2.00, Gänse p. Bid, 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 68-78 Vfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfa. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfa. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 9.00-12.00 m., 3wiebeln per 3t. mt. 9.00-10.00, Kirschen per Pfund 30-40 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Richard Buchacker. die Ausnutzung des Futters steigert; ferner wirkt es in denkbar günstigster Weise auf die Freßluft und regelt die Ausscheidungen. Wir sagen darum nicht zu viel, wenn wir das Präparat Bauernfreude" den treuesten Freund des Landwirtes im Viehstalle nennen; möchten sich immer mehr kluge Landwirte finden, welche die schäßbaren Eigenschaften dieses unentbehrlichen Mittels auch im Sommer, Herbst und Winter sich zu Nuze machen. [ 2037] Städtisches Schlachthaus. Schweinefleisch 45 Bfg. Kalbfleisch 50 PfgHeute und Morgen, Achtung! NächsterTageZieh.! Achtung! am 11. August 1903 der Deutsch- Kolonialen Jagd- Lotterie 2328 Gew. zus. M. 40 000 Hauptgewinn bar M. 10 000 1 Gewinn bar 3 Gewinne bar à 1000 4 Gewinne bar à 500 20 Gew. bar à 200 Gew. bar à 1600 100= 10= bar zus.: 39 22 1 Gewinne Mk. 5000 i. W. 2 Gewinne 1000 i. W. 497 Gewinne i. W. zus.: دو د, دو Mk. 10 000 3000 2000 2000 2000 6.000 5000 2 000 8000 دو وو وو 1 Los 1 Mk., 11 Lose 10 Mk.; Porto und Liste 25 Pfg. empfiehlt: J. Stürmer, General- Debit. Strassburg i. Els. W. Semmler Ph. Weiler. Volks- und Jugendfest Sonntag, den 2. August 1903 » im Philosophenwald* veranstaltet von der Vereinigung der 4 Wohltätigkeitsvereine Giessens. Morgens 6 Uhr Tages- Reveillie durch die Stadt. Mittags 1 Uhr Aufstellen des Festzuges, auf Oswaldsgarten. Bräcis 2 Uhr Abmarsch durch die Stadt nach dem Festplatz. Daselbst Kinderspiele aller Art mit Preisverteilung. Auf dem Festplatz werden 3 Musikkapellen konzertieren. Von 5 Uhr ab Große Tanzbeluftigung. Präcis 7 Uhr Rückmarsch der Kinder mit Musik nach der Stadt. Großer Jugplatz, Karussell, Schießbuden 2c. 6 Vereins- Wirte werden für ein gutes Glas Biec, sowie für gute Speisen Sorge tragen. Omnibusverkehr von und nach dem Festplatz. Eintrittspreis pro Person 25 Pfg. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Bier 3/10 Liter 10 Pfs. Der Festausschuss. NB. Rinder ohne Begleitung Erwachsener können nicht zur Feier zugelassen werden. Lahnkalk- Industrie Grossen- Linden- Giessen Inh. Karl Haas jr. in Giessen. Fernsprecher: Kalfwerke Nr. 200, Wohnung und Kontor Nr. 282. 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April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. mationsfrist. - Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n. jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. - Niederland No. 95. Das KosmodontZahnpflege- System. Nach Vorschrift des Herrn Prof. Dr. med. Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weitgebenden Schutz. 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" den Kaminsims, nachdem er zuvor noch einen innigen Auß Das darauf gedrückt hatte. Jett brauchte er nicht mehr darüber wie er den Abend noch verbringen sollte. Feuer war schon längst ausgebrannt und die ersten Strahlen gu grübeln, Ser ara una fielen bereits in' s Rimmer DER Kr. 176. Donnerstag den 30. Juli པ་ Famili 1903.