Nr. 150. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfs., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberhesfische Familienzeitung( täglich) Oberhefftiche Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und Gastenbad, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berktagen nadwitags. Dienstag, den 30. Juni 1903. Gießener 12. Jabrgang. Insertionsprei 8 Die eineltige Betttgeile für Otehen t ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfe. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitgeile 30 refp. 40 g. Boftzeitungsliste No. 3900. Rebattion und Expedition: teßen Regenweg 28. Zerafprechenfluß Ae, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Auf ein Quartal des Kampfes wird ißt, das hoffen wir, ein Vierteljahr des Friedens, der Ruhe in unserem deutschen Volt folgen. Die Zeitungsspalten werden frei für friedlichere Nachrichten, für Themata allgemeinen Inhalts, für belehrenden und unterhaltenden Stoff. Die ,, Gießener Neueste Nachrichten" werden dieser Aufgabe der nächsten Zeit in vollem Maße Rechnung tragen! Nach der Wahl interessiert sich jeder Deutsche für die weitere Gestaltung der politischen Verhältnisse, vor allem dafür, in welche Bahnen unsere Politik durch die neue Zusammensetzung der Reichstagesize gelenft wird. Wer verfolgt jetzt nicht mit umsogrößerer Spannung die Stellungnahme und Arbeiten unserer Reichsregierung; wird es doch nicht ausbleiben, daß Regierung und Parlament in sehr vielen Punkten jezt diplomatischer verfahren wird und muß, soll das erreicht werden, was der alte Reichstag nicht mehr verabschieden konnte. Besonders wir in Oberbeffen und den benachbarten Kreisen haben alle Ursache nicht ge= dankenlos das deutsche politische Leben an uns vorüberziehen zu lassen; hier Landwirtschaft, hier Handwerter- und Arbeiterstand, dort Industrie, Handel, Kunst und Wissenschaft, alles Erwerbs= zweige, über dessen weiteres Gedeihen unsere neuen Volksvertreter mit zu entscheiden haben. Wer da um Anteil an all den politischen und wirtschaftlichen Tagesfragen nehmen will, wer aber vor allen Dingen unparteiische und unabhängige, nur von einem objettiven Standpunkte aus gegebene Berichte darüber lesen will, der halte sich den frei von jeder Anmaßung erscheinenden Serbische Nachklänge. CB. Wenn schon die Bestellung einer Krone durch König Peter darauf schließen ließ, daß er von kleinlicher Eitelkeit beherrscht wird, so ergibt sich das aus einem vielleicht noch schnurrigeren Faktum: Um sich interessant zu machen, wünscht König Peter von ausländischen Journalisten interviewt zu werden. Aber andererseits ist er zu ungeduldig, um jedem einzelnen von ihnen Rede zu stehen. Und so hat er sich denn auf einmal 28 Journalisten in den Konak eingeladen, um sich von ihnen gehörig ausfragen zu lassen! Das wird ia ein kurioses Masseninterview werden! Originell ist die Sache übrigens nicht: der deutsche Spezialgesandte in Washington, Freiherr Speck von Sternburg, hat dem König das schon vorgemacht. Wahrscheinlich wird der König mit diesem Masseninterview auch ähnliche Erfahrungen machen, vie sie Freiherr von Sternburg machen mußte. Infolge der würdigen Maßnahmen, die König Carol von Rumänien angesichts des Mordes getroffen hat bekanntlich hat er seine Stellung als Chef des sechsten Regiments niedergelegt und alle Offiziere dieses Regiments, die rumänische Orden besitzen, aus der Ordensliste streichen lassen - infolge dieser Maßnahmen ist in der serbischen Armec eine wilde Entrüstung über den König laut geworden, die zu einer politischen Spannung zwischen Serbien und Rumänien zu führen droht. Die rumänische Gesandtschaft in Belgrad wird Tag und Nacht durch Gendarmen bewacht. Die Belgrader Regierung fürchtet nämlich Ausschreitungen der Offiziere gegen den Gesandten, umsomehr, als die führende serbische Presse von Beleidigungen und Verhebungen gegen Rumänien stroßt. In Bukarest trägt man sich an gesichts dieser Erscheinungen mit dem Gedanken, den rumänischen Gesandten aus Belgrad abzuverufen. Doch hat ein unter dem Vorsitz des Königs abgehaltener Ministerrat beschlossen, einstweilen eine abwartende Haltung anzunehmen. Bis auf weiteres wird der rumänische Gesandte die notwendigsten amtlichen Beziehungen zu der Belgrader Regierung aufrecht erhalten, doch dürfte er, sobald König Peter auf den Thron erst einigermaßen marm geworden ist, mit dem gesamten Gesandtschaftspersonal von Belgrad zurückberufen werden; um die Vertretung der Interessen der Rumänen in Serbien wird der österrei bische Gesandte in Belgrad vom König Carol angegangen verden. Am nächsten Sonntag wird in Bukarest eine große Volkskundgebung stattfinden, die der Genugtuung des rumänischen Volkes über König Carols Verzichtleistung auf die Zugehörigkeit zur serbischen Armee Ausdruck geben soll. Unter den Schriften des Königs Alexander fand sich eine Gießener Neuesten Nachrichten vollständig ausgearbeitete Militärfonvention die infolge ihrer vorzüglichen Mitarbeiter und ihrer zahlreichen Korrespondenten das Wissenswerteste und Juteressanteste zuverlässig und schnell in nicht aufgepauschtem sensationellem Stile zu bringen vermögen. Sie werden aber auch die Aufgabe haben, der stetig wachsenden Anzahl ihrer Abonnenten gegenüber die Pflicht zu erfüllen, immer mehr ein gutes Nachrichtenblatt zu werden. Wir werden darum großen Nachdruck legen auf den Ausbau unseres lokalen und provinziellen Teils, und wir werden dem Feuilleton eine gründliche Besserung und Erweiterung zu teil werden lassen. Im nächsten Quartal beginnen wir mit der Veröffentlichung eines Romans von A. v. Suttner: Battono" in der Unterhaltungsbeilage. Der ebenfalls den Beifall unserer Leser finden wird. Helft nun, ihr bisherigen Freunde unseres Blattes, daß auch die Abonnentenzahl immer höher steigt, daß sich der ständige Leserkreis derer erweitert, die bisher nur zur Probe unser Blatt gelesen haben. Der Abonnementspreis ist so niedrig bemessen, monatlich 50 Pfennig und 10 Pfennig Bringerlohn, daß es feinem zu schwer fällt, diese kleine Ausgabe aufzubringen. Niemand rersäume die rechtzeitige Erneuerung des Abonnements vor dem 1. Juli, damit die Zustellung feine Unterbrechung erleidet. Nun denn vorwä t8 in das neue Quartal hinein, aus der Zeit des Kampfes in Tage größeren Friedens. Glück auf, Ihr alten treuen Abonnenten und ein herzliches Willkommen den neuen Lesern der ,, Gießener Neueste Nachrichten". Redaktion und Expedition der ,, Gießener Neueste Nachrichten“. welche König Alexander Oesterreich- Ungarn anzubieten suchte gegen die Bewilligung eines Besuches des serbischen Königspaares in Wien oder Budapest. Die Ablehnung dieses Angebotes seitens Desterreich- Ungarns geht gleichfalls aus den aufgefundenen Papieren hervor. Ueber die Vermögensverhältnisse des ermordeten Königspaares wird jetzt bekannt: Die Königin hatte 700 000 Franfs auf einer Bank und eine Villa in Brüssel, der König aber nur einige Landgüter in Serbien, deren Wert bedeutend redriacz ist als seine Schuld an die Petersburger Wolga- und Kamabank, die zwei Millionen Franks beträgt. Diese Schuld ging Alexander 1891 ein; sie diente als Abfindung für Milan, damit er Serbien verlasse. Um die Finanzen des Königs Alexander stand es überhaupt schlecht. Die ganze Zivilliste befand sich in den Händen Dragas. Am ersten jeden Monats erhielt sie 100 000 Frks., über die sie nach Belieben verfügte. Der König mußte die fleinsten Summen erbetteln. Wochenlang verfügte er nur über zwei bis drei Franks. Als der König für die Gemalin eines scheidenden Gesandten Blumen bestellt hatte, verwei- 1 gerte Draga zornig die Bezahlung, und der Sekretär des Königs mußte die Rechnung aus seiner Tasche bezahlen. Das Hauptorgon Rumäniens weiß von einem nach der Ermordung Aleranders geplanten montenegrischen Putsch zu Gunsten der Thronfolge des Prinzen Mirko zu berichten. Danach hätten zahlreiche montenegrische Freiwillige am Tage nach Alexanders Tode versucht, die türf' che Grenze zu überschreiten, um in Serbien einzudringen und die dortigen Anhänger der Thronkandidatur Mirkos zur Erhebung für diesen anzufeuern. Die türkischen Grenzposten hinderten je doch auf Befehle aus Stambul die Montenegriner am Ueberschreiten der Grenze. In Konstantinopel sind Gerüchte im Umlauf, wonach ein serbischer Beamter in die türkische Hauptstadt gekommen sein sollte, um den natürlichen Sohn Milans, der dort lebt, aus der Welt zu schaffen, doch sei ihm dies nicht gelungen. Diese Gerüchte beruhen mohl auf falschen Combinationen. Reform der Geldstrafen. Von einem juristischen Mitarbeiter wird uns geschrie ben: Graf Pückler- Tschirne, der bekanntlich wegen Zer störung einer Feldbahn zu sechs Wochen Gefängnis ver urteilt worden war, ist jetzt zu 6000 Mark Geldstrafe be gnadigt und auch der an der Tat beteiligte Wirtſchaftsinspektor Kirchner ist lediglich in eine kleine Geldstrafe von 300 Mart genommen worden. Diese Nachricht dürfte im ersten Augenblick immerbin einige Sensation erreaen Graf Pückler ist eine zu bekannte Persönlichkeit, als daß sich ein derartiges Ereignis in der Stille abspielen könnte; aber Begnadigungen solcher Art sind schon öfter vorgekommen, wenn der Buchstaben des Gesezes eine- unter Umständen sogar hohe Freiheitsstrafe bedingte, obgleich keinerlei ehrlose Beweggründe bei der Tat mitge wirkt haben. Auch bei dem Grafen Pückler war das nicht der Fall; ihn hat lediglich seine überlebte feudale Anschauung zu der Tat verleitet. Die zerstörte Feldbahn war auf seinem eigenen Besitztum, und er glaubte sich zu ſeiner Handlung berechtigt, weil er dem Staate keinerlei Eingriffsrecht in private Verhältnisse zubilligt. Diese Begnadigung hat aber eine über das persönliche Moment weit hinausgehende Bedeutung, für die man sich mehr als seither interessieren sollte. Die ganze Art unserer Strafbemessungen ist vielfach veraltet.- An die Stelle der Freiheitsstrafen sollte weit mehr, als es seither der Fall ist, die Geldbuße treten, allerdings eine vernunftgemäß geregelte Vermögensbuße. Denn wenn es dabei bleibt, daß die Höchstgrenzen der absoluten StrafFestsetzung bestimmt werden, dann kann das leicht zu Ungerechtigkeiten führen. Für einen unbemittelten Mann be deutet die Geldbuße mehr als für einen reichen. Deshalt müßte in dem Strafgesetzbuch lediglich eine Strafausmes: jung nach der Höhe des Vermögens festgesetzt werden. Den Richtern müßte die Befugnis erteilt werden, die schuldig befundenen Angeklagten nach ihren Steuersäßen zu bestrafen. Wenn z. B. ein Mann von 24 und einer von 1000 Marf Jahressteuer zu der zehnfachen Steuerquote verurteilt werden, dann entspricht das Strafmaß von 240 und 10,000 Mark völlig dem Grundsaße der ausgleichenden Gerechtigkeit, während die heutige Ausmessung der Geldstrafen tatsächlich, weil die Vermögensunterschiede nicht berücksichtigt werden, eine fodifizierte Ungerechtigkeit ist. Unsere Geldstrafen stammen noch aus den Zeiten der Naturalwirtschaft und sind tatsächlich vielfach zu niedrig. Eben aus diesem Grunde wird in manchen Fällen auf Gefängnis erkannt, obgleich diese Strafe bei der heutigen Gestalt unseres Wirtschaftslebens in den meisten Fällen eine weit härtere Strafe ist als früher. Denn es kann für einen Geschäftsmann den Ruin und einen Arbeiter den dauernden Verlust seiner Existenz bedingen, wenn er durch eine Strafverbüßung längere Zeit seinem gewohnten Wirfungskreise entzogen wird. Nicht selten sind die Folgeerscheinungen einer Freiheitsstrafe, die Schädigung des Jesellschaftlichen Ansehens und der Vermögensverfall, der järteste und schwerste und auch in keinem Verhältnis zur Straftat stehende Teil der Bestrafungen. Aus diesem Grunde geht schon seit Jahr und Tag das Bestreben der tüchtigsten Erafrechtslehrer auf eine Reform des Strafgesezbuches und insbesondere auf eine Einschränkung der Freiheitsstrafen für Verfehlungen ohne ehrlose Beweggründe aus. Aber dieses Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn auch die Pönen an Geld geändert werden, indem an die Stelle der absoluten Geldbußen mit begrenzten Höchstsäßen des Betrags die Vermögensstrafen mit begrenz ten Höchstsätzen des Zuschlags auf die Steuerquote tritt. Soweit hier der Fall des Grafen Pückler in Betracht tommt, ist auch die Strafabmessung nach diesem System eingerichtet. Während Graf Pückler entsprechend seiner Vermögenslage zu M. 6000 begnadigt wurde, kann sich sein Wirtschaftsinspektor Kirchner schon mit M. 300 von der Freiheitsstrafe loskaufen. Es wäre sehr zu wünschen, wenn die zur Reform des Strafgesetzbuchs eingesetzte Kommission vor allem auch eine Reform der Geldstrafen sich angelegen sein ließe. Die Politik. Wahlunregelmäßigkeiten, auch solche, die das Strafgesetzbuch mit schweren Strafen bedroht, scheinen bei diesen Reichstagswahlen in der Tat vorgekommen zu sein. Namentlich von Wählern im zweiten Berliner Wahlkreise wurden Beschwerden darüber laut, daß mehrfach für Verstorbene oder Inhaftierte, deren Namen sich in den Wählerlisten vorfanden, von anderen Personen Stimmzettel abgegeben worden sind. Die Richtigkeit dieser Beschwerden ist durch eine vom Minister des Innern eingeleitete Untersuchung bereits erwiesen. Tagegen ist noch nicht aufgeklärt, was es mit der weiteren Behauptung, die Beteiligung von Wählern, die von der Poſt als„, verzogen, wohin, unbekannt" bezeichnet werden, auf sich hat. Auch in dieser Richtung sind Ermittelungen im Gange. leber die Person der Schuldigen fehlt einstweilen jeder Anbalt. Ene neue französisch- italienische Verbrüderung soll bei Gelegenheit des Besuches König Victor Emanuels in Paris stattfinden: 40 italienische Deputierte wollen einer Einladung französischer Kammermitglieder Folge leisten und Paris besuchen. Weitere Deputierte dürften sich entschließen, zumal die Eisenbahn Jahrpreisermäßigungen bewilligt hat. In Paris soll dann eine große Verbrüderungskundgebung der beiderseitigen Deputierten stattfinden. Uebrigens wird der italienische Premierminister Zanardelli den König Victor Emanuel auf der Reise nach Paris nicht begleiten. war, ein frohes, zuversichtliches Lächeln glitt liebreizendes Antlib. über ihr erfie ist der berzogene Liebling des Hauses!" geben. Und schließlich geschieht ja doch, was Martha will, dessen Zustimmung hat, muß auch Herr Reimann nachwiderte sie, Herr noggendorf will ihm wohl; wenn er Rudi hat heute feine neue Stelle angetreten,' eilen." ner Braut entgegen, die mit Hut und Paletot wieder einder Lehrling möge eine Droschte holen, dann ging er seideshalb brauchst du dich mit der Heimkehr nicht zu beheute nicht mehr kommen, der Abend ist ja schon nahe, Richard öffnete die Tür des Kontors und rief hinein, trat. dieser den. Versprechen nicht gehalten habt." dient hatte ,,, er ist ärgerlich auf Euch, weil hr Guer tet," nahm der Wirt das Wort, nachdem er den Gast be,, Der Schulmeister hat Euch schon einige Tage erwar,, Man kann meinsmegen nicht immer, wie man will," sagte ihm, daß seine Freunde bald erscheinen würTingel- Tangel?" Ich habe noch keine Vorladung erhalten!" ,, Sie wird schon kommen, verlaßt Euch darauf." ( Fortsetzung folgt.) Seutsch- russische Handelsvertrags- Vorbereitungen. ( In österreichischen Blättern taucht die Meldung auf, daß Rußland sich unter der Voraussetzung, daß der Roggenzoll eine Ermäßigung erfahre, damit einverstanden erklärt habe, daß in dem neuen deutschrussischen Handelsvertrage mit Deutschland der Weizenzoll auf 5,50 Mt. festgesetzt werde. Diese Mitteilung trifft, wie unser CB.Mitarbeiter von zuständiger Stelle hört, nicht zu. Die Verhandlungen sind allesdings bereits eingeleitet, indem der russischen Regierung schon die Liste der Zollwünsche Deutschlands und der deutschen Regierung der Wunschzettel Rußlands überreicht worden sind. Dies ist vor einigen Wochen geschehen, die eigentlichen Verhandlungen werden in nächster Zeit beginnen. Sie werden voraussichtlich teils in Berlin, teils in Petersburg geführt werden. Der neue schlesische Oberpräsident. )-( Als wahrscheinlicher Nachfolger des Herzogs von Trachenberg im Breslauer Oberpräsidium gilt, wie unser Berliner C. B.- Mitarbeiter schreibt, in unterrichteten Kreisen der Vortragende Rat im Auswärtigen Amt, Fürst Lichnowsky. Seine Ernennung soll beschlossene Sache sein und in kürzester Zeit erfolgen. Fürst Lichnowsky ist bereits früher einmal für ein Oberpräsidium des Posener- in Betracht gekommen. Er ist einer der reichsten Grundbesizer und Großindustriellen der Provinz Schlesien; auch in Desterreich besitzt er ausgedehnte Güter. Er hat schöngeistige Interessen und gilt als eine hervorragende Intelligenz von gründlichem Wissen. Er gehört zu den ständigen Gästen des Hauses Bülow, ist Junggeselle und steht im Anfange der vierziger Jahre. Ein Baumwolltrust. In New Orleans( Vereinigte Staaten) geht das Gerücht, daß ein riesiger Baumwolltrust in der Bildung begriffen sei, der die vollständige Beherrschung des Baumwollhandels der Welt zum Ziel habe; viele der reichsten Baumwollhändler in Newyork, London, Liverpool und Antwerpen seien ins Interesse gezogen. Vom tollen Mullah". ( L::) Das amtliche Pariser Depeschenbureau hält gegenüber der britischen Ableugnung die Nachricht von der Niederlage der Engländer im Somalilande aufrecht. In Berbera eingetroffene Somalis bestätigten die Nachricht, daß zweitausend Mann eingeborene Truppen und etwa 40 englische Offiziere bei Bohotle durch die Leute des Mullah niedergemeßelt worden sind. Drei Offiziere seien entkommen und am 19. Juni in Berbera eingetroffen. Kurze politische Nachrichten. * Das preußische Oberverwaltungsgericht hat in einer Entscheidung das Recht der Gemeinden anerkannt, Schächtverbote zu erlassen. * Im Garten der Basilika von S. Giovanni in Lateranv zu Rom wurde am Sonntag der Grundstein zu dem Denkmal gelegt, das die Arbeiterinnen aus verschiedenen Staaten zu Ehren des Papstes errichten lassen. * In Rom verlautet, Kaiser Franz Josef werde in nächster Zeit zum Besuch des Königs Victor Emanuel in der ewigen Stadt eintreffen.(?) * Aus Korea kommt die Nachricht: 150 russische Soldaten hätten den Yalufluß überschritten und seien jetzt in der Nähe desselben an zwei Punkten stationiert. Aus dem Gerichtsfaal. § Treberschmidts Illusionen. In der letzten Sigung bekundeten wieder verschiedene Zeugen, daß Schmidt von der Güte der Trebergesellschaft völlig überzeugt gewesen sei. Der frühere Privatsekretär Schmidts, Kaufmann Rosenthal, sagt aus, daß Schmidt im Jahre 1900, also zur Zeit der Hypothekenschwankungen, ein Vermögen von drei Millionen besessen habe. Zweieinhalb Milliionen waven Treberattien, der Rest waren Grundbesitzeffekten und Hhpotheken. Größere Zuwendungen aus eigenem Vermögen wurden in einer Reihe von Jahren von Schmidt der Trebergesellschaft geleistet. Das sei jedenfalls geschehen, weil Schmidt die Gesellschaft unter allen Umständen hochhalten wollte, er habe Tag und Nacht im Interesse der Gesellschaft seine Kraft aufgewendet. Nach dem Konkurs der Leipziger Bant habe Schmidt sein ganzes Gehalt von 30 000 m. u- rückgezahlt und zur Verfügung gestellt, um dringende Verpfichtungen zu erledigen. Epekuliert in Aktien habe Echmidt nie. Wenn er Aktien gekauft habe, sei es im Interesse der Gesellschaft gewesen. Andere Beamten der Trbergeſellſchaft ſagen ähmlich aus. Nab und Fern. (") Die Kieler Woche nimmt bei günstigem Wetter regen Fortgang. Die große Regatta für Kriegsschiffboote, an der auch mehrere Boote des amerikanischen Geschwaders teilnahmen, bot ein farbenprächtiges Bild. Nicht we niger als 115 Boote waren am Start erschienen, der von Rigeberg aus in sechs Abteilungen erfolgte. Der Kaiser widmete dieser marinesportlichen Veranstaltung sein besonderes Interesse. Von Festlichkeiten ist vor allem noch ein Diner auf der ,, Hohenzollern" zu Ehren des kaiserlichen Jachtklubs zu erwähnen. Bei dem Generalinspektor der Marine, Admiral von Köster, fand in den Räumen der neuen Seeburg zu Ehren des amerikanischen Botschafters, des Admirals und des Kommandanten des amerikanischen Geschwaders ein Frühstück statt. Den Jubiläumspreis der Regatta des Norddeutschen Regattavereins trug die Renn. jacht ,, Orion" davon. Die amerikanischen Offiziere sind boll warmer Anerkennung über den gastlichen Empfang, der ihnen geworden ist. Der Admiral Cotton äußerte sich einem amerikanischen Korrespondenten gegenüber dahin, daß ihm wie allen seinen Offizieren Kaiser Wilhelm als ein warmer aufrichtiger Freund Amerikas erscheint. ,, Die Herzensgüte des Kaisers," sagte Cotton, scheint grenzenlos, er gilt mir als einer der menschlichst Empfindenben aller Menschen. Die Güte Ihrer Majestäten, des Prinzen Heinrich, sowie überhaupt jedermanns Freundlichkeit schließt jeden Zweifel an der Aufrichtigkeit der uns entgegengetragenen Gefühle aus." Die Newyorker Presse spricht in den wärmsten Ausdrücken vom Kaiser und von Deutschland. () Ein gefährlicher Hochstapler ist in Berlin verhaftet worden. Der ehemalige Großkaufmann Göbel, der in einer pharmazeutischen Fabrik als Prokurist in Stellung stand, trat außerhalb des Geschäfts als Graf und Kavallerieoffizier auf und wußte zahlreiche Personen teils zu betrügen. teils durch Ervreffunaen zu brandschaßen. Das Tetztere gelang ihm leicht, da er seine Bekanntschaften in Kreisen suchte, die widernatürlichen Neigungen huldigen. In seiner luxuriös ausgestatteten Wohnung wurden die ausschweifendsten Orgien gefeiert. Die Affaire ist geeignet, wegen der vielen angesehenen Personen, die in die Untersuchung verwickelt sein sollen, das peinlichste Aufsehen zu erregen. Eisenbahnkatastrophe in Spanien. Auf der Strecke Bilbao- Saragossa ereignete sich ein furchtbares Eisenbahnunglück, bei dem nach den bisherigen amtlichen Meldungen 110 Personen getötet und über 100 verwundet wurden. Die zweite Lokomotive eines Postzuges entgleiste auf einer 15 Meter hohen Brücke über den Nagerilla und riß 16 besetzte Wagen in die Tiefe, wo sie völlig zertrümmert wurden. Auf der Unglücksstätte spielten sich furchtbare Szenen ab. In dem nächstgelegenen Ort Cenicero sind das Hospital und die Schule mit Verwundeten überfüllt. Man befürchtet Unruhen, da das Volk und die Presse die Schuld an dem Unglück auf die bodenlose Nachlässigkeit der Eisenbahnverwaltung schiebt. Aerzte und Truppen sind nach Cenicero abgesandt worden. Der König schickte einen Adjutanten hin, um Hilfsgelder an die Verunglückten zu verteilen. Viele Leichen sind völlig zerstückelt, andere bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, da mehrere Wagen in Brand gerieten. $[ Mangel an Liebe.] Ein Prediger in einem kleinen Orte bei Wayne, im nordamerikanischen Staate Michigan, nahm in folgenden Worten von seiner Gemeinde Abschied: Meine Vielgeliebten! Unsere Trennung von einander schmerzt mich nicht besonders, und zwar aus drei Gründen: Ihr liebt mich nicht, Ihr liebet einen andern nicht, und der Herr liebt Euch nicht. Wenn Ihr mich liebtet, würdet Ihr mein Gehalt für die letzten zwei Jahre bezahlt haben. Ihr liebet einander nicht, sonst würde ich mehr Trauungen zu vollziehen haben, und der Herr liebt Euch nicht, sonst würde er mehr von Euch zu sich rufen, und ich würde mehr Leichenbegängnisse und Trauergottesdienste haben.“— Die Gemeinde nötigte ihn nicht, zu bleiben. * Die Jagd auf einen gefährlichen Anarchisten hält zur Zeit die Pariser Polizei in Atem. Es handelt sich um den italienischen Anarchisten Parmeggiani, der schon vielfach vorbestraft ist und sich jetzt heimlich in Paris aufhielt, wo er den Namen Marsy führte. Als die Polizei in das Haus eindrang, wo der angebliche Marsy wohnte, stellten sich den Agenten auf der engen Treppe zwei wohlbeleibte Frauen in den Weg und versperrten den Zugang zu den oberen Etagen. Erst nach vielfachem Hin- und Herparlamentieren gelang es den Polizisten, das lebende Hindernis aus dem Wege zu räumen, und während der Zeit war der Gesuchte glücklich wie eine Kaze über die Dächer entschlüpft. In den von ihm bewohnten Räumen fand man Kunstgegenstände und Gemälde im Werte von fast einer Million, die aus Diebstählen in verschiedenen Ländern herrühren. Parmeggiani steht mit vielen internationalen Gaunern in enger Verbindung. Die Polizei verfolgt eifrig die Spuren des Verbrechers. (") Ein grausiger Vatermord wird aus Stuhlweißenburg gemeldet. Der Wirtschaftsbesizer Josef Czerna in Kalozd lebte schon lange Zeit in Unfrieden mit seiner ganzen Familie, die er schließlich insgesamt aus dem Hause gejagt hatte. Insbesondere mit seinem ältesten Sohne hatte er oft Streitigkeiten, und auf beiden Seiten hatte es gefährliche Drohungen abgesezt. Jezt lauerte der Sohn dem Vater auf der Landstraße auf, überfiel ihn von rückwärts, erwürgte ihn und trennte ihm dann mit einem Taschenmesser den Kopf vom Rumpfe. Der Mörder konnte wenige Stunden nach der Tat verhaftet wer den. V Eine englische technische Hochschule nach Charlottenburger Borbild soll auf Betreiben Lord Roseberys gegründet werden. Rosebery hält es fast für schimpflich, daß fähige, ehrgeizige junge Engländer, die bestrebt seien, sich die vollendetste technische Schulung anzueignen, gezwungen seien, Universitäten der Vereinigten Staaten oder Deutschlands aufzusuchen. Verschiedene englische Industrien hätten gelitten und litten noch darunter, daß England es unterlassen habe, für einen fortgeschrittenen Unterricht in den technischen Wissenschaften und für Erleichterung selbständiger Forschungen zu sorgen. Das vollendetste Muster einer solchen Vorsorge sei vielleicht die technische Hochschule in Chorlottenburg, der der bemerkenswerte Erfolg der großen Industrien in Deutschland zu beträchtlichem Teile mit zu verdanken sei. Zur Ausführung des Planes hat sich ein Komitee gebildet und sind schon bedeutende Geldmittel aufgebracht worden. ‡ Eine Botschaft der See. Ein griechischer Fischer fand an der einsamen Insel Carpathos eine versiegelte Flasche, die einen Zettel enthielt, auf dem ein Schiffbrüchiger mitteilt, daß Anfang Oktober 1902 das Schiff Clown sank, und daß sich die Mannschaft auf einem Flosse befinde Der Auffinder der Flasche wird dringend gebeten, sofort die Regierung von der unglücklichen Lage der Bemannung zu benachrichtigen. |: Zur Sensationsaffäre Bonmartini in Bologna wird weiter gemeldet, daß neue aussehenerregende Verhaftungn bevorstehen. Die ,, Tribuna" berichtet, daß man auch von einer Vorladung des Professors Murri, des Vaters der Linda Murri spreche. Der Zustand des Arztes Naldi, des mutmaßlichen Mitschuldigen an dem Morde, der einen Selbstmordversuch begangen hat, hat sich gebessert. Bunte Chronit. Auf den Schnellzug München- Berlin wurde bei Erlangen ein Anschlag versucht, indem in der Nähe eines Tunnels vier Schwellen auf die Schienen gelegt waren. Die Maschine sprang nur mit der Vorderachse aus dem Geleise. Niemand ist verletzt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Wie aus Bonn gemeldet wird, schoß bei Plittersdorf der 21 jährige Schmiedegeselle Paul Orlewski aus Löbau auf seine 16 jährige Geliebte Katharina Weißel aus Mainz, verleßte ſie ſchwer und beging dann Selbstmord. In einem Anfall von Geistesgestörtheit erschlug der Hofbesizer Hildebrand in Briesen, Kreis Brieg, seine Frau mit einer Art und erhängte sich darauf selbst. - Der Woermanndampfer Lulu Bohlen" ist bei Eanguinriver gestrandet und einschließlich Ladung und Post total verloren. Die Passagiere und Mannschaften sind gerettet und bei Cap Palmas und Eimon gelandet worden. Unser neuer Roman mit dessen Veröffentlichung wir nach Beendigung des laufenden in unserer täglichen Unterhaltungsbeilage beginnen, führt den deutschen Leser in eine romantisch- fremde Welt. ,, Der Battono" von A. von Suttner, dem zu früh dahingeschiedenen Gatten der bekannten Friedens prophetin Bertha von Suttner, spielt in den wildzerrissenen Schluchten Raufasiens, in Mingrelien, wo ein halbwildes Volt sich mit dem Lack europäischer Kultur äußerlich überzogen hat. Unter der dünnen glatten Schale scheinbarer Bivilisation aber lauert die unbändige Leidenschaft des Sarmaten, die bei dem geringsten Anlaß ungezügelt herborbricht. Trotz dieses scheinbar fremden Milieus mutet es uns doch aus dem Roman an wie das Wehen von Hetmats luft, denn in seinem Mittelpunkt steht ein Mann deutscher Abstammung, den in ununterbrochenem Kampf gegen mingrelische Tücke und Verschlagenheit deutsche Treue und Beständigkeit zum Siege führen. Lebensvolle Bilder aus dem Bolfsleben sind in die spannende, hochromantische Handlung wirkungsvoll eingestreut, und über dem Ganzen breitet sich, verschönernd und abklärend, der stimmungsvolle, echte Humor des tiefen Menschenkenners. 252525252525 Lokales. Gießen, den 30. Juni 1903. Der Großherzog hat am 27. Juni d. Js. den ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Karl Heimberger mit Wirkung vom 1. Oftober 1903 an auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner ersprießlichen Dienste aus dem Staatsdienst entLassen. Der Zweiten Kammer gingen zu: Vorstellung des Eisenbahnkomitees Mücke- Ulrichstein, betreffend das Bahnpr jett Mücke- Ulrichſtein- R yfeld. Ferner ein Antrag, betreffend Besteuerung der auf hessischem Gebiete in Rhein und Main gebaggerten Baumaterialien: die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, der Kammer raschest eine Vorlage zu unterbreiten, in welcher die Besteuerung der in Rhein und Main auf hessisch m Gebiete gebaggerten Materialien als Bauties und Bausand vorgesehen ist und zwar vom Kubikmeter 50 bezw. 40 Pfg. Der 7. hessische Handwertstammertag wurde gestern im Rathautsaale zu Darmstadt eröffnet. Als Vertreter der Großh. Regierung wohnte Ministerialsekretär Mathias den Verhandlungen bei. Herr Sekretär Engelbach erstattete den Bericht über die Tätigkeit des Vorstand&, ferner fand Rechnungsablage und Aufstellung des Voranschlages statt, außerdem wurden verschiedene wichtige gewerbliche Fragen besprochen. Die medizinische Gesellschaft hat nachstehende Tagesordnung zu ihrer heutigen Sigung aufgestellt: 1. Herr Brünina: Ueber tragfähige Amputations- Stümpfe. 2. Herr Hohn Zur chirurchischen Behandlung der ischaemischen Lähmung. 3. Herr Engelhard: 2 operativ behandelte Fälle von Epilepsie. 4. Herr Ehrlich: Ein Fall von Pancreas chste. 5. Herr Krombach: Lokalanaesthesie. 6. Herr Bötticher: Operation der Hyposdadie. 7. Herr Poppert: Zur Frage der Magenresektion wegen Carcinom. * Der dritte wissenschaftliche Fortbildungstursus hat am Samstag mit einem Kommers, an dem auch Se. Magn. der Rektor Prof. Dr. Krüger und die Professoren Dr. Groß und Dr. Sievers teilnahmen, geendet. Die an den Kursus geknüpften Erwartungen sind vollauf befriedigt. B A Prorektor Wahl der Universität Göttingen. Für die Zeit vom 1. September bis zum gleichen Termin des nächsten Jahres wurde am Sonnabend Herr Geheimer Medizinalrat Prof. Dr. Braun zum Proreftor gewählt. + Die Kohlen produktion in Hessen betrug im Mai d. J. 26 759 Tonnen Braunkohlen und 7053 Tonnen Briketts und Naßpreßsteine. Für Postpadete nach und von den Vereinigten Staaten ist das Meistgewicht vom 1. Jult an auf 2 Alg. festgesetzt worden. Das Meistgewicht hatte bisher 5 lg. betragen. * Geologische Aufnahmen bezw. die Fortsetzung der geologischen Kartierung der Blätter Buchenau( Caldern) Gladenbach und Rodheim wird während der akademischen Ferien Professor Tr. Kaiser von Marburg vornehmen. + Das Rote Kreuz. Mit dem 1. Juli trist das Reichsgesetz zum Schuße des Genfer Neutralitätszeichens vom 2. März 1902 in Kraft. 22. * Meteor. In der Nacht vom Sonntag zum Montag etwa 7 Minuten vor 12 Uhr war am Himmel eine prächtige Erscheinung sichtbar. In einer Höhe von 50 Grad über dem Horizont, in der Richtung von Ost Nord- Ost nach West- Süd- West zog gleich einer Raf te ein Meteor maj stätisch ruhig dahin. Er hatte einen stark weiß glänzenden Schweif, der gut 2 bis 3 Minuten sihibir war und dann allmäh ich blässer we dend verschwand. * Verhaftet und ins Gießener Gefängnis überführt wurde wegen Vergeh ns gegen die Sittlichtet und Kuppelei ein Gastwirt aus Friedberg. * Ueber Wohnungs- und Bodenreform hielt am Samstag im Café Ebil Herr Werkmeister Bärrn aus Frankfurt einen Vortrag. Die Zahl der Zuhörer war night fehr trag entgeg Hand bon er den Ban Distuffion f ergriff mehr baß auch er wolle auch i lände befize, zug halte. * Mi forps des 1. ter persönlic unter Mitm Herrn Kümm Abend in G am Sonntag Aunftfammlu § Deu Shen Mitteil Ronfurfe ang 2146, Madh fchaften 10, babon 2357 Mangels eine wiefen worde ** D eigenartiger Ernst Ludm Glückert, hier Glückert erw direktion in Alexandrawe * Der dem gefchloff Wäsche auf Gerechtigkeit Nachbargrun doch Wäsche gerichtlich be Bolltracht. herangezüct zusehends un Arbeit eines Schleudern nehme alles, leere Waben die nicht red Königin ab damit der S ftens für nä gehen König * Die die Sensen. gut zu bezeid begten Erwar gebeffert sind, Landmann if brohen, in d früh bis in d ist da der Bl fleine Wölthe verwandeln u Sonne glüher manchen Sch und unverdro Laune und g hinweg und Landmann ein Mute geht es Mehrenfeld erf Wochen für t * Der zahllosen Blü Beit war dem man die Eiche Kraft und fef ein Bld deut Halte Spre Spezi Gießen nächs GE F Lau 1895 für gesetzl. e je 100 An 3000 120000 Gesamtbe Einsatzes. Gewinn nur 5 Mk. mationsfris Arn tan ng des laufens beginnen, führt Welt. iedenen Gatten Suttner, spielt in Mingrelien, ropäischer Kul glatten Schale ige Leidenschaft ungezügelt her lieus mutet es von Heimats Mann deutscher gegen ming eue und Be( der aus dem e Handlung en breitet sich, Me, echte Humor 525 Juni 1908. ni d. J. den ltät der Lan Birtung vom Anerkennung atsdienst ent Borstellung des d das Bahnin Antrag, be in Rhein und mer wolle beCammer rasheft Besteuerung der te gebaggerten gesehen ist und Cammertag eröffnet. Als nifterialsekretär etar Engelbach rstand s, ferner Boranschlages ge gewerbliche ft hat nach, ung aufgestellt: tions- Stümpfe. er ischaemischen handelte Fälle Pancreas cyfte. Serr Bötticher: Bur Frage tbildungsmers, an dem üger und die hmen, geendet. find vollauf Göttingen. leichen Termin Herr Geheimer gewählt. effen betrug en und 7053 Den Bereinigten an auf 2 Alg. bisher 5 Alg. die Fortiefung enau( Cildern) rend der alaMarburg vor Juli trist das tszeichens bom tag zum MonHimmel eine von 50 Grab Nord- Dit nach teor maj ftätisch jenden Schweif, Dann almah ih ngnis überführt und Ruppelei benreform meister Bärrn Zuhörer war nicht sehr groß, doch mit großem Interesse wurde der Vortrag entgegengenommen, der das Erbbaurecht umfaßte. An Hand von Plänen, die Herr Bärrn mitgebracht, erläuterte er den Baukomplex in Frankfurt. Eine lange und anregende Diskussion schloß sich dem Vortrag an Oberbürgermeister Mecum ergriff mehrere Male das Wort und erklärte unter anderen, daß auch er ein Anhänger dieser Wohnungsreform sei. Er wolle auch in der Gemeinde Gießen, die noch viel Baugelände besitze, dafür sorgen, daß das Erbbaurecht seinen Einzug halte. * Militär- Konzert, ausgeführt vom Trompeterforps des 1. Oberelsäss. Feld- Artillerie- Regts. Nc. 15, unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn Vß und unter Mitwirkung des bestens bekannten Kammervirtuosen Herrn Kümmel vom Hoftheater in Darmstadt, findet heute Abend in Steins Garten statt. Der evangel. Arbeiterverein besichtigte am Sonntag unter Erläuterung des Herrn Prof. Sauer die Kunstsammlung der Universität. § Deutschlands Konkurse. Nach einer statistischen Mitteilung wurden im ersten Vierteljahr 1903 2770 Konkurse angezeigt. Hiervon betrafen: physische Personen 2146, Nachlässe 442, Handelsg sellschaften 108, Genossenschaften 10, andere Gemtinschuldner 34 Eröffnet wurden davon 2357 Konkursverfahren, während 413 Anträge wegen Mangels einer zur Kostendeckung reichenden Masse zurückgewiesen worden sind. *** Der Großherzog als Kläger. Ein eigenartiger Hechtsstreit mit der Rubrik:„ Großherzog Ernst Ludwig von Hessen gegen Hofmöbelfabrikant Glückert, hier", beschäftigt das Darmstädter Landgericht. Glückert erwarb seinerzeit von der Großh. Kabinettsdirektion in der sogenannten Künstlerkolonie auf dem Alexandraweg zwei Grundstücke, die er bebaut hat. Nach dem geschlossenen Vertrag hat er sich verpflichtet, keine Wäsche auf dem Dache zu trocknen, was als dingliche Gerechtigkeit zu Gunsten des dem Großherzog gehörigen Nachbargrundstücks gewahrt wurde. Nun trocknet er doch Wäsche und ist auf Unterlassung solcher Handlung gerichtlich belangt. Der Imker lebt jetzt in der schönen Zeit der Voltracht. Wo starke Völfer mit jungen Königinnen herangezüchtet wurden, füllen sich jetzt die Honigräume zusehends und verheißen reichen Lohn für die mühevolle Arbeit eines Jahres. Man warte aber nicht mit dem Schleudern bis die letzte Zelle verdeckelt ist, sondern entnehme alles, was etwa zur Hälfte verdeckelt ist und stelle leere Waben dafür ein. Völkern mit alter Königin, die nicht recht vorwärts wollen, fange man jezt die Königin ab und lasse eine neue Königin nachziehen, damit der Stock bis zum Herbst volksstark und wenig stens für nächstes Jahr nußbringend wird. Andernfalls gehen Königin und Volk sicher im nächsten Winter ein. Die Heuernte hat begonnen und überall flirren die Sensen. Die Qualität des Grases ist wohl überall mit gut zu bezeichnen, während die Quantität hinter den gehegten Erwartungen zurückgeblieben ist. Nur wo die Wiesen gebessert sind, ist eine gute Ernte zu verzeichnen. Für den Landmann ist mit der Heuernte etne schwere Zeit angebro hen, in der es gilt, die freißigen Hände von morgens früh bis in den spät n Abend hinein zu regen. Sorgenvoll ist da der Blick so manches Mal zum Himmel gerichtet, wo fleine Wölfchen gar oft in regenschwere Wolfenmassen sich verwandeln und die Ernte bedrohen, von wo aber auch die Sonne glühend und brennend ihre Strahlen herniedersendet manchen Schweißtropfen von der Stirn der gern und und unverdrossen ausharrenden Mäher rinnen läßt. Frohe Laune und guter Humor helfen über die schwere Arbeit hinweg und ist die Heuernte glück ich vorüber, so ist der Landmann einer großen Sorge led g und mit doppelt frohem Mute geht es dann aufs Feld, wo die Sense im wogenden Aehrenfeld erklingt und die Ernte des Getreides weitere saure Wochen für tausende von Schnittern mit sich bringt. ** Der Lindenbaum. Lieblichen Duft strömen die zahllosen Blüten der Linden aus. Schon seit altersgrauer Beit war dem Germanen die Linde ein trauter Baum. Wie man die Eiche preist als die Verförperung der deutschen Kraft und fester, unbeugsamer Sinnesart, so ist die Linde ein Bld deutscher Gemü stiefe und Innigkeit. Unter der Halte Sprechstunde ab. Wochentags: 8 bis 5 Uhr. Sonntags: 9 bis 2 Uhr. Poliklinik: 1 bis 2 Uhr wochentags. Schwalm, Zahnarzt. Spezialist für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Gießen, Bahnhofftraße 63, an der Wieseckbrücke. Nächste Ziebung am 15. Juli cr. Frisch GEWAGT ist halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. mationsfrist. - | ☑ ☑ Gerichtslinde versammelte sich der Gau, um den Spruch des Rechts entgegen zunehmen; unter der Dorflinde auf dem Kirchenplage fand sich in trauter Dämmerstunde die jugendliche Schar zusammen, um beim Klange der Fiedel sich wirbelnd im lustigen Tanz zu drehen. Unter der Linde vor des Hauses Tür saß nach des Tages Müh' der Greis, um seinem Sohne von längstvergangener Zeit Kunde zu geben. Des Hauses Schmerzens- und Freudentage schnitt man ein in die Ninde des Lindenbaums, damit er dieselben den kommenden Geschlechtern überliefere zu späterem Gedenken. Und wie die Linden engverwachsen war mit dem Staats-, dem Gemeindeund dem Familienleben unserer Vorfahren, so wurzelt sie noch heut im Herzen unseres Volkes. * * Am Brunnen vor dem Tore, Da steht ein Lindenbaum, Ich träumt in seinem Schatten So manchen süßen Traum. Ich schnitt in seine Kinde So manches liebe Wort, Es zog in Freud' und Lide Zu ihm mich immer fort. Grünberg, 30. Juni. Bei dem Hauptschießen am Sonntag erhielt den ersten Preiz, bestehend in einer Tischlampe, der Kaufmann Rud. Ritter- Laubach. + Grünberg, 30. Juni. Eine Krankenschwester wird Es wird im Herbst d. Is. hier ihre Tätigkeit aufnehmen. damit einem lange gefühlten Bedürfnis entsprochen. Grünberg, 29. Juni. Unter großer Beteiligung und bei schönstem Wetter ist gestern die Martharuh" bei Saasen, welche bekanntlich von dem Herrn Staffelmann aus Frankfurt a. M.- eine in Grünberg gern gesehene und beliebte Persönlichkeit die Stadt für die Jugend als Ges schenk erhalten hat, ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Feier verlief in recht patriarchalischer Weise; es wurde getanzt, die Kinder erhielten Geschenke oben auf dem Festplaze und am Abend zog man mit Fackeln wieder nach Hause. = Saasen. Am Sonntag fand unter Beteiligung der ganzen Einwohnerschaft die Einw ihung des Aussichtsturmes „ Martha Ruh" statt. = Helpershain, 30. Juni. Wie tif auch hier die Wahlbewegung ging, ist daraus zu entnehmen, daß ein Straßenanwärter, der vor einigen Wochen ein Bein gebrochen, sich mit dem Wagen des Dr. Buchhäuſer von Ülrichstein nach dem Wahllokal fahren ließ. † Groß Felda, 30. Juni. Unser beliebte und allgemein geachtete M tbürger, der Landwirt With Völzing IV., ist gestern gestorben. Sein biederer Chara't r ſich rt ihm ein dauerndes Andenken. ** Groß- Felda, 30. Juni. In dem hochgelegenen Viertel von Groß- Felda mangelte es bisher an Gemeindetrinkwasser- Brunnen. Die Bewohner gaben ein Bittgesuch an den Ortsvorstand, was bezwecken sollte, daß diesem Uebel abgeholfen würde. Da durch Erbauung einer neuen Hofraite der Gemeindebrunnen im Schnepfenhain nicht mehr so gut ist wie früher, war von dem Ditsvorstand beschlossen worden, für die Gemeinde eine Wasserleitung zu bauen und wurde voriges Jahr auf dem Grundstück eines hiesigen Land wirts Ausgrabungen ausgeführt, jedoch ohne Erfolg. Mit Uebereinstimmung der Ortsvorstände von Groß- Felda und Reßrich haben in neuester Zeit auf Kosten der Gemeinde Groß- Felda in einem der Gemeinde Keßrich gehörigen Grundſtück Ausgrabungen nach Quellen stattgefunden, die zu einem Ergebnis führten. Beide Gemeinden können m't Wasser voll befriedigt werden. Die Gemeinde Keßrich tritt die Quellen unentgeltlich ab. Da hingegen muß die Gemeinde Groß- Felda das Hauptrohr durch die Gemeinde Keßrich bauen, so daß die Bewohner die Leitungen in ihre Ge= bäude legen fönnen. Das Wasser soll bei der Untersuchung in Gießen für gut befunden worden sein. Hoffentlich wird die Erbauung der Leitung baldigft in Angriff genommen. Nieder- Gemünden. In dem Gehöft des Karl Stroh I. ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Elpenrod. Nachdem die unter den Geflügelbeständen in der Gemeinde ausgebrochene Geflügelcholera erloschen ist, werden die angeordneten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Alsfeld, 30. Junt. In Fischbach und Reiber* * an zu vermieten. | uche einen Jungen, welcher Möbl. Zimmer von 15 Mk. Hotel Einhorn. wei schön möbl. Zimmer zu die Bäckerei erlernen will. H. Bender VI. Rodheim a. d Bieber. Zu vermieten: Hotel Einhorn. 3 vermieten tenrod sind Posthülfstellen errichtet worden, deren Verwaltung dem Gastwirt Mest in I schbach und dem Bürgermeister Dippel in Neiberten od übertragen worden. A Alsfeld, 30. Juni. Stichwahl ergiebt: Das amtliche Refutat der Dr. Wallau Binde ald " Kreis Alsfeld Lauterbach Schotten 1960 3667 4450 1351 1699 2021 fl 8118 7039 Dr. Wallau ist also mit einer Mehrheit von 1079 Stimmen gewählt. Bad Nauheim, 30. Juni. Am Sonntag tam der Großfürst Wladimir von Rußland hier an und begab sich nach Besichtigung des Badehauses und der Sprudel nach dem Schloß in Friedberg. Bis zum 25. Juni betrug die Frequenz 10637 Personen. - [;] Wörrstadt, 30. Juni. Sein erstes Bundesfest, zu dem auch der Großherzog erschienen war, hielt am Sonntag der Rheinhessische Sängerbund. 32 Bundesvereine waren erschienen. ** Mainz, 29. Juni. Die Ochsenmezger haben die Bevölkerung mit einer Preis erhöhung des Ochsenfleisches von 8 Pfg. per Kilo überrascht. Dieser Ausschlag wird mit den andauernd hohen Viehpreisen begründet. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, dn 27. Juni. Das Gericht hat sich heute ausschließlich mit Privatflagesachen wegen Beleidigung, als Berufungsinstanz zu befassen. In Sachen Berufung des Landwirts Karl Schultheiß von Bermutsyain, wegen Beleidigung des Landwirts Ernst Pfannenstiel von dort. Die Verh ndlung ergiebt, daß Schultheiß im Herbsteiner Anzeiger" ein Eingesandt erscheinen ließ, welches den Privatkläger zu beleidigen geeignet ist. Angeklagter beruft sich auf den seiner Ansicht nach erbrachten Wahrh its beweis, wonach er unbestraft ausg hen müss: Die Entscheidung soll in der Sizung vom 3 Juli verkündet werden. Auf Privatflage des Postschaffners Loren Rühl von Alsfeld wurde der Sattlei meister Ferdinand Berk von dorten wegen eines an das dortige Postamt gerichteten Briefs, welcher Beleidigungen des Klägers enthielt, zu 20 Mt. Geldstrafe verurteilt. Angeklagter bedauert heute, den Brief geschrieben zu haben, nimmt die Vorwürfe zurück und erklärt sich bereit, die sämtlichen Kosten zu zahlen, worauf Kläger die Klage zurücksicht. Die Privatflage bezw. Wiederflage des Georg Scharmann von Bobenhausen II. gegen Heinrich Jung von da wird vor Eintritt in die Hauptverhandlung erledigt. Die Sache des Steinbruchsbesizers Christian kniß von Büdingen, und des Steinbruchsaufsehers Johannes von Ortenberg, wird wegen Ausbleibens der Barteien vertagt. Geschäftliches. Herr R. aus Como( Italien) schreibt uns: Die fürzlich gekaufte Fußschweißseife hat sich vorzüglich bewährt, ich habe noch fein solch günstiges Mittel gegen dieses fatale Leiden gehabt. Namentlich bei Bergtouren habe ich das lästige Brennen der Füße nicht mehr verspürt, auch der üble Geruch verschwindet völlig. Die hiesigen Verkaufsstellen sind aus dem Anzeigenteil zu ersehen. Marftbericht. Gieken, 30 Juni. Auf dem heutigen Wochenmartt tosteten Butter per Bfd 0. 80-1.00 Mt. Hühnereter 6 Pfg., 2 St. 11-13 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg. Tauben per Paar Mr. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 120-240, Hahnen, per, Stüd Mr. 1.00-1.80, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 8.00-8.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 9.00-10.00, Kirschen per fund 35-50 Pfg. Milch ver Liter 18 Pfa. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Reichstagswahlen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß in dem 1. Wahlkreise des Großherzogtums Hecr Kommerzienrat Louis Heyligenstaedt zu Gießen mit 10 601 bon 18 446 giltig abgegebenen Stimmen zum Reichstagseventuell mit 2 Betten sofort zu abgeordneten gewählt worden ist. Gieken. Lindenplatz 12. Möbl. Zimmer bermieten. Gießen. Marktstraße 1'. auberes möbl. Zimmer per sofort zu verm. Wohnung zu verm. 3 Zimmer m. Gießen. Lethgesternerweg 7, III. Küche vou 200 Mt. an. leine Wohnung an ruhig Familie zu vermieten. Seltereweg 61, Gieken. Kleine 3- Zimmerwohnung Möblierte Zimmer in allen Preislagen sind zu vermieten durch den Städt. Wohnungs- Nachweis Gießen. mit( artenanteil per Monat Kartof.eln 14 Mt. zu vermieten. Schöne Aussicht." Kleine Wohnung an ruh. Leute pr. 15. Juni zu vermieten. Näb. Kirchenplay 21, Gießen. immer nebst Kabinet mit oder ohne Möbel, pr. sofort zu berm'eten. Gießen größte Auswahl in nu prima Speise- nud Salatkartoffela, empfiehlt die Kartoffel- und Gemüsehandlung Gießen. I. Hantel. Shloßgasse 6. Selbstverschuldete Schwäche Bahnhofstraße 15. der Männer, Bollut. fämtl. Gemit schlechtskrankh. behand. ficher Kleine Wohnunggaden nach 30jähriger, praft. Erfahrung. alsbald zu vermieten Brandplaz 15. Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. in möbl. und ein unmöbliertes Auswärtige briefſich Zimmer zu verm. Gießen. - Blutstock.Timermann Der Wahlfommissär: Dr. Breidert. Der alte Praktikus sagt: ORI thatsächlich das Beste. In der Chat tft Ort das sicherßte, wirksamßte, zuverlässigste Insekten- Tötungsmittel speziell für fliegen, Flöhe, Läuse, Kakerlaken, Schwaben 2c. Aus den Jhr Ori zahlreichen Anerkennungsschreiben: Ori ist famos." ,, Half beffer wirkt koloffal."" Habe großartige Erfolge erzielt." wie andere Sachen." ,, Verwende blos nur noch Ori." Jede Originalflasche im Garantiekarton luftdicht und doppelt verpackt. Niemals lose zum Nachfüllen. Also Vorsicht beim Einkauf. Preis pro flasche 30, 60, 100 Pfg. überall zu haben. Man lasse sich auch nichts anderes als Ersatz oder ebenso gut aufreden. Der Oribläser Rapid" für Fräftigste und bequemßte Ausnugung des Ori 60 Pfs. In Gießen bei B. Kilbinger, Apotheke, Adolf Perusplat 10. Hilfe* gusted. Fighter. 33. Bieler, Drogerie. Amtliche Bekanntmachungen. uns Bekanntmachung Ich bringe hiermit zur Kenntnis, daß der Leichen Heinrich Jost jest Kaplansgasse 3 wohnt. Gießen, am 20 Juni 1903. Polizeiverordnung. 5. Zuwiderhandlungen gegen§ 68 der Friedhofs- und gegen Auf Grund des Artikels 56 3. 1 der Städteord- Begräbnisordnung werden nach§ 367, 3. 2 des Reichsnung vom 13. Juni 1874 wird nach Anhörung der strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder wärter Stadtverordneten- Versammlung und mit Genehmigung mit Haft bestraft. Großh. Ministeriums des Innern vom 28. Mai 1903 zu Nr. M. d. J. 18 249 im Anschluß an die Friedhofsund Begräbnis- Ordnung der Stadt Gießen Folgendes bestimmt: § 1. Mit Geldstrafe bis zu 50 Mark wird bestraft: 1. wer den Bestimmungen in§§ 7, 8, 14, 28, 37, 40, 41, 43, 46, 47, 49, 63, 57 Abs. 1 der Friedhofs und Begräbnis- Ordnung zuwiderhandelt. 2. wer Denkmäler, Grabeinfassungen, Gitter- und Aschenurnen, die ohne Genehmigung des Bürgermeisters aufgestellt sind, trotz Aufforderung des Bürgermeisters innerhalb der gesetzlichen Frist nicht entfernt. 3. wer den von dem Begräbnisamt innerhalb seiner Zuständigkeit für die Beerdigung getroffenen Anordnungen nicht unbedingt Folge leistet; 4. wer die Ausgrabung und Wiederbestattung einer Leiche den Vorschriften des§ 73 der Friedhofs- und Begräbnisordnung zuwider vornimmt. § 2. § 6. Mit Geldstrafe bis zu 17 Mart wird bestraft, wer ohne vorher eingeholte polizeiliche Erlaubnis eine Leiche öffentlich ausstellt.( Art. 366 P. St. G.) § 7. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer den im Fall des§ 77 der Friedhofs- und Begräbnisordnung erlassenen Anordnung des Bürgermeisters zuwiderhandelt, soweit nicht nach anderen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist. § 8. Straft. Diese Polizeiordnung tritt mit der Veröffentlichung in Gießen, den 12. Juni 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Donnerstag, 2. Juli, nachmittags 6 Uhr, Der Oberbürgermeister. Mecum. Verdingung. Die Herstellung gepflasterter Einfahrten am Post amt 1 und 2 und der vorm. Güngerich'schen Wage soll öffentlich berdungen werden. Mittwoch, den 8. Juli. vorm. 11½ Uhr, Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns cinzureichen.- Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 29. Juni 1903. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Sielbau Gießen. Die Lieferung der zur Fortsetzung der Sielbauten notwendigen Eisente le, wie Schachtabdeckungen, Steig eisen und Spü brunnenrohre soll öffentlich vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare ausschließlich der Zeichnungen fönnen gegen porto- und bestellgeldfreie EinMit Geldstrafe bis zu 30 Mt. werden die in§ 44 soll an Ort und Stelle die diesjährige Kirschenernte sendung von 1,5 Mark durch das Stadt. Tiefbauamt, Abs. 1 der Friedhofs- und Begräbnisordnung genannten von den städtischen Bäumen auf dem Trieb in bier Abt. Sielbau, Bürgermeistergebäude, Zimmer Personen bestraft, wenn sie ohne Erlaubniskarte oder ihre Losen öffentlich versteigert werden. Arbeiter oder Gehilfen ohne Arbeiterkarten auf dem Friedhof betroffen werden. Die Zusammenkunft ist an der Wirtschaft Zur und sonstigen Berdingungsunterlagen während der DienstNr. 4 bezogen werden. Ebendaselbst lieg n die Zeichnungen Gießen, 30. Jut 1903. stunden zur Einsicht offen § 3 Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer der in§ 58 Abs. 1 der Friedhofs- und Begräbnisordnung borgeschriebenen Anzeigepflicht nicht rechtzeitig nachkommt. Die Strafe tritt nicht ein, wenn die Anzeige, obwohl nicht von den Verpflichteten, doch rechtzeitig gemacht worden ist. $ 4. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer die angeordnete Ueberführung einer Leiche nach der Leichenhalle während der in§ 61 Abs. 1 der Friedhofsund Begräbnisordnung bestimmten Frist oder zu der von dem Begräbnisamt festgesetzten Zeit verhindert. Germania". Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmid, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift ,, Angebot auf Lieferung von Schachtabdeckungen, Steigeisen und Spülbrunnen ohe für den Sielbau Gießen“ bis zum 18. Juli d. J., nachmittags 3 Uhr, Ich bringe zur öffentlichen Kenntnis, daß das Gebei vorgenanntem Amt einzureichen, woselbst die Eröffnung des Standesamts, Bürgermeistereigebäude Zimmer werber am genannten Zeitpunkt erfolgt. schäftszimmer des städtischen Begräbnisamts mit dem der eingelaufenen Angebote im Beis in etwa erschienener BeNr. 14, vereinigt ist. Zuschlagsfrist Gießen, den 26. Juni 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Zum neuen Saalbau ( früber: Steins Garten). Dienstag, den 30. Juni Grosses Militär- Konzert ausgeführt vom Trompeterkorps des 1. Oberelsäss. Feld- Artillerie- Regts. Nr. 15 unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn Carl Vitz und unter gütiger Mitwirkung des Kammervirtuosen Herrn L. Kümmel Anfang 8 Uhr. vom Großh. Heſs. Hoftheater in Darmstadt. Eintritt 1 Mark. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Emil Horst, Giessen. Telefon 226. Liebigstr./Riegelpfad. Spezial- Geschäft für Ausführung von Bodenbelägen und Wandbekleidungen empfiehlt: Zementplatten, Tonplatten, Mosaikplatten, Porzellanplatten, Parkett, sowie in fugenlosen Belägen: Reform- Korksteinplatten mit Linoleumbelag und Novalit( Steinholz). Billige Bezugsquelle für alle Bauartikel! ADLER Das beste Fahrrad! , Wunderbar" " leichter Lauf Die feinste Marke ,, Grösste" Verbreitung Wein- Versteigerung. Mittwoch, den 1. Juli 1. J8., nachmittage 2 Uhr, we den im Biefer'ichen Saale über 300 Flaschen Wein versteigert, nämlich: Medoc, St. Estephe, Marcobrunner, Rauenthaler, Rüdesheimer, Nierfeiner, AB Schirme werden schnell und gut reparirt u. nesbe= zogen. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9 Kaffee, roh und gebrannt, das Pfund von 80 Pfg. an bis 2 Mt. Bei Mehrabnahme entsprechend billiger. Hochfeine Mischungen Chocolade Thee GENIVO Kakao in diversen Sorten empfl. billigst Christ. Wallenfels. 4 Wochen. Gießen, den 27. Juni 1903. Städt. Tiefbauamt. Braubach. - Bekanntmachung. = Dadurch, daß bei dem fürzlich erfolgten Umbau unserer Naßpreß Einrichtung, Verbesserungen getroffen worden sind, welche eine rationellere Ausnützung der Triebskräfte ermöglichen, find wir in der Lage, die Preise unserer Breßtohlen zu ermäßigen. Offerten mit billigster Preisanstattung stehen zu Diensten. Fürstl. Vergwerk bei Wölfersheim, 25. Juni 1903. Die Fürstliche Betriebsleittung. Meine Wohnung befindet sich von heute ab Bahnhofstrasse 33. Gießen, 30. Junt. Dr. med. vet. Köhler, Tierarzt. Arbeiter- Kleider 17. Marktplatz 17. Gießen in nur bester, dauerhafter Ausführung zu den billigsten Telefon 262. Gegründet 1826. Prompter Versandt nach Auswärts. UnionWichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt die beste! In Sohachteln u. Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Wunderbar wirkt Th. Scholl's gesetzl. geschützte D. R. mannsbäufer, Sheriy u. a. Sorten Fussschweiss- Seife! Adler- Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer, fobann 1 Sefretär u. 1 Stabiffic Frankfurt a. M. Fabrikation: Fahrräder, Motorwagen, Schreibmaschinen, Motorzweiräder. Viele höchste Auszeichnungen. Staatsmedalllen etc. Vertreter Heinrich Hamel, Grünberg. Gebrauchte Fahrräder von 35 Mk. an. Fachgemässe Reparaturen. Die Versteigerung findet bestimmt ftatt. Geisler, Gerichtsvollzieher. Gießen. Geld Darlehne sofort an Jeden, jede Höhe coulant. A. Lölhöffel Berlin W. 64., Rüdpto. Prämiiert Paris, welche jeden üblen Geruch und Brennen der Füsse sofort beseitigt, ohne den Fussschweiss zu unterdrücken. Nur echt à 60 Pfg. bei Otto Schaaf, Adl-Drog., A Bieler, Drogerie, " " W. Kilbinger, Giesen Man achte auf: ,, Th. Scholl". Preisen, empfiehlt Robert Stuhl, Gießen. Neustadt 23. C Das Ei des Columbus ift Sturmvogel Modell 1903 Es ist das langgesuchte und billige Rad. Feinste Präziffonsarbeit,| Höchste Eleganz, Größte Stabilität, Niedrigster Preis. Man verlange unsere Preisliste. Deutsche Fahrradwerke Sturmvogel Gebr. Grüttner Fahrräder und Nähmaschinen Berlin Halensee 105. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. PAUS DEM REICHE DES WISSENS 3.HLEN, 12 Den Mond hinausragen. Wer 600,000 Meilen über Gediese im Kriege See Caule noch fallenen zählen wollte und täglich 19 Etunden dazu ver wendete, würde 336 Jahre brauchen. Nr. 150. e Famil Dienstag, den 30. Juni 1908.