Nr. 75. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Brattabellagen: Oberheifische Familienzeitun( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 30. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionsprei di Die einfpaltige Betitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weslar und Marburg 10 Pfa fenfi 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Wis Boftzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Nexenweg 28. Fernsprechanschluk Ar, 363. Neuelle Nachrichten ( Stekener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Untergebende Welten. Bulkanische Studie von Dr. Karl Mischke. ( Nachdruck verboten.. Nach den schrecklichen Ausbrüchen des Mont Belée und der Coufrière durfte man sich der Hoffnung hin geben, daß eine Ruhezeit eintreten würde. Pflegt doch der Vesuv z. B. Jahrhunderte lang nichts von sich hören zu lassen, wenn er seine aufgespeicherten Lavamassen einmal energisch von sich geschüttelt hat. Das Altertum hatte ganz vergessen, daß der Vesuv ein Vulfan ist, eine Vergeßlichkeit, die drei blühenden Städten bie Existenz kostete. Und den Stromboli hielten wir jetzt, in der Neuzeit, für erloschen, für einen erstarrten Rest aus der Tertiärzeit- da meldete er sich plößlich im vorigen Herbst, und zwar sehr lebendig. Aus den schönen Antillen- Inseln aber kam die schlimmste Kunde, Tausende von Menschen waren vom Bulkanstaub verschüttet, von den heißen giftigen Dämpfen erstickt, ganze Ortschaften in Flammen aufgegangen und vom Erdbeben vernichtet, blühende Kulturen waren ein Opfer des Todes geworden. Eine Schar bon Mulatten trieb sich darauf in Europa als ,, Ueberlebende von Martinique" umber und ließ sich für Geld sehen, und die amerikanischen Vergnügungsdampfer von Boston, Galveston, Trinidad, machten an den Küsten der zerstörten Insel Station, damit die Reisenden sich Andenken an das Unglück mitnehmen könnten. Besonders beliebt ist darunter die halbgeschmolzene Weckeruhr man sieht an der Zeigerstellung noch genau, wann der Ausbruch erfolgt ist. Solcher Uhren gibt es viele; ob eine davon echt ist? - Wir erleben eine Ezene aus einem groß angelegten Drama, eine ganz kleine Ezene nur, einen Teil Teil einer Szene. Ein Blick auf die Karte zeigt uns, was vorgeht, was seit Jahrtausenden vorgeht, und läßt uns ahnen, was das Ende in ferner Zukunft sein wird. Diese Inselchen, die sich wie eine Perlenschnur, auf einem Bogen, den der Zirkel geschlagen haben könnte, zwischen Portorico und Südamerika hinziehen, Saba, St. Eustatius, San Christopher, Nevis, Plymouth und wie sie alle heißen, sieht man es ihnen nicht an, daß sie zusammen gehören? Ja, das war einmal eine einzige große Insel, und ehe es eine Insel wurde, hing das Land im Süden mit Südamerika und im Norden mit Portorico, Haiti und Kuba zusammen und bildete eine feste Landbrücke nach Florida, d. h. Nord- Amerika. Das war eine Verbindung, wie sie jetzt im Westen noch von Kolumbia über Panama, Costarica, Nicaragua usw. nach Mexiko besteht. Damals war das karaibische Meer ein Binnensee, vielleicht durch einen Golf im Osten zugänglich, im Westen aber verschlossen, und großer Umwälzungen hat es bedurft, um diese massive Landbrücke langsam, allmählich, Stück für Stück abzubröckeln. Aber noch früher war auch die karaibische See nicht, und beide Brücken, die noch jezt bestehende im Westen und die zertrümmerte im Osten, deren letzte Brocken wir zerfallen sehen, bildeten mit dem dazwischen liegenden Lande einen Kontinent, der das heutige Nordund Südamerika zu einem einzigen Festlande verband. Dieser Kontinent ist versunken, und nur die Ränder stehen noch. Unbekannte Vorgänge im Erdeninnern führten dort eine Schrumpfung herbei; der Erdboden sant und sank, und das Meer strömte hinein. An den Rändern entstanden Sprünge, wie wenn man in eine Eierschale eine Kleine Vertiefung drücken will, und in diese Sprge drang von unten her die Glutflüssigkeit des Erdinnern. Sie steckt noch jetzt drinnen, und ab und zu, wenn die Spannung der Dämpfe kräftiger ist als die schwache Last der dünnen Erdschale, dann pufft sie hier und da heraus und streut Asche und Steine und glühende Bomben und flüssige Lava in die Luft, ins Meer, auf Städte und Dörfer. Beide Ränder des ehemaligen Festlandes, der westliche wie der Rest des östlichen, sind mit Vulkanen gespickt, die langsam, langsam, aber sicher, sicher an der endgültigen Freilegung arbeiten. Die Antillen- Inselreihe zeigt uns, wie in fernen Jahrtausenden Zentral- Amerika sehen wird; wie wird aber dann die Antillen- Reihe aussehen? Sie wird garnicht mehr aussehen. ausDie Yankees haben Glück. Diese Inselchen sind teils englisch, teils französisch, ein paar gehören sogar den Dänen. Das lieben die Herren von der Monroe- Doktrin nicht. Amerika den Amerikanern! Die vierte dortige Kolonialmacht, das morsche Spanien, haben sie glücklich hinausgeworfen. Mit Frankreich und England dürfte das nicht so leicht gehen. Aber seit Jahrzehnten gehen die Verhandlungen mit Dänemark, um gegen Ningende Münze den Dänen die paar Inselchen abzukaufen. Die Sache war im vorigen Jahre schon beinahe perfekt, da lehnte der Folkthing in Kopenhagen in plößlicher patriotischer Begeisterung das Geschäft ab. Ob es flug war? Vielleicht dauert es nicht mehr lange, und Dänemark wird überhaupt nichts mehr dort drüben zu verkaufen haben. Santa Cruz, St. John und Charlotte Amalie sind ebenso wenia vor dem Unteraana zu retten, wie die französischen Brocken Guadeloupe und Martinique, auf die es jetzt augenscheinlich die Unterirdischen zuerst abgesehen haben. Denn die Ausbrüche dauern immer fort. Wenn die Yankees warten können, werden sie vi Geld sparen. Auch im Westen. Wie viel Millionen hat schon der Panamafanal verschlungen? Niemand weiß es. Wie viele wird es noch verschlingen, ehe die große Secverbindung des Atlantik und des Pacific hergestellt sein wird? Und wenn die Nicaragua- Linie mit dem schönen großen See in der Mitte vorgezogen wird, billig wird sie auch sein. Ja, wenn die Menschen warten könnten! Ein Milliönchen Jahre vielleicht, und man wird zwischen den Inseln Costarica, Nicaragua und Panama ebenso bequem hindurchfahren können, wie heute zwischen Kuba und Haiti oder durch die Mona- Passage. Aber der Mensch kann nicht warten. Er hat keine Zeit, wie er keinen Raum hat. Er wird die Landenge im Westen durchstechen, und er wird weiter die dem Untergang geweihten Inseln im Osten besiedeln. Das milde Seeflima, die unvergleichliche Fruchtbarkeit des vulkanischen Bodens, den jeder Ausbruch von selbst wieder düngt, wird den gefahrbedrohten Menschen noch lange das beste Zuckerrohr, den edelsten Kassee, den aroma ischsten Tabal spenden, neben den Brotfrüchten und Genußfrüchten der Tropen. Es ist nicht der einzige Punkt auf der Erde, auf dem wir diese Entwicklung beobachten können. In ganz ähnlicher Lage, nur in einem etwas älteren Stadium, befinden sich die Sunda- Inseln, der Gürtel von Smaragd, der sich um den Aequator schmiegt, einst eine feste Verbindung von Indien nach Australien, und nicht anders ist es auf den Inseln des japanischen Kaiserreiches. Und das allerälteste Stadium erleben wir gleichfalls in Zentralasien, von wo die Namen Schemacha und Kaschgar wohl noch in frischer Erinnerung sind. Diese Erdbeben, die Städte auf Städte zerstören, sind weiter nichts als die ersten Wirkungen von Schrumpfungen an jener Stelle des Erdinnern. So fing es an so geht es weiter- so ist es jetzt das alles zeigt uns ein Blick auf den Globus. Bleibt noch die Frage: Wie wird es sein? Vielleicht sehen wir das auch irgendwo, wenn wir nur gut hinschauen. Die Politik. Prophezeiungen über den Wahltermin. Nachdem das halbamtliche Organ der Regierung den 16. Juni als den ,, voraussichtlichen" Termin für die Reichstagswahlen bezeichnet hat, werden die Erörterungen und Vermutungen über die Frage des Wahltages mit verstärktem Eifer fortgesetzt und es fehlt nicht an mannigfachen Prophezeiungen, daß die Ausschreibung der Wahlen doch schließlich zu einem früheren Termin erfolgen werde, als zu dem von offiziöser Seite genannten. Das leitende Blatt der Sozialdemokratie will sogar wissen, daß der 17. Mai für die Wahl in Aussicht genommen sei. Diese Angabe erscheint deshalb sehr wenig glaubwürdig, weil der 17. Mai auf einen Sonntag fällt, und es den deutschen Gepflogenheiten und Anschauungen völlig widersprechen würde, ein mit mancherlei Aufregung und Geräusch verbundenes profanes Geschäft an einem Sonntag vornehmen zu lassen. Der Hinweis auf Frankreich, wo die öffentlichen Wahlen allerdings an den Sonntagen stattfinden, ist nicht stichhaltig, weil dort die Verhältnisse doch ganz anders beschaffen sind, als bei uns. Inzwischen ruft die immerhin etwas auffällige Hinausschiebung der offiziellen Bekanntmachung des Wahltermins Gerüchte hervor, die der Regierung nicht erwünscht sein können. So wird natürlich ganz ohne Grund von einer beabsichtigten Ueberrumpelung der Parteien gesprochen und was des Geredes mehr ist. Im Hinblick hierauf dürfte es allerdings geraten sein, daß die Regierung der Preßdebatte und der allgemeinen Ungewißheit durch die Anberaumung der Reichstagswahlen ein Ende macht. Eine amerikanische Herausforderung Deutschlands. ::: Die zweifelhaften Verdienste, welche die ameritanische Jingopresse sich durch ihre Angriffe und Hezeceien gegen Deutschland erworben hat, haben den Admiral Dewey, den in Amerika wohl etwas über Geoühr gefeierten Sieger in der Seeschlacht bei Cavite, zur Nacheiferung gereizt. Seine von dem ,, Newyork Herald" verbreiteten herausfordernden und abfälligen Aeußerungen über die deutsche Presse sind ein würdiges Seitenstück zu dem von Beleidigungen gegen Deutschland strogenden Trinkspruch, den vor etwa drei Jahren der Kapitän Coghlan in einem Newyorker Klub ausbrachte. Es wäre jedoch sehr gefehlt, wenn man deutscherseits an die Washingtoner Regierung das Ansuchen stellen würde, den großsprecherischen Admiral zu rettifizieren. Die Auslassungen Deweys über die deutsche Flotte sind eine Ungehörigkeit und Taktlosigkeit, die man im Interesse des guten Einvernehmens zwischen den beiden Ländern bedauern kann, welche uns jedoch zu diplomatischen Reklamationen keinen Anlaß bieten. In sachlicher Beziehung lohnt es sich kaum, auf die Ausführungen des Admirals näher einzugehen. Wenn er jagt, die amerikanischen Manöver in den westindischen Gewässern hätten gezeigt, daß Amerika weit eher im stande sei, in kurzer Zeit eine größere Streitmacht zur See zu versammeln, wie Deutschland, so stößt er offene Türen ein. Bei der Aktion gegen Venezuela kam es uns nicht auf eine große Echiffsansammlung an, vielmehr auf die Durchführung einer einfachen Blockade. And dafür genügten die wenigen Kriegsfahrzeuge, die vir dorthin entsandten. Die Krankenversicherungsnovelle gescheitert? )-( Die Aussichten auf das Zustandekommen der Novelle zum Krankenversicherungsgesetz in der zu Ende gehenden Reichstagssession, welche ohnehin schon keine großen waren, sind nach dem Verlauf der zweiten Lesung in der Kommission auf ein Mindestmaß zusammengeschrumpft. Ein zur Annahme gelangter Antrag des Zentrumsabgeordneten v. Savigny, wonach die Krankenlassen eine der Genehmigung der Aufsichtsbehörden unterliegende Dienstordnung zu beschließen haben, welche die Rechtsverhältnisse der Kassenbeamten regelt, hat nämlich den höchsten Unwillen der Sozialdemokratie erregt, welche darin eine unerträgliche Beschränkung der Selbstverwaltung, eine die Interessen der Arbeiter schwer schädigende behördliche Bevormundung erblickt und offen erklärt hat, bei der zweiten Lesung im Plenum alles daran zu setzen, um das ganze Gesetz zu Falle zu bringen. Wenn nun auch die Ausführung dieses Vorhabens auf regelmäßigem Wege faum gelingen würde, so würde dies auf dem Wege der Obstruktion um so leichter sein, da in der Majorität und überhaupt im ganzen Hause niemand Lust verspüren würde, kurz vor Reichstagsschluß dagegen anzukämpfen. Arbeiterrevolte in Rußland. Die revolutionäre Strömung in Rußland hat auch die Arbeiterbevölkerung ergriffen, wie sich seit einer Reihe von Jahren bei Streits und anderen Vorkommnissen deutlich gezeigt hat. Angriffe auf Polizei und Militär, die Entfaltung der roten Fahne, das Absingen revolutionärer Lieder u. s. w. war keine Seltenheit; die Wühlarbeit der Agitatoren trägt eben Früchte. Von einem neuen Vorfall dieser Art, bei welchem leider viel Blut geflossen ist, macht jetzt das russische Amtsblatt Mitteilung. In den Kronseisenfabriken in Slatonst im Gouvernement Ufa streikten die Arbeiter, weil sie mit den neuen Arbeitsbedingungen nicht einverstanden waren. Sie verlangten die Freilassung dreier verhafteter Kameraden, belagerten das Polizeigebäude und bedrängten den Gouverneur und den Staatsanwalt. Nachdem der Gehülfe des Bürgermeisters und ein Gendarm von der Menge durch Revolverschüsse verwundet worden waren, ließ der Bataillonskommandeur die Truppen einschreiten, wobei durch eine Salve achtundzwanzig Personen getötet und über 50 verwundet wurden. Nunmehr zerstreute sich die Menge und der Ausstand war am nächsten Tage beendet. Der Vorfall ist an sich ohne Bedeutung. Krawalle wie diese und ähnliche werden von der russischen Regierung unschwer niedergeschlagen werden, aber sie sind symptomatisch für die Gärung der Geister im russischen Volk, Kurze politische Nachrichten. * Von neuem, und zwar in bestimmterer Form, tritt bie Nachricht auf, daß der Kriegsminister General v. Goßler demnächst zurücktreten wird. Als sein Nachjolger wird der Kommandeur des 1. Armeekorps, General Tolmar v. d. Golz, bezeichnet, mit dem der jetzige Kriegsminister den Posten tauschen würde. * Aus Mazedonien werden neue Kämpfe zwischen Türken und Aufständischen gemeldet. Bei Wladimirow wurden 29 Bulgaren getötet. Bei Raslowi hatte sich eine bulgarische Bande im Gebirge versteckt, wurde aber von einem Bulgarenweib an die Türken verraten. In dem Kampfe fielen 13 Aufständische. Hof und Gesellschaft. Das Befinden der Kaiserin ist zufrieden stellend. Nach dem vom Leibarzt Dr. Zunder heraus. gegebenen Bulletin ist die Bruchstelle im Verbande schmerzlos. Man rechnet mit einer normalen und glatten Heilung. Der Verband soll Mitte nächster Woche abge nommen werden und die Kaiserin, die bisher im Berliner Schlosse weilt, wird dann nach Schloß Bellevue übersiedeln. Der Sturz soll nach einer Version dadurch hervorgerufen worden sein, daß das Pferd vor einem Reh scheute, nach einer anderen, daß es einfach über eine Baumwurzel ge stolpert ist. Auf der italienischen Reise im Mai dürste die Kaiserin ihren Gemahl sicher völlig geheilt begleiten. Der König von Italien, die Königin sowie die Königin Mutter Margherita sprachen sofort, nachdem sie die Nachricht von dem Unfall der Kaiserin erhalten hatten, tele. graphisch ihre Teilnahme aus. Der Ministerpräsident Barnadelli gab persönlich seine Karte bei dem deutschen Botschafter Grafen von Monts ab. mit aufgelöstem fort eingezogen marden das Geld, welches sie in der Bank deponiert hatte, war sabelegt und aus ihrer Wohnung vertrieben hatte. Elend verfallen war, weil man ihr Besiẞtum mit Beschlag fich auf der Bugbrüde. Es war karoline, die in das größte und in abgerissener Kleidung, zeigte lange unbefriedigt blieb. Eine abstoßende Frauengestalt, Die Menge begann zu murren, weil ihre Neugierde so Selbst Richtung. Ein Trupp Berittener hatte. im gerade auf Schelms Equipage los. blid das Tatarengrab umringt und ging Mönch aus dem Georgskloster. Ein Mann in roter kleidung ritt an der Spike. Der König der Verbannten!" schrie der Pope, ein 3u gleicher Zeit traten ungefähr fünfhundert B2affnete qua dem are her Rasen. rend die andere gen noch hin und her zerrten. Hilfe herbei und streckte zwei Soldaten zo Boden, wäh übrigen waren bereits gefallen. Da tam noch Jwan mit war ihr Kampf beendet, sie ruhten zusammen auf dem er Stadt zu fleben. man zwei. menschliche Gestalten, die sich im lebten RinNur noch fünf dosaken verteidigten den Wagen, die Einen Augenblick später Die Ber nach dem Höhenfriedhof, wo die Entschlafenen ber Gemeinde ruhen. übertrugen einen Gruß zu. meinten die füsterten ſie. Er sah es nicht Die Nachbarn gingen an ihm vorüber und nickten ihm Lorenz Schrotter blieb stehen und sann vor sich hin. anderen. Meiſe ſtand er sp. ae waren vorüber ,, Js tein Wungen auch!" *** Der deutsche Kronprinz unternahm bei bester Gesundheit von Aſsuen aus, wo er die gewaltigen Nil. stauwerke besichtigte, einen längeren Kameelritt in die Wüste. *** Die österreichische Erzherzogin Maria Josepha, die Gemahlin des Erzherzogs Otto, wird zum Besuche ihres Vaters, des Königs Georg von Sachsen, in Gardone erwartet. Dieser Besuch soll mit einer Verstimmung zwischen dem König und dem Kronprinzen zusam menhängen. 53. Sigung. - Preussischer Landtag. Baus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Noch immer Sekundärbahn! Wenn auch nicht mehr achtzig Redner zur Sache sprachen, so war doch die Debatte nicht ganz eintönig, weil Vertreter westlicher Wahlkreise dem Eisenbahnminister borwarfen, es werde für die östliche Hälfte der Monarchie weit mehr getan als für die westliche. Als Quittung auf diese Beschwerde wurde dem Minister ein Wunschzettel aus dem angeblich bevorzugten Osten überreicht. Minister Budde ließ der Versicherung, alle Wünsche und Vorschläge in wohlwollende Erwägung zu ziehen, Worte bes Dantes folgen an die Redner, die seiner und seines Vorgängers mit Anerkennung gedacht und ihm so viel Anregungen gegeben haben. Er stellt jedoch fest, daß von ben Rednern nicht weniger als 3000 kilometer Eisenbahnlinie gefordert werden, die einen Kapitalsaufwan) ron 400 Millionen erfordern würden, ohne die Betriebsmittel, bie anzuschaffen wären. Darum können Bahnen nur gebaut werden, wo der Verkehr es erfordert, unbekümmert ob es sich um den Westen oder den Osten der Monarchie handelt. Mit dieser Erklärung haben sich die 8C Redner begnügen müssen. Das ,, Blumenmedium" verurteilt. Im Prozeß Rothe wurde die Angeklagte Anna Rothe wegen wiederholten Betruges in 48 Fällen und wegen versuchten Betruges in 12 Fällen zu einer Gesamtstrafe bon 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis verurteilt, wobon 8 Monate auf die Untersuchungshaft zu rechnen sind. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf 2 Jahre 6 Monate Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe gelautet. Ueber den Verlauf des letzten Verhandlungstages geht uns folgender Bericht zu: Zu Beginn der Sigung teilt der Staatsanwalt mit, daß die Trancerede der Angeklagten in der Charité, die, wie erinnerlich mit den Worten begann: ,, Das menschliche Leben gleicht einem Wagen" wörtlich dem Werk des bekannten spiritistischen Schriftstellers Dr. Papus ,, Der Astralleib" entnommen ist. Der Dütenrock. Die Polizeiagentin Bingenheimer wird mit der Angeflagten konfrontiert, um sich zu deren Behauptung zu äußern, daß ihr der Unterrock, aus dem die 153 Blumen und Apfelsinen stammen, erst auf dem Polizei- Präsidium abgenommen worden sei. Die Agentin erklärt nochmals, den Rock schon in der Wohnung der Rothe beschlagnahmt zu haben. Uebrigens hatte Frau Rothe den Rock gar nicht angezogen. Der Rock war vielmehr dütenförmig umgeschlagen und dann mittelst eines breiten Bandes unter Bem Oberrock vorne am Körper angebunden. In der Düte lagen die Blumen und Apfelsinen. Dann kommen verschiedene Zeugen, die ihre Aussagen ergänzen wollen. Der Zeuge Rose hält die Produktionen der Rothe für Schwindel, trotzdem es ihm nie gelungen sei, sie direkt abzufassen. Die Rothe verstände es sehr geschickt, zu kombinieren. So habe sie einmal angeblich nach dem Gespräch mit dem Geiste eines jung verstorbenen Mannes Schmerzen auf der Brust gehabt und gefragt, ob der Betreffende an Schwindsucht gestorber sei. Dies traf allerdings zu, aber ganz junge Männer sterben ja meist an Schwindsucht. Mit den Trancereden sei es fauler Zauber gewesen, denn Paul Flemmings Geist habe mir und mich verwechselt und das 12jährige Friedchen" im Säuglingston geplappert. Der Magnetiseur Geist fügt seiner Aussage hinzu, daß Frau Rothe wunderbar erscheinende Mitteilungen über persönliche Verhältnisse sich in einem Falle nachweisbar durch Dritte vor der Sitzung verschafft habe. Der Geisterschirm. Nach diesen belastenden Aussagen kommt noch ein Lichtblick für die Angeklagte, als der Kaufmann Paul Krüger, augenscheinlich ein hochgrcdiger spiritistischer Schwärmer, mit halb geschlossenen Augen die Geschichte von seinem Wunderschirm erzählt. Auf einem Gange zur Rothe hatte er seinen Schirm unterwegs in einem Geschäft stehen lassen. Frau Rothe habe ihm, als er sich dessen bewußt wurde, gesagt, er solle nur ruhig sein, der Schirm würde schon kommen. Und richtig, nach einiger Zeit sei der Schirm durchs geschlossene Fenster geflogen. Der Inhaber des Geschäfts, wo er ihn stehen gelassen, habe ihm gesagt, eine Dame sei gekommen und habe den Schirm abgeholt. Das sei sicher der Astralleib des Mediums gewesen.( Stürmische Heiterkeit.) Staatsanwalt: War die Fensterscheibe ganz geblieben? Zeuge: Jawohl. Weiter hätte die Rothe bei einer Sizung aus einer beliebigen Vase einen Mohnkuchen hervormaterialisiert, aus dessen Innern sie ihm blechernes Kreuz überreicht habe. Auf die Frage des Präsidenten, ob das Kreuz nur aus Blech bestanden habe, antwortet der Zeuge: Ja, es war Blech" und erntet unfreiwil igen Heiterfeit e.folg im Audi orium. Ter Präsident droht. den Zuhörerraum leeren zu lassen. Ein selber ,, hellsehender" Schauspieler Berger hat sich von der Rothe den Geist seiner Großmutter zitieren lassen. Sie sei es sicher gewesen, denn sie habe es selbst gesagt. Der Zeuge ist, seitdem er Spiritist ist, gläubiger Christ. Ihm gesellt sich der Postbote Böhm, der bekundet, daß er oft Geister sehe, aber nur, wenn er in spiritistischen Sizungen sei oder über Spiritismus rede. Dann sehe er eine Wolke, aus der sich eine Gestalt bilde. Oft frage er die Geister auch nach ihren Geburtsund Todesdaten. Dann folgen ein die Gutachten der Sachverständigen. Als erster Sachverständiger äußert sich Professor Dessoir von der Berliner philosophischen Fakultät. Hier habe man in keinem Falle gehört, was wirklich geschehen ist, sondern nur, was verschiedene Leute erlebt zu haben glauben. Es genügt zur Beurteilung nicht nur der reine Menschenverstand; denn psychische Erregung, Einwirkung usw. wirke auch auf den normalen gesunden und scharfen Beobachter ein. Was an Fehlbeurteilungen, Irrtümern, Mißdeutungen möglich sei, habe er in mehr als 100 spiritistischen Eizungen erfahren. Es sei geradezu unbegreiflich, was an falschen Beobachtungen geleistet wird. Es ist das nicht etwa böser Wille, sondern Selbsttäuschung. Der Sachverständige führt als Beispiel an, daß ein bekannter Taschenspieler eine Sigung abgehalten habe, als Entgelt habe er nichts als von fedem Teilnehmer einen Bericht verlangt. Und da zeigte sich, daß die einfachsten Trics als wunderbare Phänomene aufgefaßt wurden. So hatte man eine Schiefertafel durch das Zimmer fliegen gesehen und vieles andere. Alles mögliche hat man sehen wollen, nur nicht das, was zu sehen war: denjenigen, der den Tric herstellte. : Plumper Schwindel aber seien die Trics der Angellagten gewesen. Sie arbeitete an einem Tisch, kein Taschenspieler, der etwas auf sich halte, wird das tun. Das Untersuchen der Kleider war eine Farce. Ihre technische Fertigkeit ist nicht groß, wohl aber die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit abzulenfen. Darin hatte sie es zu einer großen Vollendung gebracht. Für einen veränderten Bewußtseinszustand habe er kaum Beweismittel, halte ihn aber auch nicht für ausgeschlossen. Er halte es für möglich, daß die flagte keine Vorstellung von dem Betrug hatte, er könne sich wohl denken, daß sie daran glaubte, für eine heilige Sache zu arbeiten, daß sie einen heiligen Betrug auszuüben meinte. Deshalb könne man nicht schlechthin sagen, daß sie eine einfache Betrügerin sei. AngeEine pathologische Betrügerin nennt die Angeklagte der Sachverständige Dr. Henneberg. Ein eigentlicher echter Trancezustand liege bei der Angeflagten zweifellos nicht vor, sie sei aber hysterisch beeinflußt und von den Spiritisten selbst drangsaliert worben. Ihre strafbare zurechnungsfähigkeit sei herabgesetzt, doch kenne ja das Strafgesez diesen Begriff nicht. Auch der Sachverständige Dr. Puppe hebt hervor, daß die Angeflagte in der Charité durchaus teinen abnormen Geisteszustand gezeigt habe. Sie habe nur einen einzigen geringfügigen Schwindelanfall gehabt. Eine Aufhebung der freien Willensbestimmung liege bei der Angeklagten sicher nicht vor. Gegen diese Gutachten wendet sich der Zeuge Dr. Sellin in einem längeren Vortrage. Die Rothe sei sicher ein echtes Medium. In einer Trancerede habe sie selbst gerufen: Glaubt ihr nicht, sie ist eine Schwindlerin! das hätte die Rothe doch gewiß nicht gerufen, wenn sie die Trancezustände nur vorgetäuscht hätte. Er sei vielmehr überzeugt, daß es einem dem Medium feindlichen Kontrollgeist gelungen sei, sich des Mediums zu bemächtigen. ( Stürmische Heiterkeit.) Mit dieser Aussage ist die Beweisaufnahme geschlossen. Der Antrag des Staatsanwalts. Staatsanwalt Friedheim führt einleitend aus, daß die Fragen der Medialität, des Epiritismus, Offenbarungsspiritismus, des Astralleibs hier nicht zu erörtern seien. Das möge die Sache der Theologen, Philosophen sein. Der Staatsanwalt hält die Angeklagte Rothe des Betruges- teils des vollendeten, teils des versuchten in 59 Fällen für überführt. Beim Strafmaß müsse man das gemeingefährliche Treiben berücksich tigen, das die heiligsten Dinge zum Gespött gemacht habe. Er beantrage gegen die Angeklagte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren sechs Monaten, wovon 6 Monate auf die Untersuchungshaft anzurechnen sind, sowie eine Geldstrafe von 500 mt. Die Plaidoyers der Verteidiger.. Rechtsanwalt Dr. Schwindt leugnet das Vorliegen eines Betruges. Wenn der Gerichtshof aber anderer Meinung sein sollte, so würde doch die vom Staatsanwalt beantragte Strafe unbegreiflich sein. Der Sachverständige habe die Angeklagte eine pathologische Betrügerin genannt. Dann müßte dann doch aber zu einer Strafausschließung oder Strafmilderung führen. Die Angeflagte ist zweifellos eine hysterische leicht erregbare Person. Er halte im höchsten Falle sechs Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft verbüßt seien, für verwirkt. Der zweite Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Thiele meint, daß diese Verhandlung den Spiritismus nicht ausrotten werde, im Gegenteil habe der Prozeß für den Spiritismus nur die größte Reflame gemacht. ( Lebhafte Beifallsäußerungen bei den spiritistischen ZuHörern.) Die Leute, welche zu den Sizungen famen, betrachteten die Sache wohl meist wie eine Schaustellung. Die Gaben hätten eine gewisse Freiwilligkeit. Er beantrage Freisprechung. Das Urteil des Gerichtshofs lautete, wie eingangs angegeben. Das Gericht ist der Ansicht, daß der größte Teil der Teilnehmer in der Annahme sich befand, Vorführungen aus der Geisterwelt zu sehen. Diese Personen seien in ihrem Vermögen geschädigt; für Taschenspielerkunststücke hätte niemand so hohe Summen gezahlt. Die Angellagte behielt sich ihre Erklärung über den Strafantritt vor. Sie war augenscheinlich über den Ausgang sehr niedergeschlagen, auch hatte sie diesmal schon den ganzen Tag geweint, während sie sonst ziemliche Teilnahmslosigkeit gezeigt hatte. Bei ihrer Abführung wurde sie teilnahmsvoll von den sich wie fanatisiert geberdenden Spiritisten umdrängt. Lokales. Gedenktafel für den 31. März. 1596. Der Philosoph Descartes*.- 1727. Newton t. -1732. Joseph Haydn*.- 1811. Der Chemiker Bunsen in Göttingen*- 1814. Einzug der Verbündeten in Paris. - 1819. Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe- Schillingsfürst in Rotenburg 1871. Gröffnung des ersten Deutschen Reichstags in Berlin. in Wiesbaden t. - - 1885. Der Komponist Franz t *** Als Termin für die Neuwahlen zum Reichstag ist nunmehr definitiv der 16. Juni be: stimmt. Der 16. Juni ist ein Dienstag.( Vergl. das Politifstück: Prophezeihungen über die Reichstagswah len." Die Red.) " ** Ernannt wurden mit Wirkung vom 3. April 1. J. an: der zweite Direktor der Hauptstaatstaffe Heinrich Schäfer zum Vortragenden Rat in der Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen des Ministeriums der Finanzen mit dem Amtstitel Oberfinanzrat, der Haupt. taatstaffier Regierungsrat Karl Krebs zum Direktor der Staatsschuldenkasse und daneben mit der Versehung eines Referats in der Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisen. bahnwesen des Ministeriums der Finanzen beauftragt, der Kassier bei der Staatsschuldenkasse, Regierungsrot Adolf Schläger zum zweiten Direktor der Hauptstaatskasse, der Kontrollbeamte der Lokalkassestellen des Bezirks Darmstadt 1, Regierungsrat Franz Hiemenz zum Kassier bei der Staat schuldenkasse und daneben mit der Versehung von Geschäften eines Hilfsarbeiters in der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen beauftragt. ** In den Ruhestand verseßt wurde am 26. März der evangelische Pfarrer Emil Sellheim zum Villingen, Dekanat Hungen, auf sein Nachsuchen unter Anerkenn ung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Mai an. nicht entspre aufgenomme Marbach b heim a. b. 2 mithin Die Rother Bum 1. Ar Darmstadt Schatt- Hand turnwart Jum 2 frei gewählt. bon Pfung Schußmitgl Franti, der Wahl auf die D Fr. HelmStellvertre Wamfer- B ** Bur auswärtiger ber Gebühre grmadit Rann lichen Weg ridlegen, f Roften zu erforderlich wenn in b Atteft auf bas Gerid würde." Jedenf Alter, ein Fubre swing eine foftenlo erbracht und nicht ausrei Rönn wird in d zügliche Fa *** Provinzial- Ausschuß. Am Samstag von bo mittags 9 Uhr, mit Unterbrechung von 2 Stunden für die Mittagspause, bis abends 8 1/2 Uhr wurde zum Schluß vers handelt wegen der Enteignung des Geländes für die chirurgische und ophthalmologischen Klinit. Die Frage der Notwendigkeit der Enteignung wurde nicht mehr in den Bereich der Er örterung gezogen, dagegen waren eine ganze Reihe Sach verständiger und Zeugen zu hören, über die Wertbemessung des zur Enteignung vorgesehenen Geländes 2c., ob dasselb Villengelände sei, welche Frage übrigens allseitig bejaht wurde, und wie weit die Interessenten darauf rechnen fonnten, für ihr Gelände Straßen und damit Bauerlaubnis zu be tommen, wenn das Projekt der Kliniken nicht dazwischen gekommen wäre. Die Plädoyes Nachmittag nahm n allein 4 Stunden in Anspruch, obgleich die Vertreter der Parteien sichtlich bestrebt wa en, sich furz zu fassen. Provinzialdirektor Dr. Breidert verkündete Beschluß, daß der Provinzial Ausschuß beraten und das Urteil demnächst ver fünden werde. ** am Das Provinzialsiechenhaus in Gießen wird kommenden Mittwoch, den 1. April nachmittags 13 Uhr seiner Bestimmung durch den Provinzialausschuß über geben. An die Eröffnung schließt sich eine Besichtigung der neuen Anstalt an. *** In der am Donnerstag zu Cießen im Prinzen Karl" stattgefundenen Ausschußsißung des Landwirtsc Vereins für Oberhessen wurde berichtet, daß der Verein im vergangenen Jahre in Einnahme und Ausgabe rund 98 000 Mt. zu buchen gehabt hat. Ferner wurde Klage geführt, daß die Obstbäume vernachlässigt, alte franke Bäume durch neue tragfähige in genügendem Maße nicht ersetzt werden. Auch das Anbringen der Nistkästchen für unsere insektenfressenden Tiere darf besonders jetzt nicht ver gessen werden. ** * [ Stadttheater.] Morgen Dienstag gelangt als Abschieds- Vorstellung Flotte Weiber" noch einmal zur Aufführung und zwar als volkstümliche Vorstellung. " " ** Der Bürgerverein hielt am legten Samstag in Steins Garten eine Abendunterhaltung mit Tanz ab Neben recht eraft vorgetragenen Chorliedern, Morgenwander ung und ,, Ueberg Jahr" von van der Stucken,„ Ein Ständ chen" von Müller und„ Die Nacht" von Abt, famen„ Der Hochzeitstag", Schwant in 4 Atten von Wilh. Wolters und Königsbrunn- Schaub, und die Tragikomödie„ Die Hasen pfote" von H. Brennert zur Aufführung. Der Vorstand hat mit dem ganzen Programm einen recht abwechslungs reichen und humorvollen Abend erzielt. Die beiden Theater stücke wurden von den Mitgliedern des hiesigen Stadttheaters gespielt, den Vereinsmitgliedern also die große Mühe, selbst auf die Bretter zu müssen, erspart. Nach Abwicklung des Programms wußten sich die Damen und Herren beim ge mütlichen Tänzchen recht gut zu amüsieren. Das Familiäre und Ungezwungene stand den ganzen Abend mehr im Vor dergrund, so daß die Teilnehmer sehr befriedigt nach Schluj den Heimweg antraten. *** Ergriffener Mörder, der nicht ausgeliefert wird. Der Mörder des kroatischen Erdarbeiters Marko Cinbrie, welcher bekanntlich sein Opfer am Sonntag, den 16. Nov. v. J. auf der Straße zwischen Jlbeshausen und Grebenhain tödete und beraubte, um dann flüchtig zu gehen, ist endlich in seiner Heimat Kroatien festgenommen worden. Die Behörde dort weigert sich jedoch den Täter auszuliefern, weil es an einer hierzu nötigen vertraglichen Vereinbarung zwischen Hessen bezw. Deutschland und Kroatien fehlt. Die dortige Justizbehörde hat sich aber bereit erklärt, den Fall nach den dortigen Landesgefeßen abzuurteilen. Auf dem Verbrechen des Mordes ruht ouch dort die Todesstrafe, so daß de Mörder seinem wohlverdienten Schicksal nicht entgehen wird. ** Pech. Am Samstag spielten mehrere Kinder an einem nach dem Kirchenplatz gefahrenen leeren Lastwagen des Herrn Herzberger. Plötzlich, wie es fam, man weiß e nicht genou, fam der Wagen an einer unebenen Stelle nad Norden zu ins Rollen und die Deichsel stieß durchs Schau fenster des Urmachers Stöver in dessen Laden. Die ganz Schaufenster- Einrichtung ist zertrümmert, und die ausge stellten Uhren, Ringe 2c. fielen bunt durcheinander zur Erbe ** Turnerisches. Am leßten Samstag tagte in Darm stadt, in dem Vereinshaus der Turngemeinde, der Kreis Ausschuß und am 29 der 65. Turntag des Mittelrheinkreises Folgende Beschlüsse wurden gefaßt: die Aufnahmegesude des Kinziggaues und des Unter Taunus- Bundes in den Mittelrheinkreis wurde willfahrt, während diejenigen des Saar- und des Main Rodau- Gaues feine Berücksichtigung finden konnten, da die Borbedingungen zur Anmeldung nod wenn fich ebenfalls be Aus 林 ** Be bei der G affiftent zum Gütere 1 We diener Die einem Ful Heimwege ging an, e folden Nu die Räder über die 2 Brustbeinb fchädigung Ma Bappenheim und dem fandidatur a zu den extre ** Au Roch aus des Kreises verbunden Borträge b Sonntagen Im 2 Gemartung Marburg zur Zeit d auf den N Fiedel zu Barz. 227 a) Wob 5a 3 bäud Nutz am durch das berfteigert Das für länger Mar B Beftes Empfoh Generalver Berkaufsite Geor Alinif Hr. Linden ie Neuwahlen zu v der 16. Juni b nicht entsprechend waren. Eine große Anzahl Vereine wurden Dienstag.( Bergl. ba er die Reichstagswa Birfung vom 3. Ap Sauptftaatstaffe Heinri in der Abteilung f aufgenommen, im Gau Hessen die Vereine Ober- Mörlen und Marbach b. Marburg, Nieder- Weisel und M. T. V. RodHeim a. d. Bieber. Die Kreisrechnung hatte den Nachweis einer Einnahme von 8 306,50 Mt. " Ausgabe 5 208,79 " " des Ministeriums& Die Rothermelstiftung beträgt heute 3038 Mt. 59 Pfg. finanzrat, der Haup Bum 1. Kreisvertreter wurde Turninspektor Schmuck68 zum Direttor& Darmstadt und zum 2. Streisvertreter Juwelier Otto t der Bersehung ein Schatt- Hanau auf 4 Jahre wieder gewählt. Zum 1. Kreisnzwirtschaft und Eile turnwart wurde Oberlehrer Volze- Frankfurt neu und mithin ein Ueberschuß von 1 185,71 Mt. Regierungsrot be zum 2 Streisturnwart Adolf Münch- Hachenburg wiedergewählt. Zum Geschäftsführer ging Apotheker Kaminsky weisungen werden je am anderen Morgen um 9 Uhr erteilt.| ein Sohn, Hans Otto. Dem Laternenaufseher Karl Ludwig Sonntag den 29. März in Eudorf, " 3. " " " Bieben, Eifa, " " " 5. 6 " B M " Elpenrod. Schwabenrod, Nieder- Breidenbach, Donnerstag, 2. April Freitag Samstag 4. Sonntag Montag In sämtlichen Orten finden Gratisverlosungen von Obstbäumen an die anwesenden Mitglieder statt. Groß- Gerau, 25. März. Zu der Verhaftung der Baronin v. Seckendorf aus Rüsselsheim wegen Verdachtes der Kindestötung erfährt die„ Kl. Pr.", daß sie das Rind vergiftet haben soll. Der Vater des Kindes, ein Reitknecht, mit dem die Baroneß das Verhältnis hatte, wußte, daß das Kind aus der Welt geschafft worden war. Er ver hat er Anzeige erstattet. er Hauptstaatsfaffe,& von Pfungstadt aus der Wahl hervor. Zu Turn- Aus langte Schweigegelder, und als sie ihm nicht gewährt wurden, 8 Bezirks Darmstadt schußmitglieder wurden die Turner Möller- BockenheimRaffier bei der Staats Franff., Gräfer- Frantf. und Frey- Mainz gewählt. Bet rsehung von Geschäfte der Wahl der 29 Abgeordneten zum deutschen Turntag für Steuerwesen de auf die Dauer von 4 Jahren wurde für den Gau Hessen rde am 26. März de Stellvertreter W. Eidmann Gießen und Professor im zum Billing Bamser- Butzbach gewählt. Fr. Helm- Gießen und Wilh. Will- Wezlar und als deren en unter Anerken enfte mit Wirtum auswärtiger 8eugen oder Sachverständiger wird auf§ 10 ** Zur Verhütung von Nachteil vor Gerichte geladener ber Gebührenordnung und Busazbestimmungen aufmerksam Am Samstag von to gemacht. on 2 Stunden für d " Durde zum Schluß velichen Weg ohne Benutzung von Transportmitteln nicht zu ndes für die chirurgid rücklegen, so sind die nach billigem Ermessen erforderlichen Frage der Notwendig Rosten zu gewähren. Aerztliches Attest ist in der Regel nicht den Bereich der erforderlich, Auslagen für ein solches sollen nur ersetzt werden, Rann der Beuge oder Sachverständige den erforder= ** Vom Odenwald, 29. März. Auf dem Kazenbuckel, der höchsten Kuppe des Odenwaldes, sollen fünftig am 1. April, gleichwie auf dem Feldberg im Schwarzwald und dem Pelchen in den Vogesen, alljährlich Flammenzeichen den Geburtstag des eisernen Kanzlers Fürften Bismard verkünden. Diesmal wird das Feuer am 1. April, abends 8 Uhr auf dem Turme angezündet, während sich die Festteilnehmer am Turm zu Ansprache und Gesang vereinigen. ** Kassel, 29. März. Der Unteroffizier Degen von der 2. Estdr. des 14. Husarenregiments dahier, der seine Geliebte Elise Hamel am 8. Febr. d. J. in die Fulda geworfen haben sollte, wurde gestern vom Kriegsgericht von der Anklage des Mords versuchs freigesprochen. Der Ver treter der Anklage hatte 6. Jahre Buchthaus und Ausstoßung aus dem Heere beantragt. Das Gericht erklärte die Ause ganze Reihe Sidroenn in der Anweisung bescheinigt werden kann, daß das sage des von den ärztlichen Sachverständigen als hochgradig ber die Wertbeme Atteft auf Erfordern des Gerichts beigebracht ist, oder daß hysterish bezeichneten Frauenzimmers für unglaubwürdig, Tändes 2c., ob das bas Gericht die Vorlage für erforderlich erachtet haben igens allseitig bevürde." andererseits aber auch den Angeklagten immerhin für schwer Darauf rechnen fon verdächtig. Bauerlaubnis ** Jena, 24. März. Im Juni d. I. feiert die hiesige Alter, offenbares den 400 zu be Jedenfalls ist ein solches Attest unnötig, wenn hohes Petri ein Sohn, Philipp Konrad Hans. Dem Lehrer Martin Adam Fischer eine Tochter. 20. Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Ferdinand Corvinus ein Sohn. Dem Taglöhner Karl Pfeffer ein Sohn, Karl Adolf Martin. 21. Dem Fabritarbeiter Peter Theiß ein Sohn, Peter Paul. Dem Milchhändler Christian Burt eine Tochter, Dorothea Katharina. Dem Oberleutnant August Schroeder ein Sohn, Gert Karl Heinrich. 22. Dem Regierungsassessor Karl Lin denstruth eine Tochter. Dem Stationsassistenten Friedrich Wilhelm Wiegand eine Tochter, Anna Marie Margarete. Dem Bahmeisterdiätar Mar Rienbiehl eine Tochter, Wilhelmine Johanna. Dem Lackierer Adam Dürr eine Tochter. Dem Kreisbauschreiber Heinrich Junker eine Tochter, Katharine Konradine. 23. Dem Taglöhner Balthaser Jung II. eine Tochter, Emma. Dem Bureauvorsteher Theodor Rühl ein Sohn. Dem Feldwebel Christian Junker ein Sohn. 24. Dem Schreiner Karl Joseph Plattner eine Tochter Gertrude. Gestorbene. Am 20. März. Elisabeth Lippert, 66 Jahre alt, Taglöhnerin dahier. Marie Kersten, 1 Jahr 4 Monate alt, Tochter des Auslaufers August Kersten dahier. Else Elisabeth Katharina Marie Gräf, 5 Monate alt, Tochter des Kaufmanns und Wirts Ludwig Gräf dahier. 22. Nikolaus Georg Hose, 55 Jahre alt, Lokomotivführer i. P. dahier. 23. Anna Klein, geb. Schultheiß, 80 Jahre alt, ohne Beruf dahier. 24. Heinrich Ruhl, 57 Jahre alt, Weißbindermeister dahier. 26. Emilie Elise Luise Schmall, 17 Jahre 7 Monate alt, ohne Beruf dahier. Katharina Brüd, 63 Jahre alt, Haushälterin dahier. 27. Johannes Gröninger, 69 Jahre alt, Pensionär dahier. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 35 Dienstmädchen für sofort und später en nicht bagsiden Subre Atwingt, es tres Gebrechen 2. zur Genugung einer burtstages bes Grünbers ber Univerſität, Johann Friedrich( hier und ausw.) bei hohe in Sohn, 1 Kindermäbchen, 8 am Nachmittatine fostenlose Bescheinigung des Ortsvorstehers 2c. Nachweis obgleich die Vertreterbracht und abgewartet werden, ob das Gericht solchen für fich furz zu faiz nicht ausreichend erachtet. te Beschluß, daß de Urteil demnächst to nhaus in Bien Können vorgeladene Personen Eisenbahn benußen, so wird in der Regel feine höhere Entschädigung als der beLügliche Fahrpreis gewährt, und für höhere Klasse nur dann, wenn sich der Beuge bei Reisen in eigenen Angelegenheiten pril nachmittags 3 benfalls der höheren Klasse bedient. vinziolausschuß ibn eine Besichtigung der Cießen im„ Bring des Landwirtsh De berichtet, daß er ahme und Ausgeb -Ferner wurde hläffigt, alte tranf Weylar, 25. März. Der Landwirt und Ortsendem Maße niht diener Dietz im benachbarten Steindorf war mit der Nistkästchen für einem Fuhrwerk im Felde gewesen und wollte beim Onders jetzt nicht ve Heimwege auf seinen Wagen steigen. Doch das Gespann ging an, ehe zum Setzen fam. Er erhielt dadurch einen en Dienstag ganolchen Ruck, daß er herunterfiel und gerade zwischen bie Räder zu liegen fam, so daß ihm der Hinterwägen über die Brust ging. Der Ueberfahrene erlitt einen Brustbeinbruch, einen Rippenbruch im Rücken mit Bechädigung des Kopfes und starke Hautabschärfungen. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Verscht nach Alsfeld wurde der seit 1. Oft. 1994 beider Güterabfertigung Buzbach beschäftigte Stations assistent Herr R. Ploch zum 1. April unter Beförderung zum Güterexpedenten. ber" noch einmal Vorstellung. am legten Samsty tung mit Tanz a rn, Morgenwand Studen,„ Gin Star n Abt, famen, Wilh. Wolters mödie„ Die Hase ng. Der Vorsta recht abwechslung Die beiden Theate hiesigen Stadttheate große Mühe, ach Abwicklung die und Herren beim g ren. Das Familie bend mehr im Br friedigt nach S Schl t ausgeliefert wi 18 Marko Cinbr intag, den 16. N ufen und Grebenhe gehen, ist endlich Orden. Die Behör uliefern, weil es einbarung zwis fehlt. Die dort den Fall nach d Marburg, 29. März. Kammerherr Frhr. Ribe v. ẞappenheim- Liebenau hat die ihm von den Konservativen und dem Bund der Landwirte angetragene ReichstagsKandidatur angenommen. Herr v. Pappenheim bekennt sich & den extremsten Forderungen des Bundes der Landwirte. ** Aus dem Kreise Alsfeld. Herr Obstbautechniker och aus Friedberg beabsichtigt, die nachbenannten Orte des Kreises Alsfeld zu besuchen, um Vorträge über Obstbau, werbunden mit praktischen Unterweisungen, zu halten. Die Vorträge beginnen an Wochentagen um 8 Uhr abends, an Sonntagen um 3 Uhr nachmittags; die praktischen UnterZwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemartung Marburg belegene, im Grundbuche von Marburg Blatt 2056, Verzeichnis der Grundstücke Nr. 2 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Freiherrn Alexander v. Einsiedel zu Wiesbaden eingetragene Grundstück Kttbl. 31 Parz. 227 am Steinweg, Haus Nr. 21/2, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, groß 5a 38 qm, Grundsteuermutterrolle Art. 1953, Ge bäudesteuerrolle Nr. 1199, 4200 Mt. jährlicher Nugungswert am 4. Mai 1903, Vormittags 11 Uhr des Großmütigen. Das Festprogramm enthält u. A. eine Beleuchtung der Jena umgrenzenden Höhen durch Bergfeuer. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Wilhelm Hahn, Briefträger dahier mit Helene Schmidt in Heuchelheim. 21. Otto Eschbach, Schlosser dahier mit Karoline Riedhammer hierselbst. 21. Wilhelm Schüß. Schreiner dahier mit Marie 3 cher in Staufenberg. 21. Konrad Roth, Postbote dahier mit Katharine Formhals hierselbst. 21. Richard Elias Cohn, Kaufmann in Dresden mit Rosa Weizenkorn dahier. 23. Friedrich Wilhelm Holdinghausen, Eisenbahn- Bureaugehilfe in Opladen mit Katharine Hinder dahier. 23. Johann Carl Marx, Kaufmann in Frankfurt a. M. mit Johanna Wallenfels dahier. 24. August Ludwig Georg Karl Bender, Sanitäts- Sergeant dahier mit Sophie Lampmann Büdingen. 24 Franz Joseph Roth, Bad. Referendar in Karlsruhe mit Berta Hartmann dahier. 25. Heinrich Brang, Dachdecker dahier mit Auna Müller, gen. Jost hierselbst. 24. Peter Bachmann, Schuhmacher dahier mit Elisabeth Hebestreit in Kirchworbis. 26. Karl Heinrich Georg Lindenstruth, Schriftsezer dahier mit Henriette Luise Dreher hierselbst. Eheschließungen. in Am 21. März. Dr. August Schuberg, a. o. Professor in Heidelberg mit Ida Hofmann dahier. 23. August Heinrich Noll, Schlossermeister dahier mit Auguste Wilhelmine Luise Berger in Ulm a. D. 26. Eugen Georg Meier, Amtsrichter in Bühl mit Luise Elwine Groos dahier. Geborene. Am 13. März. Dem Metzgermeister Bernhard Meyer ein Sohn Julius Erich. 16. Dem Postassistent August Fink eine Tochter. 18. Dem Drechsler Georg Martin Kraus eine Tochter, Dorothea Wilhelmine. 19. Kaufmann Jakob Althaus eine Tochter. Tem Taglöhner Heinrich Oswald ooooooQ000 Stadttheater Gießen. Dienstag, den 30. März. Letzte volkstüml. Vorstellung: Prima Betonkies Lahnsand und Flotte Weiber. Gartenties QGQ Gießner F.. gefiebt und gewaschen empfehlen Gebr. Kahl, Dampfbaggerei. Lagerplay: a. d. Margarethenhütte. Heute Abend Monatsversammlung bei Kamerad Vogt, Sonnenstraße. Die Kameraden werden ersucht Kontor: Frankfurterstraße 151. Telephon 308. luf dem Gericht – an der Gerichtsstelle- recht zahlreich aus erscheinen, strafe, so daß d bersteigert werden. nicht entgehen wi mehrere Kinder 1 leeren Laftwag fam, man weiß nebenen Stelle no ftieß durchs Scha Laden. Die gam r Das Haus ist Geschäftshaus in bester Lage und für längere Zeit für zusammen rund 5220 Mt. vermietet. Marburg, den 4. März 1903. Königl. Amtsgericht Abt. 2. Bilz- Limetta. nander zur Beftes alkoholfreies Erfrischungsgetränk. rt, und die ausg Stag tagte in Darm meinde, der Krei Mittelrheintreife Empfohlen von ersten Autoritäten Deutschlands. Generalvertreter: Konrad Roth, Gießen, Zozelsgasse 9. ie Aufnahmegefad Verkaufsstellen: Karl Schwaab. Hofl. Seltersweg, 18- Bundes in de rend diejenigen de ur Anmeldung nod ne Beruditigun Georg Adami, Frankfurterstr. 9, Ad. Lenhard, Klinifstraße 22, Hrch. Hahu, Bismarkstraße 7, Das Kommando. SaatKartoffeln, weiße Frühkartoffel, gelb, fleischig gen. 9- Woche- Kartoffel, große Ertragsfähigkeit, sowie alle anderen Sorten Seßkartoffeln empf. bill. J. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. Städtisches Schlachthaus. morgen Rindfleisch 50 Pfg. BBBBBBB00 Auf meine große Auswahl in rohem und namentlich in gebranntem Kaffee mache ich aufmerksam. Die gebrannten Staffees find aufs sorgfältigste zufammengestellt, von feinem, fräftigem Aroma und absolut reinschmeckend. Emil Fischbach. 0000000 gegen Blutstockung Grch. Heyne, Wallthorstraße und Kaspar Müller, Schweinefleisch 52 i. Hilfe Erwig, Gamburg, Lindenplay. Bartholomäusftr. 57. 1 Sattler, 1 Schreiner( hier), 2 Schreiner( ausw.), einige Tapezierer für dauernde Arbeit bei hohem Lohn nach ausw., 1 Bauschlosser,( ausw.), 2 Schneider( hier), 2 Schneider ( ausw.), 1 Krankenpfleger, 1 jüngerer Rellner, 1 jüngerer Kutscher für ausw. Arzt, 1 Gärtner, 7 landwirtschaftl. Knechte, 2 landw. Arbeiter, 1 Pferdefnecht, 3 Hausburschen, 1 Weißzeugnäherin, 2 Köchinnen, 3 Lauf- bezw. Buzfrauen, 5 landw. Mägde, 1 Milchaustragerin. Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Spengler, 3 Schmiede, ( 1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Rüfer, 4 Schlosser, 1 Schreiner( ausw.), 1 Stellmacher und Wagenbauer( ausw.), 2 Buchbinder, 3 Bäcker( 1 hier, 2 ausw), 2 Schuhmacher, 4 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute. Es suchen Arbeit: 3 Bau- und 1 Maschinenschlosser, 1 Mechanifer, 1 Buchbinder, 1 Sattler. 2 Schreiner, 2 Schneider, 1 Maler bezw. Anstreicher, 1 Glaser, 1 Herrschaftsgärtner, 1 Buchhalter oder Schreiber, 1 Büreaugehilfe oder Aufseher, 1 Aushilfsfellner, 6 Knechte, 10 Taglöhner, 2 Gartenarbeiter, 2 Kutscher, 12 Hausburschen, 1 Kinderfräulein bezw. Gesellschafterin, 1 Haushälterin, 1 Krantenpflegerin, 2 Lauffrauen, 1 Wasch= und Buzz rau. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute, 8 Schreiber. * Marburg, 28. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten: Butter, Pfd. 0,95-105, Hühnereier, 2 St. 10-00, Stäfe, pr. St. 11, Käschen, pr. St. 4, Kochfäse, pr. Pfd. 40, Käsemat: e, pr. St. 5, Kartoffeln, Pfd. 5 Bfg. 100 kilo 2.50-3.00 Mr., Kohl 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 25-50, Spinat, Pfd. 35, Salat pr. Kopf 0,16, Möhren, pr. Pid. 10, Sellerie St. 5-25, Borre Stück 5-8, Rüben, rote 8-10, Hahnen, pr. St. 1.50-200, Hühner, br. Std. 1.50-1.80, Tauben, pr. St. 50, Rapaunen 00-00 Radie'e, pr. Pad. 10, Merrettich, pr. Bad 15-30, 3wiebeln, Bfb. 10 Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. K. 20-40, Rotfraut pr. R. 30-45. Birshina, pr. K. 30-40, Weintrauben, pr. Bfb. 90, Aepfel pr. Pfd. 18-25, bo., Korb 3-3,50, Birnen, Bfd. 25-40 Pig. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruderet, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Ein seidener Schillerstrasse 27 Damengürtel gefunden worden. Die Eigen Schöne 4- Zimmerwohnfümerin fann denselben gegen ung mit Zubehör und Zurückerstattung der Einrüdungs- Garten zu vermieten. gebühr abholen. Näh. Schillerstr. 16, par. Freundlich möbl. Zimmer zu berm. Rothermel, Bahnhofstr. 38 wei ineinandergehende schön Neuenweg 48. Zu vermieten: Sine 4- Zimmerwohnung nebst Bleichplatz zu vermieten. E. H. Müller, Schillerstraße 26. In unserem Neubau am Brandplatz ist noch eine schöne 5- Zimmerwohnung m. Erker ber April zu vermieten, desgleichen bafelbft 4 Zimmerwohnungen. Näh. Frankfurterstr. 29. Kleine 3- Zimmerwohnung mit Gartenanteil per Monat 14 Mt. zu vermieten. ,, Schöne Aussicht." 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Näheres in der Erp. d. Bl. Amtliche Bekanntmachungen. Lieferung von Lehrmitteln für die Volksschulen. Zur Gewährung freier Lehrmittel an den Volksschulen werden für das tommende Schuljahr annähernd erforderlich: 800 Lesebücher, 600 Rechenbücher, 200 Bibl. Geschichte, 200 Gesangbücher, 80 Bibeln, 80 Neue Testamente, 160 Katachismen, 160 Atlanten, 1400 Schiefertafeln mit Schwämmchen, 400 Tafelschwämmchen, Einige Centner gute Makulatur alte Beitungen 2c.) preiswert in der Expedition Herren, welche einen eleganten Anzug u. Paletot wünschen, und nebenbei Wert auf ein gu sihendes Beinkleid legen, wenden sich an das Tuch- und Massgeschäft bon 6000 Schreibhefte mit Schoner und je 2 Löschblättern. Karl Lenz, 1000 Oftavheftchen( liniiert) mit je 2 Löschblättern. 60 Gros Stahlfedern, 600 St. Federhalter, 250 St. Griffel- bezw. Federkasten, 550 St. Zeichenblöcke, 1300 Bleistifte, 1200 St. Radiergummi, sowie eine größere Menge von Materialien für den Handarbeitsunterricht in der Stadtmädchenschule. Die Lieferung dieser Bedürfnisse soll im Wege schriftlichen Angebots und vorbehältlich der Verteilung größerer Lieferungen an 2 oder 3 Bieter vergeben werden. Muster der zu liefernden Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schulgruppen benutzt werden, liegen bei dem Rektor der Volksschulen im Schulgebäude der Stadtknabenschule und die Muster der Materialien für den Handarbeitsunterricht bei dem Hauptlehrer der Stadtmädchenschule bis einschl. 2. April vormittags bon 11-12 Uhr offen. Angebote zu welchen Formularien bei dem Rektor in der Stadtknabenschule erhältlich sind sind bis spätestens 5. April bei der unterzeichneten Stelle verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen. Gießen, den 26. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Schneidermeister, Frankfurterstraße 89 Für Bäcker! Brotp ets- Formulare hält stets am Lager die Expedition. Tüchtiger Hausbursche sofort gesucht. Bahnhofstraße 62. Ein Schweizer gesucht. Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10. Schüler der Hochschule finden gute Pension und Aufsicht Bismarckstraße 17. Glaserlehrling gesucht Rothermel, Bahnhofstr. 38. Eine noch gut erhaltene Treppe, 8 Stufen Danksagung. Für alle uns bei dem schmerzlichen Verluste unserer guten Mutter, meiner treusorgenden Haushälterin Katharine Brück erwiesene Teilnahme, für alle Kranz- und Blumenspenden sagen wir innigsten Dant; besonderen Dank noch dem Herrn Pfarrverwalter Vogt für seine ergreifende Grabrede. Gießen, 29. März 1903. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Kehm, Familie Brüd, Karl Plant, Rentner. Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Verluste unserer teueren Angehörigen, der Frau Postmeister a. D. Schwalm sagt allen herzlichen Dank. Gießen, 30. März 1903. Mein Nebenhaus, 5 Zimmer: wohnung, an ruhige Leute per Zahnarzt Schwalm, nebst Familie. Bekanntmachung. In der Zeit vom 21. bis 28. März 1903 wurden in abzugeben. Schiffenbergerweg 39. 1. April oder später zu vermieten. hiesiger Stadt Beamter mit kleiner Familie sucht eine schöne 4- ZimmerWohnung mit Zubehör. Off. 1708 an d. Exp. d. Bl. erbeten. Karl Eichmann, Ederstraße 1, Ede Nordanlage Stube mit Küche pr. April zu vermieten. Näheres Wallthorstraße 8 im Laden. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Steuerzettel über Staatssteuer und allgemeine Kirchenfteuer Die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1903 bis dahin 1904 der südöstlich der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegene Stadtteil in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die dem Kaminfeger 3wesch und der nordwestlich dieser Schußmannschaft zugestellt werden. Straße gelegene Stadtteil dem Staminfeger Steil zugeteilt worden ist. Gießen, den 26. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Vergebung von Bauarbeiten. Für den Neubau der katholischen Kirche zu Gießen sollen die Zimmer Spengler, Dachdecker- und Schlosserarbeiten, sowie die Blizableiteranlage bergeben werden. Diejenigen Einwohner, welche bis zum 15. April feinen Steuerzettel erhalten haben, ihren Verhältnissen nach aber annehmen müssen, daß sie Steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordert, hiervon alsbald bei Meidung nachteiliger Folgen auf dem Bürgermeistere Bureau Zimmer Nr. 15- Anzeige zu erstatten. Gießen, 26. März 1903. - Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Gießen für 1902/3 nebst Verwaltungsbericht, sowie die Rechnung des Stadtergefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, u. 50 Mart berloren: 1 goldene Damenuhr. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, am 28. März 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Krieger- Verein. Mittwoch, den 1. April 1. Js., abends 9 Uhr im Vereinslokal Monatsversammlung. Tagesordnung: Bericht der Kassenprüfungskommission, Besprec ung über Bildung von Sanitätskolonnen. Ver schiedenes. Wegen dec Wichtigkeit der Tagesordnung bittet man um reg Beteiligung. Der Vorstand. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe feßt aud Mainzer Aktienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es auße ordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle basselbe bie Flasche zu 18 Pfennig. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei dem Archi- weiterungsfonds und des Gas- und Waſſetwerks für teften Sockerbed in Gießen, Wilhelmstraße 3 und bei 1902/3 liegen in Gemäßheit des Art. 87 der Städtedem Architekten 2. Becker in Mainz, Pfandhausstraße 5 ordnung während 8 Tagen, vom Erscheinen dieser Beoffen. Angebots- Formulare können gegen vorherige Ein- fanntmachung ab gerechnet, auf dem BürgermeistereiBurcau Zimmer Nr 15- zu Jedermanns Einsicht sendung von 70 Pfg. für die Blizableiteranlage und offen. In der angegebenen Frist fönnen auch schriftliche 20 Liter an stets auf Lager. 1,20 Mt. für jede der übrigen Arbeiten vom Archi Bemerkungen hierzu bei dem Unterzeichneten vorgebracht tekten 2. Becker in Mainz bezogen werden. Angebote sind bis zum 11. April abds. 8 Uhr einzusenden an den katholischen Kirchenvorstand zu Gießen, werden. Gießen, den 26. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. " " 1 9 " P Bier in Faß für Wirte und Wiederverkäufer in Gebinden vo Gotthilf Röhrlo, Biergroßhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. - 2525252525252525 Augen hierher! Seit voriger Woche spielt bei mir das weltberühmte und schönste aller Musikwerke: das von der Firma Heinrich Kempel in Frankfurt gelieferte Streichorchester- Piano- melodion. Dieses Kunstwerk allerersten Ranges übertrifft alle anderen Instrumente an Feinheit und Abwechselung der Musik. Dureh kunstvolle Registratur ist es ermöglicht, eine Musik zu erzeugen, die nicht wie bei anderen grossen Riesenwerken mechanisch und verschwommen klingt, sondern hier tritt jeder einzelne Ton des Piano, der Violine, der Zither und Mandoline, der Clarinetten, des Cellos, der Flöten u. a. m. klar und deutlich hervor. Die ganze Klangwirkung ist eine derartig gewaltige, dass der Zuhörer unwillkürlich glaubt, eine wirkliche Musikkapelle zu hören. Das Instrument hat ferner den grossen Vorzug vor allen Konkurrenzfabrikaten, dass es mit unzerstörbaren Rollennoten, wobei bis zu 20 Stück auf einer Rolle angebracht werden könn n, betätigt wird. Man kann also 20 Stücke für 20 maligen Geldeinwurf spielen lassen, ohne die Noten zu wechseln. Philipp Schneider Gastwirt zum Adler, Marktplatz. DON AM HÄUSLICHEN bis daraus eine weiße, milchartige Flüssigkeit sich gebildet hat, die man durch ein Haarsieb oder ein weißes, nicht zu Bichtes Tuch rührt; dann läßt man die Flüssigkeit flären und trocknet das so gewonnene feine Mehl auf ein Teec 74.5 Famil Montag, den 30. März. 1903.