Nr. 25. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 30. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitgeile 30 refp. 40 Vfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechauschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutscher Reichstag. 246. Sigung. - CB. Berlin, 29. Januar. Graf Ballestrem wieder Präsident. Die zahlreichen Besucher des Reichstags sind nicht auf ihre Kosten gekommen, denn die Präsidentenwahl verlief ohne Sensation. Der Zudrang zu den Tribünen war so außerordentlich, daß die Abgeordneten keine Karten mehr hatten. Ein stark in Anspruch genommener Abgeorbneter zitierte, als er einem Besucher aus dem Wahltreise" die leẞte arte gab, aus Schillers, Tell": ,, Entschwind'st du jego kraftlos meinen Händen, ich habe keine weit're zu versenden." Noch um drei Uhr nachmittags standen ganze Jamilienfarawanen harrend an den Toren. des Reichstags, um nach einiger Zeit ihre Ablehnungsordres entgegenzunehmen. Tie Situng eröffnete der Vizepräsident Dr. Graf Stolberg- Wernigerode, der zunächst den Dank des Kaisers für die Glückwünsche des Reichstags zur Kenntnis des Reichstags brachte. Alsdann erfolgte die Präsidentenwahl. Graf Ballestrem wurde mit 195 gegen 89 Stimmen wieder zum, Präsidenten gewählt. Eine Stimme war auf Ahlwardt gefallen; die übrigen Zettel waren unbeschrieben. Da Graf Ballestrem im Hause nicht anwesend war, so gab Graf Stolberg das Präsidium ab und machte sich auf die Suche nach dem verlorenen Präsidenten. Gegen 3 Uhr war dieser endlich gefunden. Graf Stolberg fam in einem förmlichen Sturmschritt zurück, hinter ihm gemessenen Ganges der Präsident, der mit einigen Worten des Tankes das Präfidium wieder annahm und sofort ausübte. Die Wiederwahl sei ihm ein Beweis für den Fortbestand des Vertrauens zu ihm. In der Zwischenzeit war in die Erörterung der Gesegesvorlage über die Schutzvorsch isten für die Phosphorzündholzfabritation einge: re en worden, die zur Verhütung der unter dem Namen ,, Phosphor- Nekrose" bekannten furchtbaren Gewerbetrautheit dieser Industrie eingeb. acht ist. Staatssekretär Graf Bosadowsky rechtser izte die Vorlage mit einer Rücksicht auf soziale Verhältnisse. Es sprachen zu der Vorlage die Abgg. Dr. Endemann, Dr. Müller- Meiningen, zehnter, Münch- Fer ber, Dr. Wiemer, Stockhaus, die sich sämtlich für die Vorlage aussprachen. Hierauf fam der sozialdemokra ische Antrag auf Einschränkung der Kinderarbeit auf die Tagesordnung. Der Abg. amp von der Reichspartei, der als erster Debatteredner eingriff, erhob gegen die Sozialdemokratie den Vorwurf, daß sie mit ihrem Antrag die bürgerlichen Pa= teien dem Schein ausseße, als ob sie nicht genug auf diesem Gebiete leisteten; er wies diesen Vorwurf zurück, den aber nach ihm der Abg. Wurm für gerechtfertigt erklärte. Unter Berufung auf einige Landgeistliche in Brandenburg und Hessen suchte er nachzuweisen, daß namentlich auf dem Lande die Arbeitskraft schulpflichtiger Kinder über Gebühr in Anspruch genommen werde. Nach kurzen Reden der freisinnigen Abgeordneten Zwid und Rösicke( Dessau) vertagt sich das Haus auf morgen. Tagesordnung: Interpellation der Polen und Fortsetzung der heutigen Beratung. Der fall Willich. Bor etwa einer Woche hat sich der Landrat des Kreises Birnbaum, Herr v. Willich, auf seinem Schlosse Gorzyn erschossen. Man stand vor einem Rätsel: Was mochte den in glücklicher Ehe lebenden, vermögenden Mann, den emmer hervorragenden Laufbahn im Staatsdienste gewisser und noch jüngst durch besondere kaiserliche Huld ausgezeichneten Beamten in den jähen Tod getrieben haben? Allmählich wurden seltsame Gerüchte laut: Herr v. Willich habe seinem hoffnungsreichen Leben ein Ziel gesezt, weil er von seinen Vorgesetzter im Stich gelassen worden sei in einer Lage, die die weitgehendste Unterstützung des Landrats durch die Staatsautorität verlangt hätte. Die Veröffentlichungen der Berliner Presse, die wir unter allem Vorbehalt wiedergeben, geben folgendes Bild der Sachlage: Herr v. Willich war von jeher einer der überzeugtesten Bertreter der in den leitenden Kreisen des Ostmarkenvereins allgemein geteilten Anschauung, daß die Betäti yung des Bundes der Landwirte in Ostdeutschland, insbesondere in Posen, die Errreichung der von der Regierung erstrebten nationalen Ziele gefährde. Diese Stellungnahme brachte ihn ebenso wie andere leitende Persönlichkeiten des Ostmarkenvereins in scharfen persönlichen Gegensatz zu den Führern des Bundes, insbesondere zu dem Major a. D. Endell, der im Bunde der Landwirte den Ehrennamen des fleinen Bloeß" führt und Provinzialvorsitzender des Bundes in Posen ist. Der Mejor war zugleich auch Vorsitzender der Landwirtschaftskammer, und in dieser Eigenschaft hat er sich selbst mehrfach aus der Kammerkasse Vorschüsse angewiesen, die sein Gehalt erheblich überschritten. Die Sache kam auf Herrn v. Willichs Betreiben in die Deffentlichkeit; gegen Herrn Endell wurde ein militärehrengerichtliches Verfahren eingeleitet und der Spruch seiner Standesgenossen entzog ihm das Recht auf Tragen der Uniform. Dieses Urteil wurde nachträglich auf besondere Verwendung des Landwirtschaftsministers v. Podbielsti vom Raiser gemildert. Herr Endell behielt die Uniform. Landrat v. Willich hatte mit seinem Vorgehen gegen den Major den Bund der Landwirte treffen wollen. Dieser übte Vergeltung: Zunächst wurde gegen den Landrat, der bei den Gardefürassieren gestanden hatte, zweimal ein Ehrengerichtsverfahren wegen seiner Beteiligung au der Endellschen Rassenangelegenheit beantragt und eingeleitet. Beidemale erilärte das Ehrenge icht der S.absoffiziere das Verhalten Willichs für du chaus forrett und lehnte ein Einschreiten gegen ihn ab. Daraufhin griffen die Freunde des Herrn Endell zur Selbsthilfe: Sie ver hängten über den Landrat den gesellschaftlichen Boykott. Wo er sich blicken ließ, wurde er gemieden, und schließlich fam es so weit, daß ihm or der diesjährigen Maisersgeburtstagsfeier erklärt wurde: Wenn er, der höchste Be amte des Kreises, zu der offiziellen Feier des Geburtstages des Landesherrn erscheinen sollte, würden sämtliche zum Bunde der Landwirte gehörigen Großgrundbesißer seines streises ostentativ sich von der Feier entfernen. v. Willich setzte seine vorgesetzte Behörde davon in Kenntnis. Er war entschlossen, den Kampf aufzunehmen und das Fest zu besuchen, in der Erwartung, die staat lichen Behörden würden hinter ihm stehen und ihm, falls es wirklich zum Eflat täme, Genugtuung verschaffen. In dieser Erwartung sah sich der Landrat getäuscht. Seitens der vorgesezten Behörde wurde ihm unter aus drücklicher Anerkennung seines völlig untadeligen Ber haltens in der ganzen Sache dringend nahegelegt, sein Amt noch vor Kaisersgeburtstage aufzugeben, und als er sich weigerte, wurde so erzählt man sich und so be richten Berliner Blätter jogar eine amtliche Verfügung produziert, die ihm seines Amtes noch vor dem Kaisertage entband. Dieses Desaven vor seinen Gegnern, das er nicht verdient zu haben glaubte, hinzunehmen, war Willich nicht imstande. Aus Oiam und gekränktem Chrgefühl grisf er zur Wasse. So wird der traurige Fall in der Presse geschildert. Die Regierung hat sich bisher zu diesen Auslassungen unmittelbar nicht geäußert. Wahrscheinlich wird aber im preußischen Abgeordnetenhause die Augelegenheit zur Sprache gebracht werden. Die Politik. Skandalszenen in der Pariser Kammer. In der französischen Teputiertenfammer kam es bei der Beratung des Budgets des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten zu einem wilden Austritt. Der Deputierte Bourrat wünschte, daß der Minister den Antrag Berteaur betr. Verbesserung der Lage der Angestell en der Eisenbahnen vor dem Senat vertrete. Der Deputierte Sibille erklärte, die Durchführung des Antrages werde nach Mitteilung der Verwaltungsbehörde 275 Millionen erfordern. Nun warf der Sozialist Cadenat der Verwaltung var, daß sie unrichtige Ziffern veröffentliche, um die geplante Reform zu vereiteln, und beschuldigte den Minister, daß er ein Verräter an seinem Programm gewɔrden sei. Als der Minister sich dagegen verwahrte, woll.e sich Cadenat voller Wut auf den Minister stürzen, wurde aber von den Huissiers davan verhindert. Die gesamte Kammer flatschte dem Minister Beifall. Als Cadenat später in den Wandelgängen der Kammer dem Teputierten Chapuis begegnete, warf er diesem vor, daß er sich über seinen Wortwechsel mit dem Minister in absprechender Weise geäußert habe, und fuhr ihm dann mit den Nägeln in das Gesicht. Die Huissiers nmußten Cadenat hinausführen. Ein französisch- marokkanisches Geldgeschäft. Die Sache des Sultans von Marokko muß doch noch nicht so ganz schlecht stehen: Die Franzosen riskieren es, ihm Geld zu borgen. Eine Pariser Bank hat dem Sultan ein Darlehen von 7 Million Francs gewährt. Als Garantie erhält Frankreich die Zolleinnahmen von Tanger. Zurückzuzahlen ist: die Anleihe jederzeit zwei Jahre nach erfolgter Kündigung. Die Anleihe ist offenbar ein diplomatischer Schachzug, um das Ansehen und den Einfluß Frankreichs in Marokko zu befestigen. Kurze politische Nachrichten. * Ein schönes Geburtstagsgeschenk hat die bayrische Regierung dem Kaiser gemacht: Bayern hat an Preußen eine Anzahl Fahnen und Geschüße zurückgegeben, die in der Zeit des ersten Napoleon erobert worden waren. Der Kaiser gab seiner Freude über die Rückgabe der wohlerhaltenen Feldzeichen bei der Besichtigung im Zenghause lebhaften Ausdruck. * In dem Abkommen zwischen Venezuela und den Blockademächten, über das z. 3t. in Washington verhandelt wird, sollen Forderungen von Mächten, die sich an der Blockade nicht beteiligt haben, keine Berüdüchtigun finoen. De Zeitpunkt der Aufhebung der Blockade hängt davon ab, ob Venezuela die Forderungen der Mächte annimmt. Preussischer Landtag. 9. Sigung. Haus der Abgeordneten. CB, Berlin, 29. Januar. Podbielski wider den Bund der Landwirte. Im Abgeordnetenhause wurde heute die zweite B- ratung des Etats beim Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung fortgesetzt. Abg. Herold( 3tr.) bat um schnelleren Abschlaß der Erwägungen über die Schlachtviehversicherung, Ebenso wichtig sei die Neuregelung der Jagdverpachtungsverhältnisse. Die Entschuldung scheitere daran, daß viele Gutsbesißer außer den Hypotheken- Zinsen feine Amortisationsquote aufbringen fönnen. Im Ausbau der landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen sehle der große Zug. Redner wandte sich dann gegen den Bund der Landwirte und bedauerte dessen unfreundliche Haltung gegenüber den Bauernvereinen. Es sei sehr leicht, Anträge auf einen Zollsaß von 7,50 Mt. oder 10 Mt. zu stellen, aber sehr schwer, etwas Positives zu stande zu bringen. Es sei unverantwortlich, daß der Bund jetzt neue Erregung in die Landwirte hincintrage. Es handelte sich beim Zolltaris um einen Kampf der Schuzzoll- Parteien gegen den Ansturm der Sozialdemokraten, wer sich da ausschloß, versündigte sich am Vaterland( Unruhe rechts.) Ter Vorwurf, die Landwirtschaft im Stiche gelassen zu haben, falle auf den Bund der Landwirte zurück.( Beifall im Zentrum.) Abg. Engelbrecht( freif.) besprach die Entschuldungsfrage und die Höhe der Vieh- und Fleischpreise. Abg. Lüders- Gronau( freif.) schilderte die Entvölkerung des platten Landes, die viel zum Niedergang der Landwirtschaft beitrage. Abg. Funk( freis. Vp.) bekämpfte einen hohen Zoll auf Quebrachoholz. Dann nahm Abg. v. Oldenburg( tons.) das Wort. Er verteidigte den Bund der Landwirte gegen die Abgg. v. Kardorff und Herold. Nicht aus agitatorischen Gründen, sondern aus Ueberzeugung habe er den Zolltarif bekämpfen müssen. Man behaupte, der Bund der Landwirte habe va banque gespielt, aber sicher habe die Mehrheit der Regierung Blanfowechsel ausgestellt. Wenn mit der Landwirtschaft nicht bald eine Aenderung eintrete, gehe sie ,, vor die Hunde". Abg. Frhr. v. Wangenheim( kons.) erachtete einen hohen Quebrachzoll für unumgänglich. Wenn die ganze deutsche Schuhindustrie zu Grunde gehe, so sei das nicht so schlimm, als wenn die deutschen Eichenschälwälder zu Grunde gehen. Das Zentrum habe sich bei den Zollverhandlungen seine Wahlkreise sichern wollen, aber er sage: Das Zentrum werde agrarisch sein oder es werde nicht sein. Bon der Regierung erwarte er nichts mehr, zu ihr habe die Landwirtschaft, das Vertrauen verloren. Abgeordneter Sch mi B- Düsseldors( 3tr.) erklärte, das Zentrum fei gern bereit, die Verantwortung für den Zolltarif und den Antrag v Kardorff zu tragen. Abg. Frhr. v. Zedliz freit.) riet zur Verständigung aller Parteien, die auf dem Boden eines vernünftigen Schußzolls ſtänden. Wenn die Ansicht des Herrn von Oldenburg durchgedrungen wäre, wäre die Landwirtschaft auf Jahre hinaus in eine üble Lage gekommen. In der weiteren Debatte betonte Abg. Dr. Hahn( Bd. d. Landw.) unter großer Heiterfeit des Hauses, daß er niemals ein Berfreter einseitiger Interessen gewesen sei. Frhr. v. Zedlik sei heute als freiwilliger Regierungsvertreter aufgetre ten, bei der Kanalvorlage habe er eine ganz andere Rolle gespielt. Landwirtschaftsminister v. Podbielski bedauerte diese ,, rücksichtslosen Ausführungen" tief, sie gehörten wohl in eine Versammlung, nicht aber in das preußische Abgeordnetenhaus und er könne sich auch nicht denken, daß landwirtschaftliche Kreise ihnen zustimmen würden. Mit diesen Reden Hahns und Wangenheims sei das Tuch zwischen ihm und dem Bund der Landwirte zerschnitten, mit dessen Vertretern sei hier kein Rechten mehr. Hierauf wurde ein Schlußantrag angenommen und das Gehalt des Ministers bewilligt. Dann vertagte sich das Haus auf Freitag. Nab und Fern. Eine Gräfin wegen Kindesunterschiebung verhaftet. In Berlin wurde die Gräfin Isabella Wesierska- Amilecka unter der Anschuldigung der Kindesunterschiebung verhastet. Die Vorgeschichte der Angelegenheit, die in polnischen Adelskreisen ungeheures Aufsehen erregt, erscheint wie ein Kapitel aus einem Kolportagerɔman. Die Kindesunterschiebung, die sechs Jahre zurückliegt, soll deshalb stattgefunden haben, um das Majorat Wroblewo im Streise Samter im Besiz des Grafen 3kigniew Wesiersti- Kwilecki zu belassen. Der Graf hatte in seiner Ehe drei Töchter, aber keinen Sohn, so daß die boch nicht, Onfelchen?" Baren appetit! 3ch berhungere ja, Wie hübsch die Kleine aussehen konnte mit ihrem frohfalten Augen, als sein Blick das Mädchen streifte. Ein Schein von Wohlwollen leuchtete aus den strensigen, braunen Augen! Wie und das willst du gen endlich Bewegung blieben. bringen." Dann stockte er wieder, ohne sich doch zurüdund wollte Ihnen die ab, wie sie ihn hier erwarteten, bichten Brauen über den offenen blauen Augen in steter glättefen unermüdlich den kurzen Vollbart, während die nach verschiedentlichem Räuspern, und seine Finger Erflärung für fein Fernbleiben ich um diese Ich schäftigt, wie ich einmal vergessen, wieder Yange Zeit in tiefes Nacht versunken. Wie tattvoll gestellt! Anna Braun handelte! pochen, ich werde von heute an wissen, was es bedeutet." Sie wissen; sollte aufzuschließen, so dürfen Sie nur an das KüchenfensterEs wäre Petra doch sehr schwer geworden, zu In ihrem Zimmer angelangt, saß Petra noch eine einmal eine Frage hatte sie ( Schluß.) daß ich, fest gebunden, in einer rasch dahin fahrenden chte saß. Neben mir hatte Hetttau Plaz genommen Das Nächste, auf das ich mich zu erinnern vermag, ist, ( Nachdruck verboten.) Ein Landesverrat. Aus der Praxis eines Kriminalisten. Männer, die ba hoDatenor egung ste umfaßt ein real von rund 18 000 Morgen an die ursprüngliche Linie der Grafen wiledi zurückgefallen wäre. Als erster zuständiger Erbe wäre das Mitglied des preußischen Herrenhauses Graf Mirjislar Kwilecki und dann sein Sohn Graf Heftor Awilecki in Betracht gekommen. Vor zwei Jahren schon wurde in Bosen ein Zivilprozeß in dieser Eache geführt. Vor dem Posener Landgericht erschien die Gräfin Wefiersti Awiledi mit ihrem damals vier Jahre alten Knaben auf dem Arm und suchte die Richter schon durch die Aehnlichkeit des hübschen, intelligenten Jungen mit ihr zu überzeugen, daß sie seine Mutter sei. Der Graf filedi wurde denn auch verurteilt, die Legitimität des Kindes anzuerkennen. Er und sein Sohn haben aber in der Stille weiteres Material gesammelt and die Staatsanwaltschaft nahm Anlaß, sich eingehend mit dem Fall zu beschäftigen. Ihre Ermittelungen Baben die Gräfin dringend verdächtig erscheinen lassen, ben einen Erben" untergeschoben zu haben. Bum Tode des Fürften zu Stolberg- Stolberg veröffentlicht der Chef der fürstlichen Linie StolbergWernigerode Fürst Christian Ernst folgende Erklärung, in der er den Gerüchten über einen Selbstmord des Berewigten entgegentritt: ,, Nach einem Telegramm des Stolberger Kammerdirektors an mich, welches ich für autenthisch halte, ist das Unglück dadurch entstanden, daß der Fürst auf der Fahrt von Rottleberode nach Stol berg, bei welcher er, wie stets, ein Gewehr bei sich führte, einen Fallen sah, und im Begriff, auf denfelben zu schießen, ausglitt, wobei das Gewehr sich entlud und der Schuß ihn in den Kopf traf, worauf der Tob sofort eintrat." Troßdem wollen die Stimmen nicht verstummen, die an dem Glauben festhalten, daß der Fürst in einem Anfall von schwerer Melancholie Hand fich gelegt habe. XX Der Hamburger„ Jack der Aufschlitzer“. Unter dem Berdachte, die Attentate gegen die beiden Schulmädchen Dei und Jäger derübt zu haben, ist bekanntlich der Barbier Rud. Paul Cekulla in Hamburg verhaftet worden. Eine nach seiner Verhaftung sofort vorgenommene Visitation förderte zunächst ein Taschenmesser zu Tage, an dessen Spize noch Blut flebte. Angestellte Nachforschungen nach der Persönlichkeit des Verhafteten ergaben, daß Cekulla im Jahre 1895 in Kiel wegen Sittlichkeitsverbrechens zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Das eine seiner Opfer hat Cekulli auf das bestimmteste als den Täter erkannt. Wie weiter festgestellt worden ist, hat Cekulla vor etwa vierzehn Tagen das 15jährige, in der großen Bergstraße in Altona wohnende Mädchen Christen vom Steinweg in Hamburg bis nach dem Rathause in Altona verfolgt und dann in ein Treppenhaus zu locken versucht. Die Kriminalpolizei hat ermittelt, daß Cekulla in der Nacht zum Montag gegen 4 Uhr in der kleinen Freiheit eine in der Peterstraße wohnende Witwe getroffen und in deren Wohnung bis 7 vormittags verblieben ist. Cefulla soll nach Aussage der Witwe den Versuch gemacht_haben, sie durch Messerstiche zu verlegen, er hat der Frau unverhofft einen Schlag auf den Kopf versetzt und dann versucht, sie zu erwürgen. Sie setzte sich jedoch zur Wehre, stieß Cekulla mit den Füßen, sodaß er zu Boden fiel, hierbei entfiel ihm ein geöffnetes Messer, das er schnell wieder verbarg, worauf er eiligst die Flucht ergriff. In die Aufregung der Altonaer Bürgerschaft über die furchtbaren Vorgänge mischt sich eine scherzhafte Note. Das dortige Krankenhaus ist wegen vorgekommener Pockenanstechungen abgesperrt und ein jeder, welcher das Kranfenhaus verläßt, wird geimpft. Nun besuchte in amtlicher Eigenschaft der Untersuchungsrichter im Falle Cekulla zweds Vernehmung der gestochenen Kinder das Krankenhaus. Ms er das Gebäude verlassen wollte, wurde er angehalten mit der Frage, ob er auch geimpft sei. Da dies nicht der Fall war, so wurde er zurückgehalten, s sehr er sich auch auf seine amtliche Tätigkeit berief, und geimpft als Opfer seines Berufes. Der Vorgang erregt natürlich in der Bevölkerung viele Heiterkeit. )-( Im Ballsaale getötet. Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete sich auf dem Balle, welchen die Petersburger Großfaufleute veranstalteten und der zu den besuchtesten Unterhaltungen der Saison gehört. In einer Loge des Ballsaales franken mehrere junge Leute Champagner und stellten die volle Champagnerflasche statt in den Eisfübel auf die Logenbrüstung. Durch die ungeschickte Handbewegung eines der Insassen der Loge fiel die schwere Flasche von der Brüstung zwei Stockwerke tief in den Tanzsaal und traf mit voller Wucht den Kopf einer eben an der Loge vorbeiwalzenden Dame. Diese, die einzige Tochter des reichen in der Petersburger Gesellschaft wohlbekannten Gutsbesitzers Woronin, brach mit einem gellenden Aufschrei blutüberströmt zusammen und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Sihung der Stadtverordneten. W. Gießen, 29. Januar. Oberbürgermeister Mecum eröffnete gegen 4 Uhr die Versammlung. Die Stiftung des Kaufmanns Herrmann Röder besteht laut Testament in 1000 Mark zu Händen des Herrn Fabrikanten Habenicht für das Kronbauer Quartett, welches von dieser Summe über die Zinsen zu verfügen hat. Falls dieser Verein sich auflöst, soll das Stiftungefapital der Stadt Gießen zufallen und dessen Zinsen genau so wie die von weiteren der Stadt Gießen vermachten 15 000 Mt. für die Armen der Stadt Verwendung finden. Weiter hat der Verstorbene 2000 Mart an die Stadt vermacht mit der Bestimmung, daß dafür sein Grab hergerichtet und unterhalten werden möge. Die Annahme der 2000 Mt. hat die Versammlung bereits früher beschlossen. Der Teftator hat aber weiter bestimmt, daß, wenn sein Nachlaß etwa nicht hinreichen sollte, seinen Erben die für sie ausgesetzten Summen zu gewähren, daß dann das Kapital für das Kronbauer Quartett und für die Stadtarmen entsprechend reduziert werden soll. Dieser Fall liegt vor und zwar ermäßigen sich die testierten Beträge auf 849 Mt. 54 Pfg. und 12 743 Mt. 10 Pfg. Die Versammlung beschließt, die Stiftung in dieser Höhe anzunehmen. )-( Bravo- Wesen in Däuemart. Ein vor etwa sechs Jahren an einem älteren, alleinstehenden Ehepaar auf der Insel Langeland verübter Raubmord scheint jeßt endlich den Tätern die verdiente Strafe eintragen zu sollen. Der Verdacht lenkte sich gleich auf bestimmte Personen, darunter einen Banditen mit dem Titel ,, Karten- König", die indessen nach kurzer Haft mangelnder Beweise halber wieder entlassen werden mußten. Nach Verlauf von beinahe sechs Jahren aber hat man kürzlich wieder den ,, Karten- König" und seine Intimen festgenommen, da die Verdachtsmomente gegen ihn sich mehrten und jetzt seine Schuld außer allen Zweifel stellen. Der Anführer der Mörderbande hat sich und die Seinen im Rausch verraten. Nicht weniger als sieben Personen befinden sich zur Zeit dieses Doppelmordes wegen in Haft. Aus den bisherigen Verhören ergibt sich die entseßliche Tatsache, daß der ,, Karten- König" demjenigen, der den Mord ausführte, ein Honorar von etwa 30 Mart zugestanden hat. Die Geschichte erinnert lebhaft an die Bravi in Italien, jene Banditen, die sich für Geld zum Meuchelmorde dingen ließen. Die Schließung eines Seitengäßchens an der Steinstraße und die Ueberlassung des Straßengelände an den Rentier L. Hellmold zum Preise von 5 Mt. für den Quadratmeter wird nach Antrag der Baudeputation abgelehnt und zwar weil erstens der gebotene Preis für das Gelände zu gering sei und weil zweitens das Gäßchen als Bugang für die Anlieger desselben noch nicht zu entbehren ist. Der Oberbürgermeister bemerkt hierzu, daß Herr Hellmold ihm gegenüber erklärt hat, daß Herr Gerbel ihn, den Hellmold zu dem Erwerb des Gäßchens veranlaßt habe. Stadtv. Euler fregt an ob die Erklärung Hellmolds auf Wahrheit beruht, er fönne sich nicht denken, daß Herr Gerbel der dazu gar keinen Auftrag hatte, dem Hell mold das fragliche Gäßchen zum Kauf angeboten habe. Der Oberbürgermeister bemerkt dazu, daß Hellmold dies behaupte. Stadto. Euler erklärt, er glaube dies nicht. Die Uebernahme In Locbers- Hos" einer Straße an der Neustadt, welche Bauunternehmer Winns. 3. angelegt hat, seitens der Stadt wird genehmigt. W. hat sich verpflichtet, bis 1. Juni d. J. die teilweise noch nicht vorhandenen Bürgersteige herzustellen und zur Sicherung seiner Verpflich tung 1000 Mt. Raution bei der Stadt zu stellen. Bur Verbesserung der Wasserabführung zwischen Krofdorfer und Schüß nstraße genehmigte die Versammlung 300 Mt. aus dem laufenden Kredit für Straßenunterhaltung. =[ Gounods Guitarrc.] Gine rührende Geschichte erzählt der Figaro". Man findet alte Guitarren, die sehr interessant sind," schreibt das Boulevardblatt. ,, Da ist z. B. die Guitarre, die Herr Malherbe, der Bibliothekar der Oper, vor kurzem für seine historischen Sammlungen erwarb. Es ist Gounods Guitarre. Gounod kaufte sie einst in einer Osteria am Nemi- See, und ihre Saiten sangen unter den Fingern des Meisters die ersten Melodien aus " Faust" und Mireille". Während des Krieges befand sich die Guitarre in dem Städtchen Montretout, das von den Preußen genommen wurde; ein preußischer Sergeant zerbrach sie durch einen Fußtritt. Die zerrissenen Saiten fingen noch alte Erinnerungen..." Gott, wie romantisch! Die Wohnung des Straßenmeisters - erl bedeutende Belaffu aufgelegt waren: 1. Behntgrund Hehend, erloscher und abgelöft mi Frohnbe, und abgelöst m 3. Gutgrunbre Solms- Braunsfo 1. Januar 1846 schiedene Wahlen in die einzelnen Rommissionen; Stadiv. Loos, bisher Mitglied der Armendeputation, ist infolge seiner Wahl zum Gewerbebanfdirektor sehr beschäftigt; an seine Stelle wurde Stadtv. Jann gewählt. Ferner wurden gewählt: in die Einquartierungsfommission Stadtv. Helfrich, in die Marktkommission Stadtv. Drbig, in den Schulvorstand Stadtv. Kirch und in die Schlachthauskommission für den verstorbenen Stadtv. Flett der Stadiv. Krumm. Die Stelle der Vorstehers für das Hochbauamt soll vorläufig nicht ausgeschrieben werden, dagegen wurde aber beschlossen, die Pläne für die neu zu erbauende höhere Mädchenschule als Preisarbeit unter den Gießener Architekten auszuschreiben. Zwei weitere Schußmannstellen sind neu zu besetzen, eine davon wurde dem Unteroffizier Naumann Der Feldschutz war bom hiesigen Inf.- Regt. übertragen. bisher nicht genügend, aus diesem Grunde wurde die Anstellung eines Ober- Flurschüßen beschlossen, der die Aufsicht mit hat. Gleichzeitig sind die Bezirke neu eingeteilt und ist dadurch eine Erhöhung der Gehälter nicht erforderlich ge wesen. Zur besseren Ordnung der Steueuerveranlagung soll ein städtisches Bureau errichtet werden, das mit der Aufnahme und Fortführung des Personenstandsregisters beauf tragt wird. Dem betr. Beamten ist es jedoch untersagt, in die Vermögens- und Steuerverhältnisse der Einzelnen einzubringen. Herr Fabrikant und Stadtverordneter H Schaffstaedt hat einen Teil des Burt'shen Gartens für 45 000 Mark getauft. Auf demselben will der Käufer sich eine Villa bauen lassen. Deutsche Lehrer für unsere Schuhgebiete. Mit der fortschreitenden Entwicklung der deutschen Schuhgebiete geht die Errichtung weiterer Schulen dort Hand in Hand. Es sind daher seitens der Kolonialverwaltung in nächster Zeit wieder mehrere Lehrer einzustellen. Die Bewerber müssen zwischen 24 und 30 Jahre alt und tropendienstfähig sein, sie erhalten zur Ausrüstung 500 Mark und drüben 4000 Mark Gehalt nebst freier Wohnung. Gesuche, denen Lebenslauf und Zeugnisse beizufügen find, sind an die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstraße 62 einzureichen. im Gerätehaus am Oswaldsgarten ist dringend einer Verbesserung fähig und ein Betrag von 50 Mark hierfür bereits im nächstjährigen Budget vorgesehen. Die Versammlung genehmigt die Verausgabung des Betrages. Stadtv. Leib beklagte sich über die unregelmäßige Kehrichtabfuhr. Ein Mal kommen die Wagen morgens, einmal am Abend und manchmal gar nicht an den dazu bestimmten Tagen, um die Kehrichtkästen abzuholen. Der Oberbürgermeister bemerkt, der Kollege Leib habe mit seiner Klage ganz recht. Er werde veranlassen, daß der Straßenmeister, welcher ja seit dem 1. Januar dem Tiefbauamt unterſtellt ist, auf diesem Gebiete Ordnung schaffe. Stadtv. Hanau rügt, daß bei der Kehrichtabfuhr häufig ein Staub aufwirbele, der den Straßenpassanten und auch sonst unangenehm sei. Die Kehrichtwagen seien zwar mit Verschlüssen versehen, aber von einem Verschlossenhalten auf dem Transport set gar keine Rede. Der Oberbürgermeister sagt zu, auch hierin Wandel zu schaffen. Stadtv. Krumm rügt, daß die Besen zur Straßenkehrmaschine nicht auf dem Submissionswege an den Mindestfordernden vergeben werden. Es handele sich dabei um einen Betrag von ca. 1000 Mf. und da dürfe man schon ein Mal zusehen, ob nicht Jemand billiger liefere, wie die Lieferanten, denen man die Lieferung freihändig übertragen habe. Der Oberbürgermeister ist der gleichen Ansicht wie Herr K. und sagt zu, beranlassen zu wollen, daß die Lieferung ausgeschrieben wird. Ein Antrag des Konrad Rübsamen um Erlaubnis zum Baggern zwischen Ober- und Untermühle in der Lahn zum Zwecke der Gewinnung von Kies, sowie wegen Benutzung des Schweinemarktes zur Lagerung von Kies wird auf Antrag des Oberbürgermeisters von der Tagesordnung abgesetzt, weil sich noch ein anderer Reflektant gemeldet hat. Als Pacht für den Sielbau- Lagerplaz an der Margaretenhütte werden 2000 Mt. nominiert, womit die Versammlung sich einverstanden erklärt. Die Abrechnungsfammer hat in der Rechnung des Stadterweiterungsfonds 1900/01 einige formale Anstände erhoben, welche durch nachträgliche Beschlüsse der Versammlung ihre Erledigung finden. Der Stand des Stadterweiterungsfonds nach Abschluß der Rechnung 1901/02 stellt sich nach den Mitteilungen des Oberbürgermeisters wie folgt: Vorhandenes Grundvermögen 629 801 f. 50 Pfg. 128 695 M. 54 Pfg. Außenstände Summa: 758 497 Mt. 04 PfgDiesem Betrage steht eine Schuld von 594 171 Mt. borher. Giessener Cagesneuigkeiten. ** ** Landwirtschaftliche Ausstellung im September d. J Ein wie lebhaftes Interesse sich in den beteiligten Kreisen für die landwirtschaftliche Ausstellung zeigt, dürfte daraus hervorgehen, daß schon heute eine große Anzahl von Siegerund Ehrenpreisen der Ausstellungsleitung zur Verfügung gestellt worden ist. Der Geldbetrag beläuft sich bis jet schon auf über 1000 Mart, und sind es hauptsächlich Private, die Zuschüsse verwilligt haben. In hervorragender Weise hat sich besonders der Ziegenzuchtverein Gießen bestätigt, der allein 200 Marf in interessierten Kreisen gesammelt und zur Prämierung in Abteilung„ Siegenzucht" zur Verfügung gestellt hat. Die Gesamtsumme der Preise stellt sich jetzt auf annähernd 12 000 Mark. Da auch das Großherzogliche Ministerium die Stiftung von Siegerpreisen noch in Aussicht gestellt hat, so haben die Aussteller Aussicht, für hervor. ragende Leistungen belohnt zu werden. 2. 4. Dem Braunfels 64 6 Gescheid Be Daßes und ift 3 Gulden 18 treuzer Dr. Achtel berechnet. der Geldwert Die Hafergefäue fub. 3 unb 4 betragen zufammen 72 derselben zum bon ist erloschen vom 9460 Gulden 50 5. Fehbforn, b dorf selber zu August 1852 wörtlich Sieben fünfzig Gulden 11 Das genügt ** Bom mit Boche stattgehab gegen die Borjah Bau, Wert- und während die übrig Breifen nahe fomn ** Es geht uns folgende Notiz aus Siegburg zu: Studio auf einer Reis'! Ein in Gießen studierender junger Mann wurde plötzlich vom Reise fieber befallen und flugs ging es zur Bahn. befand sich auch ein Dämchen" in seiner Gesellschaft und man kam nach Siegburg und mietete sich im Herrengarten" ein. Der Chambregarnist muß sich hier recht wohl gefühlt haben, denn er lebte flott drauf los. Unserer wackeren Polizei war aber der Fremdling, der sich in das Fremdenbuch unter falschem Namen ein getragen, nicht entgangen und schließlich fing, auch diese an, sich für ihn zu interessieren. Man fand alsbald heraus, daß die Geschichte brandig war und kurzer Hand wurde das Pärchen in einem Restaurant verhaftet. Die verchrl. Abenn Sobald man die Adresse des Vaters des leichtsinnigen zur Erneuerung is jungen Mannes, eines in Westfalen wohnenden Arztes fannte, wandte man sich um Begleichung der inzwischen ganz respektabel angelaufenen Schuld an diesen, der denn auch sogleich für seinen Sprößling cintrat und ihn aus seiner fatalen Lage befreite. Wahrlich ein schlechter Studentenstreich. ** Aus Heffen und nachbargebieten. Lang- Göns. Am Dienstag Abend feierte der hie jige Kriegerverein Kaisers Geburtstag. Es ging in dem Kreise sehr gemütlich her; Pfarrer Weber hielt die Festrede Aboun Zum bevorste Die enorme liefert den deutlic richten sich i erfreuen, welcher Mitarbeit alaber Bur bevorstehende m furz und überf miffe ber Bahlen, eingebender Berich Der Nichtpol täglich beiliegenden Autoren, von denen und der Vorsißende Küfer wie der Vorsteher Schmoll wußten das Abbrudsrecht in weiteren Ansprachen die Erschienenen festlich zu stimmen. So fann zu ** Langsdorf, 28. Jan. Der 12 Jahre alte Schüler Neuabonnement n der höheren Bürgerschule zu Hungen Adalbert Köhler, Sohn des Bürgermeister Röhler- Langsdorf, fam am legten Mittag auf seinem Heimweg von der Schule an der sogen. " Bach" vorbei und sah, wie der achtjährige Karl Köhler, Sohn des Konrad Röhler hier, im Eise eingebrochen war. Dies sehen, und bepackt, so wie er war, mit schwerer wollener Winterkleidung, Mantel und 71% Pfd. schwerem Schul tornister auf dem Rücken, hineinspringen in die eifige Flut war das Wert eines Augenblicks! Tapfer faßte er den Eingebrochenen und schaffte ihn mit äußerster Anstrengung und unter größter Lebensgefahr auf das Land. Dem jungen Retter gebührt ungeteilte Anerkennung. - lich betragende Berhältnis. Unf um freundliche Abonnenten und Die neue Red mur amtlich bei all im öffentlichen, fa Die ,, Zehnten" zu Langsdorf. Tas jüngere Geschlecht Als ein vorzüglid mag faum noch wissen, sofern nicht die Schule und Urgroß Schreibweise eing mütterchen hierüber unterrichtete, was der sog. Behnte als meisten Unterricht 43 Pfg. gegenüber, so daß der Ueberschuß 164 325 Mt. schwere Belastung für den Bauernstand einst zu bedeuten fonders Post un 61 Vfg. beträgt, d. h. ca. 4500 Mt. mehr als im Jahr hatte. Denn er ist nun auch hier im Hessenlande glücklicher Ausführliches gra weise so gut wie gänzlich ausgerottet", möchten wir sagen, der deutschen Spra und nur noch der Bauernstand im Königreich Bayern hat wörter und Angab unter der schweren Laft der in Geldrenten umgewandelten einem besonderen 2 gestern abend im Anschluß der öffentlichen stattfand, brachte schwerste zu leiden. Am 30. Dezember 1902 wurden unter Deutschland, Deste ** Die geheime Signng der Stad verordneten, welche Zehnten, Abgaben, Gerechtsamen, Gefälle u. s. w. aufs igennamen( mit Anderem auch der Gemeinde Langsdorf die früher graphie. Von Dr. stelle des Städtebundtheaters wurde zur offiziellen Kenntnis erklärungen für abgelösten Behnten zurückerstattet. Da dürfte eidi), Berlin SW von der Staatsschuldentilgungsfasse abgegebenen Schulbangenicheidtiche es sich denn empfehlen, aus diesen Urkunden zu zeigen, toelch handling zu bezieh noch manche interessante Punkte, welche auch für das Publifum von Interesse sind. Die Erledigung der Direktor nen; Stadib. , ift infolge efchäftigt; erner wurden an .Selfrid en Schulvor austommiffion Rtumm. mt foll bor wurde aber uende höhere er Architekten llen find neu bedeutende Belastungen früher dem Bauernstande aufgelegt aufgelegt waren: 1. Behntgrundrente, bem Freiherrn v. 8wierlein zuftehend, erloschen am 1. Januar 1841 und abgelöst mit 2. Frohnbe, erloschen 1. Januar 1844 und abgelöst mit 3. Gutgrundrente, dem Fürstl. Hause Solms- Braunsfels zustehend, erlassen am 1. Januar 1846, abgerentet mit Bu übertragen: 24 000 Gulden, 171 " 2100 11 26 271 Gulden. Solms, 4. Dem Fürstlichen Hause Braunfels zustehend: ier Raumann Feldschuh war wurde die n er die Aufsicht geteilt und ift erforderlich ge eranlagung foll mit der Auf gifters beauf terfagt, in bie einzubringen. Schaff. 8 für 45 000 sich eine Billa ere Schut widlung der ung weiterer daher seitens Dieber mehrere n zwischen 24 fein, fie er drüben 4000 Besuche, denen , sind an die 3 in Berlin, eptember d. J. eiligten Kreifen dürfte daraus ahl von Sieger zur Verfügung t fich bis jest tsächlich Private, ragender Beise en bestätigt, der gesammelt und zur Verfügung 64 Ord. Nr. 1. 2. Ständiges Sinsforn, 3. Ständiger Edernhafer, 4. Forsthafer( Ertrag von 1846), 5. Ständiges Kuhgeld, 6. Katharinenzinsen, 7. Erbzinsen, 8. 9. Ständige Rendgebühr, Arnsburger Grundzinsen, 3 Gulden 18 Kreuzer pr. Achtel berechnet. 6 Gescheid Munzenberger Maßes und ist der Bemerkung: Die Hafergefälle sub. 3 und 4 betragen zusammen 72 Atel, 3 Geldwert derselben zum vereinbarten Preise von Meften, 4 Bezeichnung nebst An Geld. der ablösbaren Grundrenten Betrag der Grundgefälle. Ständiges Vogteiforn, Angabe ihrer Erhebungorte. Gulden Kreuzer Gattung Malter Simme Kumpf Gescheid Mäschen An Naturalien. dto Korn 22 6 dto. Hafer |-0-|| 1 001 302 3,50 1,80 2 3 1,55 Oeffenlicher Sprech[ aal. Für die unter dieser Rubrif gebrachten Artikel übernehmen wir dem Bublifum gegenüber eine Verantwortung. Es geht uns folgendes Schreiben zu: Redaktions Bureau in Darmstadt: Mathildenplag 3, 28. Januar 1903. An die Redaktion Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Montag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, tommen im Freund'schen Saale zu Krofdorf verschiedene Holzsorten zum Verkauf. Oberf. Krofdorf.: Montag, den 2. Febr., vorm. 10 Uhr, im Freund' schen Saale zu Krofdorf. Oberf. Neustadt( M- W- 88.): Von dem diesjährigen Einschlag an Eichen- Stammholz( Schneidholz, Bauholz und Schwellenholz) sollen Nuß- und Bauhölzer im Wege des schriftl. Aufgebots in 18 Losen verkauft werden. Die Eröffnung der Gebote erfolgt am 18. Febr. vorm. 11 Uhr. Woltersdorf( Post Frankenberg): Mittwoch der 4. Februar, vorm. 8 Uhr, im Gasthaus zum " Hessischen Hof" in Franfenberg. der„ Gießener Neuesten Nachrichten". Erst nachträglich erhalte ich Kenntnis von einer ohne jede Veranlassung gegen mich gerichteten Brieffastennotiz in ihrer Nr. 20, die verschiedene Unrichtigfeiten resp. Entstellungen enthält, ich ersuche Sie daher um Aufnahme folgender Berichtigung: Es ist zunächst unzutreffend, daß ich der freifonservativen Parteirichtung angehöre oder freifonservative Blätter redigiert Oberf. hätte; auch das„ Greizer Tageblatt", dessen Redaktion ich 3 Jahre zu führen hatte, war nicht strifte freifonservativ, sondern unabhängig nationalliberal und der Besitzer des Blattes war nicht ,, konservativer Reichstagsabgeordneter", sondern gehörte als gemeinsam von allen nationalen Parteien des Fürstentums gewählter Abgeordneter der Reichspartei als Hospitant an. Ferner ist die Wormser Zeitung", die ich früher redigierte, das anerkannte Hauptorgan der nationalliberalen Partei im Wormser Reichstagswahlkreis und dessen Vertreter, Herr Frhr. Heyl zu Herrnsheim, ist seit vielen Jahren Mitglied der nationalliberalen Fraktion des Reichstags. Ich habe in meiner lang jährigen Berufstätigkeit ausschließlich nationalliberale Blätter geleitet, so das Mecklenburger Tageblatt", die ,, Pfälzische Presse" und über 3 Jahre auch die ,, Badische Landeszeitung", das Hauptorgan der Badischen Nationalliberalen. Mit der strift links stehenden Nationalzeitung in Berlin" habe ich keinerlei Verbindung. Ich bemerke aber, daß ich durchaus kein Verbrechen darin sehen würde, wenn ein journalistisches Bureau auswärtige Blätter verschiedener Schattierungen innerhalb einer Partei gleichzeitig mit Nachrichten versorgte. Es geschieht dies meines Wissens sogar von vielen Bureaus, die unter Leitung hervorragender Politiker stehen. Hochachtungsvoll Friedrich Hannemann. Anmerkung der Redaktion. Wir haben diese Berichtigung" hiermit ungekürzt zum Abdruck gebracht, obgleich Herr Hanne mann auf seiner journalistischen Rundreise durch Mecklenburg, Bayern, Baden, Hessen und Neuß ältere 1. Januar 1849 und abgeerntet mit Linie hätte wenigstens soviel vom Breßrecht lernen können, ellt sich jezt auf ist erloschen vom Großherzoglide 9460 Gulden 50% Streuzer. noch in Aussicht 5. Fehbforn, der Gemeinde Langsht, für hervor. dorf selber zustehend, erloschen 7. August 1852 1920 Guld. 201½ Rr. Sa. 37 652 Guld. 11 Kr. wörtlich Sieben und dreisigtausend sechshundert zwei und fünfzig Gulden 11 Kreuzer( Guld.= 1 Mart 70% Pfg. Das genügt! aus Siegburg Ein in Gießen ich vom Reise Bahn. Alsbald ner Gesellschaft nietete fich im nist muß sich ebte flott drauf der Fremdling, em Namen ein fing auch diese -fand alsbald und kurzer Hand Zum bevorstehenden Monatswechsel erlauben wir uns, trant verhaftet. die verehrt. Abonnenten der ,, Gießener Neuesten Nachrichten" 8 leichtsinnigen zur Erneuerung ihres Abnnnements höflichst einzuladen. hnenden Arztes Die enorme Vermehrung der Auflage in jüngster Beit g der inzwischen liefert den deutlichsten Beweis, daß die„ Neuesten Nach an diesen, der richten sich immer größerer Beliebtheit beim Publikum ng cintrat und erfreuen, welcher Unistand namentlich auf die hochgeschäzte Wahrlich ein Mitarbeit akademisch gebildeter Herren zurückzuführen ist. Bur bevorstehenden Reichstagswahl beten wir dem Politiker in furz und übersichtlich gefaßter Form die n uesten Ergeb= nisse der Wahlen, wie überhaupt alle aktuellen Tagesfragen eingehender Berichterstattung unterzogen werden. Der Nichtpolitifer wie die Hausfrau finden in der Es ging in bem täglich beiliegenden Familienzeitung fesselnde Romane erster hielt die Feftrede Autoren, von denen im Verbreitungsbezirf nur unserer Zeitung r Schmoll wußten das Abdrucksrecht gestattet ist. ftlich zu ftimmen. ** Bom mittleren Odenwald, 27. Jan. Die in leßter Woche stattgehabten Holzversteigerungen erzielten gegen die Vorjahre abermals niedere Preise. Besonders Bau-, Werf- und Buchenscheitt, oft blieb im Preise zurück, während die übrigen Holzarten ziemlich den legtjährigen Preisen nahe tommen. Abonnements- Einladung. rgebieten. d feierte der hie So fann zu einer Abonnementserneuerung resp. zu einem ahre alte Schüler Neuabonnement nur eingeladen werden, der 65 Pfg. monatalbert Köhler, lich betragende Preis steht zu dem Gebotenen in keinem lam am letzten Verhältnis. Unsere Freunde und Gönner aber bitten wir le an der sogenum freundliche Unterstüßung in der Gewinnung neuer ge Karl Köhler Abonnenten und Mitarbeiter. ringebrochen war. it schwerer wol schwerem Schul gen in die eifige fs! Tapfer faßte mit äußerster AnCauf das Land. Redaktion und Expedition der ,, Gießener Neuesten Nachrichten." Litterarisches. Die neue Rechtschreibung wurde am 1. Januar nicht nur amtlich bei allen Behörden und Schulen, sondern auch im öffentlichen, faufmännischen und Privatverkehr eingeführt. um zu wissen, daß man nur Tatsachen, nicht Urteile auf Grund des§ 11 des Reichs- Preßgesetzes richtig stellen kann. Wir nehmen davon Notiz, daß Herr H. nicht für die Berliner ,, National- Zeitung" schreibt. Alles Andere, was uns dieser Herr schreibt, ist ohne sachliche Bedeutung. Das„ Greizer Tageblatt" war freifonservativ, sein Besizer und Verleger Herr Henning war konservativer Abgeordneter und nicht nationalliberaler. denn er war Hospitant der„ Reichspartei" und diese partei ist konservativ. Wäre Herr Henning wirklich nationalliberal gewesen, so hätte er auch der entsprechenden Fraktion beitreten müssen. Von wem er gewählt worden ist, ist gleichgiltig. Daß Herr v. Heyl der nationalliberalen Partei angehört, wissen wir natürlich längst. Wir halten ihn aber trotzdem für ausgesprochen konservativ. Diese Ansicht herrscht im ganzen Reichstag vor. Interessant war uns im llebrigen, aus der Zuschrift des Herrn Hannemann zu ersehen, daß er auch den„ G. A." für nationalliberal erklärt. Die hiesige Parteileitung weiß nichts davon und der„ G. A." selbst hat wiederholt proklamiert, daß er parteilos" und ,, unab. hängig" sei und bleiben wolle. Da Herr H. nur nationalliberale Blättergeleitet" haben will, und er bekanntlich auch eine zeitlang für den ,, G. A. verantwortlich gezeichnet hat, war der ,, G. A." in dieser Zeit nach Herrn H.'s Auslegung ebenfalls nationalliberal. Wir haben indessen niemals etwas davon gehört, daß der hiesige ,, Nationalliberale Verein" den G. 2." als Parteiorgan anerkannt hätte. Das wäre auch noch schöner! " Die Redaktion der ,, Gießener Neuesten Nachrichten." Waldungen Fürstliche der Frhrn. v. Schend. Dienstag, den 3. Februar vorm. 9 Uhr beginnend werden in dem Saale bei Gastwirt Becker in NiederGemünden aus den Distriften Steinberg, Rübenköpfel, Hebig und Buchwald versteigert: Nähere Auskunft erteilt der Fehrl. Forstwart Westrupp zu Rülfenrod. Gräfliche Oberförsterei Laubach. Montag den 2. Febr. d. I, 1. im Distrift: Eselskopf bei Laubach. Dienstag den 3. Jebe d. I. im Hirschroth( Bahnstat. Villingen). Zusammenfunst jedesmal um halb 11 Uhr vorm.; am ersten Tage bei der Eselsbrücke auf der Laubach- Schottener Kreisstraße, am zweiten in den Hirschröther Wiesen. Oberförsterei Lich. Montag 2. Febr., vorm. halb 10 Uhr im Distrift Meilbach. Die Zusammenfunft ist auf der Chaussee Lich Hattenrob dort, wo dieselbe vom Viginalweg Burkhardsfelben Niederbeffingen gefreugt wird. Dienstag, den 3. Febinar, vorm. halb 10 Uhr im Diftrift Höler( Plateau und Kolnhäuserseite. Die Zusammenkunft ist auf der Hauptschneise nahe dem Licher Ausgang am Drahtzaun. Weklarer Stadtwald. Montag, den 2 Februar, vorm. 9 Uhr wird in der Wirtschaft des Herrn Wilhelm Guht Nuß und Brennholz versteigert werden. **( Eingesandt.) Betreffs der Keilerei in der Sonnenstraße vor meiner Wirtschaft muß ich dem betreffenden Herrn erwidern, sich erst genau zu erkundigen, ehe er den Borfall in die Zeitung setzt. Ter betreffende, start angetrunkene Mensch wollte sich als Künstler produzieren, ich verbot ihm dieses 3-4 Mal. Auf lautes Kreischen aus dem Keller laufend, sah ich den betreffenden Menschen auf der Straße liegen. Nach furzer Zeit fam er wieder ins Lokal, wurde aber von belästigten Gäften abermals vor die Thür gesetzt; das geschah noch dreimal. Als ihm ein nochmaliges Eindringen in die Wirtschaft nicht gelang, schlug er Fürstlich Solmsische Oberförsterei Hohensolms. Fichtenholzverkauf. Gebote werden bis zum 10. Februar entgegengenommen. Gute Abfuhr nach Gießen und Weblar. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. 4. Sonntag rach Epiphanias, den 25. Januar. Vormittags 9 30 Uhr Pfarraffiftent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Scheunemann. Nächstfünftigen Sonntag, den 8. Februar findet im Abendgottesdienste Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäus- und Marfusgemein e gemeinsam statt. Anmel Dungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Montag, den 2. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend im oberen Konfirmanden. jaal der Matthäusgemeinde, im unteren Saale der Markusgemeinde. Donnerstag, den 5 Februar, abends 8 Uhr im unteren Konfirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibeistunde. Marc. 3. Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LukasPfarrer Euler. gemeinde. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heil. Abendmahl für die Lufas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Sonntag, Abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Philipper 1 von 21 an. Montag, den 2. Februar, abends 8 Uhr Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Psalm 12. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, 31. Januar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 1. Februar. 4. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. 11 um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Schule und Urgroß Schreibweise eingehend zu informieren, dient das von den fiel auch die fünfte Scheibe in Trümmer. Er faßte mich 8 jüngere Geschlecht Als ein vorzügliches Hilfsmittel, sich über die neue deutsche vier Scheiben ein; beim Versuch, den Wütenden zu halten, Rachmittags um 230 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. fog. Behnte als meisten Unterrichts- und anderen Behörden Deutschlands, bedann, ich setzte mich zur Wehr. Hüben und drüben fielen fenlande glücklicher Ausführliches grammatisch orthographisches Nachschlagebuch Schnittwunden an den Händen, zugezogen beim Einschlagen einst zu bedeuten sonders Post und Eisenbahn- Direftionen, empfohlene Werk: Schläge, doch dürften die stark blutenden Wunden durch igreich Bayern hat wörter und Angabe der schwierigeren Silbentrennungen sowie aus meinem Lokal den Verlegen nach dem Polizeiamt, nicht möchten wir sagen, der deutschen Sprache mit Einschluß der gebräuchlicheren Fremd- der Fenster, entstanden sein. Dann endlich brachten Gäste de u.. w. aufs Eigennamen( mit Aussprache). 1902 wurben unter Deutschland, Desterreich und die Schweiz geltenden Ditho Nach der neuesten, für Alle Unregelmäßigkeiten sdorf die früher graphie. Von Dr. A. Vogel. Preis eleg. geb. 2 M. 80 Pf. im Zustellen der„ Gießener Neueste Nachrichten" gegebenen Schulb Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung( Prof. G. Langen richte man sofort an die eftattet. Da dürfte cheidt), Berlin SW. 11. Das Buch ist durch jede BuchExpedition, Nenenweg 28. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin klein, Gießen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, Städtisches Schlachthaus Heute u. morgen Ochsenfleisch 56 Pig. Rindfleisch 52 Pfg. Theater- Verein. 6. Vorstellung: Mittwoch, den 4. Februar. ⚫ Die Jüdin von Toledo. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. Gast: Rudolf Christians vom Kgl. Schauspielhaus in Berlin. Ende gegen 10% Uhr. Anfang 8 Uhr pünktlich. Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ecmäßigung) bei E. Challier und an der Kasse. Studentenfarten bei G. Challier Mk. 1.50, an der Kasse Mt. 2. Gießener Bither Club. ( Wohlthätigkeitsverein). Sonntag, den 1. Februar 1903: Grosser Maskenball mit großartigen Gruppen- Aufführungen im Café Leib. Bekanntmachung Betr. Die Gemeindefrankenversicherung. 3- Zimmer- Wohnung im mittl. Stod per 1. April 1903 zu ver= mieten. Steinftrake 25. Gi Stod per sofort zu vermieten. Ich fordere hiermit alle Geschäftsleute, die im Laufe des 3- Zimmer- Wohnung i. mutteren Jahres 1902 Mitglieder der Gemeindefrankenversicherung auf Anweisung des Kassearztes Heilmittel 2c. verabfolgt haben, auf, ihre Rechnungen innerhalb 8 Tagen, spätestens jedoch bis zum 31. ds. Mts. an den Rechner, Herrn Loh, einzureichen. Gießen, den 23. Januar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Ausschreiben. Kirchstaße 2. ine schöne 4- Zimmer- Wohnung im 1. Stod mit Heizgas und allen Bequemlichkeiten am 1. April zu vermieten. Bahnhofstraße 29. Möblirtes Zimmer zu vermieten. Seltersweg 68. Einfach möbl. Zimmer Löberstr. 13, III. betr.: Anstellung einer Weißzeugbeschließerin und zu berm. einer Küchenhaushälterin. Der bon Domänencat Rube bew. mittl. Stock per 1. April zu verm. Im 3. 4- Zimmerwohnung Für die am 1. April 1. J. zu eröffnende ProvinzialSiechenanstalt soll mit Wirkung vom 15. März 1. J. ab tod 1. eine Weißzeugbeschließerin mit 600 Mark Gehalt und Gewährung freier Station. nebit Zubehör sof. beziehbar. Näh. Kirchenplos 21. 2. eine Küchenhaushälterin mit 450 Mark Gehalt Mansardenwohnung, vier und Gewährung freier Station angestellt werden. Bewerberinnen wollen bis zum 15. Bimmer, 2 Kabinete nebst Februar ihre selbstgeschriebenen Anmeldungen unter allem Zubehör per 1. April Anschluß eines Geburtszeugnisses und eines Anweises zu berm. über ihre frühere Thätigkeit nebst Zeugnissen über ihre Steinſtr. With Müller. Führung bei Großh. Provinzial- Direktion Oberbeffen Schillerstrasse 27 einreichen, sowie sich bei dem Anstaltsarzte, Herrn Dr. ist der 1. Stock, best. aus Martwald, hier( Seltersweg 58), nachmittags zwischen 4 Zimmern nebst Zubehör, 3-4 1hr, vorstellen. Gießen, den 20. Januar 1903. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Breidert. Entlaufen Eintrittskarten im Vorverkauf für Herren 1 Mf., für Damen 40 Pfg. Geheimfarten giltig bis zur Demastirung 50 Pfg. An der Abendkasse Herrenkarten 1.20 Mt., Damenkarten 50 Pfg., Gallerte 20 Pfennig. schwarzer, deutscher SchäferVerkaufsstellen: arftplat: Daniel Deil, Lindenplay; bei den riſemen Aff, Neuenhäue; hörend. Abzugeben Frank für Herrenkarten befinden sich bei den Herrn: G. Schneider, Cigarrenbandi. hund, auf den Namen ,, Staro" Prima Kuhl, Wallthorstraße; Wahl, Neustadt; Tischy, Seltersweg; Louis del, furterstr. 31, Meyer. Neustadt; für Damenkarten bei den Herren: Fr. Teipel, Marktplak; Alexander Salomon, Schulstr.; Geheimfarten in der Cigarrenhandl. Strauß, Mäusburg. Anfang Abends 8 Uhr und 11 Sekunden. Zu recht zahlreichem Pesuche ladet ergebenst ein Der Vorstand. Celegramm! Im Café Leib Sonntag, den 8. Februar Großzer Maskenball. Neu! Gruppen Aufführungen. Grossartig Neu! Fechtverband Giessen- Labr. Männer- Turnverein. Samstag, den 31. Januar 1903 im Café Leib Maskenkränzchen. Mitglieder und deren Angehörigen, welche nicht im Masfenkostüm erscheinen, haben freien Zutritt; im übrigen siehe Zirkular. Sonntag, den 1. Februar: Ausflug auf Textors Hardt. Briefbogen Formulare jeder Art. Preislisten Briefumschläge Rechnungen Servelat n. Metwarst sowie feine Hausmacher empfiehlt Hermann Euler, Mäusburg 3. Mäusburg 3. Kleine eiserne Gartenpumpe billig zu verkaufen. Wo sagt die Grp. T Friseurleh lng gesucht. Ferd. Aff. Neue- Bäue 21. Orpheum Varietè. Täglich Gr. Vorstellung. Stuhlfabrik sucht überall geeignete Vertreter unter vorteilhaften Bedingungen. Offerten a. G. L. Daube& Co, ( Heinr. Noll) Giessen erb. Plakate Tabellen per sofort, die Parterres Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör per 1. April zu vermieten. Näh. Schillerstr. 16, part. 2- u. 3- Bimmerwohnung die Stelle eines Lebe ings mit Zubehör, Neustadt, neben Schriftl. Off. unter Chiffre zu vermieten. 200 B. an die Grp. per Ostern frisch zu besetzen. Herrn Metzgermstr. 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