Nr. 254. Ausgabe für den Amtsgerichtsbezirk Hungen. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt menatlich 50- Pfg., hn's Haus gebracht 60 Bfg., burch ble Post bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Brattsbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags. Donnerstag, den 29. Oktober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Boftzeitungsliste No. 3969. Rebattion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschink Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Sießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. ,, Made in Germany." Lobrede Chamberlains auf Deutschlands Industrie. Chamberlain hat für die Propagandierung seiner Ideen einen neuen Trumpf gefunden: Deutschland. Der versierte Diplomat weiß, daß die schwarz- weiß- rote Flagge auf die Briten wirkt, wie das rote Tuch auf den Stier. Darum läßt er sich auch diesen Trick nicht entgehen, der seine Wirkung nicht verfehlen wird. Ueber die letzten rhetorischen Laten des Erministers berichtet unser O- Mitarbeiter: Chamberlain zieht weiter im Lande umber und wirbt für seine Ideen. Erst jetzt wieder hat er in Liverpool vor 5000 Personen unter stürmischem Jubel gesprochen. Immer bildet den Grundton seines Themas die These: Die Einigung duf den Gebieten des Handels sei die notwendige Vorbedingung für die Einheit des Reiches. Diesmal gab der große Joe sogar sein Wort darauf, daß durch seine Vorschläge die Lebensmittelpreise nicht erhöht werden würden. Ueberhaupt appelliert der Erminister neuerdings besonders an die arbeitenden Klassen, von denen er das Heil erhofft. Balfour und er seien sich darüber einig, daß man einen Weg finden müsse, sich mit den Ausländern zu einigen. Wenn England es seinen Kolonien selbst überlasse, sich anderswo ein Entgegenkommen zu suchen, so könne er das Zerbröckeln des großen Reiches für früher oder später voraussagen. Man solle sich nicht einreden, daß England noch in allen Dingen an der Spize marschiere. Erst jetzt habe der Londoner Grafschaftsrat für 41 000 Pfund Straßenbahnmaterial in Deutschland angekauft. Wie darin, so sei es allerwegen. Weder Englands Seehandel noch seine Schiffahrt wüchsen in dem Maße, wie im Auslande. Das käme daher, daß das Ausland Prämien und Subventionen zahle. Diese Erfahrungen habe er am eigenen Leibe gemacht. Auf seiner Reise nach Sansibar habe er gesehen, wie große Fortschritte dort unten der deutsche Handel mache. Dies sei nicht auf die Güte der Ware zurückzuführen, man habe ihm im Gegenteil bestätigt, daß qualitativ England große Fortschritte mache, sondern auf eben jene Subventionen der Dampferlinien, die infolge dessen auch weniger lukrative Routen tändig beführen und niedrigere Säße nehmen könnten, als die englischen Rheder, die ganz auf die eigene Kraft angewiesen wären. Immer aber folge der Handel der flagge... Gut gebrüllt, Löwe! Das Armutzeugnis, das Englands tüchtigster Staatsmann seinem Lande ausstellt, indem er unsere junge Schiffahrt über jene der größten Seemacht der Erde stellt, kann für uns nur eine bedeutsame Ermunterung sein, auf dem betretenen Wege fortzufahren. Das einst so schimpfliche made in Germany ist längst zum Ehrentitel geworden. Und Chamberlain hat offenbar die brennende Angst, daß auch auf anderen Gebieten der deutsche Michel seinen britischen Better mit starkem Ellenbogen langsamt aber sicher beiseite schiebt. Das Martyrium des Burenvolkes. Die Burenbevölkerung in beiden südafrikanischen Kolonien ist dem Hungertode nahe! So heißt es jetzt auch in perviz unverdächtigen englischen Blätternachrichten. Familien, die früher reich und wohlhabend waren, seien jetzt auf Imosen angewiesen. Häuser besize die Mehrzahl der Familien überhaupt nicht mehr, und sie seien gezwungem, Pferde und Maulesel zu schlachten. Außerdem aber schleiche die Seuche ununterbrochen im Lande umher und for dere ihre Opfer. Endlich dringt also doch eine Stimme über die Wahrheit an die breite Desfentlichkeit. Endlich zeigt sich also doch mit unverkennbarer, Klarheit, daß die britische Regierung fortgesetzt falsche Berichte veröffentlicht hat, in denen zwar damernd von der loyalen Haltung der Bevölkerung und der befriedigenden Lage die Rede war, niemals aber davon, daß die neu erworbenen Kolonien unter englischem Joche schwer eufzen, ja daß sie in den letzten Zügen liegen. Selbst Lord Milner, doch gewiß ein Gemütsmensch im verwegenſten Sinne des Wortes, soll schwer unzufrieden sein mit dem Londoner Auswärtigen Amte, das an die Dinge mit feltSammer Laschheit herantrete. Auch die wichtige Frage der Beschaffung von Arbeitern für die Minen werde dauernd benschleppt. Alle Minenbesizer seien sich darüber einig, daß weiße Arbeiter den Minen viel nüßlicher wären als Farbige. Aber sie sehen sich unter dem Drucke der Regierung gezwungen, Kulis zu verwenden, weil man angeblich die Befürchtung hege, daß sich, wenn eine so große Anzahl WeiBer als Arbeiter am Rande beschäftigt werde, dieselben lästi gen Verhältnisse entwickeln könnten, wie in Australien, daß diese Arbeiter mit anderen Worten nicht nur in Lohn-, sonbern auch in politischen Fragen eine ausschlaggebende Macht er langen fönnten. Nach der Veröffentlichung so schwerer Beschuldigungen durch die Presse wird sich die englische Regierung nun wohl oder übel gezwungen sehen, ein aufarendes Wort zu sprechen. Humanität war nie Englands Sache, obgleich oder vielleicht besser: weil alle britischen Eroferungszüge unter diesem Zeichen inszeniert wurden. Auch deer Burenkrieg follte bekanntlich zum großen Teile ein zivilisatorischer Feldzug sein. Eine schöne Zivilisation, die England predigt, eine herrliche Kultur, die Albion in die Fremde trägt. Da sind die„ Wilden" denn doch bessere Menschen". Die Politik. Nachdem nun auch die liberale Partei durch den Mund des Abgeordneten Casselmann im bayerischen Landtage ihre Zustimmung zu der Gesetzesvorlage für Schaffung eines neuen Verkehrsministeriums gegeben hat, ist die Annahme des Entwurfes gegen die Stimmen der Bauernbündler gesichert. Unsere Schußtruppe in Deutsch- Ostafrika hat Arbeit bekommen. Bezirksamtmann Mayer sah sich genötigt, mit einem Unteroffizier und 20 Askaris einen Zug gegen die Massai im Paregebirge zu unternehmen, da diese wieder unruhig geworden sind und durch Viehraub und Bedrückung der Nachbarstämme ihr Dasein zu dokumentieren suchen. Der russische Minister des Aeußern, Graf Lamsdorff, ist numehr in Paris eingetroffen und hat mit Delcassé eine Kanferenz gehabt. Gegenstand dieser Besprechung ist die Gesamtlage, betrachtet unter dem Spektrum des russisch- französischen Bündnisses. Natürlich wird man auch über den französischenglischen Schiedsgerichtsvertrag sprechen, über die Lage in Ostasien und die Dinge auf dem Balkan. Es wäre aber verfehlt, schon daraus auf neue Ueberraschungen schließen zu wollen. Es gilt als absolut sicher, daß die Mächte vollkommen einig sind in der Unterstützung des österreichisch- russischen Reformplanes für Mazedonien. Daher ist auch zu erwarten, daß die Pforte ihre abwartende Haltung aufgeben und ihre Einwilligung notifizieren wird. Auch dürften die für einen Augenblick sistierten Truppenabrüstungen ihren weiteren Fortgang nehmen. In Bulgarien, wo fortgesetzt Scharen bon Flüchtlingen eintreffen, steht man der Reform noch immer sehr skeptisch gegenüber. Man hat in Sofia den Eindruck, als ob es Rußland und Desterreich mehr darauf ankomme, ihre eigene Stellung auf dem Balkan zu festigen, als das Loos der Mazedonier zu bessern. Bulgarischer Fanatismus mißt eben auch fremde Dinge nur mit landesüblichem Maße. * Auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Mexico, Porfirio Diaz, einen Staatsmann, dem das Land unendlich viel zu danken hat, ist ein Attentat verübt worden. Ein Individuum, Namens Toscana, offenbar wieder eint Italiener, hat fünf Revolverschüsse auf ihn abgegeben. ohne ihn zu verletzen. Es heißt, Toscana sei ein berüchtigter Einbrecher, der eben erst eine Kerkerstrafe wegen Mordes abgesessen hatte. Offenbar ist der Bursche ein Anarchiſt. Idenfalls werden die Sympathien der ganzen zivilisierten Welt mit dem Präsidenten sein, der es so trefflich verstanden hat, Mexico aus unhaltbaren Zuständen herauszuheben und unter die Kulturländer einzureihen. + Die schon lange angekündigte Krisis in Mittelamerika nimmt ernste Färbung an. Die Sezessionsbewegung der Staaten Panama und Cauca, die bekanntlich durch die Unstetigkeit des columbischen Kongresses in der Kanalfrage veranlaßt wurde, ist in vollem Gange. Die Rebellengenerale Lugo und Barresa sind bereits gelandet und der columbische Minister Herran erwartet noch die Ankunft meiterer Insurgentenkorps und den Vormarsch auf den nur schwach verteidigten Isthmus. Die Vereinigten Staaten, die offenbar schon lange auf einen plausiblen Grund warten, ihre Auslegung der Monroe- Doktrin praktisch zu erproben, dürften mit einer Truppenlandung nicht allzulange marten lassen. Als Vorwand gilt der Schutz der Eisenbahn auf Grund des Vertrages mit Neu- Granada. Während es heißt, daß die Verhandlungen zwischen dem russischen Gesandten Baron v. Rosen und dem japanischen Minister des Auswärtigen, Komura, beide Teile allmählich näher brächten, erfährt der Stand der oftafiatischen Frage durch eine andere Meldung denn doch weniger friedliche Beleuchtung. Danach wird das größte der Transportschiffe der Hamburg- Amerika- Linie, die Batavia", mit forzierter Arbeit in Dienſt geſtellt, um für russische Rechnung aus London 10 000 Tonnen Kohle nach Ostasien zu bringen. Zur höheren Ehre des Friedens geschieht das mehl kaum. Hof und Gesellschaft. Das Kaiserpaar macht jetzt bei dem schönen Wetter wieder täglich seinen gewohnten Spaziergang im Vark von Sanssouci oder Ausritte in die Umgebung. Der Kaiser empfing außer den zum Vortrag befohlenen Ministern den neuernannten Präsidenten des Reichsgerichts, Wirkl. Geh. Rat Dr. Gutbrodt und dessen Nachfolger im Reichsjustizamt, Direktor Dr. Hoffmann. Prinz Adalbertvon Preußen hat gestern von Genua aus an Bord des König Albert" seine Reise nach Ostasien angetreten. Die Genueser deutsche Kolonie veranstaltete zu Ehren des Prinzen ein Festmahl. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 3. Verhandlungstag.) RK Berlin, 28. Oktober. Die heutige Verhandlung fördert keinerlei Sensation_zutage, wie etwa die gestrige, durch das Geständnis der Hebamme Ossowska und die Aussage der mitangeklagten 78jährigen Dienerin Josefa Knoska. Diese, die Mutter der gleichnamigen Beugin, mit dem ..schwachen Gedächtnis", hat ihre frühere Aussage widerrufen, die dahin ging, daß sie bei der Geburt des Knaben zugegen gewesen sei. Jetzt gibt sie an, daß sie zwei Tage vor dem 27. Januar mit ihrer Tochter nach Berlin gereist sei und im Hause Kaiserin Augustastraße 74 die Vorbereit ungen für die Ankunft der Gräfin getroffen habe. Diese set am folgenden Tage eingetroffen. Ihr, der Knoska, und ihrer Tochter sei ein Zimmer im vierten Stock angewiesen worden, und hier habe sie sich zumeist aufgehalten, da die Gräfin, die die Hebamme mitgebracht hatte, ihrer nicht bedurfte. In der Nacht zum 27. Januar sei sie hinuntergerufen worden und habe den Auftrag erhalten, Kamillentee zu kochen. Die Hebamme habe den Tee in Empfang genommen und der Gräfin hineingetragen. Die Angeklagte fei gleich aufgeblieben. Gegen 6 Uhr sei die Hebamme in die Küche gekommen und habe ihr dort die Mitteilung gemacht: Soeben ist ein Knabe geboren worden." Sie habe das Zimmer, in dem die Gräfin lag, während der ganzen Nacht nicht betreten. Daß am Vorabend eine fremde Dame angekommen sei, habe sie nicht bemerkt, von ihrem Zimmer aus auch nicht bemerken können.-- Soviel zur Ergänzung des gestrigen Berichtes. Heute tritt Graf Hektor Kwilecki- Kwiltsch als erster Zeuge vor die Schranken. Auf ihn würde das Majorat übergehen, falls der angeklagte Graf ohne männ liche Nachkommen sterben sollte. Zeuge erklärt, daß die Agnaten die Geschichte von der Geburt im vorhinein nicht geglaubt hätten; sie schwiegen jedoch, um kein Aufsehen zu erregen. Und auch als das Kind geboren war, glaubte niemand an die Geschichte. In Posen gab es überhaupt sehr wenig Leute, die an die Richtigkeit der Geburt glaubten. Erst als die Angeklagten in Untersuchungshaft genommen wurden, trat ein Umschwung ein. Da war die opinio publica mit einemmal gegen uns Agnaten eingenommen und machte sich mit großem Eifer gegen uns geltend. Da erhielt ich eines Tages den Brief eines Mannes aus Russisch- Polen, worin er mir schrieb, daß er mir wichtige Dinge mitzuteilen hätte. ch legte erst gar kein Gewicht darauf, als aber nochmals ein Brief des Mannes kam, trug ich kein Bedenken, den Schreiber zu empfangen. Er fragte mich, ob es wahr sei, daß die Ossowska in Posen beschworen habe, daß die Gräfin tatsächlich in anderen Umständen ge wesen sei. Als ich dies bejahte, erklärte er, dies sei nicht wahr, denn die Ossowska habe selbst die Unwahrheit eingestanden. Später schrieb mir ein Kaufmann Hechelski, daß er wisse, woher der Knabe stamme. Ich depeschierte ihm, daß ich ihn empfangen wolle, und er erschien eines Tages in wiltsch. Ich ließ mir die Sache vortragen, wollte mich aber darauf nicht einlassen, sagte aber, daß, falls er die Sache selbst in die Hand nehmen wolle, ich dabei gern behilflich sein wolle, um die Wahrheit zu ermitteln, und auch für die Kosten aufkommen wolle. Hechelski ist dann nach Krakau gereist, wo er die Tatsachen ermittelte, welche die Basis der Anklage bilden. In langen Darlegungen sucht Zeuge die Ansicht zu entfräften, als habe er außerdem noch irgendwie gegen die Angeklagten intrigiert, oder in dieser Sache mit unfairen Mitteln manipuliert. In gleichem Sinne sagt auch der Vater des Vorzeugen Graf Miecislaus Kwielecki aus. Er habe seinerzeit den Angeklagten in dieser Sache um eine Unterredung unter vier Augen ersuch diese sei ihm aber abgeschlagen worden. Er habe dem Grafen in Aussicht gestellt, daß, wenn er ihm reinen Wein einschenken würde, dies Geheimnis von ihm zehn Jahre lang bewahrt werden würde, da alsdann die Strafverfolgung verjährt sein würde. Er habe das gräfliche Paar nicht in das Gefängnis bringen wollen. Eine Entlastungs- Zeugin. Die nächste Zeugin, Fräulein Falkowska, war seinerzeit in Stellung bei dem gräflich Kwileckischen Ehepaar. Sie wird vom Präsidenten gefragt, ob sie des öfteren Zeuge von Zwistigfeiten zwischen den beiden Angeklagten Kwilecki_gemesen ist. Sie kann sich dessen nicht entsinnen; nach ihrer Meinung sei das Verhältnis zwischen beiden Ehegatten sehr gut gewesen. Erst nach 1899 habe sich dies geändert. Sie erflärt ferner, daß der angeklagte Graf Kwilecki mit ihrer Schwester, die jetzt in Posen wohnt, mehrfach verkehrt habe. Die Schwester habe ihr, der Zeugin, erzählt, daß der Graf ihrer Schwester unter Schwüren versichert habe, daß das bielumstrittene, im Jahre 1896 geborene Kind ſein eheliches sei. Darauf wird der Distriktskommissar Leitlof- Wronke bernommen. Er hat als erster, bei den Vorermittelunaen ud XCORDU und zum Nacht auch erstenmalmischen die beiden Gatten ein dunkler Schatten." wogenden feit ihrer germählung legte fich mit der finkenden ein feine Brust Arme Marial" fagte Ellen seufzend. Sie war reich, fagte Magnus, sie hatte ihrem Geihren Reichtum und wahr alles gegeben, was sie besaß: Leidenschaft für die schöne Flora verzehrte, anlodte, bald zurückstieß, bald verhöhnte und bald bemitAuges entging es nicht, daß Francis sich in immer wilderer ein Ton herrschte, der sie in der tiefsten Seele verlegtead ,, Die Liebe sieht scharf und dem Blick ihres liebenden bei, bei denen unter den Gästen des Grafen bon ten die ihn bald Das Gold Spieltisch, über den die Würfel Ior, welche dadurch zu immer Grafen, wenn er die bochsten Hinrouten; fi bebedte denen an die Gäste berFlora aber schien die Wacht zu befißen, das Geld anzuziehen de ihrer wunderen ugen, wie enn fie lächelnd unter ihren Spiel gereizt wurden. fahlen Gesicht des in niel farbigem Sever wie der Magnet das Wimpern hervor die Blicke blieb. das jchroffe Reden ihr daß die Eltern ihre Waters in die Hände des Sohnes übergehen. Jahre wurde ihr ein kleiner Junge geboren: aber was hatte junge Paar fuhr nach Newport, sollte doch das Geschäft des eine Jahr ihr gebracht? Tägliche Demütigungen, robe, Eveline hielt Einwilligung zur Ehe gaben. Das Nach einent zu den Geliebten und heute durch), Rannes, und endlich munte in Betracht kommender Beamte die anfänglichen Stecherchen angestellt. Auf Befragen des Präsidenten schildert er bie jenigen Beugen des fetzigen Brozeffes, die in einem 206hängigkeitsverhältnis von den Angeflagten stehen, als wenig auverlässig und nicht einwandfrei. Bon den Beugen, die hier als Gläubiger des Strifectischen Cheepaares in Be tracht kommen, befundet Diftriftsfommiffar Zeitlof, daß sie cher zugunsten der Angeklagten aussagen, weil sie fürchten, im Falle eines ungünstigen Berlaufs der Verhandlungen ihr Geld zu verlieren. Die nächste Beugin ist die Fran Katharina Starbovial ans Strakan. Sie war befreundet mit der Sebamme Ewell, die der Gräfin Swifecta bei ber angeblichen Geburt Sülfe geleistet hatte. Die Beugin Starboviat wird in polnischer Sprache mit Hilfe des Dolmetschers Regierungsrat Brandt bereidigt. Sie gibt folgendes an: Die Sebanume Gwell habe ihr erzählt, daß sie eine Summe von 200 Rubel für Sülfeleistungen bei der Niederkunft einer polnischen Gräfin in Berfin er halten habe. Ob tatsächlich eine Geburt stattgefunden hat, barüber könne sie sich nicht äußern. Auf Befragen der Berteidigung gibt die Beugin schließlich an, daß die Sebamme Ewell nad) einem sechs Monate währenden Stranfenlager am Serebs cines natürlichen Tobes gestorben sei. Sierauf wirb die Situng auf morgen vertagi. Hus dem Gerichtsfaal. § Das Urteil im spiritistischen Suppeleiprozeß Schettler zu Berlin lautete für die Sauptangeklagte auf 2 Jabre 6 Wo nate Gefängnis, wovon 6 Monate durch) die erlittene Unter juchungshaft angerechnet wurden, ferner auf fünfjährigen Shrverlust und Polizeiaufsicht. Die Angeflagte Sorn fam mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten davon, da sic unter dem Einfluß der erfahrenen, raffinierten Frau Schett fer gestanden habe und von ihr vollständig umstrickt worden sei. Der Berfeibiger der Sorn beabsichtigt, die Gnade des Raisers anzurufen." 8 Die Bayerische Nationalwaffe. Vor der Würzburger Straffammer batte sich dieser Tage ein ländlicher Geld zu verantworten, ber bei einem Striegerfeste sein Wierglas an bem Schädel eines Festteilnehmers in Trimmer geschlagen batte. Sein Anwalt, ein ob seines Wipes bekannter Berfeibiger, fuchte die Richter dadurch milder zu stimmen, daß er ausführte, das Bierglas oder der Maßfrug sei die„ baberische Nationalwaffe". Das Argument verfing jedoch nicht, und der bayerische Nationalheld muß sechs Wochen , brummen". Heer und flotte. Gin eisenbahnstrategisches Werf des preußischen Ministers Bubbe wird demnächst erscheinen. Der Weinister behandelt in ihm seine Erfahrungen über die französischen Eisenbahnen im deutschen Striegsbetrieb 1870/71. Das Buch behandelt in ausführlicher Weise die Organisation des Feldeisenbahnwesens bei Ausbruch des Strieges, die von den Deutschen ausgeführten Babuarbeiten und Ausbesserungen, die Frage der Betriebsmittel, die militärische Sicherung der Bahnfinien, die Eisenbahnzerstörungen und Unfälle. Es enthält ein mit sehr großem Fleiß zusammengetragenes Material, au dessen Sichtung niemand besser in der Lage war, als ber ehemalige Chef der Eisenbahnabteilung im Großen Generalstabe. Es beschränkt sich feineswegs auf trockene Darstellung ber Verhältnisse, sondern es zeigt in eindringlicher Weise den engen Busammenhang zwischen den eigentlichen Striegsoperationen und dem Eisenbahndienst in den besetzten Landes. tellen und stellt sich insofern als eine höchst dankenswerte Ergänzung des Generalstabswerks über den deutsch- franzö fischen Serieg dar. Seine Bedeutung liegt nicht nur in der Bergangenheit und der Schilderung der damaligen, beute in sehr vielen Punkten überholten Lage des Feldeisenbahndienstes, sondern es enthält gerade in seiner geschichtlichen Darstellung die interessantesten und bedeutsamsten. Anregungen für den Eisenbahner von heute und für diejenigen Offiziere, denen in einem Zukunftsfriege die Leitung des Eisenbahnwesens obliegen würde. Das deutsche Schulschiff„ Woltke" wird am 5. November in Sponftantinopel erwartet. Die Befagung wird am 6. 20bember der feierlichen Gröffnung der türkischen Medizinschule in Saidar Bascha beiwohnen, am 7. November gib! Die Konstantinopeler deutsche Kolonie dem Offizierkorps und den Stadetten von der Woltke" einen Ball in der Teutonia. Nab und fern. erleichtern sollte. Um nad) außen bin mit großen Erfolgen zu prablen, faufte Jakobsen Söfe an, die fast teine Erträge brachten. Die Leiter der Bant gewährten Darlehne an Leute, die feinen Kredit verdienten. Tatsächlich geschah wenig zur Förderung des Deutschtums; für deutsche Ansiedler war nur wenig Geld vorhanden, und sie mußten die Darleben mit 6 bis 8 Prozent verzinsen. Die größten Summen verschlangen dagegen die gewagten Unternehmungen des Bastors Jakobsen, die auf Fernwirkung berechnet waren. So gründete er eine Stunstwebeschule, das Nordseebad Laholt, eine Starpfenzuchtgesellschaft, alles Unternehmungen, die von vornherein verfehlt waren. Die Bank hat jetzt eine neue Zeitung erhalten, und man versucht nach Kräften, sie mieber lebensfähig zu machen, um die Spareinlagen der fleinen Leute zu retten. Gegen Jakobsen wurde eine Unterfuchung eingeleitet, in deren Berlauf er am 21. ds. verhaftet, jedoch am 23. wieder entlassen wurde, ohne daß er eine Raution hätte stellen müssen. Man wird also mit dem Urteil über seine Persönlichkeit zurückhalten müssen, bis das Ergebnis der Untersuchung befannt wird. Die Unternehmungen des Pastors Jakobsen. Der jetzt bom Amt suspendierte Pastor Jakobsen in Scheerebek batte mit dem Besizer Lassen eine Kreditbank gegründet, die in erster Linie das Deutschstum der Nordmark stützen und deutschen Anfiedfern den Erwerb von Grund und Boden Der Generalgouverneur des Kankafus von Mördern überfallen. Aus Tiflis kommt die Nachricht von einem verwegenen Anschlag auf das Leben des obersten russischen Beamten im Staufafus, des Generalgouverneurs Fürsten Golizyn. Als dieser mit seiner Gemahlin nachmittags 4 Uhr von einer Spazierfahrt nach der Umgebung zur Stadt zu1rückkehrte, wurde die Equipage von drei Gingeborenen überfallen. Einer der Verbrecher brachte dem Fürsten mehrere Dolchstiche in den Stopf bei. Die Mütze schwächte die Stöße ab, so daß die Wunden nicht gefährlich sind. Als die drei Verbrecher den Fürsten aus der Equipage zu ziehen versuchten, warf sich der den Fürsten begleitende Rofat den Angreifern entgegen. Während des Sandgemenges fuhr die Equipage davon. Die Verbrecher flüchteten in eine tiefe Schlucht, wohin sie von einem Schutzmann und Privatpersonen verfolgt wurden. Aus der Stadt eilte alsbald eine berittene Rofafemwache herbei. Die Verbrecher flüchteten von einem Gebüsch zum andern. Durch die Schüsse der Verfolger wurde einer der Verbrecher getötet, der zweite tödlich verletzt und der dritte schwer verwundet. Die beiden letzteren erlagen später ihren Verwundungen. Nach seiner Rückkehr erfchien Fürst Golizyn nach Anlegung eines Verbandes im Saale des Gouvernementspalastes, wo die Vertreter der Gesellschaft versammelt waren. In der Bevölkerung gibt sich tiefe Entrüstung über den Anschlag kund. Die Theatervorstellungen sind abgesagt. Kriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. ( 5. Fortsetzung.) Oberleutnant Rüdiger begnadigt. Durch kaiserlichen Gnadenerlaß ist die gegen den früheren Oberleutnant Rüdiger bom 17. Infanterieregiment in Wörchingen verhängte sechsjährige Buchthausstrafe in gleichlange Gefängnisstrafe umgewandelt worden. Oberleutnant Rüdiger war, wie erinnerlich, f. 3t. der tragische Held eines Offiziersdramas. Im Rasino geriet sein Bruder, der von ihm schwärmerisch geliebte Oberstabsarzt Rüdiger, mit dem Hauptmann Adam aus geringfügiger Ursache in Streit und wurde von jenem geohrfeigt, so daß ein Duell unvermeidlich war. Der Oberleutnant geriet darüber in eine furchtbare seelische Aufregung. Im seinen geliebten Bruder, der Familienvater ift, von den Gefabren des schweren Duells zu retten, schoß er den Hauptmann Adam in dessen Wohnung nieder. Bom 7.- 11. Dezember war das Regiment in Orléans einquartiert und am 11. bekam es den Befebt nach dem linken Loirenfer abzurücken, um sich mit der Div sion, die nach Blois marschiert war, zu vereinigen. Beim Ausmarsch aus Orléans begegnete das Regiment Leutnant Weßling vom 4. Heff. Infanterie- Regiment, ber sechs in Schloß Cham bord eroberte Geschütte nach Darmstadt zu bringen hatte. Am Abend bes 11. bezog das Regiment in Bailly, das von ben Bayern stark zerschossen und zum größten Teil abgebrannt war, Quartiere. Am folgenden Tage kam die 7. Kompagnie nach Nozieng, wo Feldwebel Bruchhäuser bei einem Stüfermeister einquartiert wurde. Die Bewohner batten große Angst vor den Deutschen, der Seitfermeister hatte sogar seine Frau in eine nicht von unseren Truppen befeste Gegend verbracht. Da die Franzosen aber faben, daß ihre Befürch tungen grundlos waren, wurden sie bald zutraulich und zu vorkommend gegen die Truppen. Ein heiteres Erlebnis hatte Feldwebel Bruchhäuser in der Nacht, als er mit einem Kameraden in einem Bette lag, kam auch der Stüfermeister und legte sich noch zwischen Beibe, aus Bescheidenheit aber mit dem Kopf an das Fußende des Bettes. Man ließ ihn gewähren, aber ein Zwischenfall, wie in Frip Reuter's Reis' nach Betligen fam hier nicht wor. Später, im Febinar fam das Regiment wieder durch Nozieug und jetzt hatte auch der Rüfermeister seine Frau wieder zurückgeholt und begrülfite mit ihr Feldwebel Bruchhäuser aufs Freundlichste. Bei Blois marschierte bas Regiment über die von den Franzosen † Bilbao im Aufruhr. Ueber die spanische Stadt Bilbao hat der Belagerungszustand verhängt werden müssen. Die Ausständigen, deren Babl fich jetzt auf 40 000 befäuft- sämtliche Inmungen sind dem Ausstand beigetreten- be gingen eine ganze Reihe schwerer Gewalttaten und es kam zu heftigen Straßenfämpfen. Sie versuchten die Eisenbahnbrücke bei Portogalate zu sprengen und brachten Züge zum Entgleisen, so daß der ganze Eisenbahn-, sowie der Straßenbahndienst unterbrochen werden mußte. Weiter versuchten sie bie Gasanstalt zu stürmen, um der Stadt die Beleuchtung zu Sperren. Die Gasanstalt wurde aber von Stavallerieabteilungen gerettet. An anderen Stellen bewarfen die Ausständigen die Wagen, welche noch verfehrten, mit Steinen unter Mufen: Tod dem Bürgerstande, nieder mit den Tyranmen. Die Polizei ging vor; es wurden Schüsse gewechselt und sechs Personen verwundet. Auf den Klub der Minenbesitzer wurde ein Ansturm gemacht. Fabriken, die Ausländern gehören, zegen ihre Nationalfahnen auf. Die Ausständigen verbindern auch das Landen der Schiffe; die Geschäfte an der Börse sind eingestellt; die Zeitungen erscheinen nicht, die Läden sind geschlossen, die Straßen angefüllt von Arbeitern. Infolge des Belagerungszustandes sind zwei Regimenter Infanterie und Verstärkungen der Gendarmerie eingetroffen. Die spanische Miegierung gibt nicht die gerinafte Schuld an dem aefährlichen Umfichareifen der Ausstandsbewegung, die bekanntlich auch in Barcelona gleich. zeitig auflodert, den hehenden Reden französischer Deputier. fer, die dort gehalten wurden. Ministerpräsident Billaberbe ertlärt, er werde die unbequemen Gefellen über die Grenze schaffen lassen. Der französische Minister Delcassé hat seine Landsleute bereits aufgefordert, schleunigst unter die Fittige des gallischen Hahns zurückzukehren. Offizielle Berichte aus Bilbao geben an, daß bei den Unruhen eine Frau getötet und 15 Personen verletzt wurden, darunter 6 schwer." Milf. tär und Polizei gaben im ganzen 300 Schüsse ab. * Eine furchtbare Explosion, deren Ursachen bisher nicht aufgeklärt sind, erfolgte auf der Station Schmerinka der rufsischen Südwestbahn in einem Wagen vierter Stlasse. Durch die Explosion wurden zwei Schaffner, zwei Telegraphisten und 53 Passagiere verletzt. zerstörte, von den Pionieren aber wieder hergestellte Brücke der Boire in der Richtung auf Le Mans. Der Mord an der Halbweltlerin Fougère in Air- les. Bains ist nach den Untersuchungsergebnissen unzweifelhaft von der Wirtschafterin Giriat allein begangen worden. Ebenso hat diese auch das Stubenmädchen Lucie Maire erdrosselt. Ladermann, der durch Selbstmord endete, war nur ihr Bei. helfer und Hehler. * Der en Major Broßh.( 25) Böhrs bon B Der Bifolaus am 4 Darmstädter& Bon b merfolgt: obs in Rus Friß aus Ter aus Jlbenftab Morig Mente hegerlehrling Hhlagung, 3 table, fämtlic Bürstenmacher Strafpollfired mherziehende Unterschlagung Refrut Chr. P Commando Gie Bu viel des Guten. Mit seltenen Baterfreuden wurde ein Handelsmann in Dresden überschüttet. Seine Ehefrau beschenkte ihn auf einmal mit dem 26. und 27. Stinde, zwei Senaben. Von seiner ersten Frau hatte der Mann 12 Kinder, von der jetzigen 15. Bon diesen Sprößlingen be finden sich 20 am Leben. Am 16. mußte das 4. Armeekorps aber wieder in Eilmärschen nach Orléans zurück, weil die Stadt von Osten her von feindlichen Streitkräften bedroht wurde. Am 17. gelangte bas Regiment nach La Chapelle, einer Vorstadt von Orléans, wo es mehrere Tage verblieb. Hier wurde die große Baute erobert, die sich noch ist beim Regiment im Gebrauch befindet. In diesen Tagen kamen die bei Le Mans gefangenen Franzosen vorüber auf dem Marsche nach Deutsch land. Ihre Kleidung, besonders das Schuhwerk, befand sich in einem trostlosen Zustande. Viele Gefangene gingen trop der winterlichen Kälte barfuß. IDie Moskitowolte. Durch ein sonderbares Natur schauspiel ist dieser Tage Madrid überrascht worden. Nach mittags gegen 2 Uhr verfinsterte sich auf einmal die hell scheinende Sonne, und ein Geräusch, ähnlich dem fernen Meeresbrausen, wurde vernommen. Man sah bald, daß eine Wolfe von Mostitos niedergegangen war. Viele Pferde wurden scheu, und die Menschenmtenge flob entsetzt nach allen Seiten hin, denn die winzigen Tiere drangen in Augen, Mund und Nase. Millionen der lästigen Tiere drangen in die Cafés und Geschäftsräume. Auf einmal aber erhob sich die Wolfe wieder, wie auf ein Zauberwort, und verschwand in südöstlicher Richtung. Admeren Dieb Bießen. * In Firma C. No auswärtigen Bießener Blä Bießen geschri libie seit Jab aburden, find 3. Frau Dr mns belannt is tätig. D. Reb hoon solchen Be pebracht, also * Sta bwürdigen Sch Frau", daß IDem Verdienste seine Strone. In Korea begannen bor kurzem Insekten den Fichtenhain bei dem Grabe der letzten Königin zu zerstören. Darauf beauftragte man Sol. daten mit der Vernichtung der respektlosen Tiere und ver. sprach ihnen eine Belohnung, wenn sie sich darin recht eifrig zeigten. Einer von ihnen suchte auf eine recht absonderliche Art zu beweisen, wie ergeben er der herrschenden Dynastie wäre. Er verschluckte nämlich eine Schale voll von den Insekten, aus Born darüber, daß sie es gewagt hatten, dem föniglichen Grabe zu nahen. Zur Belohnung für die ver. drehte Tat wurde er alsbald zum Hauptmann gemacht. Nun befamen mit einemmal noch mehr Soldaten Appetit an dem seltsamen Gericht. Für die bloße Nachahmung des ver dienstvollen Beispiels ihres Kameraden erhielten sie jedoch feine Belohnung, was sie nicht wenig verstimmte. Die fleine Geschichte erinnert an einen ergößlichen Vorfall, der sich zur Zeit des Berliner Kongresses im Jahre 1878- trug. Lord Beaconsfield wohnte damals im Staiserhof. Er legte die kurze Strecke von da bis zum Reichskanzlerpalais immer zu Fuß zurück. Eines Tages sah er einen Mann, der Zigarrenstuminel vom Pflaster auflas. Er gab ihm ein Goldstück und sagte: Dafür fönnen Sie sich ordentliche Zigarren kaufen." Sobald dies in die Zeitungen gekommen war, gab es zwischen dem Kaiserhof und der Wilhelmstraße Dußende von Leuten, die alle eifrig nach Bigarrenstummeln suchten. Der edle Lord ging aber ironisch lächelnd an ihnen borüber. | Zur Erkundung der östlich von Orléans stehenden Streitkräfte wurde am 20. Dezember das Detagements des Generals v. Bangau, bestehend aus dem 2. Infanterie- Regiment, 2. Reiter- Regiment und der reitenden Batterie der heff. Division nach Montargis beorbert. Am 22. wurde Wontargis erreicht und dort Quartiere bezogen. Feldwebel Bruchhäuser hatte einen Quartierwirt, deffen Großvater aus Darmstadt stammte. In Montargis Hofften die Soldaten die Weihnachtsfeiertage in Ruhe verleben zu können, aber schon am ersten Feiertage mußten sie bei grimmiger Kälte nach Briares marschieren, da die Meldung eintraf, daß diese tabt vom Feinde besetzt sei. Die Kälte war so stark, baß den Soldaten unterwegs das Brod gefroren war. Um Abend wurde La Bussiere erreicht, wo Quartiere bezogen und Feldwachen ausgestellt wurden. Am zweiten Feiertage fam bas Regiment nach Briare und wurde bort einquartiert In Briare, einem Städtchen von einigen Tausend Einwohnern, befand sich eine große Knopffabrik, deren Direktor ein Hesse, IDie kleinste Republik der Welt. Die Fürstentiimer Monaco und Liechtenstein und die Republiken Andorra und San Marino sind als winzig fleine Staatswesen sprichwört lich geworden. Und doch gibt es einen noch weit winzigeren Staat, den nur die Geographen kennen, obwohl er nicht im dunkelsten Afrika oder Australien liegt, sondern im zivili sierten Europa. Dieser Staat ist die Republik Tavolara, die auf der an der Nordostküste Sardiniens gelegenen Felſen insel Tavolara oder Isola Terranova blüht und gedeibt. Die Republik zählt ganze 170 Einwohner, aber sie hat eine Geschichte. Im Jahre 1882 war Tavolara noch eine al solute Monarchie: Baolo I. regierte als eine Art Bar. Gr gehörte zur Dynastie der Bartholoai, die im Jahre 1885 von Karl Albert von Italien feierlich als„ thronberechtigt anerkannt worden war. A18 Paolo I. aber im Jahre 1882 gestorben war, brach eine Revolution aus, und die Bevölke rung proklamierte die Republik. Tavolara hielt es für un nötig, den Mächten diesen plötzlich eingetretenen Wechsel dis Regierungssystems zu notifizieren und suchte nur die Zustimmung Italiens zu erlangen. Sie erhielt sie, und der Freundschaftsbund zwischen den beiden Staaten wurde e- neuert. Der Präsident der Republik Tavolara wird für zehn Jahre gewählt. Die Frauen haben Wahl- und Stimm recht; ein stehendes Heer gibt es nicht. aufgeführt w Direktor Herr Saarstein), G ( Ottilie), Hel müller( Wall und ist die fi □ De Mittwoch A Generalversa Birr eröffn der im Lan Kräfer, Richt Schwaab und des Vereinsb mit Namen Maurer, aus Darmstadt war. Die 7. Kompag nie wurde am 28. von Briare nach Gien, weiter unterhalb der Loire abkommandiert, um die dortige Telegraphenstation vor feindlichen Angriffen zu sichern und die gesprengte Loire brücke zu überwachen. Die Bewohner in Gien v.rhielter sich gegen die deutschen Truppen ziemlich feindselig in d Straßen waren überall Barrikaden errichtet. Da der Unter präfeft sich weigerte, die Barrikaden befeitigen zu laffen, wurde sein Schloß am Abend von der 7 Kompagnie 2. H Regts. umstellt und von Oberlt. Meßler, gerade als er mit seiner Familie bei Thee saß, verhaftet. Mit etwa 30 fangenen wurde er am folgenden Tage nach Orléans an Prinz Ludwig von Hessen abgeliefert. Die Tätigkeit der 7. Kompagnie bestand in Gien hauptsächlich im Patrouillen dienst an der Boire und in der Umgegend, das jenseitige linke Ufer der Loire war stark mit Franktiereurs befeßt, bie häufig nach den deutschen Truppen schoffen. Bei einem solchen Patrouillengange erhielt Sergeant Melior einen Schuß in den Unterleib, während gleichzeitig noch ein Musketier leichter verwundet wurde. In der Umgegend von Gren bes befanden sich viele Windmühlen, mit denen die Bewohner den Franzosen von den Bewegungen der deutschen Trupper Kenntnis gaben. War ein größerer Trupp deutscher Sol Daten in der Nähe, dann gingen die Windmühlen imme sehr rasch. Sie wurden daher später niedergebrannt. Auch die Kirchenglocken wurden häufi, dazu benußt, den französischen Streitkräften Kenntnis von unseren Truppenbewegungen z geben, indem beim Annähern der Deutschen Sturm geläutet wurde. Hauptman Buff von der Leibkompagnie überrascht einmal einige Civilisten beim Sturmläuten und trieb sie mit dem Glockenseil aus dem Seirchturme.( Forts. folgt.) Anbenten die Blägen. Au hervorgehober 1902 betrug und 7 Da dem Verein linge, 26 D i ist also um Schluß seine auf den Rück als Grund Gründung Turnerschaft Turnerschaft in ben Man 1. a. noch gewäh ( ausge sind H Lin Bo Er 0000 Band Barcelona g ficher Debut ident Billabe über Sie Gre Delcaile bat je unter die Fi Offizielle Bet eine Frau ge 6 idjver. iffe ab. achen bisher dhmerinta ter Slajie pei Teleg pugère in fen unge gen worden, e Maire erd war nur ih Baterfreuden t. Seine G und 27. atte der Ma Sprößling onderbares cht worden. uf einmal die hnlich dem f fab bald, da ar. Viele 6 entfest nad rangen in Tiere drang mal aber erh rt, und beri n Korea beg ei dem Grabe auftragte man jen Tiere und ch darin rechte e recht absonde rrschenden D hale boll bon gewagt hatten, hnung für die nann gemadt ten Appetit an chahmung des erhielten sie j verstimmte. A Blichen Vori im Jahre 18 im Kaiserh Reichskanzlere ab er einen Mo 3. Er gab ihm d Sie sich ordentli eitungen gefom der Wilhelmſt Bigarrenjtummel lächelnd an ihn Die Fürstentün bliken Andorra Lokales. Gießen, 29. Oftober 1980. ** Der Großherzog empfing am 28. Dft. u. a. ben Major Grafen von Waldersee vom Generalstabe der Großh.( 25.) Division, die Pfarrer Scriba von Erbach, Cihre von Bickenbach und Strack von Usenborn. ** Der Kaiser erwidert den Besuch, den ihm Zar Bifolaus am 4. Nov. in Wiesbaden macht, am 5. Nov. im Darmstädter Großherzogl. Residenzschlosse. ** Von hess. Behörden werden u. a. steckbrieflich wer folgt: Cay Cohn und dessen Tochter Selfo Cohn aus Godz in Russ.- Polen wegen Betrugs, Schweizer Ernst Friß aus Terreschewo wegen Körperverlegung, Heinr. Klein aus Ilbenstadt wegen Betrugs, Schlosser und Taglöhner Mori Mentes aus Lemberg wegen Unterschlagung, SchriftHeberlehrling Wilh. Schäfer aus Ilbenstadt wegen Untershlagung, Joseph Weigand aus Kloppenheim wegen DiebStahls, sämtlich von der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Bürstenmacher Habermann( Sieben) aus Emden wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Alsfeld; der umherziehende Korbmacher Albert Klein aus Mainz wegen Unterschlagung vom Großh. Amtsanwalt zu Büdingen; Refrat Chr. Pohl wegen Fahnenflucht vom Großh. BezirksTommando Gießen; Arbeiter Karl Schön aus Nitles wegen schweren Diebstahls vom Großh. Untersuchungsrichter 2 zu Gießen. * * In der Seidendiebstahls- Affäre bei der Firma C. Nowack in Gießen scheinen sonderbarer Weise die auswärtigen Zeitungen besser unterrichtet zu sein, wie die Gießener Blätter. So wird der Alsfeld. Oberh. 8tg. aus Gießen geschrieben: In Sachen der großen Seidendiebstähle, die seit Jahren im Geschäft der Firma Nowack verübt wurden, sind bis jetzt drei frühere Verkäuferinnen, Frau V., Frau Dr. Br. und Frl. D. Sp., verhaftet.( Soweit uns bekannt ist, war Frau V. im genannten Geschäft nicht tätig. D. Red.) Wie verlautet, stehen weitere Verhaftungen von solchen Personen bevor, wlche die Sachen an den Mann gebracht, also Hehlerdienste g leistet haben. * Stadttheater Gießen. In dem liebenswürdigen Schönthan- Radelburgschen Lustspiel Die berühmte Fran", das seit einer Reihe von Jahren in Gießen nicht aufgeführt wurde, sind in erster Reihe beschäftigt die Herren Direktor Hermann Steingoetter( Palmay), Conradi( Römer Saarstein), Sandorff( Traunstein) sowie die Damen Hohl ( Ottilie), Hellberg( Paula), Kellermann( Agnes) und Großmüller( Wally) Die Vorstellung ist sorgfältig vorbereitet und ist die fünfte im Freitagsabonnement. Der Turnverein Gießen hielt gestern Mittwoch Abend im Cafe Ebel seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der 1. Sprecher Metzgermeister Birr eröffnete und leitete dieselbe. Eingangs gedachte er der im Laufe des Vereinsjahres verstorbenen Mitglieder räffer, Richter, Kloz, Haas, Wagner, Vogt, Berg, Schneider, Schwaab und Popp sowie der ebenfalls abgerufenen Frau des Vereinsdieners Wahl. Die Versammlung ehrte das Andenten dieser Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. Aus dem Jahresbericht des 1. Sprecher sei hervorgehoben, daß der Mitgliederstand am 1. Oktober 1902 betrug: 491 ordentliche Mitglieder, 84 Zöglinge toch weit winzige und 7 Damen; jest am 1. Oftober lf. J. gehörten dem Verein an: 607 ordentliche Mitglieder, 77 8ög= obwohl er nicht sondern im zi linge, 26 Damen und 3 Studenten. Die Mitgliederzahl Republik Tabalift also um 31 gestiegen. Der Sprecher Pirr fam am ns gelegenen Schluß seines sehr ausführlichen Berichtes noch besonders blüht und gede auf den Rückgang der Böglingszahl zu sprechen und führte er, aber sie hat als Grund dafür die im Laufe des Jahres erfolgte olara noch eine Gründung eines dritten Turnvereins, der sich Freie eine Art Zar Turnerschaft" nenne, an. Der Antrag der Gießener Die im Jahre Turnerschaft: eines der nächsten Gaufeste einmal wieder in den Mauern Gießens abzuhalten, sei- so berichtete er bom Gau- Ausschuß abgelehnt. Nicht uneratswefen sprichw Is thronber aber im Jahr s, und die ara hielt es fin tretenen Wedjel fuchte nur die erhielt sie, und Staaten wurde Zabolara wird 11. a. no wähnt sei, daß ein Mitglied des Evang. Arbeitervereins,| überaus zahlreich besucht, kein Stuhl war mehr zu haben der sonst auch für den Turnverein große Sympathie betätige, dem letteren eine große Anzahl Bänke geschenkt habe, so daß die Halle jetzt 500-700 Personen fassen könne. Mit dem Bericht des Turnwarts Wigandt war man ebenfalls zufrieden; er gab Auskunft, daß turnerisch der Verein wiederum vorwärts geschritten set. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung, die Vorstandswahl, nahm lange Zeit in Anspruch. Meggermeister Pirr wurde zum 1. Sprecher einstimmig wiedergewählt; 2. Sprecher blieb Althoff, die beiden wiedergewählten Schriftführer Buchacker und Noll erhielten im Turner Weidmann jun. einen dritten Kollegen. Wigandt und Müller bleiben in ihren Aemtern als Turnwarte, desgleichen der Gegenschreiber Marr, der Turnälteste Schubecker und die Beisitzer Belloff und Friedrich. Ne u gewählt wurden Adam und Weeg zu Turnältesten und Erle als Beisizer. ** Zwecks Besichtigung der Bahnstrecke GrünbergLich war gestern ein Vertreter der Firma Loz& Co., Berlin, in Grünberg anwesend. + Rodheim a. d. B., 28. Oft. Die hiesige Ortsgruppe hat in diesem Jahr zum erstenmal Thomasmehl in Waggonladung bezogen. Algemein ist man zu der Ansicht gekommen, daß auch der Kleinbauer künstliche Dünger zur Anwendung bringen muß, um in seinem landwirtſchaftlichen Betriebe Fortschritte zu erzielen. Zwar können unsere Landleute die dadurch entstehenden Mehrausgaben nicht entbehren, zumal gerade im Herbst sich die Ausgaben für Kauf-, Pacht- und Zielgelder ohnedies schon Häufen, allein das Thomasmehl muß eben gerade im Herbste ausgestreut werden, falls man damit Erfolge für das nächste Jahr erzielen will. [*] Queckborn, 27. Oft. Am Sonntag findet im Vereinslokal bei Herrn Wirt Görnert das 25jährige Stiftungsfest des Kriegervereins statt. Mittags 1½ Uhr stellt sich der Festzug auf und bewegt sich zum neuen Schulhaus woselbst durch Herrn Regierungsrat Dr. HeinrichsGießen die Ueberreichung der vom Kaiser gewidmeten Fahnenschleifen vornimmt. Nach der Weiherede begiebt sich der Zug ins Vereinslokal, wo bei Unterhaltung und einem Ball das Fest beschlossen wird. § Tiefenbach, 26. Dft. Während des gestrigen Kirchweihfestes stürzten zwei Jungen von 12 und 14 Jahren derart von einer sogen. Schiffsschaukel ab, daß der eine einen doppelten Armbruch und der andere eine schwere Schädelverlegung davontrug. Dannenrod, 25. Oft. Am Samstag fiel ein 4jähriger Knabe in den Wasserbottich der Dreschmashine. Obwohl er sofort herausgehoben wurde, hatte er sich solche Brandwunden zugezogen, daß er am Abend verstarb. × Bad Nauheim, 27. Oft. Große Bauveränderungen und Neuanlagen stehen im südlichen Stadteil westlich der Usa für die nächste Zeit bevor. Das alte Kurhaus ist fast niedergelegt und noch im Winter wird mit dem Neubau der evangelischen Dankeskirche begonnen. Der Kurbrunnen wird neu gefaßt und die Trinkhalle weiter nach Süden verlegt. Auch der Musikpavillon am Kurhaus erhält einen anderen Plaz und die Terrassen sollen eine Erweiterung nach dem Teich zu erfahren. Darmstadt, 27. Oft. Am Freitag den 30. d. M. von 9 Uhr vormittags ab werden in der Trainkaserne, Eschollbrückerst. 24. 80 überzählige Dienstpferde öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. § Bingen, 28. Oft. Der 19 Jahre alte Technifer Fr. Hohweiler aus Neustadt a. d. H., der nach einer Bierreise noch 4 Schoppen Federweißen in 17 Minuten getrunken hatte und dann in Krämpfe gefallen war, ist heute gestorben, nachdem sich noch eine Lungenentzündung eingestellt hatte. Stadttheater Gießen. Die zweite Voltsvorstellung war gestern Mittwoch und eine große Anzahl Theaterbesucher wohnte, malerisch um die hinteren Stühle gruppiert, der Aufführung stehend bei. Es ist nur erfreulich, daß dieser überreichliche Besuch durch Kleists Zerbrochener Krug", Goethes Geschwister" und Schillers Wallenstein", diese Perlen deutscher Dichtung und nicht durch irgend eine Tages- Nichtigkeit veranlaßt wurde. Die Darstellung war gleich der ersten Aufführung vorzüglich, besonders Frl. Hellberg lieferte als Eva im zerbrochenen Krug" zu ihrer Mariane ein Gegenstück von so herzenswarmer Natürlichkeit und Frische, daß man daran seine helle Freude haben konnte. Auch die Vertreter der übrigen Rollen fanden die Anerkennung des beifallsfrohen Publikums; nur Herr Pichler schien als Holtischer Jäger in seiner Kriegerbaßstimme durch eine scheinbare natürliche Heiserkeit etwas allzusehr unterstützt worden zu sein. Briefkasten. W. G., Queckborn. Besten Dank. Daß die Kriegserlebnisse Ihren Beifall finden freut uns; es ist uns schon von verschiedenen Seiten Anerkennung darüber ausgesprochen. Der Schreiber der Kriegserlebnisse ist Herr Bruchhäuser in Gießen; da Sie den Herrn wahrscheinlich als ehemaliger 116er fennen, können Sie ihm Ihren Dank selber aussprechen, daß wird Herrn Bruchhäuser mehr freuen als wenn wir das tun. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann, Kathreiners Kathreiners Malzkaffee Malzkaffee Marktberichte. Gießen, 29. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfd. 1.10-1.20 mt., Hühnereter 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1 80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfd. 58-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfo. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfd. 66-76 Pfg. Schweinefleisch gesalzen ver Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.50-5.50 Mt., Rwiebeln per 3t. Dit. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 15-20 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt A Weglar, 28. Dkt. Auf dem hiesigen Wochenmarkt fostete das Pfd. Butter 1,20 Mt., Eier 2 Stück 18 und 1 Stück 9 Pfg. Auf dem heutigen Viehmarkte wurden aufgetrieben 160 Stück Rindvieh und 1350 Stück Schweine. - Die beste Würze des Frühstücks ist ein guter Staffee,- und die beste Würze des Kaffee's ist Linde's Kaffee- Essenz. Am 11. November 1903 beginnt die erste Gewinnziehung der 3. Hess.- Thür. Staatslotterie ( Mitteldeutschen). Höchstgew:: 750000 Mk. 500000 Mt. 500000 Mark Wahl- und Stim Die 7. Rompe weiter unterh Telegraphenfio ie gefprengte Lo in Bien v.rhiel feinbielig in et. Da der Unt eitigen zu la Rompagnie 2. gerade als er Rit etwa 30 nach Diléans ie Tätigkeit der im Patrouill nd, das jenseiti tiereurs befeßt, Melior einen Cof od ein Musteli offen. Bei ein gend bon Bien be en die Bewohre deutschen Trupp op deutscher G indinühlen imm ergebrannt. Ad t, den franzöfifder Denbewegungen& Sturm geläut pagnie überrafo und trieb fie mil ( Fort folgt Das nennen wir wirklichen Vorteil für das kaufende Publikum. 5% Rabatt ( a. Mk. 50.- Bons Mk. 2.50 in Baar ode Waren.) gewähren wir unserer Kundschaft bei Baareinkäufen auf sämtliche von uns geführten Lebens- und Genussmittel ( ausgenommen Zucker, Salz, Petroleum). Es finden dieserhalb keinerlei Prreiserhöhungen statt, vielmehr sind billiger geworden und neuerdings im Preise herabgesetzt: Kaffee, Thee, Cacao, Chokoladen, Hülsenfrüchte, Speck, Schmalz, Büchsenfleisch. Seifen und Waschartikel. Linsen Bohnen - Alle Sorten eingemachte Bohnen und Erbsen in Dosen. per Pfd. von Erbsen 16 Pfg. gar. reines Schmalz per Pfd. 55 Pfg. 5 Pfd. á 53 Gebrannter Kaffee per Pfd von 80 Pfg. an, reinschmeckend. Büchsenfleisch im Ausschnitt per Pfd. 85 Pfg ff. Margarine. per Pfund von 50 Pfg. an. Hochfeine Süssrahm- Margarine ,, Vitello" per Pfund 80 Pfg. Gerste per Pfd. von 16 Pfg. an. Cac ao gar. rein und leicht löslich per Pfd. von Mk. 1,20. Chocolade gar. rein 23335ETIA 1 Prämie à " 1 Gewinn 75000 250000 " 375000 250 000 " " " 1 1 150 000 150 000 " " 1 100000 100 000 Thee 11 " 1 à 50 000" 100 000 " 1 per Pfd. von Mk. 1.50 an. Gemüse à 4 à 40 000 30000 120 000 " " 120000 " " per Pfd. 10 und 80 Pfg. Conserven neuer Ernte billigst. à 25000 125 000 " 1 " à 20 000 100000 " " 1 25 â 10 000 250000 " 55 à 5 000 275 000 " 1 11 255 á 3000 765 000 " 1 " 1525 1000 1525 000 " I H 4 3080 à 400 " 23114 à 200 1232 000 4622 800 " " u. s. w. Suppen- Gemüsenudel per Pfund von 25 Pfg. an. bis zu den feinsten Qualitäten. Ta. holl. Vollhäringe per St. 5 Pfg., Dtzd. 55 Pfg., mar. Häringe, Bismarckhäringe, Rollmöpse, Sardinen, Sardellen etc, Gebrüder Berdux Bahnhofstrasse 27, Bandeisen eine größere Menge, hat sehr billig abzugeben die Expedition. Lindenplatz 12. Brennholz Meine gebrannten Kaffee's O Tannen Abfallholz) liefert für erfreuen sich großer Beliebtheit, auf 1.15 Mk. pro 3tr. frei ans Haus. meine neuen Mischungen mache ich besonders aufmerksam. @ QQQQQQQQQ¤0000000000 B. Nuhn, Lollar. Emil Fischbach, Gieken. zusammen 40 500 Gewinne und 6 Prämien. Lose zu der am 11. November 1903 beginnenden Ziehung Mt. 3.50 1/2 7.- 14.28.sind zu haben bei der amtlich bestellten Haupt- Kollektur Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11 Gießen Neuenbäue 11. Bekanntmachung. Betr. Herbstkontrollversammlungen. Stöcke, Schirme, Pfeifen und 8 garren sind vorhe wegzulegen. Die Militärpapiere( Baß mit eingeklebter zur Stelle sein. Bei den diesjährigen Herbst- Kontrollversamm Kriegsbeordnung und Führungszeugnis) müssen lungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gießen gehörigen: Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Milifärgeseh. 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve. ( Kleiner Dienstanzug: Müße, Waffenrock oder Ueberrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig, bei schlechter Witterung Baletot); 2. Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppenteile und der Ersazbehörden Entlassenen aller Waffen; 3. Diejenigen, der Landwehr 1. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Herbstkontrollver- Betr.: Schweinerotlauf. sammlung zugeht. Gießen, den 20. Oktober 1903. Großherzogliches Bezirks- Kommando Gießen. v. Mosch, Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen.. Bekanntmachung. In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß Die Ersaßreservisten haben bei den Herbstkontrollvereine Entschädigung für an Rotlauf gefallene Schweine sammlungen nicht zu erscheinen. nicht geleistet werden konnte, da versäumt worden war, Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit rechtzeitig die vorgeschriebene Anzeige zu erstatten. Wir die Kontrollpflichtigen anzutreten haben. A. zu Gießen d. Lahn, Giessener Eisverein ( E. V.) Montag, den 2. Novbr. 190: abends 81 Uhr pünktlich im Hotel Großherzog von Hesser Generalversammlung Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Kirchweih in Der Vorstand. Gross- Felda gutbesetzte Tanzmusik Zu dem am sehen uns daher veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß eine Entschädigung für gefallene oder getötete, mit Rotlauf Sonntag, den 1. u. Montag den 2. Novbr. behaftete Schweine nur dann gewährt werden kann, stattfindenden Kirchweihfest ist für im Hofe der alten Kaserne am Brand wenn die Anzeige der Seuche oder des Seuchenverdachts für die Bewohner von Annerod, Allendorf a. d. Lahn, innerhalb 24 Stunden nach erhaltener Kenntnis innerhalb 24 Stunden nach erhaltener Kenntnis Alten- Buseck, Beuern, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen bei uns erstattet oder das Verenden oder die Tötung berg und Herrnwald, Großen- Buſeck, Großen- Linden, Heuchelheim, Klein- Linden, Lang- Göns, Leihgestern, Oppenrod, uns zur Anmeldung gelangt ist. Rödgen, Trohe, Wagenborn und Steinberg, Hausen, Wieseck, und zwar: Am 6. November 1903: 1. Appel vormittags 9 Uhr. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, sosämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den : 1896 und 1897 eingetreten sind. 2. Appell nachmittags 2 Uhr. ämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den 1898 und 1899 eingetreten sind. Am 7. November 1903: 1. Appell vormittags 9 Uhr. des mit Notlauf behafteten Tteres unverzüglich bei und flotte Bewirtung beſtens gesorgt. Gießen, den 28. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Stadt- Theater Schreibgehilfe geſ. Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, 30. Oftober 1903 5. Freitag- Abonnem. Vorstellung. Die berühmte Frau. Lustspiel in 3 Akten von Fr. iche Reservisten der Infanterie, welche in den v. Schönthan und G. Kadelburg. 1, 1901 und 1902 eingetreten sind. 2. Appell nachmittags 2 Uhr. zur Disposition der Truppenteile und der Brima Kartoffel tlassenen Mannschaften der Infanterie, so- Speise- n. Salatkartoffel Servisten der Garde, Jäger, Kavallerie, zu den billigsten Tageslerie, Pioniere, Eisenbahn-, Telegraphen- preisen empfiehlt jen. ber 1903, vormittags 9 Uhr. J. Hankel Gewaudt. jüngerer Schreibgehilfe mit guter Schulbildung u. schön. Handschrift zum baldigen Eintritt gesucht. Der Gabelsberg. Stenogr. u. des Maschinenschreib. schon etwas Kundige bevorzugt. Meldung m. Zeugnissen u Be= zahlungsanfor. b. spät. 7. Novbr. unt. G K. 99 a. d. Erp. d. Bl. Ein Schuhmacherleh ling B. Bernhardt, Gießen, Neuen Bäue 15 gesucht Bu vermieten Kleines Logis Schloßgasse Gießen. an ruhige Leute zu vermieten. Gießen, Asterweg 10. Parterre- Wohnung, feinite allem Zubehör, Gartenanteil, sowie Trockenboden, zu vermieten. oisten des Trains( einschließlich Stran- Cervelatwurst Gothaer nd Veterinärpersonals, Büchsenmacherwerfer und Marine- Mannschaften, empfiehlt Emil Fischbach. 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