Resteiten. am Amts: gen eben werden. ferem Amtsonta, den entsprechenjusenden. Gießen. ifter. gen u. augewert erbeschulen fer- Sonn1 und 9 d. J. zur und Nach Sewerbe. euzeit. jegliche Naht, Sig. Hölzer n oder UmJen. durch eine ftilgerechten ging Paris 1900. 10. 14 ung mach Nr. 202. Zweites Blatt. Samstag, den 29. August 1903. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen biertels fährlich Mt. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Betitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. Pfg. Postzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Die Lieferung von 100 Zentner Kornstroh( Maschinendrusch) für das städtische Schlachthaus ist zu vergeben. Angebote sind bis zum 5. September verschlossen mit entsprechender Aufschrift auf 8immer Nr. 15 der Bürgermeisterei einzureichen. Gießen, den 27. August 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Die Westanlage, zwischen Bahnhofstraße und Unterführung der Ma'n- Weser- Bahn nach der Hammstraße, wird wegen Vornahme von Sielbauarbeiten von Montag, den 30. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuh werks- und Fahrradverfehr gesperrt. Gießen, den 29. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn betreffend. Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Feldbereinigungskommissärs zu Friedberg bringe ich hiermit zur Kenntnis der beteiligten Grundbesitzer. Gießen, den 28. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. In der Zeit vom 1. September ds. Js. bis einschließlich 14. September ds. Js. liegen auf dem Bureau Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen die Arbeiten des III. Abschnittes von den Fluren 32 und 33, sowie von Teilen der Fluren 28, 29 und 30 obiger Gemartung, nämlich: 1. 1 Heft Buteilungsverzeichnis, 2. 4 Žuteilungskarten, 3. 1 Band Gütergeschoß, 4. 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschoße, 5. 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis. 6. 1 Heft Verzeichnis der Drainagekosten zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt Dienstag, 15. September 1. Js., vormittags von 10 Uhr bis 114 Uhr, im Bureau Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße ( mindestens 12 Bogen) einzureichen. Friedberg, den 26. August 1903. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Grosser Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Küfermeisters Dörflein, Rodheimerstraße 36 ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Stallsperre ist angeordnet. Gießen, den 29. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Diffidenten. [ Politische Wochenschau.] Im wörtlichen Sinne versteht man, obgleich dieser Ausdruck im Laufe der Jahrhunderte eine Bezeichnung für religiöse Anschauungen geworden ist, unter Dissidenten Getrennte. In diesem ursprünglichen Sinne haben wir denn in letter Woche Kongresse der Dissidenten, der Getrennten, in reicher Zahl gehabt. Die Katholiken hielten ihre alljährliche Heeresschau ab, die evangelischen Pastoren waren zu einer Kirchenfonferenz zusammengetreten und die zionistischen Juden berieten über Mittel und Wege zur Rückkehr in die Stammheimat des Volkes. Allen diesen Erörterungen wohnte neben dem religiösen, vor allem ein stark soziales Moment inne; sie sind insbesondere darauf bedacht gewesen, die materielle Lebenslage der Glaubensgenossen zu verbessern, ein neuer Beweis dafür, wie sehr die junge Zeit nach neuen Formen ringt und wie sich auch im Laufe der Jahre die Ziele und Aufgaben der Religionsgemeinschaften ändern, ohne daß aber die ideale Tendenz einer möglichst glücklichen Gestaltung des Lebensloses der Religionsgenossen dadurch berührt wird. Darin sind trotz der Verschiedenheit der dogmatischen Lehren und der Kulturformen die einzelnen Religionsgemeinschaften feine Dissidenten. Das Gleiche fann man auch von den politischen Parteien sagen, und das ist schließlich das versöhnende Moment in dem manchmal sehr heftigen Kampfe der politischen Dissidenten, daß hoch über dem Wirrwarr der Meinungen schließlich doch die Fürsorge für das Vaterland schwebt. Man muß die Parteien niemals nach ihrem Wirken, sondern nach ihrem Wollen moralisch qualifizieren, dann wird manches ungerechte Urteil vermieden und die Verständigung erleichtert werden. Freilich, die Menschennatur verlangt im Kampfe die Ent faltung starker Mittel und neigt hierbei nicht selten zu schroffen Formen. So ist es nur zu verstehen, daß die inneren Kämpfe bei den Freisinnigen und bei der Sozialdemofratie teilweise sehr heftig sind. Von Seiten der freisinnigen Volkspartei wurde dieser Tage dem Herausgeber der„ Nation", Dr. Barth, auf Grund einiger Aeußerungen ein Wechsel der Meinungen nachgewiesen, wofür sich denn die Presse der Vereinigung durch eine scharfe Kanonade gegen den Abgeordneten Richter revan hierte. Die Verschmelzungs politik der Linken spielt sich wie eine Auseinandersetzung zwischen Dissidenten ab, uni das alles verspricht einen lebhaften Wahlkampf. Aber auch bei der Sozialdemokratie tauchen Dissidenten auf. Allerorts hielten die Wahĭfreise Versammlungen ab, wobei dem Abgeordneten Bernstein ob der„ elenden Vizepräsidentensrage" sehr harte Worte gesagt wurden, wobei aber auch die gesamte Reichstagsfraktion einen Angriff erlebte. Denn allenthalben wurde verlangt, daß diese nur einen Ver treter auf dem Parteitage haber sollte, anstatt diesen durch ihre Zahl zu beherrschen. Die Meinungen über die Vizepräsidentenfrage waren immer noch geteilt, aber man einigte sich dahin, daß die Hauptwortfähr r v. Vollmar, der Revisionist, und Bebel, der Orthodoxe, auf dem Parteitag ihren Standpunkt vertreten sollen. Dieser verspricht also durch dieses Redcduell der Dissidenten sehr interessant zu werden. 0000 Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober berlege ich mein Uhrer, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Metzgermeister Kreuder. Bis dahin verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu bedeutend herabgeschten Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. Gießen. Merftplay. 00000 - 08000000 Bu vermieten: chöne Mansardenwohnung zu vermieten. Gießen. Schüßenstraße 15, I. Das Ende aber kann man trotzdem heute sujon voraussehen: eine Auflösung der Disharmonie in die Mollakkorde der Einigkeit gegenüber den übrigen Parteien. In Desterreich- Ungarn aber spielt sich der Kampf der Dissidenten in weniger gefälligen Formen ab. Was dem König von Ungarn annehmbar wäre, muß der Kaiser von Desterreich ablehnen. Franz Josef wollte nämlich einen Rückfluß der ungarischen Offiziere in das heimische Heer zugeben und auch bezüglich der Embleme Zugeständnisse machen, sofort aber hob der Ministerpräsident Desterreichs warnend den Arm in die Höhe, da dadurch die Vormachtstellung des deutschen Staates verloren gegangen wäre, und so haben wir denn die seitſame politische Situation, daß der österreichische Doppeladler nicht nur zwei Köpfe in effigie, sondern auch politisch zwei eigene Köpse hat, die sich als Dissidenten gegen überstehen. Die Sache ist verfahren und läuft früher oder später einer Ratastrophe zu. Dagegen sind im Balkan die Verhältnisse ruhiger geworden. Zwar arbeiten dort die politischen und religiösen Dissidenten noch mit den drastischsten Mitteln gegeneinander, mit Pulver und Blei, mit Dolch und Dynamit, aber man merkt doch allmählich einen Fortgang in der Unterdrückung der Aufstandsbewegung. Ebenso scheint Körig Peter von Serbien allmählich die Dissidenten in seiner Umgebung, die Vernichter der Dynastie Obrenowitsch, in ihre Schranken zurück zu verweisen. Dagegen züngelt an einer anderen Stelle leise, leise ein Flämmlein auf. Die muhamedanische Geistlichkeit in Persien predigt den heiligen Krieg gegen Rußland offenbar geschürt durch englischen Einfluß und englisches Geld. Der Besitz Persiens, seiner Häfen und Kohlenstationen, ist das Tor zum Besitz von Indien, wohin die Russen streben, um England zuzurufen: Erhebe dich, damit ich mich setze. Man fühlt es ordentlich, wie der Uhrzeiger der Weltgeschichte einen Ruck vorwärts macht, wie sich der Gegensatz zwischen England und Rußland verschärft, denn diese beiden Mächte sind augenblicklich in der Welt die undersönlichsten- Dissidenten. Hus dem Gerichtsfaal. § Der Liebesroman eines Kapitäns der Heilsarmee beschäftigte das Schöffengericht in Danzig. Der HeilsarmeeKapitän Heinzelmann war vor einiger Zeit mit der Ehefrau eines Danziger Gewerbetreibenden, die ihrem Manne 1700 Mark entwendet hatte, flüchtig geworden. Das Liebespaar wurde später in Amerika festgenommen und nach der Heimat zurückgebracht. Nunmehr hatte sich der Kapitän wegen Hehlerei vor Gericht zu verantworten; er wurde zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. § Ein raffinierter Heiratsschwindler, der neben seiner Frau nicht weniger als sechs Bräutens" hat, hatte sich in der Person des 45jährigen Geschäftsreisenden Jungmann aus Berlin vor der Straffammer in Neu- Ruppin zu verantworten. Der Angeklagte ist seit 10 Jahren verheiratet und Vater von vier Kindern. Es wurden ihm sechs einzelne Fälle nachgewiesen, in denen er heiratslustigen jungen Mädchen die Ehe versprochen und die Betörten um ihre Spargelder betrogen hat. Zu der Verhandlung waren außer den sechs Bräuten auch die Ehefrau des Angeklagten geladen. Der Don Juan, dessen Verhaftung seinerzeit in Gransee erfolgte, wurde zu 2½ Jahren Gefängnis und den üblichen Nebenstrafen verurteilt. Bunte Chronik. Auf dem Budapester Südbahnhof wurd durch eine Feuersbrunst der Dachstuhl der Haupthalle, die a Reſtaurationsräume und die Wartesäle erster und zweiter Klasse eingeäschert. Drei Feuerwehrleute erlitten schwere Verlegungen. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Ece Brandplay und Landgrafenstraße( Neubau) sind schöne 3- und 4-3immerwohnungen mit und ohne Balkon, abgeschlossenem Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Korridor, Heiz- und LeuchtgasGeschäftsstunden von 8-1 und einrichtungen, sowie Spülklosett, per Oktober zu vermieten. Da: Es find zu vermiet.: 27 Wohnungen selbst sind auch zwei abgeschlossene von 1 bis 7 Zimmern 10 möbl. Mansardenwohnungen mit drei bon 3-6 Uhr Neuen- Bäue 11 Simmer, 1 und 2-3im- Wohn. Zimmern und mit 4 Zimmern zu Gießen. 1 4-3im. Wohnung mit Werkstatt. verm. Bickenstock& Schneider. Hinterh. 3 Zimmer m. 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Und es ist gar nicht so schwer, nach dieser Richtung hin das Postgesez zu umgehen. Man schreibt nämlich ganz einfach seinen eigenen Namen als Adresse auf die Drucksache und den Namen, für den die Sendung bestimmt ist, als Absender auf die Rückseite. Da nun unfrantierte Drucksachen, wie erst kürzlich den Postanstalten vom Reichspostamt in Erinnerung gebracht worden ist, nicht befördert werden dürfen, so gehen die Sendungen„ postwendend" an den Absender" zurück, d. h. sie gelangen portofrei in die Hände dessen, für den sie bestimmt sind! Dieser schlaue Kniff läßt sich natürlich nur im Ortsverkehr anwenden. [ Ein Geschäftsmann.] Einem amerikanischen Blatte entnehmen wir folgende Annonce: Freunden und Bekann ten die Anzeige, daß mir gestern meine geliebte Frau im selben Augenblick durch den Tod entrissen wurde, als sie mich durch die Geburt eines munteren naben erfreute, zu dessen Wartung ich eine kräftige Amme suche, bis es mir gelingt, ein liebenswürdige, vermögende Dame als Lebensgefährtin wieder zu finden, die befähigt ist, meinem gut renommierten Weißwarengeschäft, in dem alle Bestellungen binnen zwölf Stunden auf das billigste ausgeführt werden, vorläufig vorzustehen, da ich das Engagement einer tüchtigen Direktrice mit 200 Dollars Jahresaehalt erst beabsichtige, wenn der augenblicklich à tout prix statthabende Ausverkauf beendet und mein Geschäft am 1. August nach der Xstraße Nr. 11 verlegt sein wird, wo ich noch eine Etage für 500 Dollars abzulassen habe. *[ Obrigkeitliche Ausweisung eines Hundes.] Die Wiener Hundeshaft beberberat seit einigen Tagen in ihrer Mitte Bekanntmachung. einen außerordentlich großen Neufundländer, der nur deshalb von seinem Eigentümer aus Warasdin nach Wien geschickt worden war, weil er der Hund aus den Königreichen Kroatien und Slavonien ausgewiesen wurde. Der Eigentümer des Hundes, ein Kaufmann in Warasdin, war nämlich von der dortigen Polizei aufgefordert worden, seinen Hund, der schon durch seine Größe gefährlich sei er hatte auf der Straße einen Knaben ungeworfen, dem Abdecker zur Vertilgung zu überben. Der Kaufmann legte darauf der Behörde eine tierärztliche Bestätigung vor, daß der Hund durchaus gutmütig sei. Das wirkte denn insoweit, als dem Hund das Todesurteil erlassen wurde. Doch wurde er ausgewiefen. [ Die Häßlichkeitskonkurrenz.] Auf eine seltsame Idee ist ein amerikanisches Blatt verfallen; es hat eine Häßlichkeitskonkurrenz eröffnet. Da es jedoch galant sein wollte, beschränkte es den Wettbewerb auf das starke Geschlecht. Das Blatt erhielt dann auch eine große Zahl von Photographien. Der erste Preis von 600 Dollars wurde einem Landwirt zugesprochen, der, wie berichtet wird, mit einer sehr hübschen Frau verheiratet ist. Es ist zu bemerken, daß unter den Teilnehmern an dem Wettbewerb nur sehr wenige Junggesellen waren. Das merkwürdigste ist jedoch, daß das Blatt eine Anzahl Reklamationen von dem schönen Geschlecht" erhielt. Eine Leserin fragte:„ Warum sind wir von dem Wettbewerb ausgeschlossen? Die Häßlichkeit ist doch nicht das ausschließliche Erbe Ihres Geschlechts, und wir hätten den Siegern sehr wohl ihre Preise streitig machen können." gleichsam um mit ihm um den Weg zu kämpfen. E Bug wurde nun etwas zurückgezogen und fuhr dann in voller Fahrt auf den Elefanten zu. Durch den Anpral wurde das Tier vom Bahndamm hinabgestoßen; unten blieb es mit eingedrücktem Schädel und zersplitterten Fangzähnen halbtot liegen. Eine Kugel aus der Büchse eines Sikh, der in dem dem Güterzuge angehängten Bersonenwagen reiste, machte dem Leben des Elefanten ein Ende. [ Teure Frisur.] Mit 30 000 Dollars bewertet die Newyorker Spinnereiarbeiterin Mary Farrell den Verlust ihres Haares, den sie bei einem Betriebsunfall erlitt. Sie wurde beim Bedienen eines Webstuhles von einer Treibwelle erfaßt und geriet mit ihrem langen Haar in die Räder, die ihr die Kopfhaut völlig abrissen. Ihre Kolleginnen ließen sich fleine Stückchen Haut vom Arzt abnehmen, um die Heilung der Verletzten zu ermöglichen. Das Haar wuchs indessen nicht nach, und Miß Farrell hält sich für berechtigt, die Entstellung ihrer äußeren Persönlichkeit auf 30 000 Dollar zu beziffern. RO. Schachspiel für Blinde. Ein beachtenswerter Versuch, die geistige Ausbildung und Beschäftigung der Blinden auf einem neuen Gebiete zu fördern, wurde dieser Tage in Baris in einer Sihung der„ Aſſociation Valentin Haily" gemacht, in der man einen Schachkursus für Blinde einweihte. Professor Goldberg hat sich die Frage vorgelegt, ob Blinde nicht dazu kommen würden, Schach zu spielen, wenn man in ihrem Geiste das Bild des Schachbrettes und auf diesem den Gang der Figuren schaffen könnte. Sein Plan wurde begeistert aufgenommen und nach den nötigen Vorbereitungen hat jetzt die erste Sigung stattgefunden. Professor Goldberg bedient fich dazu eines Schachbrettes, das in glatte und gericfte Felder geteilt ist. Die weißen Figuren unterscheiden sich von den schwarzen dadurch, daß die einen oben abgerundet und die anderen uneben sind, so daß man sie durchs Gefühl unterscheiden kann. Eine Wohltäterin, die sich für diesen Versuch intereffiert, will eine Anzahl Schachbretter zu diesem Zwecke zur Verfügung stellen. [ Ueber den Zusammenstoß eines Eisenbahnzuges mit cinem Elefanten] wird aus Perak( Malakka) folgendes berichtet. Der Führer eines Güterzuges bekam plötzlich einen Elefanten in Sicht, der gemächlich die Schienen entlang gerade vor dem Zuge dahertrabte. Da das Tier keine Anstalten machte, das Geleise zu verlassen, so mußte der Lokomotivführer notgedrungen den Zug zum Stehen bringen. Er ließ nun seine Pfeife möglichst stark ertönen, um den Elefanten fortzuscheuchen; der Erfolg war aber der, daß das Tier sich umwandte und auf den Bua losaina. müssen vor dem Gebrauch gehörig gereinigt und des- 6. Bricht in der Ausstellung die Geflügelcholera infizirt werden. Dies gilt namentlich auch für solche oder eine andere leicht übertragbare Geflügelseuche aus Käfige, die nach Benutzung zum Transport des Geflügels oder wird der Verdacht solcher Seuchen durch den beim Ausstellungsraum verwendet werden. amteten Tierarzt festgestellt, so sind die erkrankten und die Mit Rücksicht auf die vom 10. bis 13. September Die Reinigung und Desinfektion ist in der Weise zu seuchenansteckungsverdächtigen Tiere sofort in den Beob achtungsraum( Nr. 4) abzusondern und zu bewachen. 1. Js. hierorts stattfindende Landwirtschaftliche Aus- bewirken, daß nach Entfernung der Futterreste, des Kotes Das Betreten dieses Raumes ist außer dem beamteten Tierstellung verbunden mit Geflügelausstellung, bringen und sonstiger Unreinlichkeiten die Käfige 2c. in allen ihren arzt nur den mit der Pflege der Tiere betrauten Personen Teilen( auch Sitzstangen, Futter- und Tränkgeschirr) mit wir nachstehende auf Anordnung Großh. Ministeriums heißer Sodalauge( 3 Kilogramm fäufliche Waschsoda auf gestattet und diesen der Zutritt zu den anderen Ausdes Innern erlassenen Bestimmungen zur Kenntnisnahme 100 Liter Wasser) gründlich gewaschen und demnächst stellung plages, auf dem das kranke oder verdächtige stellungsräumen verboten. Derjenige Teil des Ausmit kalfmilch bestrichen werden. Statt kalfmilch können Geflügel gestanden hat, oder von dem nach den UmBetr.: Die tierärztliche Neberwachung der GeflügelAusstellungen. der Interessenten: frankheiten sind. 1. Das für die Geflügelausstellung bestimmte Ge- auch andere gebräuchliche Desinfektionsmittel( fünfpro- ständen angenommen werden kann, daß er durch Kot, flügel muß bei seinem Eintreffen in Gießen mit Ur- zentige Karbolsäure, Kreſolwaſſer, Creolin, Lysol, Lapillol) Futterreste 2c., die von jenem Geflügel herrühren, versprungszeugnissen versehen sein, die eine genaue Beverwendet werden. zeichnung der einzelnen Tiere und die ortspolizeiliche Wenn die Ausstellungsfäfige unmittelbar neben- unreinigt worden ist, ist sofort gehörig zu reinigen und zu desinfiziren. Bescheinigung enthalten müssen, daß der Herkunftsort einander aufgestellt werden empfiehlt es sich, sie durch 7. Solange der Verdacht einer seuchenartigen Er der Tiere und dessen Umgebung im Umkreise von 5 Kilo- dichte Scheidewände( z. B. Glas- oder Blechplatten) von frankung besteht, darf auch gesundes Geflügel aus den meter seit mindestens 6 Wochen frei von Geflügel- einander zu trennen. Ausstellungsräumen nicht entfernt werden, dasselbe gilt cholera und anderen seuchenartig auftretenden Geflügel- 4. In der Geflügelausstellung ist ein zur etwaigen nach amtstierärztlicher Feststellung eines SeuchenausAbsonderung und näheren Untersuchung franken oder bruches für die Dauer von fünf Tagen nach dem letzten 2. Das in Gießen eintreffende Geflügel wird am verdächtigen Geflügels bestimmter genügend großer und Erkrankungsfalle, der sich außerhalb des Beobachtungs8. und 9. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem entsprechend ausgestatteter Raum bereit zu stellen, der raumes unter dem Ausstellungsgeflügel ereignet hat. Trieb und am 10. September, vormittags von gegen die sonstigen Ausstellungsräumen derart abge- Die Schlachtung gesunden Geflügels und die Aus 7-8 Uhr am Bahnhof Gießen durch den mit der schlossen sein muß, daß eine Uebertragung von Seuchen- führung der geschlachteten Tiere können auch vor Ablauf Aufsicht betrauten beamteten Tierarzt untersucht werden keimen nicht stattfinden kann. dieser Frist von uns gestattet werden, sofern nach dem Es wird nur für solche Tiece, die auf Grund einer sorg5. Das ausgestellte Geflügel wird während der Gutachten des beamteten Tierarztes die Gefahr einer fältigen Untersuchung unverdächtig erscheinen, die Ueber- Dauer der Ausstellung fortlaufend veterinär- polizeilich Seuchenübertragung damit nicht verbunden ist führung nach dem Ausstellungsplate gestattet werden. beobachtet. Kadaver gefallener Tiere oder erkranktes Gießen, den 20. August 1903. 3. Die zur Unterbringung des Geflügels auf der Geflügel dürfen aus den Käfigen 2c. feinesfalls ohne Ausstellung dienenden Käfige und sonstigen Behälter Vorwissen des beamteten Tierarztes entfernt werden. ,, Wissen Sie schon, Man verlange ausdrücklich MAG GI's Würze! Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. nächster Nähe der neuen Kliniken empfiehlt Seine geräumigen Lokalitäten, nebst Gartenwirtschaft zur gelegentlichsten Benutzung. Guten bürgerlichen Mittagstisch. Zum Ausstant kommt das berühmte Göbels Bier. Schönste Anssicht ins Lahnthal. Flascheabler auf Bestell ung frei ins Haus. Um gütigen Zuspruch ladet ein Georg Kraft, Wirt. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. das MAGGI's Suppen- und WÜRZE in den Originalfläschchen von jedem Händler billiger rachgefüllt wird? Größe: Nr. 0 Nr. 1 Nachgefüllt: 25 Pfg. 45 Pfg. Kohlen Fruchtsäcke Kartoffelsäcke von den beften Zechen, Bukkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Boks ju ben billigsten Preisen. 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Auguft 1903.