Nr. 202. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 29. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Erpedition: Gießen Neuenweg 28. Ferssprechauschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Schweinerotlauf in Langsdorf. In den Gehöften des Heinrich Roth 11., des Wilhelm Rämer und des Anton Schmidt in Langsdorf ist Schweineotlauf ausgebrochen. Die an Rotlauf erkrankten Schweine ind unter Stallsperre, die der Seuche verdächtigen Schweine find unter Gehöftsperre gestellt. Es ist ferner auf Grund des§ 8 der Anweisung betr. die 7. Juli 1886 Ausführung des Gesetzes vom die Schuh24. Sept. 1900 impfung aller gegenwärtig inLangsdorf befindlichen Schweine, bie innerhalb der nächsten 6 Monate in Langsdorf zugehen, insofern lettere nicht nachweislich in den vorhergegangenen 4 Monaten geimpft worden sind, mit der Maßjabe angeordnet worden, daß für diese Schweine ein Entschädigungsanspruch auf Grund des genannten Gesezes nur dann geltend gemacht werden kann, wenn sie zur Schußimpfung angemeldet und vorgeführt worden sind. Gießen, den 26. August 1903. Großh. Kreisamt Gießen. J. V.: Haberkorn Bekanntmachung. Die am 15. 1. Mts angeordnete Sperre der Braugasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 29. August 1903. Großh Polizeiamt Gießen. I V.: Roth. Perfonentarifreform in Preussen! Also sie kommt doch, die Eisenbahnreform in Preußen! Trotz allen Ableugnungen, daß eine Anderung des Tarifwesens geplant sei, steht sie bevor. Herr Budde, der neue preußische Verkehrsminister, der schon so manchem alten Zopf, manchem überlebten Herkommen auf dem Gebiete der preußischen Staatsbahnverwaltung zu Leibe gegangen ist, will auch an der schwierigsten Aufgabe, die ein preußischer Eisenbahnminister zur Zeit sich stellen kann, an der Reform des Tarifwesens, seine Kraft versuchen. Es wird über Vorarbeiten über diese Tarifreform berichtet: Mit größter Energie wird gegenwärtig im Berliner Eisenbahnministerium an einer Tarifreform gearbeitet. Der Plan soll bis zum Dezember bis ins Kleinste hinein fertiggestellt sein und dem Landtag noch im Winter vorgelegt werden. Nach der Genehmigung durch die Volksvertretung, auf die man mit Sicherheit rechnet, soll der Entwurf dann bereits am 1. April 1904 in Kraft treten. Ueber Tendenz und Inhalt des Reform planes wird befannt: Es soll fünftighin nur eine Fahrkartenkategorie für die einfache Fahrt in den Personenzügen, also unter Wegfall der Schnell zugs-, Rückfahr, Sonntags, festen Rundreise und Militärkarten ausge= geben werden, und zwar zu den Grundtaren von respektive 6, 4, 2% und 1½ Pfennig pro Kilometer für die vier Wagenklassen. Den süddeutschen Bahnen und den norddeutschen Prinatkleinbahnen soll die Einführung auch der 4. Klasse anheimgestellt bleiben. Für Schnellzüge soll ein Zuschlag von 1 Pfennig pro Kilometer im Zuge selbst erhoben werden. werden. An Militärpersonen werden halbe Fahrkarten 3. Klasse verabfolgt; für diese tritt also eine kleine Preiserhöhung ein. Die Ermäßigung für die Beförderung bon Kindern wird beibehalten. Ob die Altersklasse für die Beförderung zum halben Fahrpreise überhaupt hinaufgesetzt merden soll, ist noch unentschieden; für den Fall, daß man si für die Hinauffebung entscheidet, ist man noch ungewiß, ob man sie auf 12 oder 14 Jahre hinaufsetzen soll. Freigepäd tommt allgemein in Wegfall, jedoch soll dafür die Gepäck fracht um etwa ein Drittel ermäßigt Selbstverständlich wird diese Reform im Landtage auf Schwierigkeiten stoßen, und wahrscheinlich wird sie vor ihrer Genehmigung auch einige Abänderungen erfahren. Zweifellos aber bringt sie eine Vereinfachung des Fahrkartenwesens mit sich, die im Prinzip nur gutgeheißen werden kann. Ob eine weitere Ermäßigung der Fahrpreisgrundtaren sich nicht ermöglichen läßt, diese Frage zu entscheiden, muß der parlamentarischen Bebatte überlassen werden. Wie sehr man eine Verbilligung des Verkehrs auch wünschen mag, am Ende findet dieser unsch doch seine Schranke an der Erwägung, daß die Staatsbahnverwaltung für die Finanzen Preußens und mittelbar auch des Reiches einstweilen noch die milchende Kuh bleiben muß. Der Konfulmord von Beirut. Kaum hat die Türkei die Fährlichkeit, in die sie durc die Ermordung des russischen Konsuls Kostkowsky in Monastir geraten marter großen Demütigungen und Opferr überstanden, da lockt ihr der Fanatismus ihrer Kleinasiatischen Untertanen eine andere Macht auf den Hals: Amerika fordert Süße und Genugtunng für die Er mordung des amerikanischen Vizekonsule Nagelken in Beirrt, der, ähnlich wie Rostkowsky, während einer Spazierfahrt dem mörderischen Blei eines fanatischen Türken erlag. Noch sind die Einzelheiten der Mordtat nicht aufgeklärt, noch kennt man den Hergang dieses jüngsten Dramas nicht, noch weiß niemand, wer der Täter ist. Aber schon ist auf Befehl des Präsidenten Roosevelt das amerikanische Mittelmeergeschwader unter Admiral Cotton auf dem Marsch nach Beirut und dem Eelderen Horn, um von der Pforte für die Ermordung des amerikanischen Beamten Genug tuung zu fordern und nötige:: salts zu erzwingen. Und keine geringe Genugtuung: dieselbe, die Ruland für Rostkowsky gefordert hat. Es unterliegt keinem Zmeifel, daß die Türkei diese Genugtuung wird geben müssen, und sie wird gut daran tun, wenn sie sich damit becilt. Denn die Yankees, die auf den Balkan nicht so viel Stücksichten zu nehmen brauchen, wie die Russen, werden nicht lange facein. Der amerikanische Gesandte in Konstantinopel hat der Pforte bereits mitgeteilt, die Union werde nicht die geringste Verzögerung der Sache dulden. In sechs Tagen soll das amerikanische Geschwader drei Schiffe von Nizza un Genua aus Beirut erreichen. Bis dahin wird die geforderte Genugtuung wohl gegeben sein. Und nebenher wird die Worte wohl auch darauf hingewirkt haben, daß die auch an anderen Orten Kleinasiens fich zeigende Bewegung gegen die Europäer in Schranken gehalten wird. Haben sich; de Amerifoner doch gleichzeitig bei der Pforte darüber beschert, daß in Klarput eine von Amerikanern geleitete die ongezündet worden ist. Die Pforte wird gut tun, hier cechuig die Hände zu regen, ehe ihr neue Gelegenheiten, gebertigt zu werden, entstehen. In Mazedonien siebts nas wie vor höchst trübe aus. Vor den Toren Adrianopeis wurden von Komitatschis in einem Dorfe von 340 Häuser 310 eingeäschert. Von dem Dynamitanschlag auf den Konventionalzug bei Kuleli- Burgas ist noch zu berichten: Die Ausführung des Attentats, dessen Urheber selbstverständlich Komitatschis sind, erfolgte mittels einer eingeschmuggelten, mit einem Uhrwerk versehenen Höllenmaschine. Die Betöteten( 6) und Verwundeten( 18) sind fast sämtlich türkische Frauen und Kinder. Die Politik. Der neue Oberpräsident vor Schlesien, Graf ZedlikTrüßschler erhielt bei seinem Scheiden aus Hessen- Nassau das Großkreuz zum Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe. A Die Ernennung des Landrats Blomeyer in Meseritz zum Präsidenten der Ansiedelungskommission ist nunmehr vollzogen worden. A Der Brand des Budapester Warenhauses gibt der preußischen Regierung Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß für Preußen 1901 fenerpolizeiliche Bestimmungen für Warenhäuser, Geschäftshäuser u. s. w. erlassen worden sind, die derart sind, daß bei ordnungsmäßiger Handhabung nach menschlicher Berechnung Unfälle, wie der Budapester sich kaum ereignen fönnen. Nichtsdestoweniger wird die Regierung in eine erneute Prüfung der Vorschriften von 1901 einireten, wobei auch die in Budapest gemachten Erfahrungen Beachtung finden sollen. Zweifelsohne steht also eine Verschärfung der feuerpolizeilichen Bestimmungen für Warenhäuser und große Geschäftshäuser bevor. Die ungarische Krise scheint ihrer Lösung näher zu rücken. Kaiser Franz Josef hat sich bereit erklärt, ein Kabinett Wekerle mit dem Grafen Apponyi als Minister des Innern oder ein Kabinett Apponyi mit Wekerle als Finanzminister zu genehmigen, jaus es Weferle gelingen sollte, die Differenzen, welche zwischen ihm und Apponyi bezüglich der Wehrfragen bestehen, auszugleichen. Apponyi weigert sich einstmeilen noch von seinem die ungarischen Forderungen festhaltenden Standpunkt abzusehen und Konzessionen zu machen, doch glaubt man, daß diese Weigerung nicht mehr lange dauern und ein Kabinett Apponyi- Weferle ernannt werden und damit die Kabinetis- toie die Parlamentsfrise gelöst sein wird. Denn die Berufung Apponyis in das Ministerium würde die Obstruktion zufrieden stellen. Der Versuch der französischen Regierung, die Leute der Lebandy- Expedition, die in die Gefangenschaft der Mauren geraten waren, loszukaufen, sind vergeblich gewesen. * In der Nähe des Belgrader Konafs wurde ein zirka 30 Meter langer Minengang entdeckt, der offenbar für die Aufnahme von Dynamit bestimmt war. Die Polizei sucht die Entdeckung zu verheimlichen. Negus Menelik von Abessynien ist schwer frank, und feine Umgebung fürchtet für das Leben des nicht mehr jugendlichen Herrschers. Mit dieser Besorgnis verbindet sich die vor dem Ausbruch innerer Wirren. OFür die Rückkehr des Fürsten Ferdinand nach Sofia, die nächster Lage erfolgen soll, hegt man in den Kreisen der Anhänger des ursten große Besorgnis: Man fürchtet Anschläge auf Ferdinands Leben. Es ist noch nicht bestimmt, auf welches Bahnlinie der Fürst nach Sofia zurückkehrt; die in Frage kommenden Bahnlinien werden scharf bewacht. * Hof und Gesellschaft. ** Das Kaiserpaar unternahm in Wilhelmshöhe mit Prinz Eitel Friedrich und dem Herzog von SachsenKoburg und Gotha einen Spazierritt nach dem Essigberg. Der Kaiser hörte später die Vorträge des Stellvertreters des Chefs des Marine- Kabinetts, Fregattentapitäns v. Krosigk, und des Chefs des Zivilkabinetts Geh. Nats v. Lucanus. Zur Mittagstafel waren geladen: Geheimrat Dr. Hinzpeter, Ihre Hoheit Prinzessin Wilhelm von Hessen- Philippstal- Barchfeld mit Sohn, Prinzen Christian, und Hofdame Fräulein von der Recke. Die Kaiserin empfing vierzig Damen Kassels und der Provinz, die durch die Gattin des Oberpräsidenten v. Bedliz- Trüßschler vorgestellt wurden. Deer und flotte. Das Terrain der diesjährigen Kaisermanöver zieht sich zu beiden Seiten der Saale entlang und wird begrenzt durch die Städte Querfurt und Merseburg nach Norden, Lützen, die Elster und Zeit nach Osten, Camburg und Sulza nach Süden und Bibra nach Westen. Naumburg und Weißenfels bilden die Mittelpunkte der Manöver, dorthin werden sich auch die Hauptangriffe richten. Es werden öfters Brücken geschlagen werden müssen, sowohl über die Saale wie auch über die Unstrut. Das Westkorps wird über Bibra und Sulza den Kampfplatz für den Krieg im Frieden betreten, es besteht aus dem 4. und 11. Armeekorps, das Ostkorps besteht aus den Sachsen, dem 12. und 19. Armeekorps. Das letztgenannte kommt über Lügen nach Südwest, das 12. unter dem Kronprinzen Friedrich August auf Stößen zu. Das preußische Gardekorps wird dabei durch die reitende Abteilung des 1. Garde- Feldartillerieregiments vertreten sein, deren erste Batterie die neuen Rohrrücklaufgeschüße mitführt, die dem Kaiser auch im Scharfschießen vorgeführt werden sollen. Ferner werden von Berlin aus 12 Automobile in Dienst gestellt werden, von denen die Hälfte Eigentum der Militärverwaltung ist; acht dieser Kraftwagen sind für die Manöverleitung bestimmt, das Oberkommando der sächsi schen Truppen verfügt außerdem über einen Motor von 60 Pferdefräften. Das Telegraphenbataillon eht ebenfalls ins Manövergelände, zur Verstärkung des Juurparks wird dem Telegraphenbataillon eine Abteilung vom Magdeburger Trainbataillon Nr. 4 beigegeben. Typhusepidemie auf einem sayerischen Truppenübungsplay. Von den auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg befindlichen bayerischen Infanterieregimentern Nr. 4 und 8 find 300 bis 400 Mann und mehrere Offiziere an typhösen Erscheinungen erkrankt. Turbinenfriegsschiffe in Amerika. Das Konstruktions. bureau des amerikanischen Marinedepartements beschloß, den Kongreß um die Bewilligung von 300 000 Dollars für den Bau eines Turbinenkriegsschiffs von nicht mehr als 5000 Tons zu ersuchen. Eisenbahnkatastrophe in Italien. Schon wieder kommt die Kunde von einem furchtbaren Eisenbahnunglückt. Zwischen den Stationen Pasian Schiavonesco und Codroipo, in der Nähe von Udine, stießen ein Militärtransportzug und ein Güterzug zusammen. Soweit ſich bisher übersehen läßt, sind 15 Tote und 80 Verwundete zu beklagen. Ueber die Einzelheiten des folgenschweren Zusammenstoßes liegen die folgenden Nachrichten vor: Das Unglück fand abends 10 Uhr statt. Bei Beano sah der Lokomotivführer des Militärzugs den andern Zug mit Volldampf entgegenkommen und gab sofort Gegendampf. Der Zusammenstoß fonnte jedoch nicht mehr verhindert werden und war furchtbar. Die Wagen beider Züge stürzten übereinander und wurden zertrümmert. Die Dunkelheit machte den Vorgang noch schrecklicher, steigerte die Verwirrung und verzögerte die Hilfeleistung. Erst nach 10 Minuten gingen Meldungen nach Codroipo und Pasian Schiavonesco ab, mit der Bitte um Hilfeleistung. In Erwartung des Hülfszuges versuchte man die Verwundeten aus den Trümmern zu befreien, was wegen der Dunkelheit mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Nach Eintreffen der Hülfszüge wurden die Rettungsarbeiten erfolgreich fortgesetzt. Bisher sind 15 Tote geborgen. Die Verwundeten, deren Zahl man auf achtzig schätzt, von denen 12 lebensgefährlich verletzt sind, wurden nach Udine gebracht. Man glaubt, daß das Unglück dadurch veranlaßt wurde, daß der Militärzug mit Verspätung von Udine abging und, um diese Verspätung einzuholer, mit großer Geschwindigkeit fuhr und mit dem Güterzug zusammentraf, der, von der anderen Seite kommend, die Strecke für frei hielt. 1 der Tat miteinander verkehrt und heitere Tage berlebt Waldheim hat die Wahrheit geschrieben, wir haben in in Gesellschaft zufügte fie mit leicht spöttischem Ton hinzu. fammen sein, ohne den Wunsch zu haben, ihn zu heiraten!" man fann doch ganz gern mit jemand Iassen, aber niemals, berdient alle Achtung; ich win ihn auch für hübsch gelten nichts gegen den Prinzen sagen, er ist gewiß vortrefflich und mein Entschluß ist gefaßt, unwiderruflich gefaßt! Ich will Nein, Papa, nein," rief die Prinzessin lebhaft, nein, niemals fann ich ihm meine Hand Es sind nun schon viele, biele hundert Jahre her, Ein Märchen von A. J. Wolff. Machbruck verboten.) Wie das Vergilsmeinnicht entstand. , teurer Nein. du Holde, ich Gram und Liebessehnsucht sterben wird." nn ich des Nachts im Schlafe liege, der Welt des armen, fleinen Blauäugleins vergißt, das vor fann dich ia nie vergessen, und dann erscheint mir Mann, menn du nur nicht in dem Getümmel Unglück auf der Pariser Stadtbahn. Auf der Pariser Stadtbahn hat sich inzwischen wieder ein neues Unglück ereignet, daß allerdings zum großen Teil in der Nervosität des Publikums mitbegründet ist. Als ein von der Place de la Nation kommender Zug auf der Untergrundstation Hotel de Ville eintraf, wurde das Publikum durch Funken, die aus dem Motorwagen schlugen, in eine große Panik versetzt. Ein Teil der Reisenden sprang auf das Geleis; hierbei wurden zwei Personen schwer verletzt. Eine junge Frau erlitt einen Schädelbruch, einem Manne wurde die linke Schulter ausgerenkt. Die Dame erlag im Hospital ihren Wunden. Wie ein Pariser Blatt zu melden weiß, soll der Gemeinderat zu einer außerordentlichen Sigung einberufen werde, um zu beschließen, daß der Betrieb der Stadtbahn bis zur Durchführung der für die Sicherheit des Publikums wichtigsten Maßnahmen wenigstens teilweise eingestellt werden solle. Nab und fern. Eine internationale Automobil- Wettfahrt in DentschInnd soll beabsichtigt und der Plan vom Kaiser gebilligt sein. Gelegentlich des Besuches des Kaisers bei dem Oberbürgermeister von Homburg so berichtet man von dort- hat letzterer den Kaiser dafür interessiert, daß die nächste internationale Automobil- Wettfahrt um den Gordon Bennet- Preis in der Homburger Gegend stattfinden soll. Der Kaiser sei von dieser Idee sehr eingenommen gewesen. Der deutsche Automobilklub habe allein für die Vorbereitung der Fahrt 80 000 Mart festgesetzt. Bei dem großen Interesse, das der Kaiser am Automobilsport nimmt, stehe dessen Anwesenheit bei diesem Anlaß in sicherer Aussicht. Das Gerücht ist mit großer Vorsicht aufzunehmen. Zwar ist der Kaiser ein großer Anhänger jeden Sports und so auch des Automobilsports, wenn er in vernünftigen Grenzen betrieben wird. Bei Wettrennen werden diese aber, wie die traurigen Erfahrungen der letzten Zeit beweisen, nur zu leicht überschritten. Explofon in einer Spiritusfabrik. Eine furchtbare Erplosion fand in der Spritfabrik von G. Biefenad in Berlin statt. Sie kostete dem 28jährigen Heizer Albert Prey das Leben und vernichtete die Baulichkeiten der Fabrik bis auf den Grund, so daß nur der Schornstein stehen blieb. Die fieben eisernen Tants der Fabrik waren mit je 2800 Liter Spiritus gefüllt, die durch Dampf filtriert wurden. Kurz vor der Ablösung P.'s gab es einen furchtbaren Knall, und im nächsten Augenblick war alles in Flammen gehüllt. Der unglückliche Heizer kam direkt aus dem Gebäude herausgeflogen. Zahllose Leichenschändungen wurden in Algier auf den Friedhöfen entdeckt. Viele Leichen wurden aus den Gräbern gescharrt, ihres Schmuckes beraubt und aufs notdürftigste wieder eingegraben. Der Berdacht lenkt sich gegen Leute, welche Bestandteile von Metallfärgen verkauften. Gegen das Friedhofaufsichtspersonal ist die Untersuchung eingeleitet worden. Der Raubmörder Speck hingerichtet. Im Hofe des Gerichtsgefängnisses zu Altona wurde der Matrose Speck durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg enthauptet. Speck war zweimal vom Altonaer Schwurgericht zum Tode verurteilt worden, weil er die Witte Badhaus ermordet und beraubt und bei seiner Verhaftung den Gendarmen Markus erschossen hatte. Opfer des Alpensports. Wie aus Pontresina gemeldet wird, sind zwei Engländer am Kraft Aquezza in der Berninagruppe mit einem ihrer Führer nach der italienischen Seite abgestürzt. Gleichzeitig stürzte der zweite Führer auf der Schweizer Seite ab. Er wurde schwer verlegt, konnte aber trotzdem die Nachricht von dem Unglücksfall nach Pontresina bringen. * Schwerer Unfall auf einem Lloyddampfer. Nach einem Telegramm aus Ter- Schelling ereignete sich an Bord des Dampfers Neckar", welcher auf der Abreise nach Amerika begriffen war, ein schwerer Unglücksfall, indem das Hauptdampfrohr der Backbordmaschine plöglich barst, wobei der dritte und vierte Maschinist und fünf Heizer verbrüht wurden, während zwei andere Heizer leichtere Verlegungen erlitten. Der Dampfer muß seine Reise unterbrechen und zur Reparatur nach der Weser zurückkehren. [ Ein Sonderling. Ein bisher in Köln ansässiger Arzt hat bei dem kleinen westfälischen Orte Boke ein über acht Hektar großes Haideterrain für 7000 Mt. erworben, um dort als Naturmensch zu leben. Er hat sich mit Hilfe eines Arbeiters eine Hütte gebaut, welche drei Räume enthält, und will auch den Winter in dieser primitiven Hütte zubringen. Der Landwirt: fd. Der deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag. Die Bedeutung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens fam auf dem in Bonn zusammengetretenen Genossenschaftstag zum kräftigen Ausdruck. Nicht nur der preußische Landwirtschaftsminister hat einen Vertreter gesandt( Geheimen Rat Lohmann), auch das Ausland zeigt ein lebhaftes Interesse. Das englische Departement für Landwirtschaft hat einen Abgesandten in der Person des Herrn v. Montgomery geschickt, der Verband der österreichischen landwirtschaftlichen Genossenschaften seinen Anwalt Freiherrn v. Störck. Der Jahresbericht des Anwalts stellt fest, daß die Zahl der landwirtschaftlichen Genossenschaften in der 20jährigen Tätigkeit des Verbandes von 278 auf 10 165 gestiegen ist. 1883 hatte man 15 000 Mitglieder in Genossenschaften organisiert, jetzt eine Million Landwirte und der Jahresumsatz dieser Genossenschaften beträgt nahezu zwei Milliarden. Die Entwicklung des Verbandes im letzten Jahre bezeichnet der Anwalt als fortdauernd gesund; drei Provinzialverbände sind dem Allgemeinen Verband beigetreten und dadurch der Zersplitterung Abbruch getan. Die Gesamtzahl der deutschen Genossenschaften betrug am 1. Juli 22 800; darunter waren 17 162 landwirtschaftliche. Der gemeinsame Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse hat weitere Fortschritte gemacht, so der genossenschaftliche Getreideverkauf. Allerdings hat in den Betrieben des größeren Besites, namentlich in den nördlichen und östlichen Provinzen eine weitere Errichtung von Kornhäusern nicht stattgefunden. Dagegen hat in den westlichen und südlichen Provinzen Preußens sowie in den süddeutschen und den südwestdeutschen Bundesstaaten ein Ausbau des Kornhauswesens sich vollzogen. Zur Ausbildung von Genossenschaftsbeamten hat der Verband jetzt die Errichtung einer Benossenschaftsschule beschlossen. Zum 50jährigen Jubiläum der Stadtkirche in Grünberg. Wie der Wanderer, wenn er einen Berg erklommen, einen Blick zurückwirft auf seinen Weg, so pflegt nach gewissen Zeitabschnitten die Menschheit einen Blick zurückzuwerfen in die Vergangenheit. Kaiser Heinrich das Kind, der erste Landgraf von Hessen( geb. 1244, geft. 1308) war es, der die erste Kirche in Grünberg erbauen ließ und zwar gleichzeitig damit in Frankenberg; beide Kirchen wurden im altgotischen Kreuzstiel erbaut und erhielten einen Turm, es waren nicht zwei Türme vorgesehen wie Glaser meint. Jahrhunderte wurde das Wort Gottes in der alten Stadtkirche verkündet. Doch das Alte stürzt und neues Leben wächst aus den Ruinen. Am 20. März 1816 stürzte der Turm der alte Stadtfirche ein und zertrümmerte auch das Schiff der Kirche; mit dumpfem Klang donnerten die vier Glocken des Turmes in die Tiefe. Die altehrwürdige Kirche, das Denkmal längst vergangener Jahrhunderte, war ein Trümmerhaufen, aus dem nur noch wenige Säulen und Grundmauern zum Himmel ragten. Was den Einsturz überstanden, waren die gemalten Glasscheiben, die dem Großherzog für das Darmstädter Museum zum Geschenk gemacht wurden, und die größte der alten Glocken, die noch heute in der französischen Kolonie in Friedrichsdorf läutet. Lange Jahre trug man sich mit dem Gedanken, auf den alten Mauerresten eine neue Kirche zu erbauen. Mehrere Eingaben an den Großherzog und das Großh. Ministerium um Mittel zum Wiederaufbau der Kirche zu erlangen wurden abschlägig beschieden, so blieb denn der einstmalige stolze Bau 24 Jahre in Schutt und Trümmern liegen. 1839 und 1840 wurden die immer baufälliger gewordenen Säulen und Mauerreste abgebrochen und verkauft. Endlich, im Jahre 1842, waren die Vorbereitungen zur Erbauung einer neuen Kirche gediehen; Oberbaurat Müller- Gießen erhielt von der Oberbaudirektion den Auftrag, sich über Größe und Kosten der neuen Kirche zu äußern. Müller machte zwei Pläne, der erste, welcher einen Kostenaufwand von 98 000 Gulden erforderte wurde wegen zu hoher Kosten verworfen. Der zweite Plan war mit 67 000 Gulden berechnet und wurde genehmigt. Die Voranschläge machte Kreisbaumeister Holzapfel, die von der Großh. Oberbaudireftion angenommen wurden. Die neue Kirche fam auf den alten Platz zu stehen. Am 21. April 1846 geschah der erste Spatenstich zum Ausgraben der Fundamente und am 18. Mai wurde der Bundstein gelegt. Maurermeister Schweißgut von Ober- Ofleiden hatte die Arbeit übernommen, er hatte das Mauerwerk 1849 bis auf die Giebel fertig. Noch im selben Jahre b gannen die Zimmerleute das Aufschlagen und das Dach wurde teilweise gedeckt. 1850 wurde der Turm fertig, am 12. Oktober wurde der Knopf aufgesteckt. Die Jahre 1851 und 1852 waren dem inneren Ausbau gewidmet. Die Gesamtkosten beliefen sich einschließlich der Drgel, die Wilh. Bernhard von Romrod für 2850 Gulden lieferte, und der Uhr, die Schlossermeister Kasper Alles von Grünberg für 950 Gulden anfertigte, auf 76 810 Gulden. Das Altartuch, drei Kelchtücher und der Klingelbeutel wurde für 310 Gulden von Frankfurt bezogen. Das Lutherbild an der dem Altar gegenüberliegenden Wand wurde von dem noch jetzt bestehenden Grünberger Gesangverein gestiftet. Die Einweihung der Kirche erfolgte unter außerordentlich großer Beteiligung am 28. August 1853. Nach einem Dankgebet und einer furzen Ansprache des Superintendenten Dr. Simon in der Hospitalfirche bewegte sich der Festzug unter dem Geläute aller Glocken nach der neuen Kirche. Den Weiheakt vollzog Superintendent Dr. Simon bon Gießen, Pfarrer Steinberger von Grünberg hielt die Fests predigt. Kaplan Ebel von Hmberg nahm eine Taufhandlung vor, Pfarrer Müller von Groß- Eichen eine Trouung und Defan Deser von Londorf konsekrierte das heilige Abendmahl. Von den an der jzigen Jubelkirche amtierten alten Pfarrherrn leben nur noch vier. Die Herren Julius Ebel, Schneider, Steinmetz und Fertsch. Fünf Defane haben in den fünfzig Jahren in der Kirche gewirkt, davon lebt nur noch der jetzige Defan Herr Wagner. Soweit als möglich geben wir die Namen der Herren Geistlichen, welche bis jetzt an der neuen Kirche amtierten: Ebel, Ebel, Anthes, Urich, Steinberger, Steinme B, Weber, Habicht, Bullmann, Größer, Schneider, Fertsch, Koch, Römheld, Schmidt, Wagner. Wir wünschen, daß die jetzige Kirche das sei und bleibe, was ihr Name zu deutsch sagt:" Gotteshaus". Eine Kirche, die mehr bedeutet als ein Steinbau mit Turm und Glocken. * Lokales. Gießen, 29. August 1903. Der Großherzog hat am 26. Aug. den vom Fürsten Christian Ernst zu Stolberg- Wernigerode auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Gebern präsentierten Pfarrer Albrecht Hartmann zu Hainchen und den von dem Grafen Waldemar v. Oriola auf die evangelische Pfarrstelle zu Büdesheim präsentierten Pfari verwalter Franz Bernbeck zu Dueck für diese Stelle bestätigt. ** Der kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz von Lindequist, besichtigte gestern Freitag vormittag bei Rechtenbach die 118ner. * * Die Einquartierung in Weglar wird für die Manövertage etwas außergewöhnlich start angesetzt. 7000 Mann hat die Stadt unterzubringen und daß unter diesen Verhältnissen so mancher Grund- und Hausbesizer| weit mehr als 34 Mann bekommt, kann man sich denken. Ja, es wird uns berichtet, daß der Besizer der mechanischen Fabrik, Herr Leit nicht weniger wie 360 Mann, das sind also gut 2 Rompagnien, erhält. Und die Mädercher von Wezlar, was werden die dazu sagen?- | [ Amtstage.] Für die Gemeinden des Amtsgerichts. bezirts Homberg findet ein Amtstag am Donnerstag, den und für die Gemeinden des Kreises Alsfeld, welche zu den 3. September, vormittags von 8-12 Uhr in Homberg hören, sowie für Ermenrod findet ein Amtstag in NieAmtsgerichtsbezirken Grünberg und Ulrichstein geder Ohmen am Donnerstag, den 10. September vormitstatt. tags von 8-3411 Uhr von Seiten des Kreisamts Alsfeld *** Der erste nationalliberale Arbeiterverein im Deutschen Reiche ist fürzlich zu Worms begründet worden. Bieber b. Rodheim, 27. Aug. Unser Dörfchen entwickelt sich immer mehr zum Industrieort. Das Biebertal, vor allem aber die Gegend um Bieber, liefert ja bekanntlich treffliche Eisen- und Kalksteine, welche seit einer Reihe von Jahren nach Station Abendstern mit der Kleinbahn befördert werden. Nunmehr hält aber auch die Cigarrenindustrie hierselbst ihren Einzug. Nachdem die Firma Rinn u. Clos- Heuchelheim mit dem Neubau ihrer Cigarrenfabrit hierselbst begonnen, hat auch Herr Kommerzienrat Ga ilGießen in diesen Tagen hier Gelände angefauft, um gleichfalls eine Cigarrenfabrik anzulegen. Herr Gail wird schon in nächster Zeit die Arbeit aufnehmen lassen, indem er einstweilen in gemieteten Räumen der nahen„ Kronenmühle" die Fabrit eröffnen wird. der Ludwig Klingel. Derselbe war mit Sprengen am Lollar, 29. Aug. Gestern vormittag verunglückte Schuß von oben noch Gesteinmassen herabrollten und dem Schlackensteinberg beschäftigt, als nach einem losgegangenem K., der zwischen zwei großen Blöcken stand und jedenfalls dadurch nicht rechtzeitig ausweichen konnte, das eine Unterbein zweimal gebrochen wurde. Der Verunglückte ist ein braver und geschickter Arbeiter. wortes„ Blinder Eifer schadet nur" erfuhr zu seinem § Ermenrod, 27. August. Die Wahrheit des Spricheinen Pflaumenbaum mit reifen Früchten. Er bemerkte Leidwesen ein hiesiger Ortsbürger. Derselbe besaß bald, daß er nachts ungebetene Freunde an diesen nachts auf die Lauer. Da nahten in der Dunkelheit Pflaumen hatte. Mit seinem Gesellen legte er sich der oder die Freunde der Pflaumen. Wütend stürzt sich der Handwerksmann auf den nächtlichen Besucher. Er packt ihn und verhaut ihn jämmerlich. Da- 0 Schrecken merkt er, daß er den mit ihm auf der Lauer liegenden Gesellen ergriffen und so jämmerlich zerschlagen hatte. fehlshaber und Konrad Falk III. als dessen Stellvertreter der ) †( Udenhausen. Johannes Neeb III. wurde als BePflichtfeuerwehr eidlich verpflichtet. × Stnmpertenrod. Herr Pfarrer Scriba siedelte am vorigen Sonntag mit seiner jungen Frau in das hiesige Pfarrhaus über und wurde denselben seitens der Gemeinde ein herzlicher Empfang zu teil. Marburg, 28. Aug. Der außerordentliche, Professor in der juristischen Fakultät Dr. Walther Schücking wurde zum ordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt Dem Stationsvorsteher 1. Klasse Preuße wurde der rote Adlerorden 4. Klasse und dem Portier Schwalm das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 28. August. Küfer Peter Went von Sprendlingen machte ge= legentlich des hier abgehaltenen Schüßenfestes die auf dem Festplatz befindlichen Buden und die Lokale der Wirte unsicher. Er hielt sich in einem unterirdischen Raum auf der Liebigshöhe auf, wo er sich nachts die nötigen Lebensmittel hinschaffte. Bei seiner Festnahme widersetzte er sich dem Schuhmann, indem er mit einem Messer um sich stich Er wird des schweren und einfachen Diebstahls, des Hausfriedensbruchs, Widerstands und Mundraubs schuldig erkannt und in eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten und 14 Tage Haft genommen, wobei seine seitherige Unbestraftheit strafmildernd in Betracht gezogen wird. Arbeiter Franz Koreck aus Bistupuce( Salazien), welcher am Bahnbau zu Friedberg tätig war, wird wegen Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt, worauf 1 Monat Untersuchungshaft angerechnet wird.- Dachdecker Theodor Holl Uebertretung in eine 5tägige Haftstrafe verurteilt. von Friedberg wurde vom dortigen Schöffengericht wegen Der von ihm verfolgten Berufung wird heute stattgegeben und es tritt Freisprechung ein. Eine Sache wegen Körperverletzung und zwei Privatklagesachen fallen infolge Berufungsrücknahme aus. Den Schluß bildet die Privatflage des Bürgermeisters Johannes Krieg von Burgbracht gegen den Landwirt Hein rich Müller VIII. von da, wegen Beleidigung. Der Angeflagte verfolgte gegen ein Erkenntnis des Schöffengerichts Büdingen, das ihn zu einer Geldstrafe von 10 Mt. verurteilte, Berufung. Da die Sache nicht aufgeklärt genug er= scheint, tritt Vertagung ein. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. Am 22. Aug. Heinrich Becker, Lehrer dahier und JoHanna Marie Frieda Rückert zu Großen- Bus ck. Julius Wohlmann, Küfer dahier und Helma Berta Alma Krause, Köchin zu Bad- Rauhe m. 24.- Friedrich Karl Heinrich Breis, Masch n st zu Wald- Mich( bach und Marie Charlotte Hill, Dienstmädchen daher. With Im August Teipp, Weißb nder dahier und Karoline Mathilde Tack cahier. I hann Jafob Aßmann, Gasim rt zu werdenhausen und Hermine Gröf, Köchin dahier. 25. Wilhelm Philipp Martin Todt, Ober- Telegraphenassistent zu Köln und Minna Margarete Marie Reinig dahier. Kaspar Karl Horn, Kaufmann dahier und Julie Es.rtsbusch, Ladeninhaberia dahier. Am 22 babier mit 2 Witwe bes Friedrich U Augufte A Eisenbahnv hier.-2 Safobine Fabrfartend Funt, Toch hier. Am 16 Schmidt ein bierhändler Dem Brieft Bäder Kar meister Hei Taglöhner Johannes. Tochter, P Ludwig Ra Anauf eine helm Gengn Heinrich W line. De Tochter, A Schmidt ein Ludwig Ba Am 2 dahier. Hins der Herr bi Land II Hauptgw. I. 2 Hauptgew. L L. F. Ohn 1 Mark. C 1 ft 86 D und weiße Tie Seltersweg 4 Amtsgerichts Donnerstag, den in Homberg welche zu den richt ein ge tstag in Rie ptember bormit isamts Asfel e Arbeiter Worms be fer Dörfchen Das Bieber Liefert ja be elche feit einer mit der Klein bie Cigarren Cigarrenfabr ienrat Gail pie Firma Rinn uft, um gleid ail wird schon em er einstweilen ble" die Fabri berunglüdte Sprengen am losgegangenen aten und dem und jedenfall das eine Unter glüdte ist ein it des Sprich hr zu seinem Derfelbe befaß 1. Er bemerkte de an diefen legte er fid der Dunkelheit Wütend stürzt ichen Besucher ich. Da 0 t ihm auf der so jämmerlid wurde als Be Stellvertreter der iba siedelte am in das hiesige der Gemeinde tliche Brofeffor hüding wurde fultät ernannt Be wurde der Schwalm das Eheschließungen. - 25. 24. - - Karoline meister i. B. dahier. Gustav Karl Dietrich, 21 Jahre Am 22. Aug. Heinrich Trechsler, Flaschenbierhändler alt, Hilfshoboist- Unteroffizier der Leibtompagnie Inf.- Regt. 116 Kaiser Wilhelm dahier.- 22. Robert Haas, 50 Jahre dahier mit Anna Karoline Christiane Pausch, geborene Kramer, Witwe des Lackirers Friedrich Pausch. Dr. Otto Auguftalt, Rentner dahier.- 23. Margarete Dieß geb. Fauerbach, 67 Jahre alt, Rentnerin dahier. Friedrich Ulmer, prakt. Arzt zu Sachsenberg in Waldeck und Auguste Amalie Elisabeth Nordmann, Tochter des Kgl. Therese Schlitt, 2 Monate alt, Tochter des Eisenbahn- BureauEisenbahnverkehrsinspektors Gottfried Konrad Nordmann da- gehilfen Theodor Schlitt dahier. Anna Hohl, 19 hier. Wilhelm Glock, Tapezier und Polsterer dahier und Jahre alt, ohne Beruf dahier.- Katharine Karoline Schmidt, Jakobine Marie Katharine Bickel dahier.- Jakob Fischer, 1 Monat alt, Tochter des Taglöhners Georg Schmidt dahier. Fahrkartenausgeber dahier und Katharine Auguste Mathilde 26. Karl Berger, 46 Jahre alt, Kunstgärtner dahier. Funk, Tochter des verstorbenen Lehrers Johannes Funk da- Margarete Glockengießer, 2 Monate alt, Tochter der Diensthier. magd Katharine Glockengießer dahier. 27. Karl Justus Friedrich Kalesly 10 Monate alt, Sohn des Wagenwärters Friedrich Kalesky dahier. Wilhelm Amend, 69 Jahre alt, Schreiner dahier. Geborene. - - - Am 16. Aug. Dem Fuhrmann Wilhelm Christian Schmidt ein Sohn, Albert Otto Andreas. Dem Flaschenbierhändler Wilhelm Kräß r eine Tochter, Marie.- 20.Dem Briefträger August Köhler ein Sohn. 21. Dem Bäcker Karl Lint ein Sohn, Louis August. Dem Schreinermeister Heinrich Vollmöller eine Tochter. 22. Dem Taglöhner Heinrich Pfaff einen Sohn, Heinrich Wilhelm Johannes.-Dem Buchdruckereibesizer Adolf Heppeler eine Tochter, Pauline Margarete.- 23. Dem Fabrifarbeiter Ludwig Käs eine Tochter, Minna. Dem Spangler Otto Knauf eine Tochter, Margarete. Dem Bäckermeister Wilhelm Gengnagel ein Sohn. 24. Dem Bureaudiener Heinrich Wahl eine Tochter, Katharine Luise Susanne, Karoline. Dem Hilfe bahnwärter Reinhard Wenderoth eine Tochter, Anna Martha.- Dem Schlossermeister Karl Schmidt eine Tochter.- 26. Dem städt. Taglöhner Ludwig Balser eine Tochter. - - Gestorbene. Am 20. Aug. Heinrich Kiefer, 50 Jahre alt, Rentner dahier.— 21. Eberhard Einhäuser, 70 Jahre alt, Lade- - 28. Grasversteigerungen. Donnerstag, den 3. Sept. von 8 Uhr an wird in der Hofmannschen Wirtschaft zu Grebenau das Grummetgras von den kameralfistalischen Wiesen in den Gemarkungen Grebenau, Udenhausen, Wallersdorf und Wernges versteigert. Montag, den 7. September, vorm. 9 Uhr, wird int Decherschen Saale zu Hainbach das Grummetgras von den kameral fiskalischen Wiesen und von den Teichgeländewiesen am Backofenhausteich versteigert. Markt. Gießen 29 August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Buiter per Bfb. 1.00-1.20 Wf, Hühnereter 2 Stü f 12-14 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbien per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar M. 0.70-0.90, Sühner per Stüd Mt 120-1 70. Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänie p. Bid 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo 66-76 Lig. SchweineDanksagung. Für die vielen Beweisse aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines innigstgeliebten Mannes, die liebevolle Pflege der katholischen Schwestern und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sage herzlichen Dank. Louise Berger, geb. Mehl. Giessen, den 29. August 1903. Verreist bis 15. September einschliesslich. Schwalm, Zahn- Arzt. Giessen, Bahnhofstrasse 63. Landw. Ausstellungs- Lotterie, Giessen. Ziehung 15. September 1903 al. 28. Auguft. en machte ge II Hauptgw. I. W. von Mk. 5000 " 2 Hauptgew. W. v. à 1000 20 00 2000 die auf dem der Wirte un Raum auf der en Lebensmittel ste er sich dem fich stich Er Hausfriedens ig erfannt und 14 Tage Haft it strafmildernd 13 Rored aud zu Friedberg einer Gefäng 1 Monat UnterTheodor Holl ffengericht wegen teilt. Der von en und es tritt Pörperverlegung ungsrücknahme Bürgermeisters andwirt Sein Der Ange Schöffengerichte 10 Mt. verur lärt genug erdt Gießen. abier und Jo 2000 Gewinne zusammen Mark 40 000. 46 Gew. I. W. v. 100-800\ 1950 5-100 Los 1 Mk., II Lose 10 Mk., Porto und Liste 25 Pfg. Zu beziehen durch die General- Agentur 31000 M. L. F. Ohnacker- Darmstadt, sowie Rich. Buchacker- Giessen, Neuen- Bäue 11. Zöpfe, Scheitel, Frisets, Toupe werden naturgetreu anKaffee gefertigt und aufgear- wöchentlich frisch gebrannt in bebeitet. fannten und besten Qualitäten Damen Kopfwaschen à Pfd. 100-180 fg. Spezial tät: Grane und weiße Haar: Arbeiten. 1 Mark. Tisy. Gießen Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse d.- Julius Alma Kraus Karl Heinrich Marie Charlotte August Gripp ad tagier. Jaufen und Her n Philipp Mar 1 und Minna r Karl Horn, Lab ninhaberin empfiehlt LudwigsConditorei und Zuckerwaren= Fabrikation in Gießen, Marktstr. 32 empfiehlt Gebäck aller Art in Bisquits, Makronen, Leb- u. 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