Nr. 175. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Sartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 29. Juli 1903 Gießener 12. Jahrgang Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfe sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bismarcks Geift. - Zur fünften Wiederkehr seines Todestages.— CB. Am 30. Juli vor fünf Jahren schied in der stillen Abgeschlossenheit des Sachsenivaldes Fürst Bismarck aus dem Leben; die alten Eichen, die seine Grabstätte umrauschen, flüstern geheimnisvoll sich zu, daß er von Zeit zu Zeit dem Grabe entsteige, um inzwischen zu sehen, was aus Deutschland geworden sei, und auch jetzt schwebe sein Geist wieder über die Fluren und Gefilde. In der Zeit seit seinem Ableben hat sich ja anscheinend so wenig und doch so viel verändert. Noch heute, wie während seiner Wirksamkeit, lagert tiefer Friede auf der Welt und die Zahl der sichtbaren Feinde ist nicht größer geworden, ihre Tonart auch kaum schärfer als damals. Die Probleme der Zeit aber sind trotzdem andere geworden. Die Zwistigkeiten auf dem Festlande sind hinter den großen Weltaufgaben zurückgetreten und diese fordern ein kräftiges Geschlecht. Jetzt wäre ein Titane von der besonnenen Kraft und Entschlossenheit des Fürsten smarck notwendiger als je. Es scheint, daß man außerhalb der Marken des Reiches das Deutschtum weniger fürchtet, seitdem dieser Recke von hinnen ging, denn während in früheren Zeiten Deutschland es war, das Licht und Sonne verteilte, ist in neuerer Zeit, namentlich in England, eine geradezu frivol kriegslüsterne Haltung großgezogen worden. Daß die Eng länder uns, die wir bei dem geschäftlichen Wettbewerb ihre Konkurrenten sind, nicht lieben, weiß man lange schon und darin liegt auch nichts tragisches. Aber daß ein verant wortlicher Träger der englischen Politik die Deutschenhetze systematisch betreibt und die deutschfeindliche Stimmung des britischen Volkes zum Vorspann für seine politischen Pläne macht, das ist ein charakteristisches Zeichen der Zeit, zugleich aber auch eine Bestätigung der Bismarckschen Polilif, deren Ziel dahin ging: Befestigung des europäischen Friedens durch ein gutes Einvernehmen mit unseren östlichen Nachbarn und strengste Neutralität in unseren Beziehungen zu England. Fürst Bismarck selbst hat jenen nüchternen Rationalismus in der Politik großgezogen, der den Engländern so verhaßt ist, weil er sie der Möglichkeit beraubt, Deutschland gegen die Mächte, die ihm über See auf den Fersen siten, auszuspielen. Wenn Bismarcks Geist bei seiner Wanderung durch Deutschiand es sehen fann, mit welcher Ruhe und Besonnenheit das Volk, der eigenen Stärke vertrauend, die Wutausbrüche der Engländer hinnimmt, dann wird er sein großes Werk der Volfserziehung für gelungen halten. Auch die junge Generation ist ein kräftiges Geschlecht, wie sehr uns der Pessimismus auch daran irre machen will. Zwar gären im Innern des Reiches noch mancherlei Interessen und es scheint, daß augenblicklich der Kampf und der Gegensatz der Berufskategorien heftiger sei als je zuvor, aber je lauter der Felsbach rauscht, um so ener gischer treibt er die Räder der Mühle. Alle die scharfen Gegensätze, die scheinbar wild gegen einander stoßen, haben doch nur das gemeinsame Ziel, die nationalen Kräfte zur Lösung der großen Kulturaufgaben zu entfalten. Solch eine Litanennatur, wie der verstorbene Fürst Bismarck, wandelt nicht spurlos über die Erde. Sein Geist bleibt bei seinem Volfe zurück, auch wenn der Körper längst in Staub und Asche zerfallen ist. Die alten Eichen des Sachsenwaldes, die Bismarcks Grabstätte umrauschen, sagen die Wahrheit. Bismarck entsteigt von Zeit zu Zeit dem Grabe, und sein Geist wandelt nicht nur über Fluren und Gefilde, er lebt auch in und mit dem Volke, das er so sehr geliebt und so groß und stark gemacht hat, groß im Denken, start im Selbstvertrauen. Offene Geheimnisse. † Rom, 28. Juli. Wenn die Kardinäle, die Joachim Pecci zum Nachfolger des verstorbenen Pius IX. wählten, aus ihrem Grabe wiederkehren könnten, sie würden verwundert die Köpfe schütteln, wenn sie kaum eine halbe Stunde nach Schluß der täglichen Kongregationen schon in den römischen Blättern die gefaßten Beschlüsse lesen würden. Manchmal nicht ganz genau wiedergegeben das bringt die Eile mit sich aber im Grunde doch mit dem übereinstimmend, was in den " geheimen" Versammlungen beschlossen worden ist. " Früher," so flagte in dieser Hinsicht eine bekannte vatikanische Persönlichkeit, hat es manchmal mehrere Jahre gedauert, ehe die Oeffentlichkeit genau erfuhr, was in den Kardinalfongregationen verhandelt wurde, jetzt aber weiß man's des Abends in allen Cafés." In Journalistenkreisen erzählt man sich mit Behagen folgende Anekdote: Am Mittag des Tages, an dem in geheimer Beratung Monsignore Merry del Val zum Sekretär des Konflave ernannt worden war, interviewte ein Berichterstatter einen ihm bekannten Kardinal über eben diese Wahl. Der Kirchenfürſt fragte ganz erstaunt, woher der Journalist denn überhaupt wisse, daß Merry del Val erwählt sei. Der erwiderte, das könne er nicht verraten, aber es sei auch kein Geheimnis mehr, ganz Rom wisse es schon. Der Kardinal war erstaunt über diese Schnelligkeit, mit der die moderne Presse arbeitet. Er soll darauf gesagt haben:„ Wenn dem so ist, so werde ich mich garnicht daruver wundern, wenn wahrend des Nonflave römische Zeitungen täglich die Listen der Abstimmungen veröffentlichen." Ja, seit 1878 haben sich die Zeiten gründlich verändert. So wird von den Zeitungen sogar genau mitgeteilt, was in den Kongregationen über Abänderungen in der Art der Abstimmungen vorgeschlagen worden sei. Kardinal Oreglia habe dagegen erklärt, entweder müsse das ganze Ceremoniell angenommen oder ein anderes geschaffen werden. Die endjilfige Entscheidung über das Ceremoniell wurde bis zu dem Zeitpunkte vertagt, wo alle Kardinäle in Rom sein werden. Ebenso weiß man schon jetzt genaueres über die Note, die das heilige Kollegium an die Mächte geschickt haben soll. Die neuliche Meldung, daß sie in einem sehr milden Ton abgefaßt sei, bestätigt sich, doch ist darin gegen den bestehenden Zustand der Dinge immerhin energischer Protest erhoben. Dann erzählt man von großen Unordnungen, die sich bei dem Leichenbegängnis des Papstes zugetragen haben sollen. Kardinal Oreglia have bereits die strengste Untersuchung zur Bestrafung der Schuldigen angeordnet. Da die Kardinäle sehen, daß es bei dem heutigen Stande des Journalismus schwer ist, vor der Oeffentlichkeit verborgen zu bleiben, so treten sie selbst wiederholt freiwillig mit Aeußerungen über die Lage hervor. Der Kardinal Capecelatro, der als Papabile genannt wurde, sagte einem Interviewer gegenüber, Oreglia und Rampolla seien die Vertreter der politischen Gruppe, während die nichtpolitische Gruppe der Papabili in Vanutelli, Agliardi, Di Pietro und Sarto ihre hervorragendsten Repräsentanten besize. Agliardi, dem großze Chancen zugesprochen werden müßten, würde es sich zur Aufgabe machen, den alten Streit zwischen Staat und Kirche zu schlichten. Kardinal Capecelatro habe war selbst nicht ausdrücklich auf eine Wahl Verzicht geristet, würde jedoch im Hinblick auf sein hohes Alter und ne leidende Gesundheit das Pontifikat als eine zu schwere Surde empfinden. * * * Die Stellung der deutschen Regierung zur Papstwahl wird in einer offenbar inspirierten Meldung aus Berlin als gänzlich unparteiisch charakterisiert. Auswärtige Blät tero heißt es darin haben mehrfach behauptet, daß Deutschland seinen Einfluß dahin verwende, die Wahl des Kardina's Rampolla zum Papste zu verhindern. Neuerdings hat auch Kardinal Nava, Erzbischof von Catania, der die Wahl Rampollas empfiehlt, sein Befremden darüber ausgesprochen, daß Rampolla von Berlin aus bekämpft erde, während man doch für die Politik des verstorbenen Sapstes, mit deren Durchführung der Name Rampollas uss engste erbunden sei, nur Worte der Anerkennung habe. Diese Voraussetzungen über die Tätigkeit Deutschlands bei er Papstwal beruhen auf ganz falschen Annahmen, denn if deutscher Seite ist man fest entschlossen, keinen Einfluß uf die deutschen oder anderen Kardinäle auszuüben, feinen andidaten, wer es auch sei, zu bekämpfen oder zu fördern. Das gilt selbstverständlich ebenso für Rampolla, wie für eden anderen Kardinal, der als Bewerber um die päpstliche Tiara aufgestellt werden könnte. Aus Nom wird noch gemeldet, daß in der Sixtinischen Kapelle gestern der erste der drei vom Kardinalskollegium veranstalteten feierlichen Trauergottesdienste für Papst Leo itattfand. Bei der feierlichen Handlung celebrierte Kardinal Serafino Vanuted die Trauermesse, alsdann vollzogen die Kardinale Agliardi Vincenzo Vamutelli, Satolli und Richard nacheinander vor einem prachtvollen Katafalk die Ceremonie der Absolution. Außer 52 Kardinälen wohnten der Trauerfeier noch das diplomatische Korps, der Großmeister des Malteserordens, der altrömische Adel, sowie enige Geladene bei. Die Politik. Schutz der Manövertruppen gegen Ansteckung. Mit Rücksicht auf die alljährlich in der Armee während oder nach den Manövern auftretenden Fälle von anstecken. den Krankheiten, namentlich Typhus und Ruhr hat das Ministerium die Bezirksregierungen angewiesen, der Gefahr der Ansteckung mit allen Mitteln zu begegnen, zumal die erfrankten Militärpersonen ihrerseits wieder zu Verschleppungen der Krankheit in die Garnisonorte Anlaß geben. Die Ortspolizeibehörden werden angewiesen, von jedem Falle einer Erkrankung an ansteckenden Krankheiten unter Angabe der Wohnung, in der die Krankheit aufgetreten, den vorgesetzten Behörden Anzeige zu erstatten. Von infizierten Wohnstätten sind Einquartierungen fernzuhalten. Gold im deutschen Ostafrika! Schon vor einiger Zeit berichteten wir über Goldfunde in Deutch- Ostafrika. Erfreulicherweise scheinen sich die Erwartungen, die auf diese Entdeckung gesetzt wurden, zu bestätigen: Eine genaue Untersuchung der bei Ikoma ge fundenen goldhaltigen Gesteinsproben in der Berliner Che misch- technischen Versuchsanstalt hat einen so großen Goldund Silbergehalt ergeben, daß der Abbau der beiden Edelmetalle sich lohnt. Selbstverständlich wird man, ehe man sich ein endgiltiges Urteil über den Wert dieser Goldlager bildet, abwarten müssen, bis nähere Nachrichten über Umfang und Mächtigkeit der Lager vorliegen. Uebrigens hat sich schon ein großer Schwarm von Goldsuchern nach dem neuen Goldlande ergossen. Hoffentlich bleiben ihnen ähnliche Erfahrungen, wie sie die Klondyker Goldsucher machen mußten, erspart. Bereiteltes Attentat auf König Eduard. Aus der portugiesischen Hauptstadt kommt die Kunde, daß während des Besuches König Eduards in Lissabon ein Dynamitattentat auf ihn und König Carlos geplant war. Ein Kloakenarbeiter will am Tage vor der Ankunft des Königs in einer Kloake unter der Stelle, wo der Pavillon für den Empfang des Königs stand, Stimmen gehört haben. Er ging ihnen nach, worauf die Eindringlinge verschwanden. Er benachrichtigte die Polizei, welche eine Dynamitmine fand. Die betreffenden Stimmen waren angeblich diejenigen von Spaniern. In der Tat scheint etwas Wahres an der Geschichte zu sein, da die Lissaboner Polizei ihr nicht widerspricht. Der Aufruhr in Kroatien. Den Dynamitkroaten, auf deren Konto die jüngsten Dynamitanschläge in Agram zu setzen sind, ist die dortige Polizei jetzt endlich auf die Spur gekommen. Sie entdeckte einen förmlichen Dynamitklub und fand Beweise, daß dieser Klub der Urheber der letzten Attentate ist. Neun Mitglieder des Klubs wurden hinter Schloß und Riegel gesetzt. Uebrigens hat die Erregung in Kroatien noch nicht nachgelassen; die janatisierten Bauern rotten sich zu Banden zusammen und machen das ganze Land unsicher, fallen am hellen Tage über ganze Ortschaften her und drangsaiieren die Bewohner. Aus allen Ecken und Enden des Königreichs kommen an die Regierung Bitten um militärischen Schuß. Der Todesmarsch in Bosnien. Auf dem Marsch der bosnischen Truppen von Trebinje nach Bielek sind nicht nur 15 Soldaten gestorben, sondern viele bekamen Herzkrämpfe, andere wurden wahnsinnig und mußten gebunden werden. Insgesamt wurden 800 Mann dienstunfähig. Beim Einmarsch in Bielek bestand die fit fte Kompagnie des 12. Regiments, das während des ganzen Marsches fein Wasser erhalten und keine Rast gemacht hatte, aus fünf, die fünfte Kompagnie aus einem Mann, die zweite Kompagnie war unterwegs ganz liegen geblieben. Einen gräflichen Kontrast bot der Einzug der Truppen in Pielet insofern, als vorne die von der Musik noch übrig gebliebenen sieben Mann lustige Weisen bliesen, um die Spannfraft der noch marschfähigen Truppen wachzuhalten, während hinterdrein die Wagen mit den Toten und Sterbensfranken nachgefahren kamen. Bei dem Begräbnis der 15 Opfer des Todesmarsches schluchzte der kommandierende General laut, die anderen Offiziere weinten ebenfalls. In Trebinje irannte das Haus des Oberstleutnants, der den Marsch kommandiert hatte, nieder; offenbar ist das Feuer aus Rache on einem Angehörigen eines der Opfer angelegt worden. Vom„ tollen Mullah". Ueber die Vorgänge im Somalilande hat man lange nichts gehört. Wenn man aber etwas von ihnen hört, ist's nicht sehr erfreulich, wenigstens nicht für die Engländer. Die neuesten Nachrichten tun dar, daß die Lage im Somalilande höchst schwierig sei. Den Engländern sind die Hände gebunden, sie müssen zusehen, wie der Mullah vor ihren Augen seine Streifzüge unternimmt, und müssen obenein noch froh sein, wenn er sie in Ruhe läßt. Wie die eingeborenen Somalis berichten, führt der Mullah auf allen seinen Zügen die bei dem letzten Ueberfall gemachten britischen Gefangenen mit sich herum; während er die gemeinen Soldaten verhältnismäßig gut behandelt, verfährt er gegen die Offiziere mit echt äthiopischer Grausamkeit: Er hat ihnen Ringe durch die Nase ziehen und sie je zwei und zwei durch Ketten, die an diesen Ringen befestigt sind, aneinander fesseln lassen! Ein verbeffertes Gewehr wollen jetzt auch die Vereinigten Staaten einführen. Das neue Gewehr ist seit einem Jahre erprobt, sein Lauf ist nur 4 Zoll lang, während der des bisher gebrauchten Krag- Jörgensen Infanterie- Gewehres 30 Zoll und der des Kavallerie- Karabiners 22 Zoll mißt. Es ist leichter als das alte und mit einem Stichbajonett anstatt des jezigen Haubajonetts versehen Auch in der Kriegsflotte soll die neue Waffe eingeführt werden. Innerhalb eines Jahres soll die anze Armase init dem nesteet Grenehr ausgeräistet sein. Kurze politische Nachrichten. * Der Kaiser hat zu den Sammlungen für die Ueber schwemmten in Schlesien 10 000 Mark gespendet. * In Breslau beginnen die Sozialdemokraten bereits mit der Vorbereitung der Landtagswahlen. Sie haben ein Wahlkomitee gebildet und bei hervorragenden Reichstagsabgeordneten angefragt, ob sie in Breslau zum Landtag kandidieren wollen. König Eduards Irlandreise ist von allerhand Pech begleitet. In Belfast drägte sich eine art. Frau durch die spalierbildenden Soldaten und rannte vor den königlichen Wagen; sie wurde zu Boden gerissen, und die Räder des Wagens gingen über sie. Sie wurde schwer verletzt ins Hospital gebracht. einen Raufsantrag " Ich? Ja, ganz recht. Sie haben mich rufen lassen, Fürstin?" Ich wollte Ihre Meinung über den man mir gemacht, hören Bor Eristu. Stadt über. zuführen." Der Marchese ergriff das zweite Schreiben. Nachdem er gelesen: Seiner Mutter geht es bedeutend besser, so Morgen siedelt er nach der Vor Augen. auf dem Mantel. trefflich aus und trug die Medaille an einem langen Band Er nahm sich in Er war außerdem ein vollendeter Reiter. seiner weiß- roten Spahitracht bor. Kurz darauf schlug es neun Uhr. an die Läden der Marketenderin, zum Zeichen, daß sie schliedie Soldaten heim zur Kaserne, und der Gendarm klopfte Die Trompeter riefen * Der französische Ministerpräsident Combes, der Ur heber des Kultu kampfes in Frankreich, wird an der Toten feier für den Papst in der Pariser Kirche Notredame nich teilnehmen. * Die Nachricht von der Vernichtung einer starken bulga rischen Bande am Amatova- See wird von der Pforte be stritten. Es hätten sich am See nur gegen 30 Romitatsch befunden, von denen nach kurzem Gefecht ohne Geschützfeue drei getötet und drei gefangen genommen wurden. Di übrigen sollen geflüchtet sein, nach anderer Annahme sich am See versteckt halten. * Jezt hat auch der Londoner japanische Gesandte in einem Interview alle Kriegsgerüchte für unbegründet erklärt Japan denke nicht an einen Krieg, und es lägen keine den Frieden gefährdenden Differenzen mit Rußland vor. * Aus dem Zululande sind in Natal beunruhigende Nachrichten eingetroffen; ein Zuluaufstand soll bevorstehen. Hof und Gesellschaft. Der deutsche Kronprinz nimmt zur Zeit auf dem Döberizer Uebungsplate an den Sommerübungen des 1. Garderegiments 3. F. teil. Er führt als Hauptmannsstellvertreter bei den Uebungen die 2. Kompagnie, bei der er als Oberleutnant steht. des Papstes sich um einen ganzen Tag verspätete, in deut. scher Uebersetzung den folgenden Brief, den sie sonder barerweise außer dem Schreiben ihres Korrespondenten in dem Kuvert auffand.„ Geehrter Herr! Dieser Brief wurde von mir auf der Straße(?) gefunden, und von dem Wunsche beseelt, eine gute und ehrenhafte Tat zu tun, übernahm ich es, denselben in einen anderen Umschlag zu legen, die Adresse von dem anderen Umschlag, der zerrissen war, überzuschreiben, die Freimarke abzulösen und sie auf diesen Brief zu kleben. Alles dies habe ich getan, weil meine politischen Grundsäße mich drängen, ehrlich und dienstbereit zu sein. Ich bin Anarchist; rufen Sie also mit mir: Ge lebe die Anarchie' Ein Anarchist." An den Rand eines jeden der fünf Blätter war ebenfalls ein Hoch auf die Anarchie geschrieben. Der Brief war gestempelt: Nom, Eisenbahn, 24. Juli. *** Die Königin Wilhelmina von Holland unternimmt heute( Mittwoch) mit einem großen Gefolge eine Besichtigungsfahrt auf dem Dollart. Aus diesem Anlaß begrüßen im Auftrage des Kaisers der kommandierende General des X. Armeekorps General der Kavallerie von Stüngner, sowie der Chef der Marinestation der Nordsee Admiral Thomsen die jugendliche Königin in Delfzyl. Der Fürst von Bulgarien reiste mit seiner Mutter Prinzessin Klementine nach Bamberg und von demnächst nach München. Aus dem Gerichtssaal. A Die Berliner Bankiersfrau Schindler als Leiche aufgefunden. Das rätselhafte Verschwinden der Frau des Berliner Banfiers Schindler, von der man keine Spuren mehr hatte, seit sie sich von der Leiche ihres Mannes aus einem Hamburger Hotelzimmer heimlich entfernte, hat jetzt endlich seine Aufklärung geunden. Trau Schindlers Leiche ist bei Grevesmühlen( Oldenburg) aus dem Wasser gezogen worden. Sie ist ihrem Manne durch Selbstmord in den Tod gefolgt. § Die eigene Frau verkuppelt. Das Landgericht München berurteilte den Geschäftsreisenden Scherer wegen Kuppelei, verübt an seiner Frau, zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängnis und fünfjährigen Ehrverlust. Scherers Frau, eine sehr schöne und üppig gebaute Person, wurde von ihrem Mann zur Prostitution angehalten und verdiente dabei viel Geld, wovon das Ehepaar auf großem Fuße lebte. Schließlich aber berliebte sich Frau Scherer in einen gewissen Knast, und zog es ihrem Sündendasein vor, mit dem Geliebten gemeinsam in Frankfurt a. M. durch Selbstmord aus dem Leben zu schetden. Warten ins Ausland ging. Wie viele Karten außerdem noch in der Stadt geschrieben wurden, entzieht sich der Berechnung. Amend und Teilnehmer wurde eine Gelegenheit auszubilden. eines weiter ein auch fer beihen. * Lond dorf antomme Dr. A. Wa burch und ta wei Wagen Graben gefd mit dem Sd Bu höfe in Gri bereits ihren -Frie +[ Das Staatsgeheimnis.] Von dem dieser Tage verstorbenen Festungsbauer von Europa", dem belgischen General Brialmont, erzählt ein Brüsseler Blatt folgendes lehrreiche Geschichtchen. Brialmont wandte sich, als er an seinem großen, 1885 veröffentlichten Werke über die Fortifikationen unserer Zeit" arbeitete, an den französischen Generalstab mit der Bitte um Uebermittelung einiger Pläne von neuen Festungstypen, die er einsehen wolle, um seine Mitteilungen zu vervollständigen. Der Generalstab lehnte ab, da die Pläne Staatsgeheimnis seien. Brialmont schrieb zurück, daß er, nachdem er seine Pflicht erfüllt und loyal in Frankreich selbst angefragt habe, nun nach ablehnendem Bescheid versuchen werde, auf dem Umweg über Berlin Einsicht in die ihn interessierenden Pläne zu bekommen. Wie gesagt, so getan! Brialmont wandte sich nach Berlin und bekam von dort die französischen Festungspläne, die man in Frankreich als Staatsgeheimnis behandelte; man kann sie in seinem Buche finden. Die Geschichte, so versichert das Brüsseler Blatt, ist buchstäblich wahr! Sternberg siedelt nach Paris über. Der aus dem traurigen Monstrcprezeß wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen sattsam bekannte Banfier Sternberg hat sich ent schlossen, seinen dauernden Wohnsitz in Paris zu nehmen und nach Berlin nicht mehr zurückzukehren. Seine Ver. urteilung bezeichnete Sternberg einem Interviewer gegen über als ein„ Attentat gegen sein Leben"; nicht er sei der Verführer, sondern der Verführte gewesen. Zur Zeit sind die Vertreter Sternbergs damit beschäftigt, den in Berlir belegenen Sternbergschen Grundbesit vorteilhaft zu ver äußern. Dieser Besitz umfaßt insgesamt 14 Grundstücke und wird auf rund 35 Millionen Mark bewertet. Ein schwerer Eisenbahnunfall wird aus Landeshut ir Schlesien gemeldet. Zwischen Merzdorf und Ruhbank wurde ein über einen Bahnübergang fahrender Wagen von eine Zugsmaschine zertrümmert. Hierbei fanden drei Personen den Tod, zwei wurden schwer verletzt. § Ein geständiger Gattenmörder freigesprochen. Unter lauten Beifallskundgebungen des Publikums sprachen Wiener Geschworene den Bankdiener Franz Kopetky frei, der sich am 29. März d. Js. der Behörde mit der Selbstanzeige gestellt hatte, seine Gattin erschossen zu haben. Kopeẞky, ein 42jähriger Mann, hatte schon seit langem berechtigten Grund, an der Treue seiner Frau zu zweifeln, am 26. März wurde sein Zweifel zur Gewißheit. Es kam zu heftigen Szenen zwischen den Ehegatten, so auch am Morgen des 29. März. Plötzlich ergriff Kopezky sein an der Wand hängendes Jagd gewehr, ein Schuß krachte, und die Frau sank, in die Brus getroffen, tot in ihr Bett zurück. Die Staatsanwaltschaft behauptete nun, Kopekzy habe seine Frau vorsätzlich getötet um sich an ihr zu rächen, während der Beschuldigte sich dahir berantwortete, er habe nicht die Absicht gehabt, seiner Frau ein Leid anzutun, seine Hände hätten vor Aufregung sc heftig gezittert, daß das Gewehr sich ohne seinen Willen ent laden habe. Das Gericht glaubte seinen Ausführungen und sprach ihn frei. Nab und fern. Ein niges Mädchen. Die Grazer Statthalterei Hat der 24jährigen Backmeisterstochter Katharine Sottoria in Oberzeiring( Obersteiermark) die dreifache gesetzliche Lebens cettungsprämie im Betrage von 157 Kronen 50 Heller zu erkannt. Katharine Sottoria hatte während der letzter Hochwasserkatastrophe drei Mädchen im Alter von 7 bis Jahren mit eigener Lebensgefahr schwimmend aus den Flu ten gerettet. Ein vierfacher Raubmord wurde in dem russischen Orte Tretelniki, Kreis Proskurow bei Kiem, verübt. Der Kauf. mann Rosenblüth, seine Frau und seine beiden Kinder wur den in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Geld und Wertsachen waren geraubt. Zwei der Tat verdächtige Personen wurden verhaftet. Erdbeben in Italien werden von den verschiedensten Orten der apenninischen Halbinsel gemeldet. Die eine große Wellenbewegung pflanzte sich von Rom aus über Florenz bis nach Turin fort. In Pontremoli( Provinz MassaCarrara) wurden mehrere Personen verlegt. Auch in Sizilien, speziell in der Umgegend von Syrakus, wurden dauernd leichte wellenförmige Erdbewegungen wahrgenommen. Man geht wohl nicht fehl, wenn man diese Unruhe im Erdinnern mit der neuerlichen heftigen Tätigkeit des Vesuvs in Zusammenhang bringt. Eine Skandalaffäre in der Pariser Aristokratie wird Die Gerichte nächstens beschäftigen. Die 56 jährige Witwe iner hohen Persönlichkeit, die, wie die Blätter wissen wollen jewisse Beziehungen zu dem deutschen Kaiserhause(?) hatte, ind mit dem Grafen von Flandern verwandt ist, behauptet, Daß bei Ableben ihres Gatten die Erben das Vermögen, velches sich auf 30 Millionen Francs beziffert, unterschlagen jätten. Unter den Tatsachen, welche den Erben zum Vorvurfe gemacht werden, befindet sich der Verkauf eines Beittums im Werte von zwei Millionen. Die Kaiserin und die Straußwerferin. Eines oft gerügten Unfugs machte sich eine alte Dame schuldig, als die Kaiserin von Cadinen aus einen Ausflug nach Danzig und Langfuhr machte. In der Nähe der Silberhütte trat die Dame mit ihrer Enkelin auf den Wagen zu und warf einen Blumenstrauß in den kaiserlichen Wagen. Der Strauß wäre der Kaiserin ins Gesicht geflogen, wenn sie nicht die Hand schüßend vorgehalten hätte. Der Dame mit dem Finger drohend, fuhr die Kaiserin weiter. Die Polizei stellte sofort die Personalien der Blumenwerferin fest. + Dragas Schwestern als Studentinnen. Die Schwestern Der Königin Draga werden sich, wie aus Genf gemeldet wird, m nächsten Semester an der dortigen Universität immatrifu ieren lassen. Von der beabsichtigten Vorlesungstournee der inen von ihnen über den Belgrader Königsmord berichteten vir schon. Die Einladungen zum deutschen Städtetag in Dresden sind nunmehr an die Stadtvertretungen abgegangen. Eingeladen sind die 33 deutschen Städte mit über 100 000 Einwohnern, die 40 Städte mit 50 000 bis 100 000 Ginwohnern und die 78 Städte mit 25 000 bis 50 000 Einwohnern. Jede Stadt mit weniger als 100 000 Einwohnern ist berechtigt, zwei Vertreter zu entsenden; die Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern können für die ersten 100 000 Einwohner zwei und für jede ferneren angefangenen 100 000 Einwohner je einen Vertreter entsenden. Bunte Chronik. Die norwegische eiserne Bark Theo. bora" ist im atlantischen Ozean mit der ganzen Besazung untergegangen. Russisches Abenteuer deutscher Militär- Luftschiffer. Bei der lezten Fahrt des Posener Militärballons„ Berson" sahen sich die in der Gondel befindlichen Offiziere durch die Windrichtung genötigt, die russische Grenze zu überfliegen. Das wäre ihnen beinahe recht übel bekommen. Bei Skulst erhielten sie heftiges Feuer von russischen Grenzsoldaten die Kugeln pfiffen nur so um ihre Ohren Lokales. Gießen, 29. Juli 1903. einer landwi in Friedberg Landtagsabg Bum Bräfide Geb. Rat H Röhler- Langs Alsf Leben in uns Rinbvieh, G ** Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht in Bußbach Kasper Wilh. Luther zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht in Darmstadt; der Vize= feldwebel Heinr. Frank( früher beim Bataillon in Buzbach) zum Amtsgerichtsdiener beim Amtsgericht in Buzbach. - In Erfurt fiel das 40jährige Fräulein Starke einem Bustmorde zum Opfer. Sie wurde in der Nähe des Bahn. hofs von einem unbekannten Manne in ein Kornfeld ge schleppt und nach hartem Kampfe vergewaltigt und ge ötet. Vom Mörder hat man bisher keine Spur. * Radrennen in Wißma r. Beim 15 KilometerFahren errang Ph. Bauer- Gießen den ersten, L. SchmalzGießen den zweiten und Wilh. Hamel- Gießen den 3. Preis. Auf dem Valnoise- Paß( französisches Departemen Savoyen) wurde in einer Höhe von 3527 Meter der Leich am des Professors an der Sorbonne Henry gefunden. De Belehrte ist vermutlich einem Herzschlag erlegen. und sie sahen sich gezwungen, schleunigst zu landen. Die Soldaten umringten die Gondel und brachten dann die preußischen Offiziere zum Skulsker Kordon, wo sie vier Stunden warten mußten, bis der kommandierende Oberst mit zwei Offizieren anfam. Zwei Tage mußten die Herren in dessen Villa als Gefangene verweilen allerdings ein fideles Gefängnis, Kneiperei folgte auf Kneiperei- bis sie auf telegraphische Ordre vom Oberkommando zur Vernehnung zum Bezirkschef nach Slupze gebracht und dann freigelassen wurden. Sie mußten nur ihr Ehrenwort jeben, daß sie keine Zeichnungen angefertigt hätten. abVermischtes. = wahre Brach Die Prämii Preise für Die Ausstell fchidt, u. a. August und einen elettrif räder und M Statutengemäß Sped mit hau rühmlichft be eine Ausstell ftaltet, u. a. sehen, die f Areifen erm Wagnermeist mit Erzeugn und Fr. Köh des Prämien Lauterb Bezirt Schli Großh. Are 1. Oftober ersten Jahre > Wa ** Der Gewerbeverein Gießen bielt gestern abend im Restaurant Bavaria( Feidel) seine diesjährige Generalversammlung ab. Seit langen langen Jahren, so wurde von vielen alten Vereinsmitgliedern fonstatiert, war diese Versammlung einmal wieder angemessen zahlreich besucht. Der Vorsitzende, Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt, erstattete in sehr eingehender Weise den Jahresbericht. Nach diesem ist das Leben im verflossenen Jahre ein interessantes und die Arbeit auf gewerblichem Gebiete eine umfangreiche gewesen. Die Vermögensverhältnisse sind wiederum bessere geworden und ein weiterer Ueberschuß ist auch im laufenden Vereinsjahr zu erhoffen. Besonders der Baufond zur Errichtung einer neuen geräumigen Gewerbeschule hat eine sehr respettable Bahl aufzuweisen; es stehen jest rund 40000 Mart für diesen, hoffen wir in nicht allzuferner Zeit erstehendem Bau zur Verfügung. Die Versammlung nahm mit Dant Kenntnis von dem Bericht. scheiden jedes Jahr 6 Mann aus dem Vorstand, welcher 18 Mitglieder umfaßt, aus. Wiedergewählt wurden: Kommerzienrat Heyligenstaedt, Direktor Bergen, Schuhmacher meister Karl Berg und Schreinermeister E. H. Müller; neu in den Vorstand traten ein: Spenglermeister Appel und Schreinermeister Emil Beil.- Die Anregung mehrerer Mitglieder, man solle doch öfters zusammenkommen, damit die Handwerker mehr den freien Gedankenaustausch pflegen fönnten, ist vom Vorstand mit Freuden aufgegriffen worden und machte er der Versammlung den Vorschlag, in den Monaten Oftober- März an jedem 1. Dienstag in der„ Bavaria" zu sog. Diskussionsabenden sich einzufinden. Die Anwesenden erklärten sich damit einverstanden. Herr Karl Berg berichtete furz über die zu gründende Genossenschafts- Bezugsfasse; ferner wurde der diesjährige Berbandstag der deutschen Gewerbevereine, welcher in Mainz( verbunden mit einer Ausstellung), statifindet u. a. mehr noch in die Diskussion gezogen, so daß man nach Schluß der Versammlung sich sagte: es war wieder Leben unter den Handwerkern zu verspüren, möge es immer so sein! [ Der Prinz- Regent von Bayern als Autler.] Das Automobil muß eine mächtige Anziehungskraft befizen: selbst der greise Prinzregent Luitpold hat seine ausgesprochene Abneigung gegen den Automobilsport auf Zureden seiner Umgebung nicht nur überwunden, sondern ist jetzt ein eifriger Autler geworden. Vor einigen Tagen bestieg der Regent in Schloß Wildenwarth zum erstenmale ein Automobil, um in Gesellschaft des Herzogs von Calabrien einen mehrstündigen Ausflug zu unternehmen. Schon bei dieser GeTegenheit animierte der greise Regent den Chauffeur zu einer recht flotten Fahrt. Jetzt macht der Prinzregent mit Vorliebe Automobilausflüge. Werft- Wachthunde. Nach dem Vorbilde der Werft in Wilhelmshaven sind nunmehr auch auf der kaiserlichen Werft in Tanzig für den Nachtpostendienst Wachthunde eingeführt worden. Die Posten werden von der für diesen Zweck verstärkten Werftfeuerwehr gestellt und erhalten zur eigenen Sicherheit einen besonders dressierten Wachthund. Nach der Vorschrift ist der mit Maulforb versehene, an der Reine zu führende und nach vergeblichem Halt!"- Ruf auf die verdächtige Person zu hezzen. Die„ aute Tat" der Anarchisten. Die Köln. Volkszeitung" veröffentlicht zur Erklärung, weshalb einer ihrer Berichte aus Rom über die Trauerfeierlichkeiten au Ehren [ Wenn man leichtsinnig wettet.] Ueber eine seltsame Wette wird aus Ostpreußen berichtet. Der bäuerliche Besizer Dumat aus Kullmen konnte sich beim Viehhandel um einige Stück Rindvieh mit dem Händler Bader nicht über den Preis einigen. Bader behauptete, auf dem nächsten Jahrmarkt so viel Vieh für 27 Mk. pro Centner dem Besitzer Dumat liefern zu können, als dieser nur abnehmen könne. Dumat glaubte ihm das nicht und wollte ihn durch eine Wette hineinlegen. Die Verabredung wurde schriftlich festgelegt und von jedem 1000 Mt. zur Sicherstellung bei einem Unparteiischen eingezahlt. Kurz vor dem Jahrmarkte erhielt nun Dumat die Aufforderung, sich mit mindestens 15 000 Mark zu versehen, da das Vieh zur Abnahme bereit stehen werde. Da war nun Holland in Not. Es wurden deshalb Verhandlungen angeknüpft, um die Wette rückgängig zu machen, was auch ohne Hilfe der Gerichte durch Vermittelung eines Rechtsanwalts gelang. Man einigte sich dahin, daß der unterliegende Teil, also der Besizer D. seinem Kontrahenten 500 Mark zahlte und nun nicht eine Menge Vieh unnüt anfaufen brauchte. * mehl IX. vor fog. Lehmkau einige Minut Lehmschicht Schrei der A befreite den Von der Staatsanwaltschaft Gießen werden st e d brieflich verfolgt: Dienstmagd Katharina Rockel aus Eichelheim wegen Betrugs'; Arbeiter Fat. Schulz aus Stockstadt wegen Diebstahls und Unterschlagung und Guilelmo Righe aus Verona wegen Diebstahls. [ Ansichtskarten- Epidemie auf dem Nürnberger Turnfest. Nächst den Bierbrauern, die über den mächtigen Durst der deutschen Turner allen Grund zur Freude hatten, haben die Jünger Jahns die Reichspost in Nahrung gesetzt. Nicht weniger als 187 000 Ansichtspostkarten wurden allein auf dem Festplatz am Montag, Dienstag und Mittwoch_ge= schrieben. Das macht für die Post an drei Tagen eine Einnahme von 10 000 Mart, da eine beträchtliche Rabl der * * Gepachtet wurde von der Deninghof- Brauerei Gießen das Gasthaus zur Gerste" in Rockenberg. Die Uebergabe erfolgt am 1. Januar 1904. Der Pachtpreis beträgt 1600 Mt. " Der * Ueber den Schlaf der Schulkinder wurde eine wertvolle Untersuchung angestellt. Man fand die alte Erscheinung bestätigt, daß Schulkindern ein langer Schlaf notwendig ist; unter denjenigen Kindern, die zu wenig schlafen, fommen 25 Prozent mehr Krankheiten vor. Ansicht der mit dieser Untersuchung betrauten Aerzte zufolge, sollen Kinder von 4 Jahren im Durchschnitt 12 Stunden schlafen, Kinder von 7 Jahren 11 Stunden, 9jährige 10 Stunden, 12-14jährige 9-10 Stunden, junge Leute von 14-21 Jahren 8-9 Stunden. Bu kurzer Schlaf wird häufig die Ursache von Blutarmut, Bleichsucht 2c. Alle Numm 19 95 75 1075 91 2012 62 68 711 86 912 64 848 930 600 10 37 *** Krofdorf, 26. Juli. von Herrn Wilhelm Bender dahier geleitete zahlreich besuchte Unterrichtskursus in Vereinfachter Stenographie( System Stolze- Schrey) fand heute durch ein Preisschreiben seinen Abschluß. Die besten Arbeiten wurden von den Herren Roland Lichtenthäler, Albert 5087 1 34 56 983 85 861 89 40 679 82 7 626[ 300 8 58 605 720 10039 [ 5000] 710 274 579 647 476 547 58 126 83 206 14020 40 1 [ 400] 967 7 1524 47 64 999 44 86 415 6 265 78 320 51 53 1801 701 807 41 714 37 73 8 20036 33 49 2106 11 262 431 94 458 506 505 42 65 7 25141 38[ 200] 40 419 584 624 27531 41 64 462[ 300] 87 839 59 514 4 30005 722 50 805 82 216 404 57 58 66 309 33018 21 17 902 23 54 7 86 729 826 3502 98 717 830 430 49 71 S 69 210 58 8 150 209 409 430 36 70 82 40068 163( 200) 21 28 30 38 56 20 711 801 4 21 36 98 468 108 57 77 28 45043 erdem nod der Be Lage ber. gischen Ge endes lehr ran feinem eFortifi fischen Ge Pläne von feine Mit Tehnte ab, ont schrieb nd loyal in mendem Be Berlin Ginmen. Wie Berlin und die man in fann fie in fichert das fifchen Orte Der Kauf inder wur Geld und Sichtige Per fchiedensten eine große er Florenz inz Massauch in Si us, wurden wahrgenom ieje Unruhe ätigkeit des ult 1903. ner bei dem zum Amts. t; der Bize in Buzbach) bach. 5 Ailometer 8. Schmalz en 3. Preis bielt geftern jährige Ge en, so wurde war diese reich besucht. enstaedt ericht. Nach intereffantes umfangreich erum beffere im laufenden fond zur Er hat eine febr rund 40000 ner Beit er mlung nahm tatutengemäß and, welcher hlt wurden: Schuhmacher Müller; neu r Appel und ung mehrerer mmen, damit aufch pflegen iffen worden Den Monaten Bavaria" zu n. Die An r Karl Berg Safts- Bezugs der deutschen n mit einer ie Distuffion ammlung fich erfern zu ver werben ft e d a Rockel aus laus Stod ind Guilelmo abof- Brauerei enberg. Die r Bachtpreis nber wurde and die alte anger Schlaf ie zu wenig en vor. Der Aerzte zufolge t 12 Stunden gjährige 10 nge Leute von Schlaf wird 2C. ren Wilhelm richtsfurfus in Schrey) fand Die beften thäler, Albert Amend und Albert Rinn sämtlich von hier geliefert. Alle Teilnehmer sind dem Vereine beigetreten. Für die Schüler wurde eine besondere Abteilung gebildet um denselben auch Gelegenheit zu bieten, sich in der Stenographie noch weiter auszubilden. Im Laufe dieses Jahres ist die Abhaltung eines weiteren Kursus beabsichtigt. Möge der junge Verein auch fernerhin stets derartig wachsen, blühen und gebeihen. Londorf, 29. Juli. Vor den um 3½ Uhr in Londorf ankommenden Bug geriet gestern das Gefährt des Herrn Dr. K. Wagner von Londorf. Das Pferd scheute, ging durch und kam auf die Weise vor die Lokomotive und wurde zwei Wagenlängen mitgeschleift. Der Wagen wurde in einen Graben geschleudert. Glücklicher Weise ist der Herr Doktor mit dem Schreden davongekommen. Butzbach. Die Ausgrabungen zum Bau der Bahnhöfe in Griedel und Gambach( Strecke Butzbach- Lich) haben bereits ihren Anfang genommen. 1 Friedberg, 28. Juli. Hier wurde die Gründung einer landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft mit dem Sih in Friedberg beschlossen. Zu Direktoren wurden gewählt: Landtagsabgeordneter D Hirschel und Dekonomierat Schlente. Zum Bräsidenten des Aufsichtsrates wurde Kammerpräsident Geh. Rat Haas, zu dessen Stellvertreter Landtagsabgeordn. Röhler- Langsdorf gewählt. = Alsfeld, 28. Juli. Der Prämienmarkt hat ein reges Leben in unsere Stadt gebracht. Der Auftrieb an Pferden, Rindvich, Schweine und Ziegen war sehr zahlreich, darunter wahre Prachtexemplare, die ihren Züchtern alle Ehre machten. Die Prämiterung ging rasch von statten und brachte viele Preise für die aufgewandte Mühe seitens der Landwirte. Die Ausstellung landw. Maschinen und Geräte war gut beschickt, u. a. waren vertreten die Firma Otto Emmel und August und Heinrich Rößner, H. Bormann- Alsfeld hatte einen elektrisch betriebenen ,, Alfa- Laval- Separator", Fahrräder und Wasserspülflosetts ausgestellt, während Karl Ramspeck mit hauswirtschaftlichen Maschinen vertreten war. Die rühmlichst bekannte Firma L. Völzirg aus Greß- Felda hatte eine Ausstellung seiner Arbeits- und Luxusgeschirre veranstaltet, u. a. waren da die Patent- Kummente ohne Naht zu sehen, die sich ein erfreuliches Renomee in den beteiligten Kreisen erworben haben. Weiter waren noch vertreten Wagnermeister W. Geisel, Sattlermeister B. Duchard und mit Erzeugnissen der Rüferei die Firma R. Södler- Alsfeld und Fr. Köhler- Zell. Im Allgemeinen war der Verlauf des Prämienmarktes sehr gut. Lauterbach. Die Stelle als Kreisstraßenmeister für den Bezirk Schlitz mit dem Wohnsiz in Schlitz ist von dem Großh. Kreisamt ausgeschrieben. Die Stelle soll bis zum 1. Oftober spätestens beseßt sein. Das Gehalt während des ersten Jahres( Probejahres) beträgt 1800 Mt. > Wallenrod, 26. Juli. Der Landwirt Joh. Haber mehl IX. von hier fuhr mit zwei seiner Kinder nach den sog. Lehmkauten, um Lehm zu holen. Kaum hatte er hier einige Minuten gehackt, so löste sich über ihm eine größere Lehmschicht los und begrub ihn vollständig. Auf das Geschrei der Kinder kam Jemand rasch herbeigesprungen und befreite den lebendig Begrabenen. Der Verunglückte hat 11. Sefftsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung IV. Blaffe 28. Juli 1903. solch schwere Verlegungen erlitten, daß er ins Krankenhaus| klagten geringe Befähigung zum ärztlichen Beruf strafmildernd nach Lauterbach gebracht werden mußte. in Betracht gezogen wird. Als nicht erwiesen wird angenommen, daß die 7wöchige Krankheit auf das Verhalten des Angeklagten zurückzuführen ist, sonst würde auf eine Freiheitsstrafe erkannt worden sein, was wohl zur Folge gehabt hätte, daß die Buße wie beantragt, auf 500 Mt. erhöht worden wäre.( Die Sache gegen Dr. Braun hatte sich derart in die Länge gezogen, daß die Sizung von morgens 8 Uhr bis abends 71% Uhr bei einer 2stündigen Mittagspause dauerte.)- Der 15jährige, bereits 2 Mal vorbestrafte Küferlehrling Bernhard Knaf von Büdingen hat sich in unsittlicher Weise an einem 2jährigen Mädchen vergangen, wofür er 8 Monate Gefängnis bekommt, worauf ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung fommt. Friedrich Wilhelm Arhelger von Eibelshausen geriet mit dem Erdarbeiter Michael Scheidweiler zu Bermuthshain in Streit und verletzte denselben mittels Messer. Er bekommt dafür 9 Monate Gefängnis unter Anrechnung eines Monats erlittener Untersuchungshaft. Den Schluß bildet die Privatklage des Wirts Martin Hedrich von Ober- Breidenbach gegen Heinrich Graulich dortselbst. Der Angeklagte verfolgt gegen ein Urteil des Alsfelder Schöffengerichts, welches ihn zu einer Geldstrafe von 20 M verurteilte, Berufung. Wegen Ausbleibens eines Zeugen erfolgt Vertagung. ** Aus Oberhessen. Dem Erfinder des Sprüchworts: Trau, schau, wem! sollte man womöglich ein Denkmal, wenn auch das bescheidenste, seßen. Warum? Man baute irgendwo an einem neuen Gotteshause, einem Zeugnis der Berechtigung des Kampfes für Ehrbarkeit, Wahrheit und Recht. Ein ortsfremder Bauinspektor machte mit seinen Hausleuten nächtliche Wahrnehmungen ungewönnlicher Art. Zwei menschenähnliche Gestalten huschten mit gespenstisch aussehendem weißen Gewand hinter den Häusern durchs Dunkel, es rauscht in den Büschen, es raschelt etwas; die Zeit verrint, hoch beladen erscheint's da wieder, im Dunkel verschwindet's. Und es ist ja so modern, wiederum an allerlei Sputgestalten zu glauben! Mutmaßungen stellte gesunder Menschenverstand an, man hatte doch gute Augen und„ mer fand se jo"( man tannte sie ja); es ergiebt sich, daß jene vermeintlichen Gespenster am Tage um Lohn dem Pfarrherrn ein Neckerchen Klee gemäht, um sich bei Nacht in weißem Grastuche etwas dovon zuzutun, natürlich ohne jegliches peinliche Vorwissen des Eigentümers. Die Welt ist aber neugierig, sie hat ein gewisses Recht dazu, sie ist durch sie zum Teil weise geworden; man muß sie befriedigen. Wer waren danach die Missetäter? Der Sohn des Kirchendieners und des Letzteren Schwiegersohn. Ja: Trau, schau, wem! + Hersfeld. Tierarzt Suder in Rendsburg wurde zum kommissarischen Kreistierarzt ernannt. Fulda, 28. Juli. Eine ganz gewöhnliche Schlägerei unter italienischen Arbeitern ist vom wolff'schen Bureau furchtbar aufgebauscht worden. Vom kleinen oder gar großen Belagerungszustand ist keine Rede. Allerdings gaben Italiener 4 Schüsse aus einem Revolver auf einen streitenden Kollegen ab, die aber daneben gingen und den held wurde von mehreren Artilleristen durch Säbelhiebe Ranzen eines Bosthilfeboten durchlöcherten. Der Revolverüber den Kopf überwältigt. Sell" war Alles. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 28. Juli 1903. Der wegen Sittlichkeitsverbrechen bereits 2 mal bestrafte Johannes Weber von Friedberg ist wegen gleichen Vergehens angeklagt. Troß Leugnens wird er für überführt erachtet, daß er sich an einem 13jährigen Mädchen vergangen hat. Er bekommt dafür 2 Jahre Zuchthaus und wird der bürgerlich n Ehrenrechte auf 5 Jahre für verlustig erklärt.- Der praktische Arzt Dr. Julius Braun von Herbstein ist der fahrlässigen Körperverlegung durch Vergehen gegen die Regeln der ärztlichen Kunst angeflagt. Es wird ihm zur Last gelegt, daß er durch Außerachtlassung der nötigen Vorschrift bei der Entbindung der Ehefran des Schleifers Emanuel Lehmann von dorten, dieselbe mehrere Tage in h ftigen Schmerzen liegen ließ, worauf eine 7wöchige Krankheit eintrat. Das Gericht nimmt das erstere als erwiesen an und verurteilt den Angeklagten in eine Geldstrafe von 3000 Mt., sowie in eine an Frau Lehmann zu zahlende Buße von 80 Mt. als Schmerzensgeld, wobei des AngeAlle Nummern, nebent welchen nichts bemerkt ist, sind mit 167 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 19 95 143 209 25 303 9 14 63 419 522 613 27 95 742 80 83 855 981 75 1075 91 161 257 422 25 26 38 99 597 612 14 72 73 818 43 58 920 2012 62 68 169 296 300 37 55 62 81 494 522 34 615 30 42[ 300] 61 82 711 36 912 25 52 3033 45 51 60 116 219 32 86 338 65 534 603 29 703 64 848 930 70 4050 58 78 129 35 85 265 69 346 52 449 90 91[ 2000] 600 10 37[ 200] 714 18 812 68 74 905 29 48 5087 174 80 202 18 23 345 448 98 518 67 90 695 717 31 82 800 31 34 56 983 6071 85 170 200 35 74 98 370 81 95 98 425 606 51 750 80 83 85 861 89 936 7030 44 104 238 45 47 324 42 98 401 75 80 82 83 526 40 679 82 766 70 839 44 902 300] 62 69 81 8222 338 85 412 63 67 578 626[ 300 85 796[ 200] 995 9032 52 81 139 71 343 83 443 49 57 68 506 58 605 720 26[ 1000] 67 86 89 834 10033 107 40 50 86 94 284 305 57 403 56 94 521 32 53 71 676 [ 5000] 710 37 806 40 49 905 11 44 66[ 3000] 11040[ 200] 68 79 118 274 579 647 51 704 85 88 828 50 948 12066 114 250 320 47 76 94 95 476 547 58 72 699 757 67 809[ 300] 30 82 84 911 18 96 13031 33 41 86 126 83 206 26 70 98 323 34 38 65 405 55 550 64 686 731 62 849 949 96 14020 40 118 40 59 245 54 313 16 20 46 88 451[ 1000] 52 704 817 80 [ 400] 967 78 15240 59[ 300] 324 43 505 41 55 602 64 707 26 50 72 802[ 400] 47 64 999[ 300] 16011 18 57 60 64 68 75 115 17 46 51 63 67 239 47 333 44 86 415 64 89 520 27 74 627 38 40 000] 41 713 18 95 964 17107 33 265 78 320 76 434 95 500 72 90 614 19 44 46 83 771 804 14 34 50 69 925 51 53 18014 26 39 74 122 49 352 64 74 404 7 10 39 71 614 25 40 69 78 701 807 41 57 74 85 86 98 19118[ 400] 398 416[ 200] 97 525 94 626 54 714 37 73 808 14 43 62 972 20036 97 118 45[ 400] 228 317 80 444 517 47 64 92 93 97 650 932 33 49 21066 77 81 165 96 297 676 80 93 706 45 821 32 941 49 22110 11 262 431 591 626 737 919 74 23050[ 200] 57 185 218 41 55 72 80 842 94 458 506 98 843 53 64 74 79 913 42 77 24001 109 226 53 60 408 55 505 42 65 78 727 41 982 25141 206 51[ 300] 329 55 403 7 80 557 59 648 98 726 817 22 23 38[ 200] 40 97 908 65 79 26078 109| 300| 69 92 213 18 79 351 69 86[ 200] 419 584 624 33 58[ 1000] 739 49 51 813 43 47 48 88[ 300] 95 908 51 97 27531 41 64 94 641 53 732$ 35 62 64 74 932 35 28093 132 61 315 29 462[ 300] 87 638 57 73 702 23 841 62 915 26 93 29123 36 237 86 93 99 839 59 514 44 63 714 99 854 90 947 30005 19 79 115 42 66 233 88 315 53 446 66 67 513[ 200] 628 66 722 50 805 6 12 55 60 66 98 926 60 83 89[ 300] 95 31034 53 164 79 82 216 404 59 522 53 97 730 64 66 78 850 79 94[ 200] 32061 101 12 57 58 66 309 83 422[ 400] 49 500 15 35 77 775 868 75 89 927 31 85 86 33018 21 171 252 63 65 321 84 410 70 566 733 36[ 1000] 849 52 71 79 902 23 54 74 34001 17 68[ 1000] 121 65[ 200] 204 429 97 608 30 32 61 86 729 826 52 943 60[ 1000] 75 35023 53 89 97 111 29 78 200 14 27 39 88 328 419 29 589 99 652 98 717 830 91 904 11 62 72 96 36094[ 300] 191 94 289 315 18 42 58 90 430 49 71 82[ 200] 572 90 96 647 765 76 851 908 17 84 37018 70 115 69 210 58 817 72 490 511 606 75 76 94[ 200] 727 81 853 941 73 93 38047 150 209 40 90 680 91 805 90 928 52 71 39159 80 253 63 70 72 77 81 337 430 36 70 82 508[ 200] 10 34 65 603 98 724 812 37 53[ 2000] 67 80 88 941 40068 122 55 59 222 337 459 712 31 39 46 86 813 51 951 91 41008 163[ 200] 210 11 74 86 89 316 20 45 59 475[ 1000] 515 33 42 641 715 21 28 30 38 56 74 886 909 42137 61 206 74 76 352 515 74 84 87 95 607 09 20 711 801 48 53 82 903 73 43051 64 104 11 36 59 63 71 258 80 87 303 21 36 98 468 84 558 614 25 39[ 300] 766 816[ 400] 20 954 78 44016 99 108 57 77 282 531 647 62[ 200] 735 86 867 967 80 45043 55[ 2000] 73 106 32 74 96 236 69/ 3001 303 23 419 48 569 Geschäftliches. Auf der Fachausstellung für das Gastwirtsgewerbe in Freiberg i. S.( 5. bis 14. Juli 1903) erhielt die bekannte Maggi- Ges lschaft in Berlin für ihre altbewährten Erzeugniffe als höchste Auszeichnung die goldene Medaille und den Ehrenpreis des Freiberger Gastwirte vereins. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen E8 tönnen eingestellt werden: 6 Pferdeknechte nach ausw., 3 landwirtschaftliche Arbeiter( ausw.), 1 Kunstschlosser, 1 Drechsler, 2 Schreiner 5 Weißbinder und Anstreicher, 2 Handlanger, 1 Glaser, 1 Spengler 2 Hausburschen, 18 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, 1 Zimmermädchen, 1 besseres Kindermädchen. 1 Laufmädchen, 2 Waschfrauen, 1 Buzzfrau, 1 Lauffrau, 2 Weißzeugnäherinnen, 1 Büglerin ( ausw.) Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Kellner. E8 suchen Arbeit: 8 Pferdetnechte, 4 Kutscher, 3 landwirtsch. Arbeiter, 1 Taglöhner, 2 Schmiede, 1 Maschinist oder Heizer, 4 Installateure, 3 Spengler und Installateure, 1 Metalldreher, 2 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 2 Schreiner, 1 Küfer, 1 Bäcker, 1 Glaser, 2 Weißbinder und Lackierer, 3 Erdarbeiter, 2 Heizer, 4 Hausburschen, 3 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 1 Kinderwärterin, 1. Weißzeugnäherin, 1 Büglerin und Flickerin, 1 Wäsche- oder Plättemädchen, 2 Lauf- oder Pußfrauen. Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts, 1 Schreiber. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Bokale, den Gerichts-" und" Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. 612 732 831 901 13 46057 215 64 71 73 327 405 41 510 23 606 775 82 805 37 953 75 84 47084 224 320 80 88 89 409 518 25 34 38 49 94 99 644 702 6 81 83 836 62[ 200] 84 903 51[ 300] 54 65 74 48079 144 55 256[ 300] 80 81 455 86 87 516 38 45 648 728 62 809 10 58 69 988 49000 51 74 97 138 92 99 215 99 466 534 636 45 860 921 50028 40 71 211 306 14 75 435 79 651 61 702 843 986 51018 80 279 327 40 75 93[ 300] 413[ 20000] 16 72[ 200] 83 650 804 60 94 924 34 52012 17 62 73 189 201 20 59 62 312 52 74 85 417 69 73 547 57 62 76 621 24 94 713 47 810 55 67 81 934 53034 127 40 232 62 346 57 63 447 52 76[ 300] 665 708 20 86 819 915 28 54013 67 151 66 87 222 94 307[ 300] 49 63 78 447[ 200] 541 58 68 624 71 97 789 900 13 51 99 55157 293 316 44 74[ 400] 519 32[ 1000 u. e. Pr. v. 50 000] 54 71 650 59 821 39 88 97 931 53 56085 106 58 245 87[ 200] 361 73 404 29 72 79 554 621 736 77 93 857 951 57060 84 95 297 312 16[ 200] 69 70 94 436 580 99 617 54 716 46 54 79 907 13 32 58001 16 32 105 35 49 55 223 451 76 83 583 741 48 827 52 61 923 72 92 59010 21 69 103 80 219 25 43 58 361 65 69 82 84 96 439 46 618 48[ 200] 747 61[ 300] 941 60043 104 255 79 473 533 55[ 200] 64 639 54 56 60 871 94 99 973 61026 117 300] 204 323 61 429 67 542 54 774 801 97 912 15 62047 [ 200] 79 233 319 31 49 56 400 17 614 31[ 300] 73 701 835 40 49 950 58 60 63013 54 186 98 227 337 54 69 581 799 823 51 70 917 65 78 83 64022 39 78 127 76 86 315 400 19 38 504 76 629 32 40 91 746 85 804 21 24 943 58 65059 66[ 300] 85 106 37 280 323 90 416 39 69 98 501 89 661 73 803 52 66 940 73 66098 145 256 81 330 40 55 460 67 83 610 40 52 700 14 98 802 13 957 61 67019 28 93 113 248 533 68 90 724 49 858 69 915 52 79 68001 42 88 120 33 36 79 329 34 61 79[ 1000] 462 78 99 519 22 685 747 921 49 71 69014 89 266 309 81[ 400] 502 27 62 66 608 37 62 64[ 400] 86 800 9 78 962 70001 41 76 234 77 413 85 527 621[ 200] 62 712 50 62 823 907 47 71028 148 54 222 26 27 46 76 90 366 489 635 38 70 93 719 955 72019 246 61 75 334 81 95 524 617 865 83 930 44 67 86 73010 72 244 51 72 73 97 349 95 494 528 78 649 65[ 300] 881 74017 28 48 55 98 177 204 307 48 81 483 96 527 635 77 711 944 75000 26 49 75 80[ 200] 177 228 49 89 341 454 535 48 83 644 77 722 895 900 4 54 76185 86 276 360 426 70 71 96 635 759 813 977 84 77222 50 303 43 55 81 408 35[ 10000] 566 663 83 896 99 920 78030[ 200] 32 35 44 54 134 250 63 83 335 82 86 421 84[ 200] 894 910 92 79056 58 96 97 130 34 35 223 32 40 339 402 91 592 629 96 716 851 925 47 82 80034 148 74 281 306 526 28 54 633 69 958 54 77 81043 57 73 [ 400] 164 89 269 86[ 400] 307 15 73 414 18 610 31 50 69 98 856 57 90 94 946 62[ 200] 74 88 82006 8 16 171 207 331 434 515 22 28 77 93 600 6 28 815 920 58 81 83065 192 97 271 312 16[ 400] 31 60 455 526 670 77 743 62 93 925 84117 33 56 223 64 81 501 32 38[ 1000] 610 820[ 200] 49 64 66 83 928 47 78 85012 19[ 200] 21 46 84 100 64 69 76 86 286 52 317 40 65 79 400 85 516 56 613 85 713 863 67 81 93 99 86016 157 60 86 202 33 36 61 78 300 23 24[ 200] 77 482 86 510 613 88 789 826 55 79 911 26 87015 61 106 236[ 400] 307[ 300] 46 96 420 35[ 200] 53 54 695 713 34 72 77 81 842 72 986 91 94 88026 51 74 148 320 427 98 526 648 92 717 93 803 25 36 68 954 89029[ 400] 122 57 80 207 82 318 76 419 501 42 67 81 611 46 54 84 714 862 98 906 48[ 200] 90042 66 103 20 90 216[ 300] 19 79 93 303 23 70 97 410 84 542 49[ 200] 55 90 91 735 37 73[ 200] 81[ 200] 852 931 91019 24 82 98 153 204 12 13 89 358 67[ 200] 409 30 78 619 58 704 10 18 22 82 863 924 39 44 81 85 87 92027[ 300] 40 68 138 98 228 86 95 97 461 540 94 621 34 38 43 68 708 10 53 73 811 38 994 93034 37 84 109 11 38 67 81[ 300 218 432 504 633 719 89 810 57 60 64 905 37 44 94030 48 218[ 3000] 25 89 301 33 87 411 26 76 93 525 27 90 628 39 59 61 63 68 74 86[ 400] 88 752 816 30 76 86 96 910 34 39 41 61 95028 54 93 431 88[ 300] 569 631 46 47 722 36 41 85 97 800 42 58 63 933 34 36 53 96005 37 68 85 197 257 315 446 596 609 36 64 803 12 42 945 97017 32 35 82 84 172 216 92 357 80 402 8 83 506 676 88 94 746 52 72 842 969 98111 203 65 67 95 463 559 76 635 827 920 55 74 99098 104 14 34 48 50 88 277 359 98 94 418 630 56 59 713 66 816 43 55 97 Neuen Bäue 11. staatl. konz. 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