} Nr. 24. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( taglia) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Donnerstag, den 29. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Legislaturperiode und die Neuwahlen. CB. In einzelnen Blättern wird die Frage aufgeworfen, ob wohl die linksstehenden Parteien bei der Einzelberatung des Reichshaushalts ein beschlußfähiges Haus verlangen werden, wie dies eine zeitlang behauptet wurde. Das Gerücht gewinnt ja einige Glaubwürdigkeit durch die Vorgänge vor der Weihnachtspause. Es wäre nicht ganz ausgeschlossen, daß die Linke für die Veränderung der Geschäftsordnung durch die Erzwingung eines vollen bezw., beschlußfähigen Hauses Vergeltung übte. Allein, was tönnte sie dabei gewinnen? Wenn der Haushalt bis zum Beginn des neuen Etatsjahres nicht fertig gestellt ist, dann wirkt das nicht blos auf die finanziellen Verhältnisse im Reiche, auch die der Einzelstaaten werden, solange die Frage der Matrikularbeiträge und der Zuschußanleihe nicht geregelt ist, durchaus unsicher. Außerdem aber hat jedenfalls die Sozialdemokratie kein Interesse an einer unnötigen Verlängerung der Beratungszeit, weil sie ihre Abgeordneten notwendig hat, um sie für die Wahlvorbereitung auf die Agitation zu schicken. Man könnte ja freilich annehmen, daß sie vielleicht einzelne ihrer Mitglieder die Fahnenwacht im Parlamente halten läßt, die übrigen aber auf Reisen schickt. Allein solange eine Tagung dauert, ist sie auch fähig, lieberraschungen zu bringen und namentlich die Oppositionsparteien zum dauernden Kriegsdienst zu zwingen. Wir glauben also keineswegs daran, daß die Sozialdemokratie, die es im Augenblick auf ihre Parteidiäten am leichtesten aushalten könnte, auf eine Verlängerung der Debatten hinzielt. Unter diesen Uniständen könnte vielleicht die Periode kurz nach Pfingsten zu Ende gehen. Die Regierung wird jedenfalls doch noch eine Durchberatung ihrer Vorlagen betr. Kaufmannsgerichte und Sicherung des Wahlgeheimnisses wünschen. Ueber die legtgenannte Vorlage zeigt sich allerdings die rechtsstehende Parteipresse ziemlich unzufrieden- und zwar auscheinend weniger deshalb, weil sie das Verfahren einer geheimen Wahl durch Einführung eines abgeschlossenen Raumes zur Kuvertierung des Stimmzettels für unzweckmäßig hält, als aus Gründen politischer Taktik. Die Vorlage entspricht nämlich einer liberalen Forderung; weil aber die extremen Parteien während der Zolltarifberatung gegen die Regierung eine sehr feindselige Haltung eingenommen haben, hätte ihnen nach der Ansicht ihrer Gegner die Regierung nicht entgegenkommen sollen. Sei dem, wie ihm mag. Das Schicksal dieses Gesetzes hängt vom Zentrum ab, und ob diese Partei, die gerne ihre Mitglieder unter der Beobachtung der Oeffentlichkeit hält, sich sehr damit befreunden kann, ist immerhin zweifelhaft. Will aber die Regierung, daß die beiden Vorlagen durchberaten werden, dann tann der Seichstag nach Schluß der Étatsberatung nicht aufgelöst werden, sondern er muß dann solange tagen, bis sein Garn abgesponnen ist, und das dürfte wohl, wie gesagt, turz vor oder nach Pfingsten sein. Die Neuwahlen werden demnach kaum im Hochsommer, sondern höchstwahrscheinlich im Frühherbst stattfinden. Die Politik. Reform der deutschen Feldartillerie. Das deutsche Feldgeschütz Modell 96 soll, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter erfährt, nach dem Rohrrücklaufsystem umgeändert und mit leichten Schutzschilden versehen werden. Die Wahl der Schutzschilde ist hauptsächlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß die französische Feldartillerie mit solchen Schilden versehen ist. Definitiv ist diese Entscheidung noch nicht, insbesondere sollen die Schußschilde erst einige Zeit lang praktisch erprobt werden, ehe sie allgemein und dauernd eingeführt werden. Was die Umänderung der Geschüße in Rohrrücklaufgeschüße angeht, so erstreckt sie sich nur auf eine Neukonstruktion der Laffette und eine Aptie= rung des Rohres für diese Konstruktion. Die innere Einrichtung des Rohres sowie die bisherige Munition sollen beibehalten werden. Falls nicht auch die Laffetten gepanzert werden, kann die Aenderung in sehr furzer Zeit und mit noch nicht 30 Millionen Mark Kosten durchgeführt werden. Die Einigung mit Venezuela macht anscheinend schnelle Fortschritte. Die Mächte ha ben, wie aus Washington gemeldet wird, das Angebot der venezolanischen Regierung, als Garantie für die Innehaltung der Zahlungen an die drei Mächte 30 Prozent der Zölle in La Guaira und Puerto Cabello zu hinterlegen, im Prinzip angenommen. Mit Rücksicht auf die steigende Besorgnis über die Verlängerung der Blockade, welche in England und Amerika hervorgeruist, werden die Verhandlungen mit der größten Schnelligkeit gefördert. Es verlautet, die Strenge der Blockad Folle in dem Maße, wie die Verhandlungen fortschreiten, allmählich gemildert werden. Die Gerüchte, daß die Blockade schon am Mittwoch oder Donnerstag aufge hoben werden würde, sind verfrüht. Falsch sind auch die Gerüchte, daß die Vertreter der Mächte bei den Verhandlungen in Uneinigkeit geraten seien; sie halten viel mehr, wie sie selbst offiziell erklären lassen, einander über alles, was Tag für Tag zwischen ihnen und Bowen vorgehe, auf dem Laufenden und gehen seit Beginn der Verhandlungen in vollständiger Uebereinstim mung vor. Castro läßt natürlich die letzte Niederlage seiner Truppen als ganz harmlos hinstellen: Es habe nur ein kleines Scharmüßel stattgefunden, das unentschieden geblieben sei. Ueber das Vorgehen des ,, Panthers" macht die Nordd. Allg. 3tg. jezt offiziöse Angaben. Danach wurde das Feuer von dem Fort San Carlos eröffnet, das auf den ,, Panther" schoß, als er in rechtmäßiger Ausübng der Blockade über die Barre laufen wollte. Die deutsche Regierung hat diesen Tatbestand dem derzeitigen deutschen Geschäftsträger in Washington, Quadt, übermittelt und dabei bemerkt: Kein amerikanischer oder englischer Admiral würde an ders als unser Kommodore gehandelt und nicht die Möglichkeit der Wiederholung eines solchen Angriffs auf einen Teil seines Blockadegeschwaders in gleicher Weise verhindert haben. Der venezolanische Befehlshaber hat wahrscheinlich gerade den Zeitpunkt der Ankunft Bowens in Washington gewählt, um den Konflikt zu schärfen und damit auf die amerikanische öffentliche Meinng zu wirken." Uebrigens hat der Panther" nicht einmal die Absicht gehabt, über die bei dem niedrigen Wasserstande für ihn überhaupt nicht passierbare innere Barre in die Lagune einzufahren, sondern er wollte nur in geschützterer Lage hinter der äußeren Barre vor Anker gehen, als er unerwartet vom Fort San Carlos Feuer erhielt. Der„, Panther" hat keinerlei Verluste oder Beschädigungen erlitten. Eine englisch- italienische Flottenschan. * König Eduards VII. Besuch in Jialien wird Veranlassung zu der größten Flottenschau geben, die man seit Jahren gesehen hat. Das englische Mittelmeergeschwader, etwa 45 Schiffe, wird den König im Golf von Neapel erwarten. Das italienische Mittelmeergeschwader wird dort ebenfalls Ausstellung nehmen. König Eduard wird mit dem Könige Viktor Emanuel an Bord der Yacht ,, Trinacria" eine Revue über die beiden Geschwader abhalten. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 28. Januar.( Hofbericht.) Der Kaiser nahm heute Vormittag im Schlosse die Vorträge des Justizministers Schönstedt und des Geheimen Oberbaurats Thoemer entgegen. * Unter den Deutsch- Amerikanern soll eine SammYung veranstaltet werden, um in Berlin ein Washington- Standbild als Gegengeschenk für die Statue Friedrichs des Großen an die Vereinigten Staaten zu errichten. Die Anregung dazu ist von der deutschen Turngemeinde in Louisville ausgegangen. * Den Burendelegierten in Europa, Wolmarans und Fischer ist vom Londoner Kabinett die Erlaubnis zur Rückkehr nach Südafrika erteilt worden. Auch Präfident Krüger will angeblich die Erlaubnis zur Rückfehr nach Südafrika nachsuchen. * Das Todesurteil gegen den irischen Abgeordneten Lynch wegen Hochverrats, begangen durch Teilnahme am Burenkriege auf seiten der Feinde Englands, ist in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt worden. Nach zwei Jahren dürfte Lynch völlig begnadigt werden. * Der italienische Schazminister di Broglio hat aus Gesundheitsrücksichten sein Abschiedsgesuch eingereicht. Man nimmt aber an, daß er sich bald erholen wird, so daß sein Rücktritt nicht notwendig sein werde. * Auf der Ueberführung der in Paris beigesetzten Leiche seines Schwagers Mahmud Pascha nach. der Türkei besteht der Sultan deshalb, weil er fürchtet, daß Mahmuds Grab als das eines jungtürkischen Märtyrers verehrt und zu einem Wallfahrtsort der jungtürkischen Propaganda gemacht werden könnte. * In den chinesischen Provinzen Kwangsi und Kanton ist eine neue Boyerverschwörung entdeckt worden In Hongkong wurden sieben Chinesen verhaftet, aud wurde eine Anzahl Fahnen und Geheimschriften beschlag. nahmt, aus denen hervorgeht, daß in Kwangsi und in Kanton eine Erhebung geplant war. Daushaltungsschulen. Von der Gattin eines mittleren Beamten wird uns geschrieben: Das Charlottenstift im Riesengebirge, das unter der Schirmherrschaft der Erbprinzessin von Meiningen, der Schwester unseres Kaisers, stehend, vor kurzem eröffnet wurde, hat die hauptsächlichste Aufgabe, die Töchter besserer Kreise für den Beruf als Hausfrau auszubilden. Damit wird ohne Zweifel für das sittliche und wirtschaftliche Gedeihen dieser Gesellschaftsklasse ein wichtiger Dienst geleistet. Mehr aber noch, als in den mittleren und höheren Ständen, scheint eine sorgfältige Erziehung zum Hausfrauenberufe in den unteren Volksschichten notwendig zu sein, denn in den wohlhabenderen Klassen leistet bereits das Familienleben einen Teil dieser Erziehungsarbeit. Anders aber liegen die Dinge in den Arbeiterhäusern, in denen der Mangel eines eigentlichen Familienlebens mit den Einnahmeverhältnissen in ursächlichem Zusammenhange steht. Manche bedauerns werten Kinder müssen schon früh auf eigenen Erwerb ausgehen und eine freudlose Jugend durchleben, und je älter sie werden, umsomehr werden sie der Hausgemeinschaft entfremdet. Man muß sie sehen, die abgehärmten Gesichter jener Kinder, die in der Morgenfrühe mit Backwaren oder Zeitungen, oder, wie man es vor dem Verbot des Straßenhandels in den Großstädten sehen konnte, bis tief in die Nacht hinein mit Postkarten und Blumensträußchen durch die Straßen schleichen- alle in die Dede des Lebens hineingestoßen und außerstande, später einen Haushalt zu führen und dadurch dem Gatten ein Beistand, den Kindern eine sorgsame Mutter zu werden. Vor der industriellen Entwicklung in Deutschland blieben wenigstens die meisten ländlicher Arbeiterinnen auf der Scholle und lebten so immerhin unter dem Einfluß ihres Elternhauses, oder sie genossen als Dienstmädchen, wenn sie einiges Glück hatten, eine gediegenere Erziehung durch eine tüchtige Hausfrau, als sie ihnen das Elternhaus geben fonnte. Heute aber blendet die Fabrikenarbeit mit ihrem lohnenderen Erträgnis und ihrer größeren Bewegungsfreiheit den Sinn der jungen Mädchen und verschleiert ihnen die Gefahr dieses Augenblicserfolgs. Eine Fabritarbeiterin geht in den weitaus meisten Fällen für ein ruhiges und gedeihliches Familienleben verloren. Daß die Männer vielfach dem Trunke zuneigen und sitten los werden, die Familiengemeinschaft meiden und ihre Zeit in Kreise von guten Freunden auf der Zecherbank verbringen, ist nicht immer reine Böswilligkeit und Plichtvergessenheit. Ein Mann, ber sich in seinem Hause nicht wohl fühlt, sucht anderwärts seine Zerstreuung. Aber diese Lockerung des Familienlebens hut ihre Nachwirtungen auf die ganze nachfolgende Generation. Deshalb ist es eine weit wichtigere soziale Aufgabe, als es auf den ersten Blick scheint, daß man auch der Fabrikarbeiterin Gelegenheit gibt, sich durch Ausbildung im Kochen und häuslicher Näharbeit für den Beruf als Gehilfin des Mannes und Erzieherin der kommenden Generation auszubilden. Den Damen der Gesellschaft, insbesondere den Gattinnen der Industriellen, eröffnet sich hier ein weites Feld sozialer Fürsorge, indem sie durch Vereinigung Haushaltungsschulen zur Erziehung im Kochen und Ausbessern, Nähen, Waschen und Flicken einrichten. Mit einer derartigen Arbeit würde zur Lösung der Frauenfrage mehr getan, als mit Reden gegen die Unterdrückung des Weibes und mit einem Kampf für die unbedingte Gleichstellung von Mann und Frau im bürgerlichen Leben. Preussischer Landtag. 8. Sigung. Haus der Abgeordneten. CB. Berlin, 28. Januar. - Zweite Beratung des Etats.- Präsident v. Kröcher teilte bei Eröffnung der Sigung mit, daß das Präsidium gestern an der Gratulationscour teilgenommen habe. Dann wurde die zweite Beratung des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung fortgesetzt. Abg. Graf Prasch ma( Zentrum) begrüßte den Erlaß des Ministers über die Entschuldung des ländlichen Grundbesizes. Die Verschuldung sei eines der größten Uebel der Landwirtschaft, sie betrage im Durchschnitt 38 Prozent, und wenn die Landschaft eingerechnet Bei den be werde, 55 Prozent des Güterwertes. vorstehenden Handelsvertragsverhandlungen sollte sich die Regierung vor wirtschaftlichen Zugeständnissen gegen scheinbare politische Vorteile hüten.( Beifall.) Die Abgg. Glazel( nat.- lib.) und Gördeler( freif.) erklärten ihre Zustimmung zu dem Verfahren ihrer Parteigenossen im Reichstage. Abg. Gördeler verlang e Gewährung eines billigen Kredites für bäuerliche Besizer. Abg. Dr. Heisig ( Zentrum) forderte, daß die landwirtschaftlichen Wanderlehrer im Osten die polnische Sprache beherrschen müßten. Abg. Ring( fons.) trug verschiedene Wünsche des Verbandes preußischer Viehhändler vor auf Abänderung des Ausführungsgeseßes zum Reichsseuchengesez. Abg. Pohl ( freis. Berg.) wünschte den Ausbau des landwirtschaftlichen Unterrichtswesens, während Abg. Macco( nat.lib.) für Nichtermäßigung des Quebrachozo les bei Abschluß der Handelsverträge eintrat. Abg. Dr. Crüger ( freis. Verg.) fragte den Landwirtschaftsminister nach dem Unterschied zwischen Malz- und Futtergerste.( Heiterteit.) Abg. v. Wangenheim( fons.) hielt eine Entschuldung des ländlichen Grundbesizes nur für möglich, wenn die Landwirtschaftskammern zur Mithülfe herangezogen würden. Die Hauptsache sei jezt die möglichst günstige Gestaltung der Handelsverträge. Abg. v. Kardorff( freit.) gann fie Assessors drüben zu erfreuen. erst jetzt sich der deutlichen Huldigung des fen, halb von schweren Lidern bedeckten Augen, und so bedoch eine eigene Unsicherheit im Bannkreis dieser dunklebhaften gebührt, Anna! wenig herrisch. zu, die feinen Schneten der mächtigen Schränke vont Eie wandte fich ohne jede Erregung wieder der Arbeit Ich denke, daß jeder Frage eine Antwori ich es so für gut hielt!" sagte Sta befreien. deine und nieder. Also Yang aus ihren Augen, längst auf und davon." nur dein talt aate Hänschens Etwas wie lauernde Besorgnis blißte eine Sekunde dann blickte sie zärtlich zu ihm rechnender Verstand ste, und wie ein zittern hält Zukunft zu sichern, ich wäre schon Ein Landesverrat. Aus der Praxis eines Kriminalisten. Laß die Rouleaux herunter und stecke das Gas an, immer auf, wenn ich es blitzen ( Nachdruck verboten.) Tetonte, es sei für die Wehrbett ein Gebat der Klugheit gewesen, den Zolltarif zu verabschieden. Landwirtschaftsminister v. Podbielski bemerkte u. a., der Frage der Verschuldung des Grundbesizes wende er seine größte Aufmerksamkeit zu. Die Nachhypotheken müßten amɔrtisiert werden. Für das ländliche Schulwesen müßten noch große Mittel flüssig gemacht werden. Von Musterobftanlagen halte er nicht viel. Den Viehändlerverein sei er bereit, bei der Ausführung des Seuchengeseges zum Sutachten heranzuziehen. Nach weiterer Debatte wurde bie weitere Beratung auf Donnerstag, 11 Uhr vertagt. Außerdem stehen die Anträge betr. Feuerbestattung auf ber Tagesordnung. Nab und fern. * Der Ehescheidungsprozeß des sächsischen Kronprinzenpaares. Das zum Austrag der ,, Cheirrung" zwischen dem Kronprinzen und der Kronprinzessin niedergejezte besondere Gericht wurde Mittwoch vormittags 11 Uhr im Saale des Dresdener Oberlandesgerichts durch den Präsidenten Loßnizer mit der Verlesung der Königl. Berordnung vom 30. Dezember 1902 über die Niederjezung des Gerichtshofes eröffnet. Sofort nach Eröffnung verlas der Präsident ein aus dem Justiz- Ministerium eingegangenes Schreiben, nach welchem der König auf den Absaz 9 seiner Verordnung, lautend ,, das von dem Gericht beschlossene End- Urteil ist uns( dem Stö nig) vor der Verkündigung zur Bestätigung vorzulegen", verzichtet. Das vom Gerichtshof gefällte Urteil ist vielmehr sofort rechtsträftig. Die Eröffnung der Sizung war öffentlich. Tanach wurde die Deffentlichkeit aus. geschlossen und nach mehrstündiger Beratung die Verhandlung auf Mittwoch, 11. Februar vormittags 10 Uhr vertagt. Als Zeugen waren Oberhofmarschall von Tümpling, Frau Oberhofmeister von Fritsch und Polizeikommissar Schwarz geladen. Die Trennung der Kronprinzessin vom österreichischen Herrscherhause ist inzwischen vollständig vollzogen. Die ,, Wiener Zeitung" schreibt in ihrem nichtamtlichen Teile: Wie wir hören, haben Seine Maijerliche und Königliche Apostolische Majestät kraft der Allerhöchstdemselben, als dem Haupte des Allerdurchlauchtigsten Erzhauses zustehenden Machtvollkommenheit Allerhöchstsich bestimmt gefunden, zu verfügen, daß alle jene Rechte, Ehren und Vorzüge, welche der Gemahlin Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen von Sachsen als geborenen Erzherzogin von Desterreich bisher gebührten, suspendiert werden und diese Suspension auch für den Fall fortzubestehen habe, daß der bevorstehende Scheidungsprozeß zu der im Paragraphen 1577 des Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich normierten Konsequenz führen sollte, daß die Prinzesſin ihren ursprünglichen Familiennamen wieder erhält. Es ist ihr demnach auf Grund dieser Allerhöchsten Verfügung untersagt, sich von nun an des Titels einer Kaiserlichen Prinzessin und Erzherzogin, Königlichen Prinzessin von Ungarn usw. zu bedienen und das ihr angestammte Erzherzogliche Wappen mit den Erzherzoglichen Emblemen weiter zu führen. Auch gebührt ihr nicht mehr der Titel ,, Kaiserliche und Königliche Hoheit" und fallen alle mit der Eigenschaft einer solchen verbundenen Ehrenrechte künstighin für sie weg. In dem Vororte £ Entdeckte Falschmünzervande. Widzew bei Lodz in Russisch- Polen ermittelte die Geheimpolizei eine Falschmünzerbande, welche sich mit der Herstellung von falschen Rubel- und 50 opekenstücken befaßte. Der eine Verbrecher, Franz Malinowski, ergriff vor den Polizeiagenten die Flucht und trank Gift. Er starb darauf im Hospital. Zwei Genossen, Josef Malinowski und Adam Ludworawski, konnten verhaftet werden. In den Wohnungen der Fälscher wurde eine Anzahl gefälschter Geldstücke gefunden. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Das Amtsblatt Großb. Ministeriums der Justiz Nr. 1 des Jahrgangs 1903 vom 17. Januar enthält ein Ausschreiben an die Großh. Justizbehörden, betr. die Benachrichtigung des gesetzlichen Vertreters eines Beschuldigten von der Enleitung des Strafverfahrens. -( Der Kampf gegen die Schwindsucht. Wie ,, Daily Telegraph" aus Chicago berichtet, hat der Milliardär Rockefeller erklärt, er beabsichtige 7 Millionen Dollars für die Entdeckung eines Heilmittels gegen die Schwindfucht zu stiften. Der Bologneser Professor Tizzoni erklärt nun zur selben Zeit, ein Serum gegen die Lungenschwindsucht gefunden zu haben. Seine Entdeckung habe bisher aber nur rein wissenschaftlichen Charak ter und erstrecke sich auf Tiere, bei denen er günstige Resultate erhalten hat. Die Pferde, die er zu seinen Experimenten verwandte, wurden ihm vom König von Jtalien zur Verfügung gestellt. Oberst von Dewis, nunmehr mit der Führung der 52. Inf. Brigade( 2. Württemberg.) beauftragt, hat sich heute von dem hiesigen Regiment verabschiedet. ** Vom Städtebundtheater. Die von uns in Nr. 22 gebrachte Notiz, daß als Leiter der vereinigten Stadttheater Gießen, Marburg und des Großh. Kurtheaters Bad- Nauheim Herr Oberregisseur Direktor Steingötter bom Stadttheater Erfurt in Aussicht genommen ist, hat sich durch erteilte Bestätigung Großh. Ministeriums bewahrheitet. Herr Direktor Steingötter ist heute Vormittag behufs eingehender Information hier eingetroffen. ** Stadttheater. Am Freitag den 30. Januar wird zum Benefiz für Hans Ramseyer eine Auf. führung des beliebten Volksstückes Gewonnene Herzen" oder Nord und Süd von Hugo Müller, Musik von A. Bial unter Mitwirkung der Regimentskapelle ftattfinden. Herr Direktor Alfred Helm, der von früher her als vorzüglicher Darsteller hter in beftem Andenken steht, wird aus Gefälligkeit für den Benefizianten an diesem Abend in der fomischen Rolle des Wetterbahn" auftreten. Alle, die die Wirren in Venezuela mit Aufmerksamfeit verfolgen, wird es interessieren zu erfahren, daß der befannte Geograph und einer der besten Kenner Venezuelas, Professor Sievers- Gießen, soeben ein Werk erscheinen läßt, das über alle diesbezüglichen Fragen auf das beste unterrichtet: Venezuela und die deutschen Interessen. ca. 7 Bogen mit 2 Karten. Berlag von Gebauer- Schwetschke, Halle a. S. Preis 2 Mark. ::: Schwere Eisenbahnkatastrophen. Bei Graceland ( New Jersey) fuhr ein Expreßzug der Baltimore und Ohio- Bahn von rückwärts auf einen Lokalzug auf. Die Reisenden des Expreßzuges erlitten mur leichte Quetschungen, dagegen wurden von den Insassen des Lotalzuges 24 getötet und zahlreiche verwundet. Die Wagen des Lokalzuges gerieten bei dem Zusammenstoß sofort in Brand, wodurch die Befreiung der Verletzten unmöglich gemacht wurde. Auf einer Brücke in der Nähe der Station Ponomaremo Dankowo auf der Smolenskischen Linie der Rjäsan- Uralbahn entgleiste ein Güterzug. Der ganze Bestand stürzte von der Brücke herunter. Von dem Zugpersonal wurden drei Personen berletzt; der Zugführer wird vermißt. Auf derselben Bahn stießen außerdem bei der Station Safina zwei Gütersüge, die hintereinander abgelassen waren, mit solcher Bucht aufeinander, daß 20 Waggons vollständig zertrümmert wurden. Der Maschinist des hinteren Zuges wurde hierbei schwer, mehrere Schaffner leicht verletzt, ein Heizer getötet. SchuhSchuh-Der Obmann- Stellvertreter der Berliner macher- Innung und Dirigent der Fachschule, machermeister Louis Schumann, ist wegen schwerer Sittlichkeitsvergehen verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis in Moabit eingeliefert worden. - Die ausständigen Schneider in Wien haben beschlossen, bei denjenigen Großkonfektionären, welche dem vereinbarten Lohntarise beitreten, vom Ausstand zurückzutreten. Bisher haben 26 Herrenkleiderkonfektionäre sich auf den vereinbarten Tarif verpflichtet. Bei diesen Firmen sind drei Viertel der gesamten Arbeiterschaft der Konfektionsbranche beschäftigt. Wie aus Charbin gemeldet wird, überfielen Chunchusen, die sich mit Chinesen in einem von Port Arthur nach Charbin fahrenden Güterzug befanden, die letzteren, verwundeten sieben, beraubten viele und flüchtefen alsdann. ** " ** Nomrod, 29. Jan. Die Holzversteigerung vom 23. ds. Mte. ist genehmigt und fönnen die Abfuhrscheine vom 31. da. ab bei den betr. Bahlstellen abgeholt werden. Meerholz, 28. Jan. Nach hier eingetroffenen Nach. richten darf als sicher angenommen werden, daß Fürst Wolfgang zu Stolberg- Stolberg felbft Hand an sich gelegt hat. Der Fürst, dessen hinterlassene Gemahlin eine Schwester des Grafen Gustav zu senburg und Büdingen dahier ist, litt, wie seinen Verwandten bekannt war, schon seit langer Zeit an Schwermut. Eine Schwester des Fürsten, Erika, ist die Gemahlin des Grafen Georg Albrecht zu ErbachErbach. **( Militärdienst nachrichten.) b. Dewi, Oberst und Kommandeur des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Heff.) Nr. 116, nach Württemberg tommandiert behufs Beauftragung mit der Führung der 52. Inf.- Brigade( 2. Königl. Württemberg.) b. Graeveniz, Oberstleutnant beim Stabe des Inf.Regts. Kaiser Friedrich, König von Preußen( 7. Württemberg.) Nr. 125, von dem Kommando nach Württemberg enthoben und unter Beförderung zum Obersten, zum Kommandeur des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Großh.) Hess.) Nr. 116 ernannt. Koettsch au, Oberleutnant im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum überzähligen Hauptmann befördert. Biermann, Leutnant im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Oberleutnant befördert. Tamm, Firmenich, Fähnriche im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Heff.) Nr. 116, zu Leutnants befördert. Dr. Lehmann( Gießen), appe( Gießen), Wirth( Gießen), Unterärzte der Reserve, zu Assistenzärzten befördert. ** * Einen großen Menschenauflauf vernrsachte gestern Abend gegen 26 Uhr auf dem Neuenweg ein stort an getrunkener Arbeiter aus Wißmar. Aus dem Deutschen Hof an die Luft gesetzt, blieb letzterer am Trottoir eine zeitlang regungslos liegen, bis einer seiner Kollegen, ihn an das gegenüberstehende Haus lehnte. Der herbeigerufene Schußmann hatte Not, das angesammelte Publikum auseinander zu bringen. + Hanau, 28. Jan. Im Alter von 84 Jahren start hier Landgerichtsrat a. D. Reul, einer der wenigen noch lebenden kurhessischen Juristen. Der Verstorbene war be sonders als Untersuchungsrichter gefürchtet. ** Kirchhain, 27. Jan. 8um heutigen Schweine markt waren außerordentlich viel Schweine aufgefahren, sodas namentlich in Läuferschweinen das Angebot die Nachfrage überstieg. Dagegen war der Handel in Ferkeln sehr lebhaft. Es wurden pro Paar 28-32 Mark gezahlt. Die Land. bevölkerung war sehr stark am Markte vertreten, auch sorgten Harfenstimmen für den nötigen Klimbim. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Karl Dietmann aus Egeln wegen Körperverlegung zc. und Erdarbeiter Joseph Tesarie aus Italien wegen Unterschlagung und Diebstahls, beide vom Staatsanwalt Gießen; Diensttnecht Heinrich Falt aus Gießen wegen Unterschlagung vom Amtsanwalt zu Friedberg; Dienstmagd Marie Geidt( Heidt?) aas Marburg wegen Betrugs vom Amtsanwalt zu Gießen; Kaufmann Karl Lamm aus Kirtorf wegen betrügerischen Bankerotts vom Staatsanwalt Gießen; Viehschweizer Ernst Schreier aus Sonnenberg wegen Diebstahls vom Staatsanwalt Gießen. Abonnements- Einladung. Zum bevorstehenden Monatswechsel erlauben wir uns, die verehrl. Abonnenten der ,, Gießener Neuesten Nachrichten" zur Erneuerung ihres Abnnnements höflichst einzuladen. Die enorme Vermehrung der Auflage in jüngster Beit liefert den deutlichsten Beweis, daß die Neuesten Nachrichten" sich immer größerer Beliebtheit beim Publikum erfreuen, welcher Umstand namentlich auf die hochgeschäßte Mitarbeit akademisch gebildeter Herren zurückzuführen ist. Zur bevorstehenden Reichstagswahl bieten wir dem Politifer in furz und übersichtlich gefaßter Form die neuesten Ergeb nisse der Wahlen, wie überhaupt alle aktuellen Tagesfragen eingehender Berichterstattung unterzogen werden. ** Gewiß wird es für jeden Leser Interesse haben zu hören, daß das Große Los der 1. Wohlthätigkeits- Geldlotterie des Straßburg- Neudorfer Arbeiterheims im Betrage von 15 000 Marf einem armen Bahnarbeiter in der Nähe Straßburgs zugefallen ist. Derselbe besißt Frau und Kinder und ist, soweit ersichtlich, ein ordentlicher Mann. Wir sehen auch hier wieder, daß die Glücksgöttin lange nicht immer blind ist, sondern ihre Gaben an die richtigen Leute zu ver geben weiß. Die Auszahlung erfolgte durch den GeneralAgent J. Stürmer, Langestraße 107, Straßburg i.Els. bar obne bzug. Aus Hessen und nachbargebieten. Der Nichtpolitifer wie die Hausfrau finden in der täglich beiliegenden Familienzeitung fesselnde Romane erfter Autoren, von denen im Verbreitungsbezirf nur unserer Zeitung das Abdrucksrecht gestattet ist. ** Großen- Buseck. Unser Konsum- Verein hält nächsten Sonntag beim Gastwirt Brück für seine Mitglieder einen Ball ab, bei dem, soviel wir erfahren, die Mitglieder bis zur Höhe von 4 Schoppen Freiwein bewirtet werden. Auch für Spe.sen soll gesorgt sein, sowie für die nicht am Bal erscheinenden Mitglieder; lettere haben diese Nacht die Spenden nach ihrer Wohnung zu holen. So fann zu einer Abonnementserneu rung resp. zu einem Neuabonnement nur eingeladen werden, der 65 Pfg. monat lich betragende Breis steht zu dem Gebotenen in keinem Verhältnis. Unsere Freunde und Gönner aber bitten wir um freundliche Unterstützung in der Gewinnung neuer Abonnenten und Mitarbeiter. ** Alsfeld, 28. Jan Vogelsberger Höhen. flub. Am Sonntag den 18. I. M. fand im oberen Saale des„ Mainzer Hof" eine recht gut besuchte Versammlung statt, in der die Gründung eines Alsfelder 8weigvereins des Vogelsberger Höhenklubs endgültig beschlossen wurde. Der junge Verein zählt bis jetzt etwa 60 Mitglieder. ** Hersfeld, 28. Jan. Im Wahlkreise Hersfeld- HünfeldRotenburg werden zur bevorstehenden Reichstagswahl fünf Kandidaten aufgestellt und zwar für die Antisemiten. Der bisherige Vertreter des Kreises, Werner, für die Konservativen Landrat Türcke, für die Nationalliberalen Freiherr v. Eckartstein, für das Zentrum Forstmeister Raute und schließlich noch ein Sozialist. Da der Bund der Landwirte den Antisemiten unterstüßen will, dürfte dieser das Rennen mit ungezählten Längen gewinnen. Redaktion und Expedition der ,, Gießener Neuesten Nachrichten." Um ein Erbe der neue Originalroman, mit dessen Veröffentlichung wir in unserer täglichen Unterhaltungsbeilage begonnen, aus der rühmlichst bekannten Feder von S. Clausins, führt uns ein aus dem echten, warmen Leben geschnittenes Charakterbild vor Augen. In einem Milieu, voll von Gegenfäßen, wie sie eine in Jahrhunderte langer Ueberliefer ung wurzelnde Anschauung von Ehre, Recht und Schicklich. feit gegenüber modernen Freihe tsgelüften mit sich bringen muß, stehen sich zwei Frauennaturen in hartem Kampfe gegenüber. Die eine dämonisch, in allen Künsten der Intrigue bewandert, die andere einfach und natürlich, uner fahren und schußlos. Wer wird in diesem Ringen den endlichen Sieg davontragen? Das ist die brennende Frage, die den Leser bis zum hochdramatischen Schluß der meister lich durchgeführten Arbeit in nie ermattender Spannung hält. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabbathfeier am 31. Januar 1903 Vorabend: 4.50 Uhr, worgens: 8.30 Uhr, nachmit tags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang: 6.05 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 7 Uhr, abends 5.00 Uhr Brietkasten der Redaktion. Mieter hier. Wenn Sie monatlich das Geld bezahlen, müssen Sie bis spätestens den 15. des Monats fündigen. Bahlen Sie aber vierteljährlich, so muß die Kündigung in den ersten drei Tagen des Kalenderquartals erfolgen. Marktbericht. Gicken. 29. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarit fofteten Butter per Bib. 0.80-0.90 Mt. Hübnereter 1 St. 7-9 Bfg., Enteneier St -00 Pfg., Räse ber St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfs Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linien pet Liter 32 Bfg, Tauben per Baar T. 0.70-1.00, Hübner per Stüd Mt 1.00-140, Sahnen, pr Stud Mt. 80,0-2.50, Enten per Stüd 2.00-2.50, Ganie p. Bfb. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfo 70-80 Bia. Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfq., Kalbfleisch ver Pfd. 66-79 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 ilo 0.00-6.50 mf., Zwiebeln per St. mf. 3.00-6.00, Milch per Liter 18 Bfg. Weglar, 24. Jan. Auf dem hiesigen Wochenmarkt fostete ba Pfund Butter 1.00 Mt., Eier 2 Stüd 15 Pfg. Oberf. Oberf. Oberf. Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Krofdorf.: Montag, den 2. Febr., vorm. 10 Uhr im Freund'schen Saale zu Krofdorf. Neustadt( M.- W.- 8.): Von dem diesjährige Einschlag an Eichen- Stammholz( Schneidhol Bauholz und Schwellenholz) sollen Nuß- un Bauhölzer im Wege des schriftl. Aufgebots in 18 Losen verkauft werden. Die Eröffnung de Gebote erfolgt am 18. Febr. vorm. 11 Uhr. Woltersdorf( Post Frankenberg): Mittwoch ber 4. Februar, vorm. 8 Uhr, im Gasthaus zum Hessischen Hof" in Frankenberg. " Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Drud und Verlag der Gießener Berlagsbruckeret, Ge G betr.: Anstelln cir Für die an Siedenanstalt i 1. eine Weif und Gewä 2. eine Kü und Gewä angeftellt werder Februar ihre Anschluß eines über ihre früher Führung bei C einreichen, sowie Markwald, 3-4 Uhr, borst Gießen, Der Probin Alle 959 1 18.78 518 76 507 18 62 70 147 8 200 19 94 86 72 722 4 897[ 3 217 32 55 348 65( 40 80.91 897 41 54 42 18 72 95 63 37 5 3874 25[ 2 54 24 26083 73.893 56 94 74 802 603 55 58 717 354 56 49.62 2000 899 99 47.99 66 82 637 7 85.92 636 4 43 900 28 58 88 724 79 716 628 40 34 54 89 771 55 418 44 254 303 80 cung bom 26. hrscheine vom verden. offenen Nad , daß Fürst an fi gelegt eine Schwefter n dahier if on feit langer irften, Erita, t zu Erbach Jahren flad wenigen nod bene war be Schweine gefahren, fobaf Die Nachfrag n fehr lebhaft t. Die Land , auch forgle ung. ben wir und en Nachrichten einzulaben. jüngster Be eften Nad beim Bublifur e hochgeida ückzuführen r dem Bolitit neuesten Ergeb en Tagesfrage en. finden in be Romane erfte unferer Beitun a resp. zu eine 65 fg. monet nen in feinen aber bitten wi winnung neu cdition Nachrichten." Veröffentlichung e begonnen, aud ausius, führt en geschnittend ilieu, voll be Onger Ueberliefer t und Schidlig mit sich bringen hartem Rampfe len Künften der natürlich, unerAingen den end rennende Frage luß der meister Spannung bält sgesellschaft. 1903 30 Uhr, nadmi Uhr. abends 5.00 Ubr ktion. as Geld bezahle Monats fündign Die Kündigung i ls erfolgen. narlt fofteten Bnti Pfg., Enteneler E 2 St. 5-6 Bi , Tauben per Ba -140, Sahnen, pr .50, Ganie p. Bib. Big, Rindfleis -80 Bia. Schweine per Pfd. 66-7 ffeln per 100 i -6.CO, Milch pa enmarkt loftete be gen br., borm. 10 Uhr rofdorf. dem diesjährige nholz( Schneidhol ) follen Nuz- un riftl. Aufgebots i Die Eröffnung de vorm. 11 Uhr. erg): Mittwoch be im Gasthaus zur berg. Klein, Gießen. rlagsbruderei, lagsbruderet, Gestern abend 7 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit im 79. Lebensjahre unsere liebe Mutter Frau Professor Caroline Giessen, den 29. Januar 1903. geb. Balser. Will Familie Will. Die Beerdigung findet Sonnabend den 31. Januar. nachmittags 34 Uhr, von der Wohnung, Wilhelmstrasse 21. statt. Ausschreiben. betr. Anstellnig einer Weißzeugbeschließerin und einer Küchenhaushälter in. Für die am 1. April 1. J. zu eröffnende ProvinzialSiechenanstalt soll mit Wirkung vom 15. März 1. I ab 1. eine Weißzeugbeschließerin mit 600 Mark Gehalt und Gewährung freter Station. 2. eine Küchenhaushälterin mit 450 Mark Gehalt und Gewährung freier Station angestellt werden. Bewerberinnen wollen bis zum 15. Februar ihre selbstgeschriebenen Anmeldungen unter Anschluß eines Geburtszeugnisses und eines Anweises über ihre frühere Thätigkeit nebst Zeugnissen über ihre Führung bei Großh. Provinzial- Direktion Oberhessen einreichen, sowie sich bei dem Anstaltsarzte, Herrn Dr. Markwald, hier( Seltersweg 58), nachmittags zwischen 3-4 Uhr, vorstellen. Gießen, den 20. Januar 1903. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Breidert. Der alte draktikus sagt: ORI latsächlich das Beste In der That is Ori das ficherfte, wirksamßte, zuverlässigte, Insekten- Tötungsmittel Aus den Ipeziell für fliegen, Flöhe, Läufe, Kaferlafen, Schwaben ic. " Ihr Ort zahlreichen Unerkennungsschreiben:" Ori ist famos." " Half beffer wirkt toloffal."" Habe großartige Erfolge erzielt." wie andere Sachen." Derwende blos nur noch Ori." Jede Originalflasche im Garantiekarton luftdicht und doppelt verpackt. Ziemals lose zum Nachfüllen. Also Vorsicht beim Einkauf. Preis pro flasche 30, 60, 100 Pfg. überall zu haben. Man laffe sich auch Der Oribläser nichts anderes als Ersatz oder ebenso gut aufreden. Rapid für fräftigste und bequemste Ausnutzung des Ori 60 Pfs. Entlaufen schwarzer, deutscher SchäferParterre- Wohnung bom 1. Juli ab zu verm. Rodheimerstr. 23. hund, auf den Namen ,, Karo" Kleines Bummer, mit hörend. Abzugeben Frank- abinet und Küche, an einzelne Frau zu verm. furterstr. 31, Meyer. Südanlage 3. Prima Servelat u. Metwurst sowie feine Hausmacher empfiehlt Hermann Euler, Mäusburg 3. Mäusburg 3. Städtisches In meinem Neubau Lie bigstraße 33 ist noch der II u. IV Stock vom 1 April Bismardstraße 32, 11. 1903 ab zu verm. Näheres II. Riegelpfad 38, H., 1. Std. eine 2- Zimmerwohnung 11. ebenso Schiffenberg 60, eine 3- ZimmerSchlachthausohnung zu vermieten. Heute u. morgen In Gießen bei B. Kilbinger, Apotheke, Adolf Ochsenfleisch 56 Pig. Bieler, Drogerie. Rindfleisch 52 Pfg. -170 I. Hessisch- Thüringische Staatsfofferie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) " Biehung IV. Blaffe 28. Januar 1903." Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 160 Mt. gezogen.( Ohne Gewähr.) 167 224 45 99 363 80 89 455 72[ 200] 94 95 516 21 53 76 644 869 73 959 1013 36 64 90 122 66 249 70 94 334 67 427 65 567 627 84 712[ 1000] 18 78 80 858 64 69 2069 82 90 113[ 1000] 23 240 87[ 300] 401 4 37 64 518 76 82 668 756 71 819 31 35 65 79 956 3046 92 98 120 66 269 399 507 13 39 606 32 705 21 40 66[ 200] 84 828 49 90 918 27 4137 69 224 62 70 320[ 300] 21 61 472 89 520 71 705 77 833 39 84 976 5010 22 23 91 111 336 97 425 27 78 515 73 721 56 84 835 6001 27 147 82 93 222 50 74 97 318[ 400] 447 56 654 725[ 300] 818 57 71 7004 [ 200] 80 89 186 202 12 47 64[ 200] 69 383 99 440 49 547 641 57 705 11 19 94 807 24 911 13 8054 81 160 75 96 228 40 301 24 436 93 519 24 645 86 724 54 826 75 928 94 9128 87 296 368 425 96 510 13 41 609 37 40 722 41 56 81[ 200] 815 46 57 59 73 97 958 10021 126 74 90 224 88 325 44 470 89 549 94 633 49 79 85 719 897[ 300] 967 11041 160 249 69 77 420 28 515 741 956 12154 55 61 99 217 324 433 516 66 71 683 74 96 855 67 959 74 13008 115 77 230 48[ 200] 55 348 439 72 503 601 769 816 39 947 14026 38 101 229 61 313 75 437 65[ 400] 516 34 57 99 661 86 711 31 867 79 932 33 38 15116 227 34 57 73 310 27 49 76 426 67 72[ 300] 89 507 605 75 80 91 99 701 27 87 876 922 57 16033 90 96 179 81 84 96 201 14 16 21 387 41 63 80 416 66 505 43 605 703 74 809 27 17031 94 97 107 241 347 54 424 63 726 827 901 82 18141 210 31 47 98 359 98 464 511 793 813 18 72 92 95 984 85 95 19039 90 131 51 253 73 318 34 70 87 93 416 500 95 638 78 88 795 818 22 71 930 44 46 20014 30 40 145 221 80 382 548 58 67 72 744 60 86 866 909 12 33 37 55 21036 86 108 314 42 402 43 513 62 943 63 83 22080 104 7 200 387 42 47 410 522 88 93 624 52 73 702 24 838 944 51 97 23170 200 2 25[ 200] 85 319 62 440 61 87 501 25 60 78 621 83 89 834 24025 48 50 54 242 93 646 702 800 90 95 909 25060 61 131 37[ 300] 280 418 43 577 662 81 88 91 875 92 931 75 26083 109 27 30 49 60[ 300] 61 443 501 40[ 1000] 41[ 200] 70 649 762 73 893 933 53 55 27013 44 48 126 63 79 203 19 27 378 436 44 78 614 56 94 733 42 820 46 28053 62 63 143 89 227 383 98 556 58 95 666 726 74 802 13 25 78 83 97 98 945 82 98[ 200] 29096 188 236 370 78 408 66 603 55 62[ 200] 65 718 36 37 54 73 832 920 30058 60 119 67 83 86 94 231 43 95 392 423 85 503 28 604 53[ 400] 58 717 73 802 27 32 52 62 66 96 939 31008 29 36 187[ 3000] 234 97 354 56 78 89 414 58 69 80 527 45 47 648 702 843 47 81 964 73 32010 49.62 74 132 47 235 88 300 34[ 200] 92 465 70 513 26 71 656 63 700 20 [ 2000] 22 23 24 67 823 72 935 61 90 33028 250 73 393 419 55 601 68 899 938 50 34052 56 165 99 200 25 53 86 424 40 41 43 729 89 90 825 47 996 10 000] 35090 171 211 96 357 423 26 92 511[ 200] 55 85 625 784 897 36049 66 82 98 258 71 416 515 31 630 57 946 37105 23 268 361 455 77 88 549 637 737 69 898 969 38021 31 72 165 80 226 381 574 655 72 783 819 41 85 920 81 39061 103 8 97 264 81 340 41 428[ 300] 35 81 506[ 300] 41 636 41 71 709 12[ 1000] 28 36 815 32 36 65 90[ 400] 908 72 40083 109 73 88 221 37 97 360 88[ 300] 93 437 509 695 784 838 43 900 34 76 41003 63 76 82 124 200 429 S6 505 614 36 65 745 59 818 28 58 60 71 89 972 73 42022 56 177 272 328 415 20 65 92 542 653 71 88 724 43 70 820 92 945 94 43079 290[ 400] 439 86[ 200] 610 72 74 79 716 880 908 62 44112 31 43 234 72 82[ 200] 317 95 406 57 97 548 628 40[ 40 000] 87 89 724 50 74 45018 19 60 80 139 94 226 324 32 37 481 84 570 81 97 694 703 34 54 91 46070 76 129 56 99 228 41 86 343 76-412 79 521 37 629 30 89 771 802 43 94 963 47041 48[ 200] 86 122[ 200] 73 83 251 96 352 55 418[ 200] 57 542 661 710 29 73 88 835 42 72 952 59 70 88 48103 S 44 254[ 300] 70 349 414 614 78 748 60 816 43 926 49105 45 276 84 303 80 449 55 70 534 57 94 642 860 942( 2001 55 74 50011 64 78 131 221 24 97 356 512 81 749 57 88 872 947 51016 136 51 246[ 1000] 49 81 304 484 558 59 615 764 66 813 62 68 88 98 922 62 79 52037 68 143 91 218 391 432 50 59 77 515 24 43 625 39 700 5 87 865 68 89 927 88 53025 67 78 168 88 201 33 345 89 448 516 608 81[ 200] 769 90 817 903 27 54004 20 86 94 102 203 322 53 66 80 407 60 576 91 672 75 86 C6 733 40 84 833 902 23 59 61 55011 165 202 300 10 443 89 523 47 608 11 739 92 800[ 400] 31 75 904 13 29 72[ 300] 98 56006 47[ 300] 49 67 68 84 148 247 318 78 411 22 39 [ 20 000] 93 94 524 40 85 623 94 S17 46 65 922 26 57106[ 300] 34 35 70 73 327 49 58 467 71 517 76 638 845 923 30 89 58032[ 200] 41 146 48 226 39 55 65 74 86 339 58 98 466 78 589 679 734 49 814 34 993 59005 12 52 186 233 364 464 80 558 62 028 53 54 71 781 86 96 845 46 74 913 84 60138 82 87 96 211 19 38 77[ 1000] 328 40 410 511 32 654[ 400] 93 704 91 924 61062 87 131 334 49 458 89 541 46 90 610 768 78 821[ 2001 50 958 62055 103 20 21 82 215[ 300] 22 48 52[ 2000] 71 324[ 200] 425 537 42 50 96 626[ 300] 38 741 49 77 816 90 93 986 96 97 63047 160 77 271 325 36 40 70 80 404 36 619[ 400] 22 31 39 94 64089 124 50 57 225 38 53 82 92 317 62 626 57 773 98 801 3[ 300] 22 31 980 85 65023 192 232[ 200] 39 64 326 34 51 401 86 502 642 55 57 727 32 66 84[ 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101 259 325 32 438 621 25 50 59[ 300] 67 800 927 30 33 57 65 67 79111 24 58 287 329 30 31 76 417 75 504 39 70[ 300] 71 686 99.978[ 1000] 80000 56 197 211[ 2000] 365[ 5000] 444 551[ 300] 85 601[ 400] 21 71 811 81049 172 80 255 57 303 37 39 54 500 21 627 44 53 59 784 843 55 76 974 82000 87[ 400] 534 89 677 97 38 40 48 508 31[ 300] 38 485 94[ 200] 561 79 5 26 37 211[ 2000] 40[ 400] 93 349 62 66 481 977 83 83028 117 22 68 82 90 219 37 76 323 418 834 81 854 94 967 92 84063 88 212 77 85 97 337 C06 44 57[ 400] 92 779 82 858 87 929 74 81 85087 91 96 10 14 68 220 300 87 540 69 90[ 200] 98 620 34 52 80 720 24 82 855 807 26 86012 74 184 223 350 66 75 424 35 42 541 626 55 752 95 869 904 21 32 48 72 84 148 80 81 223 87 331 41 73 76 96 445 547 67 638 84 740 83 846 75 946 54 88009 135 59 208 320 411 53 513 602 49 79 93 97 763 815 26 87 905 8[ 1000] 40 89036 189 62 225 390 558 613 878 80 87 918 48 54 89 90013[ 2000] 45 47 160 207 33 69 330[ 300] 78 402[ 300] 30 64 568 650 80 87 716 71 810 17 69 8 6 58 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I. feſtgeſfezten Preise bis auf weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nukkoks, Größe Nr. 2, um 5 Pfennig für den Gentner herab= gesetzt wird. sodaß die Nußkoks Nr. 1 und 2 fez gleichen Preis haben. Die Kokspreise stellen sich hiernach wie folgt: Für den Zentner ab Berkaufsstelle: 1,10 Mr. Stück- Boks Buß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede= nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mr. 1,25 Mr. Stückkoks 1,05 Mr. Nußkoks Nr. 1 1,20 Mr. 1,20 f. 1,00 Mt. Nußkoks Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks Juhkoks Nr. 1 Nukkoks Nr. 2 1,15 Wit 1,15 Mf. prima maguum bonum ( Wetterauer Ware) hat preiswer abzugeben Prima gelbe Mäuschen Salatkartoffeln. J. Weisel, Sonneustraße. 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