Nr. 227. Abonnementsprete: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzettung( täglich) Oberbeffifche Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Montag, den 28. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspalttge Petitzeile für Gießen tote ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Ar, 36%. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Guthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Nebenbahn Buzbach- Lich. Die Bahnarbeiten für die Nebenbahn Buzbach Lich sind von Lich aus soweit gediehen, daß vor einigen Tagen mit dem Vorstrecken des Gleises begonnen worden ist. Der Transport der Materialien wird auf der genannten Strecke nunmehr durch Materialzüge mit Lokomotivbetrieb erfolgen. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntnis bringen, machen wir gleichzeitig auf die Gefahren aufmerksam, welche dem Publikum beim Ueberschreiten der Bahnübergänge erwachsen fönnen. Mit Rücksicht hierauf ist Anordnung ge= troffen, daß die Annäherung des Zuges an einen Wegübergang durch Läuten mit der Glode angekündigt wird. Fuhrverte, Fußgänger und sonstige Pass inten haben alsdann in prechender Entfernung vom Gleise die Durchfahrt des Buges abzuwarten und dann erst den Uebergang zu überchreiten. Gießen, ben 24. September31903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbühler. Blinder Lärm. - Die Alarmnachricht über Marokko dementiert. Es war mit großer Sicherheit gemeldet worden, daß meulich von dem französischen Sozialistenführer Jaurès publizierte Enthüllungen über den bevorstehenden Vormarsch Frankreichs nach Marokko der Wahrheit entsprächen. Danach sollte zwischen Frankreich, England, Italien und Spanien ein Abkommen zur Regelung der marokkanischen Frage abgeschlossen worden sein, demzufolge Frankreich das Protektorat über Marokko übernehmen solle; nur ein Küstenstrich solle neutralisiert werden. England würde dafür eine wichtige Kompensation in Egypten erhalten, Spanien und Italien würden gleichfalls entschädigt werden. Inzwischen erging seitens des französischen Ministeriums der auswärtigen Aegelegenheiten die Erklärung, daß diese Gerüchte falsch seien, daß also zwischen den Mächten hinsichtlich Marokkos kein solches Abkommen getroffen sei. Auch sei von Auseinandersetzungen über die Errichtung eines französischen Protektorats über Marokko niemals die Rede gewesen. Wie die Dinge nun auch liegen mögen, jedenfalls ist die Bituation in Marokko cine derartige, daß sich jeden Augenblick ein europäisches Einschreiten nötig machen kann. Die neue Situation in Marokko. Unser-Mitarbeiter, ein guter Renner der Verhältnisse, schreibt uns darüber: Muley Abd el Aziz, der Sultan von Marolko, befindet sich in einer wenig beneidenswerten Lage. Seine Vorhut ist nach einem furzen Siege blockiert worden, ja, es heißt sogar, daß sie inzwischen schon wieder einmal empfindliche Verluste erlitten habe. Ein andere Streitmacht von 2000 Sircitern, die nach) Fez aufgebrochen war, um den Zusammenschluß der Avantgarde mit der Hauptarmee herbeizuführen, ist in einen Hinterhalt gefallen und gänzlich aufgerieben. Nach Osten vorzurücken, ist also unmöglich, nach Fez zurückzugehen, nicht mehr erlaubt, da die Hauptstadt schon seit lange wider den Sultan in Gärung ist und ihn höchstens als Sieger wieder willkommen heißen würde. Im Norden und im Süden warten Berber nur auf eine günstige Gelegenheit, loszuschlagen. Ist es da ein Wunder, daß der arme Sultan rat- und hilflos nach allen Seiten ausspäht und Unterstützung sucht. Fünfundzwanzig Millionen Franks Schulden, die er in Frankreich, England und Spanien seinerzeit aufgenommen hat, drücken empfindlich; außerdem aber kostet sein Hofstaat und seine Lage täglich erkleckliche Gelder. Da zeigte sich dem bedrängten Manne anscheinend ein gangbarer Ausweg. Die aufständische Kabyle Thul, einer der mächtigsten Berberstämme mit etwa 8000 Kriegern, erbot sich, durch Verrat den Prätendenten, also die Seele allen Aufruhrs, auszuliefern, wenn der Sultan sämtliche Christen ausweisen lasse. Und Muley Abd el Aziz ging auf den Leim. Er ließ dem Konsularforps in Fez mitteilen, mit Rücksicht darauf, daß er sich gegenwärtig auf einem Kriegszuge befinde, fordere er sämtliche in Fez meilenden Fremden mit Ausnahme der Konsuln auf, abzureisen und sich nach Tanger zu begeben. Für jeden, der die Verhältnisse kennt, ist klar ersichtlich, daß das nur Vorwand ist, da sich ja die marokkanischen Sultane eigentdauernd auf dem Kriegspfade befinden. Es fragt sich nun, ob dieser Befehl des Sultans eine Verlegung des im Jahre 1900 vom Grafen Tattenbach abgeschlossenen Handelsvertrages darstellt. Ist das der Fall, wäre für die in Betracht kommenden Mächte geradezu leichtsinnig ein Rechtsmittel zum Einschreiten geschaffen. Auch wir in Deutschland sind dabei keineswegs so unbeteiligt, wie es den Anschein bat. Satten wir schon früher zu Zeiten unser Augenmerk auf diesen Teil der ajritanischen Stüſte gerichtet, weil wir dort große Handelsinteressen haben, so kommit nun noch hinzu, daß der Ausweisungsbefehl in erster Linie und eigentlich ausschließlich Deutsche betrifft. Im ganzen handelt es sich um sechs Reichsangehörige, von denen zwei als Vertreter des Handelshauses Richter und als Verwalter des deutschen Postamts dauernd in Fez anfäffig sind. So scheint es also feineswegs ausgeschlossen, daß auch wir in die Frage aktiv eingreifen müssen. Daß schließlich einmal ein ernſtes Wort dort unten nötig werden wird, steht jedenfalls außer Zweifel. Ungarns Grofsinquifitor. Aus Budapest kommt die Nachricht, daß dort der Notar Mathias Laucsik gestorben ist. Diese Todesnachricht frischt die Erinnerung an jene Zeiten auf, da noch auf Ungarns weiten Buszten und dichten Wäldern die Räuberromantik flo rierte. Mathias Laucsik war es in erster Reihe, der der Unsicherheit in: Lande den Garaus machen half. Er war die rechte Hand des Szegeder kgl. Kommissärs Grafen Gedeon Raday, des gefürchteten Bezwingers der Räuberwelt. Lauesit, der Koufmann war, als ihn Graf Raday zu sich nahm, entfalteie eine ungeheure Arbeitstätigkeit. Wochen hindurch blieben Raday und sein Helfer anscheinend müßig. Tage hindurch saßen sie im Szegediner Grundbuchsamte, wo man sie in den Einlagebogen blättern sehen konnte. Und Laucsik verstand die stumme Sprache vieler Blätter. Er notierte sich nämlich die Namen aller jener Leute, deren Immobilien sich im Laufe der letzten Jahre rapid vermehrt hatten. Ueber die Vergangenheit jener ließ er dann die genauesten Nachforschungen austellen. Als dann Laucsik und Genossen auch mit dieser Arbeit fertig waren, erschienen die Hajduken eines Tages bei den ahmungslosen reichen Mitbürgern, die sie in Haft nahmen und die dann nach Szegedin in den Kerker geführt wurden. Der schrecklichste und auch rasch zur Berühmtheit gelangte Kerker war der sogenannte„ Sternterfer", aus dem niemand sehr bald herausfam. Es dauerte Wochen, bis der betreffende zum ersten Verhör gelangte, und da war er schon ein gebrochener Mann. Wie Laucsit dabei zu Werke ging, illustriert am besten folgende Geschichte: Auf der Kecskemeter Haide wurden ein alter Hirt namens Stephan Simandi und dessen Sohn ermordet und die Herde, die sie hüteten, weggetrieben. Laucsit ließ einen Bauer namens Johann Gajdor verhaften, welcher ini Verdachte stand, diese Verbrechen begangen zu haben. Drei Wochen hindurch verhörte Laucsik den Gajdor, ohne ihn zu einen Geständnisse zu bringen. Eines Nachts ließ der Untersuchungsrichter auf dem Tische seines Amtszimmers vier Kerzen anzünden, das Kruzifir auf den Tisch stellen und daneben den Halfter hinlegen, mit dem man den alten Simandi erwürgt hatte. Dann ließ er den Johann Gajdor aus dem Kerter holen. Janos, ich habe heute Nacht einen bösen Traum gehabt. Ich träunite, daß zwei blutende Menschen vor mir erschienen, ein alter Mann und ein jüngerer. Der Alte begann zu klagen und sagte, ihn habe der Johann Gajdor umgebracht. Dabei übergab er mir diesen Halfter." Was geht das mich an?" rief der Angeklagte trozig. Ich weiß es nicht, Janos. Aber der Alte drohte mir, jede Nacht wiederzukommen, insolange ich nicht diesen Halfter dem Johann Gajdor um den Hals binden lasse."-Aber ich bin ja nicht sein Mörder!"-" Das behaupte ich auch nicht. Aber ich muß dir diesen Halster um den Hals legen lassen, sonst läßt das Gespenst mich nicht in Ruhe." Gajdor wich entsegt vor dem Strang zurück. Laucsik aber rief die Wächter herein: Bindet ihm einen Strang um den Hals!" Die Wächter fesselten Gajdor die Hände nach rückwärts, machten aus dem Halfter eine Schlinge, legten ihm diese um den Hals und führten ihn dann in den Kerker zurück. Am folgenden Tage ließ Gajdor sich zum Untersuchungs richter führen. Ich sehe schon, gnädiger Herr, daß ich sterben muß. Ich kann den Strang um den Hals nicht erfragen, er erwürgt mich. Lassen Sie mir ihn abnehmen. Ich will gestehen, daß ich die beiden Simandi umgebracht habe.. Der„ Sternferter" füllte sich stets mit neuen Leuten, darunter reiche Gutsbesitzer, Bächter, Wirte, zwei Bezirksrichter, ein Stadtbauptmann, vier Advokaten und etwa jünfzig Kommisjäre und Hajduken. Insgesamt hatten Raday und Laucsik 554 Verbrechen, durch 813 Individuen begangen, aufgedeckt und von den Tätern 425 in Haft genommen, darunter den berühmten berhauptmann Rozsa Sandor und seinen Genossen Bezel: oste. Laucsik wurde später Sotar. Er war ein heiterer, gemütlicher Mann, der gut zu plaudern stand. Nur über die Räuber und die Geheim nisse des Szegeder„ Sterngefängnisses" wollte er nie reden. Die Politik. * Für den schon seit längerer Zeit erörterten Plan eines Bostabkommens zwischen Deutschland und Holland wird neuerdings im Reiche der Königin Wilhelmine wieder besonders lebhaft Stimmung gemacht. Man möchte dieses Abtommen ähnlich wie das deutsch- österreichische formuliert wissen und weist darauf hin, daß der Postverkehr Hollands mit Deutschland verhältnismäßia febr viel erheblicher jei, als der mit Desterreich- Ungarn. Vielleicht sei es nur die Schweiz, die einen noch lebhafteren Briefperfchr mit Deutschland unterhalte, als Holland. Die aus Holland nach Deutschland gesandten Briefe betrügen die größere Hälfte des gesamten holländischen internationalen Verkehrs. Die in ungefähr gleicher Anzahl aus Deutschland nach) Holland gehenden Briefe erreichten die Zahl von 70 000 auf jeden Tag. Nach sorgfältiger Berechnung betrage das Wagnis, das die holländische Post im schlimmsten Falle laufen tönne, nur 500 000 Gulden, was bei einem Beingewinn der holländischen Post von 2-2 Millionen Gulden nicht in Betracht kommen könne. Man wird bei uns zu Lande erst sehr sorgsam prüfen müssen, ob unser Wagnis nicht doch vielleicht das größere ist, ehe man sich auf weitere Erörte rungen einlassen kann. A Wie es heißt, soll die neuerliche Einberufung des ungarischen Abgeordnetenhauses für den 29. September verlangt werden. Diese Notwendigkeit ergebe sich aus der in der legten Zeit sich mehrenden Verfassungsverletzungen, besonders seitens des österreichischen Ministerpräsidenten, der sich fortgesetzt in die inneren ungarischen Angelegenheiten mische. Man sieht, daß den Ungarn der Kampfesnuit feineswegs gesunken ist. Sie lassen nichts unversucht, um ihre Macht zu zeigen. Tatkräftige Unterstützung finden sie bei ihren Kommunalbehörden, die in großer Anzahl beschlossen haben, die Steuererhebung zu verweigern. Es soll eben offenbar alles auf die Spitze getrieben werden. Während der tschechische Abgeordnete Herold sein Mandat niederlegte, weil er sich über das Auftreten seiner Landsleute im Reichsrat entrüstete, fennt der wackere Ungar Barabas solche Gefühle nicht. Er veranstaltet eine Extraausgabe seines Organs und versieht sie als Ueberschrift mit dem Wortlaut seines unqualifizierbaren Zwischenruss über den Kaiser. Natürlich wurde das Blatt tonfisziert und Klage wegen Majestätsbeleidigung erhoben. Indessen ließ Barabas fünf Abgeordnete fordern, die ihn in jener denkwürdigen Sigung angeblich beleidigt haben. Auch der ehrsame Bürger Vonis aus Miskolcz hielt es für seine Pflicht, unter den Augen der breitesten Oeffentlichkeit ein Duell mit einem Hauptmann auszusechten, der anderer Meinung war als er. Taß die Bürgerschaft Herrn Bonis einen Fackelzug brachte, nachdem dieser seinen Gegner zu Tode getroffen hatte, illustriert die Stimmung aufs beste. Eine neue Ausweisung wird aus Finland gemeldet. Sie betrifft den ehemaligen Obergerichtsanwalt in Aabo, Lungenius. Es scheint, als wollte die russische Regierung mit peinlicher Gewissenhaftigkeit die besten Männer aus Finland hinaustreiben. Auch Lungenius, in feiner Weise ein Aufrührer, zählte zu den wackersten Stützen seines Vaterlandes. Die Neubildung des englischen Kabinetts begegnet großen Schwierigkeiten. Der König soll Balfours Miniſterliste die Genehmigung versagt haben. Besonders wegen des Vorschlages Austen Chamberlains als Finanzminister. Milner seinerseits soll es prinzipiell abgelehnt haben, in ein Ministerium Balfour einzutreten. Man wird wohl noch einige Zeit brauchen, che man mit der Frage des Tages zu Stande kommit. Der Friedenskongreß in Ronen beschäftigte sich zur Ab. wechselung mal wieder mit der Frage der deutsch- fran zösischen Beziehungen und nahm eine Resolution an, in der besonders betont wird, daß eine Annäherung zwischen den beiden Nachbarländern in hohem Grade wünschens. wert wäre. Ein tapferer Telegierter von Rouen wollte diesen Gemeinplatz nicht gelten lassen und führte wider die Abrede die Debatte auf den Gegenstand Elsaß- Lothringen hinüber. Die Sache verlief natürlich wie das Hornberger Schießen. Die türkisch- bulgarische Verständigung scheint Fortschritte zu machen. Jedenfalls tritt das Sofioter Regierungs organ nach der Notifizierung des Irade des Sultans über die Einstellungen der Verfolgungen in Mazedonien sehr ener. gisch für den Frieden ein, und zwar mit der verständigen Motivierung, daß nach der Note der Mächte an der Isolierung Bulgariens im Kriegsfalle fein Zweifel sein könne. Eine im Yildiz- Kiosk abgegebene gleichlautende, sehr bündige Note der Botschafter hat zudem neuerdings auch die Lust am Streit in Konstantinopel wesentlich gedämpft, was natürlich einem sielbewußten und nicht einseitigen Vorgehen gegen die Insurgenten mir förderlich sein kann. Neuere Meldungen toiffen denn auch von größeren Erfolgen, besonders im Milaje: Monaftir Erfreuliches zu berichten. Die von der Pforte versprobene Anerkennung der serbischen Nationalität hat außet. dem auch in Belgrad die Stimmung wesentlich beschäftigt. Der Prozess gegen die Nifcher Offiziere. Belgrad, 26. September. Das Interesse für den Monstre- Prozeß, der die ganze zivilisierte Welt interessiert, ist seltsamerweise in unserer Stadt ein recht minimales. Man denkt, schreibt und spricht hier viel mehr von den Schwierigkeiten der Kabinettsbildung. Um so geschäftiger sind die Journalisten, die aus aller Welt herbeigeeilt sind. Der Proze ist zwar nicht öffentlich, das will aber gar nichts heißen. Man kann hier jedes Material erhalten, das man nur wünscht. Während der Mittagspause Ah so!" Fiew, Sie hätten feine Beit zu Besuchen?" " Sie sind das, Murenin! Welche Ueberraschung! Darauf Der Fürst Demidoff- Tagansky trat heran. Wenn ich es sagte, wird es wohl der Fall sein!" Gehen Sie doch! Sagten Sie nicht eben Frau von Olfumit flebrigen Blick hatten. der Mann der schönen Maria, den sie in einem ihrer berein Herr auf sie mit langen, langen Beinen, Armen und Hals, mit Maria Chudoi zusammen, von jenseits derselben stieß Im Hinausgehen trafen sie diesseits der Vorzimmertüre augen in einem Kranichschädel, die einen eigentümDas war Gleb Chudoi, den Zwischenakt kommen, Olsufiews Loge gehen. da können wir sogleich in Frau von Rechts, bitte." Noch als man bei ihnen die Logentüre öffnete, Dent hange in seiner Begeister Saal, daß dies erregte, bunte Menschenmeer vor dem Vor so viele„ bis, bis!" und so tolles handeflatschen burch ten Der dritte sprach: dies alles mag fo fein, Ein Weinstoc werde draus, er trage Wein, Doch Herr, was ich empfehle ist das beste: Wie ihn fein Mensch noch trank bei keinem Scite überwiefen Sommer be Safeeforten beröffentlic zum verg Roggen: berbefferte und 6. 5 bon Mett 3. Gquare 5. Lohme wirten wir ein großer führen fön X9 Jabre, d Aus diese anstaltet, Dr. Heff Aussteller findet hi meldeschlu Probefahr Wagen ha Fahrt ging erfolgt am § Ki genoffenfd das am Bur Eröf Regierun anstaltete Rennen, δητής 3 ungünft ge Terrainve +$ hiefigen berkehren im Festungsgarten die angeklagten Offiziere mitcinander und mit den Offizieren der wachhabenden Regimenter. Die Erlaubnis, mit allen angeklagten Offizieren ohne Zeugen zu sprechen, ist leicht zu erhalten. Sie er= klären völlig übereinstimmend, daß sie getäuscht und irregeführt worden seien. Man habe Unterschriften im Namen zahlreicher Belgrader Generäle und König Peters gefordert, der angeblich von den Verschwörern befreit sein wolle. Man wollte deshalb dem König Peter zu Hilfe fommen. Der Prozeß selbst spielt sich im Striegsgerichtszimmer_ab, einem kleinen, 12 Quadratmeter großen Edzimmer im Erdgeschosse des Generalstabs- Kommando- Gebäudes, das sich zitadellenartig Semlin gegenüber erhebt. Im ganzen sind 25 Offiziere angeklagt. Es sind durchwegs prächtige Gestalten, viele noch jugendlich. Sie nehmen auf vier ungehobelten Bänken Platz. Die meisten Offiziere haben die Obrenowitsch- Medaillen ostentativ angelegt. In der ersten Bank nimmt der Hauptangeklagte, Generalstäbler Hauptmann Milan Nowakowitsch, Plazz. Er ist wohl die interessanteste Gestalt, hat eine stolze Haltung, große Römernase, buschigen, braun- roten Schnurrbart, ein bleiches Gesicht, geistvolle, mephistophelische Züge. Auf dem braunen Waffenrock trägt er das Takovo- Kreuz und die Ehrenlegion. Unter dem Arm hat er das Militär strafgesetzbuch. Neben ihm sitt Stabsarzt Michael Velickowitsch, der Gestalt und Haltung nach dem König Milan täuschend ähnlich. Staatsanwalt Major Gojka Paulowitsch verliest nach erfolgtem Namensaufruf die Anklage. Das Kriegsgericht besteht nur aus drei Richtern. Der Hauptangeklagte Novakowitsch bekennt sich schuldig der Verleitung aller Angeklagt an, welche die Nischer Sturmpetition an den König unterschrieben oder agitiert haben. Er erweist sich als glänzender, gefeßeskundiger Redner. Auf zahlreiche Fragen verweigert er die Antwort unter Zitierung verschiedener Paragraphen. Besonders ablehnend verhält er sich den Fragen gegenüber, ob er die Revolution gegen König Peter und die Einsetzung des unehelichen Sohnes König Milans und der Artemisia Christic geplant habe. Er spricht die Ansicht aus, daß die Offiziere, die den König ermordet und den Treueid gebrochen haben, unwürdig sind, das Portepee zu tragen. Er wollte diesen Unwürdigen den Waffenrod vom Leibe reißen. Hauptmann Dobrivoj Lazarewitsch, der Provinzgarnisonen aussuchte, um Unterschriften zu sammeln, bezeichnet sich als das Opfer einer Mystifikation. Man habe ihm Unterschriften vieler Generale und Stabsoffiziere gezeigt. Kriegsrichter Oberst Raschitsch: Wer zeigte Ihnen die Bogen, auf welchen die Namen standen? Lazarewitsch: Darauf verweigere ich die Antwort! Nachmittags erfolgte die Konfrontation zwischen Novafowitsch und Lazarewitsch. Beide blieben bei ihren Aussagen. Die Abendstunden brachten die erste Enthüllung über die Gegenrevolution. Hauptmann Dobrivoj Lazare witsch legte ein anscheinend ziemlich umfassendes Geständnis ab. Er behauptete, General Michael Magdalenitsch habe ihn verleitet. Er habe dem General Novakowitsch zugeführt, der mit Feuereifer auf diesen Plan einging. Ein Ronventikel wurde abgehalten, und Lazarewitsch stellte in der Belgrader Druckerei seines Onkels eigenhändig den geheimen Aufruf an das Offizierskorps her. Nach diesem Geständnisse wendet sich der Vorsitzende Oberst Kasid olc an Hauptmann Novakowitsch mit der Frage: Sind die Angaben des Hauptmanns Lazarewitsch richtig? Novakowitsch bejaht die Frage und gibt zu, an den Konventikeln bei Magdalenitsch teilgenommen zu haben. Damit kommt in die Nischer Offiziersverschwörung endlich mehr Licht. Der weitere Verlauf des Verhörs ergibt manch intereffantes Detail. Sämtliche angeklagten Offiziere erklären den Königsmord an sich für eine patriotische Tat, welche der ganzen Sachlage nach das Heer bollbringen mußte. Alle verurteilen aber auch die Prätensionen der an der Verschwörung beteiligten Offiziere nach der Staatsumwälzung.„ Die Teilnehmer an der Verschwörung behandelten uns wie Kameraden zweiter Klasse. Die Affäre des Hofmarschalls Oberst Lesch- janin bewies, daß sich die Verschwörer zwischen die und den obersten Kriegsherrn Armee stellten." Das Urteil des Prozesses dürfte erst nächste Woche gefällt werden, da Novakowitsch in der heutigen Verhandlung erklärt hat, er müsse noch seine Aussagen in weitestem Maße ergänzen und in ausgedehnter Weise erklären. Neues ist kaum noch zu erwarten. Allgemein erzählt man sich), daß den größten Teil der Beweise gegen die Angeklagten der Chef der russischen Geheimpolizei in Sofia, Heinrich Weißmann, beschafft habe. Die hiesige Bresse gibt ihrem Interesse an der Affäre dadurch Ausdruck, daß sie sich völlig ausschweigt. Nab und fern. 500jähriges Jubiläum Die Lübeder Handelstamum der Lübeder Kaufmanuſchaft. die Kaufmannschaft begingen in festlicher Weise das Jubiläum ihres 50jährigen Bestehens. Am Vormittag wurde im Hause der Kaufmannschaft eine Festsizung abgehalten, in der Beglückwünschungen vom Senat, den Staats- und Reichsbehörden, den Staatssekretär Kraetke und vielen auswärtigen Handelskammern entgegengenommen wurden. Am Nachmittag fand ein Feſtmahl im Ratsweinkeller statt. Stadt und Hafen waren festlich geschmückt. * Dic Naturforscher als Gäste der Stadt Marburg. Die Teilnehmer an der 75. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Kassel folgten einer Einladung der Stadt Marburg. Sie besichtigten die Universitätsinstitute, insbesondere die Laboratorien des Professors Behring. Gattenmord. In Berlin wurde die Schankwirtin Justine Grabowska in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Der Tat dringend verdächtig ist der Ehemann, der 31jährige ehemalige Schlächter und spätere Schankwirt Leopold Grabowski, der sich verborgen hält. Grabowski, der arbeitsscheu und dem Trunk ergeben war, lebte mit seiner Frau wegen Geldangelegenheiten in ständigem Unfrieden. Bunte Chronik. Der Verband fortschrittlicher Frauenvereine, dem die bekanntesten der deutschen Frauenrechtlerinnen, wie Anita Augspurg, Minna Cauer, Frl. Dr. Stöcker, Lidia Heymann und Maria Lischnewska angehören, hält 3. Zt. in Hamburg seine zweite ordentliche Generalversammlung ab. In Berlin passierte der seltene Fall, daß ein Redner in einer Versammlung von der Tribüne weg verhaftet wurde. Dies Geschick ereilte einen Schriftsteller Senna Hoy, der die Aeußerung fallen ließ:„ Dem Justizminister ist eine Rechtsbeugung zuzutrauen". Ein verhängnisvolles Schiffsunglück wird aus Lissabon gemeldet. An der dortigen Küste kenterte ein auf den Sardinenfang ausfahrendes Fischerboot. Von den 32 Mann der Besagung sind zehn Mann tot, andere schwer verletzt. Zugleich kommt aus Leith die Nachricht von einem Zusammenstoß zwischen dem holländischen Dampfer„ Sophie Annet" und einem Fischerfahrzeug, wobei die„ Sophie" sant. Die Mannschaft wurde aerettet. Lokales. Gießen, 28. Septen.ber 1903. ** Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 40000 mt. auf Nr. 14 446( nach Darmstadt), 3000 Mt. auf Nr. 1046, 57 920, 69 644, 79 552, 86 163, 90 863. * * Zar Nikolaus, der bekanntlich von Darmstadt aus einen Besuch in Wien macht, nimmt nach setner Rückfehr auf Schloß Wolfsgarten Wohnung. Prinzessin Elisabeth bat dieser Tage ihren Vater, den Großherzog, inständig, immer bei ihm sein zu dürfen. Der Großherzog war über diese Bitte seines Töchterchens tief gerührt und würde ihr auch gerne willfahren, wenn dem nicht Vertragsbestimmungen entgegenständen. ** Das„ Kirchenbuch für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen" wird in seinem ersten Teil in aller Kürze im Druck fertig gestellt sein. In der Voraussetzung, daß die noch ausstehende förmliche Schlußgenehmigung der Landessynode erfolgen wird, will man jßt Maßregeln treffen, die erforderlich sind, damit wie es doch wünschenswert ist das Kirchenbuch schon mit Beginn des neuen Kirchenjahres von den Geistlichen in Gebrauch genommen werden kann. * - * Gießener Braunsteinbergwerte vorm. Fernie. Die Drahtseilbahn, welche die Erze zur Eisenbahn befördert ist gegenwärtig so stark in Anspruch genommen, wie nie zuvor. Sie schafft täglich ca. 75 Doppelwaggon und ist damit an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Zur Lieferung für 1904 sind fast verkauft 123 000 Tonnen Erz, während vordem die Zahl von 100 000 Tonnen nie überschritten wurden. Die Herstellung elektrischer Kraftanlagen und Schienenbahn zur oberhessischen Eisenbahn soll nunmehr schleunigst ausgeführt werden. = Im Circus Lorch war gestern in beiden Vorstellungen das Bewundern der gebotenen Leistungen auf's höchste getrieben. Es sind feine alten Sachen, sondern ein durchweg neues Programm rollt sich innerhalb der Arena ab; in erster Linie sind es die 7 Geschwister Lorch, welche in ihrer Parterre. Gymnastik einzig dastehen. Das Fräulein Braselly und die beiden Herren Morré und Wilhelmi zeigten wiederum auf einem im Winkel von 45° gestellten Stafetenzaun seltene Künste mittels Zweirad. Mr. Althoff, die Fräulein Amalie und Olga ernteten ebenfalls nicht minderen Beifall und der" August" forderte das Auditorium mit Leichtigkeit zum Lachen heraus. Mit Wizen und im Essen ist er nicht faul. Wer einigermaßen kann, sollte die Vorstellungen nicht verfäumen, es wird dem Besucher immer Neues geboten. * Am vergangenen Samstag abend hielt der SängerChor des Turnvereins Gießen seine diesjährige Generalversammlung im Vereinslokal Restaurant Wiegandt ab. Nach Eröffnung der Versammlung durch den 1. Vorsitzenden, stattete der Kassier Bericht über das vergangene Rechnungsjahr und konnten de Mitglieder mit dem Stand der Kasse sehr zufrieden sein. Nach Erledigung verschiedener Bunfte ging man zur Vorstandswahl über, es wurden als I. Borsigender L. Friederich, II. Vorsigender K. Raufmann, Schrift ührer F. Meißner, Kassier K. Hollmann, Bibliothekar Gröninger und Beisißer B. Amend und W. Benner gewählt. Hoffen wir, daß der junge Verein so fortarbeiten möge wie er es seither getan. * * Bu harter, aber gerechter Strafe wurde von der Etraffammer in Darmstadt eine Gesellschaft von Raufbolden verurteilt, die in der Nacht zum 1. Pfingstfeiertage d. J. in Offenbach ohne Veranlassung Streitigkeiten mit Leuten angefangen hatten, die garnichts mit ihnen zu tun haben wollten, und dabei 6 Personen durch Messerstiche verlegt hatten. Mehrere der Gestochenen lagen längere Zeit darnieder. Es wurden verurteilt: der 21jährige Fabritarbeiter Pet r Kreis zu 10 Jahren( höchste zulässige Strafe), die Arbeiter Karl Wolf zu 5 Jahren 4 Monaten, Wilh. Göz zu 1 Jahr 3 Monaten, Adam Kreis und Wilh. Weber zu je 1 Jahr 6 Wochen und die Fabrikarbeiterin Marie Schwab, eine Megäre, die wacker mitgerauft hatte, zu 31/2 Monaten Gefängnis. Launsbach, 27. Sept. Die Garten- und Felddiebe treiben es in unserer Gemarkung mal wieder zu arg. Was nur irgend des Mitnehmens wert ist, wird genommen. Rein Landmann und Gartenbefizer ist seiner Gemüse mehr sich. r. Der Zwetschenhandel geht flott von statten, der Preis schwankt zwischen 4-4,50 Mt. * * Krofdorf. Die über die Gehöfte der Landwirte Konrad Reeh, Karl Ferdinand Abel und Karl Feuser zu Krofdorf infolge„ Rotlausseuche" verhängte Gehöftsperre ist wieder aufgehoben worden. An verendeten Schweinen des Karl Bender und Christian Debus zu Krofdorf ist die Rotlauffeuche" amtlich festgestellt worden. Ueber die GeHöfte der Genannten ist die Gehöftsperre verhängt worden. * Leihgestern, 28. Sept. Unser Ort stand gestern wieder einmal unter dem Zeichen der vier F. Der alte wie auch der neue Turnverein hielten ihr Abturnen. Der Umzug durch das Dorf lockte zahlreiche Schaulustige nach den Turn plägen, wo nach den Uebungen der Tanz und die Gesellig. feit die Teilnehmer lange beisammen hielt. Hierbei mag erwähnt sein, daß die Turnsache in der letzten Zeit viele neue Anhänger und Gönner gefunden hat; die Mitglieder: zahl des alten Turnvereins hat sich verdoppelt, auch bezgl. seiner Leistungen hat er Fortschritte gemacht. * Leihgestern, 27. Sept. Vergangene Nacht ist hier an mehreren Stellen eingebrochen worden. Die nächtlichen Arbeiter" fönnen nur lokalkundige Personen sein, da an zwei Stellen die Art des Einbruchs und der angefügte Schaden mehr auf einen Racheaft schließen läßt.- Die Anzeige ist erfolgt und der Täter wird sich nicht lange der Freiheit mehr erfreuen. Aus dem Biebertal, 27. Sept. Die Stationsge bäude der Biebertalbahn zu Heuchelheim und Rodheim wer den z. Zt. in der Weise baulich verändert, daß die bisherigen Warteräume in Wohnungen für ständige Stationsvorsteher verwandelt werden. Es wird dadurch zwar einem längst empfundenen Bedürfnisse abgeholfen, aber dem Publikum wird durchaus nicht Rechnung getragen, denn die nunmehr geschaffenen Warteräume sind für die verkehrsreichen Stationen Heuchelheim und Rodheim viel zu dürftig bemessen und für die Folge wohl nicht haltbar. Ein stattlicheres Auss hen würden die beiden Stationsgebäude dadurch erhalten haben, wenn statt dief m Umbau dieselben mit einem Aufbau ( zweiten Stockwerk) versehen worden wären. Wie aus dem neuen Winterfahrplan ersichtlich, so nehmen die Büge von Bieber fommend in gewohnter Weise Anschluß auf Station Abendstern an die Hauptbahn nach Wez'ar. Weylar, 27. Sept. Mit der abgelaufenen Woche dürfte wohl die reiche Zwetschenernte, womit die meiſten Gemeinden unseres Kreises so reichlich gesegnet waren, zum Abschluß gekommen sein. Bei der starken Nachfrage durch auswärtige Händler wurden die Preise auf eine hier zu Lande nicht gewohnte Höhe getrieben, sodaß unsere Landleute mit dem erzielten Erlös wohl zufrieden sein können. Wie uns bekannt ist, so haben viele Gemeinden mehr als tausend Zentner Zwetschen versandt und gar mancher Be wohner hat 2 bis 3 hundert Mark aus seinen Zwetschen gelöst. + Saasen, 27. Sept. Heute wurde unser neues Schulhans in Anwesenheit des Regierungsrats Dr. Wagner, des Kreisbaurats Diehm, des Schulund Ortsvorstands eingeweiht. Dasselbe enthält einen Schulsaal und eine Lehrerwohnung. Am alten Schulhaus auf dem Veitsberg hielt Lehrer Herber die Abschiedsrede. Dieses Gebäude hat über 250 Jahre der Jugendbildung gedient und in ihm wirkte von 1730-1785 der aus der Glaubrecht'schen Erzählung Der Kalendermann vom Veitsberg" bekannte Lehrer Konrad Jakob Justus. Bis 1711 diente es drei Gemeinden, dann schied Harbach und 1856 Lindenstruth " aus. )( Lauter, 28. Sept. Ein Apfelbäumchen, daß im Frühjahr dieses Jahres versetzt wurde, steht gegenwärtig in schönster Blüte. [:] Ettingshausen, 28. Sept. Eine große Schlägerei zwischen zwei Zigeunerbanden von ca. 100 Köpfen veranlaßte in Ettingshausen die Alarmierung der Feuerwehr, die mit Knüppeln, Stangen 2c. bewaffnet, nicht ohne Widerstand die Banden verjagte. Die Zigeuner haben zahlreiche Diebstähle verübt und be sonders die Obstbäume heimgesucht. Laubach, 27. Sept. In dem Hause der Firma Gebrüder Herzog, das augenblicklich nicht bewohnt wird, wurde vor wenigen Tagen ein Einbruchs- Diebstahl verübt. + Schotten, 27. Sept. Herr Karl Doneter hat der Stadt Schotten für Krankenpflege 2000 mt. und seine Geburtsstadt Kazenelnbogen für ein zu errichtendes Kranten haus 10 000 Mt. testamentarisch zugedacht. * * Langsdorf. Der ansteckende Scheidekatarch des Rindviches zu Largsdorf ist erloschen. < Hungen, 26. Sept. Hier wurde dieser Tage ein geriebener Junge, der Sohn des früheren Pächters des Hungener Hofes, G. Hill, verhaftet. Unter allerhand Vorspiegelungen wußte er sich hier Eingang zu verschaffen; er gab sich als Pfarramtskandidat, Kaufmann usw. aus und soll auch die Absicht geäußert haben, als Missionar" nach Ostafrika zu gehen. Vorläufig wanderte er jedoch in Haft, da er von der Staatsanwaltschaft Mainz steckbrieflich verfolgt wird; unter anderem soll er einen Fahrraddiebstahl ausgeführt haben. + Hungen, 27. Sept. Seit einiger Zeit macht sich in unserer Stadt der Wohnungsmangel recht fühlbar. So hatten binnen furzem verschiedene Privatleute die Absicht, hier ihren Aufenthalt zu nehmen, mußten aber ihren Plan wieder fallen lassen, da es ganz unmöglich war, passende Wohnungen zu bekommen. Auch anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Bahn Hungen- Mücke sollten verschiedene Beamte hier ihren Wohnsiz nehmen; doch mußten dieselben zum Teil an anderen geeigneten Orten stationiert werden. In Anbetracht der vorhandenen, jezt noch billigen Baupläze ist es deshalb recht unverständlich, weshalb das hier verfügbare Kapital sich so zurückhaltend verhält; ein Risiko ist tatsächlich vollständig ausgeschlossen. Für die betreffenden Unternehmer und die in Betracht kommenden Privatleute wäre hier nicht nur eine gediegene, sichere Kapitalanlage geboten, sie würden auch zur Hebung ihrer Vaterstadt beitragen, was allgemeine Anerkennung finden würde. A Alsfeld, 25. Sept. Nachdem der Kreistag des Kreises Alsfeld voriges Frühjahr in dankenswerter Weise die Mittel zur Beschaffung eines ca. 8 Morgen großen Versuchsfeldes für die hiesige landw. Winterschule bewilligt hatte, ist das betr. Grundstück erworben und seinem Zwecke Hand gestern mie Der alte wie an urnen. Der Um veröffentlicht werden dürften. In diesem Herbste kommen ftige nach den Tun elt.- Hierbei | Bernehmen nach doch die Einführung der Züge der Ohm-| schaft verfolgte hierauf Berufung, worauf die heutige Haupts thalbahn in den Hauptbahnhof vom 1. Oftober an erfolgen. verhandlung beruht. Da die Beratung viel Zeit in AnDiese Einrichtung, wodurch den Passagieren eine große Er- spruch nehmen wird, soll die Entscheidung nach acht Tagen leichterung gewährt wird, ist mit Freuden zu begrüßen. verkündet werden. Den Schluß bildet eine Privatklage Die Gebäude des Ohmthalbahnhofes werden von der KornBureauräume einrichtet. nz und die Gefell Roggen: 1. Lochow's Petfuser, 2. Schlanstedter, 3. Heines hausgenossenschaft Kirchhain übernommen, welche darin er legten Beit bi at; die Mitglied Doppelt, auch be nacht. e Nacht ist hier rfonen fein, da überwiesen worden. Es sind daher schon im verflossenen Sommer vergleichende Anbauversuche mit 4 Gersten- und 8 Haferforten durchgeführt worden, deren Resultate demnächst zum vergleichsweisen Anbau folgende Wintergetreidesorten: berbesserter Reeländer, 4. Alt Paleschtenner, 5. Probsteier und 6. Hessischer Staudenroggen. Weizen: 1. Squarehead von Mette, 2. Squarehead von Steiger in Leutewiß, 3. Squarehead von Strube in Schlanstedt, 4. Eppweizen, 5. Lochmerweizen, 6. Dividendenweizen. Unseren Landwirten wird durch solche vergleichende Anbauversuche sicher Die nächtlich ein großer Dienst erwiesen, da sie selbst solche kaum durchund der angefü ießen läßt. fich nicht lange le führen können. Marburg, 25. Sept. In diesem Jahre sind es 25 Jahre, daß der hiesige Gartenbau- Verein besteht. Aus diesem Anlaß hat er eine Jubiläums- Ausstellung veranstaltet, die heute Mittag durch den Vorsigenden, Direktor Dr. Hess, eröffnet wurde. Die Ausstellung ist von 36 Ausstellern beschickt. Am 31. Oktober, 1. und 2. Nov. findet hier eine Geflügel- Ausstellung statt. Anmeldeschluß ist der 15. Oktober.- Heute fand die Probefahrt der neuen Pferdebahn statt. Auf dem Wagen hatten Vertreter der Stadt Plaz ger ommen. Die Fahrt ging gut von Statten. Die Eröffnung des Betriebes erfolgt am 1. Oktober. Die Stations und Rodheim wa , daß die bisherigen Stationsvorsteh zwar einem fängt er dem Bublifum denn die nunmehr rsreichen Station ig bemeffen und fir ttlicheres Auss ha rch erhalten haben, mit einem Aufba pären. Wie a nehmen die Büy Beise Anschluß auf ad Wear. bgelaufenen Bod vomit die meiste egnet waren, zun n Nachfrage durd auf eine hier daß unsere Land rieden sein können meinden mehr al gar mancher Be feinen Zwetsche urde unser neue ierungsrats Dr hm, des Schul elbe enthält einer Am alten Schul rer Herber die über 250 Jahr ihm wirfte bon schen Erzählung bekannte Lehrer ente es drei Ge 356 Lindenstruth umchen, daß im de, steht gegen große Schlägerei ca. 100 Söpfen larmierung d en 2c. bewaffnet verjagte. Die verübt und be aufe der Firm bewohnt wird, Diebstahl verübt Doneter hat de Mt. und seine htendes Kranten cheidetatarih del e dieser Tage üheren Pächters Unter aller r Eingang fandidat, Kauf bficht geäußert zu gehen. Vora er von der verfolgt wird; hl ausgeführt Beit macht figh t fühlbar. Go te die Absicht ber ihren Blan war, paffende Der bevorstehen Iten verfchiedene mußten diefelben ioniert werden. ligen Baupläge das hier ver ein Rififo ift ie betreffenden Den Privatlente Kapitalanlage Baterftabt Trde. ता Kreistag bes werter Weife Orgen großen Jule bewilligt einem Zwide § Kirchhain, 27. Sept. Hier ist von der Kornhausgenossenschaft Kirchhain ein neues Kornhaus erichtet, das am 1. Oktober dem Betrieb übergeben werden soll. Zur Eröffnungsfeier wird reben anderen Beamten auch der Regierungspräsident von Kassel erscheinen. Heute veranstaltete der hiesige Radfahrerverein„ Blig" ein 52 kmRennen, bei welchem als erste E Heim und H. Wunderlich burchs Ziel gingen. Diese hatten die Strecke trotz des ungünst gen Weiters( starter Nebel) und der schwierigen Terrainverhältnisse in 2 Std. 13 Min. zurückgelegt. + Kirchhain, 25. Sept. Obgleich der Umbau des hiesigen Bahnhofes noch lange nicht vollendet ist, soll dem Darmstadt. Die Disziplinar- Untersuchung gegen Herrn Prof. Dr. Lepsius ist, wie wir hören, nunmehr abgeschlossen, und wird voraussichtlich in aller Kürze die Verhandlung vor dem Disziplinar- Gerichtshof dahier stattfinden. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 25. September 1903. Das Urteil in der vor 8 Tagen verhandelten Sache gegen den Pfarrer Ferdinand Fertsch von Rendel wegen Vergehens im Amte lautet auf 5 Monate Gefängnis. Das Gericht zog strafmildernd in Betracht, daß die Unterschlagenen Beträge alsbald nach der Entdeckung ersetzt wurden. Lokomotivführer Arnold Handloser zu Gießen erhielt vom Schöffengericht Gießen wegen Körperverlegung zum Nachteil des Rangirers Ludwig Hahn von Heuchelheim eine Geldstrafe von 60 Mt. Die von dem Angeklagten verfolgte Berufung wird heute fostenpflichtig zurückgewiesen. Ebenfalls zurückgewiesen wird die Berufung des Taglöhners Jakob wiegand von Alsfeld welcher vom dortigen Schöffengericht wegen Körperverlegung 4 Wochen Gefängnis erhielt. Heinrich Schäfer VII. von Annerod hat am Tage der dortigen Bürgermeisterwahl in angetrunkenem Zustande dem Landwirt Johannes Peter ein Messer in den Kopf gestochen. Trotz der geringen Verlegung erkannte das Gericht auf 6 Monate. Dem Biehhändler Moritz Lilienfeld von Neustadt ging vom Homberger Steuerkommissariat wegen Steuerhinterziehung einen Strafbefehl über 40 Mark zu. Ec trug gerichtliche Entscheidung an, worauf er vom Schöffengericht Freisprechung erzielte. Die StaatsanwaltGrosse internationale ⚫ Kunst- Ausstellung von Original- Oelgemälden im grossen Saale Lonys Bierkeller, Schanzenstrasse Giessen. Geöffnet von heute ab von 9 Uhr früh bis 6 Uhr abends. Eine Pracht- Sammlung von 86 Stück Gemälden aus dem Besitze der Frau Baronin Olga von Wangenheim, enthaltend Werke von Prof. Andr. Achenbach, Prof. Ed. Grützner, Prof. Fr. von Defregger, Prof. Gabriel von Max und verschiedenen bedeutenden Franzosen und Italienern. Ferner 100 Stück Gemälde sollen im direkten Auftrage der Künstler verkauft werden, wie Alb. Rieger, K. Wagner, J. E. Gaiser, E. Zimmermann, J. Bernard, L. Kern u. a. m. Eintritt à Person 30 Pfennige. Kataloge sind an der Kasse zu haben. Die Direktion. Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Steingoetter. Eröffnung der Spielzeit. Dienstag, den 29. September 1903. Jubelouverture v. C. M. v, Weber. Prolog. Ouverture a. Figaros Hochzeit" v. Mozart. Der zerbrochene Krug, Lustspiel in einem Akt v. Kleist. Motive aus„ Egmont" v. Beethoven. Die Geschwister. Schauspiel in 1 Aft von Schiller. Historische Märsche. Wallensteins Lager. Dramatisches Gedicht v. Schiller. 2 Wiesen Grummetgras billig abzugeben. K. Malkome sins, Gießen, Neuenweg 27. Hausbursche wegen Beleidigung. - Marktberichte. *** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmartt, vom 26. Sept. Weizen 16,00,-00,00 Rorn 14,00 bis 14,28, Gerste, Hafer 12,00-12,50, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 6,00-00,00 Mark. Alles per Doppelzentner. Butzbach, 28. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter per Pfd. 1,20-0.00 Mt., Käse per Pfd. 42 bis 45 Pfg., Eier 1 Std. 8 Pfg. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein: fr bas Sokale, den„ Gerichts." und Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Covermant Druf und Berlag der Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Eine unbeschreibliche Anmut liegt jetzt wieder über den Blumenfeldern der Stadt Erfurt. Malerisch, in unabsehbaren Flächen stehen in voller Blüte Hunderttausende Reseda, Stiefmütterchen, Kapuzinerfresse, Centaurea, Campanula und wie sie alle heißen, die lieblichen Kinder der Flora. Ein süßer Wohlgeruch erfüllt stundenweit die Luft. Farbige Falter durchfliegen die Felder und ins Gesumm der Bienen flingt aus der Ferne das Lied der Arbeiter. Dort, wo die Samen zu reifen beginnen, erblickt man Vögel, Stieglitz und Hänfling, jene buntgefiederten kleinen Spizbuber, welche eifrig teilnehmen an der reichen Ernte, als ob sie das größte Recht dazu hätten. Immer größere Dimensionen nimmt der Erfurter Gartenbau von Jahr zu Jahr an. Allein die Blumengärtnereien von Peterseim erreichen eine Gesamtziffer in der Anzucht und im Versand von jährlich 12 Millionen Pflanzen und Zwiebelgewächsen. Erfurt schmückt zahllose Gärten alljährlich mit Blumen. Einem mächtigen Füllhorn ist die Blumenstadt vergleichbar, Blumen ausgießend über die ganze Erd. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde. Den Mitgliedern der Markusgemeinde wird hierdurch mitgeteilt, daß nach Verfügung des Großh. Oberkonsistoriums die Verwaltung der Pfarrstelle au der Markusgemeinde bis auf Weiteres dem Pfarrer Dr. Naumann, Südanlage 8, übertragen worden ist. An diesen wolle man sich deshalb wenden in allen pfarramtlichen und kirchlichen Angelegenheiten. Für Weinbezug! 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51 94[ 400] 748 879[ 2000] 955[ 1000] 67[ 400] 69 96 17169 76 202 30[ 2000] 330 59 93[ 1000] 490 540 707 36 866 920 18104 73 345 49 80 478[ 1000] 502 27 617 96 850 19076[ 400] 131 52 306 60[ 400] 598[ 400] 673[ 1000] 712 52 815 31 924 39 20111 63 96 206 51 605 94 96 716 81 21065 153 262 365[ 400] 68 607 72 933 55[ 400] 88 22378 406 501 18 681[ 400] 83 828 39 49 923 23038 72 97 212 89 306 75 414 91 648 55 59 779 838 58 97 992 24090 156 66 84[ 2000] 284 88[ 400] 325 757 861 25427[ 1000] 81 598 676 721 839 916 23 77 26019 59 87 108 274 [ 1000] 471 561 603 27067 158 225 31 93 395 562 650 82[ 1000] 98 741 848 52 72 940 42[ 400] 75[ 400] 81[ 400] 28010 86 146 210 79 314 450 516 42 607[ 400] 27[ 400] 736[ 400] 40[ 400] 849 979 29117 82 [ 400] 94 488 607[ 1000] 767[ 400] 98 877 904[ 400] 30031 92 237 511 49[ 400] 601 800 97 977 31077 85 127 306 95 415[ 400] 500 29 603 32 805 943[ 2000] 32016 35 162 245 99 379 650 51 73[ 400] 765[ 5000] 878 33033 412 59 606[ 400] 7[ 1000] 918 53 34078 91 347 88 480[ 2000] 537 641 42 79[ 400] 706 916 35024 170 383[ 10001 520 52 620 823 76 960 78 36097 115 200 26 38 73 508 630 762 75 94 846 65 37036 159 63 89 234 70[ 400] 375 505[ 400] 688 795 921 89[ 400] 38143[ 400] 251 453 559 887 88 959 61 86 39049 133[ 2000] 94 233 320 78 400 538 49 767[ 400] 817 924 40266[ 1000] 324 421 554 736[ 2000] 38 823 48 94 985 86 41002 10 76 180[ 400] 383 402[ 1000] 500 17 605 98 763[ 2000] 85[ 400] 938 42295 98 300 444 525[ 400] 600 804 43100 46 88 285 446 753[ 400] 876 44070 112 258 332 53 476[ 1000] 707 87 815 900 73 1000] 45025 139[ 1000] 82 85 207 38 312 82 433 96 516 629 93 781 84 921 64[ 400] 46202 44 315 408 25[ 400] 530 630 34 73[ 1000] 761 843 95 947 47038 290 310 417 75 501 6 613 66 718[ 400] 808 79 922 25 48013 18 92 120 209 52 70 397 447 520 649 952 89 49047 526 641 73 821 95 918 94 50024 57 96 112[ 400] 209 315 633 95[ 400] 716 967[ 1000] 51035 212 36[ 1000] 695 700 912 52036 1000] 68 207 398[ 3000] 421 60 589 91[ 400] 743 865 983[ 2000] 53102 248 328[ 400] 48 466 539 52[ 400] 54 16 730 49 802[ 2000] 85 941 54045 49 196 215[ 400] 95[ 400] 366 453 82 83[ 400] 602 737[ 3000] 814 70 88[ 400] 55051 72 115 35[ 400] 220[ 1000] 48[ 400] 65 89 315 52 408 75 523[ 2000] 78[ 400] 665 729 33 827 56100 19 21 28 230 72 348[ 1000 96 410 503 67[ 400] 98 602 727 49 74 57011 70 185 232 327 96 425 89 554 79 725 50 59 81 927 35 50 69 92[ 400] 58040 161 86 206 30-394 [ 1000] 470 587[ 400] 894 927 59250[ 400] 68 377 83 464 534 77 90 820 60128[ 3000] 292 440 70[ 400] 648 79 716 400] 914 29 46 61005 [ 2000] 79 400 155 269 81 319[ 400] 52 77 504 56 731 43 836 962 62076 154 89 238 50 325 421 46[ 400] 508 600 66 710 26 49 62 81 84 991[ 1000] 92 63078 156 83 381 471 545 610[ 400] 47 793[ 400] 884[ 400] 930 64061[ 400] 255 413 62 590 680 708 957[ 400] 64 65978 376 424 27[ 1000] 548[ 400] 53 647 76 728 65 80[ 400] 66035 220 92[ 400] 302 25 33 49 424 50 76 503 20 52[ 1000] 56 813 41 980 67071 80 111 239 82 354 95 407 8 545 72 637 736 865 75 971 68002 8 166[ 400] 200 36 39 51[ 400] 333[ 1000 410 63 510 724 40 78[ 400] 861[ 400] 933 51[ 5000] 69036 348[ 400] 52 53 85 529 660 728 57 99 [ 2000] 895 1000 915 35 70058 144 55 315 17 458 533 618 27 77-80 830[ 400] 71089 92 163 204[ 400] 363 593 630 912[ 2000] 72183 273 394 402 18 23 38 86 502 56 57 668 782 819[ 400] 904 98 73001 77[ 10000] 101 46( 1000] 247 1000] 610 90 794 853 75[ 3000] 911 74088 96 286 303 520 765 803 7 24 79 87 927[ 1000] 37 80 75030 53 373 438[ 400] 53 97 625 762 894 956 76009 147 95 237 454 60[ 10000] 85 507 13 617 32 773 879[ 400] 77023 164 280 95 643 847 913[ 2000] 54[ 400] 78129 32 71 338 477 564 65 76[ 1000] 678 784 804 79067 394 511 39 697[ 400] 80045 108 36 1000] 356 65 92 417 65 608 23 54 767 72 809 28[ 400] 68 955 81052 108 82 99 208 53 54[ 400] 458 61 660 767 804 82014 170 280[ 400] 453 86 544 648 89 83093 194 237 80 430 551 632[ 400] 50 700 55 891[ 5000] 928 84004 43 76 145 297 434 58 68[ 400] 611 92 785 824[ 400] 57 901 14 19 85226 424 49 83 536 65 717 50 91 86031 134 42 89 97 98 203 [ 400] 373 556 82 638 54 94[ 400] 761[ 1000] 72 948 87067 136 204 13 72 76 81[ 400] 452 86 590[ 5000] 603 82 722[ 400] 834 89[ 400] 938 88065[ 400] 99 168[ 400] 261[ 400] 86[ 400] 93 433 99 835 75 79 927 [ 2000] 89083 528[ 1000] 625 35 62 721 802 43[ 2000] 90147 87 281 377 432 43[ 400] 505[ 400] 40 639 61 729 44 842 91020 400 59 177 251[ 1000] 68[ 400] 383[ 400] 463 665 908[ 400] 79[ 1000] 92076 153 86 223[ 1000] 301 42 68[ 400] 521 602 29 722 63 800 42[ 400] 65[ 3000] 983 93208[ 1000] 308[ 400] 642 89[ 2000] 929 94017 88 186[ 1000] 240[ 10 000] 60 385[ 400] 440[ 1000] 534[ 400] 44 762 911 25 95062 67 154 246 312 448 52 775 870 96013 30 167 95 210 487 701 82 831 69[ 1000] 957[ 400] 97028 69 103[ 400] 319 33 83 433 [ 2000] 66 529 609 63 68[ 1000] 759 965 98202 376 447 504 74 90[ 400] 637 74 81 812 929[ 2000] 66 91 99044 118 226 28 41 400[ 2000] 576 773 854 1000] 955 97 Nächste Ziehung Montag den 28, September 1903. Richard Buchacker, Giessen. staatl. Konz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüringischen Neuen- Bäue 11. ( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. Bekanntmachung. Bei der in der Situng der Stadtverordnetenver sammlung vom 24. September d. Is. vorgenommenen planmäßigen Verlosung der Ende Dezember 1903 zut Rückzahlung kommenden 31/ proz. Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 sind gezogen worden: a von 1893er Anlchen. Lit. L. Nr. 11, 47, 54, 71, 76, 96 a. 2000 Mt. " f " 1 XX " M. Nr. 166, 237, 272, 274, 350, 372, 386, 392, a 1000 Mt. N. Nr. 87, 141, 204, 224, 373, 375, 398, 467, 518, 577, 644, 662, 728, 734, 749, 772 a 500 Mt. O. Nr. 66, 73, 93, 136, 180, 281 a 200 Mr. P. Nr. 76, 130, 150, 157, 211, 266, 322, 359, a 100 Mr. b. vom 1894er Arlehen. Lit. L. Nr. 370, 371 a 200 mt, M. Nr. 415, 464 a 1000 Mt. " P N. Mr. 860, 967, 975, 1031, 1045, 1068 a 500 Mt. " " Q. Nr. 354, 378, 396, a 200 Mt. " P. Nr. 477, 499, 558, 570 a. 100 Mt. c. vom 1895er Anlehen. Lit. L. Nr. 431= 2000 Mt. M. Nr. 522= 1000 Mt. " die Expedition. N. Nr. 1103, 1106 a. 500 Mr. " Zirkus Lorch Oswalds- Garten, Gießen. Montag, 28. Septbr. abends 8 Uhr: Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der vorbemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Stadtkasse Gießen, bei dem Bankhause A. Heichelhein in Gießen und bei der Mitteldeutschen Creditbank in Frank furt a. M. erfolgen fann, sowie daß die Verzinsung mit Ende Dezember 1903 aufhört. Von den in vorhergehenden Jahren ausgelosten Novitäten- Abend huldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung mit neuem großartig. Programm. Allabendl. stürmisch. Beifall. Die einzig dastehenden 7 schwister Lorch, Noch nirgends gesehene hoch= elegante Produktionen der alt= griechischen ikarischen Spiele. GeDie Fahrt im O O O Todesring. Auftreten aller Kuuftkräfte, sowie das neueste und interressanteste auf dem Gebiete der militärischen Bantomimen. Kriegs Episoden aus dem Transvaalkriege. Dargestellt nach getreuen Begebenheiten auf dem südafrikanischen Kriegsschauplaze, ausgeführt von über 120 Personen und 30 Prerden. Dienstag, Abend 8 Uhr: vorgelegt worden: Lit. N. Nr. 14 und 29 über 500 Mt. O. Nr. 415 über 200 Mr. P. Nr. 25 und 252 über 100 Mr. Gießen, 25. September 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Bekanntmachung. Die Mäusburg wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Montag, den 28. d. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerks und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 25. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Fichten- Deckreiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Meldungen spätestens bis zum 10. Oktober auf der Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15 erstatten. Die Leferung erfolgt frei vors Haus. Der Preis ist auf 16 Pfg. für die Welle festgesetzt und bei der AnGross.Vorstellung meldung zu entrichten. Gießen, den 24. September 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. dabei Kriegs Episoden aus dem Transvaalkriege. Mittwoch, nachmitt. 3 Uhr: Kinder- und FamilienVorstellung zu bedeutend herabgesetzten Preisen Das Programm dieser Vorftellung ist eigens für Familienpublikum inszeniert. Turnverein Lollar. O Das Abturnen wurde in letzter Stunde verchoben und findet nun nächsten Sonntag, den 4.Olt. statt. Der Vorstand. Prima Grünberger Gallusmarkt. Bei dem am 14. und 15. Oktober d. J. hier stattfindenden Markte, findet der Schweinemarkt am 14, der, Rindvichmarkt aber wegen dem israelitischen Feiertage, am 15. Ditbr. statt. Grünberg, am 26. September 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Obstversteigerung. Freitag, den 2 Oktober 1. J. soll das der Stadt Grünberg gehörende Obst an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist Vorm. 9 Uhr am Neustädtertor. Grünberg, am 26. September 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Bekanntmachung. In der Zeit vom 19. Septbr. bis 26. September 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Pferdehalfter, 1 Brille mit Futte al und 1 Gebetbuch. QOQ berloren: Kartoffel Speise u. Salatkartoffel zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Gießen. Tücht. Kellner ucht Stelluna per sofort oder später Offert. u. 2470 an die Expedition d. Bl. erbeten. 1 silberne Cylinderuhr mit Kette, 1 goldenes Medaillon und 1 Damenportemonnaie mit 6 Mt. Inhalt und Visitkarten. entlaufen sind: 1 schwarzer Dachshund auf den Namen Tom hörend, Steuermarke 1904 1 grauer Rattenpinscher. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 26. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Tücht Schreinergeselle Bandeisen fofort gesucht. H. Vollmöller, Gießen, Großer Ste.nweg 10. eine größere Menдe, hat sehr billig abzugeben die Expedition. falls unter fortwährendem umrühren anlaufen, bis er das Fett vollständig eingesaugt hat doch darf dies ja nicht Nr. 227 Montag, den 28. September 6061