Mr. 98 Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfs., in's Haus gebracht 60 Bfg., burd bie Boft bezogen viertelfjährlich Mt. 1.60. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitun täglich) Oberbeffifche Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbax, sowie die Gießener Tettenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Beritagen nachmittage Dienstag den 28. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jnfertionsprei 8: Die einfpaltige Vetitzeile für Gießen wi gang Oberbeffen, die reise Weslar und Marburg 10 Bfg fenfit 15 Pfg.: Reklamen die Petitselle 30 refp. 40 is Boftzeitungsliste No. 3809. Redaktion und Expedition: Gießen Rexenwe Fernsprechanfish Mr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. König Eduards Vifitenfahrt. Der Herrscher des Britenreiches ist am Montag in No mt eingetroffen, um dem jungen König Victor Emanuel Jeinen Antrittsbesuch zu machen. Wenn auch die Persönlich feit des Trägers der britischen Strone der italienischen Bevöl ferung nicht so vertraut ist, wie z. B. die des deutschen Kaisers, den die Römer wenige Tage nach Eduard VII. in den Wlauern der ewigen Stadt begrüßen werden, so darf der önig doch eines herzlichen Empfanges sicher sein. Nicht nur, weil Großbritannien allerdings in seinem eigenen Intereffe die Wiedergeburt Italiens gefördert und dem jungen tönigreiche aud) später mehrfach wo es die Briten nichts foftete hilfreich Hand geleistet hat: auch die Haltung des protestantischen Britenkönigs gegenüber dem Oberhirten der fatholischen Kirche, den die Römer hoch verehren, hat ihm die Sympathie der Bevölkerung gewonnen. Der Papst selbst wünscht den Besuch Eduards VII. so lebhaft, daß er erkläri bnt: Mag König Eduard selbst vom Quirinal( dem könig. fichen Schlosse in Rom) aus kommen, wir wollen ihn unter allen Umständen sehen." König Eduard wird nun von seiner Botschaft aus den Papst seinen Besuch abstatten, und da weder ber Papst noch Stardinalstaatssekretär Rampolla den Besuch auf neutralem Boden erwidern können, und der Papst Leo hnd) der Rückkehr des Königs nach England eine Sondergefandschaft nach London schicken, um den Besuch zu erwidern. Weniger sympathisch wird König Eduards Empfang in Paris sein, der Stadt, in der er als Thronfolger von seinen häufigen Besuchen her so populär war. Die nationalistische Presse Frankreichs giebt an die Bevölkerung die Losung aus, dem König zu zeigen, daß man in Frankreich ihn und seine Engländer nicht liebt, und auch aus dem Publikum werden Stimmen laut, die einen sehr unfreundlichen Empfang des Britenherrschers ahnen lassen. Allen Ernstes wird verlangt, daß die„ patriotischen Blätter" am Tage des Besuchs Eduards VII. mit schwarzem Trauerrand erscheinen sollen; die Bevölkerung solle dem König in Trauerkleidung entgegengehen, die Häuser sollen mit umflorten französischen und Transvaalbannern geschmückt werden. Viele andere schlagen vor, bei der Durchfahrt des Königs Hochrufe auf die Buren, auf Rußland und Schmährufe gegen England auszustoßen; einer meint, man solle aus den Fenstern in den föniglichen Wagen Papierstreifen mit der Aufschrift:„ Hoch die Buren" und dergl. werfen. Noch andere empfehlen, die Pariser sollten sich beim Nahen des Königs umdrehen und ihm wortlos ihren... Rücken zeigen, ihn mit Spottversen, Pfeifen und Johlen begrüßen. Und schließlich giebt es Leute, dem all diese Kundgebungen nicht lärmend genug sind, sie verlangen eine offene, gewaltsame Entrüstungskundgebung gegenüber dem König und der französischen Regierung. Das fann ja niedlich werden! Das Martyrium einer Ortsarmen. Ein entseßliches Bild menschlichen Glends entrollte ein Prozeß, der vor dem Bamberger Landgericht verhan delt wurde. Angeklagt waren der Bürgermeister des fränkischen Dorfes Niedermirsberg und die Frau des dortigen Gemeindedieners Margarete Bernreuther. Sie sollen durch Fahrlässigkeit verschuldet haben, daß im voigen Commer die im dortigen Armenhause untergebrachte 71 Jahre alte Tagelöhnerin Margarete Geck infolge Verwahrlosung bei lebendigem Leibe bald verfault zu Grunde ging. Auf Grund der damals von dem Beirtsarzte Dr. Riedel in Forchheim vorgenommenen Settion wurde festgestellt, daß die Leiche der Geck, hochgradig abgemagert, von Schmutz und Unreinlichkeit starrte; der Kopf war mit Ungeziefer total übersät. Hemd und Leintuch waren stark verunreinigt und das Stroh des Strohsackes war vollständig zu Mist geworden. Die ganze hintere rechte Körperhelfte vom Rande des Schulterblattes herab bis zur Kreuzgegend bildete eine schwarz gefärbte Geschwürfläche, die brandig war, einen pestilenzischen Geruch verbreitete und einen entsetzlichen Anbi bot. Dieser Geschwürbildung, der folossalen Unreinlichkeit und dem Mangel an jeglicher Pflege ist der Tod der alten Geck zuzuschreiben. Dieselbe starb an Blutvergiftung. Die in der Wohnung der Ged von der Gerichtskommission vorgenommene Untersuchung ergab, daß auch dort die größte Unreinlichkeit und Unordnung herrschte. Ein Teil der Bettfedern war versault und unter dem Bett befand sich ein Fußschemel, der ebenfalls halb verfault war. Auch der Stubenboden unter dem Bett zeigte feuchte Stellen. Sämtliche Zeugenaussagen verstärkten noch den furchtbaren Eindruck dieses himmelschreienden Falles dörflicher ,, Armenpflege". Beide Angeklagten, Bürgermeister und Wärterin, haben die ihrer Obhut anvertraute alte hilflose Frau in der schändlichsten Weise gemartert und gemißhandelt. Der Bauerssohn Legenfelder hat die Geck, als fie einmal aus dem Fenster gesprungen war und über Schmerzen in den Beinen klagte, mit ins Zimmer getragen. Dabei rief ihm der Bürgermeister zu, er soll sie mit der Peitsche hauen. Zeuge Johann Hoffmann hörte die Ged meistens wimmern, und die Bernreuther börte er schimpfen. Dabei war es ihm, als ob jemand Schläge bekäme. Kurz darauf trat die Angeklagte mit einem fingerdiden Stock aus der Türe und antwortete auf Befragen: ,, So, der habe ich ein paar gegeben, aber sagen darf ich es nicht." Was aber fast noch betrübender ist als der schreckliche Fall selbst, ist, daß derartige Vorkommnisse sich sehr leicht auch anderswo wiederholen könnten. Nicht nur in Niedermirsberg fassen die Bauern die Armenpflege noch immer nicht als eine edle Pflicht der Humanität, sondern als eine schwere unbequeme Laſt auf. Und wer weiß, ob es nicht noch in anderen Dorfarmenhäusern Insassinnen gibt, die ein ähnliches Martyrium durchzumachen haben wie die unglückliche Geck. Nur ans Tageslicht kommt es nicht immer. Die Politik. Robert v. Kendell . (-) Robert von Keudell, einer der bekanntesten Mitarbeiter des Fürsten Bismarck, ist in Königsberg in der Neumark im Alter von 80 Jahren gestorben. Er war einer der treuesten Anhänger des Fürsten Bismarck, zu dessen verlässigsten Stüßen er schon gehörte, als er in der preuBischen Konfliktszeit als Hilfsarbeiter ins Auswärtige Amit berufen wurde. Erst später, nach 1870, trat eine Entfremdung zwischen Bismarck und Keudell ein, und der Kanzler sandte seinen bewährten Mitarbeiter als Gesandten nach Konstantinopel, von wɔ aus er nach wenigen Jahren als Vertreter Preußens und deutscher Botschafter nach Rom ging. 1887 trat Keudell in den Ruhestand. Vor seiner damaligen Versehung nach Konstanti nopel gehörie Keudell dem Abgeordnetenhaus und dem Reichstage als Mitglied der freifonservativen bezw. der Reichspartei an. Auch nach seinem Uebertritt in den Ruhestand ließ er sich in beide Parlamente wählen. Mit ihm ist einer der selbstlosesten, arbeitsamsten und fähigsten Diplomaten Preußens und Deutschlands dahingegangen. Die Austreibung der Mönchsorden aus Frankreich führt täglich zu neuen erbitterten Zusammenstößen zwischen den mit der Vollziehung der Regicrungsbefehle betrauten Beamten und der Bevölkerung. In Laroche sur Doron sollten die Gerichtsbeamten das Kapuzinerlloster schließen. Sie fanden vor dem Kloster eine große Menschenmenge, die drohende Mienen zeigte. Als es ihnen nach vieler Mühe gelang, durch die Menge zum Kloster zu kommen, warfen sich ihnen 300 Frauen entgegen. Die Richter wurden dann von der Menge mit einem Steinhagel bombardiert und nicht unbedentlich verleẞt. Den ganzen Tag über war der Ort in größter Aufregung. Nacheinander rückten mehrere Brigaden Genda- merie, Linientruppen und Kavallerie ein.. Eine große Menge Verhaftungen wurden vorgenommen. Schließlich wurden die Kapuziner aus dem Kloster getrieben, sechs von ihnen wurden wegen Beteiligung an den Feindseligkeiten gegen die Gerichtsbeamten verhaftet. In Caraba( Korsika) wurde das von den meisten Mönchen verlassene Dominikanerkloster von etwa hundert Personen vollständig geplündert. Acht Mönche, welche in dem Kloster zurückgeblieben waren, wurden unter dem Schutze von Gendarmen nach Bastia gebracht. In Nizza drohen die dort ansässigen polnischen Aristokraten mit ihrem Wegzug, wenn man die Klosterkapellen schließe. Unter dem Protestschreiben, das sie an die Präfektur gerichtet haben, findet man u. a. die Namen Hohenlohe und Radziwill. Ibrahims Begnadigung. Der albanesische Soldat Ibrahim, der Mörder des Konsuls Schtscherbina, wird nicht hingerichtet werden. Man fürchtet offenbar, daß seine Hinrichtung das Signal zu einem blutigen Aufstande der Albanesen sein würde, der sich namentlich gegen die Russen richten würde. Auch in Petersburg scheint man diese Befürchtung zu teilen, und so hat denn Zar Nikolai den Sultan wissen lassen, daß er auf Ibrahims Hinrichtung nicht bestehe. Für die Russen, die in Albanien leben, mag diese Wendung der Angelegenheit recht angenehm sein, weil sie sie nicht der Gefahr aussetzt, von den Albanesen aus Blutrache massafriert zu werden. Ob aber dem Ansehen Rußlands bei den Albanesen damit gedient ist, ist eine andere Frage. Ibrahims Hinrichtung hätte vielleicht doch nicht sowohl aufreizend als abschreckend gewirkt; die milde Bestrafung des Mörders läßt den Albanesen nur den Kamm schwellen. Wird doch schon wieder die Ermordung eines russischen Konsuls durch Albanesen gemeldet: der Konsul in l'estüb, Maschlow, soll das neueste Opfer des albanesischen Russenhasses sein. Bestätigt sich die Nachricht, so wird Zar Milolai wohl andere Saiten aufziehen. Ein Massenaufstand in China? -( Aus den Kreisen der deutschen katholischen Missionare in Schantung, die sich schon beim Ausbruch der früheren Chinawirren besser unterrichtet zeigten als die Diplomaten, kommt die Nachricht, daß in der chinesischen Provinz Riangnaen eine neue den Borern ähnliche Sefte ungeheure Ausbreitung gewinnt. Bereits 80 Prozent der Bevölkerung gehört dieser Sekte an, darunter zahlreiche chinesische Soldaten und Offiziere sowie Unterb. wäch Ansicht der Patres ist ein umfangreicher Massenaufstand zu erivarten. Unter Zauberformeln werden junge, kampslustige Leute angeworben, die an geheimen Zeichen zu erkennen sind. Jedenfalls habe man es mit einer sehr gefährlichen Revolutionsbande zu tun, die den gesamten Südwesten Chinas bedroht. Die Mandarinen unternehmen nichts gegen die Bewegung, sondern versuchen eher noch, sie gegen die Fremden zu leiten. Es wäre dringend zu wünschen, daß die Diplomaten diesmal den Worten der Missionare Glauben schenkten und nicht wieder in unbegreiflicher Sorglosigkeit und Verblendung sich gezen deren Mitteilungen verschlössen, das hat sich bei den legten Boxeraufständen doch bitter genug gerächt. Auch in der Mandschurei gärt es bedentlich: anscheinend wol len die chinesischen Machthaber in Peting sich der seßhaften Russen dadurch erwehren, daß sie einen Aufstand der mandschurischen Bevölkerung herbeiführen. Es ziehen nämlich gegenwärtig starke chinesische Reiterscharen von Süden gegen den Amur herauf, die Legitimationen der chinesischen Regierung bei sich führen und angeblich zur Vernichtung der schon im Aufstande begriffenen mandschurischen Chunchusen bestimmt sind. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß diese Reiter größtenteils zu den Borern in Beziehun gen stehen. Dieser Banden wird Rußland mit seiner starfen und grausamen Kosakenbesaßung in der Mandschurei schon Herr werden. Wie aber, wenn Japan, England und Amerika auch noch gegen Rußland wegen dessen Bebandluna der Mandschureifrage vorgehen? Kurze politische Nachrichten. * Der Reichstag wird voraussichtlich schon am Don nerstag schließen, während der Schluß der preußischen Bandtagssession erst zwei Tage später zu erwarten steht. Im Reichstage haben die Konservativen folgendo Interpellation eingebracht: Ist der Reichskanzler bereit, Auskunft zu geben, wann die bestehenden Handelsverträge gekündigt werden?" Wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, wird die Regierung diese Interpellation, an die sich noch eine große handelspolitische Debatte anschließen wird, beantworten. * Bei den Wahlen in Spanien, die allem Anschein nach mit einem Siege der Republikaner enden werben, kam es in Barcelona, Bilbao, Malaga und Valencia zu Wahltumulten, wobei zahlreiche Personen verwundet wurden. In der Provinz Almeria wurde ein Dorfschulze erstochen. * Im Somalilande hat ein neues Gefecht zwischen den Mullahleuten und einer britischen Kolonne stattgefunden. Der Verlust auf Seiten der Engländer betrug 13 Tote, darunter 2 Offiziere; außerdem wurden 4 Offiziere verwundet. Die Mullahleute hatten 200 Tote. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist von seiner Wartburgfahrt wieder in Berlin eingetroffen. *** Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich fahren fort, die Schenswürdigkeiten von Florenz zu besichtigen. Die Bevölkerung begrüßt die deutschen Kaisersöhne überall mit großer Sympathie. *** Der König von Sachsen ist zum Besuch am österreichischen Hofe eingetroffen. Kaiser Franz Jɔjef erwartete seinen Gast auf dem Bahnhof und umarmte und füßte ihn herzlich. In der Burg fand ein Galadiner zu 98 Gedecken statt. *** Zum Hochzeitsfest des Großherzogs von Sachsen- Weimar mit der Prinzessin Karoline von Reuß ä. L. treffen am Bückeburger Hoje bereits von allen Seiten die geladenen Fürstlichkeiten ein. Zu den ersten, die ankamen, gehörten Königin Wilhelmina von Holland und ihr Gemahl, Prinz Heinrich der Niederlande. Weiter befinden sich schon in Bückeburg die Braut mit ihren vier Schwestern Emma, Marie, Hermine und Jda und der Bräutigam mit seiner Mutter, ferner Prinz Wilhelm zu Schaumburg- Lippe mit seiner Tochter, Prinzessin Alexandra, sowie Prinz und Prinzessin Adolf zu SchaumburgLippe und der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Baden. Der Kaiser trifft am Mittwoch abends 6 Uhr dort ein und kehrt Donnerstag abend 11 Uhr wieder nach Berlin zurück. 297. Cibuna. Deutscher Reichstag. Eigenec Bericht ea - Krankenkassennovelle.- Ohne Gang und Klang wurde die Nachtragsforde rung des Reichsmarineamts zu Grabe getragen; stimmten nur drei Mann dafür: Graf Driola, Dr. Cemler und Büsing. Der Gesezentwurf betr. die Phosphorzündwaren wird in dritter Lesung angenommen. Eine längere Beratung entspann sich dann über eine innere Frage des Reichstags. Bisher wurden nämlich alle Monita des Reichstags an das Reichsschazamt gerichtet, das aber zur Beantwortung und Erledigung nicht zuständig ist, da iedes Reffort für seine Etats die Verantwoor Händchen. Sie betete für das Seelenheil der dort unten Dora an der Gruft in die senie nieder und faltete ihre Während neue Tränen ihren Augen entströmten, sank Ruhenden! ,, Sagte ich dir nicht, daß gib mir deinen Arm ihre Hand, zog Dora ever fint ou mich wir gehen wollen? Hier empor und flüsterte hastig: Da ergriff der Vater plöglich Mit auf dem Hinterperron stehend, Heimwandernden im feuchtschimmernden Augen blickte Margarethe benden hin Nebel entschwanden. so lange, bis die die Zurückblei ( Fortsetzung folgt.) Den Schmerz uß nicht mehr heben und mußte sich im Knie zu flagen begann. Bald tonnte sie den die fahlgrau wurden und hohl zu werden ansingen. fett, Salben und alle möglichen Hausmittel boben nicht die räucherigen Belasse des Bauernhauses schrühsam durch die Die gesunde braune Farbe schwand von ihren Wangen, Katzennicht, der Strumpf in der Truhe war durch die Kur In einer schlaffo fommen. ausgeleert und der Schweinetober auch. Die fostbaren Korallen! Nacht waren ihm endlich die Korallen in den Sinn geasse vierhundert Gulden Einmal hatte ihm der Senn man eine reiche Juwelenhändler in der Gulden! dafür geboten. Vierhundert tung trägt. Der Abg. Dr. Sattler beantragte deshalb, daß alle Angelegenheiten der Rechnungsprüfung an den Reichskanzler zu richten sind. Da indes diese Frage die Geschäftsordnung in ihrem Paragraphen 26 berührt, so beantragt der Zentrumsabgeordnete Dr. Epahn die Verweisung des Antrags an die durch 7 Mitgliedern verstärkte Geschäftsordnungstommission, was auch beschlos sen wird. Bei der fortgesetzten Beratung über die Krantassennovelle wurde namentlich das Verhältnis zwischen Aerzten und Krankenkassen und deren schlechte Honorierung besprochen. Allgemein war man darüber einig, daß die Interessen der Aerzte in einer besonderen Novelle wahrgenommen werden müßten. Auch in der heutigen Etzung wurden die einzelnen Paragraphen nach der Regierungs- bezw. Kommissionsfassung angenommen. 63. Cibung Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht. - Eisenbahnverstaatlichung. Der Eisenbahnminister war zu Beginn der Eizung am Erscheinen verhindert. Infolgedessen ging das Haus zunächst nicht an die Eisenbahnverstaatlichungsvorlagen, sondern an die Erledigung einer Reihe von Petitionen, die kein besonderes Interesse boten. Dann tam Herr Budde, und die Eisenbahnverstaatlichungsgesetze erschie nen wieder auf der Bildfläche. Der Minister hätte nicht zu kommen brauchen: Ohne jede Debatte genehmigte die Volksvertretung in zweiter Lesung die Verstaatlichungsvorlagen der Regierung. Ein dann zur Erörterung gelangender Antrag des freikonservativen Abg. Eckert, der die Einsetzung einer ständigen Kommission für Handel und Gewerbe verlangte, wurde nach längerer Erörterung angenommen. Nach diesem Jntermezzo schritt das Haus gleich zur dritten Beratung der eben erst in zweiter Lesung angenommenen Eisenbahnverstaatli chungsvorlagen. Es gab eine kurze Debatte, in der namentlich die Verstaatlichung weiterer Privatbahnen, nötigenfalls auf dem Zwangswege, verlangt und Wünsche wegen des Betriebes der jetzt wesentlichsten Bahnen geäußert wurden. Dann genehmigte das Haus die Vorlagen auch in dritter Lesung. Nab und fern. ::: Ein neuer deutscher Feldmarschall. Der kommanbierende General des 16. Armeekorps Graf v. Haeseler wurde aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums vom Kaiser zum Range eines Feldmarschalls erhoben und telegraphisch beglückwünscht. Der Großherzog von Baden verlieh dem Jubilar den Hausorden der Treue. Sämtliche Generale und Regimentskommandeure des 16. Armeekorps erschienen bei dem Jubilar, um ihre Glückwünsche zu überbringen, und überreichten als Ehrengeschenk eine getreue verkleinerte Nachbildung des auf ber Esplanade in Metz stehenden Prinz Friedrich KarlDenkmals. Die Ansprache hielt der Gouverneur von Mezz General Etoeßer. Hierauf überreichte eine Deputation von Offizieren des bayrischen Kontingents eine getreue berkleinerte Nachbildung des sogenannten Prinz Friedrich Karl- Steines in Vionville. Später erschienen die Epißen der Zivilbehörden zur Gratulation. Nachmittags fand zu Ehren des Grafen Haeseler ein Festmahl statt. Der Jubilar brachte das Kaiserhoch aus. General Etoeßer trank auf das Wohl des Grafen Haeseler, welcher dankend erwiderte. Abends wurde dem Jubilar von sämtlichen Vereinen der Stadt Mez ein Fackelzug dargebracht. )( Aus der Offiziersliste gestrichen wurde der Rittmeister Freiherr v. Horn, à la suite des 2. bairischen Chevaulegersregiments, Chef der Eskadron Jäger zu Pferde 1. Armeekorps, der, wie wir meldeten, dieser Tage auf geheimnisvolle Weise aus einem bei Meran gelegenen Sanatorium verschwunden ist. Ueber Horns Vermögen ist inzwischen der Konkurs eröffnet worden. Hierbei sei bemerkt, daß die Gattin des Verschwundenen, Baronin v. Horn, eine geborene Belgierin, im Jahre 1897 mit Hilfe ihres inzwischen verstorbenen Vaters unter schweren materiellen Opfern die zerrütteten Vermögensverhältnisse ihres Gatten geordnet hatte. () In den Sielen gestorben. Während der letzten heftigen Schneestürme haben, wie jetzt bekannt wird, auch zwei Landbriefträger auf ihrem Bestellgange das Leben eingebüßt. Der Briefträger Böttcher, der beim Postamte Vierraden in der Mark bedienstet war, wurde bei seinem Gige durch den unaufhörlichen Sturm derartig erschöpft, daß er im Walde zwischen Blumenhagen und Hohenfelde Ruhe suchte. Er konnte sich vor Ermattung wohl nicht mehr erheben. Nachmittags, da Postbeamte ihn auf der Suche fanden, schlug sein Herz noch etwas, doch das Leben erlosch angesichts der nahen Rettung. Um so tragischer, da der pflichtgetreue Beamte vor der Heirat stand. Ferner ist der beim Postamte in Pyritz angestellte Landbriefträger Siepert in den Sielen gestorben. Auch dieser treue Beamte erlag dem Unwetter. In der Nähe des Pyriter Chausseehauses wurde die Leiche des Unglücklichen gefunden. Seine Bestellungen hatte er noch ausgeführt. Berliner Einbrecher- und Diebesbanden. 80 Einbrüche hat eine Berliner Verbrecherbande auf dem Kerbholz, von der die Kriminalvolizei jetzt die letzten Mitglieder verhaftet hat, nachdem sie verschiedene schon vor zwei Wochen, wie gemeldet, in Nummer Eicher verbrachte. Mit welchem Raffinement die Bande arbeitete, zeigt folgender Vorfall. Veim Einbruch in eine Villa zu Schmargendorf mußien die Verbrecher einen Garten über breite frisch geharkte Beete überschreiten. Das war wegen der Fußspuren eine etwas gefährliche Sache. Aber die Einbrecher wußten Rat. Bei einem Gastwirt hatten sie eben eine Menge Servietten gestohlen. Diese wickelten sie sich so dicht um die Füße, daß von den Stiefeln feine Spur mehr zu sehen war, die Beete vielmehr aussahen, als ob Elephanten darauf herumgetrampelt hätten. Die Servietten konnten wieder gewaschen werden; dafür hatten die Spitzbuben ja ihre ,, Bräute". Denn die finden sich im mer dußendweise für einen tüchtigen ,, Nachtarbeiter". Manchmal halfen sie auch tätig beim Handwerk mit, ja, die lesse Anna", die der Polizei soeben in die Hände fiel, war selbst das Haupt einer weitverzweigten Diebesbande, deren Angehörige man ebenfalls gefaßt hat. Die Bande trieb unter ihrer sachkundigen Leitung gewerbmäßig den Boden- und Kellerdiebstahl. Die Hauptmännin baldowerte dazu die passende Gelegenheit aus und stand Schmiere. (-) Unerlaubtes Präsent. In Etaßfurt wurden dieser Tage etwa siebzig Eisenbahnbeamte, Schaffner, Bremser, Wagenschieber usw. wegen unerlaubter Annahme von Geschenken von der dortigen Königlichen Eisenbahnbetriebs- Inspektion in eine Geldstrafe von je 50 Pfg. genommen. Einem alten Brauche gemäß hatte nämlich auch in diesem Jahre die Vereinigte Chemische Fabrik in Staßfurt an die Eisenbahner je eine Kiste Zigarren als Weihnachtsgeschenk verabsolgt. Die Annahme dieses üblichen Präsents wurde als dem Reglement widersprechend angesehen und zog die obige Strafe nach sich. 2 Geschenk Roosevelts an den Papst. Präsident Roosesevelt hat den Papst Leo XIII. mit einer Gabe beschenkt, die aus zehn geschmackvoll eingebundenen Bänden, enthaltend alle Botschaften und amtlichen Schriftstücke der Präsidenten der Vereinigten Staaten, von Washington bis auf Roosevelt, besteht. Ein Geistlicher ist nach Rom abgereist, um dem Papst das Geschenk zu überbringen. † Große Wechselfälschungen beging in Moskau der erbliche Ehrenbürger und vereidigte Rechtsanwalt R. A. Schlesinger. Er hat falsche Wechsel in einem Gesamtbetrage von 200 000 Rubeln auf den Namen eines dortigen Großkaufmanns in Umlauf gesezt und die Papiere dann bei Moskauer Banken allmählich versilbert. Der gegenwärtige Aufenthalt des Flüchtigen konnte trotz der umfassendsten Nachforschungen bisher nicht ermittelt werden. (!) Einfach und praktisch. Wie in Rußland schneeverwehte Bahngeleise wieder freigemacht werden, darüber kann ein schlesisches Blatt folgende Auskunft erteilen: Auf der Strecke Sosnowice- Warschau der Warschau- Wilnaer Eisenbahn war der Verkehr des vielen Schnees wegen einige Tage fast ganz eingestellt. Als man endlich wagte, in der Richtung nach Warschau einen Personenzug abzulassen, erhielten auf sämtlichen Stationen die Reisenden 3. Klasse( 4. Wagenklasse existiert dort nicht) Freibillets, sie hatten aber die Pflicht, wenn etwa der Zug im Schnee stecken bleiben sollte, sofort auszusteigen und bei der Wegschaffung des Hindernisses mit tätig einzugreifen, was fie auch bereitwilligst getan haben. Glückliche Eisenbahnverwaltung! *[ Ein Kampf zwischen dem Hut und der Mütze] ist in Budapest entbrannt. Dort haben die ungarischen Studenten, um ihren regierungsfeindlichen Gesinnungen ein äußeres Kennzeichen zu verleihen, beschlossen, ihre lockigen Häupter statt mit Hüten mit ,, Gesinnungsmüßen" in Form eines Husarenkäppis zu bedecken. Diese Sitte wurde schleunigst von Gymnasiasten und Volksschülern nachgeäfft. Das ging endlich den Hutmachern auf die Nerven und ans Geschäft. Und um nun der Müßenepidimie wirksam zu begegnen. beschlossen sie, nach dem Wahrworte similia similibus curantur, Tausende von Müßen an jene Sorte von Nichtakademikern zu verteilen, die als Straßenjungen, Dienstmänner, Zeitungsausträger zu der Universität nur in sehr entfernten Beziehungen stehen. Die akademische Jugend nahm diese Herausforderung" an. Seit einigen Tagen sieht man auf den Budapester Anschlagssäulen ellenhohe Plakate, auf denen die Hutmacher als Verräter, als Schädiger heiligster Interessen, als Leute, gegen welche unerbittlich Krieg geführt werden müsse, geächtet werden. (!) Die üblichen Attentatsgerüchte knüpfen römische Blätter an die Meldung, daß die beabsichtigte Einweihung bes von unserem Kaiser der Stadt Rom geschenkten Goethedenkmals während des bevorstehenden Besuchs des Monarchen nicht stattfinden wird. Der Grund, daß das Terrain, auf dem sich das Monument erheben soll, nicht widerstandsfähig genug sei, wäre nur ein Vorwand, in Wirklichkeit hätte die römische Polizei Wind von einem bei dieser Gelegenheit beabsichtigten Attentat bekommen. Die Nachricht flingt wenig glaubwürdig und wird wohl dem Hirn eines sensationslustigen Reporters entſprungen sein. (!) Von einem Duellanten en gros weiß ein Hamburburger Blatt wahre Echauergeschichten zu erzählen. Ein russischer Edelmann Jvannoviz von Tscherdiadieff habe kürzlich in der Nähe von Hamburg sein achtzehntes Duell bestanden und, wie immer, ohne die geringste Schramme davonzutragen. Der letzte Zweikampf stellte den Grafen einem Landsmann, einem hohen Militär, gegenüber. Tscherdiadieff wählt am liebsten Säbel und greift nur, wenn diese Betn rechtes Resultat bringen wollen, zur Pistole. Sein Waffe tötete bisher acht Menschen.(?) Da nach Angabe des Blattes Herr v. Tscherdiadieff erst 40 Jahre alt ist, so kann er es noch recht weit bringen. ) Prinzessin Luise von Toskana geht, wie die Leipziger Neuesten Nachrichten zu melden wissen, doch nicht ins Kloster. Der Prinzessin ist vom Kronprinzen von Sachsen eine Jahresrente von 50 000 Mark ausgesetzt worden. (") Eine ganze Stadt verbrannt. Aus Santiago ( Chile) wird berichtet, daß die peruanische Stadt Bisagua mit Banken, Telegraphenämtern und Geschäftshäusern fast gänzlich niedergebrannt sei, weil es an Wasser zur Bekämpfung des Feuers fehlte." Bunte Chronik. Bei Hattingen ereignete sich nächticherweile in der Zeche Friedlicher Nachbar" eine Erplosion schlagender Wetter, wobei 5 Bergleute, darunter 3 schwer, verletzt wurden. Einer der Verunglückten ist seiten Verlegungen erlegen. -Der Matrose Kohler, der Mörder des Unteroffiziers Biedrißzky auf dem Stationsschiff Loreley", wurde aus Der Irrenanstalt, in der er, wie erinnerlich, interniert vorden war, dem Kriegsgericht zur endgiltigen Aburteiung zugeführt. Sein Geisteszustand wurde als vollkom nen normal befunden. -Der Prozeß Hüssener gelangt kommende Woche in diel zur Hauptverhandlung. -In Sievershausen( Regierungsbezirk Lüneburg) errosselte der Arbeiter Vollmer sein breijähriges Stiefind. In der Borckschen Fabrik in Leipzig zersprang ein Ballon mit Schwefelsäure. Die Flüssigkeit drang durch den Fußboden in die darunter befindliche Werkstatt. InJenieur Bord erlag der Einwirkung der giftigen Dämpfe; ein Werkmeister und drei Arbeiter sind schwer erkrankt, einer von ihnen befindet sich noch in Lebensgefahr. Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 27. April 1903. Der Großherzog hat dem früheren Pfarrer in Fürth Jakob Schmitt, z. 8. in Neustadt i. D., das Ritter freuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß mütigen verliehen. ale am Abend be böschung in ber fifden Feuerwehrt batte, waren bon And im verfl. 3 10jährige Mitglied raden Deutscher, Wahl des Rommo beefelben, bus gar -Nach Erledigu lichen Teil überge Ernannt wurde der ständige Hilfsarbeiter bei de Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe des M nisteriums des Innern Regierungsrat Dr. Eugen Wagne zum vortragenden Rat bei dieser Abteilung unter Verleihung des Amtstitels als Oberregierungsrat, der Hauptlehrer a der Gewerbeschule zu Michelstadt Ludwig Schalt zum Haupt lehrer an der Gewerbeschule zu Worms und der Finan aspirant Wilhelm Erle zum Sekretariats- Assistenten bei de Landes- Universität. ** Versetzt ist ber 1. Mai der Eisenbahnassisten Rumpf von Grebenhein- Erausfeld nach Grünberg. " beifammen hielt. § Der vom April geplante Au erit am berfloffe Tat hatte der nach der trübfeli Sonntag wieder aud die Beteili reich; ja die und unter Bora in Robheim ein großer Raum zu Befuchern ziemli der rührigen L Leben in die zo fungen und sog war reichlich Da inzwischen gröffnet, fo Fadelschein b die Ausflügl wiß find au jeder Weise n ** Der Hauptverein der deutschen Ronser vativen hat eine fleine Schrift unter dem Titel„ Vor. wärts zu den Wahlen 1903!" erscheinen lassen. Es wird", so heißt es einleitend, der konservativen Parti erschwert, ihre Ansichten zu verbreiten, da die meisten Beit ungen in den Händen der Gegner sind, auch die andere Parteien über größere Geldmittel verfügen und viele Agi tatoren ins Land schicken. In öffentlichen Volksversamm lungen werden die konservativen Redner oft niedergeschrieen So erfährt die Mehrheit des deutschen Volkes gar nidt was die konservative Partei, im Gegensatz zur freisinnige und sozialdemokratischen Partei, erreichen will. * Um das neue Jägerbataillon im 18 Armeekorps bewirbt sich neben Bensheim und Grün berg nun auch noch Usingen. Usingen führt Folgendes an: Hoffentlich werden sich in dieser Angelegenheit auch unser Stadtverwaltung( von Usingen) und der" Bürgerverein" be mühen, um mit in Ronkurrenz zu treten. Usingen liegt an der Bahn nach Frankfurt, tem Siz des 18. Arme forps, ferner am Fuße des Taunusgebirges unweit der " Saalburg", einem Lieblings- Aufenthalt unseres Raisert. Unsere Stadt fann ca. 150 Morgen geeignetes Gelände gratis zur Verfügung stellen und hat reichliches Wasser( so gar für zwei Bataillone), sowie ganz ausgezeichnete Straßen berbindungen nach allen umliegenden, größeren Orten Aug eignet sich der große Hattsteinsweiher" zu einer ganz vor - Wir wollen hoffen, daß züglichen Schwimmanstalt". die alte nassauische Residenzstadt, die jetzt im Begriffe, ihrem ersten Fürsten Walrad ein Tenkmal zu sehen, wieder zu ihrer früheren Blüte" gelangt. En Korrespondent schreibt nun zu diesem fleinen Garnisonstreite: Sollte das 18. Armeekorps wirklich in Bälde ein Jägerbataillon erhalten, so ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die jetzig Bahl der Garnisonen in diesem Korps nicht vermehrt wird. Es fönnen durch Zusammenlegen von jeßt getrennt garnisonierenden Regimentern Inf. Regt. 80: 1. 2. Bataillon in Wiesbaden, 3. Bataillon in Homburg; Inf.- Regt. 168: 1. Bataillon in Buzzbach, 2. Bataillon in Offenbach eine Garnison gewonnen werden, was wohl als das Wahrscheinlichste gilt, und wird wohl auch im Spielraum gerade innerhalb dieser beiden Regimenter die einstige Garnison für das neuzu bildende Jägerbataillon des 18. Armeekorps zu suchen sein. - ** Landwirtschaftliche Studienreisen. Großes Intereffe und rege Beteiligung haben die beiden in den Vorjahren vom Hess. Landwirtschaftsrat veranstalteten Studienreisen nach Baden und der Provinz Sachsen gefunden. Dies hat den Hess. Landwirtschaftsrat veranlaßt, auch in diesem Jahre eine Studienreise vorzubereiten. Es ist in Aussicht genommen, das Weinbaugebiet der Mosel zu besuchen, dann in Bonn die landw. Akademie nebst Versuchsfeld zu besichtigen. Hieran schließt sich in der Kölner Gegend eine Besichtigung hervor ragender Gutsbetriebe, auf denen besonders die Zucht des rheinisch- belgischen Pferdes betrieben wird, sowie des Land pestüts in Wickrath. En Tag ist schließlich noch für Belgien bestimmt, um auch die belgische Pferde zucht an Ort und Stelle tennen zu lernen. Dieselbe findet voraussichtlich vor 6.- 10. Juli b. I. statt. - Die Schwalben sind wieder da! Nun ist kein Zweifel mehr. Die Herrschaft des bösen Winters ist end gültig und das Schnupfenwetter im besondern zu Ende D, die kleinen Zugvögel, sie haben immer eine gute Witter ung, wie es mit unserm Kalender steht und scheinen sich aud diesmal nich geirrt zu hab. n, denn heute meint es de Himmel schon besser mit uns. ** Maiblumen sollte man nicht im Munde tragen Es beginnt jetzt die Zeit der Maiblumen; wir weisen da raufhin, daß der Saft dieser lieblichen Blume giftig ist. J dieser Pflanze sind zwei Giftstoffe enthalten: Konvallarin und Konvallamarin. Legeres ist ein starts Herzgift. Die Ge wohnheit, Maiblumen einige Zeit im Munde zu tragen, fann berhängnisvoll werden. + Die Gießener Freiw. Feuerwehr hiel gestern Abend im Restaurant Wigandt ihre ordentlich Hauptversammlung ab. Erschienen waren 92 Kameraden Gegen 91 Uhr eröffnete Hauptmann Wigand die Versamm lung, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und gab Bericht von dem verflossenen Jahr. Am 1. April 1902 hatte die Gießerer Freiwillige Feuerwehr 137 Mitglieder beigetreten sind im Laufe des Jahres 17( davon 2 Man bom Militär zurück); ausgetreten sind 4, gestrichen wurder 2, berzogen sind 4 und 1 zum Militär, so daß am 1. April 1903 bas Rorps 143 Mann start war. Zwei Kameraden Grün und Gröninger sind durch den Tod abgerufen, das Andenken derselben ehrte die Versammlung durch Erheber von den Sizen. Im verfl. Geschäftsjahr wurden 10 Ge samtübungen abgehalten, wozu im Durchschnitt 84 Man angetreten waren. Unter den Ubungen waren neben den Detail- lebungen ein Brandangriff auf den Güterschuppen Nur einmal wurde die Wehr alarmiert und das war, - - Morgen mit Fußb Meidung Dem Carlé, der v für 110,000 Thomas, 9 Aus F o. Aber am Sonntag Hintertür öf fonnte man diefelben dal Lärte sich bi benachbarten bier einfand späten Abend gebracht. D nicht den gen bern er war Mühle in d tiefen Hohlr Tiere auf diefelben ni jener Nach sein Heim zu nennen, allernächste Bu hier nach Auf der Em k ganz a Lou Grün gkeiten. 27. April 1903 früheren Pfarrer t i. D., das Mite als am Abend des 22. Februar das dürre Gras der Bahnböschung in der Schwarzbach brannte. Auf dem 19. Hessischen Feuerwehrtag, welcher in Bad Nauheim stattgefunden hatte, waren von der G. F. F. allein 81 Mann vertreten. Auch im verfl. Jahre wurden mehrere Dienstabzeichen für Philipps des 10jährige Mitgliedschaft ausgegeben und zwar den KameHilfsarbeiter bei b - Die raden Deutscher, Gimbel, fel, Reiz und Zierlein. Bahl des Kommando brachte keine Veränderung innerhalb nd Gew rbe des desselben, dus ganze Rorps ist mit seiner Leitung zufrieden. Dr. Eugen Bagn ung unter Berleig der Hauptlehrer ig Schalt zum Haup ms und der Finan 18- Affiftenten bei s Grünberg. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde zum gemütlichen Teil übergegangen, der die Versammlung noch lange beisammen hielt. § Der vom Verein„ Contentia" schon am 5 April geplante Ausflug nach Rodheim a. Bieber fonnte erst am verflossenen Sonntag ausgeführt werden. In der Tat hatte der Berein einen günstigen Tag getroffen, denn nach der trübseligen Witterung der Izten Tage brachte der auch die Beteiligung an diesem Ausfluge so überaus zahl| führung erforderlich. Die Bahn führt durch das Wettertal an Burg Münzenberg und Kloster Arnsburg, zwei sehr sehenswerten Punkten der Wetterau, vorbei. ** Bad Nauheim. Vom 1. April bis einschließlich 23. April sind 350 Rurgäste angekommen; am 1. April waren anwesend 163 Personen, sodaß die Frequenz bis zu legten Donnerstag 513 beträgt. Bäder wurden bis zu letzt genanntem Tage 3799 abgegeben. ** Aus dem Dekanat A'sfeld. Auf der im vorigen Jahre in Alsfeld abgehaltenen Synode des evangelischen Defanats Alsfeld war wegen der Arbeitsüberlastung der zu Groß- Felda stationierten Dekanatskrankenschwester Elisabeth Hedderich die Anstellung einer zweiten Dekanats schwester mit dem Sige in Kirtorf beantragt und beschlossen worden. Dieser Beschluß ist inzwischen zur Ausführung gelangt und es steht nun den Gemeinden des Dekanats in der Person der Schwester Anna Löchel zu Rittorf eine weitere Krankenpflegerin zur Verfügung. Dieselbe ist, wie die„ Alef. D. 8tg." schreibt, im Elisabethen. der Kranten- und Siechenpflege ausgebildet und bietet daher, wie die in Groß- Felda stationierte Schwester, die Gewähr ** In Glauburg wurde gestern der seitherige Bürgermeister Schmidt wiedergewählt. Gegenkandidat war der Gutsbefizer Berabeimer. Marktbericht. Gieken, 28. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 Mr. Hübnereier 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneierSt. 6-7 Bfg.. Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Vfg., Erbsen der Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bia.. Tauben per Vaar . 0.80-1.20, Hübner per Stud Mt 100-230, Hahnen, per, Stud Mt. 1,10-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Ganie v. Bld. 54-60 Pfg. Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Blg., Rindfleisch per Bfb. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo 66-76 Bio Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Ralbfleisch per Pfb. 66-72 Bfa., Hammelfleisch per Vfd. 52-72 Bfa., Kartoffeln per 100 Rilo 6.00-6.50 Mr., Zwiebeln per St. Mr. 7.00-8.00, Milch per Liter 18 Vfa. er Eisenbahnaffi Sonntag wieder einmal einen Frühlingstag. Daher war tschen Roni reich; ja die Biebertalbahn erhielt sogar Doppelvorspann stift zu Darmstadt in einem längeren Kursus in allen Zweigen ist effectiv gesucht und fonnte im Preise gegen die Vorwoche dem Titel„ B " erscheinen l und unter Borantritt eines Mufitforps zogen alle Teilnehmer in Rodheim ein. Obgleich der neue Bendersche Saal ein fonservativen großer Raum zu nennen ist, so wurde derselbe von seinen einer sach- und fachgemäßen Ausübung ihres Berufs. Ana bie 3 fordert werden. Gerste geſchäftslos. Safer hiesiger gegen , auch die ande ügen und viele lichen Boltsverfa Toft niedergefr en Bolles gar fag zur freifin n will. ataillon im nsheim und Gri führt Folgendes egenheit auch u Bürgerverein .- Ufingen Siz des 18. A ebirges unweit It unseres Rai geeignetes Bel eichliches Woffer h 18gezeichnete Stra rößeren Orten zu einer gany wollen hoffer t im Begriffe, szen, wieder orrespondent sche : Sollte das rbataillon erhalt aß die jebig B vermehrt wird. nnt garnifonierenden Caillon in Biesbaden 168: 1. Bataille - eine Garnis Wahrscheinlichte g rade innerhalb die son für das neu torps zu suchen fea n. Großes Inter in den Vorjah Iteten Studiente gefunden. Dic uch in diesem J Aussicht genomm chen, dann in B zu besichtigen. Hi Besichtigung ber onders die fut d ird, sowie die Lar Blich noch für drzucht an Ort et borausfigli r da! Nun Fr en Winters i besondern zu ner eine gute Wi und scheinen fich heute meint es der rührigen Leitung des Vereinsvorsitzenden fam bald reges Leben in die zahlreiche Gesellschaft. Es wurde gespielt, ge= fungen und sogar photographische Aufnahmen gemacht; auch war reichlich Gelegenheit geboten das Tanzbein zu fdwingen. Da inzwischen der Himmel jedoch einmal seine Sch'eusen gröffnet, so wurde auf ziemlich schlüpfrigen Boden unter Fackelschein der Heimweg ongetreten. Die Kleinbahn führte die Ausflügler in einem Extra ug zur Stadt zurück. Gepiß sind auch diesmal alle Vereinsmitglieder von dem in jeder Weise wohlgelungenen Ausflug- troß der om anderen Morgen mit Schrecken betrachteten von Schmuß überzogenen Fußbefleidung befriedigt an ihr Tagewerk gegangen. Dem Vernehmen nach hat Herr Dachdeckermeister Carlé, der vor einigen Tagen erst die Luft'sche Hofraithe für 110,000 Mart faufte, jezt auch die des Schmiedemeisters Thomas, Neuenwrg gefauft. Aus Heffen und Dachbargebieten. o Abendstern. Auf dem Hofe der Frau Duill standen am Sonntag Morgen, als das Dienstmädchen daselbst die Sintertür öffnete, ein Par Ochsen. Sonde: barer Weise fonnte man dabei aber feinen Führer entdecken und wurden dieselben daher in den dortigen Stall eingestellt. Später tärte sich die Sache auf, indem sich ein Bäue lein aus dem benachbarten Kinzenbach auf der Suche nach seinen Ochsen bier einfand. Derselbe hitte die Tiere Tags zuvor am späten Abend aus entfernter Gegend per Bahn nach Gießen gebracht. Der sonderbare Kauz hatte aber mit den Tieren nicht den gewohnten Weg über Heuchelheim genommen, sonbern er war auf der Rodheimer Straße über die Kinzenbacher Mühle in dunkler Nacht seiner Heimat zugereift. In dem tiefen Hohlweg oberhalb der Kinzenbacher Mühle sind die Tiere auf unerk ärliche Weise gescheut, so daß der Besizer dieselben nicht beherrschen konnte. Da dieser die Tiere in jener Nacht nicht mehr aufspüren fonnte, so hat er allein sein Heim aufgesucht. Mithin ist es ein glücklicher Bufall zu nennen, daß sich die Tiere am folgenden Morgen in alllernächster Nähe vorfanden. ** Butzbach. An der neuen schmalspurigen Bahn von hier nach Lich haben dieser Tage die Erdarbeiten begonnen. Auf der Strecke sind fünf Brücken und eine BahnunterEmpfehle mein ständiges Lager in Kartoffelpflüge, ganz aus Eisen mit Federstellung zu den ht im Munde tr nen; wir weifen Blume giftig if alten: Konvallari Herzgift. Dir tunde zu tragen, Feuerwehr andt ihre orde Daren 92 Ramer Bigand die Ber willkommen und Am 1. April wehr 137 Mitgl 17( davon 2 4, geftridhen so daß am 1. r. Zwei Kamer Tob abgerufen mlung durch G jahr wurden 10 Durdignitt 84 gen waren neben f den Güterf armiert und das billigsten Tagespreisen. evangelischen Pfarrämter vermittelt. Die für die Dienste der Schwestern zu zahlende Vergütung beträgt pro Tag und Nacht 1 Mt., Armen und Geringbemittelten fann die Bah. lung der Vergütung ganz oder teilweise erlassen werden. ** Reinhardshain. Freitag findet hier die langerſehnte Bürgermeister wahl statt. Schon 3 Jahre hat unser Ort fein Oberhaupt und wünschen wir doch, daß die diesmalige Wahl, nicht wie die andern unentschieden bleibt, und unsere Gemeinde, das ersehnte Oberhaupt erhält. Offenbach a. M, 27. April. Die bürgerlichen Parteien des wahlkreises Offenbach Dieburg ſtellten den Stadtverordneten Böhm- Offenbach a. M., als Reichstags kandidaten auf. *** Offenbach a. M, 27. April. Bei einer Uebung der Mühlheimer Feuerwehr wurde die freistehende große Leiter durch einen Wirbelwind umgeworfen. Von 3 auf derselben stehenden Feuerwehrleuten sprangen 2 rechtzeitig ab, während der oberst, der Maurer Haus zu Boden geschleudert und lebensgefährlich verletzt wurde. *** Frankfurt a. M., 27 April. Die 83jährige Privatiere Wittme Anna Marie Füg stürzte sich aus dem Fenster ihrer Wohnung im 3. Stock des Hauses Gußtowstraße 52 auf das Pflaster. Sie wurde noch lebend in das Krankenhaus gebracht, starb aber nach einer Stunde. = Frankfurt a. M, 27. April. Der 33 jährige Postassistent Max Dick in Höchst a. M. ist mit Glücksgütern reicher gesegnet als die meisten seiner Kollegen. Kein Wunder, daß diese manchmal einen fleinen Bump bei ihm ristierten. Dieß war stets gefällig, berechnete allerdings für 10 Mart 30 Bfg. Zinsen pro Monat. Das giebt nach Adam Riese 36 Prozent. 6 Prozent soll der Mensch nehmen, ca. 30 Prozent hatte Dieß gewuchert. Nicht im strafrechtlichen Sinne, da die von ihm Bewucherten eine eigentliche Notlage nicht nachzuweisen vermochten. Aber disciplinarisch fonnte man ihn am Ohr friegen. Das geschah denn auch, und die beim Oberlandesgericht dahier gebildete Disciplinarfammer für Reichsbeamte verurteilte den Assistenten mit dem großen Geldsack wegen Wuchers in 31 Fällen, davon 29 gegenüber Amtsgenossen, zur Strafverseßung und Minderung des Diensteinkommens um 18. Die Darlehen waren in Beträgen von 10 bis 650 Marf gegeben. Lager von eisernen Tragbalken bei Eduard Sack Holz- u. Baumaterialienhandlg. Wallihorstraße 49 b. Louis Moll Nachfolger, Verzinktes Drahtgeflecht Louis Hafner. Grünberg. Grünberg. zu billigsten Tagespreisen bei Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. Nachnahme von M. 9 verzollt franko in's Haus. NB. In Deutschland ist der Ladenprels für gleiche Qualität mindestens Mk. 1.40 per Pfund! ( 1839 Frankfurt a. M., 27. April.( Getreidemarkt- Bericht.) Die Stimmung war infolge der anhaltenden Steigerung des Weizenpreises fest und wird als Grund hierfür der schlechte Saatenstandsbericht Preußens angeführt. Fremder Weizen wiederum eine Kleinigkeit gewinnen. Für Landweizen herrschte ebenfalls gute Kauflust. Roggen bei knapperem Ausgebot ur verändert, während für fremde Ware höhere Preise gelezte Nottierung unverändert, russischer infolge größerer Nachfrage etwas höher. Mais effektiv fnapp auf Lieferung infolge des billigeren Preises mehr Geschäft. Mehl bei festem Preis gefragter. Futterartikel knapp und gesucht. 16.75-16 85, ab Station unserer Gegend Mt. 16.20 Es notiert: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark bis 16.30, furhessischer Mt. 16.75-16.85, norddeutscher Mf. 16.80 bis 17.20 Amerikaner Redwinter Mt. 17.40 bis 17.60, Kansas Mt. 17.40-17.65, russischer NicoTajeff Mt. 17.30-18.20, Sagonsta f. 16 90-17.80, Ulfa Mt. 16.90-17.75, Azima Mt. 17.20-18.30, La Plata Mt. 16 55-18 50, rumänischer Mt. 17.50-19.50, Walla Walla 17.50 bis 17.70. Roggen hiesiger Mf. 14 50 bis 14.60, ruffischer Mf. 14.70-14 90, Amerikaner Mt. 15 10-15.20. Gerste, hiesige Mt. 15.50-15.90, Pfälzer Mf. 16.10-16 30, fräntische Mt 15.40-15 90, Riedgerste Mt. 16.10-16.20, ungarische Mt. 17.75-18.25. Difer, hiesiger und Wetterauer Mt. 14.70-14.90, furhessischer 14.70 bis 14 90, Württemberger Mt. rischer Mt. 14.70-15,10, russischer, Mt. 14 50 bis 15 25, Ma& Mixed Mt. 11.75-11.90, Weißer Mais Mt. 12 50 bis 12.75, La Plata 13 50-13.80, Odeffa Mt. 13.80 bis Mt. 14.10, Virginia Mt. 14.90-15.10. Alles per 100 Rilo netto effettiv loco hier. Mehl unveränder. Es notiert nach Qualität: Weizenmehl his. Nr. 0, Mr. 25.75 bis 26.25, feinere Marten Mt. 28.75 bis 29 25, hef. Nc. 1 Mt. 23.75-24 25, feinere Marken Mt. 25 25 bis 25.75, hies. Nr. 2, Mt. 22.75-23.25, feinere Marken Mt. 23.75-24.25, hies. Nr. 3, Mt. 21.75-22.25, feinere Marken Mt. 22 75-23.25, hiesiges Nc. 4, Mt. 19.00-19.25, feinere Marken Mt. 19.75--20.25, Roggenmehl, hiesiges Nr. O, Mt. 22 75-23.25, do. Nr. 1, Mf. 20.25 bis 21.25, do. Nc. 2 Mt. 15.75-16.25. per 100 kilo incl. Sack loco hier Futt rartifel gesucht. Weizenschalen Met. 4.65-4.70, Weizentleie Mf. 4.60-4.70, Roggenfleie Mt. 4.90-5.00, Weiz n- Futtermehl Mt. 6.25 bis 6.75, Biertreber, getrocknet Mt. 5.50-5 60, Malzfeime Mt. 5.10-5.20, Rapstuchen Mt. 5.50 bis 5 60, Balmtuchen Mt. 5.50-5.65. 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Familien- Ausflug gur Ab. über Klein Binden nach Heuchelheim zu Gastwirt Kruse. marsch 3 Uhr Nachmittags von der fathol. Kirche aus. Das laut Karte festgesetzte An turnen findet 14 Tage später statt Der Vorstand. oooooooOOO Ginige Gennet Gießen, 24. April 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarta Gießen, rechts der Lahn. In der Zeit vom 28. April I. J. bis einschließ 11. Mai 1. Js. liegen auf dem Bureau der Gro gute Makulatu Bürgermeisterei Gießen, Zimmer Nr. 2 die ( alte Beitungen zc.) preiswert abzugeben in der Expedition Kartoffeln teuswahl in prime un und Spelfe und Salatkartoffeln, bie Kartoffel mpfielt Gez üsehandlung 3. Hankel, Schloßgasse 6. Mädchen Damaste, Betttuchleinen önnen bas Weißzrug- Nähen ( Hand und Maschinen- Nähen), u. Halbleinen. sowie Zuschneider gründlich er bestbewährte Qualitäten empfehlen billig M. Hartmann Das Ei des Columbus ist Nachfolger. O Grünberg. 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