Nr. 50. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg, burch bie Boft bezogen biertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasex( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Samstag, den 28. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei& Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pig fenft 15 Pfg.: Reklamen die Petitjeile 30 refp. 40 Big Boffzeitungsliste No. 8869. Redaktion und Expedition: Gießen Nexenweg 28. Fernſprechaushik nr, 863. Neuelle Nachrichten ( Bichenor Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Politik. Des Kronprinzeu Abschied von Bonu. :: Die feierliche Exmatrikulation des Kronprinzen hat munmehr in der Aula der Bonner Universität stattgefunden Dem Akte wohnten von fürstlichen PersönlichTeiten die Tante des Kronprinzen, Prinzessin Victoria zu Schaumburg- Lippe, Prinz Eitel Friedrich und Prinz Adolf zu Schaumburg- Lippe bei. Der Rektor der Unipersität, Geheimrat Žitelmann, richtete an den Krɔnorinzen eine Ansprache, auf welche dieser mit herzlichen Worten des Dankes für die Lehrerschaft und die Studiecenden antwortete. Der Kronprinz sprach ferner sein Bedauern darüber aus, daß es ihm wegen Vertretungen und anderer Verhinderungen nicht vergönnt war, derartig in die Wissenschaft einzudringen, wie er es wohl gewollt hätte. Er hoffe jedoch, durch eifriges eigenes Studium diese Lücke zu ersetzen. Der Kronprinz schloß hit bem Wunsche, daß seine liebe Universität Bonn vachie, blühe und gedeihe für viele Jahrhunderte. Abends verabschiedete sich der Kronprinz in einer ofFiziellen Kneipe von seinem Korps. Inzwischen ist er mit dem Prinzen Eifel Friedrich in Berlin eingetroffen, pon wo dieselben am Sonntag ihre Reise nach dem Drient antreten. Die Fahrt geht zunächst nach Korfa, vo die Ankunft am 5. März erfolgt. Die nächsten Stationen sind Korinth, Athen, Konstantinopel. Prinzregent Luitpold regierungsmüde? )-Aus politischen Streisen in München wird uns geschrieben: Die Gerüchte, daß der Prinzregent Luitpold regierungsmüde sei und sich mit Rücktrittsgedanten trage, wollen hier nicht verstummen. Den äußeren Anlaß für Siele Gerüchte gibt der Umstand, daß der Prinzregent sich unmittelbar nach dem Abschluß der jüngsten Ministerkrise ins Hochgebirge begab und bei der Feier des bierzigstündigen Gebets, einer Zeremonie, an der er bisher stets persönlich teilgenommen hat, durch den Prinzen Ludwig vertreten ließ. In Kreisen, die dem Hose nahe ehen, wird erzählt, daß der Prinzregent entschlossen sei, bereits an seinem Geburtstage, welcher auf den 12. März fällt, von der Regentschaft zurückzutreten. Sollte sich dies bestätigen, so würde, wie man zuversichtlich glaubt, eine hinreichende Mehrheit in der Kammer bereit için, eine Verfassungsänderung zu bewirken, die es ermöglichte, dem Prinzen Ludwig die Königswürde zu übertragen. Ob die Abdankungsgerüchte begründet sind, st nicht mit Sicherheit zu erfahren. Die Ungläubigen veisen darauf hin, daß die Umwandlung der Regentchaft zum Königstam schon wiederholt zur Erörterung gestellt, aber regelmäßig an dem entschiedenen Widerpruche des Prinzregenten gescheitert ist. Auch meint man, daß der von einem hohen Pflichtgefühl beseelte Regent, nachdem er nahezu 17 Jahre die Bürde seines mtes getragen, jetzt noch an dem Ende seiner irdischen Laufbahn so schwer wiegende Veränderungen nicht wird herbeiführen wollen. Andererseits spricht gerade das hohe Alter des greisen Prinzen dafür, daß er das Bedürfnis empfindet, sein Leben in Ruhe zu beschließen. Ji bayrischen Volfe ist der Gedanke der Umwandlung der Regentschaft zum Königtum entschieden populär, um s mehr, als noch garnicht abzusehen ist, wann der unglückiche König Otto von seinem Leiden erlöst werden wird. Erkrankung des Papstes. ::: Der Papst ist infolge einer Erkältung nicht unerheblich erkrankt. Trotz des Abmahnens des Leibarztes Lapponi bestand der Papst auf den Empfang des diplomatischen Korps, dessen Dekan, der portugiesische Botschafter, eine Adresse verlas. Der Papst, dem man die Abspannung wohl ansah, wußte sich zu beherrschen und erwiderte einige Worte des Dantes. Professor Lapponi bestätigt, daß ber Papst erschöpft sei, glaubt aber nicht, daß ein Grund zur Beunruhigung vorliege. Ob indessen die Krönungsfeier am 3. März stattfinden kann hängt ganz von den weiteren Berlauf der Dinge ab. Nochmals Babel und Bibel. $ Ueber die Entstehungsgeschichte des kaiserlichen Brieses an Admiral Hollmann, in dem der Kaiser seine Stelung zu der modernen kritisch theologischen Forschung barlegt, werden jetzt nähere Einzelheiten bekannt. Des Kaisers Teilnahme an Delitzsch' Vorträgen hat in firchlichen Kreisen von Anfang an lebhafte Besorgnisse rweckt, und es verlautet, daß eine unbeschreibliche Hochflut von Anfragen, erschütterten Briefen, beweglichen Borstellungen an den Kaiser und an die Kaiserin geangten, die als bibelgläubige Christin bekannt ist. Es jeißt jogar, die Kaiserin selbst habe schließlich ihren Genahl gebeten, durch ein öffentliches Bekenntnis zum festen Glauben die Gemüter zu beruhigen. Schließlich [ ud der Kaiser die Gegenfüßler Delizich und Dryander u. s. w. zu einem Diskussionsabend ins Schloß. Nach Dieser Aussprache zwischen dem Oberhofprediger and dem Professor hat dann der Kaiser seinen Brief an Admiral pollmann geschrieben. Kreise, die es wissen können, sagen, die Sache habe ihn außerordentlich bewegt, bis er schließlich im Geiste damit fertig wurde und mehrere Stunden hintereinander in emjiger Arbeit seine Meinungen und Bekenntnisse zu Papier brachte, die dann in Form jenes Briefes an eine Anzahl ihm Näherstehender geschickt wurden. Der neue Oberpräsident von Posen. Amtlich wird nunmehr gemeldet, daß der Regiz rungspräsident v. Waldow in Königsberg zum Oberpräsi denten der Provinz Posen ernannt worden ist. Die Wahl des Monarchen ist mithin auf keinen der hohen Beamten gefallen, die als Kandidaten für die Nachfolgerschaft des Herrn v. Bitter genannt worden sind, was nicht ausschließt, daß mit einem oder dem andern von ihnen verhandelt worden ist. Herr v. Waldow hat bis vor drei Jahren in Königsberg als Oberpräsidialrat und als Stellvertreter des Oberpräsidenten fungiert, um dann an Stelle des Regierungspräsidenten Tieschowiß v. Tieschowa das dortige Regierungspräsidium zu übernehmen. Er steht im Rufe ines vorzüglichen Verwaltungsbeamten; politisch ist er faum hervorgetreten. Bleibt Wismar deutsch oder wird es schwedisch? Eine äußerst merkwürdige Frage, die von Zeit zu Zeit aus dem Raritätenschrank der Politik hervorgeholt und den staunenden Völkern vor Augen geführt wird, ist die Frage nach der Staats- oder Reichszugehörigkeit der Stadt Wismar. Wie, die wäre streitig? Wismar ist med lenburgisch und Mecklenburg gehört zum Deutschen Reich, also gehört Wismar zum Deutschen Reich. Mit nichten, es gehört zu Schweden, denn bis vor einem Jahrhundert befand es sich in unanfechtbarem schwedischen Besiz und am 26. Juni 1803 hat Schweden Stadt und Herrschaft Wismar, welche dem nordischen Königreich durch den westfälischen Frieden zugefallen waren, nicht etwa an Mecklen burg abgetreten, sondern für die Summe von 1258 000 Taler verpfändet. Nun sind die hundert Jahre abgelaufen, und was nun? Dem Vernehmen nach sind Verhandlungen im Zuge, welche darauf abzielen, daß Schweden gegen eine Entschädigung seitens Deutschlands auf jedes Rückkaufsrecht verzichtet. Wie man versichert, ist es der junge Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, der bei seiner leẞten Anwesenheit am dänischen Hofe durch König Christian die Unterhandlungen mit Schweden eingeleitet hat. Leyz. teres soll vorgeschlagen haben, as Deutsche Reich möge als Entschädigung für den Verzicht Schweden das Vorzugsrecht einräumen, daß während hundert Jahren der schwedische Handel in den deutschen Kolonien die gleichen Rechte genießen solle, welche der deutsche Handel genießt. Auch Kaiser Wilhelm soll die Angelegenheit bereits mit dem Großherzog Friedrich Franz und dem deutschen Gesandten in Kopenhagen besprochen haben. So ist denn alle Aussicht vorhanden, daß die Wismar- Frage in kurzem endlich aus der Welt geschafft wird. Kurze politische Nachrichten. * General v. Werder wurde aus Anlaß seines acht zigsten Geburtstages vom Kaiser durch Verleihung der Kette zum Großkomthurkreuz des Hohenzollernschen Haus. ordens ausgezeichnet. Der Monarch überbrachte die De foration mit seinen Glückwünschen dem General persönlich. * Kriegsminister v. Goßler erklärte in der Budgetkommission des Reichstags, daß zur Einführung des Rohrrücklaufsystems bei der Feldartillerie keine Veranlassung vorliegt. * Aus Veranlassung des Kriegsministeriums werden fortgesetzt Versuche mit feld grauen Tucharten gemacht, die für eine Neuuniformierung des Heeres geeignet sein könnten. * Aus Peking wird gemeldet, daß der Kaiser und die Kaiserin- Witwe zum erstenmale europäische kleider anlegten und erklärten, daß, wenn die Neuerung sich bewähre, der ganze Hofstaat solche Kleider tragen werde. 269. Sigung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Reform der Krankenversicherung. in Die Krankenversicherungsnovelle soll, wie der Staatssekretär Graf Pojadowsky in seiner Begründung heroorhob, lediglich eine Staffel auf dem Wege zu einer weiteren Vervollkommnung der Sozialreform sein. Es ist beabsichtigt, alle einzelnen Versicherungsarten Stranten, Unfall- und Invaliditätsversicherung eine allgemeine Arbeiterfürsorge umzuwandeln. Aber hierzu sind die Vorarbeiten noch nicht weit genug gediehen und die Zeit ist noch nicht reis. Einstweilen sind folgende Verbesserungen vorgesehen: Ausdehnung der Unterstüßungszeit für Kranke von 13 auf 26 Wochen, Ausdehnung der Unterstügungszeit für Wöchnerinnen von 4 auf 6 Wochen und schließlich Unterstützung von Geschlechtsfranken. Abg. Gamp( Reichsp.) beschäftigt sich eingehend mit der geringen Besoldung der Aerzta in den Krankenkassen. Als er die Behauptung aufstellte, die Landwirtschaft trage die obligatorische Krankenversicheim Herzen, antwortete die Sozialdemokratie mu lauten Gelächter. Gamp rief ihnen deshalb zu, sie möch ten ihr törichtes Lachen sein lassen; er wurde aber von dem Präsidenten Grafen Ballestrem belehrt, das Lachen von Mitgliedern dieses Hauses sei niemals töricht. Der Abg. Dr. Spahn wäre mit der Vorlage einverstanden, wenn nicht die Geschlechtskranken ebenfalls unterstützungsberechtigt geworden wären. Der Abg. Molken buhr dagegen verlangt, daß die Apothekerfrage geregelt werde und bestreitet die Proletarisierung der Aerzte durch die Krankenkassen. Der nationalliberale Abg. Ende mann war der Ansicht, daß man bei der weiten Verbreitung der von Spahn erörterten Krankheit den Widerstand gegen die Unterstützung Geschlechtsfranfer nicht aufrecht erhalten könne. Die weiteren Redner, die Abgg. v. Richthofen, Lenzmann, Hofmeister, v. Czarlinski und Hofmann- Dillenburg waren im wesentlichen mit dem Entwurf einverstanden. In der weiteren Debatte erklärte Graf Posadowsky, eine ein heitliche Organisation der ländlichen und der industriellen Arbeiter sei unmöglich. Die Geschlechtskranten mußten in das Gesetz einbezogen werden, durch weitergehende Wünsche könnte das Gesetz nur gefährdet werden. Das Gesez wird dann an eine Kommission von 21 Mitglie dern überwiesen. Preussifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. 32. Sigung. Eigener Bericht. -- Die Repräsentationspflicht des Präsidenten.- Bei der Beratung des Herrenhausetats bemerkt der Zentrumsabg. Dr. Hauptmann, daß der Bilderschmuck zu wenig auf die Bedeutung dieses Hauses hindeute. Dann kam die Repräsentationspflicht des Präsidenten des Abgeordnetenhauses zur Sprache, der nunmehr die neue Dienstwohnung beziehen muß und mit 15 Mark Diäten wohl nicht auskommen könne. Sämtliche Abgeordnete, mit Aus nahme des Grafen Limburg Stirum, waren mit der Gewährung von höherer Entschädigung einverstanden. Zum Schluß tamen Einzelwünsche betr. der Eisenbahnen zur Sprache. Damit ist der Eisenbahnetat erledigt. Hus dem Gerichtssaal. § Eine herzlose Wette. Vor dem Charlottenburger Schöffengericht hatte sich ein Student B. wegen Miß handlung zu verantworten. Bei einem Biergespräch über die Abhärtung, der sich die spartanische Jugend interziehen mußte, hatte er behauptet, es gebe auch jetzt noch Knaben, die freiwillig Züchtigungen über sich er gehen ließen; er wette, daß sich ein derartiges Kind finde. Man nahm die Wette an. Es gelang dem Etudenten, einen Knaben aufzutreiben, der sich bereit er flärte, sich achtzehn Stockhiebe gegen Zahlung von 2,50 Mark versezen zu lassen. Diese Prügelei wurde angeblich in der vereinbarten Weise vollzogen, und B., der sich von dem mißhandelten Knaben eine Quittung über das Geld geben ließ, gewann die Wette. Die Sache gelangte aber zur Kenntnis des Vaters des Kindes, der sodann den Strafantrag stellte. Das Schöffengericht verurteilte den Studenten zu 50 Mt. Geldstrafe. § Der Korvettentapitän z. D. Keyser war in geheimem Verfahren von dem Kriegsgericht der zweiten MarineInspektion zu Wilhelmshaven zu drei Monaten Festungshast verurteilt worden, weil er durch ungehorsam gegen einen Befehl in dienstlichen Sachen Gefährdung ihni anvertrauter Gegenstände herbeigeführt habe. Nach dem ,, Hann. Cour." ist anzunehmen, daß es sich ursprünglich um mehr als ein einfaches Dienstvergehen gehandelt haben muß, da in Wilhelmshaven während der Verhandlungen eine Russin(?) wohnte, die als Zeugin vorgeladen war. Nab und Fern. Prinzessin Luise von Tostana soll, wie Giron in Brüssel verbreitet, mit ihrer Familie darüber einig sein, daß die Entbindung auf einer der Besizun en der Familie Toskana in Desterreich oder Bayern erwartet werden so.l. Die Großherzogin von Toskana werde ihrer Tochter nach deren Abreise aus der Heilanstalt La Metairie entgegenfahren. Dagegen sei es nach wie vor aussichtslos, daß der sächsische Hof den Bitten der Prinzessin betreffs eines Wiedersehens mit ihren Kindern nachgeben wird. Ein deutscher ,, Todesfahrer" wird sich von jetzt an im Berliner Zirkus Busch dem Publikum zeigen. Nachdem bisher alle Versuche, die Fahrt in der Schleife looping the loop) nachzuahmen, mit der sich der Amerifaner Diavolo auf der ganzen Erde berühmt gemacht hat, mit mehr oder weniger unglücklichem Ausgang für Die tollfühnen Fahrer gescheitert waren, ist es jetzt dem Deutschen Meisterfahrer Baul Mündner geglückt, den Tric Diavolos nachzuahmen. Mündner hatte, trobem sich bei einem ersten Versuche fast den Hals 20 Borsisende, dem der orb überreicht ward, gab hierauj einem Augenblide werden Sie hereingerufen werden." die Güte haben und im Borzimmer etwas warten! Weil wir keinen anderen Saal besiben, wollen Sie fich Müller ironisch an die Verschworenen: neun amen an, darunter Coeur- Zehn, Trefle- Zwei, den Sodann wandte Zn Rendanten aus dem Finanzministerium. burch die itar Sie Meine Herren!" ergriff er ihre Bewunderung nicht verbergen. fallend weiche Stimmung und ein unerklärlicher Schmerz auf und zugleich malte sich auf seinem Gesicht eine aufTriumphes leuchtete einen Augenblick in Müllers Augen seine Anrede beendet hatte, fonnten fie ihr Staunen unb hatten dem Kurländer schweigend zugehört: als er von neuem das Wort. Ein Ausdruck des und daß, wenn wir die ganze Verschwörung nicht mit bisher ,, Wirklich?" in der Tat wunderbar schlau. Schelm sagt mir imwurzel vernichten, ſie gefährlicher werden kann, als sie entgegnete der Minister. er verstehe es besser, Verschwörungen zu fingieIhr Palkin ift ren, mer, al 311 entdecken." rächerte Spur des Beweises vorlag. Kelincaid des Verbrechens verdächtigt werden fonnte, Resultat meiner Reise in Kenntnis und hatte dann eine doch im wahren Sinne des Wortes auch noch nicht eine wenn wohl auch mit einer gewissen Berechtigung, Harry Ich setzte Edward Klincaid und seinen Vater von dem In meinen Gedanten hatte ich die Empfindung, daß, Der aufo li g gebrochen, nicht nachgelassen, neue Experimente zit machen, und seiner Zähigkeit ist denn schließlich der große Wurf gelungen, der ihm eine goldene Ernte varspricht. Ein Wiener Radler von der kaiserlichen Equipage überfahren. Als Kaiser Franz Josef nachmittags von der Hofburg nach dem Schönbrunner Schloß fuhr, geriet ber Hofwagen unweit des Schloßes in einen Engpaß zwischen der elektrischen Bahn und anderen Fahrzeugen. Ein bon der entgegengesezten Seite kommender Radfahrer geriet unter die Räder des kaiserlichen Wagens und stürzte bewußtlos zu Boden. Das Rad wurde zertrümmert. Der Monarch sprang sofort aus dem Wagen und bemühte sich um den Verunglückten, der, ins Leben zurückgerufen, auf die Fragen des Kaisers teine Antwort gab. Erst nachdem der Arzt diesen versichert, daß die Verlegung des Radfahrers nicht bedenklich sei, bestieg der Kaiser wieder seinen Wagen. Der Zar von Rußland hatte dieser Tage zin ähnliches Mißgeschick zu beklagen. Er überfuhr mit seinam feurigen Dreigespann drei fleine Mädchen, doch kamen die Kinder glücklicherweise ohne schwere Verlegungen davon. Bunte Chronit. Unter dem Verdachte der Mitwissenschaft bei den Verfehlungen, deren sich der einst so angesehene Bankier Burghalter in Potsdam schuldig gemacht hat, ist nunmehr dessen langjähriger Prokurist Wilhelm ladow verhaftet und in das Potsdamer Amtsgerichtsgefängnis übergeführt worden. Bei einem zu Holstebro( Jütland) in einer Tritotagenfabrik ausgebrochenen Brande erstickten vier Kinder eines Werfführers. Tas Opernhaus in Cincinnati ist abgebrannt. Der Schaden wird auf über drei Millionen Tollars geschätzt. Bei Berea( Ohio) stießen ein Personenzug und ein Büterzug zusammen. Ein Teil des Personenzuges geriet in Brand. Vier Postbeamte kamen in den Flammen um und mehrere Bahnbeamte wurden verletzt. Vermischtes. [ Det grobe ,, Hofjäger".] Eine neue Anekdote von Friedrich Wilhelm III. von Preußen erzählt die ,, Germania". Fast täglich pflegte der König im Tiergarten spazieren zu gehen und besuchte dann häufig den ,, Hofjager", um da eine kleine Weiße zu trinken. Der Besizer des damals nur aus einem einzigen Zimmer be stehenden Weißbierlokals hieß Winguth. Durch die Freigebigkeit des Königs war er in den Besitz des ,, Hofjägers" gelangt. An einem Nachmittag, als das Zimmer leer war und Winguth sich gerade beim Weißbierabziehen im Keller befand, zu dem eine Falltür von der Etube aus führte, trat der Monarch ein. ,, Winguth," rief er ,, eine fleine Weiße!"- ,, Kann warten, werde tommen!" erwiderte jener, der die Stimme nicht erLannte, in seiner derben Weise. Der Landesvater ließ sich ruhig auf einen Stuhl nieder. Nach einer Weile stieg ber Wirt brummend die Kellertreppe herauf und wollte seinem Gaste eine grobe Redensart bieten, als er den König erblickte. Entsetzt wollte nun der Wirt einige Worte der Entschuldigung hervorbringen. Der Monarch jedoch unterbrach ihn lächelnd: ,, Schon gut, bring' Er nur eine kleine Weiße, aber sorg' Er dafür, daß sie nicht so herbe ist wie Er!" [ des Henters Nebenverdienst.] Der Londoner Henfer, der unlängst zwei Frauen hinrichtete, kann, wenn er Geschäftsgeist hat, ein reicher Mann werden. Amerikanische Millionäre und ,, Millionärrinnen" wenden sich nämlich dugendweise an ihn mit der Bitte, ihnen für Geld und gute Worte ein Stück vom Stricke der gehentten Frauen als Talisman zu überlassen. Der ,, GaaLois", dem wir diese Nachricht entnehmen, weist darauf hin, daß im Orient der Henker aus seinem Geschäft noch weit größeren Nußen ziehen kann. Sobald dort ein Mensch zum Tode verurteilt ist, wird er dem Henfer überliefert, der ihn hinrichten darf, wo es ihm gerade paßt. Am Hinrichtungstage zieht der Henker schon um 5 Uhr morgens mit seinen Gehilfen, die den Galgen tragen, und mit dem Todeskandidaten in die Ferne", um einen Platz für die Hinrichtung zu suchen. An irgend einer Straßenecke macht die angenehme Gesellschaft Halt und beginnt den Galgen aufzustellen. Plötzlich erscheint mit großem Geschrei der Besitzer des Hauses, dem der Galgen vor die Nase gestellt werden soll. Mit orientalischer Lebhaftigkeit protestiert er gegen diese Entweihung des Plazzes vor seinem Hause. Das läßt sich ja ändern," sagt der Henter gemütlich ,,, du brauchst mir nur für die Mühe, die wir bis jetzt mit unserem Galgen gehabt haben, eine Entschädigung zu zahlen." Er verlangt dann eine ganz anständige Summe, die sofort bewilligt wird, worauf die Galgenprozession weiter zieht aber nur 100 Schritte weit! Dann beginnt das anmutige Spiel von neuem. Der Galgen wird wieder ausgepackt, es erscheint wieder ein Hausbesitzer, es beginnen wieder Unterhandlungen, und der Henker schlägt wieder eine Entschädigung für seine Mühe" heraus. So geht es mit furzen Unterbrechungen bis zum Dunkelwerden, und wenn der Henter gegen Abend Kasse macht, hat er ein hübsches Sümmchen beisammen. Jetzt muß er sich aber beeilen, denn das Geseß" schreibt vor, daß der Todeskandidat noch vor Tagesschluß ins Jenseits befördert sein muß. Der Galgen wird daher mit Windeseile auf irgend einem Felde oder an irgend einem Waldvande aufgeschlagen, worauf der Sträfling, den man am Tage spazieren geführt hat, endlich zur Ruhe kommt. [ Schuh den Vögeln!] Aus Cincinnati( Ohio) wird berichtet: Die verflossene Legislatur des Staates Ohio hat energische Gesetze zum Schutze der heimischen Singvögel erlassen, die auch das Verwenden von Vogelbälgen beim Garnieren von Damenhüren strafbar machen. Neulich besuchte ein Staatsbeamter mit einem weiblichen Sachverständigen sämtliche Putzgeschäfte von Cincinnati, nachdem dieselben vor einigen Wochen schon auf den Erlaß jener Gesetze aufmerksam gemacht worden waren. Die Razzia hatte mehrere Verhaftungen zur Folge, und jüngst wurde der erste Fall vor einem Friedensrichter verhandelt. Die Geschworenen fanden den Angeklagten schuldig, und dieser wurde zu 50 Dollars Strafe verurteilt. Die Freunde der kleinen gefiederten Sänger sind erfreut über den Ausgang des Prozesses. In allen grö ßeren Städten des Staates sind lezzthin solche Razzien bezw. Verhaftungen vorgenommen worden. )-([ Präsident Roosevelt und die Stellenjäger.] In den Bereiniaten Staaten von Nordamerika aibt es bielleicht noch mehr Stellenjäger als anderswo; aber Präsident Roosevelt hat jezt ein ausgezeichnetes Mittel gefunden, um sie abzuschrecken. Er läßt alle Besucher, mußer den Senatoren, die er in seinem Kabinett empfängt, sich im Vorzimmer ansammeln und wartet, bis dieses voll ist; dann kommt er heraus und gibt jedem einen Händedruck und fragt dabei jeden nach dem Zwed seines Besuches. Er spricht dabei so laut, daß jeder in dem Zimmer ihn hören kann. Di aber diese Deffentlichkeit der Verhandlung viele außerordentlich geniert, so verschwinden viele von den Besuchern, lange ehe die Reihe an sie gekommen ist. :::[ Die längste Brücke der Welt.] Eine dritte Hängebrücke aus Stahl soll zur Verbindung von Newyork und Brooklyn gebaut werden; sie wird alle früheren in den Schatten stellen. Die offiziellen Pläne sind be reits vollendet; darnach wird die Brüde 10 000 Fuß lang werden, also die längste Stadtbrücke der Welt sein. Außer reichlichem Platz für Fußgänger wird sie Wege für Wagen und Geleise für elektrische Straßenbahnen und Züge haben. Sie wird außerdem an einem Ende einen großen Saal für Versammlungen und am anderen einen Konzertsaal erhalten. Vier große Aufzüge werden das Publikum von der Straße nach der Brückenpromenade befördern. = Schwere Brandkatastrophen werden von allen Seiten gemeldet: In Kleinenberg( Kreis Büren), brannten bei starkem Südweststurm 44 Häuser ab, darunter das Postgebäude, die Schule und das Pfarrhaus. Die Postsachen sind zumeist ein Raub der Flammen geworden. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Bei einem Brande in Waldau( Kreis Bunzlau) wurden 5 Besitzungen eingeäschert. Ein Kind ist in den Flammen umgekommen; eine Person ist vor Schreck gestorben. Noch schlimmer wurde dem Dorfe Hürtgen bei Düren mitgespielt. Daselbst brannten über 90 Häuser nieder, darunter die Postagentur und die Oberförsterei. Kaum ein halbes Dußend Häuser blieben verschont. Auch viel Vieh, besonders Kleinvieh, fiel den Flammen zum Opfer. Bei einem Brande in der Posener Vorstadt Jersiz kam es zu schweren Unruhen und Angriffen gegen die absperrende Polizei. Bei der Brandkatastrophe in Cedar Rapids, wo kürzlich ein Hotel niederbrannte, kamen nach den neuesten Berichten 23 Perjonen um, 45 Reisende wurden verletzt. In Dolina( Ga lizien) äscherte eine Feuersbrunst mehr als hundert Häuser ein. Fast die Hälfte der inneren Stadt ist abgebrannt. - ::: Heiratsprojekte am dänischen Hose. Zu einem Hofball hat sich der Kopenhagener Hof neuerdings zwei deutsche Prinzen ,, berschrieben", den jungen Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg- Schwerin und einen Gardeleutnant, den Prinzen Chlodwig von Hessen- Philippsthal- Barchfeld aus Potsdam. Von beiden heißt es, sie würden sich in Kopenhagen eine Braut holen. Zur Zeit befindet sich in der engeren Familie König Christians nur eine heiratsfähige Prinzessin, nämlich die 3. Tochter des Kronprinzen Friedrich, Prinzessin Thyra. ::: Garibaldis Leiche. In Italien ist jüngst der Gedanke aufgetaucht, dem Freiheitskämpfer Garibaldi auf der Insel Caprera ein großes Grabmal zu bauen. Ricciotti Garibaldi, der Sohn des berühmten Patrioten, teilt mun dem Messaggero" mit, daß er sich der Ausführung dieses Planes energisch widerseßen würde, da dann die Gebeine des Generals ewig in Caprera bleiben müßten. ,, Wir, seine Kinder," heißt es in dem Briefe, ,, haben die Pflicht, darauf zu bestehen, daß sein letzter Wille ausgeführt werde, und wir müssen immer und immer wieder verlangen, daß, wie er es wünschte, seine Leiche verbrannt und die Asche verstreut werde. Und wenn das nicht geschehen kann, wollen wenigstens seine Kinder von jeder Verantwortlichkeit befreit sein." Ricciotti erklärt schließlich, daß in keinem Falle die Insel Caprera der geeignete Ort für ein nationales GaribaldiMonument wäre. )-( Im Ballon zum Nordpol. Ein armer Dorfschullehrer, Giuseppe Teti, in Ortana( Italien), hat eine neue Art Luftschiff erfunden, das er ,, Aero- Dynamo" nennt und mit welchem er direkt zum Nordpol fliegen will, da er angeblich allen Winden und Stürmen Troß bieten soll. Die Lehrer der ganzen Gegend haben sich zusammengetan, um ihrem Kollegen die Mittel zur Herstellung eines Modells zu liefern. Teti hat bereits mehrere Erfindungen gemacht. Sein ,, Musikograph" hat auf der Ausstellung in Palermo einen Preis bekommen. Das Beste aus den Wisblättern. Umschreibung. Onkel: Sag' mal, auf welchem Fuß stehst du eigentlich mit dem Herrn, den du soeben gegrüßt hast?"- Neffe: O, mit dem steh' ich blos auf dem geseßlichen Zinsfuß!" - Raffiniert. Wirt( zum Kellner): ,, Der Herr auf Nr. 17 ist ein Oberlehrer. Schreiben Sie dem die Rechmung nach der neuesten Orthographie vor Freude merkt er dann die hohen Preise nicht!" Letzte Hoffnung. Altes Fräulein( einen Liebesbrief unter der Chiffre Ewige Liebe" deponierend, zu einem ledigen Beamten): ,, Sollte der Brief binnen acht Tagen nicht abgeholt werden, Herr Sekretär, dann wollen Sie ihn, bitte, als für Sie bestimmt ansehen!" Kurzes Allerlei. Die großte Taschenuhr der Welt hat eine englische Firma fertiggestellt. Die Uhr ist ungefähr dreiviertel Meter hoch und wiegt über einen Zents ner. Ms Taschenuhr selbst hat das Kunstwerk natürlich seinen Zweck verfehlt, aber man kann an ihr den Gang und das Wesen der Taschenuhren viel besser beobachten ils an fleinen Uhren. Der Vulkan Popocatepetl( Mexiko) ist von einer merikanischen Spekulantengesellschaft zur Ausbeutung Der Schwefellager angekauft worden. Lokales. Gedenktafel für den 1. und 2. März. 1. März. 1481. Franz v. Sickingen* 1809. Komponist Chopin*. 1815. Napoleon I. landet bei Cannes. -1869. A. de Lamartine 7. 1871. Einzug der Deutschen in Paris. 1896. Niederlage der Italiener unter Baratieri durch die Abessinier bei Adua. - 2. März. 1689. Melac läßt das Heidelberger Schloß sprengen. 1810. Papst Leo XIII.* 1861. Aufhebung Der Leibeigenschaft in Rußland. 1871. Kaiser Wilhelm catifiziert den Friedensschluß. 1897. Ueberreichung des Ultimatums der Mächte an Griechenland und die Türkei. ** Geplante Ovation. Die Mitglieder des statistischen nationalökonomischen Seminars wollten gestern aus Anlaß der vielfachen Angriffe gegen den gefeierten Lehrer, dem Professor Biermer ein Blumen Arrangement überreichen. Die Ehrung mußte indessen verschoben werden, weil Professor Birmer von Gießen abwesend in Darmstadt sich befand. ** Die Gymnasial Abiturienten machten gestern Nachmittag mit Musik durch die Stadt nach W. slar eine Wagenpartie. Aus Fe * Bu Alle 65. Lebensjahre ** Die Al 15. März, nach ordentl. General bom 1.- 14. Mitalieber offen Bubbad Gewitter über und Regen. Frank dem Oftbahnb Harlen aus Wechsel im im Betrage Fran Im Jahre 1 * Kommerse hielten aus Anlaß des Semesterschlusses gestern Abend die Mediziner unserer Hochschule im Saale des Hotel Einhorn, die Juristen im Saale des Hotels Großherzogs v. Hessen. [ Bur Reichstagswahlbewegung.] Der bisherige Vertreter des Wahlfreises Höchst Usingen im Reichstage, Müller Fulda, hat es endgiltig abgelehnt, wieder zu fandidiren. Die Bentrumspartei stellt nunmehr den Landrichter Peter Itschert aus Frankfurt a. M. als Kandidaten auf. Im Wahlkreis Limburg stellte der Wahlverein der Bentrumnspartei einstimmig Cahenely Limburg, den bik herigen Vertreter des Kreises in Reichs- und Landtag, wieder als Reichstagefandidaten auf. - ** Stadtheater. Sonntag Nachmittag findet wieder eine Kindervorstellung statt und zwar gelangt eines der hübschen Märchen Rotfäppchen" zur Aufführung. Abends gaftiert Herr Hubert Di- tsch als„ Veilchenfresser", am Montag als Pfarrer von Kirchfeld." ** E ** ** Mörder A. P einen Handele zu lebensläng Bfau jest übe geführt hat, Freilaffung 3 Freiheit beich Orts" abgef brummen. Offe neten befchlof von 4 auf 3 ** Ma Rarneval w und der städ abgehoben. Aue heim tödtete Die Uebersicht der Armenkasse für 1901/02, welche der letzten Stadtverordn ten Versammlung vorgelegen hat, schließt in Einnahme und Ausgabe mit 87 777 Mt. 66 Pfg. ab, während der Voranschlag nur 81 500 Mt. hierfür vorsah. Der Zuschuß aus der Stadttasse beträgt 38 464 Mt. 10 Pfg. und sind dies 9 686 Mt. 35 Pfg. weniger als in Aussicht genommen war. als der Boranschlag aufgestellt wurde. In Einnat me stehen weiter 28 967 M 12 Bfa. Erfaz von Verpflegungsgeldern, für welche nur 18 472 Mt. 73 Bfg. voranschlagmäßig vorgesehen waren. In Ausgabe stehen, wobei wir die Zahlen Geldunterstützung des Voranschlags in Alammern segen, und sonstige Gaben( 34 000 Mt.) 28 578 Mt., Aerztliche Behan lungen und Arzneien( 14 700 mf.) 20 258 Mt, Begräbniskosten( 700 Mt.) 878 Mt., Roften des städt. Hospitals( 10 200) 11 870 Mt., für Verpflegung armer Geistestranten( 400 mt.) 106 Mt. 46 Pfg., desgleichen von Epileptischen und Idioten( 1700 Mt.) 1640 Mt., Unterbringung von Kindern in Familien( 6000 mt.) 4916 Mt., für verwahrloste, blinde und taubstumme Kinder ( 3500 Mt.) 4330 Mt. Der Voranschlag der städtischen Armentasse für 1903/04 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 74 500 Mt. ab. In diesem Rechnungsjahr wird sich zum ersten Male der Einfluß des Provinzial- Siechenhauses auf dem Etat unseres Armenwesens zeigen. *** Das Schwurgericht tritt nächste Woche an allen 6 Tagen zusammen. Es liegen folgende Fälle zur Verhandiung bor: am Montag 2. März, vormittags 9 Uhr gegen Wilhelm Pfeil aus Nieder- Ofleiden wegen Totschlagsversuch, die Anflage vertritt Oberstaatsanwalt Theobald.( Verteidiger Rechtsanwalt Justiz rat Mezz.) Am Dienstag 3. März, vormittags 9 Uhr gegen Jakob Eiser Ehefrau aus Borsdof wegen Meineid, die Anklage vertritt Staatsanwalt Hoos.( Verteidiger Rechtsanwalt Raab).-- Am Mittwoch 4. März, vormittags 9 Uhr gegen Alexander Schmidt aus Wettsaasen wegen Mordversuch, die Anklage vertritt Gerichtsassessor Dr. Hezel.( Verteidiger Rechtsanwalt klarenaar). Am Donnerstag 5. März, vormittags 9 Uhr gegen Heinrich Horn aus Calbach wegen Meineid, die Anklage vertritt Staatsanwalt Hoos,( Berteidiger Rechtsanwalt Selzer, Offenbach a. M. Am Freitag 5. März. vormittags 9 Uhr gegen Joh. Konrad Opper III. aus Treis a. Lda. wegen Verbrechen im Amt, die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß.( Verteidiger Rechtsanwalt Mendelsohn) Am Samstag 7. März, vormittags 9 Uhr gegen Gustav Schellmann aus Geiß- Nidda wegen Urkundenfälschung, die Anklage bertritt Staatsanwalt Hoos.( Verteidiger Rechtsanwalt Mez, Nidda.) - *** Von unseren Sielbauten. Die gesamten Arbeiten werden infolge der günstigen Witterung in stärkerem Maße in Angriff genommen. In der Wegsteingasse ist die Strecke bis zur Wallthorstraße fertig und soll später mit der Kanalisierung der Wallthorstraße begonnen werden. Die Kanalisierung des Schiffenbergerweges ist ebenfalls fertig, sedaß die für dieses Los ausgeschriebenen Ar beiten bis auf das Verseßen der Straßeneinläufe, womit man rege thätig ist, erledigt sind. In der Bahnhofstraße sind sämtliche Arbeiten in ihrer früheren Stärke aufge nommen. Da hier die große Breite und Tiefe der Baugrube einen erheblichen Teil der Stroße in Anspruch nimmt, macht sich hier besonders auf dem westlichen Bürgersteig eine Erschwerung des Fußgängerverkehrs bemerkbar. Um diesem Uebelstande abzuhelfen hat inan Schilder mit der Weisung: Rechts gehen", sowie mit der Aufschrift Das Betreten der Baustelle ist verboten", angebracht. Wir empfehlen im Inter sse des Fortschrittes der Arbeiten, sowie im eigenen Interesse der Passanten die Befolgung dieser Anordnungen. Die weiteren Arbeiten an der Wiesed sollen bei günstigerer Witterung ebenfalls baldigst begonnen werden. " Der Verlag des offiziellen Festbuches zum II. Gesangswettstreit deutscher Männergesangvereine um den von Sr. Majestät dem Kaiser und König gestifteten Wanderpreis ist der bekannten Annoncen- Expedition Haasenstein u. Vogler, A.-G. übertragen worden, die das selbe in geschmackvoller, get iegener, der Bedeutung des Festes entsprechender Weise, erscheinen laffen wird. *** Besitzwechsel. Bauunternehmer Martin Abermann faufte für 58 000 M. vom Bäckermeister Wilh. Gengnagel dessen Haus mit daneben liegendem Bauplaz Ludwigstraße 37, Ede der Bleichstraße. Abonnementsbestellungen für März nehmen alle unsere Boten entgegen. Wilhelm Törn Schmidt burd wurde verhaft Ane in einem T Rilian Dürr und fiel ri einen vorüb wurde. Na wieder. Er Ansicht der Präfide 20 Minuten Die S Rapitel 23, tommt auf fegerbezirke politijden bespricht di fonds, Min abendftunde einer gängli Staat war der Entsch Berkauf vo gulen borg Abg. Dr. Ausführung bie freiban Grundlage weiteren 2 Die Gemei nugtuung fterialrats Freitag br in hoche jeber 9 Breifen Ad Sarg Lager in Lie Mitglieder bes wolten gestern en den gefeierten Aus Heffen und Nachbargebieten. men Arrangement 65. Lebensjahre Freitag mittag verstorben. ** 8u Alsfeld ist Sanitätsrat Dr. Dornseiff im erschoben werden, Darmstadt, 27. Februar. Erster Präsident Haas eröffnet die Sigung 9 Uhr 20 Min. end in Darmstadt 15. März, nachmittags 3 Uhr im Grünen Baum" ihre Ministerium des Innern. Abg. von Brentano bringt ienten machten ** Die Alsfelder Boltsbank hält Sonntag den ordentl. Generalversammlung ab. Die Jahresrechnung liegt bom 1.- 14. März in dem Geschäftslokale zur Einsicht der Butzbach, 27. Febr. Gestern Nachmittag zog ein Stadt nach blar Mitglieder offen. aß des Semester Gewitter über unsere Stadt, verbunden mit Hagelschlag| unferer Hochschule und Regen. en im Saale des unmehr den LandFrankfurt a. M., 27. Febr. Auf dem Wege nach dem Ostbahnhofe verlor heute hier der Privatier Emil Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Generaldebatte über Kapitel 23 des Staatsvoranschlags, die Verhältnisse der Offenbacher Polizei zur Sprache. Ministerialrat Best sagt Abhilfe zu. Abg. Orb hält die Verhältnisse für nicht ganz so schlimm, wie sie Abg. b. Brentano geschildert habe. Abg. Leun fommt auf die Vergebung von Gemeindejagden, wie lange dieselben zu verpachten seien und wie hoch der Wildschadenersatz eventuell gehe. Abg. Horn will eine generelle Anweisung Professur für die sozialistische Richtung zu errichten. Diese Anträge werden geschäftsordnungsmäßig behandelt werden. Kapitel 36 wird bewilligt. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 19. Febr. Peter Kaspar Stieler, Zimmermann in Liederbach mit Josephine Katharine Charlotte Mer schrod dahier. 24. Mar Gustav August Emil Anger, Bohrmeister in Bettenhausen mit Eva Maria Laufer dahier. Geborene. ngen im Reichs Wechsel im Betrage von 12000 Mt. und Papiergeld Bewegungsfreiheiten zugesteht. Der bisherige Harlen aus Karlsruhe eine Brieftasche, in der sich für die Jagdversteigerungen, die den Gemeinden große Tochter, Marie Elisabethe. Dem Bäckermeister August gelehnt, wieder zu im Betrage von 3000 Mt. befand. te der Wahlverein Mörder K. Pfau- er hatte in der„ Goldenen Luft" lichkeiten besonders für die Gemeinden selber führen. eine Tochter, Karola Elisabeth Marie. 21. Dem Fahr1. als Kandidaten Jm Jahre 1872 wurde der hier zum Tode verurteilte imburg, den bie: einen Handelsmann aus Bergen um's Leben gebracht- Frankfurt a. M., 27. Febr.( kein Pardon!) 3- und Landtag, zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe begnadigt. Da sich Tachmittag findet Pfau jezt über 30 Jahre hinter Schloß und Riegel gut geführt hat, suchte der hiesige Gefängnisverein seine Ministerialrat Braun: Wenn man strenge Bor: schriften über die Jagdversteigerungen im Sinne des Vorredners treffen würde, so würde dies doch zu MißEs kann leicht vorkommen, daß der Höchststeigerer gar nicht in der Lage ist, die Garantien dafür zu bieten, daß er den Vertrag einhalten werde. Bezüglich der Bachtdauer gehe die allgemeine Tendenz dahin, mög das liege ja meist auch im Interesse der Gemeinden Abg. Köhler will feinen Wildschadenersag, aber auch keinen Wildschaden. Abg. Weidner wendet sich Jagd und der Wildpflege sei. Es gebe viele Gemeinden in Oberhessen, die den größten Wert auf die Pflege Abg. Auslegung des aurant eines zur Aufführung. Freiheit beschließen könne. Das Gesuch wurde höheren „ Veilchenfresser, Orts" abgeschlagen. Nun muß der alte Stnabe weiter selber. rmenfasse für brummen. Offenbach a M., 27. Febr. Die Stadtverord Am 18 Febr. Dem Wirt Friedrich Bürger eine Deibel eine Tochter, Martha. 19. Dem Schneider Johann Bohl eine Tochter. 20. Dem ordentlichen Professor Dr. Karl Elbs ein Sohn, Gerhard Walter Ludwig Paul. Dem Finanz- Aspirant Wilhelm Erle fartenausgeber Undwig Pabst ein Sohn. 22. Dem Metzger Nathan Günther ein Sohn, Hermann. Dem Staufmann Eugen Dürr eine Tochter. 24. Dem Dachdecher Johannes Bapp ein Sohn. Dem FuhrunterKarl Roth ein Sohn, Georg Christian. Gestorbene. ten Bersammlung meten beschlossen für die Anleihe von 1891/92 den Binsfuß gegen die Ausführung, daß der Bauer ein Gegner der Wagenpuzzers Heinrich Reiz dahier. 21. Lina Weber, Boranschlag nur Mainz, 27. Febr. In der Woche vor dem ind Ausgabe mit von 4 auf 32 Prozent herabzusehen. Baus der Stadt Rarneval wurde an einem Tage auf der Kreissparkasse des Wildstandes legen. ten dies tommt auf sie zu nochmalige( noch ohne Vornamen), 5 Stunden alt, Sohn des war. als der abgehoben. me stehen weiter gungsgeldern, für beim tödtete aus geringfügiger Ursache der 19 jährige Aus dem blauen Ländchen, 27. Febr. In Kloppen i wir die Zahlen Schmidt durch einen Messerstich in den Stopf. Der Mörber Geldunterstützung wurde verhaftet. 8 Mt., Merztliche Ans Franken, 27. Febr. In Neubrunn setzte sich .) 20 258 mt in einem Tangiaal der auf Urlaub beftublidge Mustefier Roften des flädt. Rilian Dürrbed auf ein effenstehendes Fenſter, ſchlief in für Verpflegung und fiel rücklings aus einer Höhe von 8-9 Meter in 46 Bfg. bps einen vorüberfließenden Bach, wo er bewußtlog aufgefunden 0 Mt.) 1640 Mt., wurde. Nach einer Stumbe erlangte er das Bewußtsein en( 6000 t) wieber. Er hat sowohl nach feiner eignen wie nach ber aubftumme Kinder Ansicht der Aerzte keinen Schaden gelitten. ag der städtischen nahme und Aus echnungsjahr wird Brovinzial- Siehen zeigen. Woche an allen ende Fälle zur ärz, vormittags Nieder- Ofleiden e vertritt Ober: htsanwalt Justiz 3, bormittags 9 Borsdof wegen walt Hoos.( Ver Mittwoch 4. März, chmidt aus Wettvertritt GerichtsHessischer Landtag. Darmstadt, 26. Februar, nachmittage. Präsident Haas eröffnet die Sigung um 4 Uhr 20 Minuten. Die Spezialberatung des Staats voranschlags wird bei Kapitel 23, Ministerium des Innern, fortgefeßt. Abg. Wolf fommit auf die verschiedenartige Einteilung der Schornstein fegerbezirfe zu sprechen und legt nochmals seinen sozialpolitischen Standpunkt dar. Ministerialrat Dr. Eisenhuth bespricht die Einrichtung des mehrfach berührten Dispositions fonds, Ministerialrat e st geht namentlich auf die Feierabendstunde näher ein. Abg. Schlenger möchte vor einer gänzlichen Uebernahme der Volksschullasten durch den Staat warnen. Abg Erf verlangt namentlich Regelung der Entschädigungsansprüche von Triebwerksbesitzern beim walt klarenaar). Verkauf von Quellen und bittet, den früher für Bürger139 hr schulen vorg fehenen Betrag in gleicher Höhe zu belassen. neid, die Anlage Abg. Dr. David wendet sich gegen die sozialpolitischen Ausführungen des Abg. Wolf. Abg. Reb fragt an, ob die freihändige Vergebung der Gemeindejagden auf gefeßlicher Grundlage beruhe, was Ministerialrat Braun bejaht. Nach weiteren Ausführungen der Abgg Leun und Bähr über die Gemeindejagden spricht Abg Dr. Fren ab seine Genugtuung über die sozialpolitischen Ausführungen des Minifterialrats Braun aus. Hierauf vertagt sich das Haus auf Freitag vormittag 9 Uhr. Jer Rechtsanwalt ag 5. März, bor Opper III. aus mt, die Anklage ger Rechtsanwalt ärz, vormittage Beiß- Nidda wegen tt Staatsanwalt Nidda.) gesamten Arbeiten in flärferem Maße ingaffe ist die soll später mit der begonnen werden. rweges ist eben sgeschriebenen Ar inläufe, womit man Bahnhofstraße ren Starte aufge d Tiefe der BauAnspruch nimmt, Bürgersteig eine bar. Um diesem nit der Weisung: Das Betreten der empfehlen im In e im eigenen In Anordnungen. Die len bei günftigerer rden. Suches zum II. G ännergefang Kaifer und König Innoncen- Expedition worden, die das er Bedeutung des ſen wird. r Martin Aber idermeifter Wilh Darlegung des Regierungsstandpunket durch Ministerialrat Braun hervor. Abg. Köhler bringt die Verhältnisse des Staatsverlages zur Sprache. Am 20. Febr. Wilh. Reiß, 7 Monte alt, Sohn des 60 Jahre alt, Rentnerin dahier. 22. Christoph Becker, 87 Jahre alt, Hilfsweichensteller i. P. dahier. 23. Wilhelm Kehres, 1 Jahr 8 Monate alt, Sohn des Stationsassistenten Hermann Kehres dahier. 24. Lapp Dachdeckers Johannes Lapp dahier. 25. Wilhelm Lorenz Kreßmann, 2 Monate alt, Sohn des Bäckers Johann Michael Kreßmann dahier. Gertrude Borchardt, geb. Odendahl, 82 Jahre 11 Monate alt, Rentnerin dahier. Else Petry, 2 Jahre 10 Monate alt, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Petry dahier. 26. Wilhelm Göbel, 8 Monate alt, Sohn des Fuhrknechts Jafob Göbel dahier. Friedrich May, 66 Jahre alt, Gasmeister Hierauf wird Artikel 23 angenommen, ebenso die Kapitel 24-29. Kapitel 30, Kreisgeometer, wi d ausgesetzt. Die weiteren Kapitel bis 35 werden angenommen. Bei tapitel 36, Landesuniversität, beant: wortet Staatsminister Rothe die Anfrage des Abg. Köhler betreffend Besetzung des i. P. dahier. Lehrstuhles für Nationalökonomie dahin, daß die Regierung sich gegen jeden Gingriff in die akademische Lehrfreiheit verwahre. Der Staatsminister führt an, daß die Regierung von dem Standpunkt ausgehe, daß für die Auswahl der Dozenten an der Landesuniversität fein anderer Gesichtspunft maßgebend sein darf, als der der anerkannten wissenschaftlichen Tüchtigkeit. Die Berufung eines Hochschullehrers auf der Grundlage einer zuvor festgelegten Lehrrichtung und unter Rücksichtnahme auf die in dieser Beziehung geäußerten Wünsche politischer Parteien würde nichts anderes als eine Verleugnung des Grundsatzes der akademischen Freiheit bedeuten. Die Regierung ist aber gewißt, die akademische Lehrfreiheit unter allen Umständen hochzuhalten, da sie es in erster Linie ist, der die deutschen Hochschulen ihre führende Stellung in der wissenschaftlichen Welt zu verdanken haben. In der Besprechung hierüber erklären sich die Abgg. Köhler und v. Brentano für nicht ganz von der Antwort befriedigt, während die Abgg. Dr. David und Dr. Gutfleisch ihre Zustimmung aussprechen. Abg. Brauer will bei aller Achtung vor der Lehrfreiheit auch der agrarischen Richtung einen Lehrstuhl eingeräumt wissen. Staatsminister Rothe erklärt, daß diese Forderung eine ganz andere sei, als die in der Anfrage niedergelegte. An der weiteren Debatte beteiligen sich die Abgg. von Brentano, Köhler, Dr. David, Dr. Gutfleisch und Ulrich. Von 21 Abgeordneten wird ein Antrag auf Errichtung eines zweiten nationalökonomischen Lehrstuhls( für agrarische Richtung) eingebracht, zu dem die sozialdemokratischen Abgeordneten den Zusazantrag stellen, noch eine dritte MAGGI'S Bouillon- Kapseln sind besser und Aeussere Rapse Innere Röhrchen Marktbericht. Gießen, 28. Febr. Auf dem heutigen Wochenmartt fofteten Butter per Bid. 0.90-1.00 Mr. Hübnereier 1 St. 6-7 Pfa., Enteneier St. -00 Pfg., Käse ter St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erbien der Liter 21 Big, Linsen per Liter 32 Bfg. 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Bollsten Fräulein Marle Busjäger aus Bremen( Sopran), Frau Helene Bratanítsch- Hellmrich aus Frankfurt a M( Alt). Herr Richard Fischer aus Frankfurt a. M.( Tenor). Herr Rudolf Hellmrich aus Frankfurt a. M.( Bass). Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereins- Orchester( Kapelle des Inf-Regts. Nr. 116 ,, Kaiser Wilhelm II", verstärkt durch andere geehrte Künstler. Programm: 1. ,, Die erste Walpurgisnacht", Ballade von Göthe für Soli, Chor und Orchester, op. 60, komp. 1831 bis 1832, umgearb. 1842 L. van Beethoven F. Mendelssohn- Bartholdy. 2. Neunte Symphonie mit Schlusschor über Schillers Ode an die Freude, op. 125 in D- moll, für Orchester, Soli und Chor, begonnen 1817, vollendet 1823 Eintrittskarten sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolphs Nchfl.) für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork und abends an der Kasse zu haben. Zum Konzert: Sperrsitz 4 Mk., Eintrittskarte 3 Mk, Studentenkarten 1 Mk. 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