Nr. 23. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg.. n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Bratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt eric rint an allen Werftagen nachmittags. Mittwoch, den 28. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 fg. fenft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhesen. Die lex Köhler- Langedorf. Der Zweiten hessischen Stammer liegt bekanntlich in Antrag des Herrn Abgeordneten Köhler Langsorf vor, wonach die Staatsregierung aufgefordert vird, neben der bisherigen ordentlichen Professur für Nationalökonomie an der Landesuniversität eine zweite ¡ u errichten und diese mit einem Gelehrten zu besetzen, ser agrarische Anschauungen im Sinne des Bundes der Bandwirte vertritt. Es ist nichts Neues, daß in unseren deutschen Parlamenten von bestimmten Interessenten gruppen die Errichtung politischer Professuren jefordert wird. Unter Anderem ist das wiederholt much im Preußischen Landtage geschehen. Dort hat der ezt verstorbene, freifonservative Großindustrielle Freijerr von Stumm wiederholt verlangt, daß den Berliner Nationalökonomen Adolph Wagner und Sustav Schmoller, die zu arbeiterfreundlich seien, Brofessoren zur Seite gestellt würden, die den Unternehmerstandpunkt der rheinisch- westfälischen Großindustrie zu vertreten versprächen. In der Bayrischen Kammer haben die Bauernbündler die Münchener Profefforen Brentano und Log auf das heftigste angegriffen und von der Regierung verlangt, daß bei der Berufung von Dozenten deren wirtschaftspolitische Stellung genauer als bisher geprüft werden möge. In Baden sind die Vorschläge der Fakultäten, die den Breslauer Nationalökonomen Sombart in erster Binic nominierten, an dem Widerstand der Regierung escheitert. Aehnliche Vorgänge der Art sind in FachEreisen ein öffentliches Geheimnis. Sie betreffen im Uebrigen nicht nur das besonders crponierte Fach der Nationalökonomie, sondern auch die Disziplin des Staatsrechts, der Philosophie und die gesamte protestantische Theologic. Was die Theologie anbetrifft, so haben bestimmte rechtsstehende Barteirichtungen bereits große Erfolge zu verzeichnen, namentlich in Preußen. Dort hat man„ Strafprofeffuren" geschaffen, um firchlich liberal gerichtete Fakultäten in Schach zu halten. Die Fakultäten, die immer wieder nur die wissenschaftliche Befähigung für die Besetzung der Lehrstühle ausschlaggebend sein lassen wollten, haben es nicht verhindern fönnen, daß man ihnen Professoren einfach octroyiert hat. Insofern politische und firchliche Richtungen die Freiheit der Wissenschaft zu untergraben suchten, ist also der Antrag Köhler- Langsdorf, der demnächst die Zweite hessische Kammer beschäftigen soll, nichts Neues. Dieser Vorstoß ist vielmehr nur ein Glied einer langen Sette parlamentarischer llebergriffe in die historisch altbewährten Rechte der deutschen Universitäten und in das verfassungsmäßige Selbstbestimmungsrecht der vorgesetzten Ministerien. Indessen ist Herr KöhlerLangsdorf nicht dabei stehen geblieben, der Staatsregierung nur eine bestimmte Richtung, die sie zu berücksichtigen habe, vorzuschreiben, sondern er ist noch einen Schritt weiter gegangen. Einmal hat er die beiden Gießener nationalökonomischen Dozenten als im Händler und Börsenstandpunkte befangen hingestellt, er hat sie ferner bei der Studentenschaft als einseitig verbohrt denunziert und sogar den Versuch gemacht, die Schüler gegen die Lehrer auszuspielen. Auch dabei hat er sich noch nicht begnügt; denn er hat der hessischen Staatsregierung und der Kammer einen bestimmten, mit vollem Namen genannten Kandidaten, Herrn Professor Dr. Ruhland, früher Privatdozenten an der Universität Zürich, dann Professor an der Dominikanerlehranstalt zu Freiburg in der Schweiz und nationalökonomischer Experten beim Direktorium des Bundes der Landwirte, als besonders qualifizierten Gelehrten und Dozenten für den neuen Lehrstuhl in Vorschlag gebracht. Es ist also dem hessischen Parlament vor= behalten geblieben, sich mit einem Antrage beschäftigen zu müssen, der nicht nur in der Schaffung einer ausgesprochen politischen Professur, sondern auch in der Berufung einer ganz bestimmten Persönlichkeit gipfelt. Es liegt uns fern, auf die hier gestellte Personen frage einzugehen. Was uns und weitere Kreise interesfiert, ist nur die Feststellung der Thatsache, ob Professor Biermer wirklich bernfeindlich- manchesterlich" und Herr Professor Ruhland wirklich ausgesprochen agrarschutzöllnerisch im Sinne Köhlers und seiner Partei sind. Wir können uns bei der Festlegung dieses Tatbestandes von einer ausfallenden persönlichen Polemik frei Halten; denn beide Autoren, Biermer und Ruhland, Haben zu dem Getreidezollproblem, das ja gegenwärtig im Mittelpunkt der Diskussion steht und für die lex KöhlerLangsdorf ausschlaggebend war, litterarisch Stellung Professor Dr. Biermer- Gießen hat vor zwei Jahren im Mittelrheinischen Fabrikantenverein zu Mainz über die Getreidezölle einen Vortrag gehalten, der in Druck vorliegt. Wir geben hier den wichtigsten Bassus wörtlich wieder. Obgleich sich seit jenem Vortrag in unserer zollpolitischen Situation sehr vieles geändert hat, verdienen die Ausführungen Biermers auch heute noch Beachtung, umsomehr, wenn man sie mit denjenigen Ruhlands, die wir nachher ab= drucken, in Vergleich stellt. Professor Biermer sagte am 17. Januar 1901 in seinem Mainzer Vortrag wörtlich Folgendes: Mir hat noch Niemand bewiesen, daß die Agrarfrisis, soweit sie sich als Folge des russischen und transoceanischen Wettbewerbe zeigt, auch in Zukunft in gleicher Stärke erweisen wird. Aber auch wenn das anzunehmen wäre, würde ich doch. zumal auch der Bauernstand in Mitleidenschaft g zogen und in großem Umfange proletarisiert würde, die allerernstesten volkswirtschaftlichen Bedenken tagen zu einer solchen Wirtschaftspolitik, die das landwirtschaftliche Gewerbe mit seiner großen sozialen Bedeutung seinem Schidfal überlieke, zuzustimmen. Wenn es Mittel giebt, eine Klaſſe zu retten, ohne daß diefe die gesamte volkswirtschaftliche Entwickelung Die brit fche wir schaftliche Entwickelung ist für mich fein unb.dingtes Ideal. Ich sehe in einer Nation, die einen landwirtschaftlichen Grundbefizerſtand hat, der mit der Scholle verwachsen ist und der Träger bistorischer Traditionen ist, ein gesundes Gegen: cewicht gegenüber den Mächten des allzu stürmischen Fortschritt s. Wir scheint, unsere nächste Aufgabe kann nicht sein, die Flinte in's Korn zu werfen. Zum mindeſten gilt es, Zeit zu gewinnen für das A oße Weik der inneren Kolonisation, und für diese Zeit bedürf n wir einen Krisenschuß, der langfam in die neuen wirtschaftli ben Berhältnisse überleitet. Ist es erwiesen, daß seit den Caprivischen Handelsverträgen mit der Ermäßigung der Getreidezölle die Laar unferer Landwirte fich write hin ve schlechtert hat, so muž das ist die Haup thesis, die ich hie vertreten will wenigstens der Be= bringen mit einer mäßigen Erhöhung der Getreidezölle. fuch gemacht werde oh wir brauchbare Handelsverträge zu Stande stören und aufhalten, so dürfen diefe Mittel nicht unversucht bleiben. Der Zollsatz von 3 50 Mt. wird heute vielfach wie ine heilige Zahl angesehen. Selbst ein Abgeordneter, der zur süddeutschen Bolkspartei gehört, also zu derjenigen bürgerlichen Partei, die die wei gebendsten sozialpolitischen Forderungen in ihr Programm auf genommen hat, erklärte vor Jahresfrist in e ner öffentl chen V 1= fammlung. daß er nitt einzusehen vermöge, warum der durch die Caprivischen Handelsverträne aeschaffene Rofaß der unverrüdbare Punkt sein musse, um den sich die handelspolitische Diskussion drehe Bei einem Zolsaß von 5 Mt. in der Aera des autonomen Tarifs hatten wir längere Zeit annehmbare handelspolitische Beziehungen mit unseren Nachbarn. Unleiblich war das Verhältnis eigentlich nur mit den Vereinigten Staaten von Amerika geworden. Das fid) ein solches unleidliches Verhältnis wiederholt, daß i Union es wieder mit Prohibitiviöllen versuchen wird, ist auch bei der bloßen Erneuerung der Handelsverträge feineswegs ausgeschlossen. Die Meistbegünstigungsklausel hindert die amerikanischen Staatsmänner nach feiner Richtung hin, wiederum zum extremen Schutzzolltarif überzugehen. Und wie ist denn der Zollfriea mit Rußland ent standen? Doch hauptsächlich dadurch, daß sich Deutschland stark andere zu behandeln wie Oesterreich- Ungarn. genug fühlte, den ruffifchen Koloß zu differenzieren, d. h. zollpolitisch Jit es riktig, daß Rußland und Desterreich- Ungarn den Zollfag von 3,50 Mf., richt als condicio sine qua non betrachten, so ist es auch nicht ausgeschloffen, daß annehmbare Handelsverträge zu Stande fommen, zumal da bet Handelsverträgen auch politische Momente mitzuspielen rflegen Wir wissen über die gegenwärtige auswärtige Bolitif freilich so gut wie nichts. Auf Ueberraschungen müssen wir taatäglich aefaßt sein, auch auf demjenigen Gebiete, treff n. Ausdem hat sich an der Thatsache nichts geändert day wo handelsvolitische und weltpolit sche Gesichtspunkte zusammen die russischen und ungarischen Kontammern auf den Absatz in Deutschland angewiefen find" Selbstverständlich kann nur von einer mäßigen Tariferhöhung die Rede sein. Einen Getreidezoll von Mt. 7.50, wie ihn unsere Agrarier heute verlangen, würde mit tödlicher Sicherheit zum Zollkriege führen, wenigstens war das der Saz, mit dem wir den lezten Zollfrieg mit Rußland auszufechten suchten. Die grundsätzliche Forderung der Landwirte, daß der Agrarschuß so fräftig sein müsse, daß er wieder die Inlandspreise der 70er und 80er Jahre bringe und damit eine willkürlich festgesette Rentabilität eines tatsächlich fiktiven Grundwertes gewährleiste, ist natürlich schlankweg von der Hand zu weisen. Ein Programm, das solche Postulate acceptirt, verkennt alle Grund= lagen der deutschen Volkswirtschaft, verlangt von der Diplomatie Unmögliches und tritt geflissentlich den sozialpolitischen Zug unserer Zeit mit Füßen. Bei einem 5 Mark- Zoll das ist ja der Satz in dem in alle Himmel gehobenen autonomen Tarif von 1887- wird sich die besonnene Minorität der landwirtschaftlichen Interessenten zufrieden geben müſſen. Er beſſert unter sonst gleich bleibenden Verhältnissen die Getreidepreise auf, ohne daß es wahrscheinlich ist, daß sofort auch der Grundwert wieder steigt. Der höhere Zoll heilt natürlich die Agrarfrisis nicht. Unter den jezigen Besitzverhältnissen ist diese Kriſis überhaupt unheilbar. Er stellt nur eine Konzession der Gesamtheit zu Gunsten eines notleidenden Teils dar auf Kosten der Gesamtheit. Wenn diese Konzession erfauft werden kann durch eine gleichzeitige Berkehrsreform im großen Stil, so ist sie wahrscheinlich nicht zu teuer erfauft. Aber auch in dem Falle, daß die Landwirte das bessere Geschäft machen, der Osten zu Gunsten des Westens profitirt, den landwirtschaftlichen Produzenten zu Ungunsten der Maſſe der Konsumenten geholfen wird, vermag ich den Kompromiß nicht von der Hand zu weisen. Es gibt Perioden, wo der Wohlfahrtsstaat einem Teile nur dadurch unter die Arme greifen kann, indem er die Uebrigen vorübergehend schädigt. Auch bei den industriellen Schutzöllen ist das an= fänglich der Fall. Der Induſtriezoll und der Agrarzoll find, wie allgemein bekannt, sehr verschiedene Dinge. Das eine ist eine Erziehungsmaßregel, das andere eine Notstandsmaßregel. Verwandt sind beide nur dadurch, daß sie vorübergehend gedacht sind. Den agrarischen Strisenschutz brauchen wir so lange, bis wir über die dauernden Ursachen der Agrarkrisis unterrichet sind. Einen plöglichen Ansturm des ausländischen Wettbewerbs sind wir berechtigt abzuwvehren. Zeigt sich, daß die ausländischen Produktionskosten so niedrig bemessen sind und dauernd niedrig bleiben, so daß sie tros erhöhten Zolls den Markt beherrschen, so werden wir wohl oder übel den Wettbewerb aufgeben müssen. Aber auch in dem Falle, daß die ausländische Stonkurrenz in der nächsten Zeit ganz von selbst nachläßt, ist der Agrarschuß nur ein vorübergehendes Mittel. Ich weiß sehr wohl, daß ich mit meinen bisherigen Erörterungen gegen zwei Grundlehren, die ich in meinen theoretischen Vorlesungen den Studenten vortrage, verstoße. Die eine Grundlehre ist die: Gin wirklich wirksamer Agrarschuß, der die Rentabilität des landwirtschaftlichen Betriebs steigert, nügt den Grundbesitzern nur so lange, als der durch diese Maßnahme erhöhte Grundwert bei Stauf oder Grbteilung noch nicht zu Tage tritt. Der zweite Lehrsatz gehört dem Gebiete der Sozialpolitik an und lautet: Der Agrarschuß, wenn er wirksam sein soll, verteuert den Preis der wichtigsten Nahrungsmittel und ist deswegen sozialpolitisch unmodern und bedenklich.. Was den ersten Verstoß aubetrifft, so ist er von viel weniger aktuellem Interesse als der zweite. Das wirtschaftliche Geset, daß cine steigende Nente den Wert der Produktionsstätte erhöht, ist unzweifelhaft richtig. Das gilt sowohl von der Grundrente als von der Fabrikrente. Der Industriezoll führt aber zur Vergrößerung des Betriebs, zur Verbesserung desselben und zur Erweiterung des Absages. Der Agrarzoll tut das der Natur der Sache nach nicht, sondern macht nur das Produkt absatzfähiger. Nun ist nachweislich der Bodenwert, soweit derselbe für den landwirtschaftlichen Betrieb in Frage kommt, nach einer langen Periode rapider Steigerung nicht weiter geftiegen. Er wäre wahrscheinlich längst gesunten, wenn es einen beweglichen Markt für große Güter gäbe, wenn der Besitzwechsel größer wäre, wenn die Landwirte kaufmännisch besser zu rechnen verständen, und wenn mit der Tatsache des Grundbesitzes nicht zahlreiche politische und gesellschaftliche Vorrechte verknüpft wären, die man als Affektionswert fapitalisiert. Inzwischen entsteht im industriellen Westen eine neue Aristokratie, die ihre überschüssigen Skräfte dem höheren Staatsbeamtentum zuführt. Der waschechte Ostelbier sieht in ihr den Konkurrenten, Schlotbarone, Parvenus. Der vorwärts strebende Staat, der sich zunehmend modernisiert selbst der preußische Staat tut das rezipiert die neuen westlichen Familien. Denn nicht alle Vorfahren können bei Leuthen gefochten haben. Infolge dieser eigentümlichen Wandlung verliert die Affektionspreissteigerung der östlichen und nordöstlichen Rittergüter an Bedeutung. Ich möchte annehmen, daß die Grundwertbewegung dort auf dem Beharrungsstandpunkte angelangt ist und daß, wenn ein Loch im Portemonnaie der Großgrundbesitzer zugestopft wird, nicht gleich, wahr= scheinlich überhaupt nicht, der auch dann noch viel zu hohe Grundwert wieder in die Höhe schnellt. Höchstens wird ein Fallen der Grundpreise, das schon längst hätte eintreten müssen, verhüttet. Ich gebe den theoretisch gewonnenen Saß von der Wechselwirkung zwischen Rente und Kapitalwert nicht auf. Ich glaube nur, daß die Nuzanwendung in unserem Falle nur mit äußerster Vorsicht gezogen werden darf. Bei einer mäßigen Erhöhung des Getreidezolles versagt wahrscheinlich die theoretische Regel. Bei einem Satz von Mt. 7.50 wirft sie dagegen unzweifelhaft in voller Straft. Ganz anders ist der Standpunkt des Herrn Prof. Dr. Ruhland. Dieser Herr hat 1894 cinen Leitfaden zur Einführung in das Studium der Agrarpolitik" herausgegeben. Auf Seite 28 desselben be= handelt Herr Ruhland die Getreidezollfrage mit folgenden Worten: " In der Hauptsache verbleiben uns jene Waßregeln, welche auf eine Steigerung des landwirtschaftlichen Einkommens abzielen: sei es durch Steigerung der Produktenpreise mittelst Schutzzoll und Doppelwährung, sei es durch Minderung der Lasten mittelst Steuernachlässe und Verbilligung des Kredits. Nehmen wir nun wirklich einmal an, daß sich all diese Forderungen im einzelnen als berechtigt begründen ließen und daß sie von seiten der gesetzgebenden Körperschaften zur Annahme gelangten, was wäre damit erreicht? Zunächst natürlich eine entsprechende Steigerung des landwirtschaftlichen Einkommens. Und nachher? Nun, alle Welt weiß es ja eigentlich. Man mißt den Vorteil einer jeden einzelnen landwirtschaftlichen Maßnahme ganz allgemein an dem Einfluß auf die Preissteigerung der Grundstücke, m. a. W., jeder Zuwachs am Einkommen der Landwirte erhöht in dem entsprechenden Maße den Grundpreis. Und da nach dem übereinstimmenden Urteil sämtlicher landwirtschaftlichen Erhebungen mit dem Grundpreis mindestens gleichmäßig fortschreitend die Verschuldung wächst, ist die letzte Wirkung all dieser einkommensteigernden Maßregeln eine entsprechende Erhöhung der Schuldenlast des landwirtschaftlichen Besitzes. Wir sind also vor= aussichtlich in der nächsten Generation genau so weit, wie heute. Und wenn die Schußzöllner konsequent sein wollen, so müssen sie dann eine abermalige verstärkte Auflage ihrer Mittel fordern. Ist auch diese Quote der Einkommenssteigerung von den Grundverpflichtungen verschluckt, dann wäre eine dritte Verstärkung der gleichen Mittel vor= zunehmen u. s. w. ohne Ende. Man sieht: die Logik der Tatsachen führt hier ad absurdum. Das Urteil über diese Maßregeln wird nicht günstiger, wenn wir sie im einzelnen betrachten. Für die Schutzölle ist seit dem Dezembervertrag von 1891 die Zeit vorbei, wo man an eine Erhöhung denken konnte. Selbst die Schutzöllner beschränken sich heute auf die Erhaltung des Bestehenden. Die Verstaatlichung des Hypothetentredits ist ein zweischneidiges Schwert, denn der Bauer würde sofort seinen vollen Strebit ausnügen, und, wenn dann magere Jahre tommen, steht der allgemeine Banfrott vor der Zure. Selbst gegen die mit Recht so viel gerühmten Raiffeisenschen Darlehnskassenvereine bestehen unter den heutigen Verhältnissen Bedenken allgemeiner Art, wie die Erfahrungen mit den ritterschaftlichen Kreditvereinen im Osten der preußischen Monarchie zeigen. Die sehr billige Kreditgewährung bewirkt, daß bei jeder Handänderung die ritterschaftlichen Hypotheken Es war ein kleiner Raum, nur von Spitzbogenfenster erhellt, einem fangen durch welches der Sonnenschein Büchern, Kontrakten feiner Mutter hing darüber und unter dem Chaos von und Urkunden auf Schreibein Porträt mers ein, daneben stand ein Lehnsessel, pieren bedeckter Schreibtisch nahm die Mitte des Zimin goldener Flut hereinströmte. Ein geschnitter, mit Pa Dem Hand sich und bot die anfräftig." ,, Kräftig! Bei ist tein Grund zur Besorgnis; ich bin jetzt wieder ganz Ausruf innigfter Teilnahme in der ſeinigen behielt. diesem Aussehen?" dere Bord eith zur Begrüßung, welcher sie mit einem Bin ich so berändert?" lächelte sie flüchtig. ,, Doch an die Lehne festhaltend, in die seinigen Mit Freuden," , Wir können Freunde sein?" ließ er sie los und wandte sich ab. Als die Tür sich Zippen und preßte die kleine and an sein Herz, dann Sich zu ihr beugend berührte er ihre Stirn mit den ,, Wir sind ,, wahre echte Freunde, Everard." und freiwillig legte sie die Hände Freunde?" sprach er endlich, sich aufrüttelnd. Vermähl ing des Brautpaares in Pesundheit einen englischen Winter sollte Gemahlin auf die Wintermonate nach Italien führen, Herbst stattfinden und dann wollte Lord Hatton seine junge die Aerzte fürchteten für ihre noch immer zarte aller Stille im ruhig stehen bleiben. Der Verkaufspreis der Rittergüter ist dementsprechend gestiegen, und in mindestens dem gleichen Verhältnis find die Schulden gewachsen." antisemitische Handwerkerpartei der Zünftler, die sich| 29. Januar, nachmittags 4 Uhr stattfiubet, ist folgende: 1. mit den agrarischen Bündlern in der antisemitischen Stiftung des Kaufmanns Hermann Röder in Gießen zu Fraktion zusammenfand, als Gewerbefrechheit" Gunsten der Stadtarmen. Rann man 2. Schließung eines Seiten- und Weltberbeffere 3. Uebernahme der Straße In Löbers fahren zu erzähler Herr Professor Ruhland dokumentiert sich also verhöhnte. Die Physiofraten forderten die Freizügig gäßchens an der Steinstraße und Erwerb desselben seitens auf Korn genomm des L. Hellmold. - Hof" seitens der Stadt. bringen foll. Anl porschlag, den Dr eingereicht hat. Ma zolles, der Doppelwährung, der Verstaat fiofraten verlangen endlich den freien Verkehr in Grund sohle des Straßengrabens zwischen Krofdorfer- und Schüßen und unter Strafe g in diesen Ausführungen, die er bereits 1885 in einem Muffage angedeutet und seither in zahlreichen Broschüren wiederholt hat, als ein Gegner des Agrarschußlichung des Hypothefartredits, ja der Verbilligung des ländlichen Realfrédits überhaupt. Noch 1894 hat er in der genannten Schrift ( Seite 36) erklärt, daß der Standpunkt der Freihändler entschieden richtiger sei, als der der Schußzöllner“. Er operiert bei der Betrachtung des Grundwerts und der Grundrente in dem Verhältnis beider zum Getreidezoll durchaus mit den Argumenten David Ricardos, die Herr Köhler- Langsdorf als so verderblich und verhängnisvoll in Acht und Bann tut. Hier scheint also ein förmliches Rätsel vorzuliegen, und seine Lösung ist nicht gerade einfach. Entweder hat Herr Köhler den Ruhland'schen Leitfaden nicht gelesen, oder er hat ihn nicht verstanden. Beides ist entschuldbar. Es erscheinen gegenwärtig so viel national ökonomische Werke, daß man schon ungewöhnlich viel einen Ueberblick über die hauptsächlichsten Publikationen keit und die Freiheit des Lohnvertrags, die unsere oftelbischen Großgrundbefizer jetzt im Hinblick auf die elbischen Großgrundbefizer jetzt im Hinblick auf die " Leutenot" am liebsten beseitigt wissen möchten. Die Phyund Boden, den freien Getreidehandel, die Beseitigung seiner Gebundenheit und der Fideikommisse, während man heute im konservativen Lager das Institut der Majorate, des Anerbenrechts und der geschlossenen Bauerngüter wieder zu beleben sucht. Kurz: Der Phystofcatismus ist nichts anders als extremer wirtschaftlicher Liberalismus, und zwar in liberale Partei mehr mitmachen kann.- Sof" seitens der Stadt.- 4. Die Wasserabführung aus porid der Hofraite Krofdorferstraße 3, hier: Befestigung der Graben ftraße.- meisters. - 5. Verbesserungen in der Wohnung des Straßen inen ärztlichen& - 6. Gesuch des Konrad Rübsamen um Erlaubniß für dieses wahrhaft zum Baggern in der Lahn zwischen Ober- und Untermühler Auß eines der 7. Desgleichen zur Benutzung eines Teils des mit ansteckenden 8. Pacht für den Schweinemarktplates als Kieslagerplag. Sielbaulagerplay 9. Rechnungen des Stadterweiterungs fonds für 1900/01 und 01/02. 10. Voranschlag des wehr. - Belbftrafen bis zu pie Unmöglichkeit epes braucht woh Bird hinter jede einer Rücksichtslosigkeit, wie sie heute feine bürgerliche Polizeiamts für 1902/03; hier: Anschaffung von Mobiliar wird man fich de Die heute herrschende nationalökonomische Schule, Gas- und Wasserleitung im Afterweg, in der Ederstraße und ist? Es ist zu l gegenständen.- 11. Berlegung bezw. Verlängerung der penn man am Ba in der Göthestraße.- 12. Erbauung einer höheren Mädchen hingegen wollen ,, nationalen sozialen Reform" nennt, stellt die schule. 13. Wirtschaftsgesuch des Karl Helder, Bahnhof- fahren des k straße 34. die sich die" historische" oder diejenige der - aber auf das richti Ruß infettioje ra ** Winterfest der Krieger- Kameradschaft Gießen. Am meifellos richtig. 7. Februar d. Js. gedenkt die vorgenannte Vereinigung füffen. Bei den a freie Zeit haben muß, wenn man selbst als Fachmann und sozialer Probleme auf dem Boden des historisch abzuhalten. Ein vorzügliches Konzert- Programm, zwei nicht als frant auf in Steins Garten ihr diesjähriges Winterbergnügen felbft, nicht aber f Einafter und komische Vorträge versprechen den Abend gefüßt werden. gewinnen will. Hat aber Herr Köhler wirklich alle hören heute fast alle nationalökonomischen Theoretiker zu einem äußerst genußreichen zu machen. Den Be- dergleichen durch Schriften Ruhlands durchstudiert, ohne dahinter zu fommen, was der genannte Autor eigentlich will und lehrt, so fann man auch daraus keinen Vorwurf machen; um Vieles leichter, Neidstags- und Landtagsabgeordneter und zwar eine recht schwierige, und es iſt unter Umständen zu sein, als nur auch ein einziges wissenschaftlich ge= schriebenes nationalökonomisches Wert, auch wenn es, wie bas Stuhland'ſche, nur 60 Seiten umfaßt, zu fapieren. Das Verständnis solcher Schriften muß zum anderen ganz ungemein dadurch erschwert werden, wenn man fich die elementarsten Kenntnisse des Faches aus den Schriften eines Wirtschaftsphilosophen, wie es François Quesnay war, sich anzueignen bemüht; denn Quesnay liest heute fein Fachmann mehr; aus dem einfachen Grunde, weil man aus so veralteten doktrinären und naiven Betrachtungen, die nur noch höchstens litterarhistorischen Wert haben, nichts lernen fann. In der Kulturwelt giebt es außer Herrn Prof. Ruhland feinen nationalökonomischen Gelehrten oder Staatsmann, der Physiokrat wäre, wohl aber hunderte, die das physiokratische System nur aus geschichtlichen Kompendien ohne irgend welche Quellenstudien fennen. Herr Professor Ruhland scheint übrigens seinen Quesnay auch erst neuerdings entdeckt zu haben. Als Gideshelfer für sein" System" treten Quesnay und seine Schule, soviel wir sehen könen, erst in dem lezten Buche Ruhlands auf, und diese Ausgrabung ist an der deutschen nationalökonomischen Wissenschaft spurlos borübergegangen. Das Schönste an der Sache aber ist, daß die ganze Heranziehung Quesnays für moderne agrarische Agitationszwecke auf einem folossalen Mißverständnis beruht. Quesnays ökonomisches Tableau, sein Hauptwerk, auf das sich Ruhland bezieht, ist vor fast 150 Jahren erschienen. Es war schon einige Jahre vorher fertig, aber die Marquise de Pompadour riet ihrem Leibarzt ab, es zu veröffentlichen, weil es den„ Spott des Publikums herausfordern fönnte". Es mußte erst von Mirabau gemeinverständlich überarbeitet werden, bevor es der Deffentlichkeit übergeben wurde. Das Originalmanuskript ist erst 1890 wieder aufgefunden worden. Der 1774 als 80jähriger Greis gestorbene Mediziner François Quesnay war alles eher, als ein Vorläufer der modernen Agrarier; er war vielmehr ein leidenschaftlicher und entschlossener Gegner des grund. befißenden Adels und der Feudalaristokratie. Er war ein Vorfämpfer der Bauernbefreiung und, wenn man will, ein Bauernsozialist. Nicht die Grundbesitzer bezeichneten Quesnay und seine Schule als die„ alleinige produktive Klasse", sondern den eigentlichen Ackerbauer, den damals unfreien leibeigenen Bauern, der auf fremdem Boden arbeitete, mit Frohndiensten, Zehnten und dergleichen schwer belastet war und von dem Feudalherin um den Lohn seiner Arbeit, die Grundrente, gebracht, also systematisch ausgebeutet wurde. Die ,, natürliche Ordnung" ist für Quesnay die Verbindung von Arbeitseinkommen und Landbesitz. Dieſes Poſtulat ift in den Stürmen der französischen Revolution zur Erfüllung gelangt, während in Deutschland die Bauernbefreiung ohne Revolution durch das Schön- Hardenberg'sche Reformwerk friedlich zur Verwirklichung kam. Alle Bauernbefreier waren liberale Naturrechtler im Sinn der Smith'schen Schule, die auf der Phyſiokratie, die in England freilich einen Veredelungsprozeß durchgemacht hatte, grundsätzlich aufbaut; sie waren Freihändler und Gegner jeglichen Eingriffs der Gesetzgebung und Verwaltung in das„ freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte." Die Verbreiter der physiokratischen Lehre schmiedeten die Waffen gegen den Absolutismus. Sie bekämpften deswegen auch die Wirtschaftspolitik des absoluten Staats, das sogenannte„ Merkantilsystem". Sie waren nicht industriefeindlich in dem Sinne, wie es heute der radikalſte Flügel der Bauernbändler iſt; denn eine Industrie im heutigen im 18. Jahr hundert auf dem Kontinente nirgends. Sie waren vielmehr nur Gegner der gefünftelten Wirtschaftspolitik, die durch Privilegien aller Art, Exportprämien und Industrieschutzzölle, Monopole und Preistaren, die städtischen Manufakturen einseitig begünstigten und eine nationale Wirtschaftspolitik des geschlossenen Territorial staats zum Durchbruch gebracht hat. Die naturrecht liche Schule der Physiokraten schwärmte für absolute Gewerbefreiheit, die 100 Jahre später die deutsche natürliche Reaktion gegen die maßlosen Uebertreibungen Schule, die freilich mancherlei Schattierungen hat und des physiokratischen liberalen Systems dar. Dieser die nur relative Lösungen ökonomischer und gewordenen nationalen Bohlfahrtsstaats verheißt, gean. Die Bismarckianische Wirtschaftspolitik der 80er stand in engster Fühlung mit den führenden NationalJahre, die vom extremen Freihandel sich abwandte, teibichen Großgrundbefizer anfänglich zu überwinden, nomen der hiſtoriſchen Schule Dagegen hatte öfonomen als er zum Agrarschuß und zum Industriezol überDie heute an der Spiße der konservativen Partei stehen, waren ursprünglich nicht einmal für einen Gin- MarkWeizenzoll zu haben. Die frivole Aufhebung der Eisenzölle dankte man ihnen in erster Linie. Für die heute maßgebende nationalökonomische Schule find Schußzoll oder Freihandel überhaupt keine prinzipiellen Fragen, sondern Mittel der staatspolitischen und volkswirtschaft: lichen Therapie, die man bald in größeren, bald in kleineren Dosen verabreichen muß. Aus den Kreiſen auch das köstliche Wort, womit die orthodore Freider vielgenannten Katheder sozialisten stammt handelstheorie so treffend verspottet wurde:" Daß die Wife nach Freiheit rufen, ist selbstver ständlich; wenn es aber auch die Schafe tun, so beweisen sie eben nur, daß sie Schafe sind." schluß des Festes bildet Tanz. jedenfalls fein wes Männern, bei de ** Ramseyers Benefiz- Vorstellung. Der beim Theater beim Kommen u publikum bekannte und beliebte Humorist am hiesigen Stadt- pfeife etc., ist bei 30. d. Mts. unter gütiger Mitwirkung des hierorts wohl bräuchlich. Hier noch in gutem Andenken stehenden gegenwärtigen Direktors not Kinder werd hübsches gif des Hauses, jedes Langenben Stückes äußerst vorsichtig gewesen und dürfte in deſes oder schlag des Aachener Bernartstheaters Helm seine Benefiz Vorstellung. Der Benefiziant ist in der Wahl des zur Aufführung ge- dies muß ſtreng dem Dr. Hugo Müllerschen 3aftigen Volksstück mit Gesang hon porgeschlage Gewonnene Herzen" oder„ Nord und Süd“ einen geschickten sitern und ein st Griff gethan haben. Herr Direttor Helm hat die Rolle Ammen, die i des Schmiedgesellen Betterhahn und Herr Ramseyer allgemeinen Hert diejenige des Wildſchüßen gen. der Gems- Toni über. tranheiten i " nommen. ben jest geschehe Beide Rollen bilden in genannter Aufführung die es küffens aber Erfolg als Gems- Toni vagiert. Wir wünschen Herrn Glanznummern, namentlich hat Herr Ramseyer schon mit Lind.mann ein volles Haus, damit der ihm eigene Humor Ramseyer trop des Gastspiels des internationalen Tournés burch einen materiellen Mißerfolg nicht beeinträchtigt wird. ** Mommiens Feue : Im Tode Mann namens beerdigt werden geblich auf das die darauf besta das lezte Gelei Bon Wölfer ohne Reiter in fürchtet, daß Der Versud A Gin Unfall Hessische Handwerkskammer. Hinsichtlich des Ab- Geschichtsforschun schlusses der Lehrverträge hat die hessische Hand fall, der leicht se werkskammer in Berfolg des Plenarbeschlusses, daß auch greife Gelehrte w Dieselbe historische Schule, die früher für den ge- zwischen Vater und Sohn ein Lehrvertrag abgeschlossen herunter su hold beiterschutzgeseßgebung plaidiert hat, wehrt sich jetzt teressenten hiermit aufmerksam gemacht werden. Das Gefeb herbeieilten, berei mäßigten Protektionismus in Verbindung mit der Ar- werden muß, eine Anordnung getroffen, auf welche alle In herunter zu hole allerdings mit Entschiedenheit gegen Hebertreib- schreibt den schriftlichen Abschluß des Lehrvertrags vor, macht daß ein Teil des ungen agrarischer Forderungen, lehnt aber also keine Ausnahme, sofern der Vater zugleich Lehrmeister lezt war. Momm einen gemäßigten Agrarzoll, der mit dem Abschluß von ist. Um nun den aus den Vorschriften des Bürgerlichen mur: mit seiner Handelsverträgen vereinbar ist, nicht grundsäglich ab. Gesetzbuches sich ergebenden W terungen( Bestellung eines Gerade mit Rücksicht darauf, daß die historische Schule, Pflegers 2c.) zu entgehen und um die unangenehme Em soarbeiterfreundlich ihr Programm auch ist, nicht pfindung des Baters, mit seinem Sohne Beitrag schließen radikal- freihändlerisch sein kann, verdankt sie die An- zu müssen zu schonen, soll es genügen, daß der Vater auf dem von dem Sekretariate der Kammer zu Darmstadt zu griffe der Sozialdemokratie, die die ländliche Bevölkerung proletarisieren will, um ſie ſozialistisch zu machen. Die deutsche Nationalökonomie muß also nach zwei Fronten kämpfen, und zwar mit gleicher Schärfe. Fronten fämpfen, und zwar mit gleicher Schärfe. Sie bekämpft die destruktiven Bestrebungen der Sozialdemofratie und ihre Freihandelsargumente, deren Herborfehrung übrigens bei den wissenschaftlichen Köpfen fehrung übrigens bei den wissenschaftlichen Köpfen dieser Partei nur noch in recht verschämter Form vorfommt. Die deutsche nationalökonomische Schule befämpft aber auch andererseits das einseitige Agrarier allen litterarischen Waffen, die ihr zu Gebote stehen. tum und seine Handels- und Industriefeindlichkeit mit was sie handelspolitisch will, sind verständige langfriſtige Handelsverträge, die Zollkriege mit ihren verheerenden Wirkungen vermeiden und langsam zu einer 30 politischen Abrüstung der Welthandelsstaaten überleiten. Der jetzt durchgepeitschte Zolltarif mit seinen unrationellen Minimal- und Maximalſägen und seinem lückenlosen" Tarif erscheint ihr als Grundlage für solche völkerrechtliche Verträge, die endlich das wirtschaftliche Leben wieder zur Ruhe kommen lassen sollen, als faum geeignet, und deswegen sind die national ökonomischen geheer in den deutschen Univerſitäten in tarifs gewesen. Die allernächste Zukunft wird lehren, wer Recht behält. Wahrscheinlich werden die Handelsverträge, die jetzt auf diplomatischem Weg vorbereitet werden sollen, ganz anders aussehen, als die Mehrheitsparteien des Reichstags, bie zu früh triumphiert haben, sich träumen lassen. Dann kann der Tanz aufs Neue losgehen! Wir sind gespannt, ob dann zu dem ** Briefpostsache. Es dürfte nicht überall bekannt sein, Bauernfrieg", mit dem Herr Köhler Langs daß nach einer Berfügung des Reichspostamtes bei Briefen, dorf kürzlich gedroht hat, mobil gemacht wird. welche vom Briefboten in einen Hausbriefkasten geworfen Vielleicht flattern bald auf den Höhen des Vogels- oder an Hausgenossen des Adressaren abgegeben find, im bergs und der Wetterau die Fähnlein mit dem Falle nicht beliebter Annahme noch nachträglich eine An„ Bundschuh", und Herr Köhler als der neue Göz von Berlichingen, Feldhauptmann kostenloser Rückbeförderung zulässig ist. Nur muß diese nahmeverweigerung d. h. Zurückgabe an das Poftamt u seiner Getreuen, berät hoch zu Roß mit seinem Rückgabe unverzüglich"( wenn auch nicht gerade sofort) erbäuerlichen Kanzler und Generalstabschef folgen und darf der Brief nicht eröffnet erscheinen. Selbst deutſche Bourgeoisie in Reich und Langen die berruchte gen zumal in Abwesenheitsfällen auch eine spätere Rücklieferung ermordeten Gra unter glaubhafter Versicherung nicht zu beanstanden sein. Auf det und wurde Postkarten und Drucksachen sindet Vorstehendes teine An- jeine Schwester, Giessener Cagesneuigkeiten. beziehenden Formulare beurfundet, daß ſein Sohn bei ihm droschte rasch her in der Lehre steht. Dieses Formular ist in 2 Exemplaren sie beim Betreter auszufertigen und von Innungsmitgliedern an die Innung, tot in der Stube von den übrigen Handwerkern an die Handwerkskammern ein Ende gemach zwecks Beglaubigung einzusenden. Und zwar tommt der Bater erst durch diese Einsendung seiner gesetzlichen Ber- vonved- Regiment pflichtung nach und gilt nur die beglaubigte Urkunde als seit einigen Tag Ersatz für den Lehrvertrag. Wir machen hierauf besonders einen Mitt in aufmerksam. Auf diese Art dürfte die Frage glücklich und und nach zwet der junge Mann, der bei seinem Vater gelernt hat, nicht it im Interesse aller Teile gelöst sein, denn nur zu oft wird unden blutend der Lage sein, den notwendigen Nachweis der orbnungsfallen wurde gemäß zurückgelegten Lehrzeit zu führen, wenn nicht durch Rachforschungen entsprechende Vorschriften dem vorgebeugt wird. In dem Gedanken, daß die Hebung des Handwerkerstandes vor allem eines unbemann durch richtige Anleitung und Erziehung der Lehrlinge zu er unternommen he reichen ist, hat die Kammer ferner die wichtige Einrichtung der Ballon Leo getroffen, daß in einem„ Mahnwort an die Lehrmeister" das Fahrt auf der allen von der Kammer ausgegebenen Lehrverträgen beigelegt und Constantine, wird, die Lehrmeister auf die ihnen gefeßlich und moralis also 600 stilome obliegenden Pflichten gegen ihre Lehrlinge hingewiesen und Aufstiegs, gebeten werden, burch eingehende Anleitung dieſelben nicht in fidweſt, her nur zur technischen Fertigkeit zu erziehen, sondern auch der auf deffen Bestä Geist zu wecken, sie zu bewußtem Denken anzuregen und ihnen namentlich die Notwendigkeit der Erlernung einer geordneten Buchführung vor Augen zu führen. Auch mit In dem in fata diesem Borgehen hat die Handwerkskammer bewiefen, daß fie ney watch brach nicht aus dem Auge täht, was ihrer hohen Aufgabe der eine große Mach Förderung des Handwerkerstandes, zu dienen vermag. Aufstiegs, von Gi von Süden angehalten. bas Brandlata bei dem st fich griff. Gine Beitung Star" 1 men des Hauses Wie weitere Opfer weit über * Zur Bolo belastungszeuger Murri, der Uni lang es, bei der in Bologna ** Akademische Vorträge. Am Donnerstag den 29. wendung, da deren Inhalt vom Empfänger ja bereits ge- tersuchung wiede Januar wird Herr Universitätslektor Goetschy, wie aus dem Anzeigeteil zu ersehen, in französischer Sprache über das Thema ,, George Sand, la femme et l'écrivain" einen Vortrag halten. Stadtverordneten- Versammlung, welche am Donnerstag, den ** Die Tagesordnung für die nächste Sigung der noffen" sein fann - - Uebrigens wird man auch, wenn man seine Briefe abholen läßt, zur Rückgabe befugt sein und selbst in dem Falle, daß man Briefe vom Briefboten per fönlich in Empfang genommen hat, ba man ohne den Boten sprechend nachzusehen. aufzuhalten, gar nicht gleich in der Lage ist, die Briefe entnommen. Er jo dem Grajen und Auslagen gemach nung feinem Zeug Todesfall hängt tehenden günftige lammen. t, ist folgende: 1. Der in Gießen ng eines Seiten- und Weltverbesserer haben nun wieder einmal das Küssen 6 deffelben seitens aufs Korn genommen und wissen nicht genug von den Ge Straße In Löbers fahren zu erzählen, die dieser uralte Brauch mit sich Rann man das Küssen verbieten? Die Hygienifer Terabführung aus igung der Graben bringen soll. Anlaß hierzu gab der bekannte Gesezes. vorschlag, den Dr. Ware der Gesezgebung von Virginien eingereicht hat. Nach demselben soll das Küssen verboten fer- und Schüßen und unter Strafe gestellt werden, wenn die Parteien nicht ung des Straßen einen ärztlichen Gesundheitsschein besitzen. Als Grund nen um Erlaubniß für dieses wahrhaft drakonische Gesez wird angeführt, daß - und Untermühl- ber Kuß eines der hervorragendsten Mittel zur Insektion eines Leils des mit ansteckenden Krankheiten darstelle. Als Strafen sind -8. Bacht für den Geldstrafen bis zu fünf Dollars per Kuß ausgesezt. Ueber Boranschlag des Lebes braucht wohl weiter kein Wort verloren zu werden. Stadtermeit.rungs ng von Mobiliar Berlängerung der bie Unmöglichkeit der Durchführbarkeit eines solchen GeWird hinter jedem Liebespaar ein Polizeimann stehen, wird man sich der Gefahr aussehen, verhaftet zu werden, wenn man am Bahnhofe seine Verwandten beim Abschiede der Ederstraße und füßt? Es ist zu lächerlich, überhaupt darüber zu sprechen. höheren Mädchen hingegen wollen wir in Kürze auf die eventuellen GeHelder, Bahnhof- fahren des Küssens hinweisen, alle übertriebenen Ansichten aft Gießen. Am Winterbergnügen aber auf das richtige Maß zurückführen. Daß durch einen Kuß injektiöse Krankheiten übertragen werden können, ist zweifellos richtig. Man unterlasse es daher, Kranke zu inte Vereinigung füssen. Bei den akuten Krankheiten versteht sich das von Brogramm, zwei nicht als frant aufgefaßt werden. Tuberkulöse dürfen nicht echen den Abend gefüßt werden. Die Uebertragung eines Schnupfens und achen. selbst, nicht aber bei den chronischen, deren Träger eben jedenfalls kein wesentliches Malheur. Das Küssen zwischen Männern, bei den Wilden bekanntlich sehr gebräuchlich Der beim Theater bein on her und Gehen, beim Rauchen der Friedens am hiesigen Stabt pfeife etc., ist bei uns ja ziemlich abgekommen. Hingegen nenden Freitag den ist das Küssen junger Mädchen untereinander sehr ge bes hteroris wohl bräuchlich. Hier täte demnach eine kleine Einschränkung wärtigen Direktor not. Stinder werden sehr gern von jedermann gefüßt. Ein hübsches Stind gilt förmlich als Gemeingut. Jeder Freund bes Hauses, jeder Bekannte gibt dem Kinde einen Kuß. Benefit Borstellung Aufführung ge Dies us strenge verhütet werden, aber nicht durch ein en und dürfte in defets over tine Auſſchrift:„ Nicht füſſen!", wie es auch föſtück mit Gesang schott porgeschlagen wurde, sondern durch die Energie ber " einen geſchidten Sitern und ein strenges Verbot an die Kinderfrauen und Im hat die Rolle Anrmen, die Kinder zu füssen oder füssen zu lassen. Im Herr Ramseye allgemeinen muß man sagen, daß durch einen Kuß wohl ems Toni über Krautheiten übertragen werden können, daß die Gefahren ter Aufführung di pes Küssens aber vielfach übertrieben werden, wie dies amseyer schon mit ben jetzt geschehen ist. wünschen Herrn Nab und fern. nationalen Tournés ihm eigene Humor beeinträchtigt wird. Ein Unfall Mommsens. Dem Altmeister deutsche insichtlich des Ab Geschichtsforschung, Professor Mommsen, passierte ein un die hessische Hand fall, der leicht sehr gefährlich hätte werden können. Der chlusses, daß aud greise Gelehrte war mit einem Licht in der Hand auf eine ertrag abgeschloffe Leiter gestiegen, um ein Buch aus einem Bücherschran auf welche alle In herunter zu holen. Dabei fing das lange weiße Haar Mommsens Feuer. Er hatte es, als seine Angehörigen erden. Das Gese herbeieilten, bereits mit dem Rocke gelöscht, doch nicht ohne vertrags vor, mad baß ein Teil des Haares verbrannt und das Gesicht ver ugleich Lehrmeister ezt war. Mommsen bemerkte zu der erschrockenen Familie des Bürgerliche muc: mit seiner Schönheit sei es nun vorbei. ( Bestellung eine::: Im Tode vereint. Als in Hamburg ein 80 jährige: e unangenehme Em Mann namens Koch von der Holstentor- Leichenhalle aus e Vertrag schließen beerdigt werden sollte, warteten die Leidtragenden verdaß der Vater au geblich auf das Erscheinen der fast gleichaltrigen Witwe, zu Darmstadt zu die darauf bestanden hatte, ihrem verstorbenen Manne ein Sohn bei ihn das letzte Geleit zu geben. Als die Greisin in einer Droschte rasch herbeigeholt werden sollte, fand der Kutscher t in 2 Exemplaren sie beim Betreten der Wohnung in ihrem Sonntagsstaat n an die Innung tot in der Stube liegen. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben Handwerkskammer ein Ende gemacht. zwar kommt be Bon Wölfen zerrissen. Der Hauptmann des vierter er gefeßlichen Ber Honved- Regiments in Großwardein Geza Schwarz wird ubigte Urkunde all jeit einigen Tagen vermißt. Hauptmann Schwarz hatte hierauf besonder einen Ritt in die Umgebung der Stadt unternommen Frage glücklich unt und nach zwei Stunden kam sein Pferd, aus vielen In nur zu oft wird unden blutend, mit zerfeztem Baume und Sattelzeug gelernt hat, nicht ihre Reiter in den Kasernenhof gesprengt. Man be fürchtet, daß Hauptmann Schwarz von Wölfen ange weis der ordnungs faffen wurde und ihnen zum Opfer gefallen sei. Alle 1, wenn nicht durd Nachforschungen sind bis jetzt erfolglos geblieben. ugt wird. In dem ( Der Versuch einer Ueberquerung der Sahara mittel ferstandes vor allem eines unbemannten Ballons, den französische Luftschiffe: ber Lehrlinge zu eb unternommen hatten, ist, wie gemeldet wird, mißlungen vichtige Einrichtung der Ballon Leo Der ist nach ſechsundzwanzigſtündige Die Lehrmeister" bai Fahrt auf der Grenze der algerischen Provinzen Alge verträgen beigeleg und Conſtantine, halbwegs zwischen Bisirea und Laghuat Bligh, and moraliſt Aufstiegs, von pri tebe genes, be the bes he hingewieſen um Bort teas, von Einget rener niebergeholt worden.& tom ung dieſelben ni in südwestlicher Richtung nach der Wüste zu trieb, und n, sondern auch der auf deſſen Beständigkeit man rechnete, hat also nicht lange und enten anzuregen Der Erlernung einer von Süden her. Der Gabes angehalten. = Brandkatastrophe in einem Londoner Irrenhause. führen. Auch In dem im Norden Londons belegenen Frrenhause Coler bewiesen, daß fney Hatch brach in einem provisorischen Anbau, in dem hohen Aufgabe da eine große Anzahl Frauen untergebracht ist, Feuer aus, enen vermag. überall bekannt sein tamtes bei Briefen brieffaften geworfe abgegeben find, in nachträglich eine An an das Poftamt t. Nur muß die er weiliger Bhinderung das bei dem starken Winde, der herrschte, schnell um sich griff. Eine Anzahl Personen nach Angabe der Zeitung ,, Star" 19 sind verbrannt. Mehreren Frren gelang es, bei der furchtbaren Panik, die in allen Räumen des Hauses herrschte, zu entkommen. Wie weitere Telegramme melden, soll die Zahl der Opfer weit über 50 betragen. * Zur Bologneser Murriaffaire. Einer der HauptBelastungszeugen in dem Sensationsprozeß Bonmartini. von seinem Schwager, dem Advokaten Dr. Tullio Murri, icht gerade fofort) Murri, der Universitätsprofessor Dr. Dante Cervesats, ist t erscheinen. Selbft in Bologna gestorben. Professor Cervesats war mit dem Jeanftanden sein. A det und wurde im Verlauf der gegen den Mörder und spätere Rüdlieferung ermordeten Grafen Francesco Boumartini eng befreun rstehendes teine An seine Schwester, die Gräfin Bonmartini, geführten Uninger ja bereits ge man auch, wenn ma gabe befugt fein und vom Briefboten per tersuchung wiederholt vom Untersuchungsrichter vernommen. Er soll über die Beziehungen, die zwischen dem Grafen und seinen Verwandten herrschten, wichtige Aussagen gemacht haben, und man sah mit großer Spannung seinem Zeugnis vor Gericht entgegen. Mit diesem man ohne den Boten Todesfall hängt die Blättermeldung von einem bevorge ift, die Briefe entstehenden günstigen Umschwung für die Angeklagten zu Sammen. ::: Ein schlecht belohntes Samariterwerf. Ein merk würdiger Prozeß schwebt gegenwärtig zwischen einem Berliner Kaufmann B. und einem Ingenieur F.. F. ist erst seit einigen Jahren verheiratet und auf seine Gattin außerordentlich eifersüchtig. Vor einiger Zeit ging Frau F. nachmittags aus, um einige Besorgungen zu machen. Gegen Abend, als sie aus einem Geschäft tretend, den Heimweg antrat, wurde sie von einem Uebelsein befallen, in dessen Verlauf sie ohnmächtig ward. Der zufällig vorübergehende Kaufmann B. führte die Dame in einen Hausflur, wo sie sich bald wieder erholte. Alsdann begleitete er Frau F. in einer Droschke nach Hause. Ihr Gatte, der vom Fenster aus seine Frau in Gesell schaft eines fremden Herrn anlangen sah, stürmte hinaus und versetzte den verblüfften Samariter ohne wei teres eine Anzahl Ohrfeigen. Es entspann sich nun eine Schlägerei, die erst von Passanten geschlichtet wurde. Obgleich der hißige F. sich am anderen Tage ent schuldigte, hat B. doch Strafantrag gestellt. Arbeitslosen- Bataillone in London. Die Kälte und der herrschende Arbeitsmangel haben im Londoner Stra Benleben eine neue Erscheinung gezeitigt. Täglich passieren ganze Bataillone Arbeitsloser die Hauptstraßen von einem Ende Londons zum andern, während detachierte Posten vorn und an der Seite mit Sammelbüchsen von den Passanten Gaben erbitten. Die Polizei kann diese Sammlungen und Aufzüge nicht verhin dern und sorgt nur durch berittene Abteilungen auf al len Seiten, daß es zu keinen Gewalttätigkeiten komme. ‡ Die Leiche im Koffer. Im Bahnhofe zu Charkow wurde vor einigen Tagen ein großer, mit einem gräflichen Wappen gezierter Koffer aufgegeben. Bald danach be merkte das im Gepäcksraume beschäftigte Dienstpersonal, daß aus dem Koffer Blut heraussicherte. Man öffnete den Koffer im Beisein von Polizeiorganen und fand darin die noch nicht ganz erstarrte Leiche einer jungen Dame von auffallender Schönheit. Die junge Dame war durch einen Dolchstich in das Herz ermordet worden und aus der offenen Wunde quoll langsam das Blut. Die Aerzte konstatierten, daß die gräßliche Tat mur einige Stunden vor der Aufgabe des Koffers auf dem Bahnhofe verübt worden ein mußte. Nähere Details fehlen noch. [ ,, Der Prophet"] heißt eine neue Zeitung, die seit einigen Tagen in London erscheint. Sie erklärt sich selbst für ein Blatt, das en ,, nationalen, politischen und internationalen Prop., zeiungen des Herrn William Heald" gewidmet ist, Prophezeiungen, die ,, mit Hilfe der neuen Wissenschaft Chromoskopie ausgearbeitet sind." Für Februar sagt Herr William Heald voraus, daß ,, Rußland in den Tardanellen und der Wutanfall eines ausländischen Monarchen die orientalische Frage von neuem aufrollen werden!" Man wirt ja seher! Auf den ,, Wutanfall" werden London schon jetzt Wetten abgeschlos sen. Den 22. den 23. Februar erklärt Herr Heald als besonders tige Tage für die Gründung von Aktiengesellschaft. Man sehe sia, also vor! Am 27. und 28. Februar jolf man an der Börse spekulieren, denn an diesen Tagen muß jederm nn gewinnen. Bunte Chronik. In der Franckestraße zu Kiel stürzte ein Neubau ein. Bier Bauarbeiter wurden verschüttet, zwei sind bereits von der Samariterabteilung der städtischen Feuerwehr als Leichen hervorgezogen. Die Hoffnung, die beiden andern zu retten, ist aufgegeben worden. Der Bantier Hermann Wulff, Begründer der in Konturs geratenen Tortmunder Handelsbank, ist in Berlin verhaftet worden. - Der Sergeant Hickel, der bekanntlich im Verdacht stand, in Gemeinschaft mit seinem Schwager, dem Unteroffizier Merten, den Rittmeister v. Krosigk erschossen zu haben, ist von der Hamburger Zollbehörde als Zollaufseher angestellt worden. - Die beiden Schooner John" und ,, Smaragd" sind mit je fünf Mann Besaßung während eines Sturmes in der Nordsee untergegangen.- Der Bremer Dampfer ,, Vesta" ist bei der Insel Hwen gestrandet. - Die Altonaer Polizei verhaftete einen in Hamburg wohnhaften Barbier als dringend verdächtig, die in legter Zeit sich häufenden Messerattentate nach Art Jack des Aufschlitzers an Frauen und Mädchen verübt zu haben. -Wegen unglücklicher Liebe erschossen sich in Magdeburg der Sohn eines dortigen höheren Bahnbeamten und ein junges Mädchen. -Wegen großer Kautionsschwindeleten wurden in Altenessen bei Essen die Inhaber einer Bergschule, Ge Irüder Hunger verhaftet. In einem der Verhafteten glaubt man einen von der Zwickauer Staatsanwaltschaft gesuchten schweren Einbrecher erwischt zu haben. Etwa 2000 Arbeitslose hielten in Prag eine Versammlung ab und zogen nach Schluß derselben unter den Rufen: ,, Gebet uns Arbeit und Brot!" durch die Straßen. Die Sicherheitswache nahm mehrere Verhaftungen vor. Der Stromboli- Vulkan wirft wieder Steine und Asche aus. Die Bewohner der Insel flüchten. - In Molwino, Gouvernement Kostroma, brannte das Polizeiarrestlofal nieder. Zwei Arrestanten, die wegen Trunkenheit eingeliefert worden waren, fanden den Tod in den Flammen. Jufolge ungenügender Ernte herrscht in den schwedischen Norddistrikten große Hungersnot. 75 Broz. der Einwohner haben keine Lebensmittel mehr, da auch schon alle Haustiere aufgezehrt sind. Die Kindersterblichkeit ist enorm; die Schulen sind geschlossen. [ Ein eigenartiger Zeitungsboylott.] Die römische Tribuna" ist von den Zeitungsverkäufern in Rom bohtottiert worden. Die Zeitungshändler und die Herren Jungen, die die Zeitungen auf der Straße ausschreien ( feste Zeitungsabonnements sind in Italien bekanntlich eine seltene Erscheinung), verlangten von dem Verlag des Blattes, daß ihnen die ,, Tribuna" für drei Centesimi pro Exemplar zum Weiterkauf überlassen werden; außer dem wollten sie das Recht haben, alle nicht verkauften Nummern zurückzugeben, und schließlich lehnten jie es sogar ab, in ihrer Gesamtheit für die Zahlungsfähigkeit des einzelnen Verkäufers Bürgschaft zu übernehmen. Als der Verlag der Tribuna" sich weigerte, sich solche Bedingungen aufzwingen zu lassen, beschlossen die Zeitungs händler, den Berkauf des Blattes auf den Straßen Roms einzustellen. " 1 Aus Hessen und Nachbargebieten. * Klein Linden. Kaisers Geburtstagsfeier. Wie alljährlich, feierte vergangenen Samstag abend der hiesige Kriegerverein den Geburtstag unseres erhabenen Reichsfürsten unter lebhafter Beteiligung seiner Mitglieder im Saale zur deutschen Eiche. Theatralische Aufführungen, sowie Vorführen lebender Bilder brachten angenehme Abwechslung in den stimmungsvollen Verlauf des Festabends. A. Niederbreidenbach. Der hiesige Kriegerverein hielt Sonntag abend in der Wirtschaft Hafermehl seine diesjährige Generalversammlung, verbunden mit der Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelm II. Nach Erledigung des Jahresberichts schritt man zu den nötigen Wahlen, welche die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Gesamtvorstandes ergaben, nur die Wahl eines Schriftführers war erforderlich, auch wurde ein Preis- Scheibenschießen auf den 14. Juni d. J. anberaumt. Sodann brachte Herr Präsident Weiß ein Hoch auf Raiser und Großherzog aus, welches begeistert aufgenommen wurde. Gesang und guter Gerstensaft hielt die Mitglieder in guter Harmonie noch einige fröhliche Stunden zusammen. ** Klein- Rohrheim. Auf nach Venezuela" lautete die Parole, als vorige Woche in unserem sonst so ruhigen Dertchen die Schelle der gestrengen Obrigkeit ertönte. Der Herr Beigeordnete ließ den Kriegszustand unferes großen deutschen Reiches verkünden. An dem Sprizenhaus wurde die kaiserliche Ordre angeklebt und mit betrübten Mienen lasen unsere biederen Bürger den Armeebefehl. Die hier in Dienst stehenden Leute waren schon marsch und kampfbereit und manche Thräne floß. Noch zur rechten Zeit wurde das Verhängnisvolle zur allgemeinen Heiterfeit wieder gut gemacht, denn die übereilte Bekanntmachung sollte nur im Ernstfalle geschehen und nicht schon jetzt, wie der Herr Beigeordnete glaubte. e. Ebsdörfer Grund. Man ist an zuständiger Stelle eifrig bemüht, dahin zu wirken, daß mit dem Bau der Bahnlinie Marburg- Süd- Dreihausen noch im Früh linge dieses Jahres begonnen werden kann. Die ge samte Bevölkerung des südlichen Teiles unseres Grundes ficht mit größter Spannung dem Tage entgegen, an dem der erste Spatenstich hierzu gethan wird. Es wäre denn aber auch eine baldige Weiterführung dieser Strecke über Roßberg nach Londorf wünschenswert. Es fönnten alsdann nicht nur die hier gelegenen ergicbigen Steinbrüche, sondern auch die benachbarten Farbsteinlager vorteilhaft ausgebeutet werden. haben sich bereits mehrere hierfür Interessierte verständigt und eine Versammlung auf den 8. Februar zu Nordeck anberaumt, in der eine Besprechung über die Fortsetzung der Bahnlinie Marburg- Dreihausen nach Roßberg und Londorf stattfinden soll. Friedberg. Im Reichstagswahlkreise FriedbergBüdingen fandidiert für die bevorstehende Wahl wieder der bisherige Abgeordnete Oriola. Die Sozialdemokraten haben den Stadtverordneten Busold dahier aufgestellt, für den sie bereits heftig agitieren. ** * Frankfurt a. M., 27. Jan. Der fürzlich hier gegründete Verein ehemaliger Chinfämpfer zählt bereits über 60 aftive Mitglieder Der Verein umfaßt den Stadt- und Landkreis Frankfurt a. M. sowie eine Anzahl umliegender Städte, wie Offenbach a. M., Hanau, Tarmstadt u. a. ** Frankfurt a. M., 26. Jan. An dem im Juni h'er in Gegenwart des Kaisers stattfindenden Gesangswettstreit deutscher Männergesangvereine werden, wie bereits gemeldet, 34 Vereine mit insgesamt 6200 ängern teilnehmen. An dem in Kassel abgehaltenen Gesangswettstreit haben 18 Vereine mit 2680 Sängern teilgenommen. 9 auf dem hiesigen Sängerfeste erscheinende Vereine zählen je über 200 aftive Mitglieder. ** Frankfurt a. M., 27. Jan. Heute morgen erschos sich hier aus bisher unbekannten Gründen der 37jährige Agent Georg David Reinle. ** Frankfurt a. M., 27. Jan. Auf den Antrag einer Zwe drittelmehrheit der hiesigen Geschäftsinhaber in der Schuhwarenbranche ordnete der Regierungspräsident an, daß bon jegt ab alle offenen Verkaufsstellen der Schuhwarenbranche dahier um 8 1hr abends zu schließen sind. Ausnahmen gelten nach§ 139 e der Gewerbeordnung. ** Darmstadt, 26. Jan. Das„ Evang. Sonntagsblatt" macht in seiner legten Nummer in einem Artikel, der offenbar von einem Mainzer Geistlichen herrührt, die Mitteilung, daß die Rabbiner im Großherzogtum Hessen denselben Talar wie die protestantischen Geistlichen tragen und fordert die Regierung dringend auf, dagegen einzuschreiten. ** Bensheim Dir bisherige Vertreter des Reichstagswahlkreises Bensheim- Erbach, Geheimrat Haas in Darmstadt, beabsichtigt nicht wieder zu fandidieren. ** Vom Westerwald, 27. Jan. Die Krupp'schen Jagden fommen jegt infolge Kündigung durch die Krupp'sche Verwaltung zur Neuverpachtung. Dabei müssen die Gemeinden durchgängig mit viel geringeren Bachtpre sen vorlieb nehmen, als sie ihnen Krupp zahlte. Neueste Nachrichten. **( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 3. Kl. 8. Großherzogl. Hessischen Landeslotterie wurden nachstehende Haupt- Gewinne gezogen: Brämie 50 000 t. auf Mr. 99508, welche zulegt auch mit 300 Mt. gezogen wurde.( Köstniz u. Dessau) 40 000 f auf Nr. 44 640( Ortenberg.) 20 000 Mt. auf Nr. 56 439( Mainz), 10 000 Mt. auf Nr. 34 966( Offenbach), 5000 Mt. auf Nr. 80 365( Mainz), 3000 Mt. auf Nr. 39 560, 69 566, 31 187, 2000 f. auf Mr. 32 720, 60277, 62 252, 66 423, 90013, 79 978, 80 211, 97 449, 1000 Mt. auf Nr. 26 540, 2113, 39 712, 1712, 51 246, 88 908. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruderet, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Akademische Vorträge. Donnerstag, den 29. Jan., pünktli 8 Uhr abends Lektor Alb. Goetschy: George Sand, la femme et l'écrivain. Eintrittsfarten sind in der Ferber'schen, Frees'schen und Ricker'schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Univ.- Hausverwalter zu haben. Steins Garten. Saalbau. Donnerstag, den 29. Januar 1908 Sechstes und letztes Abonnements- Konzert. II. Teil: Richard Wagner. Konzert- Verein ausgeführt von der Stapelle des Inf- Hegts. Kaiſer Sonntag den 1. Februar 1903 abends 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Fünftes Konzert Klavier- Abend Ausführender: Herr Frederic Lamond. Programm. 1. Variationen über ein Thema von Paganini, op. 35 J Brahms. 2. a) Soirées de Vienne No. 6 Valse- Caprice d'aprés Fr. Schubert. b) Nocturne, op. 48, Nr. 1 in C- moll c) Polonaise, op. 53 in As- dur 3. Phantasie, op. 17, in C- dur 4 a) Barcarele b) Etude in Des- dur Tarantella aus Venezia e Nakoli F. Liszt. Fr. Chopin. R. Schumann. A Rubinstein. Fr. Lamond. Fr. Liszt. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk 250( Sperrsitz Mk. 350 sind in der Musikalienhandlung von Frnst Challier( Rudolphs Nchfl.) und abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Oeffnung des Saales 42 Uhr. Oeth. Geschichtsverein. Sitzung Donnerstag, den 29 Januar 1903. 8 Uhr im oberen Saale des Café Ebel. Vortrag des Herrn Prof. Sauer über: Kunstgeschichtliche Neuigkeiten aus Giessen und Umgebung. Besprechung von Erinnerungen an die Zeit des Frankfurter Parlaments. Gäste sind willkommen. Gießen, 20. Januar 1903. Der Vorstand. Gaskokes. In der Stadtverordnet n- Versammlung von 22. d Mts. wurbe beschlossen, die am 10 April d. J. festgesetzten Preise bis auf weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nukkokes, Größe Nr. 2, um 5 Bfennig für den Gentner herabgesezt wird. sodaß die Nuskokes Nr. 1 und 2 jez gleichen Preis haben. Die Kokespreise stellen sich hiernach wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück- Bokes Buk- Bokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zer fleinert: Größe r. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korn: größe des Anthracit. In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückkokes Bukkokes Br. 1 Bußkokes Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückkokes Mußkokes r. 1 Mußkokes r. 2 1,10 Mr. 1,25 Mr. 1,25 Mr. 1,05 Mt. 1,20 Mt. 1,20 Mt. 1,00 Mt. 1,15 Mit 1,15 Mr. Für Kofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggon bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Gentner. Für Infuhr an das Haus werben 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Berbringen der Kokes bis zu 6 Centnern - auf die betr. Lagerpläge( Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschiett dies ohne besondere Vergütung. Im Gasmerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Kofee att; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaskokes von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Emil Lot, Kirchenplay 9, Emil Pestor Nachfolger, Marktstraße 10, Augnit Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen oben stehende Preise unserer Gastokes jamt Anfuhr wie das Gaswerf und vorabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Gentnern. Die Preise unserer Gascofes für die Abnehmer auk rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirückvergütung von 4 Pfennig für den Gentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas und Wasserwerf Gießen. Otto Bergen. Ein Dampferzeuger, Reiche beirat Reiche Seirat vermittelt mit Kohlenfeuerung, bicig zu ver faufen. Bureau Krämer.feipzig Brüderit.6. Auskunft gegen 30 Bfa. Blutstock. Timermane Neuenweg 2. Hilfe Hamburg, Fichteſtr. 35. Wilhelm( 2. Großý. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Großh Musikdirektors Krauße. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Big. Möbel jeder Art, als Patent- Kleiderschränke, Berticos, Waschische, Waschkomaoden, Bettstellen, Kommoden, Tische, Näht sae, Stühle in schöner Answahl, eingerehute Bilder, Hausseger, Spiegel, Garderobe und Handtustände r, empfiehlt Fr. Schäfer, Möbelfabrikation, Gross- Felda. Reines Kornbrot garantiert nur aus Roggenmehl hergestellt, in bester, wohlschmeckender Ware den 4 Pfund Laib 42 Bfg. franko Haus. Jakob Appel, Bäckermeister, Krofdorf. Ich liefere meinen Kunden in Gießen zweimal wöchentlich Brot. Grösste Auswahl- ver schiedener Systeme. Nu erstkl. Fabrikate: Seidel& Naumann, Mundlos & Co., Junker& Ruh, Frister & Rossmann etc. Billigste Preise. Weitgehendste Garantie. Reparaturen Jachgemäss. Brüder Schmidt. Seltersweg 83. Patentkummet und Geschirrversandthaus Inh. Lonis Völzing, Groß- Felda( Hessen) offeriert seine weltberühmten Summete für Sport, Reklame- und Lastfubrwerke, prämiirt auf der Welt- Ausstellung zu Paris 1900 mit der goldenen Medaille. Fernr offeriere ständiges Lager in Kutsch- und Ganlageschirre bon 45 bis 850 mt. per Stück. Regen- und Wolldecken, Stall- und Reit- Utensilien, Cäschnerwaren u. Polstermöbel, worunter die berühmten Patentmatratzen Non plus ultra. Neuheiten in Wagenlaternen, Kinderwagen und Tapeten. Nichtconvenirendes tausche um Prospekte und Cataloge gern zu Diensten. BRENNSPIRITUS Eingetragenes Warenzeichen. Versteigerung. Hasenfelle Donnerstag, den 29. d. nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neuenweg 28 ( im Löwen): 1) 1 vollst. Bett, zwei Sofas, 1Kommode, 1 Konsolchen; 2) 1 Standuhr 2 Leuchter u. 1 Zither; 3) 12 Paar Rehstangen; 4) eine große Partie Schuhwaren und 5) verschiedene Haus- und Küchengeräte gegen bar. Versteigerung der Sachen unter 1 bis 3 bestimmt. Gießen, am 27. Jan. 1903. Seipel, Gerichtsvollzieher. Kleine Plakate Wohnung zu vermieten. Möblirte Zimmer zu vermieten Laden zu vermieten Häringe, Frische Eier 2c. das Stück 10 Pig. zu haben in der Exredition Geflügelhof M. Becker, Weidenau- Sieg beste u. bill. Bezugsquelle für Zucht- und Legehühner etc. Prachtkatalog gratis und postfrei. Füchse-, Marder, Iltis, Dachs, und Kaninchenfelle hohen Preisen zu kaufen ges. A. Kretzschmar Marktplatz 21. Bu vermieten: Nr. 23 Abonnementspre In's Haus gebracht Gratiebellagen: Oberbeffifche Bei Gartenban, sowie d Ecke Moltkestraße und G Steinweg sind per 1. Apri 2 5-3 mmerwohnungen mit allem Zubehör zu berm Beide Stockwerke fönnen zu sammen oder getrennt ab gegeben werden. Nähere bei Nikolaus, Grünberger straße 36. Mansardenwohnung, bie Zimmer, 2 Stabinete neb allem Zubehör per 1. Apri zu berm. Steinstr. Wilh Müller Der bon Domänenta Rube bew. mittl. Stod pe 1. April zu verm. Jm 3 Stod 4- Zimmerwohnung Das Platt crid 室 fir D En Der Ge flingt, feftlich be möglich, n nebst Zubehör sof. bezichbar ist in deutschen Näh. Kirchenplok 21. Grenzpfähle hin ist der 1. Stock, best. aus 4 Zimmern nebst Zubehör per i fort, die Parterre Wohnung, bestehend aus Zimmern nebst Zubehör pr 1. April zu vermieten. täh. Schillerür. 16, part Laden Gro.sfe'daer Spezialgeschäft zu vermieten. in Drcholerarbeiten. Offe ire billig und prima: Handhaven und Senfenwürfe, Fr. Hennings, Seltersw. 14. g, auch zu berichten. jährlich unter wähnt seien Kolonien in Bet feier in Mün beansprucht, als lich, so auch bi Kaiser ausbracht Vom Prinz er über die Rec Staatenbunde sa gen getan hat, norbbeutscher su werde diesmal e nemünder Kais norddeutschen hat sich, wenn tonung der bane erfüllt; der P warme, für Kai Rechen mit Holz und Eiſenbüge 2- u. 3- Zimmerwohnung richteten. Gen Fruchtreffer mit verzinkiem Drahtgewebe, Treppenpsosten und Pylafter. Karl Künstler, Groß- Felda. mit Zubehör, Neustadt, neben Herrn Meggermstr. Kreuder zu vermieten. Näh. Hofmannstraße 14 Haus, Neustadt, Neubau Kreuder, Für das Comptoir eines hiesigen Fabrikgeschäftes ist neben Herrn Metzgermeister Laden mit Rede an die Of die Stelle eines Lehrlings per Ostern frisch zu besetzen. Wohnung zu verm. Schriftl. Off. unter Chiffre Näh. Hofmannstr. 14. 200 B. an die Grp. In unserem Neubau am Brandplatz ft noch eine schön 5- Bimmerwohnung m. Erke WUK Bester Küchen Extrac Wohlschmeckend und kräft g bei halbem Preise wie Fleisch- Extract. Städtisches Schlachthaus Heute u. morgen Dienfleisch 54 Bfg. Brennspiritus Marke Herold" 99 in Patentflaschen mit Originalverschluss Original- Literflasche 90 Volumen- Prozent 25 Pfg. excl. Glas 95 Volumen- Prozent 30 Pfg. excl. Glas in Giessen Ueberall erhältlich! ferner zu beziehen: in Allendorf a. Ld. bei W Reuning, in Garbenteich bei Balth. Häuser, in Reffelbach bei W Meißinger II, in Krofdorf bei Heinrich Rinn, in Lollar bei Heinrich Geißler VI, Aug. Zimmer. mann, in Lich bei A. Bing, H. T Bingmann, Carl Heller, R. Köhler, HH. Wilz und Ferdin and Zimmer, in Matuzlar bei Ph. W. Schlapp. Weitere Wiederverkäufer gesucht. Engros- Vertrieb: Ed. Silbereisen, Giessen. SpiritusLampen,-Heiz- Oefen,-Kocher,-Bügeleisen etc. in Glessen zu beziehen durch: Carl Hensel, Eisenwaren, A. Kröll Söhne, Wilhelm Orbig Nachfl.( Fritz Eccarius) und Brüder Schmidt. In Lollar zu beziehen durch Joseph Volpp. per April zu vermieten, desaleicher dafelbst 4 Zimmerwohnungen. Näb. Frankfurterftr 29 ine 2: 3immer- Wohnung z vermieten. Neueuweg 60. in schön möblirtes Zimmer so fort ev. später zu vermieten Näh. Lindenplatz Nr. 4. 3- Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten. Bahnhofstraße 10. 3- Zimmer- Wohnung i mittlere Stock per sofort zu vermieten Kirchstraße 2. 3: Zimmer Wohnung im mitt auf den Kaiser s zwischen dem K Jahre bei Geleg Germanischen sich ausgeschloss dieses Dentmals die deutschen F Das Geschenk d lichen Anwesen der Prinz eing nationalen Ged Böller an dem auch so recht g titularistischen treuen Untertan Reichsbürger fei Das ist ei Königs Munde, lassen stah'n!" zugleich treue Besichtspunkte Staat und Reid Stod per 1. Ap il 1903 zu verfassen, wenn di mieten. Steiuftraße 25. chön möbl. Zimmer sofort eb später zu vermieten. Näb. Marktstraße Nr. 11 chillerstraße 11, Ecke Nord anlage, 6- Zimmer- Wohnung mit Zu eh. in freier Lage z. verm Carl Noll Wwr. bergosjenes Blu zum Heile der und zum Heile die ganze Nat scher des auf dem Kaiser der anderen Bunde Königreiches fe 3- Zimmerwohnungenheit nahm, mit allem Zubehör zu vermieten. Näh. Liebiaftr. 64, IL 4- Zimmerwohnung per 1. April zu be mirten, II Stod. Weserstrake 9 feit nicht nur deutschen Stämn babei an alle richten: Fort fitifiererei! Fü ut möbl. Simmer sofort oder eine Zukunft t zum 1 Februar zu berm. Frankfurterftroße 61 II. Mission vor Auch diese Sine döne 4 Simmer- Wohnung richtet sich nich im 1. Stod mit Heizgas und allen Bequemlichkeiten am 1. April zu vermieten. Bahnhofstraße 29. Moblirtes Zimmer zu vermieten. Seltersweg 68. wi ineinandergehende schom 3 möblirte Zimmer für 1 ober 2 Herren ver 1. März zu vera 15 Walltborstraße 15. Möbliries Zimmer au ber mieten. Kirenpl. Nr. 6. Orpheum Barietè. Täglich Gr. Vorstellung. den Schwaben Deffen, den brau fen, ja fie gilt i Bolen. Ueberall partitularistische fchwarzweiße, gr die noch nicht ge Staates ungertre bem Bohl bes niemand jo jehr Die im Dienste Der deutschen C und Hoffnunger verzichtet und leuchtendes Bei Sonderpolitit, gedanke stehen gebung zu Hai tuung. Möge fi Sa Der Monarch age zu fchenten, helm hat dieses bem Rake beta