Nr. 252. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfg., in's Haus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Dienstag, den 27. Oftober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechäuſchlak Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die gelbe Gefahr. CB. Im Schloßgarten zu Münster haben sie ein Ehrengrab enthüllt zum Gedächtnis jenes wackeren deutschen Gesendten Frhrn. v. Ketteler, der am 20. Juni 1900 in Pefing Meuchelmördern zum Opfer fiel. Den Erzengel Michael zeigt die eine Sockelwand, der mit flammendem Schwerte wider den buddhistischen Drachen ficht und die heiligen Güter christlicher Kultur schützt und schirmt vor dem Ansturun heidnischer Gewalten. Der Vorwurf von Knackfuß' Bild nach den Ideen des Kaisers. Als ob es mahnen wollte, wie damals: Völker Europas, wahrt Eure heiligsten Gitter!" In dem unerforschlichen Herenkessel des großen chinesischen Reiches grollt es noch immer dumpf und bedeutsami. Man wird das Gefühl nicht los, daß das letzte Wort da drüben noch nicht gesprochen wurde, daß noch einmal, und war in verstärktem Maße, der Sturm losbrechen wird, der alle zivilisierten Nationen unter die Waffen ruft. Der heimliche Regisseur des Boreraufstandes, jener Prinz Tuan, ein unheimlicher Geselle, soll wieder im Kaiserpalast aufgetaucht sein, und stille Konventikel sollen hinter den finstern Mauern tagen. Schärfste Aufmerksamkeit tut also not, soll anders nicht abermals eine Greueltat geschehen, wie sie im KettelerDenkstein zu Münster ein bleibendes Zeichen erhielt. An der Newa beurteilt man die Lage sehr richtig. Die gemaltigen Militärmassen und starken Geschwader, die nach dem Stillen Ozean dirigiert wurden, dienen nicht lediglich Eroberungsgelüften. Sie sind auch zum Schußwall bestimmit gegen die gelbe Gefahr, die heute größer ist, als je zuvor. Chinesen und Japaner sind nach dem blutigen Bruderkriege, wie einst Deutschland und Oesterreich, freundschaftlich aufeinander zugegangen in der zweifellos richtigen Erfenntnis, daß sie zusammen eine starke Macht repräsentieren, und daß der Hader untereinander nur den fremden Eindringlingen" zu gute kommt, die beharrlich bemüht sind, ihre oſtaſiatiſchen Bejistitel zu vergrößern. Man hat kein offizielles Bündnis geschlossen, aber man hat sich so genähert, daß im Ernstfalle aus fordialer Entente eine Schuß- und Trußallianz ganz von selbst entspringt. In Rußland weiß man das. Darum hat der zottige Bär seine breite Pranke unlöslich fest auf die Mandschurei gelegt. Darum drohen von Port Arthurs Wällen die Vielpfünder stumm hinaus in das Gelbe Meer. Darum durchfurchen eherne Panzer schweigend den Stillen Ozean. Rußland hat seinen Besitz zu schüßen, könnte man sagen, uns geht es nichts an, wenn dort unten weit u. f. m." Das wäre eine Kirchturmpolitik, ganz jener würdig, die einst dazu geführt hat, daß man Deutschlands Flotte freihändig an den Meistbietenden losschlug. Lange genug haben wir untätig dabei gestanden, als sich die seefahrenden Völker beschaulich die Erde teilten. Lange genug hat Michel föricht lächelnd zugesehen, wie man ihm ein Stück nach dem andern vor der Nase wegnahm. Als wir endlich aus dern Traum erwachten, war nicht viel mehr übrig geblieben. Das kohlenleere Kiautschou beispielsweise ist wirklich eine schöne Gegend". Aber was wir einmal haben, das wollen wir uns nun auch erhalten; weniger des Besizes wegen Kiautschou wird uns ewig kosten und nie etwas bringen als des Einflusses halber. Wenn es auch noch lange Jahre dauern mag, ehe der asiatische Osten ganz für Europa erschlossen ist, einmal wird auch da der Tropfen den Stein höhlen, einmal wird auch dort ein neues Gebiet eröffnet, das handelspolitisch von ungeheurer Bedeutung ist. Es muß unser heißes Bestreben sein, im Wettkampf der Völker da drüben nicht zu kurz zu kommen und, wie die weitsichtige Politik Kaiser Wilhelms gezeigt hat, ist das Reich auch entschlossen, an dem Völkerringen im fernen Osten tätigen Anteil zu nehmen. Das gilt für das friedliche Vorwärtsdringen mit den Waffen der Kultur, wie gegebenen Falles auch für den ernsten Kriegstanz, bei dem noch heute immer der Stärfere recht behält. Daraus ergibt sich von selbst, daß die gelbe Gefahr" auch für uns besteht, und daß unser Blid aufmerksam die Dinge im Osten verfolgen muß, sowohl was China betrifft, wie auch Japan. Erzengel Michael mii dem Flammenschwert, der den Völkern Europas so crnste Dahnung zuruft, hat auch für uns gesprochen. Unser Kaiser war sogar sein erster Interpret. Er wies zuerst aus die gelbe Gefahr hin, lange bevor in Peking der Aufruhr begann. Es ist zu hoffen, daß nicht in Vergessenheit gerät, was eben erst gesprochen wurde. An den Küsten Ostasiens wartet ein neuer Weltbrand auf den zündenden Funken. Ganz Europa wird dabei sein müssen. Auch wir dürfen nicht fehlen. Das ungarische Experimentier- Kabinet. RK. Endlich hat der greise König von Ungarn einen Mann gefunden, der sich nochmals an die undankbare Aufgabe wagen will, in Ungarn geordnete parlamentarische Verhältnisse zu schaffen. Am Sontag und Montag fanden in Budapest Beratungen des Königs Franz Josef mit dem Grafen is a fratt, an denen auch der bisherige Ministerpräsident Graf Khuen, der bisherige Finanzminister v. LuFacz und der Minister des Aeußeren, Graf Goluchowski teilnahmen. Das Ergebnis war, daß Graf Tisza sich bereit erklärte, die Kabinettsbildung zu übernehmen, sie wurde ihm daraufhin übertragen. Tias Programm für die Behandlung der militärischen Fragen, die ja die erste und letzte Ursache der gegenwärtigen kritischen Lage ist, unterscheidet sich nur unwesentlich von den zu dieser Frage gefaßten Beschlüssen der liberalen Partei, der Resolution des sogenannten„ Neunerkomitees". Tisza hofft, daß sein Programm von der liberalen Partei akzeptiert werde, und er hofft weiter, daß auch die Opposition ihren Widerstand fallen lassen werde. Ob diese Hoffnung nicht sehr optimistisch ist, bleibe dahingestellt, erklären doch selbst nichtoppositionelle ungarische Blätter, die Beschlüsse des Neunerkomitees seien„ nichtssagend" und feineswegs geeignet, die Opposition zu entwaffnen. In der Tat scheint diese Auffassung das Rechte zu treffen: Die Opposition wird sich um so weniger bemüßigt fühlen, sich bei den Beschlüssen des Neunerkomitees zu beruhigen, als sic weiß, daß ihr Standpunkt in den weitesten Kreisen nicht nur des Volkes, sondern auch des Heeres geteilt wird. Ist es doch Tatsache, daß die dem gemeinsamen österreichischungarischen Heere angehörigen Budapester Reserveoffiziere sich entschlossen haben, bei dem am 4. November stattfindenden Reserveoffiziers- Hauptrapport nicht nur selbst mit " Selen" statt mit dem vorschriftsmäßigen„ Hier" zu antworten, sondern daß sie auch ihre in der Provinz lebenden Kameraden zu gleichem Vorgehen anspornen wollen. Kommt es tatsächlich zu diesem groben Vergehen gegen die Disziplin, so wird die Heeresleitung nicht umhin können, die fraglichen Offiziere scharf zu maßregeln. Wenn man die tschechischen Gemeinen, die bei den Kontrollversammlungen statt mit Hier" mit 3de" antworteten, streng bestraft hat, um wie viel strenger müssen dann Offiziere bestraft werden, die sich des gleichen Vergehens- ja, unter noch viel erschwerenderen Umständen schuldig machen. Das„ Zde" der tschechischen Gemeinen richtete sich gegen die österreichische Regierung, das„ Jelen" der ungarischen Offiziere wäre eine Art Kriegserklärung gegen die Krone, gegen den obersten Kriegsherrn, der ja erst kürzlich erklärt hat, niemals werde er sich zu einer Beseitigung der einheitlichen deutschen Kommandofprache verstehen. Hoffentlich stehen aber die Heißsporne im Offizierkorps von ihrem disziplinwidrigen Vorgehen noch ab. Führen sie es aus, so haben sie damit weder ihrem engeren Vaterlande, noch der Gesamtmonarchie einen Dienst geleistet. Im Gegenteil: Sie würden das Ansehen Desterreich- Ungarns als Militärmacht im Inlande wie im Auslande untergraben. Und das wäre ein Schaden, der wahrscheinlich unheilbar wäre.... Die Politik. A Nachträglich wird der Inhalt der Nede bekannt, die Kaiser Wilhelm in Küstrin gelegentlich der Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen gehalten hat. Er kam dabei auf die Grundlage des Lebens jener Hohenzollernfürsten zu sprechen, die beide in so nahe Beziehungen zu der Stadt getreten seien: Des großen Kurfürsten und des großen Königs, und hob dabei die Bedeutung des preußischen Be griffes der Disziplin hervor, als Grundbedingung für jede Entstehung eines Charakters, und die Voraussetzung eines ersprießlichen Patriotismus. O Die ,, Reichsdebatten" in der bayerischen Abgeordnetenfammer dauern fort. Die Reichs finanzreform fam ebenso zur Sprache wie der Stand der Handelsver tragsverhandlungen. Natürlich kam Ersprießliches nicht dabei heraus, denn Herr v. Riedel mußte erklären, daß er über die stattgehabten Beratungen keine Mitteilung machen könnte. In einiger Zeit werde man alles erjabren", mit diesem Troste mußten sich die Herren begnügen. Aehnlich erging es bei der Abhandlung über die sozial. politischen Maßnahmen der bayerischen Regierung, die von sozialdemokratischer Seite start angegriffen worden maren.„ Es ist alles getan, was die Geseze verlangen und was den Wünschen des Landtags entspricht." * Ein recht bezeichnender Plan des Polentums kommt jest an die Deffentlichkeit. Man beabsichtigt nämlich, die Solol- Turn- und die Gesangvereine, die zusammen etira 42 000 Mitglieder haben, zu verschmelzen. Man verspricht ſich davon eine stärkere Teilnahine und erklärt das Hernbleiben von diesem Bunde ganz offiziell für eine Schande, die den gesellschaftlichen Boytott nach sich ziehen müsse. Neu ist die Tendenz dieser polnischen Vereine ja schon lange nichi mehr. Verfolgte man aber diese Ideen bisher nur im Stillen, so ist man offenbar nun entschlossen, mit ganz offenen Karten zu spielen. Der Gewaltmarsch, den der österreichische Oberst von Gränzweig seinerzeit seine Truppe hatte ausführen lassen, und der so viele Opfer forderte, erhielt jest seine Sühne. Grünzweig wurde zu zwei Jahren Gefängnis, verbunden mit Chargen- und Vensionsverlust, verurteilt. Freilich, wird man sagen, die Toten werden dadurch leider nicht wieder lebendig. Ohne Frankreichs Zustimmung und Beteiligung will der englische Staatssekretär des Auswärtigen die Verantwortlichkeit für eine englische Anleihe für Marokko nicht übernehmen, heißt es neuerdings. Er wird auch wohl wissen warum. Nur durch Frankreichs Giro würde dieser Wechsel nämlich einige Sicherheit erhalten. Begrüßte die englische Presse den guten Lyttleton schon bei seiner Ernennung zum Nachfolger Chamberlains mit Hohn und Spott, so artet diese liebevolle Beschäftigung allmählich zur stehenden Rubrik aus. Jetzt haben die Blätter entdeckt, daß Lyttleton eine sehr streitbare Frau besitzt, die lebhaft für ihren Gemahl bei der Wahl zum Parlamentarier agitiert hat. Ganze Gespräche werden wortwörtlich zitiert, die Madame angeblich mit beliebigen Arbeitern gehabt haben soll, bei denen sie für ihren Mann Propaganda machte. Der arme Lyttleton wird wenig Freude an dem bitter- ironischen Vorschlage haben, den ein Witblatt gemacht hat und der durch alle Blätter geht, nämlich: Wenn Lyttleton aufhöre, Kolonialminister zu sein, werde man seine Frau dazu machen müssen. Die russische Note über die Absage des Zarenbesuches in Rom soll eine Fälschung sein, so wird aus Petersburg verbreitet. Diese Feststellung war angesichts der vielen Unsinnigkeiten dieses russisch- italienischen Handels dringend von Nöten. Der seltsame Ton dieser Note hatte in Italien heftige Erregung hervorgerufen und sogar eine sehr deutliche Kundgebung in der Presse veranlaßt, die alle Schuld der falschen Darstellung des vermutlichen Empfanges durch das italienische Volk auf den Sicherheitskommissarius Nelidom scheb, der im Gegensatz zu dem günstigen Gutachten des russischen Polizeidirektors in den schwärzesten Farben malte. Politische Kreise sprachen zwar davon, daß nicht diese Schilderung, sondern die Fassung der programmmäßigen Toaste Ursache der Absage gewesen sei, aber man wird das kaum annehmen dürfen. Gänzlich von der Hand zu weisen ist jedenfalls die tendenziöse Unterstellung, die gefälschte Note sei in Desterreich fabriziert worden. Es ist wirklich kein Wunder, wenn den guten Ferdinand von Bulgarien angst und bange wird. Täglich kommen aus seinem Lande Nachrichten von schlimmen Wahlerzessen und täglich Briefe, in denen er dringend gebeten wird, die Wahlen zu sistieren, wenn er den drohenden Bürgerkrieg verhindern will. Solche Botschaften wechseln mit Droh briefen, die ihm das gleiche Geschick prophezeihen, wie König Alerander. Man hat deshalb schon den Palast durch ein elektrisches Läutewerf mit den Kasernen verbunden, damit der Fürst unter Utständen die ganze Garnison alarmieren kann. Die Entdeckung einer ganzen Organisation, deren Zweck es ist, eine Personalunion mit Serbien durchzuführen, wird auch nicht gerade imstande sein, die Stimmung Ferdinands zu bessern. ** Hof und Gesellschaft. Eine Begegnung zwischen unserem Kaiser und dem Zaren wird am 4. November in Wiesa baden stattfinden. Auch die Gemahlinnen der beiden Herrscher, der Großherzog von Hessen und voraussichtlich auch Prinz und Prinzessin Heinrich werden an der Begegnung teilnehmen. Im Wiesbadener Schlosse findet Galatafel und später eine Aufführung des„ Oberon" im Hoftheater statt. Gleich nach der Vorstellung werden die Fürstlichkeiten wieder abreisen. Prinz Adalbert von Preußen, der dritte Sohn des Kaiserpaares, hat am Montag von der Wildparkstation aus seine Reise nach Ostasien angetreten. Die kaiser. liche Familie gab dem Prinzen das Geleit zum Bahnhof. Heer und flotte. Ein Schutzgitter um die Festung Mek soll in einem Umfreise von 22 Kilometern gebaut werden. Die Abschließung die Stadt durch Wälle und Gräben ermöglichte keine genaue Ueberwachung der Bevölkerung und Beobachtung einund auspassierender Personen. Es werde selbst bei schärfster Prüfung nicht mehr gelingen, Späherei zu unterbinden. Zu diesem Zweck wird jezt also das Gitter gebaut. Die Linie soll ungefähr folgenden Lauf nehmen: Von Montigny, wo es wahrscheinlich bis an die Mosel geführt wird, am Fort Württemberg vorbei, über die Augnystraße, Grangeaur- Ormes Horgne- au- Sablon- und weiter die öſtliche Fortlinie miteinander verbindend. Bei Grange- auxOrmes steht bereits ein großer Teil des Gitters. Die westliche Seite von Metz wird kein Gitter erhalten, da dort noch die ehemaligen Gittertore stehen geblieben sind, die im Mobilmachungsfalle sofort geschlossen werden können. Das Gitterwerk, das über zwei Meter hoch ist, besteht aus starken eisernen Stangen, deren Spizen umgebogen sind. Dort, wo die Anlage Straßen kreuzt, werden Lücken gelassen, die im Ernstfall durch Tore zu schließen sind. Das Gitter fann seiner Bestimmung natürlich nur im Verein mit einem reichlichen Streifdienst genügen. In Friedenszeiten behindert das Gitter niemand. Gitter, die einzelne Festungsfronten umgeben, gibt es bereits in Spandau, Köln und noch vielen anderen Festungen. Das Meter Gitter, das die ganze Festung umschließen soll, ist aber etwas Neues auf fortifikatorischem Gebiet. jade patte blikten feuriger als sonst. Der Wellen und dem Rauschen des Sturmes. in tiefen Bügen die ft ein. Sie lauschte dem Rollen Behint und atmete fie, Wie schön," jagre ferdes Sturmes kann ich mir ſo viel lebhafter shre ,, wie schön ist es heute! Ihre Augen Im sagte Ellen. Wie gern möchte man rgangenen Jahrhunderte. Die Sale, auribiden in die og der Wine Big Welche wunderbaren Gedanken solche Ruinen erweden!" varen von Menschen, deren Herzen so warm einst hier standen schlufell founſeren, die ebenso wie wir glaubten, daß bie Gensierhöhlen.en und beaten Canon fui bei der Schilderung der Geldin atten milden Herrschaft Gemahl wählen möge unter den Son der Insel und vom Festlande zu ihr und baten, daß sie einen hatte, famen die Aeltesten der Städte und Gemeinden von der Gräfin Maria, une au ihre Unterfanen ort, hingen Alle Verzen rings habe ihr Wagnus for ingen an ats ſie ihr fiebzehnteseuten sich ihrer Jahr erreicht reiten sehe ihn noa Glauben. Dor mir samit bas cinente even au Den ..Hefete Janos" vie fie bauem igennerteint, Bertutearen Danptihn in Retten daher brachten und vom wagen warien wie Sache mar größten Wattblütigkeit und Bot Gestalt eines Herkules. Er nahm seine verEr war ein wilder, glutängiger Mensch, mit Iorene haar und einen Hund. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. Erster Tag. RK Berlin, 26. Oktober. Der Andrang zum Prozeß des der Kindesunterschiebung angeklagten Grafenpaares Wensierski- Kwvilecki war am ersten Tage so stark, daß schon um 9 Uhr der zur Verfügung stehende Raum von einer eleganten Zuschauermenge, unter der man besonders viele Damen des polnischen Adels erblickte, bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Zeugenaufruf brachte manche interessante Momente. Mehrere polnische Arbeiterinnen erscheinen mit Säuglingen auf dem Arm, sie haben dieselben, da sie zu Hause keine Pflege für sie haben, einfach aus ihrer Heimat nach Berlin mitgebracht. Einige legen nach heimischer Sitte ganz ungeniert ihre Kinder an die Mutterbruſt. Beim Aufruf muß natürlich auch häufig die Mitwirkung der Dolmetscher in Anspruch genommen werden. Unter den Zeugen bemerkt man neben mehreren Vertretern der Seitenlinien des gräflichen Hauses Kwilecki auch den Reichstags= abgeordneten Dr. v. Dziembowski. Eine Reihe von Zeugen aus dem Auslande ist nicht erschienen. Einige ausländische Zeugen fragen erst an, welche Entschädigung für Reise und Aufenthalt ihnen gewährt wird, eine Zeugin verlangt 100 Mark pro Tag, sonst könnte sie nicht kommen", ein Zeuge aus Rußland fordert 150 Rubel Vorschuß. Die Vernehmung der Angeklagten. Die Hauptangeklagte, Gräfin Wensierska- Kwielecka, die jezt vortritt, ist eine stattliche Erscheinung von vornehmem Aeußeren. Sie ist bereits vollſtändig ergraut. Vor Beginn der Sigung musterte sie durch ihre goldene Lorgnette eifrig die Geschworenen und die Zuschauer. Der hübsche, jetzt fast jiebenjährige Knabe, dessen Herkunft hier gerichtlich festgestellt werden soll, und der in Begleitung seiner Schwestern erschienen ist, wird von Damen des polnischen Adels, die als Zeuginnen geladen sind, mit stürmischen Liebkosungen begrüßt. Die Gräfin beantwortet die Fragen des Vorsitzenden in gebrochenem Deutsch, aber gewandt und sicher. Sie bestreitet, sich der Kindesunterschiebung schuldig gemacht zu haben. Sie habe nie etwas derartiges gemacht und immer chrlich gelebt, sie wolle der Erde gleich sein, wenn sie etwas wisse von Geheimnissen. Ihre Töchter seien im Jahre 1865, bezw. 1873 und 1879 geboren, im Jahre 1897 sei dann noch der langersehnte Sohn eingetroffen. Eine Musterehe. nennt man es doch so Besoffen, daß er kaum stehen konnte und ich war auf den Dr. Rosinski sehr böse, daß er den Grafen so viel Wein hat trinken lassen. Ich war sehr beleidigt, denn mein Mann war ganz duffelig. Ich kann mir nicht helfen, ich bin sehr heftig. Ich habe in dieser ganzen Affäre eine Masse Dummheit gemacht, das erkenne ich ganz wohl an. Der Vorsitzende hält der Angeklagten vor, daß sie bereits einmal schon eine ähnliche Komödie habe in Szene setzen wollen. Sie habe im Sommer 1896 versucht, sich aus Paris einen„ Sohn" zu holen. Die Angeklagte hatte damals ein Telegramm in französischen Worten an ihren Ehemann gesandt, das versehentlich in falsche Hände geriet und der Anklagebehörde zur Verfügung gestellt wurde. Auch soll sie geäußert haben:„ Wenn die Sache aufgedeckt wird, bringe ich mich und das Kind um." Präs.: Das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Gatten soll in den 90er Jahren fein gutes gewesen sein? -Angefl.: Das ist leider richtig. Präs.: Sie sollen sehr entfremdet gewesen sein, auch was die geschlechtlichen Beziehungen anlangt, und Ihren Ehegatten oft mit groben Schimpfworten belegt haben.- Angekl.: Oft war ich böse. Präs.: Sie sollen ihn Lump, Schweinehund genannt haben?- Angekl.: Wie das so geht, es gab gute Zeiten in der Ehe und dann auch schlechte.- Präs.: Bis 1896 war das Verhältnis aber besonders schlecht. Angefl.: Wie es im Leben kommt, einmal besser, einmal schlechter. Präs.: Sie sollen großen Lurus getrieben haben. Angefl.: Da wird mehr gesprochen, als wahr ist. Als ich heiratete, habe ich von meiner Mitgift alles gekauft, Wagen, Möbel. Präs.: Es wird behauptet, daß Sie nicht nur Ihre Mitgift von 300 000 Mart verbraucht, sondern auch den Bestand des Gutes ruiniert haben. Angefl.: Ich habe mein ganzes Geld in das Gut hineingesteckt. 450 000 Mark Schulden. Eine Verhaftung im Gerichtssaal bildet den dramatischen Schluß des ersten Verhandlungstages. Der erste Staatsanwalt beantragt, die mitangeklagte 78jährige Frau Josefa Knoska zu verhaften, weil die dringende Gefahr vorliege, daß durch eventuelle Gespräche mit den Zeugen der Tatbestand wesentlich verdunkelt werde. Der Gerichtshof beschließt nach kurzer Beratung, die Angeflagte Knoska in Haft zu nehmen, da sie des Meineides und der Beihilfe zur Kindesunterschiebung dringend verdächtig erscheine. Die alte Frau schrickt heftig zusammen, und richtet die hellen Augen, die aus dem verrunzelten Greisengesicht hervorsehen, hilfesuchend auf die Gräfin. Als diese die Achseln zuckt, bricht sie weinend zusammen und läßt sich ins Untersuchungsgefängnis abführen. Die Schuldenlast der Angeklagten wird auf 450 000 Mart beziffert. Der Gerichtsvollzieher ging ständig aus und ein und war quasi zum Familienmitglied geworden, so daß er vertraulich„ Onkelchen" genannt wurde. Um wieder Kredit zu bekommen, heuchelte die Angeklagte nach Meinung des Präsidenten Schwangerschaft. Präs.: Es wird auch angenommen, daß Ihre angebliche spätere Entbindung ebenfalls Heuchelei war, daß es Ihnen nur darum zu tun war, einen männlichen Erben vorweisen zu können, der dereinst Anspruch auf das Majorat hatte und daß Sie deshalb ein fremdes Kind untergeschoben haben. Ihre letzte Entbindung lag ja 16 Jahre zurück.- Angefl.: Das ist richtig. -Präs.: Das Mißtrauen gegen diese angebliche Schwangerschaft ging so weit, daß man sagte: Sie müßten in Posen auf offenem Markte entbunden werden, wenn man Ihnen glauben solle.-- Ange kl.: Herr Präsident, das waren nur Spaßen. Warum sie sich nicht untersuchen ließ. Dr. Rosinski war in Begleitung des Grafen kurz nach der angeblichen Entbindung nach Berlin gekommen und wollte die„ Wöchnerin" untersuchen. Die Gräfin weigerte sich aber. Ebenso wurde ihm nicht gestattet, das Kind zu sehen, das er untersuchen wollte. An gek I.: Ich wollte nichts sehen und hören. Mein Mann war ( 4. Fortsetzung.) mie Aus dem Gerichtsfaal. Der Fürst getgte nun nach einiger Zeit dem Wiener Landesgerichte an, daß der von seinem Vater festgesetzte Zwed erfüllt sei, und beanspruchte die 20 000 Gulden unter Berufung auf die Verzichtleistung Petraks. Es ergab sich ein langer Prozeß, da der Vertreter des ehemaligen Athleten, jetzigen Volkssängers, erklärte, die Ausfolgung an den Fürsten, so. wie der Verzicht entspreche überhaupt nicht dem Sinne des Testaments. Fürst Nikolaus habe außerdem, indem er zuerst dem Gericht erklärte, der Zweck werde nie erfüllt werden und nun doch die Erfüllung behauptete, den Volkssänger in einen Irrtum geführt, und in diesem Irrtum sei der Verzicht aus. gestellt und die Abfertigung akzeptiert worden. Der Prozeß wurde durch mehrere Instanzen geführt. In allen Instanzen ging der Volkssänger als Sieger hervor, und er ist bereits im Besize der 20 000 Gulden. § Der„ Geist" der Kupplerin. In Berlin hat sich eine Abenteurerin, die geschiedene Frau Gustave Schettler aus Schöneberg, zugleich mit einer jungen Sängerin wegen Kuppelei, Unterschlagung, Betrugs, versuchten Verbrechens gegen feimendes Leben, Bedrohung, Hochstapelei u. s. w. zu verantworten. Frau Schettler hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: sie ist Erzieherin, dann Jockeireiterin bei Renz und Ciniselli gewesen und hat sich zuletzt neben anderen schönen Dingensie unterhielt luxuriös eingerichtete Sa lons" für die Lebewelt auch mit der Veranstaltung spiri tistischer Sitzungen beschäftigt. Sie wird jetzt beschuldigt, mit Hilfe des Spiritismus die Mitangeklagte, die damals noch als Schülerin die Hochschule für Musik besuchte, an sich gelockt, und zu einem lasterhaften Leben verführt zu haben. Das Mädchen stammt aus einer hochachtbaren Lehrerfamilie in der Provinz. Frau Schettler war ein gutes Schreibmedium. Nachdem die Sängerin die spiritistischen Sitzungen durch einen Gesang aus dem Oratorium Elias eingeleitet hatte, gab ein Geist, der diesmal nicht„ Friedchen", wie bei der Rothe, sondern Lieschen" hieß, Auskunft aus der anderen Welt. Welche Auskünfte verlangt wurden, kann man sich leicht vorstellen, wenn man erfährt, daß ,, Lieschen" Fragen beantwortete, wie:„ Lieschen, soll ich die Uhlandoder Fasanenstraße heruntergehen, um den hübschen Leutnant von den Gardeschüßen zu treffen?"" Lieschen" beschwichtigte auch etwaige Gewissensbisse des Mädchens, ver. trat eine höchst laye Lebensmoral, gab Ratschläge bezüglich der zu wählenden Garderobe und bezüglich der Kunst, Männern zu gefallen, und so wurde das Mädchen durch die Schettler und das ihr dienstbare Medibumsel", dessen Offenbarungen sie in der Form der Geisterschrift erscheinen ließ, tiefer und tiefer in den moralischen Sumpf hineingetrieben. Nab und fern. Der Gießen In der N Montag) bie besetr. das Ver prechung. D bie Rirchenbehör Bericht eingefor tändig auf Ge Borgehen er fü Beilegung der Beranlassung Meispiel wohl Synodale velge in der © Die Juwelen der Fongère. Wie aus Aix- les- Bains berichtet wird, hat die Untersuchung ergeben, daß der ver. haftete Ladermann die Juwelen der ermordeten Halbwelt. lerin Fougère in die Saone geworfen hat. Da in verschie denen Papieren genau die Stelle bezeichnet ist, an welcher die Juwelen versenkt worden sind, so glaubt die Polizei, daß dieselben wieder aufgefunden werden. Eine furchtbare Roheit wurde an dem 19jährigen Schmiedegesellen Georg Kapolines aus Unterwaltersdorf bei Wien begangen. Dieser fing einen aus dem Jagdrevier des Grafen Cavriani verlaufenen Hasen ein, um ihn gegen das übliche Honorar von einer Krone der Gutsverwaltung abzuliefern. Die gleichfalls Hasen nachjagenden Treiber Reiner und Mazelt aus Deutsch- Brodersdorf wollten aus Neid über diesen Verdienstentgang Napolines den Hasen entreißen. Es entspann sich ein heftiger Kampf, wobei die Treiber dem Kapolines die beiden Chren bis zur Hälfte abschnitten. Die Treiber wurden verhaftet und dem Bezirksgerichte Ebreichsdorf eingeliefert. § Die geheimnisvolle Testamentsklausel. Vor den Wiener Gerichten hat ein interessanter Erbschaftsprozeß sein endgültige Erledigung gefunden, dessen Vorgeschichte einen ſenſationellen Roman aus dem Leben bildet. Im Jahre 1871 starb der steinreiche Fürst Wrede, und in seinem Testament fand sich die geheimnisvolle Klausel, der Betrag von 20 000 Gulden sei als Legat so anzulegen, daß dessen Zinsen vom Sohne des Verstorbenen, Fürsten Nikolaus, alle Jahre einem bestimmten, nur diesem bekannten Zwecke zuzuführen sind. Sei dieser Zweck erfüllt, so habe der Fürst das dem Gerichte bekanntzugeben, und dieses habe dann die 20 000 Gulden den beiden in Graz lebenden natürlichen Kindern des Erblassers auszufolgen. Sterbe inzwischen eines der beiden Kinder, so solle dem überlebenden der ganze Betrag zufallen. Fürst Nikolaus bezog ständig die Zinsen des vom Landesgerichte Wien verwahrten Kapitales, erklärte aber auf An fragen des Vormundes der beiden Kinder, daß der geheimnis. volle Zweck noch nicht erfüllt sei und nie erfüllt werden würde. Nun starb aber eines der beiden Kinder, das Mädchen, und der überlebende Bruder, der nunmehr einzig Erbberechtigte zu dem Legat, wuchs auf, wurde„ Athlet" und nannte sich mit seinem Künstlernamen Petrak. Er teilte dem Fürsten mit, daß er auf seine Erbschaft für alle Zeiten Verzicht leisten wolle, wenn er 3000 Kr. als Abfertigung auf die Hand erhalte. Der Fürst folgte ihm die Summe sofort aus und ließ sich vorsichtigerweise eine Verzichtsurkunde ausstellen. Am 27. Oktober wurde die Kapitulation von Mezz abgeschlossen. Am 29. Oktober besetzte das 2. Bataillon des Gießener Regiments dort St. Privat, und am Nachmittag war das Bataillon Zeuge des Ausmarsches der französischen Garde aus Meg. Die Offiziere begleiteten ihre Mannschaften und nahmen dann zum Teil rührenden Abschied von ihnen. Es war ein herrlicher Anblick, als die langen Züge der faiserlichen Garde auf der Straße vorbeidefilterten. Sie hoorstandes, ber Erledigung bu Hiervor, balte icht für glüdl Frage durch b worauf Oberto bei der Regier Synadale hes Synodalen mneidung bera Stellung zu hoerordnetenver Fountt der Ver Im Boot über den Ozean. Zu dem bekannten Wagetück des amerikanischen Kapitäns Brown, in einem Segelboot den Atlantischen Ozean zu überqueren, erfährt man jeßt, daß der britische Dampfer„ Greenbrier" den kühnen Fahrer auf 37,21 Grad nördlicher Breite und 42,45 Grad restlicher Länge angetroffen hat. Der Kapitän des„ Greenbrier" ließ seinen Dampfer beidrehen und bewog Kapitän Brown, an Bord zu kommen. Die„ Kolumbia" ist, wie dieser mitteilte, 19 Fuß lang, 6 Fuß breit und ganz gedeckt, außer dem Platz für die Steuerung. Nach der Abfahrt von Boston legte Kapitän Brown zuerst in Halifax an, um frisches Wasser einzunehmen, dann ging die Fahrt weiter. Am 6. September hatte er einen schweren Sturm zu bestehen, der das kleine Fahrzeug zum Kentern brachte, und den Kapitän in die See schleuderte. Nach mehrstündiger schwerer Arbeit, wobei er öfters in Gefahr war, zu ertrinken, gelang es Kapitän Brown, schwimmend sein Boot wieder aufzurichten. Mehr tot als lebendig arbeitete er sich wieder an Bord, war jedoch nun ohne Lebensmittel und Trinkwasser. Zuerst hatte er namentlich unter dem Wassermangel furchtbar zu leiden, später fiel aber starker Regen, und er konnte das Regenwasser in seinem Deltuchrod auffangen, so daß er vor dem äußersten bewahrt blieb. Der Kapitän des„ Greenbrier" bemühte sich, Kapitän Brown von der Fortsetzung seiner Fahrt abzubringen, aber vergeblich. Nachdem sich letterer hatte frisches Hammelfleisch, weiches Brot, etwas Tauwerk und einige Bücher geben lassen, sagte er Kapitän Blower und dessen Mannschaft Lebewohl und bestieg wieder sein kleines Fahrzeug, um seine Reise fortzusetzen, die, wie er zuversichtlich hofft, ihn nach Marseille führen wird. | folche und pelegt würden. Marlegung be prechende Sch Synodale Russische Bahnbeamte als Diebe. Wie sich jetzt heraus. stellt, ist der kürzlich gemeldete Ueberfall auf den Personen. zug Wirballen- Petersburg von den beiden Kondukteuren des Gepäckwagens erfunden worden. Die beiden braven Beamten wurden verhaftet, unter dem dringenden Verdacht, 14 Kassen, die sich im Gepäckwagen befanden, gestohlen zu haben. A Ein entführter Millionärssohn. Aus Newyork wird gemeldet, daß der dortige Millionär Went einen Brief erhalten hat, in dem ein Lösegeld von 100 000 Dollar für die Treilassung seines Sohnes gefordert wird. Der junge Wentz ist von Räubern entführt worden und wird jetzt in einem unwegsamen Gebirge von ihnen festgehalten. Streifen, die 1000 Mann mit Hilfe von Bluthunden unternommen haben, brachten bis jetzt keinen Erfolg. Die Tornister wurden in Troyes abgelegt und auf Wagen Kriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. fehlten, welche sich fraglos zur Ruhe begaben in der Meinung, nachgefahren. Da beim Abmarsch noch viele Soldaten einige Tage hier zu verweilen, blieben einige Offiziere zurück, um die Fehlenden nachzubringen. Feldwebel Bruchhäuser wurde zurückgelassen, um die Kranten der 7. Kompagnie in das Lazaret abzuliefern, traf dann aber bald wieder fürchtete einen Vorstoß der Loire- Armee zum Entsaße von beim Regimente ein. Das Oberkommando in Versailles beBaris und befahl dem Prinzen Friedrich Karl mit seinem rechten Flügel in der Richtung auf Fontainebleau zu marschieren. Das Durchschreiten des Waldes von Fontainebleau ging nur langsam von statten, da die Wege turch Barrikaden und Verhaue gesperrt waren. Der 7. Kompagnie des Gießener Regiments, welche an diesem Tage die Vorhut hatte, viel die schwierige Aufgabe zu, Barrikaden und Verhau zu beseitigen. Mit dem Feinde kam man jedoch nicht Inzwischen war an der Loire eine neue französische Armee in Berührung. Von den Waldwegen aus erblickten die gebildet worden, die zwar Anfang Oktober von den Bayern Soldaten in einiger Entfernung das berühmte Schloß zu zurückgeworfen wurde, aber sich bald wieder nach Eintreffen Fontainebleau. Beim Passieren des Waldes fiel Büchsenvon Verstärkungen zum Vorgehen anschickte. Prinz Friedrich meister Engel vom Progkasten und brach ein Bein. Karl sollte daher mit einem Teil der bei Mez freigewordenen mußte in das Lazaret nach Fontainebleau gebracht werden. Truppen über Troyes nach Orléans zu marschieren. Das 2. Bataillon unseres Regiments verließ daher bereits am 30. Oftober Ars und gelangte am 10. November nach Troyes, wo es vor der Kathedrale an dem Prinzen Friedrich Karl vorbeimarschierte. In den Straßen der Stadt lagen Haufen von demolierten Waffen. In Troyes hoffte man etwa 8 Tage zu bleiben, aber schon in der Nacht wurde der Abmarsch befohlen, um in Ellmärschen Orléans zu erreichen. waren zum größten Teil in ernster Haltung und trugen ganz neue Uniformen. Am Abend tam das Bataillon nach Ars in Quartiere. Den ersten Teil des Feldzuges hatte es jetzt hinter sich. Er Bunte Chronik. Bei einem Radrennen in Mainz fuhr ein Motorzweirad aus der Bahn ins Publikum. Sechs Personen wurden schwer verletzt. hoer Frage hin redtigt fei, w perlegt, oder d foder religiöser Mit dem Bei Prämniß scheiterte ein Kahn auf der Warte. Von den Insassen fanden vier Männer und eine Frau ihren Tod in den Wellen. ber heutigen zur Verfügun Der 6 Profeffor am Friedberg * Pri Der Theologie Trat Dr. Kat Jubiläums a heute vom 6 Philipps des * Bro fhäftigte fich vormittags be Kuhl zu Inh und erkannte Ides Kreisau Korporalschaft zugewiesen. Bur Sicherung der Straße mehr nach Westen hin dirigiert. Vom 17.- 22. November Drléans- Paris wurde das Regiment au folgenden Tage bezog die 7. Kompagnie in dem Orte Léonville Quartiere. Léonville bestand aus einer Reihe sehr großer Bauernhöfe, und die Besizer waren offenbar sehr wohlhabend. Bald war man denn auch überall mit Braten und Kochen beschäf tigt. Hier hatte ein Soldat ein Huhn, dort ein anderer eine Ente. Es wurde auch ein Kalb geschlachtet, woran Feldwebel Bruchhäuser und die bet ihm untergebrachten Unteroffiziere und Mannschaften ihren Anteil erhielten. Man kommen und mußte sich sein Eſſen ſelbst zubereiten. Von war zu einem alten alleinstehenden Bauern ins Duartier gedem vielen Braten und Kochen in dem offenen Kamin hatten die Balken des Fußbodens Feuer gefangen und fingen in der Nacht an zu brennen. Die darunter im Stalle stehenden Pferde der Ulanen wurden von den glühenden Kohlen überschüttet und schlugen wütend um sich. Nach einiger Mühe gelang es indessen, den Brand zu löschen, doch gingen von den Pferden zwei zu Grunde. Trotz des Bitten des alten Wirtes, doch bei ihm zu bleiben, mußte Bruchhäuser mit seinen Leuten sich doch ein anderes Quartier beim Maire des Ortes beziehen. Vom 22.- 28. November lag das 2. Bataillon in Dison in Quartier und hatte Vorpostendienst zu leisten. Hier standen bereits braune Husaren, die das Erscheinen der Infanterie mit Freuden begrüßt n, weil sie allein den Plänkeleien des Feindes zu sehr ausgesetzt Am 15. November fam die 7. Kompagnie nach Malesherbes in Quartiere. Feldwebel Bruchhäuser mit noch einigen Soldaten wurde in das Haus einer Französin einquartiert, die ihnen aber kein Zimmer öffnen, sondern in einem Stalle unterbringen wollte, was man entschieden_ablehnte und mit Gewalt die Zimmer öffnete. Da das Verhalten der Französin ein sehr unwirtliches blieb, verließ man das Quartier und wurden ihr zur Strafe eine ganze. waren. ( Fortsetzung folgt.) fattzugeben fei. Die Ro Sodann wer lände des R der Nebenba Sachen Ent bach- Grebe Enteignung Lagesordnum wahl zu Bur Gemeinde welcher Joha je 22 Stim war, wurde bei welcher das Look z wurde. Kri wurde feiten geführt, da ProvinzialRefurs tatt bie Roften handlungsge zahlen. * * Die ber Stadt den 29. Dtt. 2. Baugejud fauterweg. Stephanftra Mittwo 9 Lagebor iener Landes ejeste med e unter Berufu fich ein lang thleten, je Den Furiten, Dem Gimme , indem er füllt werden Esfanger in der Berita en. Dero n allen und er ist us Aix- lesen, daß der rdeten Halb Da in ber et ist, an d Die Polizei haben. Da sich die Unschuld des Angeklagten ergibt, so erfolgt Freisprechung. Litterarisches. Der Gießener Friedhofsstreit vor der Landes. Mäusburg. 5. Baugesuch des H. Winn für die Bahnhof| Hausfriedensbruchs und der Körperverlegung schuldig gemacht straße. 6. Bauveränderung im Gymnasium zu Zwecken der Synode. Vorschule. 7. Gesuch des Heinr. Winn um Abtretung städt. Geländes an der Roonstraße. 8. Ausbau der Roonstraße; hier: Geländeaustausch mit K. Stohr I Ww. und W. Seipp III. 9. Straßenbezeichnung Neuenweg und Neuenbäue. 10. Unterhaltung des Straßenpflasters. 11. Vertrag mit der Gemeinde Queckborn. 12. Ranalisation; hier: a. Enteignung des Geländes für die Kläranlage und das Hauptabflußsiel. b. Vergebung von Arbeiten. 13. Vergütung für Reinigung von Schulräumen. 14. Erlaß einer Polizeiverordnung wegen Verabfolgung geistiger Getränke. 15. Gesuch des August und Louis Dazz dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Seltersweg 23. 16. Gesuch der Drantenbrauerei zu Dillenburg um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neustadt Nr. 1. In der Nachmittagssigung der Landessynode kam gestern ( Montag) die Interpellation des Synodalen Wahl- Langen, betr. das Verbot der Friedhofsweihe in Gießen, zur BeSprechung. Oberkonsistorialpräsident Buchner erklärt, daß bie Kirchenbehörde alsbald nach Eingang der Interpellation Bericht eingefordert und sich nach Eingang derselben vollFinbig auf Seite des Kirchenvorstandes in Gießen, dessen Borgehen er für richtig gehalten, gestellt habe; durch die Beilegung der Angelegenheit sei für die Kirchenhehörde feine Beranlassung zu weiterem Vorgehen vorhanden, da dies Beispiel wohl belehrend wirken werde. Synodale Wahl- Langen hebt die erfreulichen Momente, welche in der energischen Haltung des Gießener Kirchenborstandes, der Kirchenbehörde und auch in der versöhnlichen Erlebigung durch die Stadtverordnetenversammlung liege, hervor, halte die Lösung jedoch wegen der Konsequenzen dem 19 nicht für glücklich. Auch die grundsägliche Behandlung der terwaltersdorf Frage durch die Kirchenbehörde gehe ihm nicht weit genug, worauf Oberkonsistorialrat Buchner ein weiteres Vorgehen bei der Regierung nicht für taktisch richtig erklärt. 19jab m Jagdrevier um ihn g Gutsverwal jagenden Tr Dorf wollten lines den S Kampf, wobei bis zur S Synadale D. Dornseiff- Gießen tritt für die Ansicht deß Synodalen Wahl- Langen ein und hält es zur Vermeibung derartiger Vorkommnisse für richtiger, dagegen Stellung zu nehmen. Wenn auch die Gießener Stadtund dem Bejberordnetenversammlung sich ganz richtig auf den Standpunkt der Verfassung gestellt habe, tomme es doch darauf an, ob solche und ähnliche Feiern als Kultushandlungen ausgelegt würden. Redner ersucht die Kirchenbehörde behufs Alarlegung der Verhältnisse bei dem Ministerium entsprechende Schritte zu tun. bekannten in einem G ren, erfährt rier" den fi und 42,45 0 pitän des„ Gre d bewog kapit olumbia" ist, eit und ganz g. Nach der Synodale D. Lucius weist auf die gefeßliche Seite der Frage hin, nach welcher ein Verbot der Weihe nur berechtigt sei, wenn Gesetze des Staates oder der Sittlichkeit zuerst in Julie verletzt, oder die Beeinträchtigung Anderer in ihrem politischen ober religiösen Leben zu befürchten sei. in ging die F schweren Shum Rentern brod Nach mehritin Gefahr ma immend fein Boot ig arbeitete er f Lebensmittel unter dem Waf ber starter Rege n Deltudrod a vahrt blieb. Da Kapitän Brown en, aber berge mmel fleild, wei cher geben laffe nnschaft Lebewol , um seine Reife t, ihn nach Mar ie sich jetzt herau uf deif Personen Kondukteuren de n braven Beamte rdacht, 14 Kaffe en zu haben. us Newport wi t einen Brief a 00 Dollar für di Der junge Ben rd jetzt in einem en. Streifen, die Cernommen haben 1 in Mainz fuh um. Sechs Be der Warte. Vo Mit dem Versprechen der Kirchenbehörde, das Protokoll der heutigen Verhandlung dem Ministerium zu den Aften zur Verfügung zu stellen, schließt die Debatte. Lokales. Gießen, 27. Oftober 1930. und Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf die morgige Voltsvorstellung hingewiesen, die mit den drei klassischen Einattern Berbrochener Krug"," Geschwister" Wallensteins Lager" ein gewähltes Programm bringen. *** Der Technische Verein Gießen hielt am Samstag Abend im Jagdschlößchen zu Dutenhofen seinen ersten diesjährigen Winter- Familienabend. Humor und Tanz verwickelte die Jünger der Technik in solch' angenehme gesellschaftliche Konstruktionen, daß man die Ankunft des legten Zuges gern verlegt hätte. * ** 8immerbrand. Zum zweiten Mal innerhalb acht Tagen brach am Sonntag nachmittag in der Wohnung des betagten früheren Bezirksaufsehers und Wassermeisters Wildad in Grünberg ein Zimmerbrand aus, der von Passanten und Hausbewohnern sogleich gelöscht wurde. Sadismus und Erzieher. Der Fall Dippold. Ein Sittenbild aus dem 20. Jahrhundert von Hans Rau( Preis 1 Mark) H. Barsdorf Verlag in Berlin W. 30. Die vor liegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, einen zweiten Fall Dippold unmöglich zu machen. Mit schonungsloser Logit deckt der Autor die Ursachen Falles des Dippold auf und zeigt an der Hand zahlreicher Beispiele, daß diese Ursachen ausnahmslos abgestellt werden können. Briefkasten. K. W. in Gießen. Sie haben recht, die Nachricht war von der Presse nicht forrekt wiedergegeben. Die 6 Volksschullehrer, welche in Mainz Einjährig dienten, haben nicht das Offiziersexamen, sondern die Prüfung zum Offiziersaspiranten bestanden. Die militärische Qualifikation zum Offizier des Beurlaubtenstandes wird vom Truppenteil erst nach erfolgreicher Ableistung der Vizefeldwebel- Uebung erteilt. L. M. in Nieder- Ohmen. Gelegentlich werden wir darauf zurückkommen. Nach Weitershein kommt unsere Zeitung auch. Besten Dank und Gruß. Marktberichte. Gießen, 27 Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bfd. 1.10-1.20 Mt., Hühnereter 2 Stüd 14-18 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar Dr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.80. Hahnen, per Stüd Mr. 0.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfb. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 4.50-5.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 15-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktjeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. () In der Ernst Ludwig Seilstätte bei Sandbach i. D.( der Invalidenversicherungsanstalt des Großherzogtums Hessen gehörig) wurden im dritten Quartal dieses Jahres 144 männliche Lungenkranke neu zur Kur aufgenommen und in dem gleichen Zeitraum 134 Pfleglinge entlassen. Ende September befanden sich noch 121 Pfleg linge in der Heilstätte. Da die Heilstätte seit Mai ds. Js. stets vollständig belegt ist, läßt die InvalidenversicherungsAnstalt 3. 8t. 29 männliche Pattenten in der Pension Krichbaum in Eberbach verflegen. Die weiblichen, LungenBension Göttman in Reichelsheim i. D. behandelt, in dieſer notierten nach Qualität: An Weizen, hieſiger und Wetterauer franten der Invalidenversicherungsanstalt werden in der Station befanden sich Ende September 53 Patientinnen. In diesen drei Heilstätten können auch minderbemittelte Kranfe, die der reichsgesetzlichen Invalidenversicherung nicht Rrante, die der reichsgesehlichen Invalidenversicherung nicht unterliegen, gegen mäßige Pensionsfäße Aufmahne finden. In dem Heilerfolg ist die Wintertur der Sommerkur völlig gleichwertig. XLang- Göns, 23. Dft. Der Dirigent des Gesang. vereins Frohfinn", Herr Gg. Sames- Holzheim, legte dies Amt nieder, an seine Stelle trat Herr Lehrer Schwinn. Der neue Frankfurter Hof" wurde von der Besizerin, Frankfurt a. M., 26. Oktober. Fruchtmarkt, E4 Mt. 16.25-16.35, furhessischer Mt. 16.40-16.50, norddeutsch. Mr. 16.40 b. 16.50, Ransas Mt. 17.75-18.25, Roggen, hiesiger Mt. 13.25 bis 13.35, russischer Mt. 14.25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste, hiesige Mr. 15.25 bis 15.50, Pfälzer, Mr. 16.10 bis 16.25, fränkische Mt. 15 75, Riedgerste Mt. 15.90 bis 16 25, ungarische Mk. 17.10-17.75. Hafer, hiesiger Mr. 13.25-14.-, furHessischer Mt. 13.50-14 20, Württemberger Mr.-- bis bayerischer Mr. 13.30-14.25, russischer Mr. 13.50-14.85, Mais Mired Mr. 12.80-13.00, La Plata Mr. 11.60-12.00, weißer Mais Mt. 13.25-13.50, russischer Mr. 12.75-13.25. Alles pro 100 Kilo ab hier. Der Großherzog hat am 24. Oktober d. J. den Professor am evangelischen Predigerseminar und Pfarrer zu Friedberg Albrecht Schoeler in den Ruhestand verseßt. Privattelegramm. Dem ordentlichen Professor Frau Ww." Simming, an Herrn Hüsch von Oberwinter Ochsen. Bezahlt wurde für 50 kilo Ochfen: a) vollfleischige, außder Theologie an der Landes- Universität Geheimen Kirchenrat Dr. Kattenbusch wurde zur Feier seines 25jährigen Jubiläums als Professor der Landes Universität zu Gießen heute vom Großherzog das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * Am Samstag beProvinzial Ausschuß. schäftigte sich der Provinzial- Ausschuß in seiner um 9 Uhr bormittags beginnenden Sizung mit dem Gesuch des Phil. Ruhl zu Inheiden um Konzessionierung einer Gastwirtschaft und erkannte zu Recht, daß unter Aufhebung des Urteils des Kreisausschusses vom 21. März 1903 dem Reture stattzugeben und dem Gesuchsteller die Konzession zu erteilen sei. Die Kosten des Verfahrens trägt der Gesuchsteller. Sodann werden die Urteile in Sachen Enteignung von Gelände des Karl Stern zu Homberg a. d. Ohm zur Erbauung der Nebenbahn Nieder- Gemünden- Nieder- Dfleiden sowie in Sachen Enteignung von Gelände für die Nebenbahn Lauters bach- Grebenhain- Crainfeld verkündet, in welchen die Enteignung ausgesprochen wurde. Als vierter Punkt der Tagesordnung steht die Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Burgbracht. Am 15. Ottober 1902 fand in der Gemeinde Burgbracht die Bürgermeisterwahl statt, bei Derous thren Topher Sphannes Arieg 2. und Heinr. Reifſchneider daselbst ng der Strafe folgenden Tag -22. Novembe bille Quartier Ber Bauernhöfe hlhabend. Bald Rochen befi bort ein andere hlachtet, woran untergebrachten erhielten. Ma no Duartier ubereiten. Bon en Ramin hatten und fingen in m Stalle stehen ühenden Roble Nach einige en, doch ging bes Bitten di kte Bruchhäufe tier beim Mair ber lag bas 2 Borpoftendien ufaren, die das Et n, weil f fehr ausgeles verkauft. + Kirch- Göns, 25. Oft. Heute wurde die Gastwirtschaft Zur Waldlust" an der Haltestelle eingeweiht. Zahlreicher Besuch aus der Umgegend hatte sich eingefunden Der Besizer der Waldlust" ist Bäcker Velte. Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 515 Ochsen, 64 Bullen, 865 Kühe und Färsen( Sttere und Rinder), 300 Kälber, 374 Schafe und Hämmel, 1597 Schweine. Aus Oesterreich 189 gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 72-73, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mr. 66 bis 67, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mr. 61-63, d) gering genährte jeden Altecs Mt.-. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 65-67, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mr. 61-63, c) gering genährte Mk.-, Kühe und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 65-67, b) boll fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mf. 61-63, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 51-53, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 48-50, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 85-88 Pfg.( Lebendgewicht) 52-54 Pfg., b) mittlere Maft- und gute Saugfälber( Schlachtge= wich) 78-81 fg,( Lebendgewicht) 46-49 Pfg., c) geringe Saugfälber 62-65 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) der Großh. Zentralstelle für Gewerbe in den einzelnen *** Groß- Felda, 26. Oft. Die im vorigen Jahre von turse werden, wie bereits gemeldet, für das kommende Provinzen des Großherzogtums getrennt gehaltenen SattlerWinterhalbjahr geschlossen nach hier verlegt. Die Leitung hat Herr Sattlermeister Louis Völzing. Ferner beabsichtigt Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Maſt( Vollm.- Maft) und die preußische Regierung zu Posen ähnliche Kurse in ihrem Bezirke abzuhalten und hat denselben Meister als Leiter in Aussicht genommen. § Mainz, 26. Oft. Bei dem gestrigen Behn- Kilometer- fg., Schafe: a) Maſtlämmer und füngere Masthämmel 68-70 rennen auf dem Sportplah geriet durch falsche Steuerung ein Automobil in den Raum der Zuschauer. Die Folgen waren furchtbare. Einem älteren Mann wurde die Brust eingedrückt, daß er sofort tot war, weiter wurden auch noch 7 Personen sehr schwer verleẞt. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengericht. je 22 Stimmen erhielt. Da Stimmengleichheit vorhanden rar, wurde Stichwahl auf den 8. November anberaumt, bei welcher ebenfalls Stimmengleichheit herrschte und sodann Gießen, 23. Oftober 1903. bas Loos zu Gunsten des seitherigen Bürgermeisters gezogen Der Bierbrauer Karl B. und der Heizer Adolf B. von wurde. Krieg war also der Gewählte. Gegen diese Wahl Gießen sind der Köperverlegung angeklagt. Die Beweiswurde seitens verschiedener Wähler Rekurs verfolgt und aus- aufnahme ergiebt, daß gelegentlich des letzten Jugendfeft. geführt, daß die Wahl auf Stimmenfauf beruhe. Der etne Schlägeret stattgefunden hat, doch besteht keine Klarheit Brovinzial- Ausschuß beschloß nach geheimer Beratung, dem darüber, ob die Angeklagten sich einer strafbaren Tat schuldig Rekurs stattzugeben, die Wahl zu kaſſieren und der Gemeinde gemacht oder ob sie in Notwehr gehandelt haben. Das Gedie Koften des Verfahrens aufzuerlegen, sowie eine Verricht spricht sie deshalb frei. – Der Knecht Wilhelm Bf. handlungsgebühr von 10 Mt. an die Provinzialtasse zu von Gießen hat sich ebenfalls wegen Körperverlegung zu zahlen. verantworten. Der Angeklagte gibt zu, einen Mitknecht mit dem Brecheisen geschlagen zu haben, behauptet jedoch von dem Verletzten dazu gereizt worden zu sein. Letzteres wird bestätigt. Der Verletzte selbst kann keine Auskunft geben, er behauptet total bekrunken gewesen zu sein. Das Urteil lautet auf 3 Tage Gefängnis. Sodann nimmt auf der Anklagebank der Lehrer A. von D. Plaz. Er soll sich des * Die Tagesordnung für die nächste Sitzung der Stadtverordneten zu Gießen am Donnerstag, den 29. Ott., nachm. 41 Uhr ift Folgende: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der Gail'schen Dampfziegelei für den Erdfauterweg. 3. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für die Stephanstraße. 4. Baugesuch des Wilh. Hause für die Turn- Verein Gießen. Mittwoch, den 28. Oktober, abends 8 Uhr Generalversammlung im Café Ebel. Tagesordnung: 1. Bericht, 2 Rechnungsablage, 3. Vorstandswahl, 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Mein - Herz" wie kommst Du zu so schwanenweiser Wäsche? ,, Sehr einfach, lieber Schatz, ich habe einen Versuch mit Dr. Chomson's Seifenpulver, Schutzmarke ,, Schwan" gemacht. In Zukunft werde ich kein anderes Seifenpulver wieder benutzen." Ueberall käuflich! Pfg., b) ältere Masthämmel 58-60 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) 50-52 Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 57 Pfg.,( Lebendgewicht) 45 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 56 Pfg.,( Lebendgewicht)[ 44 Pfg. c) gering entwidelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 48-52fg., Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; Mz bas Sotale, ben„ Gerichts-“ und„ Deffentlichen Sprechsaal": z. Oppermans Druf und Berlag ber Gießener Berlagsbruderet( vorm. Bilh. Reller), Gießen. Das Trinken ist für unser ganzes förperliches und geistiges Wohlbefinden fast ebenso wichtig als das Essen, und am wichtigsten ist es, was man trinkt. Kaffee und Tee, üben auf die Dauer mehr oder weniger unerwünschte Wirkungen auf unseren Organismus aus, indem sie je nachdem Hige, Nervenerregung oder UnterleibsbeDas einzige Getränk, schwerden zur Folge haben. welches, bei mildem Wohlgeschmack, für jedermann phne Unterschied des Alters und des körperlichen Zustandes gleichmäßig unschädlich bleibt und der Gesundheit aller dient, iſt – Kathreiners Malzkaffee! Kirchweih in Gross- Felda. Zu dem am Sonntag, den 1. u. Montag den 2. Novbr. stattfindenden Kirchweihfeft ist für gutbesetzte Tanzmusik und flotte Bewirtung bestens gesorgt. Es ladet höft. ein Die Burschenschaft. Todes- Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen unser innigst geliebtes Töchterchen Elisabeth heute im Alter von 4 Wochen wieder zu sich zu nehmen. Dies zeigen tietbetrübt an Die trauernden Eltern Hermann Schrödel u. Frau. ( Neuer Saalbau) Giessen, 26. Oktober 1903. - Bei Baareinkäufen gewähren wir unserer verehrten Kundschaft 5% Rabatt auf sämtliche, von uns geführte Artikel: Colonialwaren, Conserven, Delikatessen, Fische, Weine, Liköre etc. ausgenommen Zucker, Petroleum, Salz und Süssrahmbutter. Gebrüder Berdur, Bahnhofstraße 27. Giessener Concert- Verein. Stadt- Theater Lebertran I. Concert am Sonntag den 1. November, abends 5 Uhr im Saale des Gesellschafts- Vereins. Dirigent: Grossh. Universitäts- Musikdirektor G. Trautmann. Solist: Richard Breitenfeld, Mitglied des Frankfurter Opernhauses( Bariton). Orchester: Das Vereins- Orchester( Kapelle des Inf.- Reg. Nr. 116 ,, Kaiser Wilhelm II.", verstärkt durch andere geehrte Künster). Programm. 1. Symphon in Fmoll, op. 12 2. Lieder am Klavier. 3. Ouverture zu Iphigenie in Aulis 4. Lieder am Klavier. Gießen. Direktion: Steingoetter. Mittwoch, 28. Oftbr. 1903. 2. Volksvorstellung. Der zerbrochene Krug. Lustspiel in 1 Akt von H v. Klist. Hierauf: Die Geschwister. Schauspiel in 1 Aft v. Goethe. Zum Schluß: Wallensteins Lager. Richard Strauss. Dramat. Gedicht v. Fr. v. Schiller. Preise der Plätze: Chr. W. Gluck. Numm. Loge 1 Mr., Saal 40 Pfg. Gallerie 20 Bfa. 5. Vorspiel zu ,, Die Meistersinger von Nürnberg" Rich. Wagner. Eintrittskarten sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolph's Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork und abends an der Kasse zu haben. Zum Konzert: Sperrsitz Mk. 3.50 Eintrittskarte Mk. 2.50, Studentenkarten Mk. 1. Zur Hauptprobe: ( vormittags 11 Uhr): Eintrittskarte Mk. 1.-, Schülerkarte 50 Pfg. Das zweite Konzert findet am 15. Novbr. statt. Frau Erika Wedekind Königl. Sächs. Kammersängerin aus Dresden. Herr Professor J. Kwast aus Berlin. Gäste: Die ausgelosten Abonnementskarten sind bei Ernst Challier in Empfang zu nehmen; ebendaselbst Anmeldung neuer Mitglieder( Abonnements für die ganze Saison Mk. 10 bezw. 15. Waschmaschine SCHAERES Waschmaschine steht Interessenten zur Probe zu Diensten. Karin u. Blitz best bewährtes System WringGemüse-, ObstFleisch- u. FischConserven empfiehlt in tadellosen Qualitäten zu billigsten Preisen Christian Wallenfels Gießen. feinfter Medizinal empfiehlt Emil Fischach. Schirme werden schnell und gut reparirt n. nenbe= zogen. Kasseler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9 Cervelatwurst einfte Gothaer empfiehlt Emil Fischbach, Ein Schuhmachergeselle sofort ges. Wochenlohn 15-18 Mt. Joh. Hecker, Gießen, Wolkeng. 20. Zu vermieten Die durch den Wegzug des Herrn Pfarrer Scheunemann leer gewordene Wohnung Aliceftraße 12 Marktplatz 17. Telefon 262. unterer Stoc, 8 Zimmer mit allem Gegründet 1826. Prompter Versandt nach Auswärts. 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