Nr. 200. Abonnementspreis: in Bießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Donnerstag, den 27. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen w ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfy. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Abonnements KOO für den Monat September werden zum Abonnements Preis von Mt. 0.60, frei ins Haus, von unserer Expedition, sowie von unseren Trägern entgegengenommen. Die Expedition. 9999 Bekanntmachung. Die Hessische Landeshypothekenbank in Darmstadt, Karlsstraße 97, hat in ihren Darlehensbedingungen, giltig für die vom 25. August 1903 an zu erteilenden Zusagen, folgende Festsetzungen getroffen: Bei Hypothekar- Darlehen an Private beträgt die einmalige Vergütung für die mit der Geldbeschaffung verbundenen Auslagen 12 Prozent. Für jene Beträge jedoch, die nicht innerhalb der nächsten 4 Wochen, von der Zusage an gerechnet, zur Auszahlung gelangen, erhöht sich diese Vergütung auf 134 Prozent. Die Vergütung wird bei der Auszahlung des Darlehens einbehalten; sie kann aber auch in der Form eines Zusatzdarlchens zur Berechnung kommen, sofern die Beleihungsgrenze der Bank damit nicht überschritten wird. Auf besonderen Wunsch räumt die Bank ausnahmsweise eine Vergünstigung insofern ein, als 2 Prozent erst im Laufe des ersten Jahres entrichtet zu werden braucht. Bei der Darlehensauszahlung würden sonach nur 1 bez. 14 Prozent vom Kapital in Abzug kommen. Für 1/ aprozentige Tilgungsdarlehen beginnt die Tilgung solchenfalls erst mit dem zweiten Jahre und endigt mit dem 59. Jahre. Bei Kommunal- Darlehen und solchen Darlehen, die mit der Bürgschaft einer Gemeinde gewährt werden, beträgt die einmalige Softenentschädigung 1,40 Prozent. Hypothekbestellung ist nicht erforderlich. Der Zinsfuß für Hypothek- Darlehen auf städtischen wie auch auf ländlichen Grundbesitz und für KommunalDarlehen beträgt 33/4 Prozent, bei Darlehen an reingemeinnüßige Bauvereine 3,70 Prozent. Die Steigerung des Zinsfußes wird für die ganze Dauer des Darlehensverhältnisses ausgeschlossen. Wollte man die einmaligen Vergütungen, statt solche von dem Darlehensbetrag bei der Auszahlung in Abzug zu bringen, auf die ganze Darlehensdauer durch Zuschlag zum laufenden Zinsfuß verteilen, so würde an Stelle des( wegfallenden) einmaligen Kapitalabzuges, unter Annahme einer Jahrestilgung von 1/2 Prozent, der durchschnittliche Zinsfuß des Darlehens sich nur wenig erhöhen und zwar: bei Kommunal- Darlehen auf 3,774 Prozent, bei Hypothekar Darlehen an Private auf 3,776 bezw. 3,78 Prozent. Wenn man bei der Verteilung des Kapitalabzuges die Zinseszinsen zu Gunsten des Schuldners mitberückfichtigen wollte, so würde die durchschnittliche Verzinsung betragen: bei Kommunal Darlehen 3,8095 Prozent, bei Hypothekar Darlehen 3,814 bezw. 3,824 Proz. Die Abhebung des Darlehens wird für einen gewissen Zeitraum auch in Raten zugestanden, mit Berechnung der Zinsen von den einzelnen Auszahlungstagen an. Auf Raten, die nicht innerhalb 4 Wochen bon Erteilung der Zusage an zur Abhebung gelangen, tommt die erhöhte Vergütung für die Geldbeschaffungsfosten in Anrechnung. Auszahlungen fönnen auch auf dem Postwege erfolgen, sofern die Schuldurkunde vorher der Bank übersandt wird. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt in barem Geld ohne Provisionsabzug. Werden bestehende Hypotheken auf die Bank übertragen unter Umwandlung in Tilgungsdarlehen, so eri mäßigt sich der Stempel auf die Hälfte des sonstigen Betrages, d. i. ¼ des für Neuerrichtung in Ansatz fommenden Stempels. Der Tilgungsbeitrag wird alljährlich vom Kapital abgeschrieben. Die Zinsen berechnet die Bank immer nur aus dem jeweiligen Kapitalrest am Schlusse des Vorjahres. Was hiernach an Zinsen gespart wird, kommt gleichfalls zu Gunsten des Schuldners vom Kapital in Abzug. Dem Schuldner steht es in der Regel frei, den Tilgungssatz zu erhöhen oder neben der Tilgung auch außerordentliche Kapitalrückzahlungen in beliebiger Höhe mit Abschreibung vom Tage des Eingangs an zu leisten. Wenn das Darlehen etwa vor Ablauf der Tilgungsdauer in einer Summe abgetragen werden soll, so ist selbstverständlich nur der jeweilige Stapitalrest zurückzuzahlen. Die Darlehen sind seitens der Bank unfündbar. Kostenlose nähere Aufklärung wird jederzeit von der Bank direkt und den Großh. Bürgermeistereien erteilt. Gießen, den 25. August 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die am 20. Juli 1. Js. angeordnete Sperre der Schanzenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 26. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der im hessischen Landkalender für Dienstag, den 15. und Mittwoch, den 16. September vorgesehene Viehmarkt im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung bereits am Montag, den 14. und Dienstag, den 15. September, an ersterem Tag auf dem Trich stattfindet. Der Krämermarkt bleibt auf Mittwoch, 16. September bestehen. Gießen, 24. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Ein neues Urteil im fall Hüffener steht bevor. In der letzten Instanz vor dem Reichsmilitär Jericht wurde das Urteil des Oberkriegsgerichts auf Revision des Gerichtsherrn hin aufgehoben und der Fall an die Berufungsinstanz zurückverwiesen. Wie erinnerlich, war der Fähnrich z. S. Hüssener, der den Einjährig Freiwilligen Hartmann in Essen erstach, anfänglich zu vier Jahren Gefängnis und Degradation verurteilt. Das Oberfriegsgericht hatte hierauf das Urteil auf zwei Jahre Festung herabgemindert und die Degradation vegfallen lassen. Dabei beruhigte sich Hüssener, aber der Berichtsherr focht das Urteil an. Das Reichsmilitärgericht schloß sich seiner Revision an unter der folgenden Begründung: Das angefochtene Urteil spreche sich nicht deutlich genug über die Willensrichtung des Angeklagten bei der Tat aus, insbesondere den dolus eventualis. Bei Berücksichtigung dieses Punktes, den der Vorderrichter offenbar gänzlich übersehen hat, kam es nicht allein darauf an, welche Abicht dem Angeklagten bei dem Dolchstoß vorgeschwebt hat, sondern auch auf den Erfolg, den er als möglich berückichtigen mußte. Wenn zum Beispiel jemand ein Schiff voräglich zerstört, so ist es ihm recht, wenn die darin befindichen Menschen mit zu grunde gehen. Vorliegend hat der Angeklagte den an sich gefährlichen Dolch in einer Weise ebraucht der Stoß ist von hinten erfolgt, hat die Kleider und die Brust des Hartmann durchdrungen, und die Dolchpize ist vorn wieder zum Vorschein gekommen, daß es hm offenbar bewußt sein mußte, welch schlimme Folgen eintreten konnten. Mit seiner Feststellung, daß der Angeklagte mit dem Dolche zugestoßen hat, weil er ihn gerade zur Hand hatte, gleichviel, was daraus entstehen würde, habe der Vorderrichter den dolus eventualis eigentlich schon bejaht. In prozessualer Beziehung leiden die Feststellungen des Borderrichters ,,, daß die Absicht auf Beibringung einer leichten Verlegung gerichtet gewesen sei; daß der Angeklagte den Dolch zu seinem Stoße benußt, weil er ihn gerade zur Hand hatte, und daß ihm die Folgen des Stoßes gleich jewesen wären", an einem inneren Widerspruch. Ein Urteil in einer so wichtigen Sache aber müsse unzweifelhaft flar sein, was nach vorstehenden Ausführungen von dem angefochtenen nicht gesagt werden könne. Englands Armee fünden. Der mit Spannung erwartete Bericht der vom englischen Unterhause seiner Zeit eingesetzten Kommission für Untersuchung der im Burenkriege britischerseits begangenen Fehfer iſt jetzt veröffentlicht worden. Und was er enthält, recht. fertigt die Spannung, mit der man ihn entgegensah. Wie uns gemeldet wird, kommt die britische Heeresverwaltung in diesen Bericht sehr schlecht weg. Zunächst wird festgestellt, daß die Armeeleitung sich von vornherein über den wirklichen Charakter des vermeintlichen„ Spazier. ganges nach Pretoria" völlig unklar gewesen ist. Sie habe weder von der klimatischen und topographischen Beschaffen. heit Südafrikas, noch auch von dem Umfang der vorzu. nehmenden friegerischen Operationen sich einen Begriff ge macht. Auf diese mangelnde Kenntnis wird mit Recht ein sehr großer Teil der Mißerfolge der Briten in Südafrika zurückgeführt. Weiter tadelt der Bericht aufs schärfste den Mangel jeder genügenden Vorsorge für Kriegsvorräte, Munition, Kran enpflege und dergleichen. Noch schärfer aber wird gerügt, daß die vritische Heeresverwaltung trotz dieser beschämen. den und teuer bezahlten Erfahrungen es versäumt hat, nach dem Kriege Vorkehrungen zu treffen, die eine Wieder. holung ähnlicher Kalamitäten unmöglich gemacht hätten. Es sind recht interessante Einzelheiten, die da über die mangelnde Vorbereitung zum Kriege bekannt werden. So nußte man seit Jahren im Londoner Kriegsamt, daß die für koloniale Feldzüge erforderlichen Khakiuniformen nicht ausreichten. Trotzdem varen beim Ausbruch des Krieges feine iniformen vorhanden. Ebenso stand es mit den Stie. feln: Man mußte solche aus den Vorräten der indischen Armee kommen lassen. Natürlich war dieser Ersatz längst nicht hinreichend. Der Reiterei gings nicht besser: An Sätteln waren überhaupt feine Reservebestände vorhanden, ebensowenig an Hufeisen; für Maulesel gab es überhaupt keine Eisen. Der Säbel der Reiterei bestand aus geradezu jämmerlichem Material. Die Reservevorräte an Säbeln beliefen sich auf sage und schreibe 80 Stück. Die Kommission fordert Abstellung dieser Mängel. Aber das ist leichter verlangt als getan. Wir fürchten, bei nächster Gelegenheit wird man in England genau dieselben Erfahrungen machen wie beim Burenkriege. Ein Volk, das seinen Wehrstand über die Achsel anzusehen gewöhnt ist, wird niemals dazu kommen, den Verteidigern des Vaterlandes gegenüber seine Pflicht zu tun. Die Politik. & Der Bundesrat dürfte in seiner nächsten, im Herbst be. ginnenden Sizungsperiode das amtliche Warenverzeichnis zum Zolltarif endgiltig feststellen. Gegenwärtig wird an dem Entwurse dazu eifrig gearbeitet. Sobald er fertig. gestellt ist, wird er der Begutachtung durch die Praktiker unterbreitet werden. In Danzig tagt gegenwärtig der 44. Allgemeine deutsche Genossenschaftstag. Am ersten Verhandlungstag fanden die Generalversammlung der Hilfskasse und der Ruhegehaltskasse statt. De Hilfskasse gehören neben neben 85 persönlichen Mitgliedern 28 Verbände sowie 194 Vereine und Banken an; das Vermögen der Kasse betrug Ende 1902 173 769,51 mf. Bei der erst vor 4 Jahren begründeten Ruhegehaltskasse hatten am Schlusse des Berichtsjahres 537 Mitglieder, darunter 129 Vereine und Gesellschaften sowie 13 Verbände Diensteinkommen von 1 144 000 mf. versichert, im neuen Geschäftsjahre sind bereits weitere 60 000 mt. Dienſteinkommen versichert. Die durch das neue Privatversicherungsgesetz bedingten Statutänderungen der Ruhegehaltskasse wurde nach dem Entwurf des Vorstandes und Ausschußrats beschlossen; nur über die vom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherungsrecht beanstandete Bestimmung des Entwurfs, daß ein ausgeschiedenes Mitglied aller Rechte gegen die Kasse verlustig geht, wurde die Beschlußfassung ausgesetzt. Man will abwarten, ob das Reichsversicherungsamt, dem die Frage unterbreitet ist, nicht zu einer anderen Auffassung kommt, als das Aufsichtsamt. Anträge auf Erweiterung der Leistungen der Ruhegehalts. lasse wurden, als finanziell undurchführbar, abgelehnt. Es steht nun fest, daß der Zar nach Wien kommt; vot aussichtlich am 28. September. Es werden somit im Laufe des Monats September König Eduard, Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. ihre Besuche am Wiener Hofe machen. Die Anwesenheit des Zaren in Wien kann als sicheres Zeichen dafür gelten, daß die Entente DesterreichUngarns und Rußlands in der Balkanfrage ungeschwächt fortdauert. Die Begegnung des Zaren mit Kaiser Franz Josef wird in politischen Kreisen als ein höchst gewichtiges Friedenssymptom aufgefaßt. In dem sozialistischen Organ in Basel veröffentlicht Arbeitersekretär Greulich einen Mahnruf an die schweizerischen Gewerkschaften, sich vor aussichtslosen Streiks zu hüten. Er sagt unter anderem: Ich war und bin heute noch für jeden Streif, der nötig ist und nüßt... Aber ich bin auch gegen ieden Streit, der ungenügend vor. aus mir werden, wenn er erfährt Weiter", rief die Prinzessin ,,, weiter!" Er dankt mir, o mein Gott, er dankt mir! Der Graf las: Was soll Skizze von E. Krafft. Wandlung. Mohr dem, der nicht mandelt im Rat der Gottlosen, lich nervös und aufgeregt ,, Das hat ja noch Zeit. Lisbeth schüttelte den Kopf. Habt ihr das Menu schon bestimmt?" und den Freunden meines Bruders über 30 Personen." Dent dürfen wir augenblicktrick Papa ist in letzter Zeit schreckniemand in liebender Sorgfalt die Hand anlegte, um die Risbeth schreckte ich empor. große, unverstandene Sehnsucht daraus zu bannen. artels gewiß, der nach Hause geben wollte. Aus dem Kinderzimmer famen Schritte hierher. Willi bereitet, ungenügend überlegt ist und bet dem man dic Wahrscheinlichkeit des Verlierens mit einiger Vorsicht vor ausschen könnte. Und das hätte man bei den meisten Streits der letzten Jahre sehen können." Sicherlich be achtenswerte Worte eines Arbeiterfreundes! In Paris haben sie es eilig. Die Kommission für die Vorberatung der Trennung der Kirche vom Staat in Frankreich soll bereits Ende September zusammentreten, damit die Ergebnisse der Kommissionsberatung vor Schluß der Parlamentssession der Deputiertenkammer vorgelegt werden können. Die Mitglieder des hohen Klerus wehren sich natürlich gegen die Maßnahmen der Regierung. So hat der Bischof von Nancy an den Präfekten ein Schreiben gerichtet, in welchem er erklärt, der französischen Regierung stehe keineswegs das Recht zu, den Bischöfen die Wahl der Priester ihrer Diözese zu verbieten. Der Bischof kündig an, er werde sich an den Staatsrat wenden, und beklagt daß das französische Gesetz den Bischöfen nicht gestatte, der Ministerpräsidenten persönlich vor Gericht zu laden. † Geht er oder geht er nicht? Nämlich König Peter Ein Vertreter des" Standard" will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß König Peter innerhalb zehr Tagen zweimal gedroht habe, abzudanken, wenn die gegen wärtigen unerquicklichen Verhältnisse sich nicht ändern sollten, und zwar habe er erklärt, daß er nicht nur für sein Person, sondern für die ganze Dynastie abdanken werde. Der Gewährsmann des Berichterstatters fagte ferner, daß es sehr fraglich sei, ob es, wie angenommen, der neuer Stupschtina gelingen werde, dem Volke Vertrauen in da: neue Regime einzuflößen. Täglich werde die Gefahr eine zweiten Militär- Revolution noch vor den Wahlen größer Zu wessen Gunsten diese neue Revolution inszeniert wer den soll, kann man weder erfahren noch vermuten. In Mazedonien geht es einen Tag wie den andern Die Komitatschis zünden türkische Dörfer an, mebeln di Männer und Kinder nieder und schänden die Frauen. Wi weit ihre Frechheit geht, zeigt unter anderm die Tatsache daß eine dreißig Mann starke Bande in Tirnowo eine tür fische Kaserne, die mit Soldaten besetzt war, angriff. Na türlich mußten die Komitatschis mit blutigen Köpfen ab ziehen. Von einem neuen russisch- japanischen Konflikt wisser englische Meldungen aus Yokohama zu berichten. Danad hätten die russischen Behörden in Kamtschatka japanisch Schiffe, die Fische auftauften, wegen ungefeßlichen Handel: beschlagnahmt. 28 japanische Schiffsoffiziere wurder zurückgehalten, 278 Mann der Besaßung der Schiffe nad Japan geschafft. Selbstverständlich wird dieser Konflikt selbst wenn die Russen widerrechtlich gehandelt haben soll ten, gütlich geschlichtet werden. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser machte von Kronberg aus mit dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen einen zweistündigen Spazierritt in dem Walde am Altfönig. Wie weiter gemeldet wird, hörte der Monarch den Vortrag des Generaladjutanten Generals v. Plessen. * Der Kronprinz beendete gestern seinen Jagdaufenthalt auf Schloß Dels. Wie verlautet, sind die Jagden, zu denen mehrere hohe Offiziere der Berliner und Potsdamer Garnison geladen waren, äußerst glücklich verlaufen. *** Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen beabsichtigen, Anfang Oktober dieses Jahres cinen längeren Erholungsaufenthalt im Süden zu nehmen. Die Reise wird von Darmstadt aus erfolgen, wo befanntlich das Prinzenpaar an der Hochzeit der Prinzessin Alice von Battenberg teilnehmen wird. *** Königin- Witwe Margherita von Ita. lien, die sich z. 3. auf einer Nordlandreise befindet, wird, dem Vernehmen nach, auf Einladung Kaiser Wilhems der Kaiserparade bei Erfurt persönlich beiwohnen. Königin Margherita ist bekanntlich Chef des in Marburg garnisonierenden Jägerbataillons Nr. 11, das, als zuni 11. Armeekorps gehörig, an der Kaiserparade teilnehmen wird. Deer und flotte. Ballon und Fahrrad im Kriege. Der englische Geistliche Bacon, der sich viel mit Luftschiffahrt, und vor allen Dingen mit der Luftschiffahrt für militärische Zwecke, beschäftigt, machte wiederum einen militärischen Versuch. Er wollte mit seinem Ballon militärischen Radfahrern entgehen, und dabei wichtige Depeschen mit dem Fallschirm herunterlassen. Als die Puppe mit den Depeschen bereits heruntergelassen war, entdeckte Bacon, daß Radfahrer in gefährlicher Nähe seien und ließ den Ballon sofort sinken, um die Depeschen zu retten. Die Folge davon war, daß nicht nur die Puppe mit den Depeschen, sondern auch Bacon selbst in die Hände der Radfahrer viel. Diese Versuche, die augenblicklich in England. recht eifrig betrieben werden, endeten bisher meist mit einem Erfolge des Ballons. Nene Haubizen in Desterreich. Auf dem Schießplaz in Neumarkt bei Krakau fanden Versuche mit den neueingeführten Haubißen statt, die gute Resultate ergeben haben sollen. Geschossen wurde gegen neuartige Festungswerke aus Eisen, Stein und Holz. Französische Panzertürme. Der französische Marineminister Pelletan hat mit den Stahlwerken von Saint- Chamond einen Vertrag auf Lieferung von Panzertürmen abgeschlossen, wodurch offiziell kundgegeben wird. daß die jüngst erfolgte Erprobung des Panzerturmes des Suffren" die besten Resultate ergeben und das französische Panzerturmsystem sich bewährt habe. Außer ihren Panzertürmen wenden die Franzosen auch ihrer Artillerie große Sorgfalt und Aufmerksamkeit zu. Wie aus Bourges gemeldet wird, ist der Kriegsminister Andre dort angekommen, um der Prüfung eines Hauptmann Tournier erfundenen Geſchüßes beizuwohnen. neuen, vom Der 50. deutsche Katholikentag. CB. Auf dem Kölner Katholikentag herrschte im allgemeinen eine sehr friedliche Stimmung. Die Abgeordneten beschränkten sich auf eine vorzugsweise referierende Lätigfeit, ohne sich in die Karten sehen zu lassen, was in der bevorstehenden Parlamentstagung geplant ist. Aber einige in zweiter Reihe stehende Politiker, insbesondere Justizrat Custodis, schlugen auch eine schärfere Tonart an und machten dunkle Andeutungen, als ob die Zentrumspartei sich demnächst doch wieder mit dem Schwerte gürten und in einen erneuten Kampf aieben müsse. Nachdem erst vor noch nicht allzu langer Zeit der verstorbene Papst Leo XIII. Deutschland die Anerkennung gezollt hat, daß die Katholifen in angenehmen Verhältnissen leben, und nachdem auch der Erzbischof von Köln, Kardinal Fischer, fich in ähnlichem Sinne geäußert hat, muß dieser Kampfruf immerhin überraschen. Es ist nicht im geringsten zu erwarten, daß der Staat feinerseits beabsichtigt, einen Kampf gegen das Zentrum aufzunehmen, weil diese Partei eine ausschlaggebende Bedeutung erlangt bat; dagegen ist die Möglichkeit nicht ganz von der Hand zu weisen, daß das Zentrum aus seiner günstigen achtstellung zu einer stärferen Initiative neigt. Diese Möglichkeit wird zur Wahrscheinlichkeit, wenn man die Preßäußerungen der lezten Beit in Betracht zieht. Sier wird in regelmäßigen Zeitabschnitten immer wieder die heutige Schulverfassung als ein unhaltbarer Zustand bezichnet, weil das konfessionelle Element, bezw. dit Kirche, einen zu geringen Einfluß darauf habe; offenbar beabsichtigt das Zentrum eine Verquickung des kommenden Schulunterhaltungsgesetzes mit der Schulverfassung. Die Regierung hat sich zwar gegen eine Zusammenkoppelung zweier so verschiedener Fragen ausgesprochen. Aber da sich eine Negierung nur für die Amtsdauer eines Minister. präsidenten, bezw. des Ressortministers verpflichtet, so will damit immer noch nicht ausgesprochen sein, daß uns die nächsten fünf Jahre nicht eine derartige Verkoppelung bringen können; sehr nahe aber dürfte diese Möglichkeit rücken, wenn etiva das Zentrum das bevorstehende Schul. unterhaltungsgesetz ablehnen sollte, um in Gemeinschaft mit den Konservativen die Regierung mit dem Verlangen der konfessionellen Volksschule zu bestürmen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen und auch das ergibt sich aus Zentrumsblättern, daß die Bartet den Mittellandkanal für eine konfessionelle Volkssäule ausspielt. Auch hierüber fehlt bis jetzt noch ein Anhaltspunkt, da die Regierung noch nicht schlüssig ist, in welcher Form dhe Kanalvorlage eingebracht werden soll. Kommt sie aber, dann kann das auf unser politisches Leben eine ausschlaggebende Bedeutung eben durch die Haltung des Zentrumsgewinnen. Denn das Zentrum fann den Mittel. landkanal mit den Konservativen zu Fall bringen, es kann ihn aber auch mit den Liberalen durchsetzen. Auf diese Weise entsteht namentlich für die Kanalfreunde, die su gleich Gegner einer fonfessionellen Schulreform sind, eine überaus prekäre Situation. Zwingen sie die Regierung zur Einbringung einer Kanalvorlage, dann kann sie das der Möglichkeit berauben, sich gegen die Veränderung der Schulverfassung mit Erfolg zu wehren. Das Zentrum spielt also jezt die Rolle der Sphinx, die der politischen Welt Rätsel aufgibt; aus den Aeußerungen des Justizrats Custodis zu Köln ergibt sich aber auch, daß sie sich ihrer Machtstellung bewußt ist. Aus dem Gerichtssaal. 8 Dreimal zum Tode verurteilt. Das Reichsgericht wies bie Revision der dreimal zum Tode verurteilten Gastwirtsfrau Karoline Przygoda aus Röblau ab. Frau P., die nun sicher dem Henker verfallen wird, hat, wie erinnerlich, drei ihrer Gheinänner vergiftet. Sie war jetzt zum fünftenmal perheiratet, und ihr jetziger Gatte machte die Bemerkung, daß die ihm vorgesetzten Speisen Arsenik enthielten. Der Umstand, daß die vier Männer der P. sehr schnell unter eigenartigen Umständen gestorben waren, veranlaßte eine Untersuchung der Gräber, und in drei Leichen wurde Arjenif gefunden. Eine bodenlose Dreistigkeit ließ sich die Handelsfrau Lina Präz zuschulden kommen, die sich gemeinsam mit ihrem Ehemann vor der Berliner Strafkammer wegen Suppelei zu berantworten hatte. Beide waren erregt und bestritten auss lebhafteste ihre Schuld. Der Ehemann fuchtelte mit seinem Militärpensionsquittungsbuch in der Luft herum und berief sich darauf, daß er als after Soldat, der sich stets tadellos geführt habe, es nicht nötig habe, auf unlautere Art Geld zu verdienen. Seine Frau riß ihm plötzlich das Büchelchen aus der Hnd und warf es mit einem kühnen Schwinge und den Worten:„ Da können Sie sich selbst überzeugen!" nach dem Nichtertisch. Das Büchelchen flog dem Vorsitzenden gegen den Kopf, es hätte leicht das Auge treffen können. Frau Prätz wurde wegen Ungebühr vor Gericht in eine sofort zu verbüßende dreitägige Haftstrafe genommen. Die Ver-. handlung wegen Kuppelei wurde vertagt. § Das Allensteiner Duell. Das Kriegsgericht der 37. Division verhandelte über das Duell, das, wie s. 3. gemeldet, am 18. August zwischen den Leutnants Kayser und Klauenflügel vom 73. Feldartillerieregiment stattfand, Die Ursache des Duells war ein Wortstreit. Leutnant Kayser wurde zu 4 Monaten, Leutnant Klauenflügel zu 3 Monaten und Leutnant Wünsche, welcher die Forderung überbrachte, zu einem Tag Festungshaft verurteilt. Auch ein Wahlkampf. Das Erlanger Schöffengericht verurteilte zwei ländliche sozialdemokratische Wähler, einen Schuster und einen Waldarbeiter von Heroldsberg, zu je drei Wochen Gefängnis. Sie hatten einen Bauern, weil er den freisinnigen Kandidaten Barbecf- Nürnberg gewählt hatte, am Abend der Reichstagsstichwahl erst im Wirtshaus verulkt, mit Bier bespritzt und angeschwärzt, ihn dann auf der Straße geohrfeigt und mit einer Zaunlatte geschlagen und schließlich den Fliehenden über eine Brücke hinweg in den Straßengraben geworfen. Der Mißhandelte hatte sich gänzlich passiv verhalten. § Das Rekontre zwischen deutschen und englischen Soldaten in Queenstown hat bereits das dortige Bagatellgericht beschäftigt. Mehrere Matrosen vom deutschen Schulschiff " Stosch", die an der Schlägerei beteiligt waren, erschienen vor dem Richter. Sie entschuldigten sich wegen der Unannehmlichkeiten, die sie durch ihre Beteiligung an dem Zusammenstoß verursacht hätten. Nab und Fern. Magnetifiert. Wie erinnerlich, war vor kurzem die Gattin des verstorbenen Kommerzienrats von Zimmermann unter Entwendung von einer Million aus der Erbschaftsmasse mit ihrem Geliebten, dem„ Magnetiseur" Wilhelm Reichel, aus Berlin nach Newyork geflüchtet. Wie man jezt erfährt, hat sie ihrem Geliebten ein Adelsprädikat verschafft, indem sie ihn von einem verarmten Herrn v. Stachowicz für 25 000 mt. adoptieren ließ. Die Frau muß nicht bloß verblendet, sondern im wahrsten Sinne des Wortes magnetisiert sein. Sie dürfte aus ihren magnetischen Träu men böse erwachen, wenn dem Auslieferungsbegehren, das bereits gestellt ist, von seiten Amerikas stattgegeben wird. O Die Beziehungen der Humberts zu Regnier, dem attgeblichen älteren Crawford und Erblasser, erfahren eine eigenartige Beleuchtung durch eine Mitteilung des Figaro". Danach ist der Vater des im Humbertprozeß erwähnten Regnier am 13. Februar 1896 in Cannes gestorben und hat dem belgischen Staat sein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Unter den zur Erbschaft gehörenden ausstehenden Forderungen soll sich auch eine solche von einer Million Francs in Wechseln befunden haben, die von den Ehegatten Humbert und Maria d'Aurignac unterzeichnet waren. Danach wären also die Humberts Regniers Schuldner. Die Sache wird ja immer verwickelter. Das Ehepaar Humbert hat entgegen allen Dementis doch, wie wir gemeldet haben, die Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt. * Der Gr Brofeffor Dr. G risarzt Dr. feimburg ( Priva Tage( Heftigen g. Gifebi rdentlichen Br Landesuniverfito in Machfudhen Ruhl und ih Dienste das des Großmüth = Kaif 116. Regiment über die Sal Majeftät hat liehen. Bunte Chronik. Ein großes Feuer hat das Magazin der Norddeutschen Wollkämmerei in Fulda und die angrenzenden Stallungen und Scheunen zerstört. Der ange: richtete Schaden wird auf eine halbe Miilion geschätzt. -- Bei Avela auf Sardinien hat ein großer Waldbrand 350 Heftar Bestand vernichtet. - Der Londoner Rechtsanwalt San Lewis hinterlief wohltätigen Anstalten 50 Millionen Mark. Vermischtes. [ Ein Scherzwort des Kaisers] von der kürzlich statt. gehabten Truppenschau in Mainz wird nachträglich bekannt. Als der Kaiser sich gelegentlich seiner Abreise von dort am Bahnhofe von dem Oberbürgermeister Dr. Gaßner verabschiedete, bemerkte er unter anderm:„ Eins kann man Euch den Mainzern nicht nehmen, den Rhein und die hübschen Mädercher!"!" Der Monarch versuchte bei diesen Worten den Mainzer Dialekt nachzuahmen, und legte besonders auf das Wort„ Mädercher"( Mädchen) Gewicht, [ Eine Hasenplage,] gewiß eine Seltenheit auf weidmännischem Gebiet, wird aus dem schweizerischen Kanton Neuenburg gemeldet. Dort hat sich das Geschlecht des Meister Lampe derartig vervielfältigt, daß die Landleute flagen, ihre diesjährige Ernte an Kohl, Gemüsen und Blattfrüchten nicht einheimsen zu können, denn die Hasen hätten dies schon vorher besorgt. Da- wie die Landleute sagen rasche Hilfe gegen die Hasenplage nottut, soll die Schonzeit, die jetzt auch in Neuenburg für Hasen besteht, in außergewöhnlicher Art unterbrochen werden, und hundert Jäger sollen die Erlaubnis erhalten, die Hasen, die sich lästig machen, abzuschießen. Dieser Fall budet eine seltsame Ausnahme, denn abgesehen von dem hirsch. reichen Kanton Graubünden ist im übrigen die Schweiz recht arm an Wild. [ Gin eigenartiger Kongreß] fand in Antwerpen statt: eine Tagung des Bundes gewesener Waisenfinder"! In Belgien lacht man gar nicht mehr über komische Benennungen dieser Art, die man in Frankreich einfach für drollige Einfälle des Humoristen Alphonse Allais halten würde. In Belgien sind komische Vereinsnamen eben gang und gäbe; und nur in Belgien konnte sich im Jahre 1900 ein Verein neuer Kombattanten von 1830" konstituieren, ohne besonderes Aufsehen zu erregen. In Belgien hält man ja auch ein Spiel in Ehren, das mit der„ flachen Kugel" gespielt wird, und in einem Lande, in dem es .flache Kugeln" gibt, ist alles möglich. [ Die Automobilisten- Falle.] Die englischen Automobilisten werden von den Polizisten arg verfolgt. Diese verstecken sich sogar an den Landstraßen im Gebüsch, und marten, daß ihnen ein über das gesetzliche Maß hinaus schnell fahrender Autler in die Falle gerät. In der Nähe don London lag dieser Tage so ein Polizist im Hinterhalt, es wollte ihm aber durchaus kein Automobilist auf den Leim gehen. Alle Wagen kamen hübsch vorschrifts mäßig langsam angefahren. Den Zusammenhang konnte er allerdings nicht erraten: ein schlauer Leierkastenmann hatte sich draußen auf der Landstraße mit seinem Leierfasten aufgestelt und über diesem folgende Tafel angebracht: Ein kleines Almosen erbittet sich ein durch einen Unglücksfall arbeitsunfähig gewordener Werkelmann. Auf der anderen, der Straße zugekehrten Seite, die der Polizist nicht sehen konnte, stand aber zu lesen: Achtung! Automobilistenfalle in der Nähe! Kleinste Gabe dankbar angenommen. Sobald ein vorüberfahrender Automobilist die Warnungstafel las, mäßigte er gewissenhaft sein Fahrtempo und warf dem braven Leierkastenmann ein Geldstück zu. Denn jeder zog es vor, lieber diesem einen kleinen Tribut zu entrichten, als bei der Polizeibehörde eine schwere Geldsumme zu erlegen. Hotelräuber hatten sich den Prokuristen des Wiener Bankhauses Rothschild, Stiedry, der im Hotel Jungfrau" in Interlaken weilt, zum Opfer ausersehen. Ein angeblicher Student Marsan aus Barcelona hatte sich im selben Hotel einquartiert und überfiel nachts mit einem Komplizen den Prokuristen in seinem Schlafzimmer. Die Verbrecher betäubten den Schlafenden mit Chloroform und beraubten ihn seiner Barschaft von 7000 kronen und 300 Franken. Die Spizbuben sollten aber nicht dazu kommen, die Früchte ihrer frechen Tat zu genießen. Der Zimmerkellner hatte sie bemerkt und führte ihre Verhaftung herbei. Sie gehören einer großen internationalen Bande an. Das Neuefte aus den Witzblätterna Durchschant. A.( junger Bräutigam): Vierzigtausend Mark zu dreieinhalb Prozent, wie viel macht das eigentlich an Zinsen? B.: Zum Kudud, lassen Sie mich doch endlich in Ruhe mit Ihren... Herzensangelegenheiten!" Treffendes Bild. Freund( einen Schriftsteller besuchend, der Manuskripte in die Ofenröhre ſtellt): Was machst du denn da? Schriftsteller: Ich lege meine Musenkinder troden. Das rechte Wort.„ Sag mal, Kusinchen, ist das wahr, daß der junge Lehmann sich bei dir auch einen Korb geHolt hat?"-a- ich bin die sechste Dame aus unserem Kreis, in die er verliebt war."" Entsetzlich! Der Mensch ist ja der reine Rundbrenner!" Zarter Wink. Ich bitte dann bald um die Rechnung, Herr Doktor.... Aber bedenken Sie, daß Sie selbst mir ( Lust, Bl.) jede Aufregung verboten haben." * Der D bon Gall t Gießen ein un wird heute un linden- Rechtenb Ererzieren der Profeff Landet univerfi außerordentlich Tübingen über ** Das Kläranlag Stadt Gießen zwifchen ber werden. Den meter 38 Pfg. XGin fo Braunfteinbergn lobenen Wagen Maid aus Ett borauf zum zum Stehen far in Gesicht, an bruch davon, s wurde. * Von h lich verfol bardis wegen egen Unterf Bfandveräuße Strafvolftred necht Georg Schuhmacher Unterschlagun Strafvollstred leiten wegen Friedberg; ** Gest Degen Diebst monie"-Gi August Albo haft ein Stän wurde Herr A Eine Henderung + Für Lotterie wird Lotterie- Rollett Wunsch dahin liches erhöht * Bie * baden. G veröffentlicht gierungspräfi Neuausbruche beztrt Robler Unterlahn de der Verhinder Umfang des Die Biebsperr gierungsbezir mit der Eife ( Rindvich, bon der Entl uftändigen funden wurde W L ier, dem att erfahren eine Des Figaro". B erwähnten rben und hat mögen hinter ausstehenden einer Million en Ehegatten paren. Danad Die Sache Humbert hat et haben, die Das Magazin und die an t. Der ange geschaut. er Waldbrant Cokales. Gießen, 27. August. * Der Großherzog empfing u. a. den Oberlehrer Brofessor Dr. Schmitt vom Gymnasium in Gießen, den Kreisarzt Dr. Wallau von Lauterbach, und den Landrat b. Heimburg von Biedenkopf. ( Privattelegramm.) Ernannt wurde unterm gestrigen Tage( 26. Aug.) der außerordentliche Professor Dr. Aug. Gisevius an der Universität Königsberg zum ordentlichen Professor der philosophischen Fakultät an der Landesunirersität. In den Ruhestand versezt wurde auf sein Nachsuchen unterm 1. Sept. der Universitätsdiener Joh. Ruhl und ihm in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. - = Kaiserparade. Der Kaiser hat zweimal das pis hinterließ über die Haltung des Regiments ausgesprochen. Seine 116. Regiment vorbeigeführt und seine volste Zufriedenheit Majestät hat der 8. Kompagnie das Kaiserabzeichen verfürzlich statt äglich bekannt. e von dort am Gaßner berab ann man Euch Thein und die fuchte bei die. nen, und legte chen) Gewicht. heit auf weid. rischen Ranton Geschlecht des die Landleute Gemüsen und enn die Hasen e die Landleute ge nottut, foll für Basen be A werden, und fer Fall bilder on dem hirsch en die Schweiz ntwerpen statt: enfinder"! In omische Benennfach für drolAllais halten men eben gang im Jahre 1900 Belgien hält it der„ flachen e, in dem es liehen. ** Der Divisionskommandeur General Frhr. bon Gall traf heute vormittag turz vor 10 Uhr in Gießen ein und stieg im Hotel Großherzog ab. Derselbe wird heute und morgen dem im Gelände zwischen Lügellinden- Rechtenbach stattfindenden Gefechtsschießen und Exerzieren der 118ner beiwohnen. ** Professor Dr. Kornemann, der früher an der Landes universität in Gießen war, wurde die neu errichtete außerordentliche Professur für Geschichte an der Universität Tübingen übertragen. Das Gelände für die Hauptsammler und Kläranlagen für die kanalisation beabsichtigt die Stadt Gießen in Kürze zu erwerben. Die Anlagen sollen zwischen der Lahn und der Margarethenhütte aeschaffen werben. Den Gelände- Eigentümern wurde pro Quadratmeter 38 Pfg. bis 3 Mt. geboten. Ein schwerer Unfall ereignete sich auf dem Braunsteinbergwerk Fernie. Die Pferde eines mit Erz beladenen Wagens gingen durch, der Fuhrknecht Johannes Maid aus Ettingshausen wurde ein Stück mitgeschleift, worauf zum Glück der Wagen umstürzte, sodaß die Pferde zum Stehen kamen. Maid trug außer schweren Verlegungen im Gesicht, an Händen und Armen einen komplizierten Beinbruch davon, sodaß er sofort in die Gießener Klinik gebracht wurde. * * Von hessischen Behörden werden u. a. steckbrief lich verfolgt: Diensttnecht Kasimir Knoth aus Bernhardts wegen Diebstahls, Uner Karl Müller aus Bretten wegen Unterschlagung, Molkereibesißer Gustav Otto wegen Pfandveräußerung, Kellner Max Hellwig aus Mainz wegen " tonſtituieren, Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Gießen; Dienst fnecht Georg Wolf aus Brauerschwend wegen Diebstahls, Schuhmacher Wilhelm Becker aus Dorn- Assenheim wegen Unterschlagung, Taglöhner Johs. Müller ous Birklar wegen Strafvollstreckung und Dienstmagd Ottilie Roß aus Langen leiten wegen Unterschlagung vom Großh. Amtsanwalt zu Friedberg; Dienstknecht Heinr. Winter aus Düdelsheim wegen Diebstahls von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen. ** Gestern abend brachte der Gesangverein Harmonie"- Gießen seinem Mitglied Herrn Restaurateur August Albold aus Anlaß seiner 25jährigen Mitgliedschaft ein Ständchen. Durch Ueberreichung eines Diploms wurde Herr Albold zum Ehrenmitglied ernannt. glifchen ute verfolgt. Dieje n Gebüsch, und e Maß hinaus In der Nähe zift im Sinter utomobilist auf bsch vorschrifts enhang konnte Veiertastenmann seinem Leierde Tafel ange 3fall IIN. Seite, die der esen: Mähel list die War. ein Fahrtempo Geldſtück zu. fleinen Tribut e schwere Gelden des Wiener Ein angeb ich im selben Jungfrau" " + Für unsere Abonnenten in Preußen! Eine Aenderung des Lotterieplanes der fgl. preußischen KlassenLotterie wird sowohl vom Publikum als auch von den Lotterie- Rollefteuren gewünscht. Es geht der allgemeine Wunsch dahin, daß die Zahl der Zehntellose um ein Beträchtliches erhöht werde. ** Viehsperre im Regierungsbezirk Wiesbaden. Eine Extra- Ausgabe des Regierungs- Amtsblattes veröffentlicht eine landespolizeiliche Anordnung des Regierungspräsidenten in Wiesbaden, nach der aus Anlaß des Neuausbruches der Maul und Klauenseuche im Regierungsbezirk Koblenz und in den Kreisen St. Goarshausen und Unterlahn des Regierungsbezirkes Wiesbaden zum Zwecke der Verhinderung weiterer Seucheneinschleppungen für den Umfang des Regierungsbezirkes Wiesbaden bis auf weiteres die Viehsperre angeordnet wird. Sämtliches aus dem Regierungsbezirk Koblenz, ausschließlich des Kreises Wetzlar, mit der Eisenbahn oder zu Schiff eingeführte Klauenvieh ( Rindvieh, Schafe, Biegen und Schweine) darf nicht eher von der Entladestelle entfernt werden, als bis es von dem zuständigen beamteten Tierarzte untersucht und gesund befunden wurde. lung im Jahre 1901 erwiesen, getötet worden sei. Eine neuerliche Vernehmung ergab, daß man es wahrscheinlich mit der angeblich Ermordeten zu tun habe. Das Mädchen habe sich aus Furcht vor Strafe vom Hause der Eltern entfernt. Sollte die Identität der Johanna Bratuscha mit der angeblich Ermordeten zweifellos erwiesen werden, so bliebe die Annahme übrig, daß der verurteilte Bratuscha sein Geständnis in unzurechnungsfähigem Zustand: abgelegt und nur der Gnadenakt des Kaisers einen Justizmord verhindert habe. * Schadenersaßpflicht der Wagenlenter.| daß dieses Mädchen aber, wie die SchwurgerichtsverhandGemäß§833 B.-G.-B. haftet derjenige, welcher ein Tier hält, für den Schaden, den dasselbe durch Tötung eines Menschen oder Verlegung desselben an seiner Gesundheit anrichtet. Nun hat das Frankfurter Oberlandesgericht im Gegensatz zu der Entscheidung der Vorinstanz in einer Bivilprozeßfache, in der es sich um den Anspruch eines Taglöhners gegen einen Kaufmann wegen Schadenersatzpflicht handelt, weil dessen Wagen ihn überfahren hatte und er infolge dessen verletzt wurde, die Klage abgewiesen. Er stellt sich dabei auf den Standpunkt, daß, sofern jemand durch Ueberfahren eines mit Pferden bespannten Wagens verlegt worden sei, nicht der Besizer bezw. Eigentümer der Pferde, sondern nur deren Lenker, also der Kutscher zivilrechtlich haftbar gemacht werden könne und begründet diese Ansicht mit folgenden rechtlichen Ausführungen. Als durch das Tier verursacht, ist begrifflich und nach dem Stande der Rechtsprechung nur derjenige Schaden anzusehen, der auf eine willkürliche selbständige Tätigkeit des Tieres zurückzuführen ist. Ist das Tier, wie insbesondere ein Wagenpferd, der Lenkung eines anderen anvertraut, so tommt es nur als Werkzeug in der Hand des Lenkers in Betracht, und ist folglich ein durch Ueberfahren bewirkter Unfall nicht auf das Tier, sondern auf den Lenker zurückzuführen. " Wie ein Fabrikarbeiter sich seine Inva lidenrente verscherzte, wird zur Warnung aus dem Voigtlande mitgeteilt: Der Mann war vor längerer Zeit hatt, als ihm anscheinend kein Arzt mehr helfen konnte, zu durch ein schweres Magenleiden arbeitsunfähig geworden und einem Wunderdoktor", bezw. Kurpfuscher seine Zuflucht genommen. Diesem unterschrieb er nach beendeter Kur" ein Reklameatest, laut dessen er„ nach kaum achttägiger Behand= feit kam zur Kenntnis der Versicherungsbehörde, und diese lung völlig geheilt worden sei". Diese unüberlegte Gefällig brfügte, da der Mann selbst bezeugt habe, er sei gesund, so habe auch die Invalidenrente in Wegfall zu kommen! Die Hühnerjagd ist ergiebig. Ketten find häufig anzutreffen, doch sind die vorhandenen schwach, und die Völker wenig entwickelt. Beim Fruchtschneiden werden häufig verlassene Gelege gefunden. *** Klein- Linden. Nächsten Sonntag findet hier wie alljährlich die Kirchweih statt. Treis a. d. Lumda, 26. Aug. Aus dem Vorstande des landwirtschaftlichen Konsumvereins ist ausgeschieden Heinrich Michel V., an dessen Stelle tritt Schneidermeister Philipp Kehr V. A Buzbach, 25. Aug. Das Feldartillerie- Regiment Nr. 61 wurde heute hier und in Nachbarorten einquartiert. Unser Bataillon( die 168er) hat sich von Mainz aus heute zu den großen Schieß- und Exerzierübungen nach Griesheim begeben. § Friedberg, 27. Aug Infolge der bedauerlichen Erfrankung des Herrn Direktor Prof. D. Weiffenbach hat das Großh. Oberkonsistorium die Verkürzung des SommerSemesters des Prediger- Seminars um 14 Tage und die Entlassung der Kandidaten ohne Schlußfeier angeordnet. A Dillenburg, 27. Aug. Nach Beschluß des Vorstandes des 2. landw. Bezirksvereins fand die Lokalviehschau und Preisverteilung heute statt. Zur Verteilung gelangten 450 Mt. vom Staat, 450 Mt. vom landw. Verein und 230 Mt. von der Stadt Dillenburg. Marburg, 26. Aug. In einer vorgestern abgehaltenen Sigung des nationalliberalen Vereins wurde einstimmig beschlossen, Herrn Geh.-R. Prof. H. Lehmann dahter, als Kandidaten für die Landtagswahl im hiesigen Kreis aufzustellen. )( Marburg, 26. Aug. Eine eigenartige Mordaffäre tommt jezt an die Deffentlichkeit. Am 11. Juni 1901 wurde ein gewisser Schuhmacher Franz Bratuscha aus Monsberg, Bezirk Pettau( Untersteiermark), vom hiesigen Schwurgerichte zum Tode durch den Strang verurteilt, weil er angeflagt war und schuldig befunden wurde, seine Tochter ermordet und Stücke von ihr gebraten und verzehrt zu haben. Die Verurteilung erfolgte auf Grund des eigenen Geständnisses. Er wurde dann vom Kaiser zu lebenslänglichem Kerfer begnadigt. Auch seine Gattin Marie, die in die grauenvolle Geschichte mit verwickelt war, wurde zu mehrjähriger Kerkerhaft verurteilt. Nun wurde fürzlich in Krain ein Mädchen Namens Johanna Bratuscha als mittellos aufgegriffen und dem Bezirksgericht in Rudolfswert eingeliefert. Die Angaben des Mädchens veranlaßten das Bezirksgericht, beim Gemeindeamt Monsberg Erkundigungen einzuziehen. Das Gemeindeamt Monsberg teilte mit, daß es allerdings ein Mädchen Johanna Bratuscha gegeben habe, || Frankfurt a. M., 27. Aug. Prinz Heinrich Karl von Hessen übernahm das Protektorat für den Stenographentag, der Anfang Oktober stattfindet. || Mainz, 26. Aug. Das 2½ jährige Kind eines hiesigen, den höheren Ständen angehörenden Herrn ist verschwunden. Man vermutet, daß es aus böswilliger Absicht entführt worden ist. = Kassel, 26. Aug. Die von der Staatsanwaltschaft verfügte gerichtsärztliche Untersuchung der Leiche des an Fischgift verstorbenen Fußgendarmen a. D. stellte unzweifelhaft die Vergiftung als Todesursache fest. Wimpfen, 24. Aug. Der badisch- hessische Ort Kürnbach geht bekanntlich demnächst gegen Michelbach an Baden über. Daß dieser Entschluß so rasch gefaßt worden ist, das hat ein Bruder Straubinger" verursacht, der, weil er keine Papiere hatte, vor einem badischen Polizisten in ein Haus Kürnbach's flüchtete und zwar in einen Schweinestall hinein. Der Polizist eilte nach, aber der Fechtbruder befand sich bereits auf hessischem Gebiet, denn mitten durch die Wohnung der Borstentiere ging die Grenze. Der Badenser rief nun den hessischen Sicherheitswächter herbei und dieser drang nun durch eine Hintertür in das hessische Viertel", während der verhaute die Vertreter Badens und Hessens, von den ihn Badenser von Baden aus angriff. Der Handwerksbursche jeder haben wollte, mörderisch. Als man ihn nun deswegen vor Gericht stellen wollte, wußte kein Mensch, auf welchem Gebiet die Hiebe gefallen seien und wohin der Fall zu verweisen sei. Daher die Aufhebung des Kondominat?! Markt. Gießen, 27. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosieten Butter per Pid. 1.00-1.10 wet, Hibnereter 2 Stüd 14-15 Bfg., Enteneter St. 8 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Ecbien per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfa., Tauben per Paar . 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.20-1 70, Hahnen, per Stild Mr. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänse p. Pfd 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Big., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per fd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 m., Zwiebeln per 3t. Mt. 6 50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. tosteten Butter per Pfd. 1,200.00 Mt., Käse per Pfd. 42 Butzbach, 25. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt bis 45 Pfg., Eier 1 Std. 7 Pfg. Kirchhain, 25. Aug. Zum heutigen Rindviehmarkte waren ca. 330 Stück Großvieh und 120 Kälber aufgetrieben. Der größte Teil des Viehes war schon im Vorverkauf abge= setzt, der Rest wurde beim Markte verkauft, sodaß derselbe schon gegen 129 Uhr beendet war. Zum Schweinemarkte waren 750 Schweine aufgefahren. Auch hier war der Handel recht lebhaft, doch gingen die Preise, namentlich für Saugferkel, zurück. Es wurden bezahlt für Saugfertel pro Paar je nach Qualität 14-24 Mt., Läuferschweine erzielten pro Baar Preise von 70-120 mt. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; far bas Botale, ben ,, Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Dud und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Bekanntmachung. Bei der hiesigen Stadtkasse ist die Stelle des zweiten Stadtkassegehilfen Bei zufriedenauf 1. Oktober anderweit zu besetzen. stellenden Leistungen fann nach 6monatlicher ProbeMit der Stelle ist ein dienstzeit Anstellung erfolgen. pensionsfähiger Gehalt von 1480 Mart, steigend um jährlich 40 Mark bis zum Höchstbetrag von 2200 Mark, sowie Witwen- und Waisenversorgung verbunden. Im Rechnungswesen bewanderte Bewerber wollen Ihre Meldung mit Lebenslauf, Zeugnissen und Gesundheitsschein bis zum 20. September hierher einreichen. Gießen, den 24. August 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Schlachthaus Gießen. Schweinefleisch 40 Bfg. Heute und Montag, - m Komplizen ie Verbrecher and beraubten 300 Franken. n, die Früchte erfellner hatte cbei. Sie ge R. ttern: Bierzigtausend ht das eigent ffen Sie mich zensangelegen eller befuchend, Was macht du e Musentinder ist das wahr, einen Korb ge ame aus unfe ntfeglich! Der die Rechnung, Sie felbft mir ( Lust, Bl.) Einem werten Publikum von Giessen und Umgegend die ergebene Anzeige, dass ich die altrenommierte Anzeige, da Gastwirtschaft u. 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