! felbstgebadenes fit, mit und Nr. 49. ohne Bäckermeister, den. itmalerei Plockstrasse B& X65 au 5 Mk. andeisen, e Menge, hat sehr bil bjugeben bie er Derlagsdruckerei m. Wilh. Keller). reinlagen nach Kündigung bi zinzt beim Vorschus hen, eing. Gen. m. w ftpflicht zu Jüchen. Ge cht u. Sparbedingunge Diensten. Spareinlage h per Post eingesand vermieten: ertes Zimmer ne Pension Kirchplah 6. on Domänenra Abonnementeprete: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfs., in's Haus gebracht 60 Bfg., burch die Boft bezogen viertels fährli Mt. 1.50. Grattebellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhefftfche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 27. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei di Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weslar und Marburg 10 Pfo fenit 16 Vfg.; Reklamen bie Petitjeile 30 refp. 40 Bfg. Boftzeitungslifte No. 8969. Redaktion und Expedition: Gießen Nexenweg 38. fernsprechanlal Rt. 368. Neuelle Nachrichten ( siehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Seifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der ,, Bund der Kaufleute". CB. Die Mahnung, die der preußische Handelsminister bei der Bremer Schaffermahlzeit an den deutschen Hanbelssiand richtete, ist auf fruchtbaren Boden gefallen: .mittl. Stoc pe Binnen weniger Lage ist eine Organisation der deutschen zu berm. Kirchenploy 21 tersweg 89 farbenwohnung, 3- sbald zu vermieten. Schlaffelle ju vern Afterweg 60. Raufleute ins Leben gerufen worden, die genau nach dem Muster des Bundes der Landwirte organisiert ein Gegengewicht gegen diesen in unserem öffentlichen Leben sein soll: In Berlin hat sich am Mittwoch ein Bund der Kaufleute" konstituiert, dem sofort mehr als und Verbände mit nicht weniger als 220 000 Mitgliedern beigetreten sind. Tas scheint auf den ersten Blick ein ganz außerordentBimmerwohnung licher Erfolg. Aber wenn man ein wenig näher zuſicht, ör, Neustadt, neben Bundes nicht erwehren. gecmfic. Streuber, kann man sich doch starker Zweifel an dem Erfolg dieses ten. Zunächst ist die Gründung des Bundes sozusagen etwas Sals über Stopf vollzogen worden. Die Urheber der GrünHofmannstraße 14 bung sind nicht, wie j. Zt. die Gründer des Landwirts möbl, Bimmer Löberftraße 13, 3. ndenwohnung, mit Zubehör, zu der mil Lot, Kirchenblat möbl. Bimmer rmieten. Näheres bei , Schottstraße 11. ferem Neubau am atz ist noch eine schöne Johnung m. Erker vermieten, besgleichen ZimmerwohnNäh. Frankfurterstr. 29. es Zimmer zu ver: n. Kirchenpl. Nr. 6. e Mansarden vohung Bab hofftraße 32 Zimmer, mit nd Küche, an eine zu berm. Südanlage 3. bundes, mit einem scharf umrissenen Programm hervorgetreten, sie haben nicht, wie jene, eine Losung ausgegeben, bie einer begeisterten Ausnahme in den Kreisen der Beteiligten sicher Gewesen wäre. Der Bund ist vielmehr allzu geschäftsmäßig und fühl ins Leben gerufen worden, es fehlte der begeisterte und begeisternde Schwung, ohne den nun einmal große und dauernd wirkende Bewegungen nicht denkbar sind. Tieser Mangel an einem zündenden Kampfruf hat freilich seinen guten Grund: Die Interessen der Kauf leute der verschiedenen Branchen sind zu vielgestaltig und widersprechen einander stellenweise so sehr, als daß sich so leicht eine Parole finden ließe, auf die alle Kaufleute schwören müßten. Auch die Zusammensetzung des neuen Bundes scheint nicht sehr glücklich: Die Zahl der Handlungsgehilfen, Bantbeamten, Reisenden u. s. w., die mit ihren Verbänden dem Bunde beigetreten sind, ist unverhältnismäßig groß gegenüber der Zahl der selbständigen Kaufleute. Im Bunde der Landwirte ist es umgekehrt. Für die Geschlossenheit des Vorgehens des Handelsbundes liegt darin eine große und vielleicht nicht zu überwindende Schwierigkeit und Gefahr. Man darf nicht vergessen, daß schon unter den selbständigen Kaufleuten die verschiedensten politischen Anschauungen herrschen. Noch mehr gilt das von den Handlungsgehilfen, und gar mancher von diesen, die dem Bunde ja nicht durch eigenen Entschluß eingegliedert sind, sondern durch die Beitrittserklärung der Vorsitzenden der Verbände, denen sie angel ören gar manche von diesen werden bei den Wahlen, also bet der Hauptbetätigung des benhaus, 5. Zimmer Bundes, für die Kandidaten des Bundes nicht zu haben sein. Beim Bund de: Landn iric, de en Mi gi deciu chan ruhige Leute ve er später zu vermieten weg derselben politischen Grundanschauung huldigen, lag arl Eichmann, diese Gefahr nicht vor: Daber seine Erfolge. Es wäre um so beklagensiverter, wenn diese ungünstige Entwicketung einträte, als es dringend zu wünschen ist, daß die deutsche Kaufmannschaft ähnlich wie die Landwirtschaft eine kraftvolle Vertretung im politischen Leben finde. nandergehende schön Zimmer für 1 ober r 1. März zu vern. 5 Walltborstroke 15. he 1, Ed Nordanlag Neustadt, Neubau ren Mezgermeister Laden mi zu berm. Hofmannstr. 14. Bersetzung des Herri Beder ist deffen seit 1 gehabte Wohnung in Afterweg 29 11 fi päter zu vermieten. rat Dr Saupt ( 3 Zimmer) zu ver biffenbergerweg 89. Die Politik. Vorgehen gegen die Streiks in Holland. 000000 Breiten, welche sie unternommen haben oder zu ater Gießen. ban 27. Februar. Rsvorstellung e Stuart 0000000 rpheum Bariete, Täglich Vorftellung. Anarchistenkomplott in Newyork. )-( Das drakonische Strafgesetz zum Schazze des Präidenten, welches von dem amerikanischen Repräsentanenhaus jüngst angenommen worden ist, hat auf die Anarchisten, auf die es in erster Linie gemünzt war, feineswegs eine abschreckende Wirkung ausgeübt. Eben jetzt wird aus Newyork von neuen Anschlägen berichtet, deren Ziel der Präsident Roosevelt und verschiedene Staatsoberhäupter in Europa wären. Unter diesen Umständen hat die amerikanische Polizei ganz Recht, den Präsidenten Roosevelt mit besonderen Sicherheitsmaßcegeln zu umgeben. Im Zusammenhange hiermit er folgten mehrere Verhaftungen, darunter diejenige eines gewissen François Hirzel, eines siebzehnjährigen Burschen. Hirtel selbst soll sich seiner Verbindung mit Anarchisten gerühmt haben, die sich zur Ermordung gewisser Staatsoberhäupter verschworen hätten, und er klärt haben, er sei im Begriff gewesen, sich im Auftrage seines Klubs nach Frankreich zu begeben. Angesichts der, wie es scheint, durch nichts zu beseitigenden Befahr ist die unablässige, sorgfältige Ueberwachung der vahnwizzigen Fanatiker dringend geboten. $ In der holländischen zweiten Kammer hat der Ministerpräsident Kuyper drei wichtige Gesetzvorlagen gegen die Auswüchse von Streitbewegungen eingebracht. Es wird darin u. a. bestimmt, daß Staatsbeamte und alle in einem öffentlichen Dienstzweige oder im öffentlichen Eisenbahndienste beschäftigten Personen, die sich weibenen sie verpflichtet sind, auszuführen, mit 6 Monaten oder, falls eine Zusammenvattung vorliegt, bis 3: 1 sechs Jahren bestraft werden können. Die jeßige EisenbahnCompagnie des Heeres soll so organisiert und verstärkt werden, daß sie den Dienst auf einigen Strecken, wenn auch in beschränktem Maße, ausführen kann. Die Vorlagen haben unter den Eisenbahnangestellten eine große Erregung hervorgerufen und mit dem Ausbruch eines neuen Eisenbahnerstreiks wird zu rechnen sein. Er würde indes die Regierung gerüstet finden. Nene Alarmnachrichten vom Balkan. Chamberlains Heimkehr. ):( Einem Telegramm aus Kapstadt zufolge hat der eng lische Kolonialminister Chamberlain die Rückreise nach England nunmehr angetreten. Bei seiner Einschiffung wurden ihm enthusiastische Kundgebungen dargebracht, sagt ein offiziöses Telegramm. Wir fürchten, daß der Cham terlain- Enthusiasmus in furzem völlig verflogen sein wird. Freunde hat der Kolonialminister überhaupt wohl nur in der englischen Bevölkerung von Südafrifa und unter denjenigen Buren gefunden, die sich schon während des Krieges auf die Seite Englands gestellt haben. Dagegen steht die weit überwiegende Mehrheit der Burenbevölkerung Herrn Chamberlain und England nach wie vor direkt feindselig oder mindestens gleichgültig gegenüber. Zwar die Generale Botha, Delarey und Smuts haben sich dem britischen Staatsmanne genähert und zugesagt, mit den Engländern freundnachbarlich zusammen zu wirken, aber auch sie haben rund den Eintritt in die zu schaffende gesetzgebende Versammlung abgelehnt. General Dewet aber hält sich mit den Seinen grollend abseits. Auch der holländische Afrikanerbund im Kapland verharrt in mißtrauischer Haltung. Im Hinblick auf diese Sachlage erscheint der von Chamberlain zur Schau getragene Optimismus wenig verständlich. ::: Die Berichte aus den Balkanländern lauten förtgesetzt besorgniserregend: Gährung, Proteste, Gewalttalen, Zusammenstöße und Rivalitäten überall! Nach einem Telegramm aus Sofia traf daselbst der Oberst Kussef aus Kostendil ein. Er ist Träger eines geschriebenen und versiegelten Protestes, der den in Sofia beglaubigton diplomatischen Vertretern von Rußland, Oesterreich- Ungarn, England und Frankreich überreicht werden soll. Las Schriftstück ist unterzeichnet von den Vorstehern der Bemeinderäte von acht mazedonischen Dörfern und enthält genaue Einzelheiten über Mordtaten, Vergewalti gungen, Räubereien und Entweihungen von Kirchen, welche oon Türken in einer Reihe von namhaft gemachten Dörjern verübt worden sind. Kurze politische Nachrichten. Der von dem Eisenbahnminister Budde im preußischen Abgeordnetenhause angekündigte Gesezentwurf betr. die Ergänzung der Eisenbahnlinien, das sog. Sefundärbahngesetz, ist jetzt dem Hause zugegangen. Es werden darin im ganzen 83 Millionen Mark gefordert. * Der preußische General Bernhard v. Werder feiert in voller Rüstigkeit und geistiger Frische seinen achtzigsten Geburtstag. * Zum Regierungspräsidenten in Köslin an Stelle v. Tepper- Laskis ist nach der Kösliner Zeitung" der vortragende Rat im Ministerium v. Knebel- Doeberiz ernannt worden. * In Neubreisach wurde ein im Fortifikationsbureau angestellter Zeichner namens Müller unter dem Verdachte des Landesverrats zu gunsten Frankreichs verhaftet. Hus der Reichshauptstadt. Wandelbilder von Spectator. Bhilharmonie und großen Restaurants, wurde, wie jedes Jahr, auch diese Fastnacht in der bei uns üblichen Weise markiert. Freilich fehlt dabei jene ausgelassene und dabei polizeilich konzessionierte Lustigkeit, wie in stöln, wo es Stüsse wie Konfetti egnet, und in München, wo jeder Bürger die Konfetti im Bier herumschwimmen sieht oder was noch schlimmer ist nicht sieht und mit lachendem Gesicht die nicht gerade wohlschmeckende Einlage mit herunterschluckt. Fehlt es hier also an einem offiziellen Karneval mit seinen Narrheiten, so entbehren wir ihn doch nicht ganz. Jeder, der durch die Oberfläche des trotz aller Lebha tigfeit auf die Dauer etwas einförmigen Straßenlebens sieht, oder auch nur die Lokalnachrichten mit einiger Gewissenhastigkeit studiert, findet andauernd neue Ereignisse, die es mit den besten Fastnachtsscherzen aufnehmen können und einen ganz netten Narrenzug darstellen. Eine kleine Blütenlese aus den letzten Tagen mag dies beweisen, ein: Nachrichtensammlung, die jeder Faschingszeitung zur Ehre gereichen würde. ( Nachdruck verboten.) Rosenmontag! Faschingdienstag! Aschermittwoch! Auch für den Berliner finden sich diese Worte zur rechten Zeit im Kalender ein, wenn ihm auch die Begriffe dafür fehlen. Was ist ihm Fastnacht, was ist ihm Aschermittwoch! Wie es in dem protestantischen Berlin teinen echten Karneval gibt, so gibt es auch nicht jenen plößlichen Abschluß in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch. Hier tanzt man ruhig weiter. Der Salonlöwe muß noch einige Wochen warten, bis er das freundschaftliche, geordnete Verhäl nis zu seinem Bett wieder herstellen fann. Sein Magen, von den übernatürlichen Anforderungen der legten Zeit geschwächt, sieht, bis ins Innerste verstimmt, die ersehnte Fastenzeit in weiter Ferne. Unter die Rubrik ,, Gerichtliches" zum Beispiel rangiert die Geschichte von dem gestohlener Menschen. Ein paar Langsinger, die sich mit kleinigteifen nicht abgeben, steh fen einige Säde voll Lumpen und werden dabei ertappt. As man ihnen die Säcke wieder abnimmt, entwickelt sich aus den Lumpen des einen Sackes ein lebender, der sich in eigentümlicher Seelenverwandtschaft darin ein Nachtquartier gesucht hatte. Da diesem armen Stert, der sich dies seltsame Asyl für Obdachlose ausgesucht hatte, die ..Olle" beim Abschied zugerufen haben soll: ,, Du kannst mir gestohlen werden, du Lump," ist natürlich nur ein Scherz eines jener bekannten Rückwärtspropheten. Einen Fastnachtstaumel auf den Straßen gibt es natürlich auch nicht, und wenn hier jemand auf die Idee fäme, sich beim hellem Tageslichte im Pierrottoſtüm in der Leipzigerstraße zu zeigen und die eintaufenden Damen aus dem vornehmen oder sagen wir lieber reichen Westen mit bunten Konfettis und nicht minder bunten Papierschlangen zu bewerfen, so würde er weniger Heiterteit als Entrüstung hervorrufen; bald würde die empörte Hand des Gesezes sich an seinem Halstragen be schäftigt machen und er im günstigsten Falle einer Jrrenanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes überwiesen werden. Aber in einigen öffentlichen Lokalen, in der Beiträge zu der Abteilung ,, Unglücksfälle und Verbrechen" liefert auch der leistungsfähige Chemiker, der sich mit zwei Damen aus demselben Hause gleichzeitig heimlich verlobte, was erst heraustam, als er vor dieser Fülle von Liebe und Treue flüchtete und auf diese Weise die beiden chemischen Verbindungen auflöste. Ferner auch der Versicherungsagent, der eine Anzahl seiner Versicherten durch ein paar Federstriche in ein besseres Jenseits be sörderte und dann die Versicherungsprämien abhob. Daß diese durch die harmlose Fälschung zu Tode attestierten Leute rücksichtslos genug sind, weiter im Lichte der Sonne ( soweit sie uns überhaupt jetzt gnädig ist) zu atmen und einer von ihnen sogar die Unberfrorenheit besaß, nach seinem Tode" der Gesellschaft persönlich seinen Woh nungswechsel anzuzeigen, ist natürlich dazu angetan, die größte Verwirrung hervorzuri, n. Auf dem Gebiete der schönen Künste finden wir eine Festvorstellung der Rettungsgesellschaft, für die ein boshaster Mensch ein Drama mit dem Titel„ König Tod" heraussuchte. Das Drama, das als die Anfängerarbeit eines wenn auch ziemlich talentierten jungen Mädchens von zweifelhafter Güte ist, wurde von dem Parkett von Aerzten beifällig aufgenommen und dieser Umstand beweist, in welch freundlichem Verhältnis die Retter unserer Gesundheit zu dem König Tod stehen. Spielt hier der Zufall die Rolle des Schaltsnarren, so ist es im nachstehenden Falle jene große Kraft, gegen die selbst Götter vergebens kämpfen. In dem Gebäude, in dem bisher die königliche Hochschule für Musik zum Segen der Kunst und zum Entseßen der Nachbarschaft ihr Domizil hatte, befindet sich jetzt eine Kunstausstellung ganz besonderer Art. Es sind Malereien, deren Wert nicht in den künstlerischen Qualitäten, sondern in ihrer crhabenen Abstammung beruht. Diese neuen Kunstwerte rühren nämlich von einem ganz alten Meister her, der sich durch Vermittelung der vierten Dimension und eines biede ren Handwerksmannes seiner späteren Nachwelt offenbart. Diese Ausstellung wirkt zweifellos als er reuli he Atwechselung unter den zahlreichen Kunstausstellungen, die Berlin W. jezt aufweist. Es gibt fast noch mehr Kunsthandlungen und Bilderausstellungen, als Kneipen und wenn die Separierungen und Sezessionen unter der deutschen Künstlerschaft noch weiter überhand nehmen, wird bald jeder Künstler eine Gruppe" für sich bilden und eine Ausstellung für sich veranstalten. An Lokalen wird es nicht fehlen, da ja schon jedes Rahmengeschäft und jedes Warenhaus dem Kunsthandel dient. Speziell die Warenhäuser stellen sich immer mehr in den Dienst der Kunst und es ist garnicht abzusehen, was wir von dieser Verbindung noch alles zu erwarten haben. Jetzt begnügen sie sich nicht mehr mit dem Verkauf von Theaterbillets: eines von ihnen hat, wie man hört, ein Borstadt- Theater für bestimmte Tage gepachtet, um seiner Kurdschaft neben Schuhen, Gemüse, Möbeln und Hemden auch ,, den Bedarf an dramatischer Litteratur zu liefern". Ta dies natürlich zu viel billigeren Preisen geschehen wird, als es der Konfurrenz möglich ist, tann man erwarten, daß sich auch auf diesem Gebiete des ,, Kunsthandels" der Umsatz erheblich steigern wird. Nab und fern. )-( Seutsche Sardinen werden den Liebhabern dieser schmackhaften Fische dies Jahr aufgetischt werden fönnen. Die Fischer der Elbemündung an der Westküste fi ic e Softeins haben die Bahrnehmung gemacht, daß an berschiedenen sonst fischarmen Stellen plöglich reiche Fischgründe entstanden sind, die eine besondere Art Heringe in folossaler Menge bergen, so daß die Fangausbeute eine überaus große ist. Diese dort sonst kaum getannte Heringsart hat sich als überaus wohlschmeckend wiesen, und wie jest fest behauptet wird, handelt es sich um Sardinen, die bekanntlich aus den bretagnischen Ge wässern spurlos verschwunden waren und nun so unvermutet auf deutschen Fischgründen wieder auftauchen. er= ::: Jugendliche Auswanderer." Auf dem Bahnyɔs Friedrichstraße zu Berlin bemerkte ein Kriminalbeamter vier Schuljungen, die sich mit einem großen Sack schleppten und offenbar die Absicht hatten, das Weite zu suchen. Da sie ihm verdächtig vortamen, erfundigte er sich nich dem Inhalte des Sackes und weil ihn die Auskunft nicht recht befriedigte, ließ er ihn auspaden. Zum Ergößen des Publikums tam folgende Ausrüstung zum Borschein: Vier Schulmappen, vier Paar S rümpfe, zwei Paar Hosen, eine wichsbürste und Wichse, zwei Brɔte, eine Portion Schmalz, das schon durchgefettet hatte, da es nur in Papier gewickelt war, eine Flasche Ram, ein Stamm, eine Schachtel Haarpomade und schließlich eine Zahnbürste. Die Jungen besaßen zusammen fünf Mart Reisegeld, die sie zusammengemogelt hatten. Di Ausreißer wurden ihren Eltern wieder zugeführt. Ein Neunzigjähriger als Gatten nörder verhaftet. Bei Inowrazlam wurde die Altsizersfrau Posadzy an der Schwelle ihrer Behausung ermordet aufgefunden. Ter 9- jährige, fast taube Ehemann wollte von der Untat jelbst nichts wahrgenommen haben, behauptete aber, daß der Mörder in der Wohnung sämtliche Schränke- die auch tatsächlich durchwühlt waren nach Gold und Goldeswert untersucht habe. Aus Furcht habe er sich ganz still verhalten und schlafend gestellt. Ein gewisser Zielinski wurde als des Mordes verdächtig verhaftet. Infolge Ermittelungen des Untersuchungsrichters an Ort und Stelle erscheint aber der 90jährige Mann der Ermordeten der Täter zu sein. Unter einem Spinde wurde nämlich eine mit Blut befleckte Art gefunden; auch waren an seiner Pelzjacke dunkle Flecke, die wahrscheinlich durch das aufsprizende Blut entstanden sind. Beide Gegenstände wurden be schlagnahmt und zur chemischen Untersuchung nach Berlin geschickt. * Zu einer Schlacht zwischen Ausständigen und Bolizisten kam es in den Wrightschen Kohlengruben im Raleigh County( Westvirginien). 250 Arbeiter, welche die Eisenbahnbockbrücke in Brand gesetzt hatten, eröffneten mit Winchesterbüchsen das Feuer auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Das Gefecht dauerte mehrere Mimuten. Drei Ausständige wurden getötet, sechs tötlich, drei schwer verleßt, auf seiten der Beamten ein farbiger Hülfspolizist getötet und zwei verlegt. Ein Beamter erhielt einen Schuß in den Arm, tötetete aber seinen Angreifer. Die Ausständigen wurden schließlich zurückgeworfen und von der Polizei verfolgt. 49 wurden verhaftet. [ Seltenes Jagdglück.] In dem wildreichen Revier bes Grafen v. Krodom zu Bees in Pommern wurden durch den Förster May zwei Rothirsche durch einen Kugelschuß zur Strecke gebracht, ein Zehnender und ein Achtender, im Gewicht von 200 Pfund resp. 180 Pfund( aufgebrochen). An einem Tage wurde durch Arbeiter gemeldet, daß drei starte Hirsche über Feld eingewechselt seien, was durch sofortiges Abspüren bald festgestellt wurde. Förster May traf die Hirsche im Altholz, wo sie, durch Holzfuhrleute rege gemacht, unruhig hin und her traten. Schnell entschlossen schoß May, wie die 3tg. f. Hinterp." berichtet, auf den Zehnender. Die Kugel durchschlug diesen hoch Blatt", den turz dahinter stehenden Achtender ,, tief Hals". Beide brachen im Feuer zusammen. Wenn's nur keine ,, lateinischen" Hirsche waren! [ Die Centenarseier der Trottoirs.] Es sind jeẞt gerade hundert Jahre, seitdem die Trottoirs erfunden worden sind, zur größten Freude der Fußgänger und zur Beruhigung der Eltern, wir meinen die wirklichen Trotwirs, die höher liegen als die Straße, so wie wir sie m unseren großen Städten sehen. Man hatte wahrscheinlich zu allen Zeiten daran gedacht, an den Seiten einer Straße oder eines Weges einen reservierten Raum für die Fußgänger freizuhalten; aber dieser Raum lag auf demselben Niveau wie die Straße und wurde durch einige Grenz- und Ecksteine, so gut es ging, abgegrenzt. Erst vor 100 Jahren um diese Zeit legte man in der Rue Lafitte zu Paris die ersten Trottoirs( von ,, trotter" laufen, gehen) an. Diese Trottoirs bestanden aus einem Kallstein- Fußsteige, der gegen den Anprall der Wagen durch halbrunde Prallsteine geschüßt war. Wie man sieht, war das noch nicht das ideale Trottoir! Als einige Monate nach Einlieefrung dieser Neuerung der Stadtrat von Paris jedem Hausbesizer, der vor seinem Hause ein Trottoir anlegen lassen würde, eine Belohnung versprach, sah man bald vor den Häusern fortlaufende Trottoirs entstehen. Die Trottoirs waren endgültig eingeführt. Seitdem haben sie ihren Weg in der Welt gemacht. A[ Ein kostbares ,, Andent: n".] In London überbietet man sich zur Zeit gegenseitig, um den goldenen Kneifer zu bekommen, den Edgar Owen, ein zum Tode verurteilter Mörder, der am 3. März gehenkt werden soll, bei seinem Eintritt in das Gefängnis trug. Eine Dame hat für dieses kostbare ,, Andenken" 2000 kronen geboten. Aber der Besitzer des berühmter Tussandschen Wachsfigurenfabinetts hat sogar 4000 kronen geboten. Dabei gehen die Gebote noch weiter. [ Ein modernes Labyrinth.] Aus Albany( Staat Newyork) schreibt man der ,, Newyorker Staats- Zeitung": Unter dem Dachstuhl des Kapitols, im fünften Stod werk des Steinhaufens, befinden sich mehrere Bureaus. Das Stockwerk ist noch nicht vollständig ausgebaut wɔrden, und Stüßen und Balken, Klammern und Gerüste versperren sehr oft die Wege, und in dem Labyrinth von Gängen können sich nur alte Angestellte zurechtfinden. Neulinge und Besucher würden stundenlang umherwan bern, ohne den Bestimmungsort zu erreichen, wenn nicht ein pfiffiger Botenjunge, der öfters Depeschen und Briefe in den Bureaus im fünften Stockwerte abzuliefern hatte, auf den Einfall gekommen wäre, eten Bindfaden von der Kleinen Wendeltreppe aus, welche in das oberste Stockwerk führt, an dem Mauerwerk und den Bret terverschlägen entlana. durch dunkle Hohlweae und Gasjen, bis zu dem entferntesten Bureaueingang zu ziehen. Dieser Bindfaden hat schon manchen Besucher, der sich berlaufen hatte, wieder zur Wendeltreppe zurückgeführt. Pesonders dankbar sind dem erfinderischen Geist die vielen Lehrerinnen, die in das oberste Stockwerf flettern müssen, um sich in dem daselbst belegenen Baceau des Schul- Superintendenten Finnegan ihre Papier: und Zeugnisse zu holen. [ Eine Zeugin der Franzosenzeit.] Die älteste BerJon in ganz Mecklenburg, die Witwe Spiedermann zu Schönberg( Fürstentum Ratzeburg), hat in geistiger Frische und törperlicher Rüstigkeit ihr 102. Lebensjahr vollendet. In ihrer Kindheit hatte sie die Schrecken der französischen Invasion aus nächster Nähe kennen gelernt. Ihr Vater, der Branntweinbrenner Wüstenberg, war im Jahre 1801 von Berlin nach Fürstenberg i. M. überge gefiedelt. Dort hatte 1806 Bernadotte sein Hauptquartier aufgeschlagen. Schrecklich hausten die Franzosen in dem Städtchen. Bei der Plünderung wurde das Baterhaus der jezigen Greisin eingeäschert und die gesamte habe der Familie ging dabei verlorenn. ::: Ein teures Glas Wasser. Ein ärmlich gefleideter junger Mensch trat in einen Pariser Bäckerladen ein. Er sah sehr blaß aus, ließ sich auf einen Stuhl sinken und stammelte die Worte: Es ist mir so schlecht; geben Sie mir doch ein Glas Wasser." Die im Laden anwesende Bäckersfrau wurde von Mitleid erfaßt, begab sich in die Küche, holte ein Glas Wasser, schüttete auch ein paar Tropfen Rum hinein, da ihr der Mann wirklich der Stärtung bedürftig schien, und kehrte in den Laden zurück. Aber hier bemerkte sie mit Erstaunen und mit Grauen, daß der unbekannte Stranke verschwunden war. Es braucht taum erst erwähnt zu werden, daß er nicht vergessen hatte, die Kasse im Ladentische mitzunehmen. Es war ein teures Glas Wasser, das die mitleidige Bäckersfrau da zu kredenzen im Begriff war. Es fostete 800 Francs. Bunte Chronit. In Köln fand man am rechten Rheinufer die Leiche eines Artilleristen, dessen Hals durchschnitten war. Es ist anzunehmen, daß der Soldat in schlechte Gesellschaft geraten, ermordet und ins Wasser geworfen worden ist. In Berlin wurde der Klavierlehrer Wilhelm Hannibal wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet, der schon zweimal wegen des gleichen Verbrechens mit Zuchthaus borbestraft ist. Hiervon war natürlich den Eltern, die dem Unhold ihre Kinder arglos anvertrauten, nichts bekannt gewesen. -Auf der Crednergrube bei Unterröblingen sind vier Häuer verschüttet worden. Die Rettungsarbeiten waren bisher mvergeblich. Sämtliche Verunglückte sind Väter finderreicher Familien. In der Melanchthonkirche in Spandau wurde nächtlicherweile eingebrochen und sämtliches wertvolle Kirchengerät gestohlen. In Mexiko hat ein heftiger Ausbruch des Vulkans Colima stattgefunden. Die Lava zerstörte zahlreiche Farmen. 268. Sigung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Aufwärmung der Sozialpolitik. Troßdem der Reichstagspräsident Graf Ballestrem in einer der jüngsten Sißungen die Aufforderung an das Haus gerichtet hatte, die sozialpolitischen Fragen nicht wieder zu berühren, wurde doch das alles durch Angriffe, die der Abg. Rösicke in einer früheren Sigung gegen die Reichspartei gerichtet hat, wieder aufgerührt. Bevor dies geschah, wurden einzelne Positionen erlebigt, u. a. wurde die Forderung der Zahnärzte, für die zahnärztliche Praxis das Absolutorium einer neunnflassigen höheren Anstalt zu fordern, der Regierung zur Berücksichtigung empfohlen. Dann seßten sich die Abgg. Gamp, v. Jazdzewski, Dr. Crüger, Schrader, Stadthagen, Holb, manche in mehrfachen Reden, über die Gründe, weshalb sie der sozialpolitischen Gesetzgebung seiner Zeit zugestimmt haben und über den Wert dieses Gesezes auseinander. Staatssekretär Graf Posadowsky teilte im Anschluß an eine Anregung eines dieser Redner mit, daß früher allerdings die Schaffung einer Postsparkasse in Verbindung mit den Versicherungsanstalten geplant gewesen sei, daß man aber mit Rücksicht auf die volkswirtschaftlichen Bedenken davon abgekommen sei. Das Ordinarium des Reichsamts des Innern wurde dann bewilligt. Damit sind die ewigen jozialpolitischen Debatten für diesmal glücklich abgetan. 31. Sigung. Preussischer Landtag. Baus der Abgeordneten. Gehaltsfragen. - Eigener Bericht. In der zweiten Lesung des Eisenbahnetats wurden meistens Vorschläge auf Besserstellung verschiedener Beamtentategoriien gemacht. Man verlangte besseres Gehalt für die Unterbeamten der Eisenbahn, höheres Gehalt der technischen Beamten, bessere Wohnungszuschüsse, Gleichstellung der weiblichen Bahnangestellten mit den männ lichen im Gehalt und Pensionsansprüchen und Ueberführung der Telegraphenangestellten in die Klasse der Subalternbeamten. Zu allen diesen Fragen ergriff eine ganze Legion von Abgeordneten das Wort. Die Regierung sagte den einzelnen Wünschen wohlwollende Erwägung zu. Minister Bud de antwortete über die Beschwerden der Vorredner über die Stellung der Beamten und erklärt sich bereit, den Technikern entgegen zu kommen. Für die Bahnmeister seien 50 neue Stellen geschaffen, weitere würden folgen. Die Frauen hätten sich im Eisenbahndienst gut bewährt, die Arbeiterlöhne seien gegen früher bedeutend höher und es würden auch sonst große Mittel zur Arbeiterfürsorge aufgewendet. Die weitere Debatte war unwesentlich. Kultusminister Studt hat dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses nunmehr die Mitteilung zugehen lassen, daß er bereit sei, die Interpellation der Nationalliberalen wegen der Trierer Schulverhältnisse am Montag, 2. März, zu beantworten. Die Interpellation wird demgemäß an diesem Tage zur Verhandlung kommen, Reffischer Landtag. Darmstadt, 26. Februar. Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauth und die Ministerialräte Braun, Eisenhut und Weber nehmen Teil an der Sigung. Zunächst erfolgt Wahl des Präsidiums. Haas Darmstadt 1., Schmidt Mainz 2, und Reinhart- Worms- also dieselben Herrn nehmen wieder in den Präsidentens stühlen Plaz. Nachdem wird in die General atte über Etat Ministerium des Innern eingetreten. Abg. - heben fönnen. im Anschluß an ftrabe auch bald Brandplages bor Die Fulgängerpoffe bei naffem 2.Iter hierzu über diefe unterhalten und Eigentum der G förde zur Verfü meifter Johannes Gebiete auch ferner. Er wünscht ferner, an der Landes schaffen, hat universität Gießen eine Professur der Gewerbe hygiene. Die Regierung möge auch für die Beschränkung der Marimalarbeitszeit für weibliche Arbeiterinnen eine treten und eine Ausdehnung des Schuzalters bis zum 18. Lebensjahre anstreben. Für die Arbeiter- Berufs bereine wünscht Freney eine erweiterte Rechtsfähigkeit, wie sie auch der Reichstagsabg. Bassermann befürwortet habe. Abg. Cramer spricht gegen die Feierabend stunden. Wirt und Gäfte fühlen dieselben nachteilig. Mainz und Offenbach z. B. haben dieselben schon längst aufgehoben und dabei nichts verloren. Es spred, en noch die Abgg. Orb, Langenbach, lllrich, Bert hold, Schönberger und Molthan über unsere hessische Sozialreform, die zu viel und zu weit in manchen Punkten ginge, was bom Ministerialrat Braun niedergelegt wird. Die einzelnen berufenen Behörden hätten voll und ganz ihre Schuldigkeit gethan. Ministerialrat Weber fügt hinzu, daß die technische Hochschule hinsichtlich der gewerblichen und Arbeiter schutzgesetzgebung auch mitwirken werde. bemfelben für von 1 Mt 1 fich dabei um Ad. Deutscher der Ecke der& häuschen geft jährlich 20 W der Stadt Gir einem Jahresbe Gin und in einer e gärtner tragen bn Wochenma nern Ronfurr bargelegt, daß mit denen di fönnen, Gemi fauft werder Lich und Gr Betenten da beften Pläg und Händler und Blumen der Stadt 1/2 Uhr wurden die Beratungen abgebrochen und um 4 Uhr wieder fortgesetzt. Parlamentarisches aus Hessen. Zu Beginn der gestrigen Sitzung des Landtags wurde die nach Art. 9 der Landständigen Geschäfts. ordnung vorgeschriebene Wahl der drei Präsidenten vor genommen und die Abgg. Ha a s Darmstadt, Schmidt und Reinhart wiedergewählt. Sihung der Stadtverordneten. W. Gießen, 26. Februar. Gestern Nachmittag eröffnete Oberbürgermeister Mecum die Stadtv.rordneten- Versammlung, indem er erflärte, daß Punkt 1 der Tagesordnung Mitteilungen ausfalle, weil der betreffende Antragsteller seinen gestellten Antrag zurück genommen hat. Ein Baugesuch von Dorfeld von Wieseck hat schon früher ein mal die Versammlung beschäftigt. Er beabsichtigte damals an der Marburgerstraße und zwar an der Ede vom Diebesweg ein Haus zu errichten, in welchem er im Parterre Wirtschaft zu betreiben beabsich tgte. Weil außerhalb der Bebauungslinie bedurfte der Antragsteller des Dispenses, welcher gegen den Vorschlag der Baudeputation von der Versammlung damals mit i Stimme Mehrheit befürwortet wurde. Das Ministerium, welches den Dispens aber zu gewähren hat, lehnte die Bewilligung desselben ab. Dorfeld kommt nun erneut mit einem BauMarburgerstraße ein, doch g such für sein Grundstück in der V soll dasselbe jetzt nicht mehr als Wirtschaft, sondern nur ausschließlich als Wohnhaus errichtet werden. Gesuchsteller versichtet auf Gas- und Wasserzuführung, ist auch sonst bereit sich den gestellten Bedingungen der Stadt zu fügen und bittet um Dispens vom§ 5 der Bauordnung. Die Bau d putation schlägt vor die Bauerlaubnis zu versagen. Oberburgermeister Mecum bemerkt, daß D. am Diebesweg, aber in der Gemarkung Wieseck noch genügend Gelände besigt welches er ja bebauen kann. Erhalte D. die nachgesuchte Bauerlaubnis, so bedeute dies eine Bereicherung desselben. Stadtv Haubach erklärt, daß er in der Deputation für Gewährung der Bauerlaubnis gestimmt habe, er fönne die Bedenken, welche in der Deputation gegen Dorfelds Bauprojekt vorgebracht sind, nicht teilen. Wenn dessen Grundbesitz durch eine Bebauung für den Mann wertvoller werde und eine Bereicherung desselben bedeute, so sei dies kein Grund dem Mann das Bauen an jener Stelle zu verwehren. Stadtv. Pirr ist derselben Ansicht. Stadtv. Prof. Gaffty erklärt, es sei doch der allgemeine Grundsay in Fällen wie der vorliegende die Bauerlaubnis zu versagen. Es müßen wenn man einen entgegengeseßten Standpunkt einnehmen will, stichhaltige Gründe vorliegen und diese seien nach Lage des Falles nicht vorhanden. Stadtv Hanau ver weist auf die Bauten die außerhalb des Bebauungsplanes liegen, Germania, Liebigshöhe, Lenz an der Frankfurter straße, die Privathäuser am Schiffenbergerweg u. A und vertritt den Standpunkt was den Erbauern jener Häuser gestottet wurde, solle man Dorfeld nicht versagen. Stadtv. Jughardt spricht auch für Dispens zu Gunsten des Dorfeldschen Baues. Der Oberbürgermeister verweist den Ausführungen Hanaus darauf hin, daß die von ihm ange führten Bauten früher errichtet sind. Die Bebauung des Sch ffenbergerweges schließe sich den vorhandenen Gebäuden an. Das Dorfeldsche Gesuch liege aber nur allein ein persönlichen Vorteil des Gesuchstellers. Die Mehrheit der Versammlung beschließt darauf nach dem Antrag der Depu tation. Bur Einrichtung von Aktenkammern im Dachstock des Bürgermeistereigebäudes inklusive der nötig gewordenen Umdeckung des Daches werden 1200 Wt. verlangt und bewilligt. Die Anlegung der Bürgersteige in der Landgrafenstraße welche mit Gail'schen Klinkern geschehen soll, erfordern 8 200 Mark zu diesem Betrage verpflichteten sich die Archi tetten Stein u. Meyer, die die Straße angelegt haben die Hälfte zu zusteuern. Die von der Versammlung verlangten Mittel werden bewilligt. Der Oberbürgermeister erflärt bei dieser Gelegenheit, daß die - Kanalisation 1905 fertig gestellt, d. h, soweit sein wird, daß die Hausanschlüsse ge wärtigen au Martifommif biefelben nad unzuläffig fe 12000 C hat das stä 1 Mt. 10 erhalten, o geben word hlägt vor Basfots zu früher vem Rots ebenfa mit die Krumm nicht in Lieferung& was der O wird der fe d. 9. aus von der S dortigen S Ener längerten Straße uni terne am larerweg laber ftir Gas- und ift man m für das S Seyligenst eines Klei beiter des lung im legten B Anschaff trizitäts werden En un fowie de wir zuri heißen. Betry fü Flamme, Sieben. Straßen verrichte werden daß auc beffer Der D Entlohn einige Es sei man be laftigen laffen. beputa mit de fäfti Untra fteigers find, angebra tierungs werden. treten. Bpropr ländes Beor was al ag. 26. Februar. minister Gn auth Eisenhut und ng. hehen fönnen. Stadtv. Hanau möchte gern wiffen, ob im Anschluß an das anzulegende Trottoir der Landgrafenstraße auch bald tunlichst eine Bürgersteigregulierung des Brandplages vor sich gehen wird. Auf diesem Blaze sei die Fußgängerpassage bekanntlich ganz schauderhaft, wenigstens Zunächst bei nassem W.iter. Der Oberbürgermeister bemerkt Lokales. An unserem Gymnasium fanden gestern unter dem Vorsitz des Herrn Geh. Oberschulrat Nords nagel aus Darmstadt die Reifeprüfungen statt. Von 23 Prüflingen fonnten 16 von der mündlichen Prüfung as Darmstadt 1, hierzu über diese Angelegenheit fönne man fich ja später losgesprochen werden, auch die übrigen 7 bestanden. t- Worms- also den Bräsidentens Die General eingetreten. Abg itit auf fozialem an der Landes fur der Gewerbe r die Beschränkung Arbeiterinnen ein unterhalten und weist darauf hin, daß der Brand nicht Eigentum der Stadt, sondern vorerst noch der Militärbehörde zur V rfügung stehe.- Für die vom Weißbinder meister Johannes Schäfer vorgenommene Straßenauffüllung der Roonstraße( um einen Zugang zu seiner Hofraithe zu schaffen, hat dieser die Auffüllung vorgenommen) wird demselben für den Sub- Meter der dafür übliche Preis von 1 Mt 10 Pfg. pro Festmeter bewilligt. Es handelt sich dabei um 1041 Cub- Meter Boden. Der Ehefrau der Ecke der Klinifstraße die Errichtung eines Selterswasserhäuschen gestattet, gegen Haftung einer Plaggebühr von jährlich 20 mt- Die Versammlung ist mit dem Beitritt der Stadt Gießen zum Verein für Hessische Volkskunde mit In einer Der sog. fleine Berg im Botanischen Garten mit seiner allerliebsten Baumgruppe ist heute der Art zum Opfer gefallen. Er muß dem Gewächshaus, für deffen Erbauung die Ständekammer bereits 40 000 Mt. bewilligte, weichen. Die Fertigstellung des letzteren erfolgt aller Voraussicht kommenden Herbst. Sugalters bis zum Ad. Deutscher wird an der Frankfurterstraße in der Nähe läuft sich auf 90 Mark. e Arbeiter- Berufs rte Rechtsfähigkeit, mann befürwortet die Feierabend eselben nachteilig einem Jahresbeitrag von 20 Mt. einverstanden.- elben schon längst Gingabe der Gießener Gemüsehändler Bfungstadt, 24 Febr. Gestern gerieten zwei Brüder, die Bigarrenf a brifanten Wolf, in einen Streit, der blutig endigte. Der eine brachte dem andern einen Schuß in den Unterleib bei; der Bustand des Verlegten war so bedenklich, daß eine schwere Operation ausgeführt werden mußte. Es stellte sich heraus, daß die Eingeweide an zahlreichen Stellen verlegt waren; der Verwundete schwebt in äußerster Lebensgefahr. = Aus Rheinhessen, 26. Febr. In unserer Proving graffiert eben unter dem Rindvieh der sogen. Scheidekatarrh. Die Krankheit verursacht dadurch großen Schaden, daß die davon befallenen Kühe und Rinder nicht mehr trächtig werden und abgeschafft werden müssen. In Blodesheim und Monzernheim sollen fast sämtliche Tiere daran erkrankt sein. In Bechtheim sind an die 200 Kühe und Rinder von der Krankheit ergriffen. Kreisveterinärarzt Trops aus Worms hat in den beiden zuerst genannten Octen bereits Vorträge über die Bekämpfung der Krankheit gehalten. *** Gine nicht zu unterschäzende Neuerung wurde von der Stadtverwaltung Bingen getroffen. Es wird nämlich das Vich, welches in den städtischen Stall. ungen zur Einstellung fommt, während der Dauer der Einstellung gegen Feuersgefahr versichert. Vieh steht in feinem Verhältnis zu den Vorteilen, die im Falle eines Brandes den Geschädigten gewährt werden. en. Es spreden und in einer ebensolchen der Gießener Kunst- und Handele: bruar, für das Aufhängen von Nistkästen. Die moderne Der geringe Betrag von 10 Pfg. Prämie pro Stüd Ulrich, Bert. an über unsere und zu weit in iftertalcat Braun fenen Beljörben bigteit gethan ** Tenre Sänger. Ein Mitglied des Vorstandes des Gießener Stanarienklubs faufte borgestern 3 prächtige Kanarienvögel. Der Preis der winzigen Tierchen beZum Schutze der Singvögel! Die nun bald wiederkehrenden Singvögel sind unsere mächtigsten Bundesgenossen im Stampfe gegen die Raupen und andere Schädlinge. Da gilt es nun, diese Vögel zu schüßen und ihnen auch genügende Brutgelegenheiten zu geben. Man sorge daher zeitig, am besten schon jetzt im Fe gärtner tragen diese eine Beschwerde vor, daß Ihnen auf Stultur läßt feinen Baum im Walde, ja sogar keinen b.n Wochenmarkten von auswärtig n Händlern und Gärt- Obstbaum im Garten mehr stehen, in dem ein Astloch nern Ronfurrenz gemacht wird. In der Eingabe wird den Hochbrütern gute Zuflucht gewährte, und Feldhecken bargelegt, daß fremde Großhändler zu wahren Schundpreisen, mit alten, fnorrigen, ausgefaulten Strauchstämmen mit denen die ansässigen Geschäftsleute nicht fonfurrieren gibt es längst nicht mehr. Daher haben die jungen fönnen, Gemüse und Blumen auf den Wochenmärkten ver- Hochbrüter nun schon seit vielen Jahren in clenden Winkeln und unzureichenden Verstecken die ersten Tage verbracht, und später, als sie sich selbst den Nistort wählten, sich nach dem Bilde gerichtet, welches ihnen die Erinnerung an die eigene Kinderwiege vorführte. Erst allmählich gewöhnten sich die Vögel an die fünftlichen Nistkästen. Zu vergessen ist nicht das Reinigen der alten Nistkästen, namentlich der Starfästen. ß die technische fauft werden, besonders werden die Markiverkäufer aus R. und Arbeiter abgebrochen und Heffen. g des Landtags Indigen Geschäfts Präsidenten vo stadt, Schmidt neten. 26. Februar. germeister Mecun mer erklärte, daj ng ende Antragstelle hat. die Versammlun er Marburgerstraß Haus zu errichten, betreiben beabfid bedurfte der An den Vorschlag de als mit 1 Stimme nifterium, welde e die Bewilligung mit einem Bau gerstraße ein, dod sondern nur aus Gesuchsteller ver auch sonst bereit ot zu fügen un ung. Die Ba versagen. Ober Diebesweg, ab 5 Gelände besi . die nachgesuch cherung desselben er Deputation fi abe, er fönne di n Dorfelds Bar nn deffen Grund wertvoller werd so sei dies fei telle zu verwehren .Prof. Gafft B in Fällen wi gen. Es müße punft einnehme diefe feien nad b. Hanau ber Bebauungsplane der Frankfurter weg u. A. un n jener Häuse agen. Stadi Gunsten de r verweist de von ihm ang denen Gebäud nur allein Bebauung ie Mehrheit d ntrag der Dep 8 inklusive Jerben 1200 Der traße foll, erford n sich die Ar gelegt haben lung verlang ermeifter ell ausanschläffe Lich und Griesheim als diejenigen bezeichnet, welche den Betenten das Leben sauer machen. Es wird verlangt, die besten Pläge des Wochenmarktes den hiesigen Gärtnern und Händlein zu zuteilen, den Haussierhandel mit Gemüse und Blumen an den Nachmittagen der Wochenmarkttage in der Stadt zu verbieten und ein Standgeld von den AusDie wärtigen auf dem Wochenmarktplatz zu ergeben. Martikommission beantragt diese Anträge abzulehnen, weil dieselben nach den Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung unzulässig seien. Bei einer Submission von 12000 Ctr. Gaskoks für das Provinzial Siechenhaus hat das städt. Gaswert sich beteiligt und zum Preise von 1 Mr. 10 Big. pro Ctr. mit Einbringerlohn den Buschlag erhalten, obgleich von anderer Seite billigere Offerte abge= geben worden ist. Die Gas- und Wasserwerks- Deputation schlägt vor, die Lieferung der zugeschlag nen Quantums Baskoks zu genehmigen und zuzustimmen, daß der bereits früher vem städtischen Wert dem Siechenhaus gelieferte Rots ebenfalls zum offerierten Preise berechnet wird, womit die Stadtverordneten einverstanden sind. Stadtv. Krumm fragte an, ob andere Koksverbraucher dadurch nicht in die Verlegenh it geraten, vom Gaswerk wegen Lieferung dieses Brennmaterials in Stich gelassen zu werden, was der Oberbürgermeister verneint.- Auf seinen Antrag wird der fest angestellte Rohrmeister Rettweiler pro 1. April d. J. aus dem Dienst der Stadt entlassen, demselben ist von der Stadt Beuthen eine besser dotterte Stelle beim dortigen Wert angeboten. Ener Verbesserung der Straßenbeleuchtung an der verlängerten Bismarckstraße um 1 Kandelaber, der Rodheimerstraße un 2 Randelaber, sowie der Umänderung einer Laterne am Schlachthof in eine Konsollaterne und am Wetz larerweg zwischen Hofmann- und Klinitstraße um 1 Kandelaber stimmt man nach Antrag der Deputation für das Gas- und Wasserwert seitens der Versammlung zu. Ebenso ist man mit der Vergebung der Lieferung von 2 Wandwinden für das Schlachthaus zum Preise von 75 Mt. an die Firma Heyligenstaedt u. Co. einverstanden. Für die Herstellung eines Kleiderraumes und einer Badeeinrichtung für die Arbeiter des Gaswerts waren früher schon von der Versamm Tung im Ganzen 1980 Mt. bewilligt. Die hierzu vorgelegten Bläne für den den Beifall des Kollegiums. Für die Anschaffung eines Destillier apparates für das städtische Eleftrizitätswertes zur Herstellung von destilltertem Wasser werden 300 Mt. verlangt und bewilligt Die Uebersicht der En- und Ausgaben der Armenkasse Gießen für 1901/02, sowie der Voranschlag der Armenkasse für 1903/04 auf den wir zurückfommen, werden von der Versammlung gut geheißen. Die Gesuche um Wirtschaftserlaubnis des Wilh. Betry für den Solmser Hof, Bahnhofstraße und des Ludwig Flamme, Deutscher Hof, Neuenweg werden bejahend entschieden. Stadtv. Krumm weist darauf hin, daß die Straßenfehrermannschaft wie er beobachtet hat Nachtarbeit - - verrichtet. Er sei der Ansicht, daß Nachtarbeit besser bezahlt werden müsse, wenigstens sei dies überall so und er hoffe, daß auch die Stadt ihre Arbeiter, die nachts schaffen, etwas beffer entlohnen wird, als dies für Tagarbeit geschieht. Der Oberbürgermeister bemerkt, daß der Wunsch um bessere Entlohnung seitens der Straßenfegermannschaft die nachts einige Stunden arbeiten noch nicht an ihn gekommen sei. Es sei eben ein Versuch der gemacht werde, im Winter wo man beim Frost die Straßen nicht sprengen fönne, des läftigen Staubes wegen, gewisse Straßen nachts fehren zu laffen. Stadtv. Krumm erklärt, er hoffe, die Finanzdeputation wird sich auch ohne den Wunsch der Mannschaft mit der von ihm angeregten Bulage für die Nachtarbeit bc= schäftigen, dashalb will er es unterlassen einen dahin gehenden Antrag zu stellen. -- Stadtv. Löber rügt, daß die Käufer auf Holzver steigerungen das Holz in den Distrikten, welche zu groß find, sehr schwer finden können. Er will mehr Tafeln angebracht sehen. Stadtv. Euler wünscht, daß die Orien tierungskarten mehr an Auswärtige zum Kauf angeboten werden. Der Oberbürgermeister will den Anregungen näher treten. Stadtv. Pirr fommt zum Schluß auf die Byropriation des für die neuen Kliniken erforderlichen Geländes zu sprechen. Auf Vorschlag des Beigeordneten Georgi wird in der geheimen Sigung darüber beraten, was auch geschehen ist. ** Hessische Staatsweine. Im April d. Js. wird die heff. Domänenverwaltung zum 8. Male ihre selbstgezogenen Produkte rheinhessischer Weine zur Versteigerung bringen, und zwar nur Bodenheimer, Nacken: heimer und Oppenheimer Jahrgänge 1900 und 1901. Das zur Versteigerung kommende Quantum beläuft sich uuf 68 hessische Stück à 1200 Liter, die einen Tax wert von zusammen 80 000 Mt. besigen. Die Gesamt147 211 Liter im Taywert von 174130 Mt. oder durchweinernte der hessischen Domanialgüter beläuft sich auf schnittlich per Halbstück 710 Mt. Der ganze Domanialbesig umfaßt 3. 3. 134 hessische Morgen à 40 000 Quadratfuß. Aus Hessen und nachbargebieten. Trais- Horloff. Gestern warf ein junger Bursche in angetrunkenem Zustande der Schwägerin eines hie sigen Gastwirts eine brennende Lampe an den Kopf, wodurch die Frau außer einigen Hautabschürfungen eine große Wunde am Kopfe davontrug. Dem Burschen wurde eine geziemende Lektion zu teil. *** Aus dem Ohmihal. Ein Fuhrmann aus dem Vogelsberg machte sich in unserem Thal das zweifelhafte Vergnügen, das dürre Gras der Straßenböschung an zuzünden. Er wurde zur Anzeige gebracht. Diejenigen, welche dem Unfug des Böschungsanzündens fröhnen, mögen sich dies zur Notiz nehmen. Daß mit dem Abbrennen der Böschung auch die daran befindlichen Hecken zu Grunde geh n, die man unseren nüßlichsten Vögel und anderen Freunden der Landwirtschaft mit allen Mitteln erhalten zu suchen sollte, daran wird bei diesem Unfug nicht gedacht. *** Ruppertenrod. Unserem Landbriefträger Tröller, der schon über 35 Jahre im Postdienst tätig ist, wurde der Titel„ Ober- Briefträger" verliehen. " *** Eisenbahn Marburg- Ebsdorfer Grund. Eine Anzahl von Mitgliedern des erweiterten Komitees zur Förde= rung der Weiterführung des Bahnbaues Marburg- Ebsdorfer Grund hatte sich vorgestern Abend zu einer Sizung im Fronhof zusammengefunden, um sich mit den nächstliegenden Arbeiten zu beschäftigen. Es wurde beschlossen, so berichtet die M. Ldsztg.", daß am nächsten Dienstag bei günstiger Witterung einige Herren des Komitees die in Betracht zu ziehenden Linien: 1. Marburg- DreihausenWermertshausen- Londorf, 2. Marburg- Dreihausen- Wermertshausen Weitershain- Mücke, und 3. MarburgWittelsberg- Schweinsberg bezw. Niederofleiden mit Wagen bereisen sollen, um an Ort und Stelle einen Einblick in die Verhältnisse zu gewinnen. Die Bürgermeister und andere einflußreiche Einwohner der betreffenden Gemeinden sollen hiervon benachrichtigt werden, damit die Mitglieder des Komitees von ihnen über die Vorteile bezw. Nachteile der genannten Strecken genügend informirt werden fönnen. ** * Frankfurt a. M., 26. Febr. Seit heute fahren hier die neuen Petroleum- Tankwagen der Deutsch- Amerifanischen Betroleum- Gesellschaft. Die Gesellschaft hat sich mit den Grossisten dahin geeinigt, daß die Detaillisten von jetzt ab direkt aus den Tanks der Gesellschaft versorgt werden. Die Wagen gleichen den städtischen Gießfässern. Ein Kontrolapparat zeigt das auslaufende Quantum an. Beim Anlegen Offenbach a. M., 26. Febr. eines Nebenstranges an das Hauptrohr der Gasleitung strömte heute morgen gegen 6 Uhr plöglich das Gas in heftiger Weise aus und entzündete sich sofort an einer einige Meter entfernt stehenden Straßenlaterne. Die im Rohrschacht befindlichen Arbeiter standen wie in einer Feuersäule. Der Rohrleger Biegemer und der Spengler Bausch erlitten schwere Brandwunden an Geficht und Händen, der Maschinist Hoffmann leichtere Verlegungen. Der städtische Ingenieur Liebel, der hinzusprang und den brennenden Biegemer aus dem Schachte zog, erlitt ebenfalls schwere Brandwunden im Gesicht. ** Vom Main, 26. Febr. In Flörsheim steht ein Aprikosenbaum in voller Blüte. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Invocavit. Sonntag, den 1. März. Gottesdienst. Vormittage 9.30 Uhr: Pfarrer Schloßer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marcusgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Die Vereinigung der fonfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus- und Marcusgemeinde fält Montag aus. Mittwoch den 4. März, abends 6 Uhr 2. Passionsandach. Pfarrassistent Bogt. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Bormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lu'asgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Die Bibelbesprechung am Sonntag Abend fällt aus. Montag, den 2. März, abends 8 Uhr Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Johannesbrief, Rap. 5, 13-21( Schluß). Die Hauptwahrhe ten, bei denen die Gemeinde bleiben soll. Pfarrer Dr. Naumann. Auf Wunsch von Pfarrer Euler, hält Pfarrer Dr. Naumann diese Bibelstunde; dafür wird ersterer die beiden nächstfolgenden halten. Nächstfolgenden Sonntag den 8. März, Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 28 Februar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen" 1 heit zur heil. Beicht. Sonntag, den 1. März. 1 Fastensonntag. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur Hl. Beicht. um 7 Unr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. Feier des Papft- Jubiläums für die Militärgemeinde. Nachmittags um 6 Uhr ist Fastenandacht. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Bredigt. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, den 1. März, nachmittags 4.30 Uhr Predigt. Mittwoch, den 4. März, abends 8.30 Uhr. Bibelstunde. Gestorbene. Am 26. Febr. Friedrich May, 56 Jahre alt, Gasmeister i. P. dahier. Beerdigung: Sonntag, den 1. März, mittags 12.30 Uhr, vom Sterbehause, Liebigstraße 64 aus. Holzverkäufe und Holzversteigerungen. Fürstliche Oberförsterei Lich. Montag, den 2. März, vormittags 92 Uhr in den Distriften Häuserberg, Schießacker und Westphälisch- Eck. An demselben Tage, mittags 12 Uhr im Distrikt Langeberg. Die Busammenkunft ist im Zuge der demnächstigen Kreisstraße Nieder- Beffingen- Langsdorf, im Diftritt Langeberg, wo das von Mühlsachsen her chauffierte Wegstück aufhört( früherer Pflanzgarten). S. Inserat. Im Kittorfer Stadtwald, Distrikt Spiz, Abt. 3 tommen Montag, den 2. März zum Ausgebot: 430 Kiefern- Stämme mit 237,58 Fftm. 2 Birken- Stämme mit 0.66 Fftm. Sämtliche Stämme sind ohne Rinde gemeffen. Busammenkunft vormittags 9 Uhr im Diftrift Spig 3. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin& lein, Gießen. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Verdingung. Verdingung. Gießen soll für das Rechnungjahr 1903/04 Die Räumung von Flutgräben in der Gemarkung Samstag, den 7. März, vorm. 11% Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst er während der Dienſtſtunden auf unserer Amtsstube zur hältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Das Umlagefatafter der land- und Forstwirtschaftlichen Zum 11. März lf. Js. sollen für die ProvinzialBerufsgenossenschaft, fortgeführt für 1902, liegt zwei Wochen Siegenanstalt zu Gießen die lang, nämlich vom 27. Februar bis zum 13. März 1903 Fleisch- und Wurstwaren sowie die Bictualien, dz. Is. auf der Bürgermeisterei( Zimmer Nr. 15) zur Ein- Backwaren, Milch, Seife und Soda pp ficht der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den für die Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1904; Inhalt dieses Katasters gegen die Aufnahme oder Nichtauf- Startoffeln und Gemüse für die Zeit vom 1. April bis nahme der Nebenbetriebe in das Kataster, gegen deren Ver- 30. September 1903 vergeben werden. Die Bedingungen anlagung und gegen die Einschäzung der Betriebsbeamten fönnen im Regierungsgebäude Zimmer Nr. 3 gegen eine und Facharbeiter sind innerhalb einer Frist von vier Wochen Schreibgebühr bon 1 Marf in Empfang genommen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und Forstwirt werden, woselbst Offerten mit der Aufschrift: Lieferung schaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt bei Meidung an Fleisch- und Wurstwaren- oder Victualien, Kartoffeln späterer Nichtberüdsichtigung vorzubringen. und Gemüse bezw. Backwaren pp. für die Provinzial Verdingung von Fuhrlöhnen. Gießen, 25. Februar 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Holz- Versteigerung der Stadt Gießen. Siechenanstalt versehen, bis zum 6. März 1903 einzureichen sind. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberh⚫ffen Dr. Breidert. Montag, 2. März 1903, Bormittags 11 Uhr, be- Vergebung von Straßenbauginnend, werden in der Wirtschaft Zur Wellers. burg" bei Wieseck aus dem Distrikt Hangelstein bersteigert: 92 Fichten- Stäm ne mit 44.83 Festm. 1 Buchen- Stamm mit 0,69 Festm.( Schnittholz). 130 Rmtr. Buchen- Scheitholz 22 " 57 28 " 5 33 22 " 18 Eichen- Scheitholz Bud en- Knüppelholz Eichen Knüppelholz Nadel- Knüppelholz Buchen- Stockholz Eichen- Stockholz Nadel- Stockholz 1825 Wellen Buchen- Reisig 550 750 " " 170 " Eichen Reisig Nadel- Reisig Weichholz- Reisig. Gießen, am 25 Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Giessener Konzert- Verein VI. Konzert In der Turnhalle. Sonntag den 1. März 1903, abds. 5, Uhr präzise. mit einer Haupt Probe am Samstag den 28. Febr. 1903, abds 5, Uhr präzise. 2 Dirigent: Herr Grossh. Univ.- Musikdirektor G. Trautmann. Solisten: Fräulein Marie Busjäger aus Bremen( Sopran), Frau Helene Bratanitsch- Hellmrich aus Frankfurt a M( Alt). Herr Richard Fischer aus Frankfurt a. M.( Tenor). Herr Rudolf Hellmrich aus Frankfurt a. M.( Bass). Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereins- Orchester( Kapelle des Inf- Regts. Nr. 116 ,, Kaiser Wilhelm II", verstärkt durch andere geehrte Künstler. Programm: I. ,, Die erste Walpurgisnacht"," Ballade von Göthe für Soli, Chor und Orchester, op. 60, komp. 1831 bis 1832, umgearb 1842 arbeiten. Die bei dem Neubau einer Kreisstraße von Langsdorf nach Nieder- Bessingen vorkommenden Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Angebote sind bis Dienstag, den 24. März d. Js, vorm. 10 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Pläne, Boranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt ver anschlagt: Erdarbeiten Brücken und Kanäle Plasterungen " " zu 15 119,40 Mt 2301,07 240,00 45 979,00 " " " Chaussierungen Gießen, den 19. Februar 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Diehm. Bürgergesellschaft.Gießen, den 25. Februar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Die Abfuhr von Straßenfehricht nach verschiedenen städtischen Wiesen soll für das Rechnungsjahr 1903/04 Samstag, den 7. März d. J. vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Abfuhr umfast etwa 1820 cbm., die in 3 Lose geteilt sind. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt einzu reichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Städt. Tiefbauamt. Braubach. - Verdingung. Die zur Teilung des Reichensaales in der Stadt fnabenschule, sowie zur Beschaffung von Einrichtungs. gegenständen für drei Schulklassen erforderlichen Zimmer-, Weißbinder- u. Schreinerarbeiten sollen Dienstag, den 3 März 1. 3, Vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Schreibstube, Zimmer Nr. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vor druck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Gerbel. Der schwarze Domino mit Mansandenwohnung, weißen Glaces und Zwider unter 4 Zimmer mit Zubehör, zu ver: der Maske ,. welcher am Fastnacht- mieten. Emil Lot, Kirchenplay Dienstag auf dem Seltersweg Samstag, 28. Februar, abds. 8 Uhr 20 Min. eine Dame begleitete, wird böfi. Frankfurterstraße 68 Maskenball im Café Leib mit Prämiierung der 12 besten Damen- und Herren- Masken. Geheimfarten sind beim Vorsitzenden Martin Dörr Nordanlage 18, zu haben. Markt 7 Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) F. Mendelssohn- Bartholdy. Küchenlampen 2. Neunte Symphonie mit Schlusschor über Schillers Ode an die Freude, op. 125 in D- moll, für Orchester, Soli und Chor, begonnen 1817, vollendet 1823 L. van Beethoven. Stehlampen Eintrittskarten sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolphs Nchfl.) für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork und abends an der Hängelampen Kasse zu haben. Zum Konzert: Sperrsitz 4 Mk., Eintrittskarte Zur Hauptprobe: Eintritts3 Mk, Studentenkarten 1 Mk. karte 1.50 Mk, Studentenkarte 1 Mk., Schülerkarte 5C Pfg. zu haben in allen Apotheken. Vollständige Texte 20 Pfg. C. Lück's Kräuter- Thee. Bestandteile des neuerdings noch wesentlich verbesserten C. Lück's Kräuter- Thee: Je 5 Ko. 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