278. mementopreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfs., Saus gebracht 60 fg., burch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Buttsbetlagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Chebeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Ob- und Unterbau, fotote bie Gießener Geffenblasen( wöchentlic). Das Blatt erichetat an allen Bertingen na mitage. Donnerstag, den 26. November 1903. Gießener 12. Jahrgang. Javertion pret: Die einfaltige Vertzelle für Gießen wir gang Oberbeffen, die Kreise Beglar und Warburg 10 Pfa. forift 16 Bfg.: Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 Bfg. Bostzeitungsliste No. 3969. Rebaftion und Erbebition: Gießen Nenenweg 98. Ferusprechanfchlah Rr. 363. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Rückkehr der deutfchen Südpolar- Expedition That den Reichsbehörden und der Stadt und Universität Kiel Beranlassung zu offizieller Begrüßung und freudigen Feiern gegeben. Aus Kiel wird uns darüber unter gestrigem Datum folgendes geschrieben: Vormittags fand an Bord des bei Holtenau liegenden deutschen Südpolarschiffes„ Gauß" eine Begrüßungsfeier statt. Vom Reichsamt des Innern war Unterstaatssekretär Dr. Hopf erschienen, der die Erpeditionsmitglieder namens der Regierung begrüßte. Professor v. Drygalski dankte für das Vertrauen, das man der Erpedition von vornherein entgegen gebracht habe und schilderte in furzen Zügen den Verlauf der Expedition. Der Reftor der Kieler Universität, Profeffor Baumgarten, begrüßte die Mitglieder namens der Kieler Universität, der Stadt Kiel und der Bürgerschaft und lud sie zu einer Feier ein, die dann abends im Hotel Düsternbroot stattfand. Der Begrüßungsfeier wohnte auch Prinz Heinrich von Preußen bei, der sich längere Zeit mit dem Führer der Erpedition unterhielt und die inneren Räume des Schiffes in Augenschein nahm, ferner der Oberwerftdirektor Vizeadmiral Fischel. Das kleine Schiff hat die Stürme der letzten Tage auf der Nordsee vorzüglich überstanden. Es hat durch die borherrschenden westlichen und nordwestlichen Winde die lette Strete seiner Heimreise überraschend schnell erledigt, da cs planmäßig erst zum 1. Dezember in Kiel eintreffen sollte. Am 5. August 1901 verließ der kleine Dampfschoner ven 650 Tonrien die Elbemündung, am 24. November 1903 iſt er dort wieder eingefahren. Ünversehrt ist das Schiff und wohl behallten sind die Männer, die es trug, und denen es während der 27 Monate als Wohnung diente, zuricgefehrt. Es wird allgemein bedauert, daß das wackere Schiff für eine Fort jetuig der deutschen Südpolarforschung nicht mehr in Anspruch genommen werden und voraussichtlich an den fana dischen Kapitän Bernier verfauft werden wird, der vom nichsien Sommer ab die Nansensche Fram"-Reise zur Erreichung des Nordpols wiederholen wird. Eigentlich sollte die„ Gauß" länger in den antarktischen Gerwässern verweilen. Bei der Ausrüstung der Erpedition war von vornherein mit der Möglichkeit, ja Wahrscheinlich teit gerechnet worden, daß sie zwei, auch drei Ueberwinterun gen durchmachen müßte. Als Ende Mai die Nachricht von der Heimkehr der Expedition einlief, war, wie erinnerlich, ichom ein Entsagschiff von der Regierung angekauft. nachdent der Reichstag die Mittel in reichlicher Höhe für die Entsag fahrt bewilligt hatte. Es wurde daher in geographischen Kreisen der Wunsch laut, der Befehlshaber der Expedition möchte autorisiert werden, in Kapitadt auf das zweite Schiff warten und mit ihm zusammen noch einen zweiten Vorstoß in die Südpolarzone zu unternehmen. Dieser Wunsch ist auch dem Reichsamt des Junern übermittelt worden, dori ging man aber nicht darauf ein, da etatsrechtliche Schwierigfeiten eine zweite Expedition unmöglich machten. Diesem mißlichen Umstande ist es zuzuschreiben, wenn die hissenschaftliche Ausbeute der Expedition nicht so großz iſt. ols man anfangs gehofft hatte. Die Landentdeckungen er weisen sich nach dem soeben vom Berliner Institut für Meerestunde" herausgegebenen Hartenmaterial viel weniger beträchtlich, als die ersten Meldungen erwarten ließen. Ueber die kleine Pojadowsky- Bai, d. h. über eine Strecke von 200 ilometer, hinaus ist die Küste durch Schlittenreisen nicht uttschleiert worden. Man entnimmt der Karte auch, daß die Ansicht, Wilkes' Terminationland eriſtiere nicht, und das von der deutschen Expedition gefundene Land: nüsse daher inen neuen Namen erhalten, faum begründet ist. Das Termimationland unserer bisherigen Karten liegt etwa unter 94 Grad ö. 2. und 67 Grad s. Br. und die von der deutschen rpedition vorgefundene Küste in derselben Breite und nahe in derselben Länge( 93 Grad), so daß der Positionsunterhned nur 40-50 Kilometer beträgt. Ein allerdings schwacher Troft für die deutschen Südpolar forscher mag es sein, daß auch die Nordenskjöldsche Expedition icht viel weiter vorgedrungen ist. Baron Nordenskjöld hat auf einer Schlittenreise über König Osfar- Land 66 Grad südlicher Breite erreicht. Vom Beginn der Reise an hatte sein Schiff„ Antarctic" infolge der Beschaffenheit des Eises jahllose Schwierigkeiten zu überwinden. Im Dezember 1902 raf die Expedition an dem Bransfielsberge in Louis PhilippeLand ein. Nordenskjöld verließ hier das Schiff mit einer lainen Anzahl Teilnehmer der Erpedition, um nach dem Snow- Hill zu wandern. Inzwischen fuhr die„ Antarctic" nach der Erebus and Terror- Bucht weiter, wo sie durch Eis ze: rmalmt wurde und unterging. Kapitän Tarsen und die ütürigen Teilnehmer der Expedition erreichten nach einer gefährlichen Seefahrt in offenen Booten, die 16 Tage dauerte, die Baulet- Insel und trafen schließlich beim Snow- Hill wieder mit Nordenstjöld zusammen. Die wissenschaftlichen Rejuultate der Nordenskjöld- Expedition werden sich nach allein, was man bisher aus Buenos Aires hört, wo das argentinisch: Ariegsschiff„ Uruguay", das die Expedition aufgenommen hoat, die dieser Tage erwartet wird, wie die der deutschen in buerhältnismäßig geringen Grenzen bewegen. Dieses Resultat ist für beide wackeren Forscher, Nordenskjöld und Drygalski, betrübend, aber nicht entmutigend. Unter günstigeren Verhältnissen hätte Professor Drygalski bei der von ihm bewiesenen Umsicht und Tüchtigkeit unend lich mehr erreichen können. Das ist die Meinung kompetenter Kreise. Aber auch das, was er mitbringt, ist der Mühen und Gefahren nicht unwert, die er und die Braven, die ihn begleiteten, im Kampfe mit den Eisriesen des südlichen Polar kreises überstanden haben. Den wackeren Pionieren der Wissenschaft ein warmes Willkommen im deutschen Vaterlande! Die Politik. Die Reichsregierung beabsichtigt, die Frage der Gutschädigung unschuldig Verhafteter jetzt durch eine Gesetzesvorlage im Reichstag zur Erledigung zu bringen. Allerdings sind die Verhandlungen darüber bei den einzelnen Bundesregierungen noch nicht abgeschlossen. Eine solche Vorlage dürfte im Reichstag faum auf Widerstand stoßen und auch im Volte allseitig mit Genugtuung aufgenommen werden. Die Verlängerung des Militärquinquennats um ein Jahr wird die Reichsregierung beim Reichstag beantragen. Dies erfährt unser CB.- Mitarbeiter aus bester Quelle. † Aus Trier verlautet, Bischof Korum wolle abdanken. Damit soll auch der jüngste Besuch Kardinal Fischers in Trier zusammenhängen. Eine in Neustadt a. D. abgehaltene Veriammlung der thüringischen und sächsischen Lederfabrikanten hat beschlossen die Lederpreise für sämtliche Sorten abermals um 5 Prozen zu erhöhen. Die Versammlung sprach sich ferner einstimmi für die Gründung eines Lederfartells aus. An Cegenmai; regeln der Lederverbraucher wird es kaum fehlen. * Graf Tisza bereitet sich eifrig auf einen hartnäckige Kampf mit der widerspenstigen ungarischen Opposition vor. Zunächst hat er vom Kaiser Franz Josef weit gehende Vollmachten zur Bekämpfung der Obstruktion er halten. Vorläufig wird eine bedeutende Verlängerung de Sigungsdauer des Abgeordnetenhauses, wahrscheinlich an 10 Stunden täglich), versucht werden. Die Auflösung des Hauses wird erst Ende des Jahres in Erwägung kommen Tisza hat zu einer sofortigen Auflösung des Hauses um je weniger Veranlassung, als auch die katholische Volksvarte: neuerdings sich nur noch schwach an der Obstruktion beteiligi nachdem ihre beiden Präsidenten, Graf Zichy und Rakovszky den Vorsitz niedergelegt haben. Wie schon öfters, so liegen sich auch jetzt wieder die österreichischen und die italienischen Studenten in Innsbrná in den Haaren. Die Italiener verlangen italienische Vor lesungen an der Universität Innsbruck, ein Verlangen, das die österreichische Regierung abgelehnt hat. Daraufhin er klärte sich ein italienischer Universitätsprofessor, de Guber natis, bereit, nach Innsbruck zu kommen und einen Zyklus von Vorlesungen in dem Innsbruck benachbarten Life Wilten zu halten. Bei seiner Antunst verbot ihm die Behörde die Veranstaltung seiner Vorlesungen. Infolgedessen kam es zu größeren Studentenunruben, die schließlich noch ein: blutiges Nachspiel hatten. Als die Italiener ihr Versammtlungslokal in Wilten besetzten, wurde das Bild des Kaisers Franz Josef mit den Landes- und Reichsfarben herabgerissen und durch eine Büste Dantes und die italienische Trikolore ersetzt. Die Nacht verlief sehr stürmisch. Die Stadt und Wilten glichen einem Heerlager. Polizei und Gendarmici: suchten die Ordnung aufrecht zu erhalten, da viele Studenten fortwährend durch die Straßen zogen. In einem Raffee. hause kam es zu einer Prügelei, wobei ein Deutscher von einem Italiener mit dem Messer gestochen wurde. Herr Gubernatis hätte eine solche Wirtung seines unerwünschte:: Besuchs wohl voraussehen können. A Die französische Regierung hat beschlossen, den Hafen von Dieppe in den Stand zu setzen, um bei der Beförderung von Reisenden aus der Schweiz und Italien die deutsche Konkurrenz besser bekämpfen zu können. Glück zu! In Petersburg sind Privatnachrichten aus Beting eingegangen, wonach der Vizekönig Yu anschifa dem Kaiser von China gemeldet hat, daß er bereit sei, dc. Russen in der Mandschurei den Krieg zu erklären; Generai Wah sei bereit, mit 18 000 Mann in Schanhaifwan cin zurücken. Wenn die Meldung zutrifft, was wir bezweifeln so zeigt sie, daß die Chinesen noch immer nicht genug an euroväischen Denkzetteln haben. Die Russen würden ihnen wohl gehörig heimgeigen. Der Sieg der Aufständischen in Santo Domingo scheint jetzt vollständig, aber er wird ihnen nichts nußen; sie scheinen damit nur die Unabhängigkeit ihres Landes berwirkt zu haben. Nach mehrtägiger Beschießung durch die Aufständischen hat die Hauptstadt Santo Domingo tapituliert. Präsident Wos- y- Gil und die Minister haben sich geflüchtet, toie es heißt, an Bord des im Hafen liegenden deutschen Schiffes. Der amerikanische Geschäftsträger in Santo Do mingo, Powell, hatte nun aber den Führern der Aufständischen erklärt, falls sie während des am 23. vereinbarten 48stündigen Waffenstillstandes die Feindseligkeiten wieder aufnähmen, würde die Unabhängigkeit Domingos gefährdet sein. Das heißt, Onkel Sam würde den kleinen Niggerstaat in seine weiten Taschen stecken. Da die Beschießung tatsächlich während der Waffenstillstandsfrist vorgenommen wurde, wird die Union wohl nicht zögern, ihre Anfündigung wahr zu machen. Um so weniger, als die Aufständischen auch einen Bruch des Völkerrechts sich haben zu schulden kommen lassen. Sie haben nämlich auf die im Hafen liegenden fremden Leichterschiffe gefeuert. Gin Dampfer der HamburgAmerika- Linie, der Munition für ein Fort der Regierung auslud, erwiderte das Feuer, um die Löschung der Ladungen zu erleichtern. Staatsanwalt und Verteidiger. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der polnische Kindesunterschiebungsprozeß hat neuerdings die Diskussion über eine Frage wieder eröffnet, die schon oft genug Gegenstand des Interesses war: die Rechte und Befugnisse des Staatsanwalts und der Verteidiger und ihre wechselseitigen Beziehungen zu einander. Wieder einmal ist der Vertreter der öffentlichen Anklage mit dem Anwalt des Beklagten hart aneinander geraten; wieder einmal hat der eine dem andern, und dann der andere dem einen den Vorwurf gemacht, das; er seine Rechte überschreite. Dieses Schauspiel ist durchaus nicht neu: fast in jedem Monstreprozeß erleben wir das Gleiche. Aus dieser ewigen Wiederholung aber ergibt sich wohl allein schon die Gewißheit, daß hier eine Lücke sein muß, die bon Paragraphen nicht überbrückt werden kann, die mur durch den persönlichen Takt der einzelnen Faktoren beseitigt zu werden vermag. Der öffentliche Ankläger im Kwilecki- Prozesse hat erklärt: die Staatsanwaltschaft sei die„ objektivste Behörde". Und ebenda behauptete der Verteidiger der Hauptangeklagten, da der Staatsanwaltschaft so viel mehr Rechte zuständen, als der Verteidigung, daß sie dadurch allein schon das Uebergewicht über diese erhielte. Beide Thesen bedürfen denn doch der kritischen Komrientare. Zweifellos ist die Institution des Staatsanwaltes in die Welt gesetzt worden zum Zwecke ber Anklagebegründung auf der Basis objektiver Thatsachenbetrachtung. Leider aber hat sich mit der Zeit eine Praris herausgebildet, welche den Schwerpunkt dieser Funktionen verschiebt, und darauf hinausläuft, um jeden Preis die Schuldfrage zu erweisen, und, wenn es nicht zweifelsfrei gelingt, fie doch wenigstens mit solcher rhetorischer Wucht aufzurollen, daß den Laienrichtern ordentlich warm ums Herz. wird. Es soll damit beileibe nicht etwa gesagt werden, daß die Zustände von Brieur Roter Robe", wo dem Staatsanwalt die Verurteilung seiner Klienten", geradezu Selbstzweck ist, auch bei uns zu Lande herrschend wären, aber ein Stückchen Ehrgeiz scheint auch in Deutschland so mancher Staatsanwalt dahinter zu suchen, möglichst viele von den Angeklagten auf Numero Sicher zu bringen. In solchen Fällen kann dann natürlich von einer wirklichen Objektivität nicht wohl mehr die Rede sein. Was die Behauptung des Verteidigers in dem polnischen Prozesse über die größeren Rechte des Staatsanwalts betrifft, so liegt es in der Natur der Dinge, daß der Vertreter der Anklage früher über die Einzelheiten aus den Aften informiert sein muß, als der Verteidiger, und freieren Zutritt zu ihnen haben muß, da er ja der Informationen des Angeklagten entbehrt. Ist der Staatsanwalt wirklich eine„ objektive Behörde", kann das der Verteidigung auch höchst gleichgültig sein, da sie dann in ihm ja nur eine wirksame Stüße ihrer eigenen Rechtsvertretung sehen müßte. Aber ganz abgesehen davon entbehren diese größeren Befugnisse des Staatsanwalts auch feineswegs der Begründung, zumal in unserer Zeit nicht, wo sich die Kriminalisten unter den Anwälten die oratorische Rührung der Geschworenen zur Spezialität erwählten und vielfach, wie es Friz Friedmann als Muster getan hat, in ihrer Verteidigung alle theoretische Juristerei beiseite lassen, um nur ja um so direkter auf Herz und Gefühl der Geschworenen loszugeben und ihren Verstand und ihren Sinn für das schmucklose Recht möglichst weit zu umschiffen. Gegen diese vom Gesetzgeber durchaus nicht gewollte Ausübung der Redefreiheit bildet die größere Rechtsund Bewegungsfreiheit des Staatsanwalts also nur ein berechtigtes Gegengewicht, zumal die Sympathie der Geschworenen erfahrungsgemäß gleichfalls mehr der Verteidigung zuneigt, als der Anklage. Faßt man alle Gesichtspunkte zusammen und zieht man das Jazit, wird man sagen müssen, daß die gegenseitigen Vorwürfe zwischen Staatsanwalt und Verteidigung durch äußere Mittel nicht beseitigt werden können. Ist der Staatsanwalt wirklich objektiv, wird er kaum die Verteidigung zu energischer Gegenwehr reizen, und erspart sich die Verteidigung die Spaziergänge auf suggestivem Gebiete, wird sie ihrerseits auch faum über scharfe Ausfälle der Anflagebehörde zu flagen haben. Im Interesse des Rechts wäre es jedenfalls äußerst wünschenswert, wenn hier ruhige Sachlichfeit an Stelle Leidenschaftlicher Erörterung trete. Ein Juriſt. pas aber nur rasch, Justina," fuhr er fort, Geficht, als er der voranschreitenden Gattin folgte. Deutend Ach fo leid zuun morgenden Feste gebracht." Schneider ist es," war die Erwiderung, hinter der Die Geftatt eines ..er hat Der Rittmeister machte gerade fein freudiges fein" Befehl, um fünf Uhr beim General am Wilhelmsplatz zu ,, du weißt, ich habe - ,, Dann militarijche Saltuna, im Bereich feurigen lid ferwarum Friedrich, der alte General übel empfand. und den ehrenwerten Charakter 3ietens ungemein hoch hielt, Umstand, nur zu oft des großen Königs Spott etrege, den lebte er, wie bekannt, auf ziemlich gespanntem Juße elser den Wissenschaften und namentlich mit der deutschen Sprache, nes Auges, doch etwas vornehmes und Gebietendes. Mit obwohl er die militärischen Berdienste. Dies auch der Grind. fennige als bierungsve Stunden hatte er nichts Mahle agus WaL Zeiten, und ein brach, ließ ihn erschreckt auffahren. wältigte ihn die Erinnerung an Sie sind wohl recht frant?" tiefer Seufzer entrang sich seiner Brust. Großmut einer Fremden vor ihm aufgetischt hatte, über Die dünne, süße Stimme, die seine Träumereien unterAls er jetzt vor dem reichlichen saß, das die frühere fallen und bat ba hat mich neulich erft photographieren Maud Evelyn s ich will. Er hat auch meine das eine Bild geschenkt. Damit fann ich machen, was Sarauf geschrieben es hnen geben, und wenn Sie es 10 men Namen immer an mich denken. dan." daß Sie müssen sich aber dann auch gut bleiben fönnen Sie Sch will erinnern daß ich haben will, Bird es Sie Das Urteil im Prozefs Kwilecki ist gestern( Mittwoch) Abend gesprochen worden. Sämtliche Schuldfragen wurden von den Geschworenen verneint. Demgemäß wurden sämtliche Angeklagten freigesprochen. Die Beratung der Geschworenen dauerte mehr als drei Stunden. Die Schlußverhandlung bringt nochmals so recht zum Bewußtsein, mit welchem fieberhaften Interesse das Publikum den Prozeß verfolgt. Schon zu Beginn der Sigung ist der Saal gedrängt voll von einer aufgeregten Menge, die mit Spannung dem letzten Akt des Schauspiels entgegensieht. Wird es eine Tragödie werden oder wird es versöhnend ausklingen? Der aufmerksame Beobachter kann nicht im Zweifel bleiben, daß die Grundstimmung im Publikum der letzteren Ansicht zuneigt. Und, menn nicht alles täuscht, auch die Mienen der Geschworenen, die die langen Plaidoyers mit skrupulöser Aufmerksamkeit berfolgen, scheinen einen Freispruch erwarten zu lassen. Diese Zuversicht prägte sich auch in dem Tone des Verteidigers Chodziesner rufen. Diese Gemittelung führt zu nichts, und der Borkende berbietet nochmals jede Aeußerung des Beifalls. Nach kurzen Ansprachen der Verteidiger der Kwiatkowska und der Knoska tritt eine Pause ein. Der Andrang des Publikums ist inzwischen immer mächtiger angeschwollen. Auf dem Korridor ist die Passage fast gänzlich erschwert, obwohl an den Treppenaufgängen schon Schußleute postiert sind, die niemand mehr, der nicht legitimiert ist, durchlassen. Im Zuschauerraum selbst und auf den den Zeugen und der Bresse eingeräumten Pläßen sißt und steht alles dichtgedrängt nebeneinander. Die Replik der Staatsanwälte rauscht eindruckslos vorüber. Die Verteidigung verzichtet auf jede Erwiderung. Nach der Rechtsbelehrung an die Geschworenen erklären sich die Angeklagten nichtschuldig, mit Ausnahme der Ossowska, die ihre Schuld eingesteht. Die Geschworenen ziehen sich um 4 Uhr zur Beratung zurück, während im Saal die Erregung sich in Raunen und Flüstern Luft macht. Auch der Angeklagten hat sich eine sichtliche Unruhe bemächtigt, nur der Gräfin scharfe Züge bleiben unbeweglich. Man sieht, sie ist unerschütterlich in dem festen Glauben an ihren endlichen Sieg.. aus, der ebenso wie sein Kollege Wronker seine Rede mit einem Vorstoß gegen die Gesetzgebung beginnt, die das Recht der Verteidigung verfümmere. Er beklagt, daß hier alle die intimsten Vorgänge aus dem Leben der Gräfin öffentlich besprochen worden wären, die andere Frauen in schamvolles Dunkel hüllten. Was diese Fra in ihren Leiden aufrecht erhalten habe, sei ihr unerschütt ches Gottvertrauen. Sie habe den Verteidigern am tag gesagt: Meine Unschuld wird an den Tag korn, mir wird kein Haar gefrümmt werden!" Die Gsei durch die häßlichen Gerüchte und den beleidigen Brief der Agnaten in ihrer Frauen- und Mutterehre gefränft worden. Da erwachte die Herrennatur in ihr, und sie entschloß sich, alles zu tun, was die Agnaten ärgern könne. Das ist ihre ganze Schuld. Man hat hier so viel Gewicht auf die Feststellung gelegt, daß Graf und Gräfin spinnefeind gewesen wären. Wenn dies der Fall war, hätte dann der Graf sich nicht eher der Unterschiebung widersetzen müssen, damit die Gräfin nach seinem Tode einmal erfenne, wie sie an ihm gesündigt habe? Daß einzelne Zeugen, als hinreichend der Begünstigung verdächtig, nicht bereidet worden sind, braucht die Geschworenen nicht zu stören. Sei doch Professor Dührssen s. 3t. hinreichend verdächtig gefunden worden, gegen ihn ein Verfahren zu eröffnen. Gegenüber dem Zuruf des Staatsanwalts an die Geschworenen:„ Wenn Ihnen diese Beweise noch nicht genügen, dann erklären Sie den Bankerott der Schwurgerichte!" erklärt der Verteidiger, daß das Geschworenengericht noch lange den jüngsten Berliner Staatsanwalt überleben wird. Dem Grafen Hektor Kwileckt, der im Bunde mit Hechelski und Hedwig Andruszewska steht, ruft der Verteidiger zu: „ Es tut mir in der Seele weh, daß ich dich in der Gesellschaft seh'!" Er bestreitet, daß der kleine Leo Barcza nach Berlin gekommen ist. Man habe andere Spuren, die auf eine Gräfin aus Oswice hindeuteten, nicht verfolgt. Dem Grafen Hektor Kwilecki, der so sehr in die Ehre seiner Familie besorgt sei, ruft er zu, daß es gewiß nicht ehrenhafter ſei, seine Vettern im Zuchthause zu wissen, als an der Echtheit des fünftigen Majoratsherrn zu zweifeln. Die Hedwig Andruszewska sei ein willenloses Werkzeug des Hechelski, der ihr wahrscheinlich erst das angebliche Geheimnis ihrer Mutter anvertraut habe. Er tadelt die Leichtfertigkeit, mit der die Staatsanwaltschaft behauptet habe, die alte Cwell habe ein öffentliches Haus gehabt, ein Vorwurf, der nachher nicht hätte erwiesen werden können. Hechelski spielte bei den Belastungszeugen und beim Sohn der alten Cwell die Rolle des bösen Versuchers. Die Ossowska sei unglaubwürdig. Sie habe selbst gestanden, früher schon eine Kindesunterschiebung begangen zu haben. Das stimme schlecht zu ihren angeblichen Gewissensbissen. Der Droschkenkutscher Wilke mit seiner Hintertreppenerzählung sei ein„ Quatschkopf". Hätte ein Zeuge aus Wroblewo etwas Aehnliches vorgebracht, wie jener, dann würde die Staatskasse für die nächste Zeit jeinen Unterhalt bestritten haben. Bei der Vereidigung der Beugin Wiensfowski, die ins Untersuchungsgefängnis gemandert ist, in der Voruntersuchung hat der betreffende Richter wider die bestehenden Vorschriften gehandelt, da die Frau bereitwillig aussagte. Der Verteidiger bestreitet, daß die Gräfin irgendwie an die Notwendigkeit einer Nabeluntersuchung hätte denken können, und ruft für seine Behauptung, daß man auch ohne eine solche ein 24 Stunden altes Kind von einem vierwöchigen unterscheiden könne, alle Mütter im Saal als Zeugen auf mit den Worten: Mütter vor die Front! Der Verteidiger greift dann den Staatsanwalt Müller heftig wegen dessen Ausspruch an, daß die Zeugen Leute seien, die heute einen Meineid leisten und morgen beichten. Der Dom Staatsanwalt in Aussicht gestellte Zivilprozeß werde nicht stattfinden, da gegen ein Versäummisurteil ein Wiedermufnahmeverfahren fast unmöglich sei. Er schließt mit einem Apell an die Geschworenen, des unschuldvollen Kindes zu gedenken und die Angeklagten freizusprechen. Nach einer kurzen Debatte zwischen dem Vorsitzenden und bem Verteidiger erhält das Wort Rechtsanwalt v. Rychlowski, 69 لم Italienischer Bildungspöbel. Nom, 23. November. So höflich und gesittet sich gebildete Italiener im pribaten Verkehr zu benehmen pflegen: von dem Moment an, wo sie in die Deffentlichkeit treten, verleugnen sie bei der ersten besten Gelegenheit jede Spur von Erziehung und Anstand. Die Radauszenen in der italienischen Kammer gehen, was Brutalität und parlamentarisches Rowdytum angeht, noch über die wildesten Lärmszenen im französischen oder im österreichischen Parlament. Jezt hat italienische Leidenschaftlichkeit aber gar den Gerichtssaal zum Schauplatz müster, unwürdiger Standalszenen gemacht: an der Stätte, wo die strenge Themis walten soll, raufen sich Advokaten mit einander wie betrunkene Matrosen in der Schifferschänke. Vor dem römischen Gericht wird gegenwärtig ein Skandalprozeß geführt, der aus einem parlamenta rischen Feldzuge des Führers der italienischen Sozialdemo traten, des bekannten Universitätsprofessors Ferri, gegen den früheren Marineminister Bettolo herrührt. Ferri hatte Bettolo allerhand unsaubere Schiebungen bei der Vergebung der Marinelieferungen zur Last gelegt, Bettolo sollte sich und seine Verwandten dabei in unerhörter Weise auf Kosten des Staates und zum Schaden der Beschaffenheit der Marine um ungeheure Summen bereichert haben, und was dergleichen schöne Dinge mehr waren. Eine ganz weiße Weste hatte Bettolo wohl nicht, trotzdem klagte er gegen Ferri wegen Verleumdung. der in kurzer, packender Darstellung nochmals alle Phasen hes Prozesses refapituliert. Auch er erklärt das Vorgehen der Gräfin mit dem Troß gegen die Angriffe der Agnaten. Die Erflärung des Grafen Heftor, er verzichte auf das Majorat, erinnere an die Fabel vo sem Fuchs und den Trauben. Daß die Gräfin die Osso a nicht herbeigezogen habe, spreche für die Lauterkeit ihrer sichten. Die Ossowska sei doch gerade die geeignete Pers für eine Kindesunterschiebung. Dr. Rosinski sei nicht v dem Kinde ferngehalten worden. Die Nachgeburt wäre sich. ich von den Zollbeamten schon aus sanitären Rücksichten nicht über die Grenze gelassen worden. Daraus schließe er, daß die Reise der Damen mit dem Kinde der Frau Meher nicht aus dem Gebiet der schwarzgelben Pfähle herausgegangen sei. Die Aehnlichkeit des Anaben mit der Gräfin sei sprechend. Der Staatsanwalt bat von großer Phantasie" gesprochen, die größte Phantaste hat er aber selbst entwickelt, indem er ausführte, daß der Anabe sich den schönen Schwestern angepaßt haben kann. ( Seiterfeit.) Er zweifle nicht, daß die Gräfin als Siegerin, wenn auch mit vernichtetem Lebensglück, diesen Saal verläßt, bag ihr die Ehre und die lang entbehrte Freiheit wieder Begeben werde. Eine Bewegung im Publikum gibt dem Vorsitzenden Beranlassung, die Aufsichtsbeamten zur Ermittelung desnige aesuftragen, der im Begriffe war", Bravo zu " Bu bem Wiebe Anne Meger, aus folgende inte areer ift, feitdem fi dite, bei völlig enfidhen am Aben Anjeergewöhnliches fehen da ab, wo raber fo frisch, al jewadite wunderte File Uniforth trage Badmis ift damal Reser hat fein Gef tie Ereignisse der fem. Ihre Mutter preteen, wovon fie fei dt and macht den G Sie der überraschen pe. Fischereiberechtigte Landwirte feien auf die Bersamm. lung aufmerksam gemacht, die der Organisationsausschu des Bundes deutscher Berufsfischer für den 29. d. Mts. im Berliner Abgeordnetenhause einberufen hat. Der Zwed der Versammlung ist die Gründung eines Bundes deutscher Berufsfischer" In dem betreffenden Aufruf heißt es: Gegensatz zu den meisten übrigen Zweigen des deutschen Wirtschafts- und Erwerbslebens entbehrt das Fischerei gewerbe immer noch einer umfassenden eigenen Organi sation zur wirksamen Vertretung gemeinschaftlicher Interessen. Die Fischer sind getrennt und zersplittert und daher ohne Einfluß geblieben. Wohl gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Fischereivereinen, die sich die Förderung der Fischereiwirtschaft und der Nutzung unserer Gewässer durd Einsatz von Fischen und Fischzucht zur Aufgabe gemacht und hierin Beachtenswertes geleistet haben. Sie bestehen zum größten Teil aus Freunden der Fischerei, die der berufs. mäßigen Ausübung dieses Gewerbes fernstehen; und die wichtigsten Angelegenheiten des eigentlichen berufsmäßigen Fischereigewerbes find in ihnen wenig zur Geltung gelang, Wollen die Fischer diesen die ihnen vom Standpunkt der Volkswirtschaft gebührende Beachtung verschaffen, wollen sie sich einen Anteil an der Verwaltung der Fischerei und einen sachverständigen Einfluß auf die Fischereigesetzgebung und die Handhabung der Geseze sichern, wollen sie ein attions fähiges Werkzeug zur wirksamen Förderung ihres ganzen Gewerbes schaffen, so müssen sie eine eigene Vertretung durch eigene Organisation herbeiführen." In diesem Prozesse nun kam es zu einem ganz unerhörten Standal im Gerichtssaal. Die Advokaten Ferris protestierten in heftiger Weise gegen einige Behauptungen der Gegenadvokaten. Es flogen Rosenamen wie„ Schwein", Schuft" und dergleichen hin und her, und schließlich warf der junge, schneidige" Advokat Vettori, der zugleich Redakteur des« Giornale d'Italia" ist, einem der Anwälte der Gegenpartei, dem republikanischen Abgeordneten Comandini, das Tintenfaß ins Gesicht. Der Wurf war so wuchtig geführt, daß der schönste Vorderzahn des ehrenwerten Comandini zerschmettert wurde und eine Flut bon Tinte und Blut sich über das Antlitz und die Advofaten- Toga ergoß. Dies war die Losung zu einem a IIgemeinen Bombardement mit Tintenfässern, das die sämtlichen zwanzig Advo taten der beiden Parteien binnen fünf Minuten in die Tintenbuben des Struwelpeters verwandelte. Auch der Advokat Vettori erhielt ein Tintenfaß auf die Nase und ward von oben bis unten mit Tinte begossen! Die ganze KampfSzene vollzog sich unter großem Geheul des Publikums und einem durchbohrenden, rhythmischen Rufen des Angeklagten Ferri:„ Schmeißt die Rowdies hinaus! Schmeißt sie hinaus!" Schließlich stürzten zahlreiche Polizeikommissare in den Saal und trennten die Kämpfenden, während sich der Gerichtshof unter Protest zurückzog. Die Sigung mußte vertagt werden. Als Ferri und seine Verteidiger das Gerichtsgebäude verließen, wurden sie von der Boltsmenge lebhaft beklatscht. Auch ein Zeichen für die Beschaffenheit der italienischen Volksseele! Und diese Männer, die sich wie Buben miteinander herumbalgen, repräsentieren die geistige Elite Italiens! Armes Volk, das solche Führer hat! Armes Land, das von solchen Männern regiert wird! Wann wird der Retter fommen diesem Lande?" " Hus dem Gerichtsfaal. § Der Hochstapler Graf Toulouse- Lantrec, alias russischer Zivilingenieur Nicolaus Savine, hatte sich in Bremen wegen Betruges zweier dortiger Firmen zu verantworten und wurde zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus verurteilt. " Graf" Toulouse- Lantrec war in ollen Großstädten eine bekannte und von der Kriminalpolizei viel gesuchte Persönlichkeit. In Lissabon hatte den schlauen Gauner sein Geschich ereilt, und er war später nach Deutschland ausgeliefert worden. Nab und fern. läufig auch nicht fing der Salaf, der nohte, mit den F lo der ungewöhnli If den Lärm allei nicht zurüdzuj ftgeläutet, und in daß das auf die S Ein Mord im Orte Marosujbar in Streit, doch wu beide Gefange ber erhob sich de und erschlug den nit einem Holzich beftige Vorwürfe g in reiner Relle lie Eine Tragö Der Grotest- Ko Barijinia" eng Dharilly mit ein gestochen. D ift, war ein Lieb to mische Milchhän brachte. Da der o daß sie mit ih dieser Anblick sch telsten Armber Manieren. Mit Lewissermaßen Ein schw Sieilbronn geme icherweile, aust ird der Hande ad zehnjährige Zur Ostasienfahrt des Prinzen Adalbert v. Preußen wird gemeldet, daß der Lloyddampfer„ König Albert", auf dem der Prinz und seine Kameraden eingeschifft waren, Hongkong glücklich erreicht hat. Doch findet der Prinz das Kriegsschiff, auf dem er Dienst tun soll, die Hertha", nicht an der Sitiang- Mündung vor. Die Hertha" liegt seit dem 28. September im Dock von Nagasaki, wo sie nach monatelangem Kreuzen in den chinesischen, koreanischen, japanischen und sibirischen Gewässern einer gründlichen Instandseßung und baulichen Aenderungen im Innern zur Aufnahme des Prinzen unterzogen wird. Das einzige deutsche Kriegsschiff, das vor Hongkong den Prinzen be grüßen konnte, ist das Kanonenboot Iltis" unter dem Kom mando des früheren militärischen Gouverneurs der jüngeren kaiserlichen Prinzen und Flügeladjutanten des Kaisers, Korbettenkapitans Grafen v. Platen zu Hallermund, der die Führung an den Leiter des Fähnrichstransports, Kapitän leutnant Frhrn. v. Meerscheidt- Hüllessem, abgibt. Prinz Adalbert und seine Kameraden dampfen nach kurzem Aufenthalt nordwärts. § Die Kupplerin en gros. Das Dresdener Schwurgericht verurteilte die Zimmervermieterin Witwe Heinze zu sieben Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Die Heinze hat einen Meineid geschworen, Wechsel gefälscht und betrügerischen Bankerott gemacht, um mit den durch diese verbrecherischen Handlungen erlangten Geldern in Dresden öffentliche Häuser einzurichten. Sie hat tatsächlich sechs derartige Häuser eröffnet, und sie soll eine Anzahl Mädchen in das Verderben gezogen haben. Schließlich machte sie Bankerott. Es ist bezeichnend, daß sie Geldgeber fand, die ihr zu ihren schmutzigen Zweden immer wieder die Mittel gaben, allerdings nur zu hohen Zinsen und 10 Prozent Damnum. Der Landwirt. pe Die deutsche Landwirtschaft auf der Weltausstellung von St. Louis. Die Ausstellung von deutschen Pferden auf der Weltausstellung in St. Louis ist gesichert. Hieran werden sich die Züchter Holsteins, Oldenburgs und Ostfrieslands beteiligen, und zwar werden aus jedem Zuchtbezirk 10 bis 15 Pferde zur Ausstellung kommen. Ferner stellen acht Aussteller deutsches Saatgut aus. Daneben gelangen fartographische Darstellungen über die deutsche Landwirtschaft 1. s. w. zur Ausstellung. Die Zukunft der früheren sächsischen Kronprinzessin bildet weiterhin das Thema eifriger Diskussion in Dresden und Wien. Wie ein Wiener Blatt mitteilt, wird jetzt der sächsische Kronprinz mit seinem Schwiegervater, dem Erzherzog Ferdinand von Toscana, eine Begegnung haben, die in dieser Frage entscheidend sein soll. Kronprinz Friedrich August weilt 3. 3t. im strengsten Inkognito zur Gemsjagd in Raibl( Kärnten). Wir erwähnten bereits mit aller gebotenen Reserve die Gerüchte von einer bevorstehenden Annäherung zwischen dem kronprinzlichen Paare, die trotz neuer licher offiziöser Dementis nicht schweigen wollen. * Bombenattentat. Aus Ardning( Obersteiermark) kommt die Nachricht von einem furchtbaren Racheakt, den entlassene Arbeiter gegen den Fabrikanten Zanardelli ins Werk setzten. Sie brachten vor dessen Wohnhause eine Kiste Dynamit zur Explosion, durch die 12 Personen getötet und 8 berletzt worden. Eine andere Meldung leugnet das Vorliegen eines Attentats und spricht nur davon, daß das Kanzleigebäude der Tunnelbauunternehmung Zatanda durch Explosion von Dynamit, die infolge von Unvorsichtigkeit erfolgte, zerstört wurde; bei der Explosion wurde ein Mann leicht verlegt. Ein ungeheurer Brand hat den größten Teil der im Aufschwunge befindlichen Kleinasiatischen Stadt Estischehir, eines etwa 200 Kilometer von Konstantinopel entfernten Knotenpunktes der Anatolischen Bahnen zerstört. Drei Bazare mit 1313 Buden, 11 große Karawansereien und zwei Moscheen wurden durch das Feuer, das vierzig Stunden wütete, vernichtet. Elf europäische Assekuranz- Gesellschaften sind beteiligt. Die Anatolischen Bahnen sandten mehrere Extrazüge mit Pumpen und Feuerwehren und dank dieser Maßregel wurde ein Teil von Eskischehir gerettet. [ Ein Zug von Raupen aufgehalten.] Der Postzug aus den südlichen Staaten von Australien tam dieser Tage, wie aus Sidney gemeldet wird, infolge eines außergewöhn lichen Ereignisses mit einer Stunde Verspätung an. Ein Teil der Strecke, über die der Postzug ging, war vollständig mit Raupen bedeckt. Die Räder der Lokomotive versagten in der Menge der zermalmten Raupenkörper gänzlich, und der Zug kam zum Stillstand. Obgleich der Schienenräumer der Lokomotive in Ordnung war, erwies er sich als unzulänglich, das seltsame Hindernis aufzuheben. Erst nach bielen Bemühungen gelang es, den Zug in Bewegung zu [ egen. Im Schlafwagen erdolcht. In der Nähe des Bahnhof Tula wurde nachts nach der Vorüberfahrt des Moskau Kurster Schnellzuges auf dem Eisenbahngeleise die aus meh reren Stichwunden blutende Leiche einer jungen, ungewöhn lich schönen Dame gefunden, die bloß mit einem Hemde be kleidet war. Man nimmt an, daß die Dame im Schlaf waggon von einem Mitreisenden erdolcht und hierauf aus dem Waggon auf das Geleise geworfen wurde. Im Jähzorn. Bei einem Streite mit seinem Vater ließ sich der 17jährige Eisfebener Realschüler Schneider im Jahzorn hinreißen, zunt Revolver zu greifen und den eigenen Vater durch mehrere Schüsse schwer am Unterleib zu verleten. Der Täter flüchtete, wurde aber bald ergriffen und dem Gefängnis zugeführt. Der Karl Hechler reifes Laute ernannt. Die Urheber eines Eisenbahnfrevels sind nachträglich er mittelt und verhaftet worden. An einem Morgen d. Mts. bemerkte der Zugführer eines Personenzuges der Kleinbahn Klöße- Winzelberg auf dem Bahnkörper ein Hindernis; es gelang, den Zug noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Quer über den Schienen lag ein Baumftam, der mit großen Feldsteinen verrammelt war. Beim Befahren dieser Stelle wäre der Zug ohne Zweifel verunglückt. Erst jetzt sind die Täter festgestellt worden: es waren drei Knechte aus Käthen, die, von einem Tanzvergnügen fommend, die verbrecherische Tat aus frevelhaftem Uebermut begangen haben. Sie wur den nach Stendal in Untersuchungshaft abgeführt. *.* Für apital au 31/ find bei Groß V/ Nach tele findet n Bifofs in A Das Banbestird enthält ein Aus on bie evangeli bangelifd eter der Aird am Geburtstag en petreten i deutschen eban miebet wird. E Ausschuß den elifchen Sach auten, von G Deutsche Eba Teilnahme und Fenoffen." * Build haftlichen Ge tadt und de Weinhändler. fand diefer einhand tehenden Di Regierungsra ten fich bereit funbidhaft nod faufen, voraus bie Brpflichtu genofferschafte * Sta bereinsvorstel fchreiber" mi Spielhause als Atabelburg's L Dienstag gel wirtungsvolle beit Aur biefes Stüd Erfolg fur u Der Au Nieder- S Weyerhäuser bet mmen, i um 4000 einem Grund balle und e anertennenswe ** Gine Abend wei auf die Be ganitation Den 29.0. gat. Da Bad Bundes be ufruf heißt es eigen des hrt das n eigenen einidhaftliche eriplittert un in Deutichl die Forder erer Gema Lufgabe gen Sie beite rei, die t fernitehen, ur Geltung om Stand erichaffen, Fischerei ichen beruf ereigelege llen fie ein d erung res ene Verhitung 11. dalbert v. König Albe eingefchiff indet der die Herth Hertha gajati, mo en, foreani her gründlide en im Jun bird. Das g den Pr 13" unter de rneurs der ge en des Aufers Ballermund, de ransports, A ein, abgibt. nach furzem Schen Krou Stuffion in 1 teilt, wird gervater, gnung ha Aronpring mito zur G reits mit alle bevorstehenden re, die trop wollen. ( Oberste Racheaft, den en Banardelli ine aufe eine Rifte d onen getötet un g leugnet das& davon, dijk ung Zatando Unvorsichtig wurde ößten Teil Stadt G tinopel ent zerstört. Dra infereien und vierzig Ch iranz- Gefelli jandten met n und dank ir gerettet n.] Der tam dieser nes außerge spätung an g, war boll tomotive ver per gänzli r Schienen ser sich al heben. Grit in Bewegung abe bes rt des Most leise die aus ingen, ungen einem Semb Dame im& dbierauf au feinem spe dineider und den eigene Interleib per alexgrife und δ nadiriglich er Morgen d. M der Aleinba Bindernis; ben au bring der mit gro en diefer G Frit jest find te aus Ratt berbrecherif en. Sie wut ührt. Bu bem Wiebererwachen der Schläferin von Grambke", Geline Meyer, aus 17jährigem Schlaf, werden aus Bremen na folgende interessante Einzelheiten gemeldet: Gesine Memer ist, seitdem sie bei Feuerlärm und Geläut der Glocken eripadte, bei völlig flarem Bewußtsein, als ob sie wie andere Wallenschen am Abend vorher zu Bett gegangen und nichts Allergewöhnliches passiert wäre. Ihre Erinnerungen boreden da ab, wo sie vor siebzehn Jahre eingeschlafen ist, find aber so frisch, als wäre alles gestern gewesen. Die Aufgemachte wunderte sich zunächst darüber, daß ihr Bruder feline Uniform trage; er ſtand 1886 beim Militär. Das Gedächtnis ist damals also einfach stehen geblieben. Gesine Meyer hat fein Gefühl davon, daß sie so lange geschlafen. Die Ereignisse der Zwischenzeit mußte sie sich alle erzählen ladfen. Ihre Mutter und verschiedene Verwandte waren gestorben, wovon sie keine Ahnung hatte. Sie ist jetzt 43 Jahre allt und macht den Eindruck einer gänzlich normalen Person. Wie der überraschende Vorgang zu erklären ist, das läßt sich borläufig auch nicht mit einiger Gewißheit sagen. Jedenfalls hing der Schlaf, den auch ärztliche Kunst nicht zu heben vermodhte, mit den Funktionen des Nervensystems zusammen, und der ungewöhnliche Lärm mag es heftig erschüttert haben. Auf den Lärm allein wird aber das überraschende Erwachen auch nicht zurückzuführen sein; denn die Glocken haben schon oft geläutet, und im Hause ist Hochzeit gefeiert worden, ohne daß das auf die Schlafende Eindruck gemacht hätte. Gin Word im Polizeigewahrsam. In dem ungarischen Orte Marosujvar gerieten zwei Polizeihäftlinge miteinander in Streit, doch wurde dieser durch die Beamten geschlichtet, urad beide Gefangenen legten sich zum Schlaf nieder. Bald arber erhob sich der eine, ein gewisser Siegmund Marton, and erschlug den schlafenden Mitgefangenen Ludwig Nagy nait einem Holzscheit. In Marosujbar werden den Beamten hoeftige Vorwürfe gemacht, daß sie die beiden Feinde zusammen it einer Relle ließen. Gine Tragödie vom Brettl wird aus Paris gemeldet. Der Grotest- Komikerin Paquerette, die in der Singhalle Parisinia" engagiert war, wurden von ihrem Kollegen agillt mit einem Dolchmesser beide Augen aus Eifersucht ausgestochen. Die Paquerette, die auch in Berlin aufgetreten ift, war ein Liebling des Publikums. Sie zeigte sich als bre= tanische Milchhändlerin, die auf ihrem Esel Milch zur Stadt bor achte. Da der Esel sehr klein, sie selbst aber sehr lang war, sejo daß sie mit ihren Beinen fast die Erde berührte, erregte Ei eser Anblick schon Lachen. Sie erzellierte durch ihre grofesten Armbewegungen und ihre übertrieben bäuerischen Manieren. Mit ihren langen, hageren Armen konnte sie sich arewissermaßen selbst umarmen. Gin schweres Brandunglück wird aus Zaberfeld bei Seilbronn gemeldet. Bei einem Schadenfeuer, das nächt [ licherweile, ausbrach und überraschend schnell um sich griff, Find der Handelsmann Wolf Jordan und seine zwei achtLand zehnjährigen Kinder verbrannt. # Lokales. Gießen, 26. November 1903. Der Großherzog hat den Regierungsbaumeister arl Bechler aus Darmstadt zum Kreisbauinspektor des Preise Lauterbach mit Wirkung vom 1. Dezember 1903 nannt. ** Für den Kreis Alsfeld sollen 9000 Mt. Capital zu 31/200 verzinslich aufgenommen werden. Offerten Lnb bei Großh Kreisamt Alsfeld einzureichen \/ Nach einer Bekanntmachung des Mainzer Domfapie findet nächsten Montag Vormittag die Wahl des Bis ofs im Dom statt. Das Verordnungsblatt für die evangelische Landeskirche des Grosherzogtums Hessen Nr. 14 mthält ein Ausschreiben des Großherzoglichen Oberkonsistoriums om die evangelischen Pfarrämter, worin dem deutschen Evangelischen Kirchenausschuß, welcher die Verreter der Kirchenregierungen deuts ber Landeskirchen umfaßt, Geburtstag Luthers( 10. November) in Dresden zusam= mm petreten ist und hinfort die gemeinsamen Interessen der beutschen evangelischen Kirche vertreten wird, das Wort geredet wird. Es beift darin: Wir haben nun endlich in diesem Ausschuß den Anfang einer geordneten Vertretung der evangelischen Sache im deutschen Reich. Daß dieser Anfang zu einem oruten, von Gott gefegneten Fortaang führe, dazu bedarf der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß der vertrauensvollen Tilnahme und herzlichen Fürbitte der evangelischen Glaubensgenoffen. ** Zwischen dem Präsidenten der hessischen landwirt. chaftlichen Genoffensfaften Geh. Reaierungsrat Haas- Darmdt und dem Vorsitzenden des Verbandes rheinhessischer Bein bämbler. Beigeordneter Kommerzienrat Haffner- Mainz fand dieser Tage eine Beratung statt, welche die zwischen Beinhandel und Winzergenossenschaften behenden Differenzen zum Gegenstand hatte. Herr Geh. Regierungsra Haas teilte mit, daß die Winzergenossenschaften fich bereit erklärten, für die Folge weder an Privat rundschaft noch an Schankwirtschaften ihre Produkte zu veraufen, vorausgefeßt, daß der Weinhandel alsdann seinerseits torpflichtung übernähme, seinen Bedarf bei den Winzer gmofferschaften zu decken. * Stadttheater Gießen. Nach der Theaterbreinsvorstellung am Freitag, die Anzengrubers Kreuzeldreiber" mit Herrn Arthur Bauer vom Frankfurter SchauSpielhause als Gaft bringt, fommt am Sonntag Blumenthal, abelburg's luftiges Weißes Röß'l" zur Aufführung. Am Diemstag gelangt als Abonnements aufführung Felix Philippis wirkungsvolles Schauspiel Wohltäter der Mensch heit zur einmaligen Aufführung. Die Darstellung Dieses Stückes jüngst in Marburg bedeutete einen großen Erfolg fur unser Ensemble. " Der Männergesangverein„ Liederkranz" au Mieder- Saulheim hat von seinem Ehrenmitgliede Friedrich Weyerhäuser in Nordamerika fürzlich 6000 Mt. überwiesen tammen, it hat der Spender den Betrag dieser Tage ■ m 4000 Mt. erhöht, so daß der Verein nunmehr mit einem Grundkapital von 10000 Mt. zum Bau einer Sängerballe und eines Vereinshauses schreiten fann. Auch eine ner tennenswerte Förderung des deutschen Männergesanges. ** Einen Menschenauflauf verursachten gestern Abend zwei anscheinend betrunkene Studenten auf dem | | Kirchenplas zu Gießen; ste rempelten die Leute an, hielten| große Reden und dem hinzugekommenen Schußmann gelang es nur mit Mühe die Personalien der Beiden festzustellen. ** Unfuq. Am Dienstag Abend wurde auf der Baustelle der Gießener Ranalisation in der Löwenaasse ein der Firma Jäger& Rumpf gehöriger gußeiserner Siedekessel mittels Steinwürfe demolirt. Der Täter ist in der Person eines Schlosserlehrlings ermittelt und angezeigt. * * Zeprellerei. Vorgestern Abend erschien ein fremder Mensch in einer Wirtschaft der Bahnhofstraße zu Gießen, zechte und bestellte verschiedene Runden Bier für andere Gäfte um sich dann ohne die Zechschuld zu bezahlen, aus dem Staube zu machen. Anzeige wurde erhoben. * Ein Baumfrevler fam dieser Tage in Gießen zur Anzeige. Er hatte ein Lindenbäumchen in der Westanlage mittelft Spaten stark beschädigt. * * k Ein lustiges Schneeaeftöber hat heute gegen Mittag die Fluren in das schönste Weiß gehült. Nur in der Stadt und auf den Straßen hat der Wintergesell sein Dasein so schnell wie er tam auch lassen müssen ein Schneematsch macht das Passieren recht unangenehm. Was ist dagegen einzuwenden, die Zeit ist da, in der man auch die rauhe und nasse Jahreszeit durchkosten muß. ** Es wird uns Folgendes berichtet: Seit Beninn der Evangelischen Bewegung in Oesterreich find bis Anfang dieses Jahres 37 Kirchen, 15 Bet Häuser und 8 Pfarrhäuser erbaut, etwa 100 Predigt: stationen errichtet und 12 selbständige Pfarrgemeinden gebildet worden. Auch evangelische Schulgebäude wurden in diesem Jahre errichtet, im ganzen 3. 3u den bisherigen 12 selbständigen Pfarrgemeinden kommen in diesem Jahre weitere 7. Sieben neue Vikariate, sowie 11 Predigtstationen, darunter 6 böhmische und 3 steirische, wurden errichtet. An 22 Orten ward erftmaliger Gottesdienst abgehalten. Die Uebertritte im 1. Halbjahr 1903 haben gegenüber dem 2. Halbjahr 1902 eine Steigerung erfahren: fie betrugen 2334 gegenüber 1885 im leẞtgenannten Zeitraum, alfo 449 mehr! Mit dem äußeren Ausbau geht die innere Festigung der Gemeinde aleichen Schritt Fast jede Gemeinde, auch die kleinste, hat ihren Gustav Adolf Zweigverein, Frauenverein, Kirchenchor, Kirchenbauberein, Männer- und Jünglingsverein oder Verein evangelischer Glaubensgenossen. Neben den der Volte bildung dienenden Bestrebungen wird das christliche Liebeswerk in keiner der jungen Gemeinden vernach= lässigt. Armen- und Krankenpflege finden überall verständnisvolle Förderung. So wirken in Prag gegen wärtig 7 und in Olmüz 2 Schwestern. Von besonderer Bedeutung sind sodann noch die im letzten Sommer ins Leben gerufene Witwen- und Waisenhilfe des evangelisch- firchlichen Hilfsvereins in Kärnten" und der „ Evangelische Pfarrberein für Oesterreich". Soll die Evangelisation im verbündeten Nachbarlande weiter blühen und Gedeihen, so ist es die Pflicht aller evangelischen Kreise in Deutschland, sie auch weiterhin mit den nötigen Geldmitteln zu stüßen. 80 Vikare, die zur Zeit tapfer und treu auf österreichischem Boden Reichsgottesarbeit treiben, müssen regelmäßig besoldet werden, von anderen großen Aufgaben ganz zu schweigen. Freundliche Gaben sind zu richten an Herrn Pfarrer Lic. Wait in Darmstadt, Herrn Kapitänleutnant a. D. Grill in Bensheim, sowie Pfarrer Euler in Gießen. : Gangbieb, 100 Rälber und 400 Schweine zum Verkauf. Der Auftrieb war flein, weil zu aleicher Zeit in Buzbach und besonders in Fulda aroßer Viehmarkt stattfand, zu dem die Interessenten des Vocelsberges sich mehr hingezogen fühlten. Troßdem und obschon der Markt etwas spät fiel, mar der Handel in Milchware nicht schlecht, so daß die Ware gegen den letzten Markt wieder etwas höher bezahlt wurde. Für fette Rinder besonders in guter Qualität war nach Frankfurt und Wiesbaden genügender Abgana, so daß auch dafür annehmbare Preise erzielt wurden. Das Kälbergeschäft war flau, wegen des jetzt zum Verkauf kommenden Wildes deckte der kleine Vorrat des Marktes den geringen Bedarf. Das wenige Gonavieh wurde für die Provinz schnell verkauft. Der Handel in Schreinen war überaus flau, es fehlte an Räufern und suchten die Händler ihren Vorrat bei recht billigen Breifen los zu werden. Ein lebhafter Handel kam nicht in Gang, doch wurde der Vorrat bis auf einen kleinen Ueberftand gegen Schluß des Marktes an den Mann gekracht. Es wurden gehandelt der Stück übe frismeltend und tragend 1. Qualität Mt. 450-500, 2. Qualität Mt. 370-420, 3. Qualität Mt. 270-340, ältere Schlachtfüße Mt. 175-220. Verfouft wurde per Ctr Schlachtgewicht fette Rinder 1. Oualität Mt 67-69, 2. Qualität Mf. 63-65, Kälber 1. Sorte( über 50 Bfd. Gewicht) t. 65-70, 2. Sorte( zwischen 40-50 Bfd. wiegend) Mt. 59-63, 3. Sorte( leichtere Tiere) Mt. 53 -57. Das Fahrvieh in schwerer Ware fehlte om Markt. Mittel- Gangochsen wurden das Paar zu Mt. 725-800, leichtere Tiere zu Mf. 630-700 verkauft. Die Preise für Schweine beweeten sich pro Paar: junge Fert- 1 Mt. 2636 fräftigere Tiere Mk. 40-56, Sprinaer Mt. 60-80, schwerere Ware Mt. 90-110. Nächster Markttag( Wei H- nachtsmarkt) am 8 und 9. Dezember d. I., am zweiten Tage findet gleichzeitig Krämermarkt statt. ▷ Windhausen. Der biesiae Konsum- und Kreditver= verein hält am Samstag den 5. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung ab. Als einziger Punkt der Tagesordnung wird verhandelt: Beratung und Beschlußfossuna über Verwilligung eines Teiles des diesjährigen Reingewinnes zu Gunsten des Bahnprojektes Alsfeld- Ulrichst- in- Schotten. ** Vom Vogelsberg. In Christbäumchen geht zur Zeit ein äußerst flottes Geschäft. Händler aus Frankfurt a. M. taufen die Bäumchen in großen Massen auf und zahlen 20-25 Bfa. pro Stück. ** Mainz, 25. Nov. 57 Zeugen waren gestern und vorgestern vor die hiesige Stroftammer geladen, um den Gebrüdern Richard und Jakob Bennrich in Bingen nachzuweisen, daß sie Betrüger seien. Ihr früherer Buchhalter Gustav Reiker, der ist in Frankfurt ein Konkurrenzgefchäft hat, hatte sie denunziert. in den Jahren 1899 und 1900 in einer Reihe von Fällen Landwirte und Konfumaenossenschaften durch Verkauf von Dünger( Thomasschlacke), der einen niedrigeren Prozentsatz von Phosphorgehalt hatte, als zugesichert wurde. betrogen zu haben. Die Verhandlung endete mit der Freisprechung der Angeklagten. ..Ohne Linde's Kaffee- Essenz schmeckt mir kein Kaffee mehr!" sagen alle, bei denen Linde's Kaffee- Essenz regelmäßig verwendet wurde. Marktberichte. Gicken 26 Novbr Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bd. 1.20-0.00 W, Hübnereter 2 Stück 16-20 Pfg., Enteneler St. 8 Bra. Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbien per Liter 21 Pfg., Linien ver Liter 32 Big., Tauben per Baar r. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1 80, Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 50-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg., Rindfleisch per Vid. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 66-76 Big. Schweinefleisch gesalzen ver Bfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch ver Pfd. 70-76 Vfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Vfg., Kartoffeln per 100 kilo 3000 Dtt., Rwiebeln per 3t. Wtt: 4.50-1.00, Webfel bet ** Eine schwere Beschuldigung. Die sozialdemokratische Mainzer Volkszeitung" veröffentlicht in ihrer Beilage zu Nr. 258 vom 5. November eine Reihe von Auszügen aus den Kriegsbriefen des verstorbenen Generals der Infanterie 3. D. Hans von Kretschmann an seine Battin, die von dessen Tochter, der befannten Genoffin Lilly Braun, Gemah in des in Dresden von Bebel so schmählich behandelten Heinrich Braun herausgegeben werden. In diesen Auszügen heißt es an einer Stelle:„ Aber am 15. November schreibt er aus Th il: Ob wir morgen hier bleiben, ist noch unbestimmt. Sens, ein Ort von 11 000 Einwohnern, ist schon von Hessen den total ausgeplündert worden. Da wollen wir nicht hingehen. Und Togs darauf doch aus Sens: Diesen Ort haben die hessischen Bundesb üder in einer unglaublichen Weise mitgenommen. Ein Zivilist reitet auf der Straße, zwei Offiziere nötigen ihn vom Pferde, der eine nimmt dies, der andere den Sattel. Ein Stabsoffizier will einen Schrank öffnen, der Wirt giebt vor, feinen Schlüssel zu besigen, und als sein Gast den Schrank erbrechen und er es verhindern will, da schießt der Stabsoffizier den Wirt nieder. Solche Dinge fönnen einem den Krieg wirklich verleiden. Am 12. Dezbr. schreibt er aus Meung: Von den Bayern kannst du dir schwer einen Begriff machen. In Trupp3 zu Dreien und Sechsen bedecken sie die Landstraße, haben die Truppen verlassen, die Gewehre zum Teil weggeworfen plündernd ziehen sie nach Hause. Die Offiziere sind als solche nicht wieder zu erkennen. Jetzt wird die ganze Bande nach Orleans genommen, um sie ein werig zu retablieren." Wir greifen diese beiden Proben heraus, so wie sie gegeben sind. für das Lokale, den„ Gerichts" und„ Deffentlichen Sprechjal": Fr. Oppermann Eine schmählichere Beschuldigung unserer braven, tapferen Div sion fann man nicht in die Welt schleudern. Wir halt n es für unsere Pflicht solche Beschuldigungen von unseren wackeren Kameraden, die den Zug von Meg über Trey& an die Loire mitgemacht haben, abzuwehren, ihre Ehre reinzuhalten, bis man Tatsachen berichtet, die uns anders belehren, aber nicht unerwiesene Standale. haben Offiziere und Mannschaften gesprochen, die damals in Sens lagen, Niemand weiß etwas von Plünderung und Gewalttat, sollte aber einer unserer Kameraden sich erinnern, daß ähnliche Gewaltszenen in Sens vergekommen sind, so bittet man um Mitteilung darüber. Wir ** Für die doppelte Summe, als bisher gezahlt wurde, nämlich für 10 500 Mt. jährlich, wurde die Fuldaer Bahnhofsrestauration an den Hoflieferanten Wilhelm Friz, Inhaber des„ Cafe Paris" in Mainz, ab 1. Januar 1904 verpachtet. ** Viehmarkt Gießen. Auf dem dieswöchentlichen Markt standen 700 Stück Milch- und Fettvieh, 25 Stück Centner 16-20 Mt. Milch der Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt □ Weglar, 25. Nov. Auf dem hiesigen Wochenmarkt foſtete das Pfd. Butter 1,30 Mt., Eier 2 Stück 19 und 1 Stück 10 ẞfg. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein: Kathreiners Kathreiners Malzkaffee Malzkaffee Wer teine Zeit hat, frant zu sein, achte auf seinen Magen. Auf den der heutigen Ausgabe beigefügten Prospekt ſei darum besonders hingewieſen. Solider, zuverlässiger und nüchterner Bierkutscher ver sofort gesucht. Unverheiratete bevorzugt. Wo? sagt die Expedition ds. Blattes. be Familien Donnerstag, Ben 28 BLUERIBEE Vom 15. Dezember If. Js. ab befindet sich mein Zeitungsverlag und meine Buchdruckerei Seltersweg 83 im Hause der Brüder Schmidt Gaskoks. Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Verkaufsstelle Stück- Boks 1,10 Mr. Buß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte 1,25 Mf. Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit 1,25 Mr. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks 1,05 Mt. Nußkoks Nr. 1 1,20 Mr. 1,20 Mr. Nukkoks Nr. 2 Bei Entnahme von mindeflens 200 Zentnern: Stückkoks Nukkoks Nr. 1 Bukkoks Nr. 2 Für Kotsabnehmer, welche zwei und waggon 8 bezichen, ermäßigt sich der Preis pro Centner. 1,00 Mr. 1,15 Mt 1,15 Mr. mehr Doppel. um weitere 5 Pfg. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Kofs bis zu 6 Zentnern - auf die betr. Lagerplätze( Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Koke statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gas fofs jamt Anfuhr wie das Gaswerf und berabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gascots für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirückverütung von 4 Pfennig für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 10fache Lichtverstärkung und 50 Proz. Oelersparnis haben Sie durch Benützung des Glühlichtbrenners. Kein Strumpf! Keine Lampenänderung! Stück Mk. 1.80 frc. Nachu. Vorrätig für 10, 12, 14, 16 Rundbrenner. Wiederverkäufer Riesenverdienst. Petroleum- Glüblicht- Industrie Kronach. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Welssweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. ed. 100 " " ท N versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten ven 18 Flaschen an P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Freunde einer wirklich hohfeinen Musit wollen nicht versäumen, sich eine solche im Café Royal Gießen Seltersweg bier anzubö en. Es handelt sich um einen wesentlich technischen Fortschritt, durch we'chen es end= lich gelungen ist, eine automatifde Musik zu schaffen, welche dem Obre und selbst dem des verwöhntesten Renners, eine überraschende Befriedigung bietet. Nähmaschinen für Schneider, Schuhmacher, Sattler, Confektion, z. Familiengebrauch von 50 Mt. an. Ersatzteile. Carl Graf, Gieken, Schloßg Gökte Spez.- Rev. Werfit Oberh. rechter Seitenhau. Albin Klein. Brima Kartoffel Spar: 1. Leihkasse Gieße Speise- u. Salatkartoffel Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis zu den billiaften Tages- bracht, daß unsere Kasse vom 3. bis einschließl preisen empfiehlt 8. Dezember I. Js. geschlossen ist. Im übrigen werd im Laufe des Monats Dezember jeden Dienstag, M woch, Donnerstag und Samstag von Vormittags bis 12 und von Nachmittags 2 bis 4 Uhr Geschäftst abgehalten. J. Hankel chloßgaffe Mießen. wie häßlich find Mitesser. Blütchen. Finnen, Gefichtspicke, roteFlecke 2c.. daber gebr. man aea. alle hautunre nigkeiten u. Hautausschläge nur d. echte Radebeuler Teerschwefel Seife Schußmarke:„ Steckenpferd" à Stück 50 Pfg, echt bei: Adolf Rieler, Gieken. Victoria- Drogerie rftit ake 5. Brennholz ( Tannen Abfallbolz) liefert für 1.15 ME. vro 3tr. frei and Haus. Backzutaten. Nuhn Lollar. in bekannter bester Qualität bei Süssrahmbutter, Emil Fischbach Gießen. Ziehung 10, 11. u. 12. Deobr. 1903 3to Grosse Freiburger zu Freiburg 1. B. 250 000 Loose. Geld- Lotterie zur Wiederherstellung des Münsters. Lose à 3.30 Porto und Liste 30 Pfg. extra. Geldgewinne 12,184 ohne Abzug Mark 322500 Hauptgewinne: M. 100,000 M. 40,000 M. 20,000 10.000 5.000 === 6.000 2000= 4000 M. 1 à 5 000 2 à 3 000 2 à 5 à 1000= 5.000 20 à 500 10 000 20 000 10: 000 200 à 100 200 à 50 1000 à 20=== 20 000 2000 à 10= 20 000 8750 à 6 52 500 Lose versendet: Haupt- Debit Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstrasse 14. Lose in Giessen bei: Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11. Phil. Weiler, Cig., Markt 1, Wilhelm Semmler, Cig. Seltersweg 25. An- und Verkauf von gebrau ten Möbeln Betten, Kleidern, Wäsche, Gefen und Herden. Gold- und Silberfachen, Antiquitäten, Metellen, Eisen, Lumpen und Knochen sowie Webernahme ganzer Einrichtungen. Louis RothenbergerWtw. frisch 10 Bfd Colli M. 5.95, Bienenhonig ff. 10 Bfd M. 4.50. 3. Probe 5 Bfd Butter und 5 Pfd. Honig M. 5. Fettgänfe Enten, trisch aefcht. 10 Bf. Coli M. 4.75. Frau Hagler. Exporth. Tlufte 55, via Bresl. Kornstroh ( Handdrusch) sofort gesucht. Offert. u. 2832 a. d. Expedition d I. erbeten. Renommierte Großbrauerei sucht für den Absatz ihre: vielfach prämiierten und sehr gut eingeführten Biere für sießen und Umgegend aeeigneten Vertreter. Offerten unter F A. R 537 an Rud Mofe Franki.. M Bu vermieten Möbl. Zimmer bermieten. Gießen, Kreuzplatz 11, III. Möbliertes Zimmer und eine fleine FamilienWohnung zu vermieten. Neuenten 31. Schön möbl. Zimmer mit billiger Pension zu verm. Gießen, Bismarcftra e 17. Eine kl. Wohnung u vermieten. Näh. in der Stadt Lich" ieñen. Afterweg 59 II. ist ein schön möbliertes Zimmer pr. fofort oder 1. Oftober zu verm. Schloßgaffe 5 fleine Wohnung zu vermieten. An den Bahnhöfen 71 fleine Wohnung mit Keller, vassend für Leute ohne Kinder zu verm. Möbl. Zimmer billig zu vermieten. Gießen, Seltersweg 10. Johannes Hecker Schloßgaffe Schuhwachermeister. Giessen Wolkengosse. Halte mein sehr umfangreiches Lager in allen Schuhwaren der verschiedensten Größen und Qualitäten bestens empfohlen. Besonders preiswert: gefütterte Winterschuhe u. Hauspantoffeln 11. Arbeitsschuhe Wasserstiefeln Reparaturen werden in meiner Schnellbesohl- Anstalt gut und billig ausgeführt. Gießen, den 21. November 1903. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdauliche, ju beißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Ver Schleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen. beffen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen. reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachen. den Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werde Megenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte all nicht fäumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äger den, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Al Symptome wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( beralteten) agen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Wial Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folger. wie Beklemmung, Solikschmerzm Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber wilz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein beleb dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stubl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Br Utb dauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsver ftimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Bächtn fiechen oft solche Krante langsam dahin. Kräuter- Wen giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt ud verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreibe Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräute Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mf 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, B. klar. Fro haust. raunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, Großen Buseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- on heim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und fleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, strasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuter mein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands voiteund fistefrei. Mindestquantum im Engrosverfand also dra Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich West Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. inc Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; feine Ben teile sind: Mol gamein 450,0, Weinsprit 1000, 100,0, Rotm in 240,0, berefchensaft 15,0 Kirschiaft 32 Fenchel, Anie, Helenenwurzel amerif. Prairwizel, Enz muze. Rolanemurzel aa10,0. Diese Bestandteile miche wan Für Bäcker! Brotpreis. Formulare hält stets am Laac die Expedition he di DO ni u an ju ber der he δετ Die Da Erc hab Sei fchie bot scho bor dem gelb Ana bat tafte Ana ( Gei mem bag Begel Bera Benig δι br Lieschen hielt wie entgeistert ihre Augen auf ichirm gerichtet. danfe: den OfenPlöblich tam ihr der beängstigende Gedieser fatale Mensch, der Mitwisser ihres Hergensgehen portid, mußte fie nicht in Vere Bufammen AUS DEM REICHE DES WISSENS 847-116