tr. 226. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Vfg., h's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitage. Samstag, den 26. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jairoaspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gora berbeifen. die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. jon 16 Vig.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Provisorien und Zwischenakte. [ Politische Wochenschan.] Noch immer zittert bei uns zu Lande der Widerhall des jozialdemokratischen Parteitags nach. Die Blätter aller Parteien beschäftigen sich mit den Lehren, die man in Dresden empfangen hat, und versuchen sie für ihre Sonderinteressen nutzbar zu machen. Während einige auf dem äußersten Flügel der Rechten stehende Organe das kategorische Verlangen an die Regierung stellen, sich auf sich selbst zu besinnen und durch Schaffung von Ausnahmegesetzen die bürgerliche Gesellschaft vor sozialistischen Uebergriffen sicher zu stellen, wissen linksstehende Blätter zu erzählen, daß hoch oben schon längst nicht mehr eine so absprechende Meinung über die Sozialdemokratie vorhanden wäre, ja, daß man sich allen Ernstes eine Zeitlang mit dem Gedanken getragen habe, den süddeutschen Parteiführer v. Vollmar ins Ministerium zu berufen. Selbstverständlich sind das bloße Phantastereien. Die äußerliche Ruhe, welche die Regierung zur Schau trägt, ist einem Provisorium gleich zu achten. Wie lange dieses anhalten wird, das hängt lediglich von Zufälligkeiten ab. In unserem Nachbarlande Desterreich- Ungarn tobt der Kampf um den Ministerpräsidenten Khuen und den Armee erlaß. Kaiser Franz Josefs letzte mahnende Tat hat nicht die beabsichtigte Wirkung erzielt, sondern im Gegenteil zur Folge gehabt, daß sich die Opposition nun auch gegen den greisen Monarchen wendet, der bisher selbst im wildesten Gefümmel der Parteien für tabu galt. Im ungarischen Abgeordnetenhause hat man der Immunität nicht mehr gedacht, den Grafen Khuen durch unflätige Drohungen am Sprechen gehindert und dem ehrwürdigen Greise auf dem Throne ein Mißtrauensvotum gröblichster Art ausgestellt. Die Zukunft bildet eine offene Frage, der jede ausreichende vort fehlt. Man wird das Kabinett vermutlich fomplettieren und dann das Parlament auflösen. Die gegenwärtige Situation ist nur eine provisorische. Sie stellt einen Zwischenakt in der dramatischen Entwickelung der ungarischen Frage dar. Ob die darauf folgenden Szenen von tragischer Größe oder von tragikomischer Lächerlichkeit sein werden, ist noch nicht zu sagen. Der dunkle Vorhang der Zukunft ist für menschliche Augen undurchdringlich. Was dahinter schlummert, zeigt sich uns erst, wenn die Zeit ge= kommen ist, und die Glocke des großen Regisseurs ertönt, der die Geschicke der Weltbühne leitet. Auch in England, wo man daran ist, ein neues Kabinett zusammenzusetzen, herrscht ein Provisorium. Der Hader um die wirtschaftliche Politik, die fünftig eingeschlagen werden soll, ist weniger geklärt als je zuvor. Die scharfen Gegensätze werden immer mehr durch Nebensächlichkeiten ersetzt, aber die Spannung wird darum nicht geringer. Kann sein, daß in diesen Tagen Lord Kitchener auf Brodricks Stuhl erhoben und der ehrbare Lord Milner in Joe Chamberlains Amtsstube zieht. Was will das sagen? Die Lage ist dadurch noch genau so wenig geklärt wie heute. Und schließlich hat der ämterlose Zynifer, der die Stirn hatte, den südafrikanischen Krieg gegen die Stimmung der ganzen Welt durchzuseken, noch immer mehr Macht im britischen Reiche als das gesamte Ministerium zusammengenommen. Was also auch in diesen Tagen geschehen mag, man wird es nur als vorübergehende, provisorische Erscheinung betrachten können. Erst wenn Chamberlain sein letztes Ziel erreicht hat, wird die englische Politik wieder die Marke der Persönlichkeit tragen, erst dann wird man wissen, wie es bestemt ist. Seltsamerweise hat es einiges Aufsehen erregt, daß die Vereinigten Staaten den Versuch machen, in Abessynien, also einer rein europäischen Machtsphäre, festen Fuß zu fassen. Als ob man etwas anderes hätte erwarten können! Seit der Beendigung des spanisch- amerikanischen Krieges müht sich Europa, der ebenso jungen, wie großsprecherischen Weltmacht über dem großen Wasser die Wege zit ebnen. Kann es bei der ganzen Naturanlage der Amerikaner dann noch Wunder nehmen, wenn sich im Ueberrausch das große Kind plötzlich über die alte Mutter Europa hermacht und ihrer Lehren und ihrer Rute spottet? Das schlichte Veto, das Frankreich den Gelüsten der Yankees entgegensetzte, berührte zwar sehr sympathisch, aber wir fürchten, daß damit heute gar nichts mehr gelan ist. Zunächst wird vielleicht einige Ruhe eintreten, quasi als Zwischenakt, damit sich die Nerven beruhigen, aber dann wird sich die Eroberungssucht dieser Amerikaner von neuem Luft machen, und Europa wird die Früchte ernten, die es leichtfinnig gesät hat. Auf dem Balkan schließlich scheint das Provisorium almählich ein permanentes zu werden. Erzgepanzert stehen sich die Türkei und Bulgarien nun schon geraume Zeit gegenüber, als wartete jedes darauf, daß der andere endlich vom Leder. zöge. Dazwischen regnet es Noten von Petersburg und Wien, Warnungen an die Adresse der Kabinette in Konstantinopel und in Sofia. Ob der Weltbrand noch einmal vermieden werden wird? Oder ob wir augenblicklich nur in einem Zwischenaft stehen, in dem hinter den Kulissen flinke, aber geräuschlose Hände die letzten Anordnungen treffen, danuit die Katastrophe dann um so sicherer und mit dem nötigen Effekt von statten geht? Das Brophezeien ist eine schwierige Sache, hat Graf Bülow gesagt. Wir maßen uns nicht an, die Dinge klarer zu sehen, als der leitende Staatsmann unseres Reiches, der eben erst an der Donau genaue Informationen erhielt. So malt sich die Lage der Welt. Ueberall, wohin man blidt, scheint sich etwas vorzubereiten, und nirgends weiß man, was. Wir stehen im Zeichen der Provisorien und der Zwischenafte; über klare Situationen ist nichts zu berichten. Das kann jeden Augenblick anders werden. Das kann aber auch noch eine ganze Weile so fortgehen. Die Klingel des Weltregisseurs wird darüber zu entscheiden haben. Die Politik. Das Ergebnis der Nürnberger Konferenz der Mainuferstaaten hat eine völlige Einigung nicht gebracht. Zwar dürfte die Frage der Kanaltarife größere Schwierigkeiten kaum mehr bereiten, dagegen erweist sich die Lösung der Eisenbahntariffragen als recht difficil. Die preußisch- hessische Bahngemeinschaft berechnet bei Fortsetzung der Kanalisierung den jährlichen Einnahmeverlust auf 4½ Millionen Mark. Natürlich will Preußen, nachdem es dieses Opfer gebracht hat, wenigstens gegen weitere Ver[ uste sicher gestellt sein. Andererseits will sich Bayern nicht des Rechtes eigener freier Eisenbahntarisbildung begeben, veil es sonst leicht in die Lage kommen könnte, seinen Nachbarländern im wirtschaftlichen Wettbewerb einfach ausgeliefert zu sein. Es wird also mit anderen Worten an Bayern sein, sich für das eine oder das andere zu entscheiden. Möglicherveise entschließt man sich auch beiderseitig noch) zu weiteren Zugeständnissen. Anläßlich der Vermählungsfeier der Prinzessin Alice von Battenberg mit dem Prinzen Andreas von Griechenland, die am 7. Oktober in Darmstadt stattfindet, sind scharfe Waßnahmen gegen alle des Anarchismus Verdächtigen getroffen. Da bekanntlich das Zarenpaar mit einer ganzen Anzahl von Großfürsten bereits dort eingetroffen ist, hat man das Hauptaugenmerk besonders auf die russischen Studierenden der technischen Hochschule gerichtet, die aufmerkſam überwacht werden. Ein Student der Elektrotechnik, namens Willner aus Südrußland, der als Förderer der sozialistischen Propaganda bekannt war, erhielt denn auch bereits vor einigen Tagen einen Ausweisungsbefeh l. Auf dem gestern in Bremen eröffneten Berufsgenossenschaftstage berichtete Direktor Wenzel- Berlin über den Reservefonds und führte aus, die diesbezügliche Denkschrift der Regierung gehe von rechnerisch unrichtigen Grundlagen aus, die mit dem Gesetze in Widerspruch ständen. Die Versammlung beschloß, sich von neuem um Wiederherstellung des früheren Zustandes an die gesetzgebenden Körperschaften zu wenden. Die Friedensleute in Rouen scheinen sich nun doch von einer Diskussion über Elsaß Lothringen fernhalten zu wollen, weil die Deutschen damit gedroht hatten, sie würden das Lokal unter Protest verlassen. Dagegen beschäftigt man sich umso lebhafter mit der Weltfriedensfahne. Der Fürst von Monaco hat einen Entwurf Kaiser Wilhelms vorgelegt, der ein weißes Kreuz auf rotem Grunde enthält. Das Ganze ist übersät mit roten und weißen Sternen. Das Berner Friedensbureau hatte diesem Entwurf zugestimmt und mit Genehmigung des Kaisers noch in die Mitte der Fahne einen großen Stern angebracht mit der Inschrift Pax". Soweit wäre alles ganz schön. Selbst die Franzosen waren damit zufrieden, weil sie darin ein Entgegenkommen des deutschen Kaisers erblickten. Nur die Engländer und Amerikaner wollen in ihrem praktischen Sinn von der ganzen Idee nichts wissen. Dagegen wird sich kaum etwas machen fassen, und so wird, wohl oder übel, der schöne Plan in der Versenkung verschwinden müssen. Die Sturmszenen im ungarischen Abgeordnetenhause sind etwa so verlaufen, wie man angenommen hatte. Schon die Kossuthsche Kritik des Ausdrucks„ meiner Armee" im Erlasse des Kaisers zeigte die Stimmung. Als dann Graf Khuen- Hedervary das Wort ergreifen wollte, entstand ein Tumult, wie er selbst in österreichisch- ungarischen Landen, we man doch wahrhaftig etwas gewohnt ist, einzigartig da sicht. Der Abgeordnete Rigo stürmt auf den Ministerpräsident los:„ Versuchen Sie nicht zu sprechen und fordern Sie uns nicht heraus." Unter ungeheuren Lärme wird die Sizung suspendiert, da Graf Khuen solche Bedrohung als Verlegung der Immunität ansieht. Als der Ministerpräſident nach Wiedereröffnung der Sigung bei der Erläuterung des Armeebefehls anlangt, schreit ihm Barabas zu:„ Wir glauben dem Könige nicht!" Und dann geht es lieblich herüber und hinüber:„ Schurke",„ Vaterlandsverräter",„ Man umz Sie herauswerfen“,„ Bestecher, stellen Sie einen an ständigen Ministerpräsidenten hierher" u. s. f. Sogar tät lich bedroht wurde Graf Khuen, denn Rigo wollte ihm absolut eine Ohrfeige geben. Die neue Situation iſt faſi noch prefärer als die alte. Die Kossuthpartei ist fest ent schlossen, jede weitere Wirksamkeit des Grafen Khuen zu ver hindern. Allgemein hält man die Auflösung des Hauses für unvermeidlich. Graf Khuen wird neuerdings nach Wien zum Kaiser reisen, Der Wiener Reichsrat hat nun doch die Dringlichkeit des Antrages Placzek gegen die Erhöhung des Rekruten fontingents und für die sofortige Entlassung des dritten Jahr. ganges mit Zweidrittel- Majorität beschlossen. Voraussicht lich wird die Rekrutenvorlage nur mit der alten Ziffer des Refrutenkontingents von 59 000 Mann angenommen werden. Auch von einer voraussichtlichen Vertagung des Reichs. rates im Falle der Fortdauer der tschechischen Obstruktion wird gesprochen. * Die Frist für die Ratifikation des Panama Kanal- Vertrages, die am 22. September ablief, ist nicht ver längert worden. Damit verschiebt sich die Situation zu gunsten des von der Union protegierten Nikaragua- Kanal. Projekts um ein wesentliches. Es steht zu befürchten, daß die Unruhen in Columbien, von denen dieser Tage berichte wurde, aufs neue mit großer Heftigkeit zum Ausbruch kom men werden. Vom Balkan kommen die widersprechendsten Nachrichten, Nach der einen Version sollen sich die Türkei und Bulgarien über ein Zusammengehen in Mazedonien geeinigt haben, nach einer anderen heißt es, daß im Gegenteil Bulgarien sich mit Serbien zusammenschließen würde, eine dritte endlich meldet, daß Serbien sich entschieden darauf beschränke, das Ergebnis der österreichisch- russischen Reformvorschläge abzuwarten. Indessen bemüht sich der Sultan ersichtlich, ernsthaft an Reformen heranzugehen, und macht Micne, Schuldige streng zu bestrafen. Der Major Ibrahim Effendi, der gegen die Einwohner eines griechischen Dorfes in der grausamsten Weise gewütet haben soll, wurde verhaftet und nach Adrianopel transportiert, wo er vor ein außerordentliches Kriegsgericht gestellt werden soll. Die Bulgaren glauben selbstverständlich nicht an den guten Willen des Sultans. Sie nennen alle seine Maßnahmen ein cynisches Manöver, das durch geheime Verhandlungen zwischen England, Frankreich und Italien behufs gemeinsamen Einschreitens in der mazedonischen Frage herbeigeführt worden sei. Der amerikanische Admiral Evans hatte neuerdings seine Sympathie für Deutschland wieder dadurch bewiesen, daß er das Urteil des Kriegsgerichts kassierte, das nur auf Zurücksetzung im Avancement gegen einen Hilfszahlmeister erkannt hatte, der in der Trunkenheit seinerzeit in Tschifu einen deutschen Konsul tätlich angegriffen hatte. Als die zweite Verhandlung dasselbe Ergebnis hatte, erklärte Evans den Gerichtsspruch für eine unerhörte Justizkomödie. Das Urteil mache die Kameraden schamlos. Der Zahlmeister verdiene Ausstoßung aus der Marine. Evans verfügte, daß die drei Richter das Recht verwirkt hätten, fünftig in Kriegsgerichten zu sitzen. Das Marineamt steht auf Seiten des schwaderchefs. Hof und Gesellschaft. GeDie Kaiserin unternahm in Plön in Begleitung ihrer Söhne größere Spaziergänge. In Plön ist der Oberhofprediger Dryander eingetroffen, um die Prinzen August Wilhelm und Ostar auf ihre Konfirmation am 28. Oktober persönlich vorzubereiten. Der Kronprinz hat sich zur Jagd nach Aken a. E. begeben, nachdem er auf der Rückkehr von Königsberg sich für kurze Stunden in Potsdam aufgehalten hatte. ** Prinzregent Luitpold ist von seinem Sommerjagdausfluge ins Gebirge nach München zurückgekehrt. Die Gegenverfchwörer vor Gericht. † Belgrad, 24. September. König Peter der Erste treibt die Scheinheiligkeit reichlich weit. Er sprach bei dem Offiziersbankett im Konak, bei dem er die bereits bekannte, die Tatsachen auf den Kopf stellende Rede über die Armee hielt, sein lebhaftes Bedauern darüber aus, daß das Gesetz die Deffentlichkeit von Militärgerichtsverhandlungen in allen Fällen ausschließt. Er hätte gewünscht, daß das Kriegsgericht gegen die Nischer Offiziere öffentlich verhandle. Der König hat gut wünschen, wo er weiß, daß er die Erfüllung seines unaufrichtigen Wunsches nicht zu befürchten braucht. Trotz der Geheimhaltung des Verfahrens werden aber doch Einzelheiten über den Prozeß bekannt. Vergeblich forderten die Angeklagten die Hinzuziehung von Zeugen dafür, daß die Königsmörder in der Mordnacht auch geraubt haben. Sie erklärten, dem toten Könige seien mit den Säbeln die Finger abgehauen und die Ringe, sowie seine Uhr gestohlen worden; ein Brillantkollier der Königin Draga nenne heute die Gemahlin eines verschworenen Offiziers ihr eigen. Die Kasse des Königs sei erbrochen und alles Geld mitgenommen, den Brüdern Lunjeviza Uhren, Ringe und Tabakdosen entwendet worden. Nach der Tat hätten die Königsmörder gewaltsam Keller und Küche geöffnet und den Hofkoch unter Todesdrohungen gezwungen, ihnen ein Mahl zu bereiten. Inmitten von sieben um sie herum liegenden Leichen hätten die Mörder in Offiziersröcken stundenlang geschmaust. Wenn sie darum, so erklären die Angeklagten, auch zugäben, daß der Königsmord eine„, patrioBerfonen anwesen en gimmer waren etwa vierzehn dhwarz- rot- gold ladierfen Tischen fizend, ihren Tee nahmen stehend und an fleinen russischen, fultierten harmloſer, gut amüsierter Menschen. verbindlicher Höflichkeit und mit dem Aussehen durchaus - alles unter dem Decmantel tadelloser Formen, und dabei kritisierten, fanfanierten, fich mofierten und insprechen will, für die er wünscht. Schwägerin gegenüberſtände, in der Tat, ich erinnere mich, an Ritty liegen würde, falls er nicht eben seiner zukünftigen drucke, der Murenin sofort die Gewißheit gab, daß es nicht einen der Brüder zum anderen blickend, mit einem AusIn der Tat," erwiderte die junge Fürstin, von dem ihre Aufmerksamkeit zu erregen Bielleicht daß sein Gedanke sich unwillkürlich im Raute sicht 311. offenbarte. nur zu deutlich verriet. Wie sie aber das seine erblicftc, Iung in der ſtolzen Ruhe ihrer Süre vnt. jah, ihre tiefen, flaven Augen hemen emen Ausdruck, der Die schöne Frau wandte ihm langsam ihr e eine plötzliche Wand. Sie erbleichte Po e dir Sie gesenft. neigte ernsthaft das Haupt. hr Blick batte fich eigentlich sagten. ich nicht erwartet hatte Ja, ein Zufall," bestätigte sie gedankenvoll. was sie sagen wollten, als sie darauf hinhörte, was sie Sie fühlte aus seinen Worten mehr das heraus, Ein Un tische Tat" gewesen set, so habe sie doch das spätere Verhalten der Verschwörer gereizt und sie in ihrer Menschen- und Offi ziersehre verletzt. Die Nädelsführer des Nischer Komplotts, Novafowitsch und Lazarewitsch, erklärten außerdem, General Magdalenitsch hätte sie zur Unternehmung ermutigt. Dieser sei bereit gewesen, selbst dem Könige das Manifest zu unterbreiten und die Entfernung der Verschwörer vom 11. Juni zu verlangen. Heute sind hier unverbürgte Gerüchte verbreitet, daß Magdalenitsch verhaftet werden solle. Man scheint jedoch mit der Verhaftung zu zögern, weil durch Versetzung Magdalenitschs in den Anklagezustand die ganze Angelegenheit aus die Zivilgerichte übergeben würde, da er pensionierter General ist. Magdalenitsch bat um eine Audienz beim König, um sich zu rechtfertigen, wurde aber bisher nicht em pfangen. Nab und fern. Eine gefährliche Ballonfahrt mußten drei Offiziere des russischen Lehr- Luftschifferkorps durchmachen. Der Ballon wurde von Petersburg aus nach dem Finnischen Meerbusen getrieben, und die Offiziere zeigten auf offener See das Notzeichen, das jedoch von den unten hinziehenden Schiffen nicht verstanden wurde. Da in der Ferne eine kleine Insel in Sicht kam, beschlossen die Luftschiffer einen beschleunigten Abstieg. Der Ballon senkte sich auf die Insel nieder, hier schlug aber der Anter auf einen Stein, so daß der Anterring zerbrach. In dieser verzweifelten Lage versuchten die Offiziere alle drei zugleich aus dem Ballon herauszuspringen. Zwei kamen auch wohlbehalten auf dem Boden an, der dritte hatte sich aber mit dem Fuß in den Stricken verwickelt und blieb kopfunter an der Gondel hängen, während der von seiner Last erleichterte Ballon in die Höhe schoß. Der Korb befand sich gerade über einem Kiefernwald, als der Offizier seinen Fuß frei bekam und sich schnell entschlossen in die Bäume faller ließ. Das Glück war ihm günstig. Die Zweige der Bäume hielten den Fall auf, und der Offizier erreichte mit nur geringen Verletzungen die Erde! Troß eifrigen Suchens hat man den Ballon bis jetzt nicht auffinden können. Von Wilddieben erschossen wurde bei einem Gang durch sein Revier der Oberförster des Grafen von Westphalen in Karben, Franz Ernst. Er war unbewaffnet gewesen und hatte nur die Schlingen auf dem Dohnenstrich revidieren wollen. Dabei muß er mit Wilderern, die in der Gegend recht zahlreich sind, zusammengestoßen sein. Raubanfall auf einen Eisenbahnzug. Die Unsicherheit, die auf einzelnen amerikanischen Eisenbahnstrecken noch immer herrscht, wird durch die folgende Meldung aus Oregon drastisch vor Augen geführt. Vier maskierte Männer hielten 21 Meilen östlich von dort den Schnellzug der Oregon Railway and Navigation Company an und zwangen den Lokomotivführer, sie zu begleiten. Sie sprengten den Gepäckwagen, den sie irrtümlich für den Postwagen hielten, mit Dynamit. Ein Bahnbeamter schoß auf sie und tötete einen von ihnen. Die übrigen entkamen, jedoch ohne etwas geraubt zu haben. Durch einen unglücklichen Zufall wurde auch der Lokomotivführer durch einen Schuß tötlich verwundet. Also ein förmliches Gefecht. Ein Dampfer 68 Tage hilflos auf See. Aus Paris kommt die überraschende Nachricht, daß der seit mehr als zwei Monaten vermißte und bereits total verloren gegebene Dampfer Admiral Gueydon" wieder aufgefunden worden, allerdings als wertloses Wrack. Das große, 118 Meter lange Schiff, war an der arabischen Küste in Brand geraten, worauf der Kapitän das Fahrzeug unter großen Schwierig. feiten auf den Strand laufen ließ. 68 Tage lang waren die Schiffbrüchigen außerstande, von ihrer Lage Kenntnis zu geben, bis ein russischer Dampfer sie an Bord nahm und nach Aden brachte. Der Kapitän des Schiffes beschuldigte einen englischen Dampfer Afghanistan", den Schiffbrüchigen trotz flebentlicher Bitten keine Hilfe geleistet zu haben. Die von uns schon vor einigen Wochen gebrachte Nachricht vom bevorstehenden Abschied des bisherigen Reichsgerichtspräsidenten Wirkl. Geh. Rat v. Dehlschläger wird nun auch halbamtlich für den Anfang Oktober bestätigt. O Mit der Ueberficdelung der Buren auf deutsches Gebiet scheint es denn doch nicht so glatt zu gehen, wie man ursprünglich annahm. Beim Gouverneur von Windhoek ( Deutsch- Südwestafrita) hat neulich eine Abordnung von bier Buren um Auskunft über die Ansiedelungsverhältnisse angefragt. Dabei stellte es sich heraus, daß die Leute zwar alle Rechte, die jeder Deutsche für sich in Anspruch nehmen fann, fordern, aber feine Pflichten übernehmen wollen. In erster Linie verabscheuen sie die allgemeine Wehrpflicht; ihre Söhne sollen frei sein davon. Soweit es möglich war, ist die Regierung ihnen entgegengekommen. Daß ihre Söhne aber nicht von der allgemeinen Wehrpflicht entbunden werden konnten, hat die guten Leute, wie berichtet wird, doch sehr berschnupft. Die Umformung des englischen Kabinetts macht recht wenig Fortschritte. Schon sind 14 Tage seit Chamberlains Abgang verflossen, und noch ist so gut wie nichts geschehen. Die Kandidatur Lord Milner& schwebt noch; seine Antwort ist noch nicht eingetroffen. Für das Departement des Krieges wird jetzt neben Kitchener besonders Lord Esher genannt, der lange Jahre bei dem Herzog von Devonshire Geheimsekretär war, und sich später als Sekretär im Ministerium der öffentlichen Arbeiten bei Hofe sehr beliebt machte. Eine Frühstücks- Betrachtung. Wir haben durch schnittlich 10-12 Stunden nichts zu uns genommen, wenn wir früh morgens aufstehen. Das ist die längste Ruhepause unseres Magens. Das erste Frühstück beendet diese lange und angestrengte Tätigkeit, die er während des Tages entfalten muß, vorzubreiten, den Magen gleichsam für seine Tage- Arbeit zu stimmen. Das vermag aber nur ein mildes, wohlbefömmliches Getränk, ein solches, das den Magen leicht und mäßig anregt, ohne die Nerven aufzuregen und andere nachteilige Folgen mit sich zu bringen, ein Getränk, das ferner immer von stets gleichmäßiger, unzweifelhafter Güte ist. Der Bohnentaffee, das eigentliche Frühstücks- Getränk der heutigen Kulturwelt, erfüllt in Wirklichkeit keine dieser Haupt- Bedingungen, denn, wird er stark zubereitet, so reizt er den Magen in übermäßiger, gesund heitsschädlicher Weise, bewirkt eine unnatürliche Beschleunigung und Abkürzung des VerdauungsProzesses und ist unseren Nerven und unserem Herzen höchst gefährlich; wird er dagegen dünn gefocht, so füllt er und überschwemmt einfach den Magen, ohne irgend welchen Nuzen zu bringen. Sein einziger Vorzug, der Des Sommers Ende ist herangekommen; die Abende werden länger und damit erwacht das Bedürfris nach anregendem, bildenden Lesestoff zu neuer Stärkung. Wo aber fände dieses Bedürfnis ausgiebigere Befriediguna als durch eine täglich erscheinende, von allem Wissenswerten aufs schnellste unterrichteten Zeitung? Gerade die Ereignisse des vergangenen Sommers und der Gegenwart haben es wiederum schlagend bewiesen, daß heutzutage Niemand, sei er Landmann oder Städter, der seine Zeit mit klarem Blick erfaßt, ohne den täglichen Führer durch die einander überstürzenden Ereignisse des politischen, tommunalen, wirtschaftlichen und fulturellen Lebens sein kann. Wenn wir daher zum Vierteljahrswechsel den Weiter und Neubezug des ,, Giessener Neueste Nachrichten" angelegentlichst empfehlen, so geschieht dies mit der Versicherung, daß es auch in Zukunft unser unablässig& Bestreben sein soll, unseren zahlreichen Lesern einen gediegenen, alle Gebiete des öffentlichen Lebens in erschöpfender Weise behandelnden und aus vorzügliden Quellen stammenden Lesestoff zu bieten. Insbesondere werden wir unsere Aufmerksamkeit der ießt wieder in lebhaften Fluß kommenden Politik des In- und Auslandes zuwenden und dabei die in den Vordergrund tretenden wichtigen politischen Fragen zu beantworten suchen. Wir können hierbei unseren Lesern die Versicherung geben, daß die von uns gebrachten politischen Nachrichten, Leitartikel oder Berichte auf autentischen Unterlagen aufgebaut sind und darum auch immer das Richtige treffen. In gleicher Weise werden wir bemüht bleiben, gestüßt auf zuverlässige und unterrichtete Mitarbeiter, die lokalen Nachrichten in jeder Beziehung auszubauen, sowohl die Nachrichten aus der engeren Heimat, wie der angrenzenden Gebiete. Die Unterhaltungsbeilage wird, wie bisher, Orginal- Romane und Erzählungen aus nur ge= diegener Feder bringen und die Gunst der geneigten Leserinnen und Leser erhalten. Besonders an den langen Winterabenden wird die Unterhaltungsbeilage eine gern gesehene Lektüre sein. Der Verbreitungsbezirk der„ Gießener Neueste Nachrichten hat sich durch Hinzutreten zahlreicher neuer Abonnenten ganz bedeutend vergrößert, Inserate finden darum die weiteste Verbreitung und sichern dem Inserenten guten Erfolg. Indem wir die ,, Gießener Neueste Nachrichten" somit auch ferner der Gunst des verehrlichen Bublifums empfehlen, bemerken wir, das neu hinzutretenden Be ziehern bis zum Schluß des Monats von jetzt ab die Zeitung fostenlos zugestellt wird. Verlag und Redaktion. Lokales. Gießen, 26. Septen br 1903. Die evangelische Landessynode des Großherzogtums wird auf Dienstag, 20. Oftober, cinberufen werden. Die erste Sigung beginnt des Vormittags um 10 Uhr. Wie lange die Verhandlungen dauern werden läßt sich nicht mit Sicherheit voraussagen, jedenfalls nehmen sie eine Reihe von Tagen in Anspruch, da außer einigen Gesetzentwürfen zahlreiche Interpellationen vorliegen. ** Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Hofmann zu Gießen zum Pfarrverwalter in Queck; Pfarrassistent Nies zu Kastell zum Pfarrverwalter in Ettingshausen; Bfarrassistent Vogt zu Gießen zum Pfari verwalter in OberBreidenbach; Pfarram standidat Lic. theol. Gaul zu Neu- Is nburg zum Pfarrassistenten in Gießen; Pfarrberwalter 3 lles zu Gedern zum Pfarrvikar in Jibeshausen. * * Privattelegramm. Bei der hute Vormittag erfolgten Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 10000 Mt. ihm auch nicht abgesprochen we: den soll, ist sein eigenartiger Wohlgeruch und Wohlgeschmack. das Muster eines Frühstücks- Getränkes in jeder Beziehung Nach diesem allen würde dasjenige sein, welches das Aroma des Bohnentaffees befäße, ohne einen einzigen seiner Nachteile aufzuweisen und welches zugleich genau den angeführten Bedingungen entspräche, die für das Haupt- Getränk einer der wichtigsten Mahlzeiten des Tages unerläßlich sind. Existiert nun in Wirklichkeit schon ein solches Must er Gesundheits- Apostel und Feinschmecker vorhanden? Es existiert Getränk oder ist es nur in der Phantasie der Hygienifer, und heißt zu vollkommene Präparat besißt in hohem Grade den eigenKathreiners Malztaffee. Dieses geradetümlichen Dust und Wohlgeschmack des Bohnenkaffees. Durch ein eigenartiges, patentirtes Verfahren wird dem kräftigen und föstlichen Malz das Kaffee- Aroma imprägniert vermittelst Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Zu diesem Vorzuge gesellt sich eines würzigen und gänzlich unschädlichen Extraktes aus dem noch die ausgezeichnete, mild anregende Wirkung, die Kathreiners Matzkaffee auf Nerven und Verdauungs- Organe ausübt, ohne die geringsten schädlichen, unliebsamen Folgen auf Nr. 73 077( nach) Darmstadt), 76 460( nach Eisenach) 94 240( nach Greit), 5000 Mt. auf Nr. 32 765, 68 95 83 891, 87 590, 3000 Mt. auf Nr. 52398, 54737, 60 128 73 875, 92 865. ** 8ur Feier der Vermählung der Prinzessin Alice von Battenberg mit dem Prinzen Andreas von Griechenland, die am 7. Oktober in Darmstadt stattfindet, werden von hohen fürstlichen Personen u. a. erwartet: die Königin von England, der Kaiser und die Kaiserin von Rußland, der König und die Königin von Griechenland, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland Großfürst und Großfürstin Sergius von Rußland, Bring und Prinzessin Heinrich von Preußen und Prinz Waldemar. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland trafen bereits gestern nachmittag in Darmstadt ein. Prinzessin Ludwig von Battenberg ist von Schloß Heiligenberg in das Alte Balais übergesiedelt. Prinz Ludwig von Battenberg wird am 1. Oktober erwartet. Prinz Andreas von Griechenland traf aus den Manövern ein und nahm vorläufig im Neuen Palais Wohnung. * * - und erregt for File die aush ein Auszug a weiligen Drier es ist nur zu jungen Berein größeren Ber teiligung über Rynologen fin * Auf Beit ein He Abladen fchm 100 Cent * Uebe Ca. Radfahrer in ling; beide nehmen. D achtet hatte den Schimpf + Hung hafteten öfter bruch ang fla Untersuchunge ** Die Weihe des neuen Friedhofs ist ver schoben worden; die Weihe findet Sonntag, 4. Dft., statt. Defizit. Nach oberflächlicher Zusammenstell ung soll das Landwirtschaftliche Fest wegen der teil weise ungünstigen Witterung mit einem Defizit von ffeither im S 9000 Mt. abgeschlossen haben. dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Eröffnung der ** Gießener Stadttheater. Es sei auch an Spielzeit unter der Direktion Steingoetter Dienstag, den 29. September stattfindet. Als Eröffnungsvorstellung ge langen zur Aufführung: Kleifts zerbrochener Krug" Hierauf " Göthes Geschwister" und schließlich„ Wallensteins Lager" gewählte Zwischenmusik verbinden die einzelnen Stücke. von Schiller. Vorauf geht ein Prolog und entsprechend Ein sehr lebhaftes Interesse macht sich für die sog. Wochen abonnements geltend, die fast ausschließlich genommen werden daher gut tun sich solche bei Zeiten zu sichern. werden. Interessenten die auf bestimmte Plätze reflektieren, Kunst- und Musikalienhandlung des Herrn Challier statt; Der Abonnementsverkauf findet übrigens nur in der Empfang nehmen. daselbst können Interessenten auch Prospekte gratis in * Kunstverein Gießen. Die Gemälde Ausstellung im Turmhaus am Brand wird von kommenden Sonntag, den 4. Oktober, wieder geöffnet sein. ** Circus Lor ch. Die gestern Abend stattgefundene Eröffnungs- Vorstellung war sehr qut besucht und rechtfertigte in jeder Beziehung den guten Ruf, den der Circus Lorch genießt. Aus dem sehr reichhaltigen Programm wollen wir an erster Stelle die großartigen Freiheitsdressuren des Herrn Direktors Adolf Lorch hervorheben, von denen em besten die Vorführung der 4 Rapphengste gefielen. Mit Mrs. Corini ein und ernteten, wie auch mit ihrem Doppeleinem graziösen Pas de deux führten sich Miß Judith und Jockey- Akt und dem Sprung zu Zweien aus der Manege auf ein galoppierendes Pferd, wohlverdienten Beifall. Ebenso anerkennenswert war die von Frl. Amalie im Herrensattel gerittene hohe Schule, wie auch die Springfahrschule des | die Vorführung des arabischen Schimmelhenastes, Regent" durch Frl. Olga. Als großartige Leistung fann man mit Recht Herrn Mar Manns bezeichnen. Mit großer Spannung sab man dem Auftreten der Geschwister Lorch mit ihren circensisch- ifarischen Spielen zu. Ihre Leistungen sind staunenerregend, ja man fann sagen auf dem Gebiete der Höheren Gymnastik einzig dastehend. Viel belacht wurden die urfomischen Intermezzos der 2 Maranas. Mit ihrer Fahrt im Todesring" errang sich die erste deutsche RennbahnKompagnie reichen Beifall. Mr. Alfons Althoff in seinem musikalischen Aft, stehend auf galoppierendem Pferde, trat ebenfalls mit gutem Erfolge auf. Wir wollen unseren Bericht nicht schließen, ohne auch der Clowns und dumman Auguste zu gedenken, die durch ihre drolligen Einfälle und fomischen Entrees für Erheiterung sorgten. Die Direktion darf mit dem Erfolge der Eröffnungs- Vorstellung zufrieden sein, sie hat die beste Aufnahme gefunden und dem Unternehmen viele Freunde gewonnen. ist sehr empfehlenswert. Ein Besuch des Circus Anlagenmusit findet Sonntag vorm. Uhr in Gießen in den Süd- Anlagen statt mit nachfolgendem Spielplan: 1. Ouverture Norma von Bellin', 2. Krönungsmarsch von Meyerbeer, 3. Valse bleue von Margis, 4. Finale aus Martha von Flotow. * - Benefung dire A Schlit & Binser ist d ** Holzh die Hſſiſche Großfeuer Be zu vergüten. + Nau Sonntag na Walter entste öfter in der nachts aus d einen Rebolb besselben zog ab, der ihn i wurde in die nicht, sein Le age. E Ols Ed. bed 11 solle K. W ** Hundesport. Das am 11. Oktober stattfindende erste öffentliche Preisschliefen für Dachshunde" und Forterriers, arrangiert vom Verein Hundesport für Gießen und Umgegend", ist mit hohen Baarpreisen und einer erheblichen Anzahl von Ehrenpreisen ausgestattet. Das vorläufige Programm kommt in diesen Tagen zum Versandt, und als Richter werden die Herren Ernst Broeßler und W. Drth aus Frankfurt a. M. amtieren. Der ganz neu erbaute Schliefp'aß ist aufs Beste eingerichtet nach sich zu ziehen. Und schließlich muß der Umstand ent immer gleichmäßiger Güte auf den Markt kommt, weil er scheidend in die Wagschale fallen, daß Kathreiners Malzkaffee in nur aus edelstem und bestem Rohmaterial fabriziert wird. Er gleichmäßiger Qualität, was durch zahlreiche übereinstimmende bietet die vollständige Garantie unbedingter Reinheit und stets Gutachten fachmännischer Autoritäten außer Zweifel gestellt ist. Die Tatsachen beweisen, daß Kathreiners Malzkaffee eine der nüglichsten und für das Volk segensreichsten Errungenschaften hat und daß er speziell als Frühstücks- Getränk seinesgleichen bedeutet, welche die moderne Ernährungs- Hygiene zu verzeichnen nicht findet. Man breche doch endlich mit der alten, eing fleischten Unfitte, den Tag gleich mit dem Genusse eines unter Umständen gefähr lichen und beimtückischen Giftes zu beginnen, gleich früh morgens ein nervenfeindliches Narkotikum, wie es das im Kaffee und im Tee enthaltene Koffein ist, zu genießen. Man befehre sich zum ständigen Frühstücks- Getränk und die Heilsame Wirkung auf freulich geltend machen. Magen, Herz und Nerven wird sich in furzer Zeit schon er [ 2412] 6. Monteg den 2 Abends SchlussDie Mitgliede fordert pünktlich erscheinen. Da Bauma Cement, und T Groß Heinric Suche für n Malzkaffee, man mache Kathreiners Malzfaffee zum gut ausgebild. in maich. Buchf. 2c. pher Contor. ff. erb. W. Löbe 60( nach Gifenes r. 32 765, 6898 98,54737, 601 ung der Bring zen Andreas armstadt flatf en u. a. erwart nd die Kaiferin von Griechen bon Griechenl on Rußland, 5 Bring Walde Bland trafen be Brinzessin La enberg in das on Battenberg bon Griechenl borläufig im Na riedhofs ist w tag, 4. Oft., R Zusammenste wegen der te nem Defizit b G8 ft auch bie Eröffnung etter Dienstag,& ungsvorstellung ener Krug" hier Wallensteins Lage gund entsprech inzelnen Stude. ir die sog. Woche ließlich genom Bläge reflektiere eiten zu sichern. ns nur in errn Challier ftat rospekte gratis Die Gemälde Aus cd bon kommende ffnet sein. bend stattgefunde acht und rechtferti nder Circus Lor ogramm wollen bi eiheitsdrefjuren& ben, von denen e gfte gefielen. M Mis Judith u mit ihrem Doppe aus der Maney ten Beifall. Eber lie im Herrenfattel ringfahrschule bes nn man mit Redt aftes, Regent" durd oßer Spannung fa Lorch mit ihre tungen find staunen Gebiete der höhern ht wurden die Mit ihrer Fahr Deutsche Rennbahn 8 Althoff in seinen endem Pferde, tra vollen unseren B owns und dumma ligen Einfälle un en. Die Direktio orstellung zufriede en und dem Unter Besuch des Circ tag vorm. 11% mit nachfolgender lin', 2. Krönung von Margis, ftober stattfinde Dachshunde und undesport für hohen Baarpreisen preifen ausgestattet. irfen Tagen zum ie Herren Ernst a. M. amtieren. Beste eingerichtet der Umstand ent einers Malztoffee in Kartt tommt, weil er fabriziert wird. Gr Reinheit und fle che übereinstimment Bweifel geftellt if Malstaffee eine d en Errungenschaft giene zu verzeichna etrant feineegleide ing fleischten Unfitte Umständen gefähr gleich früh morgen im Soffee und in Zan belebre fich zum Ralzfaffee zu fame Wirkung cher Zeit fhon er [ 2412] Aufgebotene. - und erregt fortgesetzt das lebhafteste Interesse aller Besucher.| Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. blatts und Handels- Zeitung gratis, und zwar an jedem Für die auswärtigen Sportkolleg n liegt der Ausschreibung ein Auszug aus dem Frankfurter Sportblatte zur einstweiligen Orientierung über diese prachtvolle Anlage bei und es ist nur zu wünschen, daß die angestrengte Tätigkeit des jungen Vereins durch zahlreiche Meldungen zu dieser ersten größeren Veranstaltung und durch eine allgemeine Beteiligung überhanpt, die wohlverdiente Anerkennung aller Kynologen findet. * Auf dem Gießener Güterbahnhof wird zur Zeit ein Hebefrahnen montiert zum Auf- und Abladen schwerer Gegenstände; die Tragkraft beträgt ca. 100 Gentner. ** Ueberfahren. Heute Mittag überfuhr ein Radfahrer in der Bahnhofstraße in Gießen einen Lehrling; beide kamen zu Fall, jedoch ohne Schaden zu nehmen. Der Lehrling, der das Schellen nicht beachtet hatte, zog sich schleunigst zurück, verfolgt von den Schimpfworten des Radfahrers. + Hungen, 25. Sept. Die vor einiger Zeit verhafteten österreichischen Arbeiter, die wegen Hansfriedensbruch ang flagt sind, sind bis jetzt noch nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. Ein dritter Arbeiter der feither im Krankenhause gelegen, wurde nach seiner Genesung direkt ins Gefängnis abgeführt. ** A Schlitz. Ueber das Vermögen der Firma Bloch & Zinser ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Holzheim, 24. Sept. Dem Vernehmen nach hat die Hssische Landesbrandkasse an die von dem hiesigen Großfeuer Betroffenen ca. 48,000 Mt. für Gebäudeschäden zu vergüten. + Nauborn. Traurigen Ausgang nahm am Sonntag nachts ein Streit, der zwischen den Brüdern Walter entstanden war. Beide kehrten gegen 3 Uhr nachts aus dem Wirtshause heim und gerieten wie öfter in der letzten Zeit in Wortwechsel. Im Verlauf desselben zog der eine, der Besitzer der Nonnenmühle, seinen Revolver und gab auf seinen Bruder einen Schuß ab, der ihn in den Unterleib traf. Der Schwerverletzte wurde in die Gießener Klinik gebracht, doch gelang es nicht, sein Leben zu erhalten, er starb am anderen Tage. - Am 22. Sept. Paul Alfred Treuke, Buchhalter dahier und Margarete Euler dahter. 25. Martin Repp, Dachdecker dahier und Marie Böttner geb. Keil, Wäscherin dahier. Geborene. - - - - Am 14. Sept. Dem Handelsgärtner Karl August Kaufmann ein Sohn. 16. Dem Kaufmann Karl Mandler ein Sohn. 17. Krausch eine Tochter. Dem E.sendreher Gustav Heinrich - 18. Dem Lehrer an der Stadtfnabenschule Heinrich Schwöbel eine Tochter, Gertrud Elisabethe Johanna Irmgard Margarete. 20. Dem Tag löhner Jost Rüspeler ein Sohn, Hans. Dem Schreiner Johannes Pitz ein Sohn, Otto. Dem Schuhmacher Heinrich Müller ein Sohn. Dem Kellner Martin Stockert eine Tochter. 22. Dem Drechslermeister Emil Krämer eine Tochter, Lina Elisabethe. Dem Schuhmacher Friedrich Linn eine Tochter, Anna Elise. - Gestorbene. - 21. Am 18. Sept. Georg Heinrich Stohr, 74 Jahre alt, 78 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Buchdrucker dahier.- 10. Jette Cahn, geb. Schamberg, 20. Auguste Engel, 61 Jahre alt, Privatin dahier. Jahre alt, Rentner dah. 21. Magdalene Knell, geb. 16. Ernst Müller, 58 Löff 1, 69 Jahre alt, ohne Beruf dahier. 22.- Karl Emmrich, 32 Jahre alt, Pflegling, früher Weißbinder dah. 25 dahier. Friedrich Jakob Lichtenfels, 63 Jahre alt, Rentner Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein. fr bas Botale, ben Gerichte." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Epprimeni Drad unb Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Einer bewegten Zeit gehen wir in unserem politischen Leben zweifellos entgegen. Ein stets treues Spiegelbild desselben wird auch wie bisher das über ganz Deutschland und auch im Auslande starf verbreitete liberale„ Berliner Tageblatt" sein. Die Vorzüge des Berliner Tageblatts sind allbekannt: 6 wertvolle Zeitschriften erhält jeder Abonnent des Berliner TageGrosse internationale Kunst- Ausstellung von Original- Oelgemälden im grossen Saale Lonys Bierkeller, Schanzenstrasse Giessen. Geöffnet von heute ab von 9 Uhr früh bis 6 Uhr abends. Eine Pracht- Sammlung von 86 Stück Gemälden aus dem Besitze der Frau Baronin Olga von Wangenheim, enthaltend Werke von Prof. Andr. Achenbach, Prof. Ed. Grützner, Prof. Fr. von Defregger, Prof. Gabriel von Max und verschiedenen bedeutenden Franzosen und Italienern. Ferner 100 Stück Gemälde sollen im direkten Auftrage der Künstler verkauft werden, wie Alb. Rieger, K. Wagner, J. E. Gaiser, E. Zimmermann, J. Bernard, L. Kern u. a. m. G. F. J. Monteg den 28. September Abends 8 Uhr Schluss- ebung. Die Mitglieder werden aufge= fordert pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Das Kommands. Baumaterialien Cement, Cementwaren und Tonplatten. Heinrich Völzing Groß- Felda. Eintritt à Person 30 Pfennige. Kataloge sind an der Kasse zu haben. Offeriere: Gesiebte Ofenkohlen Nr. 1 Schmiedekohlen Nr. III 99 ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert. Ermenrod. Brennholz Die Direktion. Junges Hausbürschchen gesucht. Näheres Gießen, Neuenweg 82. Schreinergesellen gesucht Gie en, Wetsteingasse 33. Bu vermieten Im Seitenbau( Neubau) Frankfurterstraße 29 ist im Parterre eine schöne, abgeschlossene Dreis zimmerwohnung mit Spülklosett an ruhige Leute per sofort zu berm. Birkenstock& Schneider. Gießen. 11. Seltersweg 60, III. 1. Möbl. Zimmer zu berm. Stübchen mit Bett als Schlafftelle zu vermieten. Maigasse Zimmer, unmöbl., alleinstehende Person zu verm Gießen, Neuenweg 6, part. Möbl. Zimmer Klavierbenukung zu verm. Wausardenwohnung mit allem Zubehör zu vermieten. Gießen, Bruchstraße 12. 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Heute und Montag: " Montag: Beitgeist", wissenschaftliche und feuilletonische Zeitschrift, jedem Mittwoch:„ Technische Rundschau", illustrierte polytechnische Fachzeitschrift, jeden Donnerstag und Sonntag: Der Weltspiegel", illustrierte Halbwochen- Chronit, an jedem Freitag:„ Ult", farbig illustriertes, satirisch- politisches Wißblatt, jedem Sonnabend: Haus Hof Garten", illustrierte Wochenschrift für Garten- und Hauswirtschaft. Das RomanFeuilleton des„ Berliner Tageblatts" bringt hervorragende Novellen und Romane erster Autoren. So erscheint im nächsten Quartal der spannende und interessante Roman: " Jenseits von Glück und Unglück" von Marie Stahl. Bei einem sorgfältigen Vergleich der Leistungen der deutschen Zeitungen wird man sich bald überzeugen, daß in Bezug auf Reichhaltigkeit und Gediegenheit des gebotenen Inhalts sowie im Hinblick auf die rasche, zuverlässige Berichterstattung das„ Berliner Tageblatt" an erster Stelle steht. Bekanntlich ist das B. T." durch seine eigenen, an allen Weltplätzen, wie Paris, London, Petersburg, Wien, Rom, Konstantinopel, Newyork, sowie an allen größeren Verkehrs- Centren angestellten Spezial- Korrespondenten vertreten, die diesem Blatte allein zur Verfügung stehen. Die sorgfältig redigierte vollständige Handels- Zeitung ,, des B. T." erfreut sich wegen ihrer unbeeinflußten Haltung in faufmännischen und industrieellen Kreisen eines vorzüglichen Rufes und wird wegen Privat- Kapitalisten geschätzt. Die Parlamentsberichte werihrer Unabhängigkeit als zuverlässiger Wegweiser auch von den im Berliner Tageblatt" anerkanntermaßen sehr ausführlich behandelt und erscheinen in einer besonderen, sogenannten Barlamentsausgabe, die, noch mit den Nachtzügen versandt, am Morgen des nächstfolgenden Tages den Abonnenten dieser Zeitung zugeht. Das„ Berliner Tageblatt", welches gegenwärtig ca. 81 000 Abonnenten besigt, erscheint täglich 2 mal, auch Montags, in einer Morgen- und Abendausgabe, im ganzen 13 mal wöchentlich. Abonnementspreis für alle 7 Blätter zusammen bei allen Bostanstalten des Deutschen Reiches 5 M. 75 Pf. für das Vierteljahr oder 1 M. 92 Pf. für den Monat. Dieser Betrag ist im Verhältnis zu dem überaus reichen Inhalt des Blattes und der oben genannten gediegenen 6 Wochenschriften ein sehr mäßiger. Annoncen im B. T." finden namentlich in den gebildeten und besser situierten Kreisen die erfolgreichste Verbreitung. " Seide porto- u. zollfrei ve senden wir direkt an Jedermann in wundervoller Auswahl unter Garantie für gutes Tragen. Wundervolle Neuheiten in schwarz, weiß und farbig in allen Preislagen schon von 95 Tf. an. Muster bei Angabe des Gewünschten franto. Briefporto nach der Schweiz 20 f. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie., Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten ( Schweiz). Derdingung von Drainagearbeiten. Die für dieses Jahr zur Ausführung vorgesehenen Drainagearbeiten in der Gemarkung Langsdorf cirfa 37 000 mtr. sollen Montag, den 5. Oktober, d. J., nachmittags 3 Uhr auf dem Rathause zu Langsdorf durch öffentliches Ausgebot bergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Langsdorf zur Einsicht offen. Gießen, den 24. Septbr. 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Verdingung von Drainagearbeiten. Für die Feldbereinigung Gießen, rechts der Lahn, sollen die zur alsbaldigen Ausführung vorgesehenen Drainagearbeiten ca. 35 500 mtr. und das im Wege Anfahren der Röhren- ca. 4180 Ctr. schriftlichen Angebotes vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen. Die Offerten sind verschlossen und postfrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Montag, den 5. Oktober ds. J., vorm. 11/2 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. September 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Bekanntmachung. Die Mäusburg wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Montag, den 28. d. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerks und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 25. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Stepez, 26 Sept. aus dem heutigen Wochenmarti copeten Butter per Bfb. 0.90-1.05 Mt., Hühnereter 2 Stüd 14-16 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar D. 0.70-0.90, Hühner per Stild Mr. 1.30-1.80, Hahnen, per Stud Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse p. Bfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 68-78 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweinefleisch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Big., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. m. 4.50-5.00, Kirschen per Pfund 00-00 fg. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Stadt- Cheater Giessen. Einweihung des neuen Friedhofes Direktion: Steingoetter. Eröffnung der Spielzeit. Dienstag, den 29. September 1903. Jubelouverture v. C. M. v, Weber. Prolog. Duverture a. Figaros Hochzeit" v. Mozart. Der zerbrochene Krug, Lustspiel in einem Aft v. Kleist. Motive aus„ Egmont" v. Beethoven. Die Geschwister. Schauspiel in 1 Aft von Schiller. Historische Märsche. Wallensteins Lager. Dramatisches Gedicht v. Schiller. 11. Geffisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung VI. Klaffe.( 13. Tag) 25. September 1903. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 17 142 457 519 617 713[ 400] 18 805 927 1040 123 57 81 90 396 465[ 400] 574 711 807 16[ 400] 32 928 93[ 400] 2213[ 400] 15 310 40 443 519[ 1000] 66 80 720 95[ 1000] 804 11[ 400] 46 59[ 1000] 914 55 3016[ 2000] 76 161 83 230 44 321 95[ 1000] 401[ 2000] 51[ 400] 60 68 73[ 2000] 583[ 5000] 95 607 4053[ 1000] 63 77 334 422 28[ 400] 59 70 83 538 609 80 722 26 1400] 942 5016 130[ 400] 67 212 52 358 77 486 586 615 36 867 917 34 77 6025 60 148 242 61 71 450 524 70 7163[ 1000] 250 88 427[ 400] 34 568 [ 400] 616 749 805 8[ 400] 25 957 8071 400] 176 390 462 671 87 94 807 37 43 66[ 2000] 9009 133 59 73 324 82 665 759 849 993 10021 68 164 216 49[ 2000] 54 510 39[ 400] 98 683[ 400] 93 733 939 77[ 400] 11003 9 73 120 322 452 564 931 12180 239 60 343 436 43 87 99 555 76 725 34[ 400] 891 943 99 13617 77 716 57 91 94 804 40[ 400] 41 72 92 961 14023 58 135[ 400] 390 484 672 815 915 15002[ 1000] 9 21 22 135[ 400] 353[ 1000] 604 740 94[ 1000] 841 [ 400] 83 928 16009 79[ 400] 168[ 400] 95 228 62 315 1000] 23 77 710 824 17033 47 65 88 115 28 31 1400] 82 268[ 1000] 337 86 486 584 899 [ 400] 18009 96[ 400] 137 50[ 2000] 202 599 877 97 998 19019 194 [ 1000] 261 388[ 400] 437 517 610 97 761 85[ 400] 812 17 29[ 2000] 69 929[ 400] 58 20085 174[ 400] 91 298[ 1000] 394 403 40[ 1000] 612 60 854 907 66 21144[ 1000) 236 72 75 598 609 839 981 22000 118[ 400] 218[ 5000] 24 307 427 622 50 80[ 400] 90 712 24 85 93 857[ 400] 916 71 23016 1000 66 457 547 53[ 400] 77 82 91 812 61 24144 478[ 400] 539 617 27 769 25044 114[ 1000] 373[ 400] 483 93 504 40 72 77 604 20[ 400] 810 92[ 400] 975 26026[ 1000] 63[ 3000] 97 144 468 69 692[ 1000 703[ 400] 11 42[ 400] 806[ 400] 45 63 943 59[ 2000] 27032 140[ 400] 268 71[ 400] 86[ 2000] 98 323 401 78 504[ 400] 30 55[ 1000] 56 67 78 690 782 85 95 97 936 59 28056 304 463[ 400] 571 86[ 400] 721 67[ 400] 822 47 59 95 29126[ 2000] 35[ 400] 443 95 637[ 400] 56[ 400] 771 869 81 98 30025 75 246 352 407 63 501 27 14001 38 96 747 859 980 31214 524 47 808 62 65[ 400] 993[ 400] 32150[ 400] 205 27 62 77 324 39 [ 400] 94[ 400] 434[ 400] 40 672 94[ 2000] 755 826 38 76 928[ 2000] 33109 341 407 534 642 779 865[ 1000] 989 34005 106 234 60 374 544 50 72[ 1000] 685 89 806[ 400] 9 920 53 59 35065 84 159 62[ 400] 295 338 430 95 508 12 23 734[ 1000] 91 853[ 1000] 36034 73[ 400] 87 111 53 78 220 91 304 40 451 505( 2000 9[ 400] 86 617 61 94[ 400] 763 806 37172[ 400] 214 33[ 1000 805 85 38020 55[ 1000] 76 117 207 393[ 400] 518 611[ 400] 25 824[ 400] 90€ 10 39118 96[ 400] 221 68 469 72[ 400] 533 610[ 400] 29[ 2000] 89 [ 3000] 93 721 48[ 2000] 889 40032 300 40 88 406 500 44 651 829 40 900 41067 208[ 400] 40€ 55[ 1000] 73 689 816 42046 89 109 221 378 422[ 400] 33[ 400] 34 705 43055 217[ 400] 332[ 400] 66 469 642 44062 309 15 56 94[ 400] 577 618 887 940 45024 93 135 247 52 57 406[ 400] 63 675 713[ 400] 837 86 984 46050 59 144 209 392 13000 446[ 400] 564 81 650[ 400] 95 744 71 860 [ 1000] 941 47036 108 353[ 2000] 509 734[ 1000] 883[ 400] 48029[ 1000] 48 125 202 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172[ 400] 318 55[ 3000] 80 97 99 425 97 [ 400] 560[ 1000] 91 616[ 2000] 753 62 894 962 Nächste Ziehung Samstag den 26, September 1908. Richard Buchacker, Giessen. staatl. tonz. Haupt- Kollekteur Neuen- Bäue der Heff. Thüringischen( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. 11. zu Giessen. Auf besonderen Wunsch des Großherzoglichen Kreisamts Gießen, der darauf hinzielt, unsere Friedhofsweihe mit allseitiger Zustimmung und Befriedig ung vorgenommen zu sehen, soll die für morgen angesagte Weihe auf 8 Tage verschoben werden. Unsere Weihe des Friedhofes soll darum nicht morgen, sondern am Sonntag, den 4. Oktober d. J., abgehalten werden. nachmittags 4 Uhr Wir bitten unsere Gemeinde, diese Verschiebung nicht unwillig, sondern freundlich hinzunehmen und in acht Tagen zahlreich an der Weihe sich zu beteiligen. Gießen, den 26. September 1903. urnverein Giessen. Sonntag, den 27. September Abturnen in der Turnhalle Nachmittags 4: Konz rt. Abends: Tanz Der Vorstand. Zirkus Lorch Oswalds- Garten, Gießen. Samstag, 26. Septbr. abends 8 Uhr: Elite- Abend. Sonntag. 27. Septbr. Zwei grosse Fest- Vors ellungen, rachmittage 4 u. abends 8 Uhr. Das Programm der Nachmittags- Vorstellung ist ebenso reichhaltig wie das der AbendVorstellung. In diesen Vorstellungen das Großartigste auf zircensischem Gebiete. Vorführungen, welche hierorts durchaus neu sind. Neue urkomische Intermezzi aller Clowns. Ein Jeder soll und muß lachen. Die neuesten Freiheitsdressaren. Der wunderbare Schulritt auf dem Manegen- Rande. De Fahrt im O © O Todesring. Das Verwegendste und Tollkühnste, das bis jetzt in einem Zirkus gezeigt wurde. Die einzig dastehenden 7 schwister Lorch. GeDer evang Gesamt- Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Curnverein Collar. Das Abturnen des hiesigen Turnvereins findet Sonntag, den 27. September mit folgendem Programm statt: 226 Abonnementspre n's Haus gebracht Bratsbellagen: berhefifche Bett Cartenbau, fotole b Dad Blatt erfch für [ 175 Kilom ige der Studien der Militäreijent reiht. Troy di fich der neue D richtungen des gemachten Erfah es ohne Gefahr Shunde bringen [ Der Zauber wieder einmal dro Leipzig- Goylis lag Begil. Diese midden tre stoff und für 1. Von morgens 9 Uhr ab Vereinswetturnen, nach mittags 2 1hr Photographische Aufnahme des gesamten Vereins, von 4 Uhr ab Stabübungen, Schauturnen, währenddessen Konzert und später Tanz. Abends turnerische Aufführungen bei bengalischem Feuerwerk. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. ang clindigt. J rebt man sich sche an dienstbaren 3 Sutrauen. die foten Counten, we aferen Diensta Forment. [ Das Mujic Worgen- Zeitung" lict folgendes b rajenden Staats diger:„ Die Lage ich möchte fajt j Ausiveg, der a Darauf tann id not mit we id prinzipiell ni nach die nuu Staatsmann( n „ Wird es z Cache noch frie id hierüber funft werde ge forlich über die mich ziemlich a Gie, Juren Lei gehen mag, oler cinge ode Aerzt Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz Hölzer kon zu bent vie sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umerzteſtandes bie fallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. K. Grosshaus, empfiehlt sein großes zesp reijen mity tel ungen, um jis a föngen, cine Scottfage augu Land und spezie Irauriges Les b *[ Originelle ment Scinc- etGrünberg, Bantier, Herr ich eine Leden Bahnhofstr. 20. dann erhalten i Lager in allen Sorten Schuhen und Stiefeln, besonders moche auf eine große Auswahl in hohen Zungenstiefeln, hohe und halbhohe Schaftstiefel, mit und ohne Beschlag rindlederne Arbeitsschuhe, für Männer, Frauen und Kinder, in dauerhafter Ware aufmerksam; unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung. 00000000000 Grosser Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober verlege ich mein Uhren, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Metzgermeister Krender. Bis dah u verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu ledentend her abges then Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. Gießen. Mrktplatz. eigenartige Be nämlich kurz fern Leichnam 10000 Ziehung der Deu 232 Los 1 Mk., J. Stürm und alle R. B 00000 Brotpreis