Nr. 72. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Boft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittage. Donnerstag, den 26. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jnsertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbefsen, die Streise Weglar und Marburg 10 Pfg fent 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fsBoftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 38. Fernsprechanschluk Rr, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Reichstags- Paufe. Bon unserm parlamentarischen Mitarbeiter wird uns geschrieben: Als ich am Dienstag pflichtgemäß nach deni Reichstage ging, begegnete mir im Tiergarten eine Kavallade von Sportsleuten und Trainern, die ihre Kunst übten, Karossen jagten über die Charlottenburger Chaussee das schnaufende Töff- töff machte sich mehr als sonst bemerkbar, und auf den Promenadenwegen zeigte sich zum erstenmale die bunte Farbenpracht der neuen Saisontoiletlei. Es war so recht ein Tag zum Genießen, ein Tag, an dem man die Arme ausbreiten und aus voller Brust in die erwachende und sich zu neuem Glanz verjüngende Welt hinausrufen möchte: Da bleibe, wer Luft hat, mit Sorgen zu Haus. Und nun mußte mon noch stundenlang in den Hallen des Reichstags auf die Worte der Reichsboten lauschen, die bereits die Parole Heimat ausgegeben aber noch einige Pflichtreden vor den Wahlen zu erledigen hatten. Es läßt sich nicht beschreiben, welch unnennbarer Schrecken bei den Journalisten entstand, als Stadthagen zur Tribüne schritt. Stadthagen, der gefürchtetſte unter ben Dauerrednern. Es ging gnädig ab; auch die übrigen Redner faßten sich kurz, so daß ich bald wieder unter den Enospenden Baumwipfeln des Tiergartens nach meinem Heim dahinschritt, als das Haus bis zum 21. April vertagt war. Fleißig ist er gewesen, der alte Reichstag, das muß man ihm lassen. Denn troßdem die Zolltarisvorlage alle gesetzgeberische Tätigkeit beschränkt und vor allem die Statsberatung bis zum neuen Jahre hinausgedrängt hatte, sind doch noch alle Vorlagen, sogar einschließlich des Kinberschutzgesetzes, erledigt worden. So bleibt nur noch das Klosettgeset", wie seine Gegner es spöttisch nennen, nach der Pause zu erledigen. Bei allem Fleiße aber fann man dem Reichstage nicht nachrühmen, daß er besonders produktiv gewesen wäre. Pille Pläne mit neuen sozialen Gesichtspunkten sind nicht bom Flecke gekommen; die Frage der kaufmännischen Schiedsgerichte, die Sicherung der Bauhandwerkerforde rungen und die Frage der bedingten Verurteilung sind über die eigentlichen Vorſtadien kaum gediehen. In der Sozialpolitik ist entschieden ein Stillstand eingetreten. In politischer Hinsicht hat sich eine stärkere krystallisation einerseits unter den firchlich gesinnten, andererseits unter den auf einer freien Weltanschauung beruhenden Parteien bemerkbar gemacht, und auf wirtschaftlichem Gebiete ist der Schutzzollgedanke allmählich das herrschende Prinzip geworden. So deutet denn am Schluß des Reichstags der Kompaß auf geringe Schwankungen hin. Das kɔmmende Parlament wird bis in die Einzelheiten dem alten gleichen. Die Politik. Dentschland und die mazedonische Bewegung. Troß der Auflösung des mazedonischen Komitees, trop des Rücktritts des friegsluftigen Priegsministers Paprikom und troß der wiederholten Beteuerungen ihrer Friedensliebe traut man der bulgarischen Regierung nicht recht, weder in Konstantinopel noch seitens der Großmächte. Man glaubt, daß die Staatsmänner in Sofi insgeheim die mazedonische Bewegung begünstigen und ein von Berlin nach Sofia gerichteter falter Wasserstrahl wird die Regierung des Fürsten Ferdinand darüber belehren, daß man, wie anderwärts, so auch in Deutschland, ihr zweideutiges Verhalten durchschaut und es für sie gewaltsamer sein dürfte, gegenüber den Wirren in MazeSonien eine Politik der Loyalität und Neutralität zu beobachten, statt durch heimliche Etigung und stillschweigende Duldung den Aufstand zi dern. Ein offenbar aus amtlichen Berliner Quellen 1. pirierter Artikel eines rheinischen Blattes wendet sich in auffallend scharfem Tone gegen die bulgarische Regierung, in dem es ausführt, die Tatsache, daß gegenwärtig etwa 50 fleinere bulgarische Banden in Mazedonien ihr Unwesen treiben, beweise, daß die Regierung entweder zu schlaff sei oder es an gutem Willen fehlen lasse. Der Umstand, daß ihre Haltung selbst die Unzufriedenheit des Berliner Kabinets erregt, sollte den bulgarischen Regierungsmännern zu den Ten geben. Inzwischen fährt die deutsche Reichsregierung fort, in Konstantinopel ihren Einfluß im beschwichtigendem Sinne auszuüben. Nach einem Telegramm von dort suchte der deutsche Botschafter Frhr. v. Marschall die ofonomischen Patriarchen und Erarchen auf und legte ihnen nahe, alles aufzubieten, um die Ruhe aufrecht zu erhalten. Russische Willkür in Finland. ::: Die Untergrabung und Zertrümmerung von FinYands Freiheiten und Rechten wird von der russischen Regierung in beschleunigtem Tempo mit einem fast fieberhaften Eifer fortgesetzt. Nachdem eine Reihe der wichtigsten Sagungen der finnischen Berfassung aufgehoben pder außer Kraft gesezt waren, begann die Ersetzung der Selbständigen Beamten durch waschechte, rücksichts- und ftrupellose Moskowiter. Selbst aus Sibirien wurden das war charakteristisch- di euge der Gewalt und Unterdrückung herbeigeholt, um mit ihrer Huse die Russifizierung des seine Unabhängigkeit mit dem Mu'e der Verzweiflung verteidigenden Großsürstentums zu vollenden. Vor einigen Tagen wurde die Absetzung einer Anzahl von Polizeichefs gemeldet und jezt kommt die Nachricht von einem neuen, wieder gegen die Hofgerichte geführten Schlag. Auf Befehl des Kaisers- so besichtet ein Petersburger Telegramm sind dreizehn Beamte der Hofgerichte in Wiborg und Wasa ohne Pension verabschie det worden. Der Grund der Entlassung ist die Weigerung der Beamten, den kaiserlichen Eclaß über die gerichtliche Verfolgung von Amtsvergehen geje mäßig an ue fennen. Eine drastische Illustration zu der russischen Schreckensherrschaft in Finland liefert ein Vorfall, der sich in Wiborg zutrug. Dort war ein Mitglied der rus ischen Gendarmerie vom Gericht wegen Diebstahls verurteilt worden, ein anwesender russischer Polizeibeamter verlangte jedoch die Freilassung des Verurteilten. Als nun der Vorsitzende dem Polizeibeamten das Unpassende seines Benehmens vorhielt, ließ der letztere einen Pfiff ertönen und es stürzten eine Menge Polizisten in den Gerichtssaal, die den Verurteilten den Händen der Gerichtsdiener en rissen und ihn im Triumph hinausführten. Die Afrikareise Loubets. Das Programm für die Afrikareise des Präsidenten Loubet ist nunmehr festgestellt. Danach wird der Präsident, der sich an Bord der„ Jeanne d'Arc" einschifft, am 15. April in Algier eintreffen und sowohl dort wie bei dem Antritt seiner Fahrt nach Tunis von dem französischen Mittelmeergeschwader begrüßt werden. Der Präsident der Republit wird auf diesen Fahrten von den Präsidenten der beiden Kammern, vom Ministerpräsidenten, sowie den Ministern für Ackerbau und öffentlichen Arbeiten begleitet sein. Der Marineminister Pelletan begibt sich auf einem Geschwaderschiffe nad igier. Herr Loubet sieht seine Anwesenheit daselbst nicht gern, da der Marineminister nach ben bekannten rednerischen Entgleisungen von Ajaccio und Tunis als Reisender gefürchtet ist, doch dürfte Herr Pelletan kaum die Gelegenheit geboten werden, das Wort zu nehmen. Außer einem spanischen Kriegsschiff soll auch eine italienische Schiffsdivision unter dem Befehl des Admirals Mirabello zur Begrüßung des Präsidenten nach den Gewässern von Algier entsendet werden. Die Grüße und Wünsche des Sultans von Marokk überbringt eine Sondergesandtschaft Sr. Scherisianischen Majestät. Die Finanzspekulationen Kaiser Meneliks. Henri Rochefort erzählt in seinem ,, Intransigeant" eine merkwürdige Geschichte, wie es kam, daß Kaiser Menelik von Abessinien aus einem warmen Freunde Frankreichs dessen Gegner geworden ist. In der Umgebung des Kaisers so heißt es da befand sich ein französischer Deputierter D., der den abessinischen Herrscher überredete, sich an zwei Unternehmungen zu beteiligen, welche auf der letzten Pariser Weltausstellung die Schaulust des Publikums befriedigen und, nach der Behauptung der Gründer, einen ungeheuren Gewinn abwerfen sollten., Der Mond auf einen Meter" sollte sich das eine ,,, die Weltkugel" das andere betiteln. Menelik, in seiner Unkenntnis europäischer Schwindelgeschäfte, entnahm große Partien von Aktien, beide Gesellschaften verkrachten jedoch, bevor sie eigentlich ins Leben getreten waren, und der ,, Negus" sah sich um 1600 000 Francs ,, gekränkt". Daher sein Groll gegen Frankreich. Das Ende des ,, grünen Banners" in China. Der Gouverneur der chinesischen Provinz Schantung, Tschousou, hat beantragt, die Truppen des ,, grünen Banners" aufzulösen und durch eine Gendarmerie zu ersetzen, und der Kaiser bezw. die Kaiserin- Regentin hat diesen Antrag genehmigt. Die Truppen des ,, grünen Banners" sind die Ueberreste der alten regulären Armee. In jeder Provinz befindet sich ein selbständiges Korps. Daß diese Truppen, die mit Luntenflinten und Speeren ausgerüstet sind, keinerlei Wert haben, hatte man in China schon längst erkannt. Nachdem jezt Tschousou den Anfang gemacht hat, werden vermutlich andere Provinzgouverneure nachfolgen. So pröckelt ein Stück nach dem andern von dem alten Chinesentum ab, was außer den an der Erhaltung der verrotteten Zustände interessierten Mandarinen niemand zu bedauern haben wird. Kurze politische Nachrichten. * Nach dem Monatsausweise des kaiserlichen Statistischen Amtes über den auswärtigen Handel betrug in den Monaten Januar und Februar d. J. die Einfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogr. 6 238 869 gegen 5 490 077 und 5 726 623 in den beiden Vorjahren, daher mehr 748 792 und 512 346; die Ausfuhr in Tonnen zu 1000 kilogr. 5 910 184 gegen 4 862 572 und 4663 577 in den beiden Vorjahren, Saher mehr 1047 612 und 1 246 607. * Das preußische Kriegsministerium läßt zur Zeit eine 3ählung der Veteranen aus den Kriegen von 1848, 1864, 1866 und 1870/71 vornehmen. Diese Zählung wird mit den vom Reichstage geforderten Pensionserhöhungen für die alten Krieger in Verbindung gebracht. * Wie bestimmt verlautet, wird beabsichtigt, die o un telblauen Ueberrode der Infantericosfiziere durch solche von hellerem Blau, etwa von der Farbe der jeßigen Waffenröde, zu ersetzen. Probeweise sollen Ueberröde neuerer Art bereits vereinzelt getragen werden. * Major a. D. Endell, der vielgenannte Vorsitzende des Posener Provinzialverbandes des Bundes der Landwirte, hat von der Provinzialversammlung des Bundes ein Vertrauensvotum erhalten. * General Macdonald, Höchstkommandierender auf Ceylon, wird sich wegen Mißhandlungen an gefangenen Buren und anderer Verfehlungen vor einem Kriegsgericht zu verantworten haben. Hof und Gesellschaft. Das Kaiserpa ar unternahm gestern füth mit dem Prinzen Adalbert den gewohnen Spaziergang. Nach einem kurzen Besuch beim Reichstanzler G. afen v. Bü ow empfing der Kaiser im föniglichen Schloß von 10 Ur ab den Minister der öffentlichen Arbeiten Budde und den Kriegsminister v. Goßler zum Vortrag und um 12 Uhr den Regierungspräsidenten Fromme. Bur Frühstücstasel bei den Majestäten waren geladen Gesandter v. Bitlow und Gouverneur von Ostafrika, Graf Goetzen und Gemahlin. * Der König von Schweden wird in Kopen hagen gleichzeitig mit dem Deutschen Kaiser zum Besuch erwartet. Das„ Blumenmedium" vor Gericht. Hg. Berlin, 25. März. Dritter Verhandlungstag. Nachdruck verboten. Als dritter Sachverständiger ist, wie der Staatsanwalt mitteilt, noch der Professor der Physiologie an der Berliner Universität, Dr. Dessoir, hinzugezogen worden. Ein freiwilliger Verteidiger hat sich für die Nothe angeboten, der Spiritist Dr. med. Langsdorff, doch lehnt der Gerichthof den Antrag des Herrn turzerhand ab, da er nicht Jurist sei. Die schwarzen Gestalten. Als erste Zeugin wird heute Frau Beyer, die Frau eines früheren Amtsanwalts am Landgericht Be.lin vernommen. Sie hat dem Spiritistenverein, Psyche" angehört und einer Sigung der Rothe beigewohnt. Trotzdem sie nicht annahm, daß sie Taschenspielerkünste sehen sollte, beobachtete sie scharf zusammen mit dem Pastor Riemann von der Nikolaitirche. Sie hatte nur einen Platz in der zweiten Reihe erhalten können, während der Pastor in der ersten saß. Doch wurde er gleich daraus entfernt, denn die Rothe rief: Ich kann nicht an den Blumenforb herankommen, ich sehe schwarze Gestalten, die mich hindern." Kaum war der unbequeme Beobachter fort, begann der Blumenregen. Wenn jemand näher herangehen wollte, verbot es der Impresario Jenzsch ,,, weil die Harmonie nicht gestört werden dürfe." Später, als sich die Zuschaue zur Garderobe entfernten, kamen trop gestörler Harmonie Bleistift, Notizbücher usw. angeflogen. Das harmonische Band. Die Harmonie" spielte überhaupt bei den Sipungen eine große Rolle. Die Zeugin hatte, um der Sache auf den Grund zu gehen, die Rothe zu einer Vorstellung in eigenem Hause eingeladen, wobei diese angeblich den Geist der Schwiegermutter der Beugin zitierte und Trance reden Helt. Untersuchungen ließ die Rothe nicht mit sich anstellen, und als der Gatte der Beugin, um besser zu sehen, aufstehen wollte, hieß es gleich wieder: Sie stören die Harmonte". Allerdings muß diese großartig gewesen sein, denn ein als Medium bekannter Spiritist, der der Sißung beiwohnte, sah ,, ein buntes breites Band, das die Anwesenden vereinigte. Die Rothe sagte der Zeugin dann noch ein großes Unglück voraus, das nicht eingetroffen sei, während sie mit einer anderen Warnung recht behielt. Ich hätte eine schlechte Freundin, vor der solle ich mich in acht nehmen. Na, barin hatte sie ja recht, sie hatte einen schärferen Blick als ich."( Heiterkeit.) In der Sizung war auch der Zeuge Groll anwesend. Der Staatsanwalt fragt die Zeugin, ob sie den Eindruk gehabt habe, daß zwischen diesem und der Angeklagten ein Einverständnis geherrscht habe. Die Beugin hat nichts in dieser Hinsicht bemertt. Die Angeklagte erklärt, sie habe sich deshalb nicht untersuchen lassen, damit man ihr nicht etwa böswillig etwas unter den Rod steden konnte. Ein alter Trid. Ein weiterer Beuge, Schlomfe, Gefretär der Landesbersicherungsanstalt, tit gläubiger Spiritist, doch sin ihm jezt über die Apporte der Rothe gelinde Zweifel gekommen. Sie hat ihm Teller mit angeblichen Geisterinschriften gezeigt, beim Ejsen statt der Brötchen Blumen gereicht und Mein armes Kind," sprach Palfin mit erheucheltem Mitleid, man darf urteilen. Strenge zu verfahren, Die Pflicht zwingt uns bisweilen, mit einer uns nicht nach dem Scheine bemir fortwährend Vorwürfe, daß bebaure lebhaft den Tod des armen stürmen des Bornes nachgegeben habe. Copier in die wir im Herzen beweinen. ich dem heftigen AnPopoff! Ich mache Sch Diener, welche das Haus hüteten, gouverneur Herzem deshalb Reben, ergab sich Echelm scheel an, ter General, tapfer im Kriege, ungern, gehorchen. Der Plazbommandant, ohne Murr Sämtliche Behörden von Jrkutsk waren dem Generaltrobem mußten sie ihm, menngleich zugetan und sahen verhaften zu lassen. schüchtern im täglicher ein ergra ihrem der soll es auch in Amerika wieder durchbringen! billig arbeiten und schleunigst zurückkehren nach sammengespart haben. Wer in Amerika Geld verdient, schönen Italien, wenn sie sich ein kleines Sümmchen zuarme Teufel, die kein Mensch leiden tann, weil sie so Arbeiter in roten Hemden und breiten farbigen Gürtein; Nach einer Meile wurde mir die Geschichte langweilig. Sieben bec Lotaleinſak ohne weiteres dem A., ohne daß bieſer Jeine Karten zu zeigen braucht. Er entschließt sich endlich, Dollars nur ristiert haben, um B. ,, hinauszueteln". Denn B. die zehn Dollars Wette nicht hält, so gehört Dollars zu riskieren und beim Auflegen der gehabt hat. Natürlich hat en zeigt sich, daß A. nur ein feines, beinahe wert Tetts aber Tann er auch eine schlechtere haben und zehre ähnliches mehr. Bei einer Sizung rief die Rothe plözlich: Ueber dem einen Herrn sehe ich ein Kind", und sofort tamen dann Blumen aus der Lust, die das Kind ihr geschenkt hatte. Präj.: Konnte die Aeußerung von dem Kinde nicht darauf berechnet gewesen sein, die Aufmerksamkeit wo anders hinzulenken? Zeugin: Es ist ja möglich, daß ich dorthin gesehen habe. Präj.: Das ist ein alter Trick, den wir hier bei Gericht oft fennen lernen. Eine Zeugin, der die Rothe eine schwere Stunde prophezeite, was sie in der nach 3 Jahren erfolgten Geburt eines Kindes als erfüllt erblickt, sagt aus, die Rothe sei immer genau untersucht worden, nicht aber Jenzsch. Der gläubige Ger chtspräsident. Mit Spannung berfolgt man im Auditorium die Vernehmung des jezt folgenden Zeugen, des Prä iden en Dr. Sulzer vom Kassationsgerichtshof in Zü ich. Ec ist gläubiger Spiritist und glaubt auch blind an die Rothe, deren Geister ihm Dinge mitgeteilt hätten, die außer ihm ntemand wissen konnte. Der eine Geist habe ihm vorgehalten, daß er sich vor längerer Zeit vom christlichen Glauben abgewandt gehabt habe, aber bald wieder zu ihm zurückgekommen sei. Weiter sagte der Geist: ,, Du hast für deinen Bater gebetet, das hat ihm wohlgetan." Das war auch Tatsache. Ein sonderbares Rätsel. Nachdem der Zeuge die bekannten mancherlei Apporte geschildert, gibt er an, daß er nach einer Sigung erfahren habe, daß die Rothe die Seecosen und einen Teil der anderen von ihr produzierten Blumen aus einem Blumenladen in Zürich gekauft hatte. Da stehe er allerdings vor einem Rätsel. Präs.: Welchen Schluß haben Sie aus dieser Tatsache gezogen? Beuge: Ich kann es mir nur erklären, daß sie in einem ,, Doppelbewußtsein" beim Anlauf der Blumen gehandelt habe, daß die Blumen dann demateralisiert und später von den Geistern remateralisiert worden seien. Zeuge hat keinen Zweifel an der Echtheit der Produktionen der Rothe. In der zweiten Sizung in Zürich habe seine verstorbene Frau durch den Mund der Rothe zu seinem Sohne gesprochen. Sie ließ sagen: Anna hieß ich, Anna heißt sie, sie ist nichts für dich, schlage sie dir aus dem Kopf." Gleichzeitig fiel eine gefniďte Rose meinem Sohne zu Füßen. Dieser entfärbte sich und gestand, daß er ein Verhältnis namens Anna habe. Niemand hatte es gewußt. Er schlug sich denn auch die Anna aus dem Kopf. Nach einer Mittagspause wird der Geisterteller vom Zeugen Schmolt vorgelegt. Die gespenstische Inschrift lautet: Willst du herrschen, diene, willst du leben, sterbe, willst bu haben, gib, willst du behalten, brauche, willst du glücklich sein, leide u. s. w. Lebensweisheit steht, wenn der Lenz vergeht, denn er ist die Pforte, die zum Himmel führt. Rechtsanwalt Dr. Erich Bohn aus Preslau hat zu den Stzungen der Rothe kemen Zutritt megr erhalten, sobald bekannt geworden war, daß er das Medium beobachte. Er hat gesehen, daß sie die Blumen von unten herauf in die Söhe warf. Die Anarklagte mirft the bar pr habe sein Ehrenwort gebrochen, nichts über die Sigunge zu veröffentlichen. Der Zeuge bestreitet dies. Viele Spiri tisten halten bie Rothe für eine Schwindlerin. Ein Poli zeiinspektor sagte aus, daß, die Angeklagte in Krimmit schau Taschenspielerkunststücke und Kartenlegen betrieben habe, und so erklärten sich eben alle ihre Zaubereien. Die persönliche Unsterblichkeit. Anderer Meinung ist der Beuge Dr. med. Langs, dorff aus Freiburg, der, wie schon erwähnt, sich der Angeklagten als Verteidiger angeboten hat. Er erklärt, daß der Geist seiner verstorbenen Tante ihm Aufklärun gen gegeben habe, die sich bewahrheitet hätten, und die nur die Tante selbst geben konnte. Seit dem Tage, als mir das passiert ist, war ich ein ganz anderer Mensch. Jeden Moment rief es in mir: du bist ein unsterblicher Mensch.( Heiterkeit.) Und wenn ich Ihnen, neine Herren, all das erzählen sollte, was ich seitdem erlebt habe Bräs.( einfallend): Ich glaube, daß wir wohl schon genug gehört haben.( Stürmische Heiterkeit.) Nach einigen weiteren wenigen Vernehmungen wird die Verhandlung auf Donnerstag früh 9 1hr vertagt. ( Fortseßung solgt.) Nab und fern. * Einen Schmerzensschrei der Prinzessin Luise von Toskana veröffentlicht der ,, Bote aus dem Riesengebirge". Das Blatt läßt sich über die Prinzessin berichten: Unmittelbare ernste Gefahren für ihren Seelenzustand und ihr körperliches Befinden sind erst dann zu befürchten, wenn man später daran gehen wird, ihr das Kind zu nehmen, das sie jetzt noch unter dem Herzen trägt. Daß tatsächlich der sächsische Hof willens ist, dieses Kind zu reklamieren, dürfte nicht mehr zweifelhaft sein. Schrieb die Prinzessin doch erst am 19. d. Mts. in bitterer Klage: ,, Selbst dem Hunde läßt man sein Junges, und mir, der armen Mutter, soft mein letztes geraubt werden." Das Blatt tritt auch den Gerüchten von einer Erkrankung der Prinzessin enigegen. Cie sei allerdings noch tief traurig gestimmt, habe aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, vor allem auf ein häufigeres Wiedersehen mit ihren Kindern noch nicht au gegeben. Was endlich den Erlaß des Königs anbetrifft, so ist sie zwar darüber aufs äußerste empört, besitzt aber doch noch genug Einsicht, um die Abwehr ihren beiden Rechtsanwälten zu überlassen. Denn es muß ihr ,, widerstehen, in einen Gedankenaustausch zwischen dem König und seinem Volfe einzugreifen." Sie selber wird niemals mit eigenen Erklärungen an die Oeffentlichkeit treten. () Unglück im Glüd. Das Opfer eines frechen Raubanfalls wurde der Arbeiter Jablonski aus Groschken. Dieser hatte 25 000 Mark, die er in einer Lotterie gewonnen hatte, von Dt.- Gylau abgeholt. Auf dem Heimwege wurde er abends zwischen Groschken und Naguschewo von vier Männern überfallen, welche ihn betäubten, ihm über 20 000 Mr. fortnahmen und ihn in einen Teich warfen, von wo er sich nur mit ühe Herausschleppte, nachdem die Männer in der Dunkelheit verschwunden waren. Aus dem Revolver, welchen J. bei hatte, waren sämtliche Kugeln herausgenommen und der Revolver zurückgelassen. In eigener Schlinge gefangen. Bei der Königl. Bulverfabrik in Spandau wurde kürzlich wegen Unregelmäßigkeiten bei Lieferungen der Expedient Munze verhaftet. Jezt stellt sich heraus, daß Kunze seine Machenschaften indirekt selbst der Behörde angezeigt hat. Er hatte aus haß gegen einen Lieferanten diesen wegen unredlicher Manipulationen durch einen anonymen Brief denunziert, dabei tam aber zutage, daß er selbst der Hauptschuldige war. Wer andern eine Grube gräbt ::: Erdbeben und kein Ende. Von allen Seiten kommen jetzt neue Meldungen über mehr oder minder schwere Erdbeben. Auch England ist nicht davon verschont geblieben. In den verschiedensten Orten des britischen Insclreiches wurden Erdstöße verspürt. Die Bewohner lic fen verängstigt aus den Häusern auf die Straße. In Alfreton( Derbyshire) wurden in einigen Häusern die Geräte zerbrochen, Schornsteine fielen um; die Telephonverbindung ist gestört. In Ashbourne( Grafschaft Derby) ist durch eine starke Erderschütterung ein hoher Schornstein abgestürzt. Der angerichtete Schaden ist je doch nirgends bedeutend.- Das Erdbeben in der Pfalz hat dagegen mehr Echaden angerichtet, als man zuerst annahm. In Kandel ist eine große Anzahl Schornsteine eingestürzt, Mauern und Zimmerdecken zeigen Risse, der Verputz an Wänden und auf Dächern ist mehrfach herabgeworfen. Ueberall zeigten die Haustiere groß: Unruhe. Die Hähne krähten den ganzen Tag, die Hunde heulten, die Kühe versuchten sich von den Stetten loszureißen. Merkwürdig war, daß Hühner, die gerade gefüttert wurden, als der erste Erdstoß erfolgte, sich eilend versteckten. ▲ Tie sozialistische Gräfin, Adeline Schimmelmann, die frühere Hofdame der Kaiserin Augusta, ist nach achtDie jährigen Reisen nach Kopenhagen zurückgekehrt. Gräfin machte vor Jahren einen Teil ihrer Güter, ihre Diamanten und Wertsachen zu Geld, kaufte ein Schiff, das sie ,, Taube" nannte, und zog in die Welt umher, um den Armen zu helfen und die Lehre Gottes zu verkünden. In dem von ihr begründeten Seemannshaus in London wurden 230 000 Bücher und 300 000 Gaben an Essen verteilt. Alle ihre Einnahmen verwendet sie für die Armen. Die Gräfin hat drei Kinder adoptiert, für die sie wie eine zärtliche Mutter sorgt. Die Schwester als Ehestörerin. Bei Budapest wurden die mit Rebschnüren zusammengebundenen Leichen eines Mannes und eines halbwüchsigen Mädchens aus der Donau gezogen. In der Tasche der männlichen Leiche befand sich ein Brief, der folgendermaßen lautete: ,, Wir haben einander sehr geliebt, doch standen uns große Hindernisse entgegen und ich konnte die Sari nicht heiraten, weil ihre Schwester meine Frau ist, und da wir miteinander nicht leben konnten, sterben wir gemeinsam freiwillig. Man gebe diesen Brief meiner Frau, und sie wird mir verzeihen." Unterschrieben waren: Matthias Bernstein und Eari Varga aus Waizen. Die Ermittelungen ergaben, daß das Mädchen, Sari Varga, tateine sächlich die Schwester der Frau Bernstein und Hausgenossin der Eheleute Bernstein war. Frau Bernstein hegte schon lange Verdacht bezüglich eines intimen Verhältnisses ihrer Schwester und jagte sie aus dem Hause, worauf auch Bernstein seine Frau verließ. )-( Von einem preußischen Deserteur ermordet wurde die 35 jährige Haushälterin Kohlmeyer, die in einer Birtschaft bei der Lister Mühle in der Nähe von Hannover in Stellung war. Auf die Spur des Mörders führte seine Uniform, die er in einem Versteck zurückgelassen und für die er den Anzug des Wirts angezogen hat. Es ist der Füsilier Jacobowski vom Füsilierregiment Prinz Albrecht aus Krotoschin in Posen, der schon mehrmals desertiert ist. Die Polizei hofft des Mörders bald habhaft zu werden. £ Die kleinste deutsche Schule wird zu Ostern auf der Hallig Nordstrandisch Moor im schleswig- Holsteinischen Wattenmeer eröffnet werden. Das Eiland, das die Staatsregierung durch Tammbauten vor dem Untergang zu bewahren sucht, hat im letzten Jahrhundert stetig abgenommen. Dementsprechend sank auch die Zahl der Inselbewohner, und vor einigen Jahren ging die Schule ein, da keine schulpflichtigen Kinder mehr vorhanden waren. Der Fürsorge der Regierung ist inzwischen die Landfestmachung der Insel durch einen Verbindungsdamm gelungen. Die Warf, auf der das Schulhaus steht, wird wieder bewohnt, und ein geprüfter Lehrer und zwei Schüler ziehen Ostern ein. Bunte Chronik. Ein schändlicher Anschlag wurde auf den gegen 6 Uhr abends von Magdeburg nach Berlin abgehenden Schnellzug unternommen. Von unbekannten Tätern waren mehrere 100 Meter vor der Station Neustadt- Magdeburg große Feldsteine auf die Schienen gelegt worden. Glücklicherweise bemerkte der Zugführer eines um dieselbe Zeit auf dem anderen Geleise die Stelle passierenden Personenzuges die Steine und konnte der Schnellzug noch rechtzeitig warnen. -Durch eine Feuersbrunst wurden im Dorfe Rädnitz bei Krossen. D. etwa dreißig Gehöfte mit ungefähr achtzig, meist mit Etrohdächern versehenen Gebäuden eingeäschert. Viele Familien kampieren im Freien. Ein Kind ist in den Flammen umgekommen, auch ist viel Vieh zu grunde gegangen. - Wegen unmenschlicher Mißhandlung ihres dreijährigen Kindes, die dessen Tod zur Folge hatte, wurden der Zimmermann Krause und seine Ehefrau von der Staßfurter Straffammer zu 12 bezw. 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Der seiner Zeit unter dem Verdachte eines gegen seine Braut unternommenen Mordversuchs verhaftete Unteroffizier Degen in Kassel, der, wie erinnerlich, kürzlich auf freien Fuß geseßt war, ist jetzt abermals verhaftet worden. Es scheint also doch Anklage gegen ihn erhoben zu sein. In Pisa wurde der bekannte Graf Veronese auf der Fahrt zum Leichenbegängnis des Erzbischofs Capponi infolge Scheuwverdens der Pferde aus dem Wagen ge schleudert und blieb sofort tot. Der Kutscher ist lebensge fährlich verletzt. Amiens. Lokales. Gedenktafel für den 27. März. 809. Kalif Harun al Raschid t.- 1802. Friebe zu 1845. Der Physiker Röntgen in Lennep*. 1854. Beginn des Krimkrieges. * Wie wir erfahren, hat der Bandes synodalausschuß, der die z. Bt. nicht versammelte Evangelische Landessynode des Großherzogtums Hessen vertritt, einmütig beschlossen, seine volle Zustimmung zu den von dem Oberfonfiftorium gegen die ganze oder teilweise Aufhebung des Jesuiten geseges bei Großh. Staatsregierung unternommenen Schritten auszusprechen. Bei dieser Gelegenheit möge auch darauf hingewiesen sein, daß die Landessynode selbst früher bereits zu wiederholtenmalen zu dieser Frage Stellung genommen und sich auf das entschiedenste gegen die Aufhebung des genannten Gesetzes ausaesprochen hat. Volksschulkinder als Bersuchsobjekte. Aus der legten Stadtverordnetenversammlung berichteten wir von einer Interpellation des Stadtv. Drbig, wonach Volksschulkinder gegen 10 Bfg. Entgeld nach der Augenklinik als Unterfuchungsobjekte animiert worden sein sollen. Heute liegt uns dazu von beteiligter Seite ein Schreiben vor, worin es dem Sinne nach heißt, daß die Lehrer seit einer Reihe von Jahren alljährlich von dem Herrn Oberlehrer aufgefordert wurden, in ihren Klassen bekannt zu machen, daß solche Schülerinnen, die sich freiwillig einer Untersuchung ihrer Augen gegen eine fleine Vergütung unterziehen wollten, sich zu einer gewissen Stunde in der Augenklinik des Herrn Professors Vossius einfinden möchten. Den Aufforderungen der Herren Oberlehrer resp. Hauptlehrer haben die Lehrer Folge zu leisten. Es ist nicht Sache der Lehrer, vorher zu erforschen, ob eine derartige Aufforderung der Genehmigung des Schulvorstandes bedarf. Wenn die Lehrer der Aufforderung des Herrn Hauptlehrers nachgefommen, so haben dieselben nur ihre Pflicht getan. Wie man nun zu der Be schuldigung kommt, die Lehrer hätten ungehörig gehan delt, müßte näher erklärt werden. [ Stadttheater.] Mergen Freitag gelangt Otto Ernst 4 aftige Komödie„ Die Gerechtigkeit" erstmalig zur Aufführung. Der bedeutenden Honorarkosten wegen sind die Preise erhöht worden. Abonnementsbilletts haben mit 8uzahlung Giltigkeit. Der Arbeiter Rich. D. Röder, der jüngst in der Kaserne auf seine Frau geschosten hat, beging heute Nacht Selbstmord, indem er sich im Arresthaus erhängte. - *** Ueber den gestrigen Pferdemarkt geht uns noch folgender offizielle Bericht zu: Vom herrlichsten Früh jahrswetter begünstigt und unter gutem Antrieb von Pferden aller Gattungen fand gestern vormittag auf den Marktan lagen der Frühjahrspferdemarkt statt, der einen in jeder Beziehung befriedigenden und guten Verlauf nahm. Der Besuch war ein außerordentlich reger und soll auch der Umsatz ein recht befriedigender gewesen sein. Der Markt war mit 320 Pferden und Fohlen beschickt. Neben den Pferden waren noch Geschirre, Wagen, Equipagen u. f. w. hiesiger und auswärtiger Fabrikanten ausgestellt. Als Vertreter des Hessischen Landes- Pferdezuchtvereins waren die Herren Exz. von Westerweller, Oberlandesstallmeister von Willich und Rittmeister Naegele aus Darmstadt, für die Regierung Herr Regierungsrat Dr. Heinrichs erschienen. Die Prämiierungsfommission bestand aus den Herren Dekonomierat Schlenke Hardthof bei Gießen als Vorsißender, Oberstleutnant Fr hr. von Normann, Rommandeur des Gendarmeriedistrikts Oberhessen, als Stellvertreter, Gutspächter A. Bene, Oberweimar bei Marburg, Defonomierat Hoffmann, Hofgüll bei Lich, Schlachthofdirektor Dr. Liebe, Gießen, Gutsbesizer Müller, Neuhof bei Gießen und wurden Prämien wie folgt vergeben: I. Reitpferde. Die vorgesehenen Breise fonnten wegen ung nügender Qualifikation der aufgetriebenen Pferde nicht vergeben werden. Es erhielt eine Anerkennung im Betrage von 20 Mart Georg Konrad Straßheim- Griedel. II. Wagenschläge. S. Michel- Gießen 1. Preis 80 Mt., der 2. und 3. Preis tam nicht zur Vergebung. III a Schwere Arbeitsschläge paarweise. 1. Preis S. Kaufmann- Nieder- Weisel 80 Mt., 2. Preis S. Michel- Gießen 60 Mt. III b. Leichte Arbeitsschläge paarweise. 1. Preis A. Frensdorf- Gießen 60 Mt. 2. Preis S. Michel- Gießen 40 Mt. 3. Preis Heinrich Hinkel- Reichelsheim 20 Mt. IV a Schwere Arbeitsschläge einzeln. Breis S. Michel- Gießen 30 Mt. 2. Preis S. KaufmannNieder- Weisel 20 Mt. 3. Preis A. Frensdorf- Gießen 15 Mr. IV b. Leichte Arbeitsschläge einzeln. 1. Preis A. Frensdorf Gießen 30 Mt. 2. Preis A. Bing Lich 20 Mt. 3. Preis Seligmann Salomon- Weglar 15 Mt. V a. Arbeitsschläge paarweise.( Für Mit glieder des Landespferdezuchtvereins oder des Landw. Vereins.) 1. Preis Raspar Klingelhöfer- Fortbach 50 Mt. 2. Preis Auguft Diez- Nieder- Weisel 30 Mt. 3. Preis Georg Konrad Straßheim Griedel 20 Mt. 4. Preis Heinrich Herzberger- Gießen 20 Mt. V b. Arbeitsschläge einzeln.( Wie vorher.) 1. Preis August Diez- Nieder- Weisel 30 Mt. 2. Breis Georg Bill I. Nieder- Weisel 20 Mt. 3. Preis Konrad Weiß IV. Dorf- Gill 10 Mt. 4. Preis Philipp Müller Oberhörgen 10 Mt. 5. Preis Friedrich Biant- Münchholz hausen 10 Mart. VI a. Dreijährige Fohlen 1. Preis Wilhelm Georg Straßheim- Griedel 50 Mt. 2. Preis August Diez Nieder- Weisel 40 Mt. 3. Preis Johannes Rahn- Engelrob 30 Mt. 4. Preis August Diez- Nieder- Weisel 30 Mt. 5. Preis Wilhelm Müller III. Oberhörgen 20 Mt. 6. Preis Ernst Bimmer- Bingmühle b. Lauter 20 Mt. " VI b. 8 weijährige Fohlen. 1. Preis Heinrid Mary I. Nieder- Weisel 40 Mt. 2. Preis Friedrich Fenchel Griedel 30 Mt. 3. Preis August Diez Nieder Weisel 30 Mt. 4. Preis Philipp Müller- Oberhörgen 20 Mt. 5. Preis Georg Berth- Londorf 10 Mt. 6. Preis Albert Beuermann Odenhausen 10 Mt. VII. Mutter stuten mit Fohlen oder nach weislich gedeckt. 1. Preis Konrad Weitz IV. Dorf Gil 75 Mt. 2. Preis Heinrich Mary I. Nieder- Weisel 50 Mt. 3. Preis G Julius Rom Auguft Diep Alendorf a. Straßheim- Gr Schott- Griebel 10 Mt. 10. Für in preife night fo ben Herrn Lemme Gi und Heinrid Herren hatt Der Handel friedigend. Nach d einem gemei bon Heffen, ber Pferdem bankte in he Unterftigung anerfennenber Gießen fcheid marties Herri banfte in be Thätigkeit der auf die Sta lofung wi biesjährigen noch u. A., Bum Breife Enladungen in legter Bei gerichtliche rindgefes ein tommen" u Die Auffihte Faffung der fammlungen welche nicht öffentliche Ve Behörde ang die Einladu franfung tereffenten, wünschen, fa teilt werden. Aus dem En und Traig ftämme von 6 85 Rm. Fich Lange; 24,5 Bufammenfur c. 22 Gir Marburg Londorf Man tam a Roßberg und Die Waldun Schöpflichen reichenden Gi Rebner bemer mit Homberg Londorf, ang jett vom geo ber ganze S Longftein, d werde, fobo Stroinsty Norded- Lo Beder erflär Linie Dreiha Wal Bureau des Arbeit aber m ignobalaus ngelische Landes tt, einmütig be von dem Dber e Aufhebung des regierung unter iefer Gelegenheit die Landesfynode 3. Preis Georg Bill I. Nieder- Weisel 50 Mt. 4. Breis, Julius Konrad Straßheim- Griedel 40 Mt. 5. Preis Auguft Diet- Nieder- Weisel 30 Mt. 6. Preis Ludwig Bolt XII. Allendorf a. d. Lahn 30 Mt. 7. Preis Hermann Wilhelm Straßheim- Griedel 20 Mt. 8. Preis Hermann Friedrich Schott- Griebel 20 Mt. 9. Preis Friedrich Fenchel- Griebel 10 Mt. 10. Preis Philipp Winter- Nieder- Weisel 10 Mt. der Wand hing, wurde zerschnitten, aber anstatt des gewünschten Papiergeldes nur ein wertloses Buch darin gefunden. Auffallend ist es, daß 8 Tage vorher in Lauterbach bei Gastwirt Keuzer auf ähnliche Weise eingebrochen worden ist, wobei dem Einbrecher gegen 80 Mt. Geld in die Hände fielen. Von dem Thäter hat man bis jetzt noch feine Spur. ** Einen Schmied, welcher selbständig arbeiten zu dieser Frage preise nicht fonfurriert haben, wurden Ehrenpreise gegeben fann, sucht die Gemeinde Münch- Leusel bei Alsfeld. chiebenfte gegen esprochen hat. jette. Aus de den Herrn A. Denninghoff- Gießen, Direftor 2. Lemme Gießen Hoffutscher Karl Huhn- Gießen Raum zur Schmiede, freie Wohnung und Güterzeug ist vorhanden. Nähere Auskunft erteilt der Beigeordnete. A Selters bei Ortenberg, 22. März. Die Bohrungen ten wir von einer Herren hatten auf Prämiierung im vorraus verzichtet. der Firma Wildenhain Gießen nach Soolquellen Die Sache gegen Eheleute W.( Wirtschaft Grünbergerstraße) wird nach furzer Pause fortgesetzt, dieselben werden für schuldig befunden und der Ehemann in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten nebst 150 Mt. Geldstrafe genommen, wäh rend die mehr belastete Ehefrau 8 Monate Gefängnis und eine Geldstrafe in der nämlichen Höhe erhält. Geschäftliches. Das Ausstellungs- Komitee der in Karlsruhe vom 20. Mai bis 15. Juli unter dem Protektorat des Großherzogs von Baden stattfindenden Deutsch- Kolonialen Jagdausstellung hat der Annoncen. Expedition Rudolf Mosse das alleinige Annahmerecht von Publikationen für den offiBoltsschultinder Der Handel war flott und für Händler wie Züchter be- fanden bisher auf der Gemarkung Wippenbach in der Nähe ziellen, in vornehmster Ausführung erscheinenden Katalog Tinit als Unter Seute liegt uns or, worin e dem einer Reihe hrer aufgefordert chen, daß solche friedigend. Nach der Preisverteilung vereinigten sich die Herren zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel Großherzog von Hessen, das recht animiert verlief. Der Vorsitzende der Pferdemarkt- Kommission Herr Stadtverordnete Kirch banfte in herzlichster Weise allen denen, die der Eache ihre der Großh. Domäne Konradsdorf statt. Die erbohrte Quelle lieferte zwar reichlich salzhaltiges und kohlensaures Wasser, aber zu einem Sprudel wollte es nicht fommen. Seit 14 Tagen fanden nun erneute Bohrungen in der Nähe der Selterser Mühle am Ufer der Nidder statt, vielleicht 2 Kilometer von der ersten Bohrstelle entfernt. Das Bohren er Untersuchung Unterstützung zu teil werden ließen und feierte namentlich in geschah mit Handbetrieb. Plötzlich stieg gestern Abend aus der terziehen wollten, Minit des Herm Aufforderunge anerkennenden Worten die großen Verdienste des leider aus Gießen scheidenden Mitbegründers des Gießener Pferdemarftes Herrn Oberstleutnant Frhr. von Normann. Dieser en die Lehrer bantte in verbindlicher Weise, erwähnte bie erfolgreiche Lehrer, vorher zu befriedigenden hluß des der Genehmigung auf die Stadt Gießen. Thätigkeit der Pferdemarkt- Kommission und leerte sein Glas heute Ver. ommen, so haben diesjährigen Frühjahrspferdemarktes bilden. - - Wir erfahren Pferdemarktlose n nun gehörig gehanum Breife von 1.50, 180 ja für 3 Mt. umgefeßt wurden. ** Gäste willkommen!" liest man oft unter Enladungen zu Vereinsversammlungen. Daraufhin sind im legter Beit anderwärts gegen verschiedene Vereinsvorsitzende gerichtliche Strafverfahren wegen Vergehens gegen das Verag gelangt Dit t" erstmalig zur en wegen find bie haben mit 8 der jüngst in der sing heute Rag rhängte. t geht uns nod herrlichsten Früh trieb von Pferd uf den Martta statt, der einen Berlauf nab und soll auch der 1.- Der Markt idt. Neben den quipagen u. f. w. estellt. Als Ver reins waren die rlandesstallmeister aus Darmstadt, Dr. Heinrichs er bestand aus de of bei Gießen als Tormann, Rom ffen, als Stellver har bei Marburg Lich, Schlachthof Müller, Neuhof vie folgt vergeben: en Preise fonnte fgetriebenen Pferde Anerkennung in Straßheim- Griedel Gießen 1. Prei zur Vergebung. ge paarweist 30 Mt., 2. Bre ge paarweif Mt. 2. Preis 6 ich hintel- Reichel ge einzeln. 1 Breis S. Kaufman Frensdorf- Gieße ge einzeln. 2. Preis A. Bin non- Weglar 15 weise.( Für Mit Des Landw. Bereins Mt. 2. Preis Auguf Ronrad Straßheim erzberger Gieße .( Wie vorher 0 Mt. 2. Pr 3. Preis Ronr $ Philipp Mülle Biant- Münchhol 1. Preis Wilhel Preis Auguft Di nnes Rahn- Engelr Weifel 30 Mt. 20 Mt. 6. Pr Mr. 1. Preis Sein Diez- Nieder- Wei Oberhörgen 20 is Friedrich Fend 1. 6. Preis Albe hlen oder nad Weig IV. Dorf G Rieber- Weifel 50 geringen Tiefe von 30 Meter ein Sprudel 3 Meter hoch aus dem Bohrloch und setzte in furzer Zeit die Umgebung unter Wasser. Die Quelle ist bedeutend falshaltig und Quelle für hiesige Gegend reicher Segen. Rohlensäure iſt ſehr reichlich. Soffentlich entſtiömt der tam ein Stimb zur Welt, das an der linken Hand nur zwei Finger hatte. ** Frankfurt a. M, 24. März. Die Bremser der Preußischen Staatsbahn Karl Fint, Friedrich Schimmel und Karl Gemmer haben von Mitte 1902 bis Ende Januar d. J. die von ihnen bedienten Güterwagen zwischen hier und der Station Niedernhausen systematisch beraubt. Bigarren, Käse, Schinken, Wein und Champagner mausten sie, verinsgefeß eingeleitet worden, weil der Bulate will 3 hrten und vertranfen den Raub gemeinsam. Ende Januar " zu, wegen gemeinschaftlicher teils fortgesetter Handlung; Gemmer fommt wegen Hehlerei in zwei Fällen mit vier Monaten davon. wurde die Sache ruchbar und alle drei gestanden ihre Vertommen zum Besuch ohne jede Beschränkung auffordere. Die Aufsichtsbehörden leiteten aus dieser Unbestimmtheit der fehlungen ein. Die hiesige Straffammer diftierte Fink zwei Faffung der Einladung die Anschaung her, daß die Ber- Jahre, dem Schimmel ein Jahr und 3 Monate Gefängnis Sammlungen dann nicht als geschlossene Vereinssizungen, welche nicht unter das Vereinsgefeß fallen, sondern als öffentliche Versammlungen zu betrachten seien, welche bei der Behörde angemeldet werden müssen. Es ist daher ratsam, die Einladungen von Gästen mit einer angemess nen Be fräntung erfolgen zu lassen, etwa in der Form:„ Interessenten, welche der Versammlung als Gäste beizuwohnen wünschen, kann die Erlaubnis hierzu vom Vorsitzenden erteilt werden. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Holzversteigerung findet Dienstag den 31. März in dem Engelröder Gemeindewald Distrift Fell und Traiges statt. Es werden versteigert: 486 Fichten stämme von 6-18 Mtr. Länge, 12-26 Ctm Durchmesser; 85 Rm. Fichten- Nußknüppel in Schichten von 2-10 Mtr. Länge; 24,5 Rm. Brennholz von 2 bis 10 mtr. Länge. Busammenfunft vormittags 10 Uhr Distrikt Fell bei Stammc. 22. - Eine Besprechung über die Weiterführung der Bahn Marburg Dreihausen über Norded nach Londorf fand am Dienstag Abend zu Marburg statt. Man fam auch hier zu dem Ergebnis, daß die Strecke über Roßberg und Norded nach Londorf die meiste Aussicht habe. Die Waldungen der Oberförsterei Roßberg und die unerschöpflichen Steinbrüche bei Dreihausen würden einen ausreichenden Güterverkehr der Strecke garantieren. Ein Herr Redner bemerkte, daß beide Projekte, das eine Verbindung mit Homberg a. Dhm bezw. Niederofleiden und das nach Londorf, anzustreben seien. Dr. Ochsenius erörterte das Projett vom geologischen Standpunkt aus, wobei er bemerkte, ber ganze Rücken zwischen Roßberg und Norbeck bestehe aus Longstein, dessen Abbau sich um das Behnfache vermehren werde, sobald erst die Bahn gebaut sei. Rentmeister Stroinsty sprach sich gleichfalls für das Projekt RoßbergNorded- Londorf aus. Auf Antrag des Vorsitzenden R. Becker erklärte sich die Versammlung für den Ausbau der Linie Dreihausen- Roßberg- Norded- Londorf. Wallenrod. In der Nacht auf Montag wurde im Bureau des hiesigen Stationsgebäudes eingebrochen. Die Arbeit aber war ohne Erfolg. Eine Geldtasche, welche an ** Entbindung im Eisenbahnwagen. In einem Wagen 4. Klasse genas vorgestern Abend während der Fahrt von Höchst a. M. nach Frankfurt a. M. eine Näherin aus Ried eines gesunden Knäbleins, dessen Vater irgendwo Vaterlandsverteidiger ist. Die junge Mutter hatte sich um 4 Wohen verrechnet. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof nahm die Rettungsgesellschaft Mutter und Kind in Empfang und beförderte sie in die Entbindungsanstalt. ** Ungebühr vor Gericht. Einem Landwirt aus dem Waldeck'schen, der bei der letzten Straffammerfißung in Kassel als Beuge vernommen, wurden 24 Stunden Haft wegen Ungebühr vor Gericht zudiftiert. Vom Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht, daß seine heutige Aussage mit der im Protokolle fixierten nicht übereinstimme entgegnete der biedere Landwirt:„ Aus Euerem Protokoll wird ja kein Schwein flug." " Die Frage ,, Wie ein Knabe über seinen Vater denkt?" wird in der Kleinen Presse" wie folgt beantwortet:„ Mit 10 Jahren denkt der Junge, daß sein Vater doch viel weiß; mit 15 daß er selbst ebensoviel wisse, wie sein Bater; mit 20 meint der junge Mann, daß er noch einmal soviel wiffe Rat fragen fönne; mit 40, daß sein Vater vielleicht doch wie sein Vater; mit 30, daß er seinen Vater vielleicht mal um etwas mehr wisse; mit 50 beginnt er dessen Rat zu suchen, und mit 60 oder mehr, wenn der Vater nämlich gestorben ist, meint er, daß der Vater doch der flügste Mensch gewesen sei, der jemals gelebt habe." Aus dem Gerichtssaal. Strafkammerfißung. Gießen, den 24. März 1903. Die Inhaber zweier hiesiger Wirtschaften sind nebst ihren Ehefrauen wegen Ruppelei angeklagt. Zur Verhandlung, welche unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfindet, sind etwa 40 Zeugen geladen. Nach dreistündiger Verhandlung wird die Sache gegen Wilhelm F. Eheleute( Wirtschaft Dammstraße) abgebrochen, da 2 Hauptbelastungszeuginnen, auf welche nicht verzichtet werden kann, ausgeblieben sind. Todes- Anzeige. Es hat Gott gefallen, heute Nacht 1/22 Uhr unsere innig geliebte Tochter und Schwester übertragen. Marktbericht. Gießen, 26. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt toiteten Butter Der Bfb. 1.00-1.10 Mt. Hibnereier 2 St. 10-13 Pfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., Räse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg. Tauben per Paar Mr. 1.00-1.20, Hühner per Stud Mt 100-170, Hahnen, per Stud Mr. 0,85-2.00, Enten per Stild 2.00-2.40, änie p. Blb. 54-60 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfq., Rindfleisch per Bfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfd. 66-76 Big Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Ralbfleisch per Pfd. 66-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfa., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 6.50 Mr., Zwiebeln per St. mr. 6.00-7.00, Milch per Piter 18 Bfa Grünberg, 21. März.( Fruchtmarkt.) Weizen 15.75, Korn 14.34 bis 00.00, Hafer 13.60 bis 00.00, Gerste 00.00-00.00, Erbsen 00.00-00.00, Linsen 00.00-0.00. Alles per 100 Rilo. Frankiurter Wichmarkt. Zum Verkauf standen 414 Ochsen, 41 Bullen, 691 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 258 Kälber, 213 Schafe und Hämmel, 1174 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kilo Schlachtgewicht. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäſtete höchsten Schlachtwertes bis zu 3 Jabren 70-71 Mt. b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ätere ausgemästete 65-67, c) mäßig genährte funge, gut genährte ältere 61-63 m. d) gering genährte jeden Alters 00-00 Mr. Bullen: a) vollfleis bige höchsten Schlachtwertes 61-63 Mt. b) mäßig genährte i naere und gut genährte ältere 58-60 Mr. Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemäftete Färfen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 61-63 m., b) vollfleischige ausgemästete Rübe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 57-59 Mt., c) ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe und Färsen( tiere und Rinder) 46 bis 48 Mr., d) mäßig genährte Kühe und Färfen( Stiere und Rinder) 42-44 Mr. Per/ Kilo Schlachtgewicht: Kälber: a) f inste Mast( Vollm- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgw.) 81-82 Pfg ( Lebendgewicht) 00-00 Bfg.. b) mittlere Mast- und gute Saug fälber( Schlachtgewicht) 76-79 Pfg.,( Lebendgewicht) 00-0 Big., c) geringe Saugfälber 64-66 Pig, d) ältere gering gewährte Kälber( Freffer) Bfg, Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Maft ämmel 70-74 fg, b) ältere Masthämmel 66-68 Pig. c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Merafchafe) 00-00 Pfя. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren( Schlachtgewicht) 57 Pfg.,( Lebend gewicht) 00 Pfg., b fleisbiche( Schlachtgewicht) 55-56 Pfg,( Lebendgewicht) 00 Pfg. c) gering ntwickelte, sowie Sauen und Eber 47 bis 49 Pfg. Bezahlt wurde fü. 1 Psd. Lebendgem cht: Kälber a) 48 bis 50, b) 46-47, Schweine: a. 46,-, b. fleischige 45,- Pfg. Das Geschäft in Horn- und Kleinvieh war gut, Markt geräumt. Aus Desterreich standen 112 Ochsen zum Verkauf. Die Gießener Neuesten Nachrichten werden in 55 Orten gelesen. Meine gesammte Auflage ist nachweislich 2500. Der zugleich in meinem Verlag erscheinende Bote aus dem Ohm- u Feldathal wird bereits in 28 Orten gelesen und durch eigene Boten verbreitet. Max Albin Klein. ( Inh. der vorm. Keller'schen Druckerei, gegr. 1783.) Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Emilie Schmall nach kurzem schweren Leiden zu sich in die ewige Heimat zu rufen. Giessen, den 26. März 1908. Emil Schmall, Lina Schmall, geb. Sames, Lina Schmall. Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. März Nachmittags 31, Uhr vom Sterbehause, Ostanlage 36 aus statt. Theater Verein. 9. Vorstellung: Donnerstag, den 26. März. Der Hochzeitstag. Schwank in 4 Aften von Wolters- Königsbrann- Schaub, Anfang 8 Uhr und Die Hasenpfote. Tragikomödie in 1 Aft von Hans Brennert. Ende 10 Uhr. Die Preise der Pläge sind für diese Vorstellung auf 4, 3, 2( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) und 1 Mt. für Estrade festgesetzt. Mädchen Unserer werten Kundschaft, sowie den geehrten Damen Gießens fönnen das Weikzeug- Nähen die ergebene Mitteilung, daß wir mit dem 1. April ein ( Hand und Maschinen- Nähen), fowie Zuschneiden gründlich er: lernen. Damen- Konfektions- Geschäft Magd. Rauber, eröffnen werden. Neuenweg 36. Zu verkaufen 25-30 Ctr. en und 30 Ctr. troh bei Jakob Haffelbach, Erben. Rodheim a. d. Bieber. Schüler der Hochschule finden gute Pension und Aufsicht Bismarckstraße 17. Ein braver ehrlicher Junge als Ausläufer sofort gesucht. Näheres in d. Giessener Stadttheater. Wegen Inventur bis 31. März der Exp. D. Bl Novität! Freitag, den 27. März 1903 Zum ersten Male. Novität! Die Gerechtigkeit. Erflings- Ausstattung. Erstlingshemdchen 10, 15, 20, 25, 30 Bfg. Jäckchen 18, 25, 30, 40 Pfa Wickelbänder 30, 40, 50, 60, 80, 90 Big. Kl. Bändchen 15, 20, 25 ẞf. empfiehlt in großer und schönster Auswahl Tücher und Lyen 48, 50, 60, 70 g Zanfkleidchen 2, 2.50, 3. Mt. Gummiunterlagen 50 Pf. Fr. Teipel. Wer weise, wählt Sturmvogel, das ist der Name eines modern gebauten, hocheleganten, unverwüstlichen und billigen Rades. Nähmaschinen in vorzüglicher Konstruktion. Unsere Preisliste ist hochinteressant und lesenswert. Deutsche Fahrradwerke ,, Sturmvogel" Gebr. Grüttner, Berlin- Halensee 103. Reinhardsquelle für Nieren- Blasen u. Harnleiden. Gr. 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Mietwert einschl. 0,50 H " 1 1,00 " " bon 300-500, über 500, " Der Vermieter" ist verpflichtet dem Wohnungsnag weis die erfolgte Vermietung einerlei, ob durch den Wohnungsnachweis vermittelt oder nicht, spätestens am nächsten Wochentage anzuzeigen, und ist bei der An meldung eine Sicherheit in Höhe von 1 Mt. zu hinter legen, die bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung und bei unrichtigen Angaben bezüglich der zu vermietenden Wohnung zu Gunsten der Stadt Gießen verfällt. Gesuche von Vermietern und Wohnungssuchend find persönlich, telephonisch oder schriftlich auf besonderem, beim Wohnungsnachweis erhältlichem Formular, im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nc. 14, während der Geschäftsstunden 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags 3-6 nachmittags borzubringen. Gießen, 20. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. FÜR UNSERE Abend, und noch eine ist Guecht aus der war ein traurige trostloser Geburtstagsmorgen. Die stinder traten vor den Vater und wünschten Glück, aber die Worte wollen ihnen gar nicht trare Nacht, und gar ein Der Nr. 71. Fami Donnerstag, den 26. März. 1903.