Nr. 21. Abonnement& prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 26. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Vfg. fonft 15 Vfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kailers Geburtstag. RK. Jn Rußland herrscht ein Brauch an dem Geburtstage des Zaren, der pietätvoll gedacht ist und unverkennbar der äußeren Weihe nicht entbehrt. Auf ein bestimmtes Glockenzeichen kniet jeder einzelne Mensch, wo er auch sein mag, nieder und betet für das Leben, das Wohlergehen und das Wirken des Zaren. Ein zweites Glockenzeichen und jeder russische Untertan erhebt sich wieder. In einem Zimmer seines Palastes aber fniet in diesem Augenblicke, nur mit wenigen Kleidungsstücken bekleidet, keinesfalls aber prunkvoll geschmückt, der Zar nieder und betet für sein Volk. In diesem Augenblicke ist er nicht der mächtige Herrscher, sondern der demütige Mensch, der über sich die höhere Gewalt anerkennt und die Hilfe dessen, der die Geschicke des einzelnen wie der Völker lenkt, in treuer Liebe für das zu ihm emporblickende Volk ansleht. Tieser Brauch als Symbol und als völlig willensfreier Akt ausgeführt, ist wirklich ergreifend. Aber eines nimmt ihm die innere Weihe: der Zwang. Ar des Zaren Geburtstag begeben sich die meisten Menschen ins Freie, damit die Behörden sich von ihrer Loralität überzeugen, und wer dies nicht aus eigenem Antriebe tut, wird in den weitaus meisten Fällen von der Polizei gewaltsam aus dem Hause getrieben. Glücklich das Land, glücklich der Herrscher, den die Liebe und Zuneigung des Volkes aus einem inneren Drange heraus umgibt. Glücklich darum unser Kaiser, dem an seinem 44. Geburtstage ebenso warm die Herzen entgegenschlagen, wie in früheren Jahren. Nicht blos, weil er der Herrscher ist, der Loyalität und Ergebenheit von seinem Volfe zu fördern hat, sondern weil seine stets wachsende Fürsorge für des Volkes Wohl und Herrlichkeit und sein unermüdlicher Eifer im Dienste des Volkes ihm die Liebe und das Vertrauen aller Schichten der Bevölkerung erworben haben. Kaiser Wilhelm, wie überhaupt jeder deutsche Monarch, wird nicht mit dem Mystizismus des Russen verehrt, der in dem Zaren ein höheres und von menschlichen Irrtümern befreites Wesen erblickt, sondern mit der bewußten Erfenntnis eines gebildeten Volkes, daß ein Herrscher mit einem so ausgesprochenen Pflichtgefühle und einer so unverkennbaren Aufrichtigkeit des Willens der größten Liebe wert ist. Welche Zeiten immer auch dem deutschen Volke beschieden sein mögen, ob Sonnenschein, ob trübe Zeit und Sturm, stets wird der Deutsche sich um des Kaisers Panier scharen, bereit, ihm treu zu bienen, wie er ebenfalls in Treue dem Volke seine Kräfte weiht. Heil dem Kaiser! Die Vergeltung an San Carlos. Die Bermutungen, die an amtlicher Stelle unserm Berliner CB.- Mitarbeiter gegenüber über die Gründe der Reschießung des Forts Can Carlos geäußert wurden, haben sich bestätigt. Nicht der Panther" hat das venezolanische Fort zuerst beschossen, sondern umgekehrt hat das Fort plößlich auf den ,, Panther" gefeuert. Von dem Kommandanten des deutschen Geschwaders, Nommɔ dore Scheder, ist die erste amtliche Meldung über die Gründe des Bombardements eingegangen, er telegra phiert: Am 17. wurde beim Passagieren der Maras caibo- Barre der ,, Panther" von Fort San Carlos unerwartet mit lebhaftem Feuer angegriffen. Der ,, Panther" führte eine Stunde lang Geschüßfeuer durch, brach dann aber den Kampf wegen navigativer Schwierigkeiten ab. Um sofort Strafe für den Angriff folgen zu lassen, habe ich, zumal die venezolanische Regierung denselben als Erfolg proklamiert hat, mit der ,, Vineta" am 21. Fe bruar Fort San Carlos bombardiert und zerstört." Die Venezolaner waren also wieder die Schuldigen, und niemand hat sich darüber zu entrüsten, daß die deutschen Schiffe sich diese freche Herausforderung nicht ge fallen ließen. Ueber die Beschießung selbst wird noch ge meldet: Dic ,, Vineta" traf am 21. in der Bucht von Maracaibo ein, Lotete sich auf eine Entfernung von 6700 Meter heran und begann alsdann um 11 Uhr Vormittags das Bombardement, um es mit 1 Stunde Gefechtspause bis 3 Uhr nachmittags fortzusehen. Der ,, Panther", der seitlich stand, beobachtete 44 Treffer. Int ganzen hat die ,, Vineta" etwa 100 Echuß abgegeben, nicht 1000, wie die BVenezolaner prahlerisch behauptet hatten. Die deutschen Kriegsschiffe haben weder Verluste Mannschaften noch Sachschaden erlitten. Dem Komman danten des Forts muß man zugeben, daß er sich als tapferer Mann erwiesen hat. Das Fort hat, obwohl es nur noch ein Trümmerhaufen ist, doch nicht fapituliert. Angeblich soll das Bombardement noch fortdauern. Das niederländische Panzerschiff de Ruyter", das am 21. d. M. von der Insel Los Roques in La Guaira eintraf, berichtet, es habe auf der Insel 17 Menschen tot voros an funden, welche durch den infolge der Blockade enta standenen Mangel an Lebensmitteln berhungert bezw. verdurftet waren.- Ueber die Friedensverhandlungen wird aus Washington berichtet: Deutschland, England und Italien haben wegen der Verschiedenheit ihrer Interessen ihre Vertreter in Washington beauftragt, mit dem Gesandten Bowen einzeln über ihre Forderungen zu verhandeln. Die Vorbesprechungen haben schon begɔna nen. Eine formelle Konferenz wird zwischen den Vertretern nicht stattfinden. Was die Aufhebung der Blockade betrifft, so sind die Mächte übereingekommen, daß kein Schritt in dieser Richtung getan werden bann, ehe nicht Venezuela Beweise für seine Absicht gegeben hat, jeder einzelnen Macht ohne Bevorzugung vollständige Genugtuung zu geben. Die Politik. Heimkehr des etschen Kronprinzen. Petersburg, 24. Januar. Kronprinz Wilhelm hat seine Heimreise angetreten. Hute Morgen verabschiedeta er sich vom Zarenpaar aus das herzlichste. Um 9 Uhr reiste der Kronprinz in Begleitung des Großfürst- Thron folgers, des russischen Ehrendienstes und seines Gefolges nach Nowgorod ab. Am Moskauer Bahnhof hatten sich zur Verabschiedung die hier anwesenden Großfürsten in der Uniform ihrer preußischen Regimenter, der Minister des Aeußeren Graf Lamsdorff, zahlreiche Hof-, Militärund Zivilwürdenträger, der deutsche Botschafter und alle Mitglieder der deutschen Botschaft eingefunden. Dem Zaren und dem Großfürsten Wladimir hatten die Aerzte das Ausgehen noch nicht gestattet. Von der Zarin- Mutter hatte sich der Kronprinz mit seinem Gefolge bereits gestern Nachmittag verabschiedet. Bei dem Empfange des Grafen Lamsdorff durch den Kronprinzen, welcher nahezu eine halbe Stunde währte, überreichte der Prinz dem Minister sein Bildnis mit eigenhändiger Widmung. Gestern Abend fand noch ein Ball zu Ehren des Kronprinzen bei dem Großfürsten und der Großfürstin Georg Michailowitsch statt. Kronprinz zwilhelm tanzte mit der Zarin Alexandra, den Großfürstinnen Xenia Alexandrowna und Maria Georgiewna und mehreren anderen Damen. Wirballen, 25. Januar. Der deutsche Kronprinz traf heute Nachmittag gleich nach 5 Uhr hier ein. Nach turzem Aufenthalt sezte er die Reise über Eydtkuhnen nach Berlin fort. Zur Reichstags- Präsidentenkrisis. mb. In den Wandelgängen des Abgeordnetenhaufes erzählte man sich, daß der bisherige Reichstagspräsident Graf Ballestrem eine etwaige Wiederwahl nur unter der Bedingung annehmen würde, wenn für die Frage, ob und in wie weit des Kaisers Aussprüche oder Handlungen in den Verhandlungen des Plenums erwähnt werden dürfen, feste Normen geschaffen werden. Nach unseren Erkundigungen haben die leßten Vorgänge im Reichstage diesen Wunsch in den Mehrheitsparteien allerdings reifen lassen, doch ist die Angelegenheit von der Spruchreife noch erheblich entfernt, jedenfalls weiter, als daß sie bereits mit der Präsidentenwahl in Verbindung gebracht werden könnte. Der Reichskanzler hat dem Grafen Ballestrem, nachdem er gehört hatte, daß dieser sein Amt als Reichstagspräsident niedergelegt habe, einen Besuch abgestattet. Spende des Zaren an die Bretagne. Der Präsident der französischen Republik hat ein Telegramm des Zaren erhalten, in welchem dieser 25 000 Francs der französischen Regierung für die notleidende Bevölkerung der Bretagne zur Verfügung stellt. In dem Telegramm bittet der Kaiser von Rußland den Präsidenten Loubet, die Summe anzunehmen als ein Zeichen seiner Hochachtung und seiner lebhaften und unveränderlichen Sympathie für das befreundete und verbündete Frankreich." Präsident Loubet sprach in einem Telegramm seinen Dank für das hochherzige Anerbieten aus. Ein politisches Todesurteil. D In London fand dieser Tage ein Hochverratsprozeß gegen ein Parlamentsmitglied, den Jren Lynch, statt. Lynch hatte zuerst als Berichterstatter eines französischen Blattes am füdafrikanischen Kriege teilgenommen, hatte sich dann in Transvaal naturalisieren lassen und dort gegen die Engländer gefochten. Er fehrte nach Beendigung des Krieges nach England zurück, wo ihm der Prozeß gemacht wurde. Der Spruch der Geschworenen lautete auf schuldig des Hochverrats, und der Gerichtshof verurteilte Lynch zum Tode. Um die Jren nicht noch mehr zu erbittern, wird das Urteil aber wohl nicht vollstrect werden; man nimmt an, daß Lynch zu einer längeren Freiheitsstrafe begnadigt wird. Kurze volitische Nachrichten. * Berlin, 24. Januar.( ofbericht.) Der Ratser machte heute Vormittag den gewohnten Spaziergang im Tiergarten, stattete darauf dem Reichskanzler Grafen v. Bülow einen Besuch ab und hörte von 10 Uhr ab im Schloß Vorträge. Mittags fand die Vorstellung der zur Ginellung in die Armee und Marine anstehenden Ka detten im Weißen Saale statt. * Ter frühere deutsche Botschafter in Washington b. Holleben ist in Berlin eingetroffen. Ter zur Sicherung des Wahlgeheimnisses im Bundesrat eingebrachte Antrag des Reichskanzlers schreibt vor: Die Stimmzettel müssen 9 Quadratzentimeter und die Umschläge 12 Quadratzentimeter groß sein. Den bereitgestellten Nebentisch oder Nebenraum muß je der Wähler benußen, wenn sein Stimmzettel gültig sein soll. * Der Bundesrat hat es abgelehnt, die Bestimmung zu beseitigen, wonach den Angestellten in Gast- und Schankwirtschaften in jeder dritten Woche, in Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohner in jeder zweiten Woche eine ununterbrochene Ruhezeit von 24 Stunden zu gewähren ist. * Der Vizeadmiral des rumänischen öffentlichen Schuldienstes Parisiano und der Bureauchef dieses Amtes Dimitresco wurden verhaftet, weil sie von 1899 bis 1901 Veruntreuungen bei den Losziehungen der vierprozentigen rumänischen Rente begangen haben. Preussischer Landtag. 5. Gigung. - Haus der Abgeordneten. CB. Berlin, 24. Januar. Zweite Beratung des Etats.- Der erste Punkt der Tagesordnung wurde rasch erledigt. Er betraf die Abänderung des Gesetzes über die Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen an die unmittel baren Staatsbeamten. Es soll danach bei Wegfall der Servisklasse V vom 1. Ottober 1902 ab bei Bemessung der Pension der Durchschnittssag des Wohnungsgeld- Buschusses für die Servistlassen I- IV in Anrechnung gebracht werden. Das Gesez wurde nach kurzer zustimmender Debatte in zweiter Lesung angenommen. Die zweite Beratung des Etats nahm längere Zeit in Anspruch. Sie begann mit dem Domänen- und Forst- Etat, wobei es kleine Auseinandersetzungen über die Lage der Landwirtschaft zwischen den Konservativen v. Arnim und Gamp einerseits und den Freisinnigen Gothein und Trüger andrerseits gab. Auf die letzte Ostmarkenvorlage ging der Abg. Müller- Sagan( frs. Blisp.) ein; er hielt es für verkehrt, Güter anzukaufen und die bisherigen Besizer als Bächter einzuseßen. Nach diesen Rednern nahm der Landwirtschaftsminister v. Podbielski das Wort. Er erFlärte, die Verbesserung der Domäneneinrichtungen und der Verkehrsverhältnisse, nicht die Einführung höherer Zölle habe steigend auf die Güterpreise und Bachten gewirkt. Nur in Zuckergegenden seien die Preise gestiegen. In den Gegenden aber, welche für den Zuckerrübenbau nicht gea eignet sind, wie z. B. bei Danzig, seien die Erträge auf das Jahr 1865 zurückgegangen. Nach unwesentlicher Debatte wurde dann schließlich der ganze Etat bewilligt. Beim Forstetat, dessen Einnahmen aus Holz aus 81 Millionen veranschlagt sind, teilte Oberland o stmeister Wesener mit, daß die Holzpreise um 20-25 Prozent ge stiegen seien. Das sei eine Folge der verminderten Einfuhr aus Desterreich und Rußland. Die schwere Krisie im Holzhandel dürfte troßdem etwas gemilbert sin Voraussichtlich würde in diesem Jahre die Hölzein uhr aus Rußland wieder steigen. Abg. Gamp( srk.) empfahl dringend, mehr Dedländereien aufzuforsten. Oberland forstmeister Wesener versprach, sein Möglichstes in dieser Beziehung zu tun. Dann vertagte sich das Haus. Die beiden freisinnigen Parteien des Abgeordneten hauses wollen ihren Antrag auf eine Neueinteilung der Wahlkreise wieder einbringen. Auch besteht die Absicht, mit Rücksicht auf die bevorstehende Aenderung des Wahlgesetes im Reichstage zugleich mit der New einteilung der Wahlkreise die Einführung der geheimer Abstimmung für die Landtagswahlen zu fordern Nab und Fern. Eine Totenerwedung. In München sanden am 16 November früh 4 Uhr Passanten der Sonnenstraß einen Mann quer über dem Trottoir liegend, der fein Lebens. zeichen von sich gab. Gleich den Passanten hielten auch ein Schußmann und herbeigerufene Leute der freiwil ligen Rettungsgesellschaft den Mann für tot. Als der Schußmann den ,, Toten" aufzuheben versuchte, sprang legterer plößlich auf und lachte die besorgten Umste henden herzlich aus. Der Totgeglaubte, ein Techniker aus Frankfurt, mourbe megen groben Unfugs burch Straf befehl zur Gelbftrafe von 60 ml. verurteilt. £ Abnormale Fröste herrschen in ganz Desterreich und sind noch immer im Zunehmen begriffen. Im Wienerwald, in der Umgebung von Baden, wurden 24 und 25 Grad Kälte beobachtet. Wien hatte 17 Kältegrade. An Mädchen beobachtete jie traumbefangen, bis die Dame ten nur die zarten Spißen der Hauve ſehen. über die Arbeit gebeugt und Barbaras nackte Augen foun das Bild fomfortabler Häuslichkeit. Sie hielt den Kopf auf fie geri Das junge einer feinen Handarbeit beschäftigt, und vervollständigte dale solche Zuneigung zu er wird ihn gar nicht wieder von sich lassen." furz danach äußerte sie, daß sie gern aufstehen möchte, Antlitz trat jeßt der Ausdruck beglüdenden Friedens, und An die Stelle des verwirrten Zuges, auf Barbaras ihm erfaßt, baß ich glaube, Novelle von A. Belot. Die drei Lilien. ( Nachdruck verboten.) die zu ihm: Sie können too die Raufbolde ihre Opfer fanden. als gewöhnlich, es ist ia heute Königs Geburtstag." Es Eines Tages fagte Roberts Prinzipal um sechs Uhr gehen, ich schließe heute früher öffentlichen Gärten, kurz, er besuchte nicht die Stätten, Ostgalizien sind Temperaturen von 27 und 28 Grad fest. gestellt worden. Der Wörther See und die Salzkam mergut- Seen sind so fest zugefroren, daß man mit schwe ren Frachtwagen darüber fahren kann. Die große Kälte treibt auch das fleinere Raubwild in die Nähe der Ortschaften. In Alfersdorf trieben sich vier Füchse, die aus dem Jagdgebiet des Erzherzogs Rainer in den Wäldern der Hohen und Vorderen Mandling gekommen sein dürften, zwischen den Häusern des Ortes umher und fießen sich kaum verscheuchen. In dem Walde auf der Berghöhe des ,, hals" bei Pottenstein hatten nachts große Echwärme von Ammern und Krähen gegen die grimmige Kälte Zuflucht gesucht. Die Vögel waren am Morgen so erstarrt, daß viele bei dem Versuche, aufzufliegen, bon den Bäumen fielen und am Boden mit den Händen zu greifen waren. Eine ungeheuerliche Ein gefährlicher Leseklub. Affäre bildet in Agram den allgemeinen Gesprächsstoff. Unter der Leitung einer Lehrerin existierte dort ein angeblicher ,, Lesetlub", wo Töchter aus den besten Häusern, Schülerinnen der Lehrerinnenbildungsanstalt, ja jogar der Klosterschule, sowie Schüler höherer Lehranstalten vertehrten. Durch eine anonyme Anzeige ist entdeckt worden, daß die Mädchen sich in dem Klub feineswegs mit Lektüre befaßten. Bei zwei Mädchen aus gutem Hause sollen fich bereits Folgen gezeigt haben. Ein Agramer Blatt droht mit Enthüllungen, wenn das bisherige Vertuschungssystem nicht aufgegeben werde. Der Selbstmord eines 17 jährigen Mädchens wird mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang gebracht morte $[ Das bekannte Lied ,, Allerseelen",] dessen Eingangs„ Stell' auf den Tisch die duftenden Reseden, Die letzten roten Astern bring' herbei. Und laß' uns wieder von der Liebe reden Wie einst im Mai." in der ergreifenden Lassenschen Komposition wohl jedes Deutschen Herz bewegt haben, ist, wie wohl weniger bekannt sein dürfte, der einstmals viel gefeierten Sophie Better gewidmet, die der Dichter, Hermann v. Gilm, in der Mitte der vierziger Jahre in Bruneck kennen gelernt hatte. Jezt ist diese Muse Gilms in Innsbrud im Alter von fast 80 Jahren gestorben. Aus ihrem Lebenslauf sei folgendes mitgeteilt: Das Verhältnis Gilms zu dem ebenso schönen als braven Tiroler Mädchen fand, als Gilm nach Wien versetzt wurde, bald ein Ende. Sophie Petter aber hat dem Dichter zeitlebens ein treues Andenken bewahrt. Sie ging nach einigen Jahren mit einem gewissen Vanoni eine Konvenienzehe ein, die aber sehr unglücklich ausfiel, da ihr Mann kaum ein Jahr nach der Hochzeit geistesgestört wurde und zehn Ihre im Irrenhause zubrachte, bis er starb. Kinderlos, fand Sophie Vanoni im Hause ihrer Schwester, die an den Oberlandesgerichtsrat v. Pezer verheiratet war, liebevolle Aufnahme. Seit dem in den achtziger Jahren erfolgten Tode Peters lebten die beiden Schwestern ein stilles, den Werken der Frömmigkeit gewidmetes Leben, und wie sie zusammengelebt haben, so sind sie nun auch kurz hintereinander gestorben. Vermischtes. [ Eine schlichte bürgerliche Frau] zu werden, if nach ihrer eigenen Aussage das Ideal der Kronprinzessin von Sachsen, das sie in der Verbindung mit Herrn Girɔn zu finden hofft. Im Berl. Tgbl." richtet nun eine schlichte bürgerliche Frau" an die Kronprinzessin einen offenen Brief, in dem sie diese warnt, auf ein solches Glück zu hoffen. Die guten bürgerlichen Kreise würden sich von ihr als von einer Entgleisten abwenden. Ihr Umgang würde aus Leuten bestehen, von denen jeder das Gespenst ,, man sagt von dir" neben sich habe. Die Schreiberin erinnert dann die Kronprinzessin daran, daß auch die bürgerlichen Frauen die Repräsentantinnen des Hauses ihres Mannes sind. Auch unserer Freiheit sind Grenzen gezogen" schließt sie- ,, auch wir können uns nicht ausleben, wie Sie es möchten. Auch manche von uns ist in die Ehe ,, gegeben worden, dennoch hält sie daran fest, um ihre Strone nicht zu verlieren. Unsere Krone heißt Frauen würde. Die Tage des Glanzes, den Ihr Leben bisher bot, sind vorüber. Sammeln Sie sich nun, daß Sie mit der Krone der bürgerlichen Frau den Rest Ihres Lebens beschließen." V[ Ein fürstliches Honorar.] Oppert von Blowiß, der dieser Tage in Paris verstorbene ,, Times"-Korrespondent a. D., hat, wie der Figaro" wissen will, unvollendete Memoiren hinterlassen. Eine amerikanische Zeitung hatte mit dem König der Berichterstatter" einen Vertrag geschlossen, der ihr gestattete, die Memoiren des Herrn Oppert artikelweise zu veröffentlichen. Oppert ließ sich die Sache gut bezahlen: für jedes Wort bekam er 1 Franc, und da jeder Artikel mindestens 2000 Worte enthielt, dürfte er ein sehr gutes Geschäft gemacht haben wenn es wahr ist, was der ,, Figaro" schreibt! *[ Ein drastisches Mittel gegen Ladendiebinnen] wendet der Besizer eines großen Londoner Modewarengeschäfts an. Wenn eine Lame beim Diebstahl abgefaßt wird, stellt der Besizer ihr die Wahl zwischen der Rute oder der gerichtlichen Verfolgung. Entscheidet sie sich für die körperliche Züchtigung, so wird diese im verschwiegenen Kämmerlein von der Gattin des Besizers vollzogen. Bis jetzt haben nach Mitteilung eines Londoner Blattes 22 Damen die Rute der öffentlichen Gerichtsverhandlung vorgezogen. Die Frau des Ladenbesitzers wird als eine sehr kräftige und muskulöse Person geschildert und die Rute soll auch nichts zu wünschen übrig lassen. Zur Angelegenheit der Kronprinzessin von Sachſen wird jetzt noch bekannt: Sofort nach der Ehetrennung, wahrscheinlich am 29. oder 30. d. M. wird der König von Sachsen im Einverständnis mit dem österreichischen und sächsischen Hof eine Darstellung des Sachverhaltes veröffentlichen lassen. Es trifft nicht zu, daß der Kronprinzessin vom sächsischen Hose im Einverständnis mit dem toskanischen Hofe volle Bewegungsfreiheit bis zur Geburt des Kindes gestattet wurde. Wahr ist aber, daß Giron versprochen hat, während des Prozesses entfernt von der Kronprinzessin zu leben, und dieses Wort, wie so viele, schließlich nicht gehalten hat. Uebrigens hatte das flüchtige Paar dieser Tage eine recht unliebsame Begegnung: Tie Kronprinzessin spazierte vormittags in Mentone mit Giron. Da tamen ihnen zwei Damen entgegen, die Gräfin Lonyay und deren Gesellschaftsdame. Die Gräfin Lonyay blieb stehen, zog ihr Lorgnon hervor und beobachtete scharf das herankommende Paar. In einer Entfernung von drei Schritten schien die Kronprinzessin die Gräfin zu erkennen. Einen Moment standen die beiden einander gegenüber; plößlich wandte die Gräfin Lonyah der Kronprinzessin den Rücken und schlug den Weg nach Kap Martin ein. Die Kronprinzessin lachte hell auf, und auch Giron stimmte in das Gelächter ein. Bunte Chronik. Professor Braun in Straßburg will Mittel gefunden haben, um unbegrenzte Energiemengen in Form elektrischer Wellen zu erzeugen, für die Entfernungen überhaupt nicht mehr existieren. Beim Hinüberfahren über den Rhein schlugen bei Selz( Unterelsaß) zwei Boote um. Von den fünf Insassen sind vier ertrunken. - Die Kopenhagener Polizei verhaftete einen aus Hamburg geflüchteten Betrüger namens Kurner. Man fand bei ihm 250 000 Mart. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Durch Entschließung des Ministeriums der Finanzen wurde der Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Dr. Karl Preetorius zu Darmstadt zum Treuhändler bei der Hessischen Landes- Hypothekenbank und der Oberstaatsanwalt beim Landgericht der Provinz Starkenburg Franz b. Hessert zum Stell vertreter des Treuhändlers bei dieser Bank bestellt. .)-)[ Die geplante Eisenbahnschiene.] Folgende Szene die sich auf der Permschen Bahn abgespielt hat, schildert ein Mitarbeiter des ,, Petersburger Herolds": Ein Bahnwächter geht, mit einem Hammer bewaffnet, die Strecha entlang. Wohin?" frage ich ihn. Es hat sich dort unten ein Riß in der Schiene gebildet," antwortete der Wächter. Vor zwei Monaten etwa," fügte er erklä rend hinzu. Die Schiene ist aber an den Enden noch heil." Man muß sofort den Wagenmeister benachrichtigen," sage ich ängstlich.- ,, Nur nicht so hißig," erwidert er. ,, Wer wird sich selber schädigen? Warten wir lieber, bis sie ganz aufgeplagt ist, dann gibt es eine Belohnung. Für die Auffindung eines Risses gibt es teine Belohnung, wohl aber für die Auffindung einer ganz geplaßten Schiene; dafür gibt es 3, ja sogar 5 Rukel. Man läßt die Schiene also ruhig weiterplazen, bis sie für die Belohnungsansprüche reif ist und daran hängt die Sicherheit auf der Bahn und das Leben der Reisenden. - Bei Bittersdorf in der Nähe von Mannheim schlug ein Kahn um; fünf Schiffer ertranken. - Der Optiker Grabich aus Leipzig, der bekanntlich nach Verübung des Lustmordes an der achtjährigen Israelitin Klein den Leichnam des Mädchens zerstückelte und in eine Kiste packte, ist zur definitiven Feststellung seines Geisteszustandes der Landesirrenanstalt Sonnenstein übergeben worden. - In Annen bei Dortmund wurde eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau unter dem Verdachte des Kindesmordes verhaftet. Infolge einer unsinnigen Wette versuchte bei Eydthuhnen ein polnischer Arbeiter zwischen den Flügeln einer in Gange befindlichen Mühle durchzulaufen; hierbei muder er von einem Mühlenflügel erschlagen. voll und ganz zu [ chwarz- weig- roten unfer unermüdlich der Schlagfertigkeit Staaten freundschaf alle Fragen der in wir sehen ihn vor beutschen Mannes, wefen feine Aufmer rige Bereinsthätigte benen, die mit Big fampfe heimlehrend An uns ift es, in beutfche Männer i Sache fördern zu bes Raife& feftlic unferem Wahlpr Morgen an Kaisers Geburtstag sind alle staatlichen Bureaus geschlossen. Die Schalter der Postanstalten sind wie an Sonntagen geöffnet. R.B. Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers bleibt das Geschäftslokal der hiesigen Reichsbanknebenstelle morgen Dienstag von vormittage 11 Uhr ab geschlossen. ** Dem ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Joseph Heimberger in Gießen wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April d. J. die Entlassung aus dem Staatsdienste genehmigt. ** Zur Wiederbeseßung ist die evangelische Pfarrstelle zu Romrod ausgeschrieben. - Bom Gauturntag des Gaues Hessen berichten wir erst morgen; heute stand uns der erforderliche Raum nicht zur Verfügung. Baterland, enthal worte des Redners Hoch auf Raifer un eine recht angeneh bas Theaternid bes hiesigen Stadt Bon 12 Uhr ab mancher Veteran fi ** Die Gieße Wiederkehr ihres 24. Januar im Herren- Abends. Bahl erschienenen und jezigen& namentlich auch ragende sportlid ausgezeichnet ha auch für die Zu Der Ehrenboris älteren Mitglied erkennung dem reiche Geschäftsfi beim Alange mu Programm des Comitee alle G Berschönerungsto feffelte wahre Lo der moderne C aus Mitgliederk ** Der Bezirksansschuß Gießen des Landesgewerbevereins hielt gestern im Hotel Schüß hier unter dem Vorsitz des Herrn Betri II. eine Sigung ab, in welcher 4 Delegierte zur Sterbefasse zu bestimmen waren und dazu die Herren Haas und Herbert aus Gießen, sowie die Herren Rohrbach- Lollar und Schaffner- Homberg a. d. Ohm gewählt wurden. Weiter wurde auf Grund eines Schreibens Großh. Zentralstelle für die Gewerbe beschlossen: versuchsweise vorläufig alljährlich eine Ausstellung von Schülerarbeiten der Handwerker- Sonntagszeichenschulen Grünberg, Lich, Homberg a. d. Ohm, Londorf und Lollar im Gewerbeschulgebäude zu Gießen abzuhalten und dabei eine besondere Kritik zwischen Her Trater, dem Revisor der Schulen und den Herren Lehr in derselben zu veranlassen. Zum Schluß berichtet der Herr Vorsitzende nech über den Verband Deutscher Gewerbeberein" und leitete dann eine Besprechung über Angelegen: heiten der Gewerbevereine, sowie der Handwerkskammer ein, an welcher alle Teilnehmer lebhaft sich beteiligten und oft sehr treffende Erscheinungen in Handwerksbetrieben zur Erörterung brachten, um deren fernere Beachtung der Herr Vorsigende gebeten wird, damit Krebsschäden thunlichst beseitigt werden können. Das Faustrecht in Rußland.] Eine Statistik des Fauſtrechts veröffentlicht ein russisches Blatt. Die Fäuste," schreibt es ,,, arbeiten bei uns im 20. Jahrhundert nicht schlechter als im 19. Jahrhundert. Goße Ausein andersetzungen mit dem Gegner unter Zuhilfenahme der Fäuste sind keineswegs ausschließlich den ungebildeten und rohen Kreisen eigen. Im Gegenteil sind sie noch mehr im Gange in den gebildeten Kreisen. Das vergangene Jahr schloß mit einer tätlichen Beleidigung ab, die ein Rechtsanwalt vor Gericht einem Journalisten zufügte, der in einem Verleumdungsprozeß als Zeuge auftrat. Kurz vorher war ein Journalist von einem Gutsbesizer tätlich beleidigt worden wegen irgend welcher Bemerkungen über die Rennen. In Tiflis und in Jekaterinoslaw wurder Theaterkritiker die Opfer unzweideutiger Handbewegungen. In Warschau prügelten sich die hochgebildeten Besucher der Philharmonie, in Moskau die Musikanten des Opernorchesters. In Wilna schlug ein Friedensrichter einen jungen Menschen bis aufs Blut. Die Zeitung ,, Sabaikalje" brachte ganze Abhandlungen über die ,, faustlichen" Aus. einanderseßungen der Ingenieure. In Kasan prügelte ein Professor einen Hirten, in Cherson ein Arzt einen Kranten, in Noworossiist auf einem Dampfer die Schiffsmannschaft die Passagiere, und das auf Befehl des Kapitäns u. 1. w. Man muß, wenn man solches liest, an den alten Ausspruch denken, daß Rußland zwar in ein europäisches und ein asiatisches eingeteilt wird, daß man aber nicht wissen kann, wo das erste aufhört und das zweite beginnt. Geprügelt wird jedenfalls in beiden Reichshälften! $[ Ein Affen- Trust.] Aus Newyork wird berichtet: Eine Vereinigung mit einem Kapital von 2 Millionen Mark hat sich hier gebildet, um Affen, Papageien und alle in Käfigen gehaltenen Tiere aufzukaufen. Die Hauptdetaillisten von Newyork, Chicago, Philadelphia, St. Louis und San Francisco haben das Uebereinkommen unterzeich net. Man will gegen die europäischen Agenten Krieg führen, unter deren Behandlung die amerikanischen Im porteure, wie sie behaupten, schwer leiden. Jeder dieser Agenten hat, wie erklärt wird, sein besonderes Mono pol. Ein Londoner Importeur soll die Lieferung von cussischen Finken kontrollieren, ein anderer den Kanarienmartt, ein amerikanischer Agent monopolisiert den gan. zen verfügbaren Vorrat an tubanischen Papageien und ein Affenimporteur hat die Händler in seiner Gewalt. Der Trust soll dem Elend der Detaillisten ein Ende machen. Н ** Alle w. Abonnenten und Freunde der„ Gießener Neueste Nachrichten" werden sich noch erinnern fönnen, wie im letzten Sommer die Art der Abhaltung des Jugendfestes in uuse: ca Spalten besprochen wurde, auch der Bericht über die Stadtveroidneten- Sizung, in welcher diese Angelegenheit zur scharfen Aussprache Veranlassung gab, stellte sich auf Seiten der öffentlichen Meinung. Der Stil dieser Artikel schien einigen Herren nicht zu passen und was war die Folge: eine Voruntersuchung wegen Beleidigung unseres verantwort lichen Redakteurs. Nachdem darüber der Herbst vergangen und inzwischen auch Winter geworden ist, erhielten wir gestern eine Zustellung, worin uns mitgeteilt wurde, daß auf Beschluß der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Beleidigung eingestellt worden ist.- Man jubelte damals in gewissen Kreisen, denen das Fortbestehen der Gießener Neueste Nachrichten" nicht angenehm ist; die Bekanntgabe des Strafantrags wurde in alle Welt hinausposaunt. Möchten doch diese damaligen Gegner, von denen inzwischen ein großer Teil zu unsrer Freude in unser Abonnentenregister eingetragen wurde, also über die Gießener Neuesten Nachrichten" jest anders urteilen, hiermit die Gewißheit entgegennehmen, daß Kritiken über öffentliche Angelegenheiten nicht wieder gehalten werden können und passen sie dem einen oder anderen nicht nach Wunsch, man auch nicht in Eile zum Kadi laufen soll. - Kasernenhofblüte. Unteroffizier( zum Refruten): Ja, ja, mein Lieber, wir stammen alle rom Affen ab, aber bei Ihnen kann's noch garnicht her sein!" -In der Buchhandlung. Dienstmädchen( schüchtern): ,, Ach bitte, geben Sie mir ein Kochbuch- sür Liebende." ( Fl. Bl.) Kurzes Allerlei. Dieser Tage fanden Arbeiter in einem Gehöfte bei Rosberig eine Menge gut erhaltene Waffen. Dieselben stammen alle aus dem 1866er Kriege und dürften nach dem Treffen bei Sadowa von flüchtenden Soldaten dort versteckt worden sein. In Berlin feierte die Aerztin Frl. Dr. Tiburtius ihren 60. Geburtstag. Als Frl. Dr. Tiburtius ihre Tätigfeit begann, wurden an deutschen Gymnasien und Unibersitäten Frauen nicht zugelassen. Sie hat im Aus. lande studiert. H " der Verson einig Von dem überre ifchen Klaviervor feschen Mädels" Gborlieb erflang offiziellen Teil e W. Die Bo Ranaria im Einh gestern eines auf [ Kriegerverein.] Am Samstag Abend feierte in Stein's Saalbau der hiesige Striegerverein sein 29jähr. Stiftungsfest und verband gleich damit die Feier für Kaisers Geburtstag. Wir müssen gestehen, die Fest teilnehmer waren in so großer Zahl anwesend, daß der geräumige Saal voll besetzt war, dazu unter den Erschienenen rechte Kameradschaft und Freundschaft zu einander und als drittes neben der aufmerksamen Be wirtung ein gut arrangiertes Fest- Programm; das alles sicherte schon bei Beginn der Feier einen guten Verlauf. Die Kapelle der 116er hatte, wie es ja gewöhn lich der Fall, auch hier die erste Nummer, es ist nun einmal so Brauch. Gleich danach verstummte aber die noch hier und da beobachtete kleine Unruhe, der Vorſizende des Vereins, Herr Amtsrichter Wiener, hielt die Festansprache. In seiner gewohnt frischen Weise fam er zuerst nach Ausdruck des Dankes im Namen des Vorstandes für das zahlreiche Erscheinen auf den Monat Januar zu sprechen, der uns alljährlich zwei Tage bon nationaler Bedeutung bringt: den 18. als den Geburtstag des deutschen Reichs und den 27. den Geburtstag unseres Staisers. Deutschland ist seit einem Menschenalter wieder ein festgefügtes Reich mit deutscher Sprache, deutschen Sitten und deutschem Empfinden, in dem wir uns sicher fühlen und an dem auch unsere deutschen Brüder in allen Weltgegenden einen starken Schutz und Rückhalt haben. Wo die deutsche Flagge sich zeigt, wird sie geachtet und gefürchtet; unsere Kriegsflotte hat Deutschlands An sehen auch nach außen hin in den andern Weltteilen erſtarten lassen, und gerade gegenwärtig ist sie mit Nachdruck an redlicher Arbeit, daß Venezuela seinen internationalen Arstand wahrt und seinen Verpflichtungen nachkommt, Ein direkt energisches Eingreifen wäre noch vor 10 Jahren unmöglich gewesen; zu Lande waren wir wohl stark, aber die Seemacht hat sich erst unter unserem jezigen Kaiser so vorteilhaft ent faltet. Im Ausland, wo Deutsche wohnen, weiß man das gehabt. Auch de deutsche Stubenvi Für Konkurrenzi Ehrenpreis, eine Gesamtleistung wei einen 3 Pre preis einen 1., vier 2. Breise; Mayer zwei 2. un wei 3. Preise; Roch einen 2. un einen 3. Prets. G F. Wiebm her u Bögel erhielt D. erhielten Diplom und Buhtutenfili ( Bertreter Ph. S Globenstein für Hotel die Verlof Annoncenteil bri ** Stadtthe tionalen Lo D'Annunzias 28. 6. Mits. au preif n flatt. He theatermaler Qua tionen anfertigen des alten Mylene Landschaft darste als auch die, d nachgebildeten S welche die Leichn hatten, die fupfe riemen, die Gefich Alt alle auf dec Bufammenhang lebendigen Wenid tiven Bestandteil zu erwarten. ** Aufführung in je Befihmed faufte feine of Spenglermeister ** Bei den jtattgefundenen bieb, 213 Schn Febr. a. c. ftat Die hiesig Befferung ihrer L zu diesem Zwed weitere Drganisati Intereffen nach je trachtet fann man Los der Kellner di night außer Acht g Tandgefüllten Lo وید ten. tertums der beim Ober: Darmstadt Hypothefen dgericht der zum Stell bestellt. d alle staat er der Post einer Majeftat en Reichsbant 11 Uhr ab er juristischen jeph Heimchuchen mit ng aus dem elische Pfarr berichten wir Je Raum nicht gewerbevereins m Vorsitz des Delegierte zur e Herren Haa Rohrbach- Lollar Durden. Weiter Zentralftelle für ufig alljährlich dwerfer- Sonn mberg a. b. shulgebäude zu Kritik zwischen nd den Herren uß berichtet der tscher Gewerbe über Angelegen ertstammer ein, iligten und oft trieben zur ErI der Herr Vor inlidit befestigt der„ Gießen'r rn fönnen, wie Jugendfeftes er Bericht über e Angelegenheit stellte sich auf dieser Artikel war die Folge: eres verantwort Derbst vergangen 1, erhielten wir t wurde, daß auf ahren wegen ift.- Mon as Fortbestehen genehm ist; die le Welt hinausner, von denen in unser Abondie„ Gießener 1, hiermit die öffentliche An= nnen und passen nich, man auch end feierte in njein 29jähr. die Feier für jen, die Feft esend, daß der unter den Gr reundschaft zu merksamen Be mm; das alles en guten Ber es ja gewöhn er, es ist nun nmte aber die uhe, der Vor Biener, hielt frischen Weile es im Namen einen auf den alljährlich sei : Den 18. ale 5 und den 27 Deutschland i ein feftgefügtes Den Sitten und Dir uns ficher Deutschen Brüder Jug und Rüdhalt wird fie geachtet Deutschlands Weltteilen erftarten Nachdruck an rednationalen Arftand ommt, Gin birelt Jahren unmöglich aber die Seemacht so vorteilhaft ent - voll und ganz zu wärdigen. Bir aber, die wir in den schwarz- weiß- roten Bählen wohnen, wissen aber ferner, wie unermüdlich unser Kaiser in der Erhaltung und Erhöhung der Schlagfertigkeit unserer Armee bemüht ist, wie er zu allen Staaten freundschaftliche Verbindungen wach hält und für alle Fragen der inneren Politik regstes Interesse hat. Kurz, wir sehen ihn vor uns als das Muster eines pflichttreuen deutschen Mannes, der ganz besonders dem Kriegervereinswesen seine Aufmerksamkeit mit schenkt. Auf eine 29jährige Bereinsthätigkeit blicken wir heute zurück Viele von denen, die mit B geisterung im Herzen aus dem Nationaltampfe heimkehrend den Verein gründeten, sind nicht mehr. An uns ist es, in derselben Weise weiter zu arbeiten, als deutsche Männer in und außerhalb des Vereins die deutsche Sache fördern zu helfen. Heute, wo wir den Geburtstag des Kaise& festlich begehen, wollen und sollen wir das in unserem.hlspruch: Für Gott, für Kaiser, Fürst und Baterland, enthaltene Versprechen erneuern. Die Schluß worte des Redners endeten mit einem begeistert aufgenommenea Hoch auf Kaiser und Großherzog.- Es folgte der Ansprache eine recht angenehme Festivität. Mit großem Beifall wurde das Theaterstück„ Die Großstadtluft", welches vom Personal des hiesigen Stadttheaters inseeniert wurde, aufgenommen. Von 212 Uhr ab wurde flott getanzt, wobei auch noch mancher Veteran sich stramm beteiligte. Atmung der nikotinreichen Atmospähre auf die Dauer die Gesundheit ernstlich gefährdet. In fompetenten Kreisen wird man dies gebührend zn würdigen wissen. + Als Ergänzung zu dem Artikel ,, Studententräume" in Nr. 20 unseres Blattes betreffend, erfahren wir noch, daß der in Rede stehende Herr, welcher sich infolge des im tiefsten Negligée unternommenen nächtlichen Ausflugs einen starten Katarrh zugezogen hatte, wieder vollständig genesen ist. Auch ist dafür gesorgt, daß die Lampe fünftig nicht mehr zum Fenster hinausbefördert werden kann, indem die Wirtin eine folche mit einem nahezu 50 Pfund schweren eisernen Fuße zur Verfügung stellte. ** Die Frrenanstalten in Hessen sind gegen wärtig derart überfüllt, daß man gezwungen ist, zur Unterbringung von Geistes gestörten die Frrenanstalten der Nachbar staaten in Anspruch zu nehmen. Nach Göppingen in Württemberg sind schon mehrere Geistestrante aus Hessen verbracht worden. ** Bon hessischen Behörden werden stedbrieflich verfolgt: Fabrifarbeiter Friedrich Karl Günther aus NiederFlorstadt wegen Diebstahls von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Schlosser Bella Bed aus Weiskirchen in Ungarn wegen Unterschlagung vom Großh. Amtsanwalt Gießen. Aus Hessen und Nachbargebieten. fierten Streisen Klage geführt über die unzulänglichen ** Großen- Linden. Schon öfters wurde in interesRaumverhältnisse unserer Haltestelle. Leider ist ein Wandel zum Bessern anscheinend noch nicht zu er warten, obschon Abhilfe dringend geboten ist. Am Morgen des 24. Januar( Wochenmarkttag) konnten von den ungefähr 200 Passagieren nur ein kleiner Bruchteil Unterkommen in dem winzigen Warteraum finden. Man hofft und erwartet, daß Herr Landtagsabgeordneter falls demnächst in der zweiten hessischen Ständekammer Leun geeignete Schritte zur Abhilfe thun und nötigen3weddienliches veranlassen wird. ** Die Gießener Rudergesellschaft feierte die 26jährige Wiederkehr ihres Gründungstages am Samstag, den 24. Januar im Saale des Café Ebel in Form eines Herren- Abends. Der Vorsitzende begrüßte die in großer Bahl erschienenen Mitglieder, gedachte der früheren Leiter und jetzigen Ehrenmitglieder der Gesellschaft, sowie namentlich auch derjenigen Ruderer, welche durch hervor ragende sportliche Leistungen in der Vergangenheit sich ausgezeichnet haben. Er wünscht der Nudergesellschaft auch für die Zukunft eine gedeihliche Weiterentwicklung. Der Ehrenvorsigende Herr Kirch dankte Namens der älteren Mitglieder und zollte ehrende Worte der Anerkennung dem derzeitigen Vorstande für dessen erfolg reiche Geschäftsführung. Einem gemeinsamen Essen, beim Slange munterer Weisen folgte das eigentliche Programm des Abends, welches dem veranstaltenden Comitee alle Ehre machte. Das Theaterstück„ Die Verschönerungskommission", Tragikomödie in 1 Aft," entfesselte wahre Lachsalben und ließ erkennen, ebenso wie moderne Sängerkrieg", welch' talentvolle Kräfte aus Mitgliederkreisen sowohl, als auch namentlich in der Person einiger Gäste, für das Fest gewonnen waren. Von dem überreichen Programm dürften die humorist- faufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen ischen Klaviervorträge à la Lamborg und die süßen feschen Mädels" besonders gefallen haben. Das letzte Chorlied erklang zu früher Stunde und beschloß den offiziellen Teil eines in jeder Hinsicht gelungenen Festes. der W. Die Vogel- und Kanarien- Ausstellung des Vereins Kanaria im Einhorn- hotel hat sich auch am Samstag und gestern eines außerordentlich guten Besuches zu erfreuen gehabt. Auch der Verkauf von Kanarien sowohl wie auch deutsche Stubenvögel war, wie man hört, zufriedenstellend. Für Konkurrenzfänger erhielten A. Felsing, Gesamtleistung Ehrenpreis, einen 1. und drei 2. Preise; Karl Schneider, Gesamtleistung Ehrenpreis, einen 1. und vier 2. Preise, zwei einen 3 Preis; Wilh. Leichtweis, Gesamtleistung Ehrenpreis einen 1., zwei 2, zwei einen 3. Preis; H. Simmer vier 2. Preise; 2. Seitz drei 2. und ein 3. Preis; With. Mayer zwei 2. und zwei 3. Preise; R. Frenzel zwei 2. und zwei 3. Preise; 2. Petri einen 2 und drei 3. Preise; J. Roch einen 2. und einen 3. Preis; H. Keil einen 2. und einen 3. Preis. Es erhielten sonst noch 3. Preise G. Haubach, F. Wiebm her und Jean Erb. Für ausgestellte deutsche Vögel erhielt D. Möller, Angersbach ein D plom. Ferner erhielten Diplome E. Borrmann, Marktstraße für Käfige und Zuchtutensilien, Rudolf Büchner, Erfurt für Vogelfutter ( Vertreter Ph. Herrmann, Seltersweg); C. L. Flemming, Globenstein für Käfige. Heute nachmittag fand im EinhornHotel die Verlosung statt, deren Resultat wir morgen im Annoncenteil bringen werden. mit dem am 8. Juni ds. Js. daselbst stattfindenden ** Der Stadtvorstand zu Lauterbach beabsichtigt, sog. Prämien Markte eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen und Haushalt= Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung wurde ungsgegenständen zu verbinden. Die nachgesuchte unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 8000 Lose, zu 0,60 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 55 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verin der Provinz Oberhessen gestattet worden. zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose ** Beuern. Die nächsten Mittwoch stattfindende Bürgermeisterwahl hält die Wähler schon Wochen lang in begreif licher Erregung, zumal man bei der anscheinend gleichen Stärke beider Parteien allseitig auf den Ausgang gespannt ist. Die eine Partei hat den Sohn des früheren Bürgermeistes auf den Schild erhoben, indes die Konservativen eifrigst für die Wiederwahl des seitherigen Ortsoberhauptes eintreten. = Aus dem Odenwald, 22. Jan. Die wegen ihrer glanzvollen inneren Einrichtung weitberühmte fürstliche Schloßkirche in Amorbach soll jezt freigelegt werden, um sie auch äußerlich zur Geltung fommen zu lassen. Fürst Ernst zu Leiningen kaufte das an die Kirche angebaute Gasthaus zum„ Adler" für 30 000 Mark und bestimmte es zum Abbruch. Auf dem Plaze sollen noch in diesem Jahre gärtnerische Anlagen erstehen. ** Bom Rhein, 25. Jan. In der Nähe von Plittersdorf kippte am Freitag abend ein Nachen mit 6 Schiffern, die zwecks Einkauf von Nahrungsmitteln an Land gewesen waren, um. 5 ertranfen, während sich der 6., Steuermann Schmidt aus Mannheim, durch Schwimmen rettete. ** Weglar, 24. Jan. An Stelle des freiwillig zurückgetretenen Beigeordneten Heinrich Beppler zu Niederkleen wurde in der heutigen Kreistagssigung Landrat Dr. Sartorius zum Provinziallandtagsabgeordneten gewählt. Bicken bei Herborn. Herr Lehrer Haas verläßt uns in aller Kürze, um eine Stelle in Kamerun als Lehrer zu übernehmen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: Aushilfe für acht Tage, 1 landwirtschaftlicher Knecht, 15 1 Schneider, 1 Kutscher für einen Arzt, 2 Arbeiter zur Dienstmädchen per sofort( Gießen), 2 Dienstmädchen per sofort nach auswärts, 2 Dienstmädchen per 1. Februar ( Gießen). 1 Dienstmädchen per 1. März( Gießen), 1 Köchin per 1. März( Gießen), 1 Haus- und Kindermädchen für 1. April( Gießen), 3 landwirtschaftliche Mägde. nach auswärts, 6 Schlosser 2 Bäcker. Lehrlinge: 2 Schreiner, 2 Friseure, 1 Sattler Es suchen Arbeit: 3 Bäcker, 1 Metalldreher, 1 Glaser, 1 Ofenschlosser, 1 Bauschlosser und Kunstschmied, 3 Maschinenschlosser, 1 2 Fuhrknechte, 1 Kellner, 6 Hausburschen, 1 Taglöhner, Schmied, 1 Wagner, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Schreiner, 1 Bureaugehilfe, 5 Lauffrauen, 2 Buzzfrauen, 1 Kinderfräulein. Lehrlinge: 3 Kaufleute, 3 Schreiber. Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Donnerstag, den 29. Januar 1903, werden aus den Distrikten Hoheroth, Azenboden, Lindenstruth, Bernewald, Burgwald, Gänsheege der Forstwartei Merlau Hölzer versteigert. Borgezeigt werden die Kiefern und Fichten im Diftrift Hoheroth, sowie die Eichen und Birken im Distrikt Gänsheege, das übrige Holz ist vorher einzusehen. Die Bahnstation Mücke liegt 2-3 Km. von den Holzschlägen entfernt. Zusammenfunft: vormittags 9 Uhr im Kirschgarten. Auskunft erteilt Forstwart Müller. Mücke. Freitag, den 30. Januar, vorm. 10 Uhr beginnend, sollen in den Distritten Heide und Badenburgerwäldchen diverse Holzsorten versteigert werden. Bemerkt wird, daß zuerst das Holz im Distrikt Heide zur Versteigerung fommt. Die Zusammenfunft ist im Distrikt Heide an der Straße nach Daubringen. M. Homberg c. O.( Turnerisches.) In der Hauptversammlung des hiesigen Turnvereins erstattete zunächst der e ste Sprecher, Herr Uhrmacher Gniffowsti Bericht über die Thätigkeit des Vereins. Das Jubiläumsfest im verflossenen Sommer bildete den Glanzpunkt. Die Mitgliederzahl ist auf 108 angewachsen. Die Rechnung pro 1902 zeigt ein Anwachsen des Vermögens auf 6600 Mart. Das legte Jahr allein brachte einen Zuwachs von über 400 Mt. Es wurde eine Kommission gewählt, die die Sagungen nach Maßgabe des Bürgerlichen Gesezbuches derart abändern soll, daß betreffs des Vermögens den geseßlichen Bestimmungen entsprochen wird. Bei der stattgehabten Neuwahl des Vorstandes wurden im wesentlichen die seitherigen Mitglieder Aus dem Gemeindewald Ehringshausen Distrikt„ Igelwiedergewählt. Als Wintervergnügen wurden für den 1. Februar ein Familienabend und für den 24. Februar ein Fastnachtsball im G. Schildwächterschen Saale beschlossen. Ferner soll ein regelmäßiges, geselliges Zusammentreffen der Turner an bestimmten Abenden ins Leben gerufen werden. ** Groß- Felda. In der Zeit vom 2.- 14. Februar wird von der Großherzogl. Zentralstelle für die Gewerbe bei ausreichender Beteiligung ein Meisterkurs für in Oberhessen ansässige, selbständige Sattlermeister unter Leitung des Herrn Louis Pölzing in Groß- Felda( Post Ehringshausen abgehalten. In diesem Kurs wird den Teilnehmern Gelegenheit geboten, Kummete und Unterkummete nach Maß unter Anleitung zu fertigen. Das erforderliche Handwerkszeug ist mitzubringen. Das Unterrichtsgeld von 5 Mart ist zu Beginn des Kursus von jedem Teilnehmer zu entrichten. Unbemittelten Teilnehmern fann auf vorherige Vorlage entsprechender Zeugnisse eine Beihilfe zur Bestreitung der Kosten des Aufenthalts gewährt werden. Gesuche um Zulassung zu diesem Kurs sind an uns zu richten. ** Stadttheater. Das Gastspiel der„ Interna= tionalen Tournée Gustav Lindemann" mit D'Annunzias„ Die tote Stadt" findet am Mittwoch den 28. d. Mts. außer Abonnement bei erhöhten Eintritts preis n statt. Herr Direktor Lindemann hat durch den Hoftheatermaler Quaglio in Berlin wunderschöne neue Deforationen anfertigen lassen, die in treuer Wiedergabe die Trümmer des alten Mykene und der Perseus Quelle in der griechischen Landschaft darstellen; diese sowohl bringt er nach hier mit, als auch die, den Schliemann'schen Ausgrabungen analog nachgebildeten Schäße der Atridengräber, die Brunfgewänder, welche die Leichname Agamemnons und Kassandras bekleidet hatten, die fupfernen Aschenurnen, die Becher, die Brustriemen, die Gesichtsmasken, die Wehrgehänge, die im zweiten Aft alle auf der Bühne sichtbar sind und bei dem mysteriösen Busammenhang dieser Gräberfunde mit dem Schicksale der ** Ober- Ofleiden, 24. Jan. Heinrich Schneider III., lebendigen Menschen dieses Drama; einen nicht bloß dekora= Peter Nispel und Konrad Wilhelm von dahier, wurden als tiven Bestandteil desselben bilden. Es ist somit von dieser| Biesenvorstandsmitglieder für die Gemeinde Ober- Ofleiden Aufführung in jeder Beziehung eine außerordentliche Wirkung eidlich verpflichtet. zu erwarten. Frankfurt a. M., 22. Jan. Nun fangen auch noch Besitzwechsel. Schloffermeister Martin Dörr ver- die Weiber an zu schießen. Die 28jährige Augufte Breu faufte seine Hofrate Dammstraße 6 für 40 000 Mt. an führte früher einem Herrn im Hause Oderweg 63 den Spenglermeister Schneider. Haushalt. Sie war arg verliebt in ihren Herrn. Es mag auch wohl an Gegenliebe nicht gefehlt haben, bis eines schönen Tags einmal die jüngere Schwester der Breu, Marie Breu, auf Besuch ins Haus fam, sah und siegte. Der " Herr" entließ die ältere des Schwesternpaares unter einem nichtigen Vorwande und legte sich die jüngere zu. Von Stund an nagte Eifersucht und Haß an Augustens Herz, die ihr gestern Abend den Revolver in die Hand drückte. Gegen 6 Uhr erschien sie im Hauſe ihres früheren Herrn und gab auf ihre Schwester 5 Schüsse ab, die meistens an Korsett stäben abprallten oder abgeschwächt wurden. Ein Schuß drang in die Brust, zwei in den Rücken. Die Schüsse derursachten aber nur Fleischwunden. Die Thäterin wurde ** ** Bei dem am 20. und 21. Jan. a. c. zu Gießen stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1214 Rindbieh, 213 Schweine. Der nächste Markt findet am 10. Febr. a. c. statt. Die hiesigen Lohnfellner beabsichtigen neuerdings eine Besserung ihrer Lohnverhältnisse herbeizuführen. Sie haben zu diesem Zweck bereits ein Komitee gebildet, welches die weitere Organisation in die Wege leiten und die berechtigten Interessen nach jeder Richtung vertreten soll. Objektiv betrachtet fann man diese Bestrebungen nur billigen, zumal das Los der Kellner durchaus nicht beneidenswert ist. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, daß die kelner stets in en, weiß man das Tauchgefüllten Lokalen ihrer Thätigkeit obliegen und die verhaftet. Montag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, tommen im Freund'schen Saale zu Krofdorf verschiedene Holzsorten zum Verkauf. hausen h" 21b, teilweise gutes Bauholz, schöne Schneidstämme, Grubenholz. Das Holz liegt direkt an der Straße Ehringshausen- Leun. Schriftliche Angebote bis 30. ds. Mts. an die Bürgermeisterei Ehringshausen. Geschäftliches. " 1 WUK"( Würze und Kraft), der neue, billige KüchenExtraft ist unentbehrlich in jedem guten sparsamen Haushalt. Ein fleiner Zusatz bringt Suppen, Gemüse, Saucen, Fleischspeisen auf einen bisher unbekannten Grad von Wohlgeschmack und Kraft. Marktbericht. * Marburg, 24. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten: Butter, Pfd. 0,90-0.95, Hühnereier, 2 St. 15-16, Käse, pr St. 11, Käschen, pr. St. 4, Kochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematte, pr St. 5, Kartoffeln, 50 kilo 2.75-3.00 mt., Kohl 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 20-40, Spinat, Pfd. 00, Salat, pr. Kopf 0,18 Möhren, pr. Pfd. 10, Sellerie St. 10-25, Porre 5-0, Unterkohlrabi, St. 0-00, Rüben, rote 5, Rettich, Stück 0-00 Hahnen, pr. St. 1.40-1.60, Hühner, pr. Std. 1.20-1.50, Gänse, Pfd., Tauben, pr. St. 40, Reb, pr. Pfd. 70, Hasen, St. 0.00, Feldhühner, St. 00-00, Radieſe, pr. Pack. 12-15, Merrettich, pr. Pack 10, Zwiebeln, Pfd. 10, Knoblauch, pr. Knolle 5, Weins fraut, pr. R. 15-40, Rotfraut. pr. 25-40. Biribino, pr. R. 10-25, Weintrauben, pr. Pfd. 80. Aepfel pr. Pfd. 10-25, bo., Korb 3-3,50, Birnen, Bfd. 00-03 Big. * Buzzbach, 24. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete Butter per Pfd. 1.00-0.00 Mt., Käse per Pfd. 42-45 Pfg., Eier 1 Stück 9 Þfg. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchbruckerei( gegr. 1783) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Offene Beinschäden, Krampfadergeschwüre, Hautkrankheiten und Lupus gehören zu den hartnädigsten, langwierigsten Krankheiten. Ale, die daran leiden, machen wir an dieser Stelle nochmals ganz besonders auf den unserer heutigen Gesamtauflage beiliegenden Prospekt der Privatklinik Jürgensen in Herisau( Schweiz) aufmerksam. Bekanntmachung Betr. Die Gemeindefrankenversicherung. Ich fordere hiermit alle Geschäftsleute, die im Laufe des Jahres 1902 Mitglieder der Gemeindefrankenversicherung auf Anweisung des Kaffearztes Heilmittel 2c. verabfolgt haben, auf, ihre Rechnungen innerhalb 8 Tagen, spätestens jedoch bis zum 31. dz. Mts. an den Siechner, Herrn Loh, einzureichen. Gießen, den 23. Januar 1903. Der Oberbürgermeister. mecum. Holzversteigerung der Stadt Gießen. Montag, 2. Februar 1903, vormittags 9/2 Uhr beginnend, werden anf dem Forsthaus Hochwart am Lumpenmannsbrunnen aus den städtischen Waldungen Förstersbrunnen, Lache, Lumpenmannsbrunnen, Aue, Faulerboden, Annaberg und Kohlschlag versteigert: 1 Buchen- Schnitt- Stamm mit 123 Festm. 1 Kiefern13 Eschen- Stämme 222 Fichten- Stämme 5 Niefern- Stämme 119.23 " 0.88 " 1 11 " " 1 1.97 " " 3.57 11 11 11 5.94 " 1 " 0.09 Н 119 Eschen Derbstangen 55 Fichten- Derbstangen 6 Eschen- Reisstangan " 129 mtr. Buchen- Scheitholz Eichen- Scheitholz 178 " 1 1 Birken- Scheitholz 11 106 Buchen- Knüppelholz Н 153 " 1 " 1 Aspen- Knüppelholz 9 " 55.5 Eichen- Knüppelholz 11 Nadel- Knüppelholz Buchen- Stockholz 137.5" Eichen- Stockholz 3840 Wellen Buchen- Reisig 48 " Nadel- Stockhol 3170 1580 950 " Eichen- Reisig " " Nadel Reistg Weichholz- Reisig 5.87 Gießen, 22. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Raisers findet am 27. 1. Mts. auf Oswaldsgarten eine Barade des hiesigen Regiments statt. Der genannte Blag wird daher am Vormittag des 27. I. Mts. bis zur beendigten Parade für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Cießen, den 20. Januar 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Lieferung von Decksteinen, Kies u. s. w. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen Straßen im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen Decksteine aus Basalt, des Kieses aus der Lahn und des Basaltgruses soll, wie nachstehend beschrieben in 9- Losen am Dienstag, den 3. Februar Vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. DanksagungFür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres geliebten Vaters, Grossvaters und Urgrossvaters Herr Ph. Grösser, Rentner sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Euler wie auch für die liebevolle Pflege der Schwestern hiermit unseren innigsten Dank. Giessen, 26. Januar 1903. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Dern Wwe. Verdingung von Fuhrlöhnen. Das Anfahren von Holz 2c. für die städtischen Anstalten, sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsjahr 1903/4 sollen Mittwoch, den 4. Februar, vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen auf unserer Amtsstube, Zimmer Nr. 6 des Bürgermeistereigebäudes, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, 21. Januar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Baumschule Oberursel am Taunus. S.& J. Rinz Markt 25 HOFLIEFERANTEN FRANKFURTAM. Coniferen. Obstbäume in allen Formen Allsebäume, Zlergehölze, Rosen ete Preis everzeichnisse gratis francoz Blanstan Gesetzlich geschützt. Bureau Telephon 7689. Zur Frühjahrspflanzung empfehle in starker Qualität zu besonders billigen Preisen: bochstämmige Hepfel, Birn, Zwetschen, mirabellen, Sauerkirschen M. Castanea vesca. Markt 7 Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Marburgerstraße, Alter Stehlampen Viehmarkt, Schüßenstr. a. Decksteine( Basalt). Lose: Abm.: Lagerpläge: Bezirk I I 280 II II 100 " III III 100 "! IV. Wolfstraße, Schiffen- Hängelampen bergerweg, Erdfauterw Verlängerte Liebigstr. Pumpstation. b. Kies aus der Lahn. 350 V. 350 VI. 350 Beste absolute Am Schlachthaus, Chaisenlaternen, Weserstraße. Am alten Friedhof, PetroleumStephanstraße, Realschulgrundstück. Pumpstation, Klinikstraße, Trednerstraße, Mittelweg. c. Basaltgrus. Lose: Kbm.: Lagerplätze: VII 100 Am alten Viehmarkt. VIII 150 IX 100 Am alten Friedhof, Stephanstraße( Realschulgrundstück) Mittelweg, Ecke Klinikund Crednerstraße. Die Bedingungen liegen während den Dienststunden auf unserer Amtsstube( 3immer Nr. 6 des Bürgermeistereigebäudes) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Beim Angebot von Steinen und Grus aus unbefannten oder neu angelegten Steinbrüchen sind Proben mit den Angeboten einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 21. Januar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. empfiehlt: PATENT Konzert- Verein Sonntag den 1. Februar 1903 abends 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Fünftes Konzert Klavier- Abend Ausführender: Herr Frederic Lamond. Programm. 1. Variationen über ein Thema von Paganini, op. 35 J. Brahms. 2. a) Soirées de Vienne No. 6 . Valse- Caprice d'aprés Fr. Schubert. b) Nocturne, op. 48, Nr. 1 in C- moll c) Polonaise, op. 53 in As- dur 3. Phantasie, op. 17, in C- dur 4 a) Barcarele b) Etude in Des- dur Tarantella aus Venezia e Nakoli F. Liszt. Fr. Chopin. R. Schumann, A Rubinstein, Fr. Lamond. Fr. Liszt. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50( Sperrsitz Mk. 350 sind in der Musikalienhandlung von Frnst Challier( Rudolphs Nchfl.) und abends an der Kasse für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Oeffnung des Saales 4 Uhr. Giessener Stadttheater. Mittwoch, den 28. Januar 1903. Außer Abonnement. Einmaliges Gastspiel der Internationalen Tournée „ Gustav Lindemann". Die tote Stadt Drama in 5 Aften von Gabriele D'Annunzia. OPER Nähmaschinen. Nur beste Fabrikate. Opel, Pnönix, Seidel u. Naumann u. s. m. empfiehlt zu billigsten Preisen und 5jähriger Garantie K. A. Artz, in Langgöns. Billige Maschinen, schon für 50 Mart, liefere ich mindestens ebenso gut und billig wie die Berliner und andere Versandthäuser und zwar fei ins Haus. Da ich, wenn mal eine Störung vorkommt, gleich bei der Hand bin, so ist es doch wohl ein Jedermanns Intereffe nähmaschinen am Plaße zu laufen und nicht sein Geld an die aus: wärttaen Versandthäuser zu schicken. Selbständige Lebensstellung findet organisatorisch veranlagter Geschäftsmann, welcher sofort die General- Vertretung für Gießen und Umgebung eines permanenten, interess. illuftr. 10 Pfg.- Volks: Wochenschrift) übernehmen kann Zu Ostern sucht eine hiesige Cigarrenfabrik einen Lehrling mit besserer Schulbildung. Adresse zur schriftlichen Bewerbung bei der Erb. zu erfragen. Zu beziehen durch jede Buchhandlung ein 37. Aufl. erschienene Schrift des Med.- Rat Dr. Müller über das von Mr. 0.50 bis gefeßt. geſch. Waffenartikels( b: gestörte Nerven und mr. 3,50 bu " 2.00 bis Mt. 40.Sexual- System und über etwas Kapital verfügt. Freizusendung für 1 Mk. in Briefmarken Curt Röber Braunschweig. Mit je 1000 Mt. Anlagekapital verdient der General- Vertreter dauernd jährlich 2000 Mt. Bei 3-8immer Wohnung im mittl von 2.00 bis leichter Bureauthätigkeit resp. Stod per 1. April 1903 zu ver Mt. 80.- Controlldienst. Fachkenntnisse sind mieten. fichere nicht erforderlich. Angabe der Steinstraße 25. im 1. Stod mit Heizgas und Sturm- verfügbaren Mittel erbeten. Wei- ine schöne 4- Zimmer- Wohnung tere Informationen schriftlich. allen Bequemlichkeiten am 1. April Meldungen an Louis Schneider, Berlin, Wilhelmstr. 133. laternen. echte Motardferzen. Öfen u. Kocher unter Garantie. Elektrische Lampen. Gaslampen. Dr. Fernest'sche Einfanf bon zu vermieten. Bahnhofstraße 29. 3- Zimmer- Wohnung i. mittleren Stod per sofort zu vermieten. Kirchstraße 2. safen, Reh, Ziegen, Fuchs, 3- Zimmerwohnung Marder-, Otter, Iltis, Dachs: mit allem Zubehör zu vermieten. undKaninchenfelleu zu jeweiligen höchsten Tagespreisen. Näh. Liebigftr. 64, II. 4- Zimmerwohnung per 1. April Georg Schultheis, au be mieten, II Stod Kürschner, Gieken, Marktstraße 3. Lebens- Essenz Cognac Bestandteile: Man digeriere 100 Liter 30%, Spiritus mit 3,6 Ko. Rhabarber, 1,5 Ko. Bitwerwurzel, 2,8 Ko. Enzian, 250 gr Ammoniatgummi, 250 gr Lärchenschwamm, 1,250 Ko. Sagradarinde 2,6 Ko.Theriac SCHUTZ MARKE ohne Opium, 1 Ko. Aloe 14 Tg. lang, preffe aus u. filtriere. Flaschen, die auf der roten Umhüllung nicht obige beide Schußmarten tragen, sind nicht die echten, seit langen Jahren bekannten und berühmten Präparate der Firma C. Lüd in Colberg, man weise solche Nach. abmungen entschieden zurüd. Preis pro Flaiche W. 0.50, 1.00, 1.50 u. 3.00. deutscher per Fl. von M. 1.40 französ. 3." f " Rum, Arak, NordhäuserWeserstrake 9. chillerstraße 11, Ecke Nord: aulage, 6- Simmer- Wohnung mit Zubeh. in freier Lage z. verm. Carl Noll Wwe. wei ineinandergehende schön möblirte Zimmer für 1 oder 2 Herren per 1. März zu verin. 15 Walltborstraße 15. chon möbl. Zimmer sofort ev. später zu vermieten. Näb. Marktstraße Nr. 11. Möblirtes Zimmer zu bermieten. Seltersweg 68. Freundliche 3-4- Bimmerwohnung Fruchtbranntwein au mieten gesucht. Offerten unter sowie diverse Sorten Liköre empfiehlt Ghristian Wallenfels, 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal. Gegründet 1826 Telephon 262. am B. 88 an die Grv. d. Bl. In unserem Neubau Brandplatz ist noch eine schöne 5-3immerwohnung m. Erker per April zu vermieten, desgleichen bafelbft 4 Zimmerwohn ungen. Näh. Frankfurterftr. 29. But möbl. Zimmer ſofoit oder zum 1. Februar zu berm. Frankfurterstraße 61 IL fahnell bis an die Tür seines Hauses zurück, wo er ihnen mit denselben Ceremonien diefelben Serholt. Somplimente wierichagen im Nicken mit In China bestehen die Sem Kopfe, leber Hände und freundH EINST UND F.H 21. Montaa, den 26. Januar che Fa 1903