9277. ar 196 Mementopret: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfs, an baus gebracht 60 Bfg., burch die Poft bezogen Biertel fährlich Mr. 1.50. 190 Imitabellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) inheffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- unb temban, fowie bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Bertfagen nachmitage. Mittwoch, den 25. November 1903. Gießener 12. Jabraang. Insertionsprei 8: Die einfaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfa. fonft 16 Bfg.: Reklamen bie Betitzeile 30 resp. 40 Big. Bostzeitungsliste No. 3969. Rebattion und Expedition: Gießen Nenenweg 98. Ferufsrechenfchluk Ar, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Die Braugasse wird wegen Vornahme von analisationsarbeiten von beute an bis auf weiteres ir den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 24. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler Bekanntmachung. Die am 30. Jult I. Js. angeordnete Sperre der Torban lage, zwischen Walltor- und Schottstraße, wird fer mit aufgehoben. Gießen, 23. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 30. Oftober I. J. angeordnete Sperre der Edler traße, zwischen Afterweg und Nordanlage, wird jie mit aufgeboben. Gießen, den 23. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird iel Ratharinengasse von heute an bis auf Weiteres ün den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 23. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Großherzogs Geburtstag wird heute, Mittwoch, stiller als sonst gefeiert, wenn auch hnen und Standarten dem Tage den festlichen Anstrich öffentlich geben. Das ganze Hessenland ist noch unter dem Bunne der letzt verflossenen traurigen Tage und weiß sich nit seinem Landesherrn in dem Gedächtnis um den leider Am früh entschlafenen Liebling des Vaters eintg. Die lieben SRnberaugen fehlen ihm heute an seinem 35. Geburtstag, E so gern angehörten Gratulationen der nunmehr in Gott tufenden Prinzessin Elisabeth. In Freud und Leid, in Sturm und Not steht das Sofferbolt zu seinem Fürsten, die Jahre hindurch war es so und darum wollen wir auch heute wieder den gleichen Shour still im Herzen erneuern. Durch den Kummer und das große Leid des Großherzogs wird dann ein lichter Strahl der Freude bringen. Er wird sich aber auch freuen mit feinen Untertanen, wenn er sieht, daß man heute, am 25. Movember, in aller Stille mit umso größerer Hingebung iner in Liebe gedenkt. Die stille Freude wird heilsam mitten in des trauernden Vaters Herz! Reform des Strafprozesses. Die Revision des Strafprozesses schreitet vorwärts. Mitte Bob ember hat die Kommission zu ihrer Vorbereitung fünf Rage lang Beratungen gevflogen und sich insonderheit mit er Umgestaltung des Vorverfahrens und der mit weniger wichtigen Frage einer Verbesserung des erfahrens, betreffend die Eröffnung des Saptverfahrens, beschäftigt. Hierzu wird uns gebriaben: Das Bedürfnis einer Strafprozeß- Reform wird hon seit sehr langer Zeit empfunden. Fossile Paragraphen janden vielfach Anschauungen der menschlichen Vernunft entgegen; es zeigte sich so manches veraltet und nicht mehr dem modernen Rechtsempfinden entsprechend, was nach ſtarren Norrmen gehandhabt werden mußte. Die von der Kommission jeebaen beratenen Gegenstände sind von enormer Wichtigkeit. Bisther war es üblich, daß die Staatsanwaltschaft, sobald das Fortverfahren eine Sache so weit geklärt hatte, daß eine Entließung, darüber, ob eine Hauptverhandlung stattfinden feller oder der Beschuldigte außer Verfolgung zu segen sei, möglich erschien, entweder eine Anklageschrist oder den Antrag, den Angeschuldigten außer Verfolgung zu setzen, einreichte. Das Gericht befand sodann lediglich auf Grund der Afton, ob der Angeschuldigte der ihm zur Last gelegten Straftut o auch hinreichend verdächtig erschien. Jeder Laie sieht das Miliche dieses Gebrauches auf den ersten Blick. In der Tat hot denn auch diese Praris recht wenig befriedigt, und man ist darauf und dran, zwischen Vorverhandlung und Hauptverhandlung eine Zwischenstation einzuschieben, die in einer mütindlichen Kontradiktorischen Borverhandlung bestehen soll, on der dann jedesmal erst die Eröffnung des Hauptverfahrens abhängen wird. Herrschende Begriffe brandmarken ipur zu leicht Menschen, die aus schlimmem Zufall, durch ein Zusammentreffen mißlicher Umstände, durch eine Verkettung von Schicksalsschlägen in Untersuchung tamen, und lassen den Unterschied im Pathologischen ebensowenig gelten wie die völlige Verschiedenheit zwischen Untersuchung und Verurteilung. Darum ist es dringend notwendig, daß die Grenzen so hoch als möglich angelegt werden, und daß dem Angeschuldigten in jeder Weise entgegengekommen wird. Dieses Entgegenkommen ist überhaupt von enormer Wichtigkeit und sollte auch den richterlichen Beamten genau so von Staats wegen ans Herz gelegt werden, wie den Poſtsekretären hinter ihrem Schalter u. 1. w. Der seltsame Kindesunterschiebungsprozeß wilecki hat in dieser Beziehung wieder merkwürdige Blüten gezeitigt. Jene polnische Bäuerin, die noch in Bosen erklärt, die alte Haushälterin sei kurz vor der Niederkunft der Gräfin nicht von ihrem Wohnorte abgereist, hat vor dem Untersuchungsrichter unter ihrem Eide das Gegenteil bekundet und kehrt dann in der Hauptverhandlung zu ihrer ersten Aussage zurück, bezichtigt sich also selbst des Meineids und führt zu ihrer Entschuldigung an: sie habe auch vor dem Untersuchungsrichter zuerst diese Aussage gemacht; erst als dieser der offenbar das Gegenteil hören wollte dauernd auf sie eingeredet und sie eindringlich gemahnt habe, ja bei der Wahrheit zu bleiben, da sie sonst die Folgen eines Meineids tragen müsse, erst da habe sie in ihrer Angst ihm die Wahrheit" gesagt, die er offenbar hören wollte. Der Staatsanwalt beantragte nach diesem Geständnis ihre Verhaftung, und das Gericht beschließt demgemäß. Es leuchtet wohl jedermann ein, daß ein Gesetz, das solches nicht nur zuläßt, sondern sogar befiehlt, dringend der Reform bedürftig ist. Das Gericht ist nicht dazu da, unbedingt zu verurteilen, sondern es ist seine Aufgabe und seine heilige Pflicht, das Recht zu suchen. Auf Grund von toten Formeln kommt man bald ab vom menschlich Verständlichen. Und es bedarf eiligst der Aenderung, wenn das gesunde Volksempfinden so oft wie heute in schroffem Widerspruch steht zu der Lehre der Paragraphen. Das„ gesunde Volksempfinden" sagen wir, und wollen beileibe nicht jene Gefühle darunter verstanden wissen, welche hysterische Frauenzimmer durch die Lektüre von Kolportageromanen oder übergeschnappte Dienstmädchen allen Angeklagten, die ein gewisses geheimnisvolles Duntel umgibt, entgegenbringen. Die Politik. Aus dem Reichsetat für 1904 werden jetzt die Hauptziffern veröffentlicht. Danach sieht u. a. der Marineetat an ordentlichen Einahmen 587 327, an außerordentlichen Einnahmen 500 000 Mark vor, die fortdauernden Ausgaben betragen 99 827 620 Mart, 6 558 366 Mart mehr als im Vorjahr. Die einmaligen Ausgaben des Marineetats belaufen fich auf 107 536 370 Marf, 1904 500 Mark mehr als im Vorjahr. Davon entfallen auf Schiffsbauten 71 055 000 M., 1 370 000 Marf weniger als im Vorjahre. Dazu kommen noch rund 28 500 000 Marf im außerordentlichen Etat für Docks, Werftenausbau u. s. 1. Bei der Reichs postund Telegraphen Verwaltung sind die Einnah men auf 480 144 130 Mart veranschlagt, gegen das Vorjahr mehr 23 924 030 Mart. Diesen Einnahmen stehen an fort dauernden Ausgaben 414 139 292 Marf und an einmaligen Ausgaben 13 271 012 Marf gegenüber. • Der Reichstag ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter bereits vor einiger Zeit gemeldet hatte, auf den 3. Dezember, nicht, wie andere Blätter berichtet hatten, am 1. Dezember cinberufen worden. □ Das württembergische Ministerium hat zur Dienstleistung bei der Gewerbe- Inspektion zum ersten Male drei Gehilfen aus dem Arbeiterstande berufen. Nachdem Baden mit der weiblichen Fabrikinspektion allen übrigen Bundesstaaten vorangegangen ist, stellt nun Württemberg das nachahmenswerte Beispiel der Heranziehung von Arbeitern zur Beteiligung an der Gewerbe- Inspektion auf Hoffentlich folgen die übrigen Bundesstaaten diesem Vorgehen der Süddeutschen. In der französischen Deputiertenkammer hat es wieder einmal eine große Revanchedebatte gegeben. Zunächst hielt der Minister des Auswärtigen, Herr Delcassé, eine große Rede über Frankreichs auswärtige Beziehungen. Aus seiner phrasenreichen Rede ist nur ein Passus von aktuellem Interesse. Der Minister sagte nämlich u. a.: Was den französischenglischen Schiedsgerichtsvertrag angehe, so dürfe man seine Tragweite nicht überschätzen und nicht folgern. daß er auf alle Fragen Anwendung finden werde. Es würde mit dem Schiedsgericht an dem Tage zu Ende sein. wo eine große Nation ihre Interessen oder noch mehr ihre Ehre von der Meinung eines Dritten cbhängig sehen würde.( Lebhafter Beifall.) Mit dieser Bewertung der Schiedsgerichtsverträge hat der französische Minister zweifelsohne recht. Nach dieser Ministerrede kam die Frage der Abrüstung aufs Tapet. Für diejenigen guten Leute und schlechten Politiker in Deutschland, die an ein friedliebendes Frankreich glauben, wird diese Debatte recht lehrreich sein. Den Reigen der Redner eröffnete der Aba. Etienne, der u. a. sagte:„ Wir dürfen trotz der neuen Uebereinkommen mit den benachbarten Mächten nicht als die ersten von Abrüstung sprechen.( Beifall.) Frankreich kann weder sein Unglück vergessen, noch auf die Wiederherstellung seiner verletzten Rechte( Elsaß- Lothringen!) verzichten.( Leb hafter Beifall auf zahlreichen Bänken.) Dann beantragte der radikale Sozialist Hubbard eine Resolution, in welcher die Regierung aufgefordert wird, mit den fremden Regierungen sich hinsichtlich einer Beschränkung der Rüstungen ins Einvernehmen zu setzen.( Lärm.) Der Deputierte Oberst Roussel protestierte im Namen der von Frankreich losge rissenen Provinzen Elsaß und Lothringen gegen jeden Gedanken der Abrüstung und Verzichtleistung.( Beifall auf der Rechten und im Zentrum. Lärm auf der äußersten Linfen.) Hubbard hält seinen Antrag aufrecht, aber nachdem sich Minister Delcassé dagegen ausgesprochen, wurde der Antrag abgelehnt. In der Debatte kam die Revanchelust und der Haß gegen Deutschland noch bei mehreren Deputierten heftig zum Ausdruck. Die Humbertaffäre soll unter allen Umständen nochmal? aufgerollt werden, so wollens die französischen Chauvinisten. Ein Deputierter dieser Färbung hat den Antrag eingebracht, daß die mit der Durchsicht der Humbertakten betraute parlamentarische Kommission mit gerichtlicher Gewalt ausgestattet werden soll, so daß sie Zeugen vorladen darf, und daß alle von den Zeugen vor der Kommission begangenen Vergehen dem Gesez entsprechend bestraft werden müssen. Die Kommission solle ferner das Recht haben, den Untersuchungsrichter zu ihren Beratungen zuzuziehen. Das heißt: der ganze Handel soll vor dem Forum des Parlaments noch einmal durchgehechelt werden! Das Mißtrauen zur Justiz, das aus der ganzen parlamentarischen Untersuchung der Sache hervorleuchtet, spricht Bände... Eine Tartarenmeldung ärgster Sorte verbreitet die russische Telegraphenagentur. Danach verlautet in Tokio, japanische Kriegsschiffe seien den nach Port Arthur_unterwegs befindlichen russischen Kriegsschiffen„ Cäsarewitsch" und ,, Bajan" entgegengeschickt, um sie an einer Vereinigung mit dem Geschwader in Port Arthur zu verhindern. Selbstverständlich wäre das ein Bruch des Völkerrechts, der den Krieg zwischen Rußland und Japan nach sich ziehen müßte. Deshalb ist die Meldung wahrscheinlich erfunden. Heer und flotte. Ein Lehrkursus für ältere Offiziere der Fußartillerie findet zur Zeit bei der Fußartillerie- Schießschule in Jüterbog statt. Dazu sind von der preußischen Fußartillerie ein Oberst zwei Oberstleutnants und neun Majore kommandiert. Außerdem nehmen an diesem Lehrgang, der am 18. Dezember 1903 beendet wird, noch teil: zwei Majore vom Großen Generalstabe, ein Major vom Generalstab der Kommandantur Königsberg, ein Oberstleutnant der sächsischen Fußartillerie, sowie ein Oberstleutnant der Zentralstelle des Generalstabes nebst einem Oberstleutnant und einem Major der Fußartillerie des bayerischen Heeres. Bei diesem Lehrgang handelt es fich namentlich um die Vorführung von verbesserten Arten einzelner schwerer Geschütze in ihren verschiedenen Feuerarten und in ihrer taktischen Verwendbarkeit. Der älteste deutsche Soldat, Johann Georg Becht, beging in Delkenheim( Hessen) seinen 100. Geburtstag. Das 1. Nassauische Infanterieregiment Nr. 87, dem Becht s. 3. angehört hatte, und mehrere Kriegervereine hatten Deputationen nach Delkenheim geschickt. Kaiser Wilhelm sandte dem Hundertjährigen ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift und ein Geldgeschenk in Höhe von 300 Mart, vom Großherzog von Luxemburg traf eine Kiste mit Steinberger Kabinett ein. Das Mordbündnis der Rivalen. Madrid, 24. November. Mit Spannung erwartet ganz Spanien den Ausgang eines Prozesses, der vor den Madrider Gerichten ſeinen Anfang genommen hat. Durch ihn soll eine Bluttat gesühnt werden, die die öffentliche Meinung in die flammendste Empörung versetzt hat: der Frauenmord von Don Benito. Don Benito ist der Name einer etwa 20 000 Einwohner zählenden Stadt in Estremadura. In einem kleinen Häuschen dieser Stadt wohnten zwei alleinstehende Frauen, eine Witwe mit ihrer Tochter Ines Maria, die sich von ihrer Hände Arbeit nährten und überall im besten Ruſe ſtanden. Ines Maria war ein bildschönes Mädchen; ihre Schönheit sollte ihr und ihrer Mutter Verderben werden. Ein junger, reicher Lebemann, Carlos Garcia de Paredes, verfolgta Ines unaufhörlich mit Anträgen, und ebenso bewarb sich ein Greis von sechzig Jahren, Martin de Castejo, leidenschaftlich um ihre Gunst. Ines blieb jedoch standhaft, und alle Bemühungen der beiden scheiterten. Als nun die zwei Nebenbuhler, die sich selbstverständlich kannten, saben, daß keiner vor dem anderen etwas voraus habe, begannen sie einander ihre Enttäuschungen zu klagen, und beschlossen endlich, gemeinsam zu handeln, um das Ziel ihrer Leidenschaft zu erreichen. Ihr Plan war ebenso teuflisch und verrucht, wie das Freundschaftsbündnis" zweier Nebenbuhler seltsam war. einen Nachtwächter Sie bestachen einen„ Sereno" Inauferig." verbinderten ift. 3c) were nügen, bis ich Du bietest mir Geld? borderhand diefe Scheine hören. Nimm aut 3 peine adresse- jobald ich fann, wirst du von mir bich nicht im Stich laffen. fchon fie werden geTHEE er fich: dir mehr Was sonst? Oder glaubst du vielleicht Du?" du sollst sehen, ich l bin nicht 2 Du wirst fröften Tic türmte. Ein Egoist, wie er selbst, war es, der die drohenden Wolfen 3m alten Lande aber gaß die Angelegenheit in einigen So half er fid) über alle Strupel hinweg und ver Belo bat fie ia jeut vorderhand," sagt Wochen ziemlich ganz. Träume zerstören sollte. zusammen, das alle seine füte inzwischen ein Gewitter Westen. es ihm Pläne Er ging zunächst nach Ghilago, Da da Dort soll er berfommen sein. dort nicht glicken wollte, zog er noch weiter gen zu verwirrtiden. дов und er begann, Heine Bäckchen, die Tit eine überraschte Bewegung machte. ihn trat; der Lord griff ihn von vorn an und hin Dann öffnete er eins nach dem anderen und weißes Papier gewvidelt waren, aus der Tasche zu ziehen. und deutete berundernd auf die Pädchen, als ich leise hinter den Tisch, und ich fühlte, wie der neben mir ſtebende got verschiedene Der Mann war fertig fie auf ber ihnen bei ihrer Untat bebittich sein sollte. In her wachts überflüssiges Beug gebrandmarkt. Diese betrübenbe e- vom 18. auf den 19. Junt v. J. pochte der Nachtwächter an die Tür des Häuschens, in dem die beiden Frauen allein schliefen. Die Mutter öffnete, und der Sereno bat, ein Unwohlsein vorschützend, um ein Glas Wasser. Als sich nun die gutherzige Frau in das Innere des Hauses zurückbegab, m die Erfrischung zu holen, gab der Wächter seinen beiden Auftraggebern, die sich in der Nähe verborgen hielten, ein Zeichen; Paredes und Castejo liefen darauf herbei und stürzten durch die Tür, die die Frau offen gelassen hatte, in das Haus. Im Gange stießen sie aber auf die Mutter. Sie warfen sich sofort auf die unglückliche Frau und ermordeten sic. Dann eilten sie weiter, bis sie vor das Schlafgemach der Tochter kamen. Die Tür des Zimmers war versperrt; die Unholde sprengten die Tür und drangen auf das Mädchen ein. Ines Maria setzte sich verzweifelt zur Wehre; das Entsetzen und der Abscheu gaben ihr übernatürliche Sträfte. Ihr Widerstand brachte die Attentäter zur Raserei, und als sie erkannten, daß sie ihr Ziel nicht erreichen würden, schlugen sie auch das Mädchen nieder und verstümmelten den Störper in barbarischer Weise. Dann entflohen sie. Das Doppelver brechen wurde schon beim Morgengrauen entdeckt; vorerst wurde der Nachtwächter, den Passanten bei der Tür stehen gesehen hatten, verhaftet, und er gab die Namen der beiden Mörder an. Der Einwohner von Don Benito bemächtigte sich furchtbare Aufregung; sie wollten das Gefängnis stürmen und die Mörder lynchen, so daß sich ihnen die Gendarmen entgegenstellen mußten. Der glänzendste Vertreter der spanischen Anwaltschaft, Munoz Rivero, hat die Verteidigung Paredes' übernommen. Aber auch seine fulminante Beredsamkeit wird den Mörder nicht aus der Schlinge ziehen, in die er und sein greiser Kompagnon durch ihre verruchten Begierden sich verstrickt haben. Der Tatbestand liegt zu sonnenklar am Tage, als daß auch die geschicktesten Advokatentniffe ihn verdunkeln und der rächenden Themis in den Arm fallen könnten. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 19. Verhandlungstag.) RK. Berlin, 24. November. Das forensische Drama geht rasch seinem Ende entgegen. Die Anfläger haben das Wort. Die Rede, die Staatsanwali Dr. Müller gestern hielt, hat nicht den von dem Redner ge vünschten Eindruck erzielt. Sie war zu leidenschaftlich und zu herausfordernd; sie forderte nicht bloß die Verteidiger, sondern auch die Geschworenen heraus. Jene murrten, und biese zeigten Unbehagen. Und das Unbehagen steigerte sich zur lebhaften Unruhe auf der Geschworenenbant, als der Staatsanwalt die Geschworenen mit der Anrede apostro phierte:„ Wenn Sie noch mehr Beweise verlangen sollten, dann würden Sie dem viel angefeindeten Schwurgerichtsverfahren direkt das Todesurteil sprechen." Erster Staatsanwalt Steinbrecht, der heute gleich nach Eröffnung der Sitzung das Wort ergriff, war maßvoller in der Tonart, obwohl auch er von den Geschworenen forderte, sie möchten alle Angeklagten schuldig sprechen und der Gräfin sogar mildernde Umstände bersagen. In furzen, fräftigen Zügen zeichnet er die Entstehungsgeschichte und den Fortgang dieses Sensationsprozesses; er sucht psychologisch nachzuweisen, weshalb die Angeklagten Schuld auf sich geladen, und spricht als seine feste Ueberzeugung aus, daß die Angeklagten schuldig sind. Die Aussagen der Entlastungszeugen seien nichts wert, weil hierbei ein nationalpolnisches Moment mitgespielt habe. Gegen den Grafen Hektor sei das ganze Polentum in Bewegung gesetzt worden. Das Polentum sei erbittert, weil auf seine Anregung hier manch häßliches Bild aus dem pol. nischen Adelsleben enthüllt worden ist. Deshalb steht das ganze Polentum, Hoch und Niedrig, gegen den Grafen Hektor, beshalb sei man bestrebt, die fünf polnischen Angeklagten den deutschen Richtern zu entreißen. Nach einer kurzen Bause ergreift das Wort zur Verteidigung Justizrat Wronker. Er verwahrt sich gegen die Form, in der der Staats. anwalt Dr. Müller den Kampf hier geführt habe. Die Gräsin kämpfe nicht um das Majorat, sondern um ihr Kind und die Familie. Aufgabe der Geschworenen sei es, das objektive Recht zu finden. Das Sensationelle in diesem Prozeß läge nicht in den pikanten Beitaten à la solportage roman, sondern im Prozessualen. Man sagt sich: Hier müssen die Räder der Justiz nicht in Ordnung sein. Die Gräfin, gegen deren Moralität man nichts Belastendes habe vorbringen können, werde förmlich isoliert. Die eine Gruppe bon Beugen, auf die sich die Gräfin stützt, sperrt man einfach ein oder eröffnet gegen sie eine Voruntersuchung, und wenn sie in der Hauptverhandlung bei ihrer der Angeklagten günstigen Aussage bleiben, werden sie verhaftet. Und wenn, dann die Verteidiger dieser isolierten Angeklagten ihre Hilfe leiben, dann werden ihre Ausführungen als Rinferlibchen". Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Allein Hangcurt hielt den Blick, wie schon die ganze Zeit, in der sie von Tiophel sprachen, immer noch in eine Ecke gerichtet und sagte dann: Er is nit so schlecht, Elschen, wiesen machen. Der Ttophel leid't nun mal d'cunter, daß der Gänsehannes sein Vater war. Ich glaub', er wär' ganz gut, wennse im Dorf annerscht gegen ihn wärn." " Du hälft ihm bei?" fragte Glschen erstaunt. " Warum nit? Gud, sie haben ihn sogar zum Wildhirt gemacht." " Na, was is denn da? Da könnense doch den Schlechtesten zu brauchen." „ Er hat aber doch immer' n Amt." Dem Elschen wollte es garnicht in den Sinn, daß der Hangcurt dem Tiophel auf die Seite redete. Es hatte den Hangcurt gern, weil er ein hübsch gewachsener, angenehmer und verträglicher Bursche war, wohingegen es in Tiophel einen abscheulichen Menschen erblickte, bor dem sich das ganze Dorf fürchtete. Die Gäste brachen auf, um sich nach Hause zu begeben. Auch Hangcurt machte Anstalten dazu. Ghe er sich erhob, zog er eine Flasche aus der Tasche, welche er dem Elschen gab mit der Aufforderung, sie ihm mit Branntwein zu füllen. Was willste denn mit dem vielen Schnaps?" fraate das Mädchen. Er scheinung finde ihre Erklärung in unserem herrschenden Gejet, in der eigenartigen Stellung von Untersuchungsrichter, Staatsanwalt und Verteidigung. Der Untersuchungsrichter erhält nur das belastende, nicht das entlastende Material serviert. Der Staatsanwalt hat nach dem Gesetz mehr Nechte als die Verteidigung, er steht im Kontakt mit dem Untersuchungsrichter und hat jederzeit das Recht der Akteneinsicht. Das gibt ihm auch ein Uebergewicht über die Verteidigung. Dem Staatsanwalt Müller, der die Verteidizung beleidigt habe, indem er von deren Kniffen und Kinkerfitzchen gesprochen habe, hält Justizrat Wronker entgegen, daß sie nur ihre Pflicht getan habe. Hinter der Verteidigung itehe die ganze öffentliche Meinung und die Presse. wendet sich gegen das herrschende Recht, das den Verteidiger nicht zur Zeugenvernehmung beim Untersuchungsrichter, nicht zur Akteneinsicht zuläßt. Er behauptet, daß, wäre dies in diesem Falle geschehen, die ganze Hauptverhandlung erspart vorden wäre. Die Beeidigung der Zeugen in der Vorunterjuchung sei ein schwerer Fehler. Er hofft, daß die Kommission, die 3. 3. mit der Reform der Strafprozeßordnung beschäftigt st, die Lehren dieses Prozesses nicht unberücksichtigt lassen wird. An dem Gutachten des Professors Dührssen vermißt der Verteidiger die Unparteilichkeit. Die Auffassung des Staatsanwalts Steinbrecht, als hätte sich das Polentum hier zusammengetan, weist er entschieden zurück. Nach einer kurzen Bause tomrat er zu der eigentlichen Würdigung der Anklage. Die ganze Anklage dreht sich darum, ob die alte Andruszewska verreist war oder nicht. War sie nicht verreist, so konnte sie auch nicht das Kind aus Krakau geholt haben. Nur zwei Zeugen wollen wissen, daß die alte Andruszewska verreist war, eine von ihnen ist die Hedwig. Merkwürdig, daß alle diese Entlastungszeugen aus den idealsten, herrlichsten Motiven gehandelt haben wollen. Er meint aber, daß in Wirklichkeit die Motive der Aussagen doch in der Hoffnung auf Belohnung durch die Agnaten liegen. Rache und Habsucht seien die Geschwister, die sich vereinigt haben, die Gräfin zu verderben und ins Zuchthaus zu bringen. Er bemängelt die moralischen Qualitäten und die Aussage der Hedwig Andruszewska. Eine ganze Anzahl Zeugen habe mit Bestimmt. heit behauptet, daß die alte Andruszewska in der kritischen Zeit nicht verreist gewesen sei, und der Verteidiger hält diesen Hauptpunkt für unumstößlich erwiesen. Aus dem Gerichtsfaal. § Zum Prozeß Nies- Ruhstrat, der vor der Oldenburger Straffammer mit der Verurteilung der beiden Angeklag ten Biermann und Ries zu zehn, bezw. sechs Monaten Gefängnis endigte, wird von dort gemeldet, daß Oberlehrer Ries sich bei dem Urteil zu beruhigen beabsichtigt, während Biermann Revision einlegen wird. An eine angebliche Erschütterung der Stellung des oldenburgischen Juſtizministers Rubstrat wird in Oldenburg selbst ernstlich nicht aedacht. Der Umfang der Anklage hatte eine wesentliche Reduktion erfahren. Der Minister Ruhstrat zog zwei Punkte seines Strafantrages zurück. Es handelte sich um den Vorwurf, der Minister habe einmal im Kasino, um den Oberlandes. gerichtsrat Tenge von seinem Stattisch wegzuekeln, den Ausdruck Oberschaf vom Oberlandesgericht" gebraucht. Zweitens habe sich der Minister seine Teilnahme an der Tonnen- und Bakenschau bezahlen lassen. Die Zurücknahme der Strafanträge erfolgte auf eine Erklärung der Verteidigung, daß der Angeklagte sich überzeugt habe, daß diese beiden Vorwürfe ungerechtfertigt seien. Der Angeklagte Biermann wurde zwecks Antritts der bereits rechtskräftig gewordenen Strafe von 6 Monaten Gefängnis wegen Beleidi gung des Landrichters Haake sofort in Haft genommen. § Ein Tierquäler der häßlichsten Art erhielt von der Wriezener Straffammer ein Jahr Gefängnis. Gin Ziegeleiarbeiter blieb beim Kiesfahren mit einem beladenen Wagen stecken. Mit seinem Taschenmesser versekte er dem einen Pferde mehrere Messerstiche in die linke Flanke und Bruſtfeite, ferner riß er ihm die Zunge ein. Nicht weniger denn acht Messerstiche hat das Tier davongetragen. Kassendefekte in einer königlichen Bank. In Posen herrscht große Aufregung. Bei einer in der königlichen landschaftlichen Bank plötzlich vorgenommenen Revision wurden größere Kassendefekte entdeckt. Gin Kassenbeamter ist verhaftet. Die Höhe der unterschlagenen Summe ist noch nicht bekannt. § Ein Kaplan als rückfälliger Sittlichkeitsverbrecher. Wegen zahlreicher Sittlichkeitsverbrechen wurde der Kaplan Snipp aus Aachen zuzüglich einer bereits gegen ihn wegen gleicher Verbrechen verhängten zweijährigen Gefängnisstrafe von der Straffammer in Hanau zu insgesamt sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Snipp hatte sich die Straftaten in seiner früheren Eigenschaft als Seelsorger in der Zwangserziehungsanstalt für Knaben in Samerz( Kreis Schlüchtern) zuschulden kommen lassen. Ich soll n unserm alten muvringea." ,, Gurem alten Hannjörge?" „ Ja- dem." Elschen füllte die Flasche und gab sie Hangeurt. Dieser holte eine„ Blase" hervor und zahlte seine Zeche. Dann stopfte er sich noch eine Pfeife und wartete bis die Gäste alle draußen waren. " Na, Elschen, alleweil paßt's, etzt sind m'r allein, ezt friegst'n Mäulchen bist doch mein Schatz." Das Mädchen lachte. ,, Wenn ich wüßt, daß der Schnaps da für Dich und nit für Guern Hannjörg wär, wär ich's nit zufrieden." " Was glaubst denn, glaubst denn, ich thät lügen?" " Na Euer Hannjörg trinkt seit einiger Zeit so viel Schnaps, so viel hat er früher doch nit getrunken, und daß Du ihm den immer mitbringst und zahlst'n, da trau' ich nit. Wart, ich werd' den Hannjörg mal fragen, wenn ich'n sch." " Das darfste nit thun; dann wird er bös, wenn er erfährt, daß ich's verraten hätt', er thät so viel Schnaps trinken." „ Das schad't ja nichts. Aber ich glaub' schon, daß Du ihn nit trinkst, wenigstens nit allein, und als Söffer fenn ich Dich doch nit." " Das wirfte auch an mir nit erleben und darum fannst Dir' n Kuß von mir geben lassen- gelt, Elschen?" Das Mädchen stand vor der Schenke und hielt lachend die Hände vor das Geficht allein es mochic Nab und fern. Bourbonenblut. In der Dresdener Gesellschaft das spurlose Verschwinden der Prinzessin Alice b. S burg- Waldenburg äußerst pitante Kommentare hervor. I der Prinzessin ist seit etwa 14 Tagen auch ihr Leibfut unbekannt wohin, abgereist. Dieses wunderliche Zusamme treffen gibt den bösen Zungen genug Grund zu abfälli Klatsch. Man traut dem heißen Bourbonenblut der Brings nur zu sehr eine romantische Eskapade en deux zu, f wenn der Galan nur ein Kutscher sein sollte. Man erin te an die ähnlichen Abenteuer ihrer Schweſtern, der Bi zessinnen Luise v. Koburg und Elvira. Die erstere, die je bekanntlich in einer Nervenheilanstalt bei Dresden unte gebracht ist, verschwand ebenfalls, wenn nicht gerade dem Kutscher, so doch mit ihrem Stallmeister Mattachi Keglevich, und Elvira entzog sich der väterlichen Geo durch eine romantische Flucht mit dem römischen Malk Folchi. Auch eine dritte Schwester, Prinzessin Beatrix, zeig daß in ihren Adern das Bourbonenblut stürmisch heiß podt Sie machte in Rom im Mai d. I. einen Selbstmordverf im Liber, wurde aber noch glücklich von Schußleuten vettet. Der Beweggrund waren auch Liebesaffären, entgege den schwesterlichen Traditionen diesmal aber nicht ihre eigenen, sondern die ihres Herrn Gemahls, des Fürsten Massimo di Roviano, eines argen Don Juans und Herzen brechers. betitelt fib Roman. Cl preußischen S wird auch b lefen werden. Die Verhaftung eines Ranbmörders wird aus Wut weiler bei Saargemünd gemeldet. Es ist der Ackerer Mail fert, der dringend verdächtig ist, den Petroleumfuhrman Karl Müller erschossen und beraubt zu haben. Man vermute daß er auch des Mordes an Müllers Vorgänger, der im vorigen Jahre auf ähnliche Weise ums Leben kam, schuldig ift O Streifunruhen in Lyon. Die weltberühmte Zyoner Tüllindustrie geht einer schweren Krise entgegen. Sämtli Tüllarbeiter haben beschlossen, in den Ausstand zu treten. Den Anlaß dazu gab ein partieller Streit in einer Fabril, der zu schweren Ausschreitungen führte. Die streifenden Arbeiter gingen in drohender Haltung gegen die Fabrik tot, so daß der Fabrikbesizer, um sie abzuschrecken, vier Me bolberschüsse abfeuerte. Darauf antworteten die Ausständi gen mit Steinwürfen und schlugen Türen und Fenster zu sammen. Die Aufregung in der Stadt ist groß und man befürchtet blutige Zusammenstöße mit der bewaffneten Madt * Der Aufstand der Bondelzwarts in Deutsch- Südwest afrika gibt nun auch den Engländern in der Kapkolonie Ber anlassung, auf Gegenmaßregeln Bedacht zu nehmen. Au Kimberley wird gemeldet: Zwei mobile Kolonnen, welche au dem 16. Lanvier- Regiment, Scot Greys, und dem 6. be rittenen Infanterie- Regiment unter Zuteilung von Artillerie gebildet werden, sollen in Bereitschaft gehalten werden, um im Falle von Unruhen im Damaraland an die Grenze abgehen zu können. Nach der letzten Depesche des deutschen Gouverneurs find solche Unruhen kaum zu befürchten. Die Romanschriftstellerin als Fatrifarbeiterin. Die be fannte Berliner Schriftstellerin Maria Eichhorn, noch befann ter unter ihrem Pseudonym Dolorosa, gedenkt einen eigen artigen Schritt zu unternehmen. Sie will sich an einen großen sozialen Roman heranmachen und gedenkt, um die nötigen Borstudien zu machen, in eine große Textilfabril als Arbeiterin einzutreten. Sie folgt damit dem Beispiel des früheren Pastors Göhre, der, um über die Verhältnisse im Fabrikarbeiterstande schreiben zu können, selbst ein halbe! Jahr inkognito unter ihnen als Kamerad, weilte. Opfer der See. Nachrichten von schweren Stürmen in Ost- und Nordsee, die große Opfer an Menschenleben und Schiffsmaterial gefordert haben, laufen weiter ein. Im Stolpmünder Hafen schlug der Sturm das Motorboot de Hafenverwaltung um, wobei ein Mann der Besatzung ertrant - Bei Kloster strandete der russische Gaffelschuner„ Capella!" Kapitän Recke. 5 Personen konnten durch das Rettungsbol der Station Heinrich von Boetticher gerettet werden.-Ar Neuwarf bei Glückstadt trieb bei starkem Sturm ein Boot des englischen Kohlendampfers Eslington" an. Das Fahr zeug, welches voll Wasser geschlagen ist, war mit Proviant bollständig ausgerüstet. Ueber den Verbleib des„ Eslingtor" und der Besatzung ist bisher nichts bekannt. Bei Stavang strandete ein großer Dampfer, wahrscheinlich die der Nordm Fjälste Damskibselskab gehörende Victoria". Rettungversuche waren infolge des herrschenden Sturmes unmöglic Fünf Leichen sind bereits ans Land getrieben. Bei Ostenk fenterte die norwegische Bark Stanley". Die aus 10 Man bestehende Besatzung rettete sich an Bord einer in der Näh befindlichen Barkasse, welche die Mannschaft in Ostende an Land setzte. Einige Stunden danach trafen mehrere Oftende Fischerboote die Stanley" und entsandten 6 Mann zu de selben, um sie wieder in ihre natürliche Lage zu bringe Hierbei schlug die Vark um und fünf Fischer ertranken. der Widerstand so ernst nicht gemeint sein, denn foftete dem Hangcurt geringe Mühe, die Hände zu en fernen und einen stuß auf den frischer: Mund Elschen zu drücken. ,, Nnn laß mich," wehrte das Mädchen. Hangcurt wußte, daß Elschen einen selbstständige und festen Willen hatte, darum ließ er es los un reichte ihm zum Gute Nacht" die Hand. Nun leg' Dich hübsch ins Bett und treib n allerhand, Hangcurt," fügte es noch hinzu, als es ihn ebenfalls Bute Nacht" wünschte. Als aber der junge Bursche draußen war, schlug er nicht den Weg ein nach dem elterlichen House, sondern er ging das Dorf hinauf und verschwand nach dem in östlicher Richtung gelegenen Walde.-- * 81 Abg. Braue Rorell u. G Hengsthaltur Regierung Sengfthaltu zu treten. teilung G Regierung Gerichtsschre worben. St im allgeme bie eie ( 116) in in den Bataillons bie Bebeu felbft trua fonft üblic ★ Δ Gießen m schreibe 3. Vorftell Schon vo neten Ron geeigneten Steinklopfe bas auch Spielbaufes berein ein gerade S legten Sal des Nal wird von des Groß 6 Wir wollen ihm auf diesem Wege vorauseilen Dieser führte zuerst über eine hochgelegene Fläche mit Ackerland, dann sentte er sich in ein schmales, von einem Bache, der vom Walde herfam, durchschnittens Thal, worauf er über einen sogenannten Füppel stieg nämlich einen Bergrücken, der an der östlichen Seite mit Wald bestanden und dessen übriger Teil ein Wüstung bildete, die westlich an das verfeld grenzte Jenseits dieses Küppels senfte sich der Weg wieder abwärts nach den Waldungen, die immer zur Rechten blieben und sich in östlicher Richtung weithin dehnten. Er führte dann in einem schmalen zwischen zwei be waldeten Berghängen nach dem Felde ausmündenden und von Gebüsch und Jungholz bestandenen Thalein schnitt in den Wald. Fortseßung folgt. Ahend fa alieber de Gefangber 1904 1 Ausschuff der verfch Serr Pro reiche Be ein gutes feierten Silbern nächsten Freude i befchieben Gerichtsr Sprache Yann, ba * Straßen wieberum mehrt. Areisfira Daubring Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. Ba Liebig 600 Brot Fern. esdener Gele ingeffin Mice& Commentare be gen audy the wunderliche ug Grund zu d rbonenblut der pade en deux ein follte. Man Schwestern,& ira. Die eritere italt bei Dresde wenn nicht ge Stallmeister der väterlichen it dem römi Brinzessin Beatri blut stürmij einen Selbitme ich von Schul Liebesaffären, smal aber ni Gemahls, des Don Juans und norders wird a Es ist der Ade den Petroleum zu haben. Man llers Vorgänger ms Leben tam, j e weltberühmte rise entgegen. den Ausstand Streit in einer führte. Die j ung gegen die abzuschreden, ntworteten die Türen und Stadt ist groß it der bewaffneten arts in Deuts n in der Kaptolo edacht zu nehmen bile Kolonnen, m Greys, und dem Buteilung von aft gehalten werde raland an die en Depesche des de faum zu befürchte Fabrifarbeiterin. ia Eichhorn, noch ofa, gedenkt einen Sie will fich ani n und gedenkt, eine große Texti gt damit dem über die Verhäl önnen, selbst ein merad weilte. on schweren Stüm an Menschenlebe ufen weiter ein irm das Motorb m der Besatzung a Baffeljchuner Cap durch das Rett gerettet werden. artem Sturm ngton" an. D ist, war mit erbleib des„ Cal annt.- Bei cheinlich die de Victoria". en Sturmes u etrieben.--Bei y". Die aus 10. ord einer in da nichaft in Often Cafen mehrere dten 6 Mann iche Lage zu Fischer ertrante eint sein, d hen Mund Mädchen. inen felbfin e, die Hände p ieß er es lo Hand. Sett und tre hinzu, als außen war, hen House wand nad Bege boraus legene Fläde in fhmales bacchidhnitt ten Pippel Bftlichen E Friger Seil d erfeld gren Der Weg mi mer zur Recht weithin bent pifchen zwei ausmindend benen Thale Fortepung Der Werbeleutnant titellt sich der in heutigem Unterhaltungsblatt beginnende Roman. Clarissa Lohde hat seine Grundgedanken der preußischen Historik entnommen und schon darum ist und wird auch dieser Roman mit sehr großer Spannung ge= fen werden. Er verdient es aber auch in vollem Maße. Lokales. Gießen, 25. November 1903. ** 8weite Rammer der Stände. Ein vom Abg. Brauer erstatteter Bericht über den Antrag der Abgg. Rorell u. Gen., betreff nd die Einrichtung genossenschaftlicher Heng sthaltungen empfiehlt: Die Rammer wolle Großh. Regierung ersuchen, der Einrichtung genossenschaftlicher Genusthaltungen an geeigneten Orten der Provinzen näher zu treten. Nach einer dem Ausschuß zugegangenen Mitteilung Großh. Ministeriums des Innern ist die Großh. Regierung bereit, einen event. Versuch zu unterstützen. Verseßt. Der Hilfsschreiber Geiger ist als Gerichtsschreiber an das Amtsgericht nach Nidda versett worden. * Still, wie der Geburtstag des Großherzog im allgemeinen in diesem Jahre gefeiert wird, wurde auch bie Feier beim Regiment, Kaiser Wilhelm" ( 1166) in Gießen gefeiert. Nach einem Militärgottesdienst in ben Kirchen beider Konfessionen, wurden von den Bataillons- Rommandeuren Ansprachen gehalten, die sich auf bie Bedeutung des Tages bezogen. Die Bataillonsfeiern felbft truan ebenfalls einen ernften Charakter; von den fonft üblichen Fftlichkeiten war abges hen. A Theaterverein Gießen. Als Novität für Gießen werden Anzengrubers luftiae„ Kreuzelschreiber" an diesem Freitag, den 27. November, in der 3. Worstellung des Theater- Vereins zur Aufführung gelangen. Schon vor 2 Jahren war die Aufführung dieser ausgezeich netan Komödie aeplant, doch gelang es damals nicht, einen geeigneten Darsteller für die wichtigste Rolle, die des Steinklopferhannes, zu finden. Nun hat sich Herr Bauer, bas auch bei uns beliebte Mitglied des Frankfurter Schauspielhauses, bereit finden lassen, diese Rolle für den Theaterberein einzuftudieren. Ein wie geeigneter Vertreter aber gerande Herr Bouer für derartige Rollen ist, das hat er im legten Jahre in Frankfurt durch seine mustergültige Darstelluna des Naller!" gezeigt. Die zu der Komödie gehörige Musit birb von der Regimentskap le ausgeführt, unter der Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn Krause. ** Gesangs Wettstreit Gießen. Am Montag Asend fanden sich im Hotel Schüß in Gießen die Mitalieder des Ehrenausschusses für den vom MaschinenbauerGesangverein zu veranstaltenden Gesangs- Wettstreit Pfinasten 1904 zusammen. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses erstattete Bericht über die bisherige Tätigkeit der verschiedenen Ausschüsse. Als Ehrenvorsißender wurde Herr Provinzial- Direktor Dr. Breidert gewählt. Die zahl. reiche Beteiligung an dieser ersten Zusammenkunft läßt auf ein gutes Gelingen des Festes schließen. ** Herr Kreisstraßenmeister Senkfelder und Frau feierten am Montag im engsten Familienkreise ihre tlberne Hochzeit. Mögen dem Jubelpaare auch die nächsten 25 Jahre bis zur goldenen Hochzeit in ungetrübter Freude in der bisherigen geistigen Frische und Gesundheit beschieben sein. Viel verlangt. In Bad Nauheim wird ein Gerichtsvollzieher a sucht, der der englischen und französischen Sprache mächtig ist. Wenn er dazu noch etwas Russisch lamn, dann um so besser. ** Obstbau. Die Obstbaumbestände an den Kreistraßen des Kreis Gießen wurden im abgelaufenen Herbst Dileberum um 1100 Bäume, die neu gepflanzt wurden, vermehrt. Neubepflanzungen wurden vorgenommen an den Preisstraßen bei Londorf, Kesselbach, Geilshausen, Allendorf, Laubringen, Grünbera. Eberstadt. Oberhörgern und anderen Metallsårrge und Särge jeder Artstets am Lager. Schön'sche jeder Art stets am Lager. Metallsärge und Särge Bau- und Möbelschreinerei Liebigstr. 65. GIESSEN Für Bäcker! Telefon 410. Brotpreis- Formulare hält stets am Lage bie Expedition. Orten. Die Obstbäume- fast ausschließlich Apfelbäume werden nach Lage und Bodenbeschaffenheit ausgewählt. Am meisten werden folgende Obstsorten gepflanzt: Goldparmäne, Landsberger, Schöner von Boskoop, Baumanns reinette, gelber Edelapfel, Bohnapfel und für rauhe Lagen Trierischer Weinopfel. Die Obsternte an den Kreisstraßen ergab in diesem Jahre nur rund 3800 Mt., bei der vorjährigen sehr guten Ernte wurden nahezu 10000 Mt. erzielt. Der Kreis verkaufte das Obft: 1. Sorte fitr 14-15 Mart pro Rentner, 2. Sorte für 7 Mt. Lich, 23. Nov. Gestern nachmittag fand hier eine von den Ziegenzuchtvereinen Gießen, Lich, Wieseck und Langsdorf beschickte Versammlung ftatt. Die Verhandlungen führten zur Gründung eines Biegenzuchtvereins für den Kris Gießen. In den Gründungsausschuß wurden gewählt: Kaufmann Jean Weisel als Vorsitzender und Lokomotivführer a. D. Nöding von Gießen, Auauft Weller von Wieseck, Karl Schwend von Lich und Lehrer Hardt von Langsdorf. Zu den Beratungen des Ausschusses sollen die Präsidenten des landwirtschaftlichen Provinzialvereins und bes landwirtschaftlichen Bezirksvereins, Defonomierat Schlenke und Provinzialdirektor Dr. Breidert, eingeladen werden. bei einer Treibjaqd im Dickicht die Leiche des veemißten † Marburg, 24. Rov. Im Plausdorfer Bald wurde Schmidt aus Amöneburg aufgefunden. .** Darmstadt. Herr Militäroberpfarrer Strack, lang jähriger Garnisonsgeistlicher und Feldaeistlicher der hessischen Divison im Gefolge des späteren Großherzog Ludwig IV. A. H. während des Krieges von 1870-71, nächsten Frei tag, den 27. November, sein 80. Lebensjahr vollenden wird. Stadttheater Gießen. Pension Schöller. Bosse in 3 Akten von Karl Laufs. Gestern Abend hatte Herr Direktor Steingötter Ge. legenheit, sich dem Gießener Theaterpublifum als Schwantdichter vorzustellen; Flitterwochen" heißt der launige Einafter und mit dem Namen ist eigentlich auch schon der ganze Inhalt bekannt gegeben: Flitterwochen mit all ihrem neugebackenen sonnigen Glücke und ihren, durch die Eifersucht entstehenden Fünfminutenschatten, die verschwinden, ehe man ihre Anwesenheit wirklich schmerzlich empfindet. Das anspruchslose Werfchen errang bei uns einen vollen Erfolg und darf Herr Direktor Steingötter den größten Teil des Beifalls auf sein Konto sezen. Auch die Darstellung, in die sich neben dem Autor Frl. Hohl, Herr Tamte, Frl. Hohlberg und Frau Jenny teilten, war eine recht flotte danke gewesen, die„ Flitterwochen" gewissermaßen als Vorund ansprechende. Ueberhaupt ist es kein schlechter Ge speise für Pension Schöller", diese übermütige, ausgelassene aber auch so sehr dankbare Bosse Laufs zu bringen. Bei diesem Kunstproduft ist nur der Bienenfleiß mit dem der Verfassers allen erdenklichen Un- und Blödsinn zusammengetragen hat zu bewundern und man muß seinem„ Vogel". haus nachlagen, daß in ihm so ziemlich alle Gattungen des Spleens vertreten sind. Boshafte Menschen haben reichlich Selegenheit, sich für jede Figur aus ihrem Bekanntenkreise Jemand auszusuchen, der dem Dichter bei der Ausarbeitung dieser Insel der Blödsinnigen Modell gesessen haben könnte. Nur die neueren, die Sezessions, Reform- und Uebertypen fehlen, aber man kann dem Verfasser natürlich daraus keinen Vorwurf machen. Eine ernsthafte Kritik wird das Ganze wohl kaum vertragen fönnen, immerhin ist es schwer, sich dem blühenden Unsinne der Posse zu entziehen und wenn mit einer so großen Hingabe gespielt wird wie gestern, dann wird man gerne einmal sein Gewissen zum Schweigen bringen und mit seinen Mitmenschen wieder einmal herzlich zu lachen suchen Philipp Knapproth wie Eugen Rümpel fagt, fand in Herrn Conrad i etnen vorzüglichen Vertreter; von den ersten Szenen in Cafe bis zu den leßten, in denen ihm die ganze Heilanstalt" auf die Bude rückt, war er von einem hinreißenden Humor und wenn sich sein Organ vielleicht auch etwas allzuoft in den Backfischdiskant verirrte, so war seine Leistung doch im Ganzen eine recht befriedigende. O, nieb so nang Du nieben fannst" und anderes mehr deflamierte Herr Tamte so drollig und komisch, daß er als Eugen Rümpel einen vollen, unbestrittenen Erfolg hatte. Allerdings war die nahezu naturgetreu wiedergegebene Othelo- Szene für Herrn Conradi wohl kaum ein Vergnügen. Die Josephine Krüger der Frau Fischer hätten wir uns noch etwas getragener, spleenmäßiger gewünscht, ebenso wie Herr Linzen seinen Major a. D. Gröber wohl besser noch um einen Grad militärischer, furz- verbissener gefärbt hätte. Schöller, ehemaliger Musikdirektor, wurde von Herrn Haag in einer so drastischen Weise verkörpert, daß ein Unterschied zwischen ihm und seinen für verrückt gehaltenen Bensionären Petroleum- Glühlicht ohne Strumpf, ohne Lampenänderung! Rein Rußen, fein Dunsten. Explosionssicher. Unbegrenzte Dauerhaftigkeit.. 50 Proz. Delersparnis. 3 hnfache Lichtverstärkung. Für 10" 12" 14" 16" Rundbrenner vorrätig. Stück Mt. 1.80 fco. Nachnahme. J. Pausch II, Kronach. ( Wiederverkäufer gesucht.) Man verlange: GBELOONAC Aerztlich empfohlen. | absolut nicht zu konstatiren war, und auch Fran Inuy zeigte als Amalie Pfeiffer Routine genug, um die überángstliche Schwiegermutter zu einer geistig sehr unbestimmten Person zu gestalten. Frl. Klockmann ist für die Rolle der Friederike wohl noch etwas zu jung, man merkt das Anaelernte noch zu viel und wir glauben, daß Frl. Großmüller bier eher am Blaze gewesen wäre. Herr Sandorff fand sich troß seines Naturells mit dem Löwenjäger Bernhardy ziemlich gut ab und auch Herr Achters bera und Herr Pichler als Anstifter der ganzen Geschichte, be= friedigten vollkommen. Herr Gronert hat als Bohlfellner Jean neben viel Pflichteifer mit seinem Tanzen um die Tische gezeigt, daß er entschieden Talent zu Cake- Walke hat, was wir uns einstweilen bemerkten. Frl. So 61berg und Frl. Großmüller gaben ein ganz allerliebstes Schwesternpaar ab und der R- qie des Herrn Conradi möchten wir noch ein besonderes Lob spenden. Das Theater war ziemlich aut besucht und das Publikum amüsierte sich. wie der rauschende Beifall bewteß, föstlich. - Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. H. H. Gießen 24. November 1903. Das Urteil in der vor acht Tagen verhandelten Sache gegen den Agenten Abraham Jakob von Gießen wegen Betruas lautet auf 4 Monate Gefängnis. Wegen eines an den Bäckermeister Jakob zu Schlip gerichteten Priefes, der eine falsche Unterschrift trua, werden der Taglöhner Heinrich Schneider und der Küfer Wilhelm Banger von Schlitz wegen Urkundenfälschung in Gefängnisstrafen von je 3 Wocher genommen.- Der vielfach vorbestrafte Hausbursche Heinrich Fladung von Mombach ist geständig, dem Milchhändler Karl Vogel zu Gießen eine Kanne mit etwa 9 Liter Milch genommen zu haben. Urteil: 4 Monate Gefängnis, worauf 2 Wochen Untersuchungshaft aufgerechnet werden. Die auf der Main- Weser- Hütte zu Loflar beschäftigten Former Johannes Hoy Jensen von Eskjera. Hugo Wachholz von Belgrad und Emil Walther von Brinkenau haben nach einem Wirtshausstreit den Former Friedrich Seipp von Lollar mittels Messer mishandelt, Wachholz wurden zu je 5 Monaten Gefängnis verurteilt, sobah eine 14 tägige Arbeitsunfähigkeit eintrat. Jensen und während Walther mit 6 Wochen davonkommt. Zum Schlusse hat sich Frau Malwine Riel von Frankfurt a. M. wegen Betruge, begangen gelegentlich des Verkaufs eines Hotels zu Nidda, zu verantworten. Es erfolgt Freisprechung mangels Beweis. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Montag bis Dienstag. Das neue TIEF ist rasch nach Mittelstandinavien vorgerückt. Auf einer Südseite find vielfach Teiltiefs entwickelt, welche über unser Gebiet hinwegziehend südwestliche bis westliche Winde und zeitweise geringen Regen hervorrufen. Die Temperaturen liegen in gonz Hessen unter der Einwirkung der feucht- milden Seewinde sehr hoch( mittags 9-10°). Das TIEF scheint oftwärts rasch abzuziehen, doch dürften wir zunächst noch unter dem Einfluß des Teiltiefs bleiben- daher für: Mittwoch und Donnerstag Fortdauer des trüben, regnerischen, aber etwas tältern Wetters. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es tönnen eingestellt werden: 1 landwirtsch. Anecht. 1 Schmied, 2 Holzbildbauer, 1 Bau- und Möbelschreiner, 2 Schneider, 1 Friseur. 3 Glaser, Köchin, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw. Ez suchen Arbeit: 1 necht, 1 Shlosser, 1 Buhbinder, 2 Schreiner, 2 Rüfer, 1 Wagner, 1 Bäcker, 2 Megger, 1 Wasch- oder Butzfrau, 1 Schuhmacher, 6 Hausburschen, 1 Kutscher. 1 Kellner, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 3 Bureaugehülfen. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Botale, den Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann, Ein Sträuschen am Hute, den Stab in der Hand, Rieht fröhlich der Wanderer von Lande zu Land,- Er sieht viele Dörfer er fieht manche Stadt, Aber feine, in der man„ Eureka" nicht hat! („ Eureka", die Krone aller Waschmittel, beschleunigt durch seine Güte jede Wäsche. Ueberall erbältlich. à Badet 15 Pfennine.) „ AUTOL™ unübertroffenes Oel H.mobius Sohn Motorwagen& Motorzweiräder. Hannover. & Basel Zur Saison bringe mein großes Lager von Irischen-, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz, Koch- Hopew- und Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorsezer, Verdampfschalen, Feuergeräteständer, Kohlenfüller n. Kasten, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer etc. in empfehlende Erinnerung. Auch habe 1 Volldampf- Waschmaschine, sowie Dr. Klein's FleischSaftpressen zu verleihen. Ganz besonders mache auf den Vertrieb der patentierten Schröders Fohlen, und Kälber- Sang- Apparat sowie Fensterfeststeller aufmerksam. Hochachtungsvoll Edgar Borrmann, Gießen. 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