Nr. 198. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitage. Dienstag, den 25. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. fg. Postzeitungslifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore gr= schlossen. Gießen, den 20. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Düben und drüben. Das Parteiwesen bei uns und in England. CB. Der Tod des Lord Salisbury hat ganz zweifellos in England mehr bedeutet, als seiner Zeit der Heimgang des Herrn v. Bennigsen für Deutschland, nicht etwa, weil hier ein verschiedenes Größenmaß an geistiger Bedeutung vorliegt, sondern weil in England ein Parteiführer weit mehr vorstellt, als hier. Er ist ein Stück Staatsgewalt, da der König ihn zuni leitenden Minister berufen muß, sobald seine Partei den Sieg davonträgt. Zwar ist der Monarch in der Auswahl der Personen frei, aber da andererseits die von dem König ernannten Minister dem Parlament verantwortlich sind und da weiterhin die königliche Macht eine mehr repräsentative ist, so versteht es sich von selbst, daß die Regierungsmaschine nur dann geölt bleibt, wenn sich das Kabinett auf die Mehrheitspartei stüßen kann. Die überragende Bedeutung des Parlaments ergibt sich aus folgender Tatsache am besten. Jedem Parlamentsmitglied steht das Recht zur Einbringung einer Gesezesvorlage zu, die es vorher mündlich ankündigen muß. Zur Durch beratung ist die Zustimmung des Königs erforderlich. Dieser hat sonach auch das Ablehnungsrecht, aber davon ist seit nahezu 200 Jahren kein Gebrauch mehr gemacht worden. Die letzte Verweigerung geschah im Jahre 1707, feiert ſonach bald ihr Jubiläum. Da in England also das Parlament die eigentliche Staatsgewalt ist, so müssen die Wähler vor allem darauf bedacht sein, in kompakten Massen aufzutreten, denn jede Parteizersplitterung schwächt dann ja die Aussichten auf die Erlangung eines großen öffentlichen Einflusses. So sind denn seit Jahrhunderten zwei Weltanschauungen mit einander im Kampfe, die liberale und die konservative, die hier tatsächlich auch das bedeuten, was der Name sagt. Die eine hat ein freiheitliches, die andere ein am Herkömmlichen haftendes Ziel. Salisbury war der Führer der Konservativen, und er hat jedesmal, je nach dem Wahlausfall, mit Gladstone, dem Führer der Liberalen, in der Ministerpräsidentschaft abgewechselt. In England hat also das Volk im wörtlichen Sinne, die Wählerschaft also, das Heft in den Händen; aber diese Macht ist sehr beschränkt durch ein Wahlsystem, das sich mit unserem nicht messen kann. Denn die Engländer haben die schärfsten Zensuswahlen, die sich denken lassen und die einen großen Teil des Volkes bei der Ausübung des Wahlrechts ausschalten. Diese relativen Verhältnisse müssen auch in Betracht gezogen werden, wenn man immer die politischen Verhältnisse in England als Muster hinstellt. Dort haben die Parteien größere Macht, aber der Einzelne kommt innerhalb der Parteien nicht so zur Geltung wie hier; dort hat man einen starken Einfluß der politischen Persönlichkeiten auf das öffentliche Leben, aber ein schwaches Königtum. Dort kann eine Minderheitspartei durch einen Umschwung der politischen Gesinnung im Volke plötzlich zum ausschlaggebenden Machtfaktor werden, aber dafür bringt auch jeder Wahlsieg ungeheure Erschütterungen, die man dadurch auszugleichen sucht, daß nur alle sieben Jahre gewählt wird. In England arbeitet das Parlament prompter, aber die Fülle von Anregungen, die unser politisches Leben zeitigt und die ihren Niederschlag in den Gesezen finden, fehlen dort. Die Besißenden haben auch im Parlament den Haupteinfluß, während bei uns auch die Besitlosen ihre Stimme im Parlament erheben können. Das ganze englische Barlamentssystem, das schon in seinem Zeremoniell sehr altertümlich ist, hat das Ziel, den herrschenden Klassen dauernd die Macht zu sichern, unser Parlamentarismus ist darauf eingerichtet, daß sich die Kundgebung der Volkswünsche möglichst individuell vollzieht. Das ist der Unterschied zwischen hüben und drüben. Wenn man sich diesen etwas genauer ansieht, wird man unserem System doch den Vorzug geben. Der Kaifer in Mainz. Der Kaiser hat auf dem großen Sand bei Mainz eine große Besichtigung der großherzoglich) hessischen Regimenter borgenommen und dann in Gemeinschaft mit dem Großherzog von Hessen einen feierlichen Einzug in die festlich geschmückte Stadt gehalten. Des Näheren wird uns darüber berichtet: Frühmorgens traf der Kaiser mit Gefolge mittels Sonderzuges bei der Wärterbude 39 der Linie Mainz- Alzen ein. Zum Empfange des Kaisers, der beim Verlassen des zuges die Uniform seines hessischen Infanterieregiments Nr. 116 trug, waren anwesend: der Großherzog von Hessen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, der Gouverneur und der Koinmandierende General mit seinem Stabe; ferner meldete sich sogleich bei der Ankunft des Kaisers Prinz Andreas von Griechenland als beim Dragonerregiment Nr. 23 eingetreten. Die Herrschaften bestiegen die Pferde und begaben sich auf den großen Sand. Hier fand zunächst ein reglementarisches Exerzieren des 6. Ulanenregiments statt, dann folgte ein Gefecht ooischen einer roten und einer blauen Partei. Die blaue Partei stand unter dem Kommando des Generalmajors v. Bredow, die rote unter Kommando des Oberst v. Gersdorff. Die Uebungen waren vom schönsten Weiter begünstigt. An die Gefechtsübung schloß sich ein Parademarsch, an dem die Infanterieregimenter Nr. 87, 88, 115, 116, 168 und 170, die Unteroffizierschule Biebrich, das Artillerieregiment Nr. 3, das Pionierregiment Nr. 21, das Husarenregiment Nr. 13, das Ülanenregiment Nr. 6, das Feldartillerieregiment Nr. 27 und die zweite Abteilung des Feldartillerieregiments Nr. 63 teilnahmen. Der erste Vorbeimarsch erfolgte in Kompagnie, bezw. Eskadronund Batteriefront, der zweite Vorbeimarsch in Regiments. kolonnen. Die berittenen Kolonnen gingen im Trabe vorbei. Beidemal führte der Kaiser das 116. und der Großherzog das 115. Regiment vor. Nach dem Parademarsch bildeten die Truppen Spalier. Der Kaiser und der Großherzog setzten sich an die Spike der Fahnenkompagnie und der Standarteneskadron, die vom 116. Infanterieregiment und dem 6. Ulanenregiment gestellt wurden, und führten unter dem Geläute der Glocken sämtlicher Kirchen von Mainz und dem Jubel einer zahlreichen Menge die Fahnen durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt nach dem großherzoglichen Schlosse. Nach Einbringung der Fahnen begrüßte Oberbürgermeister Dr. Gaßner den Kaiser im Vestibule des Schlosses namens der Stadt Mainz. Der Kaiser dankte in warmen Worten. Die beiden Töchter des Oberbürgermeisters überreichten den Kaiser und dem Großherzog Blumensträuße. Hierauf fand im großherzoglichen Schlosse eine Frühstückstafel statt, an der außer den anwesenden Fürstlichkeiten das beiderseitige Gefolae. die Generalität, der hessische Staatsminister Te. Stothe und die höheren militärischen Chargen teilnahm Franzöfifche Kulturkampfreden. Trotz der vielen Kundgebungen der französischen Bevölkerung zu Gunsten der von der Regierung befehdete Mönchs- und Nonnenorden scheint der Leiter des Parise. Kabinetts doch sehr sicher zu sein, daß er in dem Kampfe gegen den Klerus Sieger bleiben werde. Der Ministerpräsident hat in Saintes( Charente inferieure) zwei Reden gehalten, die beide als Ankündigung einer Verschärfung des Kampfes der Regierung gegen den Klerus erscheinen. Die erste Rede bedeutet kaum weniger als die Mitteilung, daß das Kabinett das Konkordat mit der Kurie, das dem Staate die Besoldung der katholischen Geistlichen auferlegt, kündigen will. Und Combes' zweite Rede atmet ebenfalls eine Kampflust, die angesichts der unsicheren Lage des Kabinetts nicht recht verständlich scheint. Wir entnehmen den beiden Reden die Hauptstellen: In der ersten Rede, die den Vertretern der Behörde galt und die Erwiderung auf eine Ansprache des protestantischen Pfarrers war, erklärte Ministerpräsident Combes, es bestehe in weiten Kreisen Frankreichs eine Tendenz, die darauf abziele, in einer vielleicht schon nahen Zukunft Veränderungen in den Beziehungen zwischen Kirche und Staal herbeizuführen. Wenn das geschehe, werde der Staat, das könne er, der Minister, schon heute erklären, allen Religionen Schutz und Freiheit sichern. Wer zwischen den Zeilen zu lesen weiß, wird aus dieser Aeußerung die Absicht des Ministerpräsidenten, solche Veränderungen" herbeizuführen, unschiver herausfinden. Die zweite Rede war ein Toast. In ihr nannte Combes den Klerikalismus den Todfeind der Republik, den er bekämpfen müsse. Er sei entschlossen, diesen Kampf ohne Gnade fortzuführen bis zum Siege des republikanischen Geistes über den klerikalen Geist. Das heißt doch, wenn irgend etwas, den Krieg ankündigen! Zum Ueberfluß hat noch ein anderes Mitglied des Kabinetts, der allezeit redefrohe Marineminister Pelletan, sich im gleichen Sinne wie der Ministerpräsident ausge sprochen. Er erklärte in einer beim Stapellauf des Linienschiffes Ferry" gehaltenen Rede, die Marine hätte sich der Regierung unterzuordnen. Die Marine dürfe nicht mehr eine Bildungsanstalt für Offiziere sein, die von Dominikanermönchen erzogen wurden, und ihren Degen nicht in den Dienst der Reaktion stellen. Zum Schluß versicherte Pelletan, die Regierung werde das Kongregationsgesetz durchführen. Aus diesen Reden geht unzweifelhaft hervor, daß sie Fanfaren für einen neuen erheblich schärferen Vorstoß der Regierung gegen die Kirche sind. Frankreich steht offenbar am Vorabend eines Kulturkampfes, zu dem die bisherigen Vorkommnisse nur ein Vorspiel bildeten Die Politik. Anläßlich der Ernennung des bayerischen Staatsrats Freiherrn v, Stengel zum Reichsschatzsekretär hat ein Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser nnd dem Prinzregenten Luitpold stattgefunden, in dem der Prinzregent seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß er im Freiherrn v. Stengel dem Reichsdienste eine schätzbare Kraft überlassen könne, wäh rend der Kaiser dem Regenten für diesen Entschluß Dant sagt. Die alten Soldaten erweisen sich auch im Auslande immer wieder als die Träger der Anhänglichkeit an das deutsche Vaterland. In Ferre Haute in den Vereinigten Staaten findet gegenwärtig eine Versammlung alter deutscher Soldaten statt, in der die Gründung eines Zentralverbandes deutscher Veteranen und Soldaten des deutschen Heeres in den Vereinigten Staaten" erfolgen soll. Daß Deutschland nunmehr mit China in Frieden lebt, bestätigt die soeben erschienene amtliche Bekanntmachung, wonach das Verbot der Waffenausfuhr nach dem Reich der Mitte nunmehr aufgehoben wird. * Die Krise in Ungarn ist auf einen toten Strang geraten: Die Beratungen über die Wege, wie man aus der Kalamität sich heraushilft, kommen nicht vom Fleck. Die Audienz der ungarischen Staatsmänner beim Kaiser Franz Josef blieb bisher ohne jeden Erfolg. Der Kaiser soll sich gegenüber den ungarisch- nationalen Armeeforderungen scharf ablehnend verhalten und erklärt haben, er wolle lieber abdanken, als der ungarischen Kommandosprache zustimmen. Anscheinend will Kaiser Franz Josef die Krise hinausziehen und abwarten, ob die Opposition nicht müde wird. Graf Khuen- Hedervary soll auf unbestimmte Zeit die Geschäfte weiterführen. In Ungarn, wo ohne vorherige Lösung der Krise eine Refrutenaushebung unmöglich ist, werden die fehlenden Mannschaften durch Einberufung der Ersabreservisten ergänzt. Die italienischen Radikalen wollen keinen Zarenbesuch in Rom dulden. Wie aus Rom in Ergänzung unserer früheren Mitteilungen gemeldet wird, hat das Geheimkomitee der Volksparteien den Beschluß gefaßt, anläßlich des Besuchs des Zaren 1. Broschüren zum Preise von einem Centime zu berbreiten, in welchen das Volk über den Zarismus aufgeklärt werden soll; 2. eine Reihe von Konferenzen zum gleichen Zweck abzuhalten; 3. eine äußerst billige Pfeife zu verkaufen, welcher das Geheimkomitee den Namen„ Barverscheucherin" beigelegt hat; 4. Kundgebungen vor dem russischen Konsulat und 5. Kundgebungen längs der Eisenbahnlinien zu veranstalten; endlich 6. einen Aufruf an die gesamte demokratische Presse zu richten und sie aufzufordern, die Protestbewegung gegen diesen der liberalen Tradition und der Kultur hohnsprechenden Besuch mit Eifer zu unterſtüßen. Die voranstehende Mitteilung liest sich wie ein Scherz wie ein schlechter Scherz. * Der Tod des früheren britischen Premierministers Salis. bury wird eine Veränderung im Ministerium herbeiführen. Der älteste Sohn des Verstorbenen, Viscount Cranbourne, der bisher Abgeordneter und Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes war, erbt den Siz seines Vaters im Oberhause und scheidet dadurch aus dem Unterhause. Da aber sein Chef im Auswärtigen Amte, Lord Lansdowne, gleichfalls im Oberhause sitzt, muß der künftige Lord Salisbury seine Stelle mit einer anderen vertauschen. Der parlamentarische Brauch verlangt nämlich, daß entweder der Minister des Aeußeren, oder dessen Unterstaatssekretär Mitglied des Unterhauses sei. Zur Abwechslung sind wieder einmal in einer russischen Stadt Streifkrawalle augerbochen. In JekaterinosI am hat kürzlich ein Teil der Bäcker die Arbeit eingestellt, nach der Verhaftung der Führer wurde sie aber wieder aufgenommen. Doch schon wenige Tage später brach ein allgemeiner Streit in allen großen Fabriken und Eisenwerkstätten aus. Die Ausständischen führten gewaltsam die Einstellung der Arbeit in Privatwerkstätten und auf Bauten herbei. Das Militär, welches zur Herstellung der Ordnung aufgeboten wurde, wurde feindselig empfangen, doch wurde die Menge durch einige Schüsse zerstreut. Pferdebahn- und Eisenbahnbetrieb wurde gestört. Die Zeitungen konnten nicht erscheinen. Die Fabriken wurden von Truppen umringt. Nach amtlichen Berichten sind 11 Personen getötet und 12 berlegt worden. Hof und Gesellschaft Die Kaiserin tam gestern in Begleitung der Gräfin Keller und des Hofmarschalls von dem Knesebeck im offenen Zweispänner von Wilhelmshöhe in Kassel an und besichtigte das Diakonissenheim und die Krankenküche. Dann wurde unter den Ovationen des Publikums die Rückfahrt nach Wilhelmshöhe angetreten.- Am 11. September wird die Kaiserin der Lungenheilstätte in Vogelsang bei Magdeburg einen Besuch abstatten. Vor der Abreise des Kaisers nach Mainz waren zur Mittagstafel geladen der Generalleutnant von Hülsen, Generalsuperintendent Lohr und der Erzabt von Monte Cassino in Italien. Tochter des Hofmarschalls an der einſamen wato Baß die Gedanken, welche über sein tête- à- tête mit der Waldquelle bei gelegentlich mit den Damen, er war so unbefangen und heiter, Schranken, welche Wahn und Hochmut zwischen den Menschendann umgeben mich wieder drohend und beengend alle jene herzen aufgerichtet haben. Margot ſchüttelte traurig den Kopf. hängnis für ewig auseinander reißt für ewig. denn enthüllen kann, nicht enthüllen darf, und das mich zum um bares, ein entsetzliches Geheimnis lastet auf mir, das ich nicht niemals werden wir uns wieder begegnen ein furchtSie hatte die Hände gefaltet und das Haupt auf die Brust gesenkt. Ein lebhafter innerer Kampf fchien fie zu bewegen. Für eine gewöhnliche Hofdame wäre die Lage, in der * Der Kronprinz wird auch in diesem Jahre auf dem oberhalb des Bodetals und unweit des Herentanzplatzes bei Thale gelegenen Forsthause Dambachshaus Aufenthalt nehmen, um in dem dortigen Revier der Jagd auf Rotwild obzuliegen. Der diesjährige Besuch im Dambachshause, welcher etwa acht Tage dauern wird, ist nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen in der ersten Septemberhälfte zu erwarten. Deer und flotte. Bedeutsame Aenderungen in der Admiralität treten nach der Beendigung der Flottenmanöver ein. Die Zahl der mit Admiralen besetzten Immediatstellen wird erhöht. Zwei Kontreadmirale erhalten ihre Beförderung zu Vizeadmiralen, fünf Kapitäne zur See werden zu Kontreadmiralen ernannt. Der bisherige Inspekteur des Torpedowesens, Kontreadmiral Frize, der zum Chef des neu zu formierenden zweiten Geschwaders ausersehen ist, und der Kontreadmiral v. Prittwiß und Gaffron, der als Nachfolger des Admirals Geißler den Oberbefehl über das ostasiatische Kreuzergeschwader übernimmt, werden Vizeadmirale. Der Direktor der Marineakademie, Kontreadmiral Freiherr v. Malzahn, scheidet nach 37½jähriger Tätigkeit aus dem aktiven Dienst aus. Der Kieler Oberwerftdirektor, Kontreadmiral Fischel, der seit dem 18. Juli 1900 Flaggoffizier ist, wird rangältester Rontreadmiral. Automobil- Mobilmachung. Die französischen Aushebungsbehörden beabsichtigen, im Falle eines Krieges eine besondere Mobilmachung der Automobile vorzunehmen. Durch ein Rundschreiben sind den Korpskommandeuren die für die Organisation einer solchen Mobilmachung zu treffenden Maßnahmen bekannt gegeben worden. Nab und fern. Lokales. Gießen, 25. August. ** Im Auftrag des Großherzogs hat Großh. Staatsministerium den Land- Ständen und zwar zunächst der Zweiten Rammer einen Geseßentwurf, die Abänderung des Gesetz 8 über die Ruhe gehaltsverhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der im Hessisch- Preußischen Gemeinschaftsdienste angestellten Staatseisenbahnbeamten vom 26. März 1897 betreffend, zur Beratung und Beschlußfassung übersandt. Der Geseßentwurf ist angenommen worden und beschlossen worden, daß der Artikel 8 8iffer 1 at 1 des betr. Gesetzes nachstehenden Wortlaut erhält:„ Der Wohnungsgeldzuschuß wird nach dem Durch schnittssaße für die Servisklassen I- IV in Anrechnung gebracht." Das Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1902 in Kraft. Neues Jagdschloß für den Kaiser. Zum Preise von zwei Millionen Mark ist für den Kaiser die Besitzung Damsmühle bei Summt angekauft worden. Damsmühle soll für den Kaiser als Jagdschloß während der von jetzt ab in den Oranienburger Forsten stattfindenden Hofjagden dienen. Damsmühle ist am Mühlenbecker See belegen und eine landschaftliche Perle der Mark. * * 3 proz. hessische Staatsanleihe. Das aus der Dresdner Bank, Berlin, der Sächsischen Bank in Dresden, der Deutschen Effekten- und Wechsel- Bank und dem Bankhause L.& E. Wertheimber in Frankfurt a. M. bestehende Konsortium, das im Februar ds. J. Mt. 25.52 Mil. 3proz. hessische Staatsanleihe zu 90.9312% übernommen hat, wird sich Ende d. Mts. auflösen. Da es nicht gelungen st, die Anleihe zu plazieren, so wird den Beteiligten ein Teil der Stücke in natura zufallen. Die 50. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Köln wurde durch einen Festzug der katholischen Arbeiter und Gesellenvereine eingeleitet. Die Teilnehmer am Zuge vereinigten sich später in sicben Versammlungen. In derjenigen, die in der Festhalle unter dem Vorsitz des Abgeordneten Trimborn abgehalten wurde, sprach Reichsund Landtagsabgeordneter Sittari über die Jubelfeier der Katholikenversaninilungen und über den Erfolg der katholischen Arbeiterschaft in der Vergangenheit. Hierauf hielt Kardinal Erzbischof Fischer eine Begrüßungsansprache. In der ersten geschlossenen Versammlung hob Justizrat Custodis die Notwendigkeit hervor, für die arbeitenden Klassen zu sorgen, und betonte besonders, daß ein guter Katholik auch ein guter Patriot sein könne und müsse. * * das neben seinem Hause Neuenbäue 11 gelegene Haus des Herrn Wilh. Hosch für 21 300 Mark. gefallenen Rom Lonte ferner, be Rämpfe all zu berte die Rame and ftets derjen felbe unfer Bat ber Ariegerbere Begeisterung w Der anwesenden gebote wurde a Annerof tt Der Grünberger Stadtvorstand hat auf der heutigen Tagesordnung als 2. Punft: Schreiben des Reichskomitee zu Gunsten der durch Hochwasser geschädigten. Hoffentlich gedenken die Stadtväter der Worte: Arme habt ihr allezeit bei euch. Letzteres Wort betonen wir besonders. Grünberg hat schon reichlich auf privatem Wege für obigen Zweck getan. Erst Staat, dann Großfinanz, so meint eine große Zeitung. Die 118ner, die in Gießen einquartiert sind, unternahmen gestern einen Uebungsmarsch mit anschließendem Gefecht in der Gegend Großen Bused, Reistirchen, Oppenrod. Heute ist wieder Regimentsererzieren auf dem Uebungsplatz bei Rechtenbach. ** B ** Es wird uns gemeldet, daß die Maurer in Gießen in den Ausstand zu treten gewillt wären. Die Zuverlässigkeit dieser Meldung möchten wir anzweifeln, da es ja doch auf den Winter hinausgeht und die Arbeitsgelegenheit dann eine viel seltenere iſt. Renkontre zwischen deutschen Matrosen und englischen Soldaten. Zwischen Mannschaften des in Queenstown ankernden deutschen Schulschiffes„ Stosch" und englischen Soldaten entstand eine Schlägerei, bei der ein Soldat und ein Zivilist durch Messerstiche tödlich verlegt wurden. Augenzeugen geben an, daß die Deutschen durch die englischen Soldaten angegriffen worden seien. Die Polizeibehörde ersuchte aus Furcht vor Wiederholung der Unruhen den Kommandanten des„ Stosch", seine Leute nicht mehr an Land gehen zu lassen. Die englischen Soldaten wurden in den Kasernen behalten. Der„ Stosch" hat, wie weiter gemeldet wird, bereits die Weiterreise nach Bilbao angetreten. § Gestohlen wurden einer Frau in der Neustadt zu Grünberg am Sonntag abend einige Pfund Mais, gebrannter Kaffee, sowie zwei Töpfe mit Fett. Es ist dies schon das zweite Mal das bei der Frau die Langfinger einen Besuch machten, beim ersten Mal, während des Sommers, fielen dem oder den Dieben ein 10 Markstück, zwet 5 Markstücke und noch einiges Kleingeld in die Hände. In der vorigen Woche wurde der Frau ein Zimmerschlüssel gestohlen. Hoffentlich gelingt es, den Dieb bald dingfest zu machen. ** Am Sonntag, den 23. Aug., hielt in Homberg a. d. Ohm der Bezirksverband der Gewerbevereine Gießen, Lollar, Homberg a. d. Ohm, Grünberg, Lich und Londorf die fünfte Sigung in diesem Jahre ab. Nach erfolgtem Besuche der Handwerfer- Sonntagszeichenschule Homberg a. d. Ohm über deren Resultate man allgemein recht erfreut war, begannen die Beratungen und zwar Den großen Preis von Berlin im Fliegerrennen über 100 Kilometer errang der Münchener Meisterschaftsfahrer Robl überlegen in 1 Stunde 25 Minuten 14,3 Sekunden. Mit ihm rangen Dickentmann, Käser, der Franzose Contenet und Görnemann um den Sieg in diesem von der deutschen Radfahrwelt mit Spannung erwarteten Mennen. Sie plazierten sich nach heißem Endgefecht in der Reihenfolge, wie wir sie aufführen. Zur Erschießung des Pioniers Hoffmann durch den Wachtposten Märtens wird aus Thorn weiter gemeldet, daß Märtens, wie er angibt, einen Alarmschuß abgegeben habe, um Kinder zu vertreiben, die Holz vom Uebungsplatz stehlen wollten. Durch Zufall habe er dabei den Pionier Hoffmann getroffen, den er von seinem Standort aus nicht habe sehen fönnen. Märtens ist inzwischen verhaftet worden. Der verantwortliche Redakteur des„ Vorwärts" verhaftet. Die mehrfach erwähnte Hundstagsgeschichte von dem Kaiserschloß auf Pichelswerder, die der sozialistische Berliner Borwärts" seinen Lesern auftischte, hat für den verantwortlichen Redakteur Leid bereits ernste Folgen gehabt. Er wurde wegen Majeſtätsbeleidigung und groben Unfugs in seiner Wohnung berhaftet. 1., über die Gründung einer Pensionskasse für selbständige Handwerker, resp. über Erlaß eines Gesetzes zur Handwerker- Versicherung; " " meiferwah Bürger es fon einftimmig wä wieder. Herr würdig, unpa erledigen, dar §§ Lond Haus eingebro + Web tt, Emilien ruh". Als Grünberg noch eine liebliche Kreisstadt war, hat auch ein bekannter Aristokrat aus Liebhaberei daselbst Dienst getan. Im Kasino, d. h. im damaligen, fand derselbe ein allerliebstes Evatöchterchen. Standesrücksichten hinderten denselben das schöne Kind zu seiner Frau zu machen. Ein Kahn wurde gebaut und auf die Wilde Grube" bei der Dickelsmühle gebracht. Dort fuhr der junge Mann mit dem lieblichen Mädchen und verlebte dort manch Schäferstündchen. Der Liebe seligste Stunde wurde gekostet im selbstvergessendem Glück. Das kleine Wäldchen an der Wilden Grube ließ er mit Wegen und Ruheplägen versehen und benannte dies Wäldchen zum Andenken an das holde Wesen„ Emilienruh". Außer der nun bejahrten Dame, welche wir hiermit herzlich grüßen, wissen nur Eingeweihte das Plätzchen. 2., über die geplante Neuregelung des staatlichen und fommunalen Submissionswesens; 3., Angelegenheiten der Handwerkstammer und endlich 4., Verschiedenes über Berichte in den Nr. 31 und 32 des Gewerbeblattes. Drtstrantentaf befchloß die ortsüblichen T für die einzeln 6= 37 22 fg. wo wöchentlich, 4. Auf Antrag Generalversam Die beschränkte Wet Altenkirchen, inpeftor erna A Web durch Luftfuro ift foeben im tin Büchlein ung unferer h darf. Auf ett hübsche Bilder Wertchen eine beren angrenz offenbar von Der Preis d Von der Post. Die Telegraphenbetriebstellen verbunden mit öffentlichen Fernsprechstellen in Berfa, Elbenrod und Eudorf sind am Samstag den 22. d. Mts. eröffnet worden. Es können dort nunmehr Telegramme überallhin aufgegeben und solche überallher zur direkten Beförderung nach dort, unter Wegfall der bisherigen zeitraubenden und besondere Kosten verursachenden Zustellung durch Boten von den Bestellungs- Postanstalten aus, aufgegeben werden. Der Ort Eudorf hat, da er im 5 Kilometer- Umkreise von Alsfeld liegt, ebenso wie die Orte Altenburg und Angenrod, den gleichen umfangreichen Sprechbereich befominen, wie Alsfeld, und zwar mit den gleichen Gebührensäßen für Ferngespräche. Alsfeld, Altenberg, Angenrod und Eudorf bilden vorerst, bis noch andere Orte im 5 Kilometer- Umkreise, wie etwa Leusel, hinzukommen, den Ortsbereich des Alsfelder Fernsprechnetes mit der Wirkung, daß die an das Neß angeschlossenen Teilnehmer in Alsfeld, Altenburg, Angenrod und Eudorf nach den 4 Orten Gespräche führen können, ohne dafür, außer der gewönlichen Bauschgebühr für Unterhaltung des Anschlusses, und, bei Gesprächen mit Nichtteilnehmern, der Gebühr für das Herbeirufen der gewünschten Person an den Apparat, eine weitere Gebühr entrichten zu müssen. Nichtteilnehmer haben im Sprechverkehr zwischen den 4 Drten, außer der eventl. Herbeirufungsgebühr, 10 Pfg. für das gewöhnliche Gespräch zu entrichten. Im Verkehr mit Berfa und Elbenrod fostet das gewöhnliche Gespräch von 3 Minuten Dauer für Alle, Teilnehmer wie Nichtteilnehmer, 20 Pfg. Blühende Obstbäume. Die Natur geht gar manchmal ihre besonderen Wege, ohne sich an die Jahreszeiten zu fehren. So stehen gegenwärtig an der Chausse von Grünberg nach Weickardshain drei junge Apfel äume in schönster Blüte, einer davon trägt gleichzeitig Früchte. Wer Gelegenheit dazu hat, dem möchten wir empfehlen, sich dieses prachtvolle Spiel der Natur mal anzusehen; dte Bäume stehen furz vor dem Wäldchen. Die umfangreiche und inhaltreiche Tagesordnung wurde in erfrischender Weise durch den Vorsitzenden, Herrn L. Betri II- Gießen, zur allgemeinen Befriedigung erledigt. Die lebhafte Debatte gab Zeugnis ab, wie notwendig, vor allem wie belehrend, diese Bezirksauss hußßigungen für das Handwert sich ausgestalten. Der nächste und letzte Bezirkstag findet voraussichtlich am 20. Sept. in Londorf statt. Der geplante Spaziergang nach Ammöneburg fand in Schweinsberg infolge des drohenden Gewitters seinen feucht- fröhlichen Abschluß. Den Herrn aus Homberg, insbesondere aber dem Gewerbevereinsvorsitzenden, Herrn Dr. Krausmüller, gebührt der aufrichtigste Dank für die freundliche Aufnahme, die den Mitgliedern des Bezirksausschusses geworden ist. Eine furchtbare Mordtat setzte die elegante Welt Petersburgs in große Aufregung. Man fand die als Schönheit bekannte, von ihrem Manne getrennt lebende Gattin des Oberstleutnants Teschkent furchtbar verstümmelt tot in ihrem Bett auf. Die eine Brust war abgeschnitten und in eine Schatulle gelegt, die andere Brust gespalten, die Nase aufgeschnitten, Fleischstücke aus dem Körper in den Mund gesteckt. Dem sechsjährigen Sohn hatte der Mörder den Hals durchschnitten, die dreizehnjährige Tochter war auf dieselbe Weise wie die Mutter verstümmelt, sie hiet in der trampfhaft geballten Faust ein Büschel fremder Frauenhaare. Man vermutet den Nacheaft einer Rivalin, da die Wertsachen sich unberührt vorfanden. Bunte Chronik. In Braunschweig ist zur Zeit die Zahl der an Typhus erkrankten Kinder auf 208 gestiegen; die Zahl der erkrankten Erwachsenen auf 52. In der letzten Woche tamen fünf Todesfälle vor. In Gorze bei Met find 19 Typhusfälle feſtgeſtellt. -In Habinghorst erkrankte nach dem Genuß von Pilzen eine polnische Bergmannsfamilie. Drei Kinder starben bereits. A. R.-F. Zu dem diesjährigen 50. Feldbergturn fest am letzten Sonntag hatten sich auch eine Anzahl der ersten Sieger früherer F- ste etngefunden, um an dem Jubiläumsfeste nochmals turnerisch tätig zu sein. Die alten Kämpen einer derselben hatte bereits vor 17 Jahren den ersten Preis davongetragen boten noch recht beachtenswerte Leistungen. Es erhielten von den früheren 1. Siegern Ehrenpreise: In Lorenzdorf bei Landsberg a. W. wurde die 43jäh rige Wirtschafterin Burkert von einem 19jährigen Milch. schweizer nachts in ihrem Schlafzimmer mit einem Rasiermesser ermordet. Der Täter und ein Komplize wurden ber haftet. Das Schiff Francais" mit der französischen Südpolarexpedition Charcot ist von Havre in See gegangen, Just. Müller, T.-V. Vorwärts- Fechenheim, F. Rohmann, T.- Gem.- Bürgel, G. Lücke, T.- u. F-Klub- Frankfurt a. M. M. Paul, " " " A. Rach, T.-V. Frankfurt a. M. Zu den gestern gemeldeten, mit einem Preis zurück gefehrten Gießener Wetturn.rn fügen wir heute an, daß noch mehr aus dem Gau Hessen auf das Feldbergturnfest gezogene Turner sich Preise geholt haben und zwar: A. Münch- Weglar mit 32 Bunften einen 16. Preis G. Freitag- Bußbach H. Erle- Usingen J. Trapp- Friedberg C. Salzmann- Bad- Nauheim M. Günther- Lollar, 2712 A. Held- Butzbach " 301/2 291/2 " " 19. 21. " " " 1 " " 29 22. " " " " 29 22. " 11 " " 25. " " " " H. Sommer- Usingen 261/2 26 27. " " " 28. " " " W. Nieltoff- Friedberg C. Rees- uzbach " 251/2 29 " " " 25 30. " " " " 241/2 31. " " " " " 241/ a 31. " " " 24 32. " " " " " 24 24 32. " " " 32. " " " M. Keller- Friedberg A. Nikolai- Usingen F. Riegel Wetzlar R. Osterburg- Friedberg J. Lippert- Bußbach * * A Buz Süterabfertigu Dftober ab al Un feine Ste teher der Güt welcher erft wurde. Frie hat die Far in den Ad Der Konfeffio Stadt und 1 überwiesen. * Das Schlagwort, Nebenverdienst" findet man gegenwärtig sehr häufig in Zeitschriften und größeren Zeitungen über recht viel versprechenden Anzeigen; es wird allen jenen, die ihr Einkommen angenehm erhöhen oder die überhaupt lohnenden Verdienst suchen, mit mehr oder weniger schönen Worten mitgeteilt, daß sie sich nur an die Adresse des Inserenten zu wenden brauchen, um sofort hunderte von Angeboten zu erhalten. Jene nun, die auf dieses verlockende Angebot hereinfallen, erhalten postwendend ein gedrucktes Schreiben, in dem ihnen mitgeteilt wird, daß sie die erwünschten Angebote zum Geldverdienen mit nächster Bost erhalten werden; und in der Tat bringt dann der Postbote bei seinem nächsten Rundgange einen voluminös n Brief, wofür er jedoch den Betrag von 1,50 bis 2 Mark als Nachnahme des Absenders verlangt. In den meisten Fällen siegt die Neugierde über die Vernunft und wird eingelöst. Hat dann der Empfänger einen Blick in die Sendung geworfen, so wird er bald gewahr, daß er zu jenen Leuten zählt, die nicht alle werden, denn was er dem Kuvert entnimmt, ist nichts weiter als eine Sammlung von Inseraten aus alten Zeitungen, die der ingentöse Absender entweder zu einem Erwerbsanzeiger" oder einer Nebenverdienst-, Liste' zusammengestellt hat, um sie für teures Geld an den Mann oder an die Frau zu bringen, was ihm auch meist gelingt. Gibt sich der Verdienstsuchende vielleicht noch die Mühe, auf die erhaltenen Inserate zu reagieren, so erlebt er in der Regel noch einen weiteren Reinfall, indem ihm ein Erwerb in Aussicht gestellt wird, wenn er so und so viele Mark für den Nachweis, Muster oder dergleichen einsendet, die dann selbstverständlich auch wieder fortgeworfen sind, oder er erhält überhaupt keine Antwort oder eine Zuschrift als unbestellbar zurück, da der Inserent längst verschollen ist. Dies für Leichtgläubige. Mit diesem Resultat fann unser Gau Hessen wohl zufrieden sein, zumal wenn man die qualitativ gut geschulten Turner der Großstädte in der Konkurrenz vermerkt findet. * * Leider ist auch ein Unfall zu melden. Ein Turner aus Heddernheim brach beim Weithochsprung in Folge unglück lichen Niedersprungs die Kniescheibe. Der Verletzte erhielt auf der hinter dem alten Feldberghause errichteten Sanitäts wache des Frankfurter Samaritervereins einen Notverband und wurde dann per Wagen nach Hause verbracht. ** Besizwechsel. Herr Richard Buchacker, Cigarrenhändler und Lotteriekollekteur in Gießen faufte " Ruttershausen. Am vergangenen Sonntage hatten sich die Kameraden des Kriegervereins Ruttershausen zur Feier des Gedenktages der Schlacht bei Gravelotte zahlreich versammelt. Der erste Vorsigende Kamerad Heibertshausen schilderte in einer zu Herzen gehende Ansprache die Kriegserlebnisse von 1870/71 und gedachte ganz besonders der geFried Landwin Ausstellu Gie Ziehung 15. S 2000 Gew. zus. 1 Hauptgw.i. W 11 46 Gw. i.W.v.10 1950" " Los 1 Mk., Porto und zu bezieh. d Agent. L. F. stadt, sow acker, Gies Ern genannt Edgar e Eisenbar Wer Deutsche Vak Lan In ne bracht, nad Bade auszu furzweg die Herr bat fi als Futter Sie Reifeln g mäßig, feir Man follt hundert J borgehalter tein Futter wenn man Urteils aus ignoriert! flar und d Hinweises b fich, dem F alle Hebel n Der Bauern it aber in f Gift eine wiffen belaft me Haus des nd hat auf Schreiben des geidäbigten. Arme habt pir befonders. em Wege für oßfinanz, fo Der Neustadt 6 Mais, ge Es ist dies ie Langfinger während bes 10 Markitüd, in die Hände. immerschlüffel bald bingfeft och eine lieb Ariftofrat aus fino, d. h. im Evatonterchen. chöne Kind zu ebaut und auf bracht. Dort bchen und ber Liebe feligste Glück. Das er mit Wegen Bäldchen zum . Außer der rzlich grüßen, enbetriebftellen Berfa, ElbenMts. eröffnet hme überallhin en Beförderung traubenden und rd Boten von werden. Der ife von Alsfeld Ungenrod, den n, wie Alsfeld, Ferngespräche. den vorerst, bis pie etwa Leufel, Fernsprechnetes chloffenen Teil Eudorf nach dafür, außer tung des Anmern, der Ge Berfon an den nüffen. Nichtnden 4 Drten, fg. für das ge ehr mit Berfa von 3 Minuten ner, 20 Bfg. Natur geht gar an die Jahresnder Chauffe ge Apfeltäume zeitig Früchte. empfehlen, sich nzusehen; die Dienf" findet und größeren eigen; es wird öhen oder die r oder weniger an die Adresse t hunderte von Diefes verlodenein gebrudtes daß sie die erhfter Boft erder Postbote inöfn Brief, Mark als Nach en Fällen fiegt ingelöft. Hat ung geworfen, ten zählt, die tentnimmt, ift ten aus alten eber zu einem fte zufammen Mann oder an gelingt. Gibt lühe, auf die I in der Regel ein Erwerb in piele Mark für endet, bie bann , oder er erGrift als unbe Schollen ift.- onntage hatten tershaufen zur elotte zahlreich Beibertshausen e die Kriegsonders berge gefallenen Rameraden des Kirchspiels Kirchberg. Redner betonte ferner, daß leider all die großen Taten und schweren Kämpfe all zu früh bei so vielen vergessen werden und forberte die Kameraden auf, fest zu stehen zu Kaiser und Reich und stets derjenigen zu gedenken, welche auf blutigem Schlachtfelde unser Vaterland groß, stark und einig gemacht. Möge der Kriegerverein Ruttershausen in dieser echt patriotischen Begeisterung weiter blühen und gedeihen. Dies der Wunsch der anwesenden Gästen, welchen durch Zufall Gelegenheit gebote wurde an dieser Feter teil nehmen zu dürfen. - Annerod. Am leßten Samstag fand hier Bürgermeisterwahl statt. Ruhig und besonnen wie unsere Bürger es sonst sind, so zeigten sie sich auch bei diesem Aft; einstimmig wählten sie ihr bewährtes Oberhaupt Herrn Horn wieder. Herr Bürgermeister Horn ist dieses Vertrauens würdig, unparteiisch weiß er die Geschäfte seines Amtes zu erledigen, darum auch das Wahlresultat ein so vorzügliches. §§ Londorf. Hier wurde dieser Tage in ein Maschinenhaus eingebrochen und zwei wertvolle Riemen entwendet. + Weglar, 24. Aug. Die Generalversammlung der Ortsfrankenkasse für Gesellen, Gehülfen und Fabrikarbeiter beschloß die Festsetzung der Beiträge auf 2/2 Prozent des ortsüblichen Tagelohnes. Die Beiträge stellen sich demnach für die einzelnen Klassen folgendermaßen: 1. Klasse täglich 6= 372 fg. wöchentlich, 2. Klasse täglich 32/3 221 Pfg. wöchentlich, 3 Klasse täglich 32/ s= 221/2 Pig. wöchentlich, 4. Klasse täglich 21/2= 15 Pfg. wöchentlich. Auf Antrag kommt auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung: An Stelle des einen Rassenarztes soll die beschränkte freie Aerztewahl plaßgreifen. Wezlar. Der bisherige Rektor Dr. Ernst Liese aus Altenkirchen, Regierungsbezirk Koblenz, ist zum Kreisschulinpeftor ernannt worden. A Wetzlar. Unter dem Titel:„ Das Dilltal. Führer durch Luftkurort Dillenburg, Herborn, Higer u. Umgebung" ist soeben im Verlage der Gebrüder Richter in Dillenburg ein Büchlein erschienen, das als eine willkommene Bereicherung unserer heimatfundlichen Litteratur angesehen werden darf. Auf etwa 130 Seiten Text, der durch 25 meist recht hübsche Bilder ergänzt und erläutert wird, bringt das Werfchen eine Beschreibung der genannten Städte sowie, deren angrenzenden Gebiete und im Anschluß daran ein offenbar von fundiger Seite bearbeitetes Tourenverzeichnis. Der Preis des Büchelchen ist 1 Mark 30 Pfg. ▲ Butzbach, 24. Aug. Der Vorsteher der hiesigen Güterabfertigung, Herr Güterexpedient Goerg wurde vom 1. Oktober ab als Stations- Einnehmer nach Saarlouis versetzt. An seine Stelle tritt vom gleichen Zeitpunkt an der Vorsteher der Güterabteilung Alsfeld, Herr Güterexpedient Plocht, welcher erst vor furzem von hier nach Alsfeld versett wurde. ] Friedberg, 24. Aug. Ein Geschenk von 1000 Mt. hat die Familie Grödel in Ungarn anläßlich ihrer Erhebung in den Adelstand der hier bestehenden Grödel- Stiftung überwiesen. Von den Zinsen werden arme ohne Unterschied der Konfession unterstüßt. Friedberg, 24. Aug. Bei dem gestern abend in der Stadt und Umgegend niedergegangenen Gewitter schlug der Landwirtschaftliche Ausstellungs- Lotterie Giessen. Ziehung 15. September 1903 2000 Gew. Mk. 40 000. 1 2 zus. 1 Hauptgw. i. W. v. Mk. 5000 17 17 17 2000 " á 1000 2000 46 Gw. i.W.v.100-800) 31000 5-100) 1950, Los 1 Mk., 11 Lose 10Mk. Porto und Liste 25 Pfg. zu bezieh. durch die GeneralAgent. L. F. Ohnacker, Darmstadt, sowie Rich. BuchKaffee wöchentlich frisch gebrannt in befannten und besten Qualitäten à Pfd. 100-180 Pfg. empfiehlt Robert Stuhl Neustadt 23, Gießen. Zwiebelkuchen Dienstag, Donnerstag und Samstag von morgens 9 Uhr an zu haben bei acker, Giessen, Neue- Bäue11. Bäcker Schomber, Erntestricke genannt Garbenbänder empfiehlt Walltorstraße 51. Gießen. Prima Kartoffel == Blizz in zwei Häuser, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. Zwei Kinder erlitten leichte Brandbeschädigungen. Bad Nauheim, 22. Aug. In der abgelaufenen Woche sind 1005 Rurgäste angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 20. August 1903 21 028 Personen ( 1902 19 703), wovon an genanntem Tage noch 5848( 1902 4976) anwesend waren. Bäder wurden bis zum letzten Donnerstag 264 329( 1902 240 594) abgegeben. Der Betrieb in sämtlichen Badehäusern begann vom 23. August ab vormittags 6 Uhr. - Nieder- Ohmen. Montag den 31. August von nachm. 24 Uhr an wird bei Wirt Langohr ein Zahltag der Kreistasse abgehalten. A Ockershausen, 22. Aug. Bei der heutigen Wahl eines Bürgermeisters unseres Ortes wurde der seithertge Herr Bürgermeister Meisel auf 8 Jahre wiedergewählt. A Treysa, 20. Aug. Dem Landwirte Hartmann Korell dahier wurde von einer Kuh ein Auge ausgestoßen. Nach Anlegung eines Notverbandes begab sich der Mann in die Angentlinit nach Marburg zwecks weiterer Behand. lung. × Marburg, 24. Aug. Furchtbare Regengüsse verursachten gestern in der Umgebung großen Ernteschaden. In Unterrogphe ist das Schulhaus eingestürzt. □ Harheim. Herr Lehrer F. Quirin, der ein halbes Jahrhundert hindurch hier in seiner Heimatgemeinde im Dienste der Jugendbildung stand, feierte dieser Tage in voller Körperrüftigkeit und Geistesfrische seinen 80. Geburtstag. - Frankfurt a. M., 24. Aug. Die hiesigen Nationalsozialen beschlossen, bei der betreffenden Landtagswahl für den bisherigen Vertreter Funck( freis.) und Deher( dem.) einzutreten. Ein blutiger Vorfall spielte sich gestern Abend in Niederrad ab. Weil ihm kein Bier mehr verabfolgt wurde ging er Musketier Michel von den 166ern fluchend und schimpfend aus einer Wirtschaft fort. Die am Schalter stehenden Brüder Ambrosius und Konrad Schepper, die die Schimpfworte auf sich bezogen, folgten dem Soldaten. Am Eingangstor von Niederrad entspann sich zwischen den Dreien ein Streit, in dessen Verlauf der Soldat die Gebrüder Schepper durch furchtbare Säbelhiebe auf den Kopf lebensgefährlich verleßte. Er selbst erhielt einen nicht tötlichen Stich in den Hals. Grasversteigerungen. Das Grummetgras von den Domanialwiesen wird ver= steigert: Donnerstag den 3. Sept. morgens 9 Uhr auf der Hardmühle bei Eifa aus den Gemarkungen Eifa, Rainrod und Schwarz. Donnerstag den 3. Sept. nachm. 3 Uhr bet Gastwirt Wöll zu Brauerschwend aus den Gemarkungen Brauerschwend und Hopfgarten. Mittwoch den 2. Sept vorm. 9 Uhr wird zu Romrod im Saale des Gastwirts Spamer das Grummetgras der Kommunalwiesen, Teichwiesen sowie einiger Mäheplatten versteigert. Briefkasten. F., Grünberg. Besten Dank für ihre Mitteilung. Wir bitten aber, in Zukunft nicht annonym zu schicken; Sie ersparen uns damit die Auskunftholung. Mädchen, welches im Kochen nicht unerfahren ist und alle Hausarbeit verftet, sucht zum 25. Auguft oder 1. 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Man sollte es kaum für möglich halten, daß heute, hundert Jahre nach Kant, einem gebildeten Deutschen vorgehalten werden müßte, daß ein Viehfuttergewürz fein Futtermittel sein könne. Aber soweit kommt man, wenn man die Unmöglichkeit eines gültigen synthetischen Urteils aus Begriffen ohne Zuhilfenahme der Erfahrung ignoriert! Der Grund eines solchen Vorgehens ist allzu flar und durchsichtig, als daß es noch des besondern Hinweises bedürfte. Mit vieler Schneid bemüht man fich, dem Fabrikanten die Lebensader zu unterbinden, alle Hebel werden in Bewegung gesetzt, um den Absatz der Bauernfreude" einzudämmen. Dieses Vorgehen ist aber in feiner Hinsicht berechtigt und zu rechtfertigen. Es ist eine Handlungsweise, mit der niemand sein Gewissen belasten sollte. Ein Präparat, das sich derart zimmerwohnung mit Spülklosett an ruhige Leute per sofort zu verm. Birkenstock& Schneider. Gießen. Geld Gießen. Darlehne sofort an Jeden, jede Höhe coulant. A. Lölhöffel i Berlin W. 64., Ridpto. 1 in der Praxis bewährt und derartigen Anklang gefunden| hat, vom grünen Tisch aus ohne Grund und Ursache zu bekämpfen, heißt im übrigen der Landwirtschaft einen schlechten Dienst erweisen, denn es ist einmal zur Evidenz bewiesen, daß ein Viehfuttergewürz im Stalle geradezu unentbehrlich ist und die Rentabilität der Viehhaltung damit aufs engste in Verbindung steht; diese praktische Erkenntnis wird sich kein Landwirt durch die pathetischen Los- Rufe gewisser Obergelehrter streitig machen lassen, am allerwenigsten deswegen, da es nur gilt, eine verfahrene Theorie zu stützen. Wer einmal Gelegenheit hatte, eine wirklich gute Futterwürze, wie die bekannte„ Bauernfreude"( das Präparat, auf dem gewisse Herren mit besonderer Vorliebe herumhacken) im Stalle zu versuchen, wird mit uns der Ansicht sein, daß ein derartiges Präparat enorme Vorteile bietet. Diese bestehen natürlich nicht nur darin, daß die Freß lust der Tiere angeregt wird – was bei der Mastung übrigens schon hoch anzuschlagen ist, auch wenn man vorzügliches Futter verabreicht, es wird auch die Verdauungstätigkeit erhöht, eine gesteigerte Ausnußung der Nährstoffe erzielt und die Entleerung der Fäkalmassen geregelt. Diese Vorteile aber, deren Vorhandensein fein Landwirt zu bestreiten vermag, belieben einige | Vertreter der Wissenschaft von ihrem erhabenen StandNach Lollar. Auch uns wurde so unter der Hand mitgeteilt, daß ein derartig seltenes Rekontre zwischen zwei .. Beamten vorgekommen sei; da uns aber zuverlässiges nicht vorlag, nahmen wir für die Zeitung keine Notiz. Markt. Gießen, 25 August Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter per Pfd. 1.00-1.10 Mr, Hühnereter 2 Stüd 14-15 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.20-1 70, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänse p. Pfd per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 68-78 Bfg., Rindfleisch fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln ver 3t. Mr. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Frankfurt a. M., 17. Auguſt. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr. 16.50-16.60, kurhessischer Mt. 16.40-16.50, norddeuts6. Mr. 16.60 b. 16.65, Kansas Mt. 17.50-17.80, Roggen, hiesiger Mt. 13.45 bis 13.55, ruſſiſcher Mr. 14 20-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste, hiesige Mr. bis Pfälzer, Mt. 16.75 bis 17.50, fränkische Mt. Riedgerste Mt. 16.70 bis 17 40, ungarische Mt. 17.50-18.50. Hafer, hiesiger Mr. 14.40-14.90, furHessischer Mt. 14.30-14 80, Württemberger Mr. bis bayerischer Mt. 14.50-15.10, russischer Wt. 14.20-15.20, Mais Mixed Mt. 12.60-13.10, La Plata Mr. 12.75-13.10, weißer Mais Mt. 12.75-13.25, russischer Mr.-.-. Alles pro 100 Kilo ab hier. Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 523 Ochsen, 59 Bullen, 800 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 238 Kälber, 169 Schafe und Hämmel, 1536 Schweine. Aus Oesterreich 202 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 70-72, b) funge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mr. 67 bis 69, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mr. 64-66, d) gering genährte jeden Alters Mt.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 62-64, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 59-61, c) gering genährte Mt.-, Kübe und Färsen( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 66-68, b) volle fleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mf. 64-65, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig aut entwickelte jüngere Kühe und Färsn( Stiere und Rinder) Mr. 53-55, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 50-52, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) 50-52 fg., b) mittlere Maft- und gute Saugfälter( Schlachtge= wicht) 70-80 fg.,( Lebendgewicht) 46-48 Pfg., c) geringe Saugfälber 61-64 Bfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 70-73 Pfg., b) ältere Masthämmel 66-69 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 61-62 Pfg.,( Lebendgewicht) 48 Pfg., b; fleischige ( Schlachtgewicht) 60 Pfg.,( Lebendgewicht) 47 Bfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 52-57 Pfg., Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin! rin: far bas Bolale, ben„ Gerichts." und ,, Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Corrmann Drud und Berlag ber Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. DALL " Die selbstheizende PatentPlättmaschine DALLI", neuestes Modell,( Preis 5 Mark), ist an Einfachheit, Wirkung und Bequemlichkeit im Haushalt unerreicht. Drucksachen, humor. DalliPostkarten u. Dalli- Jugendspiele überall umsonst, evtl. direkt durch Deutsche Glühstoff- Gesellschaft Dresden. Städtisches Schlachthaus. Heute und Morgen. Schweinefleisch 40 Pf. Schändlich betrogen # feber, bem att bes von ihm gewünschten Rattenmittels Es hat geschnappt pillschweigend etwas an beres als Ersag oder ebensogat verabfolgt wird. Die Unfenntnis des Publifums wird vielfach von gewiffenlosen Dez. fäufern dazu mißbraucht, Surrogate an den Mann zu bringen, well mehr daran Derdient wird. Man verlange aus brädlich Es hat geschnappt". Wer fich Dor Enttäuschungen bewahren will, sein Gehöft, seine Stallungen, Dorratsräume Don Ratten befreien will, der fann nichts anderes wählen, als das für Haustiere und Geflügel absolut unschädliche, für Nagetiere todbringende Es hat ge schnappt". Nur echt in plombierten Padungen à 50 Pfg., 1, 3.- und 6.- mr. Wo nicht zu haben, weisen wir bereitwilligst Bezugsquellen nach. Wilh. Unhalt G. m. b. B., Kolberg. punkte aus als gar nicht maßgebend, nebensächlich oder schädlich darzustellen. Es ist uns ja schon manche Wunderlichkeit vom grünen Tisch aus vordeklamiert worden, aber das geht denn doch über das, was ein gesunder Magen vertragen kann. Daß man in Fachkreisen das Beginnen der gelehrten Herren richtig tagiert, geht schon zur Genüge daraus hervor, daß der Absat an Bauernfreude" täglich zunimmt, und wir glauben, daß Herr Th. Lauser in Regensburg, der Fabrikant der ,, Bauernfreude" seinen Gegnern für ihre Angriffe nicht böse zu sein braucht, denn wer einmal- und sei es auch nur aus Neugier- einen Versuch mit Bauernfreude" machte, wird ohne Zweifel, allen Professoren der Welt zum Troß, ständiger Konsument werden, weil er erkennt, daß„ Bauernfreude" in der Tat ein ausge= zeichnetes und durchaus billiges diätetisches Präparat ist, welches allen Anforderungen, die man gerechterweise zu stellen berechtigt ist, vollständig erfüllt. eigene lleberzeugung, die den Herren Professoren mangelt, macht den Landwirt zum Freunde der„ Bauernfreude", die Gegenagitation der Theoret fer hat auf die Entschließung der vernünftigen Praktiker nicht den geringsten Einfluß!- [ 2041] Die Städtische Pflichtfeuerwehr. Donnerstag, 27. August, abends 8 Uhr im Turmhaus am Brand Stück- Boks Gaskoks. Gegenwärtige Preise: Arbeitsvergebung. Samstag, den 29. d. 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Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Koke statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der 46, 254,- Mt. 22,40 " 1 " 30,- " 36, " 40,- " " 52,80 " " d) Herstellung von Windfangtürmen in der Kirche. Schreinerarbeit, veranschlagt zu Schlosserarbeit Anstreicherarbeit Glaserarbeit 418, Mr. 67,50 " " " " " 45,- " 1 31,50 " " " Voranschläge und Bedingungen liegen auf unterKleinverkauf unserer Gaskoks zeichneter Stelle zur Einsicht offen. von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 2ndreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer G: fofe jamt Anfuhr wie das Gaswerf und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gascots für die Abnehmer auß rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oktroirückver: gütung von 4 Pfennig für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerf Gießen. Baumaterialien Union- ement, Cementwaren Wichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt die beste! In Schachteln u. Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. und Tonplatten. Heinrich Völzing Groß- Felda. Fruchtsäcke Kartoffelsäcke empfiehlt billigst Robert Stuhl, Neustadt 23, Gießen. 0000000000: 00030000 Zur Landwirtschaftlichen Ausstellung KO zu Giessen ( 10.- 13. September I. J.) 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B.: Lola Beeth, Emilie Herzog, Rosa Poppe, Helene Odilon, Ida Hiedler, Therese Rothauser, Italie Gräfin Vasques, Clara von Küry, Charlotte Wiehe, Tilly Waldegg, Mia Werber, Bozena Bradsky, Fürstin Barjatinska, Cleo de Mérode und viele andere. Es ist unmöglich, alle die glänzenden Anerkennungen absudrucken. Es ist aber zweifellos Tatsache, daß diese hervorragenden Persönlichkeiten das beste Urteil haben müssen in einer Frage, die für sie von ausschlaggebender Bedeutung ist. Sollte diese Tatsache allein nicht genügen, um jedermann zu veranlassen, sich die großen Vorteile der Anwendung der so überaus erfolgreichen, wirksamen Aok- Methode und Aok- Seife sunutse su machen? Man sollte nicht zögern, sofort anzufangen. Wilh. Anhalt G. m. b. II., Ostseebad Kolberg. ein auf einen Augenblick", ſagte Olgas Mutter und ließ RG 198. Dienstag den 25. August 1903.