eiten. in Gießen teriums der bezw. Liefers ter. Bweigbureau are( feine Soweit der uf genann Auguft, bem verfitäts. beiten. en oberhalb Gemarkung hes Angebot ei der unterbotsbordrude fg. erhältlich. rei und mit ½ Uhr, en, woselbst it in Gegent. ßen. hrung. reins. Uhr Schmidt, geb. tzter hiesiger n, des Herrn äuser arterftr. 81. en Gartenwirt ung. Andigant Bier. er auf Beftell Wirt. rufe. jed. tschaft ing. e Speisen. 1., Wirt. 00000 piegelei Ben manichliffe Nr. 84 Nr. 172. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 25. Juli 1903 Gießener 12. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pff. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wilde Gewalten. [ Politische Wochenschau.] Die wilden Bäche, die sich von Schlesiens Bergen verheerend über Flur und Saaten ergossen und durch die Ueberrieselung mit Stuck und Geröll die Feldflächen auf lange Zeit unfruchtbar machten, haben einerseits das Dichterwort Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten" bestätigt, aber außerdem noch eine Wirkung ausgeübt, die sonst solch wilden Gewalten nicht innewohnt. Sie sind für das politische Leben in Preußen ein Impuls zur Belebung der öffentlichen Interessen geworden. Denn unmittelbar nachdem die ersten Nachrichten über die angerichteten Verheerungen bekannt geworden waren, machte die Linke den rechtsstehenden Parteien einen Vorwurf daraus, daß sie durch Ablehnung der großen wasserwirtschaftlichen Vorlage die Flußregulierungen unmöglich gemacht haben, die Organe der Rechten aber zeigten mit dem Finger auf die Regierung, weil sie dringliche Interessen des Wasserschutzes mit den langfristigen Verkehrsangelegenheiten organisch verbunden habe. Aus diesen Auslassungen geht hervor, daß eine etwaige Neuauflage der alten Vorlage genau denselben Widerstand finden würde, wie im abgelaufenen Geschgebangsabschnitt: Die Forderung einer organischen Scheidung der Flußregulierungs- und der Verkehrsfragen, vie sie die Fechtsstehenden Parteien geltend gemacht haben, wird bei der fünftigen Beratung ein ganz anderes Gewicht haben und auch von den anderen Parteien teht unterstützt werden als seither. Inzwischen aber benutzen die Nationalpolen im Koseler Kreise und die Sozialdemokraten des oberschlesischen Induſtriebezirkes die geschaffene Lage, um gegen die Regierung die Werbetrommel zu rühren; die Ausnutzung dieser Unglücksfälle zu einer politischen Agitation wird noch gefördert durch die aufcheinetid ettvas gar zu kühl abwägende langsame Lätigkeit der Regierung in einem Falle, der schnelles Handeln erheischt. Was den letzteren Punkt anlangt, sind sich alle Parteien einig. Im übrigen aber danern die Wahlbetrachtungen noch in ungesch: vächter Lebhaftigkeit fort. Unter dem Schein, Sammlungsrufe zur Befestigung der einheitlichen Weltanschauungen zu sein, haben sie keine andere Wirkung, als die wachsende Verfeindung. Denn sowohl bei den Liberalen, wie bei den Konservativen lausen die Auseinandersetzungen. auf gegenseitige Vorwürfe hinaus. Im allgemeinen zeigen die verschiedenen liberalen Gruppen noch mehr die Neigung, die Gegensätze auszugleichen, als die Konservativen, wenn sie aber nicht dazu gelangen können, eine Grundlage für ein Zusammengehen zu schaffen, so erweisen sich hier wie dort, bei der Verfeindung der Liberalen untereinander, wie bei dem Gegensatz zwischen Konservativen und dem Bunde der Landwirte, die wirtschaftlichen Interessen als die wilden Gewalten, die das Frühlingsbeet der politischen Hoffnungen mit tosender Raserei verwüsten und zerstören. Schuld daran sind nicht allein die nachklingenden Interessen, die durch die Beratung der Zolltarifreformi wachgerufen worden sind, sondern wir haben hier die naturnotwendige Wirfung des Strebens nach der Entfaltung der inneren eine Reihe von internationalen Kräfte, Indes sind auch nationalen Fragen in beständigem Fluße, aber doch nur deshalb, weil die zusammengehörigen Volfselemente sich zu einer festen Formation zusammenschließen wollen und werden Sprache und gemeinsame Stulturanschauungen wachsen sich mehr und mehr zum staatenerhaltenden und staatenbiidenden Faktor aus. Steht man auf diesem Standpunkte, dann wird man unbedingt das von Sofia aus verbreitete Urteil eines bulgarischen Staatsmannes unterschreiben, der die Unruhen in Mazedonien nur als die Staffel zu einer großen all gemeinen Volkserhebung ansicht. Denn möge auch die Türkei die ehrlichste Absicht zur Durchführung von Reformen haben, so ergeben sich doch zwischen den Mazedoniern und Bulgaren einerseits und den Türken andererseits, aus Religion, Sitten, Sprache und Abstammung so tief greifende und unversöhnliche Verschiedenheiten, daß die wilden Gewalten politischer und nationalistischer Ausbrüche einmal über den ganzen Balkan sich ergießen müssen, mag dies Ereignis auch durch Regelung der politischen Vorflut verhältnisse, durch künstliche Dämme und Deiche, wie sie die Diplomaten an der Donau und der Newa errichten, eine zeitlang noch hinausgeschoben werden, Ebenso unaufhaltsam bereitet sich der Sturm wilder Gewalten gegen die habsburgische Monarchie in Ungarn vor. Durch eine kaltblütige und rücksichtslose Verfolgung seiner Interessen hat sich das Magyarentum in jenem Teile der habsburgischen Monarchie zur nationalen Vormacht entwickelt. Das germanische, das slavische und das romanische Volkstum wurde ſyſtematiſch unterdrückt und stolz schwingt das Magyarentum auf den Zinnen seiner Burgen die Fahne. Wenn man heute die politischen Romane eines Maurus Jokat liest, der vor einem Menschenalter in seinem„ Wandert aus" die Rücksichtslosig feit als das Siegeszeichen des Magyarentums empfahl, dann vermag man zu erkennen, daß das Magyarentum mit einer anerkennenswerten physischen Zähigkeit und logiſchen Konsequenz nicht nur auf eine Schaffung eines Nationalstaates, sondern auch einer nationalen Monarchie hinstrebt. Die Politiker haben die von den nationalen Parteien vorgezeichneten Wege beschritten und sind näher am Biele, als man glaubt. Bereits wollen sie die Armee durch Beseitigung der deutschen Dienstsprache zu einer Volkswaffe machen. Die augenblicklichen politischen Schwierigkeiten versteht man erst richtig, wenn man sie als die schärfere Akzentuierung des Kampfes zwischen dent nationalen Magyarentum und dem deutschen Königshause ansieht. Die Obstruktion hat den Zweck, die Regierung dem Willen des Volkes unbedingt zu unterwerfen, auf daß diese das beste Fundament des Königshauses, das Heer, völlig nagyarisiere. Ist dieses Ziel erreicht, dann ist es nicht mehr weit bis zur Schaffung eines magharischen Königstums, ob nun in Anlehnung oder im Gegensatz zum Hause Habsburg. Man hört bereits dumpf in der Ferne das donnernde Grollen der Elemente und sieht wie die Wahlen der nationalen Bewegung zuammenlaufen. Wilde Gewalten! Vermischtes. [ Die Bohlenhäuser in Rominten.] In der Nähe des kaiserlichen Jagdschlosses Rominten errichten Königsberger Bioniere zur Beit mehrere Bohlenhäuser nach dem Muster Sparen bilft MAGGI's der erfien dort von einem norwegischen Baumeister aufge= führten. Für die Pioniere ist der Bau solcher Häuser eine erwünschte Vorübung für Kriegszeiten, wo man derartige Bauten mannigfach zu verwenden Gelegenheit hat. Die Behlenhäuser sind durch Aneinanderreihen von Baumstämmen hergestellt, die ihre runde Gestalt beibehalten, so daß selbst im Innern der Häuser keine glatte Wandfläche zu finden ist. Es sind fecke Giebelbauten; jeder der zahlreichen Giebel eines Hauses läuft in einen Drachenkopf aus. Der Bauſtil des kaiserlichen Jagdschlosses ist derselbe, nur daß dort mehr Vornehmheit vorwaltet. Die Vier- und Achifamilienhäuser der Arbeiter sind in dunkelbrauner Naturfarbe gehalten, das Jagdschloß und das Haus des Oberförsters sind mit einem rotbraunen Lackanstrich überzogen. Im Jagdschloß gibt's gleichfalls feine glatten Wände; der Baumstamm ist in seiner Rundung belassen und auch das Mobiliar dem angepakt. A[ Eine moderne Riesenbrücke] wird in der Krim gebaut. Tie russische Regierung hat eben die Pläne dazu genehmigt. Sie wird die Krim mit dem Kaukasus verbinden und die Meerenge von Raffa oder Yenikale in einer Länge von 2209 Meter überspannen. Ueber sie hinweg führt dann der fürzeste weg zwischen Rußland und Persien. Die Kosten sind auf 7 Millionen Rubel veranschlagt. Das Beste aus den Wißblättern. Diagnose. Arzt ( beim Anblick einer spindeldürren Dame):„ Die kann doch unmöglich nur zweihundertdreizehn Knochen haben!" Verschnappt. Kassier:„ Du bist also damit einverstanden, Geliebte, daß ich mit dir fliehe und aus dem Geldschrank deines Papas 50 000 Marf mitnehme?" Fräulein: Gewiß, Rudolf meine Eltern auch!" Der Sünden bo cf. Sonntagsjäger( mit einem ,, selbsterlegten" Hasen heimkehrend):„ Aennchen, wenn er etwa nicht mehr ganz frisch sein sollte, ich bin mit der Sefundärbahn gefahren." - Der schmeichelnde Photograph. Frau ( zeigt ihrem Manne ihre neue Photographie): Wie gefällt dir das Bild?"— Mann:„ O, sehr gut! So' ne Frau wünschte ich mir." Grund. Da me:„ Sie könnten Ihre Kunden etwas höflicher behandeln."-Kaufmann:„ Ja, das Sie mir wieder alles zurückbringen." ( Megg. H. Bl.) 3erstreut. Richter: Also deshalb griffen Sie zum Messer, weil Ihnen der Zeuge seinen Teller mit Hühnersuppe in's Gesicht geschleudert hatte? Essen Sie nicht gerne Hühnersuppe?" Entweder oder. Hausherr: ,,... O, mit den Häusern hat man soviel Unannehmlichkeiten und Verdruß! Ich rate Ihnen, Herr Schnipperl, kaufen Sie sich mur nie ein Haus oder kaufen S' mir mein's ab!" – Sicheres Kennzeichen. A.„ Haben Sie denn nicht bemerkt, daß Sie einen fremden Rock nahmen, statt den Ihren?" B. Nein. Gepaßt hat er mir, Geld war auch feines darin, da hielt ich ihn für meinen Rock!" Der Polyp. 1. Backfisch:„ Du, ich hab' seit einigen Tagen so Schmerzen in der Nase. Ich glaube, ich habe einen Olymp d'rin!" 2. Backfisch:„ Eine Police willst du sagen!" altbewährte S Suppen- und SpeisenWÜRZE, denn sie giebt den einfachsten Wassersuppen, schwacher Bouillon, allen Saucen Fleischspeisen Gemüsen 2c. sofort kräftigen Wohlgeschmack. Sehr ausgiebig! Nicht überwürzen! Th. Brück, Möbelfabrik m. Motorbetrieb, Gießen. Ecke Schloßgaffe- Kanzleiberg- Brandplatz. Franko- Lieferung nach jeder Bahn- Station Besichtigung der jeder großStädtischen Konkurrenz die Größtes Spitze bietenden Austell Möbellager ungs- Räume ohne Verbind= lichkeit erbeten. Ehrendste freiwillige Anerkennungsschreiben. Zehn Schaufenster 1200 mtr. komfortable Magazin- Räume außer den Maschinen- u. Fabriklokalen. Stetes Lager von ca. 100 Sa= Möbellagers, Spriſe-, Schlaf- und feinste und einfachste Möbel jeden Styles Herren- Zimmern Kücheneinrichtungen jeder Preislage 25 komplett( mit allen Innen= dekorationen, Lüfter, Kunst= verglasungen ete. versehene) eingerichtete Muster- Zimmer. Geschäftsgründung 1858, Telephon 373. 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Der Papst dachte einen Augenblick nach und sagte dann:„ Unsinn! 8 Tage sind ausreichend, laß mich dir zeigen, wie du es zu machen hast." Mit einem Augenzwinkern, das die Umgebung Leos XIII. genau zu deuten wußte, gab er dem Prälaten Befehl, sich während der nächsten Tage nicht über die Schwelle des Bibliothekzimmers hinauszubegeben und während der Nacht auf einem Sopha im Vorzimmer der Ruhe zu pflegen. Die Arbeit wurde in sechs Tagen verrichtet.... [ Ein gefährlicher Verehrer.] Ein hauptstädtisches Blatt veröffentlicht einen Aufsatz über Uhland, in dem folgendes nicht bekannte humoristische Erlebnis aus dem Leben des berühmten schwäbischen Sängers mitgeteilt wird. Bei einer Naturforscherversammlung in Tübingen, der auch Uhland an= wohnte, schlug einer der Gäste einen Toast auf Ludwig Uhland vor. Auf Uhlands ablehnende Entgegnung: das Fest gelte den Naturforschern, nicht den Dichtern, rief ein anderer Fremder( der Uhland nicht kannte), entrüstet aus:„ Werft den Kerl zur Tür hinaus!" Uhland lachte, daß ihm die Tränen in die Augen traten. *[ Die arme Millionärsfran.] Herr William Kissam Vanderbilt hat sich, nachdem er sich von seiner ersten Gattin hat scheiden lassen, zum zweiten Male verheiratet, und seine neue Frau ist mit der Art, wie sein Budget geregelt ist, nicht zufrieden. Herr Vanderbilt besitzt 200 Millionen Mark, d. H. S Millionen Mark Jahreseinkommen. Davon sind 400 000 Mark zur Erhaltung seines Hauses in Newyork und seines Landhauses angewiesen; 1 200 000 Mark verschlingt seine Macht, 400 000 Mark sein Stall, 1 600 000 Mark erhält die Herzogin von Marlborough( Vanderbilts Tochter), 800 000 Mark der älteste Sohn des Millionärs, 200 000 Mark der jüngste, 1 Million die geschiedene Frau u. s. w. Nach allen Abzügen bleiben für den Millionär selbst und seine Gattin nur" 600 000 Mark pro Jahr übrig. Die zweite Frau Vanderbilt will das alles gründlich ändern, denn es lohnt sich ja gar nicht, einen Millionär geheiratet zu haben, wenn man nur so wenig Geld zur Verfügung hat! [ Der abgekühlte Heiratskandidat. Ein amerikaniſches Blatt erzählt folgende tragikomische Episode, die einem jungen hübschen Prediger der Methodistenkirche begegnete und wegen der er dem Heiraten für immer entsagte. Einmal befand ich mich so erzählt der Reverend selbst seine Leidensgeschichte im Süden bei guten Freunden, die mich mit einem jungen Mädchen verheiraten wollten, das in mancher Hin sicht meinem Ideal entsprach. Eines Abends hörte ich in diesem Hause zufällig ein Gespräch zwischen der jungen Maid und einer ihrer Freundinnen:„ Hat er dich wenigstens schon umarmt und gefüßt?" fragte die Freundin. „ Nein." erwiderte mein Ideal, aber wenn er es nicht bald tut, fange ich an und küsse ihn öffentlich ab, dann muß er mich ja heiraten." Eine solche Antwort, liebe Gemeinde, in dem Munde eines jungen Mädchens, das ich Tor als Frau heimführen wollte! Ich wollte meinen Ohren nicht trauen und verließ am nächsten Morgen meine Freunde; nie mehr habe ich das gräßliche kleine Ungeheuer wiedergesehen, das sich geschworen hatte, meine Ehre anzutasten.." * Ordnung muß sein. Ein Londoner Blatt tischt seinen Lesern folgenden netten militärbureaukratischen Ulf als tatsächlich vorgekommen auf. In einem der vielen Scharmützel des südafrikanischen Krieges war ein Soldat verschwunden und auf Grund der Aussagen seiner Kameraden als gefallen angenommen. So stand es auch in den Verlustlisten, und der Korporalschaftsführer trug hinter den Namen des Betreffenden in sein Buch:„ tot". Aber da erschien der Totgeglaubte, freilich schwer krank, wieder auf der Bildfläche. Der Sergeant strich das„ tot" aus und schrieb dafür„ irrtümlich tot". Ein paar Wochen später starb der Mann dann aber im Razarett. Der Regimentskommandeur teilte das dem Sergeanten selber mit. Dieser nahm sein Buch, strich das„ irrtümlich tot" wieder aus und schrieb hin:" In Folge Regimentsbefehls wieder tot." [ Der stärkste Esser der Welt! soll nach dem Bericht des Newyorker Korrespondenten eines Londoner Blattes der 63 jährige Arzt Dr. H. L. Bonner in Marion sein. Dr. Bonner ist dafür bekannt, daß er 25 Pfund Weintrauben an cineni Nachmittag zwischen den Mahlzeiten ist, und er macht sich gar nichts daraus, ein ganzes Bündel Bananen zu verspeisen oder mit zwei Dutzend Körben voll Erdbeeren aufzuräumen; auch ein Korb Pfirsiche bedeutet für ihn nicht mehr als für einen gewöhnlichen Menschen ein paar Kirschen. Wenn der Doktor auswärts zu mittag ißt, so zeigt seine Rechming gewöhnlich folgende Posten: Ein fünfpfündiges Steak, in Zwiebeln geschmort. Vier Dußend hartgekochte Eier. Achtzehn gekochte Kartoffeln. Eine Vierteldose Tomaten. Zwei oder drei Fruchtpasteten. Sechs bis neun große Gläser Milch. Wenn Dr. Bonner nachts von langen Krankenfahrten zurückkehrt, nimmt er noch vor dem Schlafengehen „ einige leichte Erfrischungen" ein in Gestalt eines vierpfündigen Steaks, 56 harter Eier, drei und einer halben Kürbispastete und eines Liters Milch; trotzdem hat der würdige Arzt, wie er sagt, niemals Alpdrücken gehabt. Dr. Bonner ist wohlproportioniert und wiegt 217 Pfund. Diebes Höhenkunst. Auch die Zunft der Diebe scheint den Zug nach der„ Höhe", dem die Modernen angeblich folgen, mitmachen zu wollen. Russische Diebe verstiegen sich zu der hohen Leistung, vom Glockenturm eines Nonnenklosters in Tomsk drei Glocken zu stehlen. Fehlt nur noch, daß sie sich an die Turmkreuze heranmachen, dann hätten sie wohl den Gipfel ihrer Kunst erreicht. [ Abgewinft.] Ein hübsches Reiseerlebnis des österreichischen Erzherzogs Josef auf seiner Inspizierungsreise nach Wegen Aufgabe des Geschäftes mache besonders bei großes Lager in P Vazias in Ungarn erzählt der Budapester triap. In Czegled, wo während eines kurzen Aufenthaltes der Erzherzog mit seinem Adjutanten auf dem Perron auf- und abging, näherte sich ihm ein Bauer, zog seinen Hut und sprach den Erzherzog also an: Also, fönigliche Hoheit, wie wird das enden, daß dieser Barabas Bela( der Führer der Obstruktionisten. D. Red.) dem Kossuth Ferencz nicht folgen will?" Der Erzherzog lächelte und fragte den Mann:„ Nicht wahr, es ist heute sehr heiß?"!„ Na, das will ich meinen," antwortete der brave Landmann aus Czegled. Der Erzherzog salutierte lächelnd und ging weiter. Politisieren wollte der Gevatter," erzählte später der Erzherzog seinem Adjutanten,„ aber ich bin darauf nicht eingegangen." [ Eine mißlungene Heiratslotteric. Für den„ Unter nehmungsgeist" eines Teils der englischen Presse ist ein Trick charakteristisch, den sich der Eigentümer des Londoner Wochenblattes Pearsons Weekly" geleistet hat. Seit einigen Monaten sind die meisten englischen Wochenschriften eifrig dabei, durch Veranstaltung von mit hohen Preisen bedachten Rätselausschreiben und ähnlichem Leser heranzuziehen. Nun verfiel der Besitzer von„ Pearsons Weekly" auf eine eigenartige Idee. Er versprach den schönen Leserinnen seines Blattes feinen materiellen Gewinn, aber einen Mann, der unter den Abonnentinnen ausgelost werden sollte. Und zwar verriet er von diesem lebenden Kleinod nur die An fangsbuchstaben des Namens: P. W., eine Chiffre, deren sich auch sein beliebtester Feuilletonist zu bedienen pflegt,-de: zur Zeit auf einer längeren Reise durch Amerika weilte und von dort Reisebriefe mit der Unterschrift P. W. schrieb Scharenweise meldeten sich neue Abonnentinnen, die den sympathischen Plauderer heiraten wollten, doch ist dieser be reits verheiratet, und hat jetzt auf Drängen seiner geängstig ten Gattin eine richterliche Entscheidung herbeigeführt, durd die Mr. Pearson gezwungen wird, zu erklären, daß unte: dem Pseudonym P. W. nicht der wohlbekannte Schriftsteller zu verstehen sei. Ob den holden Leserinnen am Ende doc noch ein unverheirateter P. W. beschert wird? Vei der Zahlungsfähigkeit des Verlags dürften sich wohl geldbedürf tige Jünglinge dazu bereit finden. Der gesündeste Ort der Welt scheint das Dorf Stan wick in der Grafschaft Northamptonshire in England zu sein. Volle acht Monate, von Mitte Oktober 1902 bis Mitte Juni dieses Jahres hatte das Dorf, das 800 Einwohner zählt, nicht einen einzigen Todesfall zu verzeichnen, und das ist um so bedeutsamer, als es noch eine große Anzahl alter cute beherbergt. Unter" alt" versteht man in Stanwid nicht etwa das biblische Alter von 70 Jahren, diese Leute. werden dort faſt als Jünglinge betrachtet, namentlich von den Senioren, die 92, 91, 90, 85 bis 81 Jahre alt sind. Dreizehn Einwohner des Dorfes zählen zusammen 1086 Jahre, und selbst die ältesten unter ihnen sind noch in voller Rüftigkeit und gehen teilweise noch ihrer vollen Beschäfti gung nach. bedeutend herabgesezten Preisen Tischmessern und Gabeln, feineren und gewöhnlichen Caschenmessern und Scheeren Schlacht und Hackmessern, sowie Metgerstähle aufmerksam. Der Ausverkauf dauert nur noch bis 1. August. 00000000000000 Grosser Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober berlege ich mein Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Metzgermeister Kreuder. Bis dahin verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu bedeutend herabgesetzten Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. Gießen. Marktplay. 899969008069996 60000000 Gasheizöfen. Hausfrauen kochet mit Gas!!! 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