Nr. 172. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitags. Samstag, den 25. Juli 1903 Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pff sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Konklaviften. Rom, 24. Juli. Kardinal Mocenni hat in einer Versammlung der Kardinäle den Finger auf eine Wunde gelegt, die dem Konklave jeit altersher arge Schmerzen schafft: die Frage der Konklabisten. Unter dieser Bezeichnung versteht man nicht etwa die Kardinäle, aus denen sich das Konklave zusammensetzt, sondern ihre Sekretäre, die ihnen zur Hand gehen. Kardinal Mocenni wollte sie überhaupt ausgeschlossen wissen, und sagte( er ist als sehr. ökonomisch und ebenso derb befannt): Es sind 120 Mäuler weniger, die wir zu füttern haben. Jeder Kardinal hat nämlich das Recht, zwei Sefretäre mitzubringen. Mocennis Vorschlag wurde allerdings aus kanonischen Gründen abgewiesen, aber man einigte sich schließlich dafür, das Uebel zu halbieren: Jeder Kardinal soll in das diesmalige Konflave außer seinem Kammerdiener nur einen Sekretär mitbringen. Nun täte man Monjignore Mocenni bitteres Unrecht, wenn man annähme, daß nur die ökonomische Rücksicht ihn dazu bewogen hätte, die Konklavisten für ein Uebel zu halten. Er hat dazu seinen guten Anlaß. Die Konklavisten, die durch feinen Eid gebunden sind, wie die Kardinäle, können leicht Wahlagitation treiben und die Geschichte der verschiedenen Konflave lehrt, daß sie ihre bevorzugte Stellung schon oftmals in dieser Richtung mißbraucht haben. Im Jahre 1559, so erzählt die Chronik, machte sich der eine Konklavist des spanischen Kardinal Della Queva bald an den einen, bald an den anderen der Teilnehmer am Konklave heran und bat, seinem Herrn doch im ersten, sicher doch zu nichts führenden Wahlgang die Stimme zu geben. har alle der Belt freifen, enfer Youne vier bis fünf Stimmen brächte als Beweis der Sympathie, deren er sich unter seinen Kollegen erfreue. Da nun Kardinal Della Queva in Wahrheit ein würdiger und wegen jeines freundlichen Wesens allgemein geschätzter Kirchenfürst war, so sagten die um diese Gefälligkeit Angegangenen nicht nein, indem jeder dachte, daß er bei diesem unschuldigen Vergnügen höchstens zwei bis drei Mitwirkende haben würde. Wie erstaunte man aber, als hintereinander 17 Stimmen für Della Queva gezählt wurden. Die dupierten Kardinäle enthüllten die Intrigue. Man inhibierte schnell die Verlesung der weiteren Stimmzettel, der Wahlgang wurde für ungiltig erklärt und der Rest der Stimmzettel zerrissen. Unter ihnen befanden sich noch 16 für Della Queva, so daß dieser, wenn das Spiel nicht zur Zeit aufgedeckt worden wäre, sicher zum Papst erwählt worden wäre. Der Chronist bemerkt dazu ausdrücklich, daß Della Queva selbst von dent unwürdigen Trick seines Sekretärs keine Ahnung hatte und sich ungemein über die hohe Wertschätzung freute, in der er bei dem heiligen Kollegium ſtände. Der Sekretär verfolgte natürlich mit der Betreibung der Wahl seines Herrn selbstsüchtige Absichten. Er glaubte, wenn dieser erst zur hohen Würde gelangt sei, selbst Einfluß und Macht zu gevinnen. Ein anderes Beispiel, wie Konklavisten störend in die Wahl eingegriffen haben, ist im Bericht über das Konlave enthalten, aus dem Pius VIII. hervorging. Damals jollen mehrere Konklavisten erfolgreich gegen die Wahl des Kardinals di Gregorio agitiert haben, weil dieser sich weigerte, ein Memorial zu unterschreiben, das ihnen gewisse Privilegien sichern sollte. Sie wußten di Gregorio, dessen Sieg schon als sicher galt, bei den Kardinälen derart anzuschwärzen, daß diese ihre Stimmen seinem Gegner gaben. Die Trauerfeierlichkeiten in Rom nehmen inzwischen ihren Fortgang. In der Safra mentskapelle fand eine weitere feierliche Messe statt, und an der aufgebahrten irdischen Hülle des Papstes bewegte sich ununterbrochen, trotz der furchtbaren Hiße, der lange Zug der Gläubigen vorbei. Auch in der königlichen Kirche del Su Dario wurde vom Hofalmosenier Monsignore Niti eine Trauer messe abgehalten. Ein unerfreulicher Zwischenfall ereignete sich bei einer Trauerfeier in Santiago de Chile, der das diplomatische Korps beiwohnte. Während der Rede, die dabei gehalten wurde, verließ der italienische Gesandte wegen einiger darin Jeäußerter Bemerkungen die Kirche. Die Politik. Einheitliche Verwaltung der Kommunalsparkassen. Bei einem Teile der preußischen Sparkassen wird der Reservefonds nicht getrennt von den Einlegerfonds verwaltet, sondern ist in diesem enthalten, so daß die aus seinen Beständen aufkommenden Zinsen nicht ihm zu Gute kommen, sondern dem allgemeinen Sparkassenfonds zufließen. Bei der Mehrzahl der Sparkassen wird dagegen der Reerbefonds getrennt verwaltet und besonders Buch und Rechnung über ihn geführt. Der preußische Minister des Innern hat nun in einem Schreiben an den Vorstand des deutschen Sparkassenverbandes erklärt, er wünsche, daß die Verwaltung der kommunalen Sparkassen in der ganzen Monarchie nach einheitlichen Grundsätzen erfolgt, und hat deshalb den Vorstand ersucht, sich, gegebenenfalls nach Anjörung der provinziellen Sparkassenverbände, näher darüber zu äußern, welche Art der Verwaltung des Reservefonds der tommunalen Sparkassen vorzuziehen sei Neuuniformierung der Staatsförster. Durch königliche Verordnung ist bestimmt worden, daß die preußischen kgl. Hilfsförster fortan die für die königlichen Förster vorgeschriebenen Achselstücke zu tragen haben, während die königlichen Förster in den Achselstücken noch eine Eichel in Naturfarbe erhalten. Dagegen behalten die föniglichen Förster, welche den Titel Hegemeiſter führen, den goldenen Stern in den Achselstücken bei. Die Bandenkämpfe in Mazedonien nehmen kein Ende. Neulich fand bei Capari in der Nähe oon Monastir ein erbitterter Kampf zwischen türkischen Truppen und einer bulgarischen Bande statt, bei dem die Bulgaren geschlagen wurden. Bei den Gefallenen fand man eine Menge Dynamitbomben und eine Menge revolutionärer Schriften. Eine andere Bande von etwa 150 Mann flüchtete sich nach einem Zusammenstoß mit türkischen Truppen auf den Amatova- See in der Nähe von Saloniki. Nachdem die türkischen Behörden vergebens alle Mittel versucht hatten, sich mit der Bande wegen Niederlegung der Wassen zu verständigen, gaben sie Befehl, auf die Bulgaren zu schießen. Die ganze Bande wurde vernichtet; bisher fand man nicht weniger als 124 Leichen, die auf dem See trieben. Ein Franc für eine Tedesdrohung. A Eine seltsame Gerichtsverhandlung hat sich dieser Tage vor dem Kriegsgericht in Chalons- sur- Marne abgespielt. Der war angerugt, eneral Pere you enten erregiment im Kriegsministerium General Briefe mit dem Tode bedroht zu haben, weil Percin ingeblich sein Avancement verhindert habe. Der Angeklagte der während der langen Untersuchung und während des Ver börs troß zahlreicher belastender Momente und trotz des Gutachtens der Schreibsachverständigen die Tat geleugnet hatte, legte plötzlich am Schluß der Verhandlung ein Geständnis ab, indem er hinzufügte, daß er die Tat bereue, die er nur in einem Anfall von Geistesstörung begangen haben könne. Das Kriegsgericht, auf welches diese Erklärung großen Eindruck ausübte, billigte dem Angeklagten mildernde Umstände zu und verurteilte ihn zu einem Franc Geldbuße. So seltsam wie die Straftat, so seltsam ist das Urteil. Entweder der Major war geistesgestört, ale er den Drohbrief schrieb, dann durfte er nicht bestraft werden. Oder er war bei gesundem Verstand soweit ein Mensch, der solche Briefe schreibt, überhaupt einen gesunden Berstand hat, dann bedeutet die Strafe von einem ganzen Franc eine Lächerlichkeit. Für die Disziplin in der französischen Armee kann eine solche Rechtsprechung gerade nicht förderlich sein. Eine Katastrophe in Bulgarien in Sicht? Fürst Ferdinand von Bulgarien hat am Donnerstag Abend Bulgarien verlassen und ist über Belgrad zunächst nach Wien gefahren. In Belgrad wird diese Reise des Fürsten mit der Feindseligkeit der bulgarischen Bevölkerung gegen Ferdinand in Verbindung gebracht, ein Belgrader Blatt meldete sogar ohne Umschweife, die Reise des Fürsten sei nichts als eine Flucht vor einer Militärverschwörung, der man auf die Spur gekommen sei, wahrscheinlich werde er nicht mehr nach Bulgarien zurückkehren. Fürst Ferdinand selbst läßt durch ein Wiener offiziöses Organ erklären, diese Nachricht sei unwahr und tendenziös, am 26. Juli sei der Todestag seines Vaters, und an diesem Tage nehme er regelmäßig in Koburg an einer Gedächtnisfeier für diesen teil. Immerhin muß es auffallen, daß der Fürst in einem Augenblicke Bulgarien verläßt, wo die innere Lage sich doch aufs äußerste zugespitzt hat und auch die äußere Lage noch höchst kritisch ist. In einem solchen Moment pflegen Monirchen um einer Familienfeier willen ihr Land nicht zu verlassen. Fast hat man den Eindruck, als wäre es dem Fürsten nicht unlieb, wenn er in seiner Abwesenheit entthront würde. Denn persönlich der Gefahr einer Revolution ausgesetzt zu sein, ist nach dem bösen Beispiel, das die Serben ihren Nachbarvölkern gegeben haben, auch für einen mutigen Mann kein besonders verlockender Gedanke. Neue Arbeiterkrawalle in Rußland. Im heiligen Rußland macht trotz der Knute und Sibiriens, oder vielleicht eben gerade deswegen die Arbeiterbewegung starte Fortschritte. Kaum sind die letzten Arbeiterunruhen in Baku und Batum mit Hilfe der Kosakenknuten und Säbel unterdrückt, da kommt aus demselben Bezirk die Meldung von neuen Krawallen. In Bibi- Eibat traten nach einer amtlichen Meldung am 14. Juli die Ar beiter der Werke der Mantascher- und Baku- Gesellschaft in einen A us stand, der sich bald auf alle übrigen Werke aus breitete. Am 17. Juli begann der Ausstand der Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten. Infolge dessen mußte der Verfehr der Güterzüge eingestellt werden. Gegenwärtig haben in Baku und Balachany alle Industriewerke, die Straßenbahnen, die Druckereien, die Privatgesellschaften und Handwerksstätten die Arbeit eingestellt. Es fanden mehrfach Straßenunruhen statt, und in zwei Fällen mußte zur WiederHerstellung der Ordnung Militär herbeigezogen werden. Bafu hat", so versichert die amtliche Meldung zum Schluß,„ eine starke Garnison." Mit anderen Worten: Lieb Vaterland, magst ruhig sein: Mit den Arbeitern wird Knute und Säbel in Kosakensäusten schon fertig werden. Einstweilen gewiß, aber wie lange noch? Kurze politische Nachrichten. Die Nachricht, beim Oberpräsidium in Breslau sei ein Telegramm des Kaisers eingegangen, in welchem über den Umfang des Hochwassers zuverlässiger Bericht eingefordert und schnelle und ausreichende Abhilfe zugesichert wird, wird als unzutreffend bezeichnet. Mit dem 15. Juni ist in Samoa die Reich s markRechnung zur ausschließlichen Einführung gelangt; englische und amerikanische Silbermünzen werden von den öffentlichen Kassen des Schutzgebietes nicht mehr in Zah Jung genommen. Der 3 ar hat dem aus Petersburg abberufenen Marineattachee der deutschen Botschaft, Kapitän Freiherrn 0. Schimmelmann sein Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift in kostbarem Rahmen geschenkt. Die britische Presse fährt fort, von unausgesetzten Rüstungen Rußlands in Ostasien zu berichten. In Port Arthur und an anderen Punkten habe eine unaufhörliche Steigerung der Zusammenziehung russischer Truppen stattgefunden. Viele seien dem Vorgeben nach Einwanderer, in Wirklichkeit aber Soldaten. Es bestehe nicht das geringste Anzeichen dafür, daß Rußland beabsichtige, jeine Politik aufzugeben oder zu mäßigen. Natürlich wird neza do furcht tuv., Bukle Aufständischen unter General Rolando in Ciudad Bolivar nach einem Kampfe, der 52 Stunden dauerte, gefangen genommen worden sind. Hof und Gesellschaft. *** Von der Nordlandsfahrt des Kaisers wird berichtet, daß der Monarch von Digermulen aus, wo die„ Hohen zollern" noch vor Anker liegen bleibt, einen Ausflug in die Berge unternahm. Der englische Lord Churchill, der in der Nähe dem Angelsport obliegt, übersandte dem Kaiser zwei prächtige Lachse. ** * Zum bevorstehenden 50 jährigen Regierungsjubiläum des Herzogs Ernst von Sachsen- Altenburg wird sich eine Abordnung seines russischen Infanterieregiments Bialostok nach Altenburg begeben. Nab und fern. Neue Opfer der Tollwnt. Eine ganze Reihe von Personen hat sich aus dem westpreußischen Orte Alt Kischau nach Berlin begeben, um sich im dortigen Tollwutinstitut der Pasteurschen Impfung zu unterziehen. Der Rittergutsbesizer Neumann in Czernikau bei Alt- Rischau hatte sich aus Hanau einen Seidenspitz schicken lassen. Dieser wurde bei seiner Ankunft in Alt- Kischau von dem Postverwalter Stechert, wie es der Tierschutzverein empfiehlt, getränkt, mit Milch und Semmel gefüttert und, damit er sich erholte, aus dem Käfig befreit, so daß er im Zimmer herumlaufen konnte. Der Hund biß nun den Postassistenten Gabriel, ebenso den Postberwalter Stechert, dessen Gattin, Mutter, seine drei Kinder, ferner die Frau und ein 4 jähriges Kind des Mühlenwerkführers Kröhling. Da das Tier aber so klein war, legte man wenig Gewicht darauf. Herr Neumann ließ den Hund bald nach seinem Rittergut abholen. Dort biß der Hund Frau Rittergutsbesitzer Neumann und ihre drei Kinder, worauf perr Neumann ihn erschoß und den Kreistierarzt herbeiholte. Dieser stellte dringende Tollwutverdächtigkeit fest. Der Hoteldieb Manolescu ergriffen. Aus Innsbruck kommt die Meldung, daß der gefährliche internationale Hochstapler und Hoteldieb Manolescu in einem dortigen Hotel endlich gefaßt worden ist. Manolescu war, wie erinnerlich, aus der Frrenanstalt Herzberge bei Berlin mit großer Verwegenheit ausgebrochen. × Die todbringenden Schuhnägel. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Bruckhausen. Ein an einem elektrischen Strane beschäftigter Arbeiter kam mit einem genagelten Schuh der Leitung zu nahe, wobei er vom Strome erfaßt und sofort getötet wurde. Gin abgefeimter Gattenmörder. Bei Rogowo fand der Lehrer Neske durch einen Zufall die Frau des Müller Schadats in einer Scheune erhängt vor und konnte sie noch rechtzeitig genug abschneiden, um sie wieder ins Leben zurückzurufen. Wie die Frau erzählte, hatte sie ihr Mann, der mit einer Wirtschafterin eine Liebschaft hatte, erhängt, um sie aus dem Wege zu räumen und den Schein eines Selbstmordes zu erwecken. Der abgefeimte Gattenmörder vurde verhaftet. aber sonst nichts zu sagen? Gar nichts?" Bis jetzt habe ich erst hre Verzeihung, haben Sie mir Sie find mir aber eine Antwort schuldig, Margherita. for i heritehe Sie Data machte eine Bewegung, die totale Silflosigkeit ausbrücken sollte. borstrecken würde. fennen, der gegen Nur dart Du wirst Grundpfand diese Summe wohl irgend jemand Ja, doch nicht, überfiedeln." Last gefallen sind, Bei uns mir überlegt, daß wir Ihnen nun doch lange genug zur um in und deshalb will ich nach der Stadt in Mingrelien ist das die größte weite Ferne zu ziehen. Ich habe Derindur! den des Freundes schiebend. an dessen Wiege holle und die Grazien gestanden, fann es Reime in gut flingendes Gold umzusetzen, wirklich gelöſt?" " So ziemlich", erwiderte der Dichter, feinen Arm unter Sieh, einem Kerl wie mir, Hast du etwa dein Problem, schlecht klingende R 18." H [ Aus einer Kameruner Knabenschule] teilt der Missionar Breule in Bombe interessante Züge mit. Wenn's mit den Schwarzen Abc- Schüßen in der deutschen Stunde absolut nicht vorwärts gehen und der Lehrer schier aus dem Häuschen kommen wollte, da konnte sich der Senior der Schüler, der überschlanke Elias, erheben und mit größter Ruhe sagen: ., Sango, bedenke, daß unsere Köpfe arg schwer sind und habe nochmals Geduld mit uns." Nicht minder schwierig war es mit der Geographie. Im Mongogebiet, von Kiliwindi bis Duala, wußte schließlich jeder etwas Bescheid, was aber weiter weg lag, das ging über ihre Begriffe, und bei der Repetition von Afrika hatten manche ein schönes Kunterbunt von den Namen der Städte, Flüsse, Seen und Berge... Die Schüler zeigten im ganzen ein ordentliches Betragen, doch fehlte es auch nicht an Fällen, wo unter Zank und Streit die alte böse Natur hervorbrach. Die zum Wohnen und Schlafen_be= stimmte Hütte war auch gar zu klein für die 21 zum Teil ziemlich großen Burschen. Kam dann so ein dem Leibe nach Starfer, aber geistig Armer verstimmt aus der Schule und rempelte etwas unsanft einen der Kleinen an, die im Lernen gewöhnlich voraus waren, so gab es gleich Streit und böse Worte. So begegnete ich einst zweien, die sehr zornig dreinschauten und schnurstracks nach dem Flusse liesen.„ Wohin so eilig?" fragte ich.„ Sango", hieß es,„ wir gehen zum Kampf auf Leben und Tod."" Und warum denn?" " Ja", sagte der Aeltere, der Ekombi hat mir an den Kops geworfen, er könne mehr Duala als ich." Ich brachte die aufgeregten Köpfe bald zur Ruhe und nach Hause, sagte ihnen auch, daß sie beide teine Helden seien und mit ihrer Kennt nis in der Dualasprache nicht prahlen dürften." [ Der schlaue Dorfrichter.] Der Oberstuhlrichter( etwa Landrat) von Papa in Ungarn hat dieser Tage über einen wahren Schildbürgerstreich eines seiner Untergebenen sich amtlich vielleicht geärgert, als Privatmensch aber gewiß herzlich gelacht. Ein Gemeinderichter( Ortsvorsteher) des Bezirtes erstattete dem Oberstuhlrichter die Anzeige, daß er eine falsche Zwanzigkronennote eingezogen habe, worauf er die Weisung erhielt, die Note zum Zwecke der Untersuchung dem Oberstuhlrichteramte zu übersenden. Was tut der gute Dorfrichter? Statt den falschen Schein in ein Kuvert zu stecken und so einzuschicken, schreibt er eine Postanweisung über zwanzig Kronen und gibt damit die falsche Banknote auf. Die Poſt übernimmt sie anstandslos, der Oberstuhl. richter erhält aber tags darauf statt des erwarteten falschen Scheines ein goldenes Zwanzigkronenſtück. Kor *[ Was Newyorker Hausbesizer an Steuern zahlen.] Die Steuerbehörde der Stadt Newyork hat soeben die Summen berechnet, die einige dortige Hausbesizer an Grundsteuern 311 zahlen haben. Die Ziffern flingen selbst für amerikanische Dollarmillionärverhältnisse geradezu phantastisch. nelius Banderbilt zahlte 983 000 Doll., John Carter Brown 922 000 Doll., Alve V. Belmont 800 000 Doll., Ogden Wills 673 000 Doll., Ogden Goeleti 420 000 Doll., M. J. A. Vanderbilt 333 000 Doll. [ Ein zusammengewachsenes Schwestern paar macht zur Zeit eine Reise durch Deutschland. Es sind die böhmischen Zwillinge Rosa und Josepha Blazek aus Skreychow. Die 25 Jahre alten, vergnügten und fröhlichen Mädchen sind am Rücken fest zusammengewachsen, und nur die ärztliche Unteriumuna fann feststellen, wo der förper der einen aufHunger empfinden sie wohl stets und gleichzeitig, aber jede hat besonderen Appetit und wählt sich, was ihr schmeckt. Wenn Josepha schon längst schläft, kann Rosa noch stundenlang wach liegen, ohne Ermüdung zu spüren. Keine weiß, was die andere denkt, jede hat besondere Schmerz- und Freudenempfindungen, und wenn die eine frank, kann sich die andere völlig gesund fühlen, nur am Scharlachfieber litten sie beide gleichzeitig. Am seltsamsten ist es, wenn sie gehen, sie empfinden wohl bei einer unvorsichtigen Bewegung ein Ziehen und Zerren in der Verbindungsstelle, zumeist aber gehen sie in so gleichem Taft seitlich vorwärts und können stundenlang in Bewegung sein. *[ Ueber ein verhängnisvolles Testament] flagt in der Fff. 8tg." ein Leser aus Remagen a. Rh. Er schreibt: Das war Sonntag wieder ein ohrenzerreißendes, nervenzerstörendes Schießen. Denken Sie sich, stirbt da vor Zeiten in Erpel ein Kauz, ein Sonderling, und bestimmt in ſeinem Testament, es müsse von Sonntags 5 Uhr früh bis nächsten Montag nachts„ Böller" geschossen werden! Nun würde man den Bewohnern von Erpel dieses Vergnügen gewiß gönnen, wenn nicht andere, weniger nervenstarke Leute durch den kriegerischen Lärm in Mitleidenschaft gezogen würden. Erpel gegenüber liegt Remagen, wo sich zahlreiche Fremde der Erholung halber oder zu Kurzwecken aufhalten. Diese Müden wollen ausruhen, wollen nichts hören, als das Plät. schern des Rheins und den Sang der Vögel und verlangen vor allem nach friedlichen Nächten. Man wird sich also vorstellen können, wie diesen gequälten Menschenfindern durch das von Erpel herübertönende Bum- bum zu Mute wird. Wenn diese Schießerei nicht endlich aufhört, wird wohl mancher von den hier weilenden Fremden den Sinn des be rühmten Rheinliedes künftig ernst auffassen und sich und anderen zurufen:„ Mein Sohn, mein Sohn, geh' nicht an den Rhein!" Lokales. Gießen, 25. Jult 1903. * Mit der Gießener Friedhofsangelegenheit wird sich die evangelische Landessynode eingehend beschäftigen. Wie das„ Evangelische Sonntagsblatt" mitteilt, wurde in dieser Angelegenheit bereits eine Interpellation beim Ministerpräsidenten der Landessynode eingereicht. [ Wie man sich um den Anmeldegang drücken kann. In der Erfurter Tribüne" wird eine sozialdemokratische Parteifonferenz nach einem auf der preußisch- gothaischen Grenze zwischen Suhl und Mehlis gelegenen Gasthaus ausgeschrieben. In der preußischen Gaststube des teilweise auf preußischem, teilweise auf gothaischem Gebiete errichteten Hauses besteht polizeilicher Anmeldezwang, im gothaischen Zimmer nicht. Will man also nicht überwacht werden, so nimmt man sein Glas Bier in die Hand und wandert einfach ins gothaische Zimmer aus. Bunte Chronik. Der König von Sachsen begnadigte den Baußener Augenarzt Dr. Neumann, der wegen fahrlässiger Tötung eines Kollegen, den er bei einem Diner mit einem Dolch erstach, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt war. Infolge einer Wette wurde konstatiert, daß die Halsbrückener Schmelzhütten in Sachsen den höchsten Schornstein der Erde besißen. Er ist 140 Meter hoch. In Dresden erschoß der arbeitsscheue Dienstmann Claus erst seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und dann sich selbst. Ein eigenartiges Jubiläum feierte der Präsident des archäologischen Vereins Wieselburg in Ungarn, Professor August v. Sölter: Er grub das tausendste alte Grab aus. In Tripolis wurden Cholerafälle konstatiert und eine Quarantäne angeordnet. * Ter erste Assistent am zoologischen Institut Dr. phil. Julius Groß hat sich auf Grund einer Schrift: Untersuchungen über die Histologie des Insektenovariums" al¾ Privatdozent für Zoologie an der Gießener Universität habilitiert. ** Die Universitäts Bibliothet fordert, ausgenommen die Studenten, auf, die vor dem 25. Juli entliehenen Bücher bis spätestens 10. August zur Musterung einzuliefern. Geöffnet ist die Bibliothek vom 15. Auguſt bis 17. Oftober täglich von 9-1 Uhr. * ** I Aus dem soeben erschienenen Vorlesungsver zeichnis der Universität für das Wintersemester ist erwähnenswert: Die Kirchengeschichte des 19. Jahrhunderts von Professor Dr. Krüger; Entwicklungsgeschichte von Prof. Dr. Strahl; das Seelenleben des Kindes von Prof. Dr. Groos; die Vegetation der Erde von Prof. Dr. Hansen; Deszendenztheorie von Prof. Dr. Wagner; Gewerbe- und Sozialpolitit von Dr. Liefmann; Italienische Malerei von Prof. Dr. Sauer; Geschichte der Romantik von Prof. Dr. Sauer; Geschichte der Romantik von Prof. Dr. Collin; Geschichte der französischen Literatur I von Prof. Dr. Beh. rens; Erklärung von Shakespeares Macbeth mit Einleitung in das Studium des Dichters von Prof. Dr. Horn; M. A. Mozart und seine Werke mit Beispielen am Klavier von Universitätsmusikdirektor Trautmann. Die Immatrikulationen beginnen am 19. Oktober, die Vorlesungen am 26. Dktober. Submissions Resultate der Weißbinderarbeiten des Ueberwinterungshauses im botanischen Garten: 473,28 Mart. Philipp Hohmeier Wittwe 539,79 614,85" 620,28" 650,98 681,41 707,49" ** * Balthaser Büh Carl Nicolaus Laucht& Klippert 8 " P " Gottlieb Nauheimer G. Beliz 2. Petri Schäfer& Größer 713,40 Georg Wagner III. 719,66 " W. Euler 747,77 H W. Seipp 764,72 " Eugen Groß 799,48 H Ph. Schäfer& C. Reuling 856,94 " Ed. Rohlermann 2232,20 häuser von je 4 Wohnungen, also zusammen 16 Wohnungen gebaut. Jedes Wohnhaus foftet 8000 Mt. zu bauen. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer. Gießen, den 24. Juli 1903. Die 16jährige Meta Luise Jünge aus Kirchhain stand seither in Diensten des Herrn Professor Dr. Dlt zu Gießen, wo sie sich verschiedener Gelddiebstähle schuldig machte. Die Eheleute Dit, welche den ihnen abhanden getommenen Geldbetrag auf etwa 200 Mt. berechnen, geben an, daß die Diebstähle mittels falschen Schlüssels ausgeführt wurden. Die Angeklagte widerruft heute daß bei ihrer Herrschaft und auf der Polizei abgelegte Geständnis wonach fie etwa 100 mt. genommen hat. Sie will sich auf die Sache nicht mehr erinnern fönnen, und stellt sich, als sei fie geistig nicht normal. Dieses Verhalten ist offenbar auf Einwirtungen ihres Vaters zurückzuführen, welcher in der Boruntersuchung eine eigentümliche Rolle spielte. Der Sachverständige ist der Ueberzeugung daß die Angeklagte sowohl heute, als auch bei Begehung der Tat bei vollem Bewußtsein war. Indem das Gericht als erwiesen annimmt, daß mindestens 100 Mt. gestohlen worden sind, zieht es die Juger b strafmildernd in Betracht und tommt zu einer 2monatigen Gefängnisstrafe. Heinrich Sandmann von Boben= hause u hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Ulrichstein das ihn wegen Jagdvergehens in eine Geldstrafe von 30 Mt. nahm und auf Einziehung des Gewehrs erkannte, Berufung verfolgt. Infolge Beweisantrags kommt das Gericht zur Vertagung.-Maurermeister Philipp Rabenau von Trais a. d. L. wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen Unterschlagung in eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen genommen. Er hat eine irrtümlich an ihn gerichtete Geldsendung für sich verwendet. Er giebt heute an, daß er das Geld für sich verwendet habe in dem guten Glauben, daß es für ihn bestimmt gewesen sei. Das Gericht giebt der von ihm verfolgten Berufung statt und erkennt auf Fretsprechung. Den Schluß bildet eine Privatflage zweier Ehefrauen von Gießen, welche sich gegenseitig beschimpft hatten und dafür vom hiesigen Schöffengericht je 15 Mart Geldstrafe erhielten. Die Berufung, sowie Privatklage und Wiederklage werden vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurückgenommen, womit die Sache erledigt ist. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. * Die Preise für Amateurfahrer sind im Schaufenster bei Blödner im Seltersweg ausgestellt. Sie bestehen aus 3 silbernen Bechern und 2 Schalen. Die Berufsfahrer erhalten hetanntlich nur die Radovejft. guutp deutschen Radfahrer- Bundes hat für Einzelfahrer des Bezirks für den 23. August d. Js. eine Bezirks- Fernfahrt von 150 Kilometer ausgeschrieben. Start und Ziel der Reise ist die Wellersburg. Bei gutem Wetter dürfte die Veranstaltung ein sportliches Ereignis ersten Ranges sein. Können sich doch an der Konkurrenz nur die besten Fahrer des Bezirks beteiligen, wenn sie nur einigermaßen Aussicht auf Erfolg haben wollen. ** Am nächsten Dienst a g giebt unsere Regimentstapelle zum Besten des Invaliden dant" ein ExtraKonzert. Da der Reinertrag dieses Konzertes zum Besten unterstützungsbedürftiger ehemaliger Militärs dient, ist ein recht zahlreicher Besuch nur zu wünschen. * Das Promenadentonzert fällt morgen aus. * Tollkirschen. Aus verschiedenen Gegenden werden zur Zeit Unfälle gemeldet, die aus dem Genuß der in verlockendem Rot prangenden Beeren der Tolllirsche entstanden sind. Man warne die Kinder daher nachdrücklich davor, sich zum Genuß dieser so apetitlich aussehenden, aber so sehr gefährlichen Beeren hinzugeben. Obbornhofen. Ein auf dem Hofgute arbeitendes, aus dem Kreise Biedenkopf, von sehr wohlhabender Familie stammendes Mädchen hat während der Nacht heimlich geboren und das Kind nach der Geburt erwürgt und im Strohsack verborgen. Die Frau des Vorarbeiters merkte, daß etwas nicht in Ordnung war, und stellte das Mädchen zur Rede. Es gestand nun ihr Verbrechen, bot aber eine Summe Geldes an, wenn die Frau dazu schweige. Die Frau machte aber Anzeige und das Mädchen wurde dem Amtsgericht Hungen überliefert. ? Lang- Göns, 24. Juli. Heute wurde der Ihs Müller, welcher bei dem 1. Hess. Jägerbataillon, 2. Komp. 1870 diente, zur Ruhe bestattet. Der Kriegerverein erwies ihm die lege Ehre, am Grabe gab er Salutschüsse ab. Eine große Anzahl Verwandte und sonstige Freunde nahmen an der Beerdigung teil. *** Wetzlar. Der Kommandeur der 21. Division Se. Excellenz Generalleutnant v. Hagen besichtigte heute das hiesige Bezirkskommando. * Nidda, 23. Juli. Gestern früh wollte ein Streckenarbeiter eine im Bahnhof stehende Maschine, die ihm im Weg stand, etwas wegdirigieren und drehte den Hebel an derselben nach der falschen Seite. Die Maschine drückte eine Wand des Maschinenschuppens durch. Der Arbeiter, der den Hebel nicht wieder in die rechte Lage bringen konnte, ging vor Schrecken flüchtig und wurde erst abends in Stockheim wieder aufgefunden. Die Maschine, die mittlerweile entgleist war, wurde durch einen fundigen Arbeiter zur Ruhe gebracht. Der angerichtete Schaden ist nicht unbeträchtlich. Lauterbach. Der im Jahre 1900 ins Leben getretene Bauverein Lauterbach", der seine Entstehung dem außerordentlich fühlbaren Mangel an billigen Wohnungen, insbe= sondere Arbeiterwohnungen, verdankt, hat bis jest 4 Doppel" P * Aufgebotene. Am 17. Juli: Karl Wilke, Schlosser dahier mit Suſanne Geller, Köchin dahier. 20. " " 20. " " " 21 20. 20. " 20. " PP 23. PR 24. 18. PP " Ludwig Stühler, Kaufmann dahier, mit Elisabethe Hof dahier. Georg Valentin Reinhard Kling, Lehrer an der Stadtschule dahier, mit Emma Elisabete Senßfelder dahier. Reinhard Kröll, Kaufmann zu Offenbach ling East Mack Busmana buhirt. Otto Auguff Friedrich Ulmer, praft. Arzt zu Sachsenberg, mit Auguste Amalie Elisabete Nordmann dahier. Friz Otto Alfred Liersch, Feilenhauer dahier, mit Elisabete Naumann dahier. Friedrich Wilhelm Burt, Futtermeister zu Heuchelheim, mit Katharine Margarete Schulze, Dienstmädchen dahier.] Ernst Gg. Karl Ludw. Rohde, Rechtsanw. zu Darmstadt, mit Louise Wilhelmine Sturmfels dahier. Franz Göckler, Mechanifer zu Frankfurt a. M., mit Elisabete Günther dahier. Eheschließungen. Am 18. Juli: Joh. Möller, Lokomotivheizer zu Gießen, und Marie Schättler, T. d. Lokomotivführers Ludw. Schättler zu Gießen. Christian Köhler, Schneider dahier, mit Anna Elise Marie Weiß, T. d. verstorbenen Schneidermeisters Kasper Weiß dahier. Johann Friedrich Wilhelm Mettenheimer, Apotheker zu Vilbel, mit Wilhelmine Auguste Lina Elli Mettenheimer, T. d. Kaufmanns Herm. Mettenheimer dahier. Geborene. 22. # 1 " Am 13. Juli Dem Schneider Heinrich Stein IV. dahier einen Sohn Heinrich Lorenz Auguft. Dem Schlosser Wilhelm Lemp dahier einen Sohn Karl Martin Ernst. Dem Schneider Johannes Find dahier einen Sohn. Dem Hoboist Johannes Vomend dahier einen Sohn Otto Ciriax Johannes. Dem Schlosser Wilhelm Noll VI. dahier eine Tochter. Dem Bierbrauer Heinrich Weber dahier einen Sohn Friedrich Wilhelm Karl. 21. m 21. " 23. " R 24." Rachmittage um Sonntag, den Bormittags von um um " um Nachmittags um Bum 6 ZU ausgeführt vor Hess.) Nr. 11 Anfang Bei einer ift Rotlaufic angeordnet. Gießen, In der Z in hiesiger St gefunden berlorer Die Em Stände belieb zu machen. Gießen, Ort Gen Dienstag, 2 Jahresbericht; Vorft Zu recht z GOOO auf die Anf Pate werden and Ese Für d 14. " " P 14. 19 " 17. M M 18. H 19. " # 20. " " 20. " H Dem Taglöhner Friedrich Schnierle eine Tochter Marie. சரு 0000 20. " 22. И 17. " 1 H Dem Ingenieur Paul Ludolf Mulert einen Sohn Otto Michael Ludolf. Dem Hilssarbeiter Adclf Gabriel_dahier ein Sohn. Dem Taglöhner Justus Sauer dahier eine Tochter. Dem Hausbursche Philipp Eisenhut dahier ein Sohn Joseph Heinrich Adam. Gestorbene. Am 17. Juli: Elise Katharine Sieglinger, 8 Monat alt, Tochter des verstorbenen Bäckers und Gemüsehändlers Heinrich Sieglinger. 18. " 1 D Philipp Schneider II, 59 Jahre alt, Taglöhner dahier. Groß hnungen en. 1903. hhain r. Dit zu fchuldig anden ge en, geben ausgeführt bei ihrer is wonad auf die als fei fie fenbar auf her in der Der Sach gte fowohl Bewußtsein daß minpie Juger b 2monatigen Boben hts Ulrich bftrafe von erfannte, nt das Ges p Rabenau offengericht n 6 Wochen ichtete Gelddaß er das auben, daß t giebt der auf Fret flage zweier ig beschimpft je 15 Mart battlage und tverhandlung t Gießen. nit Sujanne dahler, mit ling, Lehrer mit Emma zu Offenbach muna duhirt. praft. Arzt ufte Amalie Feilenhauer ann dahier. termeister zu Margarete er.) Rechtsanw. Wilhelmine zu Frankfurt er dahier. zu Gießen, Lokomotiv Gießen. dahier, mit verstorbenen eiß dahier. Cettenheimer, Wilhelmine imer, T. d. imer dahier. n IV. babier uguft. babier einen bahier einen bahier einen bahier eine bahier einen Rulert einen nierle eine babier ein babier eine enhut bahier Monat alt, 8 und Ge alt, Tag " " 18. " " " " 21. 21. 23. " " 24. " " Karl Hermann Douglas, 69 Jahre alt, Königlicher Eisenbahnbeamter, Rittmeister a. D. dahier. Minna Becker, 21 Tage alt, Tochter des Taglöhners Ludwig Becker IX. dahier, Emma Jung, 3 Monat alt, Tochter des Taglöhners Balthaser Jung II. dahier. Adam Hoffarth, 22 Jahre alt, Taglöhner, 3. 8t. Musketier dahier. Karl Adolf Martin Pfeffer, 4 Monate alt, Sohn des Taglöhners Karl Pfeffer dahier. Batholische Gemeinde. Samstag, den 25. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 26. Juli.( 8. Sonntag nach Pfingsten.) Bormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. " um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. " " um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen E tönnen eingestellt werden: 5 Pferdefnechte nach ausw., 2 landwirtschaftliche Arbeiter( ausw.), 1 Kunstschlosser, 1 Drechsler, 1 Schreiner ( ausw.), 1 Möbelschreiner, 4 Weißbinder und Anstreicher ( ausw.), 2 Weißbinder, 2 Handlanger, 1 Installateur, 1 Glaser, 1 Spengler( ausw.), 17 Dienstmädchen gegen hohen Lohn( hier), 3 Dienstmädchen( ausw.), 1 Zimmermädchen, 1 Hausmädchen, 1 besseres Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 2 Waschfrauen, 1 Buzfrau, 4 Lauffrauen, 2 Weißzeugnähterinnen, 1 Büglerin( ausw.) Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 11 Pferdeknechte, 3 Kutscher, 2 landwirtsch. Arbeiter, 1 Taglöhner, 2 Schlosser, 3 Installateure, 2 Spengler und Installateure, 1Metalldreher, 1 Schmied, 2 Maschinenschlosser, 1 Maschinist oder Heizer, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 3 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Küfer, 1 Bäcker, 2 Glaser, 3 Wetßbinder und Anstreicher, 4 Erdarbeiter, 2 Heizer, 6 Hausburschen, 3 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 1 Kinderwärterin, 1 WeißzeugRachmittags um 21 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht nähterin, 1 Büglerin und Flickerin, 1 Wäsche oder Plättefür die Abgestorbenen. mädchen, 4 Lauf- oder Pusfrauen. Bum neuen Saalbau Gießeneriere: ( früher Steins Garten). Dienstag, den 28. Juli. Grosses Extra- Konzert zum Besten des Invalidendank ausgeführt von der Kapelle des Infant rie- Regiments„ Kaiser Wilhelm"( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn E. Krauße. Anfang präcis 8 Uhr. Bekanntmachung. Bei einem Schweine des Dekonomen Preis dahier ist Notlaufscuche festgestellt worden. angeordnet. Gießen, 24. Juli 1903. Gehöftssperre ist Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In der Zeit vom 18. Juli bis 25. Juli 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: Geld, 1 goldener Ring, 1 Damengürtel, 1 Kinder- Regenschirm und 1 Schraubenschlüssel; berloren: 1 goldenes Armband, 1 goldenes Kettchen, 2 silberne Ketten- Armbänder, 1 filbernes Halskettchen und 1 schwarzer Gürtel mit silberner Schnalle. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 25. Juli 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Ortsgewerbeverein Gießen. General Versammlung. Dienstag, 28. Juli, abends 8½ Uhr, Restaurant Feidel. Tages Ordnung. Jahresbericht; Rechnungsablage 1902/03; Boranschlag 1903/04; Vorstandsmahl; sonstige Vereinsangelegenheiten. Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ergebenst ein. Antwort Eintritt 50 Pig. Ofenkohlen Nr. I Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert. Ermenrod. Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. Nachnahme von M. 9 verzollt franko in's Haus. NB. In Deutschland ist der Ladenprels für gleiche Qualität mindestens Mk. 1.40 per Pfund! ( 1839 gesucht. Taglöhnerin Gieken. Wiefenstraße 1. Zur bevorstehenden Saison bringe mein großes Lager in Sicheln, Sensen, Weßſteinen, Sensenwürfe, Für den Vertrieb eines häusl. Senseuringe, Fruchtreffe, Bedarfsartikels wird ein Fruchtpressen, Keltern, Erntestricke 2c. fleißiger, junger Mann als " Einkassirer und in empfehlende Erinnerung. Ganz besonders mache auf meine Sensenmarken: Silberstahl" Regenbogen" aufmerksam. Hochachtungsvoll Edgar Borrmann. Elsenhandlung. 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Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebotsvordrucke find ebendaselbst gegen Erstattung von 50 Pfg. erhältlich. Die Offerten sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 29. Juli, vorm. 11 Uhr, 500 Mark, dem zweiten 250 Mark, dem dritten Edgar Borrmann bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst 125 Mark in Baar. Dauerrennen mit Motorführung für Berufsfahrer, AmateurRennen u. Mannschaftsfahren, hierauf Preisverteilung u. Konzert, ausgeführt von der Artillerie- Kapelle aus Fulda. Nach dem Rennen Konzert und Tanz, frei. 1,50 Mr. Eintritt: Vorverkauf: " " " Loge 1,50 Mt., Tribüne 1,20 Sattelplatz 0,60 I. Platz 0,60 Kasse: 2 Mr. " " H " 0,80 Mr. 0,80 Mt. " II. Plak 0,50 Mr. " 0,30 Mt. Stehplaß und Terasse - Karten im Vorverkauf sind zu haben bei Herrn Noll, Buchbinderei, Mäusburg, Cafè Amend und Cafè Hettler. Fahrgelegenheit von 24 Uhr ab per Omnibus. 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