Nr. 146. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg., l's Saus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberhefftiche Zeitschrift für Landwirtschaft, bft- und Gartenbau, sowie die Sickener Seifenblasen( wöchentlich). Dat Blatt erscheint an allen Werktagen nachmiteg6. Donnerstag, den 25. Juni 1903. Gießener 12. Jahrgang Insertionsyret 8 Die einfaltige Betttzelle für Cießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 fg. fonft 15 Bfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40% fg. Bostzeitungsliste No. 3909. Redaktion und Expedition: Gießen Regenweg 28. Fernsprechanfchink As, 308. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die ,, Morganisation" der Schiffahrt. CB. Es kann keinem Zweifel mehr unterliegen, daß die ,, morganisierte" Flotte sich tatsächlich in einer schwieri gen Finanzlage befindet, weil die Gründung der großen Reedereivereinigungen zu teuer gewesen ist und daher die Zinslasten sehr drückend sind. Der große amerikanische Geschäftsmann gedachte sich mit einem Schlage eine Han delsflotte zu beschaffen und berechnete den bestehenden Reedereien ihren Schiffsstand zu den höchsten Preisen, für die dann Obligationen ausgegeben wurden. Der Gründungswert des Trustes soll den reellen Wert der Bestände um nahezu eine viertel Milliarde übersteigen, so daß also im Jahre etwa 10 Millionen Mark für die Speku lation ganz zwecklos aufzubringen sind. Die Zukunftshoffnungen waren deshalb bei Herrn Morgan und seinen Milliardärgenossen so übertrieben optimistische, weil sie damals die gesamte Welthandelsflotte in der Hand zu haben glaubten. In der Tat war ja auch nur eine einzige Reederei, die englische Cunardlinie, außerhalb des Rin ges geblieben, und diese dachte Morgan im Kanter mil mehr als einer Naseniänge zu schlagen. Aber sei das Mäuschen noch so klein, es kann ein schlimmer Nager sein." Die einzige Linie war der Feind, der sofort den Kampf gegen das Schiffahrtsmonopol aufnahm und ihn auch aufnehmen konnte, weil die englische Regierung hinter ihm stand. Diese gab sofort die Mittel zu zwei neuen Schiffen her und stellte weitere 15 Millionen Pfund Sterling gleich 300 Millionen Mark angeblich zu Bau- und in Wirklichkeit zu konkurrenzzwecken zur Verfügung. Die englische Regierung wollte damit nicht bloß ihre Reederei, sondern vor allen Dingen den heimischen Marki schützen, denn wenn die gesamte Handelsflotte der Welt unter die Leitung der amerikanischen Großkapitalisten gemmen wäre, dann war leicht vorauszusehen, daß eine Erleichterung der amerikanischen Ausfuhr nach Europa und eine Erschwerung der amerikanischen Einfuhr aus Europa angestrebt worden wäre. So hat die Cunardlinie geradezu eine internationale Aufgabe zu erfüllen gehabt, indem sie gegen die Uebermacht des amerikanischen Wett bewerbs kämpfte. Die Position der amerikanischen Geschäftswelt war vor Begründung des Trusts deshalb eine so schwache, weil nur ein Achtel der gesamten Welthandelsflotte amerikanischer Nationalität ist. Aber Männer wie Morgan, Rockefeller und ,, Dr." Carnegie fühlten sich völ lig in der Rolle des Moses, der mit seinem Stab_nur an einen Felsen zu schlagen brauchte, um die Quellen sprudeln zu lassen. Dieser Mosesstab ist das Kapital, mit dem Morgan auch tatsächlich, wie gesagt, den größten Teil der Handelsschiffe unter seine Kontrolle brachte, wie der unberfänglich flingende Kunstausdruck lautet. Sein Allmachtsglaube ist nunmehr stark erschüttert, und zwar um so mehr, als die jeßigen Konkurrenzarbeiten der Cunardlinie nur der Anfang eines zähen Kampfes sind. Die eng lische Regierung weiß, was sie will, und sie wird gewiß das Rennen nicht vorzeitig aufgeben. Die Geschäftswelt, die für solch einen fröhlichen Krieg meist ein sehr zartes Verständnis hat, ist bereits mißtrauisch und hat ihren Ansichten durch einen Kurssturz der Trustpapiere um 20 Prozent Ausdruck gegeben; eine Mark Trustwert von vorgestern gilt also heute nur noch 80 Pfg. Die Situation ist aber für Morgan um so bedrohlicher, als auch seine sonstigen Unternehmungen wegen der allzu freigebigen Kursmessung des Gründungskapitals ebenfalls mehr oder weniger wurmstichig sind. Während so der Schiffahrtstruſt offenkundig in einer Notlage ist, haben die deutschen großen Schiffahrtsgesellschaften, die Hamburg- Amerikalinie und der Norddeutsche Lloyd, sehr günstige Geschäftsabschlüsse erzielt. Man sieht also, daß nur die Spekulation der Gründer, nicht aber die eigentlichen Reedereien selbst in Not sind. Wenn von einigen Seiten die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß vielleicht unsere Handelsflotte wieder frei werden könnte von der fremden Oberhoheit, so ist diese Mög lichkeit nicht ganz von der Hand zu weisen. Das Abkom men mit Morgan ist auf 20 Jahre bei 10jähriger Kündigung abgeschlossen und beruht auf folgender wesentlicher Bestimmung: Die Morgangruppe garantiert einem Viertel der Ak. tien eine Verzinsung von 6 Prozent und hat dafür einen Anspruch auf ein Viertel der Dividende. Wie die Dinge augenblicklich liegen, sind die deutschen Reedereien geradezu eine Milchkuh für Morgan und seine Handelsfreunde, denn der Geschäftsstand der deutschen Reedereien wirft Gewinn ab, so daß also die Zinsgarantie nicht in Kraft tritt, oder daß sogar womöglich noch ein Gewinn anteil an Dividende über diese 6 Prozent hinaus an Mor gan fällt, zu einer Zeit, da sich sein Unternehmen nur chwer auf den Füßen halten kann. Sind wirklich die Verhältnisse bei dem Trust ungesund, dann haben wir allen Grund, uns seiner Auflösung zu freuen, denn unsere Gesellschaften wären ja unter diesen Umständen dem Truste lediglich tributpflichtig, ohne im Notfall bei schlechter Geschäftslage auf die Zinsgarantie rechnen zu können. franzöfifche Kulturkampffkandale. )-( Nach wie vor leisten die meisten höheren Offiziere der französischen Armee der Kabinettspolitik gegen di Orden hartnäckigen Widerstand. Der Kommandeur des 10. französischen Armeekorps, Passerieu, der die gegen einen Unteroffizier wegen Duldung antiklerikaler Kund gebungen von seinem Oberst verhängte Arreststrafe aufgehoben hatte, hat nunmehr gegen den Oberst eine 14tä gige Arreststrafe verfügt und den Truppen in einem Armeebefehl mitgeteilt, daß die Bestrafung des Unteroffi ziers ungerechtfertigt gewesen sei. Das wird dem kom mandierenden General seinen Posten kosten. Der pensio nierte Hauptmann Janin, Untersuchungsrichter Kriegsgericht in Nantes, ist seines Amtes enthoben wor den, weil er in der Angelegenheit des Leutnants Portier die Einstellung des Verfahrens beantragt hatte.- Auck der französische Klerus setzt sich dem Kabinett gegenüber zur Wehr; der bekannte Bischof Turinaz von Nancy for berte in der Kathedrale entgegen dem vom Ministerpräsi denten Combes erlassenen Verbot im Namen der Freiheit und des Gesetzes den Jesuitenpater Ravenes auf, die Kanzel zu besteigen und zu predigen. Weder die Offiziere noch Bischof Turinaz scheinen einzusehen, daß sie durch solche Gesetzwidrigkeiten nur die Sache ihrer Gegner fördern. bein Dem Kabinett konnte diese Haltung der Ordensfreunde gerade jezt, wo es der Deputiertenkammer die schon ervähnte Vorlage betr. weitere Beschränkung der Rechte der Ordensmönche unterbreitet hat, nur willkommen sein. In der Tat hat es denn auch die Vorlage, die ihm schon gefährlich zu werden drohte, durchgesezt: Die Deputiertentammer hat mit überwältigender Mehrheit das Geseß, das den früheren Ordensmitgliedern verbietet, in den ersten drei Jahren nach Auflösung des Ordens in ihrer bisherigen Gemeinde Unterricht zu erteilen, falls sie nicht eine besondere Erlaubnis dazu von der Regierung erhalten, ingenommen. Die Debatte führte zu ernsten Auftritten. Als ein Deputierter sagte: ,, Wir wollen nicht, daß Frankceich eine Jesuitenschule werde, wir wollen nicht, daß die Kongregationen in den Städten und Dörfern die Kinder lehren sollen, zu lügen!" begann ein unerhörter Skandal. Mehrere Deputierten stürmten unter wilden Geberden aus die Tribüne und bedrohten den Redner. Einer wirft eine Papierrolle nach seinem Kopf. Das Toben dauerte eine Viertelstunde. Die Saaldiener mußten wiederholt die De putierten verhindern, handgemein zu werden. Dann begannen die Ordensfreunde die Marseillaise zu singen, da zwischen zu pfeifen und im Takt zu schreien: er wird nicht weiterreden. Einige Sozialisten stimmen die Karmagnole an. Der Redner mußte schließlich die Tribüne verlassen. Charakteristisch für französische Deputiertenwürde ist auch folgender Vorfall: Der neugewählte nationalistische Abgeordnete Cyveton überfiel in Paris am Abend seiner Wahl auf offener Straße seinen Gegenkandidaten, den radikalen Rechtsanwalt Lefoyer und versetzte ihm einen Faustschlag, veil in einem Wahlplakat Lefoyers behauptet worden war, Daß Eybeton eine Engländerin geheiratet habe. Auch ein Grund zum Faustrecht! Die kommende Militärvorlage fordert, wie jetzt in Beſtätigung früherer Mitteilungen unjeres Berliner C. B.- Mitarbeiters zuverlässig bekannt wird, eine Heeresverstärkung von 351 Offizieren und 8400 Mann, ungerechnet das bayerische Kontingent. Ueber einige weitere Mehrforderungen für Pioniere, Train- und Verkehrstruppen ist man sich in Regierungskreisen noch nicht einig geworden. Die Heeresverstärkung soll allen Waffengattungen der Infanterie, Kavallerie wie der Artillerie zu Gute kommen. Im einzelnen wird über die Verteilung der neugeforderten Truppen auf die Heeresverstärkung bekannt: Im erster Linie sollen die Regimenter der 37. Division in Menstein, die insgesamt nur acht Bataillone zählt, durch je ein drittes Bataillon ergänzt, außerdem soll für diese Division eine neue Brigade neu errichtet werden. Die Division würde dann 18 Bataillone, das erste Armeekorps deren 43 zählen. Ferner soll diese Division ein weiteres Feldartillerieregiment von 6 Batterien erhalten, sodaß das erste Armeekorps dann 38 Batterien halen würde. Das deutet auf die von uns schon gemeldete Absicht der Regierung hin, an der Südgrenze Ostpreußens ein neues Armeekorps, das 24. zu schaffen. Diese Neuerrichtung wird schon innerhalb der nächsten fünf Jahre nach der Annahme der neuen Militärvorlage erfolgen. Endlich sollen auch noch zwei Infanterieregimenter in Mez um je ein Bataillon verstärkt werden. Die an unserer Weſtgrenze in Elsaß- Lothringen stehende Infanterie würde dann im ganzen 72 Bataillone umfassen. Bei der Kavallerie soll die Eskadron Jäger zu Pferde in Graudenz um eine zweite vermehrt werden, und die Errichtung von 3 weiteren Eskadrons zur Vervollständigung eines neuen Kavallerieregiments nötig erklärt werden. Außerdem wird die Verlegung eines weiteren Kavallerieregiments nach Graudenz erwogen. Endlich werden zu Gunsten der 38. Division Erfurt und der 4. sächsischen Division Chemniß die Vermehrung der in Langensalza und in Sachsen stehenden ie 2 Eskadrons auf ie i Kavallerieregiment beantragt, auch die Forderung etnes Regimentsstabes in Posen erneuert. Man darf aus den hierfür von der Regierung angeführten Gründen annehmen, daß eine gleiche Verstärkung für die 6. bayerische Division beabsichtigt ist. Im ganzen ergäbe sich dann eine Forderung von 4 bezw. 5( Graudenz schon eingerechnet) neuen Kavallerieregimentern mit insgesamt 10 beziehungsweise 13 neuen Eskadrons. Endlich sollen auch 4 neue Maschinengewehrabteilungen und für die Fußartillerie 3 Gespannungsabteilungen errichtet werden. Die Politik. Der Kaiser und König Georg über die Wahlen. Münchener Blätter wissen Verschiedenes über die Aufnahme zu berichten, die das Ergebnis der Reichstagswahl beim Kaiser und dem König Georg von Sachsen gefunden hat. Danach soll der Kaiser am Wahltage angeordnet haben, daß ihm nicht teelöffelweise, sondern in voller Klarheit" über den Ausfall der Wahlen berichtet werde. Er habe sodann die weiteren Mitteilungen mit großem Ernst und unbeweglicher Miene entgegengenommen und nach einer Pause tiefen Nachsinnens erklärt: ,, Es muß jezt alles daran gesezt werden, daß dieser( hier folgt eine furze Pause) Gesellschaft bei den Stichwahlen der Weg ab. geschnitten wird. Besorgen Sie das!" Sofort nach dieser Unterredung erfolgte dann die Veröffentlichung der Stich wahlparole der Regierung: ,, Ueberall gegen den Sozialdemokraten" und die Anknüpfung von Unterhandlungen mit verschiedenen Größen der bürgerlichen Parteien. Bei diesen Unterredungen, namentlich der Führer des Centrums, sollen für einzelne Persönlichkeiten sehr belangreiche Erflärungen erfolgt sein. Die Rückberichterstattung an den daiser soll keineswegs volle Befriedigung geschaffen, beim daiser vielmehr den Eindruck einer erhöhten Mißstimmung hinterlassen haben. Das überraschende Ergebnis der Wahlen in Sachsen, die es nicht ausgeschlossen erscheinen lassen, daß Sachsen nur durch Sozialdemokraten vertreten wird, hat König Beorg mit folgender Randbemerkung begleitet: ,, Was ist aus meinem treuen Eachsenvolke geworden? Wie ist mein Volk irregeleitet!" Kaiserli he Ehrung der deutschen Schiffahrt. Die Anerkennung, die der Kaiser bei der Enthüllung des Denkmals Wilhelms I. in Hamburg den Hamburgern zollte, hat er jetzt in Curhaven bei der Regatta des Norddeutschen Regattavereins, in der er selbst mit seiner Yacht Meteor" Sieger blieb, wiederholt. Er feierte bei dem Regatta festmahl den Unternehmungsgeist und die Initiative der Hansastädte und zumal Hamburgs, die ihren Weg zu finden wisse, und gedachte insbesondere der bevorstehenden Einführung der Tiefladelinie in der deutschen Rhederei, die bekanntlich erst nach langen Verhandlungen und Schwierigfeiten allgemein acceptiert wurde. Die Tiefladelinie- die am äußeren Borde des Schiffes anzeigt, wie stark es ohne Gefahr beladen werden darf, wird, so sagte der Kaiser, dazu beitragen, die absolute Zuversicht in die Sicherheit unserer Schiffe und die Ehrlichkeit unserer Rheder noch zu erhöhen. Der Kaiser schloß mit einem Hurrah auf Hamburg, den Norddeutschen Regattaverein und die Hamburg- Amerikalinic. Der Kaiser hat an Bord der Hohenzollern" Cuxhaven berlassen, unt sich durch den Kaiser Wilhelm- Kanal nach Kiel zu begeben, wo er zur Kieler Woche mit der Kaiserin zusammentrifft. Veränderungen im bayerischen Ministerium. Die in einigen Blättern aufgetauchte Meldung über Veränderungen im bayerischen Ministerium sind lediglich insofern zutreffend, als zum Herbst innerhalb der kaherischen Regierung ein neues Ministerium, das Verkehrsministerium, errichtet werden wird. Zum Verkehrsminister ist der Ministerialrat v. Frauendorfer ausersehen. Im Herbst dürfte auch der bayerische Finanzminister Frhr. o. Riedel zurücktreten und durch den Ministerialrat v. Pfaff ersetzt werden. Der§ 14 in Oesterreich. Die Der ominöse§ 14, der schon bei dem deutsch- tschechischen Sprachenkampf im Desterreich eine so große Rolle spielte, soll jetzt wieder in Funktion. treten. Dieser Paragraph ermächtigt die Regierung, in Hällen, wo sie durch parlamenta rische Opposition an der glatten Erledigung der Geschäfte gehindert wird, über den Kopf der Volksvertretung hinweg die für die Verwaltung des Landes erforderlichen Ausgaben und sonstigen Maßregeln vorzunehmen. Tschechen tragen auch diesmal an der Wiederinkraftsetzung des§ 14 die Schuld: Sie verlangen neuerdings die Er. richtung einer tschechischen Universität in Mähren, die Einführung des Tschechischen als innere Dienstsprache in Böhmen und, was allein berechtigt ist, die Verstaatlichung verschiedener Privatbahnen. Das Kabinett Körber hat diese Forderungen rundweg abgelehnt, um die Deutschen Böhmens nicht aufs neue gegen die Regierung aufzubringen. Infolgedessen drohen die Tschechen mit der Obstruktion. Führen sie diese Drohung aus, so wird das Kabinett den Reichsrat vertagen und mit dem§ 14 wirtschaften. Unglück, 3hr müßt verdienen, tommt." einerlei, woher es nun sich selbst, ereizten Ctimmung aber diefe Furcht follte fein anderer erfah zantsüchtigen Frau lag auf ihm wie ein drückeneiner borstige Saar und atmete tief auf bie gurch bar Der Küfer strich mit der schwierigen Hand über das hätte er feing ber Ap redend. ,, Das ist Jakob Ston iegenheit gelobt." unmöglich, Gefahr ist immer dabei In diesem Falle nicht," unterbrach chgelobe fie," nichte der Küfer, indem er seine als mit dem Schulmeister will's Guch auseinandersetzen, wenn Ihr Ver,, ich sand in die des Freundes hißigsten Stadium des Kriegstanzes der quittierte, hat der Vizefeldwebel als diskreter un mit denen der Hauptmann über den Empfang dieses Dritten" bersetzt hier war Nummer 3; über die Ausdrücke, mit hatte ihm der Landgendarm auf Regimentsbefehl bereits einen besorgniserregenden Zustand geraten, nur mit dem vergleichbar. Zwei sogenannte ,, unsichere Heux- dige wie wenn eine Gans Zureden flatterte er danach langer Einzelhaft die ersten Kante des Sprungbretts, nach gütlichem, ermutigendem eines unschuldig zum Tode Verurteilten auf die äußerste spannte Schnur trat Freund Pfotenhauer mit dem Gesicht Füßen über die in gleicher Höhe mit dem Sprungbrett ge ein paarmal mit den Flügeln, bei Beginn des Turnens: zum Sprung mit geschlossenen Lokales. Gießen, den 25. Juni 1903. ** Der Großherzog empfing am Mittwoch den Medizinalrat Dr. Rouge von Hungen in Audienz. * Verliehen wurde dem Vorsitzenden des Gießener Kriegervereins Herrn Amtsrichter Karl Wiener der Charakter als Amtsgerichtsrat. Stichwahl. Wie bei der Hauptwahl, werden wir auch heute das Resultat der Stichwahl durch Ex rablätter bekannt geben. Wir stellen es jeder Zeitung frei, unsere Resultate im Interesse der Allgemeinheit weiter zu veröffent lichen. ** Die Wahlbeteiligung ist allem Anschein nach sehr zahlreich; schon in den Morgenstunden war die Stimmabgabe in dem einzelnen Wahllokalen eine sehr rege. Selbst die bei der hiesigen Kanalisation beschäftigten Arbeiter von Hanau sind extra, um ihr Wahlrecht ausüben zu können, nach Hanau gefahren. Gewiß ein beredtes Zeichen für die Wahlbewegung. Noch in letter Stunde werden immerwährend die Wähler zur Stichwahl aufgefordert, die Boten der Parteien waren noch gestern abend und heute morgen an der Arbeit, um die Bürger aufzurütteln und an ihre Pflicht zu erinnern. Wohl keine der Parteien die zu der diesjährigen Reichstagswahl und Stichwahl einen Kandidaten aufgestellt, hat eine solche Agitation und Energie entfaltet, als die der Sozialdemokraten. Unverholen muß man sie darin jeder anderen Partei gegenüber als Muster hinstellen. Ein Berichterstatter von Nidda schreibt uns:„ Am Sonntag morgen schwärmte eine große Anzahl Sendboten, die mit der Bahn gekommen waren, nach allen Richtungen der Windrose aus, in jedes Dörfchen der Umgegend und streuten Flugblätter für den Kandidaten Krumm aus. Mit einer Findigkeit, die einer anderen Sache würdig wäre, wird alles verwertet, was nur zum Schaden der Gegenpartei vorgebracht werden kann." ** Zur Reichstagswahl. Auf den ersten Artikel unter„ Politit" in heutiger Nummer möchten wir im Angesicht der soeben stattgefundenen Stichwahl besonders hinweisen. Gesamtstimmenzahl im Großherzog tum Hessen. Bei der Reichstagswahl am 16. Juni wurden in den neun Wahlbezirken des Großherzogtums Hessen im ganzen 193 735 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei 68 834, der nationalliberalen Partet 56 898, der Zentrumspartei 33162, der gemäßigten liberalen Partei 11 969, der freisinnigen Volkspartei 7648, der fortschrittlich liberalen Partei 3100, der Antisemiten 11279 und des Bundes der Landwirte 1845 Stimmen. Im ganzen waren 35 Kandidaten aufgestellt; von diesen waren 32 einmal und ein Randidat( Molthan- Mainz) dreimal aufgestellt. ** Freitag Abend 7.20 wird der hochwürdigste Herr Bischof, von Büdingen tommend, in Gießen eintreffen. Der feierliche Empfang findet nicht am Bahnhofe, sondern in der Kirche statt. Zu diesem Empfange wird die ganze Gemeinde eingeladen und gebeten, nicht an den Bahnhof zu gehen, sondern sich in der Kirche zu sammeln. Samstag vormittag 7 Uhr wird der hochwürdigste Herr Bischof die hl. Messe lesen. Zum Besuche dieser hl. Messe ist den Schülern und Schülerinnen aller Schulen die erste Schulstunde freigegeben. *.8u einer Landwehrübung treten in Gießen morgen 3 Kompagnien Landwehrleute beim Infant. Regt. ,, Kaiser Wilhelm" ein; in jede Raserne kommt eine Kompagnie. Das Königliche Proviantamt in Hanau tauft bereits gut gewonnenes, trockenes Pferdeheu neuer Ernte gegen Barzahlung. * (:) Beraubung. Gestern Mittag um 3 Uhr schlief ein von Kassel tommender Schul machergeselle in der Nähe der Eisenbahnarbeiterwohnungen im Chauffeegraben. Ein vorübergehender fremder Arbeiter schlich hinzu, griff in die Tasche des Schlafenden und entfernte sich eiligst in der Richtung nach Klein- Linden. Nachdem ein Passant den Schlaffenden aufgeweckt hatte, fehlte das Portemonnai mit etwa 5 Mark Inhalt. Zwei in der Nähe arbettende Frauen eilten hinzu und machten den Bestohlenen auf seinen Dieb aufmerksam. Dieser suchte in raschen Schritten Klein- Linden zu erreichen. Hoffentlich wird es unserer umsichtigen Polizet gelingen, den Dieb zu ermitteln und ihn in festen Gewahrsam zu bringen. + Burschenschaft Germania in Gießen. Die Jahresversammlung des Ehrenmitglieder- Vereins der Burschenschaft Germania zur Gründung und Unterhaltung eines Germanenhauses findet am 12. Juli 1903 zu Frankfurt a. M. in der Rosenau( Reuterweg), mittags 42 Uhr, statt. Der Turnverein Gießen, gegr. 1846, veranstaltet, wie auch aus dem Inseratenteil ersichtlich, nächsten Sonntag auf dem Windhof eine größere Festlichkeit mit turnerischen Aufführungen und wollen wir nicht versäumen, Freunde der edlen Turnsache an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen. ** Die Erneuerung der Lose zu der am 4. und 6. Juli stattfindenden Ziehung 3. Klasse 2. Hess Türing. Staatslotterie muß spätestens am 27. Juni geschehen. * ▼ Die Biehung der Straßburg- Neudorfer GeldLotterie ist auf den 22. August d. Js. verlegt worden und findet die Ziehung an diesem Tage garantiert sicher statt. Sommerwohnungen im Vogel 8 berg" ift der Titel eines vom Vogelsberger Höhenklub herausgegebenen Büchleins, das in gedrängter Kürze die reiche Zahl der Luftkurorte und deren Wohnungs- 2c. Verhältnisse, sowie Ausflüge und Spaziergänge im Gebiete des Vogelsbergs angiebt. Das Wertchen ist vom Zweigverein Schotten des Vogelsberger Höhenflubs tostenlos zu beziehen. ** Klein- Linden, 25. Juni. Letzten Sonntag feterte| der Gesangverein Arion im Saale der Restauration Hinterlang dahier im Kreise seiner Mitglieder und deren Anges hörige das 13. Stiftungsfest. Der Vortrag verschiedener Männerchöre und die Ausfüllung der Pausen durch Tanzreigen trugen zur Erhöhung der Feier nicht wenig bei. *** Großen Linden, 25. Juni. Am Sonntag und Montag findet hier die Fahnenweihe des Kriegervereins in Gemeinschaft mit dem Verbandsfest des Hüttenberger KriegerVerbandes statt. Es sind die umfassendsten Vorbereitungen getroffen, so daß vergnügte Stunden in Aussicht stehen. *** Großen- Linden, 25. Juni. Der Bau der hiesigen Turnhalle ist nunmehr soweit fortgeschritten, daß er unter Dach tommt; gegenwärtig werden die Dachdeckerarbeiten vorgenommen. Der Bau selbst wird sich durch das Entgegenkommen des Herrn Bürgermeisters Leunen, der sich des Turnhallenbaues warm angenommen, sehr billig stellen; auch die Bürgerschaft hat es sich angelegen sein lassen, durch die billigste Beschaffung des Baumaterials den Turnern ihre Sympathie für den Bau auszudrücken. ▷ Lollar, 23. Juni. Vergangene Woche fand hier die Beigeordnetenwahl statt. Es waren 4 Kandidaten aufgestellt, aber feiner erreichte eine absolute Stimmenmehrheit, so daß nun für nächsten Montag, den 29. Juni, Stich wahl zwischen den beiden Höchstbestimmten stattfindet. Das Resultat der ersten Wahl war folgendes: H. Schmidt 6. 85 Stimmen, C. Schwalm 46 Stimmen, L. Hofmann 5. 43 Stimmen und G. Plitt 13 Stimmen. Garbenteich, 25. Juni. Das auf den 5. Juli anberaumte Sängerfest verspricht ein recht interessantes zu werden. Es haben sich bis jeßt nicht weniger als 20 Bereine der Nachbarschaft angemeldet; auch ist der bestimmte Festplat sehr freundlich gelegen und sehr geräumig. Eine gute Musikkapelle ist ebenfalls gewonnen. ist vollendet; die Quellen liegen in der Gemarkung DueckA Ettinghausen, 24. Juni. Der Bau der Wasserleitung born. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 50 000 Mart. " standen ist, darüber gibt uns als ein Stüd aus Grünbergs Grünberg. Wie die erste Mädchenschule dahier entalter Beit folgende Mitteilung des Schulbote für Hessen" Fromme( 1567-1596), der Stifter der hessen- darmstädtischen Auskunft: Philipps Nachfolger, Landgraf Georg 1. der Linie, sah die Förderung des Schulwesens gleichfalls als eine seiner ernsten Regentenpflichten an. Durch eine Verordnung Errichtung einer Mädchenschule in Grünberg in folgendem der Marburger Behörde vom 12. November 1579 wurde die verfügt: Dieweil auch in Grünberg von guter Zeit hr feine Schule für die jungen Maidlein gewesen und doch die jungen Maidlein des Katechismus, Gottesfurcht, auch in Städten fast nüßlich, daß eine ehrliche alte Matrone so Lesen und Schreiben lerne, damit sie darnächst, wenn sie zu ihrem Alter fommen, ihre Kinder so viel desto besser in Gottesfurcht und der christlichen Religion erziehen und ihr Hausgesinde gottselig regieren fönnen, so ist für gut angesehen, daß ein ehrbarer Rat der Stadt Grünberg eine solche ehrliche Frau annehmen solle." ** Aus dem Vogelsberg, 23. Juni. Mit dem Eintritt günstiger Witterung hat die Heuernte allenthalben ihren Anfang genommen. Infolge des naßfalten Frühjahrs ist das Gras in den trockenen Wiesen besser als in feuchten Lagen. * ** Alsfeld, 25. Juni.( Telegramm) Gestern empfahl Herr Rechtsanwalt Grünewald von Gießen in gut be= suchter Versammlung vom freifinnigen Standpunkt aus die Kandidatur Wallau sehr warm. + Schotten, 25. Juni. Zu dem Sonntag, den 7 Juli, stattfindenden Hauptausflug des Vogelsberger HöhenAlubs auf den Hoherodskopf werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins eingeladen. Das Fest beginnt mittags 12 Uhr und besteht in Konzert und geselligem Zusammensein. Nieder Gemünden. Nachdem in dem Gehöft des Schäfers Krauthahn die Rotlauffeuche ausgebrochen ist, wird über dasselbe die Sperre verhängt. * * × Burg- Gemünden. Eine gefährliche„ Niederlage" hatten 3 hiesigen antisemitische Wahlagitatoren am Sonntag hatten 3 hiesigen antisemitische Wablagitatoren am Sonntag in Burggemünden, ind m während der steilen Abfahrt durchs Dorf ein Rad am Wagen brach und der Inhalt des Wagen herausgeschleudert wurde. Glücklicher Weise gab es außer etwas Hautabschürfungen teine größere Verlegungen, so daß sie der Versammlung der Gegenpartei in Groß- Felda noch beiwohnen konnten. ** Bad- Nauheim, 23. Juni. Für das am 4. 5. und 6. Juli stattfindende 60jährige Stiftungsfest des Gesangvereins Frohsinn sind die Arbeiten der einzelnen Feſtausschüsse zur Zeit in vollem Sange und die Feier verspricht, nach den bisher getroffenen Maßnahmen zu schließen, einen schönen Verlauf zu nehmen. 60 Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt. = Wetzlar, 24. Juni. Auf dem gestrigen Viehmarkt waren aufgetrieben: 180 Stüd Rindvich und 750 Schweine. - Auf dem Wochenmarkt tostet das Pfund Butter 1 Mt., auswärts in der Nähe einen Bock und einen kapitalen Hund, Eier das Stück 6 Pfg. Kürzlich schoß ein Nimrod von den der Nimrod gleich mit 40 Mt. bezahlte. ** Oberbiel. Gestern wurde die Witwe S. von der Grundmühle unter dem Verdacht festgenommen und in das Amtsgerichtsgefängnis zu Braunfels überführt, ein neugeborenes Rind bei Seite geschafft zu haben. ** Kirchhain, 24. Junt. Zum heutigen Rindviehmarkte waren ca. 400 Stück Rindvieh aufgetrieben. Der Handel war recht lebhaft. Zum Schweinemarkt waren ca. 330 Tiere aufgefahren. Der Handel war schleppend. Aus dem südlichen Odenwald, 24. Juni. Die Heuernte hat begonnen. Sie fällt im Allgemeinen mager aus. Troßdem stelt sich der Centner nur auf 2 Mt., da noch viel vorjähriges Heu vorhanden ist. × Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Kirschenernte ist in unserer Umgebung ziemlich mäßig. In Eckenheim und Preungesheim, die sonst zusammen 20000 Mt. für Kirschen einnahmen, ist die Ernte in diesem Jahre gleich Null, da die Blüten erfroren sind. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Arbeiteng Es tönne 25 Dienft gegenbogen 2 grammermάδα, bezw. Busfrauen, Lohn nach ausw., Rod oder Röchin Gießen, den 24. Junt 1903. hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten. Schuhmachermeister Louis Schmidt in Schwarz Am 21. März d. Js. wurde durch ein Fenster in die Wohnung des Landwirts Roß zu Schwarz ein Stein geworfen, welcher den 14jährigen Sohn des Roß so unglücklich auf das eine Auge traf, daß er rücklings besinnungslos in die Augentlinit nötig wurde. Der Verdacht der Täterschaft Stube fiel und später eine Aufnahme in der Gießener lenkte sich auf den Angeklagten. Bei setner Festnahme gab los betrunken gewesen sein. Heute wird ihm nachgewiesen er die Möglichkeit der Täterschaft zu, will aber 6 sinnungsdaß von sinnloser Trunkenheit teine Rede sein kann. Nach dem Gutachten des Sachverständigen ist das Sehvermögen auf dem einen Auge ganz verloren, auch sei das andere Auge gefährdet. Da die Tat an vorsätzliche Körperver legung grenzt, kommt das Gericht zu der erheblichen Strafe von 5 Monaten Gefängnts, indem 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet wird.- Der vom Alsfelder Schöffengericht wegen Hausfriedensbruch zu 36 Mt. Geldstrafe verurteilte Taubstumme Martin Tho maszewsti von Kurowo nimint seine Berufung vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurück 8um Schlusse wird die Berufung des Wilhelm Geist von Vilbel, welche gegen ein Erkenntnis des dortigen Schöffengerichts, das ihn wegen Körperverlegung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilte, gerichtet ist, unter Rostenbelastung zurückgewiesen. Ein Glückwunsch. Die vielbeftrittene Nachricht, der sächsische Kronprinz babe sofort nach der Niederkunst seiner geschiedenen Gattin an diese ein herzliches Telegramm gerichtet, beruht, wie der ,, Augsburger Abendzeitung" jezt auf's Bestimmteste versichert wird, auf Wahrheit! Habt Ihr's gehört? Aus jenes Schlosses Hallen, Aus denen jüngst das herbe Wort erscholl Von einer Frau, die lang schon tief gefallen, Kam auch eta Glückwunsch, edlen Mitleids voll! Und dem das Weib so schweres Leid verschuldet, Der doppelt grollen darf wie er geliebt Nun sie der Frauen schwerste Stunde duldet, Ist jener Mann der Erst, der vergibt! Klingt das nicht heut' wie schlecht erfund'ne Märe, In diesen Beiten falschen Heldenruhm's, In diesen Beiten mißverstand'ner Ehre Und misverstand'nen hohlen Christentums? So zahlt ein Mann von echten Rittersitten Empfang'nes Unrecht einem Weib zurück, So rächt ein Christ die Schmach, die er gelitten, Zu diesem Glückwunsch wünsch ich- Sachsen Glück! „ Jugend". Geschäftliches. freiner, 6 Bau Drechsler( ausw ausw), 1 Reme ausw.), 2 jünger 1 ausw.), 2 Lad tage, 2 Hausbu 1 jüngerer landn Wie uns die General- Agentur J. Stürmer, Straßburg i. Els, mitteilt, ist die 2. Wohltätigkeits- Geld- Lotterie zu Gunsten eines Straßburger- Neudorfer- Arbeiterheims, infolge ungünstiger Einwirkungen div. Umstände, auf den 22. August cr. verlegt worden. Dieselbe findet dann jedoch unter Garantie statt. Lose sind daher noch immer bei dem General Debit E. Stürmer, Straßburg i. Els., Langestr. 107 und den bekannten Los- Verkaufsstellen erhältlich. Wie mancher schöne Spaziergang, manche herrliche Fuß partie muß unterbleiben, weil der Hausherr an Fußschweiß leidet, und wegen des Brennens an den Füßen nicht zu bewegen ist, obgleich ihm d.r Hausarzt ausdrücklich Bewegung verordnet hat. In solchem Falle ist die trefflich bewährte Fußseife von Th. Scholl, eine große Wohltat für die ganze Familie, höchft einfach anzuwenden, wird im heutigen Anzeigenteil annonciert. Ein Gutsbesizer schreibt: Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, t. und t. Hoflief rant in Neunkirchen, Niederösterreich. B. Utvaros. Ersuche Sie, mit Wendung der Post von Ihrem Wilhelm's antiarthritischen antirheumatischen Blutreinigungs Thee zwei Packete zu schicken. Senden Sie selben Thee nach Debreczin an Herrn Szathmary Gabor, Haus- und Landgutsbesitzer in Debreczin Nr. 1664. Ich habe dem Vasienten Ihren Thee empfohlen, da ich mit diesem Thee viele geheilt habe Ich bitte Sie also, mit Wendung der Tost den verlangten Blutreinigungs- Thee mit nn= garischer Gebrauchsanweisung gegen Nachnahme zu schicken, aber so bald als möglich. Derselbe obige Patient wird noch mehr benötigen, denn ich habe ihm geraten, wenigstens zwei Monate hindurch den Thee zu gebrauchen. Ich erlaube mir nochinals, obige Adresse in Erinnerung zu bringen und bitte um baldige Versendung gegen Nachnahme. Mit Hochachtung Franz v. Lisztay, Gutsbesitzer. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurzel 3-50, Radic. Cariophyll. 3 50, Chinarinde 8-50 Eryngiimurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weiß Senf 3 50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. 3. ausgeführt von Seff.) Nr. 116 Anfang Billets fir Gr Fahne Hütte statt, wozu erg XX Markt Un Re Pr Hey Auße Cand bom 1 Als Anba zugebenden Ka gebrudt werden 68 wird Firmen Gelege weiteren Streife Annoncer und die Bedin wirtschaftlichen Alsfeld bezogen met. file Riridhen gleich Null, da die al. Juni 1903. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Es tönnen eingestellt werden: 25 Dienstmädchen für sofort und später gegen hohen Lohn, 1 Kindermädchen, 1 Kinderwärterin, 2 Bimmermädch., 1 Hausmädch., 1 Weißzeugnäherin, 3 Laufbezw. Buzfrauen, 1 Waschfrau bezw. Waschmädchen bei hohem Lohn nach ausw., 5 Waschfrauen, 1 landwirtschaftliche Magd, 1 Roch oder Köchin zur Aushilfe, 1 Kunstschlosser, 1 MöbelSchreiner, 6 Bau- und Möbelschreiner,( 1 hier, 5 ausw.), 2 Drechsler( ausw.), 1 Schneidmüller( ausw.), 1 Küfergeselle ( ausw), 1 Bementmüller( ausw.), 5 Anstreicher( 2 hier, 3 ausw.), 2 jüngere Schuhmacher( ausw.), 2 Schneider( 1 hier, 1 ausw.), 2 Lackierer( ausw.), 1 Postaushelfer für die Sonntage, 2 Hansburschen, 5 Pferdefnechte für Landwirtschaft, 1 jüngerer landw. Pferdeknecht( ausw.). t in Schwarz zu verantworten. nfter in die Woh Stein geworfen, o unglüdlich auf innungslos in die in der Gießener t der Täterschaft er Festnahme gab aber 6 sinnungsihm nachgewiesen fein fann. Nach Das Sehvermögen sei das andere che Körperver cheblichen Strafe at der erlittenen net wird. Bfriedensbruch zu - Det 2ehrlinge: 1 Wagner, 1 Schneider, 1 Friseur ( ausw.), 1 Maler und Lackierer, 1 Schreiber, 1 Lehrmädchen ( Verkäuferin). Es suchen Arbeit: 2 Dienstmädchen, 2 Zimmermädchen, 1 Kindermädchen, 1 Kinderwärterin, 3 Flickerinen, 3 Weißzeugbeschließerinen, 3 Waschfrauen, 5 Laufs bezw. Puzfrauen, 2 Laufmädchen, 1 Wäsche oder Plättmädchen, 1 Gartenarbeiterin, 2 Metallformer, 1 Spengler, 1 Installateur, 2 Bau- und Maschinenschlosser, 1 Schuhmacher, 6 Bau- und Möbelschreiner, 1 Wagner, 1 Zimmermann, 1 Küfer, 3 Glaser( darunter 1 Rahmenmacher), 2 Weißbinder, 2 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 2 Heizer, 1 Bureaugehilfe, 8 Hausburschen, 3 Diener bezw. Ausläufer, 2 Kutscher, 1 Krankenwärter, 3 Tagelöhner, 6 Pferdefnechte( darunter 4 für Landwirtschaft) und 3 landw. Arbeiter. Lehrlinge: 2 Schreiber. Zum neuen Saalbau ( früber: Steins Garten). Donnerstag, den 25. Juni 3. Abonnements- Konzert Martin Tho. ausgeführt von der Kapelle des Infanterie- Regiments„ Kaiser Wilhelm"( 2. Großh.| ine Berufung vor Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn E. Krauße. -Bum Schluffe bon Bilbel, 1 Schöffengerichts, onaten Gefängnis ng uridgewiejen. fische Kronpring schiedenen Gattin beruht, wie der mmteste versichert Coffes Hallen, fchol efallen, tleids voll! verschuldet, btduldet, t! Fund'ne Märe, 8, m8? fitten üd, er gelitten, Sachfen Glüd! „ Jugend". irmer, Straßburg Geld- Lotterie zu terheims, infolge , auf den 22. det dann jedoch immer bei dem Elf., Langeftr. 107 Itlich. the herrliche Fuß r an Fußschweiß üßen nicht zu berüdlich Bewegung trefflich bewährte ( tat für die ganze im heutigen n chreibt: nd t. Hoflief rant ig. B. Uibaros. Soft von Ihrem Blutreinigungs felben Thee nach aus- und Land Jabe dem Basiit diesem Thee mit Wendung ahme zu schiden, Patient wird raten, wenigftens chen. Ich erlaube Thee mit nnzu bringen und hme. ng Gutsbefizer. le 56, Ulmentinbe 75, enblätter 56, Lemus mawurzel 44, Carug 50 Eryngiiwurzel 57, el 67, Suhholzwurzel 350, Ragthalten genen Verfahren ert fpeziell erhöht Hanbelsware. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pig. Billets sind in der Expedition der Gießener Neuesten Rachrichten" zu haben. " Grossen- Linden. Turnverein Gießen. Sonntag, den 28. Juni 1903 Partie n. d Windhof laut Karte. Gemeinschaftlicher Abmaisch mit Musik um halb 4 Uhr von der Turnhalle aus. Freunde der Turnsate sind willkommen Eintritt frei. Der Vorstand. Brotpreise vom 21. Juni bis 5 Juli. Der hiesigen Bäcker. Kg. Pfg. 1 Weißbrot 26 2 52 i Schwarzbrot 24 2 48 " B 72 " Sonntag, den 28., und Montag, den 29. Juni findet 1 Kornbrot 22 2 44 Der auswärtigen Bäcker: Fahnenweihe des Kriegervereins in Gemeinschaft mit dem Verbandsfest des Hüttenberger Krieger- Verbandes in Großen Linden statt, wozu ergebenst einladen Die Festwirte: Fischer, Schaum, Weigand. Georg Koch, Uhrmacher u. Optiker. Gießen. jett 50 Bahnhofstrasse 50 empfiehlt Taschenuhren, Regulateure, Wand- und Weckeruhren in besten Qualitäten unter mehrjähriger Garantie zu bekannt billigen Preisen. Brillen und Zwicker nach ärztlicher Vorschrift. Genau den Augen anpassend. Eigene Reparatur- Werkstätte. Markt 16. Friedrich Teipel Markt 16. empfiehlt Unterzeuge in Wolle, Halbmolle, Merino u. Maco. Sehr empfehlenswert: Reguläre Unterhosen ohne Naht, worin ftets großes Lager in allen Größen und Preislagen unterhalte. Prof. Dr. Jargers Hormal- Tricotwäsche. Heyges zweiseitige Unterzenae, oben Wolle unten Baumwolle. Außerordentlich haltbarad besonders empfehlenswert für Herren, melche auf der Haut feine Wolle vertragen fönnen. Landw. Ausstellung Gießen, vom 10. bis 13. September 1903. Als Anhang zu dem für obige Ausstellung herauszugebenden Kataloge soll ein ... Annoncenteil gedruckt werden. Es wird damit den Ausstellern und sonstigen Firmen Gelegenheit gegeben, ihre Waren und Produkte weiteren Kreisen anzubieten. Annoncen fönnen bis zum 15. Jult aufgegeben und die Bedingungen durch die Geschäftsstelle des landBekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß folgende Personen zu städtischen Leichenwärtein und Leichenfrauen mit Wirkung vom 1. Juli 1903 ab bestellt worden sind; Jost, Heinrich, Kaplansgasse 10, Sperling, Konrad, Sandgasse 36. Arudt Katharine, Kaplansg. 10, Dürr, Elise, Marktplatz 8. Gore, Katharine, Wolfengasse 17. Schuchhardt, E, Katharineng. 9, Wacker, Johannette, Mühlg. 19. Gießen, 23. Juni 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Heugras am Schifferberger23 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 2. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe( Langgöns.) W. Fabel 24 ( Wieseck) Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Weitzel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wiesec Leir. Klein2 " Linden Dern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg 26 46 21. Steinmüller Wwe( Langaöns) 48 W. Fabel Wiesed W. Wetzel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr. Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 1 Schwarzbrot bei Georg Dern 50 Marktbericht. Gießen, 23. Junt. Auf dem heutigen Wochenmartt tosteten Butter per Bfb. 0.90-1.00 Mt. Hühnereter 6 Bfg., 2 St. 11-13 Bfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar m. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.20-240, Hahnen, per, Stud Mr. 1.00-1.80, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. fb. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 8.00-8.00 m., Zwiebeln per 3t. mt. 9.00-10.00, Kirschen per Pfund 35-50 Pfg. Milch per Liter 18 Vfg. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Das Rosmodont Zahnpflege System. Nach Vorschrift des Herrn Prof. Dr. med. Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weitgebenden Schutz. Wer also auf die Erhaltung seiner Zähne Wert legt, wer sein körperliches Wohlbefinden dauernd sichern und das Wohl seiner Pflegebefohlenen wirklich fördern will, der benutze Kosmodont- Zahnpflege- Mittel, hergestellt nach den Vorschriften und unter ständiger Kontrolle des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel. pro Flasche lk. 1.50, Kosmodont- Mundwasser, Doppel- Flasche Mk. 3.verbindet die Vorteile eines antiseptischen Zahnputzmittels mit denen eines erfrischenden, aromatischen Mundwassers. Jeder Flasche Kosmodont- Mundwasser liegt die Broschüre des Herrn Professor Dr. med. Jul. Wisel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Dr. 1 für Erwachsene, Mk. 1,25 Kosmodont- Zahnbürste, nr. 2 für Kinder, mk. 1.Die Kosmodont- Zahnbürste ist dem anatomischen Bau der Kiefer und den natürlichen Inundverhältnissen genau angepasst. Die Bürste trifft die Kauseite, sowie die innere und äussere Fläche eines jeden Zahnes. Kosmodont- Zahncrême, pro cube 75 mk. Bei Anwendung der Kosmodont- Zahnerême wird der Ansat von Zahnstein verhütet und die Zähne werden in frischer, natürlicher Farbe erhalten. Alle Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in Kartons verpackt, die das Faksimile des Herrn Professor Dr. med. Julius Witzel tragen. Die Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in allen einschlägigen Geschäften, sowie direkt durch die unterzeichnete Firma erhältlich. Kosmodont- Gesellschaft 魚肉 絲 Wilh. Anhalt G. m. b.. Ostseebad Kolberg. 52 II. Gr. Linden 21 W Steinmüller We. " " 1 Halte Sprechstunde ab. Sonntags: 9 bis 2 Uhr. W. Weitzel, LangGönd, Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim Wochentags: 8 bis 5 Uhr. Poliklinik: 1 bis 2 Uhr wochentags. Schwalm, Zahnarzt. Spezialist für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. 22 W. Lein KleinLinden 24 2 " J. Kd. Velte, KirchGöng Gießen, Bahnhofstraße 63, an der Wieseckbrücke. 40 Dern II. Gr.-Lind u. Louis Süßmuth, Steinberg 42 2 bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weitzel, Lang- Göns, Karl Post, Karl Trautmann u. E. Christ Wieseck u. Gustav allen Größen. in Kinderfärge Jakoby Alt. Buſed 44 Tannene, eichene, polierte und Jakob Appel, Krofdorf 46 W. Lein, KleinLinden 48 21 ,, bei Louis Süßmuth Steinberg stets auf Lager 52 1 3 W. Fabel und Karl Post, Wieseck Karl Trautmann E. Christ, Wiesed 66 1 Kornbrot bei Ferd. Weiß, Grüningen 2 Kornbrot Jakob Appel, Krofdorf Metallfärge Louis Werner, Schreiner. Möbel- und Sarglager. Wolkengasse. - Sießen 22 Frau Noack Kleine Wohnungen 42 W. Lein, KleinLinden, Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen. 44 Der Brodverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 19. Juni 1903. Großh. Polizeiamt Gießen, Hechler. Städtisches Gießen empfiehlt sich im Anfertigen von Kleidern. Für guten Sitz und gute Ausführung wird aarantiert. 1 schöner großer Laden nebst 3 Zimmern am Marktplatz sofort zu verm. Preis 500 Mart. Offerten unter„ Laden" an die Exp. d. Bl. erbeten. Schlachthaus 3 wirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen zu von 2 mielent meg zu verkaufen. Ochsenfleisch 50 Pfg. Alsfeld bezogen werden. Der geschäftsführende Ausschuß. Weg vom Halm Karl Mallomesius, Reuenweg 27.- Gießen. Kalbfleisch 50 Pig. Heute und Morgen. uche einen Jungen, welcher die Bäckerei erlernen will. H. Bender VI. Rodheim a. d Bieber. wet schön möbl. Zimmer zu vermieten Gießen, Lindenplay 12. Sin möbl. und ein unmöbliertes Zimmer zu verm. Gießen. - Kreuzplag 10. alsbald zu vermieten Brandplag 15. Kleine Wohnung an ruh. Leute pr. 15. Juni zu vermieten. Näh. Kirchenplay 21, Gießen. Hotel Einhorn. Wohnung zu verm. 3 Zimmer m. Küche von 200 Mt. an. Möb öbl. Zimmer von 15 Mr. an zu vermieten. Hotel Einhorn. immer nebst Kabinet mit oder 3 mm Wöbel, pr. jofort zu bermieten. an ruhige Steken Bahnhofstraße 15. leine Wohnung Familie zu vermieten. Seltersweg 61, Gießen. Das An unsere Leser! as in wenigen Tagen endende zweite Quartal giebt uns durch einen bedeudenten Zuwachs an Abonnenten erneut den Beweis, daß wir auf dem richtigen Wege sind, eine Zeitung herzustellen, die infolge ihrer parteilosen Haltung allen Ansprüchen genügt. Unsere Devise: Vom Neuen das Neueste in aktuellen Tagesfragen. Vom Guten das Beste im unterhaltenden Teile hat fich glänzend bewährt und so haben wir Vorsorge getroffen, daß auch im nächsten Quartal nach diesen Grundsäßen weiter gearbeitet wird. Immermehr werden die ,, Gießener Neuesten Nachrichten" bemüht sein, wie auf dem Gebiete der Politik so auch in allen anderen das moderne Leben berührende Fragen und Verhältnissen den Wünschen seiner Leser zu entsprechen und ihnen einen zugleich belehrenden und unterhaltenden Lesestoff zu bieten. Den Tagesfragen wird dauernd weitester Raum in den Spalten unseres Blattes gegeben werden, während dem Lokalen und Provinziellen Teil durch Anstellung eines Redakteurs für diesen Teil, erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt wird; im Unterhaltungsteile wird eine ganze Reihe der besten Romane und Erzählungen unserer beliebtesten Schriftsteller zur Veröffentlichung gelangen. Aber auch unseren Lesern ist es vorbehalten, redaktionell und an der weiteren Verbreitung unseres Blattes mitzuarbeiten. Durch die Einrichtung unseres KO O» Sprechsaals 00999>> « ist es uns möglich, die aus Abonnentenkreisen eingesandten Zuschriften über kommunale und andere Fragen jederzeit zum Abdruck zu bringen. Andererseits werden uns Empfehlungen in Freundes- und Bekanntenkreisen stets angenehm sein. Diese zahlreichen Borzüge lassen uns auch für das III. Quartal einen weiteren Zuwachs an neuen Abonnenten erhoffen, welche wir hiermit willkommen heißen. 24 Gießen, im Juni 1903. Redaktion u. Expedition der„ Giessener Deuesten Nachrichten". Todes- Anzeige. Gestern Mittag verschied sanft nach kurzem schweren Leiden unsere unvergessliche Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Gattin, die Frau Gastwirtin Elisabethe Bender im Alter von 67 Jahren. Rodhelm a. d. B., den 25. Juni 1903. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, den 26. d. Mts. nachmittags 2 Uhr statt. Einem hochgeehrten Publikum Gießens und Umgegend die ganz ergebene Mitteilung, daß ich am hiesigen Plage ein Maler, Anstreichereröffnet habe. und Weißbindergeschäft Durch entsprechende Ausbildung und praktische Erfahrungen glaube ich im Stande zu sein, allen an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Wunderbar wirkt Th. Scholl's gesetzl. geschützte D. R. Fussschweiss- Seife! Prämiiert Paris, welche jeden üblen Geruch und Brennen der Füsse sofort beseitigt, ohne den Fussschweiss zu unterdrücken. Nur echt à 60 Pfg. bei Otto Schaaf, Adl-Drog., A Bieler, Drogerie, " 19 W. Kilbinger, Giesen Man achte auf: ,, Th. Scholl". Indem ich pünktlichste Bedienung und geschmackvolle Ausführung bei foliden Kartof.eln Preisen zusichere, bitte ich mein Unternehmen durch Zuwendung geschäzter Aufträge gütigst unterstützen zu wollen. Gießen, im Juni 1903. Hochachtungsvoll Gustav Belitz Dekorations- Maler Steinstraße 65. Auf Wunsch Originalstizzen und Kostenanschläge. Tüchtige Schneiderinnen Gartenspalier werden per sofort gesucht gegen guten Gehalt. Elise Hinkel, Kreuzplag 6. größte Auswahl in nur prima Speise- und Salatkartoffelu, empfiehlt die KartoffelGemüsehandlung und J. Hantel. Shloßgasse 6. Gießen. Schuhmachergeselle so fort gesucht. B. Amend, Ludwinsvlab 4. Selbstverschuldete Schwäche Gartenspalier der Männer, Pollut. fämil. GeCt: ca 100 Meter billig zu verkaufen. Gießen. schlechtskrankh. behand. sicher nach 30jähriger prakt. Erfahrung. C. Valentin, Schüßenstr. 15, Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. Auswärtige brieflich. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Erbauung der Universitäts- Bibliothet in Gießen werden folgende Arbeiten des inneren Ausbaues auf Grund des Ministerial- Eclasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Pusarbeiten. Los I 7030 qm Wand und Deckenpuz, Los II 2550 qm Los III 1370 qm äußerer" Terranovapuz. Rabizarbeiten. 164 qm Gewölbe. 120 qm Wände. Studarbeiten. 655 Ifd. m Gesimse und Vouteer, Türumrahmungen. Angebotsunterlagen können auf unserem Zweig. bureau, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare gegen Selbstkostenpreis dorther bezogen werden. Offerten .nit entsprechender Aufschrift versehen, sind auf genanntem Zweigbureau bis Donnerstag, den 9. Juli d. J. vormittags 11 1hr, dem Eröffnungstermine, einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Steßen, den 17. Juni 1903. Großh. Baubehörde für die UniversitätsNeubauten, Gießen. Becker. nächste Ziebung am 30. Juni cr. Frison GEWAGT ist halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. - Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n. jeder Ziehung. nur 5 Mk. mationsfrist. - Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. - fächerrer fommit seinen martelin aber staiſer Mantel von den Schultern und den verpfändeten Mantel 25 Rbl., fagte ihm, daß er den Kaiser geann aber lachte und antwortete. ging ins Schloß. Bald darauf brachte ein Diener dem forderte warf habe, und fahren Buhrmann Burüc EINST UND LETZT Nr. 146. Donnerstag, den 25. Juni sche Famil 1903.