Nr. 120. Abonnementsprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Montag den 25. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Politik. Die Armeerangliste für 1905 ist soeben erschienen. Ein Vergleich mit der vorjährigen zeigt, daß in den elf Monaten, die seit der Veröffentlichung der Liste für 1902 verflossen sind, eine außer ordentliche Anzahl Veränderungen in den höchsten, höheren und niederen Kommandsstellen eingetreten sind. Seit dem 1. Juni 1902 bis 6. Mai d. Js.- mit dem Stande von dieser Tage schließt die Liste ab wurden neubesezt vier Armeekorps( das 3., 4., 8., 15.), 16 Divisionen, 39 Infanterie-, 9 Kavallerie, 9 Feld artilleriebrigaden, die Inspektion der Infanterieschulen, eine Kaballerieinspektion, die Generalinspektion der Fußartillerie, eine Fußartillerie- und zwei Ingenieurinspektionen, sowie die Generalinspektion des Ingenieur- und Pionierforps. In 67 von 170 Regimenistömmandeurstellen trat im Laufe des Jahres ein Personenwechsel ein. Ferner wurden neu beseßt 15 Kavallerie-, 12 Feldartillerieregimenter und 1 Fußartillerieregiment. Von selbständigen Bataillonskommandeurstellungen wurden 6 Jäger- und 4 Pionierbataillone neu besetzt. Auch die Verkehrstruppen erfuhren manchen Wechsel; neu besetzt wurden die Gisenbahnbrigade und die Inspektion der Telegraphentruppen. Neue Kommandanten und Gouverneure erhielten die Garnisonen Karlsruhe, Königsberg, Mainz, Mezz, Straßburg und Ulm. Die Garnison tauschten die Infanterieregimenter 14 und 129, so daß das erstere jetzt in Bromberg, das letztere in Graudenz steht, und infolge der Krosigkaffäre das Dragonerregiment Nr. 11 aus Gumbinnen- Etallupönen mit dem Ulanenregiment Nr. 8 in Lyck. Vom Feldregiment Nr. 2. wurde Etab und erste Abteilung von Stettin nach Kolberg verlegt, Die verschiedenen Teile des Feldartillerieregiments Nr. 57 wurden zu Neustadt i. D. vereinigt. Die Armee besitzt z. Zt. seit dem 1. Oktober 1902 zwölf Maschinengewehrabteilungen, von denen auf das Gardekorps zwei, das 1. Armeekorps drei, das 3., 6., 17. je eine, das 14. und 15. je zwei entfallen. Die Folgen der Magharisierungsp. litif. ) Die Kroatenkrawalle, die sich gegen die Versuche der Ungarn richten, Kroatien zu magyarisieren, nehmen täglich an Umfang und Gefährlichkeit zu. Allen Ableugnungen zum Troß handelt es sich nicht nur um lokale Fälle von Landfriedensbruch, sondern um einen ziemlich allgemein verbreiteten Aufruhr, der zu häufigen blutigen Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht führt. Neuerdings haben kroatische Bauern in Gracsma bei Kreuz die Gendarmen mit Stöcken angegriffen. Tie Gendarmen septen sich zur Wehr, und zwei Bauern wurden erschossen. Die Eisenbahnstationen und die Eisenbahnen überhaupt sind ebenfalls ein beliebter Zielpunkt für die Angriffe der Bauern, die auch das Hinausstecken ungarischer Fahnen nicht dulden. Ueber mehrere Bezirke ist das Standrecht verhängt, viele Verhaftungen wurden vorgenom men. Doch bestätigen sich die Meldungen, daß 33 Aufrührer kurzerhand aufgeknüpft worden seien, nicht. Der Bonus von Kroatien ist wegen der Unruhen zum Kaiser beschieden worden; dagegen fand eine kroatische Deputation, die sich über den Banus beschweren wollte, in der Hofburg keinen Ginlaß. Schließlich wird man die rabiaten Kroaten aber doch wohl anhören müssen. Wir Reichsdeutschen können dieses Schauspiel mit einiger Genugtuung betrachten: sind doch diese kroatischen Vorstöße gegen die brutale Magyarenpolitik eine ganz annehmbare Vergeltung für das Vorgehen der Ungarn gegen die Siebenbürger Sachsen, denen man zum Dank dafür, daß sie den Magyaren etwas Kultur beigebracht haben, ihre Nationalität nehmen will. Eben wieder kommt die Nachricht, daß etwa 1000 Siebenbürger Sachsen infolge der fortwährenden Bedrückungen, die sie erdulden mußten, nach Nordamerika ausgewandert sind, um sich eine neue Heimat zu suchen. Es wäre wünschenswert, wenn diese fleißigen schwäbischen Bauern ihren Lauf nach deutschen Kolonien lenken würden, wo sie die deutsche Ansiedelung verstärken und ihrem Deutschtum erhalten werden könnten. Unserer Kolonialverwaltung erwächst da eine sehr ersprießliche Aufaabe. Die britischen Typhusdecken. Die neueren Nachrichten über den skandalösen Schacher, der von den britischen Behörden in Südafrika mit den Decken aus den Typhuslazaretten getrieben wurde, lauten noch empörender als die erste Mitteilung. Nicht we niger als 150,000 Decken sind ohne jede Reinigung oder Auswahl in Kapstadt einfach an Londoner Händler meiſtbietend versteigert worden, und die Händler haben sich beeilt, ihre Ware in England und teilweise auch im Auslande wieder loszuschlagen. Man hat jetzt auch eine Erflärung für die vielen Typhusepidemien, die im letzten Jahre an Orten vorgekommen sind, wo die Krankheit bisher unbekannt war: die Krankheitserreger sind dort eben durch die ungereinigten Decken eingeschleppt worden. Jegt, wo das Kind im Brunnen liegt, sucht die britische Regierung ihn zuzudecken, sie forscht fieberhaft nach dem Verbleib der Decken. Im Ostende von London sind be reits Rehntausende dieser Decken ermittelt worden, und aus den britischen Provinzen werden täglich ganze Gü terzüge voll Decken nach London geschafft. Aber es wird unmöglich sein, alle Käufer aufzustöbern, und so wird die Gefahr der Ansteckung noch auf lange hinaus bestehen bleiben. Das Londoner Kriegsamt hat Ordre zu ſtrenger Bestrafung der Schuldigen gegeben. Aber es wird nicht leicht halten, die eigentlichen Schuldigen für ihre Gewiſſenlosigkeit zur Verantwortung zu ziehen. Die ganze schmuzige Geschichte wird jezt im Unterhause zur Sprache gebracht werden. Merkwürdig ist das Verhalten der Regierung: Statt die ermittelten Decken zu vernichten, sam melt sie sie in einem Schuppen; sie erklärt, vernichten dürfe sie dieselben nicht, da den Besizern, nicht der Re gierung, das Verfügungsrecht darüber zustehe. Nach die sem Grundsaz dürfte die Regierung z. B. auch bei eine Feuersbrunst ein Haus nicht niederreißen, dessen Abtra gung dem Brande Einhalt tun könnte. Oder sie dürfte ein Wrack, das der Schiffahrt gefährlich wird, nicht in dis Luft sprengen! Araberunruhen in Algier. (:) Der ,, heilige Krieg", den einzelne südalgerische Ara berſtämme den Franzosen erklärt haben, macht diesen vie zu schaffen. Fast allnächtlich werden algerische Forts und Posten von den arabischen Fanatikern angegriffen. St wurde neulich nachts der französische Grenzposten von Bousfarna von einer Bande angegriffen, die die Schild. wache mit fortzuschleppen suchte. Die Bande schoß die ganze Nacht von allen Seiten auf den Posten. Eine Schüßenabteilung erwiderte das Feuer und zwang die Angreifer zur Flucht. Ein bequemer Besitz wird die algerische Kolonie für Frankreich in absehbarer Zeit nicht werden. Zum Mordanschlag gegen den aren. (") Wie sehr die russischen Behörden sich auch bemühen, die Nachricht von einer Militärverschwörung gegen den Zaren als unglaubwürdig hinzustellen; jeder Tag bringt neue Anzeichen dafür, daß die Meldung das Rechte trifft. Zunächst sind eine Anzahl Offiziere verhaftet worden, andere haben sich der Verhaftung durch Flucht oder Selbstmord entzogen. Dann aber ergibt sich auch aus der plötzlichen Umgestaltung des Programms für die 200jahrfeier des Beſtehens der Stadt Petersburg, daß ein Attentat tatsächlich geplant war. Die Regatta, die aus Anlaß des Jubiläums in Petersburg auf der Newa vor dem Winterpalais stattfinden sollte, ist nach der Jelagininsel, außerhalb des Zentrums der Stadt, verlegt worden. Das Volksfest wurde von Sonntag auf Freitag verschoben und zugleich der ſtrenge Befehl gegeben, die Fabriken während der Dauer des Festes arbeiten zu lassen. Auch die übrigen Festlichkeiten werden, soweit der Hof dabei zugegen ist, auf einen möglichst engen Teilnehmerkreis beschränkt. Es muß um das russische Offizierkorps übel bestellt sein, wenn aus hm immer wieder Königsmörder hervorgehen. Und auch für die Durchschnitts intelligenz der russischen Offiziere ist es bezeichnend, daß unter ihnen Leute Aufnahme finden können, die dem Wahnsinn der Propaganda der Tat huldigen und durch ruchlose Verbrechen die Lage ihres Landes glauben bessern zu können. Lie Rischinewer Greue und die Union. ( 2) Wegen der Vorgänge in Kischinem werden jetzt täglich in den Vereinigten Staaten große Entrüstungsversammlungen abgehalten, in denen die Unionsregierung aufgefordert wird, gegen die russische Politik einzuschreiten. In der Verurteilung der Kischinewer Vorgänge ist die ganze gesittete Welt einig, woher aber die Union das Rec herleiten soll, sich in die inneren Angelegenheiten ein. europäischen Staates zu mischen, ist unerfindlich. Man muß mit der ganzen Hoffart der Yankees ausgerüstet sein, um ein solches Verlangen im Ernst zu stellen. Das amerikanische Kabinett wird sich natürlich hüten, einem Vorschlag zu folgen, der um so absurder ist, je eifersüchtiger die Union auf der Monroedoktrin besteht. Obenein wäre ein Eintreten Rußlands für die Kischinewer Israeliten um so verwunderlicher, als Amerika selbst neuerdings den russischen Juden, die unter dem Druck der Tschinowniks auswandern, unter allerhand Vorwänden die Einwanderung nach der Union versagt. Immerhin ist die berechtigte Entrüstung der amerikanischen Bevölkerung über die Kischinewer Vorgänge so stark, daß das Petersburger Kabinett es für angezeigt gehalten hat, dem russischen Botschafter in Washington den erbetenen Urlaub einstweilen zu versagen, und daß es ihn angewiesen hat, dem amerikanischen auswärtigen Amt zu versichern, Rußland habe Vorkehrungen getroffen, die eine Wiederholung solcher Greuel unmöglich machen. Auf diese Versicherung wird man freilich weder in Washington noch anderswo Häuser bauen wollen. Kuba amerikanische Provinz! (:::) Der ,, ewige Vertrag", auf Grund dessen der Uncle Sam die Perle der Antillen in seine weiten Taschen steckt, ist am Sonnabend unterzeichnet worden. Er enthält folgende Bestimmungen: Kuba darf keinen Vertrag mit einem auswärtigen Staate abschließen, der seine Unabhängigfeit beeinträchtigen würde, und keine öffentliche Schuld eingehen, zu der die gewöhnlichen Einnahmen in keinem Die Vereinigten Staaten follen er= Verhältnis stehen, machtigt sein, zur eryattung ver luvuntuyen unuyungig feit einzugreifen. Ferner wird den Vereinigten Staaten di Befugnis zur Errichtung einer Kohlenstation auf der Islo de Pinos erteilt. Mit anderen Worten: Kuba ist nicht weiter als eine amerikanische Kolonie, die noch nicht ein. mal so viele Rechte hat, wie die einzelnen Unionsstaaten! Wie sagten die Amerikaner doch, als sie den Spaniern den Krieg erklärten? Zur Befreiung der Kubaner vom spanischen Joch sei die Union verpflichtet. Was die Freiheit, die die Yankees den Kubanern errungen haben, zu bedeuten hat, zeigt der obige Vertrag: Statt der Spanier sind jetzt die Amerikaner die Herren der Insel, und sie werden ein strafferes Regiment führen als jene. Kurze politische Nachrichten. * In Spandau werden in nächster Zeit Versucha mit neuen außerordentlich wirksamen großen Geschossen Kruppschen Fabrikats stattfinden. Den Versuchen wird voraussichtlich auch der Kaiser beiwohnen. * Die Aussperrung im Bremer Baugewerbe hat jegonnen. 1500 Bauarbeiter, 1800 Maurer und 900 3imnerleute werden davon betroffen. Bis Montag Abend ollen sämtliche am Baugewerbe beteiligten Innungen iber die Aussperrung der Arbeiter ihrer Branchen bechließen. Die Aussperrung der Werfitarbeiter in Bremen jezw. Bremerhaven ist bekanntlich beendet. * Im norwegischen Storthing verlas der Ministerpräsi dent Blehr eine Erklärung, daß die Verhandlungen behufe gemeinsamer Konsulate mit Schweden keine Einschränkun gen der Beschlußfähigkeit jedes der beiden Reiche auf dem Gebiete der auswärtigen Politik bedingen. * In Bukarest fand aus Anlaß des 37. Jahrestages der Thronbesteigung König Karols nach einem feierlichen Tedeum eine Militärparade statt, welcher der König und die Königin, die Mitglieder der königlichen Familie, sowie das diplomatische Korps beiwohnten. Der König wurde von einer großen Volksmenge lebhaft begrüßt. *. Die Nachricht von der Entsendung russischer Truppen an den Yalufluß wird in Tokio amtlich widerrufen. * Der venezolanische Senat hat den Präsidenten C- stro bevollmächtigt, eine Anleihe zur Fundierung der äußeren und inneren Schuld und zur Konsolidierung aller Schulden Venezuelas aufzunehmen. * Zwischen Chile und Argentinien ist jetzt ein Freundschaftsvertrag zustande gekommen, der gegenwärtig in Buenos Aires durch große Festlichkeiten besiegelt wird. Wie lange wird die Eintracht wohl dauern? Hof und Gesellschaft *** Für die Sommer- Seereisen des Kaisers iſt nunmehr endgiltig folgendes Programm aufgestellt wor den: Am 17. Juni trifft der Kaiser mittels Conderzuges in Kiel ein und begibt sich an Bord seiner inzwischen für die Ausreise seekfar gemachten Yacht Hohenzollern", um sich durch den Kaiser Wilhelm- Kanal nach Hamburg zu begeben zwecks Teilnahme der am 20. Juni daselbst stattfindenden Enthüllung des für Kaiser Wilhelm den Großen errichteten Denkmals. Hieran schließt sich die Fahrt des Monarchen nach Kurhafen, woselbst der Herrscher der großen Elbregatta beizuwöhnen gedenkt. Nach Beendigung derselben und Preisverteilung durch den Kaiser begibt sich der Monarch wieder nach Kiel zurück, nimmt an der großen Kieler Woche" teil und triti sofort nach Schluß derselben die alljährliche Nordland. reise an.- Gelegentlich des auf den 20. Juni fastgesetzten Besuches des Kaisers in Hamburg, wo er an der Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals teilnimmt, werden sowohl Senat wie Bürgerschaft der Freien und Hanſaſtadt ihm einen glänzenden Empfang bereiten, für Sen 225 000 Mark ausgeworfen sind. *** Prinz Heinrich von Preußen wird während seiner Anwesenheit in Madrid, wohin er sich, wie gemeldet, von Vigo aus begeben hat, zum Gegenstand großer Ehrungen gemacht. Am Bahnhof offizieller Empfang durch den König und die Minister, dann Galatafel im Königsschloß, wo der Prinz für die Dauer seines Aufenthaltes wohnt, Hoffestlichkeiten und große Illumination. Prinz Heinrich wird den König Alfons einladen, ihn an Bord seines Flaggschiffes in Vigo zu besuchen. Im amerikanischen Pompeji. - Ein Gang durch die Trümmer von St. Pierre. Die furchtbare vulkanische Katastrophe, durch die di lühende Stadt St. Pierre auf der Insel Martinique öllig vernichtet wurde, steht noch frisch in aller Ernnerung. Wie die Trümmerſtätte des alten Pompeji, o werden natürlich auch die traurigen Reste, die von essen moderner Schicksalsschwester geblieben sind, von zahlreichen Touristen besucht, und ergreifende Schil erungen des Echauplazes eines der schrecklichsten Naurereignisse der Neuzeit sind in amerikanischen Bläter zu finden. Wenn man ans Land gefekt ist- so D'Heureuse um eine bestimmte Stunde einzufinden. weißt, daß fred Du ganz meisterhaft zu spielen über tat ein übriges. Shr waret getrennt mein med bie Komplizin meines elenden Planes verſtand ihre Rolle zu dieser Zusammenkunft tam, Meine List Dir gegen lich wie eine Verbrecherin iſt. letzten es wohl, daß meine Gesundheit, mein Leben vernichtet Die jahrelangen Entbehrungen, die Erregungen der in der Nacht. Ich fühle Fluch Zeit, und endlich meine in der ich mich ohne Rücksichtete, wilde Temperatur ſonſt ſich ſeiner achter anschloß, da hatte gegengetreten, und als auch Waldener bestimmter als schiedenem, wenn auch liebenswürdigem Widerspruch ent Zimmer aufhalten zu dürfen, aber Lili war ihr mit ent Wunsch ausgesprochen, sich während des Abends in ihrem Dora hatte, allerdings schüchtern und zaghaft, den ach= einem Male licht leuchten die Farben der Bilder, erganzen und glißern die Rahmen von Gold! Und die raschelt und rumort, wie das knistert und fnarrt, wie mit in dem noch eben die drei Erdensöhne geweilt! Wie das find herah on der Wand gestiegen, heraus aus der Doch horch, welch Summen und Surren in dem Saale, mie schreibt ein Teilnehmer an einer Gesellschaftsreise nach St. Pierre sucht man sich erst ein wenig zu orientieren. Nach Bildern, die man im Gedächtnisse behalten hat, findet man die ,, Distillerie", die Hauptkirche, das Theater, den Regierungspalast, endlich das hochliegende Gefängnis wieder, in dessen unterirdischem Raume der einzige Ueberlebende drei Schreckenstage mitgemacht hat, ohne freilich über das Wüten der Elemente, die ihn umtosten, sich irgendwie Rechnung geben zu können. Der begreifliche Wunsch, diesen durch Menschenmacht zum Tode Verurteilten und von der Gottheit so seltsam Verschonten zu sehen, ist leider unerfüllbar geworden, denn wenige Tage vor unserer Ankunft wurde er in das Zentralbecken aller Seltsamkeiten zu Barnum und Bailey verschifft. Uebrigens wurde uns versichert, daß der Mann vollkommen geistesgestört sei und absolut keine Erinnerung bewahrt habe. Je weiter man in die Stadt hineinschreitet, desto beklommener wird man. Während im europäischen Pompeji Kunstschäße aller Art, gut erhaltene Bauten, Bäder, ja selbst Reste von Gartenanlagen das Auge er= freuen, die Phantasie beflügeln, reihen sich hier Trümmer an Trümmer, abwechslungsreich höchstens durch den Grad der Zerstörung, di Epuren jener vereinigten Gewalten, welche schwererplatten, Eisenkonstruktio nen, festgemauerte Türme wein Kinderspielzeug zu knicken vermochten. Einzig und allein die Funde, welche auf diesem Felde noch immer in großer Zahl zu machen sind, gestatten einen Rückschluß auf die hier zerstörte Kultur. Metallenes Geräte liegt herum, ausgeglüht, aller Farbe beraubt, wie denn überhaupt, mit Ausnahme einiger Glasscherben, nichts, aber auch gar nichts den ganzen Landstrich entlang Spuren von Farbe zeigt. Dieses fahle Grau, an den Rand eines strahlenden Blau gejeßt, wirkt auch im vollsten Sonnenlichte niederdrückend. Aber selbst diese Wanderung unter Trümmern und Ruinen ist einer traurigen Eteigerung fähig. Die Ruinen reichen nur bis zum Ufer eines Flusses, der sich tief unten in die Explosionsstoffe sein Bett gegraben hat. Jenseit des Flusses liegt ein ganzer Stadtteil mit etwa 18000 Menschen vollkommen unter Asche, Schlamm und Lava begraben- der blühendste Stadtteil überdies, die Wohnstätte der Reichen. Stellenweise klingt es unheimlich hohl, sowie man über diese Strecke wandert. Die rissige Oberfläche öffnet sich hier und dort zu fußbreiten Spalten. Von hier aus überblickt man bis an die Grenze ber Rauchwolken hinan das ganze Gebiet der Explosion. Mit all den tausend grotesken Formationen, wie sie für bulkanische Lava so charakteristisch sein können, dehnt sich bis an das andere Ende des Meeres hin unabsehbar, in starrer Gleichförmigkeit zum Gipfel ansteigend, diese Einöde hin. Dreht man sich wieder den Ruinen des offenen Stadtteiles zu, so fühlt man selbst beim Anblicke dieser Trümmer eine Art Erleichterung. Es ist doch etwas wenigstens, was von vergangenem Leben zeugt, und man sehnt sich, je weiter man gegen die Lavaabstürze vorzubringen sucht, unwillkürlich nach der Ruinenstadt zurück. An jener Grenze, welche man angesichts der fortgesetten Tätigkeit des Vulkans ohne ernstliche Gefahr nicht mehr überschreiten kann, machen wir Halt, um nach allen Seiten hin von der Höhe herab das Bild auf uns wirken zu lassen. Da und dort hantieren Neger mit Schaufel und Spaten, um vor den Augen der Besucher neue Schäße der Erinnerung aus dem Boden zu ziehen. Ueber uns pafft der Vulkan unermüdlich seine Wolken aus; ab und zu streicht uns der Wind einen ſtickigen Schwefelhauch entgegen. Die Schatten verlängern sich und graben sich ordentlich in die Lavafalten, Blöcke, Türme und Abgründe ein. Aber eine leichte Wendung des Kopfes genügt, um auf das strahlende Meer zu blicken, das so ungeheuer friedlich daliegt, als hätte es niemals sein Teil an all den Vers wüstungen gehabt. Nab und Fern. Julius Lohmeyer f. Ein Freund der deutschen Jugend ift dahingegangen: Im Alter von 67 Jahren verschied zu Berlin der Schriftsteller Julius Lohmeyer, in dessen Mustrierter Zeitschrift Deutsche Jugend" deutsche Kinber- und Jünglingsherzen seit Jahren einen reichen Quell der Erfrischung und Belehrung gefunden haben. Außer seinen zahlreichen Kinder- und Jugendschriften gab der unermüdlich tätige Mann auch Reihe von Gedichten heraus und trat außer dem auch noch auf politischem Gebiete schriftstellerisch hervor. Hier vertrat er eine über dem Parteigebiete stehende ideale nationaldeutsche Richtung. cine Die brave Tat eines deutschen Seemannes im Auslande ist jetzt vom Kaiser mit der Rettungsmedaille belohnt worden. Gelegentlich des Aufenthaltes unseres Schulschiffs Charlotte" im Hafen von Horta auf Fahal, Ende Februar d. J., kenterte während der Nacht eine von dem Bootsmann Uz gesteuerte und mit zwei Schiffsjungen bemannte Jolle. Es gelang Up, unter Einsetzung des eige nen Lebens, die beiden des Schwimmens unkundigen Schiffsjungen den Wogen zu entreißen und dem Rettungstahn zuzuführen. Vom König von Portugal war Uz schon durch Verleihung einer silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet worden. ::: Ein gefährliches Liebesverhältnis hatte der junge Hausdiener Gausche in Berlin mit einem 31jährigen Frl. v. Lühmann angeknüpft. Seine ,, Braut" machte auf ihn aus Eifersucht einen Mordversuch, doch ging die Kugel, die sie ihm zugedacht hatte, fehl. Frl. v. Lühmann ist allem Anschein nach geistig nicht recht zurechnungsfähig, sonst wäre es auch wohl nicht zu erklären, wie die hochgebildete, aus einer angesehenen adligen Familie stammende Dame sich mit einem Hausbiener einlassen konnte. Frl. v. Lühmann, die in Polizeihaft genommen wurde, war bis vor kurzem Schwester bom Roten Kreuz. (-) Eine furchtbare Heuschredenplage hat einen großen Teil des russischen Transkaspigebietes befallen. Bereits seit mehreren Wochen führen drei Bataillone Soldaten in Gemeinschaft mit der Bevölkerung einen energischen Kampf gegen den Feind; obgleich unglaubliche Mengen von Heuschrecken, die ganze Eisenbahnwagen füllen würden, getötet werden, will die schwere Plage nicht abnehmen. In vielen Fällen haben sich nämlich die Soldaten wegen Mangels an Geräten auf die primitivste Art der Vertilgung beschränken müssen: eine große Landparzelle wurde umstellt; dann wurden die Heuschrecken mit Ruten auf einen Haufen zusammengetrieben und mit den Füßen zerstampft. In den letzten Tagen hat man zu einem anderen Kampfesmittel gegriffen. Es wurden tiefe Gräben gezogen; darauf umkreisten die Soldaten mit Ketten und Stricken ein gröBeres Stück Land und zogen die Stricke und Ketten nach den Gräben hin; in 20 bis 25 Minuten füllten sich die Gräben nahezu bis zum Rande mit einer widrigen, krabbelnden Masse, die sofort mit einer fußdicken Schicht Erde bedeckt wurde. Es ist merkwürdig, daß sich die Heuschreckenschwärme nur einmal in eine gewisse Richtung dirigieren lassen. Nachdem auf die erwähnte Weise die Heuschrecken einmal in die Gräben getrieben worden waren, flogen sie beim nächsten Versuch über die Köpse der Soldaten nach der entgegengesezten Richtung_hinweg, so daß zur Wiederholung des Verfahrens mehrere Stunden weiter marschiert werden mußte, bis man an einen Ort gelangte, wo bisher diese Vertilgungsart noch nicht angewendet worden war. Bunte Chronit. Schon wieder werden verschiedene Eisenbahnunfälle gemeldet. Auf dem Bahnhof in Erfurt stießen zwei Lokomotiven zusammen. Beide Lokomotiv führer wurden anscheinend schwer, die beiden Heizer nui leicht verlegt. Bei der Station Ildehausen entgleisten die letzten vier Wagen sowie der Postwagen des Schnell zugs Berlin- Aachen. Verlegungen tamen nicht vor, der Verkehr wird eingeleisig aufrecht erhalten. Nach Unterschlagung von mehr als 100,000 Mart zum Nachteil mehrerer Firmen ist der Buchhalter Croner aus Hamburg flüchtig geworden. Einem scheußlichen Zustmord fiel in Aschersleben der sechsjährige Bergmannssohn Oldiß zum Opfer. Er war auf den Maifäferfang gegangen und nicht zurückgetehrt. Am nächsten Tage wurde er von seinem Vater mit aufgeschlitztem Bauch im Feld gefunden. - Unter den am neuen Hafen in Bremerhaven lagernden Baumwollballen brach_cin großer Brand aus. Begen 1200 Ballen wurden beschädigt. - Ueber das Befinden Ibsens, über das Alarmnachrichten verbreitet waren, erfährt Norsk Telegrambyreau" von dem Arzte des Patienten, Ibsen befinde sich jetzt wie im Laufe dieses Monats den Umständen nach ganz gut; er stehe jeden Tag auf und gehe in seinem Zimmer umher, auch sein Appetit sei gut. ― Ter finnländische Dampfer„ Hylki", der am 14 April von Kopenhagen nach Finnland abgegangen ist, ist mit der ganzen besaßung gesunken. - Wie aus Avellino( Kampanien) gemeldet wird, wurden dort wiederum zwei Erderschütterungen wahrge nonimen. Vermischtes. Die Erinnerung an ein Attentat auf Kaifer Wilhelm den Ersten] wird durch die Meldung wachgerufen, daß ein Fräulein Edeling, Wirtschafterin auf bem Rittergute Rokitten bei Schwerin a. W. durch Selbstmord endete. Die Tote hieß früher Nobiling und war bie Schwester des Attentäters Nobiling, der 1878 den unseligen Anschlag auf Kaiser Wilhelm I. verübte. Nach bem Attentate erhielten, wie erinnerlich sein wird, die Mitglieder der Familie Nobiling die Erlaubnis, sich Edeling zu nennen. Fräulein Edeling hatte bereits vor einigen Tagen versucht, ihrem Leben durch Ertränken ein Ende zu machen. Jezt wurde die in den 50er Jah ren stehende Dame vergiftet und tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. =[ Urlaub für Prinzen.] Auch königliche Prinzen unterstehen der Dienstdisziplin. Das beweist folgende Melbung aus Kiel:„ Dem Prinzen Adalbert von Preußen, des Kaiserpaares drittältestem Sohne, ist in seinem Dienſtcharakter als Leutnant z. S. auf seinen Antrag vom 30. Mai ab ein fünftägiger Pfingsturlaub, bis einschließlich 3. Juni, an das fönigliche Hoflager zu Potsdam bewilligt worden." Im übrigen wird der Prinz mit Ende dieses Monats den Torpedokursus der Fähnrichs zur See an Bord des Blücher" beendet haben. Nach der Rückkehr vom Pfingsturlaub nimmt der Prinz an dem Infanteriekursus beim 1. Seebataillon teil. ()[ Der„ Dntel Millionär".] Ein nettes Geschichtchen wird gegenwärtig in Augsburg erzählt. Ein Mädchen aus guter Familie hatte schon seit einiger Zeit ein Verhältnis mit einem Offizier, doch war wegen des geringen Vermögens vorerst an eine Heirat nicht zu benken. In lezter Zeit schien sich die Liebesglut des Vaterlandsverteidigers überhaupt abzukühlen. Auf einmal bekam er ein Telegramm seiner Braut zugesandt mit den Worten:„ Onfel Millionär in Ostindien gestorben." In Gala werfen und zu seiner Braut fahren, war das Werk eines Augenblicks. Bald jedoch klärte sich die Sache auf, daß nicht ein Onkel Millionär, sondern ein Onkel Missionär in Ostindien gestorben sei. [ Ein heiteres Reiseabenteuer der Königin- Witwe bon Holland] wird aus Villers in Belgien berichtet, wo sie nach Besichtigung der Ruinen der dortigen uralten Abtei in einem Gasthause einkehrte, dessen Besizer als ein drolliger Kauz weit und breit bekannt ist. Rachdem die Königin mit ihrer Hofdame und ihrem Kammerherrn recht gut zu Mittag gespeist hatte, wünschte sie zur Fahrt in Die Umgebung einen Wagen, den der freundliche Gastwirt auch stellte und selbst tutschierte. Beim Einsteigen meinte er zu der ihm unbekannten Königin: So, Liebchen, sezen Sie sich nur zu mir." Die Königin tat, wie ihr befohlen, während der Kammerherr und die Hofdame aus dem Rücksitz Plaz nahmen. Und nun ging's fort. Eine solche Fahrt dürfte die Königin wohl noch nie mitgemacht haben, denn der Gastwirt erzählte ihr die bedenklichsten Wiße und machte Späßchen, daß die Reisegesellschaft oft laut auflachen mußte. Auf dem Bahnhof nahm man schließlich fröhlichen Abschied, und der Gastwirt fuhr vergnügt nach Hause, nachdem er weit über seine Rechnung bezahlt worden war. Als er am nächsten Tage erfuhr, daß die Dame, mit der er so fidel gescherzt hatte, die Königinmutter der Niederlande gewesen sei, sagte er gemütlich: Für so etwas Aehnliches" habe ich sie bald gehalten! Wer sollte sonst auch mehr bezahlen, als man von ihm fordert?!" :::[ Ein gutes Kind.] Hausfrau( zum Besuch): Ja ja, unser kleiner Paul ist uns eine rechte Hilfe. Er ist erst sechs Jahre alt und paßi auf seine iieine Sayweſter genau so auf, wie ein Kindermädchen. Er ist im Nebenzmimer und spielt mit der Kleinen Ella – Paul! Paul: Ja, Mama!" Hausfrau:„ Paßt du auf dein Schwesterchen ordentlich auf?"- Paul: Ja, Mama!"- Hausfrau: ,, Was macht Ihr denn?" - Paul: ,, Wir spielen Barbier, und ich rasiere Ellathen gerade mit Papas Rasiermesser!" $[ Ein neues Mittel gegen die Seekrankheit] wird in einer medizinischen Zeitschrift empfohlen. Das Mittel ist sehr einfach und besteht darin, daß man einige Zeit vor der Einschiffung häufig Hantelübungen vornimmt. Ist man dann an Bord, so muß man mit den Uebungen fortfahren! Man kann das Mittel immerhin versuchen, Schaden wird es auf keinen Fall. Und überdies muß es ein prächtiges Schauspiel geben, wenn man auf hoher See dem ersten Dampfer begegnet, dessen Passagiere alle dem angegebenen Rate folgen. Glessen ** Befell Sandweiler, welche for ihre Lehrzeit Ortschaften beenden Auf Einladur ttag. bes biefigen Drt mittags a11 Uhr foule viele Handm eingefunden, um Handwerker mit maren alle bie Meifter oder Jung ber Borsigende d Gewerbeschule, bi und der Freude, im Saale zu feh an die jungen zur Ueberzeugung G Bahn, die zur fo lange in gleidh führen soll, die Hierauf unter H Dörr und des Für den täglicher bie Handwerksta anfertigen laffer reicht wurde. I rat Heyligenfta gewerbevereins, miffion für die Arbeit, insbeson der ehrenamtlich teit bewältigt damit die heuti finden können. Vertreter ihren fandt, welcher n Gewerbevereins recht anerkennen blide er in de dem die Prü Obermeister d Schluffe der ** Tolle Hunde. Aus mehreren Gegenden Deutschlands kommen Nachrichten, daß Personen von tollen Hunden gebissen worden und selbst unter mehr oder minder schwe ren Wuterscheinungen erkrankt sind. Das Publikum ist geneigt, diese Fälle von Tollwut auf die warme Witterung zu schieben. Diese Annahme ist wie viele andere Anschauungen über die Entstehung und die Erscheinungsweise der Tollwut durchaus irrig. Die Tollwut der Hunde entsteht niemals von selbst durch große Sommerhize oder ungenügende Tränkung, sondern nur durch Ansteckung. Diese erfolgt fast immer durch den Biß eines tollen Hundes. Die Annahme, daß tollwutkranke Hunde wasserscheu seien, ist falsch; jeder tolle Hund leckt oder trinkt Wasser und andere Flüssigkeiten. Auch trifft die Behauptung nicht zu, daß wutkranke Hunde immer Schaum vor dem Maule haben; richtig ist nur, daß aus dem Maule Schleim oder Speichel abfließt, wenn es wegen einer Lähmung der Kiefermuskeln offen steht. Endlich entspricht die häufig ausgesprochene Behauptung, daß tollwutkranke Hunde stets geradeaus laufen, nicht der Wahrheit. Als Erscheinungen der Tollwut sind folgende zu merken: Die meisten Hunde zeigen anfangs Appetitmangel, alle aber lassen in ihrem Verhalten auffallende Veränderungen wahrnehmen. Sie sind mürrisch oder ungewöhnlich heftig, gleichgiltig und unfolgsam, verkriechen sich zuerst, suchen dann zu entlaufen u. s. w. Nach wenigen Tagen fressen sie gar nicht mehr, benagen dagegen mit Vorliebe unverdauliche Gegenstände, wie Stroh, Holz, Leder, Steine oder mefallene Gegenstände, die sie auch wohl verschlucken. Dann stellt sich auch bei ihnen Beißsucht ein, anfangs gegen andere Tiere, dann gegen fremde, endlich bisweilen auch gegen bekannte Personen und den eigenen Herrn. Im Verlaufe der Krankheit wird in der Regel beobachtet, daß der Oberkiefer herabhängt und das Maul offen steht. Wenige Tage nach den ersten Krankheitserscheinungen tritt Kreuzschwäche ein, die mit völliger Lähmung endet. Fast ausnahmslos macht sich bei tollwutkranken Hunden eine Veränderung des Bellens bemerkbar; die Stimme wird rauh, heiser, das Bellen erfolgt in einem Anschlage, hinter dem der Ton lang und in die Höhe gezogen wird. Alle tollwutkranken Hunde magern während der Krankheit auffallend ab. Die Erkennung der Tollwut ist sehr schwierig; es ist daher jedem Hundebesitzer, der an seinem Hunde Abweichungen von seinem sonstigen Verhalten zu bemerken glaubt, dringend die baldige Zuziehung eines Tierarztes anzuraten. (:) Zur Angelegenheit des Prinzen Prosper Arenberg teilt die ,, Hannov. Allg. Ztg." mit, daß der Prinz in diesen Tagen in die Maison de santé zu Schöneberg gebracht werden soll. Das Blatt behauptet, daß Prinz Arenberg förperlich und geistig ganz gesund sei, von einer Unzurechnungsfähigkeit könne keine Rede sein. Man darf begierig sein, wie sich die Sache aufklären wird. )-( Das spurlose Verschwinden eines Liebespaares erregt gegenwärtig in München großes Aufsehen. Es handelt sich um den Studenten der Naturwissenschaft und Literatur Hans Pagel und die 19jährige Privatierstochter Hermine Scheler. Pagel hatte das hübsche Mädchen vor etwa vier Jahren kennen gelernt und unterhielt seitdem mit ihm ein Liebesverhältnis. Bei einem Ausfluge nach Nymphenburg verübte Pagel, ein hochgradig nervöser junger Mann, im dortigen Parke einen Mord- und Selbstmordversuch, doch gelang es damals seiner Geliebten, rechtzeitig zu entfliehen, worauf sich Pagel eine nicht ungefährliche Schußverlegung im Kopfe beibrachte. Infolge des Aufsehens, das dieser Vorfall hervorrief, mußte Bagel die Münchener Hochschule verlassen und später in der Heilanstalt Neuenahr Unterkunft suchen. Nach seiner EntTassung von dort wandte er sich nach Straßburg i. Els., wo er die Hochschule bezog. Nebenbei beschäftigte er sich dort viel mit Schriftstellerei und gehörte zuletzt ciner Gesellschaft jüngerer Literaten an. Die von dieser Vereinigung herausgegebene leßte Nummer des ,, Merkur", die Pagel verantwortlich gezeichnet hatte, wurde wegen Majestätsbeleidigung beschlagnahmt und vernichtet. Am 9. Mai cr. tauchte Bagel plöslich wieder in München auf und wußte seine frühere Geliebte Scheler zu überreden, gemeinsam mit ihm zu fliehen. Beide fuhren zunächst nach Kempten, dann nach Lindau und schließlich nach Bregenz, wo sich das Paar in das Fremdenbuch eines Hotels als ., Hans Pagel mit Frau" eintrug. Am anderen Tage bestiegen beide den Pfänder, von welchem Ausfluge Bagel jedoch allein zurückkehrte, während seine Geliebte seitdem verschwunden ist. Pagel hält sich seitdem verborgen, und man nimmt an, daß er seine Geliebte ermordet hat. auch Zu dem furchtbaren Eisenbahnung ück bei Schmentau sind noch einige Einzelheiten zu berichten. Die Katastrophe wurde, wie gemeldet, durch eine Gleissenkung herbeigeführt. Der aus Maschine und 13 Arbeitswagen bestehende Zug stürzte den steilen Damm hinunter und wurde vollständig zertrümmert. Die drei Toten sind der Chausseeaufseher Schlonnde aus Schmentau, der Bremser Klawon aus Laskowitz( früher in Dirschau) und der Arbeiter Ossowski aus Schmentau. Ferner gab es neun Schwerverwundete und etwa 20 leichter Verlezte. Der getötete Chausseeaufseher Schl. hing furchtbar zerquetscht und verstümmelt zwischen Lokomotive und dem ersten Wagen. Die Schwerverlegten, von denen inzwischen schon einer, der Bahnmeister Aneitsch, seinen Wunden erlegen ist, haben zumeist schwere Arm- und Beinbrüche, schmerzhafte Quetschwunden oder Kontusionen am Kopf. Untersuchungen von seiten der Bahnverwaltung haben ergeben, daß das Schienen- und Schwellenmaterial durchaus tadellos war. Man nimmt daher eine Unterwaschung des Dammes an. zwischen dem Innungen fei Die jungen streben damit das Handwer Handwerksmei gefellen bantt meistern und mühungen. bor wie nach weg hörte mar worden sind. der Junggesel Noll, Ludwig Emil Dehler, Richter, Otto Horn, Phili Wilhelm Kau Größer, Johan Ludwig Lenz, Philipp, ie C Buchbinde Heinrich Lerch Shmidt, Fer aniter R gall, bie d Bimmere Schmiede Am F liche Hoheit Sabei folgen Gegen Bahnhofstraß lage nad walde Gart play, Mäus Sudanlage, alten Schlo 5llbe Mü Alle borgenannt ihre Häuser Der gemacht. Gief Donnersta Grasnuku 1) v Bu 2) b น 3) b 萬 計 na 4) v an Gießer e eine Same chen. Er ist im en Ella musirau: ,, Paßt ui?"- Baul: Giessener Cagesnenigkeiten. Gießen, 25. Mai 1903. **[ Gesellenprüfungen.] Für die jungen Handwerker, welche vergangenes Jahr und in diesem Frühzierer Angust Schmidt, die Weißbinder Wilhelm Hofmann, Karl Gibb, August Kraushaar, Konrad Becker, Gustav Schmidt, der Polsterer Heinrich Peter, die Wagner Heinrich Brück, Heinrich Vogel, Wilhelm Hofmann, die Maschinenschlosser Ludwig Klöß, Heinrich Hoos, Heinrich Hardt, die Eisendreher Georg Nenzel, Ludwig Schmidt. ht Ihr denn johr ihre Lehrzeit hier in Gießen und den nächstgelegenen Rarl Kreuzburg, Karl Weiß, Friedrich Luh, Ludwig Krüger, rasiere Ella. Ortschaften beenden konnten, war der gestrige Tag ein EhrenSeefrankheit mpfohlen. Das tag. Auf Einladung des Gesellenprüfungs- Ausschusses und des hiesigen Ortsgewerbevereins hatten sich vormittags a11 Uhr in der Turnhalle der höheren Mädchen ** Diejenigen Kameraden des Hassia- Bezirks, welde zur Feier des 100- jährigen Jubiläum des 2. Bataillons Aus Hessen und Dachbargebieten. ** In Friedberg starb der Kohlenhändler J. Bez an Blutvergiftung, die er sich durch Auftragen von Pochen am Bein zugezogen hat nach nur 4tägigem Krantenlage. Herr Bez erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. In dem Verfahren zur Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemarkung Reiskirchen beginnt die Anmeldungsfrist mit dem 1. Juni 1903 und endigt mit dem 31. August 1903. ** Aus Franken, 22. Mai Ist Franken ein rückfiändaß man einige schule viele Handwerksmeister und Angehörige der Prüflinge Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 Einladungen diges Länd? möchte man fragen, wenn man schon wieder t den Uebungen Handwerker mit beizuwohnen. Der Bedeutung des Tages Seite hören, Freitag, den 29. Mai nicht auf Oswald 8- Teuschnig bei Kronach starb infolge Verwahrlosung die 73. ngen vornimmt eingefunden, um die Lossprechung der ausgelernten jungen erhalten haben, versammeln sich, wie wir von zuverlässiger von einem Todesfall infolge mangelnder Pflege hört. In erhin versuchen, berdies muß es man auf hoher Passagiere alle en Deutschland tollen Hunden r minder schwe Publikum is waren alle die Erschienenen sich bewußt, ganz gleich ob Meister oder Junggeselle, und als Herr Baumeister Traber, der Vorsigende des Prüfungsausschusses und Hauptlehrer der Gewerbeschule, die Feier mit packenden Worten der Begrüßung und der Freude, eine so stattliche Zahl Gäste und Prüfling im Saale zu sehen, Ausdruck gab und es an Ermahnungen an die jungen Leute nicht fehlen ließ, da wurde manchem zur Ueberzeugung, daß die in legten Jahren eingelenkte rme Witterung Bahn, die zur Stärkung und zum Wiederemporblühen unseres garten, sondern Mittags 1 Uhr im Hofe der Beughauskaserne. * Am Himmelfahrtstage früh 7 Uhr unternahm der Turnverein Gießen seinen Ausflug nach Laubach. Mit den Nachzüglern beteiligten sich ungefähr 40 Mitglieder. Als erste Unterbrechung war eine kleine Frühstückspauſe in Queckborn, wo man unter persönlicher Begleitung des Betriebschefs der Wasserleitung, die Anlagen und Qllen unter den nötigen Erläuterungen des ersteren besichtigte. Nach 7 stündigem Matsche erreichte man dann mit gutem Durst führen soll, die rechte sein wird. Die Prüflinge erhielten hierauf unter Handschlag des Schlossermeisters Martin und Hunger das Endziel Laubach. Das bereitgestellte einDörr und des Schmiedemeisters Becker ihre Gesellenbriefe. fache Mittagsmahl wurde ohne Bögern eingenommen. Nach Für den täglichen Gebrauch oder für die Wanderschaft hat allerlei Kurzweil, Besichtigung von Schloß und Stadt trat nde wasserschen die Handwerkskammer noch eine Taschenausgabe dieses Briefes man am späten Nachmittag mit turnerischem Humor den r trinkt Wasser anfertigen lassen, die ebenfalls jedem Einzelnen mit über- Rückweg über Hungen an. le andere An cheinungsweise ut der Hunde mmerhige oder rch Ansteckung. nes tollen Hun ehauptung nicht vor dem Maule le Schleim oder Lähmung der icht die häufig inte hunde stets Erscheinungen meisten Hunde lassen in ihrem hrnehmen. Sie leichgiltig und dann zu ent fie gar nicht Dauliche Gegen oder mefallene Dann stellt sich n andere Tiere, gegen bekannte aufe der Krant der Obertiefer nige Tage nach euzschwäche ein, ahmslos macht ränderung des uh, heiser, das dem der Ton tollwutkranken Fallend ab. Di es ist daher je Abweichungen n glaubt, drin tes anzuraten Sper Arenberg r Prinz in die neberg gebracht Brinz Arenberg on einer Unzu Man darf be ird. Liebespaares sehen. Es han issenschaft und civatierstochter Mädchen vor erhielt seitdem Ausfluge nach g nervöser jun d- und Selbstner Geliebten, eine nicht un rachte. Infolge f, mußte Bagel später in der ach feiner Ent aßburg i. Gl häftigte er sid e zuletzt auch Die von dieser des ,, Merkur", wurde wegen Dernichtet. Am n München auf zu überreden, en zunächst nach nach Bregenz, reicht wurde. Im Anschluß daran dankte Herr Kommerztenrat Heyligenstaedt, der langjährige Vorsißende unseres Orts gewerbevereins, in recht herzlicher Weise der Prüfungskom mission für die bei einer Gesellenprüfuug gerade nicht knappen Urbeit, insbesondere Dant spendete er dem Herrn Traber, der ehrenamtlich das Arbeitspensum mit einer Gewissenhaftig leit bewältigt habe, ohne die wohl die ganze Prüfung und damit die heutige Feier in nicht so schöner Weise hätte stattfinden können. Die Handwerkskammer hatte als offiziellen Bertreter ihren Sekretär, Herrn Engelbach, zur Feier entsandt, welcher nicht versäumte, die Bemühungen des hiesigen Gewerbevereins und des hiesigen Handwerkerstandes als recht anerkennenswerte zu bezeichnen. Einen Beweis dafür erblicke er in dem guten Resultate der Gesellenprüfung, troßdem die Prüfungskommission scharf gewertet habe. Der Obermeister der Mezgerinnung, Herr Pirr, erwähnte am Schlusse der Feier das kollegiale Verhältnis das gegenwärtig zwischen dem Gewerbeverein und den in Gießen bestehenden Innungen sei und wünschte, daß es immer so bleiben möge. Die jungen Handwerfer ermahnte er, allezeit vorwärts zu streben damit dieser Ehrentag auch ein rechter für sie und das Handwerk sei und sie dereinst auch einmal tüchtige Handwerksmeister werden fönnen. Im Namen der Junggesellen dankte der Jungg selle Georg Nenkel den Lehrmeistern und der Prüfungskommission für ihre gehabten Bemühungen. Die ausgestellten Gesellenstücke wurde, sowohl vor wie nach der Feier einer Besichtigung unterzogen. Durch weg hörte man, daß die Arbeiten gut und sauber ausgeführt worden sind. Nachstehend bringen wir noch die Namen der Junggesellen; es sind dies die Schlosser Wilhelm Noll, Ludwig Rupp, Ferdinand Weller, Heinrich Himmel, Emil Dehler, Adolf Wendel, Wilhelm Huthmann, Karl Richter, Otto Reusch, Wilhelm Fischer, Wilhelm Dörr, Karl Horn, Philipp Hormann, Karl Peters, Wilhelm Steger, Bilhelm Kauß, Gustav Bellof, Heinrich Michel, Ludwig Größer, Johannes Gärtner, Friedrich Bau, Friedrich Amendt, Ludwig Lenz, Heinrich Naumann, Heinrich Baumann, Karl Philipp, ie Glaser Karl Wolf, Balthaser Bonarius, die Buchbinder Albert Langer, Ludwig Lang, der Maurer Heinrich Lerch, die Schreiner Ludwig Jung, Friedrich Schmidt, Ferdinand Einhäuser, Friedrich Stroh, die Me haniter Karl Schmidt, Max Rathenow, Ludwig Schmittgall, die Schneider Adolf Wagner, Friedrich Jäger, die 8immerer Wilhelm Stork, Heinrich Müller, die Schmiede Heinrich Rücker, Heinrich Haaß, der Tape, nes Hotels als deren Tage beAusfluge Pagel Beliebte seitdem verborgen, und orbet hat. bei Schmentau n. Die Kataeissenkung her beitswagen be id der Chausseenter und wurde remier flawon er Arbeiter Of un Schwerver Der getötete ersten Wagen. en schon einer, erlegen ist, ha e, schmerzhafte Untersuchun etscht und ver ergeben, daß chaus tadellos des Dammes - Aufruf. = ** Schwimmverein Gießen. In hiesiger Stadt hat sich auf Anregung des Süddeutschen Schwimmverbandes gleich in anderen größeren Städten ein Schwimmverein gegründet, der sich die möglichst große Ausbreitung der Schwimmfunst as sein Biel gesezt hat. Insbesondere will derselbe auch seinen Mitgliedern billige Schwimmgelegenheit bieten und dieselben unter Fachmännischer Leitung zu tüchtigen Schwimmern heranbilden. Diej nigen Herren, welche gesonnen sind, dem Verein als aktive oder passive Mitglieder beizutreten, werden gebeten ihre Anmeldung bei dem 1. Vorsitzenden desselben ren Albin Klein, Neuenweg 28, oder in der Rübsam'schen Badeanstalt abzugeben, woselbst auch die Vereinsstatuten eingesehen werden können. Schwimmkundige, die Lust und Liebe zu dieſen anerkannt gesunden Leibesübungen haben, diene noch zur Notiz, daß die Mitglieder des Schwimmvereins in der Rübsamen'schen Badeanstalt gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte eine erhebliche Ermäßigung im Abonnement haben. Die diesjährige SchwimmSaison beginnt laut Inserat in heutiger Nummer, am 1. Juni ( Pfingstmontag) und sind während desselben verfchiedene gemeinsame Schwimm- Uebungen- und Spiele vorgeſehen. * jährige Margarethe Fleischmann. Der Körper war mit Schmutz und eiternden Wunden bedeckt. Gegen die Tochter der Verstorbenen, die zur Pflege der Mutter verpflichtet war, wurde Anklage wegen fahrlässiger Tödtung erhoben. begangen hier, in Kölu, Kassel, Magdeburg, Braunschw.ig *** Mainz, 22. Mai. Der wegen Einbruchsdiebstählen, und Hamburg, zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilte Kaufmann Hermann Harmens gestand ein, im V.rein mit dem leider nicht ermittelten Kaufmann Schröder und dessen eben= falls bis jetzt nicht aufgegriffenen Geliebten Neubert 400 Diebstähle in den verschiedensten Städten Deutschlands verübt zu haben. Der Wohltätigteitsverein, Contentia" hielt am letzten Samstag seine statutgemäße Generalver sammlung ab, zu der sich leider nur wenige Mitglieder eingefunden hatten. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsißenden des Vereins, Herrn Wagner, erstattete der Kassirer Herr Amend den Bericht über die Quartalsabrech nung. Danach betragen die Einnahmen 483,58 Mk. und die Ausgaben 326,62 Mt., sodaß noch ein namhafter Betrag den wohltätigen Zwecken überwiesen werden kann. Zum 2. Punkt der Tagesordnung berichtete der Vorsitzende über das vor Kurzem veranstaltete Sommerfest, welches trotz des unfreundlichen Weiters einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf nahm. Das 2. Sommerfest soll im Juni stattfinden. Sodann wurde über die Veranstaltung eines Waldfestes diskutiert, an dem die vier hiesigen Wohltätigkeitsvereine Teil nehmen werden. Als Tag des Festes wurde der 2. August vorgesehen. Unter dem Punkt Verschiedenes wurde zunächst eine Dünsbergpartie am 19. Juli geplant, an der sich zahlreiche Mitglieder beteiligen werden. Zum Schluß brachte der Vorsigende ein Antrag ein, die Vereinsutensilien gegen Feuer zu versichern, der aber nach langer Debatte abgelehnt, und zur nächsten Generalversammlung verschoben wurde. Nach den Beratungen war gemütliches Beisammensein. Bekanntmachung. Aufgebotene. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. 16. Mai. Dito Emil Brinkmann, Kaufmann in Zürich, mit Lina Aurelia Maria Elisabethe Möller dahier. 18. Johannes Peter, Tabakspinner dahier mit Johanna Hillgärtner dahier. Theodor Balthaser Gerhard, Meßger dahier mit Marie Riehm in Staufenberg. 19. Heinrich Horst, Feldwebel dahier, mit Auguste Rahn in Altenhain. Karl Bucher, Kaufmann dahier, mit Klara Mathilde Kreuser in Göppingen. 22. Joseph Krehling, Schreiner in NeuIsenburg, mit Marie Heßler dahier. Johann Heinrich Pfeffer, Taglöhner dahier mit Elisabeth Triller, dahier. Eheschließungen. 16. Mai. Friedrich Launspach, Hausbursche dahier, mit Katharine Sippel in Sandlofs. Adolf Schmidt, Buchbinder dahier, mit Emma Luise Leißbach in Oberhausen. Karl Christian Maus, Sattler dahier, mit Katharine Raeß dahier. 18. Doktor Friedrich Oito Strack, praktischer Arzt in Düdelsheim, mit Hertha Louise Rosa Else Elfriede Amanda Weber dahier. Friedrich Müller, Fuhrmann dahier, mit Lina Marie Christine Müller geborene Hardt dahier. Geborene. 13. Mai. Dem Fabrikdirektor Wilhelm Mühlberger dahier ein Sohn. 12. Dem Fuhrmann Heinrich Häuser dahier eine Tochter, Christine Katharine Frieda. 15. Dem Dem Taglöhner Philipp Balser ein Sohn. 16. Dem WeißTaglöhner Heinrich Arnold eine Tochter, Marie Katharine. bindermeister Johannes Schäfer III. eine Tochter, Emmy. 17. Dem Kaufmann Ludwig Rosenthal eine Tochter, Grete Dem berittenen Gendarm Heinrich Eichenauer eine Tochter, Franziska. Dem Schlosser Heinrich Müller II. eine Tochter. Mellte Margarete Louise. Gestorbene. 16. Mai. Otto Friß, 37 Jahre alt, Maler dahier. 17. Elisabethe Schwengber, 29 Jahre, 10 Monate alt, Büglerin dahier. 19. Karl Heil, 65 Jahre 4 Monate, Dienstmann dahier. 20. Auguste Meier, geborene Wälder, 87 Jahre 8 Monate alt, Privatin dahier. Heinrich Wilhelm Lang, 68 Jahre 3 Monate alt, Kaufmann dahier. Minna Petci geborene Wallenfels, 78 Jahre 9 Monate alt, Wittwe von Weißbindermeister Louis Petri 1. dahier. Johanna Battenberg, 6 Monate alt, Tochter von Galanteriewarenhändler Eduard Battenberg dahier. Schlachthaus Gießen. Heute und morgen gesalzenes Ochsenfleisch 35 Pig. für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Am Freitag, den 29. ds. Mts. wird Se. KönigDas Heberegister über die Umlagen der Stadt O liche Hoheit der Großherzog unsere Stadt besuchen und Gießen pro 1903/04 liegt 8 Tage lang auf der dabei folgende Straßen durchfahren: Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15 zur Einsicht jeden Gegen 2 Uhr Nachmittags vom Bahnhof durch die Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurterstraße, Westan- öffentlichen Stenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen lage nach Oswalds Garten, gegen 22 Uhr von Os- die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten 4 walds Garten durch die Neustadt, Marktstraße, Markt- Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder plaz, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Selterstor, schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. StreisSüdanlage, Oftanlage, Sentenbergstraße, Brandplatz zum amt Gießen vorgebracht werden müssen und daß später alten Schloß, von dort nach der Zeughausfaserne, gegen vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden 51/2 Uhr Rückfahrt von der Zeughausfaserne zum Vahnhof. fönnen. Alle Bewohner unserer Stadt- namentlich an Gießen, den 23. Mai 1903. borgenannten Straßen bitte ich aus diesem Anlaß ihre Häuser festlich zu schmücken. Der Weg für die Rückfahrt wird noch bekannt Gießen, 25. Mai 1903. gemacht. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Der Oberbürgermeister Mecum Verdingung. Die nachstehenden Unterhaltungsarbeiten an städt Gebäuden sollen Samstag, den 30. Mai d. Js. Vorm. 11 Uhr. öffentlich vergeben werden. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Welssweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, 100 Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. 25 Liter und Kisten von versendet in Gebinden von 12 Flaschen an " 29 " "" P.Chr. 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