Nr. 96 Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., n's Haus gebracht 60 Bfg., burch die Boft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratt@ bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obf- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Beritagen nagmittuge Samstag, den 25. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsyret 8s Die einspaltige Petitzelle für Gießen wh sanz Oberbeffen, die Kreise Weslar und Marburg 10 fa fenft 15 Bfg.; Reklamen die Petitgeile 30 resp. 40 Wis Bofizeitungsliste No. 3809. Redaktion und Expedition: Gießen Rexenweg Fernsprechanging Ar, 808. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Gemetzel bei Gumburru. () Die inzwischen eingetroffene Bestätigung der Ge rüchte, die von einer schweren Niederlage der Engländer im Somalilande zu berichten wußten, hat in England große Bestürzung hervorgerufen; von verschiedenen Eeiten wurden gegen das Kriegsamt Vorwürfe laut, es habe die Operationen gegen den tollen Mullah nicht mit genügender Eorgfalt vorbereitet. Wie dem auch sein mag, jedenfalls ist die Niedermeßelung der 200 Mann bei Gumburru durch die Mullahleute einer der schwersten Schläge, der die Briten vom Burenkriege abgesehen seit längerer Zeit getroffen hat. Aus den verschiedenen inzwischen eingetroffenen Meldungen ergibt sich folgendes Bild des Vorfalles: Der britische Oberst Cobbe hatte einen Aufklärungsmarsch gegen das Hauptquartier des Mullah, Walwal, in Gumburru wegen Wassermangels abbrechen müssen. Als er sich anschickte, zurückzukehren, hörte er aus der Richtung, in der sich ein Vortrupp seiner Kolonne unter dem Hauptmann Oliveh befand, heftiges Gewehrfeuer. In der nachträglich als falsch erkannten Annahme, Oliveh werde angegriffen, sandte Cobbe ihm den Obersten Plunkett mit 208 Mann, 160 afrikanischen Schüßen und 48 indischen Siths, sowie 2 Maximfanonen zu Hilfe. Kurz darauf hörte man erneutes heftiges Gewehrfeuer, und bald stellten sich nach und nach 37 Flüchtlinge von Plunketts Kommand ein. Sie erzählten, ihre Abteilung sei plötzlich von etwa 10 000 Mullahleuten zu Pferde und zu Fuß aus dem Hinterhalt angegriffen worden. Plunkett habe den Angriff abgeschlagen, bis er keine Munition mehr hatte. Dann ließ er ein Karree formieren, das Bajonnett aufpflanzen und suchte durch die feindlichen Haufen durchzubrechen. Das mißglückte; das Karree wurde umzingelt, und mit Ausnahme der 37, die slüchten konnten, wurden alle anderen britischen Truppen niebergemeßelt. Der Kampf fand in dem italienischen Grenzgebi unweit des abessynischen Territoriums, statt. Um Cobbes Kolonne vor einem ähnlichen Schicksal zu retten, ist General Manning in Eilmärschen diesem entgegengerückt. In London fürchtet man, daß die Mullahleute, durch diesen Erfolg ermutigt, fich daran machen werden, auch Cobbes Kolonne aufzureiben und dann sich auf die Truppen Mannings zu stürzen. Das britische Truppenschiff Hardinge" ist sofort bɔn Aben nach Bombay abgegangen, um Vers irkungen zu holen. Eine Kabinettskrife in frankreich? ::: Je schärfer sich der Kampf zwischen dem Ministerium Combes und den geistlichen Orden in Frankreich zuspißt, um so häufiger werden die Stimmen, die als endliche Folge dieses Kampfes den Sturz des Kabinetts Combes voraussagen. Ja, mit großer Bestimmtheit tritt das Gerücht auf, der Sturz des Ministeriums stehe unmittelbar bevor, und ein radikal- sozialistisches Kompromißkabinett mit den beiden Sozialistenführern Millerand und Jaurès als Mitgliedern werde sein Nachfolger werden. Diese Meldungen flingen nicht gerade sehr wahrscheinlich. Die Parlamentsmehrheit hat Combes in seinem Stampfe gegen die Orden für sich, und solange das der Fall ist, hat er den Rücktritt nicht nötig. Auch die Geschichte von der Million der Karthäuser, in die Combes Sohn Edgar verwickelt ist, hat sich inzwischen aufgeklärt: Es handelt sich um ein großes Lügengewebe, das offenbar von übereifrigen Freunden des Karthäuserordens ersonnen wurde, um Edgar Combes und mit ihm dessen Vater zu komprɔmittieren und zum Abgang zu zwingen. Damit haben diese Herren den Ordensmönchen einen üblen Dienst geleiftet: Die Gegner der Mönche stellen die Sache als eine von den Karthäusern selbst ausgegangene Berleumdung dar und finden damit auch bei bisherigen Freunden des Ordens Glauben. Ist es doch so weit gekommen, daß im Gegensatz zu vielen anderen Generalräten der Generarat des Departements Isère, in dem die ,, Grande Chartreuse", die Hauptniederlassung der Karthäuser sich befindet, die Regierungspolitik ausdrücklich in einer feierlichen Erklärung gebilligt hat. Die Bevölkerung des De partements hält es nach wie vor mit den Mönchen: Nach einer Meldung aus Grenoble versammelten sich am Don nerstag infolge des Gerüchtes, daß Truppen einschreiten sollten, um die Karthäuser auszutreiben, etwa 2000 Landleute vor dem Kloster und verharrten dort den ganzen Tag. Die Truppen erschienen aber nicht. Am Abend fehrten die meisten heim. Der von Combes mit der Gehaltssperre gemaßregelt: Bischof Turinaz von Nanch erflärt in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten in scharfen Worten, daß Combes ihn durch seine Gewalttätigkeit nicht einschüchtere und daß er fortfahren werbe, die Kongregationen zu beschüßen. Wie sich dieser Konflikt lösen wird, ist noch nicht abzusehen. Die Politik. Neue Heiratsvermittler an der Arbeit. (-) Kaum hat die ,, Nordd. Mlg. Z3tg." alle Meldungen über die angeblich geplante Heirat des deutschen@ ronprinzen ins Reich der Fabel verwiesen, da taucht schon wieder eine neue Historie auf: Ein Berliner Sensationsblatt will wissen, der Kronprinz werde sich mit der Brinzessin Margarete von Großbritannien verloben. Die Brinzessin ist die älteste Tochter des Herzogs von Con naught, ihre Mutter ist eine Tochter des Prinzen Frie drich Karl. An dieser einen Eensationsnachricht hat das Blatt aber noch nicht genug, es meldet außerdem: Der älteste Sohn des Regenten von Braunschweig, Prinz Frie brich Heinrich von Preußen, werde die Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland, einzige Tochter des verstorbenen Herzogs von Albany, heimführen. Wir geben beide Meldungen lediglich als sturiosa wieder; wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, sind beide blanke Erfindungen. Generaloberst Graf Häfeler begeht am Sonntag sein 50jähriges Dienstjubiläum als Offizier. Von den gegenwärtigen Heerführern Deutschlands ist kaum einer so volkstümlich wie er, dessen Tätigfeit als Soldat und Feldherr auch in unserer Armee ihres Gleichen suchen. Einige Charakteristika über ihn mögen hier Blaz finden: Lurus in jeglicher Form ist ihm verhaßt, seine Wohnung ist geradezu spartanisch eingerichtet: In der Mitte des Zimmers ein mächtiger Tisch zum Ausbreiten der Karten, ein paar Rohrstühle, ein Tisch zum Schreiben, ein Feldstuhl zum Ruben, an den Wänden einige Feldherrenbilder-- das ist alles. Seine Lebensweise ist die denkbar einfachste: Früh morgens ein Glas Milch, zu Mittag ein paar rohe Gier, feinen Tropfen Wein und dergleichen so war es im Felde und nicht viel anders auch im Frieden. Seine einzige Erholung findet er in dem Besuche seines bei Wriezen gelegenen Gutes Harnecop. Dort ist er den ganzen Tag tätig, hauptsächlich als Gärtner und Forstmann. Früh morgens bearbeitet er seine dienstlichen Angelegenheiten und unterhält täglich mit Mez rege Korrespondenz. Wenn aber die Leute zur Arbeit kommen, widmet auch er sich bis zum Feierabend dem Garten, dem Forst und den Kulturen. Während der Mittagspause und nach Schluß der Landarbeit sitzt er wieder unermüdlich am Schreibtisch, das neunt Graf Häfeler seine Erholungszeit. Rußland räumt die Mandschurei nicht! Endlich hält Rußland den Zeitpunkt für gefommen, in der mandschurischen Frage seine Karten aufzudecken: Klipp und far erklärt es, es dente nicht daran, die Mandschurei zu räumen, es sei denn, daß China einen Vertrag unterzeichnet, der nicht mehr und nicht weniger besagt, als daß Rußland allein in der Mandschurei zu kommandieren haben sall. Also ob China den Vertrag unterzeichnet oder nicht, immer bleibt Rußlands schwere Hand auf der Mandschurei liegen. Im Namen des Kaisers von China hat Prinz Tsching die Unterzeichnung eines solchen Abkommens abgelehnt, offenbar, weil es vom chinesischen Standpunkt aus cher eine Verschlechterung als eine Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes darstellt, zum anderen, weil die Mächte den Chinesen gehörig aufs Dach steigen würden, wenn sie die Mandschurei gutwillig den Russen überantworteten. Die Frage ist jetzt, wie sich die anderen Mächte, voran Japan und England, zu diesem neuesten russischen Streich stellen werden. Kurze politische Nachrichten. * Der Bundesrat hat dem Ausschußbericht über den Reichstagsbeschluß betr. Erteilung der Befugnis zur Ausstellung von Befähigungszeugnissen für den einjährigfreiwilligen Militärdienst an die nichtstaatlichen Lehrerseminare seine Zustimmung erteilt. * Der deutsche Kreuzer ,, Kondor" ist zur Ablösung des Kreuzers ,, Kormoran" nach der Südsee abgegangen. * Rußland scheint allen Ernstes an ein bewaffnetes Einschreiten in Mazedonien zu denken. Die sechs Kreuzer der Freiwilligen Flotte, die im Schwarzen Meer liegt, haben eine Anzahl Schnellfeuerkanonen und Gebirgsgeschütze und eine große Menge Munition an Bord genommen. Die beurlaubten Offiziere und Mannschaften der Flotte sind zurückbeɔrdert worden. Die Garnison von Odessa, 31 000 Mann, steht zu kriegsmäßiger Verwendung bereit. * Der japanische Verfassungskonflikt ist wohl mit Rücksicht auf die Vorgänge in der Mandschurei- beigelegt worden. Die Forderungen der Regierung für die Vermehrung der Flotte werden unverändert genehmigt. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser unternimmt von der Wartburg aus weite Spaziergänge und Ausfahrten in die herrliche Umgebung. Auf der Hermanneiche fand ein Scharfschießen Ses 2. Bataillons des Eisenacher Infanterieregiments 94 statt. Der Aufenthalt wird dem Vernehmen nach bis Sonntag ausgedehnt werden. Bei den Diners auf der Wartburg sind die Speisekarten in altdeutscher Sprach: und in stilgerechter Weise ausgeführt und bilden in ihrer Eigenart wahre Kunstwerke. Der Kaiser pflegt die Zettel nach Aufhebung der Tafel stets zu sammeln und einige derselben zum Andenken an die Wartburgtage unter Glas und Rabmen in seinem Salonwagen aufzubewahren. *** Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich sind von Neapel direkt nach Florenz gereist. Rom werden sie erst in Gemeinschaft mit dem Kaiser aufsuchen. 295. Sibung. - Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. den - Der Fall Hüssener und die Marinevorlage. Haus und Tribünen waren bei der Interpellation der Bentrumsabgeordneten Etößel Gröber über Fall Hüssener dicht besetzt. Etößel ist selbst ein Essener Kind und konnte aus eigener Anschauung den erschüt ternden Eindruck, den die Tötung des Fußartilleristen Hartmann durch den Marinefähnrich Hüssener auf die dortige Bevölkerung gemacht hat, schildern. Nach seiner Ansicht herrscht eine große Beunruhigung darüber, daß die Coldaten während ihres Urlaubs überhaupt Waffen tragen dürfen. Nachdem der Interpellant die Anfrage begründet hatte, führte der Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpis den Nachweis, daß der Fähnrich Hüssener nicht in Befolgung der Instruk tion gehandelt habe. Redner betonte dabei, daß das Waffentragen während des Urlaubs nicht verboten werden könne, außer wenn das außerdienstliche Waffentragen überhaupt untersagt würde. Im übrigen sei die allgemeine Entrüstung, die wegen dieses Falles in der Marine herrsche, die beste Sicherung gegen eine Wiederholung. Der nach ihm folgende ebenfalls westfälische Redner Lenzmann der freisinnigen Volkspartei erging sich in den schärfsten Ausdrücken gegen den Charakter Hüsseners und sprach grundsäßlich die Meinung aus, daß man sehr wohl in Aussicht nehmen könne, den Offizieren und Mannschaften das außerdienstliche Waffentragen zu untersagen. Der Abg. Bebel zählte ähnliche Vorkommnisse auf und sprach die Ansicht aus, daß es sich hier um ein System handle, das abgestellt werden müsse. Der Abg. Dr. Paasche sprach sich mit großer Entschiedenheit gegen jede Verallgemeinerung dieses Falles aus und verwarf auch das Waffenverbot, während der Abg. Gröber dafür eintrat. Hiermit war die Interpellation beendigt. Es kam nunmehr die Nachtragsforderung des Reichsmarineamtes zur Beratung. Der Abg. Einger suchte nachzuweisen, daß das ichsmarineamt einen billigeren Platz finden tönne; er beanantragte Ablehnung ohne Kommissionsberatung. Nach einigen empfehlenden Worten des Admirals v. Tirpiz trat Graf Oriola im Namen der Nationalliberalen für die Vorlage ein. Nach weiterer furzer Debatte wird ber Antrag an eine Kommission verwiesen. 61. Sigung. Preuisifcher Landtag. Baus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Allerlei Gesetzvorschläge. Nach debatteloser Annahme der Geseßentwürfe über die Bildung von Gesamtverbänden in der katholischen Kirche und betr. Bildung firchlicher Hilfsfonds für neu zu errichtende Pfarrgemeinden kommt das Haus zur Fortsegung der ersten Beratung der Anträge Kirsch und von Wenzel betr. Abänderung des Einkommesteuergesetzes. Da von den vier noch zum Worte gemeldeten Rednern keiner anwesend ist, wird die erste Beratung für geschlossen erklärt. Gelegentlich der Denkschrift über den Stand der Gewerbeförderung im Königreich Breußen erfährt die Regierung heftige Angriffe von seiten des Abg. Dr. Trüger( fr. Vp.), der die Fortbildungsschulen und die Meisterkurse mit höheren Mitteln bedacht wissen will. Geheimrat Simon widerlegt die Angriffe des Vorredners, gibt allerdings zu, daß Preußen auf diesem Gebiete noch nicht das leiste, was es leisten müßte. Ein Antrag Jderhoff- Bedtz betr. gesegliche Regelung der Schulpflicht wird nach kurzer Debatte der Unterrichtsfommission überwiesen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nab und Fern. † Die Vorbereitungen zum Empfang unseres Kais sers in Nom sind in vollem Gange. Auf der Via triumphalis, als die die schnurgerade Via Nationale dient, werden sich prachtvolle Vasen aus täuschend nachgeahmter Majolika erheben, voll der herrlichsten Blumen. Am Eingang ragt ein Globus aus Lorbeer-, Eichen- und Myrtenzweigen, von einer Kaiserkrone überragt, empor, und unter ihm durch erblickt man in perspektivischer Gliederung die sich die Via Nazionale hinziehende Galerie von italienischen, römischen und deutschen Fahnen, jowie Festons aus Eichenlaub, die sich von einer Seite der Straße zur anderen schlingen. Jeder dieser Festons( die zur Zeit noch in den Riesenhallen der Diokletiansthermen hängen) wiegt 300 bia 400 Stilo. Allerdings wird diese großartige Ausschmückung, bevor der Kaiser tommt, auch schon zur Begrüßung des Königs von England dienen, nur daß dann britische Farben wehen werden. tiegen, fdjatt setara. Diese alberne Auch schien der genossene Augen tanzten rote Funken, der Mund brannte ihn bieſem letzten Ruß im Dunkeln, das sie völlig verwirrte. aus was für einer Familie das Mädchen ist!" Wein zu wirken. Lisbeth antwortete nicht. Ein Zittern war in ihr nach Fremden! Da wäre ich denn doch zu stolz! Wer weiß, Bärtlichkeit mit einem Male, diese Hingebung zu einer Begreife dich wirtlich nicht, Lisbeth! Vor ihren Besuch, irgend eine& ,, Verzeihung, gnädiges blauen Augen dort in ein flägliche Willi stand wie angewurzelt. Mut, alle noch so stolze 3utersicht versank vor Unternehmens fiel zentnerſchwer auf seine Szele. ,, sann ich das gnädige Fräulein sprechen?" Sie nichte, öffnete eine Tür und ließ ihn eintreten. non um Staffée! Die Divis Die Kühnheit aber. - aber ich fammo Nichts. diesen sagte er hastig, pande über bas niity Wenn Erna in Tonnte, als gute Freundin zu ihr tommen Lisbeth sprang empor. sie da ganz unglücklich, der Kranken? Der Dottor resagt. war in ihr, eine so riesengroße Sehnsucht. Be Sehns nicht selbst ihrer Schwäche nicht Tönnen," hatte hinübergußte ,, Erna ist zu mmer wieder fief sie durch Eie nicht sprechen zu lichen Figürchen der anderen Geishas, war ou ben sterder, föstlicher Reife. tümlich reizvoll flang, da gestand sich Mr. des Mannes, dessen Jugend entschwunden ist. daß er verliebt war, rettungslos verliebt, mit der zähen Liebe gebrochenen Englisch lauschte, das von ihren Lippen so eigen Er beugt sich zu ihr hinüber.„ Sadda- Ln, darling, meint Und als er sie betrachtete und dem . William Starans, Troellen Giessener Cagesneuigkeiten. *** Die letzte Sigung der Stadtverordneten Gießens drehte sich in der Hauptsache um Durchberatung des Voranschlags für 1903-1904. Tie einzelnen Punkte wurden sehr glatt erledigt. Von besonderem Interesse ist die Debatte über die neue Polizeiverordnung betr. Auém lken der Kühe vor dem Auftrieb zum Viehmarkt. Es waren dazu die auf dem legten Markt bemerkten Mängel mit zur Ep ahe gekommen. Im Anschluß daran wurde auch die Kontrolle der Maße und Gewichte als etwas zu straff bezeichnet. ( Bei der Beratung der Gemeindesteuern wurde genehmigt, daß Einkommen unter 500 Mark steuerfrei sind. Die Erlaubniß zum Wirtschaftsbetrieb erhalten: Heinrich Dörner ( Forstgarten), Gerhard Henstege( Dammstraße 29), Karl Vogt( Asterweg 12) und Karl Beppler( Grünbergerstr. 32). ** Eisenbahnpersonalien. Die Hülfsweichen steller Balser Grünberg, Luh- Nieder- Ohmen und Schneider- Mücke sind zu etatsmäßigen Weichenstellern ernannt worden. Verseht wurde zum 1. Juni der Stationsdiätar Schneider- Grünberg nach Idstein im Taunus. * *** Eine Wohltätigkeits- Einrichtung hat die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ins Leben gerufen, indem sie eine Dahrlehns- u. Kreditkasse gründete, die den Zweck verfolgen soll, Mitgliedern, die in Rot geraten, gegen geringe Beiträge Darlehen bis zur Summe von 100 Mart ohne jete Bürgschaft zu geben. Wir hoffen, daß die neue Rasse bald mehr Nachahmung findet. *** Wie wir hören werden vom 1. Mai ab die Arbeiterzüge Gießen Grünberg bis Station Mücke verkehren. **[ Kriegsgericht.] Gestern Vormittag verhandelte in der alten Kaserne das Kriegsgericht in 2 Fällen. Der schon in der Jugend wegen Eigentumsvergehen( Hehlerei) mit einem Verweis vorbestrafte Musketier Carl Los vom 116. Inf. Regt., gebürtig aus Gießen ist auch noch wegen Diebstahl vor seiner Militärzeit vorbestraft, doch wurde ihm die Strafverbüßung im Gnadenwege erlassen. Dem Mann wurde vor dem Kriegsgericht zur Last gelegt, daß er als Soldat auf der Bichler'schen Hardt in dem Zimmer des dort bediensteten Schweizer ein Portemonnaie mit 70 Pf. Inhalt entwendet, außerdem auch in demselben Raum einen Diebstahlsversuch dadurch unternommen, daß er mit einem falschen Schlüssel versuchte die Kleiderschränke der Schweizer zu öffnen 2c. Weiter hat der Angeklagte einem Kameraden ein Baar weiße Zwirnhandschuhe weggenommen, eventuell sich dieselben angeeignet, ebenso soll er dem Kantinenwirt ein Messer, welches dieser ihm überlassen hatte, unterschlagen haben. Die Anklage legte dem Log noch zur Last, daß er aus dem verschlossenen Schrant eines Kameraden mittels falschen Schlüssels eine silberne Uhr gestohlen hat. Die Verhandlung ergiebt aber wegen des Uhrendiebstahls feinen Beweis. Wegen der anderen Eigentumsvergehen, welche im strafrechtlichen Rückfall begangen sind, erfolgt Berurteilung zu einer Gefängnißstrafe von 9 Monaten und Versetzung in die II. Klasse des Soldatenstandes. Die zweite Verhandlung richtete sich gegen den Musketier Weil and und gegen den Unteroffizier Kähling( beide vom 116. Regt.). Der erstere soll sich der Achtungsverlegung und der Gehorsamverweigerung schuldig gemacht haben, während der mitangeklagte Unteroffizier der Beleidigung und Mißhandlung eines Untergebenen der Urlaubsüberschreitung und der Gehorsamsverweigerung sein soll. Kähling ist vor seiner Militärzeit wegen schwerer Rörperverlegung mit 1 Jahr 4 Monaten Gefängniß vorbestraft und seit Ende 1898 aber im Dienſt, demselben ist auch kurze Zeit vorher ehe er die selben Straftat vom Oberkriegsgericht rechtskräftig zu einer Arreststrafe verurteilt. Kähling hatte seiner Korporalschaft aufgetragen, für einen Apell Namen in ihre Kleider zu nähen. 3 Mal hatte der Musketier Weiland am Abend vorher bereits seinen Namen in den Mantel genäht und jedesmal war derselbe vom Unteroffizier wieder heraus getrennt. Am Morgen war von W. die Arbeit das 42. Mal fertiggestellt, ohne Gnade vor den Augen d. 8 Unteroffiziers zu finden. Dieser trennte den Namen wieder heraus und versetzte dem W. noch einen Schlag an den Kopf. Auf Weilands Erklärung, daß er das Einnähen nicht anders zu machen verstehe, wobei dieser das Kleidungsstück dem Unteroffizier vor die Füße warf mit dem Hinzufügen, er nähe den Namen nun nicht mehr ein. Der Vorgesezte titulierte den Angeklagten darauf mit Hallunke oder Schwein und versetzte ihm einen weiteren Schlag an den Kopf. Weiland behauptet, er habe mindestens 3-4 Schläge und einen Tritt mit dem Fuß vor der Knieescheibe erhalten und wird in seinen Angaben durch die Beweisaufnahme unterstüßt. Infolge der oberkriegsgerichtlichen Bestrafung war dem Unteroffizier K. der Nachturlaub verweigert, er war aber ohne diesen aus der Kaserne fortgeblieben und lief nachts nach 12 Uhr dem Offizier der Runde in der Grünbergerstraße in den Weg, dabei versuchend diesem auszuweichen. Von der Runde verfolgt wurde ihm vom Führer derselben, der sah daß der Flüchtling ein Unteroffizier war, vergeblich dreimal halt und stehenbleiben zugerufen, und glückte es dem Ausreißer den Verfolgern zu entkommen. Durch eine Kontrolle in der Kaserne wurde festgestellt daß der Angeklagte es gewesen, der ohne Urlaub der Runde in der Nacht begegnet war und den Befehl stehen zu bleiben, nicht befolgt hat. Der Gerichtshof erkannte gegen den Unteroffizier K. auf eine Gesamtstrafe von 3 Monate Gefängniß und Degration zum Gemeinen. Musketier Weiland wurde mit 14 Tage strengen Arrest bestraft. ** Die Anlagemufit für morgen findet um 12 Uhr in der Ostanlage statt. Das Programin lautet: 1. KaiserOuverture von Voigt, 2. Meditatien von Bach, 3. Maritana Walzer von Dellinger, 4. Finale a. d. Op.„ Murtha" von Flotow. ** Eine interessante Schlägerei fonnten gestern Nachmittag gegen 2 Uhr die Bewohner der Bahnhofund Marktstraße mit ansehen. Ein hiesiger Dienstmann und Führer eines Fuhrwerts begegnete seinem Sohne, der mit anderen Musterungspflichtigen sich des Tages freuten. Vater und Schn gerieten aneinander und es gab die schönsten schallenden.... zum allgemeinen Gaudium der Zuschaner. Aus Hessen und nachbargebieten. * Steinbach bei Gießen. Die hier noch lebenden„ 50er" feiern rächsten Sonntag, ebenfalls wie ihre Gießener Altersgenoffen, beim Wirt Stein im Gasthaus zum Eichhorn" ihren Jahrestag. Wir wünschen der kleinen fameradschaft lichen Feier besten Verlauf. * Buzzbach, 23. April Der heutige Schwein markt war mit ca. 70 Wagen befahren. Die Preise stellten sich für Ferkel 40-60 mt. Einlegeschweine 70-110 mt. per Baar * Wetzlar. Landrat Dr. Sortorius hierselbst ist zum Wahlfommissar für die Reichstagswahl im Kreise Wetzlar Altenkirchen ernannt worden. ** Flensungen. Ludwig Theiß wurde als Wiegemeister für unsere Gemeinde eidlich verpflichtet. er habe 50 000 Mt. in der Lotterie gewonnen, das Geld sei auf der Reichsbank in Frankfurt deponiert, er wolle sich in Friedberg ein Drechslergeschäft mit automatischen Maschinen, die er selbst erfunden hat, gründen. Er hatte sich auch tatsächlich mit einem dortigen Agenten behufs Ankaufs eines Bauplazes ins Benehmen gefeßt. Da Angeklagter nicht in der Lage war fich irgendwie auszuweisen, schöpfte der Agent Verdacht, daß er es mit einem Schwindler zu thun habe, was er diesem auch offen ins Gesicht sagte, sowie dem Vater seiner Verlobten mitteilte. Inzwischen hatte Angeklagter von Letterer 15 Mt., angeblich zum Zahlen der Stempelfoſten für Kaufnotul erhalten, womit er, da er Lunde roch, das Weite suchte. Angeklagter bestreitet heute die Angaben der Zeugen inbezug auf den Lotteriegewinn, er will nur von dem Verkauf der Erfindung seiner automatischen Maschine gesprochen haben, für welche ihm in Leipzig 50 000 Mt. angeboten urde. Das Lettere beruhe auf Wahrheit, nur sei aus dem Verkauf der Erfindung nichts geworden, da er auf der Reise vor Friedberg nach Leipzig verhaftet worden sei. Das Gericht schenkt diesen Angaben feinen Glauben, in größerem Maßstab abgesehen hatte und da er sich entdeckt sah, die Flucht ergriff. Das Urteil lautet auf 1 Jahr Zuchthaus und 150 Mt. Geldstrafe nebst Aberkennung der bürgerlichen Ghernrechte auf 3 Jahre. Kaspar H. von Reichlos wurde vom Schöffengericht Herbstein in eine Geldstrafe von 4 Mf. ge nommen, weil in seiner Spezereihandlung eine Wage, die nicht richtig wog vorgefunden wurde. Angeklagter behauptet das Gegenteil und bietet dafür Beweise an, weshalb das Gericht zur Vertagung der Sache gelangt. Nach Verkündung des Be schlusses, besinnt er sich eines andern und nimmt die Be rufung zurück. Zum Schlusse wird die Privatsache W. gegen G. von Gießen, zwecks weiterer Beweiserhebungen vertagt. Wer Meg Gine tie bernommen h mih beehrender Blet Homberg a. d. Ohm. Zum Befehlshaber unserer nimmt vielmehr an, daß es Angeklagter auf Schwindeleien Sonntag, Freiw. Feuerwehr wurde Gg. Hch. Kuhl nnd zu dessen Stellvertreter Gottf. Ludwig Repp eidlich verpflichtet. ** Der Tod des G'öckners. Ein seltsamer Todesfall ereignete sich am Mittwoch früh 1/2 10 Uhr in der evangelischen Kirche zu Friedberg. Um die genannte Beit sollte die Vorstellung der Konfirmandinnen beginnen, zu welcher Feier der Friedhofaufsehrer Heinrich Walz für das Glockengeläute zu sorgen hatte. Er hatte sich um ca. 5 Minuten verspätet, und um diese Verspätung einzuholen, lief er in größter Eile über die Straße nach dem Glocken turm. Beim Läuten war ihm seine Ehefrau behülflich. Durch die Ueberanstrengungen befam Walz einen Herzschlag, sodaß er tot am Glockenstuhl niedersank. Ein sofort herbeigeholter Arzt konnte nur noch den eingetretenen Tod tonstatieren. Wohl fiel in der Kirche das schwache Geläute auf, doch nahm die Feierlichkeit ihren ungestörten Verlauf, da während derselben niemand etwas von dem Vorfall im Glockenturm merkte. Der so plößlich Verstorbene stand in den 50er Jahren. Grünberg. Die Arbeiten an dem Weichenstellerhäuschen, von wo aus in Bufunft die Regulirung des Weichenſtellwerks vorgenommen wird, sind soweit fertig, daß das Stellwerk zum 1. Juli dem Betrieb überg ben werden kann. -e- Grünberg gehört zu jenen Städten, die sich langsam unser Städtchen und kommt nach der Marktstraße, Ecke aber sicher mit der Zeit restaurieren. Geht man jezt durch fleißige Hände sind bemüht das alte Geschäftshaus des Barfüßergasse, so erblickt man dort rege Bauthätigkeit, Herrn Bäckermeister L. Stein in ein modernes umzuwandeln, in welchem neben einer der Neuzeit entsprechenden Backstube auch noch ein Wirtslokal mit eingerichtet wird. *** Mücke b. Grünberg. Die Arbeiten der Uebergangsbrücke über die Bahngleise sind soweit vorgeschritten, daß dieser Tage das Legen der eisernen Bogen begonnen werden kann. Unglücksfällen durch Ueberschreiten der Gleise ist nunmehr vorgebeugt. hat Direktor Bamberger in Mücke vor Jahresfrist 7000 Mt. ** Wie wir aus durchaus zuverlässiger Quelle erfahren, unterschlagen, was hauptsächlich auch Grund der Kündigung Gläubiger hielten sich an seinem Gehalt, und Herr Bamseitens der Aktiengesellschaft war. Die früheren Alsfelder berger zog infolge dessen die bekannten Meilenstiefel an. Eine Generalversammlung der Aktionäre findet heute Samstag statt. burg- Kirchhain- Frankenberg ist der Landrat von Negelein zu Marburg, zu seinem Stellvertreter der Landrat Freiherr Schent zu Schweinsberg in Kirchhain bestimmt worden. den Besißer der Dhäuser Mühle bei Schweinsberg, Mez, *** Nieder- Ofleiden. Am Mittwoch Morgen fand man dessen Schener und Stallungen erst fürzlich ein Raub der Flammen wurden, tot am Ufer der Ohm. Bei der jetzt Marburg. Zum Wahlkommissar des Wahlkreises Marherrschenden Dunkelheit wird derselbe den Weg verloren haben und in die Ohm gefallen sein. *** Groß Felda, 25. April. Gestern Nachmittag nach Landwirt Albert Steuernagel, während dem Fahren vom 5 Uhr wollte der Knecht Louis Steinbacher, im Dienste des Wagen springen. Er reifing sich in die Leine, stürzte hin Geistes gegenwart verdankte er es noch, daß er sich noch rasch und das eine Vorderrad ging ihm über beide Beine. Seiner umbrehte, denn sonst wäre ihm das Hinterrad noch über den Kopf gegangen. ** Aus Nassau, 24. April. In der Gemarkung Löhnberg wurde soeben die 4. Quelle erbohrt. Die zu ihrer Erschließung vorgenommenen Arbeiten des Bauunternehmers indem ein tohlensaurer Sprudel zu Tage trat. Herr DeißDeißmann in Löhnberg waren gestern von Erfolg gefrönt, mann hat s. 8. auch den ,, Augusta Viktoria- Sprudel erbohrt. verordneten in Tronberg. Sie haben in diesem Jahre ** Sonderbare Schwärmer sind die Stadtwieder die Erhebung von 200 Prozent Grundsteuer beschlossen, während der Magistrat nur 100 Proz. beantragt hat. Jetzt wird der Bezirksausschuß zu entscheiden haben, wenn die Stadtverordneten an ihrem Beschluß festhalten. figen Fischern ein 3 ander im Gewicht von 18 Pfund *** Im Rhein bet Worms wurde gestern von hie= gefangen. Das prächtige Exemplar wurde an die Hofküche nach Darmstadt gesandt, um auf der Tafel des Großherzogs, des Protektors des Fischereivereins, zu erscheinen. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer sigung. Gießen, den 24. April 1903. Der 32 jährige, vielfach vorbestrafte Drehergeselle Johann Josef St. von Groß- Kreidel, welcher zur Zeit in Zwickau eine Strafe wegen Betrugs verbüßt, knüpfte im vorigen Jahre, unter Verschweigung der Tatsache, daß er verheiratet ist, mit der Tochter des Schuhmachers Hemmer zu Friedberg, welche er schon früher kannte, ein Verhältnis an, welches zur Verlobung führte. Er schwindelte ihr vor, - Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Dr. 18. April. Karl Christian Maus, Sattler dahier mit Anna Katharine Käß dahier. Hermann Walldorf, Schau steller dahier mit Jda Johanna Haeußlerd dahier. Curt Ulrich Waldemar Edgar Otto Spohr, Rechtsanwalt dahier mit Margarete Elisabeth Hedwig Strache in Münche berg. 20. Karl Burt, Kaufmann dahier mit Marie Bez berger in Zürich. Johannes Adolph, Sergeant in Buzzbach m't Anna Bergen dahier. Heinrich Peter Schmidt, Cement arbeiter dahier mit Katharine Schneider dahier. Adolf Schmidt, Buchbinder dahier mit Emma Luise Leizbach in Obershausen. Georg Peter Martin Schalch, EisenbahnBureaugehilfe dahier mit Barbara Fischer dahier. 24. Friedrich Müller, Fuhrmann dahier mt Lina Marie Christine Müller, geborene Hardt dahier. Karl Dechler, Taglöhner in Frankfurt a. M. mit Luise Kraz dahier Heinrich Emil Gottfried Ludwig Philipp Jughardt, Kaufmann dahier mit Pauline Margarete Stein dahier. Levi Kazenstein, Kauf Balser, Taglöhner in Rödgen mit Elise Sperwald dahier. marn in Hamburg mit Clotilde Marcus dahier. Jakob Eheschließungen. 18. April. Philipp Geißler, Kutscher dahier mit Anna Roth dahier. Georg Klöß, Schutzmann dahier mit Anna Elisabeth Christine Ernstine Gröninger dahier. Ernst Adolph Theodor Bänder, Photograph in Frankfurt a M. mit Bertha Anna, Eleonore Ritter, geborene E fert dahier. Geborene. 12 April. Dem Sergeant Heinrich Wurm eine Tochter, Anna Else. Dem Knecht Martin Helferich eine Tochter. 13. Dem Fuhrmann Johann Georg Bachmann eine Tochter. 15. Dem Kaufmann Ostar Georg ein Sohn, Kuno. 16. Dem Landwirt Heinrich Zölzer ein Sohn, Georg Starl. 17. Dem Fabrikarbeiter Innocevz Krack eine Tochter, Marie Anna. 19. Dem Tapezier Ludwig Offenbacher ein Sohn, roth ein Sohn. Heinrich. 20. Dem Hausburschen Johann Konrad Hed Gestorbene. geborene Beerhalter, Ehefrau des Bremſers Conrad Malto, 18. April. Lucie, genannt Wihelmine Maltomestus, m sius, 43 Jahre 6 Monate alt. Georg Karl Zölzer, 2 Tage 3 Stunden alt, Sohn des Landwirts Heinrich Bölzer Weaurers Ernst Hauser dahier. 21. Heinrich Bogt, 66 daher. 20. Hermann Hauser, 27 Tage alt, Sohn des Jahre 4 Monate alt, Rentner dahier. 22. Johannes Ruppel, Tochter des Spenglermeisters Chriſtian Arnold, noch ohne 82 Jahre 11 Monatr alt, Privatier dahier. 23. Vornamen, 11 Tage alt. 24. Heinrich Wörner, 1 Jahr Eine 10 Monate alt, Sohn des Taglöhners Georg Wörner dahier. Marie Vö pel, geborene Diehl, 33 Jahre 1 Monate alt, Ehefrau des Kutschers Heinrich Vöpel dahier. Marktbericht. Gießen, 25. April. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per Pfd. 1.00-1.10 mt. Hühnereter 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg, Erosen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg.. Tauben per Paar . 0.80-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.00-230, Sahnen, b Stüd Mt. 1,10-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 66-76 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 66-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-6.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-8.00, Milch per Liter 18 Pfa. Der Seiden- Zoll ist so niedrig, daß wir unsere Seidenstoffe zu billigsten Engros Preisen porto- und zollfrei an Private met er: und robenweise versenden. 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