Wohnung im mitt. Nr. 47. Ap il 1903 su ver: Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Steinstraße 23. tertrage 63 Zimmern und Kübe rite Stod nebft einer der Mansarde und auf 1. April 1908 vermieten. Näheres me fterei Zimmer 15. in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Boft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. amilienwohnung, be 63mmen mt 34 fiche, Bleichplay unb im 1. Stod des uffurterstraße 31, ber später zu verm. Räh 18 bei Wilh. Blant benhaus, 5 Zimmer: an ruhige Leute ver r später zu vermieten. arl Eichmann, 1, Ede Nordanlage andergehende bn Zimmer für 1 oder 1. März zu be.. Walthorfir he 15. Domänenrat mittl. Stod per zu berm. tirchenplog 21. Neustadt, Neubau en Meggermeister Laden zu berm. Mittwoch, den 25. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 81 Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitseile 30 refp. 40 Bfg. Bostzeitungsliste No. 8269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 38. Fernsprechanschink Nr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das mazedonische Reformprojekt angenommen. mit Schneller, als man wohl allgemein angenommen hatte, ist die Antwort der türkischen Regierung auf das österreichisch- ungarisch- russische Memorandum erfolgt: ſie Hofmannstr. 14. lautet, wie nicht anders zu erwarten war, zustimmend. Jerfegung des Serra Nachdem der Ministerrat sich zu gunsten des Reform Beder ist deffen feit projekts ausgesprochen hatte, erging ein Jrade des Sulegehabte Wohnung in tans, welches die Annahme der in der Note der beiden se Afterweg 29 11 für Mächte enthaltenen Vorschlage genehmigt. Der türkische päter zu vermieten. Brat Dr Saupt. pheum Bariete. Täglich Vorstellung. Jung. Minister des Aeußern Tewfit Pascha überreichte darauf persönlich den Botschaftern Rußlands und Desterreich- Ungarns in Form von gleichlautenden Noten die Annahmeerflärung der Pforte. Die türkische Note spricht aus, daß diese Vorschläge eine Ergän ung dessen scien, was bie Regierung des Sultans bereits selbst beschlossen und auszuführen begonnen habe, und stellt se, daß die Regierung die ihr in freundschaftlichem Geiste gemachten Sorschläge annimmt und deren Ausführung befohlen hat. Ter Ministerrat hat sich schon mit den Ausführungsverordnungen beschäftigt. So ist denn der erste Teil des Reformiertes erfolg reich beendet und Graf Lamsdorff, der Vater der mit so viel Geräusch in Szene gesezten Aktion, mag sich zu dem Gelingen beglückwünschen. Größeren Schwierigkeiten als der Anfang dürfte die Fortsetzung des Unternehmens begegnen, doch werden bei gutem Willen und loyalem Verhalten der türkischen Regierung auch diese Schwierigteiten zu überwinden sein. Immerhin wird längere Zeit vergehen, ehe die in dem Memorandum der beiden GroßStraßen außerge urächte vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt sind. faule Aepfel und Eine andere Frage ist die, welche Wirkung die Nachricht geworfen werden von der Annahme der Reformvorschläge durch die Pforte in der christlichen Bevölkerung Mazedoniens hervorrufen n geraten könnte, wird. Daß die Aufständischen sich nunmehr sofort ent-2 Uhr einen Umschließen werden, die Waffen niederzulegen und zum häusent. Bugteilnehmer lichen Herde zurückzukehren, glaubt wohl ernstlich niemand. meister zu melden. Die Bestrebungen der Führer gehen bekanntlich über die in egierungsamt. dem österreichisch- ungarisch- russischen Memorandum vorgesehenen Einrichtungen weit hinaus; sie zielen auf vollig. ständige Selbstregierung unter einem christlichen, von der daß ein State forte möglichst unabhängigen Generalgouverneur nach dem Vorbilde Kretas ab. Es muß abgewartet werden, ob gewiffefte Kenn die Leiter der mazedonischen Bewegung, dem Druck der pf und die ihm Mächte nachgebend, aus ihr Programm verzichten, oder was, wenn dies nicht geschieht, die Mächte zur Durchsegung des ihrigen beschließen. ment. inken Aufnahme und in schon geworden ift. Daß die Kampflust der Mazedonier sich bis jetzt nicht gemindert hat, geht aus den letzten Nachrichten aus Sofia und Philippopel hervor. Am Sonntag fand in dieser Stadt unter den Anspizien des örtlichen ma ei onisch n komi ees eine zahlreich besuchte Versammlung statt, in der gegen die bulgarische Regierung wegen ihres Vorgehens gegen die Komitees heftige Angriffe gerichtet wurden. Zugleich wurde erklärt, daß das mazedonische Befreiungswert fortgesetzt werden würde. Waffen und Munition sind in groBer Menge in Mazedonien eingeschmuggelt worden, was die Hoffnung auf den Sieg der Bewegung neu belebte. auhaus. www uf Nuz hente, Die türkischen Soldaten werden von den Aufständischen nicht sehr gefürchtet, da sich die Insurgenten in fleine Guerillabanden von je 30 Mann aufgelöst haben und nur dann zum Angriff schreiten, wenn die Chancen ihnen günstig sind. 266. Sigung. Deutscher Reichstag. - Verschiedene Fragen. Eigener Bericht. nern gegenüber darauf hin, daß das jetzige Weingesetz gut gewirkt habe. Eine sachgemäße und sachverständige Nahrungsmittelkontvolle tönne von den Organen der allgemeinen Polizei gar nicht ausgeführt werden; besondere Reichsbeamte dazu anzustellen, sei bedenklich. Die Wünsche wegen einer strengeren Nahrungsmittelkontrolle gehörten in die Einzellandtage. Nach weiterer unwesentlicher Debatte über diesen Gegenstand vertagte sich das Haus. Die Politik. Neue Schwierigkeiten mit Venezuela. )-( Die Ausführung des deutsch- venezolanischen Friedensprotokolls scheint sich nicht so glatt abzuwickeln, als man gehofft hatte. Der deutsche Gesandte in Washington hatte in Auftrage des Grafen Bülow den Gesandten Bowen gefragt, wann Castro die 27 500 Dollars der ,, erstflassigen" deutschen Forberung zahlen wolle und hinzugefügt, die Deutschen in Venezuela seien darüber ungehalten, daß, während die Briten bereits den ihnen zu kommenden Betrag erhalten hätten, er den Deutschen noch nicht ausgezahlt worden sei. Die deutsche Regierung habe Venezuela eine dreißigtägig Zahlungsfrist der ersten Rate zugestanden, doch sei sie der Ansicht, Bowen könne dem Präsidenten Castro raten, sofort den betreffenden Betrag zu zahlen. Bowen erwiderte, daß er nach unterzeichnung der Protokolle in der Angelegenheit nicht mehr kompetent sei, und daß ein Gesuch um Geld durch den beutschen Bertreter in Caracas anzubringen sein würde, sobald dieser dort angekommen sei. Bei schwacher Besetzung des Hauses erledigte der Reichstag eine Reihe von Fragen, die innerlich grundverschieden sind. Dr. Paasche verlangt eine schärfere leberwachung der Ausführung des Reichsseuchengefeßes; eventuell sollten, wie im Hunsrück, die Kosten auf die Staatskassen übernommen werden. Dr. Südekum von der Sozialdemokratie wünscht einen schärferen Schutz der Arbeiter von Pinselfabriken gegen die Gefahr des Milz brandes, während der nationalliberale Abg. Dr. Wehl darauf aufmerksam machte, daß viele erotische Wildhäute durch ihre Milzbrandgefahr die Interessen der Arbeiter gefährden. Staatssekretär Graf Posadowsky betonte nach einer kurzen Rede des Abg. HoffmannHall, daß die Regierung durch ihre scharfe Ueberwachung der Betriebe die Epidemien zurückgedrängt habe. Abg. Münch Ferber plädiert dafür, die Essigessenz dem freien Verkehr zu entziehen, was den Staatssetrelisationsarbetten der tär zu der Bemerkung veranlaßte, zu bemerken, daß 39 Minuten. Cigarren in Rörben neral- Lügner bafelbft Justigo Karl. Die Heeres- Reorganisation in England. cichteten Rundschreiben wird betont, daß jiuje.em Bernehmen nach" zwischen den Regierungen des deutschen Reiches und Rußlands der Entwurf des neuen Zollvertrages bereits vereinbart sei. Er werde zunächst den Regierungen der Einezlstaaten zur Begutachtung vorgelegt Wir geben die Mitteilung unter Vorbehalt Die bitteren Lehren des Burenkrieges sollen in England nicht ungenußt bleiben, darüber ist dort alle Welt einig. Also Heeresreform! lautet die Parole. Der Kriegsminister Brodrick hat auch einen Entwurf zur Reorganisation der englischen Arme ausgearbeitet, der sich jedoch nur geringen Beifalls erfreut. Für uns in Deutschland genügt es, daß der Entwurf mit dem alten überlebten Prinzip des Werbe- und Söldnertums keineswegs bricht. Auch bei der zur Zeit im Unterhause geführten Adreßdebatte wurde der Entwurf bes Herrn Brodrick erörtert, und es zeigte sich dabei, daß sein Projekt nicht nur auf. der Linken Gegner hat. Im Gegenteil war es der Konservative Becket, welcher ein Amendement einbrachte, das die Unzufriedenheit mit dem Brodrichschen Entwurf ausspricht, und der Konservative Major Seely unterstützte das Amendement. Der Kriegsminister suchte seinen Plan zu rechtfertigen, so gut er es vermochte. Seine Absicht sei, so betonte er, eine möglichst geringe Anzahl von Truppen unter den Fahnen und möglichst viel in der Reserve zu haben. Beinahe komisch berührt es uns, wenn wir sehen, wie sich der Minister eifrig dagegen verwahrte, deutsche Einrichtungen nachahmen zu wollen. Wenn er das täte, so wäre das am Ende noch nicht das schlechteste! das Nahrungsmittelgejez völlig zur Verhütung von Mißständen ausreiche. Die Abgg. Fiz( nation.), Schüler ( 3tr.), Dr. Blankenborn( nationall.) Dr. Deinhardt( nationall.) und Dasbach( 3tr.) treten für eine Kontrolle der Weinkellereien ein, wozu zwei Bundesratsbevollmächtigte sich entgegenkommend äußerten. Der Staatssekretär Graf Posabowsky wies den VorredFrankreich und Marokko. verden. vieder. - 29. Sigung. Preussischer Landtag. Baus der Hbgeordneten. - Die Tarifreform.- Eigener Bericht. Die Erörterungen über eine geeignete Ausg staltung des Tarifwesens wurde im preußischen Abgeordne enhause fortgesezt. Die Regierung und die Mehrheilsparteien varen darüber einig, daß es nicht so sehr auf eine Verbilligung, als auf eine Vereinfachung der Personentarife antomme; es sollten also möglichst die Rückfahrbegünstigungen aufgeho en un die ein a ten Ja rg ü rei etwa auf die Hälfte des heutigen Betrages feft, ejezt werden. Bei den Gütertarifen sei eine möglichste Vielgestaltigkeit von höchstem Werte. Der Eisenbahnminister Bud de verwies auch noch darauf, daß die sächsischen Tarije in Preußen burchaus ungeeignet sein würden. Im übrigen hält er baran fest, daß die Disziplin bei den Bahnbeamten aufrecht erhalten werden müsse; insbesondere soll mit großer Rüdsichtslosigkeit gegen etwaige Mitglieder des Hamburger Verbandes vorgegangen werden. Der Minister teilte noch mit, daß er 200 Güterwagen mit je 20 Tonnen Ladegewicht in Auftrag gegeben habe. Zum Schluß hin verfor sich die Debatte in Einzelwünsche verschiedener Gegenden. Taß die französische Regierung ihr Auge auf Marokto geworfen hat, wußte man längst. Neuerdings haben diese Spekulationen, wie es scheint, greifbare Gestalt angenommen, worüber der Pariser Korrespondent des ,, Standard" interessante Einzelheiten zu berichten wüßte. Danach plant Herr Telcassé, der französische Minister des Auswärtigen, nichts geringeres als eine Teilung Marokkos, dergestalt, daß Frankreich den östlichen Teil des Sultanats mit Algier vereinigte und Spanien die nördlichen Küstendistrikte befäme, England aber überlassen wäre, sich an der Westküste zu entschädigen. Daß auf französischer Seite solche Arrondierungsprojekte bestehen, darauf scheint eine Meldung des ,, Echo de Paris" hinzudeuten, wonach Minister Delcassé und der Gouverneur von Algier, Herr Reboil, eine Zusammenkunft des Herrn Loubet mit dem Sultan von Marokko während der bevorstehenden Algierreise des Präsidenten der französischen Republik betreiben. Defters schon wurde die Ansicht laut, daß Frankreich bei den Wirren in Marokko seine Hand im Spiele habe, das glaubt auch Senor Bonelli, ein in marokkanischen Angelegenheiten wohlbewanderter spanischer Polititer. Er zweifelt nicht daran, daß Frankreich damit umgehe, seine algerische Grenze gegen Marokkó vorzuschieben, und würde es für einen schweren Fehler erachten, wenn Spanien die französischen Eroberungsgelüfte ermutigen würde.- In Tanger eingetroffenen Nachrichten zufolge wäre der PrätenBent Bu Hamara in dem legten Gefecht schwer verwundet worden. Ein Entscheidungskampf ist vor seiner Wiederherstellung nicht zu erwarten. Kurze politische Nachrichten. * Der Reichskanzler hat Erhebungen darüber angeordnet, ob nach den seit dem 1. April 1895 gesammelten Erfahrungen die Aufhebung oder Einschräniung einzelner Ausnahmen von der geseßlich vorgeschriebenen Sonntagsruhe zulässig. * In einem vom Vorsitzenden des Verbandes deuticher Leinenindustrieller an die Verbandsmitglieder geNab und fern. Prinz Eitel Friedrich auf dem Kölner Karneval. Dem diesjährigen prächtigen Rosenmontagszuge in Köln sahen vom Balkon der Wohnung des Polizeipräsidenten aus Prinz Eitel Friedrich und Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg- Lippe zu. Prinz Karneval, der Kölner Bauer, die Kölner Jungfrau, die beiden Präsidenten der beiden großen Karnevalgesellschaften und die Kommandeure der Funkentorps wurden dem mit der Müze der blauweißen Funken dekorierten Prinzen und übrigen hohen Herrschaften vorgestellt. Prinz Eitel Friedrich unterhielt sich längere Zeit hindu ch aufs angelegentlichste mit den ersten Kämpen des Faschings und äußerte seine große Freude darüber, daß er den weltberühmten Kölner Rosenmontagszug in Augenschein nehmen könnte. Die Garde des Prinzen Karneval, die lustigen Kölner Funken, marschterten an dem Balkon des Prinzen und ihrer Kommandeure in strammem Parademarsch vorbei. )=( Einen Mordv rsuch aus verschmähter Liebe mahte der Berliner Architelt Wolpact auf die Stelinerin Marta Tarsfy. Wollstatt, der die Tars y seit längerer Zeit vergeblich mit Liebesanträgen verfolgte, begab sich in das Lolal, in dem sie serviert, bestellte sich ein Glas Bier, und als nach kurzer Zeit das Mädchen fam, feuerte er zwei Schüsse auf sie ab mit den Worten: ,, Du mußt sterben! Ein Schuß traf die Lunge, der zweite drang in den Oberschenkel. Die im Lofal anwesenden Gäste hielten den Revolverhelden zurück und übergaben ihn der Polizei, die ihn in Fesseln legte und zur Wache brachte; von dort erfolgte dann die Ueberführung in das Untersuchungsgefängnis nach Moabit. Das Mädchen ist schwer berlegt, unmittelbare Lebensgefahr ist jedoch nicht vorhanden; sie wurde in das Krankenhaus am Urban gebracht. ::: Leopold Wölfling, der Bruder der Prinzessin Luise von Tostana, faßte infolge finanzieller Schwierigkeiten den Entschluß, Genf zu verlassen und nach Amerika zu ceisen, um dort als Seeoffizier in die amerikanische Marine einzutreten. Der Großherzog von Toskana bezahlte alle Schulden, die Wölfling vor seiner Flucht gemacht hat. Wölflings Bitten um weitere materielle Unterstüßung blieben unberücksichtigt. ) Ein Lebensversicherungs- Spezialist ist der in Berlin verhaftete Generalagent Bidert aus Neu- Streliß, der dort eine Berliner Gesellschaft vertrat. Er war seit acht Tagen flüchtig, nachdem er schwere Urkundenfälschungen, Unterschlagungen und Betrügereien verübt hatte. Er ließ verschiedene versicherte Personen, deren Geburtsurtunden er ich verschaffte, einfach sterben" und schickte die gefälschte Urkunde der Gesellschaft ein. Diese zahlte, 3. strich die Summe ein und führte die Leute als tot in den Büchern. Der Zufall wollte aber, daß ein bereits ,, Gestorbener" aus Neu- Strelig der Gesellschaft einen Wohnungswechsel anzeigte. Daburch wurde 3. entlarot. Die Anzahl der von ihm geschaffenen Todesfälle" fonnte er bei seiner Verhaftung selbst nicht angeben. Explosion eines Briefes. In dem Hauptpostami in der Königstraße zu Berlin war der Postbote Beilfuß mit dem Abstempeln von Postsachen beschäftigt, als blöß m lich ein Brief mit lautem Stnall explodierte, dem Postboten mehrere Finger weggerissen und außerdem noch schwere Verlegungen zugefügt wurden. Der Daumen flog gegen die hohe Decke. Man brachte den Verlegten nach der nächsten Unfallstation, wo ihm Notverbände angelegt wurden. Die Ermittelungen nach dem Absender des Briefes ergeben den Kaufmann Leopold Jacobowicz als den Urheber des Unglücks. J. hat eingestanden, daß er in dem Briese seinem Vater eine Knallquecksilber- kapsel zusenden wollte. Er sieht nunmehr seiner Bestrafung wegen Uebertretung des Postgefeßes und wegen Körperverlegung entgegen. )-([ Der Altoholismus der Normandie.] Der ,, Matin" beröffentlicht einen von den Aerzten Deriès und Lersh berfaßten Bericht, der die Wirkungen des Alkoholismus In der Normandie darlegt. Danach verbraucht die Stadt Rouen allein jährlich 700 000 Liter Alkohol. In manchen Gegenden des Departements wird sogar neugebore nen Kindern Alkohol eingeflößt, denn dort ist es Sitte, daß man den Täuflingen gleich nach der Taufe einen Löffel Bider gibt. Später ist der Lehrer gezwungen, den Kindern aus den Frühstücksförbchen, die sie in die Schule mitbringen, die Weinflaschen wegzunehmen. Bemerkenswert sind die Schulhefte der Schüler, wenn ihnen die Aufgabe gestellt war, den Verlauf des letzten Ferientages zu beschreiben; in den meisten Aufsägen kehrt Bann als naiver und doch so furchtbarer Schlußsaz wieder: Um Mitternacht waren alle betrunken!" Dies scheint also der natürliche Schluß aller Familienfeste zu sein! [ Ein Roman als Gesetzesvorlage.] Mit schwerer Vergeltung droht der junge Abgeordnete George D. Clarck, der zum ersten Male in der Legislatur des Etaates Newyork sigt, seinen Kollegen, weil sie ihm bis jetzt eine Beteiligung an den Debatten nicht gestatteten, teine einzige seiner Vorlagen sie betrafen besonders die Einschränkung der Parlamentsdrucksachen von den Ausschüssen, an welche sie verwiesen worden waren ,,, einberichten" ließen und ihn auf die schwarze Liste seßten, so daß er selbst in den Ausschüsfen, in welchen er Mitglied ist, zur Untätigkeit verdammt zu sein scheint. Clark ist im ,, Nebenamte" Schriftsteller, und darauf baute er seinen furchtbaren Racheplan auf. Um den Kollegen zu zeigen, wie absurd es ist, alle Vorlagen drucken zu lassen, will er seinen lezten Roman als ,, Bill" einreichen, so daß er auf Staatstosten gedruckt werden muß. Das Manuskript ist mir" so soll er erzählt haben- ,, von allen Verlagen, welchen ich es zugesandt hatte, zurückgeschickt worden. Es enthält ungefähr 35 000 Worte, und meine Bescheidenheit gestattet mir nicht, ein Urteil über den litterarischen Wert der Arbeit zu fällen. Meine Kollegen jollen entscheiden, ob das Werk druckreif ist. Ich reiche es als Vorlage ein, es wird gedruckt, und ich werde verlangen, daß der Clerk das ganze Werk der Assembly borliest." Wenn Herr Clark seinen Zorn nicht mäßigen sollte, wird die Legislatur schwer dafür büßen müssen, daß von den Parteiführern in so unverantwortlicher Weise an ihm gesündigt worden ist. Kurzes Allerlei. Anläßlich seines Jubiläums erhielt der Papst bisher über eine Million Bargeld PilgerSpenden. Er hat seinerseits dem Generalvikar die Summe bon 50 000 Lire für die Armen Roms übergeben, ferner 20 000 Lire für die Armen von Perugia. Andere 10 000 Lire sind für den Geburtsort des Papstes, Carpineto, bestimmt und dem schon existierenden Fonds zur Unterstüßung bedürftiger Nonnen sind 20 000 Lire beigefügt worden. - Der erste Gedichtband einer elf ährigen Dichterin, der Kleinen Antonie Coullet, ist soeben in Paris erschienen; er ist von ihrem Vater, der Professor am Lyceum in Caen ist, ohne ihr Wissen herausgegeben. Antonie, die am 10. Januar 1892 in Roche- sur- Yon geboren ist, hat die Gedichte zumeist als kaum Zehn ährige geschrieben. - Ein altes römisches Schiff wurde im Lago Maggiore zwischen Gavignano und Gattes aufgefunden. Die italienische Regierung verfügte sorgfältige Untersuchung und Hebungsversuche. Bunte Chronit. Der Buchhalter Wendland aus Frankfurt a. M., der im September 1901 nach Unterschla= gung von 50 000 Mark flüchtig geworden war, hat sich freiwillig der Polizei gestellt. Von dem unterschlagenen Gelde besitzt Wendland nichts mehr. Die Mainzer Polizei verhaftete bei einem Einbruch zwei elegant gekleidete Männer und brachte sie zur Wache, wo man sie in verschiedenen Zellen einstweilen internierte. Während man nun den einen verhörte, schnitt sich der andere den Hals durch. Die hierdurch entstehende Verwirrung benußte der erstere, um zu entfliehen. Der Gerichtshof in Steinamanger verurteilte den Privatier Georg Stieder, welcher den Advokaten Geza Ernuszt im Duell tötete, zu 22 Jahren Staatsgefängnis. Das Duell war daraus entstanden, daß Stieder den Advotaten, der in einer Prozeßsache die Gegenpartei, den Grasen Emerich Festetich vertrat, tätlich beleidigte. Die Petersburger Kriminalpolizei hat die Berliner Bolizei benachrichtigt, daß die, wie erinnerlich, bei dem Einbruch in die dortige Kapelle zum heiligen Isaak erbeuteten Brillanten im Werte von 50 000 Rubeln wahrscheinlich in Berlin verkauft werden sollen. Vermischtes. [ Ein Sandregen in Bayern.] Der Besizer der Villa Carsala in Reichenhall schreibt den M. N. N.": Heute Morgen waren die ganzen Fenster meiner Villa nach Süden und Westen mit Regentropfenflecken, umgeben von feinem, gelben Sand, bedeckt, nachdem heute Nacht der Föhn bei 14 Grad Reaumur Wärme geweht hatte. Jedenfalls handelt es sich, wie voriges Jahr, um afrikanischen Wüstensand, da in den letzten Tagen in Spanien der Levechesturm( Sandsturm) wütete. VielLeicht sind an anderen Plätzen ähnliche Beobachtungen gemacht worden! Die Berge waren gestern mit einem sonderbaren weißen Schleier bedeckt. ( 4)[ Ein fetter Konkurs.] Postanweisungen auf ,, Einen Pfennig" lautend, wurden dieser Tage in München zur Bost gegeben. Diese ,, riesigen" Beträge kamen aus dem Konkursverfahren gegen einen Architekten an die Gläu biger zur Verteilung. Es bezifferte sich die Verteilungsquote der nicht bevorrechteten Forderungen auf 0,78 Prozent. Ein Rechtsanwalt, der 600 Mark zu fördern hatte, befam etwas über 5,50 Mt. An zwei Gläubiger wurden Postanweisungen mit je einem Pfennig, an einen mit zwei Pfennig, an einen mit vier Pfennig verschickt, und so gings hinauf bis zum Betrage von fast einer Mark. )[ Die diebsgewerbesteuer.] Ein geniales Projekt hat die russische Zeitschrift ,, Otetschestwo", ersonnen: Sie gibt den Behörden den Rat, die Pferdediebe zur GewerbeSteuer heranzuziehen. Die Polizei solle Listen der Pferdediebe eines bestimmten Bezirks aufstellen und die Sippschaft als Verband der Pferdediebe" anerkennen. Sobald nun in dem betreffenden Bezirk ein neuer Diebstahl vorkommt, wird, falls der Täter unentdeckt bleibt, der Verband gezwungen, eine Steuer zu bezahlen, die den dreifachen Wert des gestohlenen Pferdes betragen soll. Es muß bemerkt werden, daß die Zeitschrift ,, Otetschestwo" kein Witblatt ist. =[ der Bullenbeißer mit der Gollombe.] Ein Fall, der in der Zahnheilkunst einzig dastehen dürfte, hat sich in Pottsville( Ver. Staaten) zugetrigen. Der Besitzer Myers brachte seinen großen Bullenbeißer, der sich beim Knochenfressen einen Edzahn ausgebrochen hatte, zu einem der besten Zahnärzte der Stadt und ließ dem Tiere die Zahnlücke mit Gold auskitten. Der ,, New- York Herald", der über dieses sensationelle Ereignis in be sonders drastischer Weise ein Telegramm veröffentlicht, erklärt mit patriotischem Stolz, daß kein zweiter Hund in der Welt einen Zahn mit einer Goldplombe aufweisen fönnte. £[ Auch eine Gabe.] Eine unerwartete Antwort wurde bor turzem einem bekannten Würdenträger der anglifanischen Kirche zu teil, der begierig war, sich mit den Sitten und Gewohnheiten der unteren Klassen vertraut zu machen und deshalb oft in eine Wagenabteilung dritter Klasse der frühmorgens zwischen den Lodɔner Vorstädten und der City verkehrenden Arbeiterzüge stieg. Obwohl er nachgerade schon etwas gewöhnt worden war, fiel es ihm eines Morgens doch auf, daß die Arbeiter sich so besonders ,, starker Ausdrücke" bedienten, und er fragte den einen entsetzt, wo er denn solche Sprache gelernt habe. ,, Lernen, Ew. Ehrwürden? Das können Sie nicht lernen, das ist eine Gabe!" ::][ Friedhof- Aktien] stehen gegenwärtig in Schottland in hoher Nachfrage und erzielen an der Börse in Edinburg vorzügliche Preise. Der sonst so religiöse Schotte nimmt daran keinen Anstoß, sein Geld in derartigen Werten anzulegen, zumal da ihn dabei der praktische Gesichtspunkt leitet, daß der Nominalwert der Aktien kaum eine Veränderung erleidet oder erleiden wird. Vielleicht spricht aber auch noch der Umstand mit, daß die Besizer solcher Börsenpapiere für den Fall, daß sie durch unglückliche Spekulationen um ihr Vermögen gebracht werden, um ein anständiges Begräbnis keine Sorge zu tragen brauchen, und daß es unter allen Umständen nicht nötig ist, der Gemeinde mit einem Armenbegräbnis zur Last zu fallen. (!)[ Der Künstler und sein Lohn.] Folgende Geschichte erzählt der Gaulois": In einem fieinen fernliegenden Königreiche( Serbien?) stirbt der König. Sein Sohn und Nachfolger wünscht, daß die Tugenden des Verstorbenen in Bronze oder Marmor verherrlicht und verewigt werden. Man schreibt an einen der bekanntesten französischen Bildhauer und fordert ihn auf, das Denkmal herzustellen. Seiner Mühe Lohn sollen 250 000 Fr. sein, und da der Künstler in die Hauptstadt jenes Landes reisen muß, sollen ihm von der Gesandtschaft, die das Königreich in Paris hat, von den 250 000 Francs sɔfort 40 000 als Reisevergütung und Kostenvorschuß ausgezahlt werden. Einen Tag vor seiner Abreise nimmt ihn ein Minister, der es gut mit ihm meint, bei Seite und sagt: ,, heben Sie das Geld ab, bevor Sie abreisen."- ,, Aber-" ,, Kein aber- heben Sie das Geld ab, rate ich Ihnen."- ,, Der Schein ist doch vom Finanzminister unterschrieben."- ,, heben Sie es trotzdem ab!" Der Künstler aber will nicht hören. Nach seiner Rückkehr aus dem fernen Lande kann er von der Gesandtschaft zunächst keinen Pfennig bekommen. Troßdem geht er mit Fleiß ans Werk und hat bald den ersten Entwurf fertig. Jezt kann die Gesandtschaft nicht mehr anders: sie muß ihm wenigstens die 40 000 Francs auszahlen. Der Künstler wird aufgefordert, sich das Geld zu holen. Man führt ihn in ein Zimmer des Gesandtschaftsgebäudes, wo auf einem großen Tische drei riesige Säcke aufgestellt sind. Was soll das sein?" fragt er. Ihre 40 000 Francs!". Er öffnet einen der Säcke und prallt entsetzt zurück: es blinkten ihm lauter Fünf( rankenstücke entgegen! Er verlangt statt des SilberJeldes einen Check. Unmöglich!" Nun springt er entchlossen in eine Droschke, fährt zu einer Bank und bringt sich einen Kassenbeamten mit, der ihm das Geld fortschaffen soll. Als vorsichtiger Mann zählt dieser aber erst das Geld nach. Es waren in der Tat 40 000 Francs in den Säcken, aber 2500 Francs waren entwertetes oder falsches Geld. - Giessener Cagesneuigkeiten. [ 8ur Reichstagswahlbewegung.] Unser bisheriger Reichstage abgeordnete, Bürgermeister KöhlerLangsdorf wird bei den nächsten Richetagswahlen, trotzdem uns vorher gegenteiliges mitgeteilt wurde, wieder fandi dieren. Soweit wir informiert sind, wird also auch Gießen einen interessanten Wahlkampf erleben. Es treten demnach in Konkurrenz: Liberale( Freifinn mit National liberalen), Antisemiten und Sozialdemokraten. Jetzt fehlten nur noch das Centrum und die Addeutschen. In Limburg stellte eine Vertrauens- Männer Versammlung des Bundes der Landwirte den Landwirt Hazmann- Niederneisen als Kandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl im 4. naff. Wahlkreis( Lim burg- Diez- Weilburg) auf. ** te Stadt. Selterstho nach dem Straßen ho fhlangen n im Glaube Frequenz i überall for Lebensluft legten Auge Vereine ur ba zufamr Kreife den Freude un funden ha Vie biebmarkt nämlich 1 und 100 Das Gef war sehr Frankfurte flußt, die ale bei d worden fin Anfäufe in auch ichwa dem Mark förmlich, i Heltere S fauft. D flau und zu werde starte Gir Die Gewerbebant hält nächsten Mittwoch, den 4. März im Hotel Einhorn ihre 44. ordentliche General versammlung statt. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Erstattung des Geschäftsberichtes pro 1902. 2. Erfah wahl ausscheidender Mitglieder d s Aufsichtsrates. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres rechnung und Bilanz pro 1902 und der dem Vorstar de und Aufsichtsrat zu erteilenden Decharge. 4. Verteilung des Reingewinnes. 5. Mitteilung des Berichtes des Verbandsrevisors über die am 28. Mai 1902 borgenommene Revision der Gewerbebant. 6. Be schlußfassung über Genehmigung der gemäß§ 11 des Statuts entworfenen Gesd äftsanweisung für den Vorstand und der gemäß§ 25 des Statuts aufgestellten Geschäftsanweisung für den Aufsichtsrat. 7. Beschluß: fassung über die Genehmigung der Verträge mit den Mitgliedern des Vorstandes gemäß§ 6 des Statute. Zur Verteilung kommen 49,729 Mt. 38 Pfg., wörüber die Generalversammlung verfügt. ** Des Hauses Zier ist Reinlichkeit. Im Deutschen Reichstage wurde in den letzten Tagen bei einer Besprechung der Wurmkrankheit, die augenblicklich im Rheinlande und Westfalen herrscht, von dem Handelsminister Möller die Ansicht vertreten, daß größere Reinlichkeit der Bergleute viel zur Beseitigung dieser ansteckenden Krankheit beitragen fönnte, wie auch vor Jahren in dem oberschlesischen Industriegebiet die dort herrschenden Magen- und Darmleiden auf die mangelnde Reinlichkeit zurückgeführt wurde. Die öffentlichen Gewalten tun ja außerordentlich viel zur Verbesserung der Verhältnisse. Licht, Luft und Reinlichkeit ist das Prinzip bei Städteanlagen, und seitdem haben die Landplagen, wie Cholera, Pest und schwarzer Tod ihre Schrecken verloren. Aber gerade die Bevölkerung in den Industriegebieten neigt zur Unreinlichkeit nicht bloß bei uns, sondern auch anderwärts. Zola schildert in seinem bekannten Bergwertscoman, daß sich ganze Familien nur an den Vorabenden von Sonnund Feiertagen gebadet haben und dann alle in einem Bottich, dessen Inhalt nachher wie dick gewordene Tinte aussah! Aber von Zeit zu Zeit kommen solche Strafgerichte, wie vor 10 Jahren in Hamburg und jetzt am Rhein, um nachdrücklich auf Generationen hinaus die ewige Wahrheit zu predigen: Des Hauses Zier ist Reinlichkeit. ** Stadttheater. Tas Benefizstück für Fräulein Mar garete Feige Mutter segen" gelangt endgiltig morgen Don nerstag den 26. ds. Mts. zur Aufführung. Ferner sei schon heute darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Hubert Dietsch vom Stadttheater in Freiburg i. B. der vor einigen Jahren an der hiesigen Bühne als erster Held und Liebhaber enga giert war, demnächst ein zweimaliges Gastspiel absol vieren wird. ** Der gestern vom Fechtverband Gießen Lahr abgehaltene Maskenball in den Räumen des Café Leib) er freute sich eines vollbesetzten Hauses. Wer nicht zur Zeit fam mußte Stihplatz einnehmen. Bier, Wein und Selt blieb nicht unberührt, denn man konnte sehen, wie wantelmütige Gestalten sich heute morgen früh nach ihrem Schlummerfissen tewegten. Wir nehmen an, daß der Verein einen größeren Ueberschuß zu Wohlthätigkeitszwecken er zielt hat. ridgang r belebte. in befonde fich vorzü Siegerland thren ftart hobe Preif mehr Abso gewesen m Beginn unzufriede lichen Kor hinzicht, che die le hatte der ** Vom Karneval. Noch einmal weilte gestern Prinz Karneval unter uns, und mit Schwinden des Tages gings ans Abschiednehmen von der schönen Faschingszeit, die seit Wochen alle Welt in ihrem phantajievollen Bann geschlagen hat. Er schwang daher zum letzten Male umso kräftiger sein Szepter, um feinen die furze aber würzige Zeit seines Regimentes bergessen zu lassen und die Sehnsucht zu wecken nach der nächstjährigen Wiederkehr. Es scheint auch als ob alle noch einmal von seinem Zauber gepackt waren; ob Groß oder Klein, alles war ihm unterthänig und folgte in blinder Ergebenheit ihm nach in den Strudel ausgelaffener Touheit. Alles war wie umgewandelt, Giner neckte den Andern, und sagte ihm unter dem Schutz der Narrheit die Wahrheit unter die Nase und sprach dabei oft das Urteil über sein eigenes Jch, ohne daß er es merkte. Die Karnevalszeit ist ja auch die Zeit des Humors und der Satire, alles Verkehrte wird da zum Gebot und so kommt die ganze aufgesparte Lebens. lust des Einzelnen zum Ausbruch. Wir scheinen unsere Lebensgewohnheiten mit denen des Karnevals vertauscht zu haben. Ironie, Wizz und Humor finden da fruchtbaren Boden und gedeihen prächtig. Die Maskenbälle mit ihrem Mummenschanz bringen Amors Rechte zur Geltung und geben so dem Bilde einen geschmackvollen Rahmen. Der Karneval ist bekanntlich schon sehr alt; schon zu Zeiten der Römer huldigte man dem Gott Jokus und wid mete ihm eine kurze Zeit im Jahre, in der er das Regiment führte. Mit den Jahrhunderten hat naturgemäß auch das Wesen des Karnevals eine Aenderung erfahren; man ver steht heute nicht dasselbe darunter wie zu jenen Zeiten. Das naive Sinnenleben des Mittelalters ist von dem er höhten Bewußtsein des Menschen der Jeztzeit eingeschränkt werden und nicht zuletzt sind die veränderte Lebensführung der gesamten Kulturmenschheit, die Berufspflichten mit ihren Folgen verhängnisvoll für den Karneval geworden. Andererseits wird das Bedürfnis nach Selbstfiitik und Ironie schon durch soviel andere Gelegenheiten, von denen wir die Presse, das Theater und das Parlament nennen wollen, befriedigt, daß die Karnevalsatire in ihrer Wichtig feit ziemlich abgeschwächt wird. Doch wird dies Alles nicht imstande sein, den Karneval, der den Geist durch die persönliche Mitwirkung des Einzelnen auf ein anderes ideales Gebiet führt, ganz zu verdrängen, wenigstens wird er in unserem Zeitalter noch weiter leben. * Von den einzelnen, Spezial- Aufführungen" in unserer Stadt dürfen wir nennen den tradionellen Umzug der Studenten mit Musik und den dabei unvermeidlichen Biergläsern. Närrische Stopfbedeckung und einige Musen söhne in Kostümen brachten etwas Abwechslung in den Gänsemarsch. Auf dem Marktplag erfolgte der übliche Fastnachts- Salamander und zum Schluß die Verwandlung der Biergläser in einen Haufen ungezählter Glasscherben. Das Treiben der Narren war damit für den durch den den ganze muftern. alles Bieb die Wahl um 2 1hr getauften 2 würde der ( Die Ange Stadtbero behandelt fühe 1. G 3. Sorte Der Ctr. S 58-60 M Corte 6250-52 Ma 850-950 2. Sorte 2-3 jähr blieben fet Kälber. Aus ** Sc der Schwe Herrn Ludr Bächters C Feier dieses nec bon Gi bon der Ne Arbeit zu Lechens B libergab it gefchent.in anderer fein, indem Meta Cigarre geiudt Shreibgem irb ber fo gefubt. Selb unter B. 45 erbeten. Eine Meine Cigar tüchtigen Comp Geschäft zu ber in ber Nähe C Tag als tonangebend proklamiert und bald füllten in der Erb. d. sich Straßen und Plätze. Verschiedene Gruppen" zu Fuß, sog. Fußvolf, und per Wagen, der sog. Train aus dem Gefolge des Prinzen Carneval derselbe stammte aus der Schanzenstraße belebten sehr bald - Möbliert mit oder ohne igkeiten. gung.] Unfer bismeister Köhler agswahlen, trogdem rde, wieder fandi , wird also auch rleben. Es treten inn mit National aten. Jezt fehlten hen. ctrauens- Männer irte den Landwirt en für die bebor Wahlkreis( Lim nächsten Mittwoch, ordentliche General g ist folgende: 1. 8 Aufsichtsrates. Jung der Jahres 1902. 2. Erfa ilenden Decharge - ie Stadt. Das meiste Publikum bewegte sich vom Seltersthor über den Kreuzplatz durch die Mäusburg nach dem Marktplag und zurüd. Die Anwohner dieser Straßen haben auch in diesem Jahr Confetti und Seeschlangen nicht gespart, so daß heute morgen man eher im Glauben sein fonnte, es hätte geschneit. Die Frequenz in den Restaurants war eine entsprechende, überall fonnte man sorgenfreies Lachen und übermütige Lebensluft bernehmen. Die Jugend tobte sich in den legten Augenblicken nochmals gründlich aus. Mehrere Vereine und kleinere Girfel waren gemütlich hier und ba zusammengekommen und haben auch im engeren Streise dem Gott Jofus gehuldigt. Mögen alle, die Freude und Scherz gesucht haben, auch das alles ge funden haben. [ Viehmarktbericht.] Auf dem gestrigen Kindviebmarkt war ein Vorrat von 1500 Stüd Großvieb, nämlich 1200 Stück Milchvieh, ca. 100 fette Rinder und 100 Paar Fahrochsen, sowie 350 Stälber vorhanden. Das Geschäft in tragenden und frischmeltenden Kühen Frankfurter und Wiesbadener Käufern günstig beein** Lauterbach. Samstag morgen wurde durch den heftigen Sturm auf der Station Herbstein der Nebenbahn Lauterbach- Grebenhain ein mit Stückgut beladener 15- Tonnenwagen in Bewegung gefeßt und saufte bei dem starken Gefälle( 145) mit großer Schnelligkeit in der Richtung nach Lauterbach zu über die Station Rrfeld, um bei Eisenbach früh 6 Uhr 24 Min. auf den glücklicherweise gerade haltenden Personenzug zu stoßen. Die Lokomotive erlitt mehrfachen Schaden, Buffer, Stoßbalten, Laternen usw. find daran zertrümmert und auch an dem„ Durchgänger" sind die Buffer entzwei. felfische Gut 100 Jahre in der Famlie des jezigen 1 Wallenrod eine Hose im Werte von 8 Mt. entwendet hat. Pächters befindet. Wegen Unterschlagung und Diebstahls wird Angeklagter zu einem Jahr 4 Monaten Buchthaus, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt, wobei auch auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt wird.- Des Betrugs bezw. der Beihilfe zu demselben find Isaak N. aus Rzeszow. und Leopold L. aus Springen angeflagt. Auf Grund gefälschter Papiere, welcher letterer dem ersteren verschaffte, erschwindelte er sich bei Herrn Rabbiner Dr. Sander dahier 5 Mt. und bei Frau Prof. Dr. Pasch 3 Mt. Da L. wegen ähnlicher Schwindeleien bereits größere Strafen verbüßt hat, wird er in eine Buchthausstrafe von 1 Jahr nebst 150 Mt. Geldstrafe, sowie zu 5 Jahren Ehrenverlust verurteilt, während N. mit 9 Monaten GefängMüllergeselle Philipp Pf. aus nis davonfommt. Großen- Bused, ein fräftiger, junger Mann trieb sich in legter Beit in den umliegenden Ditschaften müßig umher, wobei er unter falscher Vorspiegelung eine Anzahl Wirte zum Teil unerhebliche Rechen prellte. Wegen Betrugs erDen Schluß hält er eine 6 monatige Gefängnisstrafe. bildet eine Privatflage welche durch Vergleich ihre Erledigung findet. ** Nidda, 24. Febr. In einer am Sonntag hier ftattgefundenen Bezirksversammlung der Kriegervereine des Bezirks Nidda wurde Herr Amtsrichter Römheld ron hier zum Bezirksvorsitzenden gewählt. Herr Bechtold, welcher 30 Jahre lang ununterbrochen in diesem Amte war, hat wegen zu hoh m Alter jetzt das Amt n'edergelegt. Aus dem Vogelsberg. Die Holzpreise sind, wie wir schon einmal berichteten, in diesem Jahre in die Höhe gegangen. Heute wird uns geschrieben, daß bei den am und der dem war sehr flott und wurde durch starke Nachfrage von .Mitteilung des flußt, die auch höhere Preise für die Waare anlegten, legten Samstag in den Frhil. Riedeselschen Waldungen Scheitholz 9-10 Mt. und Bucherprügel 7,75-8,50 Mt. werbebant. 6. Be worden sind. Schon beim Vormarkt wurden starke gemäß§ 11 des Anfäufe in Milchvieh besonders schwarz- bunte Waare fosteten. ung für den Vor auch schwarze Tiere hessischer Landrassen gemacht. Auf atuts aufgestellten rat. 7.9 Verträge mit den 6 des Statute. 38 Pfg., worüber für Fräulein Mar. giltig morgen Don . Beschluß 9. Ferner sei schon Serr Hubert Diep vor einigen Jahren und Liebhaber enga % Gastspiel abfol Gießen Lahr n früh nach ihrem an, daß der Verein Jätigkeitszweden er dem Markt selbst rissen sich die Käufer um gute Stübe förmlich, so daß darin der Vorrat bald ausverkauft war. Aeltere Schlachtfühe wurden wieder nach Stoblenz ver fauft. Der Handel in fetten Rindern und Kälbern war flau und war Waare nur zu weichenden Preisen los zu werden, selbst als die Gießener Megger anfingen starke Einkäufe zu machen, beeinflußte dies den Preisrückgang nicht, wenn auch der Handel dadurch sich etwas belebte. Das Geschäft in Fahrodsen, welche diesmal in besonders schönen Paaren am Markt waren, machte fich vorzüglich. Käufer vom Rhein und aus dem Siegerland, sowie aus der Provinz Oberhessen deckten ihren starken Bedarf und legten für gute Waare sehr hobe Preise an. Ganz schwere Gangochsen hätten noch mehr Absatz gefunden, wenn der Vorrat darin größer gewesen wäre. Die Marktbesucher find mit dem späten des Café Leib) er Ber nicht zur Zeit Beginn des Marktes um die jetzige Jahreszeit um so Bein und Sell unzufriedener, als der Auftrieb in Folge der tierärzt konnte sehen, wie lichen Stontrolle und bei unseren Märkten länger sich hinzicht, als anderswo. Gestern war es 2 10 Uhr ehe die leßten Tiere den Markt betraten. Inzwischen hatte der Handel längst begonnen. Den Käufern wird durch den säumigen Auftrieb die Möglichkeit genommen, al weilte gestern den ganzen auf den Markt kommenden Vorrat zu it Schwinden des mustern. Wollten die Handelsleute aber warten bis bon der schönen alles Vieh auf den Markt gekommen und dann erst It in ihrem phan die Wahl treffen, so müßte der Markt bis Nachmittag um 2 1hr dauern und ein Abtreiben und Verladen des rschwang daher ein Szepter, um gekauften Viehes, das meistens mit der Bahn fortgeht, seines Regiments würde den ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen. cht zu wecken nach ( Die Angelegenheit ist übrigens auch einmal schon vom cheint auch als ob Stadtverordneten Hanau in unserem Stadtparlament gepackt waren; ob behandelt worden.) Es wurde pro Stück bezahlt Milch fühe 1. Sorte 450-500 mt., 2. Sorte 360-425 Mf., 3. Sorte 270-325 Mt., Schlachtfühe 140-180 mf. Der Ctr. Schlachtgewicht wurde gehandelt: Fette Rinder 58-60 Mt., schwere Waare 62-64 Mt., Kälber 1. Sorte 62-64 Mf., 2. Sorte 56-58 mt., 3. Sorte 50-52 Mart, Gangochsen gingen ab pro Baar 1. Sorte 850-950 Mt., einzelne schwere Paare bis 1020 Mt., 2. Sorte 700-800 Mt., 3. Sorte 650-680 Mr., 2-3 jährige Fahrstiere 550-600 Mt. Ueberständig blieben fette Rinder, einige Paare Gangochsen und Kälber. rthänig und folgte den Strudel aus mgewandelt, Giner unter dem Schuh Naje uud ſprad Ich, ohne daß ja auch die Zeit Berkehrte wird da ufgesparte Lebens. Bir scheinen unsere rnevals vertauscht iden da fruchtbaren Stenbälle mit ihrem e zur Geltung und ollen Rahmen. ehr alt; schon ott Jotus und wis Der er das Regiment ist von dem er Aus Hessen und nachbargebieten. ** Sofgüll. Am Sonntag waren es 50 Jahre, seit der Schweinemeister Konrad Lechens in den Dienst des Derrn Ludwig Hoffmann in Hofgüll, Vater des heutigen Bächters Oekonomierat C. Hoffmann, getreten ist. Zur aturgemäß auch das rfahren; man ver au jenen Zeiten etzeit eingefchränk Lechens Glückwünsche und Geschenke, sein Prinzipal übergab ihm einen Sessel und ein namhaftes Geld Berufspflichten mit gefchener die man hört, soll der heutige Tag auch in anderer Beziehung ein für Hofgül bedeutungsvoller Selbftitit und fein, indem mit diesem sich das Fürstl. Solms BraunFeier dieses Tages hatte sich Regierungsrat Dr. Wagner von Gießen dorthin begeben, um Lechens das ihm von der Regierung verliehene Verdienstzeichen für treue Arbeit zu überreichen. Von Nah und Fern erhielt derte Lebensführung Karneval geworden enheiten, von denen Parlament nenner in ihrer Wichtig rd dies Alles nicht Seift durch die per auf ein andere Friedberg. Nachdem seit 5 Jahren kein Karnebalszug stattgefunden hatte, bewegte sich am Sonntag ein solcher durch die Stadt, und zwar schöner und größer als je einer zuvor. Der Zug enthielt ungefähr 30 Gruppen; voran bewegte sich ein mit 6 Pferden bespannter Wagen, auf welchem Prinz Karneval tronte. Der Zug enthielt ferner folgende Gruppen und Darstellungen: Zigeuner, die Verseuchung der Usa und der Badeanstalt", Schüler und Schülerinnen, die alkoholfreie Wirtschaft,„ Gewerbe- Akademie", die Sonntags schmiede in Kiautschou, Boeren, Bäcker, Metzger u. s. 1. Am„ Hotel Trapp" hielt Prinz Karneval eine humo ristische Begrüßungsansprache. Der Zug löste fich am Saalbau auf, wo Stonzert stattfand. COffenbach a. M., 24. Febr. Das auf die Anzeige des Beigeordneten Wolff gegen den Armenhausverwalter Schiff eingeleitete Verfahren wegen Meineids wurde eingestellt. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es fönnen eingestellt werden: 2 Sattler nach Auswärts, 1 Schneider,( auswärts). 2 Schreiner, 1 Rutscher, 3 landw. Arbeiter( auswärts), Stallbursche, 9 Dienstmädchen für sofort,( Gießen), 4 Dienstmädch n für 1. oder 15 März, 2 Desgl. für 1. oder 15. April, 3 Desal. für sofort,( auswärts), 1 Köchin, 1 landw. Magd ( auswärts), 2 Lauffrau n. Lehrlinge: 1 Friseur, 5 Schlosser, 1 Bäcker,( Gießen), 2 Bäcker( auswärts), 1 Schuhmacher, 2 Kaufleute, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 2 Schneider, 1 Stellmacher und Wagenbauer, ( auswärts), 2 Glaser, 1 Spengler. Es suchen Arbeit: 1 Buchbinder, 3 Anstreicher bezw. Lackierer, 2 Schlosser, 1 Schneider, 1 Schreiner, 6 Rutscher, 10 Knechte bezw. Landwirtschaftliche Arbeiter, 3 Taglöhner, 8 Hausburschen, 1 Kinderfräulein oder Gesellschafterin, 1 Hausmädchen, 2 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, Buzfrau, 1 landw. Magd, 1 Raufmann oder Schreiber. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 9- Schreiber, 1 Gärtner, Weißbinder, 1 Schloffer. Holzversteigerungen. Bürgermeisterei Lich. Donnerstag, den 26 Februar, vormittags 10 Uhr im Stadtwald, Vorder- und Hinterwald. Busammenfunft auf der Kreisstraße LichHattenrod am Waldeingang. Bürgermeisterei Lich. Donnerstag den 26. Febr. vor** Eine Familie aus dem östlichen Odenwald, spielte ein Teillos in einer( in Heſſen verbotenen) außer deutschen 1 Klassenlotterie Auf dasselbe fiel ein kleiner Gewinn im Werte von etwa 40 Mart nach deutschem Gelde. Die Dieses wurde Losagentur sandte zunächst ein Ersaßlos. nicht angenommen und zurückgesandt; das Gewinnlos wurde eing schickt. Eine Aufforderung an die Agentur, den Gewinn auszuhändigen, blieb zunächst erfolglos. Erst auf wiederholtes Ansuchen bequemte sich die Agentur zu der briefl chen Mitteilung, daß sie vor einem zwangsweisen Vorgehen warnen müsse, da ja das Spielen in der betreffenden Lotterie dorten verboten sei; ja man hatte noch die Ünverfrorenheit dabei, auf den bezüglichen Paragraphen des Strafgesetzes hinzuweisen. Bis heute sind die Leute noch nicht im Befiße des Geldes. Die versteckte Drohung hat gewirkt, denn die Leute lassen aus Furcht vor Strafe lieber ihren Gewinn im Stich. Dies möge sich mancher als Warnung dienen lassen. = Wiesbaden, 24. Febr. Die Intendantur der kgl. Schauspiele teilt mit, daß Kaiser Wilhelm, obwohl in diesem Jahre offizielle Festspiele nicht stattfinden, doch Wiesbaden anfangs Juni besuchen und mehrere Aufführungen der neu zu szenierenden Werke an wohnen wird. ** Usingen. Durch Verschlucken einer Heringsgräte hat sich ein hiesiger Gerber ein schweres Leiden zugezogen. Die Gräte hatte sich festgesetzt und konnte nur durch eine Operation entfernt werden. = Kassel, 24 Febr. In dem Konkurs über das Brivatvermögen des Extreberdirektors Schmit kommt Ende dieses Monats die zweite Abschlagsdividende zur Auszahlung, 240 206 Mt. auf der Gesamtforderung von 48 041 067 M. Das macht, wie bei der ersten Abschlagszahlung auf je 100 Mt. 50 Pfa. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fitung. Gießen, den 24. Febr. 1903. Josef D. von Klein- Lüder ist geständig seinem Arbeitgeber Bernhard Gärtner zu Ulmbach einen Rock im Werte von 20 Mt., welcher ihm zur Benußung übergeben war, bei seinem Weggang mitgenommen zu haben, auch gesteht er zu, daß er dem Schuhmachermeister Konrad Döring zu Grösstes Sarglager Metallsärge. ängen, wenigsten Cigarrenfortiererin och weiter leben rungen" in unferer gesucht. Wiesenstraße 1. Schreibgewandter intelligenter Junge mittags 10 Uhr sollen im Licher Stadtwald, Vorderund Hinterwald, versteigert werden: 140 Stück EichenSchnittstämme von 36-60 Ctm. mittlerem Durchmesser, 200 Fitm., 3 Buchen- Stämme mit 2 Fitm., 2 Ulmen- und 2 Elsbeer Stämme von 23-31 Com. Durchmesser, 1/2 Fstm. Inhalt, 750 Fichten- Derbstangen mit 35 Fstm. Zusammenkunft auf der Kreisstraße Lich- Hattenrod am Waldeingang. Fürstliche Oberförsterei Lich. Montag, den 2. März, vormittags 91 Uhr in den Diftriften Häuserberg, Schießacker und Westphälisch- Eck. An demselben Tage, mittags 12 Uhr im Distrikt Langeberg. Die Busammenkunft ist im Zuge der demnächstigen Kreisstraße Nieder- Bessingen- Langsdorf, im Distrift Langeberg, wo das von Mühlsachsen her chaussierte Wegstück aufhört( früherer Pflanzgarten).. Inserat. Im Kirtorfer Stadtwald, Distcift Spiz, Abt. 3 tommen Montag, den 2. März zum Ausgebot: 430 Kiefern- Stämme mit 237,58 Fftm. 2 Birten- Stämme mit 0.66 stm. Sämtliche Stämme sind ohne Rinde gemissen. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Diftrift Spit 3. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdru derei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gieken. Telegramm! Nicht selbstgemahlenes aber selbstgebackenes garantiert reines Kornbrot, schmackhaft, mit und ohne Butter, empfiehlt Wilhelm Lein, Bäckermeister, Klein- Linden. Sarglager in Tannen- und Eichen- Holz bei Karl Zimmermann, Neuen- Bäue 15. Laden zu bermieten. Fr. Henninge, Seltersw. 14. Schillerstrasse 27 - Metallsärge. schön Der von Domänenrat Rube bem. mittl. Stock per 1. April zu berm. Ecke Moltkestraße und Gr. 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Die Bedingungen fönnen im Regierungsgebäude Zimmer Nr. 3 gegen eine Schreibgebühr von 1 Mark in Empfang genommen werden, woselbst Offerten mit der Aufschrift: Lieferung an Fleisch- und Wurstwaren- oder Victualien, Kartoffeln im oberen saale des Café Ebel. A. Geschäftlicher Teil: 1. Entscheidung über die Ergänzung des Vorstandes. 2. Ehrung eines früheren Vorstandsmitgliedes. B. Vortrag des Herrn Professor Dr. Georg Wolff aus Frankfurt a. M. über: und Gemüse bezw. Backwaren pp.- für die Provinzial Die Eroberung und Sicherung der Wetterau Siechenanstalt versehen, bis zum 6. März 1903 einzureichen sind. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberhessen Dr. Breidert. Bekanntmachung. durch die Römer. Gäste sind willkommen. Gießen 17. Februar 1903. Der Vorstand. Giessener Pferdemarkt- Lotterie. Freitag, 27. februar 1903, nahm 2 Uhr, wird an Ort und Stelle das Abfallholz und mehrere Ichöne Linden, Birus und Weidennämme aus den städtischen Anlagen, an der Rodheimerstraße, aus dem früher Dr. Ploch'schen Garten, aus den Friedhofs- Anlagen Erster Hauptgewinn und vom Lutherberg öffentlich meistbietend versteigert. Die Zusammenfunft ist am Schlachthaus. Gießen, am 24. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecuin. Bekanntmachung. Die am 28. August 1902 angeordnete Sperre der Sandgasse zwischen Böbers Hof und Stallgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Februar 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Vergebung von Straßenban arbeiten. Die bei dem Neubau einer Kreisstraße von Langsdorf nach Nieder- Bessingen vorkommenben Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots bergeben werden. Die Angebote sind bis Dienstag, den 24. März d. Js., vorm. 10 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Pläne, Boranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erdarbeiten zu 15 119,40 Mt Brücken und Kanäle " 2301,07 240,00 " " " 45 979,00 " Blasterungen Chauffierungen Gießen, den 19. Februar 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Diehm. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförslerei Lich. ein eleg. vieisigi er Wagen mit Pferd u. silberplatt. G- schirr. Bahnhoffte se 34, empfiehlt Kleine uskohlen vorzüglicher Herdbrand, zu Mk 1,15 frei Haus, sowie alle sonstigen Brennmaterialien und sehr trockenes Brennholz Die echte Hingfongessenz weltbekanntes und überand beliebtes Hausmittel versendet an Wiederverkäufer per Dugend Flaschen zu Mt. 3,60 unter Nachnahme( bei 30 Flaschen, 1 Poftt. ju M. 9. portofrei.) Laboratorium Lichtenheldt, Meuselbach,( Thür. Wald) Auf meine große Auswahl Ziehung 26. März 1903. in robem und namentlich in gebranntem Kaffee Lose a Mk. 1.-( für Porto und Liste 25 Pf. mehr) sind in allen durch Plakate fenntlichen Geschäften und bei den Polizeidienern zu haben. mache ich aufmerksam. Zweiter Hauptgew Richard Buchacker, find aufs forgfältigſte zu Ferner 7 Pferde und Fohlen, sowie 590 Gewinne bestehend in landwirtschaftlichen Maschinen und für Jedermann nüglichen Gebrauchsgegenständen. ein Lauterbacher Wägelchen mit Bferd und Geschirr Zum fommissionsweisen Verkauf der Lose werden überall Wiederverkäufer gesucht. General- Vertrieb, Giessen, Neuen- Bäue 11. Dritter Hauptgewinn Daselbst 11 für 10 Mart ein Reitpferd mit Sattel und Zaum. Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1888. Bureau und Lager: Westanlage 81, Telephon 21. Inhaber: Oskar Gutmann. Gegr. 1888. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfrtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel Am Montas dem 2. 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Die Zusammenfunft ist im Zuge der demnächstigen Kreisstraße Neder- Bessingen- Langsdorf, im Distrikt Langeberg, wo das von Mühlsachsen her chaussterte Wegstück aufhört( früherer Pflanzgarten). Giessener Stadttheater. Donnerstag, den 26. Februar 1903. Zum Benefiz für Margarethe Feige: Muttersegen. Wohnungs- Wechsel. Bon heute ab wohne ich in dem von mir angekauften Hause Löbershof Nr. 8 worauf ich meine verehrte Kundschaft hiermit höflichst aufmert= fam mache. Emil Noll, Dachdeckermeister. Technische Gummi- und Asbefifabrikate Dichtungen für alle Zwecke, Saläuche jeder Art, sämtliche Bedarfsartikel für maschinelle Betriebe. Gebrüder Georg, Telephon 249. Wallthorstraße 24. Bager in Maschinentreibriemen. Lose la. Calcium Carbid Ringfrei liefert à Mt. 28 per 100 Stilo brutto ab Lager. Frankfurt a. M. Friedrich Boller in Bergen b. Frankfurt a. M. Laden lokal Die gebrannten Kaffees sammengestellt, von feinem, fräftigem Aroma und absolut reinschmeckend. Emil Fischbach. 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