Nr. 250 Erstes Blatt. Abonnementsprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfs, n's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und Gartenban, fotote bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags. Samstag, den 24. Oftober 1903. Gießener 12. Jabrcang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Rebaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Stehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der Volksfeind. [ Politische Wochenschau.] Immer sind es die Extreme, welche schädlich wirken, und nicht minder verderblich wie das zu wenis" ist das zu viel". Wenn in heißen Sommertagen kein 9. en fällt, verdorren die Fluren; entlädt der Himmel ohne Unterlaẞ seine Schleusen, verfault das Korn auf den Aeckern. Für den Landmann, der seiner Arbeit Lohn vernichtet sieht, ist beides dasselbe... Acker und Mensch. Schon vor dem Erempel des Evangeliſten war dieser Vergleich kein Para; doy. Aus beiden sprießt in der Reife als Ernte, was in der Frühe gesät, und beide leiden unter den Schwankungen einer Witterung, die ihrem Einfluß entzogen ist. Seit Anbeginn der Welt währt schon der Kampf gegen die Normen. Als Kain den Abel erschlagen, starrte das erste Menetekel von der Wand der Zukunft. Zu heiße Leidenschaft trieb den ersten Mörder zu schauriger Tat. In grauer Vorzeit also schon wurde das Uebermaß zum Verderber des Guten, zum grimmigsten Volksfeind. Leidenschaft und Uebermaß. Ein uralt Lied, in tausend Sprachen erklungen, in tausend Tönen gesungen.. Als wirksames Heilmittel gab ärztliche Kunst den Alkohol ihren Kranken, und heute noch erweist er täglich seine lindernde Kraft. Und doch wiegt seine gute Wirkung bei weitem auf, was er an Verderben über die Menschheit brachte. Wie weit es schon gekommen ist, lehren die gewaltigen Anstrengungen der medizinischen Kapazitäten, zeigt die Intervention der Staaten. Unverstand trieb solange Mißbrauch mit an sich edlem Stoff, bis seine gute Wirkung ins Gegenteil umschlug, bis er zu einem der grimmigsten Verderber wurde. Erst dieser Tage wieder hat in der Hauptstadt des Reiches ein Kongreß stattgefunden zur Abwehr seiner schädlichen Folgen. Und nicht an letzter Stelle sprach der Vertreter der Regierung warnende und mahnende Worte. Wird man heute noch den Strom eindämmen können, der ungeſtüm aus seinen Ufern brach, wird man heute noch dieses Volksfeindes Herr werden? Weithin übers Land klingen die Stimmen der Warner und künden ein trauriges Zufunftslied. An der Energie und Einsicht unseres Volkes wird es liegen, ob Dämon Alkohol der Sieger bleibt, die Geister stumpft und die Körper erschlafft, oder ob er wieder in seine Schranken gedrängt wird als das, was er ursprünglich war: als Heilmittel, das tausenden Linderung brachte. Uebermaß und Leidenschaft. Wo zeigt sich beides deutlicher als im Leben und Ringen der Völker! Dort unten jenseits der Leitha brach auch die Leidenschaft aus der alltäglichen Bahn. An sich gutes, heißer Patriotismus, drängte zu wilden Ausschreitungen, die jedes Maß überschritten und eine Krisis heraufbeschworen, wie sie schwerer wohl iemals über Ungarn kam. Noch immer weiß niemand zu sagen, wie alles kommen wird; ob wirklich schon das rote Gespenst der Revolution wie weiland Hannibal vor den Toren steht, oder ob noch einmal das Schlimmste abgewendet wird von den magyarischen Landen. Nur eins ist sicher: seit langer, langer Zeit hängen finstere Wolfen tief herab über das Schmerzensreich des greisen Kaisers und hemmen die Tatkraft eines wackeren Volkes. Auch ihm erwies sich das zu viel" als Feind, und lange noch wird man seine Birkung spüren, selbst wenn es gelingt, das Schlimmste noch einmal abzuwenden. Und war es im Grunde etwas anderes, was die italienischen Sozialisten dazu trieb, die Zarenreise zu Fall zu bringen? Man schoß weit über das Ziel hinaus und schädigte auch die Interessen der Arbeiter damit viel mehr, als man ihnen nützte. Immer klarer wird diese Erkenntnis selbst in antimonarchischen Köpfen, immer größer wird die Zahl derer, die einsehen, welch bösen Streich die Leidenschaft, die zum Fanatismus wurde, dem italienischen Volke gespielt hat. Der Trost, den man in Paris gefunden hat, rar nur ein schwacher, soviel man auch darüber reden mag. Was der Volksfeind Uebermaß in Unbesonnenheit gesündigt, kann lautester Lärm nicht vergessen machen. Wohin man blickt auf der Karte der Erde, überall sieht man dasselbe Bild. Da hinten weit in der Türkei, wo die Völker aufeinander schlagen, waren Leidenschaft und Uebermaß zugleich Ursache und Wirkung. Verödete Fluren und abgebrannte Dörfer künden, wie unten in der Buren verwaistem Lande, auch hier von der grausigen Wirkung jener völkerfeindlichen Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft. In Serbien, wo ein Königspaar starb unter den Händen von Meuchelmördern, in Bulgarien, wo man wieder einmal im Begriffe steht, den guten Ferdinand recht unsanft abzuschütteln, überall dasselbe. Ueberall drängt die Leidenschaft an sich Gutes auf ab= schüssige Bahn und führt zum Verderben. Der Alkohol der Begeisterung ist das schlimmste Gift; seine Wirkung ist tötlich, und kein Mittel gibt es, sie zu hemmen. Und die Heilung? Die Aerzte sagen, man könne auch den ärgsten Trinfer heilen, wenn er nicht schon in des Deliriums lettem Stadium wäre. Wo also, wie auf dem Balfan, die Leidenschaft schon zu grauser Tat wurde, ist nichts mehr zu retten. Aber vorbeugen und ablenken soll man, Soweit es irgend in menschlichen Kräften steht, wo noch die Leiseste Möglichkeit einer Heilung vorhanden ist. Gegen Den Alkohol, die konkrete Form desselben Volksfeindes. hat man Kongresse berufen, und die Regierungen Tegen sich ins Mittel. Als Freiherr v. Podewils in der bayerischen Kammer das Verhältnis Bayerns zum Reiche besprach, klang aus seinen Worten gar beredte Warnung an die partikularistischen Alkoholiker, aus deren gewiß edlem Patriotismus so leicht und so oft arges Unheil entsteht. Die Note mar aus derselben Tonart. Kongresse kann man da freilich nicht berufen. Das bewies schon die Farce im Haag, wo man auch gegen Uebermaß und Leidenschaft mit Formelfram vorgehen wollte und vergaß, daß man am letzten Ende eben Gift nur durch Gegengift heilen kann. Wo aber dieses letzte Ende noch nicht gekommen ist, da hilft nur Aufklärung der Massen als linderndes Mittel. Der Tropfen höhlt noch immer den Stein. Und wie man auf Kongressen gegen den Alkohol spricht und zündende Wahrheit unters Volk trägt, so sollte man auch, ehe die Leidenschaft über die Stränge schlägt, von oben her vermittelnd dazwischen treten und den Volksfeind schildern in seiner eklen Nacktheit. Ausrotten wird man ihn nicht immer können, aber Linderung und Besserung wird man schaffen. Und dem ersten Schrt folgt meistens der zweite. Türkische Greuel in Mazedonien. Trotz aller anfänglichen offiziellen Ableugnungen der Schreckenstaten, die nach Zeitungsmeldungen die fanatisierten türkischen Soldaten unter der mazedonischen Bevölkerung begangen haben sollten, hat sich doch schliesslich der Sultan gemüßigt gesehen, die Greuel zuzugestehen. Allerdings nur in sehr beschränktem Maße. Einige schuldige Redif- und Nizamunteroffiziere und Offiziere hat er sich dem Druck der europäischen öffentlichen Meinung, die durch den Mund der Botschafter auf ihn wirkte, zu opfern entschlossen. Sie sehen ihrer Bestrafung entgegen, die aber sicher nicht schwer ausfallen wird. Den wahren Umfang der Schandtaten, die die entmenschte Soldateska an wehrlosen Greisen, Weibern und Kindern beging, jedoch wird die Pforte stets ableugnen. Aber daß sie der zivilisierten Menschheit bekannt werden und von ihr gehörig gebrandmarkt werden können, dafür sorgen unerschrockene Berichterstatter, die allen Absperrungsmaßregeln der türkischen Oberen zum Trotz die Wahrheit zu erforschen und zu verbreiten wissen. Die Greuel, die sie uns enthüllen, sind entsetzlich und fordern im Namen der Menschlichkeit zum sofortigen energischen Einschreiten auf. Der Bericht eines Augenzeugen, der uns vorliegt, teilt diese türkischen Greuel in zwei Grup-. pen. Die erste Kategorie umfaßt die lange Reihe von Fällen, in denen die türkischen Linientruppen, die Nizams, sozusagen eretutionsweise vorzugehen hatten. Da gibt es niedergebrannte Dörfer, vernichtete Vorräte, ausgeplünderte, in die Flucht getriebene, wohl auch getötete Einwohner. Diese Grausamkeiten sind schließlich noch entschuldbar, denn auch die Anlässe zu ihnen sind schrecklich: Kleine Banden, die unter Mithilfe der Bevölkerung mit Mord und Dynamit gearbeitet haben, und sich, ortskundig, wie sie sind, der Rache zu entziehen wissen, so daß die blutige Erefution dann nicht sie, sondern eben die Einwohnerschaft trifft. Die zweite Kategorie der Greueltaten aber, und zwar der wirklich unentschuldbaren und durch keine Gegenaktion einer feindseligen Bevölkerung provozierten, kommit ganz auf das Konto der Redifs und Baschibozuls, sowie der albanesischen Truppen. Im Wilajet von Adrianopel, bei Kirkfilisse und mehreren anderen Orten, wüteten die letzteren wirklich in geradezu scheußlicher Weise, vor keinem Verbrechen, keiner Gewalttat, keiner Schändlichkeit zurückschreckend. Was das Spital erzählt. Einige Beispiele seien herausgegriffen. Ein 17jähriges Mädchen, Bulgarin, aus einem Dorfe im Vilajet von Adrianopel, liegt im Spital mit einer Wunde darnieder, welche ihr der Yataganhieb eines Soldaten beibrachte. Die Verlegung wird von den behandelnden Aerzten als eine der denkbar schwersten bezeichnet. Schulter und Arm sind fast abgetrennt man hatte Einblick in den Brustkasten, überdies weist das arme Wesen drei Schüsse und Stiche im anderen Arme aus. Ferner sind da zu sehen: ein zehnjähriges Kind, Knabe, mit siebzehn Bajonettstichen und vier Schüssen, ein achtzigjähriger Greis mit mehr als dreißig Gewehrkolbenwunden und Bajonettstichen, eine ganze Reihe von zwei-, drei- und vierjährigen Kindern mit Schüssen und Stichen u. s. w. Sie alle liegen in einem Krankenhause bon Adrianopel. Menschenfleisch als Hundefutter. Nach Aussagen von Griechen nun, welche übrigens im Vilajet von Adrianopel nicht so bulgarenfeindlich auftreten wie in Mazedonien, gab dort das Verhalten der Nizams tatsächlich keinen Anlaß zur Beschwerde; was aber die albanesischen Soldaten betrifft, so haben sie im Verein mit manchen Redifbataillonen in Kirkfilisse und zirka zwanzig anderen Dörfern des Vilajets alles niedergebrannt, geplündert, geraubt und alle aufgegriffenen Frauen und Mädchen nach borausgegangen Vergewaltigung getötet oder schwer ver wundet. Harmilose Feldarbeiter wurden wie die Hasen abgeschossen, Kinder in großer Anzahl niedergemacht, schwangere Frauen in geradezu greulicher, ja haarsträubender Weise gemartert und zermeßelt. Ja, Stücke, die man ihnen wegamputierte, warf man Hunden vor. Natürlich gab's auch radikale Plünderungen; noch jetzt findet man eine Menge von Küchengeräten als verkäuflichen Trödel am Bazar von Adrianopel. Grausam und feig. Die Undiszipliniertheit der Reserve- und Landwehrtruppen tritt schon bei einem furzen Aufenthalte, insbesondere in Adrianopel, für jeden Laien zutage. Sogar Türfen beklagen sich, daß die Soldaten in kleinen Gruppen und Banden den ganzen Tag über, immer bewaffnet, in der Umgebung der Stadt unherziehen und die Passanten überfallen. Wie schlecht der Wachdienst gehandhabt wird, darüber wissen am besten die Betriebsbeamten der orientalischen Eisenbahnen Bescheid. Quantitativ wäre die Bewachung der Bahnlinien heute eine genügende, qualitativ ist sie Null. Fällt irgend ein Schuß oder wird eine Detonation bei Nacht hörbar, laufen alle Posten davon. Wenn der Streckenbeamte zur Schadensaufnahme an Ort und Stelle erscheint, muß er die davongelaufenen Soldaten erst aus den Feldern, Büschen und sonstigen Verstecken hervorholen. In Mazedonien erzählte dem Augenzeugen ein Kommandant, daß die türktischen Truppen, man muß schon sagen prinzipiell, eine Insurgentenbande niemals angreifen oder anschießen. Der erste Schuß fällt immer auf aufständischer Seite; fällt keiner, dann läßt man die Schar ruhig passieren. Das soll die Wirkung der vielen Dynamitbomben sein. König Peters Niederlage. Belgrad, 23. Oktober. Der neugebackene Serbentönig legt in der Behandlung seiner Untertanen kaum weniger Ungeschick an den Tag, als sein Vorgänger aus dem Geschlecht der Obrenowitsch. Nicht genug, daß er vor der militärischen Stamarilla, den Mördern Alexanders, zu Kreuze kroch, als sich gegen sie, die Schänder der Ehre des serbischen Offizierforps, die Mehrzahl der Offiziere erhoben, nicht genug, daß er sich damit und durch seine Strenge gegen die Nischer Offiziere die Sympathien weiter Volfskreise entfremdete: nein, jetzt war er drauf und dran, es mit der maßgebenden und weitaus stärksten Partei im Lande zu verschütten. Die letzten Tage brachten uns einen Konflikt zwischen Krone und Skup. sch tina mehrheit, der leicht zu großen Unzuträglichfeiten hätte führen können, wenn König Peter nicht noch im letzten Moment nachgegeben hätte. So töricht die Herbeiführung des Konflikts durch den König war, seine schließẞliche Nachgiebigkeit ist keineswegs geeignet, seine Autorität zu festigen und zu erhöhen. Er hat eine Niederlage erlitten, und zwar eine, die er selbst ganz unnötig sich verschafft hat. Es handelte sich um die Wahl der Staatsräte. Diese findet bekanntlich in der Weise statt, daß der König und die Skupschtina eine Liste von je sechzehn Kandidaten aufstellen, von denen jeder Teil je acht Staatsräte aus der Liste des anderen Teiles wählt. Die Stupschtinaliste enthielt fast ausschließlich radikale Namen. Die Radikalen wollen unbedingt zehn radikale Mitglieder im Staatsrate haben. Der König wollte das nicht zugestehen und stellte seine Liste ausschließlich aus Nichtradikalen zusammen, so daß unbedingt acht nichtradikale Staatsräte gewählt werden mußten. Die Radikalen wollten sich schließlich mit neun ihrer Parteigenossen im Staatsrate begnügen, der König wollte aber auch dieser Forderung nicht Rechnung tragen. Damit war der Konflikt da. Daß bei dieser Kraftprobe zwischen Krone und Stripschtina schließlich doch der König unterliegen würde, hätte er sich von vornherein selbst sagen müssen. Nach langem Hin und Her hat er sich dazu bequemen müssen, in seine Liste drei Radikale aufzunehmen, und nun konnte die Wahl stattfinden. Das Ergebnis sind zehn radikale, drei liberale und drei progressistische Staatsräte. Die nächste Folge dieses Wahlergebnisses ist eine Befestigung der Stellung des Kabinetts Gruitsch, eine Befestigung, die noch verstärkt wird durch die Tatsache, daß die bisher feindlichen unabhängigen und gemäßigten Radikalen sich gleich nach der Staatsratswahl zu sam men. geschlossen haben. Dadurch wird die radikale Partei völlig Herrin der Lage in Serbien. Auch diese Einigung der beiden radikalen Parteien, die dem Könige sehr ungelegen fommt, ist eine Frucht seiner törichten Konfliktspolitik. Er hatte, als er den Thron bestieg, es in der Hand, die Macht der Krone zu stärken. Was Peter inzwischen getan, hat dahin geführt, daß die Radikalen und mit ihnen das Kabinett in Serbien allmächtig geworden sind, und daß der König nolens volens nach ihrer Pfeife tanzen muß. Mit dem Amte kommt der Verstand, sagt das Sprichwort: Bei König Peter hat es gelogen Magnus ließ es fich nicht nehmen, sie in dem Rollstuhl ALL Johnston ließ dann Erse zur Begleitung irgend einem schönen Bunft zu fahren, und Mistreß sheleich fie die Silfe ihrer ihrer Tochter sein ein ganzes langes Leben, und wenn er daran dachte, hätte er fterben mögen, um folcher Dual zu entrinnen. Seine werde in seiner alten, fast schon vergessenen Welt, allein für Glück so bald vorübergehen müsse, daß er wieder allein 10 zu bleiben und Ihnen in Ihrer Einsamteit Geſellſchaft zu " Wir haben hier kaum eine Erlaubnis zu erteilen," daß Sie mir gestatten würden, auch meinerseits hier Leisten." fie eine ganz besonders sympathische Zuneigung hegte. als sie hörte, daß dieser ein Freund von Mistreß Johnston sei, für welche Siefelbe Bedingung hiem lieber ein, Archibald bei fich aufzunehmen, Sie ſtellte Die Politik. * Im Anschluß an die Gerüchte über geheime Konferenzen bon nationalen Männern aus allen Parteien und Berufen, die erst in Halle getagt hätten und nun in Berlin fortgesetzt werden sollten und einen Zusammenschluß von patriotischen Männern aller Volksschichten zwecks Einleitung eines nationalen Gesundungsprozesses zur Ursache haben sollten, wird uns von unserem Mitarbeiter geschrieben: Es handelt sich da offenbar um jene Bestrebungen, die der beFannte Dr. Friedrich Lange vor etwa zwei Jahren mit seinem Reichswahlverein- Projekt eingeleitet hat, und von denen wir hören, daß sie in der Zwischenzeit gute Fortschritte gemacht haben. Diese Bemühungen, die erst von ernsten Politikern vielfach bespöttelt wurden, sind in aller Stille und mit zäher Ausdauer fortgesetzt worden. Als durch die letzte Wahl die Richtigkeit der Voraussagen bestätigt wurde, wuchs die praktische Bedeutung ganz beträchtlich, und die Bewegung gewann mehr und mehr Boden. Heute scheinen wir also nun kurz vor der offiziellen Etablierung dieser Partei der Parteien zu stehen. Man spricht in politischen Kreisen jetzt vielfach von den Aussichten einer Kandidatur Bebels für den preußischen Landtag, und zwar im Wahlkreise Linden. Da Bebel in Dresden jede Landtagskandidatur abgelehnt hat, dürfte er wohl kaum in Frage kommen. Aber auch die sozialdemokratische Aussicht als solche ist für Linden recht wenig verheißend. 1898 erhielt der fraktionslose Mattfeldt 170, der Sozialdemokrat Rauch 93 Stimmen. Bei der 99er Ersatzwahl siegte der Nationalliberale Lichtenberger mit 167 gegen Rauch, der auch diesmal 93 Stimmen hatte. Diesmal kandidiert der nationalliberale Gemeindevorsteher Voß, und es ist eigentlich nicht ersichtlich, worauf man die große Siegesgewißheit stügt, die in sozialdemokratischen Kreisen für diesen Wahlkreis vorhanden sein soll. Die Fortsetzung der Etatdebatte im bayerischen Landtage brachte eine zweistündige Rede des liberalen Abgeordneten Casselmann, in der dieser noch einmal den Sturz des Grafen Crailsheim vom Standpunkt seiner Partei aus beleuchtete und dem Centrun an dem Abgange dieses verdienten Staatsmannes die Schuld gab. Die Vermittlungsmission zwischen der Regierung und den Parteien in Ungarn, die der Finanzminister Lukacs übernommen hatte, ist nach den neuesten Meldungen vollständig gescheitert, da das Neunerkomitee beschlossen hat, auf seinem Standpunkte zu beharren, die vom Kaiser gewünschten Abänderungen des Militärprogramms mithin als zurückgewiesen zu betrachten sind. Gestern nachmittag waren in den politischen Zentren Kriegsgerüchte verbreitet. Ein Londoner Depeschenbureau berzeichnete ein in Honolulu zirkulierendes Gerücht, wonach das japanische Konsulat eine chiffrierte Depesche erhalten habe, daß zwischen Japan und Nußland Krieg erklärt sei. Dieses Gerücht war gestern, wie wir erfahren, auch auf der Pariser Börse verbreitet; am Schluß der Börse hieß es jedoch mit aller Bestimmtheit, Japan habe keine friegerische, sondern im Gegenteil eine friedliche Note in der Koreafrage publiziert. Der Streik in Armentières dauert in alter Stärke fort. Der Sozialistenführer Jaurès, der, wie es hieß, eine Beruhigungsansprache halten wollte, verstand das dahin, daß er die Arbeiter zum Zusammenschlusse gegenüber den Arbeitgebern ermutigte und ihnen die Unterstüßung ihrer Ansprüche durch die sozialistischen Deputierten zusicherte. Die Ausständigen haben daraufhin beschlossen, ihre Sache bis zum äußersten fortzuführen und gegen die Entsendung von Truppen Einspruch erhoben. Danach scheint in diesem Streifgebiet an ein Ende noch nicht zu denken zu sein. A Die armenische Bewegung erreichte einen Höhepunkt. Der armenische Erzbischof hat wegen der gewaltsamen Beschlagnahme des armenischen Kirchenvermögens feierlich über den 3aren und dessen Regierung den Fluch ausgesprochen. Das Zarenpaar soll darüber in größte Bestürzung geraten und Plehwes Stellung soll erschüttert sein. Plehwe hatte bekanntlich diese Zwangsmaßnahmen eingeleitet. * Es scheint nun doch so, als ob Bulgarien, durch allerhand diffizile innere Umstände gedrängt, entschlossen sei, mit der Abrüstung Ernst zu machen. Der bulgarische Agent in Konstantinopel gab im Yildiz Kiosk die bindende Erklärung ab, daß Bulgarien eine weitere Reserveklasse( 5000 Mann) demobilisieren werde, so daß also nur noch eine unter Waffen ist. Daraufhin ordnete der Sultan die Entlassung der türkischen Flawetruppen an. Entgegen sehr beruhigenden Nachrichten der letzten Tage wird jetzt berichtet, daß der Bergarbeiter- Ausstand in Bilbao eine bedenkliche Wendung annehme. 25 000 Mann ( 2. Fortseßung.) sollen danach ausständig sein. Da die Lage angesichts der Haltung bedrohlich ist, auch schon verschiedene Brandstiftungen und Gewalttaten verübt wurden, hat man dringend Truppen- Verstärkungen verlangt. Aus der Chamade ist also wieder eine Fanfare geworden. Heer und flotte. Der Präsident des Reichsmilitärgerichts, General der Infanterie Freiherr v. Gemmingen, ist gestorben.- Der kommandierende General des 9. Armeekorps, v. Massow, ist mit der Wahrung der Geschäfte des Präsidiums beauftragt. Die beiden Schulschiffe„ Stosch" und" Stein", die nach Oſtamerika bestimmt sind, haben die Fahrt durch den Atlantischen Ozean beendet und sind in Brasilien und an der Orinokomündung eingetroffen. * ** Hof und Gesellschaft. Beim Kaiser paar waren zur gestrigen Abend. tafel Reichskanzler Graf v. Bülow, Staatssekretär Freiherr b. Stengel, die zu Besprechungen in Finanzfragen in Berlin anwesenden Vertreter der Bundesstaaten und die Herren des Bureaus der Generalsynode geladen. *** Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, das Zarenpaar, das Prinzenpaar Andreas von Griechenland und der Großherzog von Hessen besuchten im Automobil die Burg Rheinstein. CD Nab und fern. Die Eröffnung der Posener Akademie ist auf den 4. November festgesetzt worden. Außer dem Kultusminister Dr. Studt werden auch Reichskanzler Graf Bülow und Finanzminister v. Rheinbaben daran teilnehmen. Streif der Gasarbeiter in Barcelona. Die Straßen der Stadt Barcelona können 3. Zt. nicht beleuchtet werden, da die Arbeiter der Gasanstalt in Ausstand getreten sind. Der Gouverneur hat einen Verein der Gasarbeiter vor Gericht gestellt. Mehrere Ausständige sind verhaftet worden. Viele Kaufläden, Theater und Werkstätten sind geschlossen. Patrouillen durchziehen die Stadt. Militäringenieure hatten Gas hergestellt, doch ließen die Ausständigen das Gas entweichen, indem sie die Hähne der Laternen öffneten. O Hohe Schadenersatzklagen gegen den„ Kaiser der Sahara" sind von zweien der Matrosen angestrengt worden, die Lebaudy auf seiner Jacht„ Frasquita" nach den Kanarischen Inseln mitgenommen und an der afrikanischen Küste ausgesezt hatte. Der eine verlangt 80 000, der andere sogar 100 000 Francs Entschädigung für die Leid, die sie dort durchzumachen hatten. Ein dritter der fünf Schicksalsgefährten, der Oberbootsmann Le Picard, ist inzwischen im Hospital zu Havre gestorben, wo er nie aus einem higigen mit Wahnvorstellungen verknüpften Fieber herauskam. Brandkatastrophen. Bei einem Brande in Ehrenfeld bei Köln famen vier Personen ums Leben. Es sind die 28jährige Frau eines Monteurs, deren Kind sowie zwei Kinder einer anderen Familie. Eine Frau und ein Kind erlitten Brandwunden und mußten in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Brand brach im Erdgeschoß, wo der Fußboden geölt war, aus und verbreitete sich mit großer Schnelligkeit nach den oberen Räumlichkeiten. In dem französischen Dorfe Kervignac bei Lorient famen bei einem Brande die Fran eines Landwirtes und ihre sechs Kinder in den Flammen um. Ein Teil des Bauernhofes wurde eingeäschert. Verhaftete Bankdirektoren. Die beiden früheren Direktoren der Kreditbank Scherrebeck, Pastor Jakobsen und Vesitzer Lassen in Scherrebeck, sind verhaftet und in Untersuchungshaft abgeführt worden. Die genaue Prüfung verschiedener Gründungen der genannten hat derartige Ver dachtsmomente zu Tage gefördert, daß zur Verhaftung geschritten werden mußte. § Die bekannten„ Hunnenbriefe" beschäftigien die Hallenser Straffammer, die gegen den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Kunert wegen Beleidigung der deutschen Chinakrieger verhandelte. In der früheren Verhandlung am 11. September erbot sich Kunert, seine Behauptungen zu beweisen, und beantragte dazu die Ladung von 39 Zeugen. In der jetzigen Verhandlung waren zehn Zeugen erschienen. Das Gericht beschloß, die Verhandlung zu vertagen und vom Kriegsministerium die Akten einzufordern, die sich auf die Fälle beziehen, die zur Bestrafung deutscher Soldaten in China geführt haben. in die verlassene französische Stellung tam, lagen dort massenKriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. hafte tote Franzosen. Die vielen Verluste auf Seiten des Feindes waren hauptsächlich der Wirkung des deutschen Geschüßfeuers zu verdanken. In der französischen Stellung war die Erde geradezu von den deutschen Granaten gepflügt, und man sah tote Franzosen noch im Anschlag liegen, die von Granaten durchbort waren. Die Verwundungen auf deutscher Seite rührten zu einem erheblichen Teile von dem Feuer der französischen Mitrailleusen her. In dem verlassenen Lager der Franzosen fanden unsere Soldaten große Mengen von Zelten, Teppichen und Lebensmittel. 7 Tage später wurde das Lager von deutschen Truppen abgesperrt. Während des 19. August beerdigte das Regiment seine Toten. Die 7. ein Kreuz aus seinem zerschossenen Gewehre. Kompagnie errichtete auf dem Grabe des Musketiers Schott Feldwebel Bruchhäuser wollte Wagner den Leibriemen abnehmen, aber das Schloß war durch ein Granatstück verbogen, jodaß er den Riemen mit dem Säbel durchschneiden mußte. Nur mit Mühe fonnte er Wagner den Waffenrock ausziehen, da die Hände nur noch an einzelnen Fasern an den Armen hingen. Kurz darauf famen Krantenträger und trugen den Schwerverwundeten aus der Schlacht. Während Bruchhäus r bei Wagner beschäftigt war, schlug dicht daneben eine Granate in die Erde, glücklicherweise ohne zu plazen. Im Laufe der Schlacht wurde auch der Kompagniechef, Herr Oberleutnant Rißner schwer verwundet, woran er später in Deutschland gestorben ist. Der Abend machte dem hartnädigen Kampfe ein Ende. Die hessische Division hatte an diesem Tage nur wenig Terrain gewinnen fönnen, da sie im Centrum stand, aber schwere Verluste gehabt. Nachdem die Franzosen im Süden bei Gravelotte und im Norden bei St. Privat und St. Marie an Chênes zurückgeschlagen waren, mußten sie auch auf ihrem Centrum zurückgehen. Die Verluste der 7. Kompagnie betrugen an diesem Tage an Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften 63 Mann. In der Nacht auf den 19. August biwakirten die Truppen auf dem Schlachtfelde. Am nächsten Morgen tam General v. Wittich zu dem Regimente und sagte:„ Soldaten, wo hier ein Mann liegt, liegen drüben( bei den Franzosen) ganze Sektionen", und es war auch so. Als man am 19. August| dem Schlachtfelde. In der Nacht entstand plötzlich ein blinder Am Abend bezogen die Truppen wiederum Biwats auf Allarm. Man hörte Pferdegetrappel und Soldaten und befürchtete eine Ueberrumpelung. Es waren jedoch Teile der Armee des Kronprinzen, die nach Chalons an der Marne abmarschierten. Noch lange hörte man das Singen der vorbeiziehenden Truppen. | Eine fürstliche Abenteurerin. Aus Kapstadt kommi die Nachricht, daß dort eine Prinzessin Radziwill aus dem Besserungshaus entlassen worden ist, wo sie eine längere Gefängnisstrafe wegen Wechselfälschung abgebüßt hat. Sie wurde von der Zelle an Bord des Postdampfers befördert und reiste noch denselben Nachmittag nach Europa ab. Der verstorbene Cecil Rhodes, mit dem die abenteuerliche Dame zuerst Beziehungen gehabt und auf dessen Namen sie auch die Wechsel gefälscht hatte, hatte seinerzeit ihre Verfolgung beantragt. au Chênes. Hier lagen noch überall die Leichen der geAm 20. August marschierte das Regiment nach St. Marie fallenen Garden. Von jeder Kompagnie wurde eine Abteilung zu der traurigen Arbeit bestimmt, die Toten zu beerdigen. In der Nähe des Dorfes wurden Biwaks bezogen. Am 23. August marschierte das Regiment wieder nördlich bis in die Gegend von Bierrevilliers, wo es Biwat bezog. Hier gab es große Mirabellenanlagen, und da die Soldaten viel-| Ein furchtbarer Orkan hat die Hafenstadt Mazatlan an der merikanischen Stillen- Weltmeer- Küste heimgesucht. In der Stadt selbst kamen 16 Personen ums Leben, viele er. litten Verlegungen. Der britische Schoner„ Klara" wurde im Sturm schiffbrüchig, wobei der Kapitän und 14 Mann der Besatzung ertranken. Bunte Chronik. Bei einem Eisenbahnzusammenstoß auf der Strecke Leeds- Liverpool fand ein Reisender den Tod, fünfzehn Personen erlitten Verlegungen. Der bekannte Lustspieldichter Gustav v. Moser ist in Görlitz lebensgefährlich erkrankt. Bekannte bes die Erklärung ffelbft gegeben. )( Der Bießen auch Mufentempel boer Straflamm gegen Paragre bbas Urheberred fchuldig macht Münden Vorft P alt- Beidelberg Beute" zweimal Berlag in Ber recht übertrage u haben. D Sache so darz dine Einnahm bie Intereffe Berlag fie mehmen unmög Erftaufführung geloftet haben während er mi Bei den Versuchsfahrten der elektrischen Schnellbahn Marienfelde Bossen wurde gestern eine Geschwindigkeit von 210 Kilometern ir der Stunde erreicht. Bestellungen auf die Giessener Neueste Nachrichten für die Monate November Dezember werden von allen Bostämtern, Zeitungsboten und der Geschäftsstelle unseres Blattes entgegengenommen. * bend zu rechr Mnger in den mämlich schon Moon Theater boorden 400 Mt., die fängnis aufger (:) Wie io fen sind, zei Gin Geschäfts figt, wachte n mur mit Anft Man merkte f Die Expedition. angefüllt war, § Kleinwas evangelisch Beihe unterzo Bemeinde, we Lokales. Gießen, 24. Oftober 1903. Der Großherzog hat am 17. Ottober t. J. dem Pfarrer Berthold Schwabe zu Rödgen die evangelische Pfarrstelle an der Markusgemeinde zu Gießen übertragen. Der Finanz ausschuß der zweiten Kammer tritt am Dienstag, den 27. Oftober zu einer längeren Beratung zusammen. * * Die Landes synode besprach gestern in geheimer Sigung die Interpellation der Syn. Weber u. Gen. be treffend die Zustände am Predigerseminar in Friedberg. * " ** Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde fand am Montag im Hotel Großherzog von Hessen" in Gießen statt. Der Vorsigende Prof. Dr. W. Sievers berichtete über das Winterprogramm. Die Gesellschaft hatte insgesamt 337 Mitglieder, sie vereinnahmte 1250 Mt. und verausgabte 1000 Mt. Der Vorstand wurde durch Zuruf wiedergewählt, Dr. Günther neu in denselben berufen und Prof. Dr. Biermann zum zweiten Vorsitzenden ernannt. * Die Promenaden musik findet morgen um 12 Uhr in den Gießener Süd- Anlagen mit folgendem Programm statt: 1. Duvert. Die schöne Galathe" von Suppe. 2. Abendlied von Schumann. 3. Valse bleue von Margis. Introduction a. Traviaha von Verdi. " ** Stadttheater Gießen. Da für die morgige unbedingt lezte Aufführung des blinden Passagier" auch von auswärts zahlreiche Anmeldungen vorliegen, so werden Interessenten gut tun sich zeitig Plätze zu sichern.- Bu der um halb 4 Uhr beginnenden Kinderkommödie Das tapfere Schneiderlein" wird die Musit von der Kapelle der 116er gestellt. " ** Die Gemälde Ausstellung in der früheren Hirschapotheke in Gießen erfreut sich regen Besuches des kunstverständigen Publikums. Neben eigenen gediegenen Gemälden des Carl Leib sen. selbst, findet man Meister wie Noufart, Zermatti, Paulus, Gautier, Papuschek 2c. 2c., meist fach das unreife Obst genossen, so brach unter den Mannschaften bald die Ruhr aus. Bei und in Pirrevilliers blieb das Regiment bis Ende August. Am 28. fand ein Feldgottesdienst statt, wobei das Abendmahl gereicht wurde. Am 31. August versuchten die Franzosen auf dem rechten Moselufer im Norden von Meß einen Ausfall. Um diesen abzuweisen, wurde auch die hessische Division von dem linken Moselufer herangezogen. Den Franzosen gelang es, am 31. Noisseville und einige andere Dörfer den Deutschen abzunehmen und sie zurückzudrängen, doch wurden sie am folgenden Tage aus diesen Stellungen wieder vertrieben. Die hessische Artillerie beteiligte sich dabei hervorragend an dem großen Artilleriekampf und bald stand das Dorf Noisseville in Flammen. Noisseville selbst wurde dann von dem Gießener Regiment besetzt. Auf beiden Seiten war mit großer Er bitterung gekämpft worden. Noisseville war ganz angefüllt mit toten Franzosen und Deutschen. Sogar auf der KirchBahl neben und übereinander. In den Gärten ſah man hossmauer lagen gefallene Franzosen und Deutsche in großer schnitten, als unsere Soldaten vorbeikamen. Unsere Soldaten viele verwundete Turkos liegen, die sehr grimmige Gesichter fanden am Abend einen französischen Kapitän der Garde, lebte. Man versuchte ihm Wein und Wasser einzuflößen, dem der Schädel abgeschossen war und der aber immer noch was er jedoch mit ablehnenden Handbewegungen abzuweisen schien. Stabsarzt Dr. Wöchel untersuchte ihn, fund aber, daß eine Nettung hier nicht mehr möglich sei. Am folgenMorgen lebte der Kapitän immer noch. ( Fortseßung folgt.) auf dem alten Haltung von roürdige Rape und nur die fift von allem in Benügung Hidhen Repar Lausgelegt. Aftraße steht Blüte. § Mujd auf der neue die von Lich Weiterbau. Ulrid mationalliberal Lauterbach S Teilnehmer m der National 1 müsse. + Dreib ( weite) Sam Handel recht alte Fertel 20 Mart pro B Qualität 50 fahrenen Tier Oel Durch Meist jetzt lebender billigen Prei Paulus in S Be matti in S J. Vapuschek stellungsl Siefch poth Ca Inhaber d Eisenw BOLLIN Ca KalkAugu Massenf Werk apitadt for Bitwill aus de e eine lange ebugt hat. mpfers beförde Europa ab. teuerlide Namen fie ihre Verfol adt Maz heimgeju Leben, „ Alara und 14 usammenito fender den b. Moser chen Schnell chwindigkeit hricht ber ten und der hen. rpedition Dftober 190 Ottober. J n die ebang Ben übert weiten R her längere b ftern in gebrin er u. Gen, in Friedberg verfammlung nde fand a in Gießm fla ichtete Aber da insgesamt 3 und verausgab uf wiedergewi und Prof. D t. t morgen endem Program bon Suppe.! e von May für die mo Tegen, fo med u sichern. Baffagier tommödie, der Kapelle in der frühe nen gediegen nan Meifter Befuches d Jet 2c. 2c., mei rden Mann revilliers blieb and ein Feld gereicht wurd uf dem rechten 7. Um diefen vor dem linten ng es, am 31 Deutschen ab fie am folgen ertrieben. Di agend an d orf Noifferie dem Gießener mit großer G gang angefüllt auf der Kirch tiche in großer ärten fah ma mige Gefichte nfere Soldaten n der Garde er immer nod er einzuflößen en abzuweifen fand aber Am folgen Belannte des Ausstellers. Freundlichst wird jedem Besucher die Erklärung all dieser Perlen der Malerei vom Aussteller felbft gegeben. )( Bad Nauheim, 23. Oft. Heute wurde, als er einen Chiffrebrief auf der Post abholen wollte, der flüchtige Kassenbote der Paderborner Bank, Franz Lippe, verhaftet. 2. stahl aus einem erbrochenen Depot 60 000 Mt. in Wertpapieren und 2000 Mt. in baar. Es sind in letzter Zeit wiederholt verschiedenen Abonnenten unserer Zeitung die Blätter von der Thür weggenommen worden ohne Erlaubnis des betr. Abonnenten. Wir richten hiermit an alle unsere Freunde und Gönner die erg. Bitte, uns ein oder den andern Langfinger so namhaft zu machen, daß wir denselben zur Anzeige bringen können. Die Expedition. ):( Der Theater direktor Frig Unger, der in Gießen auch bekannt ist und gegenwärtig wieder seinen Rusentempel in Holzminden aufgeschlagen hat, stand vor ber Straffammer in Göttingen, weil er sich eines Vergehens gegen Paragraph 38 des Gesetzes vom 19. Juni 1901 betr. das Urheberrecht an Werken der Litteratur und Tonkunst huldig machte. Unger, der in diesem Jahre auch zu Münden Vorstellungen gab, hat dortselbst Meyer- Försters Alt- Heidelberg" viermal und Otto Ernsts Jugend von beute" zweimal zur Aufführung gebracht, ohne von Entsch' Berlag in Berlin, welchem von den Autoren das Urheberrecht übertragen worden ist, das Aufführungsrecht erworben zu haben. Der Angeklagte war geständig und suchte die Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Sache so darzustellen, daß er aus Not gehandelt hätte. Um eine Einnahme zu erzielen, müsse er Stücke aufführen, bie Interesse erweckten, jedoch Honorare, wie Entsch' Berlag sie verlange, fönne ein kleines Theaterunter. nehrnen unmöglich erschwingen. Alt Heidelberg" würde für die Erstaufführung in Münden doch sicher so seine 75 Mt." gekostet haben jede Wiederholung etwa 25 Mt. während er mit einer Einnahme von nur 30-40 Mart pro Abend zu rechnen gehabt. Mit Rücksicht darauf, daß der Unger in den legten 5 Jahren straffrei geblieben er ist nämlich schon viermal wegen unberechtigten Aufführungen von Theaterstücken zu erheblichen Geldstrafen verurteilt worden ließ ihn das Gericht mit einer Geldstrafe von 400 Mt., die im Nichtbeitreibungsfalle mit 80 Tagen Ge= fängnis aufgewogen wird, davonkommen.( G. Btg.) - " (:) Wie gefährlich die amerikanischen 8immeröfen sind, zeigt wieder einmal ein Vorkommnis in Grünberg. Ein Geschäftsmann, der einen solchen Ofen im Zimmer_besigt, wachte nachts auf und fühlte sich so entkräftet, daß er nur mit Anstrengung noch die Glocke zu ziehen vermochte. Man merkte sofort, daß das Zimmer mit giftigen Gasen angefüllt war, die ihren Ausgang vom Ofen genommen. § Klein- Linden. Am Sonntag sind es 37 Jahre, daß bas evangelische Gotteshaus erbaut und seiner gebührenden Weihe unterzogen wurde. Vor dieser Zeit diente der Gemeinde, welche damals taum 500 Einwohner zählte, die auf dem alten Friedhof gestandene fleine Kapelle zur Abhaltung von gottesdienstlichen Versammlungen. Diese ehrwürdige Kapelle ist jetzt von ihrem Standort vei schwunden und nur die kleine Kirchenorgel mit 7 flingenden Registern ist von allem noch übrig geblieben. Da lettere nur selten in Benüßung genommen murde, so ist sie jetzt einer gründlichen Reparatur bedürftig und ist soeben zum Verkaufe aus gefeßt. In einem Hausgarten an der Lüzellinderftraße steht seit einigen Tagen ein Zwergapfelbäumchen in Blüte. - § Muschenheim, 22. Oft. Seit einigen Tagen verkehren auf der neuen Bahnstrecke schon bis hierher Materialzüge die von Lich aus Schienen und Schwellen bringen zum Weiterbau. Ulrichstein, 22. Oft. Eine Versammlung der nationalliberalen Wahlausschüsse des Wahlkreises AlsfeldLauterbach- Schotten fand im„ Darmst. Hof" statt. Die Teilnehmer waren darin einig, daß eine ständige Organisation der Nationalliberalen des Wahlkreises geschaffen werden müsse. + Dreihausen, 21. Oft. Der gestern hier stattgefundene ( zweite) Schweinemarkt war sehr gut besucht, und war der Handel recht lebhaft und flott. Es fosteten 5-8 Wochen alte Ferkel 20 bis 30 Mart, 8-12 Wochen alte 40 bis 60 Mart pro Paar, Läuferschweine tosteten pro Stüd je nach Qualität 50 bis 70 Mark. Es wurden fast sämtliche angefahrenen Tiere für recht gute Preise verkauft. Oelgemälde- Verkauf. - Aufgebotene. -- Am 17. Oft. Doktor Karl Gg. Emil Brück, Apothefenbefizer zu Gau- Odernheim und Elisab. Louise Clementine Emma Emilie Karol. Cassar dahier. 20. Wilh. Scharmann, Gendarm dah. und Anna Marie Math. Zimmer zu Lich. Andreas Karl Just. Berg, Taglöhn. dah. und Anna Feuser, Fabrikarbeiterin dah. Konr. Nürnberger, Mezger dah. und Karol. Elisab. Rohrbach zu Lollar. 22. th. Gg. Ernst Schmidt, E sendreher dah. und Kathar. Margar. Schmidt, Hausmädchen dah. Georg. Aug. Berg, Großh. Regierurgsassessor zu Mainz und Karol. Jakob. Schlüter dah. 23. Louis Schäfer, Schneider dah. und Anna Margar. Schneider, Dienstmädchen dah. Heinr. Sehrt, Taglöhner dah. und Therese Jungfunst, Köchin dah. - Eheschließungen. Am 17. Oft. Heinr. Wilh. Völpel, Kutscher dah. und Anna Elise Sieglinger, geb. Rahn, Witwe des Bäckers und Gemüsehändl. Heinr. Sieglinger dah. Paul Alfr. Treuke, Buchhalter dah. und Margarete Euler, Tochter des Dekonomen Ludw. Euler dah. Wilh. Aug. Seipp, Weißbinder dah. und Karol. Math. Sack, Tochter des Meggermeisters Karl Sack II. dah. Martin Repp, Dachdecker dah. und Marte Böttner geb. Keil, Witwe des Schuhmach. Joh. Karl Böttner dah. 22. Wilh. Fourier, Kaufmann dah. und Kathar. Elisab. Huthmann, Kleidermach. dah. 23. Georg Albert Gernand, Lokomotivheizer zu Grebenhain und Katharine Wilhelmine Kohn zu Hanau. Geborene. Am 15. Dkt. Dem Spengler und Installateur Wilhelm Haupt eine Tochter.- Dem Taglöhner Heinr. Philippi II ein Sohn, Karl Heinr. Dem Meßgermeister Otto VonEiff ein Sohn. 18. Dem Wirt Edmund Wild ein Sohn. 19. Dem Postbote Heinr. Wilhelm Bollmann eine Tochter, Anna Marie Elise. Gestorbene. Am 18. Oft. Heinr. Zimmer, 50 Jahre alt, Juwelier dah. 19. Emma Neuschäfer geb. Heldmann, 64 Jahre alt, Ehefrau von Privatier Otto Neuschäfer dah. 21. Joseph Eduard Rüsing, 38 Jahre alt, Gastwirt dah. 22. 3ba Grünebaum, 28 Jahre alt, ohne Beruf dah. Dapper, 23 Jahre alt. Bureaugehülfe dahier. Heinrich Holz- Versteigerungen. Nieder- Ohmen. Die Birkenbesenreisig- Versteigerung der Großh. Oberförsterei aus den Diftriften Nieder- Ohmen, Merlau und Lehnheim findet am Donnerstag, 29. Oftober, nachm. halb 2 Uhr, bei Herrn Gastwirt Baift in Mücke statt. Burg- Gemünden. Auf dem Submissionswege sollen 700 stmtr. Kiefern- Grubenholz aus den Gr. Dominal. waldungen verkauft werden. Angebote mit der Aufschrift Angebot auf Kieferngrubenholz" sind bis Dienstag, 27. Ott., nachm. 6 Uhr, bei der Oberförsterei Burg- Gemünden einzureichen. Brennholz Reiche Heiraten! Herren jed. = Alt. -w. a. o. Verm. Standes u. Durch besondere Kaufgelegenheit war es mir geboten, erh. u. Tannen Abfallholz) liefert für Mitt. ihr. Adr. sof. 600 reiche Meisterwerke der Oelmalerei 1.15 mt. pro 3tr. fret ans Haus. Partien u. Bild. z. Ausw.-U A. w. jezt lebender Künstler zu erwerben und kann diese zu erstaunlich B. Nuhn, Lollar.usl, er. Dam. m. 200 000 M. billigen Preisen verkaufen, darunter Gemälde von Prof. Leon Paulus in Stockholm, Prof. P. Roufart in Paris, Professor J. Be matti in Rom, Prof. S. Gautier, Jg. Tieh, C. Stojano, J. Bapuschek in Wien. Bitte um geneigte Besichtigung. AusMeine gebrannten stellungslokal im Haufe des Herrn Dr. Caesar, frühere erfreuen sich grofer Beliebtheit, auf disch potheke, Gießen, Marktplay. Ergebenst Cart Leib sen., Maler u. Kunsthändler. Inhaber des Ehiendiploms d. Münchener Kunstausstellung 1886. Elsenw. Вошм / Stern Carl Lab Gasthaus Zum Stern Lollar. Cessere und einf Logierzimmer. Ausschank von Münchner u. Giessner Aktien- Bier. Franzöfifches Carl Rühl, Gastwirt, Lollar. Billard. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, Kaffee's O meine neuen Mischungen mache Emil Fischbach, Gießen. ich besonders aufmerksam. Offeriere: Gesiebte Ofenkohlen Nr. 1 Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert. Grmenrod. Baumaterialien verh. 1 j Waise m. 150 000 M. V. u. 1 Gutsb., Ww., m. ca. 350000 Mk. V. u spät. Erbe. All. Näh. d. F. Gombert, Berlin S 14. Hilfe* g. Blutſtoď. Timerman Hamburg Fichteſtr. 33 Hoher Nebenverdienst d. Vertrieb leicht verf. Artikel. J. Müller, Ilversgehofen- Erfurt. Wirtschaft zu pachten gesucht. Offerten an die Expedition d. Blattes erbeten. Nebenbeschäftigung Cement, Cementwaren Arbeiten, Buchführung c. und Tonplatten. für die Abendstunden in schriftl. wird in Grünberg übernommen. Von wem, fagt die Erp d. Bl. Heinrich Völzing Cigarren- und Groß- Felda. Ar- und Verkauf von gebrauchten Möbeln, Betten, aletdern, Wäsche, Oefen und Gerden, Gold und Silbersachen, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, sowie Webernahme ganzer Einrichtungen. August Gabriel jr., Giessen ouiothenberger Wtw. Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. Laubach. Aus der Gräflichen Oberförsterei kommen in Gießen zur Submission: 350 Fftmtr. Buchen- Schnittholz ( Durchm. 35 Ctm. und mehr); 60 stmtr. Kiefern- Bauholz ( Durchm. 20 Ctm. und mehr) aus Taubhaus und Wenzelstopf; 400 Fftmtr. Fichten- Bauholz aus Thiergarten, Hauenberg und Schornberg, Weidenau, Wetterauerberg, Schiffenberg und Schleppmalsdickung; Fichtenstangen( 9-14 Ctm. Durchm.) aus Thiergarten 30, Hauenberg, Schornberg, Peterswald 100, Birken, Struth, Heinzeberg, Feldchen 2c. 240 Fstmtr. Submissionsgebote sind mit der Aufschrift " Holzverkauf Gießen" bis zum 7. Nov. an das Fürstliche Rentamt zu Ortenberg( Hessen) einzureichen. Eröffnungstermin 9. Nov., mittags 1 Uhr im Benz'schen Felsenkeller zu Gießen. Marktberichte. Gießen, 25. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.10-1.20 Mr., Hühnereter 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stid Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mr. 0.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfa. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.50-5.50 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-500, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. 1 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es fönnen eingestellt werden: 1 Pferdeknecht, 1 landwirtschl. Arbeiter, 1 Schmied, Installateur, 3 Spengler, 2 Schlosser, 1 Buchbinder, 2 Schrei2 Kutscher, 1 Köchin, 25 Dienstmädchen gegen hohen Lohn ner, 2 Küfer, 2 Bäcker, 1 Schneider, 3 Blaser, 10 Erdarb., für hier und ausw., 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kindermädchen für nachmittags, 7 Lauffrauen, 3 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Bäcker, 1 Schneider. Es suchen Arbeit: 1 Knecht, 1 Taglöhner, 2 Schlosser, 1 Schmied, 2 Buchbinder, 6 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Friseur, 1 Installateur, 1 Spengler, 2 Heizer, 2 Hausburschen, 2 Kutscher, 1 Kellner, 1 Flickerin, 1 Dienstmädchen, 1 Bureaugehülfe, 1 Kranten bezw. Wochenbettpflegerin( auch nach auswärts.) Lehrlinge: 1 Kaufmann. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein: bas Sofale, ben„ Gerichts." und„ ,, Deffentlichen Sprechsaal";&. Opperman Druk wad Berlag der Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Geßen. Ein deutscher Trank! Kathreiners Malzkaffee ist ein gutes und ehrliches Getränk. Er hat keine Heimtücken und verborgenen Schädlichkeiten wie so mancher andere berführerische Trank; er meint es ehrlich mit unserer Gesundheit und unserem Wohlbe= finden, mit unserem Herzen, mit unserem Magen und mit unseren Nerven. Kathreiners Malzkaffee tst deshalb ein echter deutscher Trank im besten Sinne des Wortes, der in jedem deutschen Hause zum Segen der Familie Eingang finden sollte. AUTOL unibertroffenes Del Amobius- Sohn für Motorwagen. Motorzweirader. H.Möbius Hannover. Basel Ball- Seiden reizende Neuheiten in weiß, schwarz und farbig in allen Preislagen. Versandt in jedem Maß porto und zollfrei. Muster bei Angabe des Gewünschten franto. Briefporto nach der Schweiz 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie., Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten Unsere Poliklinik für ( Schweiz). Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, mit eigenem Instrumentarium und von der Privatpraxis vollständig getrennt, steht unter Leitung eines Assistenten und ist Wochentags von 1-3 Uhr unentgeltlich geöffnet. Giessen, Schwalm, Zahn- Arzt. Bahnhofstrasse 63.( an der Wieseckbrücke.) Zur Saison bringe mein großes Lager von Irischen-, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz, Koch- Hopew- und Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorsezer, Verdampfschalen, FeuergeWickelmacher räteständer, Kohlenfüller n. Kasten, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer etc. Marburgerstrasse 35. in empfehlende Erinnerung. Auch habe gesucht. Gießen. in fleißiges braves Mädchen für Küche und Haus gesucht Frau Anna Schufter, Gießen. Sonnenstraße 15. Selbstverschuldete Schwäche Zwei Hausierer der Männer, Bollut. fämtl. Schlechtskrankh. behand. sicher zum Besuchen der Wirtschaften mit nach 30jähriger praft. Erfahrung. Backwaren, Samstags Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. Sonntags gesucht. Auswärtige brieflich. Näh. in d. Exp. d. Bl. 1 Volldampf- Waschmaschine, sowie Dr. Klein's Fleisch. Saftpressen zu verleihen. Ganz besonders mache auf den Vertrieb der patentierten Schröders Fohlen, und Kälber- Sang- Apparat sowie Fensterfeststeller aufmerksam. Hochachtungsvoll Edgar Borrmann, Gießen. Eisenhandlung, Haus- und Küchengeräte. = Bei Baareinkäufen gewähren wir unserer verehrten Kundschaft 5% Rabatt auf sämtliche, von uns geführte Artikel: Colonialwaren, Conserven, Delikatessen, Fische, Weine, Liköre etc. ausgenommen Zucker, Petroleum, Salz und Süssrabmbutter. Gebrüder Berdur, Bahnhofstraße 27. Giessen Waschmaschine Waschmaschine steht Interessenten zur Probe zu Diensten. Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. AL Karin u. Blitz beft bewährtes System WringLindenplatz 12. Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Sonntag, den 25. Oktober. nachmittags 3 Uhr Das tapfere maschinen Schneiderlein. WaschVersteigerung.| Bergebung von Bauarbeiten. Montag, den 26. d. Mts. chmittags.2 Uhr, 17: bei steigere ich Bleichstraße 38 Zur Erbauung eines medico- mechanischen Instituts bei der medizinischen Klinik werden nachdahier folgende zum Nachlasse des stehende Rohbauarbeiten unter Hinweis auf den Fräulein L. Pigelius gehörige Ministerialerlaß vom 16. Junt 1893 hiermit öffentlich Gegenstände als: Los I Zimmerarbeiten, darunter 1 Schreibsekretär mit einer An- ausgeschrieben. zahl kleiner und großer Schubladen aus Eichenholz, Kleiderschränke, Komode, Tische, Stühle, Betten und andere Haus- sowie Küchengeräte, Weißzeug, Kleider 2c. Die Sachen können nächsten Montag von 10-12 Uhr Vorm. im Versteigerungslokal Bleichftraße 37 eingesehen werden. Die Versteigerung findet beftimmt ftatt. Born, Gerichtsvollzieher. Gießen. DROM 133074 D.RGM 180507 Carl Kampr Mülheim- Kuan Leichte Arbeit Märchen mit Gefang in 3 Abteilungen nach dem Bechstein'schen Kampmanns' Pendelwasch. mangeln Märchen bearbeit. v Th. v. Wegern. empfehlen Brüder Schmidt Giessen Seltersweg 83. Schön'sche Metalisärge und Särge jeder Art stets am Lager. Abends 8 Uhr: maschine ,, Leichtwäscher". ist allen voran und unstreitig die beste, imGebrauch leichtgehendste 3. Sonntag- Abonnem. Vorstellung Handwaschmaschine der Welt, mit Zum letzten Male. welcher in Wirklichkeit Kinder Novität! Novität! von 8 Jahren arbeiten können empfiehlt Der blinde Passagier Luſtſpiel in 3 Aften von Detar M. Rosenthal, Giessen. Blumenthal und G. Kadelburg LudwigsConditorei und Zuckerwaren= Fabrikation in Gießen, Marktstr. 32 empfiehlt Gebäck aller Art in Bisquits, sowie Chocolade, Mark. Liebigstrasse. Zöpfe, Scheitel, Frisets, Toupe werden naturgetreu anca. 37 cbm Tannenholz " 100 Ifd. m Holzgesims " 110 qm Dachschalung 22 Ifd. m Holzgeländer 2c. Los II Dachdeckerarbeiten, darunter ca. 370 qm Schieferdach Los III Spenglerarbeiten, darunter ca. 80 Ifd. m Standkandel, Einkastelungen, Bekrönungen 2c. Los IV Blizableiteranlage. Angebotsunterlagen können auf unserm Zweig. bureau, Frankfurterstraße 83, eingesehen; Angebots. formulare( feine Zeichnungen) zum Selbstkostenpreis dorther bezogen werden. Offerten mit bezeichnender Aufschrift sind auf genanntem Zweigbureau bis Donnerstag, den 5. No. vember 1903, Vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 23. Oftober 1903. Großh. Baubehörde für die UniversitätsNeubauten Gießen. Becker. Bekanntmachung. Der Burggraben wird wegen Vornahme von Sanalisationsarbeiten von Montag, den 26. Oktober 1. J. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrrad: verfehr gesperrt. Gießen den 24. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 9. September I. Js. angeordnete Sperre gefertigt und aufgear- des Selterswegs zwischen Wolkengasse und Südbeitet. Damen Kopfwaschen anlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Oftober 1903. Spezial tät: Grane Makronen, Leb- u. Honigkuchen und weiße Haar: Arbeiten. Bonbons, Confitüren in größter Auswahl. Versandt nach auswärts prompt. Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse Tichy, Gießen Kohlen von beften Bau- und Möbelschreinerei Kaffee Balenthracit, Llebigstr. 65 GIESSEN. Liebigstr. 65. Wollene, halbwollene und baumwollene Unterzeuge sowie roh und gebrannt per Pfund von 80 Pfg. an bis 2 Mt. Bei mehrabnahme entsprechend billiger. Hochfeine Mischungen. Thee, Schokolade, Kakao in diversen Sorten empfiehlt Strümpfe, Socken, Faust- und Fingerhandschuhe, Christ. Wallenfels ferner wollene Strickgarne( Marke M.& K.) anerkannt beste Qualität, empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Robert Stuhl, Neustadt 23. Gießen. 17 Marktplak 17 Gießen. Televhon 262. Gegründet 1826. und oks Briketts zu den bilgften Breifen. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 6. August 1. Js. angeordnete Sperre der Wolkengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, 23. Oktober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In der Zeit vom 17. bis 24. Oktober 1903 wurden Prima Tannen- Brennholz in hiesiger Stadt " a 1.80 pro Centner geschnitten Mt. 1.20 gehackt febes Duantum fret ans Saus liefert And. Enler. Prima Kartoffel Speise u. Salatkartoffel Lebertran fetafter zu den billigsten TagesMedizinal empfiehlt Emil Fischach. Preisen empfiehlt Neustadt 23. Wer Stelle sucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost' Eğlingen Nr. 250 Ивонистены In's Haus gebr Sratiebellage Oberbeffilche Bartenban, fom Das Blatt für Aus Die herrlid onts- Villen bie arn frühen Mo interschnees, fiah blaß und ä im Blumenlade ist teine Zeit m Stiel, dem man Cheschäftesseine Tätigkeit dam Wucherpre tegung der Ve di Moabiter überwintern he Während e finem jebigen Position befint oder zur Zen fdibrifen. Aus Autler. Die e allerlei Wild und, wenn ni Heute nach Be Man hat ja 2 bas von den rooch nicht ermi Inchen" Berlin tan hat, daß das mendung gefun moan weder den Die Auto- B Sauptstadt no ligent. An de Paijerin Fried gurauen Mäntel Westender Tra Hiel über den bote hier, wurd gefunden: 2 Arbeitsbeutel mit Inhalt, 1 Scheere en Schmuth g und 1 Packet Tabackblätter. verloren: 1 goldne Brille und 1 brauner Hentelforb mit Gemüſe. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben seinen Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 24. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Ohne Fleiss keinen Preis J. Hankel Schloßgasse Gießen. + 0+ 0+ 0+ 0+ 010+ 0+ 0+ 0+ Saalbau Lollar. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich neben meiner Wirtschaft einen der Neuzeit entsprechenden Saal, 4-500 Personen fassend, erbaut habe und denselben am Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 4 Uhr mit Konzert und darauffolgendem Zanz eröffnen werde, wozu ein verehrlichtes Publikum von hier und Umgegend, sowie meine geehrte Nachbarschaft freundlichst einlade. Lollar, 23. Oktober 1903. Hochachtungsvoll Gottlieb Ernst ,,, 3ur Linde". P. S. Titl. Vereinen und studentischen Korporationen von Gießen halte meinen Saalbau bei Ausflügen bestens empfohlen. + 0+ 0+ 0+ 010+ 0+ 0+ 0+ AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Hölzer Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Um fallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung soort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. lich reichliche W 6, daß die ra Spottgeburt ton's bei dent dulle die Flecker feacht hat. Un Negriff id) er Cabaret auf fee den harml intergarten qen bis über deem- Straße Das fait f mobilsport ver eug, zeigte fid eit diesem vo Bonne mit fa lich ist es ein ggeborenen fin feiner, der nic ft, die Berlin Straße stehen at man hier eilige Gertru raudtenbrüde Schnupfru Figur umtleid huppatronin hen", die die renen fie am hoorden sind. Senn es h oringt", daß e oie arme Heili nicht wundern mmer mehr Oftober- Umzu oaß die Berl riidt" ist. N äufigen Sta abrung gelte Wi