Nr. 197, Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Montag, den 24. August 1903. Gießener 12. Jabrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen we ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pig. fonist 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmaung. Betr. Den Viehmarkt in Grünberg am 27. August 1903; hier: Ankörung der Bullen. Gelegentlich des am 27. August 1. Js. zu Grünberg stattfindenden Viehmarktes soll zum Zwecke der Anförung eine öffentliche Fasselschau durch die Körfommission, und zwar von 10 Uhr vormittags beginnend, abgehalten werden. Es werden nur sprungfähige Bullen Vogelsberger und Simmentaler Rasse berücksichtigt. Dieselben müssen bet Meidung dec Wegweisung sicher gefesselt sein und dürfen vor 10 Uhr nicht aufgetrieben werden. Gießen, den 21. August 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Betr. Viehmarkt zu Grünberg. Zu dem am 27. d. Mts. zu Grünberg stattfindenden Viehmarkte wird der Auftrieb von Schweinen unter folgenden Bedingungen gestattet: 1. Landwirte, welche Schweine feilbieten, müssen mit Uhrsprungszeugnissen seitens der Bürgermeisterei bersehen sein. 2. Händler, welche Schweine zum Verkaufe stellen, müssen im Besitze von Gesundheitsscheinen sein, ist denen von dem beamteten Tierarzte bescheinigt in, daß die aufgetriebenen Schweine aus einheimischen unverseuchten Zuchten stammen oder seit ihrer Einführung in den Kreis mindestens 12 Tage in seuchenfreiem Zustande zugebracht haben und gegenwärtig frei von einer Seuche sind. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Gießen, den 20. August 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore_gschlossen. Gießen, den 20. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Die städtische Waage in der Frankfurterstraße, Ecke der Klinikstraße, wird vom 24. d. Mts. ab bis auf weiteres wegen Reparatur derselben außer Gebrauch gesetzt. Bis zur Wiederinbetriebsetzung derselben können Borwiegungen nur auf den städtischen Waagen bei der Margarethenhütte und an dem Neustädter- Thor stattfinden. Gießen, 20. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Bekanntmachung. Auf unserem Bureau ist die Stelle eines jüngeren Gehilfen zu besetzen. Bewerber, welche bereits auf einem Bureau tätig waren, wollen unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche und Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes nebst Zeugnissen ihre Gesuche bis zum 15. September d. Js. an das Armenamt einreichen. Gießen, den 20. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Regierung und Wahlrecht. Ein großes Halloh erregte in den letzten Tagen in der Bresse die Enthüllung eines sozialdemokratischen Blattes, da: eine Anzahl Großindustrieller und Großfinanziers bezichtigte die publizistische Propaganda eines Herrn Dr. Giesebrech jegen das jetzt bei uns geltende Wahlrecht finanziell unterstütz zu haben. Die Blätter hatten angesichts dieser in einfluß reichen Kreisen auftretenden Strömung an die Regierung die Frage gerichtet, wie sie sich zu der Frage der Wahlrechts änderung stelle. Unser Berliner prc- Mitarbeiter teilt un das Ergebnis seiner daraufhin an zuständiger Stelle vorge nommenen Erkundigungen über die Haltung der Regierung gegenüber diesen Wahlrechtsplänen in folgendem mit: „ Die Regierung denkt nicht daran, sich in dieser Frage aus eigener Initiative, das heißt ohne An regung von der entscheidenden Stelle aus zu exponieren. Und etwaigen diesen Plänen günstiger Einflüssen in der Umgebung des Kaisers stehen nicht weniger einflußreiche Stimmen gegenüber, die das Risiko einer Reform des Reichstagswahlrechts in nachdrucksvollster Form hervorheben. Die Erbitterung über den kaum zu überwindenden Einfluß dieser Abwiegler ist auf der Gegenseite naturgemäß nicht gering. Sie geht so weit, daß voll Unmnts eine schließliche Verständigung zwischen Krone und Sozialdemokratie auf Kosten der Gegner der letteren als totsichere Sache hingestellt wird." Denjenigen Hoffreisen, die von einer Verständigung zwischen Krone und Sozialdemokratie auf Kosten der Gegner ber Sozialdemokratie fabeln, gehen offenbar die elementarsten Kenntnisse von der Struktur unserer innerpolitischen Lage ab. Im übrigen geht aus der obigen Darlegung hervor, daß die Reichsregierung nur entweder auf Drängen des Reichstags oder auf Geheiß des Kaisers sich an eine Wahl. rechtsänderung machen wird. Der Wechsel im Reichsfcbatzamt. CB. Berlin, 12. Auguſt. Freiherr d. Thielmann hat sein Amt als Reichsschay setretär niedergelegt; Freiherr von Stengel, föniglic bayerischer Staatsrat, ist, wie wir soeben zuverlässig erfahren, zu seinem Nachfolger ernannt worden. Der Rücktritt des Freiherrn von Thielmann von seineni Posten hat in politischen Kreisen wenig überrascht. Man wußte bereits während der letzten Reichstagsperiode, daß die Tage seiner Amtsführung gezählt seien, einmal wegen seines -geringen parlamentarischen Geschickes, sodann auch, weil ihin absolut die für sein Amt erforderlichen Talente mangelten. Dabei hatte er eine geradezu verblüffend geringe Voraussicht. Bekannt ist in dieser Hinsicht die Tatsache, daß er in einem Augenblicke, wo schon von allen Seiten die wirtschaftliche Krisis bemerkbar war, noch seine Vorausberechnungen auf ein steigendes Wachstum der Einnahmen aufbaute. Da setzte mit einemmale zu seiner eigenen Ueberraschung der Rückschlag ein, der mit um so größerer Gewalt zum Ausdruck kam, als die Einzelstaaten kaum imstande waren, die Mittel für ihre eigenen Bedürfnisse aufzubringen, geschweige denn zu scharfen Leistungen für die Reichsansprüche herangezogen werden konnten. Zweimal mußte man zu dem allerdings immer wieder abgewendeten Aushilfsmittel einer Zuschußanleihe greifen. Um aber das, was allein wünschens wert und nötig gewesen wäre, zu tun, dazu fehlte dem seit. herigen Reichsschatzsekretär die Initiative. In parlantenta rischen Kreisen nannte man ihn darum nicht den Reichsschatz-, sondern den Reichsschuldensekretär. Ob die Aussichten für das Zustandekommen einer Reichsfinanzreform nach seinem Rücktritt sich bessern, wird sehr wesentlich von der Person seines Nachfolgers abhängen. Die Schwierigkeiten im Parlamente beruhen darin, daß das Centrum nicht auf die Frankensteinische Klausel verzichten will und daß die gesamte Linke ein selbständiges Reichsschayamt fordert. Die Franckensteinsche Klausel bestimmt bekanntlich, daß die Zolleinnahmen des Reiches, die den Betrag von 130 Millionen Mart übersteigen, im Verhältnis ihrer Beitragspflichten an die Einzelstaaten zu verteilen sind. Auf diese Weise entsteht für die bundesstaatlichen Finanzminister in guten Jahren, in denen sie selbst gute Einnahmen haben, eine Einnahmequelle, die in den mageren Jahren nicht nur bersiegt, sondern auch noch durch stärkere Beitragskosten für das Reich abgelöst wird. Dieser Zustand verschärft also die Finanzkrisen der Einzelstaaten derartig, daß das Reich in der Zeit eines rückläufigen Geschäftsganges geradezu eine Pein für die Einzelstaaten wird. Die fünfzig Prozent Steuererhöhung, die Sachsen vor zwei Jahren eintreten lassen mußte, haben bei den letzten Reichstagswahlen das ganze Land rot gefärbt. Die Steuerfriſen üben unter allen Umständen einen ungünstigen Einfluß auf die Volksstimmung aus und sind geradezu eine Gefahr für die Reichsfreudigkeit. Die Reichsfinanzreformn ist daher eine unbedingte Notwendigfeit, und der Mann, der sie durchführt, muß gefunden werden. Der verstorbene Finanzminister v. Miquel hatte zwei Projekte vorgelegt, die einen festen Matrikularbeitrag der Einzelstaaten bedingten mit der Maßgabe, daß das Reich für einen bestimmten Betrag Rückzahlungen an die Bundesstaaten gewährleistete oder einen Schuldentilgungs- und Reservefonds schuf, der in guten Jahren als Ausgleichsschak für die schlechten aufgejaunnelt wurde. Diese Reform scheiterte an dem obengenannten Widerstand der Parteien, und wir haben es lediglich gewissen parteitaktischen Bedenken zu verdanken, daß unsere Finanzminster ähnliche Erlebnisse 311 verzeichnen haben, wie die durch die elementaren Ereignisse der letzten Zeit beimgesuchten Bewohner von Schlesien. Ohne eine Nachgiebigkeit der Parteien ist eine Finanzreform nicht möglich, aber sie ist notwendiger, als je zuvor. Frhr. v. Stengel, der neue Reichsschatsekretär, ist auch im politischen Leben des Reiches fein Neuling mehr; als bayerischer Bundesratsbevollmächtigter nahm er sowohl an den Arbeiten des Bundesrats wie auch an denen des Reichstags hervorragenden Anteil. Im Reichstag ist er als guter Redner bekannt; namentlich bei der Zolltarifberatung griff er mehrmals mit Glück in die Debatten ein. In Bavern selbst galt Herr v. Stengel vor einiger 3 t als Nachfolger des bayerischen Finanzministers Dr.v. Riedel. Mazedonische Wetterwolken. RK. So verworren und chaotisch, wie die Zustände auf dem Balkan, sind auch die Nachrichten, die aus dem Wetterwinkel Europas kommen. Fast jede Meldung wird nach kurzer Zeit dementiert, und am Ende steht nur eins fest: Daß nämlich täglich blutige Kämpfe zwischen türkischen Truppen und bulgarischen Banden stattfinden, daß die mohamedanische Bevölferung angesichts des Treibens der Banden in immer größere Erbitterung gegen die christlichen Bewohner der Aufstandsvilajets gerät und allgemach zu blutigen Ausschreitungen übergeht, und schließlich, daß die Türkei mit der Möglichkeit eines Krieges rechnet. Wir verzeichnen kurz die wichtigsten Meldungen: In den türkischen leitenden Kreisen wird erklärt, daß die Pforte teine Zugeständnisse für die mazedonischen Wilajets machen werde, die früher oder später zur Autonomie führen würden; lieber würde man den Krieg bis aufs Messer aufnehmen, da es sich um die Frage des Bleibens der Türken in Europa handele. Dagegen wolle man die schrittweise Durchführung weitgehendster Verwaltungsreformen, sobald die Bandenbewegung einigermaßen aufhört, energisch betreiben. Inzwischen ist die Türkei mit einer allgemeinen Mobilmachung beschäftigt. In der Bevölkerung und namentlich unter den zur Fahne berufenen Rediss( Landipchrmännern) ist die Ueberzeugung allgemein, daß ein Krieg gegen Bulgarien bevorstehe. Es wäre zu wünschen, daß die Mächte endlich der Türkei freie Hand ließen, mit den Komitatschis auszuräumen. Denn die Gefahr einer allgemeinen Erhebung der mohamedanischen Bevölkerung gegen die Christen liegt nabe, und ihre Konsequenzen sind in der Tat unabsehbar. Stellenweise macht sich diese Erhebung schon bemerklich: So herrscht in der Be völferung les fibs große Aufregung, weil die Türken seil einiger Zeit Versammlungen in den Moscheen abhalten. Man befürchtet, daß ein Angriff auf die Christen beabsichtigt wird. Der Wali wurde beauftragt, die Kedifs des Uesküber Wilajets mobil zu machen. Ueber die neuesten Baudenkämpfe wird aus Salvnifi gemeldet: Die Aufständischen haben zwischen Elies und Skoplje einen Eisenbahnzug, der 250 Soldaten beförderte, in die Luft gesprengt. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Gleichfalls in der Nähe von Saloniki fand ein erbitterter Stampf statt, zu welchem sich acht Banden vereinigt hatten. Nach längerem Kampfe mußten die Banden, die 35 Lote hatten, die Flucht ergreifen. Schließlich wird noch aus Konstantinopel mitgeteilt, daß die Aufständischen für den 29. August den allgemeinen Aufstand in allen europäischen Vilajets der Zürkei angekündigt haben. Will Europa wirklich dadurch, daß es den Türken die Hände bindet, die Gefahr eines Weltkrieges heraufbeschwören? Eine bemerkenswerte Nachricht kommt aus Genf: Dort wohnende höhere russische inaktive Offiziere sind dieser Tage mit besonderer Beschleunigung nach Petersburg zurückgefehrt, darunter auch ein Generalrzt a. D. Als Grund der beschleunigten Rückkehr gaben sie an:„ Weil Krieg in Aus. sicht ist." Die Politik. In Leipzig ist, wie wir s. 3. meldeten, vor einigen Monaten ein Verein zur Versicherung gegen Arbeitslosig feit" ins Leben getreten, der jetzt seine Tätigkeit eröffnet hat. Der Verein nimmt zunächst eine beschränkte Zahl männlicher Arbeitnehmer als Versicherte auf, die mindestens zwei Jahre ununterbrochen in der Stadtgemeinde Leipzig wohnen. Durch diese Einschränkung will der Verein arbeitsscheue Elemente möglichst von sich fern halten. Der für die ganz unbemittelten Arbeiter nötige Zuschuß wird durch freiwillige Beiträge wohltätiger Förderer gedeckt. Der Verein, zu dessen Begrün dung die in Bologna, Basel, Lille, Marseille und namentlich in Köln erzielten Erfolge ermutigt haben, wird von den städtischen Behörden rege unterstützt. Eine Nachahmung des Kölner und Leipziger Beispiels an anderen Orten, insbe sondere in größeren Industriecentren, dürfte sich bei der sozialen Wichtigkeit der Arbeitslosenfürsorge empfehlen. Nach dem Beispiel Englands wird nun auch die preu. Bische Regierung an den Erlaß eines Automobil. gesekes gehen, das ziemlich scharfe Bestimmungen über den Automobilverkehr erhalten soll. Zunächst ist von den betei ligten Ministern eine Statistik aller durch Automobile ver. ursachten Unfälle angeordnet worden, die in der Zeit vom 1. Januar 1901 bis 1. September 1903 vorgekommen sind. Das neue Gesetz dürfte dem Landtage, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, noch in diesem Herbst vorgelegt werden. * Eine Neuregelung des Zeichen- Unterrichtes in den Kunst Gewerbeschulen und gewerblichen Fortbildungsschulen Preußens ist vom preußischen Handelsminister in Aussicht alten Eid untermischt, ihre Kronen über dem ziemlich schmalen Weg, nur in blendendem Strahl das Sonnenlicht in smaragdgrünem Glanz, hin und wieder und durch die dichten Blätter schimmerte hemente durch eine kleine Deffnung Leben entgegentreten. jenes reiten, die der Prinz ihr Gedicht zu geben und sie auf die Ueberraschung vorzubePrinzessin, die, wie Sie sagten, meine Freundin ist, War es nicht meine Pflicht, War das nicht um mein Vater", fo mehr meine Pflicht, aferof acht? beim find sie, Tropfen in dem diese köstlichen Augenblice, falten Strom der Zeit verrinnen. dem grauja Bohr oie stolzesten Bauten an seinen Ufern nie sollen au Berlen werden auf seinem Grunde rollenden Strom verfallen, der alles dah Bt am fortuns auch aber 34 Berlener. Ein Irrtum. Ein Erlebnis aus dem amerikanischen Bürgerkriege. glücklicher Von W. Amson. nerifanifchen Krieges Bier genommen. Der zum Handelsministerium gehörende Kom. missar Bauinspektor Dr. Mathusius war früher der deutschen Botschaft in England attachiert und hatte in dieser Stellung reichliche Gelegenheit, den als vollendet anerkannten eng lischen Unterricht im Zeichnen gründlich kennen zu lernen. Er ist nun vom Handelsminister dazu berufen worden, den Zeichenunterricht in den erwähnten Schulen zu inspizieren und event. eine Neuregelung desselben herbeizuführen. * Der in Rapperswyl in der Schweiz untergebrachte pol. nische Nationalschatz beläuft sich jetzt auf 90 000 Frants. Das ist das Erträgnis der bisherigen zehnjährigen Sammlungen. Durch verschiedene Blätter ging die Meldung, Papst Pius X. beabsichtige, die Dekanatssprengel Aachen und Glat, sowie den Delegationsbezirk Berlin von dem Verbande der Bistümer Köln, Prag, Breslau loszulösen und zu besonderen Bistümern zu machen. Der Vatikan, so hieß es weiter, werde in dieser Angelegenheit demnächst mit der preußischen Re. gierung in Verhandlung treten. Wie unser Berliner CB.. Mitarbeiter von maßgebender Stelle hört, ist an dieser Mel. dung nicht ein wahres Wort. * Um den Gesundheitszustand des Papstes scheint es in der Tat nicht allzu gut bestellt zu sein. Darauf läßt u. a die in vatikanischen Kreisen viel bemerkte Tatsache schließen, daß Papst Pius die zum päpstlichen Hofstaat gehörigen geist. lichen Würdenträger nicht, wie das bisher üblich war, aus Lebenszeit, sondern nur auf zwei Jahre ernannt hat. Offen bar tat der Papst das in der Absicht, bei einem etwaigen bal bigen Wechsel auf dem Stuhle Petri seinem Nachfolger in der Busammensetzung des Hofstaats nicht vorzugreifen. Zwischen dem Kongostaat und Frankreich ist, wie in Brüssel verlautet, ein Geheimvertrag abgeschlossen worden, der dem Kongostaat nötigenfalls die militärische Hilfe Frankreichs gegen ein gewaltsames Vorgehen Englands sichert. Daß ein olcher Geheimvertrag besteht, darf als zweifellos gelten. Sein Abschluß ist die beste Illustration zu dem Wert des jüngst bei Loubets Besuch in London vorgekommenen Verbrüderungsszenen. * Der bekannte französische General Passerieur hat an die hm unterstellten Offiziere einen Tagesbefehl gerichtet, in > em er vor dem allzuhäufigen Besuche des Spielkasinos warnt, da leidenschaftliche Spieler nicht nur ihr Vermögen, sondern auch ihre Ehre gefährden. In der französischen Armee ist die Spielwut bekanntlich besonders stark entwickelt. * König Peter von Serbien hat aus Anlaß seiner Wahl zum König eine goldene Erinnerungsmedaille gestiftet, die den männlichen Mitgliedern der Familie, den Ministern, den Mitgliedern der Nationalversammlung und allen aktiven Offizieren aus der Zeit der Wahl Peters zum König verlichen wurde. Nach einer weiteren Meldung aus Belgrad beginnt der König die an der Verschwörung beteiligten Offi ziere zu versetzen. * Wie die Russen und Desterreicher, so wollen auch die Franzosen mit den serbischen Königsmördern nichts zu tun haben. Eine Anzahl Ritter der französischen Ehrenlegion haben sich an den Ordensrat mit dem Antrag gewandt, den Obersten Maschin, der als Adjutant König Alexanders 1898 jum Offizier der Ehrenlegion ernannt worden war, aus den Ordenslisten zu streichen. Der Ordensrat hat jetzt angeordnet, daß im Sinne jenes Paragraphen des Statuts, welher von den ehrenrüchigen Handlungen spricht, ein Ordensprozeß eingeleitet werden soll, um festzustellen, ob Oberst Maschin ds Mordes schuldig sei. Der Spruch kann nicht zweifelhaft sein. * Zu Streifkrawallen kam es gelegentlich des Straßenbahnerausstandes in Edinburg. In den Straßen sammelte sich eine nach Tausenden zählende Menge an, welche die nicht der Gewerkschaft angehörenden Fahrer auspfiff und verhöhnte. Später kam es zu Ruheſtörungen, berittene Polizei mußte schließlich die Straße räumen, in der sich gegen 10 000 Personen angesammelt hatten und die Fahrer mit Wurfgeschossen verschiedenster Art angriffen. Mehrere Jahrer wurden erheblich verletzt und eine Anzahl Wagen beschädigt. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser gedenkt im Anschluß an das diesjährige Kaisermanöver in den Tagen vom 11. bis 13. September Kiel einen Besuch abzustatten, um den an diesen Tagen vor der Kieler Föhrde stattfindenden diesjährigen Schlußmanövern der Herbstübungsflotte beizuwohnen. ** Graf von Moltke, der frühere Besizer von Baabshof, erlitt beim Baden am Edernförder Strand einen Schlaganfall. Die Leiche wurde im Wasser treibend aufgefunden. Der Humberthomödie letzter Akt. Paris, 22. Auguft. Es ist beraus, das furchtbare„ Geheimnis", das Therese Humberts Bruft seit dem 7. Mai dieses Jahres belastete. Ihrem ritterlichen Wort gemäß Therese lügt ja nie, wie sie so oft schon betonte ist sie nach Beendigung der Plaidoyers glücklich damit herausgerückt. Es war ein großer Moment, als sich der Präsident an sie wandte und sie fragte, ob sie noch etwas zu sage habe. Und ob! Therese hatte sehr viel zu sagen. Erstens fühlte sie sich verpflichtet, noch einmal in längerer Rede vor ihrem lieben Frankreich und der ganzen Welt zu dokumentieren, was für eine rechtschaffene, ehrbare Frau sie stets gewesen sei. Sie zog das große Register auf, um ihre Tugenden in recht hellem Glanze erstrahlen zu lassen. Und nachdem sie so ihr Auditorium nach ihrer Meinung genügend weich gefnetet hat, geht sie auf die eigentliche Geschichte ihres großen Unglücks" über. Von Schwindeleien, wie die böse Welt es will, ist bei ihr nie und nimmer die Rede gewesen, nur vom Unglück war fie verfolgt. Denn... und nun zählt sie an den Fingern her, was ihr bei ihren ganz soliden und ehrlichen Angelegenheiten und Unterneh mungen alles für Steine in den Weg geworfen wurden. Der Bankier Bernhard tötete sich, das war der Hauptanstoß zu ihrem Sturz. Ihm hatte sie ohne Wissen ihrer Familie ihr Geld geliehen. Dann wieder kommt sie mit der Behauptung, die Crawfords hätten das Geld zurückgenommen und ihr vorenthalten. Sie habe s. 3t. die Deffnung des Geldschranks gefordert, sei aber von den Crawfords im Stich gelassen worden, unter dem Vorgeben, man wolle das Ver mögen nur zerstreuen. Der Notar der Brüder wäre in Bordeaux oder Madrid. Daher die Reisen der Humberts Und schließlich verrät Therese auch den Namen" des alten Crawford. Es wäre nicht der Verräter Bazaine, aber beinabe so schlimm: Réanier, der in Bazaines Namen mit Bismarck unterhandelte und den Fall von Mez herauf. beschwor! So, nun wissen wir's ja glücklich. Also der ††† Zwischen. träger zwischen dem schändlichen Lazaine und dem ärgster Feind Frankreichs, dem grimmen Bismarck, war's, der Therese die schönen Milliönchen hinterließ. Aber so ist die Welt. Je mehr sie weiß, desto mehr will sie dazu erfahren Und so darf es denn die gute Therese nicht verübeln, wenn sich ihr die Neugierde weiter mit aufdringlichen Fragen naht wie: Wo hatte der gute Régnier denn den Mammon her u.. weshalb vermachte er ihn dir? Dann weiter: Wo sind denn seine Söhne? Und vor allem: Wo sind jetzt die Millionen? „ Ja, wenn ich das letzte allein wüßte", wird Therese der Neugierigen wohl nicht mit Unrecht antworten, dann wäre ich nicht vier auf der würdigen Stelle, an der ihr mic Icht. Ich, die goldlautere, ehrliche Therese auf der Anflage bank! Hätte ich die Millionen, so schwöre ich bei meiner Ehre, daß ich alle meine Schulden getilgt hätte. Wo sind jie aber? Das ist eben die Frage, die ich nicht lösen kann, eh die Crawfords sich stellen und sie mir zurückbringen." Mit dieser wenig tröstlichen Aussicht müssen sich die Bläubiger Thereses wohl vorläufig zufrieden geben. Sie müssen sich in ihrem Leid ein Beispiel an der Dulderin neh men, die das große„ Unglück", das sie auf Schritt und Trit perfolgt, so tapfer ertragen hat, und noch weiter ertrager vird. Denn alle ihre rührenden Erzählungen werden es nich zustande bringen, ihr den herben Gang ins Gefängnis zu er sparen. Ihre Aktien stehen allem Anschein nach recht schlecht, ' chlechter noch als die der Rente Viagère.... * * Soweit unser Berichterstatter. In später Abendstunde zogen sich die Geschworenen zurück und auf Grund ihres Votums wurde das Urteil gesprochen. Therese und Frédéric Humbert wurden zu fünf Jahren Einschließung in eine Strafanstalt( verschärfte Ge= fängnisstrafe), Emil Daurignac zu zwei und Romain Daurignac zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Spruch der Geschworenen erkannte die Angeklagten in einigen Fällen für schuldig, in anderen für nichtschuldig und billigte ihnen mildernde Umstände zu. Nab und fern. Der Kaiser in Altengrabow. Die großen Kavallerieübungen auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow in Gegenwart des Kaisers sind beendigt und der Kaiser hat sich wieder nach Wilhelmshöhe zurückbegeben. Ueber die Uebungen der letzten Tage wird folgendes berichtet: Sämtliche Reiterregimenter formierten sich zu einem Kavallerieforps. Der Kaiser ließ dieses zunächst reglementarische Bewegungen vornehmen und führte sodann eine Gefechtsübung gegen einen marfierten Feind aus. Es folgte ein Vorbeimarsch der Truppen und Tafel im Kasino des Lagers. * Der 50. deutsche Katholikentag ist in Köln zusammengetreten, für den diesmal ein besonders großer Apparat in Tätigkeit gesetzt ist. Neben 92 Versammlungen im Rahmen des eigentlichen Katholikentages finden noch 31 Vereinsversammlungen statt. Der ganze Klerus beteiligt sich an den Festlichkeiten. + Merkwürdige Stiftung. Der kürzlich verstorbene Schulfassierer Hermann Liebe hat der Gemeinde Gerstenhain, wie von dort gemeldet wird, 300 Mark unter der Bedingung vermacht, daß die Zinsen so lange dazu zu schlagen sind, bis das Kapital auf 50 000 Mart gestiegen ist. Dann sollen weiter drei Prozent Zinsen hinzugeschlagen werden, also etwa nach 120 Jahren, bis das Kapital die Höhe von 150 000 Marf erreicht hat. Wenn dann wieder 60 Jahre vergangen sein werden, sollen aus den Zinsen erhalten 600 Mark der Lehrer, 300 Mart der Pfarrer, und 100 Mark sollen zu einem Schulfeste verwendet werden. Zu Weihnachten sollen Arme beschenkt werden, und von den noch übrigen Zinsen Gemeinde- und Kirchenlasten bezahlt werden. Die Witwe des Erblassers hat zu dieser 300 Mart- Stiftung noch 100 Mark gegeben, so daß in 180 Jahren von einem Kapital von 200 000 Mark in jedem Jahr 8000 Mark Zinsen verteilt werden fönnen. Vom Posten erschossen. Der Pionier Hoffmann von der 4. Kompagnie des Thorner Pionierbataillons Nr. 17 wurde in der Dunkelheit von dem auf Posten stehenden Pionier Märtens erschossen Soweit bisher festgestellt werden konnte, scheint Fahrlässigkeit von seiten des Postens vorzuliegen. Die dankbaren Kriegervereine. Ein hübsches Idyll wird aus Leuthen gemeldet. Als der dortige Kriegerverein vor kurzem das Fest seiner Fahnenweihe beging, gab der Gutspächter St. eine nahe beim Dorf liegende Wiese zum Festplatz her; das war dem Verein sehr angenehm. Als nun jetzt infolge der gleichzeitigen Reife verschiedener Getreidearten Herr St. mit Arbeitskräften in Verlegenheit war, bot sich der Kriegerverein an, zum Dank für die erwiesene Gefälligkeit einen Tag mit Sensen anzutreten. Das wurde gern angenommen. 50 Morgen Weizen wurden gemäht. Herr St. war erkenntlich und ließ den wackeren Truppen am Abend im Gasthof einen kräftigen Trunk Bieres reichen. Eine Verlobung im Wassc. fand dieser Tage im Nordseebad Westerland auf Sylt statt, das die gemeinschaftlichen Damen- und Herrenstrandbäder einführt. Inmitten der schäumenden Brandung der Nordsee während der allgemeinen Badezeit zu Mittag sant sich das glückliche, pudelnasse Brautpaar in die Arme. Abends wurde dieses wasserfeuchte und salzhaltige Fest in einer mit Lämpchen, Fahnen, Hummerfisten, Muscheln und vollen Bierfässern geschmückten Sandburg unter brausendem Jubel der zahlreichen Kurgäste bis in die finkende Nacht fortgesetzt, wozu das Brausen des Meeres die Musik machte. Das empfindliche Schwein. Die Verwechslung von Medizin ist dem Schweine des Bergarbeiters P. in Langendreer, eines biederen deutschfreundlichen Polen, schlecht, ihm selbst aber gut bekommen. Das Schwein des Braven wollte vor einigen Tagen nicht recht fressen, weshalb B. einen Tierarzt konsultierte, der eine Medizin verordnete. Am andern Tage erkrankte P. selbst so bedenklich, daß er einen Arzt selbstverständlich für Menschen kommen ließ, der ihm ebenfalls Medizin verordnete. Beide Medizinen wurden nun derart verwechselt, daß P. die für das Schwein bestimmte Medizin tranf, während das Schwein diejenige befam, welche für seinen Herrn und Gebieter bestimmt war. Aber merkwürdig: das Schwein war empfindlicher als sein Herr; es trepierte, während P. gesundete. Das Merkmürdigste aber ist, daß P. sich nun von seiner Ueberzeugung, daß er nur durch die Verwechslung der Medizin sein Leben gerettet habe, nicht mehr abbringen läßt. Lokales. Gießen, 24. August. *** Die Hessische Landehypothefen bant ist im abgelaufenen Semester lebhaft in Anspruch genommen worden, so daß die von dem Angebot ausgewählten Hyyothekenbankdarlehen eine Höhe von 5845 641 m. und die bewilligten Kommunaldarlehen eine solche von 2 842 040 Mt. erreichten. Die Darlehenszusagen für das erste Semester belaufen sich insgesamt auf 8 687 681 Mt. Die Hypothekendarlehen verteilen sich auf 444 Posten, im Durchschnitt beträgt sonach die einzelne Hypothef etwa 13 COO Mt. Verpfändet sind nur ertragsfähige Wohn- und Geschäftshäuser oder landwirtschaftliche Liegenschaften.( Baupläge, Fabriken, Hotels usw. sind statuarisch ausgeschlossen.) Das Verleihungsgebiet ist auf das Großherzogtum Hessen beschränkt. Im laufenden Semester sind weiter 2038 991 Mt. Hypothekdarlehen und 596 347 60 f. Kommunaldarlehen in Summa 2 635 338 60 Mt. bewilligt worden, so daß sich der Betrag der insgesamt zugesagten Darlehen auf über 11 000 000 Mark erhöht. Staatlicherseits mit weitgehenden Vergünstigungen ausgestattet und von allen Steuern befreit, ist die Bank in die Lage verseßt, ihre Kapitalien zu günstigen Bedingungen zur Verfügung zu stellen, ein Umstand, der ihr andererseits eine strenge Auswahl des Hypothekenmaterials ermöglicht. Der Zinsfuß beträgt deshalb bei feinem der bewilligten Darlehen mehr als 33/4 Prozent. ** Im Laufe des Herbstes, aber nicht vor der zweiten Oktoberwoche, tritt die evangelische Landessynode zu einer mehrtägig n Sigung zusammen. Auf derselben wird, wie bereits mitgeteilt, auch die Gießener Friedhofsweihe zur Beratung kommen. || Militärdienst nachrichten. Vizefeldwebel des 1. Großh. Hess. Inf.-( Leibgarde) Regts. Nr. 115 zum Leutnant der Reserve befördert; die Assistenzärzte der Reserve Dr. Schindewolf( I Darmstadt), Vagedes( Gießen), zu Oberärzten befördert; die Unterärzte der Reserve Dr. Groedel ( Friedberg), Berqftraeßer Vir( I Darmstadt), zu Assistenzärzten befördert; Dr. Friedrichs, Stabs- und Bats.- Arzt des 3. Bat. Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hiss.) Nr. 116( Gießen) ein Patent seines Dienstgrades verlief en. * Unglücksfall. Der Landbriefträger Löffler, der die Postkutsche von Gießen nach Klein- Linden, Lüzellinden und Allendorf a. Lahn führt, verunglückte dadurch, daß sein Pferd vor einem Automobil scheute, wobei er stürzte und überfahren wurde. Er trug Verlegungen an den Händen und im Rücken davon. ** Von der Scheune herabgestürzt ist am Freitag Vormittag der Schweizer des Gast und Landwirts Koch in der Wallthorstraße. Der Verunglückte, ein braver Arbeiter, der schon 14 Jahre in dem Hause tätig ist, erlitt so schwere Verlegungen, daß er nach der Klinik verbracht werden mußte. * ** Gießener Turnerschaft. Bei dem gestern stattgehabten 50. Feldbergfest wurden von den dahin gesandten Gießener Wetturnern unter 775 Mitbewerbern folgende Preise errungen: K. Müller T.-V. mit 36 Punkten der 8. Preis K. Schwarz M.-T.-V. 35% Schüttler T.-V. Breis 20 M prämieren: 1 40 Mt. III. miieren) a f Preis 40 M 3. Preis 20 zu prämtieren 3. Preis 15 Mt., 3 Preis Pferde müffen wirten fein, binzia bereine prämiieren. Pferde; 1. P Mt. VI AE a dreijährige jährige: 69 teilung: Bird für inländisch juchtvereins fi lich gedeckt. In den Abteil liche Pferde, d preis gegeben. nur Händlerp nur Pferde zu ftellung nicht plan, welcher Defonomierat A St tag der Sd b. J. in F ber Herr Re Ehrenaue ichu * Das in Hofgeisma Bursche schoß Boftgebäude. Diensträume affiftenten un fie stecken bli gefährlich. Da fieht der Lar die Regenwol die Flur. S die Frucht u teilweise in auch der We weise auf de Leidet aber Grummetern guten Ertra bem Regenw daß die Kar wird; der Be Soffentlich n Regiment jet chon genüge 9. " " " " 33 17. gegen fich ein " " " " 27. mal wieder " " " " 28. " " " " " 25 24 31. " " " 32. " " " " K. Kaufmann M.-T.-V. 2612 W. Wiederstein M.-T.-V. 26 Adam T.-V. A. Eger T.-V. Außerdem erhielt K. Schwarz( M.-T.-V.) im Sonderwetturnen( Deutscher Dreisprung) unter 31 Mitbewerbern mit 1212 Mtr. weit den 1. Preis. Gut Heil! * P * Die Gewerbevereine Gießen Grünberg Lich Lollar- Londorf hielten am Sonntag eine Ausschußsißung, mit der eine Besichtigung der SonntagsZeichenschule, verbunden war in Homberg a. D. Nach der Delegierten Sigung wurde ein Ausflug nach der Amöneburg unternommen. X Von h ssischen Behörden werden u. a steckbrief= lich verfolgt: Bruno Vonderhofen aus Mestrich wegen Diebstahls von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Schreiner Martin Thomaszewski aus Kurrowo wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Alsfeld; Hausbursche Arthur Brieger aus Landeck wegen Betrugs und Dienstkn cht Michael Czackalta aus Altetta wegen Unterschlagung von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Kellner und Taglöhner Joseph Löffler aus Schimbsdorf wegen Unterschlagung und Johannes Müller aus Birklar wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Friedberg.. ** Der Gemeinderat zu Grünberg hält am 25. d. Mts., abends 8 Uhr, eine Sigung mit folgender Tagesordnung: 1. Versicherung des Mobiliars der Gemeinde gegen Feuerschaden. 2. Schreiben des Reichskomitee zu Gunsten der durch Hochwasser geschädigten. 3. Die Gemeindefaffelställe. 4. Die landwirtschaftliche Ausstellung in Gießen, hier die Ausstellung eines Gemeinde- Bullen, Vogelsberger Rasse, durch den Fasselhalter. 5. Schreiben des Herrn Karl Seim bezüglich vierteljähriger Rechnungss stellung. 6. Das Porto für Sendungen an die land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen, hier Portovergütung des Bürgermeisters. 7. Reinigung der Tintenfäßer in der Schule. 8. esuch des Heinrich Rau um Erteilung einer Lesholzkarte. 9. Genehmigung von Rechnungen. Auf dem diesjährigen Gießener Herbstpferde= markt, der am 14. September im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung stattfindet, steht ein guter Markt zu erwarten. Die Prämiierungs- Kommission besteht aus den Herren Dekonomierat Schlenke- Hardthof bei Gießen( Vorfizender), Major Bahn- Gießen( Stellvertreter), Gutspächter Bene- Oberweimar, Defonomierat Hoffmann- Hofgüll, Schlachthofdirektor Dr. Liebe- Gießen und Gutsbesitzer Müller- Neuhof. Bei der landwirtschaftlichen Ausstellung sind an Prämien für Pferde aus der Provinz Oberhessen 2730 Mart vorgesehen. An Prämien für den Pferdemarkt sind die folgenden vorgesehen: I. Abteilung: Reitpferde 1. Breis 30 mt., 2. die aufgement Früchte fein Rodi Rednunge abi 00 Ne 3º 24. Auguft. hetenbant ruch genommen ählten Hyyo Mt. und die 2842 040 erfte Semester ie Hypothefen rchschnitt bes 0 Mt. Ver eschäftshäuser age, Fabriten, Das Verleihen beschränkt. Mt. Hypo aldarlehen in so daß sich der er 11 000 000 ehenden Ver ern befreit, ift Au günftigen Umstand, der Hypotheken t deshalb bei Prozent. or der zweiten dessynode Auf derselben ner Friedhofs Bizefeldwebel 5 zum . Nr. 115 z te der Reserve Gießen), zu ve Dr. Groedel Affistenzärzten 8.- Arzt des 3. ßh. H ff.) Nr. es verlief en. er Löffler, Den, Lügellinden durch, daß sein er stürzte und n den Händen ürzt ist am und Landwirts fte, ein braver tätig ist, erlitt Plinit verbracht i dem gestern von den dahin Mitbewerbern der 8. Preis 9. 11 17. If 27. 11 " 28. " 31. " 32. 11 im Sonder ter 31 Mitbe Gut Heil! eßen Grün am Sonntag der Sonntags1. D. Nach der der Amöneburg a steckbrief Mestrich wegen eßen; Schreiner Strafvolftredung bursche Arthur fifn cht Michael von Großh. aglöhner Joseph g und Johannes vom Großh folgenber berg hält am mit iliars der Gees Reichskomitee wigten. 3. Die iche Ausstellung Bemeinde- Bullen, . 5. Schreiben ger Rechnungs die land- und as Großherzog germeisters. 7. C 8. esuch des Tzfarte. 9. Geerbstpferde. uß an die landein guter Markt besteht aus den ei Gießen( Borr), Gutspächter Preis 20 Mt. 11. Abteilung: Wagenschläge paarwetse zu prämiieren: 1. Preis 80 Mt., 2. Preis 60 Mt., 3. Preis 40 Mt. III. Abteilung Arbeiterschläge( paarweise zu prämiieren) a schwere: 1. Preis 80 mt., 2. Preis 60 mt.. 3. Preis 40 Mt., b leichte: 1 Preis 60 mt, 2. Preis 40 Mt., 3. Preis 20 mt. IV. Abteilung: Arbeiterschläge( einzeln zu prämtieren) a schwere: 1. Preis 30 Mt., 2 Breis 20 3. Preis 15 Mf., b leichte: 1. Preis 30 Mt., 2. Preis 20 Mt., 3 Preis 15 Mt. V. Abteilung: Arbeitsschläge: Diese Pferde müssen nachweisbar 6 Monate im Besiß von Landwirten sein, die Mitglieder der Landwirtschaftlichen Brovinzia vereine des Großherzogtums sind. a paarweise zu prämiieren. 1. Preis 30 Mt., 2. Preis 20 mt. b einzelne Pferde; 1. Preis 30 Mt., 2. Preis 20 Mt., 3. Preis 10 Mt. VI Abteilung: Fohlen falten und warmen Schlages a dreijährige: 6 Preise von 50, 40, 30, 20, 20. b zwei jährige: 6 Preise von 40, 30, 20, 20, 10, 10. VII. Abteilung: Zuchtstuten falten und warmen Schlages. Prämien für inländische Züchter, welche Mitglieder des Landespferdezuchtvereins sind. Mutterstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt. 8 Preise von 75, 50, 50, 40, 30, 30, 20, 20. In den Abteilungen I- IV wird für im Privatbedarf befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise fonturieren, je 1 Ehrenpreis gegeben. In den Abteilungen II III und IV werden nur Händlerpferde und in den Abteilungen V VI und VII nur Pferde zugelassen, die auf der landwirtschaftlichen Ausstellung nicht prämiiert worden sind. Der Prämiierungsplan, welcher die näheren Bedingungen enthält, ist von Herrn Defonomierat Schlenke- Hardthof bei Gießen zu beziehen. A Stenographisches. Für den 2. Stenographen tag der Schule Stolze- Schrey, der vom 2-3. Oftober d. I. in Frankfurt a. M. stattfindet, hat seine Erzellenz der Herr Reichskanzler Graf von Bülow den Vorsitz im Ehrenausschuß übernommen. ** Das Schießen nach Spaßen hat dieser Tage in Hofgeismar einen Unfall herbeigeführt. Ein 17jähriger Bursche schoß mit einem Teschin in der Richtung nach dem Postgebäude. Die Kugel durchschlug eine Fensterscheibe der Diensträume und drang dem daselbst beschäftigten Boftassistenten unterhalb des linken Obres in den Hals, woselbst sie stecken blieb. Zum Glück ist die Verlegung noch nicht gefährlich. Das Einbringen der Ernte stockt, besorgt sieht der Landwirt gen Himmel, immer wieder ballen sich die Negenwolken und senden Regen auf Regen herab auf die Flur. Der Landmann wartet auf trockenes Wetter um die Frucht unter Dach zu bekommen. Das Korn steht noch teilweise in langen Reihen auf dem Felde und reift aus; auch der Weizen harrt des Landmanns und steht noch teilweise auf dem Halm. Der Hafer bringt eine Mittelernte, leidet aber ebenfalls unter dem feuchten Wetter. Die Grummeternte soll beginnen und giebt einen bald ebenso guten Ertrag wie das Heu. Die Kartoffeln leiden unter dem Regenwetter ganz bedenklich, es steht zu befürchten, daß die Kartoffel äule bei dem Wetter nicht ausbleiben wird; der Zentner Kartoffeln wird jetzt mit 4 Mt. bezahlt. Hoffentlich wird Jupiter Pluvius bald einsehen, daß sein Regiment jezt ein übel angebrachtes ist, durch das er die schon genügend notleidende Landwirtschaft nur noch mehr gegen sich einnimmt und schädigt. Endlich dürfte die Sonne mal wieder das Vorrecht bekommen, damit der Landwirt die aufgewendete Mühe nicht umsonst gehabt und er die Früchte seines Fleißes auch wie es sich gebührt ernten kann. ▷ Rodheim a. Bieber, 21. Aug. Soeben ist der Rechnungsabschluß der hiesigen Spar- und Leihtasse e. G. | m. u. H. für das Rechnungsjahr 1902 gelegt worden. Neben einem Reservefond von 22975,23 Mt. hat die Kasse einen Spezialfond von 11562,72 Mt. aufzuweisen. Der erzielte Reingewinn betrug im abgelaufenen Rechnungsjahr 7496,07 Mt. und die Zahl der Mitglieder 533. Die gemeinsame Ortsfrankenkasse für den Sparkassenbezirk Rodheim a. B. wird am Sonntag, den 30. Aug., nachmittags 312 Uhr im hiesigen Rathause eine außer ordentliche Generalversammlung abhalten. Neben Statutenänderung des§ 13 Absatz 5 steht verlängerte Unterstützungsdauer von 13 auf 26 Wochen auf der Tagesordnung. den × Odenhausen, 23. Aug. Die durch die Pensionierung des Herrn Pfarrer Lindenborn zur Erledigung gekommene Pfarrstelle Odenhausen- Salzböden wird zurzeit von Herren Geistlichen des Bezirks mitvers hen. Der neue Pfarrer, Herr Spröth, wird voraussichtlich erst im Spätherbst die hiesige Pfarrei übernehmen können. Herr Pfarrer Lindenborn hat Gießen zu seinem Wohnsiz gewählt. W. A. †† Azenhain. Ein Selbstmordbrunnen für Katzen scheint unser Gemeindebrunnen zu sein; nachdem im vorigen Jahre eine Kaße und ein Hahn darin umgekommen, haben fich in diesem Jahre darin bereits zwei Kagen das Leben„ genommen". Das sind„ töstliche" Zustände, Fremden muß es vor solchem Wasser grauen. " )( Waldalgesheim, 23. Aug. Auf dem Bergwerke Amalienhöhe" wurde der Bergmann Ph. Dieter unter einer herabfallenden Ecdmasse begraben. Er wurde als Leiche unter dem Schutt hervorgeschafft. () Weichartshain, 24. Aug. Kirchweihfest! wie's da der Jugend in den Gliedern zuckt in Erwartung der tanzfrohen Stunden die da winken. Nach des Sommers Mühe und Last ein lang ersehnter Tag für Jung und Alt, an dem die Altagssorgen daheim bleiben und ungetrübte, frohe Stunden die Herrschaft haben. Leider wurde die gestrige Kirchweih durch ein Gewitter in etwas gestört, doch nur kurze Zeit, dann trat die alte Fröhlichkeit wieder in ihr Recht und befriedigte die heimischen wie die auswärtigen Teilnehmer in jeder Beziehung. ▷ Nieder- Ohmen. Unsere Gemeinde beabsichtigt einen jungen Bullen, Simmentaler Reinzucht, anzufaufen und bittet um gefl. Angebote. Nicder- Gemünden. Die ausgebrochene Schweinerot lausseuche ist erloschen, die über die Gehöfte verhängte Sperre wurde aufgehoben. ▷ Elbenrod. Nachdem in einem Gehöfte Tie Schweinerotlauffeuche ausgebrochen ist, ist über dieses Gehöft die Sperre verhängt worden. Hopfmannsfeld, 18. Aug. Heute feierte uns r seitheriger Bürgermeister, Herr Heinrich Greb 5. und seine Gemahlin das Itene Fest der golderen Hochzeit. + Butzbach. Bei den Erdarbeiten am Neuen Weg für die neue Bahnlinie wurden zwei menschliche Stelette ausgegraben. In Sachen des Geländeerwerbs für den Bahnbau Bußbach- Lich in hiesiger Gemarkung ist nunmehr hier das erste Enteignungsverfahren gegen einen Besitzer eingeleitet worden. Marburg, 23. Aug. Die Fabrik pharmazeutischer, chemischer und therapeutischer Präparate, Dr. Siebert und Dr. Ziegenbein hierselbst. hat vom 15. August an den Alleinvertrieb von Behring's Tetanus Heisserum übernommen. Derselbe wird in Marburg von Geh. Rat von Behring hergestellt und im Königl. Institut für exper mentelle Therapie zu Frankfurt a. M.( Leiter Geh. Rat Ehrlich) im Auftrage des Königl. Preußischen Medizinal- Ministeriums staatlich geprüft. 00000000008000200 000000000505500 Zur 002000000 Landwirtschaftlichen Ausstellung ⚫ zu Giessen ( 10.- 13. September I. J.) Etiketts, Prospekte, etc. empfiehlt Geschäftskarten Plakate Kataloge etc. in bester und geschmackvoller Ausführung bei billigster Berechnung die Giessener Verlagsdruckerei vorm. Wilh. Keller, gegr. 1783. Neuenweg 28im Löwenhof. 30 Mart vorge Sofgül, Schlacht er Müller- Reufind an Prämien nb bie folgenden reis 30 m., 2. Giessen 0000000000: 0000000000 § Kirchhain. Am Dienstag, den 24., findet hier wieder Rindvieh- und Schweinemarkt statt. Königstein, 21. Aug. Infolge einer Wette begab sich ein hiesiger Makler mit einer jungen Dame in den Löwenkäfig einer zur Beit hier Vorstellungen gebenden Menagerie. Wenn auch die Bestien drohend knurrten, wagten sie doch bei der Anwesenheit von zwei Wärtern keinen Angriff und begnügten sich mit der Rolle der Kebize bet der Partie Stat, welche das Paar im Käfiz zum Austrag brachte. Ein wahrer Alp löste sich von den Zuschauern, als das wighalsige Paar nach etwa 10 Minuten den Käfig wieder verließ. Litterarisches. Taschenwörterbuch der griechischen und deutschen Sprache, Teil I( Altgriechisch- deutsch) VIII, 540 S., von Professor Dr. Hermann Menge, fgl. Gymnasialdirektor a. D. Preis elegant gebunden 2 Mt. Langenscheidtsche Verlagebuchhandlung( Prof. G. Langenscheidt), Berlin SW. 11. Das vorliegende Taschenwörterbuch ist dazu bestimmt, den Schülern das zum Verständnis der in unseren Gymnasien noch jetzt gelesenen Schriftsteller und Schriften erforderliche lex falische Material zuzuführen und ihnen besonders bet der Präparation für die Leküre ersprießliche Dienste zu leisten. Alle diejenigen Stücke, die in den Schulen gelesen werden haben in dem Tasch nwörterbuch Berücksichtigung gefunden; außerdem hat das ganze Neue Testament eine möglichst weitgehende Beachtung erfahren. Das Buch ist bei richtiger Benußung wohlgeeignet, den Schülern die Präparation für die Leftüre zu erleichtern und ihn n dadurch mannigfachen Segen zu bringen. Briefkasten. E. F. Gießen. Besten Dank für die Zusendung des Bettels; befamen bereits von anderer Sette denselben W nr. Ihr Urteil ist auch das unsrige. Besten Gruß K. L. H., Grünberg Ihre Frage, wo die„ Emilienruh" ist, die in unserem Eingesandt vom Hans Dampf aus der Gasse erwähnt wird, werden wir in einem furz'n Artikel der nächsten Nummern beantworten. Fr. W., Laubach. Wir werden Ihren Wunsch berücksichtigen. Das wir zum 1. Oftober viel AbonnentenZuwachs zu erwarten haben, freut uns; für Ihre Bemübungen besten Dank. Marftbericht. Butzbach, 22 Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter pr Pfd. 1,200.00 Mt., Käse per Pfd. 42 bis 45 Pfg., Eier 1 Std. 7 Pfg. Berantwortlich: für den politischen und Inseratentei! Albin Alein. far bas Botale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaa":& r. Crp rmann Dend und Verlag ber Gießener Verlag bruderei( vorm. Wilb. Keller), Gießen. Der gern gefebene Kaffee- Onkel" bringt Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz - in Dosen in Erinnerung. Einmal gebraucht, fann man sie nie mehr entbehren. Dose 30 Pfg. Städtisches Schlachthaus. Schweinefleisch 40 Pf. Kalbfleisch 40 Pfg. Heute und morgen. Das KosmodontZabnpflege System. Nach Vorschrift des Herrn Prof. Dr. med. Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weitgehenden Schutz. Wer also auf die Erhaltung seiner Zähne Wert legt, wer sein körperliches Wohlbefinden dauernd sichern und das Wohl seiner Pflegebefohlenen wirklich fördern will, der benutze Kosmodont- Zahnpflege- Mittel, hergestellt nach den Vorschriften und unter ständiger Kontrolle des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel. pro Flasche Mk. 1.50, Kosmodont- Mundwasser, Doppel- Flasche mk. 3.verbindet die Vorteile eines antiseptischen Zahnputzmittels mit denen eines erfrischenden, aromatischen Mundwassers. Jeder Flasche Kosmodont- Mundwasser liegt die Broschüre des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Dr. I für Erwachsene, Mk. 1,25 1.Kosmodont- Zahnbürste, nr. 2 für Kinder, mk. Die Kosmodont- Zahnbürste ist dem anatomischen Bau der Kiefer und den natürlichen mundverhältnissen genau angepasst. Die Bürste trifft die Kauseite, sowie die innere und äussere Fläche eines jeden Zahnes. Kosmodont- Zahncrême, pro Cube-75 mk. Bei Anwendung der Kosmodont- Zahncrême wird der Ansat von Zahnstein verhütet und die Zähne werden in frischer, natürlicher Farbe erhalten. Alle Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in Kartons verpackt, die das Faksimile des Herrn Professor Dr. med. Julius Witzel tragen. Die Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in allen einschlägigen Geschäften, sowie direkt durch die unterzeichnete Firma erhältlich. Kosmodont- Gesellschaft Wilh. Anhalt G. m. b. H., Ostseebad Kolberg. Todes- Anzeige. ( Statt jeder besonderen Anzeige.) Teilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere gute, unvergessliche Tante Frau Margarethe Dietz Wtw. heute Morgen 10 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. Giessen, Okarben, Grossen- Linden, den 23. August 1903. ( Göthestrasse 32) Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Hein. Die Beerdigung findet nächsten Dienstag, den 25. August, Nachmittags 6 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. August 1903 wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 goldener Siegelring, 1 schwarzer Damengürtel und 1 Rodhacke; verloren: 1 silberner Serviettenhalter und 1 dunkelgrüne mit blauem Seideneinsatz bersehene Taille. Entlaufen ist: 1 kleiner schwarzer Spitzhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 22. August 1903. Markt 7 Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. 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