effion ale ft. em Wett Turner chaft mit m Neuen liches Zu Freunde rftand. en bringe bier und weil d empfehle ich bemerke orzubeugen, Mainzer übertragen cle 3. Gießen. em. s Witzel. die Unterlart, bietet etc. weit. Wert legt, dauernd ebefohlenen Mittel, el. ger Kontrolle nk. 1.50, be mk. 3.-, itsmittels mit TS. ie Broschüre rkrankungen le, Mk. 1,25 r, mk. 1.en Bau der u angepasst. ussere Fläche mk. der Ansats in frischer, s verpackt, itzel tragen. nschlägigen a erhältlich. haft Biegelei hen uschliffe. Nr 84 0000 enrolle 50 Pfg. an, 0 n " isten von besitzer, . DOGOD Nr. 171, Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Freitag, den 24. Juli 1903. Gießener 12. Jahrgang Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pf fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Novendialien. Rom, 23. Juli. Nach den vorbereitenden Schritten, der Aufbahrung im Sterbezimmer und Thronsaal, und der Einbalsamierung, hat heute früh die eigentliche Leichenfeier, die Novendialien, für den Papst ihren Anfang genommen. In der Chorkapelle der Peterskirche wurde bereits unter Entfaltung großer Pracht der erste Trauergottesdienst des vatikanischen Kapitels für den toten Oberhirten der katholischen Christenheit abgehalten. Während die Leiche noch in der Sakramentskapelle ruht, wohin sie, von Nobelgarden und Schweizergarden geleitet, gefolgt von den Palastwürdenträgern, in feierlichem Zuge übergeführt worden war, hat man in der Chorkapelle einen herrlichen Katafalk errichtet, der im Lichte ungezählter Kerzen magisch widerstrahlt. Ueber ihm schwebt als Zeichen der päpstlichen Würde die Tiara in schimmerndem Glanze. Am Altar las einer der dem Kapitel von St. Peter angehören den Bischöfe die Trauermesse, der die Kapitelmitglieder und eine beschränkte Anzahl eigens geladener hervorragender Perjönlichkeiten beiwohnten. Diese Trauergottesdienste finden in der Chorkapelle ständig während der nächsten sechs Tage statt. Morgen beginnen auch in den übrigen römischen Kirthen die feierlichen Messen für den Papst. Ein unbeschreibliches Gedränge erfolgt, als sich um 6 Uhr, pünktlich zur festgesetzten Zeit, die Tore von Sanki Beter auftun. Jeder will der erste sein, einen Kuß auf die Schuhspitzen des heiligen Vaters zu drücken. Am hohen Gitter der Kapelle staut sich der dichte Menschenstrom, um dann, bon Nobel- und Schweizergarden, die in schimmernder Waffenpracht die Totenwacht halten, zurückgedrängt, langsam und feierlich zu defilieren. Aber, o Enttäuschung! Der ersehnte Kuß ist unmöglich, die Füße ragen nicht, wie man angenommen hatte, und wie es bei dem Tode früherer Päpste stets der Fall gewesen war, über das Gitter hinaus. Es ist unmöglich, sie zu küssen. Und 15 000 Personen ziehen so, lautlos, in stiller Andacht vorüber. Ein imposantes und ergreifendes Bild. Störend wirkt die furchtbare Hiße, die verursacht, daß eine ganze Anzahl von Teilnehmern der Prozession ohnmächtig wird. Ein Schicksal, das gestern Abend auch den greisen Camerlengo Oreglia traf, der die Ueberführung des Papstes vom Vatikan nach Sankt Peter leitete. Er konnte der wunderbaren nächtlichen Feier nicht lange auwohnen. Als durch den von elektrischen Lampen in ein goldenes Licht getauchten Raum wie Engelsstimmen das„ Libera" der sixfinischen Sänger erscholl, mußte der greise Interimsverwalter des Papsttums, auf seine Klerifer gestützt, die Kirche berlassen. Doch hatte er sich heut schon wieder so weit erholt, daß er seine schweren Pflichten wieder aufnehmen konnte. Bezüglich der Papstwahl verlautet hier, daß außer den italienischen Kardinälen, welche ihm den Purpur verdanken, alle französischen Kardinäle, Kardinal Goossens von Mecheln und der amerikanische Kardinal Gibbons für Rampolla stimmen werden. Man muß für die Wahl natürlich mit allen Möglichkeiten rechnen, und so verfährt auch Oreglia bei der Bestellung des päpstlichen Ornats für den zu erwartenden neuen Papst. Die römische Firma Tanfani erhielt nämlich den Auftrag zur Herstellung eines päpstlichen Drnats in dreierlei Größen, d. h. für eine große, eine mittlere und eine kleine Gestalt, so daß der neugewählte Papst, von welcher förperlichen Beschaffenheit er auch sein mag, unmittelbar nach der Verfündigung des Wahlergebnisses den ihm gebührenden Ornat anzulegen vermag. Auf das Beileidstelegramm unseres Kaisers antwortete der Kardinal Camerlengo Oreglia mit folgender Depesche: „ Ich danke Euer Majestät für die Beileidskundgebung, die Sie an das Heilige Kollegium beim Tode Leos XIII. zut richten geruht haben. Die Kardinäle, denen die zwischen Euer Majestät und dem verewigten Pontifer gepflegten guten Beziehungen wohl bekannt sind, werden sich stets von denselben Gesinnungen leiten lassen, um die Freundschaft zwi schen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich zu erhalten." Die Politik. Das Stimmenergebnis der Reichstagswahl, das jetzt amtlich veröffentlicht worden ist, gibt interessanten Aufschluß über die Gesamtstärke der Parteien im Deutschen Reich und ermöglicht zugleich, wenn man es mit der bei der 1898 abgegebenen Stimmenanzahl vergleicht, sich ein genaues Bild über die Ausbreitung respektive die Verluste der einzelnen Fraktionen unter den Wählern zu bilden. Die Wahlbeteiligung hat gegen 1898 erheblich zugenommen: Es wurden im ganzen 9 495 587 giltige Stimmen abge= geben d. b. 1 742 894 mehr als vor fünf Jahren. Hinzu.. Tommer 11 884 ungiltige Stimmen. Den größten absoluten Zuwachs hat die Sozialdemokratie zu verzeichnen, sie verfügte über 3 011 114 Wähler, 904 038 mehr als 1898. Die größte absolute Einbuße hatten die Freikonservativen mit -74 431 Stimmen bei 269 211 erlangten Stimmen. Relativ am stärksten war die Zunahme bei den Polen, die mit 347 784 Stimmen ihre Resultate von 1898 um 103 656 übertrafen, also fast um die Hälfte stärker geworden sind. Die relativ größte Einbuße erlitten die Littauer mit einem Minus von 2359 bei 6012 Stimmen. Die übrigen Parteien hatten folgende Resultate zu verzeichnen: Konservative 859 510(+288), Bund der Landwirte 122 195(+ 11 806), Nationalliberale 1 269 068(+ 297 766), Freifinnige Vereinigung 230 796(+ 35 114), Freisinnige Volkspartei 527 741(-30 573), Deutsche Volkspartei 102 508 ( 6020), Centrum 1 873 415(+ 418 276), Antisemiten und Christlich- Soziale 244 561(-39 689), Bauernbund 129 275( 11 029), Welfen 94 252(-10 909), Dänen 14 843( 596), Elsässer 89 887(-17 528), Nationalfoziale 13 204(+ 2996), Wilde 261 372(+ 164 054). Eine beleidigte Stadt. Eine böse Suppe hat sich die Magdeburger Handelsfammer mit ihrem letzten Jahresbericht eingebrockt. Der Bericht klagt über die Diebstahle an Schiffsgütern:„ In Afen a. E. hat feiner dem andern etwas vorzuwerfen, weil sie alle(!) ,, machen"( d. h. gestohlene Schiffsgüter zu außergewöhnlich billigen Preisen kaufen), der eine im kleinen, der andere im großen." Der Magistrat von Aken hat beschlossen, wegen dieser gegen die Einwohner der Stadt erhobenen Verdächtigungen gegen die Magdeburger Handelstammer vorzugehen. Ob der Magistrat dazu berechtigt ist, einen solchen Strafantrag namens der Afener Bürgerschaft zu stellen. scheint zweifelhaft. Jedenfalls aber wird es eines gerichtlichen Urteils nicht bedürfen, um die Ueberzeugung allgemein werden zu lassen, daß der Verfasser des Berichts zum mindesten sehr leichtfertig gehandelt hat. Spanien, Deutschland und Frankreich. Seitdem das englisch- portugiesische Bündnis vor aller Welt proklamiert ist, fühlen auch die Spanier das Bedürfnis nach einer Allianz. Neulich hieß es schon, im geheimen sei ein Bündnisvertrag mit Frankreich geschlossen, der ein Zusammengehen beider Mächte in der marokkanischen Frage bedinge. Das klingt nicht unwahrscheinlich. Aber die Spaniolen möchten nicht nur in einer bestimmten Frage mit einer anderen Macht zusammengehen, sondern ein Schutzund Truzbündnis für alle Fälle schaffen. Natürlich kommt für ein solches nur ein Staat in Frage, Frankreich. Das hindert aber die Engländer nicht, Deutschland zu denunzieren, als wolle es seinerseits sich mi Spanien verbünden, um in Mittelmeerfragen mitzureden und gelegentlich Spanien auf Frankreich zu hetzen. Selbstverständlich ist an dieser Verdächtigung nicht ein Fünfchen von Wahrheit. Deutschland hat bei einem Bündnis mit Spanien nichts zu gewinnen, vohl aber viel zu verlieren. Und für uns gilt allemal noch Spanien gegenüber das Wort: Wer verbündet sich mit einem Radaver? Russische Minen. Von russischen Umtrieben in Skandinavien wissen schwedische und norwegische Blätter zu berichten. In Skandinavien hegt man bekanntlich seit langem große Besorgnisse vor einem Vordringen Rußlands auf die Halbinsel. Nachh dem russischen Vorgehen gegen Finland ist diese Besorgnis noch gestiegen, und sie scheint nicht ungerechtfertigt. Rußland wünscht sich schon lange einen eisfreien Hafen an der norwegischen Küste, und es sucht dieses Ziel, wie die meisten Ziele seiner Politik, unter der Hand und mit unlauteren Mitteln zu erreichen. Das Treiben der Russen wurde offenbar bei einem norwegischen Fischeraufstand in Mehavn, der fürzlich ausbrach. Die Fischer verlangten Schuß gegen den Walfang durch ausländische Walfischfänger, und als die norwegische Regierung ihnen diesen Schuß versagte, drohten sie, die Hilfe Rußlands anzurufen. Es stellte sich heraus, daß russische Geheimagenten sie aufgehezt und ihnen den Schutz Rußlands zugesagt hatten; und noch nach dem Aufruhr fand eine geheime Versammlung von etwa tausend Fischern statt, an der auch zwei cussische Offiziere teilnahmen. Diese forderten die Fischer auf, die russische Regierung telegraphisch um ein Einschreiten gegen die norwegische Regierung zu ersuchen; die Fischer sandten das Telegramm zwar nicht ab, versicherten den Russen aber: Sobald Rußland etwas in der Angelegenheit täte, würden tausende von Fischern sich ihm anschließen. Die norwegische Regierung wird jetzt die Rädelsführer bei dem Aufruhr wegen Hochverrats unter Auflage stellen. Hoffentlich entgehen sie der verdienten Strafe nicht. Der russischen Regierung gegenüber ist Norwegen freilich machtlos. Wie töricht ist angesichts dieser wahrlich nicht fleinen russischen Gefahr für Skandinabien die kleinliche Zänferei zwischen den Norwegern und den Schweden! Wie lächerlich ihre Abneigung gegen das große Germanenreich im Süden, bei dem allein sie Hilfe und Schutz gegen die slavische Flut finden können? Die neueste englisch französische Verbrüderung hat begonnen: Die französischen parlamentarischen Vor tämpfer der Idee eines Schiedsgerichts, das bei Streitia. feiten zwischen Frankreich und England entscheiden soll, sind in der Themsestadt angelangt und von ihren britischen Gesinnungsgenossen mit großen Ehren empfangen worden. Im Parlamentsgebäude wurde ihnen ein Diner gegeben, bei denen es von Verbrüderungstoasten nur so hagelte. Auch die britischen Minister nahmen daron teil, und Heri Joe Chamberlain redete den französischer Gästen eifrig zum Munde. Wir vermuten, all' diese gegenseitigen Versiche rungen, ein Schiedsgericht sei doch etwas schönes, werden nicht hindern können, daß bei irgend einer ernsthaften Meinungsverschiedenheit Frankreich und England gegen einander gewaltig mit dem Säbel rasseln werden. Fürst Ferdinands Thron in Gefahr. A Es unterliegt kaum noch einem Zweifel, daß der bulgarische Fürstenthron nicht unbedenklich wackelt. Fürst Ferdinand, den die Bulgaren immer als eine Art Usurpator betrachtet haben, ist seit dem Tage der Ermordung Stambulows, des„ bulgarischen Bismarck", jeder Volkstümlichkeit bar. Wenn ihm auch eine Teilnahme an dem Mordplan nicht nachzuweisen ist, so hat man ihn doch im Verdacht, daß Stambulow ihm„ sehr gelegen" starb: Dazu kamen neuerdings Gegensäße auf dem Gebiete der inneren Politik und Willkürmaßnahmen des Fürsten, der leicht die Besonnenheit und Ruhe verliert. Ein wenig mehr Popularität gewann Ferdinand durch seine Begünstigung der mazedonischen Sache, die jedem Bulgaren Herzenssache ist. Da will es sein Unstern, daß Rußlands schwere Hand sich auj seinen zum Losschlagen gegen die Türkei schon erhobenen Arm legt: der Zar gebietet ihm, die Mazedonier nicht weiter zu unterſtüßen und für sie keinen Finger zu rühren. Zähneknirschend muß Ferdinand, der sich von seiner Begün stigung der mazedonischen Bewegung eine Ableitung der Leidenschaften der Bulgaren von den inneren Schwierig. keiten nach außen hin viel für die Befestigung seines Thrones versprach, nachgeben. Und das enttäuschte Volk, das an den russischen Zwang nicht glauben will, richtete seinen Groll gegen den Fürsten. Neue innere Schwierigkeiten famen dazu, die Aufhebung verschiedener Gesetze, die Fürst Ferdinand willkürlich verfügte, machte böses Blut, und jetzt ist es schon soweit gekommen, daß der bisherige Ministerpräsibent Danew den Fürsten öffentlich in der Presse einen Verbrecher und Verfassungsschänder nenut. Noch ein kleiner Anstoß nur, und Ferdinands Herrschertage sind zu Ende. Die Entthronung des Battenbergers ist noch in frischer Erinnerung, und das Drama im Belgrader Konak ist auc nicht spurlos an den Bulgaren vorübergegangen. Auch die Armee ist dem Fürsten nicht sonderlich gewogen, und so kanu denn aus der Königskrone, von der Fürst Ferdinand träumt, sehr bald und sehr leicht der einfache Cylinderhut des Privatmannes werden Kurze politische Nachrichten. An der Meldung von dem angeblich geplanten Anar chistenanschlag auf Kaiser Wilhelm und König Oskar ist, wi wir gleich vermutet hatten, kein wahres Wort. Der preußische Eisenbahnminister hat eine Verfügung erlassen, in der er den Eisenbahntechnikern untersagt, für die Prüfung der Bauart und des Wasserdrucks von Kesseln privatseitig bestellter Lokomotiven eine Vergütung anzu nehmen. * Das Dragonerregiment Nr. 15, das in Hagenau im Elsaß steht, wird nach Beuthen in Oberschl. verlegt. An der Vorbereitung der Handelsverträge wird, wie unser Berliner C. B.- Mitarbeiter hört, auch der Ausschuß zur Begutachtung wirtschaftspolitischer Maßnahmen mitarbeiten. Seine Einberufung wird erfolgen, sobald die Wünsche des Auslandes mit Bezug auf die Neugestaltung der handelspolitischen Beziehungen vorliegen. * Die chinesische Regierung weigert sich, die Häfen der Mandschurei für den internationalen Handel zu öffnen, sie erklärt, sie sei dazu nicht in der Lage, da Rußland die Mandschurei besetzt halte. * Lebensmittel, Gerätschaften 2c., die zur Unterstützung der Opfer der schlesischen Hochwasserfatastrophe beſtimmt sind, werden von der Bahnverwaltung frachtfrei befördert, doch müssen sie an die mit der Verteilung der Liebesgaben betrauten Komitees oder Behörden gerichtet sein. Nab und fern. * Die Preisverteilung vom X. deutschen Turnfest bildete den Schlußaft der glänzend verlaufenen Nürnberger Tage. Erster Sieger im Sechskampf wurde rit Zoſſel vom Männerturnverein München mit 64% Punkten, erster Sieger im Dreikampf Emil Welz vom Kieler Männerturnverein mit 29 Punkten. Am letzten Tage waren noch von großer Anziehungskraft auf das Publikum ein Radball zwischen einigen Mitgliedern des Turnvereins Nürnberg, ein Stafettenwettlauf, das Wettballspiel und vor allem ein Fechten mit Florett und Säbeln. In Angriff und Verteidigung gleich schneidig blitzten die Klingen in der Morgensonne und mancher Treffer hätte im Ernstfall für den Unterlegenen unangenehme Folgen gehabt. + Der schlafende Schuhmann. Ein Gegenstück zu dem schlafenden Ulanen", der seinerzeit die Presse beschäftigte, bildet jetzt der Schußmann B. in Blankenburg am Harz, der von einem eigentümlichen Mißgeschick betroffen wurde. Er kehrte am vergangenen Freitag morgens 4 Uhr aus dem Nachtdienst zurück, legte sich zur Ruhe nieder und ist erst am Montag früh auf kurze Zeit erwacht, so daß der Arzt ihn über sein Befinden befragen konnte. Bald darauf schlief er wieder ein und ist seitdem nicht aufgewacht. Eine verarmte Schwester des neuen Serbenkönigs wird demnächst aus Marienbad, wohin sie sich mit ihrer Familie nach der Belgrader Mordnacht von ihrem bisherigen Wohnort Berndorf zur Kur begeben hat, nach Belgrad übersiedeln, wo sich ihre Zukunft glücklich gestalten dürfte. Frau Preschern, so heißt sie, war in erster kurzer Ehe mit einem russischen Fürsten vermählt und heiratete später einen österreichischen Gutsbesitzer. Auch diese zweite Ehe war von furzer Dauer. Ihr entsprossen zwei Töchter. Die ältere derselben heiratete, als die Familie nach Wiener- Neustadt übergesiedelt war, den ehemaligen Oberleutnant Roché vom 5. Dragoner- Regiment, der später bei einem Steinmetz in Wiener- Neustadt Buchhalter war. Die jüngere Tochter, die durch ihre Schönheit allgemein auffiel, ist mit einem Baumeister aus Berndorf verlobt. Frau Preschern lebte sehr notdürftig und mußte zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts häusliche Arbeiten( Spißengarnieren) für die englische Spizenfabrik Blaine u. Komp. verrichten. Vor einem Jahre übersiedelte die Familie nach Berndorf, wo sie sich durch Polieren von Metallwaren für die Kruppsche Fabrik ernährte. Herr Roché als ehemaliger Kavallerieoffizier soll eine Reitlehrerſtelle im königlichen Hofstaate erhalten. Während so die Schwester Peters aus tiefem Unglück zu Wohlleben gelangt, müssen die Schwestern Dragas sehen, wie sie ihr Leben fristen. Die jüngste hat jetzt von ein. n reichen serbischen Grundbesizer zu einer Vortragstournee über das serbische Königsdrama einen größeren Betrag erhalten. Die Vortragstournee soll in Berlin beginnen und sodann über Budapest nach Wien und Paris sich erstrecken. Die verbotene Hige. Ein nettes Stücklein behördlicher Findigkeit wird aus Lissabon gemeldet. Dort herrschte in boriger Woche eine afrikanische Hize. Auf den Spazierwegen fielen die Vögel tot von den Bäumen, und Leute, die sich gegen Mittag auf die Straße wagten, setzten sich der Gefahr aus, von einem Gehirnschlag getroffen zu werden. Derartige Zustände waren natürlich der hohen Obrigkeit sehr unangenehm, und so verbot denn die Zensur den Zeitungen, Nachrichten über die Hize zu bringen. Nun merkte sie niemand mehr. g Gewissensqualen eines unglücklichen Schüßen. In München mußte ein Reservist des 13. Infanterieregiments wegen Spuren von Geistesstörung vom Dienst entlassen werden. Der Unglückliche hatte bei einer Felddienstübung aus Unvorsichtigkeit seinen Vordermann mit einer Playpatrone erschossen und machte sich nun Gewissensbisse, die schließlich seinen Geist zerrütteten. Tangen Jahren eine Vertrauensstellung bei der bekannten Getreidefirma Kempner u. Komp. bekleidete, wurde nach Veruntreuung von 200 000 Mark flüchtig. Er fälschte seit lange zu gleicher Zeit wurde wegen UrBörsenschlußscheine. fundenfälschung und Depotunterschlagung der Rendant Gehrandt der„ Genossenschaftsbank Berliner Restaurateure" berhaftet. Eine erschütternde Familientragödie spielte sich in Berlin ab. Die 39 jährige Ehefrau des Webers Vließ vergiftete sich und ihr Töchterchen Erna mit Cyankali. Ein Versuch, auch ihre Söhne im Alter von 12 und 8 Jahren zum Nehmen des Todestranks zu veranlassen, mißlang ihr. Den Grund zu der furchtbaren Tat bildet die Untreue ihres Gatten, der sie um eines zwanzigjährigen Mädchens willen verlassen hat. Bunte Chronik. Der Kaiser ließ Mannschaften und Offizieren der in Brieg garnisonierenden Regimenter Nr. 156 und 157 seinen Dank für ihre Bravour bei der Hochwasserkatastrophe in Schlesien aussprechen. -Die Leichen der drei Opfer des Dampferzusammenstoßes bei Stettin sind aufgefunden und geborgen worden. - Wegen Soldatenmißhandlungen in 576 Fällen wurde der Unteroffizier Dunkel vom 17. Regiment( Mörchingen) in Anklagezustand versetzt. Der Kaiſertraum eines Millionärs. Die spanische Nezierung hat sich durch die abenteuerliche Fahrt des Pariser jungen Millionärs Lebaudy, der, wie erinnerlich ,,, König Der Sahara" werden wollte, so aufregen lassen, daß sie ein Kriegsschiff entsandt hat, um ihn zu überwachen. Die Herren Spanier haben mit ihrer Vorsicht diesmal das Nachsehen. Nicht, als ob Lebaudy sein Kaiserreich schon gegründet hätte, nein, der Traum seiner Herrschaft über die heißen Sand. hügel der Sahara ist schon zu Schaum geworden. Lebaudy hat nach einer Meldung aus Paris endgiltig darauf verzichtet, mit Szepter, Hermelin und Krone unter Palmen einherzuwandeln und ist zu Schiff nach Frankreich abgereist. Dort erwartet ihn außer der kleinen Kostenrechnung Don etwa 200 000 Franken auch eine gelinde Auseinanderjegung mit den Behörden. Wie es heißt, will Herr Lebaudy seinen Tatendrang, wahrscheinlich, um sich von seiner tropischen Expedition abzukühlen, dem Bau eines phänomenalen Unterseebootes zuwenden. In Tetschen a. G. wurde der Mädchenhändler Gustav Presse verhaftet, als er mit einer Anzahl junger Böhminnen nach Hamburg abreisen wollte. In Paterson( New Jersey) zerstörte ein Cyklon 20 Häuser, tötete 4 und verlegte 100 Personen. Vermischtes. +[ Onkel Kaiser.] Von der Nordlandsfahrt des Kaisers erzählt die in Bergen erscheinende Annonce Tidende" eine hübsche Anekdote. Der Kaiser besuchte auch diesmal wieder mit dem Grafen Moltke die Villa Eriksen bei Layevaag, deren Besitzer er von früheren Reisen her fennt, doch traf er den Hausherrn, da er unangemeldet kam, nicht anwesend. Der Kaiser blieb trotzdem, ungezwungen plaudernd— er versteht und spricht ziemlich gut norwegisch in der Villa und nahm als Erfrischung einige Glas Fruchtwein an, von dem er behauptete, er schmecke ihm schöner als der kostbare Wein, den er täglich bei der Tafel an Bord seines Schiffes vorgesetzt erhalte. Einen kleinen zweijährigen Knaben der Familie, der sich anscheinend bei dem„ Onkel Kaiser" sehr wohl fühlte, nahm er auf den Schoß und fragte scherzend, was er denn einmal werden wolle.„ Kaiser!" war die prompte Antwort.--„ Und in welchem Lande denn?" " In Deutschland!" Das mag schon möglich sein, wenn Ein Eisenbahnfönig als Gast unseres Kaisers. Der vekannte amerikanische Milliardär Cornelius Vanderbilt traf gestern, an Bord seiner Jacht„ Northstar", von Petersburg kommend, auf der Rhede von Danzig ein und begab sich zunächst nach dem„ Danziger Hof", wo ihm die sogenann ten Kaiserzimmer reserviert wurden. Hier fand ein De jeuner zu zwölf Gedecken statt. Nach Aufhebung der Tafel fuhr der amerikanische Dollarfürst auf Einladung des Kaisers zur Besichtigung des Hochschlosses nach Marienburg. Als Begleiter ist ihm der Regierungsrat Korn beigegeben. dort der Kaiser auf Reisen gegangen ist", versezte der Monarch lachend. Lange blieb der Kaiser vor seinem Bilde stehen, das er in kostbarem Rahmen vor Jahren der Familie geschenkt hatte. Launig bemerkte er, daß an dem Bilde der Rahmen das schönste sei. Frau Eriksen erwiderte abwehrend: Wenn man dies auch von vielen Bildern sagen könne, so treffe es doch im vorliegenden Falle nicht zu. Beim Abschied ließ sich der Kaiser das Versprechen geben, daß ihn die ganze Familie Eriksen bei der Rückfahrt der Hohenzollern" an Bord besuchen werde. A[ Der größte Wald in Preußen] ist, wie gelegentlich der staatlichen Prämiierung eines 16jährigen Jägerburschen, der einen gefährlichen Wilderer eingefangen hat, fonstatieri wird, die Johannisburger Heide. Sie umfaßt eine Fläche von 96 445 Hektar, die von 20 Oberförstereien bewirtschaftet wird. Die Nominter Heide, in der der Kaiser jagt, ist nur 19 578 Hektar groß und wird von vier Oberförstern bewirtschaftet. Den Wilddieben ist in der umfangreichen Heide sehr schwer beizukommen, und daher ist das Interesse begreiflich, das die Nachricht von der Ergreifung des Wilderers, und noch dazu durch einen 16jährigen Forstlehrling, allgemein wachrief. Die Regierung schenkte dem Jägerburschen ein neues Gewehr für 180 mt., 100 Mt. bar und stellte ihm eine vierjährige Vordatierung in Aussicht, wenn er dem staatlichen Forstdienst sich endgültig widmen sollte. Bom 10. Am Diens ber Nürnberger turnen an Ger Einzelwetturnen war das Turn Am Mittw alten Herren, bi Thorn war der und sodann an am beften, wie Gefundheit ift. Der Mittel Feftineipe in fei einen schönen B in bunter Reihe Feftftadt Nürn Kreisabend fein berichtet, Preisb Att geftaltete. aus Leipzig- Linde mus getragene und die anderen Vaterlande. Von den Turner Preise. Tam. Frankfurt 34. Adolf Herbe Tv. Eltville, 3 [ Das verhüllte Bismarckdenkmal.] Aus Heilbronn werden Postkarten versandt, auf denen eine sonderbare Denkmalsansicht prangt. Es ist eine durch Leinwand dicht verhüllte Bismarckstatue. Darunter steht gedruckt zu lesen: „ Das Bismarckdenkmal in Heilbronn das irgend einmal enthüllt werden soll." Seit sieben Monaten nämlich schon harrt Bismarck in Heilbronn des Augenblicks, wo er aus seiner Leinwandhülle ans Tageslicht treten darf. Es fehlt nämlich noch an dem Enthüllungs- und Ausschmückungskostenbeitrag der Stadt, über den sich, wie es scheint, die bortigen Stadtväter nicht einigen fönnen. Leo XIII. und die Malerei.] Unter den vielen ver. bürgten und unverbürgten Anekdoten, die zur Zeit über ben Papst kolportiert werden, ist die folgende köstlich durch thren frischen Humor. Ein französischer Maler hatte die Erlaubnis erhalten, den Papst zu malen, eine Erlaubnis, Die Leo XIII. regelmäßig gewährte. Das Bild fiel sehr unähnlich aus. Als der Maler den Papst um eine Unterschrift bat, schrieb Leo XIII. die Worte aus der Auferstehungserzählung unter das Bild:„ Entsetzet Euch nicht! Ich bin es." [ Der älteste Organist in Deutschland] will sein Amt niederlegen, weil er sich nicht mehr kräftig genug fühlt. Es ist der Kantor Grabowski an der Kirche zu Marienburg, der kürzlich sein 90. Lebensjahr vollendet hat. ** Kaufmannslehrlinge von heute. Der Name„ Lehrling" verliert im kaufmännischen Beruf immer mehr den Sinn, den er von Haus aus haben soll: daß sein Träger zu seiner gründlichen Ausbildung im kaufmännischen Hause lernt. Auch in der Provinz gewinnt unter dem nivellierenden Einsluß des heutigen Riesenverkehrs die in Großstädten seit langem schon eingeführte Marime immer weitere Herrschaft, namentlich in sogenannten„ besseren" Geschäften, daß der Lehrling in der Hauptsache schon ausgebildet sein soll. Der Kaufmann der Vorzeit unterwies seinen Lehrling in der faufmännischen Korrespondenz und Buchführung, unterrichtete ihn im Rechnen, nach Bedarf auch im Schönschreiben, bis er ein gut ausgebildeter Kaufmann wurde. Der„ Chef" von heute hat dazu keine Zeit mehr. Der Lehrling muß das alles schon kennen. Er muß die kaufmännische Korrespondenz und Terminologie schon verstehen, muß in der einfachen und doppelten Buchführung ausreichend bewandert sein, eine schöne Handschrift haben, das kaufmännische Rechnen einschl. der Waren-, Zins-, Wechsel-, Effekten-, und Kontoforrentrechnung mit Sicherheit beherrschen, außerdem stenographieren und mit der Schreibmaschine schreiben können. Denn der Kaufmann sagt ihm: In unserem Geschäft haben wir teine Zeit, Ihnen das beizubringen, in der Hauptsache müssen Sie das wenigstens schon alles können; wir sehen nur unsere Aufgabe darin, Sie weiter darin auszubilden." Selbst die sogen. Kontorpraris" muß der Lehrling schon erlernt haben, er muß z. B. Frachtbriefe ausfüllen, mit Bestell- und Lieferscheinen, Quittungen, Anweisungen, Einkaufs- und Verkaufsrechnungen umgehen können, muß wissen, wie das Klage- und Mahnverfahren betrieben wird, wie man Zolldeklarationen, Bostanweisungen und Postaufträge abfaßt, Paketadressen schreibt u. s. w. Er muß die Wechselkunde erlernt haben, auch Wechsel und Briefe zu kopieren verstehen, und je nach dem Geschäft, in welches er eintritt, auch die besondere Buchführung für Baugeschäfte, Banken, Fabriken und Versicherungen sich zu eigen gemacht haben. Damit gehi Hand in Hand, daß der Prinzipal viel zu frühzeitig anfängt, dem Lehrling, der vielfach auch schon ein kleines„ Gehalt" erhält, während er früher Lehrgeld bezahlen mußte, berantwortungsvolle Aufträge zu erteilen, ihn mit dem Intasso zu betrauen u. s. w. Wenn dann des Jungen noch nicht gefestigter Charakter der dadurch hervorgerufenen Eitelkeit und Großmannssucht unterliegt, ist es eben sein Schade, der Lehrherr hat keine Zeit, sich um die Moral des ihm anver. trauten Böglings zu kümmern. Das alte Vertrauensverhältnis zwischen dem Lehrling und seinem Prinzipal ist ganz geschwunden. Der Lehrling tritt wie der Kommis früh mor. gens zum Dienst an und verläßt abends das Lokal, um nach Hause oder anderswohin zu gehen wohin, ist dem Ches ganz gleichgültig. Mögen die jungen Leute" treiben, was sie wollen, wenn sie nur ihre Arbeit tun. Der Festungsbauer von Europa gestorben. Aus Brüssel kommt die Kunde, daß dort der belgische General Henry Alexis Brialmont verschieden ist. Brialmont war, wiewohl er nie persönlich an einem Kriege teilgenommen, von allen praktischen Heerführern gleich hoch geachtet und in einem gewissen Sinne auch gefürchtet. Er repräsentierte den Sieg neuer technischer Ideen über althergebrachte Regeln der Kriegführung. General Brialmont war nämlich der Schöpfer des modernen Befestigungswesens, und wie einstens in ganz Europa Festungen nur nach dem System des Franzosen Vauban gebaut wurden, so sind heute die Prinzipien des Belgiers Brialmont für die Anlage jener Befestigungen, bei denen der Mangel der geschlossenen Enceinte von Mauern und Wallen charakteristisch ist, in der ganzen Welt maßgebend. Für Mauern und Wälle hat er den Ersatz von strategischen Linien eingeführt, die an geeigneten Punkten durch detachierte Werke verstärkt werden, Bauten von einem viel kleineren Unfange, als es früher üblich war, und in denen der Panzerturm eine Hauptrolle spielt. Die von der Kriegführung zur See aufs Land verpflanzte Idee ist seit den Sechzigerjahren, wo sie zuerst Anwendung fand, auf das mannigfachste ausgestaltet worden. Drehbare, versenkbare und schaufelnde Panzertürme stehen jezt in Verwendung, Panzerbrustwehren, kleinere Panzerschilde, fahrbare Panzerlafetten, und als dernier cri in dieser Entwicklung der aus dem südafrikanischen Kriege bekannte Panzerzug, dem sich jetzt auch das gepanzerte Automobil anschließt. Unterschlagungen und kein Ende. Die Berliner Geschäftswelt wurde schon wieder durch eine große Unterschlaaunasaffäre erschreckt. Der Kassierer Morib Levn, der seit [ Der Toast des Alkoholgegners.] Der Sekretär des Königs Eduard von England hat ein eigenartiges Bittgesuch zu beantworten gehabt. Ein Marineoffizier bat den König um eine Kabinettsordre darüber, daß es nicht nötig sei, beim Trinkspruch auf Se. Majestät in Wein Bescheid zu geben. Der Sefretär antwortete, des Königs Ansicht nach sei es gleich, ob in Wein oder Wasser des Herrschers Gesundheit getrunken werde, eine Kabinettsordre zu erlassen, sei jedoch keine Veranlassung. Daß ein englischer Marineoffizier dem Alkohol gänzlich abhold ist, ist ein blaues Wunder. Gerade in der englischen Marine herrschen sonst recht ausschweifende Trinksitten. [ Die Stadt der Selbstmörder und Totschläger] in Deutschland ist nach dem jüngsten Monatsbericht des dortigen Statistischen Amtes Mannheim. Auch 1902 wieder famen dort 0,49 Fälle von gewaltsamem Tod, ausschließlich Selbstmord, auf 1000 Einwohner vor, eine Ziffer, die in den nach dem System Bertillon berichtenden deutschen Städten nur von Essen um ein geringes überschritten wurde. Nach der Ziffer der Selbstmorde stand Mannheim mit 0,42 Prozent überhaupt an erster Stelle. Sehr ungünstig ist außerdem die Stellung Mannheims hinsichtlich der Todesfälle an Tuberkulose und Kindersterblichkeit( namentlich infolge Brechdurchfälle). [ Der galante Gendarm.] Eine nette Boltsszene von der legten großen Pariser Truppenrevue erzählt das„ Petit Journal": Während man in Longchamp auf die Ankunft des Präsidenten der Republik wartete und die Menge schon etwas ungeduldig zu werden anfing, pflückte ein Gendarm mit weißem Schnurrbart am Ufer eines kleinen Teichs eine Gänseblume und zupfte dann, an eine Pappel gelehnt, Blätter aus. Von jenseits des Teiches rief ein Mädchen lachend herüber: Sie liebt mich! Sogleich tönte es von verschiedenen Seiten: Klein wenig! Von Herzen! Mit Schmerzen! Fast gar nicht! Der Gendarm wurde rot, wie das Band, an dem sein Kreuz der Ehrenlegion hing, aber er lachte ebenfalls, 30g seinen Zweimaster ab, zeigte dem Mädchen die Blume, an der nur noch ein Blättchen blieb, und sprach galant: Ueber alle Maßen! Die Menge brach in lauten Jubel aus und ließ ,, Pandore"( Spitzname für die Gendarmerie) hochleben. Karl Mülle Tv. Frankfurt, Müller, To. D Robert Becker, a. d. S. Im Dreifar Ernst Buscher, Frankfurt, 9. 3 Bed, To. Nied heim, Wilhelm Wiesb., 12. Ra To. Kastel, Wil fels, Lgs. Coble Bär, Tv. Fran [ Berliner Wippchen] werden der Tgl. Rdsch. von einer Leserin mitgeteilt. Berliner in Rom.„ Alsc Sie waren heut in Tivoli? Dann haben Sie gewiß aud die herrliche Villa Adriano besucht?"" Ne! wissen Se, so mir nichts dir nichts in ander Leuts Villen jehen, w man die Besizer so jar nich kennt, des is nich jedermanns Sache. Da sind mein Mann und ich Ihnen ville zu feine zu." Vom Luftdruck. Lehrerin:„ Aber, Jettchen, du siehst ja wieder so blaß aus! und viel zu klein für dein 8 Jahre bist du auch..." Jettchen( rasch einfallend): " Des kommt bloß, weil wir nach Berlin gezogen sind, Frü her wohnten wir in Reinickendorf. Da war viel bessere Luft, sagt Mutter, un da war ich auch immer viel jrößer!" - Der kleine Pessimist. Vater( zu seinen acht klei nen Kindern):„ Nun spielt heute recht leise und artig, liebe Kinder. Mama hat sich eben wieder hinlegen müssen, sie hat ihr Kopfweh; aber Nachmittag geht sie deshalb dock mit euch spazieren."-Karlchen( erleichtert aufatmend): Na, das is man gut! ich dachte schon, es würde wieder mal iner von uns geboren." Kunft und Wiffenfchaft. Tv. Offenbach, Jean Kraft, Tg Wilhelm Kehm, Niederrad, Frie Wolf, To. Aidh Imhof, Tv.W RD. Dichterehrung. Dem bekannten Schriftsteller und Dichter Detlev v. Liliencron ist neben seiner Offizierspension ein fönigliches Gnadengehalt von 2000 Mark überwiesen worden. Dies ist der zweite Fall der letzten Zeit, daß einem Dichter ein Ehrensold zuteil wird. Kürzlich erst verlieh Hamburg dem Dichter Falke eine solche von 3000 Mark jährlich. FD. Das wahre Eldorado will der Engländer Benjamin Taylor entdeckt haben. Er vermutet es in dem See Guatavita, 9000 Fuß über dem Meeresspiegel, im Hochland von Bogotá belegen. Hier wurde, wie er berichtet, der Kazit bon Guatavita mit einer klebrigen Substanz bedeckt, auf die Goldstaub gestreut wurde, und diese goldene Bedeckung bildete seine Bekleidung, wenn er die Opfer vollzog. Der Ausdruck„ El Dorado" bedeutet danach der Goldene" oder „ der goldene Mann" und nicht die goldene Stadt", wie man gewöhnlich meinte. Der Kazit von Guatavita, der eine Armee von 30 000 Mann hatte, herrschte dort über mehr als eine Million Menschen. Der See, der auf dem Gipfel eines kegelförmigen Berges gelegen ist, wurde von ihnen als der Sitz ihrer Schuhgottheit betrachtet, der sie zweimal jährlich opfern zu müssen glaubten. In der Mitte des Sees angelangt, bestrichen die Häuptlinge den Kaziken und bepuderten ihn verschwenderisch mit Goldstaub. Auf ein gegebenes Zeichen wandte sich nun das Volk mit dem Rücken zum See und im Augenblick, wo der Kazik untertauchte, jauchzten sie und schleuderten so weit wie möglich ihre eigenen Opfergaben über die Schulter in den See. Darauf kam der Kazit an das Land und kehrte in seine Hauptstadt zurück, in derselben Art, wie er gekommen war, und überzeugt, daß die Sünden, die von ihm und seinem Volk während des legten halben Jahres begangen worden, jetzt gefühnt seien. Durch diese halbjährliche Spende müssen natürlich allmählich außerordentlich wertvolle Schäße in dem See aufgehäuft worden sein. Man hat ihren Wert auf Hunderte von Mil. lionen geschätzt. Eine Aktiengesellschaft hat sich gegründet, um den See trocken zu legen. Hans Höpfner, Robert Braun, Offenbach, Jalo Tv. Fechenheim Sebach, Tv. Ka Merte, To. Offe Walter, To. D Emil Bleinert, Wilh. Behm, W leng, John Ba Hanau. ** Der Dr. Erich Ju juristischen Fal bom 1. Oftober ** Prof unferes Geh. H feit 25 Jahren boltswirtinaft aus diesem Ar Profeffor. B zahl ftaatswiffe bienfte um die feine Tätigkeit Nationa ofonon bir Nationalöt deffen zweiter * bo Die S Geffischer Boll hinterbliebenen hilfsbedürftige fügungen zu Unterfügungen richten und an abzugeben. Le Die Gesuche zu zu befördern. penfionsfaffe g Nächst 1. Fa Eintritt Bu ntlich der chen, der onstatier ne Fläche bewirt. ifer jagt, erförstern ngreichen Intereffe des Wil Hehrling, Jäger bar und ht, wenn sollte. Deilbronn are Dentdicht ber. zu lesen: nd einmal lich schon o er aus Es fehlt nidungsheint, die ielen ber Beit über lich durch hatte die Erlaubnis, fiel sehr ine Unterder AufSuch nicht! fein Amt fühlt. Es arienburg, fretär des Bittgefuch den König g sei, beim zu geben. nach sei es Gesund rlassen, jei Marineoffi Wunder. recht ausJäger] in t des dor902 wieder usschließlich ffer, die in fchen Städ ten wurde. n mit 0,42 ngünstig ist der Todesmentlich inRdsch. vor m.„ Alse gewiß aud wissen Se jehen, we jedermanné lle zu feine er, Jettchen, in für dein einfallend): 1 sind, Frü viel bessere iel jrößer!" en acht flei und artig, gen müssen, eshalb dod ufatmend): wieder mal teller und ierspension viesen wor daß einem lieb Hamf jährlich. 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Der Mittelrheinkreis vereinigte sich am Abend zu einer Festineipe in seinem Standquartier, die bei gutem Besuch einen schönen Verlauf nahm. Gesang und Reden wechselten in bunter Reihe. Gauvertreter Schill- Osthofen feierte die Feststadt Nürnberg. Erst nach Mitternacht erreichte der Kreisabend sein Ende. Am Mittwoch gegen 7 Uhr fand, wie die„ Darmst. Ztg." berichtet, Preisverteilung statt, die sich zu einem weihevollen Aft gestaltete. Der greise Vorsitzende, Dr. Ferdinand Göz aus Leipzig- Lindenau, hielt eine von warmherzigem Patriotismus getragene Festrede, in der er die preisgekrönten Sieger und die anderen Turner ermahnte, allezeit festzuhalten am Vaterlande. Von den Mitturnern des Sechskampfes erhielten 198 Turner Preise. Vom Mittelrhein: 27. Karl Gölzenleuchter, Tgm. Frankfurt- Bornheim, 33. Fritz Peter, Tv. Offenbach, 34. Adolf Herbert, Tgm. Darmstadt, 35. Wilhelm Crab, Tv. Eltville, 37. Heinrich Berger, Tgm. Frankfurt, und Karl Müller, Gießen, 53. P. 37. Theodor Kahles, Tv. Frankfurt, 38. Karl Hirth, Tv. Offenbach, 39. Jean Müller, To. Offenb., 40. Peter Emmerich, Tgs. Offenb., u. Robert Becker, Tv. Jdar, 41. Georg Weber, Tv. Nied, 45. Max Gaß, Tv. Niederrad, 47. Heinrich Seibert, St. Johann a. d. S. Im Dreifampf erhielten Preise vom Mittelrhein: 7. Ernst Buscher, Tv. Sonnborn, 8. Wilhelm W tel, Tgm. Frankfurt, 9. Justus Müller, To. Fechenheim, und Georg Heck, Tv. Nied bei Frantf., 10. August Egly, Tgm, Bornheim, Wilhelm Lenz, Mtv. Wiesbaden, Adolf Schnädter, Wiesb., 12. Karl Sehl, Tam. Franff, 13. August Gents, To. Kastel, Wilhelm Hesselingt, Tgs. Wiesb., Friß Hartenfels, Tgs. Coblenz, Adolf Herbert, Tgm. Darmstadt, Karl Bär, Tv. Frankfurt, Otto Jodry, Tgm. Hanau, Fritz Peter, To. Offenbach, 14. Wilhelm Friedrich, Tg. Bockenheim, 15. Jean Kraft, Tgm. Frankfurt, Oskar Müller, To. Bockenh., Wilhelm Kehm, Tv. Frankf, Engelbert Zißmann, Tgm. Niederrad, Friedr. Luckhaupt, Tam. Darmstadt., 16. Anton Wolf, Tv. Aschaffenburg, Jean Müller, Tv. Offenb., Jakob Imhof, Tv. Mainz, 17. Karl Schäfer, Tgm. Bornheim, Hans Höpfner, Tgs. Wiesb, Gerhard Weber, Tgs. Wiesb., Robert Braun, T.- und F.-Kl. Frankfurt, Karl Grebe, Tv. Offenbach, Jakob Mehlbrech, Tv. Mainz, Heinrich Krämer, Tv. Fechenheim, Albert Wamser, Tam. Franff., 18. Heinrich Hebach, Tv. Kastel, Karl Zuleger, Tgm. Worms, Heinrich Merte, Tv. Offenbach, Jean Kohmann, Tgm. Bürgel, Wilh. Walter, Tv. Oberrad, Wilh. Brunnabend, Taf. Coblenz, 19. Emil Pleinert, Tv. Wiesbaden, Max Gaß, Tv. Niederrad, Wilh. Behm, Mtv. Wiesbaden, Jean Brünning, Tv. Coblenz, John Balz, Tv. Biebelsheim, Otto Holzschuh, Tgm. Hanau. Lokales. Gießen, 24. Juli 1903. *** Der Großherzog hat den außerordentlichen Prof. Dr. Erich Jung zum außerordentlichen Professor bei der juristischen Fakultät der Landes Universität mit Wirkung bom 1. Oftober 1903 an ernannt. ** Professor Dr. August Oncen, ein Bruder unseres Geh. Hofrats Prof. Dr. Wilh. Oncen hier in Gießen, ist seit 25 Jahren als Dozent an der Universität Bern tätig. Das voltswirtschaftliche Seminar der Berner Universität nahm aus diesem Anlaß Gelegenheit zu einer Jubelfeier des Herrn Professor. Professor Oncken ist Verfasser einer großen Anzahl staatswissenschaftlicher Arbeiten und hat sich große Verdienste um die Quellenfunde erworben. Hervorgehoben wird seine Tätigkeit als Historifer und auf dem Gebiet der Nationa'öfonomie. Seine neueste Arbeit ist die Geschichte ber Nationalökonomie", ein Wert von klassischer Bedeutung, dessen zweiter Teil bald zur Veröffentlichung gelangt. " Die Ludwig und Alice stiftung( Verein Hessischer Volksschullehrer zur Unterstügung von Lehrerhinterbliebenen) beabsichtigt im Herbste dieses Jahres an hilfsbedürftige Witwen und Waisen hessischer Lehrer Unterftügungen zu verabreichen. G.suche um Zuwendung von Unterstüßungen sind an den Vorstand der Stiftung zu richten und an die zuständigen Agenten zur Weiterbeförderung abzugeben. Letterer hat unter Zuziehung von 3 Mitgliedern die Gesuche zu begutachten und bis zum 1. September weiter zu befördern. Im Rahmen der Stiftung soll eine Witwenpensionskasse gegründet werden. Die im Herbst stattfindende - | Hauptversammlung soll endgültig über das Projekt beschließen. 178 Lehrer haben ihre Beteiligung zugesagt. ** Die Jahresversammlung des Hessischen Zweig vereins der südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission, findet am 6. und 7. September in Darmstadt statt. Herr Stadtpfarrer Mühlhäußer aus Karlsruhe ist als & stprediger gewonnen worden. Sieger- S Kommers. Der zu Ehren des vom Deutschen Turnfest in Nürnberg zurückgekehrten Turner Carl Müller veranstaltete Kommers, war sehr zahlreich besucht und war für Freunde der deutschen Turnsache recht erhebend, und die Freude über den errungenen Sieg erfüllte jeden Teilnehmer mit besonderem Interesse. Der 1. Gauvertreter Helm eröffnete den Kommers mit einer Begrüßung der Erschienenen, und legte dar, daß der errungene Sieg der Gießener Turnerschaft recht hoch anzuschlagen sei. War es doch seit 1863 das erste Mal wieder uns Gießener vergönnt, einen Sieg von einem Deutschen Turnfest an unsere Fahne zu heften. Der Wettbewerb war an diesem Feste der größte von allen vorhergehenden Turnfesten der deutschen Turnerschaft. Im Sechskampf wurden 187 Turner preisgekrönt, davon entfallen auf den IX. Mittelrhein Kreis, dem wir angehören, und zu welchem ca. 26,000 attive Turner zählen, 14 Preise, und unter diesen nimmt Müller die 6. Stelle ein, gewiß eine Leistung die dem Sieger hoch anzurechnen ist. Ein 3faches„ Gut Heil" wurde demselben mit begeistertem Burufen dargebracht. Mit Freuden konnte man aus den Ansprachen der beiden Vorsitzenden der hiesigen Turnvereine entnehmen, daß die Zusammengehörigkeit der beiden hiesigen Turnvereine, Turnverein und Männer Turnverein, festen Boden hat. Nachdem Turner Müller für die ihm darge brachten Glückwünsche herzlich gedankt hatte, auch den mit Auszeichnung„ gut“ der Gau- und Turnvereins- Musterriegen gedacht hatte, wetteiferten Musit nnd Gesangsvorträge um die Verherrlichung des schönen genußreichen Kommerses. ** Radrennen auf dem Sportplaz a. d. H. Neben den bereits gemeldeten Berufsfahrerrennen um den großen Preis von Gießen ist von der Festleitung auch noch ein Eröffnungsfahren, ein Vorgabefahren und ein Mannschaftsfahren vorgesehen. Anmeldungen zu diesen Rennen liegen bereits in Menge vor. Auf dem Festplatz wird die Kapelle des Feld- ArtillerieRegiments aus Fulda konzertieren. Nach dem Rennen findet im großen Saal auf der Terrasse Konzert, Preisverteilung und Tanz statt. * Eine Gasentweichung, welche leicht ernstere Folgen hätte haben können, machte sich heute nacht in dem Oftroihäuschen am Walltore b merkbar. Zum Glück erwachte der Oktroierheber infolge Unwohlſeins furz nach Mitternacht und konnte rechtzeitig die Fenster öffnen und mit seiner Familie das Haus ver lassen. Einige dem Herrn Roloff gehörige Bögel sind iufolge des sich an den höchsten Stellen in den Räumen angesammelten Gases verendet. Seitens des Gaswecks wurden des nachts unverzüglich Maßnahmen getroffen, um weiteren Schaden abzuwenden. Als Ursache der Gasentweichung haben die sofort vorgenommenen Aufgrabungen den Bruch des Zuleitungsrohres für das chemische Untersuchungsamt ergeben. Das Gas ist durch das infolge Ausführung der Kanalisationsarbeiten gelockerte Erdreich und über den die Walltorstraße und das Oftroihäuschen unterfreuzenden Schorrgraben in das Haus gelangt. Bei dieser Gelegenheit sei erneut darauf hingewiesen, auch bei unbedeutend erscheinenden Gasgerüchen, wenn auch wie im vorliegenden Falle in das Haus selbst kein Gas eingeführt ist, dem Gaswerk stets unverzüglich Mitteilung zu machen und unter allen Umständen Flammen von allen Gasansammlungen fern zu halten. * * Für Landwirte. Die Heeres- Verwaltung ist bestrebt, die für den Bedarf der Magazine erforderlichen Feldfrüchte, als Weizen, Roggen, Hafer, Heu und Stroh, sowie auch die für die Armee- Konservenfabriken benötigten Hülsenfrüchte( Erbsen, Bohnen, Linsen), Gemüse und Blattgewürze( Möhren, Zwiebeln, Sellerie, Petersilie, Lauch) von den Landwirten selbst zu kaufen, einerseits um denselben eine günstige Absatzgelegenheit zu schaffen und damit der Landwirtschaft zu nüßen, anderseits um die Magazine mit guter Ware zu versehen und die ankaufenden Proviantämter unabhängiger von den Händlern zu machen. Lollar, 23. Juli. Einem Eisenbahnarbeiter aus Frohnhausen, der auf dem Bahnhof beschäftigt war, wurde g stern nachmittag ein Teil von einem Fuß abgefahren. Der Hüttenarbeiter Haas von Frohnhausen wurde auf dem Hüttenwerk gestern Nachmittag von einem herunterfallenden Transportkörper so getroffen, daß man ihn, an Kinnlade und Brust arg verlegt, nach Hause bringen mußte. Noch unglücklicher wurde dessen Nebenmann getroffen, welcher so schwer verletzt wurde, daß er sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Zum neuen Saalbau ( früber: Steins Garten). Nächsten Montag, den 27. Juli, abends 8 Uhr fonzertiert die Kapelle des 1. Hannover. Drag.- Regts. Dr. 7 Eintritt 50 Pig. aus Metz. Zu zahlreichem Besuch laden ein Eintritt 50 Pfg. Trescher& Schrödel. Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. 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Das Paar Ferkel toftete 42 bis 45 und 45 bis 50 Mt. Einlegeschweine waren noch billiger, indem prima Qualität mit 100 mt. pro Baar gekauft wurden. Der Preis für die fetten Schweine ist allerdings etwas gestiegen, indem man für das Pfund Lebendgewicht wieder 40 bis 42 Pfg. bezahlt. Nieder- Gemünden. Die in den Gehöften des Konrad Friedrich, Christian Krauthahn und Karl Stroh I. ausgebrochene Rotlauffeuche ist erloschen und die über diese Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben worden. ** Alsfeld, 21. Juli. Am Montag, den 27. Juli, findet hierselbst der diesjährige Pferde- und Fohlenmarkt statt, bei welchem der Landespferdezuchtverein in Gemeinschaft mit der Stadt Alsfeld eine Prämiierung der Stuten und Fohlen, in Besitz hessischer und auswärtiger Pferdezüchter, sowie von Händlerpferden veranstaltet. Mit dem Markte ist wiederum eine Lotterie verbunden. Nieder- Ofleiden. Das hiesige Rittergut des Herrn Kammerherrn von B thmer ging durch Kauf für den Preis von 100'000 mt. in den Besitz der Gemeinde Nieder- Ofleiden über. Das ist recht, daß es nun einmal so tommt, nämlich, daß die Bauern ein Rittergut taufen, anstatt umgekehrt. *** Hersfeld, 23. Juli. Der Gesamtausschuß der deutschen Turnerschaft hat auf Antrag des Hersfelder Turnvereins, in seiner in Nürnberg abgehaltenen Versammlung beschlossen, aus zu diesem Zweck zur Verfügung stehenden Mitteln zum Bau der hiesigen Turnhalle einen Beitag von 500 Mt. zu bewilligen. ** Wallenrod. Heinrich Habermehl V. wurde zum Bürgermeister der Gemeinde wiedergewählt und freisamtlich bestätigt. * Frankfurt. Eine Kindesleiche, die in Papier eingewickelt war, wurde von Wächtern der Wach- und Schließgesellschaft in den Anlagen gefunden. Es handelt sich um ein neugeborenes Kind männlichen Geschlechts. * Darmstadt, 23. Juli. Die nach Bukarest abgereiste Prinzessin Elisabeth befindet sich in Begleitung ihrer Mutter, der geschiedenen Großherzogin. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 7. nach Trinitatis, Sonntag den 26. Juli. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr Vormittags 11 Uhr: Euler. Pfarrassistent Vogt. Militärgottesdienst. Pfarrer Die Mitglieder der Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde werden eingeladen, Montag Abend 812 Uhr zu einer Besprechung wegen des Ausflugs in den Konfirmandensaal zusammen zu tommen. Nächsten Sonntag, den 2. August, findet im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusund Markusgemeinde statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde( für die Markusgemeinde bei Herrn Pfarrassistent Vogt, Goethestr. 27) erbeten. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag 26. Juli, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch den 29. Juli, abends 81/2 Uhr: Bibelstunde. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beste Seife nah undfern! Mitteilung. Zu dem am 1. August im Saalbau" stattfindenden Konzert des Berliner " „ Neuen Conkünstler- Orchester sind von heute ab Billets im Vorverkauf bei Herrn Ernst Ehallier, MusikalienhandDarlehne sofort an lung, Neuenweg zu haben. Jeden, jede Höhe Geld coulant. A. Lölhöffel Berlin W. 64., Rüdpto Trescher& Schrödel. 0000000000 Bürgergesellschaft Frühfartoffeln und Das Ei des Columbus ist Giessen. Sonntag, den 26. Juli 1903 Sturmvogel Modell 1903 Husflug nach der Es ist das langgesuchte und billige Rad. Feinße Präzissonsarbeit,| Höchste Eleganz, Größte Stabilität, Niedrigster Preis. Man verlange unsere Preisliste. Deutsche Fahrradwerke Sturmvogel Gebr. 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Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Mogenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Bopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Hebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiben um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Bolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverfimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und berbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. 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Reiches Haar wird meist zur Last, weil es sich fest und schwer in seiner erdrückenden Fülle auf den Kopf legt und recht oft Migräne und ähnliche Zustände hervorruft. Dazu kommt noch, daß die meisten Damen versäumen, der Kopfhaut die richtige Pflege zuteil werden zu lassen und mit dem flüchtigen Frisieren des Morgens und Abends genug getan zu haben glauben. Das Javolisierungs- System setzt jede Dame in den Stand, selbst das dichteste und schwerste Haar und die Kopfhaut allein oder mit Hilfe einer Zofe nach den Regeln der Hygiene und Schönheitspflege zu behandeln. Das Haar, nach dem Javolisierungs- System, gewinnt nicht nur an Schönheit, Glanz und Fülle, sondern wird auch außerordentlich leicht und duftig. Das zeitraubende, langweilige Waschen der Damenhaare, das unangenehme Spülen derselben nach dem alten Verfahren nicht zum mindesten aber das teils direkt schädliche, teils überaus lästige Trocknen der nassen Haare ist ein überwundener Standpunkt, seit das Javolisieren der Haare und der Kopfhaut populär geworden ist. Der besondere Vorzug des hervorragenden Haarwassers Javol, sein unvergleichlich wohltätiger, erfrischender und nervenanregender Einfluß auf die Kopfhaut wird im vollsten Maße durch den Erfrischungskamm„ Javoliseur" zum Ausdruck gebracht; Javol in Verbindung mit dem Javoliseur schafft neue Anregung, führt die volle körperliche Frische zurück und gleicht die ermattenden Nachwirkungen körperlicher und geistiger Anstrengungen aus. Die genaue Anleitung zum Javolisieren liegt jeder Flasche Javol à M. 2., 3.50, Reiseflasche in praktischem Etui à M.2.25 bei. Javol ist in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. 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