Nr. 145. Erstes Blatt. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfs., ta's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Mittwoch, den 24. Juni 1903. Gießener 12. Jabrgang JufertionOpret 8: Die einfpaltige Betitselle für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 fa. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 fg. Bostzeitungsliste No. 3860. Rebattion und Erpebition: teßen Negenweg 28. Fernsprechanfchink Ne, 868. Neuelle Nachrichten ( Gichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Politik. Das Bandenunwesen in Mazedonien bauert unvermindert fort. Namentlich im Vilajet Adria nopel treiben die Rebellen es besonders arg. Im Dorfe Alamut wurde durch eine Bande von 8 Mann das Haus eines Dorfbewohners belagert, das Haustor mit Dynamit gesprengt, der Hausbesitzer getötet, die Frau verwundet und das Haus ausgeraubt. In Konstantinopel will man verschiedene Beweise dafür haben, daß die blutigen Ereignisse in Belgrad das mazedonische Bandenunwesen angefacht haben. Die mazedonischen Komitees sollen maßlos übertriebene Nachrichten über das Geschehene verbreiten und angesichts der angeblich zu erwartenden weiteren Folgen energische Fortseßung des Kampfes gegen die Türfen predigen. Wieder eine Ministerkrisis in Sofia. OFürst Ferdinand ist schon wieder einmal uneins mi dem Kabinet Danew, und es hat den Anschein, als wollte er das Ministerium, das er schon vor einem Monat nad Hause schickte und dann doch wieder ins Amt zu rufen ge nötigt war, jest wieder entlassen. Die Frage ist, ob er be ben gegenwärtigen politischen Verhältnissen in Bulgarien ein anderes Kabinett finden wird. Glückt ihm das nicht, so muß er Danem wieder bitten, die Geschäfte des Landes zu führen. Ob Danew sich dann dazu bereit findet oder nicht, in jedem Falle ist dieses Jonglieren mit dem Kabinett, in dem sich Fürst Ferdinand gefällt, nicht geeignet, sein An Jehen im Lande zu stärken. Teutsche und amerikanische Juduſtrie. )-( Der preußische Finanzminister v. Rheinbaben, der fürzlich eine Informationsreise nach den Vereinigten Staaten unternommen hat, hat sich in Newyork zu einem deutschen Journalisten über die Eindrücke, die er dabei gewonnen, ausgelassen. Insbesondere sprach der Minister sich über die amerikanische Induſtrie aus. Er sagte u. a.: Vermöge des natürlichen und überall zutage tretenden Reichtums des Landes, namentlich an Kohlen und Eisenerzen, hat sich in der Union eine Industrie entwickelt, die durch einen Massenabsatz bon überaus großen Dimensionen gerade im eigenen Lande gefördert wird und auf ihrem Vorwärtsmarsch nicht rasten wird. In jedem Industriezentrum sieht man, wie alte Fabrifananlagen erweitert und neue gebaut, modernere Arbeitsmethoden eingeführt werden. Besonders lehrreich und für nns nachahmenswert erscheint mir auf industriellem Gebiet die Spezialisierung der Fabrikation und die Verwendung überraschend zeitsparender Ma schinen, welche die Produktionskosten verringern." Von der deutschen Industrie erklärte der Minister, ihre unbestreitbare und der amerikanischen wohl gleichwertige Stärke liege in der wisseschaftlichen Vertiefung der Industrie, der Güte des verwendeten Materials und in der Präzision der Arbeit. Der Minister betonte, daß er gerade angesichts der brennenden Arbeiterfrage in Amerika den Segen der deutschen Arbeiterversicherung recht schätzen gelernt habe, und schloß: Beide Länder können viel voneinander lernen, so verschiedenartige Aufgaben sie auch zu lösen haben." Keine„ Apotheke und Drogenhandlung" mehr? † Ein preußischer Ministerialerlaß beauftragt die Regierungspräsidenten, Erhebungen darüber anzustellen, ob bon den Apothekenbesitern Drogenhandlungen in besonderen, von den Apothekenräumen getrennten Gelassen betrieben werden, und ob hierfür eine Genehmigung vorliegt. Ferner soll ermittelt werden, ob sich in den an den Apothekengrundstücken angebrachten Firmenschildern, auf Signaturen der Apotheker Bezeichnungen finden wie ,, Drogenhandlung", Drogerie", ohne daß ein Verkauf von Drogen oder Gegenständen der Krankenpflege in anderen Räumen als in der Apotheke selbst erfolgt. Anscheinend will man mit Rücksicht auf die Klagen der Drogisten den Apothekern das Recht streitig machen, ihr Geschäft als ,, Apotheke und Droaenbandlung" zu bezeichnen. Kurze politische Nachrichten. Der Oppelner Regierungspräsident Holz hat in Laurahütte die durch die Wahlunruhen angerichteten Verwüstungen besichtigt. Es wurden 4 Personen verhaftet, welche als Hauptbeteiligte an den Unruhen gelten. Die Verhaftung weiterer Personen steht bevor. Die Mannschafts- Litewken der sächsischen Armee werden in Zukunft, wie in der preußischen, aus grauem Tuche angefertigt, ebenso auch die Mannschaftsmäntel. * Der Zar hat den Chef des Generalstabes der französischen Armee zu den russischen Manövern bei Zarskoje Sfelo am 1. bis 10. Auguſt eingeladen. * In Cettinje geht das Gerücht, Erbprinz Danilo terde zu Gunsten seines jungen Bruders Mirko auf ben montenegrinischen Thron verzichten und im AusLande leben. Der Erbprinz ist bekanntlich mit der Brinzessin Jutta von Mecklenburg vermählt. * Der japanische Gesandte in Washington erklärt es für unrichtig, daß ein russisch- japanisches Uebereinfommen bezüglich Koreas und der Mandschurei erzielt worden sei. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser beteiligte sich gestern an Bore semer Rennjacht ,, Meteor" von Cuxhaven aus an der Segelwettfahrt des Norddeutschen Regattavereins. *** Für den Sommeraufenthalt der kaiserlichen Familie in Kadinen sind dort alle Vorkehrungen bereits getroffen worden. Prinz Joachim und Prinzessin Viktoria Luise, die beiden jüngsten Kinder des Kaiserpaares, werden am Donnerstag morgen gegen 8 Uhr in Kadinen eintreffen. In ihrer Begleitung befinden sich die Zwillingsbrüder Prinzen Philipp und Wolfgang von Hessen. Da sich auch die Kaiserin, wie gemeldet, nach Schluß der Kieler Woche zu längerem Aufenthalte nach Kadinen begibt, sind vom kaiserlichen Marstall insgesamt 37 Pferde und 8 Wagen nach Kadinen transportiert worden. Die Jacht„ Radaune“ von der kaiserlichen Werft zu Danzig hat Befehl erhalten, während der Hostage in Kadinen daselbst fahrtbereit zu liegen. Das schmucke Schiff legt in der Stunde 9 Knoten zurück, besißt eine Besaßung von sechs Mann und soll zu Fahrten über das Haff und in in bian König Peter und feine Serben. C. B. Unter lebhaften Huldigungskundgebungen dei Genfer Bevölkerung hat König Peter I. von Serbien seine langjährige zweite Heimat am Lac Leman verlassen. Bei der Abfahrt des Zuges aus Genf rief der König:„ Es lebe die Schweiz!" Vorher hatte er an den schweizerischen Bundesrat und an die Genfer Kantonsregierung Dankschreiben für die ihm in der Schweiz zu teil geworden Gastfreundschaft gerichtet. Die erste Begrüßung des Königs durch die Vertreter seiner Hauptstadt wird auf österreichischem Boden, in Wien, stattfinden, wohin sich die Belgrader städtische Abordnung und viele andere Bürger begeben haben. Die Stadt Belgrad selbst rüstet sich zum Empfange des neuen Herrschers. Auf dem Bahnhof in Belgrad wird ihm nach slavischer Sitte Brot und Salz gereicht werden und die Begrüßung durch die Minister, den Metropoliten Innocentius und die Geistlichfeit, sowie durch die Generalität, die höhere Beamtenschaft, die Vertretung von Belgrad und die Abordnungen vom Lande erfolgen. Vom Bahnhof fährt der König durch die mit Triumphbögen geschmückten Straßen in die Metropolitanfirche zum Tedeum. Von der Metropolitankirche geht es dann auf einem anderen Wege an der Universität vorbei in den Konak, wo die Stupschtina den König erwartet. Aus den Triumphpforten sind Schilder angebracht, auf denen Verse aus der Feder des hervorragendsten serbischen Dichtere Borislaw Svetkovic zu lesen sind. Sie lauten in der Uebersetzung: Erstes Schild: Dem gerechten König wird Gott immer helfen, mit ihm wird auch das Volk glücklich sein." Zweites Schild:„ Es lebe Peter! Blut von unserem Blut! Willkommen, Peter der Erste!" Drittes Schild:„ Ein halbes Jahrhundert dauerte die Dämmerung, doch jetzt kommst du zu uns, und Freiheit und Licht bringst du. Die heilige Freiheit hat uns mit dir ver einigt. Du bist nun unser, und wir gehören dir." Auf einer der Pforten vor dem Hotel London wird stehen: " In der schwersten Stunde trauriger Zeiten haben Gott und Volk dich zu unserem Erretter erwählt." Auf der anderen Seite:„ Heißgeliebter König! wende dich nach jener Seite, auf der auch dein Großvater der heiligen Idee diente." Die Festlichkeiten werden drei Tage dauern; am ersten Tage findet ein Fackelzug, am zweiten eine Vorstellung im Nationaltheater, am dritten ein Volksfest im Topschiderpark statt, bei dem auch der König erscheinen wird. Die Frage, welches Schicksal die serbischen Verschwörer erwartet, wird in den serbischen Armeetreisen selbstverständlich lebhaft erörtert. Im allgemeinen glaubt man an keine Strafverfolgung, oder, wenn König Peter eine solche doch einleiten sollte, an eine milde Bestrafung und baldige Begnadigung der Königsmörder. Die Verschwörer selbst find in einer Versammlung zu dem Beschluß gekommen, dem König alle Hindernisse aus dem Wege zu räumen, falls er durch äußere Einflüsse gezwungen würde, die schuldigen Offiziere trotz des sie freisprechenden Stupschtinabeschlusses zur Rechenschaft zu ziehen. Oberst Mischitsch, der der Hauptführer der Verschwornen war, erklärte sich bereit, sich zu erschießen, falls dadurch die Sache gefühnt werden könnte. Das wird Herr Mischitsch nicht nötig haben: Nachträglich stellt sich heraus, daß Rußlands Forderung der Bestrafung der Königsmörder nicht so eruit genommen zu werden braucht. Die russisch- offiziöse Presse sagt nämlich jest, Rußland werde den König Peter nicht veranlassen, gegen die Verschwörer vorzugehen. Es sei ihm aber anzuraten, daß er eine gerichtliche Untersuchung der Vorgänge anstelle; daraus würde sich unzweifelhaft ergeben, daß das Treiben des legten Obrenowitsch für das Serbenvolk nicht mehr erträglich war und daß die Offiziere, die ihn ermordeten, durch die Pflicht gegen das Vaterland entschuldigt würden. Rußland rät also dem König Peter eine Komödie an. Und Veter wird nicht zögern, diese Komödie zu spielen, die ihm die Armee verpflichtet uno tym obenein Ge= legenheit gibt, das Treiben der Obrenowitsch in einem höchst ungünstigen Lichte erscheinen zu lassen. Gine interessante Enthüllung wird nachträglich gemacht. Es wird jetzt bekannt, daß die beiden von den Verschwörern erschossenen Generale im letzten Ministerium des Königs Alexander, Zinzar Markowitsch und Pawlowitsch, unter sich verabredet hatten, für den Fall, daß der König zur Ausführung seines Entſchluſſes, einen der verbummelten Brüder der Königin zum Thrɔnfolger erklären zu lassen, schreiten sollte, das Königspaar in der Festung bei Belgrad gefangen zu seßen und dann außer Landes zu schaffen. Danach wäre ein Staatsstreich und eine Militärrevolution sogar unter dem als mitschuldig an den Taten des Königs getöteten Zinzar Markowitsch unvermeidlich geworden, ein neuer Beweis, wie sehr sich der König in Gegensatz zu seinem Lande gebracht hatte. Die serbische Regierung hat beschlossen, unmittelbar nach der Ankunft des Königs ihm ihr Rücktrittsgesuch zu unterbreiten. Es ist fraglich, ob König Peter, da sie ja eine Art Revolutionsregierung ist, sie im Amte behalten wird; man spricht von der Möglichkeit eines Beamtenministeriums. Die erste gesetzgeberische Maßnahme König Peters wird eine Amnestie für politische Bergehen sein. Lediglich der Kuriosität wegen sei mitgeteilt, daß, während alle übrigen Mächte die neue Ordnung der Dinge in Serbien bereits anerkannt haben, die Türkei mit der Anerkennung der neuen Regierung Serbiens zögert. Im Sultans palast am Goldenen Horn herrscht infolge der Belgrader Ereignisse eine unbeschreibliche Furcht. Mehrere Personen aus den Hofstaaten der Prinzen, namentlich aus der Umgebung des voraussichtlichen Thronfolgers, sind auf einfachen Verdacht hin festgenommen und verbannt morden. Der Opferftier. Von unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Wenn man gegen Schluß der letzten Reichstagsperiode der Ansicht war, daß die Regierung sich vielleicht doch mit der Zeit dazu verstehen könnte, dem ziemlich allgemein_ge= äußerten Verlangen nach Reichstagsdiäten nachzugeben, so wird man nach den lezten Reichstagswahlen von diejer Hoffnung zurückgekommen sein. Denn die Parteien bedürfen jezt eines Opferstiers. Derer sind nur wenige, die eine Veränderung des Wahlrechts anstreben wollen, obgleich dies viel geheime und theoretische Gegner hat. Dagegen sind die rechtsstehenden Parteien, wie man hört, jezt entschlossen, mit großer Entschiedenheit an dem seitherigen verfassungsmäßigen Zustand festzuhalten. Seither beschränkte sich die unabänderliche Gegnerschaft lediglich auf die Reichspartei und den zu keiner Fraktion gehörigen Fürsten Bismarck. Die deutschkonservative Partei aber war zum größten Teil, und die übrigen Parteien waren ohne Ausnahme für Diäten. Für die Deutschkonservativen bedeutet also die mit Bestimmtheit zu erwartende ablehnende Haltung gegen Anwesenheitsgelder entschieden eine Frontveränderung, die in ihren politischen Folgen um so bedeutungsvoller ist, als die ablehnende Haltung der Regierung dadurch auch eine Stüße im Volke erhält. Daß der Kaiser Gegner der Diätenbewilligung ist, weiß man aus einem früheren, sehr drastischen Ausspruch. Da die Sozialdemokratie bislang die einzige Partei ist, die aus ihrer Kriegskasse Diäten bewilligt, so würde eine Aenderung des verfassungsmäßigen Zustandes eine Stärfung der Agitationskräfte bedeuten, und zwar eine Stärtung von nicht zu unterschäßender Bedeutung. Nehmen wir an, die Sozialdemokratie erhalte nach beendigten Stichwahlen 75 Mandate, dann würde bei einem Diätensatz von 10 Mk. pro Tag der voraussichtliche Gewinn der Parteikasse sich im Jahre auf etwa 75-100,000 Mt. beziffern. Je mehr Abgeordnete die Sozialdemokratie erhält, desto mehr schwächt sich der Agitationsfonds. Die Schwenkung in der Stellungnahme der Deutschkonservativen gründet sich jedoch, wie verlautet, weniger auf die positive Hoffnung, daß sich etwa der Parteifonds durch die Diäten auflösen werde, als vielmehr auf die Befürchtung, daß die Gewährung von Diäten die Dauer der Sigungen verlängern und in dem proportionalen Verhältnis zur Reichstagsdauer das Interesse für das Parlament im Volke vermindern könnte. Wenigstens erklärt man die regere Frequenz der sozialdemokratischen Abgeordneten im Reichstag und den verstärkten Redeeiser mit den Parteidiäten, und spricht deshalb die Befürchtung aus, daß man durch Anwesenheitsgelder einem permanenten Reichstag zusteuern könnte, dem nur ein Berufsparlamentariertum gewachsen wäre. Auf alle Fälle ist durch die Frontveränderung der Deutschkonservativen die Regierung ganz erheblich in der Diätenfrage gestärkt, und so wird voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre keinerlei Diätenvorlage, so nahe sie im letzten Reichstag auch schon zu sein schien, zu erwarten sein. Ich feln," fagte Rudi mit habe keine Veranlassung, an ihnen zu zweieinem forschenden Blick auf ſetüber die Stirne fuhr. Wollen Sie wirklich das Mädchen nen Begleiter, der den Hut abnahm und mit der Hand berflagen?" Ich glaube nicht!" Wäre das ratsam?" Frauenzimmer soll gedemütigt werden. Nur muß ich auf meiner Seite ben, sobald der Eturm stehen. Wird einige Abende fortgeseßt, so muß sie mißliebige Eängemütigen etolz biele einde fich geschaffen die nun alle mich jetzt etwas mehr im Hintergrunde halten und berer ſchon lɔs; das Mädchefesselt iſt eſtern Abend hat durch das Pfeifen nur noch seinen hochindes Euch gesagt?" erwiderte Hammar, die stätte über die arbeitenden Gesellen gleite Werkhat," ез Meister er seinen Blick prüfend durch das fort, um ihn nicht Eurer Wut preiszugeben, durch selbst unglücklich machen bet! mit seinen eigenen Ohren gehört ,, den Namen nenne ich prete, die sich findet, aus Tang und Kies eine auch Welsart, ist gleichfalls ein Westbauer, umgibt sich aber nur seiner Feinde zusammenzuschweißen. gegen die Angriffe Froschsisch der tropischen Gewässer begnügt sich einfach, auf ihr Heim wie etwa das hübsche Sonnenfischchen. Der Verschanzung verwendet bei weitem nicht die Aufmerksamkeit Molchfisch, eine an den Küsten Europas häufig Lokales. Gießen, den 24. Juni 1903. *** Die Wahlresultate aus den Wahlkreisen Gießen Grünberg- Nidda und Alsfeld- Lanterbach Schotten erbitten wir uns möglichst noch am Donnerstag von allen den Orten, welche entweder ein Fernsprechnetz sind da zunächst eine größere Anzahl Kissen und Tischbecken aufgehängt, die Künstler wie Christiansen und Leipheimer zu ihren Urhebern zählen. Besonders vornehm erscheinen die Servietten von Christiansen. Von Olbrich findet sich neben einem Sessel und einem Papierkorb, die neu entworfen sind, verschiedene Schatullen, ebenfalls neue Entwürfe binetstück in Ciselierarbeit und Intarsia. Dieses Kästchen Alingt hoch und hehr schön Heyligenstaebt. Des Glückes Schmied, gestählt durchs Stahl, Sei er der Mann drum meiner Wahl! A ** Die Methodisten Gemeinden fonnten am Begründers begehen. Am 17. Juni 1703 wurde in Epworth 17. Juni das zweihundertjährige Jubiläum der Geburt ihres Student zeichnete er sich aus durch den Drang, alle seine Beyl bortfelbft gefchlagen zu Nach dem Guta Händige Entfern Die Gefahr für Hagter bie Tat B gegen waren, ge Abend sofort nach Beendigung des Wahlafts per Telephon und als Clou der Ausstellung ein Kartenkästchen, ein Ka-( Lincolnshire) John Wesley geboren. Schon als Deforder als Läter bezeich Orten per Telegramm. Sämtliche Telephonstellen und Te- war bis jetzt nur in Moskau ausgestellt. Hervorragend in Wesley verfügte über eine große Rednergabe und welchen Rörperverlegung oder eine öffentliche Fernsprechstelle besigen, von den übrigen dürfte das Kostbarste sein, was die Ausstellung birgt und Handlungen nach den Vorschriften der Religion einzurichten. Dienfitnecht Hi legraphenämter sind am Donnerstag bis Nachts 12 Uhr Form und in der Harmonie der Farben sind die Olbrich'schen Eifer er seinem Werke widmete, geht daraus hervor, daß er Mensdorf angef geöffnet. Die Kosten werden durch unsere Boten zurück. erstattet. Albin Klein, Gießen. Telephon Nr. 362, Gießen. Telegramm- Adresse: Klein, Nachrichten, Gießen. Muster eines Telegramm 8, z. B. Klein, Nachrichten, Gießen. Heyligenstaedt 225, Krumm 197. Müller. Standuhren, darunter unter anderem eine große Hausuhr. gegen 50 000 Predigten gehalten haben soll. Er starb am Es wird auch f Auch Kunsttöpfereien, Textilwaren, Porzellan, Bilderrahmen 2. März 1791. Die Methodistengemeinden haben sich haupt. Menfch ift, we sind ausgestellt, fein Stoffgebiet auf dem nicht der Künstler sächlich in England und Nordamerika ausgebreitet. Auch ebenfalls Freisp in der Schweiz, sowie in Deutschland, zumal in Württemberg und in der Bremer Gegend fanden die Methodisten Eingang. bon Lauterb von Landenhauf arbeiten geschaffen und dabei ganz neue Ausdrucksformen Die Zahl aller Methodisten wird auf etwa 6 Millionen und denselben i Neues und W rtvolles geleistet hätte. Ein neues Absatzgebiet haben sich die Künstler durch die Ausschmückung von Ledergefunden. Wir möchten nur auf die Schreibmappen von Dibrich, Nitsche und Leipheimer hinweisen, in der verschiedene Techniken sich die Hände reichen, um geradezu staunenswerte Effekte zu erzielen. Es würde zu weit führen, wollte man alle Einzelheiten hier aufführen, es mag genügen, daß diese einem großen und einen geschäßt. da er feinen N Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat bestimmt, daß bisher schon für den Kirchenbesuch, so auch freie Fahrt in ständigen Arbeitern der Staatseisenbahnverwaltung ebenso wie Freifahrt für Kinder von Eisenbahnern. gegen§ 232 G fannt.- Bum Gewerbeatademi berg, von der freigesprochen. Das a mtliche D'rgan des Landesverbandes der sehr reichhaltigen Besuch aufzuweifen hat, wie man es fonft für ben Bingent out. Gebedste burduften be juger weit gewübt my ay, che Kriegervereine im Großherzogtum Hessen, fordert in seiner lezten Nummer alle Kriegervereinsmitglieder auf, bei den bevorstehenden Stichwahlen alle ohne Ausnahme für den Ordnungskandidaten gegen die Sozialdemokratie einzutreten. ** Militärische Nachrichten. Menges, Leutnant im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 ist zum Oberleutnant befördert. v. Eisenhart- Rothe, Leutnant im Inf.Reg. Kaiser Wilhelm Nr. 116 ist ein Patent des Dienst grades verliehen. Unterarzt der Reserve Dr. Richter ist zum Affifter zarzt befördert. Olbricht, Leutnant der Reserve des Gren. Reg. König Friedrich III. Nr. 11( Gießen) ist zum Oberleutnant der Reserve befördert. ** Eine Versammlung der Bureaubeamten von Rechtsanwälten und Notaren in der Provinz Oberhessen fand am Sonntag statt. Nach einem Vortrag des Bureauvorstehers Lathe Wiesbaden und Schumm- Mainz, wurde einstimmig die Gründung eines Ortsvereins mit dem Sitz in Gießen beschlossen. Sämtliche Anwesende erklärten sich zum Beitritt des Verbandes deutscher Rechtsanwalts- und Notariats= Bureaubeamten. Mit der Führung der Geschäfte wurde einstweilen der Bureauvorsteher Rühl- Gießen betraut. + 3u Arbeitervertretern bei der Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe sind die nachstehen. den Personen aus dem Bezirk der Großh. Gewerbeinspektion Gießen, welche bis zum 1. April 1906 von dieser Ministerialabteilung zur Beratung und Bearbeitung wichtigerer, die Verhältnisse der gewerblichen Arbeiter betreffenden Fragen zuzuziehen sind, ernannt worden. Wilhelm Frey, Bigarren arbeiter in der Bigarrenfabrik von S. Bock& Co., wohnhaft zu Wieseck. Jakob Ritsert, Lackierer in der Maschinenfabrik Heyligenstaedt& Co., 2. Vorsitzender des ev. Arbeitervereins und Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft dieses Vereins, wohnhaft zu Gießen, Landmannstraße 6. Heinrich Unterfircher, Webmeister in der mechanischen Weberei C. Grünewald& Sohn zu Alsfeld, wohnhaft daselbst, Kirchplatz. * Die Gothaer Geldlotterie, die heute, morgen und übermorgen von der Landeslotterie ausgespielt werden sollte, ist auf Anfang September verlegt worden. ** Aufbewahrung von Mineralölen. Nach der Verordnung vom 20. Mai 1903, welche mit dem 1. Juli 1903 in Kraft tritt, darf für die Folge Mineralöl nur noch in feuersicheren Räumen gelagert werden. Nach § 10 der Verordnung hat derjenige, welcher mit Mineralölen handelt oder solche lagert, der Polizeibehörde Anzeige zu erstatten. S. Kunst= Ausstellung. Als vor mehreren Jahren die Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie geschlossen wurde, war man sich einig darüber, daß hier vielfach der Grund zu einer neuen ästhetischen und harmonischen Ausstattung unserer Wohnräume gelegt sei, die in ihrer Einwirkung auf die Handwerks- und Luxuskunst von weittragender Bedeutung sein würde. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht, wenn auch vorerst nur an einzelnen Orten die moderne Kunstbewegung Fuß zu fassen vermochte. Darmstadt steht in dieser Hinsicht obenan und nur der wird es in vollem Umfange zu schäßen wissen, der plöglich in die Provinz verseßt, der ganzen Geschmacklosigkeit und Formenlehre gegenübertritt, die sich so lange Jahre auf dem Markte breit gemacht hat. Auch Gießen gehört zu diesen Städten, in denen zwar viel von Kunst die Rede war, aber wenig davon zu sehen. Jahraus, Jahrein vegetierte in einem besonders dazu erbauten Saale eine wechselnde Gemäldeausstellung, von der hier und da ein Bild seinen Käufer fand. Im übrigen war alles ruhig und in den Läden sah man nichts von moderner Kunst, diese ginge nicht" erklärten die Kaufleute. In diese Gleichgültigfeit plagte wie eine Bombe das an den Kunstverein gestellte Ansinnen, seine Räume zu einer Ausstellung Darmstädter Künstler zur Verfügung zu stellen. Gern wurde der Saal zur Verfügung gestellt und trogdem die Schwierigkeiten wie Pilze aus der Erde schossen, fam doch eine stattliche Kollektion zusammen, sodaß nun endlich einmal in Gießen Gelegenheit geboten ist, einen Blick in die neue Formenwelt zu tun. Dank dem gütigen Entgegenkommen der Künstler und namentlich der in Frage tommenden Industriellen sind Namen vertreten, wie Dibrich, Christiansen, Behrens, Cissarz, Bürk, Leipheimer, Nitsche, sowie die Künstlergruppe Vereinte Runstgewerbler", be stehend aus den Herrn Reinstein, Koch und Meyer. Auch der verstorbene P. Huber ist vertreten. Die Ausstellung ist Dant den besonders geeigneten Räumen eine vorzügliche geworden. Den groß angelegten Treppenraum schmücken zu Seiten Tapeten von der Turiner- Ausstellung, wozu solche von Bürc u. Christiansen, neben Plakate von Cissarz und Glasfenster von Leipheimer. Ist so schon eine günstige Stimmung geschaffen, so überrascht das Auge die Fülle der Farben bei dem Eintritt in den Saal. In langer Reihe in den stillen Räumen des Kunstvereins nicht gewohnt ist. Es war ein Versuch, ob auch in Gießen die moderne Be wegung Fuß zu fassen vermöchte, und dieser Versuch hat sich glänzend gerechtfertigt. Da von vielen Leuten die Künstlertolonie Darmstadt tot gesagt wurde, so ist ein erfreuliches Zeichen der Lebensfähigkeit, daß nunmehr auch außerhalb Darmstadt Ausstellungen Darmstädter Künstler veranstaltet werden, wodurch den Handwerkern Gelegenheit geboten wird, neue Anregungen ev. auch Entwürfe zu erhalten. Fast alle Gegenstände sind in Hessen eingeführt, dem in wenigen Jahren ein Kunsthandwerk entstanden, das mit dem des Auslandes jederzeit um die Siegespalme ragen kann. *** Konzert. Dem Trompeter- Korps des HusarenRegiments, 1. Hess. Nr. 13, von Mainz, wurde gestern abend in Steins Garten ein sehr sehr mäßiger Besuch zu teil. Da die Kapelle des Korps sich des besten Rufes erfreut, dürfte der schlechte Besuch wohl auf Rechnung des äußerst fühlen Wetters zu setzen sein, welches dieser Tage und auch gestern abend herrschte. Herbstlich fühl war es im Garten, und mehr als ein Besucher lauschte mit aufgeschlagenem Rocktragen den übrigens vorzüglichen Darbies tungen des Korps, das sich durch reichen Beifall zu mehreren Bugaben veranlaßt sah. Troßdem das Wetter fühl, tonnte Schluß des Konzerts dirigierte Herr Kleinhenn unter dem es doch den Besuchern den Humor nicht rauben, denn gegen eifrigsten Beifall mit Geschick den Gardemarsch und„ Deutschausgezeichnet den Taftstock zu schwingen. Aus dem Proland Deutschland über alles". Der alte Herr verstand es gramm möchten wir das Cornet à Piston- Solo des Stabstrompeters Herrn Heinrich hervorheben, welches vorzüglich wiedergegeben wurde und eine sehr gute Technik verciet. gehört zu haben, und fnüpfen daran den Wunsch, daß bei Wir hoffen, das Korps nicht zum letzten Male in Gießen einem vielleicht späteren Konzert des Korps, der Besuch ein dem musifliebenden Publikum entsprechender ist. □ Heute morgen gegen 8 Uhr stürzte der Omnibus Richtung Marburgerstraße- Bahnhof in der Liebigstraße vor der alten Klinik plößlich zusammen. Es stellte sich und mon mußte denselben einstweilen liegen lassen. Glückheraus, daß die hintere Achse des Wagens gebrochen war licherweisen tamen teine Verlegungen vor. ob die auf den Bahnhöfen aufgestellten Waren- Automaten * Automaten auf Bahnhöfen. Die Frage, Ladenschluß unterliegen, ist nunmehr auch für das Großden Bestimmungen über die Sonntagsruhe und den Neunuhr herzogtum Hessen zur entgültigen Entscheidung gekommen. Während die Straffammer in Darmstadt in einem Falle auf Freisprechung erkannte, hat die Straffammer Mainz in Oberlandesgericht entschied nunmehr, daß die Gegenstände, einer gleichen Sache Verurteilung eintreten lassen. Das die durch den Automaten zum Verkauf gelangen, im Wesentlichen für die Erfrischung und den Genuß des reisenden Publikums bestimmt seien und daß deshalb der Verkauf, wenn auch nur mittelbar, zum Betriebe des Eisenbahnunternehmens gehören. Als Teil des Eisenbahnunternehmens sei nicht unterworfen. der Verkauf aber den Beschränkungen der Gewerbeordnung ** Im Schnellzug Mainz- Worms, der gestern mittag infolgedessen ein Passagier mehr anfam. Mutter und Kind in Worms einlief, hatte der Storch einen Besuch gemacht, wurden wohlbehalten nach dem Krankenhaus verbracht. ** Vom 26. August bis 2. September werden in den Gemeinden Hermannstein und Nauheim im Kreise Weglar je eine Batterte( die 3. und 4.) des FeldartillerieRegiments 61 einquartiert werden. Am 8. September wird die Gemeinde Hermannstein mit dem Stab der 2. Abteilung, der 1. und 4. Batterie Feld- Art-Reg. 25 und Art. Regts. 25 belegt werden. die Gemeinde Nauheim mit der reitenden Batterie Feld** Eisenbahnminister Budde hat an die Frankfurter Eisenbahndirektion folgendes Schreiben gerichtet: Mit Interesse habe ich davon Kenntnis genommen, daß die Abwicklung des Verkehrs ans Anlaß des Sängerwettstreits sich überall glatt und ohne Störung vollzogen hat. Gern spreche ich der Direktion, sowie allen beteiligten Beamten und Bediensteten für die getroffenen Maßnahmen und ihre pünktliche Durchführung meine Anerkennung aus. Budde. poetischen Wahlaufruf: ** Ein Freund unseres Blattes sendet uns folgenden Auf zur Stichwahl! Die Wahl macht heuer mich ganz dumm Und auch wird mir nit wöhler, Wenn Namen höre ich wie Krumm, Wie solchen Bauern Köhler. Da lob den Namen ich mir nett, werden kann. ** Vereinsabzeichen bet kontrollber sammlungen. Bet Kontrollversammlungen durfte bisher niemand ordensähnliche Vereinsabzeichen tragen. Es ist jetzt genehmigt worden, daß die Mitglieder der Kriegervereine ihr Vereinsabzeichen anlegen dürfen. Die Vorstände vieler Kriegervereine haben ihren Mitgliedern darauf das Anlegen der Vereinsabzeichen zur Pflicht gemacht. ** Turnerisches. Samstag findet in Frankfurt ein Probeturnen sämtlicher für das deutsche Turnfest in Nürnberg angemeldeter Riegen des mittelrheinischen Turnkreises statt. (***) Hungen, 23 Junt. In Langd wurde am Sonntag das Bezirkskriegerfeſt gefeiert. Alle Vereine des Bezirks, sowie verschiedene Vereine aus der Nachbarschaft hatten sich eingefunden. Herr Pfarrer Schreiber von Langd hielt die Festrede. Das Fest nahm unter Mitwirkung des Gesangvereins von Langd den schönsten Verlauf. *** Laubach, 23. Juni. In der vorigen Woche waren hier zwei Selbstmorde zu verzeichnen. Ein 45jähriger Mann hatte sich im Walde bei Wetterfeld erschossen und eine Frau bon 73 Jahren hat sich, festlich angekleidet, durch Erhängen ins Jenseits befördert. Mit einem Terzerol hat ein 12. jähriger Knabe sich in die Hand geschossen. In der Klinik zu Gießen wurde mittels Röntgenstrahlen der Sitz der Kugel bestimmt und die Kugel dann herausgeschnitten. < Nidda, 22. Juni. Ein anscheinend unbedeutendes Gewitter zog dieser Tage über unsere Stadt. Auf einmal fuhr ein greller Bliz, gefolgt von einem furchtbaren Schlag nieder. Es hatte zwischen Salzhausen und eingeschlagen und den in der Nähe beschäftigen Feldshüßen von Kohden betäubt und auf der einen Seite gelähmt. Bis heute ist der Mann noch nicht ganz hergestellt. Einem Landwirt gingen infolge des Schlages die Pferde durch, und eine Frau, welche sie rannt, daß sie krant darniederliegt. beim Ackern führte, wurde von dem Pflug in die Seite geGroß- Felda. Vom 1. Juli ab verkehrt das Privat- Personenfuhrwert Ehringshausen- Groß- Felda an Werktagen dreimal und an Sonn- und Feiertagen zweimal in jeder Richtung mit folgenden Rurszeiten: W km 945 415 1030 0 1050 520 1135 8 1115 545 1200 11 W Ehringshausen( H.) 620 100 750 Ermenrod 515 1155 645 Groß- Felda 450 1130620 Die bisher wecktäglich verkehrende Botenpost( B W+) bezw. 4 Nm. wird von dem gleichen Tage ab aufgehoben. Ehringshausen und nach Groß- Felda ab Ehringshausen 215 " Alsfeld" hat in den letzten Jahren sich die Erbauung kleiner = Alsfeld, 21. Juni. Der Gemeinnüßige Bauverein Familienwohnungen besonders angelegen fein laffen. Die Haftsumme der Mitglieder beträgt rund 15000 Mt., im letzten Jahr betrug das Häuserkonto 31 900 Mt. Bad Nauheim, 22. Juni. 1361 Kurgäste find in der abgelaufenen Woche hier angekommen; es beträgt die noch 5964 Personen anwesend sind. Bäder wurden bis Gesammtfrequenz bis zum 18. Juni 9462 Personen, wovon zum Donnerstag 93 160 abgegeben. ▲ Ober- Mockstadt, 23. Juni. Ihr 50jähriges Berufsjubiläum beginng die Hebamme Frau Schuckmann. Die Fest. rede hielt Herr Dr. Schäfer. = Usingen, 22. Juni. Der Pächter des Domänehofgutes Stockheim, hat den Hof an den Dekonomen Holzwart aus Frankfurt mit allem Inventar ab 1. Juli für 90 000 Mart abgetreten. * wesenheit des Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl Homburg, 23. Juni. Gestern mittag wurde in Anvon Hesseu, des Oberhofmarschalls Graf- n Mirbach, des tommandierenden Generals von Lindequist und zahlreicher Geistlicher aus der Umgebung der Grundstein zur evange lischen Erlöserkirche in Homburg gelegt. Karl von Hessen vollzog im Namen des Kaisers drei übliche Prinz Friedrich Hammerschläge. preis), gestiftet von Kaiser Wilhelm II. errang bei der am ** Frankfurt, 23. Juni. Den Kaiserpreis( WanderSonntag und Montag stattgefundenen Ruder- Regatta der Berliner Ruderklub. 1902 war die Frankfurter Ruderge sellschaft Sachsenhausen" die Siegerin. " Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Es wird der Maler Karl Stein von Alsfeld aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Er ist beschuldigt, nach einem Bechgelage, auf dem Heimweg den Schuhmacher Georg 1800 erha Gunften des Ang ohne fallhe Bor im Laufe eines etwa 20,000 A Gurem A loren hat ist, in die halten un der es rütteln, und gebt 3. ausgeführt vo Heff.) Nr. 1 Anfang Billets Das beste F " Wunder leichter Adler- Fahr Fabrikation: Fa Viele höchste Vertrete Geb Die sparsan MAG Soloni gligenftaebt. Durchs Stahl, Bah!! mben fonnten am Seyll dortselbst mit einem harten Gegenstand auf ein Aug geschlagen zu haben, daß das Sehvermögen verloren ist. Nach dem Gutachten des Sachverständigen wird eine vollStändige Entfernung des verlegten Auges nötig werden um Litterarisches. ** Allen Wanderlustigen und Erholungsbedürftigen fann der vom Teutoburger Waldverein herausGeschäftliches. zeit so manche Menschen, die an Fußschweiß leiden. Th. wurde in Epworth lagter die Tat bestreitet und der Verletzte erst einen anderen den Teutoburger Wald empfohlen werden. Das Heft worben, daß er denselben in seiner Fußschweißseife ein der Geburt ihre Die Gefahr für das andere Auge zu beseitigen. Da Ange- gegebene Kleinen Ratgeber für die Reise durch Scholl, Stuttgart, hat sich ein Verdienst dadurch erdhon als Deforder als Täter bezeichnete, auch Zeugen bei dem Vorfall nicht zu- enhält neben einer Uebersichtkarte eine kurze Anleitung, einfach anzuwendendes Mittel offeriert, das nicht nur Drang, alle feine gegen waren, gelangte das Gericht zur Freisprechung. - eligion einzurichten Dienstknecht Hinrich Strauch von Homberg ist wegen wie der Teutoburger Wald am zweckmäßigsten zu bereisen ist. Die kleine Schrift wird vom Teutoburger Waldrgabe und welchen Körperverlegung, begangen an seinem Mitknecht Heinrich Verein in Detmold auf Verlangen jedermann unentus hervor, daß et Mensdorf angeklagt. Angeklagter beruft sich auf Notwehr. geltlich und portofrei zugesandt. foll. Er starb am Es wird auch festgestellt, daß der Verlegte ein streitsüchtiger haben sich haupt Mensch ist, welcher nicht viel Glauben verdient. Es tritt ausgebreitet. Auch ebenfalls Freisprechung ein. Dachdecker Ludwig Killer ** Weber's Moderne Bibliothek. Illustrierte Sammlung bester Romane und Novellen aus der Feder beliebter Autoren. Alle drei Wochen ein abgeschlossener Band von 128-160 Siten. den lästigen üblen Geruch, sondern auch das Brennen der Füße beseitigt, ohne den Fußschweiß indessen zu unterdrücken. Näheres im Anzeigenteil. Eine gut und entsprechend ausgestattete Neuhinzutretende Abonnenten erhalten unsere ethodisten Eingang von Landenhausen gegenüber als Geheimpolizist ausgegeben erschienen. al in Württemberg von Lauterbach hat sich dem Landwirt Johann Wahl Preis des Bandes 20 Pfennig. Bis jetzt sind 50 Bä. de etwa 6 Millionen und denselben im Namen des Gesezes für verhaftet erklärt, Sammlung mit vorzüglichem Inhalt, die unter den vorEisenbahnern gegen§ 232 St.-G. B. wird auf 10 Mt. Geldstrafe erba er seinen Namen nicht nennen wollte. Wegen Vergehens Sat bestimmt, daß fannt. waltung ebenso wie Gewerbeakademie Friedrich Eugen Krezer aus Heidelich freie Fahrt in berg, von der gegen ihn erhobenen Anklage des Betrugs, Zum Schlusse wird der frühere Studierende der handenen 20- Pfennig- Bibliotheken mit Recht einen der ersten Plätze einnimmt. Weber's Moderne Bibliothek ist in den meisten Buchhandlungen zu haben. hrer Kinder und freigesprochen. Er war beschuldigt unter falscher Vorspiege eigenartige und inter sfinte Sammlung der berühmtesten uchsweise gewäht lung von dem Studenten Josef Leinweber aus Fulda etwa Kontrollber mmlungen durfte Babzeichen tragen. e Mitglieder der egen dürfen. Die bren Mitgliedern eichen zur Pflicht det in Frankfurt Turnfeft in Nürn en Turnfreises statt. nad wurde am 1800 Mt. erhalten zu haben. Das Gericht nimmt zu Gunsten des Angeklagten an, daß der Beschädigte wohl auch ohne falshe Vorspiegelung das Geld gegeben hätte, da er im Laufe eines 1/2 Jahres sein gesamtes Vermögen von etwa 20,000 Mt. durchgebracht hat. ** Weber's Krimminal- Prozesse aller Zeiten. Eine Prozesse. Die Sammlung behandelt die Geschichte des Vers brechens und seine Strafen in Vergangenheit und GegenAlle 4-6 Wochen erscheint ein 160-192 Seiten starter Band in eleganter Ausführung. Jeder Band ist für sich abgeschlossen und fostet 50 Pfg. Jede Buchhandlung nimmt Bestellungen auf diese empfeh'w.rten Bändchen entgegen. wart Zeitung bis Ende dieses Monats gratis. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Auf zur Stichwahl! Kameraden in Stadt und Land, seid eingedent Eueres Eides, den Ihr einst im bunten Rock Eurem Kriegsherrn und dem Vaterland geleistet, der auch im bürgerlichen Leben seine Giltigkeit nicht verBereine bes loren hat und duldet nicht, daß unser deutsches Vaterland, dessen Einheit und Stärke mit Eurem Herzblut besiegelt hreiber von Langb ist, in die Hände der Sozialdemokraten gerät. Alle der Nachbarschaft r Mitwirkung des erlauf. tgen Woche waren 45jähriger Mann en und eine Frau t, durch Erhängen zerol hat ein 12. n. In der Alinit der Sig der Augel mitten. end unbedeutendes Auf einmal fuhr en Schlag nieder. eingeschlagen und Ihr Söhne der Alten, die Ihr berufen seid, die große Errungenschaft, das teuere Erbe der Väter zu erhalten und zu schüßen, löst das Versprechen ein, das Vaterland auch gegen den Feind im Inneren zu verteidigen, der es wagt, an den heiligen Grundvesten der staatlichen und monarchischen Verfassung zu rütteln, ja sogar niederzureißen droht, folgt nicht den Lockrufen dieses Feindes, die zum verderben führen, weist die sozialdemokratischen Stimmzettet mit Verachtung zurück on Robben betäubt und gebt Eure Stimme dem Kandidaten der vereinigten Parteien eute ist der Mann irt gingen infolge Frau, welche fie in die Seite ge Privat- Personen Berttagen dreimal in jeder Richtung W 620 100 750 515 1155 645 450 1130 620 enpoft( B W Thringshausen 2 e ab aufgehoben. nüßige„ Bauverein e Erbauung kleiner fein laffen. Die 15000 Mt., im 00 Mt. Rurgäfte find in es beträgt die Berfonen, wovon Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt. Viele Kameraden. Zum neuen Saalbau ( früber: Steins Garten). Donnerstag, den 25. Juni 3. Abonnements- Konzert Bäder wurden bis ausgeführt von der Kapelle des Infanterie- Regiments„ Kaiser Wilhelm"( 2. Großh. S0jähriges Beruſt. Heſſ.) Nr. 116 unter Leitung des Großh. Muſikdirektors Herrn E. Krauße. dmann. Die Feft er des Domänehof tonomen Holzwart .Juli für 90 000 ttag wurde in Anin Friedrich Karl n Mirbach, des ft und zahlreicher bftein zur evange Bring Friedrich Kaisers drei übliche ferpreis( Wander errang bei der am Ruber- Regatta ber anffurter Ruberge aal. on lefeld aus befchuldigt, nadh Schuhmacher Georg Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pig. Billets sind in der Expedition der Gießener Neuesten Nachr." zu haben. ADLER Das beste Fahrrad! دو Wunderbar" leichter Lauf " Die feinste Marke 99 Grösste" Verbreitung Adler- Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer, Frankfurt a. M. Fabrikation: Fahrräder, Motorwagen, Schreibmaschinen, Motorzweiräder. Viele höchste Auszeichnungen. Staatsmedaillen etc. Vertreter Heinrich Hamel, Grauberg. Gebrauchte Fahrräder von 35 Mk. an. Fachgemässe Reparaturen. Die sparsame Hausfrau verwendet MAGGI S Suppen- u. Würze SpeisenIn Originalflaschen von 35 Pfg. an, nachgefüllt für 25 Pfg. bestens empfohlen von Jul. M. Schulhof Colonialwarengeschäft, Marktplay 4, Gießen. immer nebst Kabinet mit oder Zimmer nebft kabinet mit be vermieten. Gie ken Bahnhofstraße 15. * g. Blutstock.Timermann Sambura, Fichteftr.3 Hilfe Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. Nachnahme von M. 9 verzollt franko in's Haus. NB. In Deutschland ist der Ladenprels für gleiche Qualität mindestens Mk. 1.40 per Pfund! ( 1839 Städtisches Schlachthaus Ochsenfleis 50 Pfg. Heute und Morgen. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, 100 Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an 99 99 99 P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. [ 1848] Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. nächster Nähe der nenen Kliniken empfiehlt seine geräumigen Lokalitäten, nebst Gartenwirtschaft zur gelegentlichsten Benußung. Guten bürgerlichen Mittagstisch. Zum Ansschant kommt das berühmte Göbels- Bier. Schönste Ansicht ins Lahuthal. Flaschenbier auf Bestell ung frei ins Hand. Um gütigen Zuspruch ladet ein Georg Kraft, Wirt. Patentkummet und Geschirrversandthaus Inh. Louis Völzing, Groß- Felda( Hessen) offertert seine weltberühmten Kummete für Sport, Reklame- und Castfubrwerke, prämiirt auf der Welt- Ausstellung zu Paris 1900 mit der goldenen Medaille. Ferner offeriere ständiges Lager in Kutsch- und Ganlageschirre von 45 bis 850 Mf. per Stück. Regen- und Wolldecken, Stall- und Reit- Utensilien, Cäschnerwaren u. Polstermöbel, worunter die berühmten Patentmatratzen Non plus ultra. Neuheiten in Wagenlaternen, Kinderwagen und Tapeten. Nichtconvenirendes tausche um. Prospekte und Kataloge gern zu Diensten. Wähler des 1. Hess. Wahlkreises Gießen- Grünberg- Nidda! Was in den Tagen vor dem 16. Juni, dem Hauptwahltage, die Deutsch soziale Reformpartei und die vereinigten liberalen Parteien im Wahlkampfe trennte, das laßt uns jetzt vergessen. Im Kampfeseifer der Wahlkampagne fallen hüben wie drüben harte Worte, das liegt in der menschlichen Natur. Solche Auswüchse der Leidenschaft dürfen niemals den klaren Blick des Wählers trüben und zu Schritten verleiten, die dem Allgemeinwohl später schaden würden. Es war eine jede von beiden genam ten Parteien darauf bedacht, die höchste Stimmen. zahl zu erhalten. Jetzt aber nun, da das Geschick es wollte, daß unser seitheriger Reichstags: abgeordneter, Bürgermeister Köhler- Langsdorf, dem liberalen Kandidaten um wenig Stimmen nachgeblieben ist, laßt den Parteihader ruhn; unsere vornehmste Aufgabe ist jetzt die, unseren Wahlkreis, der eine Urkraft von Deutschtum in sich birgt, und immer deutsch vertreten war, nicht den Sozialdemokraten auszuliefern. Wähler von Stadt und Land, als vor 5 Jahren Bürgermeister Köhler die meisten Stimmen auf sich vereinigte, da waren die Liberalen keinen Augenblick im Zweifel, wen sie in der Stichwahl ihre Unterstüßung zuwenden sollten. Gegen die Sozialdemokratie! so hieß es damals, und, Bürger, ist die Situation heute eine andere? Nein! Wir, im 1. hess. Wahlkreis, wollen keinen Sozialdemokraten als Reichstagsabgeordneten, wir wollen keinen Abgeordneten, der gegen die bestehende Staatsordnung ist. Wir wollen einen Abgeordneten, der in Ruhe und mit verständigem Blick die erforderlichen Reformen in unserem Staate weiter ausbauen hilft. Wir wollen einen Abgeordneten, der die Wünsche und Mängel unserer ganzen Provinz, besonders die des Bauern- und Handwerkerstandes kennt und denselben Rechnung zu tragen bestrebt ist. திட Wir wollen einen Abgeordneten, der mit dem Wirken und Schaffen unserer Bevölkerung auf's Engste verwachsen ist. Mr. 145 Abonnement ta's Saus gebra Bratiebellagen: Oberbeffife Bel Cartenban, fowle Das Blatt erf für www.w.comxQRAS Kaiferden ( Von u Hamburg w don zwei Gedäch bie Empfindung banfastadt felbft Gegenwart der o barer Nachbarsc ruh weihte die einen 10 Meter den zwei Geitent fteine flantieren. und, wie alle of im Stile, eine h durch die zwang besonders macht gegenüber beroi öfter mit dem M fchließlich überr klasse persönlic Das Dentm aus milden und einem unhistoris erst im Jahre 18 märe als in Han find die Megori gebracht. Das im Hintergrund Die Darstellung Industrie und d gegangen. Die stellend die Kai in Hamburg a und künstlerisch roßen Zeit dar Anders abe marck gedacht. wischen Aumül ein Denkmal er feine äußere Per richsruh entgege Ihr Wähler, die Garantie für all dieses zusammen bietet Euch kein sozialdemokratischer Abgeordneter, nicht buchen Wolfes der Stadtverordnete Krumm; zeiget morgen am Donnerstag, dem Tage der Stichwahl, daß der Wahlkreis GießenGrünberg- Nidda auch fernerhin von einem deutschen Manne im deutschen Parlament vertreten sein soll. Als vor wenigen Tagen im selben Blatte von einem Freund Köhler's die Parole: Das Vaterland über die Partei, - den Wählern in Erinnerung zurückgerufen wurde, da waren wir uns klar, daß dieser Rat der einzig richtige ist. Deshalb erwarten wir von jedem deutschen Bürger, daß er bei der bevorstehenden Stichwahl keinen Moment im 3weifel ist, wem er seine Stimme zu geben hat! Jeder reichstreue Wähler muß in einem kritischen Augenblicke der Entwickelung Deutschlands sich bewußt bleiben, daß er berufen ist, mit seiner Stimme den Ausschlag zu geben, ob die sozialdemokratische Herrschaft noch mächtiger werden, oder ob eine ruhige Ausbauung der inneren Verhältnisse unseres lieben Vaterlandes angebahnt werden soll! Darum giebt es morgen am Stichwahlstage nur die eine Parole: Wir wählen Wann für Mann Kultusfeier, das Gedächtnis an Farbenpracht be Studenten in 2 Sachsenwalde,& zimmer besichtig Mausoleum, wo und defilierten. ie, von dem gr bamberge, wo ungen wurden Feuergarben z einen roten Sd die Friedrichsru bie Sonnenwen bert gewesen se in Deutschland euwecken. $[ Bartbesai Marlsruhe vers die Anpreisung oder des Volke Berlag wird bi Gemütsroheit ge Herrn Louis Heyligenstaedt We den Mann, der durch harte Arbeit sich emporgearbeitet hat und uns die Bürgschaft bietet, daß auch durch ihn unsere Interessen aufs beste vertreten werden. [ 1844] Mehrere Wähler von Grünberg und Umgegend. des